1842 / 174 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

R A EIC

S A

Pia Ra

Auswärtige Börsen.

Am stordejn, Id Dea Wort: wirkl. Schuld 52%. 5% do. 1005. | père et fils, 2 Bn Kanz-Bill. —. S2 . Pass. 45. Ausg. —. Zinsl, —. Preuss, : L u Wa e R L Da Le usg Montag, 27. Juni, Jm Schauspielhause: Der Sohn der Wildniß 2 Sér. 6 Pf

Hamburg, 22. Juni.

London, 18. Juui. Cons. 32 915. Bele. —. sive p Ausg. Sch. 10. 25 ÿ Holl. 525. 5% 101. 52 Bras.

Petersburg, 17. Juni. Lond. 3 Met. 38. Hamb. 34. Paris 406. Y do. 200 Fl. 27%. Wien, 19. Juni, Bauk-Actien 1659. 1658. Aul. de 1839 1072. 1073.

Poln, à Paris 300 FI. 73. do. 500 Fl. —.

Baok - Actien 1685 Br. Engl. Russ. 1093. Neue Aul. 215. Pas-

752

Sonnabend, 25,

Port. 374. Col, —. a I nacht“, von Auber.

ierauf:

“e erstenmale wiederholt: V

Königliche Schauspiele. Sonnabend, 25, Juni. Jm Schauspielhau

Unpäßlichkeit eingetretener Hindernisse statt des Lustspiels :

Blatt hat sich gewendet“, Die Vertrauten, L

von A. Müllner. 7 Die Einfalt vom Lande, Lustspiel in

4 Abth, vom Dr. C. Töpfer. Sonntag, 26. Juni. Jm Opernhause: J ner Thür. Hierauf: Robert und Bertrand. Jm Schauspielhause: Pour l’ayant-dernièr

n 3 Akten und einem Vorspie

ely Thema aus der Oper? „Armid

e: Wegen dur h E Herrn Oelschig.

„Das ustspiel in 2 Abth.,

du théâtre français: 1) Caliste, ou: Le Geolier. 2) Bocquet

Königstädtisches Theater.

uni. Ouvertúre aus der Oper: „Die Ball-

die Flôte (E-dur), fomponirt und e, rei en von Herrn Oelschig, Mitglied des Orchesters des Königsst

Nach dem Vorspiel des Stú>s:

Jntroduction und Polonaise für | 536 Wispel 13 Sche ttwo<, den 22. Juni 1842. dtischen Theaters. Dann, Das Scho> Stroh 10 Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf - au< 9 Rthlr. on Sieben die Häßlichste. Lustspiel | 10 Sgr. Der Centner Heu 1 Rthlr. 5 Sgr., au<h 22 Sgr. 6 Pf. l nah Told’s Erzählung, von L. An- Kartoffel - Preise. Variationen úber ein Der Scheffel 12 Sgr. 6 Pf., auch 10 Sgr. Branntwein Drese,

e“, komponirt und vorgetragen von

eder fege vor sei:

Marktpreise Zu Lande:

e représentation

Berlin, den 23. Juni 1842. Roggen 1 Rthlr. 19 Sgr., auch 1 Rthlre. 18 Sgr. ;

: ; 23, Fun Sonntag, 26. Juni. Einen Jux will er sich machen, 10,800 Montag, 27. E Einen Jux will er sich machen. E Berlin - Die Ael

vom Getraide.

roße Gerste 4 Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf.; Hafer 1

gros Ee 6 Pf. Eingegangen fo 28 Wispel 1 Wi sser: Weizen 3 thlr. 7 Sgr. 6 Pf. , au<h 3 Rthlr. und 3 Rthlr. 1 Sgr. 3 Pf. ; oggen 1 Rthlr. 22 Sgr. 6 PE auch 1 Rthlr.- 20 Sgr. ; große e 1 kletne Gerste 1 Rthlr. 5 Sgr. ; Ha Erbsen 1 Rthlr. 16 Sgr. 3 Pf. (shlehte Sorte).

lr. 3 Sgr. 9

1 Rtblr., wy Sgr. 9

Die greife von Kartoffel - Spiritus in der Zeit vom 17. bis i d. F. waren : 147 145 Rihlr. pro 200 Quart à 54 pCt.,

Ct. nach Tralles. Korn - Spiritus ohn é den 2 Juni 1842. : E E

testen der Kaufmannschaft von Berlin,

itim Ge i E Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.

Gedrud>t in

Bekanntmachungen.

Nothwendiger Verkauf. Könégliches Kammergericht zu Berlin.

Vorwerke zu Reichenwalde soll

am 27. August 1842, Vormittags 11 Uhr,

an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden.

Der Reinertrag des Grundstücks von 725 Thlr. [regelmäßigen Fahrten zwischen hier und Swinemünde

19 Sgr. 6 Pf. gewährt zu 5 pCt. einen Taxwerth VA 4 i cuies s Ca C, 14,513 Thlr. und zu 4 pCt. einen Tax- Werth Vot 64. ia 4 18,141 Thlr. 7 Sgr. 6 Pf. Darauf haftet ein Erbpachts - Kanon von 348 Thlr. 7 gGr. 7 Pf. inclusive 874 Thlr. Gold, welcher, E s P puegg rge U Kapital von L r. . darstellt, so daß der Wert der Erópachts- Gerechtigkeit 5 Y zu 5 pCt. veranschlagt 5513 Thlr, 12 Sgr. 6 Pf. zu 4 pCt,. veranschlagt 9141 Thlr. 20 Sgr. beträgt. Taxe, Hypothekenschein und Kaufbedin- gungen sind in der Kammergerichts - Registratur einzusehen.

