1842 / 212 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Hierauf Reflektirende wollen sich gefälligst an densso wie diejenigen, welche irgend ein Besihrecht dazu

Oekonom Fr. Herrmann, Große Ullrihs-Straß Nr. 57 in Halle a. d. S., wenden.

Kaufgesuch einer Apotheke.

Eine Apotheke wird von cinem zahlbaren Käufer] briefe mit Coupons, als auch die Coupons selbs, u kaufen gesuht. Hierauf Reflektirende wollen

as Nähere unter versiegelter Adresse: „„Aesculap A

No. 97.// dem Königl. Fntelligenz-Comtoir zu Ber- d

ritten Personen blei-| (gez.) J. Morawski.

lin mittheilen. Offerten von ben unberücksichtigt.

Patentirte mechanisch ausziehende Fein

spinn-Maschine fürStreich-Garne aus der|serlihen Stadt Riga der hiesige Kaufmaun Nicolai Kymmel um Nachgabe eines proclamatis ad convo- |jin allen Buchhandlungen vorräthig.

Maschinen-Fabrik von Götze & Com P- in Chemnitz.

Mit Bezug auf das uns von Einem Königlich |des Jahres 1842 übernommenen, hierselb| unter der D

Preußischen Hohen Finanz-Ministerio zu Berlin un term 4ten d. Mts. für sechs hintereinander folgend Jahre ertheilte Einführungs- Patent auf die ge

gen derselben, sowohl in Betreff der Qualität al auch der Quantität des darauf gesponnenen Garne aufmerksam zu machen , indem wir gern die Ansich der bei uns arbeitenden Maschine gestatten.

Burg, den 24. Juli 1842, Haseloff & Co.

91

ezu haben glauben , auf, sih mit denselben au die Gencral - Direction zu Warschau in dem Zeitraume von cinem gade, von der gegenwärtigen Ankündi- gung in öffentlichen Blättern an gerechnet , unbe- ingt zu melden, als widrigenfalls sowohl die Pfand-

amortisirt und die Duplikate darüber an die betref- [fenden Fnteressenten ausgeliefert werden.

er Präsident Der Secretair (gez.) Drewnow ski.

Demnach bei Einem Wohledlen Ratbe der Kai-

candos creditores der von selbigem mit dem Beginne

- [Firma Eduard Franten?s Buchhlg. etablirten Hand- ejlung nachgesucht , diesem pelito auch deferirt und

g[und Jede, welche aus irgend einem Grunde An-

s| sprüche und Anforderungen an genannte hiesige Hand-

t [lung Eduard Franyen’s Buchhandlung zu haben ver- meinen, desmittelst sub poena praeclusí et erpetui

silentii angewiesen, sich mit selbigen unter

gung gehöriger Belege innerhalb sech§ Monaten a

dato , spätesiens bis zum 22, August 1842, entweder

Nachsuchung von Erfindungs-Patenten in|in Person oder durch rechtsgültige Bevollmächtigte

den Kaiserl. Königl. Oesterreichischen Staaten.

Unterzeichneter, der sih mit der Patent - Gesch- ebung der verschiedenen Europäischen Staaten be- onders beschäftigt hat und zur Partci - Vertretung bier dffentlich afkreditirt ist, erbictet sich, diejenigen Personen , welche gesonnen seyn möchten, ein aus- R Privilegium (Patent) für cine Ertuduns oder industrielle Neuerung auch in den Kaiserl. Königl. Oesterreichischen Staaten nachzusuchen, mit Rath und That zu unterstüßen, und ersucht solche, welche von En Anerbieten Gebrauch machen wollen, sich in frankirten Briefen an ihn zu wenden.

Wien, den 26. Juli 1842. | Schuller, Doktor der Rechte, Mitglied meh- rerer gelehrten Ges. , wohnhaft am Bauern-

markt Nr. 579,

f L i 22. Mai Nr. 5409 à 5696, Warschau, den T General-Direct?don des Landschaftl, Kredit-Vereins des Königreichs Polen.

In Folge eingegangener Eingaben wegen Aus- stellung und Einhändigung von Duplifaten nachste- hender als entwendet, zernichtet oder verloren an- gegebener Pfandbriefe, nämlich:

von der ersien Emission:

1842,

Litt. C. Nr. 105818 über Fl. 1000 ohne Coupons.

--- 409559 - - 4000 mit 7 Coup. vom a 1sten Zinsbogen. --- 4166586 - - 4000 mit 7 Coup. vom 1sten Zinsbogen. --- 4179622 - - 41000 obne Coupons. --- 182296 - - 1000 ohne Coupons. -- - 183703 - - 41000 mit 14 Coupons. --- 197764 - - 41000 mit 7 Couv. vom

E 1sten Zinsbogen.

