1842 / 108 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

cih, Sir Robert Peel solle sî< im voraus zur Unter- camdte Ian A E verpflichten, was dieser jedoch ablehnte.

Herr Wakley äußerte sein Bedauern darüber, daß sich irgend Femand von der Opposition gefunden habe, der einer Beschränkung des Petitionsrechtes das Wort rede, und erinnerte daran , daß man die Reform-Bill und die Emancipation der Katholiken hauptsächlich den zahlreichen Petitionen zu Gunsten dieser beiden Maßregeln

verdanke. Darauf wurde diese Debatte bis zum Uten vertagt. Nach einer Verhandlung über cinen von Herrn Wason eingebrachten,

schließlih aber zurü>genommenen Antrag úbec die Einrichtung in |

den Ausschüssen des Hauses schritt man dann endlich zu der Fort: ebung der Diskussion über die Einfommen-:Steuer.

Herr Brotherton erklärte diese Steuer für ungerecht und un- ndthig und wollte jedenfalls das Vermdgen selbst, nicht das Einkom- men, besteuert wissen.

Der entgegengeseßten Ansicht war Obers Wood, welcher darzu- }

thun suchte, daß die Steuer nicht mehr als 200/000 Menschen tref- fen werde, und zwar die reichere Klasse der Bevdlkerung, welche die Steuer am besten zu tragen im Stande wäre. Er berief sich zu dem

isd F 1815, als die Bevôòl- Zwe> auf statistische Angaben aus dem Fahre masse vou 1412 Millionen Pfo, roozu noch 52 Jahre Zinsen, die

kerung des Landes nur 18,500,000 Scelen betrug. Damals fanden sich von den Grundbesißern nur 42,062 und vom Handelsstande und anderen Professionen nur 77/682 Fndividuen zu der Steuer zugezogen.

Capitain Mangles sprach sich besonders gegen die Uebertrei- bungen aus, welche sich die ministerielle Partei in thren Schilderun-

en von der Lage der Dinge in Ostindien und Central-Asien erlaubt have, um die außerordentliche Maßregel der Einkommen-Steuer zu re<tfertigen. Unfälle umfassender Art scyen in den von England in Ostindien geführten Kriegen von ie her nichts Seltenes gewesen, aber no< niemals habe man darin die Begründung solcher für die äußersten Nothfälle vorbehaltenen Maßnahmen erbli>ken wollen. Sicherlich könne man auch die neueste Niederlage nicht mit den Un- Res vergleichen wollen, die zu wiederholten Malen in dem Ameri- anischen Unabhängigkeits - Kriege sich ereignet. Was die von Sir Robert Peel bei Einbringung des Antrages auf die Einkommen- Steuer mit in Betracht gezogenen Finanzen Ostindiens betreffe, o brauche man nur einen Vergleich mit den Finanzen während der ruhmvollen Periode des General - Gouvernements Lord Wellesley's anzustellen, um von den übertriebenen Beforgwisien zurückzukommen. Fm Jahre 1797 habe sich die Schuld der Ostindischen Compagnie auf nur 17/059,192 Pfd. belaufen, im Fahre 1805, am Schlusse der Verwaltung Lord Wellesley?s, aber 31,638,827 Pfd. betragen.

Herr Harcourt Vernon unterstüßte Sir Robert Peel's Vor- schläge, deprezirte aber alle Versuche, die Britische Herrschaft in Asien zu erweitern, und wies auf die drohenden Verhältnisse zu den Ver- cinigten Staaten hin, von denen er mehr Gefahr erwartete, als von Seiten Rußlands. A

Herr Charles Buller sprach gegen die ministerielle Maßregel und benußte die Gelegenheit, um die Politik der vorigen Minister in den Asiatischen Angelegenheiten zu vertheidigen, die Úberdies die still- shweigende (Benehmmgung der Tories, als diese sich in der Opposition befanden, ‘erhalten habe, i

Herr Buller spra<h no< um 11 Uhr, als die Korrespondenz nach dem Kontinent auf die Post gegeben werden mußte. Die

Abstimmung wurde erst spät erwartet.

London, 12. April. Geskern Nachmittag hatten der Lord- mayor und mehrere Mitglieder der Londoner unizipalität eine Audienz bei der Königin, um Jhrer Majestät eine vom Gemeinde- Rathe der City angenommene Bittschrift zu Überreichen, worin die Königin ersucht wird, jeder Steuer auf Lebensmittel ihre Geneh: migung zu versagen. ;

Ueber die Stellung, welche Sir R. Peel zwischen den To- ries und Whigs einnimmt, bemerkt die gestrige Morning Chronicle: 7

„Die Korn-Bill ist im Unterhause durchgegangen, und die Ein- kommen - Steuer wird nicht länger diskutirt werden. Dagegen wird jeßt dexr neue Tarif und dann das Armen-Geseß vor das Unier- haus kommen. Bei beiden Maßregeln wird die Regierung von der großen Masse der liberalen Opposition unterstüßt werden. Diese Un-

terstühßung wird man ihr gern und kräftig gewähren, und vermittelst | es dahin zu bringen, da | macht würde, und schmeichelt sich, da Kabinet seinem Sturze nahe seyn dürfte; es ist aber zu vermu-:- | then, daß sie hierin irrt; denn allem Anschein nach stand das Mi- | nisterium noch ‘nie auf festeren Füßen, als jeßt, Die Minister, | welche angeseindet werden, sind Herr de Briey, Minister der aus- wärtigen

öffentlichen Bauten. Es is fast nicht zu bezweifeln, daß Leßterer | bald seinen neuen Tarif für den Transport der Waaren auf der | Eisenbahn wieder wird einziehen müssen, da von allen Seiten ge- |

i i N E A « ; rechte Klagen einlaufen, und bereits Vorkehrungen getroffen wer: | die Geschäfte mit auswärtigen Wechseln bedeutend vermehrt. Auch

ewöhnliche Frachten, deren schon manche | die Geschäfte gegen hypothekarische

derselben wird Sir R. Peel wahrscheinlich diese Maßregeln mit cinem

eben so ununterbrochenen als leichten Erfolg durchbringen, als seine |

\{le<ten Maßregeln. Aber er wird des Beistandes der Opposition gewiß bedürfen. Die kräftigste Unterstüßung der Liberalen wird er- forderlich seyn, um ihn in den Stand zu seßen, seinen Tarif durch- zubringen. Die beshüßten Fnteressen bringen alle ihre Kräfte gegen thn auf.

