1842 / 45 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

wurde Elisabeth bâufig von den Näthen verhbrt; und obgleich Alles an para M Tae: sie der Theilnahme an der Verschwdrung u überführen, so war ihre Vertheidigung doch so fest daß keine Beschuldigung erwiesen werden konnte. dlich nahm die Erklà- rung, welche Wyatt bei seinem Tode machte, daß sie vollkommen unschuldig sey, jeden Vorwand Mugttee Gefangenschaft: jedoch wurde sle no< einen Monat im Gefängniß gehalten und dann nah Woodsko> gebracht. s

Man kann faum zweifeln, daß diese bittere Periode ihres Lebens eine mächtige Wirkung auf diese große und hochherzige Fürstin in der Folge hatte, Die unbarmherzigen Hinrichtungen der Papistischen Regierung mußten unstreitig das Volk einer Re- ligion entfremden, welche dur< das Schwert und den Scheiter- haufen herrschte. Aber die persdnlichen Leiden, die Gegenwart der Folterer, der Anbli> des {malen Raums zwischen Gefängniß und Schaffot waren Lehren, welche Elisabeth nicht vergessen konnte, als die Frage war, ob sie den Protestantismus oder den Katho- lizismus zu ree und ihres Volkes Religion wählen sollte, Von ihrem ersten bis zum leßten Tage schwankte sie nie.

Auf Mariens Tod am 17. November 1558 folgte Elisabeth's Triumph- Einzug in den Tower. Sie warf sich auf ihre Kniee und dankte Gott fúr ihre Erhaltung. Jhr Zug nah der Stadt war hóôchst merkwürdig, nicht blos wegen der Freude der Bürger, sondern wegen des offenbaren Beweises, den sie durh Annahme der ihr während des Aufzuges f Bibel von ihrer An- hânglichkeit an die Reformation gab, Durch die Annahme des Ds gab sich die Königin einer mächtigen Partei im

ande preis, so daß ihr Leben beständig in Gefahr \{webte eine Gefahr, die nach der rann GeN Bekanntmachung der Pâpst- lichen Bulle, welche sie des Königreichs für verlustig erklärte, noch entschiedener wurde,

Die leßten Personen von Bedeutung, welche unter dieser Regierung in den Tower eingekerkert wurden, waren der berúhmte Graf von Essex und Lord Southampton. Esser war von der Natur und dem Glú> besonders begünstigt; tapfer und geschi>t, fehlte es ihm allein an Selbstbeherrschung, um sh zu einem der ersten Männer seiner bemerkenswerthen Zeit zu machen. Aber sein Stolz und seine Eitelkeit, welche ihn verleiteten, Elisabeth als tie Sklavin seiner Launen zu betrachten, warfen ihn hülflos in die Hânde seiner Feinde. Nach einem Aufstande, der durch seine Unbedeutendheit zwar lächerlich, jedo< \o klar war, um seine Strafbarkeit außer Zweifel zu stellen, gab die Vorliebe der Köni- gin den Besorgnissen ihrer Rathgeber nach, und der unglü>liche Graf, der es sih als eine Gunst erbeten hatte, nicht dffentlich hingerichtet zu werden, wurde am Ascher-Mittrooch, den 25. Fe- bruar 1601, auf Towerhill enthauptet. Er war mit Pracht ge- Fleidet und trug einen Mantel von schwarzem Sammet über einem Anzuge von Atlas, Essex starb mit Ruhe und erklärte sich als einen treuen Mes des Protestantismus. Sein Tod war würdiger als sein Leben. Unter Jakob 1. ward die bekannte Pulver-Verschwörung entde>t, 1605, und die Häupter derselben búßten ihr verwegenes Unternehmen im Tower. n seinen un- glú>>lichen Mauern schmachtete au< während 13 Jahre der be- rúhmte Sir Walter Raleigh. Er wurde zwar freigelassen, aber die fehlgeshlagene Expedition nah Guiana und Spaniens Vor- stellungen brachten diesen tapferen Soldaten, Seemann, Abenteu- rer und Philosophen von neuem in den Torver, und er wurde 1618 daselbst hingerichtet.

Als er die Schneide des Beiles, durh welches er sterben sollte, berúhrte, sagte er: „Es is ein \charfes, aber gegen alle Uebel sicheres Mittel.“ Einige Jahre später, 1621, finden wir wei andere ausgezeichnete Männer gleichzeitig als Gefangene im

ower, den großen Lord Bacon, der Beskehung angeklagt, und Sir Edward Coke, der Krone wegen der Entschlossenheit, mit welcher er die Privilegien des Unterhauses vertheidigte, verhaßt. Jm selbigen Jahre wurde au<h Graf Arundel wegen Beleidigung des Lord Spencer, bei Gelegenheit einer Debatte, zum Gefäng- niß im Tower verurtheilt, Auf einige zufällige Bemerkungen Lord Spencer's, der sich vorzúgli<h mit Ackerbau beschäftigte, Úber die Vorfahren des Lord Arundel, antwortete dieser verâcht- lich: „Mylord, als die, von denen Sie sprechen, thâtig waren, hüteten Zhre Vorfahren die Schafe.“ Lord Spencer's Antwort war no< schärfer: „Sehr wahr, Mylord, aber als meine Vor- fahren die Schafe hüteten, spannen die Jhrigen Verrath.“ Ein heftiger Streit folgte, als Arundel, von dem die erske Her- ausforderung ausgegangen war, vom Hause den Befehl erhielt,

Allgemeiner Bekanntmachungen.

