1842 / 93 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Preußische Gesandte das Wort, um zu danken, und kam dabei Bo disge Sep zurü>, welchen Se. Majestät der Kdnig von Preußen in England gemacht. Ì

„Der Kdnig“, sagte Ritter Bunsen, „kam hierher auf die Ein- ladung der geltebten ouverainin dieser Reiche, eide alle liébhens- würdigen Eigenschaften, die eine Zierde ihres Geschlechts und der Ruhm ihrer Krone sind, in sih vereinigt. Es war ein für dieses Land sehr bedeutender Anlaß, und die Herzlichkeit, womit Se. Preu- Fische Majestät, nicht nur als Gast der Königin, sondern als Gast der Nation, empfangen wurde, mußte für Allerhdchlidenselben außer- ordentlich erfreuend seyn. Nach Preußen jurüdgefebrt, hat Se. Majestät mir das besondere Wohlgefallen zu erkennen gegeben, welches Allerhdchsiderselbe während des Aufenthalts in dieser Hauptstadt empfun- den. Und ich fühle mich hdchs| geehrt dadurch, daß ich im Palaste des Lord-Mayors-, wo Se. Maiestät aut so großartige Weise vou der Gastfreundlichkeit Sr. Herrlichkeit bewirthet worden, diese Gefühle Allerhdchstdesselben ausdrü>en darf.//

Die noch folgenden Toaste galten dem Lord: Oberrichter und den Richtern, der Stadt London, den Repräsentanten und Magi- strats-Beamten derselben. Jm Namen der Repräsentanten dankte Herr Masterman. Lord John Russell, der, als eines der Par- laments - Mitglieder fúr die City, auch eine Einladung zu dem Diner erhalten hatte, war nicht erschienen.

Auch die Kaffeehändler erklären sih zur großen Befremdung der Times gegen die Modification des Zolls auf Kaffee, Sie sind damit unzufrieden, weil sle über das was der guten Hoffnung so große Quantitäten von diesem Artikel aus Brasilien und Hayti ragene haben, daß dieselben für die Consumtion im Vereinigten Königreiche während eines ganzen Jahres hinreichend sind. Von dem über das Kap angeführten fremden Kaffee, der

392

erwarten ftand, zu gut fommen muß, Lord Jöhn Russell scheint aber | auch noch der nung zu seyn, daß, da nuñ einmal nichts Anderes zu erwarten steht, als Bi das Ministerium seine Vorschläge du seßen wird, es besser sey, daß dieselben so bald wie möglich und mit den wenigsken Veränderungen ins Leben treten, indem er eben mit Gewißheit auf eine immer mehr“ zunehmende Unzufriedenheit mit der Einkommen-Steuer rechnen zu kdnnen glaubt, wenn nur einmal der Einpue deren Wirkung- an sih selbst empfunden. Hiervon aber müßte die Folge seyn, daß das jeßige Ministerium | abtrâte oder die Maßregel zurú>nähme. i Wenn dies wirklich seine Berechnung is, #0 schließt er, meines Exashtengs ganz sicher. Denn daß die Maßregel durch: | gr muß, g schon aus der jeßigen Zusammenseßung des Unter- auses gewiß, eine große t, wenn es seyn móúßte, eher U r weiß erklären würde, als daß sie Peel austreten ließe. Wäre dem aber auch nicht so, so würde die Na- tion es nicht anders wollen. So unzufrieden sich auch viele Pâch- ter mit den vorgeschlagenen Veränderungen im traide - Geseß erklärt haben, so würden sie doch gewiß fast einmüthig noch ein- mal für das jebige Ministerium stimmen, wenn ihnen durch eine neue Wahl die Gelegenheit dazu gegeben würde. Denn wenn auch Manche, wie man versichert, sich mit einer bestimmten Ab- gabe von 8 Shilling vom Weizen zufrieden erklären, \o fürchten le doch, daß, wenn die Whigs wieder ans Ruder fämen, diesel: ben von ihrem Anhange gezwungen werden würden, weiter zu ge- hen, als sie selbst wünschen möchten. Noch entscheidender aber

| deshalb nes unte unterm Msten Se. Durchlaucht den Landgrafen Friedrich zu

ist die Stimmung der Städter, wenn man anders die Londoner hierin als Muster nehmen darf. Man spreche mit wem man wolle, so will zwar Niemand die vorgeschlagene Steuer loben,

als aus den Britischen Kolonieen kommend senen wird, zah- len sie nur 9 Pce. Zoll, während der direkte Zoll auf fremden Kaffee 1 Sh. 3 Pee. beträgt. i

Mit dem Dampfboot „Acadia“ war die Nachricht nach den Britisch-Nord-Amerikanischen Provinzen gelangt, daß das Mini- erium dem Parlament eine Herabseßung der Zölle von fremden Erzeugnissen vorgeschlagen habe, und hakte dort viel Aufregung verursacht. Die zu Halifax in Neu-Schottland erscheinende Morning Poft sagt darúber: „Durch die Reduction dieser Schußzôlle, ohne daß eine entsprechende Hs der Zölle von Britischen Erzeugnissen auf den fremden Märkten verlangt wúrde, müßte der Handel der Kolonieen sehr leiden. Jhre Rhe- derei würde dies schmerzli<h empfinden, und dem Handel und der Schifffahrt der Amerikanischen Union würde unkluger Weise da- durh der entschiedenste Vorshub geleistet werden. Die Sache hat die ernstliche Aufmerksamkeit unserer Provinzial:Legislatur er: régt. Am 10, März beantragte Herr Unia>e einen Ausschuß, um eine Adresse an Jhre Majestät zur Abwendung des drohenden Uebels zu entwerfen. Der Aus\{huß vollzog A Aufgabe sehr f<{nell, und die Adresse wurde, nah einigen lebhaften Diskussionen zu Gunsten derfelben, am folgenden Äbend angenommen. Sie wird mit der „Acadia“ nah England befördert werden.“ * Dieses Dampfboot ist Sonnabend frúh in Liverpool eingetroffen.