uster , Bergleute, Handshuhmacher und Kanadische meinen Schiffbruch zu retten. Am furchtbarsten sind aber die Land- wirthe, welche, troß ihres Korngesehes, bei der Verringerung des Schußes für ihr Holz, ihre Fischereien und andere Dinge erschrocten sind. Fa, selbsi im Schoße des Cagïlton-Klubs soll eine Revolution ausgebrochen scyn. Es heißt, daß am Mittwoch oder Donnerstag cine Versammlung stattfand, welche von 60 oder, nach anderen Be- richten, von 100 Parlaments-Mitgliedern besucht wurde. Groß war der Zorn des Comite’'s über diese {<mähliche Verleßung der Dis- ziplin, und die Anstifter der Versammlung werden mit angemessener Strafe bedroht. Aber die Versammlung wurde gchalten , und zehn bejahrte Hirten wurden abgesandt, um die Ansichten der Versamm- lung den Tyrannen von Downing - Street vorzulegen. Man sagt, daß die Abgeordneten am Freitag oder Sonnabend mit Sir R. Peel und Lord Ripon eine Utiterredang hatten, und die Antwort der

Minister war s eine Verweîigerung aller ihrer Forderungen.

Wir vernehmen, daß ) werden, um über fernere Schritte zu berathen.-/

Unter der Ueberschrift: „Neue Dampf-Fregatte, die größte in der Welt“ enthält das Mechanic's Magazine folgende Mit-

theilun

mannung von etwa 450 Köpfen ungerechnet 20 Kanonen vom \wersten Kaliber bestehen. als Wunder von Grèße preis, werden im Vergleich

. erfahren d j unseres Landes aLgonene Zufriedenheit A 8 u

o kr den, als durch Ausrüstung einer A z nen dr Alexandrien landen, in se<s Tagen K in weiteren neun Tagen Kurratschi an den Südtüsie en können. Jm Besiße einer solchen Dampfkraft nen Winkel auf der Erde, wohin der Britische Donner ae zeiti

daß ritanien auf diesem Wege eine Macht entwickeln welcher kein anderes Land sich auch nur anzunähern , viel t "ee

reichen könnte, um jeden Widerstand S machen. Ueberdies ist es eine unbesiceitbare mel j mit áhr zu wetteifern vermag. Seit Fahren wird in Frankreich di

| geben werden folge, sh mit aller Kraft widerseßen; auch sind aus vielen Haupt: |

Demunge: | Kontis und von 5,294,285 Rthlr. 25 Nar. 1 Pf. auf Kassa:

Oeffentliches Geschrei, Privat-BVorstellungen, Alles wird | Caen die verschiedenen Rubriken des freien Handels gerichtet,

Kauf- ; leute arbeiten en um ihre besonderen Fnteressen bei dem allge- |

e Verschwornen sich heute wieder versammeln

| 4, Februar d. | Geseße und den von der Militair-Kommission dazu gestellten An- | trägen betresfend, beschäftige. Da eine Modification dieser Geseße | fúr das ganze Land von großem Jnteresse ist, so wird es nicht | | unwillklommen seyn, wenn hier die Regierungs-Anträge, die von | | der Militair: Kommission dazu gemachten Anträge und die Be- | slússe der Kammer darüber (in ersker und zweiter Penang) | t

Die Admiralität hat Befehl zum Bau und zur Ausrüstung einer Damyf-Fregatte ertheilt, die alle seither auf dem Meere {wim- den an Grdße und Kraft übertreffen wird. Sie soll 650 Pferde- raft haben, 600 Tonnen Kohlen nebst Vorräthen und Lebensmitteln x 4 Monate einnehmen können und unter de C e E Be- a r 1000 Mann | Truppen darbieten. Jhr Geschüß wird, außer den Karonaden/ aus | er ¿¿Cyclops//, | ¡„Gorgon//, „¿Geysex/- und andere Dampfböte, die Aa jebi | it die- ser Fregatte zur Unkbedeutendheit herabsinken , indem das rößte | der N Dor E ce gdie Hülfte ihrer Grdße erreichen wird. Dee | rasche und nahdrü>li<e Vereogns vollendet und sceferti (n R | nen derartige Unfälle, wie sie uns jeht in Afghanistan L A baben, |

gutgemacht oder ihre Wiederkehr \o E \o sicher verhütet Tee Frieden solle au sofort die Entlassung verfügt werden.

| auch das achte Jahr angenommen, aber nur für den und auch dann nur für den Dienst im Jnnern; nach geschlossenem

ochen nach Eingang der Berichte aus © fh far o Mann

othen Meere und | e von Sind, errei- | gäbe es schwerlich

ens n | pfohlen und in beiden Berathungen angenommen.

a

Errichtung einer Dampfflotte mit Schiffen von 300, 400 und 500 Meran dekretirt, aber wo sind sie? Es ist notorisch, daß ganz rankreich nie im Stande war, cine Maschine, die etwas taugte, von mehr als 200 Pferdekraft hervorzubringen. // ' Ungeachtet der Erklärung des Kolonial-Ministers Lord Stanley

im Unterhause, daß die Regierung an keinen Versuch mit der |

Niger: Expedition denke, sagt der Morning Herald, eine Wie- derhelung derselben \ey nicht unwahrscheinlich. Nach Briefen aus Ascension vom 7. Februar war das Dampfboot „Albert“ am 28. Januar an dieser Jnsel angekommen. Neue Todesfälle waren mittlermeile an Bord nicht vorgekommen. Auch der „Wilberforce“ soll sich besser befinden, als seitdem er England verlassen. Unter diesen Umständen soll Capitain Allen gesonnen gewesen seyn, mit diesem Schiff und dem „Soudan“ im Monat März an die Küste von Afrika zurü>zufkehren und im April den Niger wieder hin-

| aufzufahren.

Gefkern wurde die Dividende für die neuen Spanischen Obli:

| gationen, welche gegen einen Theil der rüständigen Zins-Coupons | ausgetauscht worden sind, bezahlt, was ein Steigen jener Staats: |

Papiere zur Folge hatte. panien hat übrigens eine Schulden- 10 Millionen Pfd. betragen, so wie das diesjährige Defizit von

mehr als 662 Millionen Realen, zu rechnen sind.