-- - 4197860 - - 1000 mit 14 Coupons.

Litt, D. Nr. 126902 über Fl. 500 mit 11 Coupons. J - 190426 - - 500 ohne Coupons.

Litt, E. Nr. 78923 über Fl. 200 mit 11 Coupons. --- 4141683 - - 200 mit 11 Coupons. --- 4147322 - - 200 mit 11 Coupons. --- 1721588 - - 200 mit 11 Coupons.

Von der zweiten Emission:

251495 -

Litt. B. Nr. 221236 Über Fl, 5090 mit 11 Coupons. - 222777 -— - 5000 ohne Coupons, a 222800 - - 35000 ohne Coupons. E 222953 - 8 s E O E 278039 - - 5000 mit 12 Coupons. S E E S S t A Litt. C. S 205910 - A 206216 - A 206356 - - 41000 mit 11 Coupons. R 206597 - Sd 2141126 - E 211128 P 211129 28 211130 - 4000 mit 13 Coupons. |€ ugs 212592 - - 4000 mit 13 Coupons. ms 215403 - A 218517 U 236835 - E 240347 Se U it 14: a E R: 1000 mit 13 Coupons. - -_- - 5 A ate 6 1000 mit 11 Coupons. -- - 2206 - _ 4000 : L mit 13 Coupons. Litt. D. Nr. l Gi Uber Fl, 500 mit 13 dóeuans P 292 - - 900 mit 13 Coupons. L 257744 0 mit 11 Coupons, T 260009 290 mit 13 Coupons, : 2 «900 mit 13 Coupons. Litt. E. Nr. 251048 über Fl. 200 mit 11 Coupons --- 2514 ‘- _ 9 900 mit 11 n. : ns, 7 G - - 200 wit 11 Touvond 29273 - - 200 mit 11 Coupons “s Ea 2

K - 200 mit 14 so wie weitens über den vom zweiten Sentede Pfandbrief Litt. E. Nr. 145736 im Werth von Fl. 4

ciniger auf 46 Thlr. 27 Ngr. gewürderten Fnven- tarienstücten, jedoch nah Abzug der Oblastcn und | Presse und wird die Ausgabe des Aufwandes an Löhnen, Bau- und Reparatur- Kosten, so wie sonstiger Ausgaben, auf

geschäßte , allhier gelegene Mahl-, Graupen-, L Oel- und Schnceidemühle, nebs Feld, Wiesen H - 5000 mit 11 Coupons. [und Holzungen auch übrigem Zubehör, soll Ï 5000 mit 11 Coupons. |den neunzehntenSeptember dieses Jahres 2 an hiesiger gewöhnlicher Gerichtsstelle dfentlich an - 5000 mit 11 Coupons. |den Meistbietenden verkauft werden , weshalb dieje- | Ÿ i; l 5000 mit 11 Coupons. | igen, welche jenes Mühlen-Grundstück, mit welchem | übersandten Listen (wenn sie Unterzeichnungen ent- L 5000 mit 11 Couvons. vi A R LT ge er die S Nr. 205906 über Fl. 1000 m c [mehrerer Dorfschaften verbunden ist, zu erstehen ge- S F 1000 m 7 Cane sonnen, und über ihre Zahlungs-Fähigkeit sich aus- Z - 41000 mit 11 Coupons. | zuweisen im Stande sind, kraft dieses geladen wer- ¿ dir am getaciten G fa E an 2 - 1009 mit 11 C ‘shiesiger gewöhnlicher Gerichtsstelle zu erscheinen, ihre L - 1000 mit 413 Cs Gebote zu eröffnen Un NeVETOs zu seyn, daß be- 5 - 1000 mit 13 Coupons. | egtes Mühlen-Grundstü t s - 1000 mit 13 Coupons. dreimaligem dffentlichen Ausruf das höchfte Gebot

215402 über Fl. 1000 mit 11 Co! *\ücks, dessen Werke in ihrer Thätigkeit um deswillen,

M 1000 mit 11 Sa weil das Grundstück an der Zschopau liegt, durch - 4000 mit 11 Coupons. | Wassermangel niemals unterbrochen werden, so wie - 1000 mit 13 Coupons, |die mit zu erfaufenden Jnventarienstücke und die auf - 1000 mit 11 Coupons, |dem Grundstü haftenden Abgaben sind aus dem

- 4000 mit 11 Coupons. | Beilagen zu ersehen. - 4000 mit 11 Coupons, | Sachsen, den 12, Juli 1842,

* von Hamburg nah Curhaven u. Helgoland

bei Einem Edlen Voigteilichen Gerichte zu melden, unter der ausdrücklichen Verwarnung, daß sie nach Ablauf sothaner präklusivischer Meldungsfrist durch- aus nicht weiter mit ihren etwanigen Ansprüchen gehört und admittirt werden sollen. Riga-Rathhaus, den 22, Februar 1842.