A u sz ug.

Auf des Hauptmanns Carl von Kahlden auf Arbs- hagen Antrag werden alle diejenigen, welche an das demselben bisher eigenthümlich gehörende, gegen- wärtig verkaufte, im Flemendorfer Kirchspiel bele- gene Allodial - Rittergut Arbshagen c. p. rechtsbe gründete Forderungen und Ansprüche haben, zu de-

ren Anmeldung und Beglaubigung in einem der fr 1841 is erschienen und bei dem Unterzeichneten

folgenden O ; am 21. Funi, 12. und 30. Fuli d. X. Morgens 10 Uhr, vor dem Kdnigl. ¡cht

kennenden Präklusion hierdur< aufgefordert. Datum Greifswald, den 23. Mai E

Königl. ernE Hofgericht von Pommern und Rügen. (L. S. v

. Möller, Praeses.

Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 11. Juni 1842.

Das hferselbs| in der alten Jacobsstraße Nr. 135 belegene Grundstü> des Kaltscheunen - Besigers Joachim Heinrich Bruhn, gerichtlih abgeschäßt zu 14,245 Thlr. 28 Sgr. 9 Pf., sol Schulden halber am 27, Fanuar 1843, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsftelle subhastirt werden. Taxe und Hypothekenschein sind in der Registratur cinzusehen.

Rothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 3. Juni 1842. Das in der Schillingsgasse Nr. 34 und 35 bele- gene Thielsche Grundstü>, gerichtlich abgeschäßt zu 17,987 Thlr., soll am 24. Fanuar 1843, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hypothekenschein sind in der Registratur einzuschen.

e Zinszahlung.

Die in termino 1. Juli c. fälligen Zinsen von Prioritäts - Actien der Berlin - Anhalti- \chen Inden s ee A R so wie die A b - \<hlags-Zahlung von 4 Thlr. pro Actie auf die laufende Jahres - Dividende, sind im Laufe des Monats Juli, in den Vormittagsstun- Un der Wochentage, bei unserer Haupt - Kasse im Va A gegen Einlieferung der von Num-

-V s ; Berlin bet 4 Tes Coupons zu erheben.

Direction der Berlin - Anhaltischen Eisenbahn-

Gesellschaft Di fenfeticiaianas e Zins ablung für di y _ Ges eil G ft füc in-Pot sdame rÉisen b g vom1.bisincl. den415. I albe Jahr 1842 wird

von 9 bis 12Uhr, mi? Ausf Pormittags tage, im Kassen - Lokale auf en us derSonn- ofe

statthaben. Ein jeder Coupon * Belides bar

: __|[Verwaltung nah. Es haben sich bei Vermeidung der am 25. Au R er-|283 Personen mit einem Bersicherungs-Kapital

Zwischen Potsdam und Hamburg. Abfahrt Dienstag 65 Uhr Morgens, 8

L. F. Anker, Behrenstr. 23,

Das Passagter-Schif „„Borussia//, von cinem Dampf- schiff mit kräftigen Maschinen geschleppt, wird scine

Montag den 20sten dieses von hier ab beginnen und an den nachbenannten Tagen und Stunden antre-

ten , nämlich: Von Stettin:

Montag um 2 Uhr Nachmittags, Mittwoh =- 12 - Mittags, Freitag - 12 - Mittags, Sonnabend - 2 - Nachmittags.

Von Swinemünde:

Montag um 5 Uhr Morgens, Dienstag - 6 - Morgens, Donnerstag - 6 - Morgens, Sonnabend - 5 - Morgens,

Die Passagier: Billets werden am Bord des Pas- sagier-Schiffs „Borussia// eine halbe Stunde vor der Abfahrt ausgetheilt und sind also nur daselbst zu ldsen. Stettin, 14. Juni 1842.

Comité der Stettiner Dampfbugsirboot - Rhederei.

Der Rechenschafts-Bericht der Lebensversicherungsbank f. D. in Gotha

unentgeltlich zu haben. Derselbe weist die befriedi- gendsten Fortschritte der Bank in allen Theiler | rer derselben: o Be n 1,604,800 Thlr. angeschlossen. Bei einer Ausgadve von 280,325 Thlr. für 159 Sterbefälle sind noch 151/691 Thlr. crúbrigt und zur Vertheilung ‘als'Di- vidende zurü>gelegt worden. Fn Folge des fort- dauernd zahlreichen Zugangs zählte die Bank am 1. Juni dieses j! 18,189,100 Thlr. Versicherungs - Summe; ihr baar vorhandener resp. verzinslih angelegter Fonds be- trägt über dret Mill. Thlr. er nah dem Tode seinen Erben oder bei Er- reichung cines gewissen Alters sich selbs bei Leb- zeiten cin bestimmtes Kapital sichern will, kann dies unter Lee Bedingungen bei obiger Ansialt durch Vermittelung des unterzeichneten Ägenten er- langen. Karl Gottfr. Franz in Berlin.

Ritterguts - Verkauf oder Vertausch.