Finanz-Maßregeln Sir Robert Peel's, welche in einer Woche 24,500 Unterschriften erhalten hat, ist gestern Abend dem Unter- hause vorgelegt worden. Personen von allen Farben, selbst viele Häupter ter Whig-Partei. Eine Gegenpetition, unterstüßt von Herrn Cobden und vom Verein

nahme gefunden. Der Birminghamer Verein gegen die Korn- geseße hat sich aufgeldst. Gegen die Einkommen- Steuer und die Einführung von Lebenómiteeln vom Auslande dauert die Agitation

zwar noch fort, indessen is dieselbe beschränkt und macht im Gan: |

en wenig Eindru>. Der Handelsfkand is unzufrieden mit der

Tarifs fortschreiten.

. z di mi), F j i i Dieser Tage werden 1704 Mann Truppen von Chatham nah | verpflichtet, in geeigneten Fällen thunlichst ju erleichtern. u

Ostindien eingeschifft werden.

Die Limeri> Chronicle meldet, der Herzog von Welling: | ton, obschon sonsk eben nicht weichmüthig, habe beim Eingange der | Nachrichten von den Unfällen in Afghanistan Thränen vergossen und erklärt, daß ihm weder aus eigener Erfahrung noch aus ge- schichtlicher Ueberlieferung ein Fall so ‘beklagenswerther Hiñopfe: | rung Britischer Truppen bekannt geworden sey.

Herr Joseph Hume, der bekanntlich bei den leßten Wahlen

durchgefallen war, ist nah Schottland abgereist, um sich bei der Parlamentswahl für die Fle>en des Distrikts Montrose zu melden.

Dem Plymouth Journal zufolge, beabsichtigt eine sehr

große Anzahl Familien in der Nähe von Torrington nach Ame- rika auszuwandern.

Durch Explosion einer Steinkohlen - Mine in der Nähe von

S toport sind wieder 17 Menschen ums Leben gekommen.

Belgien. Brüssel, 12. April. Die Wieder-Eröffnung der Sißungen der

Repräsentanten-Kammer nach den Osterferien geschieht ‘heute, und |

zwar durch einen Geseß Vorschlag, der viel Zeit wegnehmen und | Z Ngar. 7 Pf.,, wozu noch die Prolongationen der Pfänder mit

heftige Verhandlungen verursachen wird, nämlich über die von dem Ministerium vorgeschlagenen Veränderungen im Geseke der

meistern und R: worin dem Könige eine ‘freiere Hand ge- soll. Die liberale Partei wird, ihren Blättern zu-

orten Bittschriften gegen das neue Geseß eingegangen. achtet aber wird das Ministerium, welches die Geistlichkeit auf seiner Seite hat, die Ee durchsezen. Die Opposition wünscht

alsdann das Nothombsche

ngelegenheiten, und Herr Desmaisieres, inister der

den, sich der Uebertheuerungen dieses Tarifs durch Versendungen

zu Wasser und durch von neuem eingerichtet sind, zu entziehen.

Der Senat ist noch immer in geheimen Sißungen mit dem Geseß - Entwurfe über Entschädigungen beschäftigt.

rungen der Eigenthümer mehrerer Ländereien, Polder genannt, be- trifft. Jndessen da die Haupt-Bestimmungen des Geseßes so an- nommen werden, wie die Repräsentanten: ammer sie bestimmt, so wird auch diese Kammer, wenn das Geseß zurü>gesendet werden sollte, feine neue Schwierigkeiten dagegen erheben.

Deutsche Bundesstaaten. Hannover, 14. April. (Hamb. K.) Die zweite Kammer hat sich die lesten Tage nur mit dem Königl. Schreiben vom R die Modificationen der Militair - Aushebungs-

(nach den offiziellen Landtags-Mittheilungen) zusammehngeste werden. Die Regierung hatte in dem Königl. Schreiben vom 4. Februar folgende 10 Propositionen aufgestellt :

1. Festseßung der Dienskzeit auf sieben Jahre, Die Kom: mission hatte sieben Jahre nicht für genügend MRi und Fest: seßung der Dlnfgeie auf adt Jovre beantragt. Jn erster Bera-

hatte die Kammer den Kommissions:Antrag abgelehnt, den

thun der Régiétarig angenommen. Ja zweiter Pra g aber wurde eines Krieges

2, Beginn der Militairpflichtigkeit mit dem 21lfken (skatt dem sten) Lebensjahre; von der Kommission empfohlen, aber in erster sowohl, als in zweiter Berathung geht.

3. Bildung eines Friedens - Ergänzungs : Etats zur Ersezung der entstehenden zufälligen Vakanzen; von der Kommission em- pfohlen, in erster Berathung angenommen, in zweiter abgelehnt.

4. Besebung der zufälligen Vakanzen, lediglich durch solche

dividuen , welche einschließlich des Kriegs-Reservejahres winde- oh 5 Johre dienstpflichtig sind; von der Kom n em-

| stimmungen (Art. 7 und 56) des Militair- | Über die Dienstpflicht der nicht im regelmäßigen Alter der Mili: | tairpflichtigfeit befindlichen Unterthanen; von der Kommission

Eine Petition der Kaufleute in Manchester zu Gunsten der | empfohlen und angenommen.

Unter den Unterschriften bemerkt man | F ahin: die Regierung zu ermächtigen, die Juden „bis auf weitere

diese Frage p einer Kabinets-Frage 9e: | d ¿x Bank wurde die nunmehr eingeführte feste Wechsel-Valuta an-

Es haben | manche Punkte Schwierigkeiten gefunden, zumal was die Forde- |

| gender Wei

5, Bestimmung, daß die Stellvertreter bis zum resp. vollen- deten 32sten Lebensjahre genommen werden können; von der Kom: mission empfohlen und in beiden Berathungen angenommen.

