1842 / 255 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

dert erlitt, vers{hwunden. fúr die Verhandlungen wurde, verband man d

dli mebrere Abtheilungen, ließ auf der nörd: legte die súdliche Hälfte in E ee ved eimgen Le Jede, um

lichen zwar einen geräumigen

diesem ein erträgliches Verhältniß der Länge zur Breite zu geben,

zwei Räume an dem óstlichen und westlichen Ende

wärtig nun handelt es sich vorzüglich um die Restau- T e preis man will, die Avshbeung deeser Sous, me

i timmen laut geworden und ver ene weite vershledene S Es fómmt dabei vor Allem darauf

an, úber das definitive Schicksal eines Gebäudes zu entscheiden,

in Vorschlag gekommen sind.

das an und fúr si ein würdiges Denkmal Altdeutscher Baukunst i durch seine geschichtlichen Beziehungen eine noch weit (6, dos dder ry File Gerade das leßtere müßte bei der Re- stauration oder Äusschmúckung des Saales besonders feslgehalten

höhere Bedeutung erhält.

werden. Bekanntlich wurde nun aber vor einiger

enommen, den ehemaligen Krönungssaal in seiner jeßigen, durch die späteren Zwischenbauten etwas verstúmmelten Gestalt mit Fresfo-

Gemälden aus der Düsseldorfer Schule auszushmú den Aachener Frieden bezüglichen Gemälde, womit

Saal geziert is, sollten weggeschaft, dieser selbsk sollte der Länge

des ganzen Rathhauses gleich gemacht, also 30 zu werden, und auf der enormen ben Karl's des Großen, die Schlacht von Ronceva lium von Frankfurt u. st. w., gemalt werden. So dieser Plan an sich im Allgemeinen Beifall fand man doch leicht, daß seine Ausführung einer

teren Restauration des Saales in seiner

Gestalt die wesentlichsken Hindernisse in den Weg vielleicht ganz und gar unmöglich machen würde, projektirten Bilder weder zu der Geschichte des S seiner ursprünglichen Bestimmung in näherer Bezi Es war daher nur natúrlich, daß sich mehrere

wohlmeinende Stimmen gegen die beabsichtigte künstlerische Aus: \shmüdckung des Rathhaus-Saales erhoben und darauf hinarbeiteten, dieses wichtige Bau - Denkmal für Aachen und ganz Deutschland

so vollständig wie möglich seiner i ug mai e geben. Die Sache wurde bekanntlih Gegenstand heftigen Polemik in den Rheinischen Blättern und gv du am Ende doch einen so großen Ei sten der

menen Ausshchmückung mit Fresco- Gemälden getro

fonnte daher vorläufig der dffentlichen h nur insoweit e

nachkommen, als man die Erneuerung der Gr

gelten ließ und dem städtishen Baumeister den Auftrag gab, eine solche Restauration vorzubereiten, welche den auszuführenden Ge- mâlden nicht hinderlich seyn würde. Nun sollen diese, anstatt an der Zwischenwand, an der nördlichen Hinterwand Plaß finden,

Alle Fenster sollen nach dieser Seite vermauert, ein

penhaus an dem Gebäude angebracht und die Treppe, auf welcher

die Kaiser hinanstiegen, vermauert werden.

angenommenen Gemälden aus der Geschichte Karl's des Großen, welche die weiten Räume {chmücken sollen, könnte man vielleicht einen zweiten Cyklus in Vorschlag bringen, Denn da das Ge- bâude in gar feiner Beziehung zu dem Zeitalter und der Geschichte

Als nâmlich das Aachener Rathhaus des diet geschlossenen Friedens benußt ie Sáulen durch eine Zwischenwand, zel

lâche sollten Scenen aus dem Le-

ertheidiger einer planmäßig durchgeführten Wiederher: stellung des Krdnungssaales in seiner ehemaligen Größe, daß sich selbst der Stadt- Rath fast einstimmig für dieselbe erklärte. Indessen war nun einmal die Einleitung zu der zuersk angenom:

1086

lichen Bestimmung des Lokals

Kaisersaal mit einem Bilder-Cyklus auss{chmüdcken wollte, welcher die Geschichte des Deutschen Reiches, des Königreichs Preußen

näher fommen, wenn man den B

erliner Börse, Den 12. September 1842.

und der Stadt Aachen zusammenfaßte. Versuchsweise könnte man T: Duc On f e etwa folgende Gegenstände dazu wählen: Fondo i e 1 ada Actien. |z5 A f: gad 5 L Die A 0a Fine M et auf eider S Gro- x davon ab. en dem Kaiser Karl na ner Krönung zu Rom aufs neue ü huldigen, Alle Männer, die in irgend einer Weise zu Aachen E 35 ta 10 R ITT 2 27 für Karl thâtia waren, sind anwesend. E d Bio B Sa iibaai Lund oe 118 IT, Die rônung Otto's [II., der Aachen nach der Nor- Seehaudluug. |— 852 do. do. Prior. Ub. | 4 S 102 mannischen Zerstdrung berstellte und zu einem zweiten Rom erhe- | Kur- u. Neuwärk. i Bel. Aub. Bisenb. |—| 1044 lite ben wollte, Unter den Umstehenden, der Maler Johannes, den Schuldrverschr. 34 102% | 1015 do. do. Prior. Obl. |4| Il a Meg Jtalien nah Aachen, für die Ausmalung der Kirche, MAnR-M / 35 E ez Yiea id Ward, 2 7 78 erle 0 anz. . 0 o s : e . « D105, . Up IlI, Kaiser Friedrich 11. nimmt bei seiner Krônung das | Westy. Pfandbr. 33| 1035 | |Rheia. Kisenb. |5| 91 Kreuz, um nach dem gelobten Lande zu ziehen. Unter den Um- e L L S et mad ders n 5 101% 1007 Zeit der Plan | stehenden der Schultheiß A. von Gimnich. E O gl 1035, | 1035 Z E 5 IV. Kdnig Wilhelm von Holland bewundert, als er zur | xur- u. Neum. do. |34| 103k | Friedriebed'or |—| 135 | 13 Krönung in Aachen einzieht, den Heldenmuth der nah langer | geblezische do. 3l| 1031 | 102% Ee 5% cken. Die auf | Belagerung durch Hunger bezwungenen Bürger, welche mit bei: T P Le 03 7 der verkleinerte | spielloser Hingebung die dem Hause der Hohenstaufen geschworene } -———————

Treue bewährt hatten. 160 Fuß groß statt des Scepters vom Altar. wie Dichter und Chroniken des

ll, das Konzi- Kirchen fenster.

sehr nun auch , so erkannte etwaigen \pâ- ursprünglichen legen, ja sie zumal da die aales, noch zu chung standen. gewichtige und

durch die Nothwehr der Bürger

angemaßt hatte. An der Spiße VII.

stalt wieder zu einer ziemlich die öffentliche

nfluß zu Gun- | dann noch leicht einige kleinere

wären.

ffen, und man | A Meteorologische

V, König Rudolph ergreift bei seiner Krdônung das Kreuz

denburg, der das Reichs-Scepter hâlt, und der unglückliche Graf Wilhelm von E der bei einem Ueberfall der Stadt, nachmals, t

VI. Kaiser Karl IV. bestätigt bei seiner Krönung die Pri- vilegien der Stadt. Neben ihm, das Reichs-Scepter haltend, der Kurfürst von Brandenburg und der Graf von Jülich, welcher dieses Ehrenamt dem Hause Brandenburg streitig zu machen sich

meister Chorus, der Erbauer des Rathhauses. Huldigung der Preußischen Rhein-Provinzen zu Aachen. Sie ging theils auf, theils vor dem Rathhause vor sich.

o würde die Geschichte der Stadt und des Reiches ein ZJahrtausend hindurch veranschaulicht von der Karolingischen bis zur Preußischen Huldigung. Erlaubt es der Raum, so ließen sich

den Uebergang zwischen den Haupt-Epochen bezeichnen könnten, welche in den angegebenen Haupt-Gemälden charakterisirt und vertreten

) Der Käufer vergütet auf den am 2, Jauuar 1843 fälligen Coupou & pCt,

Ein wunderbares Kreuz strahlt, Mittelalters berichten, durch die

des Stadt-Rathes, der Bürger- Wieu, 7

Bavk-Aectien 1626.

