1842 / 247 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Hessen: Darmstädtisches Maß, o wörden die Weinberge fast

2 pTeé. des Gesammt: Areals enz er m Nassau 15,543 ormal - Steuer - Mo S E L reuß. O und von der Gesammt-Bodenfläche 0,84 pCt. ; _ in Kurhessen, nah einer Schäßung von 1837, 500 Mrsg., G d. i. 0,0011 pCt. des Gesammt: reals. Etwas abweichend hiervon berechnet der Verf. die im Zoll: Vereine zur Wein : Production bestimmte Fläche, wie folgt: Beo E L i CEGE 63,300 M. Mrg. roßbherzogthum Hessen. 37,600 » Bayern... o 96,000 » - Württemberg. ………..-.-+-+ 63,500 » Baden eere oss 68,000 » Nassau... 16,000 » Die übrigen Vereinslande 5,200 »

Y . Mra. d. i. 16,26 g. Q. M., und da der Zoll : Verein 8109,75 Q. M. umfaßt, so sind 0,2 pCe. oder etwa cte des Zoll: Vereins dem Weinbau überwiesene Fläche.

n Franfreih nehmen die Weinberge einen Raum von 2,134,822 Hektaren 3,9 Preußische Morgen ) ein, also etwa 3,9 pCt. der Gesammt ; Bodenslbthe,

Der Ertrag des Weins ist bekanntlich in den Jahren außer- ordentlich verschieden. Man fann nur nah Durchschnitten vieler Jahre rechnen. Der Herr Verfasser läßt folgen, wie nach amt-

üchen Angaben die Durchschnitte für Preußen, Bayern, Baden und Großherzogthum Hessen angenommen werden : 1) prtiy E a ibe een ees 400,000 Eimer. 2) Großherzogthum Hessen... 640,000 » 3) Baden... oa eror eror nos 1,000,000 » 4) Bayern... eee tr t 1,500,000 » 5) Die Preuß. Provinz Sachsen ge- wann nach dem Durchschnitt von 1832 pro Morgen 7 Eimer ; dies giebt für 5200 Morgen... 36,400 » Diesen fügen wir hinzu: 6) Württemberg (nah dem Kor- O des Würtemb. Landwirth. Vereins als Mit- telärndte) 155,100 Württemb. Eimer oder Preuß. Eimer... 696,000 »

7) Nassau (na< handschriftlichen Nachrichten, Mittelärndte).…. 202,000 » 8) Kurhessen (nah Landau, Be: schreibung, 183). ..........--. 2,300 » Zusammen Preuß. Eimer T,776,7Œ.

Die Durchschnitts -: Production der Oesterreichischen Monarchie ist (nach einem 1834 gemachten Anschlage) 33,410,180 Preußische Eimer. (Das sehr gute Weinjahr 1822 lieferte, nach genauen Aufnahmen, 55,000,000 Preußische Eimer.)

Als durch\chnittlicver Ertrag der Weine Frankreichs sind 40,000,009 Eimer anzunehmen.

Die Wein - Production des südlichen Europäischen Ruß- land ist (1838) wie folgt zu berechnen :

Bessarabien... +- 120,000 Eimer Gouvernement Cherson... 40,000 » E O d Bas c a RTP 72,000 »

Gouvern, Jekatherinoslawo …. 235,000 Eimer. Die Production is ferner anzuschlagen :

für die Schweiz auf... 56,000 Eimer » Spanien... 8,300,000 » » MPortugal.......…....- 1,550,000 » » Jtalien, Sicilien, Grie-

chenland, Cypern, Jo-

nische Jnseln.….….…. 2,500,000 »

Gesammt-Ertrag in Europa 112,517,700 ‘Preuß. Eimer.

Die Einfuhr fremden Weines war im Zoll-Verein in den Jahren 183%: 841,533 Ctr., also in einem Jahre durchschnittlich 310,383 Ctr. d. i. (5 Ctr. = 3 Eimer) 126,230 Eimer hierzu die inländische Production von 4266400 »

giebt im Ganzen 392, imer.

Die Ausfuhr war in den Jahren 1836 bis 1839 515,866 Ctr.

also jéhetid im Durchschnitt 128,967 Ctr., d. i. 77,380 Eimer.

on obigen 4,392,630 Eimer abgezogen, läßt 4,315,250 Eimer

à 60 Quart = 258,915,000 Quart. Bei einer Bevdlkerung von

26,858,886 Einwohnern, wie sie 1839 im Zoll - Verein war, gâbe

on auf den Kopf ein Verzehrungs- Quantum von etwas ber uart.

