1842 / 186 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

men. MONEDG E Ee

Meister wird, so kann es nur dadurch geschehen, daß es die Ein: gebornen verdrängt oder vernichtet, Das an hundert Beispielen “e q Geseß der Geschichte läßt keine andere Alternative; es schließt die Civilisirung durch Eroberung aus; ja, es verdammt in der Regel jedes von einer civilisirten Nation unterjochte wilde oder barbarische Volk zum frühzeitigen Tode. Beachtenswerth und charakteristisch für die Volks-Unterschiede ist es, daß in dem Englischen Parlamente nicht seiten Stimmen laut werden, welche die Britischen Eroberungsfriege in Asien aus Grundsäßen ver- dammen, während in Franfreih in den Kammern nie und in der Presse höchstens ein: oder zweimal auf die Ungerechtigkeit der Un- terjochung eines freien Volkes auh nur hingedeutet worden ist. So oft die Afrikanische Eroberung von einem Französischen Po- litifer angegriffen wurde, geschah es, weil er dieselbe fur unflug und unvortheilhaft hielt, und nicht weil er an der Rechtmäßigkeit derselben im mindesten gezweifelt hätte.

Großbritauien und Jrland.

Parlaments-Verhandlungen, Oberhaus. Sißung vom 29. Juni. An diesem Abend legte der Marquis von Londonderry ein Schreiben aus Sunderland vor, worin über die in dortiger Gegend herrschende Noth geklagt wird, welche noch vermehrt werden würde, wenn die neue Maßregel in Betreff der Arbeitsweise in den Bergwerken und Kohlenminen in Ausführung fâme. Auch eine Bittschrift von Kohlenminen-Besibern in Vork: shire, deren der Marquis erwähnte, bittet um sechsmonatlichen Aufschub der Maßregel. Lord Kinnaird legte eine von 6000 Einwohnern von Paisley gezeichnete Bittschrift vor, welche sich darüber beschweren, daß die UnterstÜßung der Hülfsbedürftigen nicht mehr wie bisher in Geld, sondern in Naturalien stattfinde.

Oberhaus. Sißung vom 30. Juni. Jn dieser Siz- zung wurde die Tarif-Bill zum erstenmale verlesen. Dann legte Lord Brougham eine Petition aus Yorkshire vor, in welcher um Hülfe in der Noth, welche die dortigen Fabrik-Distrikte be- drángt, gebeten wird, und kündigte fúr die nächste Woche einen auf diesen Gegenstand bezüglichen eigenen Antrag an. Aehnliche Petitionen wurden auch noch aus anderen Grafschaften von an- deren Lords eingebracht.

Unterhaus. Sißung vom 29, Juni. Auf eine von Dr, Bowring erneuerte Anfrage, ob zu erwarten sey, daß Omar Pascha bald von seinem Verwaltungsposten im Libanon werde ent- fernt werden, und ob die Pforte die Albanesischen Truppen aus 9 tren Distrikten Syriens zurücßziehen werde, antwortete Sir

. Peel:

¡Der Zweck der Einmischung Englands und seiner Verbündeten in die Angelegenheiten des Orients war, die Herrschaft der Türkci über jenen Theil ihres Gebiets wiederherzustelen und die Ottoma- nische Regierung in die Lage einer unabhängigen Macht zu verseßen. Ich glaube daher, daß es mit der Pflicht cines Britischen Ministers unvereinbar seyn würde, Fragen zu beantworten, die schon durch dic Art, wie sie gestellt sind, cine Neigung in sih schließen, sich zu sehr in die inneren Angelegenheiten des Türkischen Reichs einzumischen. Von Seiten der Britischen Regierung weise ich jede Vorausseßung zurü, als liege cine solche Einmischung in ihrer Absicht, wenn sie auch all ihren Einfluß anwenden wird, um die Erfüllung jeg- licher Bedingungen , für welche Britische Agenten cine Verpflich- tung übernommen haben, zu erlangen. (Hört!) Ich habe die Genugthuung, sagen zu können, daß die fünf Mächte in ihren Ansichten in Bezug auf die Unabhängigkeit der Türkei vollkommen einig find, und daß es ihrer aller Meinung ist, es sey für die Türkei selbst die beste Politik, die sie annehmen könne, Syrien durch cine milde Regierung verwalten zu lassen. Die fünf Mächte ertheilen in dieser Bezichung icht der Türkischen Regierung in vollkommenster Ucbercinstimmung ihre Rathschläge. Meine Anficht in Bezug auf jene Politik is unverändert geblieben, und ih gebe dic Hoffnung nicht auf, daß bald eine befriedigende Ernennung für die Gouverneurstelle des Libanon erfolgen wird. Jch habe au<h Grund zu glauben , daß die Zusicherung gegeben werden wird, daß die nach Syrien geschi>ten Albanesen nur an der Küste, nicht im Fnnern sollten verwendet werden, und ich glaube, daß man dies Versprechen halten wird. Die Tür- kische Regierung würde, wie mir scheint, in ihrem cigenen Interesse handeln , wenn sie diese Truppen ganz von dort entfernte. (Hôrt, hört !) Gewiß wird die Hoffnung der Englischen Regierung in die- ser Hinsicht auch erfüllt werden. Jch habe nun die Fragen des eh- renwerthen Herrn beantwortet, aber ich ersuche das Haus, in Bezug auf fremde Regierungen das allgemeine Prinzip nicht zu vergessen, daß wir für die Handlungen anderer Regierungen nicht einstehen können. Jch sage nur, daß die Englische Reg erung thun wird, was sie vermag, um Vertrauen zu begründen , aber weiter kann ich für die Handlungen der Türkischen Regierung nicht Rede sichen.