Ein schr schôn gelegenes Rittergut in der Elb-Aue, der Ueberschwemmung nicht unterworfen, 1 Stunde von der Anhaltischen Eisenbahn enifernt , mit guten Wohn- und Wirthschafts- Gebäuden und mit Lust- und Obsigarten umgeben, 200 Magdeburger Morgen Feld / alles sämmtlich Raps- und Weizenboden und Wiesen, 80 Morgen Hutung 2c., 50 Thlr. baar Ge- fälle :c., soll nebst sämmtlihem FJnventarium an 4 Pferden, 2 St>. Zugochsen, 20 St>. Melfkühe (Schafe sind gewdhnlich 300 Sth gehalten worden), Schweine, Federvieh :c., Schif und Geschirr, Über- haupt wie es jeßt steht und liegt, mit vorhandener Aerndte schnell verkauft oder auf ein anderes Grund- sú> sowohl in Berlin als wie auswärts vertäuscht werden; auch kann das Rittergut mit 5000 Thlr. baarer Anzahlung sogleich Übernommen werden; dem anderen Kapital fleht nie eine Kündigung bevor bci richtiger Abführung der Zinszahlung. Näheres durch den Oekonom FriedrihHerrmann in Halleg, d. S.

t

‘Demnach die verwittwete Henriette Salzmgnn, geb. Klee, in rechtlicher Assistenz bet Einem Wohl- Edlen Rathe um Nachgabe eines Proclamatis ad con- vocandos creditores et heredes ihres verstorbenen Ehe- mannes, weiland hiesigen Kaufmannes und Besitzers des Hotels „Stadt London//, Leopold Eduard Salz- mann, gebeten und ihr solches auh nachgegeben, dieselbe aber zu dessen Bewirkung und Ausfertigung an das Waisengericht verwiesen worden, als werden

demzufolge eine Sypccification d

laufenden Nummern geordnet , A ad den

Unterschrift und seiner Wohnungs-Anzeige versehen,

h net egade der Coupons die ahlung durh unseren Rendanten

sofort ju gewärtigen. Heren Plahn Berlin, den 25. Mai 1842,

Gesellschaft.

Dampfschifffahrten.

: einen geseßlich legitimirten B nntag den 26. Juni c. (Dpfb. der Falke.//)|den und cvollmächtigten zu mel- So g um 3 Uhr Nachm. [ren , \o wie bee dmánies ELs TRA Ie beil,

Abfahrt von Potsdam

9 rt von dem Werder - &8&= - [widrigenfalls \elbi Erbansprüche zu doziren, E - Baumgartenbrü> - 7 - - [mini praefixi, E bren AnEL L nRR bauen Ter. Fahrbillette sind an der Tageskasse in Potsdam, zum|nicht weiter gehört noch admitirt, sondern i En faio Preise von 5 Sgr./ zur Hin- o der Rückfahrt zu haben, präfludirt seyn sollen, Wonach si< AU Gd: Fede

von dem Waisengerichte der Kaiserlichen Stadt Riga Alle und Jede, welche an den Nachlaß weiland hie- sigen Kaufmannes und Besibers des Hotels „Stadt London‘, Leopold Eduard Salzmann, irgend welche Anforderungen, jedoch mit Ausnahme der auf dieses

mmobile ingrossirten , kontraktlih von desuncto

übernommenen Verhaftungen, oder Erbansprüche | Die Direction der Berlin - Potsdamer Eisenbahn-|#! baben vermeinen , cent aufgefordert , sich in-

nerhalb sechs Monaten a dato diejes affigirten P ro- L A a po De 2a, B Hem

a praeclusìi bei dem Waisengerichte d desselven Kanzelei entweder persdnlich a durch

Siadt e Wibette ry An dem ¿QULREIEUNNEIEN Fe é | ord des Dam s werden fkecitte Die Erbpachts - Gerechtigkeit an dem im Teltow- Billette verkauft. A fer. Behrenst Storkowschen Kreise belegenen Kdniglichen Amts-

Fahres 11,213 Versicherte mit}?

ten haben. “Publicatam Riga Ratbbaus - den 24. Mdrz 1842. Ed. Lange,

Jud. Pup. Imp. Civ. Rigens, Secretarius.

Ediktal-Ladung. Nachdem zu dem insolventen Nachlasse des hiesigen Bürgers und Buchhändlers Eduard Fürchtegott Meißner nach erfolgter Lossagung von Sriten der Erben von uns der Konkurs - Prozeß erdfnet worden ist, so werden alle diejenigen, welche an diesen Nach- laß Ansprüche zu haben gedenken, resp. bei Verlust der Wiedereinsezung in den vorigen Stand, geladen,

daß sie den 10. Oktober 1842,

Vormittags 11 Uhr, auf hiesigem Rathhause in der Richterstube in Person oder dur<h Bevollmächtigte, welche zum Vergleiche berechtigt und von Ausländern mit gerichtlicher Vollmacht versehen seyn müssen, er- scheinen, mit dem verordneten cur. lit, zuvdrderst die Güte gen und wo mdglich einen Akkord treffen, in dessen Entstchung binnen 6 Tagen vom Termine an gerechnet thre Forderungen mit Beibringung des erforderlichen Beweises , Production der darauf be- zughabenden Urkunden in der Urschrift, au<h Deduc- tion der Priorität , liquidiren, mit dem cur. litis, welcher binnen anderweiten 6 Tagen auf das Vor- bringen der Gläubiger sub poena consessi et con- victi si<h einzulassen und zu antworten, auch die pro- duzirten Urkunden sub poena recogniti anzuerkennen hat, nicht minder der Priorität halber unter sich, von 6 zu 6 Tagen rechtlich verfahren, mit dex Qua- druplik beschließen und j den 5. Dezember 1842 der Jnrotulation der Akten, so wie Í t den 19, Dezember 1842 der Publication eines Prâklusiv - Bescheides gewdrtig seyn sollen. Diejenigen, welche in dem ersten dieser Termine nicht erscheinen oder nicht gehdrig liquidiren , sollen ro praeclusis, diejenigen aber, al! zwar erscheinen, Jedoch, ob sie den vorseyenden Vergleich annehmen wollen oder nicht, deutlich sich nit erklären , pro consentientibus geachtet werden, nicht minder soll die