Bekanntmachung

des Ministerii des Kultus und dffentli- chen Unterrichts

vom 16. Juli 1842,

die Erledigung des Raschig- und Faberschen Fami-

lien -Stipendii betreffend.

Die Wittwe des Advokat Kegler, Fohanne Chri-

mit der Besiimmung legirt, daß davon die jährlichen |L

berschen Familie zum Studiren und diesem Stipen- dio sich melde//, ausgezahlt werden sollen.

bildete Stipendium dermalen vakant is und zur Zeit jemand sich als genußberechtigt zu demselben nicht legitimirt hat, so wird solches b

fannt gemacht, mit der Bemerkung, daß diejenigen, welche auf den Genuß des gedachten Stipendii gc- gründeten Anspruch machen zu können glauben, fich deshalb mit den erforderlichen Legitimationen bis zum 20. September dieses Jahres bei dem unter- zeichneten Minisierio zu melden haben.

Dresden, am 16. Juli 1842.

Ministerium des Kultus und dfentlichen Unterrichts. v, Wintersheim.

Subhastation.

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J. A. Professor der mathem

Schubert,

technischen Bi¿dungs-Anstalt in Dresden, Elemente der Maschinenlehre.

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nannte Spinn-Maschine, erlauben wir uns hiermit |Voigteiliches Gericht verwiesen worden; als wer- die Herren Fabrikanten auf die vorzüglichen Leistun-

und Leipzig.

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orrât n Berlin {bei E. H. Schroeder Da nun das von den Zinsen dieses Kapitals ge- |1. d. Siuden 2, Souovttes Haus. 4

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ehdrigen Coupon, über den Pfandhricf erer See on Lat. C. Nr. 13957 im Werthe vit fe: 14 Coupons, und endlich über die Coupons vom 2ten Semester 1840 zu den Pfandbriefen ersier Emis= sion Litt. D. Nr. 23189, Litt. E. Nr. 83819, 140548

-140019, 140021, 145958, 145960 und 145961 gehdren

des Mde Bereits pecelté medergelegt arden (ale (8 -Vere ereits ntedergelegt worden sind t

fordert hiermit die General-Direction des Landscha tl, *Ónische Bildun

Kredit-Vereins im Königreiche Polen , in Ausfüh-

arkt Nr. Hamburg, im Juli 41842. Julius Kühne. d; : ¿ Literarische Anzeigen. Gewerbsch2{ Anstalten und

So eben is erschien rung des Artikels 124. des Gesehes vom -2-. Juni|gen en und in allen Buchhandlun- 1825, alle Besißer obiger Pfandbriefe und Cousons, (Stechbahn 3); / " Berlin dei E. S. Mittler

hen Be

Mein humoristisch

erfolgen.

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er Nachlaß ist bereits unter der

nde nächsten Monats

Bis zum 15. August werden Subscriptionen à

NB, Jch vecbind 6s

15 Sgr. pro Exemplar angenommen, später tritt der erhdhte Ladenpceis von 20 Sgr. ein. Entfernt Woh- nende wollen die Güte haben, sich an die ihnen zu- nächst gelegene Buchhandlung zu wenden.

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rden und Freunde die Bitte, die Fhnen halten) mir baldgefälligst remittiren zu wollen.

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Recht, Staat und Kirche

von

P. A. Ffrer. 8. br. 2 Bde. 45 Thlr.

Wir übergeben hier dem gebildeten Publikum eine der interessantesten Erscheinungen der neuesten Lite- ratur, eine Schrift, in welcher der geistreiche, durch scine (Roden can genug bekannte D: die Resultate seiner Erfahrungen sowohl, als seines Nachdenkens über Recht, Politik und dffentliches Le- ben niedergelegt hat. Er giebt uns hier, von einem allgemeinen Rechts « Prinzipe ausgehend , eine mdg- lihs| klare und allgemein verständliche Darstellung des natürlichen oder vernünftigen Rechts, das allem wahrhaft gültigen positiven Rechte zum Grunde lie-

en muß, um auf dieser Grundlage die gesammte J unen des Staats, so wie die hdchsten, allgemein gültigen Grundsähe staatlicher und kirchlicher Ver- fassung und Geseßgebung zu entwickeln, sodann aber auch die Anwendung der leitenden Grundjdähe auf die Verhältnisse der Gegenwart und auf die jehige und zukünftige Gestaltung Deutschlands in der über- (Rams und cindringlichsien Weise anschaulich u machen,