Von dem Königlichen Ober-Landesgerichte zu Stet- tin soll das im Randowschen Kreise zu Pommern be- legene, im Jahre 1824 exclusive der circa 566 Mor- gen 74 Ruthen enthaltenden Holzung, landschaftlich auf 45/134 Thlr. 21 Sgr. 7 Pf. abgeshäßte Allo- dial - Rittergut Nadrense, ingleichen zwei Bauerhdfe daselbs, welche beide nah der Abschäßung durch den

Stadtgericht j Das in der K

10 Sgr., soll

184

sich zu entshuldigen. Auf seine Weigerung wurde er von den F in den Tower gdeschidt, aus dem er aber, na< gemachter

ldigung, befreit wurde, de S

H) Wissenschaft, Kunst und Literatur.

Berlin. Jn der Buch- und Musikalienhandlung von Traut- wein und Comp. is unlängst ein Portrait von Beethoven er- schienen, das die Verehrer dieses großen Genius der Hand des Herrn Professor August von Kldber verdanken. Es ist bekannt, wie BRgets Beethoven einem Künstler saß, der genannte aber hatte das Glüûd, ihn im Jahre 41817, also in blühendstem Alter und voll- ster Kraft, in seinem Sommer - Aufenthalte zu Möddling bei Wiek nah der Natur zu zeihnen. Der Kopf is lebensgroß und spricht dur< eine so überraschende Lebendigkeit der geist- vollen Züge an, daß wir wohl an die Aehnlichkeit glauben müssen, welche überdies von denen, die Beethoven kannten, versichert wird. Etwas Mächtiges und Wildes liegt in den ldwenartigen For- men dieses Kopfes, und nur das sanfte Auge macht ste freundlich. Die Zeichnung i| in dem Maße des Originals von Herrn Neu auf den Stein Übertragen worden, in einer Manier, welche sh durch die markige Schraffirung von der gewdhnlichen, weichverwisch- ten und charakterlosen sehr vortheilhaft unterscheidet. Das Blatt wird gewiß bei allen denen, die es gesehen haben, einer Empfehlung nicht weiter bedürfen. Bei dem Fnteresse, das unser und das Deutsche Publikum überhaupt daran nimmt, erlauben wir uns an- zudeuten, daß wir von Herrn von Kldber auch ein Portrait Schelling?s zu hoffen haben. Eines von den beliebtesten Bildern dieses Malers, sein Bacchus mit dem Pantderge(ttan ist in ciner recht wohlgelungenen Lithographie von Günther in der Mecyer- schen Kunsthandlung erschienen. Der Charakter des Bildes ist über- aus wohl getroffen, dice Führang des lithographischen Crayons sehr lobenswerth, nämlich zart, ere und voll Schmelz, auch der Orud' von Zdulner in Berlin durch cine leichte und tiefe Schwdärze gegen die frühe- ren Leistungen unserer Ateliers sehr ausgezeichner. Noch vorzüglicher is der aus derselven Werkstatt hervorgegangene Druk eines von E. Meyer lithographirten Blattes , des berühmten Landscers im Park spielende Kinder, welches von dem Muster Englischer und Franzd- fischer Lithographie nicht mehr entfernt bleiben möchte, Es kommt dfrers vor, daß Erfindung und Ausbildung sh unter den Völkern theilen. Unbestreitbar cine Deutsche Erfindung is die Ltthographie, aber was mit ihr zu leisten sey, mußten wir doch erst von den Fran- zosen und Engländern lernen; wir haben es jeht gelernt und wollen uns auch dessen freuen. Gr.

Meteorologis<he Beobachtungen.

Nach einmaliger Beobachtung.

Abends

1842, Morgens 10 Ubr.

11. Februar. 6 Ubr.

Lustdruek [340,16 Par. [340,21 Par. | 340,23" Par. 2,a° R. | + 3,6’ R. | 0,7° R. 4,6° R. |— L6° R. | 2,9®R. 82 pCt, 67 pCct. 80 pCcet. beiter. heiter. heiter. S0. SW. SW. Würmewechsel +3,9°, Wolkenzug. .. SW. e. 3,1°,

Tagesmittel: 340,20" Par... +0/9° R... 3,0" R... 76 pct sW.

Nachmittags 2 Ube.

Quellwärme 7,1° R. Flusswärme 0,0° R. Bodenwärme—0,1° R. Ausdünstung 0/028 Rh. Niedersechlag O.

Luftwärme Thaupunkt .…. Daunstsättigung

Berliner Börse. Den 12. Februar 1842.

| Pr. Cour. Pr. Cour.

Actien. |s L AM Brief. | Geld.

Fonds. Brief. | Geld.

12: 103 111 102% 106 102

1017 97! 100

1047

leit 124}

112 107% 874

Brl. Pots. Eisenb. do. do, Prior. Áct. Mgd. Lpz. Eisenb. do. do. Prior. Âct. Brl. Anh. Eisenb. do. do. Prior. Act. Düss Elb. Eisenb. do. do. Prior. Acr. Rhein. Eisenb.

do. do. Prior. Act.

4| 1043 103

82! 1024

St. Schuld - Sch. Pr. Engl. Obl. 30. | 4 Präm. Sch. der Seehandlung. Kurm,. Schuldy. Berl. Stadt - Obl.

1025 104

Elbinger do. uis

Danz. do. in Th, Westp. Pfandbr. Grossbh. Pos. do. Ostpr. Pfandbr. Pomm. do. Kur. u. Neum. do. Schlesiscbhe do.

102 1057 1023 1014

Gold al marco Frieárichsd’or Avdere Goldmün- zen à 5 Th.

| j aaa] [20

13

Nothwendiger Verkauf. u Berlin, den 19.

igstraße Nr. 64 be he Grundsü>, gerichtlih abgeschäßt zu 7934 Thlr.

am 9. September c., Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsfielle subhastirt werden. Hypothekenschein sind in der Registratur einzusehen.