Aber man wird freilich in Baden, Württemberg, Großherzog: thum Hessen und Rhein-Bayern 12 bis 15 Quart und mehr für den Kopf rechnen müssen, während der Herr Verfasser schon in der früheren statistischen Uebersicht S. 212 wig hat, daß damals für den Preußischen Staat 4 Quart höchstens pro Kopf zu rechnen waren, wogegen jest, wegen der {lehten inländischen Dieietpegem im Preußischen Staat noch nicht 2 Quart auf den Kopf pro 183% sich herausstellen, und wird in den westlichen Pro- vinzen vielleicht 6—8 Quart, in den östlichen faum 1 Quart auf den Kopf fallen.

n Betreff der Con sumtions- Verhältnisse beim Wein kann man (nah dem Herrn Verfasser) als Haupt-Resultat, welches nach dem Eintritt des großen Zoll-Vereins für den Preußischen Staat sich herausstellte, etwa Folgendes sagen: Die Verzehrung Fran- zd ischen, Ongarisden und Spanischen Weins ist etwas zurü>ge- R die Verzehrung vereinsländischer Weine hat, im Bergleich d De vor dem Zoll-Verein, sich außerordentlich vermehrt ;

ie Verzehrung des vaterländischen Weines (pro Kopf immer die grôßesie Quantität auch im Preusishea Staate) richtet sich nah jede grd bre oder geringeren Ergiebigkeit der E i in

Vergleicht man die ganze Aus fuhr v - schnittli 125,458 Ctr. oder 4,516,488 Quart Jn v zeugung im Zoll-Vereine von 258,915,000 Quart, \o ist das 1,8 pCt

an sieht, wie unbedeutend die A nicht 2 pCt. der Ausfuhr

gegen das Gesammt-Erzeugniß von Wein im ZoUlU-Vereine erschei- oen Dur de S S woge I gehen ins Auslande; des , der oll-Bereine wächst, wird 4 nern des Zoll-Vereins konsumirt. auch von den Bewoh- An Un 4829 bis 1 ins Ausland <is<en 96,843 Cer. Tabak.

Das Areal, welches

ba> bepflanzt war, er iebt die nachstehende, aus der vorliegenden |

Schrift entnommene belle:

1054

auf den Morgen an, st0

Uebersicht der Geroinn an Ctr. angegeben. 1832 im Preußischen Staat mit Tabak bepflanzt dem Gewinn, wie er sih approximativ berechnen läßt, if

daß der Iaba>sbau im Preußischen Staate in den leßten Jah-

n nicht Menge des Tabaslandes. fteuer- in in in le in fl Provi nz. [Klasse [Klasse 1.]Klasse 111.[Klasse UV. Ma. M. sax} m (0R |Mgs. j OR Ofpreuß. | |—| 37 501] 152/164: Westpreuß. | |— 141 84/ 80 osen... |— 140 30 ommern .} |— 82 77 chlesien .} |— 123 | 438/129 Brandenb. |— 57 11101/131 Sachsen .. | 280/11 11 72) 14 Westphal... | |— 2148 Rheinprv. [1256 40 | 928 128 Summa[T557 T T Darunter: | a. Jn den Medklen- burgisch. Enfklaven| |—| |—| |— 4| 30 4| 30] | b. Jm Braun \chwei Amt Ca vdrde .….| |— 411A -—1—-—— |—| 54114 | 46 c. Jm Kur- essischen b. - Amt Meisen- heim 71 M —-—|—1 |—l—|— m 4 | Zusammen 11 56411124 | 4| 30 511434 | 46 Fm Jahre: | 1838/1388/144}3311/125/24441 25%/2697| 704B1839| 5 1377/109k 1837|1506| 61]2716|149]21001| 51 2454/174 7679| 75] 807 38% 18361484 72l4883| 11[24285|172 [3908|168 [34562| 602108 Die be enr Fläche war 1835 im Preußischen Staate... ee... +- 39,204 Mg. 105 (1 R. sie ist 1839 nur... eee. e 347341 » 99 »

und war 1838 und 1837 noch geringer.

Nimmt man, wie dies amtlich die Vorausseßung ist, den Gewinn

ster Klasse... 9 Ctr. E e R 3er » „.... 6 » der » 4x »

1ster Klasse von 1537 Mg. 25 3R.....- 13,834 Ctr. ÆÆr " » 3878 » 158 » 29,092 » Zter » » 26142 » 9. » 156,858 » der » » 3173 » L » „e 14,278 »

‘214,0 tr.

Schon für das Jahr 1831 ward in der früheren

Nach der Größe des Areals, welches

ren entschieden abgenommen hat, während die tägliche

d

b

se

d

arishen Weinen sind während der 10 geführt 79,322 Ctr, an Oèsteer el:

1837 im Preußischen Staate mit Ta-

aber, fremder Taba> im Zoll - Verein und im Preußischen 1837, gegen früher verbraucht wird.

schen Tabaks außerordentlich

Kurhessen, Sachsen und Thürin ur Ver r By den Preußischen Staat.

nach von Süddeutschen Ta den Preußischen Staat kämen.

die Beobachtung der Landessitte, unzweifelhaft da ür \pricht, da nicht wohl ab:

Als Grund dieser Verminderung des Ta- a>sbaues im Preußischen is anzuführen, einmal, daß mehr ver- einsländischer Tabak, Pfälzer 1c. im Preußischen Staat verbraucht

ird (wenngleich dies nicht der hauptsächlichske Grund D Ei s daß viel i r Amerikanischer

ie Consumtion an Taba, die sehr allgemein ist,

enommen haben fann.