i Wer in der ersten schriftstellerischen Arbeit des Ver- fassers dem Briefwechsel zweier Deutschen ne- ben der Aufstellung der Gründe und Gegengründe, das entscheidende leßte Wort vermißt, oder wegen der Form der Darstellung, die dort vertretene Än- sicht vielleicht einseitig gedeutet hat, wird hier Über die wichtigsten Fragen des dffentlichen Lebens und ciner nationalen Politik cin offenes Glaubens - Be- kenntniß finden, so wie die ganze Schrift zugleich als Rechenschafts-Ablec una für dicjenigen wird gel- ten können, welche früher en politischen Bestrebun- gen des Verfassers ihre Theilnahme widmeten.

Stuttgart. Hallbergersche Verlagshaudlung.

Jun der Dannheimerschen Buchhandlung in i desommen orMUa in de D D Rbe men , vorräthig in der Hirschwa en Buchhandlung in Berlin : Ueber Wasser-Heil- Anstalten und ihr Verhältniß zu den Mineralquellen und Eine wissenschaftlich Parallele fa F d ne wissenschaftliche Parallele für Freunde der Hy- driatrif und für die Denkenden unter ihren Verächtern von Dr. E. Steudel (Verfasser des Nomenclator botanicus). Nebsi Ansichten und Erfahrungen über Wasser- Heil- Methode von Dr. H. G, Steudel, Arzt der Wasser - Heil- Ansialt in Kennenburg bei Eßlingen. : gr. 8. # Thlr. „Eine äußerft interessante Abhandlung, nicht blo für den praktischen Arzt beachtenswerth, sondern au für jeden gebildeten Freund der Wasser-Heilkunde.,

Bei F. Dümmler, Linden 19, sind eben fertig geworden : Curtius, G., de nominum graecorum formatione.

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Deutschen Handels und Einflusses

durch Gesellschaften, Verträge und Mit besond Bezie L due Q Erri i ejonderer VDeztehung auf die Errichtung einer Süddeutschen B andels und Colonisa- tions-Gesellschaft. Von ustav Höffken. reis 30 Kr,. oder 114 Sgr. übingen, Juni 1812, i I. G. Cottascher Verlag.

G 8. brosch, Stuttgart und

D T L E E R E EE

Bei Simon Leop p & Comp. in Berlin, Jä- gerstr. No. 24, ist erschienen : Karte der Berlin-Stettiner Eisenbahn. Preis 10 Sgr. Sue der Gegend um Freienwalde a. d. O. Preis O OgT, -

Sibi Erri P É N Arr M E E H R Cz

ata w O:

Allgemeine

_Preußischwe Staats-Zeitung.

Ne 212.

In halt.

Amtliche Nachrichten. Nußlans ae As St. Petersburg. Hof - Trauer um den

Herzog von Orleans. s Fraukreich. Pairs-Kammer. Deputirten-Kammer. Á Verte y o der vanidicdenen Prüane. Je, Rie e nigliche ung. rmischtes. e k E, 19 g Bares die Erbfuung der Schung und die ron-Rede.

Großbritanien und Jrland. London. Zweite Verlesung der Armen - Bill im Oberhause. Sir F. Graham und die Deputa- tion aus den Fabrik-Distrikten. j

Belgien. Brüssel. Auseinanderseßung der Motive zur Abschlie- Bs Tes Handels - Vertrags mit Frankreich. Dlle. Rachel in § cl.

Deutsche Bundesstaaten. Schreiben aus Frankfurt a. M. (Hohe Reisende; Börse.) i Desterreich. Tepliß. Bevorsichende Einweihung des Friedrich Wilhelms- Hospitals.

talien. Palermo. Anwesenheit des Königs.

rasilien. Schreiben aus Rio Faneiro. (Auflösung der Kam- mer; der Aufstand in S. Paulo und Maßregeln der Regierung zu seiner Unterdrückung; Zustand von Rio Grande; Vorbercitun- gen zum Empfang des Prinzen Adalbert von Preußen.)

Juland, Königsberg. Ober-Bürgermeister:Wahl. B ter- siadt. Durchreise Sr. Maj. des (25: 79 von Nassau. Düssel= gor, Rükkunst des Prinzen Friedrich. Berlin, Apothcker-

erein.

Die Franzdsische Marine. (Erster Artikel.)

Wissenschaft, Kuust und Literatur. Lepsius Der Dom zu Naumburg.

Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

Angekommen: Se. Excellenz der General der Jnfanterie, General: Jnspecteur der Feslungen und Chef der Jngenieure und

Pioniere, Aster, von Küstrin. Zeitungs-Uachrichten. Ausland.

Rußland und Polen.

St. Petersburg, 26. Zuli, Der Kaiserliche Hof hat vorgestern Le Trauer A7 Se. Königl. Hoheit den Herzog von Orleans auf 12 Tage angelegt.

Die Nachricht von dem Ableben des Herzogs von Orleans ist hier am 23sten d. M. mit dem Dampfboot aus Havre ange- kommen und hat auch hier sehr viele Theilnahme erregt.

Frankreich.

Pairs-Kammer. Sibung vom 27. Juli. Dem Re- glement gemäß, forderte der Präsident die vier jüngsten Mitglieder auf, vorläufig als Secretaire zu fungiren, Es nahmen demnach der Graf Alton-Sha, der Graf von Beaumont, vonCam-: bacères und der Graf Chollet, die für die Secretaire be- stimmten Siße ein. Alsdann wurden durch das Loos die ver- schiedenen Büreaus gebildet und hierauf schritt die Kammer zur Ernennung der definitiven Secretaire. Es wurden durch Stim- menmehrheit ernannt: der Herzog von C oign y, der Graf Beau- drand, der Graf S imeon und Herr Frank-Carré, Nach: dem hierauf noch durch das Loos die große Deputation ernannt worden war, welche den bevorstehenden Leichenfeierlichkeiten bei- wohnen soll, zogen sh die Mitglieder in ihre Büreaus zurü.

Deputirten-Kammer. Sißung vom 27. Juli. Der Alters-Präsident Herr Lafitte schritt heute zu Anfang der Sißung zur Bildung der Büreaus durch das Loos. Später ward auf gleiche Weise die große Deputation, welche den Leichen - Feierlich- keiten beiwohnen soll, ernannt und dann begannen die Berichte Über die Verifizirung der Vollmachten.

Paris , 27, Juli. Die hiesigen Blätter sind heute mit der Schilderung der Königlichen Sißung und mit Betrachtungen über dieselbe angefüllt. Wir geben nachstehend Auszúge aus den ver- schiedenen Journalen:

Journal des Débats: Alles in der gestrigen Sißung war edel und rührend, einfach und wahr, würdig Frankreichs und des Königs. Der König hat sich nicht gescheut seine Thränen zu feigen, r hat öffentlich denjenigen beweint, der von aller Welt

eweint wird. Angesichts des schrecklichen Unglücks, welches aler Land betroffen hat, lag in dem Schmerze des Vaters etwas Er- habenes. Die Thränen, welche auf jenen glänzenden Thron fielen, der mit dem ganzen Pomp des Königthums umgeben war, schie- nen einen traurigen und religiósen Beweis von der Eitelkeit mensch- licher Größe zu geben, während jene energische Zustimmung der beiden Kammern von der Stärke, der Macht und der Dauerhaf- tigkeit der monarchischen Gefühle zeugten. Dieser leßte Eindruck wird, wie wir hoffen, die s{merzliche Erschütterung der gestrigen Sikung überleben. Das große Unglück hat wenigstens offenbart, wle groß in diesem Lande, welches mit so vielen monarchischen

rümmern bedeckt if die Stärke der National : Gesinnung ist, welche unser neues Königthum beshübt.

Presse: Wir loben an den Worten des Königs besonders ihren tief religidsen Charakter. Zum erstenmale vielleicht ist bei Felerlichkeiten der Art die ZJdee und der Name Gottes dffentlich angerufen worden, Es wird dadurch ein gutes Beispiel von oben herab gegeben. Man gewdhne das Volk daran, seine Gedanken

