1842 / 48 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Wenige Länder mögen im Verhältniß zu ihrer Ausdehnung

Ei b als das Großher- einen solchen Reichthum an Hüteen Rel a daher um so

des Landes, als

d dazu in jeder Beziehung die Hand bietet; denn die be- Mniea Waldun en liefern ein Brennmaterial (Steinkohlen be-

ogt Luxemburg. Das | e a Zeiten der Haupt - Jndustriezweig

sist das Land nicht), das man an Ort und Stelle zu

igen Preisen erhâlt*); die Erze aber werden ohne viele Mühe E N Eera der Grund- Eigenthümer ausgegraben und dann

verkfauft-

Gegenwärtig sind 11 Hochöfen in Betrieb, die 7,700,000 Ki-

logrammen **) Roheisen liefern und 2000 Bin en des damit in Verbindung stehenden bedeu

we zu rechnen. Dieser Jndustriezwei

es das Roheisen abgabefrei zuließ. Nach brauchs **) wurden also jährlich 7,000,000 ( gesebt, und zwar lediglich in Deutschland. Selbst die i

mburgischen gelegenen Hochöfen, 28 an der Zahl, haben für De Dein, Jedem: eils feinen anderen S als Deutschland

und würden, da die bedeutenden Transport-Kosten de ten schon jeßt ein sehr geringes Benefiz Übrig lassen

allsigen Eingangs - Abgabe auf dieses Fabrikat ihrem völ:

Bi E énge o schneller entgegengehen, als die hier efindlichen, dessen Reichthum übrigens von diesem wichtigen Jndustriezweige um so mehr Bde, als der Stoff ei dieser Gelegen:

heit will ih zugleich der Gips- und Kalk-Gruben erwähnen, von

im Lande

desselben reines Eigenthum des Landes ist.

ens. Der Ertrag is auf circa 1% Millionen Franken jährlich

and namentlich zu der Zeit, als Frankreich Europa mit Krieg úberzog, im höchsten Flor. Durch den hohen Eingangszoll aber, womit der Französische Tarif das Eisen belegte, kam das Hüttenwesen nah und nach sehr herab,

Deutschland rettete es noch dadurch vor Cam. Si des

ilogr. Gußeisen ab-

ziemlich mà-

beschäftigen, tenden Fuhr-

m Belgisch:

n Fabrikan- , bei einer

denen namentlich in den Bezirken Grevenmacher und Diekirch eine große Menge vorhanden sind und die zeitweise Geschäfte mit

dem Auslande machen, wie z. B. zur Zeit der Erbauung der Feste Ehrenbreitstein eine große Menge Gips mit Benußung der

Mosel dorthin geführt wurde. Für gewöhnlich aber enannten Gruben nur insoweit benußt, als das Be Verbrauchs im Lande es erfordert.

Dem Eisenhüttenwerk-Betrieb schließt sih zunächst der Be-

trieb der Gerbereien an, deren Zahl auf hundert a werden kann.

i r bedeutend. Franzisishen Kaiserreichs ebenfalls in seiner schón

s wurden damals wenigstens 40,000 Häute verarbeitet. Frankfurt a. M. sich dem Deutschen Zoll-Verbande anreihte, fand das Fabrikat dieses Jndustriezweiges dort fast ausschließlich seinen Absaß. Seitdem ihm aber die Absaßwege dahin ganzlich ver: \hlossen wurden, in Frankreich und den Niederlanden fein Ab:

faß zu finden ist und Belgien das Sohlleder no<h mi

en Eingangszoll belegt hat, ist es auf den inneren beschränkten Baan mgervicsen: der naturlich seinem Productions-:Vermögen bei

weitem nicht entspricht.

Das Luxemburger Leder skand immer in hohem Rufe im Auslande; denn die schönen reinen Gewässer des Landes und die

vorzúgliche Lohe, welche dessen Waldungen liefern,

diesen Betriebszweig ganz besonders. Der Luxemburger Lohe fommt an Gúte vielleicht keine andere in ganz Deutschland Hleich und die Gerbereien von Malmedy, wohin die Lohe vorz

ausgeführt wird, könnten faum ohne sie bestehen. Der Nichtan- schluß an den Deutschen Zoll-Verein mußte gerade in dieser Zeit

dem Betriebszweige der Gerbereien sehr empfindlich welcher die wilden Häute zu sehr billigen Preisen abgi

Wenn sie Absaß fänden, so würden sie für mehr als 14 Millionen Fr. Leder liefern können, Für ein kleines Länd- hen von 48 Quadratmeilen Flächenraum und 170,000 Seelen Der Gerbereibetrieb stand O Zeit des

werden die dürfniß des

ngenommen

en Blúthe. Bevor

t einem ho-

begúnstigen glich

werden, in ngen.

lebrgore sind die Gruben in den Gerbereien so stark belegt,

daß innerhalb zehn Jahren keine Häute mehr eingelegt werden

dürfen, wenn der Anschluß an den Zoll - Verein nicht fommt, da die meisten Gerbereien wegen Mangel an

Kapitalien schon jebt sto>en und in Auflósung begriffen sind. Von den Papier-Fabriken verdienen nur die von Sen-

ningen und Manternach in Anschlag gebracht zu werden, indem

diese nah der neuesten Mechanik eingerichtet, allein shône Produkte liefern. Gegenwärtig haben

Mangel an Lumpen und Absab an Papier im Auslande ihre r- beiten fast ganz einstellen müssen, so daß der Eigenthümer, der in Erwartung des Anschlusses bedeutende Kapitalien in diese Fabri- fen ske>te, seit dem Jahre 1839 nur durch den Ausfall des Ab- saßes, der fúr das Land natúrlih nur sehr gering is, einen bag:

L r Ertrag der Luxemburger Papier- Fabriken kann, wenn sie t atig wären, d. h. Absaß in Auslande fänden, auf 500,000 Fr. jährlich ge-

ren Verlust von 30—40,000 Rthlr. erlitten hat.