ublication des Präklusiv - Bescheides in dem betref- enden Termine Mittags um 12 Uhr in contumaciam er Nichterschienenen erfolgen.

nahme künftiger Zufertigungen cinen Anwalt unter der Gerichtsbarkeit der Stadt Leipzig bei 5 Thlr. Strafe zu bestellen. Leipzig, den 4. Mai 1842. 4 ? Das Stadtgericht zu Leipzig. Dr. Winter, Stadtrichter. R. d. K. S. C. V. O.

Literarische Anzeigen.

bliothek, welche zugleich den grössten Theil der Staatsrath Dr. med. Huselandschen Bibliothek ent- hält, ist bei dem gerichtlichen Bücher-Auctions-K om-

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Berliner Lokalscherze.

Allgemeiner Anzeiger für die Preußischen Staaten.

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Berlin bei Fulius Springer, Endlich haben auswärtige Liquidanten zur An-|E>ke der Scharrnstraße :

phokles auf unserer Denn nachdem Herr Dr. Stdäger bereits 1829 und

spâter seine Uebersezung einzelner Sophokleischer Dra-

Reisenden gewidmet. Mit Angabe der Sehens- schienen und in allen Bu

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C Len .) Nante auf der Eisenbahn. 5 Hefte à

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Fr. Kücken,

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No. 1. Du wunderholde Maid.

No, 2. Das Mädchen von Juda. . No. 3, Der Abschied, jede No. 5 Sgr, No. 4. Die Rose.

No. 5. Immortelle,

Dieselben Lieder sind auch mit Piano erschienen. T. Trautwein, Breite Strasse No. 8.

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Gruppe, Dr, D. F. Bruno Bauer und die akademische Lehrfreiheit. gr. 8. geh. 20 Sgr.

Diese Schrift beleuchtet in Beziehung auf den

Schritt des Kdniglichen Ministeriums den Jnhalt

der Schriften Bauers, im Zusammenhange mit der

egelschen Philosophie und andererscits mit den de- struktiven Tendenzen der Zeit. Das gedru>te Se- parat-Votum von Dr. Philipp Marheineke er- hält darin fine Würdigung. Der Verfasser deutet um Schluß die Richtung an, in der, den extremen

Parteien gegenüber, Schlciermacher's Ansicht zur

wahren und bleibenden Befestigung der evangelischen

Theologie fortzuführen sey.

Berlin, den 21. Funi 1842.

Albert Nau>k & Co

d et, vorräthig in So eben wurden im Dru vollen S tle Nr 20,

Sophokles Tragddien von Fr. Wilh. Gg. Stêger. Urschrift und Uebersehßung. i Me d E dens. M des So n S N Gr übne at dies Werk veranlaßt.

ddien LEGNROE erscheint, im Versmaß des riginals und mit beigefügtem Griechischen Texte,

die jeßt vorliegende Gesammt-Ausgabe, das Resultat Das Verzeichniss der Ende Jali d. J, zur Auction|cines mehr als zchniährigen Fleißes , der dem Ver- kommenden von dem Königlichen Geheimen Medi- ftändniß und der Deutschen Ueberseßung des So-

zinalrath Pros. Dr. med, Osann hinterlassenen Bi-|Pphofles mit Vorliebe si

zuwandte.

Halle, im Juni 1842, Richard Mühlmant.

Fn unserem Verlag sind so eben erschienen und in

missarius sür Berlin, Rauch, Zimmerstr. 65, zu haben, allèn Buchhandlungen zu haben:

Schdll, A., Sophokles Aias. Deutsch in den Versmaßen des Originals mit einer Einleitung über Sinn und Geschichte der Aeakidenfabel un cinem Anhange über zwei zum Aias gehdrige Tragddien. Kl. 8. 255S. geh. 1 Thlr. 75 Sgr.

Fuchs, C, J., qualif. Departements-Thierarzt und Lehrer an der Königl. Thierarzneischule in Ber- lin. Die schädlichen Einflüsse der Bleiberg- werke aúf die Gesundheit der Hausthiere, insbe- sondere des Rindviehes, mit Rücksicht auf die im Austrage eines hohen Ministeriums der Brie lichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegen U ten an der Thierarzneischule in N n Sasto N ten Versuche mit Bleierzen beim Rindvieh, gr, 8,

63 Seiten. geh. 444 Sgr. - und Eigenthums-Verhältnisse der

Ueber da ¡chwedt und Wildenbruh. Ein Bei- trag zum Preußischen Domainenrecht. Kl. 8. 41 S. geh. 10 A, ,

Minding, Ferd. Dr, Die Einrichtung -der Klassen - Lotterie mit Freiloosen in Hinsicht auf ihren dur<s<hnittlichen Erfolg für Unternehmer und Spieler, arithmetisch beleuchtet. Ein Bei- trag zur panien Arithmetik. Kl. 8. 36 Seï-

ten. geh. 74 Sgr. Berlin, Juni 1842, Veit & Comp.