6, Aenderung der Bestimmung, nah welcher „in Friedens- zeiten ein Jeder im Laufe des Jahres, in welchem er die regel: mäßige D beendet hat, das Recht haben soll, seine ihm nicht zu verweigernde Entlassung zu Bie dahin, daß dies nur in „gewöhnlichen Friedenszeiten“ möglih seyn soll, Der Kom- missions:Antrag: RKestriction des Rechts, die Entlassung nah ab- geleisteter Pflicht zu fordern, ward in beiden Berathungen an- n h flich der berei stellten Militairpflich

da erpflichtung der bereits eingestellten tairpflichtigen, nah Ablauf ihrer ordinairen sechsjähri en (resp. fún ährigen) Dienstzeit no< ein Jahr in die Kriegs-Reserve einzutreten; von der Kommission empfohlen und angenommen, jedoch mit dem An- trage eines Mitgliedes: daß im Begleitungs - Schreiben die Vor-

| ausseßung geäußert werde, daß die kontraktliche Verpflichtung der

Stellvertreter dadurch nicht erschwert werde. 8, Aufhebung der betreffenden, sumele nes Be: hebungs-Gesetes

des Landes - Verfassungs : Geseßes) nicht zur Militairpflicht heran-

9, Ermächtigung der Regierung, die Puden (gegen fe 33, zuziehen; in erster Berathung angenommen mit der Verbe

erung

ständische Anträge“ zur Militairpflicht nicht heranzuziehen ; in zwei-

a : gegen die Korngeseße, ist auch im Gange, hat aber bis-jeßt wenig Aufs: | ter Berathung ward aber diese Proposition pure abgelehnt

10. Beschränkung der Unwürdigkeit zum Militairdienste le- diglich auf diejenigen Unterthanen, welche mit einer im Kriminal: Geseßbuche vom 8. u ps 1840 bestimmten, {weren Strafe be- legt worden. Jn beiden Berathungen angenommen.

Daneben hatte die Militair: Kommission noch beantragt, im

“angsamkeit, mit welcher die Parlaments : Arbeiten in Betreff des | Be leicungs:SHrelben folgende Wänsche, und Bargusseßungen zu

ußern: a) Die Entlassung derjenigen, welche noch zum Wiedereintritt

þ) Eben so Erleichterung der Beurlau ngen ins Ausland. c) Der Regierung zu empfehlen, daß diejenigen, welche bei der Untersuchung für diensitüchtig befunden werden, nicht nachher

| bei der Einstellung als zu schwach verworfen werden dürfen, we- | nigstens nur in wirklich dringenden Fällen.

Dann hatte noch ein Mitglied bei der Berathung für das

| Begleitungsschreiben den Anétrag gestellt, die E u ersu- | chen: Seefahrer, wenn sie drei Jahre (statt wie bisher fünf

Jahre) gefahren, in die Reserve zu seßen, Sowohl dieser Antrag, als die Kommissions - Anträge 2, þ und c wurden in beiden Bera- thungen angenommen. Endlich ward die ganze Proposition (des Königlichen Schreibens vom 4. Februar) angenommen.

A Leipzig, 16. April. Am 5ten d. M. hielt die Actien- Gesellschaft der Mlesiaen Bank ihre fünfte General-Versammlung. Die Berbaudlungen derselben, welche auch gedru>t worden sind, eben über die Verhältnisse der Bank im verflossenen Geschäfts: jahre folgende Aufschlüsse.

Der Geldumsaß hat sich belaufen auf: 10,798,785 Rthlr.

2,709,354 Rthlr. kamen, was eine Totalsumme von 13,508,139 Rthlr.

Munizipal-Verwaltungen, hinsichtlih der Ernennung von Bürger- | 8 Nar. 7 Pf. ergiebt.

er Umsaß auf Kassa- Konto betrug in dem vergangenen

| Rechnungsjahre 12,621,676 Rthlr. 3 Pf. Es stellt sich demnach | ein vermehrter Umsaß pes das zweite Rechnungsjahr von r.

2,006,490 Rthlr. 1 N f, auf den genannten verschiedenen Konto dar. Als eine wesentliche Ursache des erweiterten Wirkungskreises

gegeben, durch welche es möglich geworden, mit mehreren Wech- selpläßen, die in gleicher Valuta verkehren, in ausgedehnterer Weise als früher ju arbeiten. Die Diskontirung hiesiger Wechsel und die Vorschuß-Geschäfte gegen Unterpfand von Staatspapieren und Actien haben sich einigermaßen vermindert, was der Vortrag des

| Vorsißenden dem Umstande zuschreibt, daß die Leipzig - Dresdener

Eisenbahn-Actien, welche noch vor kurzem einen Hauptpfand - Ge: enstand abgeben, mehr aus den Händen der Spekulanten in die: jenigen der Kapitalisten übergegangen seyen, Dagegen haben sich

icherheit haben eine Ausdeh- nung erfahren, was eben \o sehr im Jnteresse des allgemeinen Verkehrs, als in dem der Bank, als ein erfreulicher Umstand zu betrachten ist. Die Circulation der Moten dagegen hat auch im verwichenen Jahre nicht den gewünschten und für die ge- deihliche Wirksamkeit des Instituts nothwendigen Fortgang gehabt. Das Maximum des Noten-Umlaufs betrug am 1. Juni 1841 926,180 Rthlr., das Minimum am 1. März 1841 332,980 Rthlr., was einen durchschnittlichen Umlauf von nur 600,000 Rthlr. ergiebt, Es sind in dem Jahre 1841 nur 641,340 Rthlr. baares Geld gegen Banknoten eingetauscht, dagegen 1,832,040 Rthlr.

| Banknoten mit baarem Gelde eingeldst worden. Als einen haupt:

sâchlichen Grund dieses beschränkten Gebrauchs der Banknoten giebt der Vorsißende den Umstand an, daß es der Bank nicht ge- stattet ist, kleinere Appoints (unter 20 Rthlr.) auszugeben. Das

| Direktorium ist daher gewillt, nochmals bei der Staats-Regierung

und den Ständen um Aufhebung dieser Beschränkung anzutra- en, eine Ansicht, welche auch von der General-Versammlung ent- chieden getheilt ward. Demnächst kündete der Vorsißende die wseflehanne Eróffnung einer Zweigbank in Chemniß an. Der Statuten-Entwurf einer solchen if von dem Direktorium und Ausschuß entworfen und, im Auftrage des Ministeriums des Jn- nern, dem Vorstande des Ahemnher Handels- und Fabrik standes mitgetheilt worden, um dessen Bemerkungen darüber zu hören. Das Fortbestehen der zu errichtenden Zweigbank soll, nah der Ansicht des Direktoriums und des Ausschusses, an die Bedingung efaupft werden, daß dieselbe sich nach Ablauf von zwet Geschäfts: ahren als sich selbst erhaltend bewähre. Die Vertheilung des reinen Gewinnstes der Bank vom dritten Rechnungs-ZJahre soll, nach dem Antrage des Direktoriums und Ausschusses und mit der hierauf erfolgten Genehmigung der General-Versammlung, in fol: f stattfinden : gr. 6 Pf. à 25 pCt. auf Reserve-Konto nach F. 11 _ 5 Dividende à 24 E pro g , 5 -: Gratification à pCt. von 18,232 R r. 43 Nar. 6 Pf. an den. vollzie- e

hen n Direktor. 8: 1 - Dergl. p 7 pCt. 18,232 Rthlr, 43 Ngr. 6 Pf. an die 6 verwaltenden Di-

