1842 / 159 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

zu gleicher Zeit wurde auch der Bericht úber das Vorgefallene nach Konstantinopel geschickt und man erwartet mit Ungeduld, welche Maßregeln die Regierung ergreifen wird, um diese Stdrer der öffent: lichen Ruhe wieder zur Pflicht zurückzuführen. Die folgenden Tage gingen ziemlich ruhig vorüber; indeß hat man bemerkt, daß gestern die Meuterer bedeutende Einkäufe von Pulver und Kugeln mach: ten, in der Absicht, wie man vermuthet, den Truppen, an deren baldiger Ankunft aus der Hauptstadt sie wohl nicht zweifeln, Wi- derstand zu leisten. Ungeachtet aller dieser Vorbereitungen sind die Meuterer doch nicht sehr zu fürchten, und einige Hundert Mann, von einem energischen Chef befehligt, würden hinreichen, sie zur Raison zu bringen. Man hofft, daß die Regierung Sr. Hoheit die Notbwendigkeit einsehen wird, einem solchen Zustande der Dinge, der nur immer ernster werden kann, ohne Verzug ein Ende zu machen, und daß sie sich beeilen wird, kräftige Maßregeln zu ergreifen, um diese Landestheile vor noch größeren Drangsalen zu bewahren. Der mindeste Verzug, das geringske Zeichen von Schwäche, wäre unter diesen Umständen ein Fehlgriff, dessen Fol: gen sich nicht berechnen lassen.“

Ostindien.

aris ist in London am 3. Juni die Nachricht von der am 1. Juni in Marseille erfolgten Ankunft der Ostindischen Post eingegan en. Sie bringt Zeitungen und Briefe aus Bom- bay vom 2. Mai, welche nur über die Lage der Dinge in Afgha- nistan und zwar Folgendes berichten: „Gisni hat fapitulirt, un: ter der Bedingung des sicheren Geleits der Garnison nach Kabul. Andererseits hat General Pollock die Keiber:Pâsse forcirt und die Forts, von welchen dieselben beherrscht werden, beseßt; er wird ohne Zweifel alsbald zum Entsaße von Dschellalabad weiter vor: gerúckt seyn. General Sale hat bei einem Ausfalle aus diesem Orte die Jusurgenten über den Haufen geworfen. Einem Ge- rúchte zufolge ist Akbar Chan shwer verwundet worden. General Nott batte in der Umgegend von Kandahar einige Vortheile er- rungen, war aber noch nicht durch General England verstärkt worden. Schah Sudscha soll vergiftet worden seyn.“

„Der Fall von Gisni“, bemerkt der Courier, „kömmt uns unerwartet, da nach den bisherigen Nachrichten diese Feslung wohl verproviantirt, die Garnison voll Muth und voll Hoffnung war, die Belagerung bis zum Entsaß aushalten zu können. Au hielt man es für unmöglich, daß diese Festung von einer nur schlecht digziplinirten und geschickter Artillerie-Offiziere entbehrenden Armee würde eingenommen werden können. Es muß daher der Hunger gewesen seyn, der sle zur Uebergabe gezwungen hat. Hoffen wir, daß die tapfere, aber unglúckliche Garnison nicht das Schisal haben werde, welches die Armee von Kabul erfuhr. Jedenfalls aber naht sich die Stunde der Wiedervergeltung. Oberst Pollock hat den Durchgang durch den Keiberpaß mit tapferer Hand er- zwungen und war ohne Zweifel in vollem Marsche begriffen, um das tapfere Corps in Dschellalabad zu entseßen, welches unter dem Befehl des unerschrockenen Sale die dasselbe umringenden Feinde abermals gezüchtigt hat.“

Ueber

Inland.

Berlin, 8. Juni. Einer hien agg des hiesigen Magistrats vom gestrigen Tage zufolge, werden sämmtliche noch in Umlauf befindliche Aproc. Berliner Stadt-Obligationen, Behufs der Rückzahlung der Valuta, zum 1. Januar 1843 gekündigt. Ferner heißt es in dieser Bekanntmachung: „Denjenigen nba: bern von 4proc. Berliner Stadt-Obligationen, die sich die Ermä- ßigung des Zinsfußes von 4 auf 347 pCe. vom 1. Januar 1843 ab gefallen lassen wollen und dies in dem Zeitraume vom 1. Juli bis ult, August d. H unter Einreichung der Obligation und der vom 1. Januar 1843 ab noch dazu aéhörigen Coupons erklâren, bewilligen wir hiermit eine Prämie von 15 Rthlr. auf jede ihnen zugehörige 100 Rthlr. Stadt - Obiigations- Kapital, und soll diese Praâmie sofort in dem bezeichneten Zeitraume in unserem Berlini- \chen Rathhause baar ausgezahlt werden. Von denjenigen Jnha- bern 4proc. Stadt - Obligationen dagegen, die bis zum leßten August d. J. ihr Einverständniß mit der Zins- Ermäßigung nicht angezeigt haben, wird angenommen werden, daß sie die RÚckzah- lung der Kapital:Beträge ihrer Stadt-Obligationen wünschen, und haben sie demgemäß die Zahlung derselben zum 1. Januar 1843

einem tettin

seines

ahre von

verkauft, wobei aber die

stand bis heute frúh aus: 4000 =-= 1000 - Summa 69500 Ctr, 4500

77000 Cir.

ebens seinem Vorg

gen noch viele Verkäufe stattfiu

pen

684

in unserer Stadtkasse auf dem Berlinischen Rathhause in Empfang zu nehmen, widrigenfalls diejenigen Beträge, deren dann nicht erfolgt, gerichtlich werden deponirt werden,“ Der erste Direktor des hiesigen Stadtgerichts, Mitglied der Haupt-Verwaltung der Staatsschulden, Ober:Landesgerich Tettenborn, is Een mit Tode abgegangen. Erst seit un

bung als-

na

berufen, ist er in der Blüthe

nger in die Gruft gefolgt.