8 4

Disconto

spieler 1c. gr. 8. geh.

anuar 41842, P No

gene JFeanson-

ländischen Eigennamen , die Taxe und

ranklin |. Frängklinn,

Regulirungs - Kommissarius im Fahre 1833 einen Werth von 5634 Thlr. 5 Sgr. haden, am

24. Mai 1842, Vormittags 10 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle mit allen Pertinenzien im Wege der (eemilligen Subhastation verkauft wer-

den. Laxe/ Hyvothekenschei JLEE Dre gungen sind in E hein und Verkaufs = Bedin

i 7 Kdnigliches siratur einzusehen.

ber - Landesgericht. i A Rothwendiger Verkauf Stadtgericht zu Berlin, den 27. Xan, Das in der Linienstraße Nr. 112 alige Friedrich- \che Grundstück, gerichtlich abgeschäßt zu 11,443 Thlr.

43 Sgr. , soll Dr, med.

an der Gerichtsstelle subhastirt werden, Ta

HUpe e emen sind in der Regisiratur Att und ie unbekannten Realprätendenten werden zu die:

sem Termine unter der Verwarnung der Prâ lusion

vorgeladen.

Nothwendiger Verkauf.

Lauterberg am Harz, Februar 1842,

Die hiesige Wasser-Heilanstalt wird auch in die- sem Fahre am 1. März erdffnet, Seit dem zweiidh- rigen Bestehen derselben hat man sich bemüht, Alles zu thun, um den Gästen den Aufenthalt angenehm zu machen , um die Anstalten zur Kur zu vermehren und zu verbessern. Rdumen da Peters E ad T mehrere Fluß- und Te er vorgerichtet-

erbaute Restauration wird die Annehmlichkeit des Aufenthalts erhdhen.

Meldungen zur Aufnahme in die Kur nimmt Herr itscher entgegen, so wie die Besiellungen am 6. September c., Vormittags 11 Uhr „der Wohnungen auch dur den Bürgermeister Wester-

» \hausen geschehen werden. er ih vorher von den hiesigen Verhältnissen unterrichten will , dem empfehlen wir das kleine Buch: „Lauterberg und seine Umgebungen “, im vorle oe L bensbrser ga iy hand ahre er Schweigerschen Buchhand- lung in Klausthal R iñ, en A

en i, Greutheus’n, tost 1. Potosi, S tho

Es sind jeßt in angemessenen

2c. 2c, ter, Shakespeare, r

tig (Schäksp wird. Dies wird (

hinlängli

Eigennamen.

nigsberg erschienen im Laufe des welches gende Verte welche durch alle

können :

dtgericht zu Berlin, den 26. Januar 1842. Das i D atineriestraße Nr. 3 iaaee Kronig- <e Grundstü, gerichtlich abgeschäht zu 17,708 Thie,

r. 6 Pf., so E E Tan c.- Vormittags 11 Uhr,

an der Gerichtsfielle subhastirt werden. Taxe und

Hypothekenschein er dem

Kaufm

thalt nah unbekannte vormalige ann Carl Heinrich Faethen wird hierdurch |de0 ¡Städt

Literarische Anzeigen. Bei E. S. Mittler Lippert's Hand sind in der Registratur einzusehen. |\,woh1 A

ename der Umgangs- und mise neuerer Zeit - so wie

d wissenschaftl | dffentlicy vorgeladen. ebräuchlichen dah Vedil G pu Stände, insbesondere für Lehrer 7 Ae: a

1r Band. 5 T Drumann, W., Geschi Stechb 3) i : R TO cie da ben der namen, Personen-, als Länder-

aura L ihre en

3 Thlr

- Tage,

onen , die ârg-

em Sprachkenner ein unwillfürlihes Lächeln abgewinnen. man nicht sprechen oder lesen : Newton statt Niuht'n, yron f. Bir’n, Gruithui- e l eru |. Perú, Portici . t¿tshi, Canning |, Känning, Halley |. Hälli , Po- ooper s. Kubper, Brewster st|. Bruhb- er tockholm st, Stó>kholm; Washington st, Uaschingt’n, Wallace |, UÚalliß , Wellington |, Uel- lingt’n , Wellesley st. Uellsli/ Morlachi |. Morláki, Sevilla |. Sewilia, Bastia |. Bastía, Greenwich Grihnitsh, Rio de Janeiro |. Riu de Schanéiru aum daß der Name des grgen aller Dich-

hr) ausgesprochen Q seyn, um einen Be- rif von der hohen Nüblichkeit der vorstehenden Schri t zu geben. Sie enthält außer den zahlreich eingestreuten Fremdwörtern gegen 10,000

Jm Verlage der Gebr. Borntraeger zu Kd- ahres 1841 fol-

u han ungen, namentlih dur< die Stuhrsche, Berlin , Schloß- plaß 2, Potsdam, Hohenwegsir. 4, bezogen werden

Bessel, F. W. di astcongenisché Untersuchungen r. r.

te Roms in seinem

Uevergange von der republikanischen zur mo-

s, Cd Verfassung, oder Paras, / ar D

mit l bellen. l, . 10 Spr. ‘e Dee urd lebte Thal er :

Wechasel-Cours.

Kurz 2 Mi. Kurz 2 Mé. 3 Me. 2 Mi. 2 Mi. 2 Mi. 2 Mi. 8 Tage 2 Mi. 3Z Woch...

Frankfurt a. M. WZ............... 100 FL

ELESISIITLIELI

Auswärtige Börsen.