Folgender Brief aus Havana vom 10. Februar, der den mit dem Dampfschiff „Acadia“ hier angekommenen New - Yorker Zeitungen entlehnt is, scheint zu den übertriebenen Gerüchten von einer Neger-Empdrung auf Jamaika den Anlaß gegeben zu haben: ¡Da Sie auf Nachrichten von hier gespannt seyn werden, (o be- eile ih mich, Sie von einem schre>lihen Gerüchte zu benachrich- figen, welches gestern hier umlief, und wonach die Schwarzen auf Jamaika alle weiße Bewohner dieser nf niedergemeßelt haben sollten. Heute jedoch hat ein von St. Jago de Cuba eingetrof- fener Courier minder entseßlihe Kunde über den Hergang der Dinge gebracht. Die Schwarzen machten allerdings einen An- griff auf die weißen Einwohner, und diese wurden sammt der Gar-

und ein Jeder wüßte etwas, wodurch der Dru> derselben gemil- dert und dieselbe antehmlicher gemacht werden kdnnte. Aber Niemand, er gehdre zu welcher Partei er wolle, ist geneigt, etwas dagegen zu thun. Man scheint es allgemein zu fühlen, daß die

auf sich nehme. Vor Allem aber fürchtet man einen neuen Wech- | sel. So wenig die Freunde der Whigs den Widerstand der Tories billigen, wodurch dieselben jene besonders in den leßten Zeiten verhindert, irgend eine bedeutende Maßregel durchzuseßen, o ist es doh einmal Thatsache, daß, wenn irgend ein Fortschritt ge- schehen soll, derselbe nur dur< das gegenwärtige Ministerium durchgeführt werden könne, So lange man also dieses geneigt Lebr, dem Geist der Zeit zu huldigen, wie besonders aus Peel’s |

arif hervorgeht, so glaube ih nicht, daß die Masse der Liberalen geneigt seyn werde, dm mehr als zu drohen.

Freilich fühlen sich eben durch die vorgeschlagenen Verände- rungen im Tarif viele Jnteressen verlegt, und es ist gan natúr- lich, daß diese laut dagegen schreien und durch alle mögliche Mit- tel einen allgemeinen Widerstand gegen die ministeriellen Finanz- plâne zu erregen suchen, und eben so Ee es, daß die parlamen- tarische Opposition alle diese vereinzelten Strahlen des Mißfallens in einen einzigen Brennpunkt zu sammeln sucht. Aber es scheint nun einmal nicht wirken zu wollen; selbst der Tadel, welchen die Times und andere ministerielle Journale gegen einzelne Theile der Steuer auszusprechen fortfahren, vermag das Publifum nicht zur TIhat aufzuregen, Jn einer Woche kömmt das Parlament wieder zusammen, und dennoch weiß die Morning Chronicle nur einè Versammlung der Aniti-corn -law-league zu Roch- dale und eine andere in einem abgelegenen Theile Londons, die gegen die Steuer stattgefunden oder stattfinden soll, an:

uführen. Dies is eine Selbskverleüugnung, welche der Nation

hre macht und der Welt zeigen muß, daß es John Bull y weder an den Mittelw noeþ (dom Willen. fehlt, den, vorzüglich durch die Erlassung von frúhérèn Steuern; etwäs zerrútteten Finanzen zu Hülfe zu fommen.

nison in die Flucht getrieben, retteten sh aber in ein kleines Fort. Als der Gouverneur von St. Jago hiervon benachrichtigt wurde, ersuchte er den Gouverneur Valdes, General-Capitain von Cuba, um hinreichende Land- und See-Streitkräfte, damit er eine etwa beabsichtigte Lan- dung der Neger von Jamaika auf Cuba verhindern könne, und es wurden sogleich 350 Mann Kavallerie von hier nah St. Jago geschi>t, denen morgen die Flotte, aus einer Fregatte, 2 Kriegs- Sloops und 2 Kriegs-Dampfschiffen bestehend, mit 1000 Mann Trúppen folgen soll. Sollte es den freien Englischen Negern ge- lingen, auf unsere ZJnsel herúberzukommen, so ist das Schlimmste zu fürchten; es würde ihnen ein Leichtes seyn, das Jnnere zu ver- heeren und alle Weißen in den Städten umzubringen. Jch bin viel im Jnnern gewesen, habe mehrere Plantagen besucht und wundere mich über die Sorglosigkeit der Weißen. Sie scheinen feine Gefahr zu fürchten, und doch fönnten auf ein gegebenes Signal in 10 Minuten auf 1 Englische Meile an 1900 Schwarze zusammen- gebracht und mit den zum Abschneiden des Zu>errohrs gebrauchten Messern bewaffnet werden. Welchen Grund sie freilich zum Auf: ftande haben fönnten, das begreife ih nicht, denn ein glülicheres und zufriedeneres Volk habe ih nie gesehen ; es sind ihrer 250 bis 400 auf einer Pflanzung, und sie haben wahrlih nicht halb so viel zu thun, wie unsere fleinen Pâchter in der Aerndte. n der Haupt-Arbeitszeit rühren sie ihre Hände immer nur eine Stunde auf zwei Stunden Ausruhens. Sie haben auch Ueberfluß an Le- bénsmitteln und sehr behagliche Wohnungen. Alle Neger sehen munter und vergnúgt aus; Abends éergóten sïe sh bis 9 Uhr mit Tanz, Gesang und Scherz, und ich ha e oft manchem armen Engländer ein \o angenehmes Loos gewünscht.“ _ Nath den Berechnungen, die Sir R. Peel bei Motivirung Cnt Finanz: Antrags erwähnt hat, betragen die zu besteuernden nfünfte im Kdnigreiche ungefähr 190 Millionen Pfd., doch sind Viele Bahre daß sie sich noch viel höher belaufen. eini wird der Ihemse- Tunnel im Juni oder Juli

eingeweiht werden, Sir E. Williams is zum Generalmajor und Sir R. Ar-

buthnot zum Ge j i i bei den nah Ostindien bestimmten

S& London, 29, Mârz, nig mitzutheilen habe, \o will ed " A aa red we- Augenbli> nicht länger als eine Woche ohne Zusi rift Ct E