Hierauf entstand wieder eine lange Debatte auf Veranlassung eines Berichts des unter dem Vorsiße des Herrn Roebu> ver- sammelten Ausschusses zur Untersuchung der bei den leßten Wahlen vorgekommenen Widergeseßlichfeiten. Der von Herrn Roebu> abgestattete Bericht äußerte sih über die Anwesenheit mehrerer zu dem Ausschuß nicht gehörenden Mitglieder des Unterhauses während der Abhörung der Zeugen und trug darauf an, daß das Unterhaus den Ausschuß ermächtige, die nicht zu leßterem gehörenden Parlaments - Mitglieder von den Ausschuß - Versamm- lungen auszuschließen. Gegen diese Heimlichkeit erklärten sich meh- rere Mitglieder, unter anderen Major Beresford, der den Aus- {uß mit der berüchtigten Sternkammer verglih, in deren Ver- sammlungszimmer er auch zufällig seine Sißungen hält, und Oberst Sibthorp, der die Gelegenheit wahrnahm, die Auflösung des Ausschusses selbst in einem zu dem Antrage des Herrn Roebu> gestellten Amendement zu verlangen. Dieses Amendement wurde

indessen mit 177 gegen 45 Stimmen verworfen und der Antrag des Herrn Roebu> genehmigt.

Unterhaus. Sigung vom 30. Juni. Sir Robert Peel legte an diesem Abend mehrere Aktenstücke auf die Tafel des Unterhauses, in denen die {on unter dem vorigen Ministerium zwischen Großbritanien und Texas abgeschlossenen Verträge ent- halten sind, welche die jegige Regierung ratifizirt hat, weil, wie Sir Robert Peel sich auedrüdte, die Unterhändler ihre Vollmach- ten nicht Úberschritten hatten, so daß die Ratification, nach den anerfannten Grundsäßen des Staatsrechts,, als Pflicht erschien O’ Connell benußte die Gelegenheit, um eine neue Anfrage we- gen der von Texas defretirten Blokade der Mexikanischen den zu stellen, welche, seiner Ansicht nach, nicht effeftiv seyn könne, da die Häfen auf einer Küstenstre>e von 7 800 Englischen Meilen vertheilt lägen und Texas nur zwei oder drei Kriegsschisfe besie, worauf Sir Robert Peel nur erwiederte, daß nach den leßten Berichten no< keine effefktive Blokade bestan: den habe, und daß er hoffe, die Texianische Regierung werde einsehen, daß es zwe>mäßig sey, die Blokade nicht durchsegen zu wollen, Herr Hutt kündigte sodann einen Antrag auf ale gung der Korrespondenz zwischen Großbritanien und Hannover, den Stader-Zoll betreffend, an. Auf eine Anfrage des Obersten Verner über die angebliche Absicht der Regierung, die jährliche Dotation fúr das Priester: Feminar zu Maynooth in Jrland zu

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die Regierung eine solche Absicht gar nicht hege, und Sir Robert Peel benußte diese Gelegenheit, um vor den auf Jrland bezüg- lichen Nachrichten in Jrländischen Blättern zu warnen, da die- selben größtentheils erfunden seyen, wohin er unter Anderem auch eine Mittheilung über Zwistigkeiten unter den Mitgliedern der Regierung (zwischen ihm selbst und Lord de Grey) rechnete.

London, 1. Juli, Nach der 1 Ae Gazette wäre der Schluß des Parlaments um den Mffen d, M. zu erwarten,

Graf Leicester ist gestern in seinem 89sten Jahre auf seinem Landsiße Longford- Hall in Derbyshire gestorben. Als Herr Coke trat er schon im Jahïe 1774 in das Unterhaus ein und gehörte während seines ganzen Lebens entschieden der Whig - Partei an. Seine Erhebung zur Pairswürde verdankte er dem Melbourne- schen Ministerium.

Der heutige Sun schlägt als einziges Mittel gegen die durch die Schiff-Durchsuchung täglich entstehenden Konflikte vor, Fran: zösische Offiziere auf die Englischen Wachtschisfe an den Sklaven- füsten zu nehmen, Man könne einwenden, diese Offiziere würden die Englische Marine zu sehr kennen lernen; allein das sey ein geringes Uebel im Vergleich mit dem Unglú> eines Krieges mit Franfreich,

Francis, dessen Hinrichtung bekanntlich auf den Aten angeseßt if, befindet sich nebst einem anderen Gefangenen, dem Mörder Cooper, fortwährend im Gefängnisse von Newgate, wo beide Gefangene dem täglichen Gottesdienste beiwohnen und nachher von dem Geisk- lichen des Gefängnisses zur Reue ermahnt werden. Die Hinrich- fung Coopers wird sicher stattfinden, da eine Pecicion um Begna- digung abgewiesen ist; was aber Francis betrifft, so hac bis jeßt noch nichts Über den Beschluß verlautet, den der Beheimerath nach Eingang der Bittschrift von seinem Vater gefaßt hat. Da auf Coopers Petition die abschlägige Antwort am folgenden Tage erfolgte, so scheint der Umstand, daß die Erwiederung auf die Bittschrift von Francis noch nicht ertheilt worden is, für die ziemlich allgemein gefaßte Meinung zu sprechen, daß er mit dem Leben davonkommen werde. Francis hat bereits von seiner Fa- milie Abschied genommen. Er is im Allgemeinen wieder ruhig und gelassen in seinem Benehmen, äußert aber dann und wann große Furcht vor dem Tode, der, wie er sicher zu glauben scheint, seiner wartet.

Die Admiralität hat den Bau zweier neuen Linienschisfe in Portsmouth befohlen, von denen das eine den Namen „Prince of Wales“, das andere den der „Princeß Royal“ führen soll; er- steres wird zu 1410, leßteres zu 90 Kanonen gebohrt.

Wie es heißt, soll die Armce durch ein neues Jnfanterie- Regiment, das 100se, verstärkt werden, das vorläufig in Winchester sein Standquartier haben wird.