und dies ist das wichtigste,

Die abads sind andauernd und Der Verbrauch der Cigarren hat an Stelle san, hr viel inländischer Ta

der Genuß doch im Ganzen ein gewählterer, und ein da>s:Verbrauch, der mehr als die gewö auch bis zu den schle<teren Sorten, wenigstens eine mischung Amerikanischen Tabaks im Ganzen nothwendig macht. Ueber den Tabaks -Verbr auch macht der Verf, noch fol: gende interessante Mittheilungen und Bemerkungen: Bei dem Taba> möchte viel mehr als bei dem Wein zutref- fen, daß der Betrag, der für Preußen si als Antheil berechnet, ziemlich sichere Grundlage ist fúr die Quantitäten, die und Süddeutschem Tabak im Preußischen Staate verbraucht wer:

en, wahrscheinlich geht noch viel Süddeutscher Ta en die Uebergangs-A

ittelzahl 40,000 Rthlr. zur Grundlage

Jm Zoll-:Vereine war an fremdem Taba: a) Taba>sblätter.

Einfuhr. Ausfuhr. Mehreinfuhr. Durchfuhr. 407 484,840 Ctr. 21,431 Ctr. 463,409 Ctr. 72,819 Ctr. 1838... 200,672 » 42,265 » 178407 » 551,227 » 4839... 191,427 » 41,882 » 149,245 » 46,901 » b) Taba>ks-Fabrikate. 48I7, 20,422 Ctr. 36,744 Ctr. 46,322 Ctr. 7,637 Ctr. 1838... 21,840 » 39/981 » 18,144 » 411,100 » 41839... 22,588 » 950,798 » 28,210 » 7,385 » Es zeigt si< von 1835 an ein namhaftes Steigen det Ein- fuhr roher Tabacsblätter, und von 1836 an ein Sengen der Aus- fuhr von Tabas-Fabrikaten. Der Durchschnitt der Mehreinfuhr der Tabacksbläâtter war pro 1835 ..---+++ 4-2 163,687 Ctr., der Durchschnitt der Mehrausfuhr von Taba>s-Fa- brifaten.…..... eo ote ec co eco oco ee rres C4 dl 20,891 - läßt als Consumtions-Quantum .…..-+-«+ 6+. 142,794 Ctr.

Vergleicht man dagegen den Durchschnitt von 183%, so war tter

129,453 Ctr.

der Durchschnitt der Mehreinfuhr roher Tabacksblà von Taba>s-Fabrikaten der Durchschnitt der Mehr- ausfuhr.…......... eor ac eee oco eere cer eater bleiben zur Consumtion im Zoll - Vereine fremder Taba>

dds ao. 00 00068080000 0008000790200.1.00…00 o...

Die Bevölkerung stie u ,886, s I

20,000 Ctr. im Zoll - Verein an fremdem Taba>k im verzehrt worden 183% gegen 183%. Der Hauptheil mag auf den Preußischen Staat gefallen seyn.

*) Ungefähre Angabe.

4107 ;

erhâlt man pro 1839 an Ertrag:

Taba> im Preußischen Staat auf 222,000

feine Frage,

Preise des Amerikani: sehr erheblich gesunten,

es gewöhnlichen und wenn immerhin auch a> zu Cigarren verbraucht wird, so ist

hnliche Art des Rauchens,

ir glauben als nehmen zu dürfen, wos baden 60,000 Ctr. zur Consumtion in

von 183“ zu 1839 von 25,148,662 die Consumtions-Quanta frem: ba>s wie 100 : 117 von 122,432 : 142,794 Cer.

statistischen

if, nach

rfahrun

ist), ferner Staat seit

solcher Ta- kleine Bei-

an Pfälzer

bad, der in bgabe zahlt,

7,021 -

122,432 Cer. Es sind

re r eses Mehr

Der Verfasser sucht sodann abzuleiten, daß die Consumtion i i Staate 1832 wie m Dres e discher Taba. se 218000 Cre

b. verein mange e C. m , eva überhaupt fremder Le Ee - ind TS0OO Tir. oder 40,150,000 Psd., macht für 14,098,125 Menschen pro Kopf 3 da d V de ie als wie es S. 213 erze h r T N fder sehe unter diesem Kon-

echnet war; nur mit dem Unterschiede, da sumo verhältnißmäßig mehr ausländischer Amerikanischer Taba>

lten is. m Bervollständi ung der Nothen über die Taba>k:Pro: duction außerhalb Deutschland und den Verkehr mit Taba> lassen wir no< einige Nachweisungen folgen, weil dadur Anlaß

zu interessanten Vergleichungen geboten wird. Vereinigte Staaten von Nord-Amerika (aus einem vor einigen Monaten verdffentlichten Berichte des Agenten J.