Die Leute, welche wegen des bei der versuchten Einseßung eines der Gemeinde von Culsamond in Schottland mißfälligen Geistlichen den öffentlichen Geivaltén geleisteten Widerstandes vor Ge- richt gezogen wurden, sind von einer Jury freigesprochen worden, Die Erklärung derselben wurde von den Zubhdrern (der Próôzeß fand zu Edinburg statt) mit lautem Jubel aufgenommen; und es steht zu erwarten, daß nah diesem die Widerseßlichkeiten no< eg at und gefährlicher werden dürften. Die Verweigerung des Un- terhauses, die Verhältnisse der bürgerlichen Geseße zu jener Kirche in Untersuchung nehmen zu lassen, soll eine außerordentliche Gäh- rung im Lande veranlaßt haben, so daß gewaltsame Auftritte zu befürchten stehen. Man kann sich hiervon leicht einen Begriff machen, da uns heute die Nachricht von Jrland mitgetheilt wird, daß die Sy- node der Presbyterier der Provinz Ulster die protestantischen Mit- glieder der Proviriz, welche ihre Erwählung vera lich dieser Sekte und dem Versprechen zu danken gehabt, daß sie die Schottische Kirche bei ihren geistlichen Gerechtsamen Nane helfen wollten, zur Re- chenschaft aufgefordert haben, warum sie bei dieser Gelegenheit mit dem Ministerium und nicht für den Vorschlag gestimmt hätten.

ene Presbyterier in Ulsker aber werden unmittelbar von dem

treite gar nicht berührt, sondern verfahren nur aus Gleichheit der Gesinnung mit ihren Schottischen Glaubens-Verwandten auf diese entschiedene Weise. Wenn nun die Regierung fortfährt, sich den Forderungen der Fanatiker in jener Kirche zu widerseßen, so muß der Streit allmälig eine große Spaltung unter den Konservati- ven hervorbringen.

Belgien.

Brüssel, 29. März. Die: sogenannten „September-Verwun- deten“ haben ein Schreiben anden Minister des Jnnern mit der Bitte gerichtet, daß derselbe dem de Crehen das Recht entziehen möge, ihre Befehlshaber - Uniform zu tragen und das Monument auf dem „Märtyrer-:Plate“ zu ‘beroachen.

Verhältnisse es unerläßlich machen, daß man eine solche Bürde | g

| und

Schweden und Norwegen.

Sto>holm, 25. März. Se, Manne der Nbnta aven verfügt, daß die in Zukunft zu: prägenden Schwedischen Münzen nur das Schwedische Reichs - Wappen und nicht auch das Nor- wegische tragen sollen, Es scheint hierdur< einer Beschwerde

Sie sehen, wie der parlamentarische Wide | phungen das Parlament zu vertagen, ie Va data D inister ge: orschläge zu einem Beschlusse kommen konnte und es ihm fol Ai ne den Formen des Hauses mögli war, demselben den Geseß-EntBurfna®, ulegen, wonach die neue Steuer geregelt werden soll. Er wfin t E onders, weil er, da bei ihm selbst Über die Billigkeit der asir fein Zweifel herrscht, meinte, daß die Nation, wenn sie Zei E habt hâtte, sich während der Ferien mit den einzelnen Bestimmun, gen des Geseßes bekannt zu machen, weniger Widerwillen dage: gen haben würde.

ten die vorigen Minisker und deren unmittelbare

Aber eben dieses wollte die O a indern, da sie natúrlich wünschen muß, den Wideratäles vet Le dation zu erhalten und wo möglich zu verstärken. gedudessen hat:

unde an die: em Verfahren keinen Antheil genommen, weil sie wohl einsahen, Ls ibnen auch ohne ihre Theilnahme jeder Vortheil, der daraus zu | tritten in

aus Norwegen über die Art der etge d e Wappens in die butger! en gemeinschaftlichen Münzen abge olfen zu seyn.

Die Scacrstidning liefert folgenden Korrespondenz-Artikel aus S t. Petersburg vom 12ten d, M.: „Man hat den Ver- fasser der am Neujahrs-Abend in verschiedene Kasernen der Haupt- stadt hineingeworfenen anon9men Briefe, Aufforderungen zum Un- gehorsam gegen die Offiziere enthaltend und adressirt an die Unter- 0 flere, welche leßtere sie jedo sofort ihren Chefs Überlieferten, verein Grade, verckile relber ist ein géwesvet F e s nie-

, verabschiedet wegen begangener Fehler, ahsinn un Ae Fie L; wie es cheint, on Rachbegier, Er is nah ner Stat stesfranke gebracht worden.“ Die Redaction der tonbl t dning macht dazu folgende Anmerkung: „Die im A f- N ad und agblad aus Deuesc ngen aufgenom-

enen ia Ge ha von einem Ai und von blutigen Auf- t, Petersburg sind somit völlig ungegründet,

Dänemark.

Kopenhagen, 28. März, Die Berl. Ztg. theilt die Ent- lassung Sr. Durchlaucht des Landgrafen Friedri<h zu Hessen und die Ernennung Sr. Durchlaucht des Prinzen Friedrich von Schles: tvig-Holstein-Sonderburg:Augustenburg folgendermaßen mit: Auf d rthänigstes nsuchen haben Se. ‘ju ves

ess ols

sen als Statthalter in den Herzogthümern Schleswig und

| skein und Gouverneur in Süder: und Norder: Dithmarschen in

Gnaden entlassen. Die gedachten Aemter Ee e, Majestät unter demselben Dato allergnädigst Sr. Durchlaucht dem Prinzen Friedrih von Schleswig-Holslein-Sonderburg:Augustenburg Überé

tragen. Deutsche Bundesstaaten.

D 30. Mârz Nach Bekanntmachungen des Herzoglichen Finanz-Kollegiums vom 21sken d. M. werden im ges greebrtigen Jahre an Kammerschulden 30,000 Kthlr. und an Lane esschulden 66,000 Rthlr. abgetragen, und werden die zur Tilgung durch das Loos bestimmten Schuld-Verschreibungen verdffenclicht.