Der Marquis von Waterford, welcher sh vor furzem mit ciner Tochter des Lord Stuart de Nothsay vermählte, hat dieser Tage das Unglú>k gehabt, daß auf einer Spazierfahrt, die er mit seiner jungen Gemahlin auf scinem Gute in Îrland machte, die Pferde durchgiagen und der Wagen umgestúrzt wurde, bei welcher Gelegenheit die Lady eine Hirnershütterung und mehrere Kontu- sionen erhielt. Nach der Tipperary Constitution wäre der Unfall dadurch veranlaßt worden, daß die erst neu eingefahrenen Pferde beim Herabfahren von einem Hügel von den anstreifenden Schwengeln scheuten und der Marquis, dem seine Gemahlin aus Angst in die Zügel fiel, durch diesen Umstand verhindert wurde, der scheuen Thiere wieder Herr zu werden. Die junge Marquisin liegt zwar frank danieder; hat jedo ihr volles Bewußtseyn, und die Aerzte sollen keine limme Fplgen von den Verleßungen, die sie erlitten hat, befürchtet, %. * i

Charles Di>kens (Boz) is mit dem Paketschisfe „George Washington“ vorgestern von New -: York wieder in Liverpool an- gekommen. ;

In Bermondsey - Wall, einer Straße von London, brach gestern früh ein ziemlich heftiges Feuer aus, das von 3 Uhr Mor- gens bis Nachmittags wüthete und mehrere Häuser verzehrte, Den Schaden schäßt man auf 20,000 Pfd. Set.

London, 1. Juli, (B, H.) Heute Abend ist hier auf außerordentlichem Wege die Nachricht eingegangen, daß cine am 30. Juni in Paris eingetroffene telegraphische Depesche die An- funft der Overland Mail gemeldet habe, welche, am 26, Juni von Malta abgegangen, am 29. Juni in Marseille eingetroffen ist, Die Berichte, welche sle Úberbringt, melden, daß am 16. April General Pollo> seine Vereinigung mit Sir Robert Sale in Dschella- labad bewerkstelligt habe, nachdem von ihm vorher die Aucoritäc des Thorabaz Chan Sullpuhra wiederhergestellt worden sey. Er war im Begriff, nah Kabul vorzurü>en, sobald Oberst Bolton zu ihm gestoßen seyn würde. General England (der bekanntlich bei seinem Vorrú>en, von Quettah aus, eine Niederlage erlitten) hatte scine Truppen wieder gesammelt, die Pâsse forcirt und war zu Ge- neral Nott in Kandahar gestoßen. Capitain Ma>enzie war in Dschellalabad angekommen, mit Anerbietungen Akbar Chans, die efangenen Engländer unter gewissen Bedingungen freizugeben. Die ihm ertheilte Antwort war noch unbekannt. General Elphin- skone war am 23, April gestorben.

Die Nachrichten aus China reichen bis zum 13, April. Am 10. Mârz hatten die Chinesen, 10,000 bis 12,000 Mann stark, Ningpo wieder zu nehmen gesucht, während ein anderes Truppen- Corps Tschinghai angriff. Bei beiden Gelegenheiten wurden sle mit bedeutendem Verluste zurÜ>geschlagen.

5 London, 1. Juli, Vorgestern hatte der Rheder-Verein, eine Gesellschaft, welche fast alle Schiffs-Eigenthümer in England zu Mitgliedern hat und naturli<h Männer aus allen Parteien unter sich zählt, ihre jährliche Versammlung, und nahm einstimmig den Bericht, welchen ihr stehender Ausschuß ihr vorlegte, so wie eine Reihe von darauf gegründeten Beschlüssen an. Sie finden beides in den gestrigen Zeitungen, und beides verdient die höchste Beach: tung. Wer einen Begriff von der Masse Englischer Schiffe hat, fann sich leicht denken, welch eine bedeutende Corporation die Ei- genthümer derselben bilden müssen, und wenn diese einmüthig er: klären, daß alle Maßregeln, welche Peel’s Ministerium in Bezug auf Handel und Schifffahrt vorgeschlagen und durchgeseßt, e Un- tergang Britischer Schifffahrt, und als Folge von diesem zum Untergange der Britischen Kriegs-Marine führen müsse; wenn sie sich dabei beklagen, daß die Regierung durchaus nicht auf ihre Vorstellungen geachtet, und das Parlament ihr Jnteresse hinge- opfert habe, als gelte cs das Unbedeutendste, welches ihm hätte vorgelegt werden können, so verdient das allerdings Beachtung.

Wie aber die Rheder unzufrieden sind, so sind es Hunderte von anderen Gewerben, welche sich durch den Tarif berührt glau-

en. Wer nur immer mit irgend einem Artikel handelt, wovon

künftig der Zoll herabgeseßt werden soll, erklärt

indem sein Lager nun so viel weniger werth seyn soll; und alle

Banekerotte, welche gegen Weihnachten, wie mehr oder weniger as:

erhóhen, erwiderte Lord Eliot, der Secretair für Jrland, daß

Ls jedes Jahr um jene Zeit, stattfinden, werden dem neuen

rif zugeschrieben werden, Viele von denen, welche ihre Geschäfte

4. Juli. Der Kaiserl. Russische Herr Minister- Staatsrath von Struve, hat fol ben an Herrn Syndifus Sieveking gerichtet : Herr Syndikus! Eine mir gester fen Nesselrode, Se. Majestät de Allerhöchstdenselben núgen empfan ice: Kanzler,

Es sind jenes diejenigen Pa- Vereinigung beider Kammern nicht Die neuen Beskimmungen lauten : Zuden, so weit es noch besteht, folgenden Leistungen bleiben jedoch u erlassendes Geseß bestehen. usübung politischer Rechte, \o- f den Staat, als auf die Gemeinde aus- lnen Orten derartige Rechte

(Die Kammern echte der Juden auf das aktive Wahlrecht , Rüefsichtlich des Erwerbes von Grundeigen- bleibt es bis auf ein weiteres Geseß bei dem en bestehenden Rechte. eht der Erwerbung von drei Mor- ner Benußung gleih den Christen eingeräumt, Morgen, und drei nur da, wo solche zur auerstelle erforderlich sind.) F. 52, Von meh- nen eines Juden soll nie mehr als einer zum selbs- n Betriebe des Detail: Handels zugelassen werden. F, 53. (l die Zahl der an einem Orte vorhandenen jüdischen andlungen in der Regel nicht, und nie ohne die Gemeinde, Städten die Bürger : Vorsteher, darüber zu hören, ver- a, wo die jüdischen Detail - Handlun- gen in ihren Befugnissen bisher beschränkt waren, kann die zu- lâssige höchste Zahl derselben im Verhältnisse zu der Ausdehnung, en in Folge dieses Gese stgestellt werden. i

en Jahren all ihr Unglü> Resi Wirkl

immungen zu substitu a aber mit diesen vor der den Bestimmungen zu s

ragraphen, über welche eine ewesen war.