Berlin, Dienstag den 2e August

dem Himmel zuzuwenden; es wird aus dieser Gewohnheit eine Resignation \{dpfen, welche die politischen Leidenschaften heutzu- tage immer schwieriger machen; und wenn es sieht, daß diejeni: en, welche für die Großen und Glücklichen dieser Erde gelten, fich demüthig unter den furchtbarsten Schlägen beugen, so wird es seine eigenen Leiden besser ertragen lernen. Constitutionnel: Der Schmerz Frankreichs entsprach ge- ern dem Schmerze des Königs. Niemals hatten sich die beiden ammern so zahlreich eingefunden, und niemals war der König nit lebhafterem Zuruf begrüßt worden. Die Sißbung hat bei ns den Eindruck zurückgelassen, daß die monarchische Gesinnung n Frankreih die tiefsten Wurzeln geschlagen hat, und daß die ynastie, die wir im ahre 1830 erwählt E für unser Land mmer die sicherste Be ares der Ordnung und der öffentlichen reiheiten seyn wird. Niemand verhehlt sich die gefährlichen ventualitäten, die durch den Tod des Herzogs von Orleans her- vorgerufen werden können; aber alle Welt hat Vertrauen zu dem gesunden Sinn des Landes, zu seiner Energie, und zu der Stärke unserer Jnstitutionen. Courrier français: Wir haben einem Schauspiel bei- ewohnt, welches die peinlihsten Eindrücke bei uns zurückgelassen bat, Die Rede, durh welche die Session eróffnet worden ist, war eine Art von Leichen - Rede; der König konnte beim Lesen derselben den Kummer, der auf ihn lastet, nicht beherrschen. Seine Stimme bebte; die Deputirten und Pairs sahen ihn weinen, und sogleich bedeckte die Versammlung diesen väterlichen Schmerz durch den tausendfach wiederholten Ruf: „Es lebe der König!“ Sie fühlte, daß die Nation, indem sie die Trauer der Königlichen Fa- milie theilte, dieselbe der Niedergeschlagenheit entreißen mußte.

F Die Minister hätten Ludwig Philipp einen solchen Kampf zwischen F dem Schmerz des Vaters und der Majestät des Königs ersparen

sollen; denn er ward unter den Augen der Diplomatie gekämpft, und man muß das Ausland nicht in das Geheimniß unserer Betrübniß einweihen, Das Alterthum hat ein erhabenes Bild, um den Schmerz auszudrücken, der den Fürsten ziemt; es be- {ränkt sich darauf, das Antliß des Agamemnon zu verhüllen. Die Rede, welche die Minister dem Könige in den Mund gelegt haben, ist übrigens passend und würdig. Sie sagt, was zu sagen war mit schmuckloser Einfachheit, ohne die Lage weder zu über- treiben noch zu \{wächen. Dennoch hätten wir gewünscht, neben dem gerechten Tribut des Schmerzes, der dem Andenken des Prin- zen gezollt worden is, und nach der Schilderung der Gefahren, “denen eine Unterbrechung der Königlichen Autorität uns aussetzen würde, einige Worte zu finden, durch die man das Vertrauen ausgedrückt hâtte, welches man in die Stärke der Jnstitutionen

und in die Größe des Landes sehte. Siècle: Alles, was sih in der Thron-Rede auf den

Schmerz der Königlichen Familie und auf die Nothwendigkeit be- zog, den Gefahren oder Verlegenheiten einer Minderjährigkeit vor- zubeugen, erhielt die lebhafteste Zustimmung der beiden Kammern. Aber man bedauerte, daß das Vinisterium, bei Anführung des Trostes, den die Vorsehung dem Könige noch aufbewahrt hat, nicht daran gedacht habe, ein einziges Wort von der Stärke zu sagen, die die Regierung in den freien Jnstitutionen fände, welche das Land sich selbst gegeben hat. Constitutionelle Minister sollten nicht, wie die Minister einer absoluten Monarchie, zugeben, daß die Ruhe des Vaterlandes ausschließlich von den Bürgschaften einer nicht unterbrochenen Erblichkeit in der Dynastie abhänge.

National: Die Minister, welche bei der Anordnung des

Ceremoniells der gestrigen Sißung beschlossen, daß der König in Person die Kammern eröffnen solle, begingen als Menschen und als Bürger eine schlechte Handlung. Nach dem Schlag, der den König getroffen, und nachdem kaum zehn Tage seit dem betrúben- den Tode seines âltesten Sohnes verflossen waren, wäre es von Seiten der Minister eine Pflicht der Menschlichkeit gewesen, dem König eine Ceremonie zu ersparen, bei der seine Anwesenheit nicht unumgänglich nothwendig und die geeignet war, schmerzliche Er- innerungen neu zu beleben. Aber die Minister kümmern sich, wie es scheint, wenig um den väterlichen Schmerz des Königs, sie laubten, daß die Thränen eines alten Mannes günstig für die Aufrechterhaltung ihrer Gewalt wirken und daß sie wenig Wider- stand von Seiten der Kammer zu befürchten haben würden, wenn dieselbe das Oberhaupt der Regierung weinend gesehen hätte.

Die legitimistischen Blätter erwähnen der geskrigen Sißung nur kurz und in gleichgültigen Ausdrücken.

Mehrere ministerielle Deputirte beabsichtigen , wie es heißt, den Antrag F stellen, daß die Antwort-Adresse auf die Königliche Eröffnungs-Rede so kurz, wie diese selbst war, gefaßt werde, und daß man sich darin aller und jeder politischen Anspielung enthalte. Wahrscheinlich wird die Sapa(eion bei dieser Gelegenheit die mi- nisterielle Frage in Anregung bringen.

