1842 / 184 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Steinkohlen- Production und ihr Absaß nah den Consumtions- Orten beträchtlich zunehmen. 3) Eben so ist keine Rü>sicht ge- nommen auf die großen Etablissements, welche an den Stätten der Kohlen-Production und in den gewerbreichen, von der Bahn dure Gegenden entweder in der Anlage vegrisen sind oder în Folge der Gele Kein neu entstehen werden. 4) Die Leipzig- Dresdener Eisenbahn hatte bereits im Jahre 1841 ungeachtet ein Anschluß an die Oesterreichischen Bahnen einerseits oder an die Bayerischen andererseits noch nicht stattfindet durch die anze Länge der Bahn eine Frequenz von 173,137 Personen, welche D oentena. sobald jener Anschluß bewirkt isk, unzweifelhaft sich be- deutend vermehrt. Jn diesem Verhältniß i für die Eisenbahn von Köln bis zur dftlichen Landes-Gränze die normirte erson requenz niedrig. 5) Der Güter-Transport der Leipzig-Dresdener isenbahn betrug im Jahre 1841, auf die ganze Länge der Bahn gerne 583,700 Ctr, obgleich sie von dem durchgehenden Fracht- erfehr der Chausseen nur wenig aufgenommen hatte. Sie wird ihn ganz aufnehmen, spätestens, wenn der Anschluß an die Oester- reichischen und Bayerischen Bahnen bewirkt isl. Auch ist es be- kannt, daß die Masse der Güter-Iransporte auf dieser Bahn von Jahr zu Jahr sich beträchtlich vermehrt. Da auf der Bahn von Köln bis zur östlichen Landes-Gränze bedeutendere Transporte von rohen Produkten, insbesondere

Steinkohlen, zu fördern sind, als auf der Leip i: Dteldener Bahn, so ist die angenommene Güter-Frequenz ebenfalls niedrig normirt.

Hinsichtlih der erfolgten Actien-Zeichnungen is zu er- wähnen: 1) Daß die Konkurrenz der Linien Actien-Zeichnungen bewirkte, die sonst nicht erfolgt seyn würden; 2) daß im Auslande feine sonderliche Neigung vorhanden war, in Preußischen Eisen- bahnen sich zu betheiligen, indem man als Grund entweder die nachtheiligen Bestimmungen des Preußischen Eisenbahn-Geseßes oder den Umstand angab, daß man die Kapitale zu Eisenbahnen im eigenen Lande vorzugsweise verwenden wolle; 3) daß im Al- emeinen feine Speculation auf das Steigen des Actien-Courses bestand, und 4) daß die Kapitalisten die Sicherung einer mäßigen, dem Zinsfuße ungefähr gleichen Rente der Hoffnung auf Mehr- gewinn meistens vorziehen.

Die Gesammtzahl der Zeichner betrug 371, welche mit 1,114,000 Rthlr. sich betheiligen wollten; jedoch ist nicht zu über- sehen, daß schon im Sommer 1841 (nachdem Se. Majestät der König von Preußen zu den Vorarbeiten 40,000 Rthlr. bewilligt hatte) die Annahme der Zeichnungen eingestellt wurde.

Hinsichtlich der Frage: welche unter den Konkurrenz- Linien vorzuziehen is, n der fragliche Bericht ausführ- liche Bemerkungen, wovon wir hier Folgendes hervorheben :

Bei den geringen Verschiedenheiten der Duisburg-Hamm und Duisburg - Soest Linie genúgt die Vergleichung einer derselben mit der Elberfelder.

1, Länge. Die Elberfelder Linie ist um 5,6 Meilen kürzer, als die Duisburg-:Hammerz nach der mehrmals erwähnten wahr- \cheinlichen Verbesserung der leßteren Linie (ihrer Führung über Lünen) wird der Unterschied auf ungefähr 4 Meilen verringert werden. Hinsichtlich der zur Fahrt durch die ganze Stree erfor- derlichen Zeit wird aber zwischen beiden Linien kein wesentlicher Unterschied stattfinden, weil die Elberfelder 3 geneigte Ebenen zu Úberschreiten und weniger günstige Neigungen hat, als die Duis- burg-Hammer. Der Unterschied der Länge relevirt daher nicht bei der Entscheidung.

2, Das Gefälle. Auf der Stre>e, auf welcher die beiden Linien getrennt sind (Mehlbroich bis Lippstadt) hat die Elberfel- der Linie auf 17,3 Meilen 53457 Fuß Gesammthöhe mehr zu úüber- schreiten, als die Duisburg-Hammer Linie auf 22,9 Meilen. Da- her die 3 geneigten Ebenen und das meciskens stattfindende Ge- fälle von 575 jener Linie, während die andere ein der Horizontale sih nâherndes Gefälle hat. Dieses für den Betrieb so äußerst günstig geht no< bis Gütersloh fort, so daß die Duisburg- Hammer Linie den seltenen Vortheil eines auf einer Länge von etwa 29 Meilen ununterbrochen ausgezeichnet guten Gefälles besibt.