chußverhältniß d Die ia bis auf ein d von der

im Rückgang fanden, haben seit eini den Getraide-Geseßen zugeschrieben. Hand nichts zu machen is, so sollte mich es wenn man den Einflüsterungen der Tories Ge Unheil der Entsagung des Protektiv-:Systems auswärtiger Konkurrenz zuschriebe. den Gesinnungen sind ni Wirkung würde für das Jn- tigsten Folgen se Inzwischen und ans Oberhaus geschi>t worden, das zweite Verlesen stattfinden soll. wie anderwärts einige aber da das Haus in ei Art bestimmt,

E “ide „Hochgeehrtester errn Vice:Kangler, Gra- enachrihtigt mich, daß aiser das vom hohen Senat JZhrer Stadt an gerichtete Danksagungs : Schreiben mit Ver- Der Kaiser, schreibt mir der Herr würdigt den Ausdru> der Gefühle und Gesinnungen, die der Senat bei dieser Veranlassung zu erkennen der Kaiser, von dem Unglü>ke benachrichtigt, daß betroffen, sogleich aus eigenem Antriebe den Opfern dieses Miß- geschi>s zu Hülfe fam und in seinen Staaten Sammlungen zu ihren Gunsten gestattete, folgten Se. Majestät dem An- eitdem hat der Kaiser die Ergebung und den Muth bewundert, den die Einwohner in dieser harten Prú- fungszeit bewiesen und die ihzen Ansprüche auf die Theilnahme und Achtung Sr. Majestät erwarben. Der Kaiser trägt mir auf, dem Senate seine aufrichtigsten Wünsche auszudrü>en, daß die Vorsehung die edlen Bemöhungen desselben, der Stadt ihren alten Glanz und den wichtigen Rang zu erhalten, den sie in der Handelswelt einnimmt, mit dem vollkommensten Erfolge frône. Empfangen Sie, geehrtester Herr Syndikus, die Versicherung mei- ner aufrichtigsten Hochachtung und Ergebenheit. (Unterz.) Heinrich von S Die öffentliche Unterstüßungs-Behörde hat heute das vierte hr eingegangenen Geld-Beiträge publizirte. Dieselben belaufen sih bis zum 22, Juni Abends, inklusive der úlfs-:Verein eingegangenen Gelder auf circa 1,615,000 Rthlr.

ar nicht wundern, dr gâbe und alles und der Zulassung olche Umwandlungen in neu in der politischen Welt, und die

wie für das Ausland von den wich-

zu erreichen

wird aufgehoben. einskwocilen und

wohl in Beziehun geschlossen, insofern ltiger Weise i Zen 7 r beschränkt. thum dur< J in den verschie mer hatte den J gen Landes zu eige erste Kammer nur

en haben.

bereits eingeräumt worden.

n.

(f das Tarif-Geseß vom Unterhause wo schon nächsten Diensta Hier werden sich zwar au unzufriedene Stimmen vernehmen lassen ; ner Bill, welche eine Abgabe irgend einer durchaus feine Veränderung machen darf, und e nur im Ganzen annehmen oder verwerfen kann, nicht zu zweifeln, daß ersteres geschehen wird.

Es is diese Maßregel aber das einzige, worauf man in den Fabrik- Gegenden als ein Mittel hofft, welches neue Thätigkeit hervorrufen soll, Das neue Getraide-Geseß wirkt durchaus nicht. Sollten sich nun Fabrikherren und Arbeiter in ihren Hoffnungen getäuscht fühlen, so ist {wer zu sagen, was die Folgen der betro- genen Erwartung seyn werden. Die Whig-Journale übertreiben ohne Zweifel die Noth; aber wenn der selbst einräumt, daß aus einer Bevölkerung von ungefähr funfzehn Millionen 1,200,000 Gemeinde - UnterstÜßkung empfangen, so ist Ucbertreibung faum möglich. daß die âármeren Klassen mitten in dieser Noth dung von den über ihnen vielmehr diese sind, wel mehr jenen nahen. Versammlungen merkli

angenommen hre Stadt e

denen Provi (Zweite Kam-

triebe des Herzens.

Hamburg, den

inister des Jnnern mehrt werden.

2, Juli 1842, es erhalten, gerin: | Verzeichniß der bei i 53 b, An Orten, wo noch keine jüdische Detail - Handlung sich befindet, soll eine solche in der Regel nicht und nie ohne Vernehmung der Gemeinde zu- gelassen werden. F. 53 c. Unter Detail: Handel soll jeder Handel Großhandel gehört,

nicht in dem sogenannten Handwerfksfkram oder in sonsk ewerbs : Erzeugnisse besteht.

Bestimmuugen der FF. (Die Additional : Bestimmungen zu dem F. 53 sind meist den Beschlüssen zweiter Kammer ent- nommen.) Diese neue Vorlage is nun in der heutigen Sißung zweiter Kammer zur Berathung gekommen und in erster Beschluß- nahme mit großer Majorität angenommen worden. batten veranlaßte nur der $. 5, nachdem aber erläutert war, daß derselbe so zu verstehen sey, daß künftig von geld nie mehr gefordert werden würde, so da wärtig Verpflichteten diese Leistung noch zu tragen hätten, erklärte Wenn nun auch in der morgen: den zweiten Abstimmung der heutige Beschluß wiederholt wird, so hat der Gegenstand dennoch seine Erledigung noch nicht gefunden, da die erske Kammer auch diese neue Vorlage wiederum in beiden Abstimmungen verworfen hat, weshalb es dann abermals zu Kon- ferenz-:Verhandlungen kommen muß.