Amsterdam, 8. Febr. Niederl, wikl. Schuld 611; 6% do. 1004. Kans, Bill. 25. S5 Span. 225, Pass. —, Aug, —. Zul, —, Preuss, Präm. Seh. —, Pol. —., Oesterr. —.,

Antwerpen, 7. Febr, Zinsl, 5k, Neue Anl. 22,

Frankfurt a. M., 9. Febr. Oesterr. 5% Met, 1094 G. 44 1014 0. 42.

24% 577 6. Preuss. Präm.

1% 24% G. Bank-Aet. 2028. 2026, Loose zu 500 Fl. 1424. Sch. 82ÿ G. do. 47 Anl. 1027 G, Poln. Loose 78% G. 52 Span. Anl. 243. 244. 23% Holl. 514. 6LY;. Eisenbahn- Actien. Taunusbaba- Act, 3874. 387%. Leipzig Dresden 103 G. Köla- Aachen 963 G. Hamburg, 10. Febr. London, 5, Febr. Cons. 3% 89}. Bels. aive 54. Ausg. Seb. 125. 5% Hou. 1014. % 514. 5°, Port. 33, 32 193. Bagl. Russ. —. Beras, 62, Chili —, Colomb. $21. Mez. 324. Peru 15%. Paris, 7. Febr, 55 Rente fn cour. 119. 35. 32; Rente fu cour. $0. 20. Aul. de 1841 fin cour. 80, 35, 5% Neapl. An cour. 107, 75, 5% Span. Rente

25%. Paszive 55. 5%, Mei. 1075, 4°, 1004, —. 252 —,

Wien, 7. Feber. 1% —. Bank-Actien —. Aul. de 1834 693k. de 1839 2744.

Baok- Actien 1680 G. Engl. Russ, 1097, Belg. —. Neue Anl, 244. Pas-

Königliche Schauspiele.

Sonntag, 13, Febr. Jm Opernhause: Die Lottonummern, Hierauf, zum erstenmale wiederholt: Die Danaïden, großes pan- tomimisches Ballet in 2 Abth., von Hoguet. Musik von Z chmidt, Decorationen von C. Gropius.

5m E

fege vor seiner Thúr. Montag, 14. Febr. Jm Opernhause: Kolumbus. Dienstag, 15. Febr. Jm Opernhause. Zum e

Marquis und Dieb, komische Oper in 1 Aft, nach dem

enmale: ranzôsi:

Die Frau im Hause, Hierauf: Jeder

schen, von L, Schneider, Musik von E. Taubert. Hierauf: Die

Danaïden.

Jm Schauspielhause: Pour le premier débuùt de Mr. Al- fred Guéry, artiste du théàtre de l'Odéon de Paris: 1) La re- prise de: Le commis voyageur, 2) La première représentation de: Le bon moyen, vaudeville nouveau en 1 acte,

Königstädtishes Theater.

Sonntag, 13. ven Roderich und Kunigunde, oder: De Eremit vom Berge Prazzo, oder: Die Windmühle auf der Wesi seite, oder: Die lang verfolgte und zuleßt do triumphirende Un- schuld. Hierauf: Mitten in der Nache.

Montag, 14. Febr. (Jtalienische Opern-Vorstellung.) Tor-

ualo Tasso, Opera in 3 Atti, Poesía del Sgr, Fecretti, Ma- síca del Maestro Gaetano Donizetti, (Neu einstudirt.)

Os 15. Febr, Die Reise auf gemeinschafiliche Kosten. Hierauf: Nach Sonnenuntergang,

Die unbekannten Eigenthümer der seit mehreren Jahren bis zum 1sten d. M. im Königsstädtischen Theater gefundenen Ge- genstände werden hierdur< aufgefordert, in dem Zeitraum vom 14ten bis 19en d. M. bei dem Kastellan genannter Bühne (Alexanderplaß Nr. 3), in den Nachmittagsstunden von 2— 4 Uhr, ihre Ansprüche geltend zu machen. Das Verzeichniß der Sachen fann ebendaselbst eingesehen werden.

Verantwortlicher Redacteur Dr. F. W. Zinkeisen. Gedru>t in der De>er schen Geheimen Ober-Hofbuchdruterei.

die Preußischen Staaten.

Kaufleute, Reisende, Zeitungs- und Vorleser, Schau- reis 1 Thlr. 5 Sgr.

< immer vernimmt man, selbst in der Conver- sation wissenschaftlich gebildeter Per sten Versidße gegen die richtige Aussprache der aus-

/ Lehrbuch der Geschichte für die oberen Klasse der Gymnasien. Dritte, vielfach verbesserte und zum Theil umgearbeitete Auflage. 1 Thlr. 10 Sgr

Hagen, G., Handbuch der Wasserbaukunfi. 4r Theil : Die Quellen. Mit 21 Kupfertafehz:.

N Feri Cir dbuch der Geographie für

e r. an die Gebildeten des weiblichen Geschlechts. 3te sehr verbesserte und vermehrte Ausgabe. 3 Theile. 4 Tblr. 15 Sgr.

Rathke, H., Bemerkungen über den Bau des Amphiosus lanceolatus, cines Fisches ‘aus der

Ca der Cyklostomen. Mit einer Kupfer-

a e . r.

Schubert, F. W., Handbuch der allgemeinen Staatskunde von Europa. 2ten Bandes 1r Theil. Der Oesterreichische Kaiserstaat. 2 Thlr. 10 Sgr.

Voigt, FJoh., Handbuch der Geschichte Preu- annt bis zur Zeit-der Reformation. Fn 3 Bän-

en. 1r Band. 2 Thlr. 10 Sgr.