6,077 Rthlr. 14 16500 : - 364 19 -

1,276

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Fraukfurt a. M., 15. April. Se. Durchlaucht der Herzog -von Nassau gab dem nah Wien zurü>fehrenden rinzen Nifolaus Esterhazy vorgestern das Geleite hierher und ice gestern Morgen na Hoheit der Kurfürst von Hessen ist noch hier anwesend, wird auch \<hwerli< seine Sommer- Residenz in Hanau nehmen.

Die Sißungen der Bundes: Versammlung bleiben vorerst noch ausgeseßt, auch werden die abwesenden Herren Bundestags: Gesandten wohl nicht vor Anfang des Mai hier zurü> p. Der Königl. Preußische Obersk, Herr von Radowig, wird in nächster Woche hier zurü>erwartet, und noch einige Zeit hier verweilen, bevor er sih auf seinen Gesandtschaftsposten begiebt. H

Unsere Börse zeigte zwar in dieser Woche große Lebhaftigkeit, doch verfolgten die Fonds zum Theil seit gestern eine rÚ>gängige Bewegung. Dieses gilt namentlich von den Holländischen Effekten, die von Amsterdam seit einigen Tagen niedriger kommen. Ardoins waren heute auch flauer, unterliegen indessen im Ganzen keiner großen Wandlung. Jn den Oesterreichischen Gattungen wurde in den leßteren Tagen wenig umgeseßzt. Heute waren sie indessen etwas beliebter, die 5proc. Metalliques notirten 1097,proc., Wiener Bank-Actien 1988. Die Taunus: Eisenbahn-Actien sind seit vor- gestern durch die Bemühungen der Baissiers im Weichen begrif- fen, blieben heute 3825 Fl., gehen aber gewiß bald wieder in die Höhe, da sich viel Liebhaberei darin zeigt und das Geld bald auf 2 pCt. stehen wird. Unsere Messe geht morgen auch im Klein: handel zu Ende und war in dieser Woche nicht belebt, wie es bei der unfreundlichen, dur< anhaltenden Nordost erzeugten Witte- rung auch nicht anders der Fall seyn fonnte. Wenn wir die un-

ünstigen Meßberichte aus Leipzig lesen, dürfen wir aber mit dem tesultat unserer Ostermesse im Großhandel schon zufrieden seyn. Die Luxemburger Leder: Fabrikanten haben ihr Leder meistens an hiesige Lederhändler abgeseßt, die, um sih den Preis ihrer frühe: ren Einkäufe nicht zu verderben, gewissermaßen gezwungen waren, zu faufen. Jn der Eisenbahn: Fra e hat sich nichts Neues er- geben; Großherzoglich Hessischerseits hat man freilich die Jnitiative darin ergriffen, doch bewahrt man von allen Seiten großes Ge- heimniß darüber, wahrscheinli<h um bei dem einen oder anderen Partikular-Jnteresse nicht vor der Zeit anzustoßen.

Schweiz.

Basel, 13. April. (Schweizer Bl.) Jn einem Schreiben des Großherzoglichen Badischen Ministeriums erhält die Regierung von Basel die Anzeige, daß es sich bei dem gegenwärtigen weit- vorgeschrittenen Stand der Arbeiten zu der Eisenbahn durch das Großherzogthum um Entscheidung der Frage handle, ob die Bahn ihren Endpunkt an den Gränzen der Schweiz, etwa in Lörrach, erhalten oder ob sie bis Basel fortgeführt werden solle. Behufs des leßten Projekts wird die baldige Ankunft eines Abgeordneten des Tin Geheimen Raths von Re>, angekündigt, der Über alle diese Eisenbahn-:Angelegenheit betreffenden Punkte mit der hiesigen Behörde Rü>sprache nehmen soll.

Jtalienu.

Nom, 4. April. Gestern hat Se. Königl. Hoheit der Prinz Luitpold von Bayern Rom, nach einem Aufenthalt von vier Mo- naten, verlassen. |

Die Besißnahme der Titularkirhe S. Agostino durch den Fürsten Erzbischof von Salzburg, Kardinal Schwarzenberg, erfolgte gestern mit dem größtmöglichen kirchlichen Glanz, wobei Se. Emi- nenz eine Lateinische Allocution .an die versammelte Geistlichkeit dieser Kirche hielÇ, Dem Vernehmen nach ist dem aus der Liste der Prâlaten gestrichenen Herrn Amici nun die Weisung zugekom- men, Rom und die Römischen Staaten auf immer zu verlassen.

Ein Beamter aus Chili, der gegenwärtig hier ist, hat nahe an 200 aus Spanien vertriebene Geistliche veranlaßt, nah Chili und Buenos-Ayres zu gehen, wo durch die vieljährigen Kriege ein solcher Mangel an Geistlichen eingetreten ist, daß schon lange in vielen Kirchen kein Gottesdienst mehr gehalten werden kann.

Spauien.

Madrid, 6. April. Jn der heutigen Sibung der Deputktirten- Kammer richtete Herr Sanchez Silva die von ihm bereits vor einiger Zeit angekündigte Jnterpellation wegen eines angeblich Ab tfcdéti Spanien und England abzuschließenden Handels-Vertrags an die Minister. Der Conseils-Präsident, Herr Gonzalez, erwie- derte, daß an den in Bezug auf diesen Gegenstand umlaufenden Gerüchten nur so viel wahr sey, daß die Spanische Regierung bemüht gewesen sey, für die in England eingeführten Spanischen Waaren so große Vortheile wie möglich zu erlangen, ohne deshalb die allgemeinen Jnteressen des Landes aufzuopfern.