Weimar, 30. März. (Magd. Z. n diesen Tagen i eine Regierungs - Kommission V dier 2A Ba verg s den Verräther zu ermitteln, ter den Beschluß der Juristen-Fakul- tât in der bekannten Bentinkschen Sache dem Advokaten der ei: nen Partei mitgetheilt. Schon eine halbe Stunde nach der Ver- ammlung der Yuristen, in welcher Über jene Angelegenheit ein

eschluß gefaßt, ohne daß jedo<h der Ausspruch noch qu Proto: toll gegeben worden, shi>te der Anwalt des Sao nen Cou- rier ab; der Erfolg war, daß die Partei des Klägers erklärte, sie wolle den Spruch der Universität Jena nicht abwarten, son- dern einen anderen Richter fuchen, die Kosten aber wolle fie tra: enz ob ihr das zustehe, wird der Erfolg zei én. Durch die Allg. Kasseler Zeitung erfuhr man in Öl abire die Entscheidung der Jenaischen Juristen-Fakultät eher, als diese das Ober-Appella: tionsgericht En berichtet hatte, Allgemein aber ist man hier n Jena über den Verrath indignirt, um so mehr, da die Jenaische Juristen-Fakultät immer so ehrenvoll dagestkanden.

Kiel, 29. März. (Kieler Korrespondenzbl,) Die Mi- litair-Reform ist jeßt in den Grundzügen festgestellt und wird spä: testens bis zum 1. res d. J, in Ausführung gebracht werden. Die Regiments: Eintheilung der Jnfanterie wird abgeschafft wer- den und dafür die Eintheilung in Bataillone und Brigaden an die Stelle treten. Jedes Jnfanterie-Bataillon und jedes Kavalle: rie-:Regiment soll vereinigt an demselben Orte garnisoniren, so daß die einzelnen, detaschirten Compagnieen und Eskadrons nach dem Standquartiere des Stabs zurú>gezogen werden. Die Stadt Kiel wird demnach die bisher hier Lbiefirte ragoner-Eskadron verlieren, dagegen aber die jeßt in Raßeburg stehende Compagnie des Lauen- burgischen Jägercorps wieder erhalken. Auf ähnliche Weise wer: den die Kürassiere, das Königin: Leibregiment !c. an einem Orte zusammengezogen werden. Das General-Kommando über die Her- zogthümer bleibt ungetheilt und es is deshalb au<h wohl noch Do ob das Deutsche Bundes: Kontingent für Holstein und auenburg von der Dänischen Armee getrennt, werden wird. Die Reduction des OsGpe soll sehr beträchtlich seyn (c. 250 Per: sonen betragend), die Mannschaft der Compagnieen hingegen, de:

ren N in jedem Bataillon, unter Wegfall der Grenadier: und

Die: ompagnie, künftig nur vier seyn soll, wird ansehnlich ver- ârft werden. Spanien.

O Madrid, 22. März. Gestern Abend empfing der Eng: lische Gesandte einen außerordentlichen Courier, der in der Nacht vom 1áten von London abgegangen war, und auch die von Sir Robert Peel und dem Grafen von Aberdeen dem Parlamente

egebenen Aufklärungen in Betresf der Salvandyschen Etiketten: ngelegenheit überbrachte, Herr Aston verfügte sich no<h spät zu dem Minister - Präsidenten und verweilte länger als eine Stunde bei ihm. Morgen wird Herr Aston in Gesellschaft des Legatións - Secretairs Herrn Jerningham und des Herrn Mar: liani sich na<h Toledo begeben, um den Feierlichkeiten der

| heiligen Woche beizuwohnen. Die Erklärung der Englischen Mi-

nister, daß die jeßt hler bestehende Regierung in einem „Jahre mehr für das Wobl des Landes gethan ads, als alle früheren, eit dem Tode Ferdinand?s VII., hat freilich hier bei denen, die den egenwärtigen Zustand Spaniens mit kälterem Blute würdigen, inen ganz verschiedenen Eindru> gemacht. , Man meint, das Eng- ische Kabinet sey durch Berichte, die ihm von hier aus zugekom- en, getäuscht worden, und ih hörte neulich, als das Gespräd ehrerer sehr gebildeter Spanier auf diesen Gegenstand kam, inen derselben ausrufen: „Zweimalhunderttausend Franzosen dnnen mir keine Furcht einflößen, aber G fürchte die Eng: nder.“ Zum Theil glaubt man in Sir Robert Peel's pä: rer Erklärung, daß die Spanische Regierung geneigt wäre, mik r Großbritanischen einen Handels - Vertrag abzuschlieben, den Ren Schlüssel zu der dem Madrider Kabinet z pendeten Lob- rüche zu finden, und dieses sieht sich dur die Veröffentlichung r obwaltenden Mandat in feine geringe Verlegenheit ver- t, Denn, abgesehen von der Hartnä>igfkeit, mit welcher der inister: Präsident, Herr Gonzalez, bisher ableugnete, daß die panische Regierung den die Abschließung eines Handels-Vertra- es bezwe>enden Vorschlägen Gehör gäbe oder geben würde, ha- ben erst gor wenigen Tagen die Bares Ans De atio en Vorstellungen gegen die meisten ] : En D. Ls eide sie ihre Jndustrie für beeinträchtigt halten, erhoben. : Was den Zustand des Landes betrifft, so verweise ich Sie auf die hier und in den Provinzen erscheinenden Blätter selbst, welcher politischen Farbe sie immer angehdren môgen. Sie wer- den faum etwas anderes als die tro>ne Erzählung der entseblich- sten Verbrechen, der unerhörtesten von den Volks- ehdrden gegen „Verdächtige“ begangenen Gewaltthaten, und nirgends eine Spur vorbeugender oder skrafender Einwirkung der Regierun finden. Der Corresponsal, ein das herrschende System durchaus un- terstúßkendes Blatt, sagt vorgestern: „Die Symptome der gesell- schaftlichen Aufldsung tiliin sich von Tage zu Tage: wir sind dahin gekommen, zittern zu missen, wenn wir Briefe erdffnen.… die Regi U tranfigire täglich mit den Elementen der Ruhestd- le

if die Sicherheit der Bürger eine unbedeutende Angele enbeit“ Ct io Ja S nein bemädtigten sh am 13ten

„Soldaten, die zum Schuß der Bürger dienen sollen, arfh que e die dia in einem Wirthshause ihre Mahlzeit einnahmen, führten sie ge vor das Thor, erschossen sie und lie-

en ihre Leichname unbeerdigt liegen. Mögen die so Gemordeten au< Me Tradae gewesen seyn, standen sie nicht unter den E Jn Be- zug darauf, und eine Menge anderer reuel erzählend, sagt der Ca- stellano vom 19ten: „Jeden Tag berichten uns unsere Korrespon-