Breslau, 6. Juni. Einem in der Schles. Ztg. enthalte: nen (von Herrn r abgefaßten) General - Bericht über den

hiesigen Wollmarkt entlehnen wir Nachstehendes : ährend wir in anderen Fahren hon am 25. Mai bedeutenden Umsaß sahen, wurden diesmal erí| am 28. und 29, Mai 6000 Ctr.

mit ciner Preit-Vemäßigung von 7 größ

bis 8 Rthlr. gegen voriges Fahr

te Zahl der Käufer ganz unthätig blicb.

Das Resultat dieser Stagnation war ein ferneres Sinken der Preise auf 10 Rthlr. bis 12 Rthlr., in welchem Verhältnisse an den folgen- den vier Tagen 36,000 Ctr. verkauft wurden. Man legte prETs- ren Werth auf gute, reine Wäsche, und der Abschla Wolle mäßiger als bei jener, die schon durch ihre schlechte Beschaffen- heit geringen Werth hatte. Auch in Rücksicht der verschiedenen Qua- litäten war der Abschlag nicht gleich , so daß man solchen det gerip- ger Wolle auf 8 bis 10 Rthlr, bei mittelfeiner auf 10 bis 15 bei feiner und hochfeiner auf 10 bis 15 Rthlr. und bei Elektoral auf 8 bis 10 Rthlr. annehmen kann. Das Quantum sämmtlicher zum Verkauf gestellten Wolle be-

war bei solcher

thlr.,

61500 Ctr... Schlesische Wolle. aus dem Herzogthum Posen.

- Königreich Polen. - Oesterreichischen.

Hierzu kommen noch

alte Vorräthe , größtentheils aus Russi- schen und Oesterreichischen Wollen beste- hend, also im Ganzen :

Demnach is das Quantum circa 15,000 Ctr. mehr als voriges Fahr, größtentheils in Folge der sehr ergiebigen Schur, welche circa 10 pCt. mehr ergab, und auch in Folge der vergrdßerten Heerden. Von dem oben angeführten Quantum kdnnen circa 48,000 Etr. als verkauft angenommen und Lorau geredet werden, daß heute und mor-

en durften. Dagegen haben wir

noch schdne Zufuhren Polnischer Wolle zu erwarten , da noh weni

aus dew ALEg Ee eingetroffen; was davon verkauft wurde,

mit einer Ermäßigung von 6 bis 8 Rthlr. gegen vorigen Die Preise stellten sich ungefähr wie folgt :

Schlesische Einschur Super Elektoral.………..

eschah

arft. 112 132 Rthlr.

- Elektoral ……..….…………....... 4105 108 - - - DOMMEEME „cor eda erne dp tis 90 100 - - - Ce E ee 0s Lts Cel EC s ENRL T8 6. s - - mittelfeine.: e «eie 65 70 - = UTRÉ C lc O 4 53 60 e - geringe... 48 50 - Zweischur extrafeine.….......-------- 60 65 - # - feine. C C C C 50 _—— I 2 - - enge G E TTO 4 4B - Posensche und Polnische ‘inschur e: 60 s hs - - - mittelfeine. 48 50 - - - - s geringe... 42 46 - - - - Zweischur A A 5 Schlesische hohfeite Sterblingswolle.………….. @ 70 - - cinc 47 Gs op a L aue - - Le etelfeitie s Le 48 52 - - Schweiß und Gerberwolle feine... 46 532 - - - c - mittelf.. 38 42 - - Lammwolle feine... T5 a 85 s - - mittelfeine…………….. 60 65 5 - Ausschuß hochfeiner A 5 ia - - feiner T R L ETAEL E) Balg bls 46 50 - s R C 33— 40 p Zackelwolle weiße... 20t— 235 -

warze.

- - ch{ Bei Posenscher und Polnischer n vo Markte gedrúckt war, ist der Abschlag 4—5 Rthlr. , bei feiner jedoch

6—8 Rthlr. gewesen.

C a 18 20 - Mittelwoolle, welche schon vor dem

Das Geschäft ging anfänglich schr schwierig von statten, weil die Herren Producenten sich uicht leicht entschließen konnten, die bil- ligeren Preise anzunchmen; nachdem aber ein Theil derselben, von der Beherneuguns geleitet, daß nicht bdser Wille, sondern die eiserne

NOURURE zuschafen,

cit die Käufer dazu zwan ie Bahn gebrochen, und sich dem Geschicke ergaben, folgte

; sich keine theuere Wolle an-

Bekanntmachungen.

Rothwendiger Verkauf. Das # Kaufmann Alexander Potrykusschen Kon- e dem Âten Damm unter

kFursma ugehörige, au der Servis Nummer 18 und Nr. 5 des Hypothe-| Abfahrt 26s

kenbuchs gelegene Grundftüuck, abgeshägt auf 7710 Passagier-Bil

Thlr. 26 Sgr. 8 Pf. - zufolge der neb Hypotheken-|; hr bei dem Unterzeichneten und dann an der Ta- geskasse zu haben.

scheine und Bedingungen in der Registratur einzu- sehenden Tage/ sol den 14. (Vierzehnten) September 1842, Vormittags 11 Uhr, vor dem Herrn Kammergerichts- Assessor Labes an hie- ger Gerichtsstelle verkauft werden. Kknigl, Land- und Stadtgericht zu Danzig.