E Die Kosten. Das Maximum der Kosten für die Stre>ke von Mehlbroich bis Lippstadt auf der Duisburg-Hammer Linie is verhältnißmäßig anzuschlagen auf rund 6,928,000 Rthlr. Den früher angeführten Gründen dieser Kosten - Ermäßigung tritt no< hinzu, daß das günstige Gefälle dieser Linie gestattet, die vorkommenden Erdarbeiten durch Zulassung von stärkeren Stei- gungen auf furzen Stre>en sogenannte Anläufe zu vermin- dern, ohne daß dadurch beim Betriebe der Bahn der Effekt ge- s{<hwächt würde. :

Anders verhält es sich mit dem Saße der Anlagekosten für die Elberfelder Linie, nach- welchem die Stre>e von Mehlbroich bis Lippstadt verhältnißmäßig erfordern würde rund 14,455,000 Rthlr. Jene Reduction der in den Ueberschlägen angenommenen Total-

umme von 24,335,775 Rthlr. geschah lediglih in der Absicht, bei Vergleichung der relativen Rentabilität der verschiedenen Kon- furrenzlinien eine im Verhältniß zu der Duisburg-Hammer mög- lih günstige Zahl für die Elberfelder Linie vorläufig hinzustellen, Allerdings fönnen auch bei dieser Linie noch Kosten -: Ermäßi-

ungen eintreten. Es fommt noch hinzu, daß man die Kronen- breite der Bahn, anstatt zu 26 Fuß, zu 24 Fuß annehmen könnte, wenn es gleich immer zu wünschen bleibt, daß eine für den gro- ßen Verkehr bestimmte Bahn eine reichliche Breite behalte. ie

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im Wesentlichen nur f die Erdarbeiten und auf die kleineren Brücken erstre>en, indem bei den größeren Brü>en und des Tunnels bereits in den Ueberschlägen eine Kronenbreite von 247 Fuß an- genommen is. Folgendes sind aber die Haupt-Ursachen, aus wel- chen die Ueberschlags- Summen auf der Elberfelder Linie verhält- nißmäßig weniger zu ermäßigen sind, als auf der Duisburg:-:Hammer. B Von Elberfeld, d. i. von dem Punkte im Rheinthale , wo die

dhe mittelst der geneigten Ebene erstiegen wird bis nah Werl, also auf einer Stre>e von 10,4 Meilen Länge, bietet das Terrain eine ununterbrochene Kette von Schwierigkeiten dar, deren Ueber- windung die enorme Summe von 13,811,061 Rthlr. oder auf die Meile von rund 1,328,000 Nthlr. uach den Ueberschlägen erfordert. b) Auf eben dieser Stre>e sind besonders die Erdarbeiten kostspie- lig, indem viele Felsen vorkommen, auch die Erde vielfach von Quellen durchzogen ist, so daß die Böschungen häufig noch flacher anzulegen seyn werden, als angenommen ist, Sodann srtreift das bei Projeftirung der Elberfelder Linie angenommene Gefälle \s0 nahe an die Gränze des für elne auf großen Verkehr berechnete Bahn no< zulässigen, daß nur in seltenen Fällen sogenannte An- läufe zur Verminderung der Erdarbeiten angewendet werden kôn- nen, Wenn daher, trob dieser ungünstigen Verhältnisse, die Kosten Einer Schachtruthe der zu bewegenden Erdmassen auf der Elber- felder Linie für die Stre>e von Mehlbroich bis Lippstadt durch- schnittlih zu 1,93 Rthlr. angeseßt sind, während die Kosten für dieselbe Stre>e der Duisburg-Hammer Linie auf 1,49 Rthlr. sich belaufen, so ist na< dem Obigen eine Kosken-Ermäßigung hierbei auf der Duisburg-Hammer Linie gewiß, auf der Elberfelder Linie sehr unwahrscheinlich. Me E'dayenpleiten des Terrains ver- lângern die Dauer des Baues um wenigstens Ein Jahr. Sie verhindern ebenfalls auf einzelnen, und zwar gerade auf solchen Stre>en, welche die größte Îrequent versprechen, schon vor Voll- endung der ganzen Bahn den Betrieb zu eröffnen, Durch Beides wird der Zeitpunkt, wo die Bahn Revenüen liefert, hinausgeschor ben und folglich die Zinsenlast vermehrt. d) Weil die vielen gro- ßen Bauwerke der Elberfelder Linie eine so bedeutende Masse von Material und eine beträchtliche Anzahl von Arbeitern er- fordern, werden die in den Ueberschlägen angeseßten Summen nicht wesentlih zu ermäßigen seyn; um so weniger, weil e) zwi- chen Elberfeld und Opherdike die Beschaffung des erforderlichen Mauersandes und die Fabrication der Ziegelsteine schwierig ist. {) Auf der Duisburg: Hammer Linie ist eine bedeutende Kosten: Vermin- derung durch die von den Gemeinden übernommenen Leistungen zu erwarten, nicht aber auf der Elberfelder Linie.

Werden also, wie oben geschehen ist, die Kosten der Ueber- schläge für die Elberfelder Linie auf 21,027,000 Rthlr. ermäßigt, so fann sie mit dieser Sunme nur dann hergestellt werden, wenn man das angenommene Gefälle verschlechtert und .no<h mehr ver- lorene Steigungen zuläßt, Dadurch würde aber der Betrieb ver- theuert werden.