/; Briefwechsel der berühmtesten Gelehrten des Zeitalters der Resormaion mit Herzog Albrecht von Preußen. en S zur Gelehrten-, Kir-

Wie oft hdrt

ór-

emde] hen- und politischen Geschichte des 16ten Jahr-

Fugters aus Orliginal-Briefen dieser Zeit. geh. r

Thlr.

Wagenfeld, L., allgemeines Vich- Arzneibuch- oder gründlicher, d wonach ein jeder Vie

einer Hausthiere auf die einfachste und wohl-

cilste Weise leiht erkennen und sicher heilen

ann. Mit 9 Tafeln in Stahlstih. 5te schr

vermehrte und verbessecte Auflage, Sauber kar- nnirt 4 Thlr. 225 Sgr. :

Balitzki, . v.» Postylla czyli Kazania na wes e EO i éwieta cate E I

G -PeryKopów ew. lcznych. Zes

er- . L Bei F.Dümmler, U. d, Linden 19, erschien eben:

buch für die un-|Bopp, Ueber die Verwandtschast der Malayisch- Gra Auf- Poly î

S i é i- hen B Thi Marin mit den Indisch - Europäl

leicht faßlicher Unterricht, | lige A Krankheiten

Î f

Allgemeine

Preußis<e Staats-Zeitung.

Berlin, Montag den 14@ Februar

E 242,

Inhalt.

Amtliche Nachrichten. Frankreich. Deputirten-Kammer. Beseb-Entwurf über die Eisenbahnen.) Paris, Urtheile der Presse über jenen Geseh- Entwurf. Vermischtes. Brief aus Paris. (Nähere Beleuch- tung des neuen Eisenbahn-Gesehes.) Großbritanien und Frland. London. Rülkfehr der Königin nah Windsor. Beschwerden der Liberalen über die Dubliner Wahl. Verbesserung der Dampf = Fregatten. Vermischtes. Neueste Nachrichten Über die Parlaments-Sihßungen und über die Chartistische Bewegung in Portugal, Niederlande. Haag. Aufenthalt Sr. Majestät des Königs von Die, c Rotterdam. Nachträgliches über die Durchreise r. Majestät. Belgien. Brüssel. Graf Lehon in Brüssel. Deutsche Bundesstaaten. Hannover. Mehrbedarf für den Militair - Etat. Mannheim. Traurige Folgen der lehten Auswanderungen. Neu - Streliß. Herzogin Luise von Mecklenburg-Streliß Þ. Am Res: J. D. Gries +. Ostindien, Weitere Nachrichten über die E TeEN in Afgha- nistan. Lage der in Tibet eingefallenen Sikhs. Unzufcieden- eit in Birma. Truppenverstärkung nah China. Vermischtes. ina. Wiedereinnahme von Tschusan. Eroberung von Tschin- hai und Ningpo. Neue Feindseligkeiten der Chinesen in Canton. Zustand der Englischen Besaßung in Emoy. Vermischtes.

Der Tower. Eine geschichtliche Skizze. (Schluß.)

Tp Pp

Amtliche Uachrichten.

Kronik des Tages.

Se, Majestät der König haben Aller nâdigsk geruht, dem General-Major von Petersdorff, Äeritontmaten von Thorn, so wie dem Geheimen Regierungs-Rath und Landrath Hartung zu Mayen, im Regierungs: Bezirk Koblenz, den Rothen Adler: Orden zweiter Klasse mit Eichenlaub; dem katholischen Pfarrer Anton Wolf zu Babersdorf, Kreises Gla6, dem fatholischen

farr- Vikar Diels zu Wegberg, im Kreise Erkelenz, und dem

s auschreiber, Lieutenant a. D. Hayer hierselbst, den Rothen

“Adler-Orden vierter ate? dem Förster Kil zu Sperenberg bei

Zossen das Allgemeine Ehrenzeichen; so wie dem Lohgerbermeister

E hierselbst die Rettungs-Medaille mit dem Bande zu verielhen.

Angekommen: Se. Durchlaucht der Prinz Viktor zu Hohenlohe-Schillingsfür st, Herzog vonRatibor und Corvey, von Breslau.

Se, Excellenz der General: Lieutenant und kommandirende General des 2ten Armee-Corps, Graf zu Dohna, von Stettin,

Zeitungs -Uachrichten.

Ausland.

Frankreich.

Deputirten-Kammer. Sißung vom 7. Februar. Nachtrag.) Der von dem Minister der dffentlihen Bau- ten vorgelegte Geseß-Entwurf über die Eisenbahnen lautet jolgendermaßen :

, Artikel 1. Es wird ein System von Eisenbahnen ausgeführt, die von Paris auslaufen und die Richtung nehmen: Nach der Bel- gischen Gränze über Lille und Valenciennes ; nah England über ei-

-_nen Punkt des Küstengebietes, der später bestimmt werden wird; nach

«dec Deutschen Gränze über Straßburg; nah dem Mittelländischen

Meere über Lyon, Marseille und Cette; nach dem Ocean über Bor- deaux und Nantes.