Darmstadt, 2. Juli. (L. A. Z) Am 1. Juli 1742 er- bli>te Georg Christoph Lichtenberg, einst als akademischer Lehrer eine Zierde der Georgia Augusta, in Oberramstädt, einem Pfarr- dorfe zwei Stunden von hier, in einem angenehmen Thale des Odenwaldes, als júngster Sohn des dortigen mit 17 Kindern gesegnet war, das Licht der Welt. : istreichsten, wißigsten und kenntnißreichsten Köpfe des vorigen er bereits zu Ende desselben, im Jahr 1799, Wir feierten geskern den Tag, an welchem er vor hundert Jahren iege selbst, und zwar auf eine sehr Von Hannover war der Sohn dcs Gefeierten, Geheimer Legations - Rath Lichtenberg, gekonimen, um dem Feste beizuwohnen, welches die Pietät demselben bereitet hatte. Ein an- derer naher Verwandter, der Regierungs : Präsident von Lichten: berg in Mainz, war herübergekommen und hatte sh dem Kreise gen Verwandten angeschlossen. Ein Mann von Geist und zur Verherrlichung des Festes bei, lossen, daß eine Denktafel das Pfarr- geboren wurde, und die zweites Fest veranlassen solle, das am gangen werden foll,

Darmstadt, 3. Juli. (He ss. Z, Sißung hat die 2te Kammer der Stà die Emission von Kassen-Anweisungen dificationen angenommen, diese Annah dement abhängig gemacht, „daß diese sungen nicht eher statthaben soll, als den Ständen genehmigten E

Die von Hanauer und richt, Steinbach sey durch Zi

2 inc R Ei

welche diese Handlur ger als sie

e aber dabei ist, ei ihrer Entfrem-: stehenden Klassen verharren, und es he in ihren politischen Ansichten immer ser Umstand ist besonders wieder bei den < geworden, welche diese chester, Leeds und anderen Orten auf Antrieb d stattgefunden.

Herr Walter is, indem er sh dem Be fügte, am folgenden Morgen vor Roebu>'s nen und sein Zeugniß abzulegen, aller Strafe entgangen. chwierigkeit beigelegt, als sich in der Widerseß- lichkeit eines der Vertreter von Bridport, eines Tory, Namens Cochrane, sih als Zeuge von demselben vernehmen zu lassen, eine

rößere erhob. Denn hier entstand der Zweifel, ob das Unterhaus

je eines seiner Mitglieder genöthigt habe, gegen Zeuge aufzutreten, und es mußte ein Ausschu um deswegen die Register des Hauses zu untersuchen. Weise thun die Tories alles Mögliche, um das Haus sowohl als den Ausschuß selbst zu ermúden und so die ganze Untersuchung zu nichte zu machen. Dies dürfte ihnen wohl gelingen ; aber sie wer- den dadurch nicht das Publifum dahin bringen, eine höhere Ach: Die Sache ist vielmehr so weit ge- fommen, daß nichts als ein redliches “o S Ee, die Wahlen in Zukunft reiner zu machen, dasselbe vor gänzlicher T 2 Aber da den Tories alle Uebel vom Unterhause kommen, so scheinen sle einen geheimen Wunsch zu he- gen, dasselbe unwirksam zu machen, ohne daß sie sich darum klar gemacht hätten, was an dessen Stelle treten soll,

Die Nachrichten von den Vereinigten Staaten bleiben fort- während der Erwartung günstig, daß Lord Ashburton's Mission Deswegen aber hat unsere Regierung noch keinen Augenbli> in ihren eifrigen Kriegsrüslungen nachgelassen.

Die neue Französische Ordonnanz, welche den Zoll auf Garn erhöht, hält man hier allgemein für ein Wah daß, wenn die Wahlen für die Regierung ten, dieselbe kein Hinderniß gegen die Ab dels-Vertrages zwischen Frankreich und uns abgeben würde. Repressalien von unserer Seite weni

Das Merkwúrdi

Heute haben sich gegen 20 Of- fiziere der Garnison nah Mesb begeben, um einem Balle beizu- wohnen, den das Offizier-Corps der dortigen Garnison zu Ehren des Herzogs von Orleans morgen giebt. Eine Estafette war gestern in der Nacht um 12 Uhr am Thionviller Thor erschienen und be- gehrte mit der Anzeige Einlaß, einen Brief an den Kommandan- Ein so ungewöhnlicher und später Be- Die Nachricht davon ver-

Woche in Man- welcher nicht F Luxemburg, 28. Zuni.

er Krâmertlassen

fehl des Unterhauses Ausschuß zu erschei:

begriffen seyn,

Verkaufe eigener finden die feine Anwendung.

53, 53 a und

ten der Festung abzugeben. such konnte nicht unbemerkt bleiben. breitete sich weiter und veranlaßte allerhand Gerüchte und Besorg- nisse, Um so freudiger wurde man am Morgen úberrascht, als man Zrief vom Meber Offizier - Corps gewesen sey, der die Offiziere der Garnison und in einem beigelegten an den Civil-Gouverneur, die Civil: und Militair-Beamten der Stadt im Namen des Herzogs von Orleans zu jenem Balle einlud. hatten sih per Bataillon durchschnittli<h 10 Offiziere gemeldet,

elche der Einladung folgen wollten. du Moulin hielt es jedoch fúr angemessen, diese Zahl etwas zu beschränken und auf vier Offiziere per Bataillon zu reduziren, die durchs Loos unter sich entschieden, da keiner freiwillig zurücktreten

faum war diese Einige De-

sraeliten ein Schuß: erfuhr, daß dieser

also nur die gegen:

einen Willen als ernannt werden,

man sih auch damit zufrieden. Se. Excellenz der General

tung vom Hause zu hegen.

Spanien.

Einen Beweis, in wie schlechtem Zu- stande sich die Finanzen des Staats befinden, giebt der Umstand, daß der Regent vor acht Tagen das ihm für den Monat Mai bestimmte Geld erhielt und die. übri Monate Januar, Februar und März i

Die von dem General van Halen eingereichte E nicht angenommen worden. , 1;

Man erfährt nunmehr die Ursa Regiment „Prinzessin“ Der âlteste Sohn des

Verachtung sichern kann. Madrid, 24, Juni.

farrers, der bereits t en Beamten erst für die

r Gehalt empfangen haben. ntlassung ist

che, weshalb das Husaren-

gelingen werde. ahrhunderts, star

geboren wurde, an seiner würdige Weise.

l-Manödver und glaubt, lúd>lich ausfallen soll: chließung eines Han:

aus der Hauptstadt entfernt worden ist, Infanten Don Francisco de Paula beklei- det nämlich einen Grad in diesem Regiment, und da dasselbe täg- lich die Wache im Palaste hatte und slets die Esforte der Königin bildete, so fürchtete man, daß das tägliche Bedürfniß des Dienstes Verhältnisse zwischen der Königin und ihrem Cousin, dem Husa- ren - Rittmeister, herbeiführen möchten, die später alle Heiraths- Plâne der Diplomatie vereiteln wúrden, Der Jnfant wird nach seiner Rükehr nach Spanien seinen Aufenthalt außerhalb Madrid

gstens ist vor der Hand nicht zu

Schwedeu und Norwegen.