Tim lichen Ae 10ten d, enthäle darüber Folgendes: „Wir verdffent-

lätter Verbrechen, die Schauder erregen,

denten oder die Provinzial:B erfüllen über den furchtbaren

die das Herz betrúben und mit Ents Grad der Demoralisation, des Sittenverderbnisses, den Unser Vaterland erreicht hat, in Folge der inneren Unruhen, des Man: gels einer guten Regierung, der Vernachlässigung, in der sich die

ie Bd eligibse Erziehung befindet hier einer der Königlichen

or etrva acht Tagen r hr hrer Majestät der

lâne in der Schloßki in n in N L ial Ff den katholischen Glauben aufrecht

u erhalten, wenn sie einst das Scepter ihrer Vorfahren in die

Hände näßme. Herr Arguëlles, der dies erfuhr, richtete an mmtliche Kapläne der Königin den schriftlichen Befehl, in ihren redigten nichts als die evangelische Lehre age,

Der bereits öftérs ähnte Kaiserl. Oesterreichische Fregatten: Capitain außér Diensk, Herr Zerman, hatte si< {on vor einiger Zeit bei dem Regenten melden lassen, ohne eine Audienz erhalten zu fônnen. Als er si< neulich abermals in Uniform im Palaste des Regenten einstkellte, erhielt er durch einen Adjutanten die An: deutung, sich nicht weiter zu bemühen, da sein Besuch nicht an: genommen werden könne. % :

Ueber die oben erwähnten Mordthaten von Valencia befragt, erklärte der Minisker des Jnnern heute im Kongresse, dergleichen Verbrechen seyen dort dr hâufig und während zehn Monaten E weniger ‘als funfzig vor efallen._ Man dür sih deshalb nicht wundern. Ein ministerieller Deputirter gab darauf zu er- kennen, die beideèn Erschossenen seyen keines Mitleids würdig, indém se Genossen Cabrera's gewesen wären.

Portugal.

Lissabon, 17. März. (Franz, Bl.) Zhre Majestät die Kdbnigin Donna Maria is gestern früh um halb 9 Uhr glü>lich von einem Prinzen entbunden toorden. Einige Minuten darauf verkündeten das Geläute aller Glo>en und die Artillerie-:Salven von sämmtlichen Forts und von allen im Tajo vor Anker liegen- den Schiffen der Hauptstadt dies glü>liche Ereigniß, Das Be- finden der Königin und des Neugeborenen ist ganz befriedigend, Der Papst wird Pathenstelle bei dem jungen Prinzen versehen und sich bei der Tauffeier dur< Herrn Capaccini, seinen Nuntius am Hofe von Portugal, repräsentiren lassen.

Vor einigen Tagen belohnte die Königin den Baron de Santa Martha und Herrn Marcelin Maximo de Anbedo y Mello, Mit-

lieder der Junta von Porto, den Erskeren mit dem Titel eines

rafen, den Lebteren mit dem eines Visconde für „ihre aus- gezeichneten Dienste bei der Wiederherstellung der Carta.“ Auch dem Herrn Costa Cabral wurden Titel und anae an- geboten. Wie man jedoch versichert, wollte derselde nicht die ge- ringste Belohnung für sih annehmen.

Türkei.

Konstantinopel, 2. März. (Morn. Chronicle.) Das Königliche Dampfschiff „Phdnix“, welches seit dem Tage seiner Ankunft in Quarantaine geblieben war, segelte heute früh mit Depeschen nah Beirut ab. Der Erfolg der Bemühungen Sir Stratford Canning's bei der Pforte hat diejenigen angenehm ent- täuscht, welche die Besorgniß hegten, daß die Ottomanische Regie: rung sich nicht würde bewegen lassen, Zugeständnisse in Betreff des Bischofs Alexander zu machen. Die leßte Woche hindurch wurden sehr lebhafte Unterhandlungen geführt, die, dem Verneh- men nâch, ein befriedigendes Resultat gehabt haben. Sir S. Canning hatte am Montag eine lange Unterredung mit Sarim Efendi im Englischen Palast, in welcher, wie verlautet, der Ottomanische Minister die Versicherung gab, daß die Ne nichts dagegen habe, den Bischof Alexander in derselben Weise anzuer- fennen, wie sie andere Bischöfe in partibus anerkennt, oder ihn auf gleichen Fuß mit anderen Prälaten zu stellen, die niht Raja's sind. Er wird die Privilegien, den Schuß und die Gefälligkeiten enießen, welche den katholischen und den Griechischen Bischöfen bewilligt sind, und der „Phönix“ hat ein Wesirats-Schreiben an den Gouverneur von Pertlale mitgenommen, worin dem Leßte- ren aufgetragen wird, die Befehle der Pforte in dieser Beziehung auszuführen. Es is indeß zu bemerken, daß die Pforte es abge: lehnt hat, einen dfffentlichen Ferman in der Sache zu erlassen, was auch nicht hâtte geschehen können, ohne den Bischof auf den Fuß eines Raja zu seen, Dr. Alexander wird also, ohne offiziell anerfannt zu seyn und ohne besondere oder ausschließliche Ehren zu genießen, welche anderen Bischöfen in partibus niht gewährt sind, auf gleicher Linie mit seinen Griechischen und katholischen Brüdern stehen und ohne Besorgniß vor offenem Einschreiten oder Belàästi- ung seinem Beruf nachgehen können. Glüklih mag er sich säßen, wenn er eben so leiht im Stande ist, sh von den ge-- heimen Jntriguen und im Stillen schleichenden Machinationen eifer- süchtiger Sekten zu bewahren, die einen Rühalt an ihren betreffen- den Regierungen finden und sets finden werden. Sir S, Canning verdient großes Lob fúr die Festigkeit und Mäßigung, die er in dieser Angelegenheit gezeigt hat, aus welcher eine Frage der National-Ehre und Würde geworden war. Die Eil, womit Dr. Alexander nah Jerusalem geschi>t wurde, ehe gehörige An- ordnungen getroffen waren, machten einen Rü>schritt unmöglich und nöthigten den Britischen Botschafter, seine Forderung selbst auf die Gefahr eines Bruchs mit der Pforte durchzusezen. Ein solcher äußerster Fall ist dur das besonnene und einsichtsvolle Benehmen des Botschafters und durch die von der Pforte ge- jeigte Bereitwilligkeit, einen neuen Beweis von ihren freundschaft- ichen Gesinnungen gegen die Britische Regierung zu geben, ver- mieden worden. Die von der leßteren gemachten Forderungen wur- den bedeutend modifizirt; sonst würde man nichts erlangt haben. Dies mag denjenigen Personen in England nicht recht seyn, deren übertriebenes Verlangen die Ursache war, daß die Unterhandlung zuerst fehlschlug; aber der Erfolg t gelehrt, daß das von Sir S. Canning eingeschlagene Ver- E, welches von Lord Ponsonby ernstlich anempfohlen, ihm aber zu befolgen nicht gestattet wurde, das einzige war, welches sich dazu eignete, einen glü>lichen Ausgang herbeizuführen. Wäre E, dem Rathe Lord Ponsonby's gleich anfangs gefolgt, so würde der Bischof bei seiner Ankunft seine Stellung schon re- gulirt gefunden haben, und alle Verlegenheiten wären vermieden worden. Nachdem es Sir S. Canning solchergestalt gelungen L gn Zugeständnisse in Betreff der persönlichen Stellung die El ofs zu erlangen, wird es ihm hoffentlich eben so glú>en, nwilligung zum Bau einer Kirche zu erhalten.