4. Die Frequenz! Jn dieser Hinsicht ist die Elberfelder Linie, wie früher nachgewiesen wurde, der Duisburg-Hammer über- legen. Der Unterschied besteht auf der Stre>e von Deuß bis Unna,

5, Das von Gemeinden und Privatpersonen für die Ausführung bethätigte Jnteresse ist im Allgemeinen auf der Duisburg: Hammer Linie lebhafter gewesen, als auf der El-

berfelder. 6, Bei Berechnung der relativen Rentabilität sind 4

verschiedene Wege eingeschlagen, deren Details viel Jnteresse dar- bieten. Die Resultate der von den damit beauftragten 4 Tech-

nifern angestellten Untersuchungen sind: Werden die Baukosten angenommen

fúr die Elberfelder Linie u ............... 21,027,000 Rthlr. » » MDuisburg-Hammer Linie zu 13,500,000 » so werden sie verzinst: : . auf der Elberfelder auf der Duisburg- Linie Hammer Linie mit pCt, mit pCt. 4,29 9,22

» Oppermann 3,53 9,26

» B ODbrUE eco Ia ava tors 3,52 » Wiebe:

a) wenn der Frachttarif von 19 Sgr. 7,77 Pf. pro Centner auf beiden Linien durch die ganze Bahn an- genommen wird... ............. 2,61

b) wenn der Frachttarif von 6,15 Pf. pro Centner und Meile auf bei- den Linien angenommen wird. 1,58 9

Wenn auch gegen diese Berechnungen Manches eingewendet werden fann, so stellt doch jedenfalls ein Vorzug der Duisburg- Hammer Linie sich heraus.

7. Die staatswirthschaftlihen Rücksichten. Jn der von Egidyschen Darstellung der Frequenz sind die Verhältnisse der Bevölkerung, der Production und der Jndustrie in den von den Konkurrenzlinien durhzogenen Gegenden charakterisirt. Wie wich- tig auch die Duisburg-Hammer Linie in diesen Beziehungen ist, so steht sie doch darin unbestritten hinter der Elberfelder Linie zurú>,

n den Kreisen Elberfeld und Hagen haben Gewerbsamkeit und ndustrie einen so hohen Grad der Blüthe erreicht, daß seines gleichen in ganz Deutschland, ja, mit Ausnahme eines Theils von Belgien, auf dem Europäischen Kontinente nicht zu finden

dadurch zu erlangende Kosten - Verminderung würde sich indessen

Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Magdeburger Vereinsbahn 1842.

Die diesjährigen vom unterzeichnet er- ansialteten Rennen werden , zue Becutemlihteit bex Y etwa ers um 2 Uhr auf der isenbahn von auswärts| 8. ankommenden Herren, des Nachmittags von 3 Uhr an,| 9 an den Tagen des 6ten und 7. Juli, auf demfelben| Terrain beim Herrnkruge wie in den früheren Fah- ren, in nachstehender Reihefolge abgehalten :

aliéuan e E

Rennen für zwelzährige Kontinentalpferde. 5 Unterschriften. ; eee, S1 Rennen um die Terrine Sr. Kdnigl. Hoheit des Prinzen Karl von Preußen. 6 Unterschriften.

. Rennen um den Staatspreis. 5 Unterschrifien.

. Miaskowroski - Stakes, um den von den Damen

der Provinz ausgeseßten Pokal. 4 Unterschriften.

. Rennen mîit Pferden von Offizieren des Aten

Armee-Corps geritten. Unterschriften-Schluß am

5, Juli. Am 7. Jes , Hürdenrenuen, 6 Hürden von 3 Fuß Höhe,

Reugeld.

pferde.

\hriften. 40.

11.

Diejen

Billets Actie haben.

man si< beim Warthe Nr. 5.

1% mal die Bahn. Normalgewicht. Zu unterschreiben bis zum 5. Juli, zu nennen am Pfosten. 1 fein Rennen. Bis jeyt 2 Unterschriften. Rennen für drei- und vierjährige Kontinental- 10 Unterschriften.

Krosigk-Stakes. Rennen um den Jotkey-Klub-Preis. 7 Unter-

Verkaufs-Rennen. Bauern-Rennen. Unterschrift-Anschluß am 6. Juli. Die näheren Ankündigungen enthalten die Renn- D A A Erich en undd äch auf d es Herrn Heinrichshofen und demn auf dem Rennplade selbs zu haben sind. d geen haben, fdnnen beim Kasensübrer des Bering S r eim Kassenführer des Vereins, ur Trib Zur Empfangnahme von Actien melde

laße pro Tag à 74

seyn dúrfte.

Herren reiten. 5 Frd’or. Einsaß. 25 Frd'or. a e

es Herrn Stallmeisters Magdeburg, am 30. Juni 1842 Das 18 Unterschriften.

Präsident. 1 Unterschrift.

vortheilhaft belegenes Juli an in der Buchhandlung (eor rtheilhaft beleg Auskunft im Bürcau Straß, Königsstraße

en - Controlleur Dannehl , so viele

sie mehr als eine

ne erhalten , wie Die Verafkordiruug

( Kdnigl. Bayer, E Sekretariat der Rennbahn auf der Für Nicht - Actionaire sind Billets ro 0 à 45 sgr. und zum zweiten gr. in der Zuanyschen Kondi-

mer

“a, des Oberbaues

ireftorium des Vereins für landwirthschaftliche Viehzucht in der Provinz Sachsen. Graf v. Alvensleben-Ertxleben, v. Bose,

Rittergut if aus, and zu etwa 80,000 S in Kreis - Justizraths

Nr. 32 zu Berlin.

Ein an der Chaussee von Stettin nah 6 frelet

<ung. t A t Balg de Bauten für die

: gamen betref en nterfertigte Kommission zur allgemei- S EAinid ine e ausländischer Bau-Unterneh- bringt , daß demnächst und im Verlaufe dieses Fahres auf mehreren Stre>en der Augsburg - Nürn-

8. Zusammenstellung. Die Duisburg-Hammer Linie hat vor der Elberfelder den Vorzug geringerer Betriebs- und Unter- n kosten; sie ist geeigneter, einen au nten, d henden

erkehr sicher und rasch befördern; ihre Baukosten sind nie-

driger ; auf ihren fonkurrirenden Stre>en hat sich ein größeres, |

zur Kosten -: Verminderung beitragendes Jnteresse der Gemeinden und Privaten fundgegeben; ihre Rentbarkeit is sicherer. ber in skaatswirthschaftlicher Beziehung Üüberragt die Elber: felder Linie ihre Konkurrentin so weit, daß zu wünschen wäre, der Staat möge in höheren allgemeinen Rücksichten kein Hinderniß faden, die beträchtlichen Zuschüsse zu gewähren, ohne welche diese ahn als E einer Gesellschaft unter den jeßigen Ver- hältnissen nicht ausführbar ist.