(L. A. Z.) Es is alle Aussicht dazu da, daß wir dieses Jahr den seltenen constitutionellen Fall erleben, nämlich einen Storthings-Beschluß Geseß werden zu sehen troß des Königlichen Willens, etwas, das bis jeßt nur einmal geschehen ist, nämlih im Jahr 1821, wo der wurde, nachdem der desfallsige Beschluß schon auf den zwei vor- hergehenden Storthingen gefaßt war, was nothwendig is, damit ein Geseß Kraft erhält ohne Königl. Sanction. Es besteht nâm- lih eine alte Verordnung vom 7. Schwärmerei Gränzen zu seßen und besonders zu verhindern sucht, daß umherwandernde Prädikanten sich dfentlich hören lassen und den Predigern eine genaue Aufsicht mit gottesdienstlichen Ver- sammlungen auferlegt; da die Bestimmungen dieser Verordnung im Widerspruche mit den später entwi>elten Begrisfen von reli: giöser Duldung sind, hat sie aufgehört, in der Wirklichkeit zum roßen Theil angewendet zu werden.

, trug er wesentlich Durch Acclamation ward besch haus bezeichnen solle,

derselben ein ahrestage be

Christiauia, 20. Juni, worin der Mann

del aufgehoben Von der Türkischen Gränze, 23. Juni. (Deutsche Bl.) Briefen aus Bucharest vom 23sken d. zufolge, sind dort in den leßten Tagen wichtige Veränderungen vorgegangen. Der Kaiserl. Russische Commissair, Oberst Duhamel, hat, obwohl er sich, um eine unparteiische Stellung zu wahren, anfangs der Opposition oder vielmehr der General-Versammlung entschieden abhold bezeigte, doch nunmehr eine Menge Vorkehrungen eingeleitet, die offenbar dahin zielen, ihre Wünsche theilweise zu befriedigen. Sämmtliche Mis: nister mußten abtreten und wurden dur< Männer größtentheils von der Oppositions - Partei beseßt, jedoch nicht aus dem Schoße der General: Versammlung, da die So is namentlich an die sers des Auswärti

) Jn der gestrigen 71flen nde den Geseßes : Entwurf, betreffend, mit einigen Mo- me jedoch von einem Amen- Ausgabe der Kassen-Anwei- so bis mit dem Bau der von isenbahn der Anfang gemacht ist.“

Frankfurter Blättern gegebene Nach- geuner angezündet worden, is unge-

anuar 1741, die der religidsen

se sich einstimmig dagegen geskräubt Stelle des Postelniks oder Mini- gen Kantakuzenos der Controlleur Consfkantin und an die Stelle des Miniskers des Jnnern, eines Bru: odars, Michael Ghika, dessen Verwaltung in den der General-Versammlung besonders hart angefochten r Bey, dermalen in Paris, welcher schon einmal Mi- nister war, getreten. Michael Ghika hat sein Amt bereits nieder: | r alte eben nicht sehr fähige Ban Baljano ur Ankunft Styr Bey's, dessen Annahme lhaft ist, proviforis< úbernommen. ] Finanz-Minister is vorläufig Herr Nincsulesko ernannt; der bis: herige Chef dieses Departements Herr Heresko wird dasselbe je- doch vorerst und bis über seine fernere Bestimmung entschie: den seyn wird, fortführen, indem in dem Fall, daß der für die Spartarswürde, welche gegenwärtig ein zweiter Bruder des Für- sen Constantin Ghika bekleidet, ausersehene junge Baljano solche nicht annehmen sollte, Heresfo diesen Posten erhalten wird. nisker der Zustiz ist Jorgo Bibesko geworden , derselbe Mit- glied der General-Versammlung hat aber bis jeßt die Annahme dieses Portefeuilles noch verweigert. Zum Nachfolger des bekann- ten Janko Mano, ersten Beamten im Ministerium des Jnnern, welcher das Ziel der meisken und gegründetsten Beschwerden der General - Versammlung is, wurde Ersuchen des alten Baljano bleibt jedo seinem Posten, als Baljano diesem D stehen wird.

Da man indessen befürchten eine oder andere Geislliche die Macht würde miß- tlich bestätigt nitiative und

Karlsruhe, 1. Juli. Sißung der Abgeordneten: K seine Motion in Be in Betresf der Wa Staatsrath Wolf, riums gegen die Ver daß, falls der Antrag nister, no< überhaupt roohnen oder daran haften Debatte ab, und Herr von J6 folgendem Antrag <loß: ¿Die Kammer erkennt in den einen den Best

(Oberd. Z.) ammer begründete H zug auf die befanntcn Ministerial-:Ausschreiben Der anwesende Regierungs-Commissair, protestirte im Namen des Staats-Ministe- fassungsmäßigkeit der Motion und erklärte, gestellt und berathen werde, weder die Mi- ein Regierungs-Commi Theil nehmen wörden. hierüber trat der Regi stein hielt seinen Mot