3 rt. 2, Die Auesadruna der oben erwähnten großen Eisen- bahnlinien wird dur< Mitwirkung des Staates, der betheiligten Departements und Gemeinden und der Privat -=Jndustrie auf die nachfolgend näher bezeichnete Art bewerkstelligt werden,

Art. 3, Abgeschen von den freiwilligen Beiträgen, die von den Lokalitäten angeboten und von der Regierung angenommen werden dürften, bezahlen die betheiligten Ee und Gemeinden zwei Drittel der Summe, die für den Ankauf derjenigen Terrains und Gebäude, die für die Anlegung der Eisen- bahn nothwendig sind, erforderlich ist. G jedem von der Eisenbahn durchschnittenen Departement seßt das General-Conseil den Antheil fest, der aus den Departemental-Fonds beigesteuert wird; es bezeich- net dic Gemeinden, welche zu der Bezahlung des an den zwei Drit- teln no<h Fehlenden aufgefordert werden sollen, und regulirt den Beitrag jeder einzelnen Gemeinde, je nah ihrem Fnteresse an der Sache und nach ibren Fuanzienien Vega

, Artikel 4. Das Übrige Drittheil der Entschädigungen für Ter- rains und Gebäude, die Erd- und künstlichen Arbeiten werden vom Art l'L Die isaden Giblenái: der Sand

_ Artikel 5. e eisernen Schienen, der Sand, das Material und dié Kosten des Betriebes, die Unterhaltungs- und Reparaturkosten der Bahn und des Materials fallen den Compagnieen zur Last, denen der Betrieb der Bahn verpachtet wird. Diese Pacht wird auf Grund von Kontrakten abgeschlossen, welche die Dauer und die Bedingungen des Betriebs , so wie den Tarif der zu erhebenden Frachtsäße und Perso- nengelder, enthalten. Diese Kontrakte müssen dur<h Königliche Or-

donnanz genehmigt werden.

Artikel 6. Nach Ablauf des Pacht - Kontrakts wird der Werth

der Schienen und des Materials, nach der Abschäbung von Sachver-

ständigen, der abtretenden Compagnie durch die ihr folgenden vergütigt.

rtikel 7. Jn Bezug auf die Entschädigungen für Terrains und Gebdude wird die Verwaltung von den Formalitäten, die durch das Geseh vom 3, Mai 1841 vorgeschrieben sind , entbunden. Die

Veranschlagung der Terrains und Gebäude wird sogleich der Expro-

priations-Jury zugewiesen , und unmittelbar nach der Entscheidung

der Jury tritt die Verwaltung in den Besiß der expropriirten Ter- rains und Gebdude, indem sie das dem Staate zur Last fallende eine Drittheil des Nautyrees deponirt. ¿

Artikel 8, Durch Königliche Ordonnanzen werden die Maß- regeln angeordnet werden, welche zu ergreifen sind, um den Betrieb der Eisenbahnen mit der Ausführung der Geseße und Reglements über die Douanen in Einklang zu bringen. e

Artikel 9, Reglements der Administration werden diejenigen Maßregeln und Bestimmungen feststellen, welche nothwendig sind, um die Beaufsichtigung, den Gebrauch und die Erhaltung der Eisen- bahnen zu sichern. :

Artikel 10. Für die Errichtung der Eisenbahnen von Paris nach Lille und Valenciennes Über Amiens, Arras und Douai wird cine Summe von 43 Millionen bewilligt. i

Artikel 11, Fúr die Errichtung der Theile der Eisenbahn von Zor nach dem Mittelländischen Meere , welche ilen Dijon und Thalons und zwischen Marseille, Avignon und Beaucaire liegen, wird eine Summe von 41 Millionen bewilligt.

Artikel 12. Für die Errichtung des Theiles der Eisenbahn von Paris nach dem Ocean, welcher zwischen Orleans und Tours liegt, wird cine Summe von 17 Millionen bewilligt. :

Artikel 13, Eine Summe von 1,500,000 Fr. wird für die Fort- seßung und Vollendung der vorbereitenden Arbeiten in Bezug auf die in dem ersten Artikel bezeichneten Eisenbahnen bewilligt. i

Artikel 14. Als Abschlag auf die oben erwähnten Bewilligungen, die sich zusammen auf die Summe von 102,500,000 Fr. belaufen, wird dem Minister der dentlichen Bauten für das Fahr 1842 ein Kredit von 11 Millionen Fr. und für das Fahr 1843 ein Kredit von 22,500,000 Fr. erdffnet. j

Artikel 15. Der Theil der Ausgaben, der in Folge des gegen- wärtigen Gesehes dem Staate zur Last fällt, wird vorläufig durch die gileaunen der schwebenden Schuld bestritten werden. Die Vor- schüsse des Schatzes sollen definitiv gede>t werden durch die Reserve- Fonds der Amortisations-Kasse, die nah Tilgung der Defizits von 1840, 41 und 42 wieder frei werden.

__ Artikel 16. Der Bes der dentlichen Bauten wird alljähr- lich cinen besondern Bericht Über die kraft des gegenwärtigen Ge- seßes ausgeführten Arbeiten abstatten.

Dieser Geseß-Entwurf ward den Büreaus zur Ernennung einer Kommission überwiesen, welche denselben prüfen soll,

Ueber die Laus des Staates zur Ausführung eines so folossalen Werkes äußerte sih der Minister der dffentli- chen Bauten in seiner Einleitung folgendermaßen :