\{àkt werden.

andschuhfabriken besißt das Großherzogthum drei. So dach L Handels-Traftat mit Holland bestand, der bekannt? lich mit dem 1. Januar dieses Jahres erlosch, seßten sie ihre

Waare dort größtentheils ab. Seitdem liefern sie

ihres Fabrikates nah Belgien, wo es einem Eingangszoll von 6 pCt. unterliegt, wenig nach Deutschland, weil der Eingangszoll von 22 Rthlrn. pro Centner feine Lederwaaren zu bedeutend ist,

um auf einen erheblichen Gewinn zu R. Das Fab sich aber nun ausscließli< nach dieser Seite wenden,

anschluß erfolgt ist. Die Handschuhfabriken beschäftigen gegen 3000 Menschen und zwar meist arme Frauenzimmer, weshalb ihre Er- ‘eider schwankt jedoch die- ser Industriezweig unter den gegenwärtigen Umständen mehr als lese der Aeußerung des Ei- genthúmers) wahrscheinlich in furzem ihre Arbeiten gänzli wird einstellen müssen. Jhre Production beläuft sich auf 400,000 Fr.

haltung um so mehr zu wünschen ist.

jemals, so daß eine dieser Fabriken (na

jährlich.

Die zwei Fayance - Fabriken, welche das Land be- sißt und die ihren Absaß mit einem ee von 4 pCe, in

Belgien haben, werden durch den Anschlu

Stern indem diese 4 pCt. no< a bis ins Junere Belgiens, die Waare im Ganzen mi pCt, des Werthes belasten. Dazu komme, daß sie fast ausschließlich aus Mallendar bei Koblenz bezi

ll:Anschluß aussprach. Sie b Der Ertrag ihrer Production beläuft Ben

enungeachtet nicht e Transportkosten

es ja befannt, daß \si< eine der genannten Sbelen E a/d 10.000 Fe, agten s r. jährlich. efinden id nig,

u Stande Kbsab und

viele und sie wegen

einen Theil

rifat dürfte da der Zoll-

t 12 15 ihren Thon

hundert im Lande und zwar vorzugsweise in Wilk, Felß und Esch

- tliche Ausfuhr der Holzkoh1 jeht Ei x S man sid spâter viellei a4

die Französischen

eicht opponi üttenherren den hiesigen die Holgpreite erd ¿

Frankreich in 1

s der hiesigen Wald-Eigenthümer wohl denen wie e ean dls Holloreise not nis: die Hdhe erreicht ha-

euerung eintreten zu l

werden ben, um eine betreffende 50 gilogr,

**) 100 Preuß. Pfund sind = ex Der 00,000 1 ilogr, beträgt.

196

an der Sauer, Eine wirkliche Tuch-Fabrik be erst seit eini- gen Jahren nahe bei Luxemburg. Das Fabrikat dieses Zweiges der Zndustrie ist mit Ausnahme des der genannten Fabrik, un: günstiger Umstände wegen mit der Zeit durchaus nicht rtgeschrit- ten, liefert daher ein grobes Tuch, dessen sich nur der Landmann bedient und das also weder mit den Belgischen noch Deutschen Tüchern konkurriren fann.

Es mögen nun noch einige andere Landes-Produkte hier Er- wähnung finden, safern diese ebenfalls mehr oder weniger beim Zoll-Anschluß betheiligt sind.

Der Boden des sUroßherzogthums eignet sich ganz besonders zum Anbau von Getraide und Kartoffeln, Es werden im Durch- nitt jährlich 25—30,000 Malter (1 Malter à 2 Hectolitre) Getraide uber den Bedarf der Bewohner gewonnen und dieser Ueberschuß wird größtentheils in das ehemalige Wallonische Quartier oder die jeßige Belgische Provinz Luxemburg, wo ein großer Mangel ati Getraide (besonders Roggen und Weizen) herrscht, abgeseßt. Die Gegner des Zoll-Vereins nennen gewbhnlich dieses Produft zuerst als dasjenige, welches durch den Zoll-:Anschluß am meisten verlieren würde, aber gewiß ohne Grund. Die genannte rovinz bedarf desselben unter allen Umständen und kann ihren Mangel hierin aus feiner anderen Gegend erseßen, die so nahe wäre, daß die amar Eon unter den Betrag des Eingangs - Zolles zu stehen

men.

Längs der Mosel, auf einer Stre>e von 6 Meilen und in der Umgegend von Vianden an der Sauer wird Weinbau ge- trieben. urchschnittlich werden jährlich circa 5000 Fuder à Fuder 960 Litter Wein gewonnen, der mit Ausnahme der Wurmeldinger, von sehr geringer Qualicät ist und im Durchschnitt zu 300 Fr. das Fuder abgesegt wird. Der Wein wird im Lande verbraucht, und da er so wohlfeil ist, daß ihn auch der gemeine Mann sid verschaffen kann, so wird dadurch die Bier-Fabrication sehr zurü>: gehalten, die sih daher nur auf Luxemburg und einige kleinere Orte wie Diekirh und Ettelbrä> beschränkt. Wenn nun, was das Produkt des Weins betrifft, behauptet wird, daß derselbe (immer mit Ausnahme des Wurmeldinger) durch den Zollanschluß verlieren würde, so muß dagegen eingewendet werden, daß der Un: termoseler dem Luxemburger Landweine eben so wenig Schaden zufügen fönnte, als es dur den freien Eingang der Französischen Weine geschah, Der Untermoseler würde daher nur diese Fran- zösischen Weine wieder verdrängen, welche von der bemittelten Klasse fonsumirt werden, nicht aber den Landwein, den sich die unbemittelte Klasse eines niedrigen Preises wegen zueignet, bis zu dem der Untermoseler nie herabsinken wird. Bugleih ist daran zu erinnern, daß unser Landwein früher sehe oft zum Auf- füllen der Rhein -Weine benußt wurde und daß die dadurch ent- fende Ausfuhr unseres Weines gewöhnlich bei weitem die Ein- fuhr des Untermoseler Weines überschritt. Endlich ist zu berü>- sichtigen, daß der lebhafte Verkehr, den der Zollanschluß zur Folge haben múßte, einen etwaigen Nachtheil wohl ausgleichen würde.