onnte, daß der u Bev Beuttao brauchen können, welche diese Verordnung ihm geri I heutigen hat, ergriff ein Repräsentant im Jahr 1836 die i schlug deren Aufhebung vor, was auch vom Storthing angenom: men wurde; der Beschluß wurde aber nicht genehmigt , da die befurchtete, daß die herrschende Kirche durch ein sol: allzu sehr der Mittel zu ihrer Erhaltun wiespalt und Unruhe dadurch in den Gemeinden ver- Die Ansicht der Regierung fand auch insofern Beifall, daß der größte Theil der geistlichen Autoritäten und die Gemeinde - Räthe sich gegen die Aufhebuug erklärten. Jndessen ging cs 1839 eben so wie auf dem vorhergehenden Stor- thing, indem nämli wieder der Beschluß zur Aufhebung gefaßt wurde und die Regierung wiederum die Genehmigung verweigerte. Kürzlich hat nun das Odelsthing die Sache zum drittenmal auf- genommen und das Resultat scheint auch diesmal wieder wie frú- her auszufallen. Deutsche Bundesstaaten. Stuttgart, 2. Zuli. (SÍm. M.) Jun der Si6ung der mmer der Abgeordneten am V. e e ITA die Ständeversammlung bis zum 14. Jan, 1843 vertagt ist. Zur Vorbereitung der zur Fortseßung des Land- tags erforderlichen Arbeiten werden sich aber die Kommissionen noch in diesem Jahre versammeln, und Kommission zur Vorberathung des Hypot ten Ende August, die Rekrutirungs- und die Eisenbahn - Kommiss sion im Monat September und die Kommission zur Vorbera- thung der Straf- Prozeß - Ordnung im Monat Oktober oder Nc-

ders des Hosp Beschwerden worden, Sty

ches Gese

breitet werden würden.

ssair der Sibung bei- Nach einer kurzen, erungs: Commissair ions=- Vortrag, wel:

legen mússen und de die Functionen bis z úbrigens noch zweif.

Reskripten der Minister, die neuen immungen und dem Geist der Ver- Wahl-Ordnung dem agt uud sieht in der derungen einer guten en Maßregel, indem erung aller Staats-, solche, also mit den Kräften und auf die Wahlen in der ihnen an- irken, alle diese Beamten in die Stellung ßten Regierungs - Partei gebracht ne beklagenswerthe Die Kammer findet wie dicse Maßregel ausge- verderblich auf die Moralität des < das Vertrauen der Bürger zu wesentlich geschwächt , zugleich aber auch zum großen Staats - Verwaltung den Glauben an deren Ver- Geseßmäßigkeit, mithin eine Haupt-Grundlage mo- amkeit, erschüttert hat. Die Kammer sieht re entschiedene Mißbilligung wegen der be- ern ausgegangenen Maßregel und wegen den diesfall-

Wahlen betreffend, fassung wwiderstreben Badischen Volk gewährte Erlassung dieser Reskripte e und weisen Staats - Verwa durch die darin enthaltene Kirchen- und Schul-Beamte Mitteln des dentlichen Die gedeuteten Richtung ecinzuw einer den Bürgern ent worden sind ,

Aufregung des

f die durch die ahlfreihcit. Sie bekl ine den ersten Anfor ltung zuwiderlaufend dfentliche Aufford

Juni wurde ein Königl. Re-

err Golesfo bestimmt; auf < Mano so lange noch auf epartement provisorisch vor-

und zuglei dem Lande e

Volkes hervorgerufen wurde.

führt worden ist, nicht allein höch Volkes einwirken R sondern au

war die skaatsrechtliche eken:Geseßes der Exem-

Ee alis aa E R

fassungstreu

fee scher Kraft E veranlafit, i

von den Minist

threr Ausführung auszu

hrem Protokolle niederzu

n sowohl, als die Abtheilungen verwiesen

Inland.

Majestät der König haben Aller- ermeisker Ziegler t. Annen : Ordens ulz zu Rathenow, des Kai- ter Klasse; dem Bau-

Verlín, 6. Juli. gnâdigs! geruht, die Annahme: zu Brandenburg, des Kaiserlich Russischen 2ter Klasse; dem Bürgermeister S serlih Russischen St. Wladimir-:O

(Hamb. K.) Durch ein Kdö- den Kammern er- gefunden habe, die

über die Rechts- und denselben die folgen-

Behdrden kurz die Regierung. Wenige widersprachen, nur ganz isolirte Stimmen úberna men eine Vertheidigung, und so entstand denn allerdings cine eie mung, die man nicht anders als hôchst ungúnsti „N cin n r die sehr lebhaft war, so lange das, was man erte L

annover, 30, Juni. nigliches Schreiben vom vorg dffnet, daß des Königs Majesk . 5, 6, 49, 52 und 53 des Geseß : Entwurfes rhâltnisse der Juden zurü>zunehmen,

ich fúr ruinirt, dem Ober-BÜ

ih veranla

Erklärung des Ministeriums,

meister Ed. Knoblauch, des Kaiserlich Russischen St. Stanis- laus-:Ordens 3ter Klasse; dem Legations -: Secretair, Rittmeister von Engelhardt zu Sto>holm, des Ritterkreuzes des König- lih Schwedischen Schwerdt-Ordens in Brillanten ; so wie dem För- ster Lau>e zu Thale bei Quedlinburg, der Königlich Hannover- schen Krieges-Denkmünze für das Jahr 1813, zu gestatten.

Köln, 2. Juli. (K. Z.) Unsere mit dem geskrigen Tage erbfffnete Kunstausstellung darf wirklich bedeutend genannt wer- den, und wenn sie auch nur die beiden großen historischen Bilder der Belgischen Maler Gallait und de Biefve aufzuweisen hätte, da solche Kunskwerke zu den Seltenheiten gezählt werden können, die nicht alle Tage geschaffen werden. Die beiden Künstler haben mit diesen Gemälden dem alten Kunstruhme ihres Vaterlandes wieder einen neuen Aufschwung gegeben, und kann Belgien stolz ihre Namen neben Wappers und de Keyser nennen.

Der Erbgroßherzog und die Erbgroßherzogin von Sachsen- Koburg- Gotha sind auf der Reise nah London hier eingetrcffen.

Graf Sebastiani, Marschall von Frankreich, is gestern in Bonn angekemmen, von wo er morgen seine Reise nach Ems fort- seben wird.

Geskern Abends veranstalteten die Meister der beim Dombau beschäftigten Bauhandwerker und die gesammten Steinmeben der Domßhütte dem Dombaumeister Zwirner einen Fa>elzug und eine glänzende Serenade, um ihm ihren Glú>kwunsch zu seiner Ernen- nung zum Regierungs: und Baurathe darzubringen.