Bei Ferdinand Hirt in Breslau ist so eben er- Sbandlungen vorräthig (in

erlin bei W. Besser, Behrenstr. 44):

Schottki, die Ausübung der freiwilligen Ge- rihtsbarfeit durh Gerichte und Notarien. Ein Beitrag zur Beantwortung des Justiz - Ministe- rial-Reskripts vom 23. März 1842, Preis 10 Sgr.

Angely’ s Vaudevilles 2c. mit Bildern von H0- semann, 4 Bände à 15 Sgr. -

blr. 7 Sgr. 6 L ngegangen nd

pas act

| |

Allgemeine

Preußis<e Staats- Zeitung. S

M 175.

In halt. Amtliche Nachrichten.

e. Frankreich. Yaris Dat Fournal desDébats über Eorme-

nins Wabl-Manifest. Neue Unterwerfungen in Algier. Vec- mischtes. Seiden aus Paris. (Der Prozeß des Temps und die Haltung der Presse, dem bestehenden Ministerium geaen- über; Spaltung in dem legitimistischen Wahl-Comits ; die Wahl- Kandidaten von Paris.)

Großbritanien und Jrland. Parlaments-Verhandlungen. Unterhaus. Eisenbahn - Bill. Armen - Bill im Ausschuß. London. AEER Waterloo-Diner. Geschenk des Jmam von Muskat. Kohlenzoll, Peel über die Untersiüßun der Nothleidenden. Erklärung des Premier-Ministers gegen die Wahl-Umtriebe. Schreiben aus London. (Stimmung in Be- zu kuf Francis Verurtheilung; die Opposition der unzufriedenen

ories.

Deutsche Bundesstaaten. Stuttgart. Abgeordneten-Kam- mer. Pensionirung der weltlichen Diener des katholischen Bis- thums. Darmstadt. Abgeordneten-Kammer. Bevollmdäch- tigung der Regierung zur M Negang neuer Zol - Verträge. Rosto >. Einzug des Großherzogs. Hamburg. Neue Anträge des Senates bei der BEreri ais,

Italien. Neapel. Reglement über die Beamten - Pensionirung.

Hnland. Aachen. Wiederherstellung des Krdnungs-Saales,

Die Kommunal - Verwaltung von Berlin.

Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages.

Se, Majestät der Kdnig haben Allergnädigst geruht : Dem Ober-Landes erichts-Assessor Bünte zu Rees den Cha- rafter als Land- und Stadtgerichts-Rath; so wie Dem Assessor Westermann bei dem Fürstlichen Gerichte der Herrschaft Broich den Charakter als Justizrath beizulegen; und Den Land- und Stadtrichter Bdnisch in Gleiwiß zum Kreis-Justizrath für den Tost-Gleiwißer Kreis zu ernennen,

Dem Kaufmann Peter Morbotter zu Blindinghausen, im Kreise Lennep, ist unter dem 23. Juni 1842 ein Patent auf die alleinige Anfertigung einer, durch Beschreibung und Modell dargestellten, mit einem für neu und eigen: thümlich anerkannten Hieb versehenen Vorfeile ahre, von jenem Tage an gerechnet, und fúr den Um- tonarchie ertheilt worden,

auf Fünf fang der

Abgereist: Der General-Major in der Suite Sr. Maje- sft des Kbnigs, von Below, nach England.

Telegraphische Depesche. Die offizielle Madrider Zeitung enthält die Bildung des neuen Ministeriums in folgender Weise: ; General Rodil Kriegs-Minister und Conseils-Präsident, Graf Almodovar Senats-Präsident und Staats-Minister, Zumalacarre gui Justiz-Minister, Ramon Calatrava Finanz-Minister, Capaz (Senator) Marine-Minister, Torrez-Solano (Senator) Minister des Jnnern,

Zeitungs-UÜachrichten. Ausland.

Frankreich.

Paris, 20. Juni. Die für die Wähler bestimmte Bro- \hüre des Herrn von Cormenin hat in vielen Punkten einen so großen Eindru>k hervorgebracht, daß sie von dem Ministerium nicht füglich unberü>sichtigt und unbeantwortet gelassen werden konnte, Da die wesentlichsten Stellen aus jener Schrift bereits mitge- theilt worden sind, lassen wir nachstehend die heutige Entgegnung des Journal des Débats folgen: „Die Opposition is frucht- bar an Manifesten. Herr von Cormenin hat für eigene Nech- nung die Zahl derselben noch vermehren zu müssen geglaubt. Der N Deputirte des Yonne : Departements hat sich das