Angenommen , daß die Ausdehnung sämmtlicher Eisenbahnen sich auf 2400 Kilometres belaufe, so wird der Staat im Ganzen un- gefähr cine Summe von 360 Millionen, ih will 400 Millionen an- nehmen, zu bezahlen haben, Man wird gewiß nicht einwenden, daß ein solches Opfer die Kräfte Frankreichs Übersteige, oder daß es, im Vergleich zu den materkellen , moralischen , kommerziellen und strategischen Vortheilen, die es gewooren muß, zu bedeutend sey. Wie groß aber auch die Summe is, die zur Ausführung der Eisen- bahnen verlangt wird, so glaubt doh der Finanz-Minister nicht, daß diese Ausgabe besondere Hülfsquellen erheischen werde. Er is der Ansicht, daß es möglich und leicht seyn wird, dieselbe zu bestreiten, wenn man die Hülfsmittel der schwebenden Schuld und der Re- serve der Amortisations - Kasse auf weise Art kombinirt und cinen Zeitraum von 10 Fahren zur Vollendung der Arbeiten festseßt. In der während der leßten Session vorgelegten Uebersicht beliefen h die Defizits fe 1840, 41 und 42 auf 395 Millionen; aber es if kürzlih mitgetheilt worden, daß dur< Verminderung der Ausgaben und dur<h Ueberschuß der Einnahmen diese Defizits wahrscheinlich auf 300 Millionen Fr. sinken werden. Nehmen wir dazu die 500 Millionen, welche dur< das Geseß vom 25. Juni v. F. für außer- ordentliche dfentliche Bauten bewilligt wurden, und deren Dotation ebenfalls auf den Hülfsquellen des Kredits beruht, so finden wir, mit Einschluß der 400 Millionen für die Eisenbahnen eine Summe außer- ordentlicher Lasten von 1200 Millionen, mit denen unsere Uittgets während eines Zeitraums von 10 Jahren belastet bleiben werden. Rachsichendes sind nun die Hülfsquellen, die wir während desselben Zeitraums auf jene Lasten anwenden können, Das Geseh vom 25. Juni 1841 hat eine Anleihe in Renten bis zum Belaufe eines Kapi- tals von 450 Millionen bewilligt. Was die Amortisations - Kasse be- trifft, so werden die Reserven derselben sich nach angestellten Berech- nungen in einem Zeitraume von 10 Fahren auf ungefähr 829 Mil- lionen belaufen. Also wird die ganze Summe der außerordentlichen Lasten von 1200 Millionen ohne irgend eine neue Dotation mehr als hin- reichend gede>t seyn. Der Ueberschuß wird sogar noch zureichen, um den Zuwachs unserer Ausgaben, der durch die Kreirung neuer Ren- ten entsteht, zu de>en. Wir haben bei dieser S die Ver- mehrung der Einnahmen nicht in Anschlag gebracht, die bei der all- máäligen Zunahme unseres inneren Wohlstandes unvermeidlich ist.

Paris, 8. Febr. Mit Ausnahme des Journal des Dé- bats sind alle hiesigen Journale mit dem von Herrn Teste vor- gelegten Eisenbahn - Geseße mehr oder weniger unzufrieden. ESie werfen demselben hauptsächkich vor, daß es weniger darauf berech- net sey, eine zusammenhängende und nüßliche Verbindung des ganzen Reichs, als die Befriedigung der Privat-Jnteressen zu för- dern. Selbst die Presse spricht diesen Gedanken aus. Sie sagt unter Anderem: „Nachdem der Entwurf als Grundsaß ein um- fassendes Ne6 aufstellt, welches sih von Paris aus über Lille, Straßburg, Marseille, Bordeaux und Nantes ausdehnen soll, legt man fein System vor, um diese verschiedenen Wege mit einander zu verbinden und den größtmöglichen Vortheil“ daraus zu ziehen; man gründet den Vorzug, den man dieser oder jener Bahn giebt, auf kein Studium, auf feine statistischen Angaben. Und end- lich verlangt man, um ein so umfassendes Projekt in Ausführung zu bringen, für 1842 einen Kredit von 11 Millionen, für 1843 einen Kredit von 22 Millionen, so daß man in dieser Weise 12 bis 15 Jahre brauchen wird, um 500 Stunden Eisenbahn zu erlangen, die Deutschland in weniger als 6 Jahren beenden konnte. Das Geseß des Herrn Teste ist vielleicht mit Gewandtheit abgefaßt worden. Die gänzliche Ungewißheit, in welcher er Über die fer- nerweitigen Absichten der Regierung läßt ; der Antheil des Löwen, den er der Privat-Speculation zuweist, sind ohne Zweifel sehr

geeignete Mittel, um eine Majorität zu bilden; aber es giebt ein weit erfolgreicheres Mittel, als die List, ein weit mächtigeres, als die Bestechung, und zwar dasjenige, welches seine Stärke aus den Grundsäßen \{<dpft und sich auf die Billigkeit ütt. Diese dop-

pelte Tugend fehlt dem A bere Aa des Herrn Teste. Der Courrier français sagt: „Vom politischen Gesichts-

punkte aus betrachtet , i L

einzelnen Stre S E i Daf E Ministeriums mit den Süden auswirft, auf eine Weise abgefaßt n

derungen der von Lokal: Jnteressen gestachelten ruhigen, ohne sie ganz zufrieden zu stellen, Er b tiven Lösungen; was die positiven Lösungen betriff sich dieselben zur Befriedigung der Wähler vor. das Ministerium wohl, die Bahn von Dijon zu unternehmen Furcht, die Deputirten zu erbittern, welche die Straßburger Baba repräsentiren; und es hält die Bahn nach Dünkirchen Ä Reser um die Opposition von Boulogne und Calais zu veriieibée Auf diese Weise Lr man uns die Macht der Repräsen: tativ : Regierung; auf diese Weise bestrebt man si, dag Râthsel der materiellen Jnteressen zu ldsen, wenn man die mora: lischen Jnteressen des Landes nicht zu befriedigen versteht. Das Eisenbahn- Gese is die bitterste Kritik über den gegenwärtigen Zustand der Kammer und der Wahl: Kollegien. Die Bestechung hat einen solchen Grad erreicht, daß das Repräsentativ : System einer zerbrochenen Maschine gleicht, die außer Stande is, zu arbei- ten, Das Land verlangt Eisenbahnen ; es wird sie aber nicht er: halten; denn ein Ministerium, wie das vom 29. Oftober, kann ihm wahrhaft nüßlihe Bahnen nicht geben, ohne augenbli>lich die Stimmen fast aller Deputirten der Majorität zu verlieren,“