Hamburger Zustände.

Die Ruhe kehrt zurück. Elemente der früheren Auf- regung. Die Verfassung und die Reformen. Dte patriotishe Gesellschaft und ihre Petition.

A Hamburg, 4. Juli. Jn einem früheren Schreiben habe ih der „Aufregung“ erwähnt, welche bald nah dem Brande in Hamburg geherrscht habe, und mir einige weitere Bemerkun- gen darúber vorbehalten. Sie scheint so ziemlich zu Ende zu seyn, und wir können jeßt gewissermaßen aus der Ferne die ruhigen

Beobachter spielen; man gewöhnt sich zulest an Alles, selbst an den Anbli> des Schutthaufens, in welchen der heimathliche Heerd, mit allem, was daran uns theuer war, verwandelt ist; bald wer-

den die Ruinen der Stadt dem Auge etwas Gewohntes seyn, der Verlust von 80_ Millionen nichts Außerordentliches mehr haben und selbst die Sorge für die Zukunft etwas Alltägliches werden. Jn den ersten Wochen war es anders , war Alles neu, Alles un- erhôrt; wir hatten ein Ereigniß gesehen und durchlebt, wie seit Jahrhunderten keine andere Stadt; hatten einen Verlust erlitten, von dessen Möglichkeit wir nicht einmal eine Ahnung gehabt, hat- ten unseren kleinen Staat in eine Krisis treten gesehen, deren Ende vielleicht erst eine andere Generation erleben wird. So stellte sich auf den ersten Blik die Sache dar, und alle Gemüther mußten in eine Spannung, eine Bewegung verseßt werden, die noch fortdauerte, als das unerhörte Getümmel der eigentlichen Brandtage längst vorüber war.

Zu dem Unglú>k des Staates denn Stadt und Staat ist bei uns identisch fam das eigene Unglú>, das Unglú> der Fa- milie, des Verwandten, des Freundes. Man hatte nicht nur die Wohnung eingebüßt, sondern auch die Möglichkeit, eine andere ahnliche zu finden; nicht blos Hundert Gegenstände, die einem lieb und theuer waren, sondern auch die Hoffnung, wenigstens den Geldwerth derselben wieder erseßt zu bekommen; nicht nur die Möglichkeit, das Gewerbe fortzuseßen, sondern auch die Aussiche, es jemals wieder aufnehmen zu fönnen. Die unglü>lichen Ver- hältnisse derjenigen, welche bei der hiesigen Brand-Association ver- sichert sind, wurden schon iu dem vorigen Schreiben auseinander-

geseßt; ihr Kummer, iÿr Schmerz war gerecht aber waren ihre Klagen es au<? waren sie es nicht selbst gewesen, die frei- willig um eine höhere Prämie zu spaaren bei jenem auf

Gegenseitigkeit begründeten Znskitut versichert hatten ? hatten sie nicht die Statuten derselben gekannt? und wenn sie die Mög- lichkeit eines solchen Falles, wie der jeßt eingetretene, nicht vor- aussehen konnten wie mögen fie cinen Anderen tadeln, daß er sie nicht vorausgesehen? Aber es liegt in der Natur des Men: schen, wenn er solperte und fiel, seinen Zorn gegen den Stein auszulassen, der ihm im T lag; es ist fast eine Art Trost im Unglú>, die Schuld desselben auf Andere schieben zu fönnen. Nachdem man 40 Jahre lang froh gewesen war, bei jener Anstalt versichern zu können, fiel man jeßt plóßblih, Úber die- jenigen her, welche sie errichtet und geleitet hatten, vor einem Jahre hätte man gewiß nichts despotischer gefunden, als ein Verbot der Bieberschen Versicherungen ; jeßt plößlich fing man an, selbst die Regierung zu schelten, daß sie ein so ge- fährliches Jnstitut geduldet habe. Jch bin weit entfernt, dieje- nigen zu tadeln, welche so unglü>li sind, all das JZhrige bei jener Anstalt versichert zu haben (es is nur Zufall, daß ih nicht

selbst dazu gehöre) hundert Gründe sprechen zu ihrer Entschul-

digung, zu ihrer vollkommenen Rechtfertigung; ich meine nur, sie

dúrfen keinem Anderen dafür Vorwürfe machen. Dennoch thaten

sie es, oder wenigstens Viele von ihnen in Gesprächen, in Schrif:

ten, auf den Gassen, in den Kaffeehäusern das große Publi-

kum, mit einem Wort, war unzufrieden, murrte; da haben Sie ein Element jener Aufregung, aber bei weitem nicht das Ein- zige.

Ganz Aehnliches wiederholte sich bei den Interessenten der

sogenannten Feuerkasse, nämlich der städtischen Versi erungs: An- stalt für Jmmobilien, über deren Verbältni fe Mle das M es bereits mitgetheilt i*, Hier sind alle Grund - Eigenthümer der Stadt betheiligt, mehr oder weniger, je nachdem sie mehr oder weniger den Dru>k der neuen Steuerlast empfinden werden. Auch hier also neben dem Schmerz der Aerger, neben den Klagen die Anklagen man fonnte das Geset anklagen, welches jeden Grund- Eigenthümer verpflichtet, sein Haus hier zu versichern; man durfte aber nicht vergessen, daß man selbs das Geseß gemacht habe.

ähere

Diese beiden Elemente der Aufregung aber wurden verstärkt,

oder vielmehr sie fanden ihre Grundlage, ihre erste Nahrung in einer Auffassung, die si gleih nach dem Brande e A von Mund zu Mund ging, die Einer dem Anderen bestätigte, zu welcher jeder neu Hinzutretende neue Belege, neue Beispiele, neue Erzählungen, wahre, halbwahre und falsche hinzuzufügen wußte : der vierte Theil der Stadt is abgebrannt wer trägt die Schuld davon? wer hat das Feuer so wüthend um sich greifen lassen? wer hat die Unordnungen, die Diebereien, selbst die Plünderungen grfattet, die es begleitet? Diejenigen, die es hâtten verhindern

ollen; also die Polizei, die Vorsteher der Lösch-Anstalten, die t i Di di P raisonnirten Viele, nur