udget zum Text gewählt; der Gegenstand is schön. Nach Ana- lysirung des Budgets beweist er, was Niemandem ein Geheim: niß ist, daß unsere finanziellen Glücfsquellen mächtig, aber für eine gewisse Zeit lang verwendet worden sind, und er trägt sodann mit überraschender Kühnheit darauf an, daß man sparsame De- putirte ernennen müsse. Wahrlich, wenn Herr von Cormenin diese Zdee dem Publikum nicht offenbart hätte, so würde dasselbe nicht daran gedacht haben. Herr von Cormenin zieht die Wähler mit dem einen Worte: „Laßt uns sparsame Deputirte haben,“ aus einer großen Verlegenheit. Aber warum hat Herr von Cor- menin nicht seinem schdnen Einfall die Krone aufgeseßbt, indem er auseinanderseßt, worin die Ersparnisse bestehen sollen, und welches Mittel Frankreich hat, um die Einnahmen und die Ausgaben nell in ein gleiches Verhältniß zu bringen? Uns ziemt es nicht, einem so großen Finanzmanne vorzugreifen; wir wagen nur, einige demüthige Bemerkungen zu machen, um die Lücke, die der edle Bicomte elassen hat, auszufüllen. Bis zum Jahre 41855 sind unsere gewöhnlichen Hülfsquellen, die Revenlen des Amortisations : Fonds und die im Jahre 1841 votirte Anleihe mit eingeschlossen, für bestimmte Zwecke im Voraus verwendet. Außerdem muß die schwebende Schuld noch vermehrt werden; sie kann aber ohne Verlegenheit einen solchen Zuwachs ertragen. Es is endlich wahrscheinlich, und sogar ge-

wiß, daß neue außerordentliche Ausgaben werden votirt werden

Berlin, Sonntag den 26e Juni

mússen. Aber wir haben, um ‘dieselben zu bestreiten, die unver- meidliche Vermehrung der dffentlichen Einnahmen, und im äußer- sten Falle die Anleihe. elches sind nun aber die Gründe, die es veranlaßt haben, daß das Guthaben des Schaßes so im Voraus mit Beschlag belegt werden mußte? Und welche Umstände könnten eintreten, die Frankreih außer Stand seßten, seine Verpflichtungen zu erfüllen? Vor zwei Jahren war der Schaß, wir sagen nicht, den Verhältnissen gewachsen, denn das ist er noch, aber er war übervoll. Dies war, wenn wir uns nicht irren, der Zustand der Dinge am 28. Februar 1840, am Vorabende des 1. März. Seitdem hat Frankreich ein Ministe- rium besessen, welches binnen 8 Monaten uns eine Summe von 800 Millionen an außerordentlichen Ausgaben auferlegte. Jenes Ministerium hat Herr von Cormenin geschont, er hat vermieden, es zu nennen, weil jeßt eine rührende Uebereinstimmung zwischen dem vormaligen linken Centrum und den Demagogen des Radifka- lismus herrscht. Wir haben nicht dieselbe Rücksicht zu beobachten; den von Herrn von Cormenin ertheilten guten Rathschlägen fügen wir noch

folgenden hinzu: Es war das Ministerium vom 41, März, welches

den Schultern der Steuerpflichtigen jene Lask aufbürdete, und

wir hoffen, daß die Wähler sich dessen erinnern werden, wenn die

Freunde des 1. März ihre Stimmen verlangen. (Dieses Argu-

ment des Journal des Débats ist, wie wir hier einzuschalten

nicht unterlassen können, von seiner Seite nicht ganz redlich.

Eine solche Sprache zu führen, wäre passend gewesen, als Herr

Thiers durch seine kriegerischen Maßregeln, die jene außerordent-

liche Ausgaben veranlaßten, Frankreich und Europa aufregte. Da-

mals aber war das Journal des Débats, von dem man

hâtte erwarten können, daß es Mabigung empfehlen würde, am

eifrigsten bemüht, den Demonstrationen des Herrn Thiers An-

flang im Lande zu verschaffen. Es scheint daher jeßt nicht ge-

rechtfertigt, wenn das genannte Blatt den Wählern gegenüber, dasjenige als das verwerflichste anführt, was es früher selbst auf eine leidenschaftliche Weise erwe gt 6 Ein anderer Beweggrund, der die Einseßung der gewdhnlichen Hülfsquellen für die Zukunft veranlaßte, ist das vor wenigen Wochen votirte Geseß, welches Frankreich mit einem bewundernswürdigen Werke des Wohlstan- des und der Einheit ausstattet, indem es dasselbe mit einem Eisen- bahnneße bede>t, Diese produftive Ausgabe, mittelst welcher Frankreich die Mittel erlangen wird, die Fehler der Politik aus- ugleichen, welche die linke Seite in der Person des Herrn Thiers beding; ward von den konservativen Ministern des 29. Oktober angeregt, und in ihren Freunden entschieden. Dies is eine That- sache, deren sich Herr von Cormenin nicht erinnert hat. Wir un- sererseits glauben, daß die Wähler ein besseres Gedächtniß haben werden, und daß sie, weit davon entfernt, sich Über eine solche vom Schasbe eingegangene Verpflichtung zu beklagen, ofen und wes einer Politik ihre Zustimmung geben werden, welche auf Verbes- serungen denkt, die der Größe Frankreihs würdig sind. Eine andere Frage, die aufgeklärt zu werden verdient, und welche Herr von Cormenin ganz mit Stillschweigen übergeht, ist die: in welchem Falle würden die Verpflichtungen des Schaßes seine Kräfte úbersteigen? Es giebt nur einen solchen Fall, nämlich den, daß die linke Seite bei den Wahlen die Majorität erhielte, und dann neuerdings ein Kabinet bildete, Die linke Seite glaubt, daß die National -Ehre darin besteht, die Verträge zu verachten, und sich dessen noch auf der Rednerbühne zu rühmen, Die Pro- paganda scheint mir die besondere Mission Frankreichs. Jedes Ministerium der linken Seite wird daher ein Ministerium der Unruhen und der Rüstungen seyn; daraus folgt unvermeidlich eine Hemmung der Jndustrie und des Handels, eine Ver- minderung der Consumtion, nnd also auch eine Vermin- derung der öffentlichen Einnahmen. Und was würde erst entste- hen, wenn der Krieg ausbräche, nicht einer jener Kriege, wie die mit Recht erbitterten Völker ihn zu ertragen wissen, und bei wel- chem man Verbündete hat, weil man eine gerechte Sache unter: slúst, sondern ein unvernünftiger , grundloser Krieg, wie die linke Seite mit ihrer gewohnten Geschi>lichkeit , ihrer unvergleichlichen Klugheit und mit ihren Jdeen vom Vblkerrecht, de ihn unfehlbar hervorrufen würde, mit einem Worte, ein solcher Krieg, wie der, der beinahe ausgebrochen wäre, als die linfe Seite vor zwei Jah- ren herrschte und regierte. Dies wäre wohl eine Frage gewesen, die Herr Cormenin einer Prúfung hâtte unterwerfen können; aber er hat sich klúglich gehütet, dieselbe au<h nur anzuregen.“