Auf Grund mehrfältiger Untersuchungen und Berechnungen des Herrn Wiebe sind in dem fraglichen Berichte die Betriebs- kosten eines Centners durch die ganze Länge der Bahn, wie folgt, zusammengestellt: B M Duisburg Hammer Linie, einschließl. der Zwe M nen,

rund teilen lang.

Dye f.

Elberfelder nie, rund 32 Meilen lang.

, Oa 1) Zinsen des Kapitals für Betriebs - Jnventar: a, Lokomotiven 5,2659 b, Wagen 3,6213 c. sonstige Betriebsgeräâthe 2,3404 2) Unterhaltung der Bahn:

4,6201 4,1182 2,4771

4,1010 4,0872

10,4090

b, der Dossirungen .…................ 6,9340

c, der Brücken, Wege - Uebergänge und Tunnel

d, der genelgten Ebenen

3) Betriebskosten im engeren

Sinne:

a, Verwaltungs- und Betriebs-Per- VOIRSE eds ale do C0 S R

b, Coafs, Holz, Schmiere und Neben- Materialien (eas atesitebiiicdss 3

c, Reparatur und Erhaltung der Lo- fomotiven, Wagen und sonstigen Betriebsgeräthe

d, Búreaufosten, Magazin der Vor- râthe, Unterhaltung der Gebäude, der Möbel :c. und Neben-Ausga- ben aller Art

10,0970 3,4970

1,1702

2 11,1400

0,9890

8,7200 1 8,0380

6,1211 10 5,7677

4,6267 12 3,2135 : Schon aus dem im Vorstehenden Mitgetheilten wird der

Leser mit Vergnügen die außergewöhnliche Sorgfalt und Genauig- J

feit wahrnehmen können, mit welcher die ganze Angelegenheit be-

handelt ist, Der Bericht zeichnet überdem durch klare Darstellung sich

vortheilhaft aus und wird durch eine gemessen 9 generelle Ueber-

sihts-Karte und Längen-Profile in angemessen großem Maßstabe Ä Den bei weitem größten Theil seines Jn: * L ade und fta: f

no< mehr erläutert. halts nimmt eine Darstellung der tistishen Verhältnisse der betreffenden Landestheile Preußens ein, von dem Herrn Regierungs-Rath von Egidy verfaßt und Zeugniß gebend von Scharfsinn und unermüdlichem Fleiße.

Diese Darstellung hat einen über ihren Zwe> hinausgehen- den Werth, und es wäre wohl zu wünschen, daß Mehreres daraus SUNREE bekannt gemacht würde, wozu freilih hier der Raum gebricht.

Stettin, im Juni 1842. pa

n E eETE

Auswärtige Börsen.

Amsterdam, 29. Juni. Niederl. wirkl. Sebuld 513. 56% Jo. 100%. Kanz-Bill. —, 5% Span. 184. Pass. —. Ausg. —. Ziusl, —. Preuss, Präm. Seh. —. Pol. —. Oesterr. 1077.

Hamburg, I. Juli. Bank-Actien 1675 Br. Bngl. Russ. 109:

Paris, 28. Juni. 5°; Rente fu cour. 118. 80. 3°; Rente fin cour. 78. 95. Anl. X 1841 —. 6% Neapl. au compt. 105.70. 52 Span. Rente 23%. Pas- sive #7.

Wien, 28. Juni. 5% Met. 1083. 42, 1004. 3% 77%. 242, —.

% —- Bank-Actien 1658. Anl. de 1834 137%. de 1839 1075.

Königliche Schauspiele.

Montag, 4. Zuli, Jm Schauspielhause: Maria Stuart, Trauerspiel in 5 Abth., von Fr. v. Schiller. (Wegen Unpäßlich: feit der Mad. Valentini fann das Lustspiel: nicht gegeben werden.)

Dienstag, 5. Juli. Jm Opernhause: Die Hugenotten. (Mad. | Gentiluomo, vom Königl, Hof-Theater zu Dresden: Valentine, |

als erste Gastrolle.)

Preise der Plâbe: Ein Plaß in den Logen des ersten Ranges 1 Rthlr. 10 Sgr. 1.

Mittwoch, 6. Juli. Jm Schauspielhause: Zum erskenmale wiederholt: Doktor Wespe, Lustspiel in 5 Abth., von Benedix.

Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen. Gedru>t in der Decker schen Geheimen Ober - Hofbuchdru>erei.

e @ ,” o o Allgemeiner Anzeiger für die Preuftischen Staaten. 160 Pfd. torei, beim Portier in der Stadt London und an den BONee auf dem Rennplahte selbs| zu haben. eneral-Versammlung findet am 7. Fuli Mor- Unter 5 Unterschriften gen 11 Uhr in der dazu F¿ûtiofi bewilligten Reitbahn teinbreht statt.

rif Nordgränze-Eisenbahn bedeuten den Poli jy

rdßeren Abtheilungen bei den Bebördes Verden verakkordirt orau dts deen E jur Nachricht, daß weobie über die Grdße, dréliche ordirungs-Termine, lime der einzelnen, <— sowohl Lage und Anschlagssumm E Ae die Ecdarbeiten als Kunstbauten umfassenden, Ar beitsloose, dann, wegen Einsichtnahme der Pläne, Anschläge sammt Bedingnißheft bei der bezügl. Kd- niglichen Eisenbahnbau-Section, von beiden genann- ten Behdrden gemeinschaftliche NERUPtma ungen niht nur dur) den a gfmazen Anzeiger für das Kdnigreich Bayern und sämmtliche Kreis-Fntelligenz- Blätter des Königreichs, sondern au< durch

die Allgemeine Zeitung in Augsburg,

die Abend-Zeitung allda,

den Korrespondenten von und für Deutschland in

Nürnberg,

den Friedens- und Kriegs-Courier allda,

den Fränkischen Merkur in Bamberg die neue Würzburger sau un dann durch

Secretair.

here

die Zeitungen von Passau und Speyer werden erlassen werden. Nürnberg, am 6. Juni 1842.

Königliche Eisenbahnbau - Kommission. Denis, Pauli. Dürig.

oftor Wespe F

Preußis><e

Allgemeine

taats- Zeituna.

184.

Inhalt.

t Nachrichten. mtlde Ra Polen. Warschau, Durchreise des Erzherzogs

Karl Ferdinand und des Herzoge Adam von Württemberg.

Frankreich. Paris. Die Coalitionen von 1839 und 1842. Tbatigfe E Franzdsischen Station an der Afrikanischen Küste. Verm es.

Großbritanien und Jrland. Parlaments - Verhandlun- gen. Unterhaus. Peel über Rußland und Afghanistan. Befehl an Herrn Walter. Annahme der Tarif-Bills. Lon - don, Deutsche Oper. Vermischtes. Schreiben aus London. (Die Haltung der dentlichen Stimmung und der Presse dem Kabi- net gegenüber; Peel’s eigenthümliche Stellung.) j

Belgien. Brüssel. Neues Geseh über den Primair-Unterricht.

Deutsche Bundesstaaten. München. Jubiläums - Ablaß. Hannover. Gesehgebung. Karlsruhe. Die Bundes-Festung Rastadt. Gießen. Feuersbrunst. Hamburg. -—- Schreiben aus Hamburg. (Die lehten finanziellen Propositionen des Se- nats sind genehmigt; Aussichten auf baldigen Beginn des Wieder- aufbaues.) Schreiben aus Frankfurt a, M, (Bdrse; Meyer- beer.) Luxemburg. Die Stände-Versammlung prorogirt. Zoll auf Englisches Roheisen.

Italien, Rom. Dampfboote auf der Tiber. Der Obelisk des Sesostris. Palermo. Verordnung hinsichtlih der Güter in todter Hand.

Spanien. Madrid.

Türkei. Konstantinopel. Vermischtes.

Vereinigte Staaten von Nord- Amerika. Beginn der Ver- handlungen Über die Regulirung des Gränzsiceits mit England, Tilbec ReatiT Freilassung von Gefangenen in Mexiko. Texia-

greß.

Inland, Posen. Nachträgliches über die Reise Sr. Majestät. Kdnigsberg, Ankunft des Ober-Präsidenten. Köln. Dom- baufest, Berlin, Die Handlung S. Schropp u. Comp.

Hamburgs Staats- Verfassung und Verwaltung.

Amtltliche Uachrichten.

Kronik des Tages.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Dem bei der Kreis-Justiz:-Kommission in Érfurt angestellten Botenmeisker Kropp und dem Magistrats-Boten Döôrfling zu Thorn das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen ;

Die Wahl des Geheimen Ober-Bauraths Hagen und des Dr, Rieß in Berlin zu ordentlichen Mitgliedern, so wie der Gelehrten Gay Lussac in Paris und Faraday in London, zu auswärtigen Mitgliedern der physikalisch - mathematischen Klasse der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu bestätigen.

Zur Feier des Leibnißischen Jahrestages wird die Königliche Akademie der Wissenschaften am Donnerstage, den 7ten d. M., Nachmittags um 5 Uhr, eine öffentliche Sitzung halten,

Angekommen: Der Kaiserlich Oesterreichische Kämmerer und General- Erbland- Postmeister, Fürst Karl von Paar, von Des E s er Erb-Landmundschenk des Herzogthums Jommern, von Heyden-Linden, von Ls: vteas N ea R . A Sia enz der General der Jnfanterie,

ral - Jnspecteur der Festungen und Chef der Jngenieure und Pioniere, Aster, nach Anklam, m A

Zeitungs-UÜachrichten.

Ausland.

- Nußland und Polen.

Warschau, 30. Juni. Vor estern Abends langte der Erz- herzog Karl Ferdinand, zweiter Sobn des Erzherzogs Karl und Geschwisterkind des Kaisers von Oesterreich, hier an und wurde im Palast Belvedere von dem Gouverneur von Warschau, Gene- ral - Lieutenant Pisarew, und dem General : Adjutanten Berg empfangen. Gestern besuchte der Erzherzog die Gegend von Wola, die Citadelle und wohnte einer Musterung der Muselmännischen Kavallerie bei, Heute begab sich derselbe nah der Festung Nowo- Georgiewsk, von wo er seine Reise nah St. Petersburg fort- hen p i E s Srthermes befinden sich der General Fur C<warzenberg, der Ober G i i Ar ugs e Bender drit et gaimte ie __Au er General-Adjutant Sr, Majestät des Kaisers von Rußland, erzog Adam von Württemberg, 3 aus Sa fommend, nah Rußland hier durchgereist,

Frankreich.