Tunis.

: Der Bey v ¿ i on Tunis hat den Handel mit s{hwarzen Sklaven n dem ganzen Umfange seiner Provinz verboten; die Malta-

ige offizielle Aktenstü>e, die si< auf die Ab d Sklaverei In Lde iehen, Wir Rid Ae Di ml sie

393 sind, ats Ms Englische. Wir theilen die zwei folgenden Akten:

siú>e mit: „Von dem Diener des Gottes des Ruhmes, Musbir

Bassa Bey, Prin von Tunis, an unseren Verbündeten S Med Thomas Reade, General-Konsul der Englischen Regierung in Tunis, Fn Folge des Gesprächs, welches wir darüber mit einander ge- pflogen , daf man in unseren Staaten Neger lande, um Handel damit zu treiben, gaben wir euch, als unserem Freunde, zu erkennen, daß wir bei der Erzählung solcher Ereignisse jedesmal tief betrübt wurden, und unser Herz sich voll Abscheu davon abwendete. Was uns individuell betrifft, so halten wir nicht einmal einen Sklaven, gemäß den Geseven Über die Sklaverei der Sklaven, welche man verkauft und kauft, als ob es Thiere wären, weil in unserer Religion die Verbote in dieser Beziehung so sîreng sind, daß es selbs schr \<wer wird, die Satzungen hierüber aufrecht zu erhalten. Wir ge- hdren zu der Zahl derer, welche den Ansichten der Englischen Regie- rung über diesen Gegenstand unsere Bewunderung zollen, und die unsrige ftimmt ganz mit der unseres Freundes, des vollendeten Poli- tifers, des Ministers Lord Palmerston Überein ; und ich betrachte dies als eine Wirkung seiner Vollkommenheit und der Vortrefflichkeit sei- ner Moral. Wir verbiéten demnach Peoenmarti in unserer Regent- schaft die Ausfuhr von Sklaven, die in der Absicht unternommen wird , damit Handel zu treiben. Unser ganzes Streben wird darauf geridtet seyn , diesen Handel mit allen uns bis zu den dußersten

ránzen unserer Macht zu Gebote sichenden Mitteln zu unterdrü>en. Mödge Gott selbst dieses Gewerbe von der Welt vertilgen. Wir hof- fen 4 den Dank des Gottes, der uns geschaffen, und allen die Gabe der Vernunft gewährt hat; es if unjer Wunsch, daß ihr un- seren Freund , den obgenannten Minister, von dem Jnhalt dieses Briefes in Kenntniß seßt. Haltet fest im Glauben an den Hdchsien.//

Das zweite Aktenstü> lautet folgendermaßen :

Zur verglei<henden Charakteristik der Parteien tn Frankrei<h und England.

Unter dem Titel: „Die politische Lage Frankreichs und seine Parteien, von E. G.“ erschien fer Fo E nung der diesjährigen Session zu Paris eine S chrift, welche, verfaßt in dem Geiste einer bestimmten Partei, bei der Nation wie in der Kammer Sympathie für ihre Prinzipien zu we>en und wis gegen de S Partei einzunehmen beabsich:

, er sie, um den

ampf getreten d orrang streitend, in einen offenen

Vie leßten Ereignisse in der Kammer, der fast jede wichtige parlamentaris<he Fragen erhobene May ves e Grund in dem Bruch, der zwischen diesen Parteien besteht, Dieser Bruch is noch nie so entschieden hervorgetreten, wie in dieser Kammer - Sigung, er hat aber au< noch nie die Gränzen der Politik derselben so bestimmt bezeichnet, wie es diesmal geschehen ist, Denn während in dem Uebergewicht, welches die gouverne- mentale Partei in der Kammer erlangt, der Weg, den Frankreich in seiner ‘Politik zu verfolgen sich vorgeseßt hat, ganz ofen vor uns liegt, erfennen wir nicht minder, wie anders und wie gefähr: lih er seyn wird, wenn die Politik der Partei, die si in dieser | Schrift selber so genau zeichnet, dahin gelangen sollte, die gouver- | nementale zu verdrängen und die Geschi>e Frankreichs zu lenken.