Man erzählte geskern Abend in einem großen diplomatischen Zirkel, daß das Englische Kabinet in diesem Augenblicke von dem Entschlusse des Französischen Ministeriums, den Durchsuchungs- Traktat nicht zu ratifiziren, unterrichtet sey. Die von mehreren ministeriellen Deputirten angenommene Haltung hat das Kabinet gezwungen, sich zu unterwerfen, Man versicherte sogar, daß jene Deputirten die Absicht hätten, eine Adresse an den König vorzu- schlagen, falls das Ministerium darauf bestände, den Traktat zu ratifiziren. Jn Folge dieser Demonstration hat Herr Guizot sich entschließen müssen, dem Lord Cowley Mittheilungen zu machen und Jnstructionen an Herrn von St. Aulaire abzusenden. Die dem Englischen Botschafter gemachten Mittheilungen sind durch: aus vertraulicher Art gewesen, indem das Ministerium die Ver- legenheiten seiner Lage dargelegt hat. Man rechnet darauf, daß das Englische Kabinet nicht zu sehr drängen- und dem Ministerium Zeit lassen wird, die Früchte seiner Nachgiebigkeit gegen die Kam- mer zu ârndten,

Das Journal des Débats meint heute, das Geseß von 1819, wonach auch die Druer verantwortlih sind für den Jn- halt der aus ihren Pressen hervorgehenden Journale, sey zwar so beschaffen, daß man es füglich außer Anwendung lassen sollte, allein es ganz abzuschaffen, erscheine darum noch nicht ats râthlih. Die Débats wünschen es in einen Winkel des Geseß-Arsenals ver- nit und nur in ganz außerordentlichen Fällen angerufen zu

ehen.

C von Rothschild hat gestern den dritten Termin der neuen Anleihe mit 11,500,000 Fr. eingezahlt.

Das milde Wetter, welches den arbeitenden Klassen schon frúß im Jahre hinreichende Beschäftigung gestattet, wirkt, troß der Ausgaben für den Karneval, sehr günstig auf die Sparkassen. Die hiesige Sparkasse erhielt in der abgelaufenen Woche an neuen Zuschüssen die Summe von 1,053,842 Fr, Die Rúcfzahlungen dagegen beliefen sih nur auf 519,000 Fr.

Während der Abwesenheit des Grafen Lehon wird Herr Fir- min Rogier als Belgischer Geschäftsträger fungiren.

Der Französische Konsul in Malta, Herr Fabreguette , ist in Folge eines Sturzes aus dem Wagen gestorben.

Börse vom 8. Februar. Die Notirung der Rente hielt sich fest; der Umsaß war indessen nicht eben lebhaft ; die Speku- lanten scheinen entschlossen, die 5proc. Rente auf 120 zu bringen. Der halbjährige Coupon wird am 7. März detachirt, so daß sich A oe Notirung f 117 : u 4 dürfte, Uebrigens war der

eutige Cours von 119. 55. der e, der bisher ie 5 Rente gemacht worden ist, P E, pen

* * Paris, 8. Febr. Der Minister der dentlichen Arbeiten hat sich diesmal bei seinem Geseß-Entwurfe tbe die Be noch auf eine pomphafte Ankündigung, auf eine Art Erklärung der Prinzipien, welche die Frage s{werli< fördern, beschränk t. Schon vor langer Zeit sagte man, Frankreih werde ein Eisen- bahnneß haben, das den Often mit dem Westen, den Norden mit dem Süden, den Ocean mit dem Mittelländischen Meere verbin- den werde, und zu diesem Zwe>e würden folgende Linien von Paris ausgehen: nach der Belgischen Gränze über Lille und Va- lenciennes; nach einem Punkt der Küste des Kanals zur Verbin- dung mit England; nach der Deutschen Gränze Über Strasburg ; nah dem Mittelländischen Meere Über Lyon, nach Marseille und Cette j, nach dem Ocean über Bordeaux und Nantes. Der Mi- nister der öffentlichen Arbeiten hat dies Programm gestern auf der Tribüne wiederholt und fúgte die Bedingungen der Ausführung hinzu, die etwa in Folgendem bestehen: Die Ausführung der gro- ßen Bahnlinien wird durch die Zusammenwirkung des Staats, der Departements, der Gemeinden und der Privat-Jndustrie statt- finden. Unabhängig von den Subventionen, welche die Lokalitä- ten darbieten können, wird der Betrag der Entschädigungen für den Grund und Boden und für die Gebäude, deren Beschlag- nahme für die Anlegung von Eisenbahnen nothwendig seyn dürfte, zu 5 von den Departements und den in jedem von der Linie durchschnittenen Departement dabei interessicten Gemeinden bes

ahlt. Das übrig bleibende Drittel, so wie die Erd-Arbeiten und auwerfe werden aus Staats-Fonds bestritten, Die Eisenbahn, mit Einschluß der Lieferung des Sandes, das Material und die Unterhaltungs: und S GKEK der Bahn bleiben den Gesellschaften überlassen, denen die Benußung der Babn in Pacht g wird. Nach Ablauf der Pachtzeit wird der Werth der isenbahn und des Materials nah der bschâßzung dur<h Sach- verständige der Gesellschaft durch ihre Nachfolger bezahlt.

Dies is gewiß ein umfassendes Projekt, welches uns endlich das o sehnlichst erwartete SRR Le zu bringen schien. Allein der Minister der dentlichen Arbeiten giebt in dem zweiten Para- graphen seines Geseß- Entwurfs folgende Beschränkung, welche

So hütet sich