Branntweinbrennereien giebt es viele im Lande. Die Obstkultur verdankt hauptsächlich ihnen eine größere Vorsorge, in- dem außer der Benußung der Weintrestern und Kartoffeln (inso- weit leßte über den Bedarf evan werden) das Obstbrennen (Birnen und Zwetschgen) allgemein angewendet wird und dieses feiner Abgabe unterworfen is. Die Obsk-Branntweinbrennereien werden daher nah dem Anschlusse an den Zoll - Verein aller- dings einer Abgabe. unterliegen, die jest nicht besteht, da- egen lâßt- sich erwarten, daß die Destillerieen, welche, von den Dandroire en meist als Nebengeschäft benußt, dem alten Herkom- men gemäß, auf eine ganz mechanische Art betrieben werden und fast durchgängig mit schlechten Apparaten versehen sind, bald den nämlichen Aufschwung wie die Preußischen nehmen werden, Dazu kommt, daß die Materialien: Getraide, Ee, Kar- noi das Land im Ueberfluß besißt. Unbedingte Nachtheile würden dagegen diesem Artikel aus einer Handels-Verbindung mit Belgien erwachsen, indem dieses Land in Unmasse damit über- shwemmt is und derselbe daher zu Spottpreisen verkauft wird.

Was die Viehzucht betrifft, so kann das Hornvieh zwar nicht als ausgezeichnet betrachtet und mit der Niederländischen oder Birkenfelder Race verglichen werden, indeß ist es doch eine Mit- telgattung, die dem A>ersmann um so vortheilhafter ist, als sie sih mit leichtem uter degus « Das Land kann gegen 57,000 Stú>k Hornvieh besiben, eser ist insofern die Pferderace, als diese sich ganz besonders zu Zugpferden eignèt, Es werden jährlich einige Tausend Stú>k Pferde nach Deutschland ausgeführt. Der Gesammtbestand derselben im Lande is auf etwa 18,000 Stü, wie der der Schaafe auf 70,000 Stück, zu veranschlagen.

Jn überwiegender Anzahl besißt das Großher ogthum Schweine, Jhre Zucht war lange Zeit eine E) ftigung. der Land- wirthe, indem früher gegen eine halbe Million derselben nach Franfreih abgeseßt worden seyn soll, die sich jedoch nach der Einführung des neuen Franzdfischen Tarifs auf 30,000 Stúd>, größtentheils Spanferkel, reduzirt haben. :

Wir glauben hiermit einen hinlänglichen Beweis gelie- fert zu haben, wie wenig das Gesammt - Jnteresse der Be- völkerung den Anschluß Luxemburgs an den Deutschen Zoll- Verein zu scheuen hat, Hierbei können wir Jo die Bemer- fung nicht unterdrü>en wie auf der anderen Seite dagegen die- jenigen nicht minder in Jrrthümer verfallen, welche behaupteten, die Zoll-Vereinsstaaten würden dur unseren Anscylus nur Nach- theile haben, und wir hätten den durch ihn uns zukommenden Be-

unstigungen nichts enégegenzustellen, was damit einigermaßen im

Berbältniß stände. Es ist bereits bei Anführung des Gerberei: Betriebs gesagt worden, daß die Malmedyer Gerbereien nicht gut ohne unsere Lohe bestehen können, Der Anschluß des Groß: herzogthums an den Deutschen Zoll - Verein wird ihnen in- ofern einen großen Vortheil verschaffen, als ihnen dann die ohe obaaleeferi, zugeführt werden kann. SdediaG aber auch, daß

die Malmedyer Gerbereien durch unseren Anschluß ‘eine Konkurrenz aushalten müssen, obgleich die Nachtheile greller geschildert wor- den sind, als sie es verdienen, so werden doch die benachbarten Gegenden Preußens in vielen anderen S wieder gewin- nen. Da im Nab wrger Lande o ju agen gar feine Fabriken bestehen, s dürfte aller damit in Verbindung stehende Bedarf, statt aus Belgien oder Frankreich, aus Deutschland bezogen werden, Dahin gehören z. B. Seidenwaaren, Baumwollen- und Wollen- waaren, Leinenwaaren, kurze Waaren, Tuche; außerdem auch Pelz: werk, Material- und Spezereiwaaren theilweise, Glaswaaren, Nürn- berger Waaren, Tabacksblätter, Oel, Essig, Kupfer und Zinn, Blechwaarenz endlich Lumpen für die Papier- Fabriken, Stein- ohlen und Nadelholz. (Leßtes fehlt dem Lande ganz, es geht da-

e jährlich viel Geld zum Ankauf desselben nah Frankreich und eutschland.) Jedoch wird kein Unparteiischer ableugnen, daß sich

.

hieraus wieder vortheilhafte auf das Luxembur- ger Land ; i aneSedes muß, wee auch die Perlen Me Mes: Banda |

[S S -* E M è T E

Berlin - Potsdamer Eisenbahn. In der VVoche vom 9. bis incl. 14; Februar c. sind auf der Ber- lignDeTeaune Vügnkakn Eo Personen 4 m Monat Januar c. 25,266 » und betrug di Geld-Einnahme 8237 Rthlr. 28 Sgr. 3 PE S

Serlin - Anhaltishe Eisenbahn. Die Frequenz auf der Berlin-Anhaltischen Eisenbahn pro Monat Januar c. hat 14,430 Personen und 19,013 Ctr. Fracht betragen.