Auswärtige Börsen.

Unter den Umstehenden Markgraf Otto von Bran- Amsterdam, 8. Sept. Niederl. wirkl. Sehuld 6521); 52 do. 101k. Kanz-Bill. —, 62 Span. 163. Pas. —. Ausg, —. Ziusl. —. Preuss, Prim. Sch. —. Pol. —. Ueaterr. 1075. seinen Tod fand. Antwerpen, 7. Sept. Ziusl. —. Neue Aul. 16k.

Hamburg, 10. Sept. Baak- Actien 1650. Bagl. Russ. 1094.

Paris, 7. Sept. 6%; Reute fin cur. 118. 50. 3% Rente fa cour. 80.15, Anl. de 1841 —. 52 Neapl. au compt. 107. 6°, Span. Rente 22%. Pass.

6°, Mes. 109. 42, 100%. 32 77. 24% —.

. Sept. Aul. de 1834 139). de 1639 1095.

t ——_

Dienstag,

Bilder anbringen, die gleichsam | große Oper in

Resultate.

Beobachtungen.

des Saales 1842. Morgeus Nachmittags Abends Naeh eiumaliger Diensta 11, Sept. 6 Ubr. 2 Ubr. 10 Ube. Beobachtang. mit Gesang L

Karl's des Großen steht, so würde man wenigstens der ursprúng-

Lufidruck .…. |332,58" Par. 332,76" Par. | 332,91" Par.| Quellwärms 9/0° R.

Tagesmittel: 332,75" Par... +4 11,3° R... +8,3° R... 80 pc1, W.

Mittwoch,

g Schwerin: Margarethe, als Gastrolle.) TuDRN eisen.

Königliche Schauspiele. d 13, Sept. Im O c igenia in Tauris, 4 Abth, von E Mg

Mittwoch, 14. Sept. Jm Schauspielhause: Torquato Tasso. Donnerstag, 15. Sept. (Dlle. C. Stich, vom Großherzoglichen Hof - Theater

Jm Schauspielhause: Erziehungs-

Und: Der Sohn auf

Königsstädtisches Theater. 11. Sept. Einen Jux will er sich machen. Posse 4 Akten, von J. Nestroy. Musik von A. Müller. 14. Sept. Zum erstenmale: Zurückseßun Lust-

äußeres Irep: | Luftwärme .… | + 9,6 R.| + 15,1°R.| 4 9,3% R.| Flusswärme 14/0° R, | spiel in 4 Akten, vom Dr, Töpfer, (Dlle. Bertha Unzelmann: Thaupunkt ... af 9,29 R.| 4+ 9,7°R.| + 6,1° R.| Bodenwärme Marie, als Gastrolle.) é Dunstsättigung 7 pCt. 66 yci. 77 pet. Ausdünstung Ñ | Neben den bereits Welter... reguig. halbbeiter. balbheiter. | Niederscblag0/071 Rb. } ——————_E————— Wind... .. Ww. W. W. Würmewechbsel-+16,0® Verantwortlicher Redacteur Dr. F, W. Zinkeisen. Wolkenzug. « . Ww. _— 8,6°. E S E ais