Paris, 29. Juni. Das Sidècle spricht sich heute zum erstenmale offen Úber die gegenwärtige Coalleion a, ee nen Oppositions-Parteien aus und vergleicht dieselbe in folgender Weise mit der berühmten Coalition vom Jahre 1839: „Männer von verschiedenen politischen Meinungs-Nüancen verständigten sich im Jahre 1839 zu einem gemeinschaftlichen Gedanken; siïe stell- fen sih die Aufgabe, die National - Würde wieder aufßzurichten, den Französischen Einfluß im Auslande zu verstärken, der Reac- tions -: Bewegung, welcher der heftige Konflikt der Parteien zum Vorwande gedient hatte, Einhalt zu thun und die Repräsen- tativ - Regierung in ihrer Wahrheit wieder herzustellen, Die constitutionelle Opposition, welche seit 1830 nicht aufgehört hatte, jenes doppelte Ziel zu verfolgen, mußte die Mitwir-

Berlin, Dienstag den Ft{(

fung aller derer annehmen, welche si<h auf ihr Terrain stellten und sich erboten, gemeinschaftlich zur Erreichung jenes Zieles mit- zuwirfen. So ward die Coalition gebildet. ministeriellen Partei erhob \si<h der Kampf zuerst auf der Rednerbühne und dann in den Wahl- Auf der Rednerbühne trug die Sache der Na- constitutionellen Freiheit ‘glänzende Siege davon, und diese Siege wurden durch den Wahlkörper sanc- Das ganze Land gesellte sich der Meinun ler zu; es hatte seit 1830 an feiner politischen Krisis einen h Wir fragen nun, ob die politi- sche Lage nicht gegenwärtig eben so schlecht und eben so falsch if, nicht dieselben Ursachen des Wider- ó / für die Partei von 1830? Jf die dffentliche Meinung nicht angereizt worden, sih mit derselben Energie kund zu geben? Sind die Pflichten des Wahlfkörpers nicht eben so groß, eben so ernst, eben so geheilige?2 Werden die den Prinzipien

neuen Allianz und der

Kollegien. tional-Ehre und der

tionirt. so lebhaften Antheil genommen,

wie vor 3 Jahren ? Bestehen standes und des Kampfes

Angelegenheiten des Landes tativ - Regierung gemäß betrieben? sónliche Regierung, welche noch fiehlt? Die so eben aufgelöste

Sprache und Tendenz waren.

sen der Repräsentativ - Regierung?

streitigen Punkte nachzugeben.

Beweise von Energie zu geben, fúgte

nung des Landes? blieben, oder

dieselbe Willenskräftigkeit

des Ministeriums,“

Dörfern des Oberhauptes angelegt. vollskfändige Genugthuung. Die

Station zu kreuzen. „Fine“

wo sie Handels - Goëlette zu ser Zeit kreuzte

von Senegambien,

aus den Augen zu verlieren.

e

Fabrik von Wurfgeschossen stattgehabt.

Graf von Saint Aulaire, Hofe von St. James, Ankunft in Paris bereits dreimal Audienzen empfangen worden. des Tages mit Herrn Guizot, \{<werden über die geringe

Me

ren, als die Anleihe von 5

sen wurde, den Zustand der Gesellschaft

und schmachvolle Politik des Herrn Guizot.

hafteten wurde seitdem wieder auf freien Fu zwei Angeklagte sind úbrig; sie sollen demn polizei-Gericht erscheinen. Die Verschwörung, die anfangs so vie- len Lärm gemacht, war also nicht sehr gen peis. ‘e, der Franz ist seit seiner vor einigen Tagen erfolgten von dem Könige in Privat- Gestern arbeitete er einen Theil s Gs tate CLOe bittere Be- r ung geführ den Wleeen des Ministeriums Peel L e S On

Juli

Js es nicht

Der Messager meldet, daß die Brigg „Nisus“', welche den Commandeur der Afrikanischen Station, Capitain Bouet, an Bord hat, in Begleitung der Brigg „Malvine“ in Brest eingetroffen sey, um ihre Mannschaften zu erneuern, die bereits vier Jahre an der westlichen Küste von Afrika im Dienst gewesen sey. Die von Herrn Bouet kommandirte Station besteht im Ganzen aus fünf Kriegsschiffen, die im Verlauf der leßten 6 Monate folgende Be- wegungen ausgeführt haben: die Briggs „Alouette“ und „Fine“ wurden nach dem Rio Nunez gesandt, um von dem Oberhaupte jenes Flusses, der Kaufleute von Senegal mißhandelt hatte, Ge- nugthuung zu verlangen. Die beiden Schiffe waren den Fluß bis 20 Stunden von der Mündung hinaufgesegelt und hatten vor den Sie erhielten sofortige und Von dort begab sich die „Alouette“ nach Sierra Leone, um dort in Erwartung des Commandeurs der segelte einige der Uebelstände abstellte, úber die si<h eine beflagen gehabt hatte. die „Vigie“ vor dem ganzen Küskengebiete m und der Commandeur Bouet behielt sich die Gold- und Sklaven-Küsten , die Prinzen-Jnsel u. s. w. vor. zeigt sih auf allen jenen Punkten, ohne fast jemals das Land Nachdem er diese lange Küsten- stre>e, welche eine Ausdehnung von 8 bis 900 Stunden hat,

nach Nio Pungo, Während die-

Er

zurü>gelegt hatte, kam er na< Gorea, dem Hauptpunkte der Sta- tion, und ließ die anderen Kreuzer zur Beaufsichtigung des Küsten- Gebietes zurü>. Die Französische Station hat in den leßten 6 Monaten 15 bis 20 Englische Schiffe durchsucht.