Dodge). Schäßung des ebigen Konsum - Quantum von Taba>k in Europa nebst der Zoll-Einnahme, welche jede einzelne Regierung davon erhebt, nämlich :

Einfuhr von Taba>: Oxhoft. Zoll nah Dollars. in Rußland... 358, 64,000. s E Vei Cts Cid e 3,300. 5,200. - Belgien ………….....-...+- 4,000. 12,000. - Großbritanien .…..... 18,000. 17,275,000. s Frankreih .….…......-- 10,000. 5,500,000. - Spanien .…..........- 3,000. 5,000,000. - Portugal .…….….......- 363. 540, - Jtalien, Sardinien .…. 1,200. arma ….. 130, ogcana 425. 2,000,000. Kirthenstaat.. 300. Neapel... 404. - Oesterr. u. Besibungen 4,000. 3,400,000. - Deutschland (Oesterreich ausgeschlossen) . ……..... 38,000. 1,200,000, : weden u. Norwegen 1,800, 70,000. « Dânemark .….….......- 1,100. 620. umma 80,396. ;

Die Bevölkerung der Vereinigten Staaten von Nord : Ame- rifa zu 17,000,000 Menschen angenommen und den Konsum von Taba> dafür zu 75,000 Oxhoft (was, wie ih glaube, sagt Herr Dodge, viel zu wenig gerechnet ist), so würde nach diesem Maßh- )tabe der Konsumo in Europa, dessen Population wir (die Euro- päische Türkei ausgeschlossen) zu 220,000,000 annehmen, ein Quan- tum ergeben von I a dun abon ed pbotY aco „970,588 Oxh. wovon abzuziehen bliebe:

1) Das in Europa erzeugte Quantum Taba>, wel-

ches, nach erhaltener forrefter Auskunft, wie folgt,

eschâgt werden fann, nämlich:

in Rußland. M S EI Va tas é ì 21,000,000 Pfd. - Dänemark ibe é 225,000 - - E O . 6,800,000 - « Belgien eee oer ore 1,140,000 - s Franteets i E O E A 26,000,000 - - utschland (Oesterreich ausge:

\<lossen).….…...….....-«+.+++- 40,000,000 - : Oesterreich und Besißungen .… 935,000,000 - - Sardinien eee eere reo 378,000 - - Kirchenskaat.…….............+++ 1,215,000 - « Neapel. „eo aoedccereerecieceso 1,125,000 - - Schweiz... eee oree0 ee 297 : - Wallachei... oro 1,350,000 - - Polen... eor ereeo eters sr 1,150,000 -

Total 126,680, id.

oder zu 1200 Pfd. pro Oxhoft gerechnet 113, rh. 2) Der Anbau in Cuba pes

geschäßt zu ........- 10,764,000 Pfd. in Portorico.…. 3,700,000 - in Süd-Amerika... 3,000,000 -

—T7LI000P. à 1200 Pfd. pro Oxhost TT,553% TL553Oxh.

E j I nach Europa A expedirt werden... ....+- Cen «- j xb. 125,900 Oxh.

Wonach sich eine mögli: Consumtion von Ameri: fanischem Taba> in Europa ergeben würde von 844,688 Oxh. Nicht zu übersehen ist hierbei jedoch, daß 1) das der Oesterreichischen Monarchie zugetheilte Quantum um etwa 140,000 Ctr. zu gering angeschlagen ist, 2) Griechenland gr gee bereits 1840 fast 300,000 Ofa (pro 8000 Ctr.) Taba> gewann,

3) der Anbau in Süd-Amerika, anstatt 3 Mill. Pfd., mit Si: cherheit auf mindestens 24 Mill. Pfd. zu berechnen ist, wollte man überhaupt obige poll zergliedern, so dürfte ohne Schwierigkeit darzulegen seyn, daß der Statisliker nicht selten von dem Spezial:Agenten für den Tabackshandel geblendet worden ist.

Stettin, den 20. August 1842. aa

E

Auswärtige Börsen. Amsterdam, 31. Aug. Niederl. wirkl. Sebuld 624. 6% do. 1015 Kanz-Bill. 274, 6% Span. 16%. Pass. —. Ausg. —- Zivel, 4 Preuss. Präm. Sch. —., Pol. —. Oosterr. 108. Antwerpen, 30. Aug. Zinsl. —. Neue Anl. 164.

Hamb 2. Baok - Actien 1650. Bogl. Russ. 109. Lewd L da 29 I 102. Neue Aul. 21. Pas-

ug. Cons. 93. Belg. B ive 4. Ausg. Sch. 95. Bi Holl. 2k: 62, 102. 5% Port. 33%. 3% 204. Eogl. Russ. 1145. Bras. . Chili Columb. 20%. Mex. 35%. Peru 15%.

Paris, 30. Aug. 5% Rente flu cour. 120. 20. 3% Rente Gn cour, 79. 40,

Anl. de 1841 —. 5% Neapl. fin cour. 107. 10. 5°; Span. Rente 214. Pas. 4. W ien, 30. Aug, 55 Mei. 1083. 4% 1005. 32 764. 27 —. 1% —. Bank-Actien 1629. Aal. de 1834 139. de 1839 109.

Königliche Schauspiele. Montag, 5. Sept. Jm Schausplelhause: Das Tagebuch, ces ¿4 X aide, es Das A al S E S N als e. erauf: Die g nte, Lustspiel in ten, von Albin, (Dle. Brdge: Adele Müller. als leßte Gastrolle.)

Königsstädtisches Theater. Montag, 5. Sept. Launen des Zufalls, Lustspiel in 3 Aften, von Lebrün. Hierauf: Drel und dreißig Minuten in Grüneberg, oder: Der halbe Weg, Possenspiel in 1 Aft, von K. von Holtei.

Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.