Zwischen

Billette ver

In Fol L L Kaufmanns Le nsolvenz - Erklärung des hiesigen

ratoris bonorum, zur Ermittelung des Schuldenst

des, Alle, welche an unten E e uldenstan- mann al

und dessen Vermdgen, und Katicae an T Taas

den dazu angeseßten Terminen, als am 16ten, en Monats, Nachmittags 3 Weinkammer gehdri s Y unter dem Rechts- durch die am 23. Fuli in dfentlicher Sibung zu publizirende Prätlusiv-Ec-

Dampfschifffahrten

zwischen Potsdam und Brandenburg.

(Dampfb. „„Falke//.)

Sonntag, den 12. Funi c. um 6 Uhr Morgens, Rachm.

otsdam Brandenburg - 45 - ette sind bis Sonnabend Nach

otsdam und Hambur ampfb. „„Falke//.)

( Abfahrt regelmäßig jeden Dienstag Morgens 65 Uhr. Fahr-Billette sind nur bei dem Unterzeichneten zu haben, am Bord des Schiffes werden keine

kauft. L. F. Anker, Behrenstr

dinand Schmal werden hier-||; F Versich -Gesellschafst mit auf den Ante er-|Eine Feuer-Versicherungs-Gesellschaft, l ag des interimistisch bestellten Cu- die ihren Sitz in einer bedeutenden Handelsstadt Süd - Deutschlands hat, wünscht einen Direktor bdri R angen der in E Mee E O. gehörige , am Wende-Ma 9 | chenden oberen Geschästskreise schon gearbeitet un A. No. 198. fatastrirte Hane Le tend e Se dadurch vollständige praktische Erfabradgen über das sprüche zu machen haben, geladen solche in fol en-| Yersicherungs - Geschäst und eine innerste Kenntnils E geN-| Jesselben erworben hat, ein solches Geschäst auch

oder 30siten dieses, oder am 14ten künfti- einzurichten und in das Leben einzuführen, s0 wie E ñ r, Z e Ee E zu s L E T zumelden und sührung mächtig ist und eine Caution im Verhältniss achtheil , daß sie vie zu dus Vortheilen der Stelle, auf die er berusen

c. - Vormittags 10 Uhr würde, leisten kann. /| Anerbietungen von Competenten sind unter der

kenntniß werden präkludirt und von der Theilnahme | Chisser F V F an die löbliche Expedition des Frank-

an der vorhandenen Konkurs - Masse ausgeschlossen {urter Deutschen Journals zu richten.

werden. Die auswärtigen Kreditoren haben zuglei chdrig legitimirte Bevollmächtigte hierselb| d he fielen - widrigenfalls sie für gebunden an die von den Anwesenden zu fassenden Beschlüsse Über die Be- handlung dieser Debit-Sache werden angesehen wer-|Bezirk, in der den. Stralsund, den 3. Funius 1842. 3000 Verordnete zum Stadtkammergericht. (L, S,) Erichson.

barem Holze;

Morgen Areal , wovon Morg standene Waldung mit mehr als 20,000 Thl

Ritterguts- Verkauf.

Ein Allodial - Rittergut im Liegniher Regierungs-

Nähe mehrerer St atddte gelege

400 Morgen Felder vou guter

en gut

. 23,

n, von be- L,

4 verkauft werden. Gutsbesißer Ernsi Luckner, j. der Niederlausig, an welchen sih Kauflustige direkt

D

wenden wollen.

und 120 Morgen Hü- r. baaren Gefällen der Unterthanen und Mühle, der Gerichtsbarkeit, hohen, mitteln und niederen vorzüglich guten Fagd, einer guten Ziegelei, Brau- und Brennerei und bedeutenden Hofediensten mittag |der Unterthanen , so wie mit cinem massîven und

3 vorzüglich eingerichteten herrschaftlichen Wohnhause, woran sîch cin schdner Lust-, ten shlicßt, guten Wirthschafts-Gebduden und dem g- vorhandenen lebenden und todten Fnventarium, soll Familien-Verhältnisse halber sofort unter guten Be- dingungen für den billigen, aber festen 5,000 Folr. mit 12- bis 15,000 Thlr. Anzahlung Alles Nähere hierüber ertheilt der Z. in Sorau in

bs- und Gemüsegar-

Literarishe Anzeigen. iterari in Leipzig i erschienen, e S Plerler, Grie B Abfertigung der E un

Würdigung der Rezension über die Schrift :

der grdßere Theil bald ias und nun nahm der Verkauf einen rapi- den Fortschritt. Nur die Zdgernden verloren, indem sie am 3. Juni weniger nahmen, als ihnen am 1sten oferirt wurde.

uni. Auch unser Wollmarkt, der nächste nah dem Breslauer, fängt an, sih zu regen. Recht ansehnliche Quan: titäten, besonders hochfeiner Wollen , lagern schon heute auf un- serem Markte. Die Woll-:Produzenten hoffen vorjährige Preise.

osen, 5.

Berichtigung. Jm gestrigen Blatte der St. Ztg. ist in dem Verzeichniß der Beiträge is die Abgebrannten in Hambur Nr. 583 statt : „L. T.“‘, zu lesen: L. F., Nr. 627 statt: „W. C.

Fähndrih“, A. C. Fähndrich, und unter derselben Nummer die Summe statt: „12,600 Rttlr.“, 12,610 Rthlr. Dauer der Fahrten auf der Berlin -Anhaltischen Eisenbahn vom (1. bis incl. 4. Juni 1842.

1) Zwischen Berlin und Cöthen.