Portugal.

Líssabou, 4. April. Zonlignor Capaccini hatte das Breve, welches ihn ermächtigt, den Papst bei der Taufe des neugebornen Prinzen als Pathe zu repräsentiren, erhalten, und man erwartet nun bald die feierliche Abhaltung des Taufaktes.

Die neue National: Garde is in der Bildung begriffen.

__ Die beiden Bevollmächtigten, Herzog von Palmella und Lord Howard de Walden, die den Handelstraktat zwischen England und Portugal zum Schluß bringen sollen, haben sich den Finanz:Mi- nister Baron Fayal zugesellt, der ihnen bei der Regulirung des Minimums und Maximums in der Reduction der Zölle mit sei- nem Rathe behülflich seyn soll. Die Berechnungen hinsichtlich der Veränderungen in den Zoll-Ansäben, welche von Seiten Englands vorgeschlagen sind, sind beendigt und sollen kompetenten Gewährs- männern vorgelegt werden, und nachdem dieses beseitigt seyn wird, L VEL A Mideiea uod D U Zu so schleuniger erfol-

, on Vadeira un orto Borstellungen zu : selben eingegangen sind. Aen n Wiiüsten Des

Moldau uud Wallachei.

Das Siebenbärger Wochenblatt meldet aus Braila vom 2. März: „Eine am 22sten v. M, hier ausgebrochene Meu- terei hâtte sich furchtbarer als man für den ersten Augenbli> zu ergründen verniögend is, nicht nur für unsere Stadt, sondern au für die angränzenden Provinzen gestalten müssen, wäre es den Meuterern gelungen, ihre Absicht auszuführen. Es hätte den Kaufleuten cine Contribution von 2400 Dukaten und circa 100,000 Jermeliques 1 Fl. 50 Kr, C. M.) auferlegt, die Kaserne über: rumpelt und angezündet, und um die Unordnung no< mehr zu vergrößern, die Sturmglo>ken durch die Jnsurgenten oder bente

uber geläutet werden sollen. Es giebt hier viele Leute niederer Klasse, Griechen, Bulgaren, Serben, welche in früheren Jahren sehr g hiesigen Handel gewonnen haben und daher an ein gutes Le- en gewohnt gewesen sind; diese sahen sh durch den vorjährigen wachen Negoz sehr betheiligt, wollen aber doch von der gewohn- a, Lebensweise nicht ablassen; es is ganz wahrscheinlich, daß iese in Morülisiper Bildung sehr weit zurü>skehenden Menschen sich alle in der Absicht, auf leichte Weise zu Geld zu gelangen, den e’terern angeschlossen hätten, so daß ihr Haufe hier auf mehr

Wiesbaden zurü>. Se. Königliche |

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denn tausend Personen hâtte anwachsen können. Sie wären so im Stande gewesen, au<h Galaß zu brandschaben, sih mit dem dor-

| tigen vielen Gesindel zu verbinden, und sonah in einer Anzahl von gewiß mehr als 2000 Personen die Donau zu überschreiten. | | Bei der ohnehin aufgereizten Stimmung der Bulgaren gegen die | | Türken, wäre | der Revolte von neuem zur fur<htbaren Flamme in jenen | Gegenden anzufachen. Doch all diesem Unheil ist, der Vorsehung

es sonach ein leichtes gewesen, den Funken

sey es gedankt, durch die kräftigen Maßregeln, welche im rechten

Augenbli>e dur< Oberst von Jacobson getroffen wurden, vorge- |

beugt. Hâtte derselbe zu früh auffallende Mittel zur Verhütung der schon etliche Tage vorher von Einigen besorgten Meuterei an-

gewandt, so wären die Meuterer dnrch ihre Spione unfehlbar |

davon benachrichtigt worden, hätten sih heimlich zerstreut, und man hâtte der Sache nicht auf die wahre Spur zu kommen ver-

mocht; indem aber die Emeute wirkli< ausbrah und man die | seyn, die i | den sind? Hat sie nicht 1814 und 1815 die Niederlage Frank:

Theilnehmer auf frischer That ertappte, ist ein großer Fortschritt

zur Entde>kung des Komplotts in seinem ganzen Umfange gethan | rei 9 | würde?

und kann fráftig allen ferneren Umtrieben entgegengearbeitet werden. Spâteren Berichten aus Braila uf

auch Georg Makedon der Gerechtigkeit in die Hände gefallen und

noch in der Nacht zum 5ten unter Eskorte nach Bucharest trans-

portirt worden. Der aus Bucharest hierher geeilte Minister

des Jnnern, Groß-Van Michael Ghika, ist sehr thätig in der be- |

reits angefangenen Untersuchung des Komplotts. Türkei. Konstantinopel, 30, Wirk Vorgestern hatte der Kd- nigl. Griechische Gesandte, Herr aurocordato, seine Antritts-

Audienz beim Sultan, von welchem er auf das wohlwollendste auf: genommen wurde,

dete Sami Pascha hat am 25sten d. M. seine Quarantaine voll: endet, und sogleich seine Besuche bei der Pforte abgestattet.

Bei den ungünstig lautenden Nachrichten über die Pest in Syrien sind die dortigen Provenienzen, gleich denen von Alexan: drien und Erzerum, abermals der Quarantaine unterworfen ivorden.

Syrien.

Veirut, 16. März. (Times.) Der Bischof Alexander von Jerusalem is nach Jaffa abgereist, um nach seinen Möbeln und Effekten zu sehen.

Die Agenten der Französischen Gesellschaften zur Aufwiege- lung der orientalischen Christen sind in voller Thätigkeit, und meh: rere Küsken-Bevölkerungen zwischen hier und Tripoli sind mit Pul- ver, das auf Cypern gekauft wurde, versehen worden. Zu Tri- poli herrscht die größte Aufregung; die Christen sprechen dort von Verweigerung der Steuern und die Türken von Ermordung der Christen. Leßtere bauen nicht auf ihre eigene Stärke, sondern auf ihre Brúder in der Umgegend. Sollte ein Religionskrieg aus- brechen, bei welchem die Muselmänner direkt betheiligt wären, so werden wir ein blutiges Frühjahr erleben. Die zeitige Ankunft diad alten Emir Beschirs oder seines Sohnes könnte dies ver-

indern.