Gedrukt in der De>er schen Geheimen Ober - Hofbuchdrud>erel,

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Allgemeine

Preußische Staats-Zeitung.

Ne 247.

Er erflârte in seinem Uebermuthe oft, daß es mit Herrn

men. von Marcellange bald aus seyn und dann ein Anderer Herr wer-

den werde. Herr von Marcellange war schon seit einiger Zeit \o

überzeugt davon, daß man ihm nach dem Leben trachte, daß er nie

anders als bewassnet anen und seinen Verwandten oft schrieb: e

Anhalt.

chrichten. Mlle a E Bait E Großfürstin Marie, Ge- nfolgers. eich, eric ‘Das Fnteresse der Weinbauer. Die Un-

Fremcnieife: Prozeß Marcellange. Vermischtes. Briefe aus man ihn râchen. Am 1. September

wenn er ermordet würde, so t, diese Ahnung in Erfüllung. Der Verdacht

aris. (Herr von Lamartine und cine Rechtfertigung. Die | y. J, ging, wie gesa nländische Zucker Production, Dic Eisenbahnen und die MY0Ner D Sas auf Be son, den man indeß allgemein nur für das Schifffahrt. Werkzeug der Damen von Chamblas hielt. Wie dem aber auch

britanien und Irland. London. Stab des Herzogs von S raington, B fas Verhältniß zwischen Thiers und Barrot.

mijchtes. N lEelaude: Haag. Belgisch-Holländische uterdanblungen. --

r Franzdsische General von Marbot. Amsterdam. pee MsGe ländischen Regierung in Bezug auf die Boers

sey, on allein wurde angeklagt und erschien im Monat März d. J. vor den Assisen der oberen Loire. Die damaligen Verhand- lungen wurden indeß durch die Verhaftung eines Hauptzeugen, Na- mens Arzac, unterbrochen. Derselbe wurde spâter wegen falscher Zeu- gen-Ausfagen zu 10jährigem Gefängniß verurtheilt und der Pro- Marcellange dem Assisenhofe ju Riom überwiesen. Auch hier am es wieder zur Verhaftung eines Zeugen, wodurch indeß die Verhandlungen nicht unterbrochen wurden. Die verschiedenen Incidenz-Punkte dieses Prozesses bieten das hôchste Interesse dar. Jacques Besson ist zum Tode verurtheilt worden, betheuert aber bis Jeßt noch immer seine Unschuld, die er vor der Jury auf einen geschi>t vorbereiteten Alibi-Beweis gründete.

Der Constitutionnel sagt: „Die beiden Kammern sind nach einer 34 tágigen Session prorogirt worden, Die Auflösung der vorigen Legislatur machte jene Session nothwendig; denn, der Charte gemäß muß die neu erwählte Kammer binnen drei Mo- naten nach der Ans zusammentreten. Wenn nicht die furcht- bare Katastrophe vom 13, Juli alle Pläne verrú>t und alle par- lamentarischen Berechnungen gestdrt hâtte, so würde die jeßt been- digte Session durch die ernstesten Debatten bezeichnet worden seyn. Die Wahlen trugen zu augenscheinlich das Gepräge eines anti- ministeriellen Charafters, als daß es nicht eine Pflicht fúr Alle gewesen seyn würde, das Benehmen des Kabinets nach außen und

t Natal. # Bélg ba: Brüs sel. Verhandlungen in der Repräsentanten-Kammer

über die den Deutschen Weinen und Seidenwaaren zugestandenen Erleichterun en. E reiten aus Brüssel. (Die Ermäßigung des Tarifs für die aus Deutschland kommendén Weine und Sei-

R 1d Norwegen. Christiania. Bewilligung e den

etrieb des Kongsberger Silber-Ber werkes. Verm Deutsche Bundesstaaten. Schreiben aus Dresden. (Wit- terungsnoth ; Feuersbrünsic.) Karlsruhe. Abgeordneten-Kam- mer. Bauten für Rechnung des Staates. Hamburg. Sub- scription in Caraccas. Spanien. Madrid. Schreiben aus Madrid. (Die Händel mit Bortu al; die Spanier in Montevideo und Buenos-Ayres.) ars e: Reise des Oesterreichischen General Hauer. Handel n Braila. Türkei. Konstantinopel. Die Verhältnisse mit fien: Julaud. Berlin. Se. Majestät der Kdnig in Kdln. Briefe aus Düsseldorf. (Nachträgliches über die dortigen Feslichkei- ten. Benrath. Festlichkeit zur Feier der Anwesenheit JFhrer

Maiestäten. i

W uust und Literatur. Berlin. Mozart: Feier, | 1M Jnnern dem Urtheil der neuen Legislatur vor ulegen. Aber

Eni Mat. Sah imann L Rose Reise nach dem Ural, dem | der Tod des Herzogs von Orleans legte den Repräsentanten der Nation andere und dringendere Pflichten auf. Man