Jm Anfange April hatten, wie man sih noch erinnern wird, e Verhaftungen in Folge der Entde>ung einer geheimen

Die Mehrzahl der Ver- geseßt. Nur noch <st vor dem Zucht-

sische Botschafter am

efunden.

rere Actionaire der Paris: Versailler Eisenbahn

Ufer, beabsichtigen, den Administratoren, L Nes

Herrn Fould, einen Prozeß E machen, weil derselbe vor 2 Jah- illionen Fr.

und namentli<h dem

für die Bahn beshlos- falsch dargestellt und e

Zwischen jener

der Wäh-

der Repräâsen- die per- egenwärtig den Ministern be- ammer hat 3 Jahre gedauert. Sie hat 3 Ministerien gesehen, die ganz verschieden an Ursprung, Allen dreien gab sie die Majori- tât; es hat daher seit 3 Jahren weder eine starke, noch ent- schlossene parlamentarische Majorität, welche die Meinung des Lan- des repräsentirt hâtte, no< ein Ministerium, welches eng mit jener Majorität verbunden gewesen wäre, gegeben. Liegt dies im We- Der Wahlkdrper und das Land hatten vor 3 Jahren eine Veränderung der inneren und auswärtigen Politik angedeutet und vorgeschrieben. Jst man dem Wunsche des Landes nachgekommen? Nach dem Traktat vom 15. Juni gab sich von allen Seiten eine patriotische Bewegung kund. Ministerium úbernahm die Verpflichtung, der Würde Frankreichs Achtung zu verschaffen; das Königthum ergriff aus freien Stücken mehrere Gelegenheiten, um sich den Gesinnungen des Kabinets zuzugesellen; die Deputirten vervielfältigten die Beweise ihrer Zu- stimmung und ermunterten das Ministerium über, eine entschlossene Sprache zu führen. Hof- Partei vor einigen Drohungen ihren Muth schwinden. Es wurde ein anderes Ministerium Se Ruder berufen, um über alle ieses Ministerium ste>te eili das Schwert Frankreichs in die Scheide, ferung Demütbigunen und beugte das Knie vor dem Auslande. Die Kammer, welche drei Monate zuvor mit Ungeduld die Gelegenheit zu erwarten

Das

, dem Auslande gegen- Aber bald fühlte die

schien, um sich schnell in die schwache War dies die Mei- War die Kammer ihrem Mandate treu | “hatte sie einem anderen Einflusse nachgegeben?

bli>te man in diesem ganzen Verfahren die sentativ - Regierung? Das doppelte Ziel, 1839 verfolgte, erheischt also noch jeßt dieselben Anstrengungen und è ensfrd von Seiten des Wahlkörpers. Guizot hat in Lisieux die Rechte der persbnlichen Regierung noch ke>er vertheidigt, als dies früher der Graf Molé that. Die an- haltende Erniedrigung, ber die sich Herr Villemain im Jahre 1839 so bitter beflagte, zeigt sih deutlicher als je in den Handlungen

G S1: Wahrheit der Reprä- welches man im Jahre

Herr

durch viele Personen verleitet habe, ihr Geld in jenem Unterneh- men anzulegen.

Börse vom 29. Juni. An der Börse fanden heute nur wenige Geschäfte statt. Die Französischen Renten, die Anfangs um etwa 15 C. gestiegen waren, fonnten sih auf dem höheren Standpunkte nicht behaupten. Die Belgischen Fonds waren eben- falls schwach.

Großbritanien und Jrland.

Parlaments-Verhandlungen, Unterhaus. Sißung vom 23, Juni. Als Sir J. Hobhouse seine ausführliche Dar- legung der Verhältnisse, die zu der Expedition nach Afghanistan fuhrten, beendigt hatte, nahm zunächst Lord Jocelyn das Wort und erklärte sich entschieden gegen die Eroberungs-Politik des vo- rigen Ministeriums, in welcher er ein Mittel erbli>en wollte, den Britischen Namen in Asien verhaßt zu machen, was natürlich Niemanden angenehmer seyn könne, als den Russen , denen man Ae entgegenwirken wolle.

ere 999g, einer der Direktoren der Ostindischen Compagnie wollte die Politif der vorigen Minister zwar nicht als Eroberungs- Politik bezeichnet wissen, erklärte aber dennoch, daß er derselben nicht habe beistimmen können, einestheils wegen der großen Kosten des Zu- ges nach Afghanistan, die sich bis ießt, wie er glaube, schon auf 8 Millionen Pfd. beliefen , anderentheils weil die Futervention in die Angelegenheiten Afghanistans eine Ungerechtigkeit gewesen sey; denn geseht, es wären alle Momente der aggressiven Thâtigteit, welche Ruß- and unter der Hand entwi>elt have, bewiesen, so würde es England jügerommen seyn, sich direkt , etwa durch Maßnahmen gegen ‘le Russische Flotie in der Ostsee, zu rächen, nicht aber indi- rekt durch die Ostindische Regierung und auf die Gefahr hin, die Würde derselben zu kompromittiren. Uebrigens müsse er er- klären, daß von den Direktoren der Ostindischen Compagnie nicht ein einziger, mit Ausnahme der Mitglieder des geheimen Ausschusses, von der Absicht der Regierung, den Zug nach Afghanistan zu unter- nehmen, eher unterrichtet gewesen sey, als bis die Zeitungen davon gesproche1. Schließlich widersprach Herr Hogg noch sehr nachdrück lich den Angaben über die Finanznoth der Ostindischen Compagnie, welche sich nah Einigen am Rande des Bankerotts befinden folle, und erwähnte, daß nach der zuleßt aufgemachten Bilanz die Com- pagnie eine Summe von 1,600,000 Pfd. in Kassa gehabt habe. Af- ghanistan betrachtete Herr Hogg als cine undurchdringliche Schranke gegen Persien und Rußland nur so lange, als man es in viele kleine Emirschaften getheilt lasse, und glaubte gerade deshalb die Einseßung eines etnzigen Beherrschers in der Person des Schach Sudscha als dem Britischen Jnteresse direkt zuwider ansehen zu müssen.