Die Turkomanen im Norden Syriens haben sich empört, der Türkischen Regierung die Steuern verweigert und sich vor

| den von Assad Pascha abgeschi>ten Truppen in die Gebirge zu-

rügezogen.

Inland.

Köln, 13. April. schen Gesellschaft hat auf der lcßten Reise bei Worms ein mit Gyps beladenes, nicht weit vom Ufer gelegenes Nekarschisf in den Grund gefahren, und, wie man sagt, sollen die darauf be- findlichen Leute kaum so viel Zeit gehabt haben, sich zu retten Jn wie weit das Reglement über das Vorbeifahren der Dampf: did S vom e. TEAEAe überschritten oder nicht befolgt worden

ird die einzuleitende Untersuchung von Sei : / ie e 2A ¿ suchung Seiten der Betroffenen

Berichtigung. Jm gestrigen Blatte der St Ztg., auf de Ms & J . Y e r ersten Seite, Sp. 2, Z. 46, statt: „in der Levante“, lies: aus der Levante.

Cormeuin und die Centralisation.

774 Paris, 13. April, Timon is aus seinem jahrelangen Schweigen mit einem kleinen Buche, „de la Centralisalion”, herausgetreten. Jenes durchsichtige Pseudonym gehört bekanntlich dem Deputirten Vicomte de Cormenin an, welchem auch seine Meinungsgegner den Namen eines sehr gelehrten und no< mehr geistreichen Publizisten zugestehen. Herr de Cormenin hat sein unleugbares Talent diesmal nicht, wie gewöhnlich, zu einer Streit- schrift gegen die Regierung oder gegen die Civil - Liste verwendet, sondern feine Arbeit ist eine Art wissenschaftlicher Dithyrhambe dus Pas formale Grund - Prinzip der Franzöfischen Staats - Ver- waltung.

Der Verfasser schildert zuerst in raschen, sicheren Zügen das Entstehen der S ambstschen taats : Einheit, die, der Soitlacde nach, das Werk des Despotismus i, zu der Ludwig XI. den Grund gelegt, die von Richelieu und Ludwig XIV. ausgebildet ist, und die unter der Gewaltherrschaft des National-Konvents und Unter dem eisernen Scepter Napoleon's ihre Vollendung erhalten hat. Herr de Cormenin giebt denn ein mit Meisterhand ezeich- netes Bild der politischen und administrativen Einheit Frankreichs, er macht das Râderspiel der großen Staats-Maschine dem un- geUbtesten Auge anschaulich, er zeigt den Zusammenhang jedes einzelner Theils dersclben mit der Triebfeder im Mittelpunkt des Uhrwerkes, von welcher alle Bewegung ausgeht, Bewunderns- werth isk die Leichtigkeit, die Eleganz der Sprache, durch welche der Verfasser seine Behandlung dieses ziemlich dürren Gegenstan- des allen Reiz einer geschma>vollen Unterhaltungs:-Lektüre zu ge- ben weiß. Herr de Cormenin spricht mit aller Beredtsamkeit des Enthusiasmus von der Franzöfischen Centralisation, durch welche er die Größe, die Unabhängigkeit, die Freiheit, alles Heil des Vaterlandes bedingt glaubt, Diese Ansicht ist Übrigens die durch- weg herrschende in Frankreich, sie wird von allen politischen Par- teien getheilt, und Herr de Cormenin is daher sicher, überall willige Ohren für seine Worte zu finden, durch die er der dffent- lichen Meinung, um nicht zu sagen dem öffentlichen Vorurtheile

P redefertig schmeichelt, Frankreich fühlt, welchen unermeßlichen ortheil seine militairischen Jnteressen aus dem durchgreifenden Systeme der Centralisation ziehen, es fühlt, wie gewaltig seine Kraft zum Angriffe und zur Vertheidigung dadurch gesteigert

olge, ist am 4. März |

leßtere fúnf- oder se<hsmal zahlreicher ift, So dúrften sih die Arbeiter von Lyon, Nantes, Bordeaux , verständigen, um Frankreich zur Annahme jeder beliebigen Staats- form zu zwingen.“ Kein Wort des Verfassers deutet an, daß ein solches Uebergewicht der Minderzahl der Staatsbürger über die Mehrzahl ein Mißverhältniß bildet, dessen Verminderung si die Verfassungs - Politik zur ernstlichen Aufgabe machen sollte. Herr de Cormenin sagt weiterhin: „Die Centralisation hat Paris eben so zu_der Stadt der Wissenschaft und der Gelehrsamkeit, und zu der Stadt des Luxus, wie zu der politischen und Regierungs- stadt gemacht, Paris ersti>t fast an der Fúlle seiner Intelligenz. Die übrigen Städte leuchten nur in Zwischenräumen im matten

Das Dampfboot „Victoria“ der Kölni- | | Centralisations-Syskem monopolisirt. | das mit der naivsten Gelassenheit zu, er scheint zu zweifeln, daß

wird, und so opfert es gern die bürgerlihen Rüesichten

auf, welche gegen jenes Prinzip in seiner hiesigen starren Gestalt | streiten, denn die mehr als die Freiheit, und der Waffenruhm ist ihnen no< immer theurer als das Wohlseyn.

acht gilt den Franzosen auch heutzutage no<

Der Verfasser zählt die Fälle auf, in denen Frankreich dur<

die Energie gerettet worden ist, welche die Staatsgewalt nur aus | der Anhäufung aller öffentlichen Kräfte in der Hauptstadt des Landes | schöpfen konnte, und er seßt namentlich die kriegerischen Wunder- | thaten des revolutionairen Frankreich fast ausschließlih auf die | Rechnung der Centralisation. Möglich, daß diese Frankreich in | dem leßten Jahrzehend des vorigen Jahrhunderts und zu verschie-

denen anderen Zeiten vor Besiegung und Eroberun allein wie oft hat sie dagegen das Land an den Rand des Ver- derbens gebracht! Würden ohne sie alle die Umwälzungen mög- lih gewesen seyn, die in den Straßen von Paris entschieden wor-

geschüßt hat;

reichs beschleunigt und s{hwerer gemacht, als sie sonst gewesen seyn n Ein unbefangener, politischer Sinn wird sich Pan ya Úberzeugen, daß eine Nation von 35 Millionen Menschen sich in einem befriedigenden Normal : Zustande befindet, wenn ihr ganzes

| Schi>ksal von dem ersten besten Gewaltstreiche abhängig is, den

ein tollfühner General, ein fanatisirter Volkshaufe, ein verwege: ner Minister in der Hauptstadt durchzuseßen vermag. Herr de Cormenin geskeht freili<h zu, daß die Centralisation

| mit einigen Nachtheilen verbunden sey, aber er is fest Überzeugt,

daß diese durch die wohlthätigen Wirkungen derselben bei weitem Uberwogen werden, ja, er behauptet, daß sie im Vergleiche mit

| den leßteren zu unbedeutend seyen, um auch nur in Betracht ge- | zogen zu werden. | wahrhaft monslrbse Folgen der Französischen Centralisation hervor,

Der von Seiten des Statthalters von Aegypten hierher gesen- | als ob sie die einleuchtendsten Vortheile dieses Prinzips darböten.