Altai und dem Kaspischen Meere. i t mußte für das Wichtigste sorgen und die Gefahren be-

hwödren, die seit dem 43. Juli von aller Welt erkannt wurden. Alle constitutionellen Meinungen waren von dem durch: drungen, was die {merzlichen Umstände von ihnen erheischten; sie geboten für den Augenbli> ihren gerechten Beschwerden gegen das Ministerium Stillschweigen, um nur daran zu denken, wie der Thron und das Land gegen alle Eventualitäten zu \{üÜüßen wären. Das Regentschafts-Geseß wurde, frei von allen Neben- Rüeksichten, votirt, und man muß selbst denen, die dagegen ge: stimmt haben, die Gerechtigkeit widerfahren lassen, daß die mini: steriellen Fragen nicht auf ihr Votum influenzirt haben. Aber troß dieses stillschweigenden Waffenstillstandes bot die Verification der Vollmachten der Opposition mehr als eine Gelegenheit des Kampfes mit dem Kabinet dar. Es wurden sehr ernste Thatsachen ans Licht gezogen, Ee die von der Kammer angeordnete Untersuchung vollends aufklären wird. Der ganze moralische Vortheil dieser ersten Erdrterungen war auf Seiten der Opposition, und der Beschluß selbst, durch welchen die Unter- suchung angeordnet wurde, (0 wie die Zusammenseßung der Kom- mission, bezeugen, daß die Kammer entschlossen ist, strenge Gerech: tigkeit auszuüben. Wie dem aber auch sey: die politische Debatte ist bis zur Wiedereröffnung der Session verschoben. Das Ministerium wird durch das verhängnißvolle Ereigniß, welches Frankreich in Bestürzung verseßt hat, einige Monate des Lebens gewonnen ha- ben. Aber wir haben die feste Hoffnung, daß diese Vertagung ihm nicht zu Gute fommen wird, und daß die Vertreter des Landes, wenn sie wieder dem Ministerium gegenüberstehen, die Erinnerung an die von dem Wahlkörper so energisch kundgegebene Abneigung nicht werden verloren haben.“ j

Éine heute Nachmittag aus Marseille eingetroffene tele- graphische Depesche meldet, daß daselbst vorgestern Abend das Jn: dische Felleisen eingetroffen sey. Die Briefe aus Bombay vom 19. und 20. Juli sollen sehr beunruhigend lauten. Es heißt, die Engländer hätten neuerdings eine Niederlage erlitten. Die Be- richte aus China sind von keiner S Die Zeitungen wer- den erst am 2. September in Paris eintressen, und es steht da- Tage noch andere Nachrichten mitgetheilt

Amtliche Uachrichten. Kronik des Tages.

Abgereist: Der Kaiserl. Russische General-Major vom Ge- neralstabe, von Duhamel, nach Dresden,

Zeitungs -Uachrichten. Ausland.

Rußland und Polen.

Warschau, 1. Sept. Aus St. Petersburg ist, wie die heutigen Zeitungen, jedoch ohne Angabe des Datums, melden, durch telegraphische Depesche die Nachricht hier eingegangen , daß die Großfürstin Marie, Gemahlin des Großfürsten Thronfolgers, von A E ou Una Uet ij welche den Namen Alexandra erhalten hat. Zur Feier dieses nisses i großen Theater freies Schauspiel c Fee e M

Frankreich.

Paris, 31. Aug. Die als Comité versammelten Deputir- ten der weinbauenden Departements haben bei einer Unterredung, welche sie mit den Haupt - Mitgliedern des Kabinets hatten, die Fau erhalten, daß in der nächsten Session verschiedene, für die von ihnen repräsentirte Jndustrie günstige Geseß-Entwürfe den Kammern vorgelegt werden sollen, Es scheint in der That daß man die Zeit zwischen den beiden Theilen der Session dazu benußen wird, Handels : Verträge mit mehreren Theilen des nörd- lichen Europa und des südlichen Amerika vorzubereiten.

Die Gazette des Tribunaux enthält Folgendes: „Die Instruction in Betreff der Unterschleife, deren wir kürzlich er- wähnten, dauert fort; gestern und heute sind neue Verhafts: Be- fehle vollzogen worden. Die Kasse der Depots und Consignatio- nen war es, bei welcher die Betrügereien vorfielen, deren Urheber oder deren Hauptwerkzeuge wenigstens verhaftet worden sind. Wir werden die näheren Details veröffentlichen, sobald dies an- geht, ohne dem Gange der Jnstruction hinderlich zu seyn.“

Der Assisenhof in Riom hat sich sehs Sißungen hindur< mit einem Prozesse beschäftigt, der die dortige Gegend fast in gleiche Aufregung verseßte, wie früher der Prozeß Lafarge. Es handelt sich nämlich um die Ermordung eines Herrn von Marcellange, der am 1. September v. J. in der Mitte Kiper Dienstleute, an deren Mahl er Theil nahm, durch einen Schuß getödtet wurde, der von außen her durch das Fenster auf ihn abgefeuert ward. Herr von Marcellange hatte si< im Jahre 1835 mit einem Fräu- lein de la Rochenegly von Chamblas verheirathet und mehrere Jahre hindurch in glü>licher Ehe gelebt. Von dem Augenbli> an aber, wo sein Schwiegervater, Herr von Chamblas, starb und die Mutter seiner Frau zu ihm ins Haus zog, war der häusliche Friede gestört. Das Unglú> oder ein Verbrechen wollte, daß seine beiden Kinder in dem En Alter schnell hinter einander starben, und nachdem dieses Band, welches die beiden Gatten noch an einander knüpfte, zerrissen war, wurden die häuslichen Verhält- nisse so Gertrdaid, daß Herr von Marcellange sich entschloß, getrennt von seiner Frau und Schwiegermutter zu leben und vor: Wei den kleinen Landsiß Chamblas, der einige Meilen von dem Wohnorte seiner Frau entlegen war, zu beziehen. Er war zu die- sem S hauptsächlich dadurch gebracht worden, daß das rü>sichtslose Benehmen seiner Frau und Schwiegermutter auch auf die Dienstboten Überging und geduldet wurde, Nachdem Herr von Maréellange das Haus verlassen hatte, wurde der Bediente Jacques Besson das Faktotum und der Vertraute jener Da:

hin, ob bis zu diesem werden. i M . Der Französische wissenschaftliche Kongreß zu Straßburg wird die ersten Gelehrten Frankreichs und Deutschlands versammeln, da er sich an die Versammlung der Deutschen Naturfoischer und Aerzte so anschließt, daß beide Oelehrten-Kongresse_von denselben Personen besucht werden können. Schon sind in Straßburg über

500 Personen angemeldet.

* is, 31. Aug. Wenn Herr von Lamartine sein Schidg “Saint oine bewohnt, so macht er häufig dem Journal Saöône et Loire Mittheilungen oder lâßt auch wohl eigene Ar- tifel in dasselbe einrú>en; beides wird dann von den Pariser Blättern aufgenommen und erlangt somit eine sehr große Ver- breitung. Nach dem, was bei der Diskussion des Regentschafts- Gesekes vorgefallen, glaubte Herr von Lamartine sih über sein Benehmen erklären zu mússen, und noch ehe er Paris verließ, enthielt die Presse eine Art von Rechtfertigung in dieser Bezie- e . Auch die leßte Nummer des Journals Saöône et Loire rate neue Erklärungen, die man als von Herrn von Lamar- tine selbst ausgehend betrachten fann. Nachdem das Jour- nal die leßten Zahre des parlamentarischen Lebens dieses ausgezeichneten Redners durchgegangen und daraus zu fol: gern bemúht gewesen ist, daß er niemals ein Lehensträger der konservativen Partei gewesen sey, schließt der Artikel folgendermaßen: „Was folgt aus diesem Allen? Daß Herr! von Lamartine für die konservative Partei verloren ist? Nein; ein Mann, der sich felbst gleich bleibt, ist für Niemand verloren. Das nglü>, welches die Königliche Familie betroffen hat und eine Regentschaft mit allen ihren Schwächen, ihren Unruhen in Aus- sicht stellt, wird von Seiten der parlamentarischen Regierung große Stärke erfordern, um derselben widerstehen zu fönnen. Worin wird diese Stärke in zwei oder drei Jahren bestehen? Jn einigen

Berlin, Dienstäg den 66a September

1842.

jaceBuenten Männern der konservativen Partei, die schon durch die Wahlen dezimirt worden sind, und in einigen Ministern, die sich seit zwdlf Jahren beständig im Amte folgen und die eben da: durch so viel von ihrem persönlichen Werthe und ihrem National: Kre- dite werden verloren haben. Wenn die Stunde der Gefahr kommt, wird das System des Widerstandes bedeutend geschwächt seyn. Man muß dann nicht eine zänfische und aufreizende Opposition, sondern eine große und starke demokratische Partei finden, die aus Allem besteht, was das Land Ausgezeichnetes besißt. Diese Partei wird dann dem Augenbli>e zu Hülfe kommen, sich der Regierung be- mächtigen, feste, aber gemäßigte und praktische liberale Zdeen in die- selbe einführen und das Land retten.“ Wenn Herr von Lamartine Herrn Thiers erseßen will, so wird er bei der Opposition nicht mehr Glú> haben, als der chemalige Präsident des 1. März. Herr Thiers hat versucht, die Linke regierungsfähig zu machen, es ist ihm nicht gelungen. Wenn Herr von Lamartine hofft, ihr ei- nen konservativen Ruiguls zu geben, so wird er sich eben so sehr verrechnet haben, wie Herr Thiers.