Derr Hutt dagegen billigte die befolgte Politik vollkommen, da cin direkter Angriff auf Rußland einen Europäischen Krieg her beigeführt haben würde und der Ausgang eines solchen, weun er einmal angefangen wäre, nicht abzusehen sey.

Hierauf erhob si< Sir R. Peel, um, wie bekannt, der Vor- legung der verlangten Dokumente, als den Interessen des Staats- dienstes nachtheilig, sich zu widerseßen. Er begründete dies zu- Me d rc et g e Verhältnisse Englands zu Ruß- and, welche, wie er sagte, dadurch gestört werden fs RODEE in dieser Beziehung: N N n

¿Das vorige Ministerium hat auf ausführliche Erklärungen gewisse Unterhandlungen Russischer Agenten gedrungen , und: diese Erklärungen sind von der Russischen Regierung ohne Rückhalt gegeben worden. Die Dokumente, welche jene Erklärungen enthal- ten, sind auf die Tafel des Hauses niedergelegt worden, und ich darf bemerklich machen, daß, wie verdächtig auch das Benehmen der Russischen Agenten gewesen ist und daß es Grund zum Verdachte gegeben und Erklärungen nötbig gemacht hat, gebe ih zu doch von Seiten der Russischen Regierung jenes Verfahren direkt desavouirt worden ist; einer der Agenten is zurü berufen und zugleih von Seiten des Kaisers eine positive Versicherung gegeben worden, daß er nicht den Wunsch hege, die Britische Suprematie in Ostindien zn gefährden , und daß er mit uns in Bezu auf die Angelegenhei- ten Persiens in gutem Einvernehmen zu bleiben wünsche. Diese Gestunung des Kaisers ist uns durch den Grafen Nesselrode und den Grafen Pozzo di Borgo kundgegeben worden. Die betreffende Depesche enthält die ausführlichste und vollständigste Zusicherung über diesen Punkt, und die von dem edlen Lord (Palmerston) bereits vorgelegten Dokumente besagen : die Regierung Jhrer Majestät nehme die Erfklä- rungen der Kaiserlichen Regierung , daß dieselbe keine den Interessen Großbritaniens und Frlands feindselige Pläne hege, als vollkommen zufricdenstellend an. Hieraus muß man abnehmen, daß der edle Lord den Zusicherungen der Kaiserlichen Regierung Vertrauen schenkte So weit ich metnerseits Zeugniß ablegen kann für das Verfahren jener großen Macht, so sind deren Handlungen den erwähnten Erflä- rungen vollkommen gemäß gewesen. Mit Bezug auf Persien und ganz besonders mit Bezug auf unsere Verhältnisse zu Afgha- nistan ist von Seiten Rußlands seit dem Eintreffen der leh ten unheilvollen Nachrichten durchaus nichts vorgenommen wor- den, was ih niht mit vollem Rechte als mit den der Regierung Jhrer Majestät ertheilten Zusicherungen Übereinstimmend zu halten hätte. Welcher Art indessen auch das Verfahren Rußlands seyn mag, so glaube ich, daß die Regierungen von England und Ost- indien hinreichend mächtig sind, um sich selbs zu hüßen. (Hört! bört!) Fch glaube nicht, daß wir, als Nation, von der Mitwirkung oder Redlich cit Rußlands oder irgend einer anderen Macht abhängig sind (hdrt !); aber die Gerechtigkeit erfordert es, Zeugniß davon ab- peneE wie sehr uns der Weg dadurch geebnet worden if, daß Ruf- and Treue und Glauben bewahrt hat, und ofen im Angesicht von Europa zu erklären, daß unmöglich irgend eine Macht mit mehr Treue und Glauben und freundschaftlichen Gesinnun- gen hâtte zu Werke gehen können, als Rußland in Betreff mea Beziehungen zu Persien und Afghanistan zu Werke gegangen i, (Hört !) Eine überaus innige Uebereinstimmung herrscht in iesem Augenblike zwischen der Regierung dieses Landes und der Russischen, und ich übernehme cs, nah den vorliegenden thatsä<- lichen Beweisen zu erklären, daß, meiner Ueberzeugung nach, Ruß- land bereit is, seine guten Gesinnungen und seinen Wunsch, dée Aufrechthaltung der Britischen Suprematie in Ftdien zu fördern, durch die That zu bestätigen. Wenn das aber der Fall ift, kann ih es dann wohl dem Jnteresse des Staates angemessen finden, dieses gute Einverständniß dur< Vorlegung von Dokumenten zu stören, welche andeuten könnten, daß in cinem früheren Zeitpunkte cin davon verschiedener Zustand der Dinge obgewaltet hat die

Aus demselben Grunde, den der Premier-Minister gegen (

Vorlegung der verlangten Dokumente angeführt, der Benachthel: y Tch auf ligung des Staats - Jnteresse’s, erklärte er alben E Feiiug

| eine rúdhaltlose Diekussion úber die Politik, wel