Meteorologische Beobachtungen.

1842, Morgens | Nachmittags Abends 14. Februar.| 6 Ubr, 2 Ubr. 10 Ube,

Lußtdruek .…. . |339,96"" Par. [340,42 Pár.| 341/65" Par. Luftwärme .….. | + 0,59 R. |+ 3,8 R. |+ 2,1° R. 2,4° R. | + 2/,9° R. | + 0,8° R. 93 pet. 89 pc«. trübe, balbbeiter, WSsW. WSW, WSsW.

: 340,68” Par... +2,1° R... +0,° R...

Berliner Büörs Den 15. Februar 1842,

Pr. Cour. Brief. | Geld.

Fonds. Actien. |S8

Bel. Pots. Eisenb. do. do. Prior. Act. Msgd. Lpz. Eisenb. 82 do. do. Prior. Âet, Brl, Anh. Eisenb, 104 do. do. Prior. Act. _— Düss Elb. Kisenb. do. do. Prior. Aer. Rhein. Eisenb. do. do, Prior. Ae.

Gold al marco Friedriched’or Andere Goldmün- zen à 5 Th. Disconto

St. Schuld - Sch. 105 104 Pr. Engl. Obl. 30. 103 102 Präm. Sch. der Seehandlung. —_ Kurm, Schuldv. 102% Berl. Stadt - Ob]. _— Elbinger do. Danz. do. in Th, 48 Westp. Pfandbr. 1025 102 Grossh, Pos. do. —_ 105 Ostpr. Pfundbe. 102% a Pomm. do. I Kur. u. Neum, do. 1034 102 2 Seblesische do, 1014

| j aaa] e] Ea

Wechsel-Cours.

Kurz 2 Mi. Kurz 2 Mi. 3 Mi. 2 Mi. 2 Mi. 2 Mi. 5 Mi. Tage 2 Mt. .| 3 Woch.

i 300 Fe. Wilen d a es obn alu 150 Fil.

114 B11 ENLISI

Auswärtige Börsen. z Amsterdam, L]. Febr. Niederl. wirkl. Schuld 514}. 55 do. 1U07.

Kanz. Bill, 26. 65 Span, 221. Pacss. —. Ausg. —. Zul, —. Preuss, Präm. Sch, —. Pol. 140. Uesterr. 106%. Í Antwerpen, 10. Febr. Ziosl, SL. Neue Anl. 224, Frankfurt a. M., 12. Febr. Oesterr. 5% Me: 109% G. v Tags G, 245 573 G. 1% 245 G. Bank-Act, 2025. 2023, Loose zu 500 Fl. 1414. 1414. Preuss. Präm. Seh. 824 G. do. 47 Anl. 10257 G, Poln. Loose 78% G. 6% Span.

Anl. 245. 24 Woll. 517. 614. ads ite Tifvetodei Abt, 3894. 389, Leipzig - Dresden

103 G. Köln- Aachen 967 G. Paris, 10. Febr. 65% Rente fin cour. 119. 35. 32 Reute fiu cour. $0. 15.

Anl. de 1841 fin cour. 80, 35, 5% Neapl. au compi. 106, 95, 52 Span. Rente

25%, Pagsive 94. Wien, 10. Feber. 55 Me: 1084. 45 1004, 3% —. 23% —, Bank-Actien 1632. Anl. de 1834 139. de 1839 Îo:. ;

Königlihe Schauspiele.

MEeH, 16, Febr. Jm Schauspielhause: Der Oheim, Und: Der Verstorbene. Jm Opernhause, Großes Jnstkrumental: und VokalzKonzert, worin E Franz Lißt mehrere Konzertstú>ke vortragen wird, Anfang 7 Uhr. 1ster Theil. 41) Ouvertúre aus Oberon, von C. M, von Weber, 2) Konzert von C. M. von Weber, für Fortepiano mit Accompagnement des Orchesters, vorgetragen von Hrn. Fr. Lißt. 3) Duett aus der Oper: „Die Puritaner “, gesungen von den. Herren Bötticher und Zschiesche, 4) Fantasie nah einem Motiv aus Don Juan, vorgetragen von Hrn. Fr. Lißt.

2ter Theil, 5) Ouvertüre aus Lenore, von Beethoven. L mit Bravour-Variationen für Fortepiano, nach einem

otiv aus der Oper: Die Puritaner, mit Accompagnement des Orchesters, komponirt von Thalberg, Chopin, Pixis, Herz, Czerny und Lißt, vorgetragen von Leßterem. 7) Quartett aus der Oper: Die S p en Ly Dlle, Tuczek, G n Fiantins, tticher un esche. ndante au ¿

aa und Galop chromatique für Fortepiano, ausgeführt von Herrn Fr. Lißt. j

Abonnements und freie Entreen sind nicht gültig, :

Zu diesem Konzerte sind nur no< Parterre-Billets à 4 Rthlr. u haben. 5 T ada, 17, Jan, Jm Schauspielhause: Die Schule des Lebens,

1

Königstädtishes Theater. Mittwoch, 16. Febr. Der Verschwender.