Das Bild, das der Verfasser von ihr entwirft, hat das Aussehen einer wohlgetroffenen Aehnlichkeit, da die Zeichnung außerordentlich lebendig ist; auch müssen die hier hervortretenden politischen Grund- säße ihrem Charafter gemäß seyn, da die so kurz vor der Erdff:

¡Von dem Diener Gottes Ahmed Bassa Bey 2c. an seinen Al- liirten, den Ritter Thomas Reade, General- y i - gierun _ Eunis. S ¡G Konsul der Englischen Re „sor wißt, wie sehr der Handel des Menschengeschlechts mir zuwider war, und wie sehr er meinen Gesinnungen “verg Unser Mitleiden mit den armen Sklaven hat niht aufgehört, un- sere Sorgfalt für die Verminderung dieses Handels und die Erleich- terung der Last, welche er auferlegt, zu beleben. Wir haben es folg- lih für augemessen gehalten, den Verkauf derselben auf den Märk- | ten, wo der dfentliche Ausrufer sie feilbot wie das Vieh, abzuschaf- | fen, sowohl in Tunis, unserer Hauptstadt, als auch in der ganzen | Regentschaft. Wir haben die Taxe, welche uns dur< ihren Ver-

kauf zu gute kam, abgeschafft ; denn ein solches Einkommen mußte von Allen, welche menschliche Gesinnungen hegen, verachtet werden. Dieser Theil des Menschengeschlechts sollte jedoch mehr Achtung genießen als die Übrigen Thiere. Es wird, wenn Gott es erlaubt, eine Gelegenheit seyn, sie aus der unglücklichen Lage von Sklaven zu erretten, so weit es den Kapitalen ihrer Herren keinen Verlust verursacht, und weil nach dem Willen Gottes in kurzem diese Maßregel vollsiändig durch | le Abschaffung dieser Art des Eigenthums in der ganzen Regentschaft zur Ausführun gebracht werden wird. Vorläuftg werden wir den ed Ra E Ie diere 0E, è Mor F BUE an ihrem Schi>k- ) ung ihrer S Ü A Ziele führen g averei wird uns mit Gottes HÜlfe r haben diese Nachricht Euch allein mitgetheilt, da wir wis- e Man Quee T a Agen fiban diesen Gegenstand mmen. rhaltet Euch im uße Herrn.

Den 12. Regeb 1257 (6, September L O E E

Der Englische General: Konsul Sir Thomas Neade begab sich, in Begleitung des Vice : Konsuls Ferrier, des Kanzlers Lao Konsulats Santillona, des Herrn Richardson und des berühmten blinden Reisenden Herrn Holman, von Tunis nah Bardo, dem Palast der Bey's, um Muschir“ Baschur, Bey von Tunis, für den edeleu und menschenfreundlichen Entschluß, in seinem

nung der Kammer erschienene Schrift fast vermuthen läßt, daß man fie gewissermaßen als das Programm dieser Partei angesehen wissen wollte. Den Konservativen fet der Verfasser die gesammte Opposition entgegen, die, ungeachtet der in ihr bestehenden entschie- den entgegengeseßten politischen Richtungen, hier unter dem Namen „der Partei des Fortschrittes“‘zu einer einzigen Gemeinde vereinigt wird, Diese Partei des Fortschrittes hateinen Boden, in dem sie wurzelt, näm- lich das liberale Prinzip; und um zu beweisen, daß bie fonservative Partei des Prinzipes überhaupt ermangele, wird eine geistreiche Vergleichung angestellt zwischen ihr und den Tories Englands, um dann aus den verschiedenen Zuständen beider folgern zu können, daß die Tories einen natúrlichen Boden haben, auf dem sie fußen und der ihre reale Existenz begrúndet , die Konservativen dagegen a Ra der ngisden Whigs mit der Framzdsi:

s ei des Fortschrittes“ S i

ersteren m4 d fällt hingegen zum Nachtheile der

as aber den Verfasser vornehmlich veranlaßt hat, diese Pa- rallele zroischen den in beiden Nationen I U Parteien zu ziehen, is der Umstand, daß er wahrgenommen, daß „die Konservativen sich wieder um die Person des Königs gesam: melt und sich eng an sie angeschlossen haben“: ein Umstand, der allerdings begründet ist, insofern diese Partei einem aou: vernementalen Prinzipe folgt, das in der Aufrechterhaltung der Würde des Königthums eine Bürgschaft sieht für die friedlich sich gestaltende Entwi>kelung der Nation und das Vertrauen der mit ihr M T:

„Es nicht shwer, zu erkennen“, sagt der Verfasser, „wo: her diese Nothwendigkeit des Doreleithea 46 der Br wo: der in diesem Punkte zwischen Frankreih und England besteht, kommen: die Englischen Tories bestehen durch sich selbst und brau: chen feiner fremden Stüße. Sie kümmern sih wenig um den

Gebiete den Sklaven: Handel ab{üs{äffe r i- sehen Nesidenten U omi] usen, dea Dank des Engli- er Dey empfing die Englische Deputation in seinem Au- dienz-Saale, in Gegenwart des Veviires. Raffo, Miniteen pre auswärtigen Angelegenheiten und des Herrn Bo o, Ministers der Angelegenheiten der in Tunis wohnenden Europäer und der mei- ° übrigen Minisker. Der Audienz-Saal, welcher 200,000 ollars gefostet hat, ist prachtvoll ausgeshmü>t; die Verzierun-

gen der Möbel bestehen aus Gold und Elfenbei ie Mitglie- der der Deputation mußten sich neben E R ave R alien O E E y war, las der Minister der gen Angelegenheiten die in da j : fumente und Gi L Si ude vor, s Arabische überseßten Do- err Richardson wünscht in seiner Adresse dem Bey im Na- men der Englischen Kaufleute und Geme a, Malta, Gozzo, Gibraltar, Florenz, Livorno, Neapel, Smyrna und Tripoli Glü> dazu, daß er vorläufige Maßregeln zur Abschaffung der Sklaverei in seinen Staaten ergriffen habe, und er \<loß mit den Worten: ¿Wir sind glü>lich, zu erfahren, daß die aufgeklärten Französischen Philanthropen Jhnen ebenfalls zu Jhrem edlen Entschlusse Glück vgs haben. Alle Rivalitäten müssen verschwinden, wenn es ich um eine so große Maßregel der Humanität handelt.“ Während diese Glü>wüÜünsche verlesen wurden, war der Bey ete L 400 mene Dee man ihn, indem er die Hand | [s Herz legte, theils in Ara er, theils in Jtalieni sagen: „Zch that es von Herzen its d O | Der Bey dankte Herrn Richardson für die Mühe, die er bei | Entwerfung der U Ne: Jch erkenne“, sagte er, „die große | Ehre an, die mir zu Theil geworden i, J< werde jede Gele- | genheit zur Verbesserung des Zustandes der Schwarzen in Afrika | ergreifen, Jch habe mit VergnÜgen angefangen, den Sklavenhan- del abzuschaffen, und werde nicht aufhdren, an dem großen Werke der Emancipation zu arbeiten, als bis die Sklaverei in meinem Gn velig ri «dage ist,“

s Herr Holman einige Zeilen mit seinem Apparat geschrie- ben hatte, rief der Bey aus: „Welches Wunder! Dieser: Meng | ist ein Heiliger, er wird von Gott bes<hüst!“ Auch mit Herrn Reade unterhielt er sich sehr freundlich. L