= Paris, 31. Aug. Ueber die Zuerfrage sowohl als úber die Verhältnisse der Weinbau - Jndustrie sind für nächste Session ausdrúd>lih Gescß - Entwürfe zugesagt: Úber das Verfahren bei der Erhebung der Auflage auf die Runkelrüben-Zuker-Fabrication ist erst fürzlih eine Königliche Ordonnanz erschienen, welche au- ßerordentlih strenge Beausfsichtigungs - Maßregeln bei Errichtung von Fabriken, Bereitung des Zuers, Verschleiß desselben u. \. w. vorschreibt, um so der ins Große getriebenen Defraudation, wo- durch die Zoll-Erträgnisse nicht unbeträchtlich geschmälert wurden, einen fráftigeren Damm entgegenzuseßen. Aus der neuesten Ueber- sicht des Zustandes der Rüben: Zu>er- Fabrication geht übrigens hervor, daß in der Campagne 1840—41 nur 389, in der mit leß- tem 34. Juli geschlossenen von 1841—42 aber wieder 400 Fabri- fen in Thätigkeit gewesen waren, und daß die Masse des erzeug- ten Zuers in entsprechendem Verhältnisse zugenommen hat, 1840 —41 war sie 2,6578,997 Kilogr., 1841—42 aber 30,695,047; zur Con- sumtion famen im Vorjahre 25,447,847, in diesem 31,197,614 Kilogr. ; in den Fabriken blicben am Ende Juli 1841: 5,233,806, am Ende Juli 1842 aber nur 4,084,728 Kilogr. , ein Beweis von der Zu- nahme des Absaßes, wie auch aus der Summe der an den Staats- haß bezahlten Auflage in den zwei Jahren hervorgeht. Vom 1. Januar 1841 bis Ende Juli desselben Jahres hatte diese nâm- lich 4,053,275 Fr., in derselben Zeit des laufenden Jahres aber 5,528,920 Fr. betragen. Klar wird hieraus, daß die Schwierig: feit des ursprünglichen Plans des Ministeriums , die sämmtlichen Rübenzuer-Fabriken zurü>zukaufen, bei diesem Stande der Dinge nur noch doppelt groß geworden is, und daß man an Ausführung dieses Planes kaum mehr denken darf. Ein Beweis liegt wohl aber auch darin, daß die Lage der Rúbenzu>er-Fabrikanten keines: weges so shlimm seyn kann, da sie selbst bei den ungewissen Kon- junfturen sich vermehrten, was gewiß nicht der Fall seyn würde, wenn kein Gewinn für sie zu erzielen wäre.

Der Spanische Banquier Mendizabal wird hier erwartet, und seine Ankunft soli mit dem Plane der Spanischen Regierung, a Anlehens-Combination zu Stande zu bringen, in Verbindung

ehen.

Der heute eingetroffene Con stitucional aus Barcelona vom 2ósten d. zeigt, daß der Fürst Felix Lichnowsky noch nicht aus dem Gefängnisse entlassen war. Als Ursache wird jeßt genannt, er habe den Spanier, mit welchem er auf der celona Händel hatte, gröblih insultirt, weil jener ein liberales Spanisches Journal gelesen hâtte. Wohl wird die Sache bald sich aufklären.

O Paris, 31. Aug. Herr Legrand, Unter-Staats:-Secretair des Ministeriums der dentlichen auten und Mitglied der De- putirten-Kammer, wird Anfangs der nächsten Woche einen Aus- flug nah den Deutschen Rhein - Gegenden machen, um sich von

den Fortschritten, welche die Deutsche Eisenbahn-Jndustrie in den leßten Jahren gemacht hat, zu Überzeugen und Alles, was die *

Französische Regierung bei der Anlegung von Eisenbahnen davon benußen fönnte, aufzuzeichnen. Die Reise des Herrn Legrand durch Deutschland wird nicht so lange dauern, als er es gewünscht hâtte, weil er nicht lange von seinem Posten abwesend bleiben fann, da der Minister der offentlichen Bauten selbst eine Rund- reise nach den Rhone - Provinzen zu machen beabsichtigt. Herr Legrand \oll jedoch seine Untersuchungen durch einen jungen talent- vollen Jngenieur, Namens Testeirine, später fortseßen lassen. Der Minister der dentlichen Arbeiten begiebt sich gegen die Mitte des nächsten Monats nach Valence, wo eine Art Jngenieur- Kongreß stattfinden wird. Es handelt sich darum, die Schifffahrt der Rhone ein- für- allemal zu regeln und sicher zu machen. Zu die- sem Ende werden drei Hauptdinge erfordert. Es müssen sämmt-

„liche Brücken, die Über die Rhone geworfen sind, abgetragen

und neu aufgebaut werden, weil deren Wdlbungen zu niedrig sind, um die Dampfbôte passiren zu lassen. Die Höhe der gegenwär- tigen Brüken is im Durchschnitt von se<hs Metres; damit die Dampfböte unter denselben frei auf: und abfahren fönnten, müßte die Brü>enhdhe wenigstens zehn Metres betragen. Das zweite Erforderniß zur geregelten Befahrung der Rhone is die Ebenun ihres Flußbettes, welches an vielen Orten Felsen hat und deshal viele seichte Stellen darbietet. Die Jngenieur- Kommission, welche sich in Valence versammelt, wird zu entscheiden haben, ob es leich: ter und rathsamer sey, die Ebenung des Flußbettes in horizontalen oder in perpendiculairen Linien vorzunehmen. Endlich um die häufigen Ueberschwemmungen der Rhone, welche die Schifffahrt auf derselben ershweren, zu verhindern, sollen lángs der beiden Ufer starke Steindämme errichtet werden, Dles sind im Aus- zuge die Fragen, womit der erwähnte Ingemeur Len ¿E welchem mehrere fremde und besonders Ztalienische f E gel d: wurden, sich zu befassen haben wird. Wie naturlich, sieht man Satgagen. Resultat dieser Versammlung mit gespannter E iebt nur im Die geregelte Schifffahrt auf der Rhone interessir ; und dern Deueschland, die óchsten Grade Frankreich, sondern id vorzöglich die iemont sind dabei stark betheiligt, un

Ueberfahrt nach Bar-

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