é Se gt Febr. (Jtalienische Opern-Vorstellung.) Auf H n ehl: Norma,

ï t n Febr. Lord und Räuber, oder: Des Meeres und des Lebens Wogen. Vorher: wird der am \{<w Staar erblindete Hérr Thomas veP: Generál - Direktor sammtlicher“ Französischer Militair-Musik-Chdré, bei seiner Durchreise, ein Kon zert auf der Klarinette, und nah dem Stu>: Adagio, Thema und Variationen, beides von seiner Composition, vortragen, (Der-' selbe wird hier nur einmal auftreten.) (74

r Verantwortlicher Nedacteur Dr. J. W. Zinkeisen. Gedrukt in der Deer schen Geheimen Ober-Hofbuchdru>erei,

|

Vanquier Baron Stiegliß befanden, mit der lebhaftesten Freude é,

|

4

Inhalt. ten

Amtliche Nachri , | Nußland und Polen. St. Petersburg. Kaiserliche Genehmis- | gun Ls Projekts einer Eisenbahn zwischen St. Petersburg und u. Frankreich. Deputirten-Kammer. (Verhandlungen über die orschläge.) Paris. Vermischtes. Brief aus P aris. e Stimmung in Betreff der Reform-Vorschläge und des s Über das Durjsncgan <t; Prozeß der Quotidienne.) ritanien und Jrland. Parlaments-Verhandlun- en, Unterhaus. mghg hinsihtlih der Korngeseße. ermischtes. London. Ankunft des Be in Brighton. Tee Parteien - Vershwdrung in Spanien gegen Espartero. Fehige und vorgeschlagene Zoll-Skala des Weizens. Agita- tion gegen die Kotagesede. Eindruck der Nachrichten aus Afgha- nistan. Viograpbische Notizen über Sir Alexander Burnes. Nachrichten aus den Vereinigten Staaten. Vermischtes. Brief aus (65 ndon, (Die wahrscheinlichen Resultate der neuen Zoll- ala, Deutsche Bundesstaaten. M hen. Beisepung d e e Bundesstaaten. Unchen. Beisezung des Herzens hrer Maijestdt dee Fo ein Karoline. Ha S ES Rethe reiben, das Militair-Aushebungs-Geset betreffend. Stutt- / gart. Abgeordneten-Kammer. Antrag des Bischofs von Rotten- durg. Frankfurt a. M. (Neue Erfindung in der Mechanik.) Spanien. Madrid. Rodil. Schreiben aus Madrid. (Die hartistische Bewegung in Portugal; Diskussion des Kongresses in Bezug auf den Belagerungs-Zustand von Barcelona.) | o gal. Königl. Proclamation. eauf « Alexandrien, Die Drusen und die Maroniten. La Plata-Staaten. Sieg über die Partei des Präsidenten Rosas. | Inland. Kdln, Elberfeld und Bielefeld. Berichte über die Reise Sr. Majestät des Kdnigs. Magdeburg. Sparkasse.

Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

Berlin, den 16. Februar. Seine Majestät der König sind heute Mittag um 1 Uhr in erwünschtem Wohlseyn von der Reise nach England wie- der hier eingetroffen.

Publikandum. Ausbringung eines Präfklusiv-Termins zur Einld- sung der älteren Kur-- und Neu pons und Zinsscheine aus der Zeit vor dem 1. Ja- nuar 1822.

Jn Gemäßheit der wegen Ausbringung eines Präklusiv-Ter: mins ge Einlôsung aas älteren Kur: und Neumärkischen Zins - Coupons und Zinsscheine aus der Zeit vor dem 1. Januar 1822 an uns ergangenen, in der Geses-Sammlung unter Nr. 2237 abgedru>ten Allerhöchsten Kabinets-Ordre vom 5. Januar d. F. wird das Publikum hiermit benachrichtigt, daß mit dem 31. August d. J. die Einlôsung dieser Zins-Coupons und Zinsscheine gânzlich geschlossen wird und die alsdann e zur Einlösung präsentirten derartigen Papiere erloschen und gänzlih werthlos seyn werden.

leich werden die Jnhaber solcher Papiere mit Bezugnahme auf unsere, die Einlôsung von diesfälligen Zinsen-Rúkständen aus der Zeit vor dem 1. Mai und vor dem 1. Juli 1818 betreffenden, durch die Amtsblätter sämmtlicher Königlicher Regierungen, die Staats-Zeitung und die beiden anderen hiesigen Zeitungen, so wie das Jntelligenzblatt, erlassenen Bekanntmachungen vom 25. Fe- bruar und 19. Juli v. J. hierdurch aufgefordert, ihre aus der Zeit vor dem 1. Januar 1822 herrührenden Kur- und Neumärkischen Zins-Coupons und Zinsscheine vor Ablauf der Präklusivfrist, mit- hin bis spätestens am 31. August d, J., nebst speziellen, nach den verschiedenen Gattungen sowohl für die Kurmark, als auch für die Neumark abgesonderten Verzeichnissen derselber, bei der Kon- trolle der Staats - Papiere hier in Berlin, Taubenstraße Nr. 30, in den Vormittags - Stunden zur baaren Einlösung einzureichen. Diese Verzei nis müssen die Buchstaben und die laufenden Num- mern der ursprünglichen Obligationen oder ‘Jnterimsscheine, hinter einander aufgeführt , enthalten, auch die Nummern der einzelnen Zins-Coupons und Zinsscheine aufführen und den Geldbetrag der- selben einzeln ergeben. Ueber den Empfang der baaren Valuta sind der Kontrolle der Staats-Papiere besondere Quittungen über die nach den verschiedenen Verzeichnissen abgesonderten Beträge auszustellen. Schemata e wird die Kontrolle der Staatsg- Papiere auf Verlangen verabfolgen.