Die Antwort des Bey's auf die Adresse der Deputation lau- | tet fo A O

,„Rubm sey Gott! Der Diener Gottes i Ba- \<hour Bey, souverainer Fürst des Gebietes LirGe O e, Engländern, die sih zur Veredlung des Menschengeschlehts in der Stadt und dem Lande vereinigt haben. Gott verleihe ihnen Ehre !//

Wir haben das Schreiben erhalten, welches Fhr uns durch den ehrenwerthen Richardson übersandt habt, um Uns wegen der Maßregeln Glück zu wünschen, die wir ergriffen haben zum Ruhm der Welt und um den Menschen vom Thiere zu unterscheiden! Euer Schreiben hat uns mit Freude und Genugthuung erfüllt. i “M a Lufeete gnt bei in unseren Bemübungen und gestatte uns, | A ne A nungen zu erreichen, und mdge unser Herz ihm

teben dget Jhr stets unter dem Schuße des allmächtigen Gottes |

Sidi ben Ayed, eine der angesehensten

Ben's, ift ein mücdtiger Bundesgenosse der Freunde der Aesehas averei gewesen und war ei c

allen seinen Sklaven die Freiheit gab. einer der Ersten, der fast

emphingen, obne sie d rsegen, da die Jealieni d Fran: jbsitde Sprache in der Levante und in C Bar a rinen

Parteien wollte der Verfasser das Terrain gewinnen,

Ihron, sie behaupten, diesem gegenüber, eine Unabhängigkeit, sie haben für denselben weder unterwürfige Ergebenheit no< schuldige Erkenntlichkeit. Wenn das Königthum zu ihnen kommt, so men sie es viel mehr als ihren Verbündeten, denn als ihren Herrn auf; sie unterhandeln mit ihm von Stufe zu Stufe, einigen ihre Stärke mit der seinigen und theilen im Namen der Biligkeit das gemeinsame Benefiz. Die Whigs hingegen sind in einer ganz an: deren Lage. Auch sie haben Theil an der Aristokratie: sie sind weder das Produkt noch die Vertreter der Volksmassen, und jen: seits der Gränzen, die sie sich gezeichnet, ist ein weites Feld, das die Radikalen einnehmen, die man wahrlih nicht mit unseren Demagogen vermischen muß. Diese Leßteren kdnnen allein den Tories entsprechen, weil sie entschieden von ihnen ge- trennt sind und ihre Lehren wie ihre Grundsâbe aus einer eigenthümlichen Quelle schöpfen. Dem Episkopat gegenüber sind sie Philosophen und auf dem politischen Gebiete Anhänger einer freien und vollständigen Egalität; sie fraternisiren mit den Jr: ländern, und Feinde aristokratischer Privilegien, müssen sie das Monopol des Grundbesißes und der Zndustrie bekämpfen.“

„Die Tories haben unermeßlihe Mittel, durch welche sie

- -

| wirken. Sie nehmen alle Emporkömmlinge in si< auf und wei , , . ro {- | sen ihnen ihren bestimmten Rang an, so daß sie sich R

verstärken, je nachdem sie das Volk ihrer Häupter berauben, Sie entfronen und enthaupten die demokratische Partei. Gewöhnlich erkennen die neu in den Orden Aufgenommenen diese Be Unstis gungen mit Uebertreibung an, und es scheint, als wollten fie sih durch die Heftigkeit ihres Eifers von jedem erniedrigenden Anden: fen reinigen. Sind sie nun große Herren geworden, so theilen sie mit ihren Erstgebornen die s{<were, aber gewaltig gestÜßte Last des aristokratischen Gebäudes. Da sie übereinstimmend :1 Werke gehen, so erhalten sie die Gutspächter in einer Art van Dienstbarkeit, bringen die National-Jndustrie dur< Verbote oder gesteigerte Taxen an ih und verschaffen sich zu gleicher Zeit den Handel dadurch, daß sie stufenweise und ununterbrod,en neue Aus: (ad R ce) Donn Angriffen seßen sie die mäch: i ort der wachsenden Größe ent i nen Bn vedandte: E e „Die Lage der Whigs is bei weitem nicht Unstig ; haben nicht die tiefen Wurzeln, welche in der Semi N

| senkt liegen, und es fehlen ihnen die von den Radikalen ausge:

angenen Doktrinen, welche, die Politik auf eine moralische Wis- senschaft zurü>führend, die Jnstitutionen Le einigen R klaren, entschiedenen, der gebietenden Wahrheit entlehnten Axiomen ableiten. Die Whigs halten an dem Bestehenden, wollen aber auch unaufhörlich verbessern ; ihr Jrrthum besteht darin, daß es sie nicht besonders kümmert, ob ihre Reformen auch nicht mit der alten politischen Ordnung unvereinbar sind. Während ihre Gegner die Unverleßbarkeit der Constitution, an der so viele Jnteressen dängen, zum Wahlspruche nehmen, begnügen sie sich damit, von ag zu Tag Maßregeln vorzuschlagen, die aus keinem System hervor-

gehen, die nur eine gewisse liberale Farbe haben, und die ihre Stärke weder aus dem Ansehen einer glorreichen Vergangenheit,

Gegeben zu Tunis, 26. Dy Elsojah 1257 (9, Februar 1842). | A aus dem Verführerischen eines radikalen Planes ziehen. Die

higs scheinen eine Partei des Ueberganges; sie würden fast alle

in die gemäßigten Nüancen der Tories und der Radikalen eintre- ten, und wenn die Gefahr vorhanden, entspricht ihre Stimme nit dem weiten und treuen Echo, welches auf den Schrei einer gro- ßen und nationalen Masse folgt.“

lischen

Durch die Vorausschi>ung der Darstellung Le