In einer Versammlung der Deputirten von der Opposition, die gestern stattfand, ist ausgemacht worden, daß man Herrn Odilon-Barrot als Kandidaten zur Präsidentenstelle annehmen, die Regentschafts-Frage frei von politischen Debatten halten, aber doch vor Prorogation der Session die Kabinets - Frage auf irgend eine Art zur Sprache bringen wolle.

Der Moniteur zeigt an, daß der Oesterreichische Botschaf- ter, Graf Appony, dem König und der Königin Kondolenz-Schrei- ben Sr. Majestät des Kaisers zu Überreichen die Ehre gehabt habe. Die erske Nachricht von dem Tode des Herzogs von Orleans kam am 17. Juli nah Wien; wie es scheint, hat Se. Majestät Kai- ser Ferdinand unmittelbar darauf ein eigenhändiges Schreiben an den König der Franzosen gerichtet und dasselbe ist sofort an den Grafen Appony expedirt worden.

Am 18. Juli wurde der Deputirte Ledru - Rollin von dem Assisengericht des Departements Mayenne, zu Laval, wegen Publi: cation einer (republifanisch-demagogischen) ede, die er im vorigen Jahre an die Wähler, die ihn in die Legislatur berufen haben, erichtet hat, abwesend zu vier Monat Gefängniß und 3000 Fr. Beldbuße verurtheilt, Der Prozeß zieht sich schon lange hin, weil Herr Ledru-Rollin, der auch in die neue Kanmmer gewählt wurde,

sein Privilegium als Deputirter geltend macht und vor Gericht zu erscheinen sich weigert. E y O

Am 24. Juli, dem Jahrestage des Todes Armand Carrels, und gestern verfügten sih viele Personen , die sich zu republif ani: {hen Meinungen bekennen, nah St. Mandé, wo Armand Carrel begraben ist.

Die Börse zeigte heute große Festigkeit. Die Reaction, welche in Französischen Renten am Schlusse der gestrigen Börse einge- treten, war hauptsächlih durch Gewinnst-Realisirungen veranlaßt worden, so daß die Course heute neuerdings Aufschwung nehmen fonnten. Der Umsaß war jedoch niht von Belang.

ckx Paris, 27. Juli. Noch nie hat die Eröffnung der Kam- mern einen Eindruck gemacht, wie gestern. Das Volk, welches in unendlichen Massen herzugestrómt war, hat noch nie eine solche Ruhe bewiesen als diesmal, Diese Ruhe, die sichtbar feierliche Stille, die es beobachtete, schien ein offenbarer Ausdruck der Theil- nahme an dieser so außergewöhnlichen Versammlung seiner Ver- treter. Auch im Palais Bourbon, der Deputirten-Kammer, war es anders wie sonst; es hatte den Anschein, als befände man si in einer Kirche, so feierlih erschienen die Râume und die Ver- sammlung. Der Anklang, den die kurze Rede des Königs noch heute bei den Bewohnern der Hauptstadt findet, beweist, wie un- gegründet es ist, was uns manche Oppositions:Blätter so oft wiederbringen, daß die Sache Frankreichs ganz getrennt sey von der seines Fürstenhauses. Die Französische Nation hat bei die- sem Ereigniß hinlänglich bewiesen, daß das monarchishe Element fortwährend sich erhalten hat.

Die Nede des Königs hat beide Haupt - Elemente der Kam- mer befriedigt; die Konservativen , weil nothwendiger und \chickli- cherweise Alles, was zu politischen Erörterungen und Puaxteikäm- pfen hâtte Anlaß geben mögen, ausgeschlossen war; die Opposition, weil ihr doch der Moment näher gerückt ist, wo sie den parla- mentarischen Kampf mit dem Ministerium wieder aufnehmen kann, wenn dies auch erst dann geschehen wird, wenn die Kammer, wie in der Rede des Königs angedeutet isk, wieder zur Erörterung der Staats-Angelegenheiten zusammenberufen werden wird. Wie sehr Herr Thiers sich bemúht, die Regentschaftssache als eine dynasti- he und monarchische überhaupt zu fördern, zeigt sich fortwährend in seinem Verhalten zu dem Theil der Opposition, der ihm erge- ben isk. Der Constitutionnel unterläßt heute wieder nicht, von neuem aufzufordern, die Sache der Monarchie von der des Mini- steriums zu trennen, und belehrt die fampferwartende Opposition, wie schr es selbst in ihrem eigenen Jnteresse liegt, den Streit zu vertagen.