Berlin, den 4. Februar 1842,

R irualeciiin der Staats-Schulden. Rother, Dees, von Berger. Natan. Tettenborn.

Zeitungs-Nachrichten. : Ausland.

Nußland und Polen. etersburg, 10. Febr. Eine Deputation hiesiger t am ó6ten d. M. die Ehre gehabt, bei Sr. Malenoe dem Kaiser Audienz zu erhalten und Höchskdemselben den Dank des Handelsstandes fär die Kaiserliche Bs e des Projefts einer Eisenbahn zwischen St. Petersburg und Moskau abzustat- ten. Se. Majestät nahmen den Ausdru> dieses Dankes huldvoll ent und ertheilten der Deputation die Versicherung, daß die Ausf, rung jenes Projekts zur beskfimmten Zeit und in bester

eise erwartet werden dürfe, da die Leitung derselben dem Groß- ren Thronfölger selbst Übertragen worden. Diese Mittheilung at die Deputation, -bei welcher si< unter Anderen auch der ommerzien-Rath Schukoff, Maire der Hauptstadt, und der Hof-

St. Kaufleute

Allgemeine

s<e Staats-Zeitung.

Verlin, Donnerstag den [17te Februar

Frankreich.

Deputirten-Kammer.

N a eren Vorschlag der Herren Pagès und M Kreis der Jnkompatibilitäten vétürbfire

märkischen Zins-Cou-

folgendermaßen :

Aemter an

Dies is vortrefflich, ich billige den Zwe>; aber ist

demoralisirt als jene Sucht, welche i

kenlos ist auch achtet, für die nichts heilig ist, die die a

gen des ersien besten Schü at/ preisgiebt. (Beifall im Centrum.) Sch

ter, aber man will überall dominiren.

auf. (Beifall und Gelächter.) Wir h

die wenigste Neigung für die Ordensbänder und landes haben. (Allgemeines und anhaltendes Gelächter.

len, welches gar feine Gränze hat fo aufgeariet find roi man be Ke enn die Su

wird der Ehrgeiz gewiß eine andere Richtung einschla n. man nichts mbe für sich f, med aae

sind die Ausnahmen, die man gestatten will.

n, Sehen Sie sich wohl vor! Fn unseren Tagen é M Großen weit gewöhnlicher, als der im B

will jeßt Minister werden. welches Hlierarchie

würde - ¡ von dem Ziele, wil man die

wenn man unterbrochen schen will? Minister werden könne.

sie erreichen wollen. Und in der Diplomatie

Man verlangt auch Wir sind über diesen Punkt voll

der Besorgniß abhelfen würde? mer sißen könnte. ! und würde mehr Gutes bewirken, als Sie vielleicht denken.

ben, als dahin zurü>zuke ) sondern einem in dieser Kammer sißenden vormaligen Minister, in Pigender Weise aussprach : in Bezug auf die Gewalt mit ciner Art von

ist, Was sind alle die Amendements der lezten Adresse?

ununterbrochene Reihe jener ( z 1834 der ehrenwerthe Redner, den ich angeführt habe, beklagt

erklärten, daß jeder ausscheidende Minisier Pair wird und nich

in der Deputirten-Kammer sißen kann. i man keine Krisen; man hat es daselb| mit bedächtigen und e

forderungen der Fntrigue und der Mittelm Dieser

Herr Ganneron: Jch erkläre, daß ih damals dieselb

nung dertheidigs habe, wie jet. Herr Liadières: Jmmerhin!

Vorschlag damals für (<hlecht, und das genügt mir.

auch die Namen des größten Theils der M

den Vorschlag dur ihre Voten zu unterst

wurfes. (Stürmische Unterbrechung zur Linken.)

putirten, erklärte sich der Redner noch weit mehr abgeneigt,

glieder den anderen von der Kammer ausschüeßen wolle.

aber auch verfassungswidrig, da die Charte den Beamte

it der Stelle eines Abtheilungs - Ch g d t h b er mit der Stelle eine eilungs - Che egnú aben früb Sie entfernen T also

nen Köpfen zu thun ; und hier würden die Minister, da sie wentger für ihre Existenz zu befürchten hätten ,“ mehr Stärke gegen die À -

dd ßigkeit entwi>eln können. orschlag wäre der einzige, den ich annehmen würde; den des Herrn Ganneron weise ih zurü>, wie ih ihn im Jahre 1840 zurúü>- gewiesen habe, und wie Herr Ganneron selbs ihn damals zurü>wies.

Sibßung vom 10. Februar. (Nachtrag.) Herr Liadières machte im Eingange A Vor- trages darauf aufmerksam, daß der Vorschlag des Herrn Ganne- ron in zwei ganz getrennte Theile zersalle, Der erste Theil, der nichts Anderes als eine Erneuerung des Remilyschen Vorschlages sey, pons daß die Deputirten, mit wenigen Ausnahmen, feine

emter annehmen dürfen; der zweite erneuere den frú- a indem er den h n Dezug auf den er- steren Theil des Vorschlages äußerte sih der Redner E