Die Regierung pukblizirt nachstehende telegraphische Depesche aus Algier vom 15. Juni: „Jn Folge der leßten nach dem At- las unternommenen Expedition haben sich die Stämme der Ben i- Sala, der Muzaja, der Beni-Messaud, der Sumata, der Beni- Menad, der Chenua Und alle Hadjuten unterworfen. Die Divi- sion von Oran ist auf dem Marsche, um den Dscheliff hinabzuge- hen; die Division von Algier, in drei Kolonnen getheilt, seßt sich in Bewegung.“ ;

Börse vom 20, Juni. Heute fand eine außergewöhnliche Bewegung in den Französischen Renten skatt. Die Course dersel- ben gingen in der ersten Stunde um 65 Cent, zurü>, ohne daß ein eigentlicher Grund fúr dieses Sinken angegeben werden konnte. Später hoben sich dur< einige Gewinn - Realisationen die Course wieder um etwa 20 Cenr. Es sollen starke Verkäufe für Rech- nung eines angesehenen Hauses ausgeführt worden seyn, welches während der bevorstehenden Wahlen große Schwankungen in den Renten befürchtet, Auch waren wieder Gerüchte von einer Er- franfung des Königs verbreitet; man wollte wissen, daß die Reise des Königs nach dem Schlosse Eu verschoben worden sey.

x Paris, 19, Juni. Der Prozeß, welcher gegen das Journal le Temps eingeleitet worden war, weil es den in Be- zug auf die Unterschrift des Gérant und die Caution bestehenden teseblichen Vorschriften nicht Genüge geleistet hatte, wurde bekannt- lich von dem Zuchktpolizeigericht dabin entschieden, daß das genannte Blatt unterdrü>t und zu einer Geldstrafe von 93,000 Fr. verur- theilt wurde, Dagegen hat nun der Königliche Gerichtshof die Geldstrafe auf 20,000 Fr. herabgeseßt und in dem Urtheil er- klärt, daß das Journal le Temps fortfahren werde, zu erschei- nen. Wenn es zum Fortbestehen eines Blattes, wie zur Unter- drú>ung desselben, nur eines richterlichen Ausspruches bedürfte,

1842.

dann würde der Temps allerdings fortbestehen; allein dies Blakt ist seit langer Zeit erschöpft und s<{leppt si<h mit 700 800 Abonnenten hin. Eine solche Exiskenz kann, namentlih nah dem so eben stattgehabten Prozesse, nicht mehr lange währen, Man muß dem Ministerium des Herrn Guizot die Gerech- tigkeit widerfahren lassen, daß es die Presse zu einer p Mäßigung zurú>zuführen gewußt hat, oder vielmehr, daß es sie besser im Zügel hält, als irgend eines der früheren Ministerien und daß es in den gegen sie eingeleiteten gerichtlichen Verfolgun- en weit glü>licher gewesen isk, als alle seine Vorgänger. ies Resultat verdanft man zum Theil der Wachsamkeit des General- Profurators Hebert und vielleicht auh den Veränderungen, welche die Negierung mit der Geschwornen- Liske vorzunehmen gesucht hat. Wie dem auch sey, die zahlreichen und skrengen Verurthei- lungen, die seit achtzehn Monaten gegen die Presse ausgesprochen worden sind, haben diese, in ihren Angriffen gegen die Regierung und gegen Personen, viel vorsichtkiger gemacht. Diese Berände- rung giebt sich selbst in Hinsicht auf die Wahlen kund; die radi- falen Blätter sind behutsamer und gehen bei ihrem System der Verkleinerung mit weniger Heftigkeit zu Werke. Die legitimisti- schen Blätter, welche in der leßren Zeit ziemlich harte Verurthei- lungen erlitten haben, sind auch auf ihrer Hut und scheinen nur mit dem Straf- Kodex in der Hand zu schreiben. Dies erklärt, bis auf einen gewissen Punft, den Haß der Journale gegen Herrn Guizot und jene leidenschaftlichen Declamationen gegen den wirk- lichen Chef des Kabinets. E | Die Spaltung, welche im Lager der Legitimisten besteht, ist auch in ihrem Wahl-Comité ausgebrochen. Dies Comité besteht aus dem Herzog von Lévis, dem Herzog von Valmy, dem Mar- quis von Dreux- Brézé, dem General La Tour Foissac, Herrn Berryer u. A. Herr Berryer hat sih seit langer Zeit für die Allianz mit allen Núancen der Opposition ausgesprochen und dies System sowohl im Parlament als bei den Wahlen in Ausfüh- rung zu bringen gesucht. Eine große Zahl Legitimisten theilt in dieser Beziehung seine Meinung, und man sieht nur zu häufig fombinirte Bewegungen der extremen und der Regierung feindse- ligen Parteien. Man hat überdies aus dem Cirkular der äußer- sten Linken ersehen, daß sie jene Allianz annimmt und sogar die Wähler auffordert, sih mit der Opposition aller Nüancen zu ver- binden, um für das Ministerium feindselige Wahlen zu erlangen. Der Herzog von Valmy und einige andere Mitglieder des legiti- mistishen Comités treten dieser Ansicht bei. Der Herzog von Lévis, welcher das Vertrauen des Herzogs von Bordeaux besißt, und der Bewahrer der En Gedanken desselben if, verwirft dagegen eben so wie der General La Tour Foissac jede Berbindung und jede Allianz mit der republifanischen Partei oder mit der