Personenzug. Güterzug. kürzeste Dauer .…. 4 Stunden 18 Minuten. 5 Stunden Minuten. längste E 48 - T d 14 - mittlere - ...9 - 4 - 6... 39 -

2) Zwischen Cöthen und Berlin: : kürzeste Dauer .…. 4 Stunden 52 Minuten. 95 Stunden 38 Minuten. längste lo É 53 - 6 - 25 - mittlere Sur A - 14 - 5 - 54 -

Meteorologische Bcobachtungen. 1842. Morgens | Nachwittags Abends Nach einmahger

7. Juni. G Ube. 2 Ubr. 10 Ube. Beobachtung. Luftdruck .…. . (337,28 Par. 337,74" Par. | 338,44" Par.| Quellwärme 8/,5° R. Luftwärme .…. | + 11,4° R. |+ 20,2° R. 4+ 13,5® R.| Flusswärme 14,4 n. Thaupunkt .…. | + T,1°R.|+ 8,2°R.| 4 7/0® R. | Bodenwärme 13/9, R. Dunstsöttigung | 71 pet, 43 pet. 60 pc1. | Ausdünstung 0/039, Rb. Wetter. .…... bedeckt. bezogen. regnig. Niederschlag 0,028 0G, Wind... NO NO. ONO. Wüärmewechsel+Z1/1 Wolkenzug. « - —- NO s + 11,87.

Tagesmittel: 337,82” Par... + 15/0° R... +7,4° n... 58 pCi. oNO,

Auswärtige Börsen.

Amsterdam, 4. Juni. Niederl. wirkl. Schuld 525. 52 do. 1014.

_Kanz-Bill. —- H Spau, 20k. Pass. —. Ausg. —. Zinsl, —, Preuss. äm. Sch. —-. ol. —. UVesterr. —-.

ie T Uai, C Juni. Bank - Actien 1695. Bogl. Russ. 109).

London, 3. Juni. Cons. 3% 91%. Bels. 102. Neue Anl. 22. Pas sive 4%. Ausg. Sch. 105. 25 4 Holl. 524. 5% 101. 5% Port. 36%. 3% 21%. Eogl. Russ. 1135. Bras. 675. Chili 88. Columb. 26. Mex. 36. Peru 18S.

Paris, 3. Juni. 5; Rente fin cour. 120. 45. 3% Rente n cour. 82. 30, Anl. de 1841 —. O2 Neapl. au compt. 107. 90. 5% Span. Rente 24. Passive 44.

Petersburg, 3. Mai. Lond. 3 Met. 38. Hamb. 345. Paris 4054. Poln. à Paris 300 FI. 73. do. 500 Fl. 79°. do. 200 Fl. 272.

Wien, 3. Juni. Met. 109. 4% 1004. 3% 76%. 24% —. Bank - Actien 1683. Anl. de 1834 138%. de 1839 108{.

12 B s

Königliche Schauspiele. z Donnerstag, 9. Juni. Jm Schauspielhause: Die Lästerschule, Lustspiel in g bt Ur g Ta u Eh Ver À Bube be: arbeitet, von Leonhardl. Freitag, 10. Juni. Jm Opernhause: Norma. (Mad. Schrö- der-Devrient: Norma, als Gastrolle.) Jm Schauspielhause: 1) Le Commis voyageur. 2) Un

Monsieur et une Dame.

Königstädtishes Theater.

Donnerstag, 9. Juni. (Zum leßtenmale mit lebendiger Wald: und Garten-Decoration): Karl der Zwölfte, oder: Die Schlacht bei Bender. Historishes Schauspiel in 5 Akten.

Freitag, 10. Juni. Steffen Langer aus Glogau, oder: Der Holländische Kamin. (Herr Grobecker: Michel Buren.)

Verantwortlicher Redacteur Dr. F. W. Zinkeisen. Gedrudckt in der Deckerschen Geheimen Ober - Hofbuchdruckerei.

Allgemeiner Anzeiger für die Preustischen Staaten.

[tât, 80 Morgen zweishürlge Wiesen , 200 Morgen Teichen mit guter Fischerc tungen; 400 Thl

uage and littérature. Zum Gebrauch für Schu-

sen mit Wortregister und Erklärung der Syno- nymen versehen von C. F. Wedckers, wirkl. Lehrer an der Großherzogl. Hessischen Realschule in Mainz. 33 Bogen én B E Preis 1 Thlr. 10 Sgr. oder 2 Fl. 24 Kr. Rh.

Das malerische und romantische

Deutschland in 10 Sectionen:

1) Die Sächsisehe Schweiz von J. Sporschil mit 30 Stahlstichen. 34 Thlr. 7

2) Schwaben von Schwab mit 30 Stahlstichen.

35 Thlr. y 3) Thäringen von Bechstein mit 30 Stahlstichen.

35 Thlr. f / 4 Blumenhagen mit 30 Stahlstichen.

4) A m A ] von

3 r. 7 5) Donau von Duller mit 60 Stahlstichen. 65 Thlr. 6) Rhein von Simrock mit 60 Stahlstichen. 65 Thlr. 7) Franken von Heeringen mit 30 Stahlstichen.

& Thlr. ; 8) Pat YRU Steyermark mit 60 Stahlstichen.

6% Thlr. i: 9) o ngobirae von Herlossohn mit 30 Stahl- stichen. 34 Thlr. : 10) Ost- und Nordsee von Kobbe und Cornelius

mit 30 Stahlstichen. 35 Thlr. y / Dieses VVerk ist vollständig, in einzelnen Sectio-

reis von

i Die Preußische Artillerie in threr Stellung zu den nen und in einzelnen Hesten durch jede Buchhand-

Quali-

ále par M. M. with R, Chambers's history

übrigen Waffen des Heeres, von einem x Actillrle Dffizier, von Moriy Bauschke. Geh. Preis 5 Sgr.