Man will nicht, daß die Mitglieder dieser Kammer besoldele nehmen könnten , und zwar, weil man in der Sud nach Aemtern die Ursache der Demoralisation erbli>t , welche die Gesell- schaft auflds|, Man will durch einen Geseb - Artikel die Sitten auf dem Abhange festhalten, wo die Civilisation fie hingeschleppt hat. man wohl sicher die Quelle des Uebels, welches man heilen möchte, tet Les ben? Die Sucht nah Aemtern, so groß sie au seyn möge, is we- nigstens durch die Gränzen des Budgets beschränkt ; wissen Sie aber, m. H., was feine Gränzen hat, und g d L N no< mehr ( ) durchaus nicht entschuldigen ill? Sucht nah Popularität , die sich Über Alles L die die redlichsten Gesinnungen entstellt, und die es bewirkt, daß man sein Journal oder seine Partei eher befragt, als sein Gewissen. (Hef- {} tiges Murren zur Linken.) Schlagen Sie daher, m. H., einen Gesetz=- | Artikel vor, um jene weit beklagenswerthere Krankheit zu heilen. Schran- die Sucht der die bauung Lins I, die nichts ig ist, ungswerthesten Tugenden, die erhabensten Charaktere, die nationalsten Berú mtbeiten den Vecleumbdun- lers, wenn er nur Gtr, Qhte und Papier agen Ste auch dage- gen einen Gesez-Artikel vor, denn dieses Uebel ifi Defäbelician nd all- fene als das andere. Schrankenlos is ferner die Sucht nach An- ehen und nah Einfluß. Man will, man Aus nicht besoldeter E an glaubt sich zu Allem aug man sirebt nah Allem, man hâäuft Au Nen Ain jei nungen, Würden auf Würden, Orden auf Orden; und wenn man eren nicht genug bei sich findet, so sucht Dan ec S ande D ter.) aben oft Gelegenheit gehabt, uns zu überzeugen, daß die Úberalsien nicht diejeni en sind, Welche Crachats des Aus- Die Blicke richten sich auf Herrn Billault.) Wollen Sie auch cinen Gesez-Ar- tikel vorschlagen, um von jener Sucht des eitlen Wichtigmachens zu Wenn die d den Sitien : 4 nach besoldeten Aemtern bis zur Wuth getrieben wird, wie man vorgiebt, js was ih aber, wenigstens in Bezug auf diese Kammer, bestreite, so Wenn 1 erlangen kann, dann wird man den Eifer r die Seinigen verdoppeln, man wird Alles aufbieten, um seine amilie zu versorgen, und das Aergerniß wird no< weit größer seyn. Was aber das vorgeschlagene System noch nachtheiliger macht, das ! Sie wollen erlauben, daß ein Deputirter ohne Weiteres Botschafter oder bevollmächtigter Minister werden kann. Sie begünstigen also den Ehrgeiz im Gro- der Ehr c

î

warum

l er D unterbrechen , sie in jeder anderen administrativen Laufbahn nicht mehr ; daß ein Deputirter

kommen

einig; aber wissen Sie, was ih no< wüns<hte, Und was mehr als alle hre Vorschläge jenem Uebel des Schwankens , der Unruhe und

l elfen Jh wünschte, daß jeder aus\chei- dende Minister Pair würde und nicht mehr tn der Deputirten - Kam- (Bewegung zur Linken.) Dies, m. H., ist ernster

Wenn

man einmal am Ruder Faieien ist, so hat man fein anderes Stre- ren. Dieser Gedanke gehört nicht mir an,

der ihn

Die vormaligen Minister werden / ( e Heimweh gequält, wel- ches sie treibt, die RÜ>kehr dahin auf alle Weise zu versuchen.“ Auf alle Weise, m, H., bedenken Sie das wohl! Und eben das is es, was unsere Ruhe stôrt, was uns in einem beständigen Zustand der Krisis erhält , und was der nagende Wurm an jedem ministeriellen Wee ine as sin alle die Vorschläge, mit denen man uns überhäuft, wenn nicht eine Bestrebungen, über die si< im Jahre

e? Der

14. Oftober wurde auf diese Weise von seinen Gegnern angegriffen ; und jeßt is es der 1. März, der det 29. Oktober mit Sturm erobern will. (Beifall.) Dies ist das Uebel, welches Sie vermeiden würden, wenn Sie, statt die Kategorieen des ehrenwerthen Herrn Ganneron anzunehmen,

t mehr

In der Pairs-Kammer macht

rfahre-

e Mei-

Aber die Minister hielten 29

ebrigens sind i ezer, r aschi>en, anderen Grunde, die ditterste Kritik des vorliegenden Geseg Gn

Dem zweiten Theil des Ganneronschen Vorschla der E Melt gewisser Aemter mit der Seteros nämlich

Der-

selbe habe etwas Gehässiges, indem dadurch ein Theil der Mir-

Er sey n aus:

drú>li< den Eintritt in die Kammer gesichert und die Rechte der Wähler dadurch verbürgt habe, daß jeder zu einem fette Amte ernannte Deputirte sih einer neuen Wahl unterwerfen müsse. Endlich aber sey der Vorschlag auch anti liberal; denn der wahre Liberalismus dehne die Rechte aus, statt sie zu beschränken, und schaffe seinen Jdeen durch vernünftige Entwielung und durch Ueberzeugung der Gemöther den Sieg. Der falsche Libe- ralismus dagegen beschránfe die Rechte, statt sie auszudehnen, er suche sich durch Ausschließung derjenigen, die er nicht Úberzeugen fönne, den Sieg zu verschaffen. Für diese Ansicht führte der Redner einige von Herrn Thiers im Jahre 1832 gesprochene Worte an. Nach- dem Herr von Liadières noch die hohen Verdienste der öffentlichen Beamten in einer etwas emphatischen Weise gepriesen hatte, {loß er seinen Vortrag mit folgenden Worten : ‘„Bedenken Sie es wohl, meine theuren Kollegen, daß es sich hier nicht darum handelt, úber das Schisal einiger Beamten zu entscheiden, sondern daß das Schi>sal Jhrer Politik in Frage steht, Es ist ein Kampf zwischen der Opposition und der Majorität. Es handelt sih darum, die Gewalt Anderen abzutreten, oder sie zu behalten; es handelt sich um die Politik, die wir seit 11 Jahren befolgen, oder um dieje- nige, welche unsere Gegner befolgt zu sehen wünschen; es handelt sich endlich darum, ob man die Zügel des Staates Männern an- vertrauen will, die sich schon zwei Mal durch ihre Handlungen so schlecht bewährt haben, und die beim Aufgeben ihres Amtes dem Lande einige Milliarden weniger und viele Trümmer mehr zurü>ließen.“ Dieser Rede, die von dem Centrum mit lebhaf: tem Beifall aufgenommen wurde, folgte eine solche Aufregung, daß die Sigung eine Viertelstunde lang unterbrochen blieb. Herr Vatry sagte zu Anfang seines Vortrages, daß Herr Liadières sih dahin geäußert habe, daß man aus einer eitlen Sucht nach Popularität sein Journal eher befrage, als sein Ge- wissen, und daß die Namen derjenigen, die den Vorschlag unter- stúßen wollten, die bitterste Kritik desselben wären. (Herr Liga: dières: „Jch nehme diesen Ausdru> zurü>, indem derselbe wei: nen Gedanken \<le<t ausdrü>te.“ Mehrere Stimmen ur Linken: „Die Aeußerung war sehr unschi>lich.) Herr atry bemerkte, daß dergleichen persönliche Argumente nichts be- wiesen, und daß man sie nur anwende, wenn man nichts Gründ- licheres vorzubringen wisse. Was ihn selbst betreffe, so sey er war ein Anhänger der parlamentarischen Reform, aber dennoch illige er den Vorschlag des Herrn Ganneron nicht durchweg. Die Ausschließung der dffentlichen Beamten aus der Kammer scheine ihm unzwe>mäßig, da gerade sie bei den Erdrterun en die nüblichsten Aufschlüsse zu geben im Stande wären. Sein Wunsch gehe dahin, daß man dem Ehrgeize junger Leute die Thür ver-

ließe, welhe unter dem jeßigen System aus der Deputation

los eine Stufe zur Erreichung von Aemtern machten,

__ Herr Ressigeac wendete gegen den Vorschlag ein, daß er eine republifanische Tendenz habe und eine offenbare Verlezung der Charte sey. Er bekenne, daß derselbe anscheinend sehr gemä- ßigt gehalten sey, indem bei der jeßigen Zusammensebung der Kammer nur etwa 20 Mitglieder davon getroffen wrden, und wenn er eins Fónnte, daß die Aufopferung dieser 20 Depuktir-

ten der Kammer einen Zuwachs an öffentlicher Achtung verschaf-

fen fónnte, so wúrde er der erste seyn, der dafúr stimmte; aber er glaube, daß gerade das Umgekehrte eintreffen werde. Der eh: renwerthe Deputirte meinte, daß, wenn die Anwesenheit von Beam- ten in der Kammer ein Uebel sey, dasselbe jedenfalls im Abneh- men begriffen wäre und also feiner A ringend bedürfe. Die

R E der Kammer wär i

ur die Bestimmung der Charte gesichert, wonach jeder Depu: tirte, der ein dffentlihes Amt annähme i b e músse. n D e Ce MEN

err Gauguier sagte, daß, obgleich er die orm -

schlages des Herrn Ganneron nicht billice, er denftt M O terstüßen würde, weil es darin auf eine Reform der Kammer abgesehen sey. Die Kammer flöße in ihrer jeßigen Zusammen- sebung dem Volke kein Vertrauen mehr ein, und das Eindringen der Beamten in die Kammer sey hauptsächlich huld daran. Er bat hierauf die Kammer, ihm zu erlauben, daß er einige Stellen aus den verschiedenen Reden, die er úber den vorliegenden Gegen- stand schon gehalten habe, vorlesen dúrfe. (Allgemeines Gelächter.) Der Redner wiederholte hierauf in seiner bekannten, etwas bur- lesfen Weise die Argumenee, die er schon zu verschiedenen Malen gegen die Beaméten-! eputirten geltend gemacht hatte.

Herr Jars widerseßte sich dem Vorschlage aus zwei Grün- den: erstens, weil fein wirklicher Uebelstand in der Zusammensez- zung der Kammer denselben nothwendig mache, und zweitens Beit das Land sich nicht in einem hinlänglich ruhigen Zustande befände um die durch eine solche Frage hervorzubringende Aufregung wa- gen zu fönnen, wenn man nit die Absicht habe, dieser ersten

eform noch viele andere folgen zu lassen. Seiner Meinung nach würde die Kammer, wenn ste den Vorschlag des Herrn Ganne- ron annäáhme, den schlechten Leidenschaften Thor und Thúr ófff- nen. Die weitere Berathung ward auf morgen verschoben.

Paris, 11. Febr. Es war die Rede davon, den Pri

( y : p rin von Joinville gleich nach seiner Rü>kehr von seiner S Rüise zum Sontre-Admiral zu ernennen. Der Prinz soll aber diese Be- förderung abgelehnt und gewünscht haben, daß man ihm erlaube, B ZA rb ILe Kitt See s zu G um dann jenen

eiden zu fönnen. ird

der Fregatte „la belle Poute“ bleiben. I GEDord

Jn der heutigen Sißung der De é i putirten-Kammer machte eine Rede des Herrn von Lamartine viel Aufsehen, weil er zum erstenmale in dieser Session das Wort nahm und als Vertheidi- ger des Ministeriums auftrat,

Der hiesige Portugiesische Geschäftsträger hatte gestern Abend eine lange Audienz bei der Königin Marie Christine “i

_ Der bei dem Beginn der diesjährigen ps von dem Erz- dildef ras ea rge S Dir anze Gs ) gegen en dortigen Professor osophbie, ren s , gerichtet, der, weil er ein Lobredner Jean Jacques Kousseau's