Sonderbarerweise hebt er indessen auch manche

So sagt er: „Es liegt eine solche Gewalt in der Centralisation,

| daß die Klasse der Handwerker sich, sobald sie nur will, zur Her-

rin der Klasse der A>erbauer machen kann, obgleich die als die erstere. Rouen,

Marseille, Lille und Paris aur mit einander

Widerschein von Paris. Paris verzehrt, ißt, trinfkt, spiel 0- die, amüsirt sich für Nantes, Straßburg, R Ee ". E ris verwaltet, ordnet, regiert für Nantes, Straßburg u. \. w.; Paris denkt, schreibt, dru>t, singt, malt, philosophirt, politisirt, shwärmt für Nantes, Straßburg u. \. w., Paris insurgirt sich

| und revolutionirt Frankreich alle funfzehn Jahre im Namen und

zum Nußen aller übrigen Städte. Es is wahr, daß die übrigen

| großen Städte des Landes ohne die Pariser Cenctralisation reicher | an Literatur, Wissenschaft und Kunst, reicher an Luxus, Glanz | und Genie seyn würden, | in ihren Lokalsitten, blühendere und reizendere Anlagen, Und ei

, ( , ne | bessere Oper haben würden. y

Es if wahr, daß sie mehr Originalitäât

Unter jener Vorausse8ung würde es auch, und wer leugnet dies? mehr wichtige und bedeutende

| Aristofraten in den Provinzen geben. Aber wir würden eben die

Ms nicht haben !“

So wird also die Jntelligenz, der Reichthum, der Genus, da Wohlseyn des ganzen Landes zum Vortheil von Paris as is Herr de Cormenin gesteht

irgend ein verständiger Mensch darin ein Argument gegen die Centralisation und ein Bedenken gegen deren Üüberschwängliche Wohlthätigkeit finden könne. Darum erspart er si< denn auch

| die Múhe, die Vertheidigung der zahllosen Privilegien der Haupt- | sadt zu führen, welche von Anderen wohl durch die Berufias Sh

die Thatsache versucht worden ist, daß sich die Bevölkerung von

Paris fortwährend aus den Provinzen ergânzt, daß die große Mehrzahl der Männer, welche hier dur< Talent, Wissen, Eine der, Reichthum glänzen, aus den Provinzen abstammen, daß ‘rata Deogr (2 Se eigentlich nur das Rendezvous bildet, wo

ite der Nation e 4 Y ‘ile - simemenimed n aus den entlegensten Landestheilen zu-

gegeben seyn, daß alle strebsamen individuellen Kräfte im FraaD- n Le-

Hiermit mag die beruhigende Wahrscheinlichkeit schen Volke, ungeachtet der engen Beschränkung der wahre

benssphäre der Nation, do<h den wúnschens1 Spielr

finden können, die Wahrscheinlichkeit, Ie cia kein Talent, keine ausgezeichnete Fähigkeit u. s. w. ohne ihre ei- | gene Schuld völlig für das Land verloren geht. Liegt ‘Uber eine Entschädigung für die Entbehrungen aller Art welche die usurpirende Anziehungsfraft von Paris den Provinzen auflegt ? Jf die intellektuelle Armuth von Bordeaux, Marseille Rouen u. s. w. minder trostlos, weil die Geister und die Bestrebungen die unter anderen Umständen diese Städte geschmü>t haben wür- den, in Paris einen Schauplaß und einen Wirkungskreis gefun- den haben? neren Sphäre ein ehrenvoller Plaß gesichert gewesen wäre, gehen hier in Paris jâmmerlih zu Grunde ifimitión G vam Konkurrenz, welche die intellektuelle Ueberfúllung verursacht, von welcher Herr de Cormenin redet! y

Liegt darin aber

Und wie viele edle Kräfte, denen in einer bescheide-

Jch citire zum Schlusse noch eine Stelle aus unserem Buche,

welche den angeblichen Demokratismus des Verfassers un / USe ale ihn als ihr Organ anerkennt, in ein ina l eßt: man die Gemeinde - Ausgaben dem freien Willen der einzelnen Ortschaften anheimstellen wollte, statt diese zwangsweise zur Be- skreitung derselben anzuhalten. Räthen auf dem Lande würde sih unter tausend Vorwänden wei- grn das Gehalt des Schullehrers zu bewilligen. Andere würden agen, daß der Pfarrer kein Haus 4 Pfarrer eigentlich entbehren könne. der fälligen Schulden verweigern; jene würden die Findelkinder ohne Beistand, die Mairie-Beamten ohne Besoldung, die National- Garde ohne - Fahne und Trommel lassen u, \. w. nicht etwa eine bloße Hypothese, denn das Geses geht so sehr von der Vorausseßung des bösen Willens der Gemeinden aus, daß es ihnen die Bestreitung dieser Ausgaben als Zwangspflicht auflegt. Das Geseß hat nicht das mindeste Zutrauen zu der Einsicht, dem Patriotismus, der Vorsicht und dem gesunden Sinne der meisten Mee La und ich sage, daß das Gese6ß vollfommen recht hat.“ fn e ut, H C bier schildert, verdient der wirklich so, wie sie Herr de Cormenin hier ert, verdie ¿ Geist und der Charakter ihrer Vorstände wirklich das systemati:

„Man würde eine s{<óne Unordnung erleben, wenn Eine große Zahl von Munizipal-

thig hat, da man ja doch den Diese würden die Bezahlung

Und dies is

Welch eine Anklage, oder wenn man will, wel< Sind úbrigens die Französischen Gemeinden