Bei Victor v. Zabern in Mainz ist so eben erschienen nd in aAdtliben Buchhandlu n

English lessons literary Leçons ises de littérature et de he î Noël et de la Place“, combined of the english lan-

eutschen

ieh In Berlin in der Gro piusschen lung 20 D s Känigl, Bauechule No: Alle diejenigen, welche das VVerk noch nicht voll-

di itzen, werden ersucht, dasselbe jezt zu omon iron: Y Georg V igand in Foigaig;

en, zu-

Bei L. Levit in Bromberg ist erschienen und durch

f in der Stuhrschen, Berlin , Schloßplaß 2, : alle Buchhandlungen, in Berlin durh die Vo ß sche Potsdam, Hohenwegür. 4, zu haden: A an ilen T E /

e der Dorotheenstr. ju bezichen :

Gelegenheitsworte, in ve chie enen Frei-

maurer-Logen gesprochen, von T. G. von Hip- r

pel. 20 Sgr.

e mo-

e D mem

2

; |

/

Allgemeine

Preußische Staats-Zeitung.

Ne -159.

Inhalt.

Amtliche Nachrichten.

Fraukreih. Deputirten-Kammer. Annahme des Ausgabc- Budgcts. Paris. Stellung der Opposition bei den bevorsie- henden Wahlen.

Großbritanien und Irland. London. Dankgebet für die Er- haltung der Königin. Geleit zum Schuß Fhrer Majestät. Einholung des Belgischen Kdnigspaares. Verleihung der Rit- terwürde an Künstler, Schottische Kirchen - Versammlung. Depesche St. Canning's. Eindruck des Spanischen Minuister- wechsels. Leinenhandel mit Frankrcich. Aussagen über J. Francis. Vermischtes.

Belgien. Brüssel. Ankunft der Franzdsischen Prinzen. Pol- nijche Offiziere in der Belgischen Armee. Schreiben aus Brüssel. (Das Gemeinde - Geseß; Bericht der Central -*Section übcr das Universitäts-Unterrichts-Geseh.)

Deutsche Bundesstaaten. München. Schreiben des Königs. Hannover. Feier des E Geburtstages. Eisenbahn. Schreiben aus Koburg. ( heilnahme für Hamburg.) Schreiben aus Feb (Unglücksfall mit Verlust von 21 Men- Pee Frankfurt. a. M. Die Waldbrandstiftungen.

Desterreich. Meteorsteine.

Schweiz. Zürich. Schritte des akademischen Scnats der Tddtung eines Studirenden.

Spanien. Paris. Aufldsung des Ministeriums.

Dístindieu. Siege der Generale Pollock und Sale. Capitulation und Aufreibung der Engländer zu Gisni. Gerücht von Schach Sudscha's Tode. Uebersicht über die leßten Ereignisse in Afgha-

in Folge

“tg Sammlungen für die Hinterbliebenen der gefallenen China. Eröffnung von Freihäfen und Proclamationen zur Beru-

higung der Chinesen. Vermischtes. E Bran, Men Sr. E, Hebeitds Prin- reußen. Fe c en JFunfanterie - Regiments, Düsseldorf, Wohlthätigkeit. E E

Rossi und sein Sysiem der politischen Oekonomie.

Amtltliche Uachrichten.

Kronik des Tages. Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht :

Den Seconde: Lieutenant im 1lten Jufanterie - Regimente, Herrmann Karl Friedrich Franz Hüner, unter dem A „Hüner von Woskrowsky“, in den Adelstand zu er-

eben.

Angekommen: Der Ober: Präsident der Provinz Pom- mern, von Bonin, von Kissingen.

Zeitungs-UÜachrichten. Ausland.

Frankreich.

Deputirten-Kammer. Sißung vom 3, Juni. Die Erdrterung des Einnahme-Budgets wurde, gegen Erwarten, schon in der heutigen Sißung beendigt. Es wurden nur noch wenig Gegenstände von einiger Wichtigkeit Aeg r Wi gu uin verlangte unter Anderem von dem Finanz : Minister Aufschluß E seine neuerliche Verordnung wegen der Anleihe von 150 Mil i ps Der Finanz - Minister: „Sobald ich an die S p er Finanzen trat, ging meine Sorge dahin, die Einnahmen Mi taats zu vermehren und die Ausgaben zu beschränken.

‘ir hatten in der Bank eine Reserve von nahe an 100 Millio- nen ; m ehrenwerther Vorgänger glaubte, daß diese Summe E at um namentlih mögliche Rükforderungen von

e en der Sparkasse zu befriedigen. Jch theilte diese Ansicht, aber ih glaubte auch, daß 100 Millionen zu diesem Zwecke genügten. Jch trat in den ersken Tagen des Monats April in das Finanz-Ministerium ein; am Schlusse jenes Monats beliefen sich un- sere Reserven in der Bank bereits auf 103—104 Millionen ; zu Ende des Monats Mai waren dieselben auf 133 bis 134 Millionen gestiegen, Jh fand, daß der Schaß demnach 30 Millionen Fran- fen unnügerweise liegen habe, wovon indeß 15 Millionen für die nahe bevorstehende Zahlung der 3 proc. Renten gebraucht wurden. Das Verhältniß der Schaßbscheine hat sich seir einiger Zeit nicht verändert, obgleich der Zinsfuß von 4 auf 34 pCt. herabgeseßt wurde; denselben noch mehr herabseßen, würde eine Unvor ichtig- keit gewesen seyn, denn es stehen uns bald Ausgaben bevor, deren Zahlung auf der schwebenden Schuld beruht. Die Kammer weiß, da rie der neuen Anleihe terminweise erfolgt ; für Sum: men, die im ústande bleiben, müssen, dem Kontrakt zufolge, 5 pCt. Zinsen vergütet werden; deshalb haben die Zahlungen so regelmäßig stattgefunden, daf von den bisher eingeschossenen 86 Mil: lionen nur 635 Fr. an Zinsen für rückständige Summen erhoben worden sind, Man mußte daher den Zinsfuß fúr rúständige Summen herabseßen, um zu erlangen, daß die Kontrahenten der