Großbritanien und Jrland.

London, 26. Juli, Jm Oberhause fand heute die zweite Verlesung der Armen - Bill statt, nachdem ein Amendement des Grafen von Stanhope, diese Verlesung auf sechs Monate hinauxc- zuschieben, verworfen worden war und zu einem lebhaften Wort- wechsel zwischen dem Herzog von Wellington und dem Grafen Anlaß gegeben hatte.

Die Deputation aus den Fabrik : Distrikten hat gestern auch bei dem Minisker des Jnnern, Sir James Graham, Audienz gc- habt. Als Herr Ashworth demselben unter Anderem bemerklich machte, daß, wenn die Getraide-Geseße nicht schleunigst aufgehoben werden, und dadurch die Prosperität des Landes wiederhergestellt würde, das-Eigenthum der Grundbesißer selbst bald vernichtet seyn dürfte, schien der Minister eine Art Drohung darin zu sehen und erinnerte seinerseits daran, daß ein Aufstand, der zur Vernichtung des Eigenthums führe, die arbeitende Klasse selbst am hârtesten treffen werde, worauf indeß Herr Ashworth erwiederte, daß seiner Ansicht nach der einzige unzweifelhafte Erfolg eines solchen Ereig: nisses, das die moralische Kraft der Mittelklasse unverleßt lassen werde, nur in der endlichen Erringung der Freiheit der Industrie sich kundgeben würde.

Belgien.

Brüssel, 28. Juli. Mit dem gestern erwähnten Französi schen Handels - Vertrag hat der Minister des Jnnern in der Me. prâsentanten-Kammer zugleich die Auseinanderseßung der diesseiti- gen Motive zu diesem Vertrage vorgelegt, die nach dem Moniteur Belg c D O

¿Meine Herren! Durch eine Verordnung vom 26. Juni d. X. hatte die Französische Regierung den Eingangs - Zoll in Sranbrels auf Leinen- und Hanf-Zeuge und Garne in sehr starkem Verhältniß erhöht. Bei Erlassung dieser Verordnung machte sie bekannt , daß die Erhöhung des Zolles für nothwendig erachtet worden sey, um das Eindringen der fremden Leinen-Zeuge und Garne zu verhindern, deren stets zunehmende Einfuhr eine sehr bedeutende Hdhe erreicht habe und stdrend auf die National - Fnduftrie einzuwirken drohe; zu gleicher Zeit wurde jedoch bemerkt, daß zu Gunsten der Belgischen Garne und Zeuge eine Ausnahme gemacht werden kdnne.

¿Die Bedingungen der Fabrication sind in der That in Belgien und Frankreich ungefähr gleih und die relativ geringe Höhe unse- rer Zölle auf Artikel des Franzdsischen Handels schienen eine Aus- nahme zu Gunsten unserer Leinenwaaren hinreichend zu rechtfertigen.

¿Wollte man indeß die Zölle, so wie sie bestanden, durch beson- dere Ausnahme für Belgien aufrecht erhalten, während der Zoll für gewisse Klassen von Garnen und Leinwand um mehr als das Dop pelte erhöht wurde, so hieße das nur, sagte man, den status quo beibehalten, es hieße, ein System der Begünstigung zum ausschließ lichen Vortheil Belgiens annehmen und dies Begünstigungs-System hat man sih tüchtig von uns bezahlen lassen.

¡Aufmerksam auf die Entwickelung der fremden Einfuhr auf die Franzdsischen Märkte, war die Regierung des Königs bei den in Pa- ris erbffneten Unterhandlungen von Anfang an bemüht, die bedrohten National-Jnteressen vor jedem Angriffe zu schüßen ; aber unvorherge- schene Schwierigkeiten , Rücksichten verschiedener Art und die Sorge für andere, ebenfalls der Aufmerksamkeit würdige Fnteressen verhin- derten anfänglich die Abschließung einer Uebereinkunft, und am 26. Juni erschien die Fran dsische Ordonnanz, ohne daß daritt eine Ausnahme zu Gunsten der Belgischen Garne und Zeuge aufgestellt worden wäre.

¿/Nichtsdestoweniger blieb der Weg der Unterhandlungen ofen ; Lee konnte uns einen für unsere Leinen-Fndustrie not went: p Absahz erhalten/ und dic Regierung des Kdnigs würde ihre Aden hlecht verstanden zu haben glauben, wenu ste die thr no

j rde und en Chancen, jenen Absaß um den Preis gewisser, mit der ú Ik eaen S tteressen des Landes L Leror Zugestäuduisse zu