Opposicion. Er will, daß die royalistische Partei unabhängig bleibe, daß sie nur fúr ihre eigenen Kandidaten stimme und dage- gen den Kandidaten aller anderen Parteien ihre Unterstüßung verweigere. Dies is gewiß das logischste und ehrenwertheste Ver- fahren und besonders fúr eine Partei, deren Wahlspruch „Ehre und Loyalität“ isk. Allein die Ansicht des Herzogs von Lévis ist nicht die der Majorität, und die Legitimisten werden dahcr ihre Bewegungen in den Wahl-Kollegien mit den Republikanern und der Linken vereinigen. Die Gazette de France und dieQuo- tidienne fordern dringend dazu auf.

Die Wahlen in Paris geben fortwährend zu lebhaften De- batten Anlaß. Man erdrtert kontradiktoris< die Ansprüche der Kandidaten, und es versteht sich von selbst, daß die entgegengeseßten Parteien Über die Verdienste derselben nicht einig sind. Jn diesem Augenbli>ke dürfte die Lage der Kandidaten si<h etwa folgender- maßen stellen: 1. Arrondissement. Der ausscheidende ministerielle Deputirte General Jacqueminot; ohne ernstlihe Konkurrenz. Il. Arrond. Der ausscheidende ministerielle Deputirte Herr Jacques Lefèvrez Konkurrenten sind die Herren Delangle und Thayer von der Opposition. Il, Arrond. Der ausscheidende ministerielle Deputirte Herr Legentil; ohne Konkurrenz. 1V, Arrond. Der ausscheidende Oppositions - Deputirte Herr Ganneron z ohne Kon- furrenz. V. Arrond, Der ministerielle Deputirte Herr Blanqui und Herr Marie, Republikaner von Arago’s Partei, treten als Konkurrenten auf. VI, Arrond. Der ausscheidende Republikaner Carnot, Sohn des berühmten Carnot; Konkurrent is Herr Paillet, Advokat und ministeriell, V, Arrond. Herr Moreau, ausschei- dender Deputirter ohne politische Färbung und ohne Konkurrenz,

VIIIL Arrond, Der ausscheidende ministerielle Deputirte N Beu- din; Konkurrent is Herr Bethmont, Advokat und der Opposition angehörend., IX, Arrond. Der ausscheidende Oppositions-Deputktirte Herr Galies; Konkurrent ist der ehemalige ministerielle Deputirte Herr Locquet, X. Arrond. Der ausscheidende ministerielle Depu- tirte Herr von Jussieu; ohne Konkurrenz. X]. Arrond. Der aus- scheidende Oppositions-Deputirte Herr Vavins; Konkurrenten sind die Herren Demonkts, ehemaliger ministerieller Deputirter, und Tarbé, Beamter und miniskeriell. XI[, Arrond. Der ausscheidende Oppositions-Deputirte Herr Boissel hat mehrere Konkurrenten. XIIIL, Arrond, Der ausscheidende Oppositions: Deputirte Herr Garnon; Konkurrent ist Herr David Michau, Kaufmann und ministeriell, XIV. Arrond, An der Stelle des verstorbenen Las Cases tritt Herr Possoz, Maire von Passy, als ministerieller Kandidat auf. Die Lage dieser Kandidaten wird sich in etwa zehn Tagen, nachdem vorbereitende Versammlungen stattgefunden haben, auf- flâren; das Schi>sal mehrerer wird indeß no< unentschieden bleiben und von den Anstrengungen abhängen, die für oder gegen sie gemacht werden. So viel is indeß gewiß, daß die Kandida- ten der Opposition den Muth verlieren; ihr Comité ist völlig auf- gelóst, und Herr Odilon Barrot hat sich aufs Land begeben.

Großbritanien und Jrland.

Parlaments: Verhandlungen. Unterhaus. Siz: zung vom 18. Juni. An diesem Abend hielt das Haus zu \hnellerer Förderung der no< rü>ständigen Geschäfte eine Siz: zung, in welcher über die Eisenbahn-Bill im Ausschuß ie r wurde. Das erske Amendement von Bedeutung ging von Fer O’ Brien aus und war gegen das Verschlie n magier-Wa L Seite der Stationen zu gekehrten Thüren car westlichen Eisen: gerichtet. Herr C, Russell, Direktor der 9