Berlin, Freitag den 10w Juni

von den Konversionisten,

chen die Rede; mit einem Worte,

niedrigen will.

in den leßten Monaten der S- sungswort für die Wahlen herbeizuführen,

bindung gebracht werden konnte, Gemüther aufzuregen,

keit Úberzeugt seyn sollten. Jn diesem Augenblicke macht die Opposition einen leßten Versuch, um die Prophezeiunz des Herrn Odilon Barrot , daß es sh bei den nächsten Wahlen darum

wolle, in Erfüllung zu bringen.

in die Kammer senden Glauben zu verbreiten ,

Sie sucht nâmlich den

einem solchen Vor zösischen Staatsmannes entgegen gestellt habe.

rechnen haben. James und dem der

den Repräsentanten der beiden Länder hre; aber daß

das constitutionelle Land par exclleace, der Franzósischen Regierung zu verlangen,

se auch versucht, es den Wählern glauben zu machen.

Ein Hiefiges Blatt will wissen, daß die leßten Konferenzen zwischen Lord Cowley und dem Herrn Guizot sehr stürmisch ge- wesen wären. Lord Cowley hätte unter Anderem gesagt, es sey ihm klar, daß die Französische Regierung einen Vorwand suche, um gäânzlih mit Großbritanien zu brechen. Den Anlaß zu dieser Erörterung hâtte der Entschluß der Französischen Regierung, die R Ne auf Leinengarn zu erhöhen, gegeben.

_ Herr Scribe wird, wie es heißt, binnen kurzem Madame Vialet, eine reiche Wittwe, heirathen. Börse vom 4. Juni. Die Französischen Renten waren heute in Folge der Gerüchte von einem vollständigen Bruche zwi- schen Franfreich und England und von der gegenseitigen Abberu- fung der Botschafter der beiden Mächte ausgeboten. Jene Ge- rüchte fanden indeß feinen besonderen Glauben, sonst würden sle ein weit stärkeres Sinken der Fonds hervorgerufen haben.

Großbritanien und Jrlaud. London, 4. Zuni. Die Königin hielt gestern eine Geheime Raths : Versammlung im Buckingham-: Palast, in welcher beschlos: sen wurde, daß der Erzbischof von Canterbury ein Dankgebet für die glúckliche Erhaltung Jhrer Majestät abfassen solle. Vorher war Cour, bei welcher unter Anderen der Gesandte der Republik Uruguay, Herr Ellauri, seine erste Audienz bei der Königin hatte. Auf ihren Spazierfahrten war die Königin bisher blos von einem einzigen Stallmeister begleitet, der hinter dem Wagen ritt; künftig werden immer zwei Stallmeister ihre Begleitung bilden und zu beiden Seiten des Wagens reiten. Man hofft, durch diese Maßregel von künftigen Attentaten abzuschrecken. Das Dawpfschiff „der Schwarze Adler“ ist nah Ostende ab- gesandt worden, um den König und die Königin der Belgier, welche der Königin Victoria einen “Besuch machen wollen, an Bord zu nehmen und nach England überzuführen.

Die HoftZeitung meldet, daß der Historien- und Portrait- maler George Hayter, erster Maler Jhrer Majestät, ferner der Miniatur-:Maler Zhrer Majestät, William Roß, der Präsident der Königlich Schottischen Akademie, William Allan, und der Kom- ponist Henry Bishop, die Ritterwürde erhalten haben. Herr Bi: shop is der erske Musiker Englands, dem eine solche Auszeichnung zu Theil wird; er hat eine Menge beifällig aufgenommener Opern fomponirt und i im vorigen Jahre zum Professor der Musik an der Universität Edinburg ernannt worden, :

Die General-Versammlung der presbyterianischen Kirche von Schottland, welche kürzlich ihre ZJahres-Versammlung in der St. An: dreasfirche zu Edinburg unter dem Vorsitz des Lord Ober-Bevollmäch- tigten, Marquis von Bute, begonnen hat, wurde feierlich im Thron- saal des Palastes Holyrood erdffnet, wobei die Ycomen der Schot-

Anleihe weniger púnfktlich einzahlten. Jch seßte demnach den Zins- fuß auf 3x pte, herunter; denn wenn ih ihn nur e eee er: máßigt hätte, so wären wir mit der Bank in Konkurrenz getreten, deren Zinsfuß auch 4 pCt. is, Jm Jnteresse des Staats also er: scheint mir jene Verordnung vollkommen gerechtfertigt.“ (Beifall.) Nachdem hierauf alle einzelnen Artikel des Budgets angenom: men worden waren, wurde der ganze Geseß - Entwurf mit 225 gegen 59 Stimmen genehmigt, und von diesem Augenblicke an

ann die Session der i; betrachtet werden. v Deputirten Kammer als faftisch geschlossen

Paris, 4. Juni. Es is der Opposition diesmal nicht ge-

tischen Garde mit Lochaber-Aexten paradirten ; Marquis von Bute verlas die Königliche Kommission, welche jährlich das Versprechen des Souverains erneuert, die Schottische Staats- Kirche aufrechthal- ten zu wollen. Zügleich ward angekündigt, daß Jhre Majestät ihre jährliche Gabe von 2000 Pfd. St. behufs der Verbreitung der heili: gen Schrift in den Hochlanden und Jnseln von Schottland zur Verfü- qung der Ae Reg E stelle. Der Hauptgegenstand ihrer Berathungen st bekanntlich schon seit einigen Jahren der Streit Über das Pa- tronatsrecht, und die Versammlung hat so eben wieder 11 Geisk- liche ihrer richterlichen Functionen entkleidet, weil dieselben zu

lungen, irgend ein Wort, eine hatsache, eine Formel aufzufinden,

Gunsten der 7 Geistlichen des Presbyteriums von Strathbogie

welche bei den bevorstehenden Wahlen als Schlachtruf oder als Fahne gebraucht werden könnte. Es is picht agr iges den 221, von den Wahl-Reformisten und derglei- ) h es fehlt an einer Hauptfrage, die die Majorität von der Opposition scheidet, wenn man anders nicht Herrn E RSs zu T Frage erheben oder er- vill. Die Opposition, bie sich unbehaglich fühlt, wenn in der Politik nicht schroffe Gegen âße zu bezeichnen sind, gab sich ion. alle Mühe, ein solches Lo- und manche De- batte, manche Journal : Streitigkeit hat keinen anderen e ge:

was am besten geeignet ist, die Bi l den Nationalstolz zu entflammen und den Leidenschaften eine bestimmte Richtung zu geben. Diese Absicht der Opposition ist aber dadurch vereitelt worden, daß ein Theil der Majorität selbst gegen das Durchsuchungs - Recht gekämpft, daß Herr Guizot sich dem Ausspruch der Kammer unterworfen hat, und daß also nichts übrig bleibt, als die geheimen Absichten des Ministeriums zu verdächtigen, eine Taktik, die zu abgenußt isk, als daß die Führer der Opposition nicht von ihrer Unwirksanm-

handeln würde, ob man Englische oder Französische Deputirte

daß die Englische Regierung von dem Kabinette verlange, daß dasfiibe die Flotte, im Widerspruche mit dem Votum der Kammer, vermin- dere, und möchte gern Herrn Guizot so darstellen, als ob er sich schlage nicht mit der ganzen Würde eines Fran-

; l Dieses Manöver ist aber zu fFleinlih und wird bei den Wählern, so leicht- glâubig auch viele derselben seyn mögen, auf keinen Erfolg zu Möglich, daß zwischen dem Kabinette von St. | uilerieen in diesem Augenblicke Erörterun- gen stattfinden, die die Verlegenheiten des Herrn Guizot vermeh- ren; möglich, daß die Verweigerung der Ratification des Durch- suchungs: Traktates eine Stimmung zwischen den beiden Regierun: gen WLorgeensen hat, welche zu ungewohnten Aeußerungen zwischen England,

o weit gehen sollte, von

l daß es die der Kammer mißachte, das glaubt selbst die Opposition E m eile

1842.

sih erflärten, welche schon vor einem Jahre von : lung ihres Amtes“entseßzt worden, wei den Beschlbe en: selben ge en das Patronat nicht Folge leisten wollten, sondern sich dem Urctheilsspruch der Civilgerichte unterwarfen und Predigtamts- Kandidaten, die von den Kiocbeibneooiren beliebt, aber von den Gemeinden zurückgewiesen wurden, einführten und installirten. DAe Ene soll nâchstens im Parlamente zur Sprache gebracht

Die erwähnte Depesche Sir Stratford Canning's an den gde Aberdeen aus Konstantinopel vom 2. Mai lautet folgen- ermaßen :

habt, als den, ein Wort zu finden, welches bei den Wahlen ge- f

ee E , ge: Die Pforte hat ein Rundschreiben an die ver - braucht werden könnte. Vorzugsweise geeignet dazu schien der sandischaften hierselbst erlassen, et sie ihnen Inietae, dep a8 den Opposition das Durchsuchungs - Recht, weil damit Alles in Ver- | Dardanellen und am Bosporus Befehle ertheilt worden seyen, um die

Durchfahrt von Kauffahrtei-Dampfschiffen nach Sonnen-Untergang zu verhindern. Fch habe die Ehre, eine Abschrift dieses Rundschreibens beizuschließen. Die Auordnung mag mét gelegentlichen Unbequem- lichkeiten für die dabei Betheiligten verknüpft seyn, und in Erman-

clung_ irgend cines dringenden Grundes für die Maßregel ann fie vielleicht als cines der vielen Ergebnisse der reac- tionairen Politik betrachtet ‘werden, welche die gegenwärtige Ver- waltung angenommen hat. Scy dem nun , wie ihm wolle, so sehe ih doch nit ein, auf welche Gründe gestüßt ih mich der Maß- regel mit Fug widerseßen könnte, insbesondere da ih wahrscheinlich der einzige Opponent derselben wäre und weniger Ursache dazu hâtte, als z. B. der Französische und der Oesterreichische Gesandte, welche die zahlreichen Dampf-Paketböôte gu beschüßen haben, die unter ihren respektiven Flaggen fahren. F habe jedoh nachgesucht, daß zu Gunsten der Schiffe, die bei stürmischem Wetter cintreffen und inner- halb des Einganges der Straßen Schuß suchen, eine Ausnahme ge- macht werde, und ich habe vom Reis-Efendi die Zusicherung erhalten, daß die Pforte meinem Ansuchen willfahren werde.-/

_ Die Abdankung des Spanischen Finanz- Ministers Surra y Kull und die Vorausseßung, daß ihr ein vollständiger Minister- wechsel folgen werde, hat auf dem hiesigen Fonds-Markte großen Eindruck gemacht, so daß die 3proc. Spanischen Bons gleich um 1 pCe. fielen und später noch mehr heruntergingen. Ueber die Wirkung jener Abdankung auf die Spanischen finanziellen Anord- nungen bestehen verschiedene Ansichten. Der Globe sagt: „Die bestunterrichteten Personen glauben, daf dieselbe blos ein Vorläufer der Annahme des Vorschlags wegen Zulassung unserer Baumwollen- Waaren und somit ein Triumph des Britischen Einflusses sey. Gewiß ist, daß ein liberaler Tarif für Spanien die Grundlage der Wohlfahrt seyn wird, daß jedo ein solcher unmöglich war, so lange Surra y Rull, der aus Catalonien, also aus der einzigen Provinz gebürtig ist, die wahrscheinlich durch Zulassung unserer Baumwollen- Fabrikate leiden dürfte, am Finanzruder blieb. WMög- lich, daß zu Barcelona Unruhen ausbrechen, fobald die angedeutete Geneigtheit der Madrider Negierung dort bekannt wird; lebtere hat jedoch für diesen Fall durch Vorschiebung starker Truppen-

massen an die Cacalonische Gränze gesorgt.“

Wie fehr Englands Handel mit Frankreich durch eine Erhö- hung des dortigen Einfuhr: Zolles auf Leinengarn und Leinwand leiden würde, sucht die Times durch folgende statistische Angaben darzuthun: „Dieser Handel“, sagt das genannte Blatt, „ist erst neueren Ursprungs, denn im Jahre 1826 wurden die Zölle bis zum Verbot gesteigert, in den Jahren 1835 und 1836 jedoch wie- der herabgeseßt, was das Ergebniß hatte, daß die Ausfuhr des Leinengarns aus England nach Frankrei im Jahre 1832 betrug : 76,512 Pfd., werth: 6516 Pfd. St.; 1833: 867,288 Pfd., werth: 68,229 Pfd. St.; 1834: 1,430,369 Pfd., werth: 130,561 Pfd. St.; 1835: 2,384,678 Pfd., werth: 198,823 Pfd. St.; 1836 : 4,012,141 Pfd., werth : 276,942 Pfd. St. ; 1837: 7,010,983 Pfd., werth: 401,007 Pfd. St.; 1838: 11,485,680 Pfd., werth: 600,806 Pfd. St.; 1839: 12,259,254 Pfd., werth: 644,144 Pfd. St.; 1840: 13,137,367 Pfd., werth: 629,533 Pfd. St. Unsere ganze Ausfuhr an Leinengarn betrug im Jahre 1840: 17,733,575 Pfd., so daß Frankreich mehr als zwei Drittel davon erhielt. Die ganze Ausfuhr aus England nah Frankreich betrug im Zahre 1840: 2,378,149 Pfd. St., so daß also die Ausfuhr an Leinengarn allein über ein Viertel dieser Ausfuhr bildet. Dies ist der Umfang des Uebels, dies ist der ungeheure Schlag, den die Handels - Verbindungen zwischen den beiden größten Ländern der Welt erleiden werden, um den Anforderungen einiger un- ruhigen Wählerschaften im Norden von Frankreih zu Willen zu seyn,“

Fast unmittelbar nah Verübung des Attentats am Montag Abend ließ sich eine Frau von achtbarem Aeußeren zur nächsten Polizei- Station führen und sagte aus, sie sey am Constitutions- Hill auf: und abgegangen, um die Königin zurückfahren zu sehen als sie John Francis und einen anderen Mann, der eine flanellene Jacke trug, bemerkt und Ersteren sagen gehört habe: „Die Kö- nigin! Warum soll sie eine solche Ausgabe für die Nation seyn? Muß sie auf so großem Fuße leben, damit wir armen Leute schwer

zu arbeiten haben?“ Jn diesem Augenblicke sey der Königliche Wagen angekommen; sie habe John Taiaia ein Pistol hervorzie- hen und abfeuern gesehen, sey aber so erschrocken gewesen, daß sie den Knall nicht gehört. Die Frau wiederholte obige Aussagen am folgenden Tage vor dem Geheimen Rathe. Am Mittwoch früh begab sich der Vater des John Francis zu Sir J. Graham, um einen Befehl zu erlangen, daß er in Newgate zugelassen wer- den und eine Unterredung mit seinem Sohne haben dürfe. Es wurde ihm erwiedert, daß er sich deshalb an die Aldermen der Tity wenden müsse. Der alte Francis sagte aus, daß sein Sohn erst im November 20 Jahre alt werde, und daß er nicht begreifen fönne, was ihn zu dem Verbrechen getrieben habe. Erst seit 6 Wochen sey sein Sohn von ihm fort, habe aber Sonntags in der Regel bei ihm gespeist, ohne daß ihm je sein Betragen oder seine Reden irgend aufgefallen seyen. Außer Arbeit sey der Sohn erst seit m Tagen gewesen. Der ältere Pearson hat in den döfent- lichen Blättern erklärt, daß nicht er, sondern sein 16 üriger Bru- der am Sonntage um 2 Uhr Nachmittags gesehen habe, wie ein Mann ein Pistol aus der Tasche zog und damit auf den Wagen der Königin zielte. Vergebens habe er von diesem orfalle, es sein Bruder ihm erzählte, noch am Sonntage den D s zeige zu machen gesucht; es sey daher ers am Montag früh 9