Gedruckt in der Decker schen Geheimen Ober - Hofbuchdruckeret,

Allgemeiner Anzeiger

Bekanntmachungen. St3ckPrtef

Gegen den flüchtig gewordenen hiesigen Kaufmann lig werdenden Zinsen gedeckt werden. Zu Adolph Christian Siewert ist wegen Fälschung Einlieferung und unter derselben Warnung fordern und Betruges die Kriminal - Untersuchung erdffnet, [wir auch die Funhaber der in früheren Terminen ödf- und es werden bei der Wichtigkeit , welche die Hab- fentlich aufgekündigten , bisher aber noch nicht ein- haftwerdung des Entflohenen hat, alle Behörden des [gereichten Pfandbriefe auf. Spezielle Verzeichnisse JFn- und Auslandes dringend ersucht, denselben im/|aller solchergestalt aufgerufenen Pfandbriefe sind bei Betretungsfalle anzuhalten und von seiner Ergrei- allen Schlesischen Land fe fung gefällige Anzeige zu machen. Das Signalement, sen zu Breslau, Berlin und Leipzig ausgehängt, so weit es aufzustellen gewesen ist, ist angefügt, und auch mit den dfentlichen Anzeigern der drei Schle- wird nur noch besonders darauf aufmerksam gemacht, | sischen Regierungs-Amtsblätter und mit den beiden daß der 2c. Siewert in Begleitung seiner Frau [hiesigen Zeitungen ausgereihc worden.

und zweier kleiner Kinder, deren eines sich noch bei der Amme befindet, reise, und daß er tn Hamburg unter dem Namen Siemers aufgetreten sey. Greifswald, den 5. September 1842. Das Stadtgericht hierselbst. Dr. Teßmann. Signalement.

Familienname: Siewert; Vorname: Adolph |erdfffnet zur Ausbildung solcher jungen Leute, welche Christian; Gewerbe: Kaufmann ; Geburtsort : yy das Feldmesser-Examen bei der Regierung abzulegen

Medlenburgischen; bisheriger Wohnort : Greifswald ; Religion : evangelisch ; Alter : 38 Fahr; Größe: 5 Fuß ‘7 bis 8 Zoll ; Haare: hellbraun , auf dem Vorderkopf etwas dünner; Stirn: hoch und frei; S en: dunkel; Nase: gebogen ; Mund: gewdhnlich ; Bart: (e-r 1) Däne: uu D i Km un Ie e t

; z Ges arbe: gesund; Gestalt ; fräf- tig ; besondere Kennzeichen : nit bekannt. k

Wiederholte Ss - Bekannt - machung. Unter Bezugnahme auf unseren Kündigu L ngs-Erla vom I. Juni iee Fahres fordern wir die V ibabee

aller damals ; ( eingeliefertes enen / aber bisher noch nicht

esischen i dem sen Beate Be Bandbriese, welche 11 des Nenire gs ts-Dermine durch Baarzahlung seichhaltiger Prang, bezüglich dur Ausreichung lbst werden so riefe von der Landschaft einge-

aber werden ebenfalls auf Gefahr und Kosten der Gläubiger zum landschaftlichen Depositorio gebracht und die Kosten des Aufgebots aus den Ade E eicher

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Breslau, am 1. Septbr. 1842, Schlesische General - Landschafts - Direction.

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Kabinets-Ordre vom 6. August 1840 (G S

XVII, 2116.) mit ibrem Realrechte gie de 1840. (9 L Pfandbri efet puÓ dr fie Spe al Hopat die n den wollen e def unter der Hand verkauft werden, und Hypothek für vernichtet erklärt ; es n ed dies fetial- Krabenüiein (e gan den beecidigten Makler Herrn Hypothekenbüchern vermerkt und die Fnhaber werden mit ihren Ansprüchen auf Fabluno des Pfandbriefwerthes nur an die Land- schaft verwiesen, die baaren Valuten der zurBaarzahlung gekündigten Pfandbriefe werden nah Besireitun Fe j In Baumaga bandlon Leipzi u- ung zu Leip biger zum landschaftlichen Depositorio genommen, i baden: 4 enn und in allen Buchhandlungen die Ersabpfandbriefe für die zum Umtausch gekündigten b

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di Preußische Jusñls-Reform u das Werk der Geseb- Revision von dem

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Neue Ps E Laa von Jacq. Herz

Rondo brillant und Rondo élégant sur Gisel'», s Grande Valse sur la ‘sine de Chypre

de Halevy, à 5 und 4 Thlr. , erschien-: *s0 eben, Unter den Dilettanten hat Jacq. Herz durch seine Fantaisieen über Thema's aus der weissen Dame, Stradella, Stumme von Portici und durch seine 8 Airs de ballet et Choeurs de Robert le diable (2 und 4händig)

erlangt ; schöône Melodieen , s0 wie leichte und doch brillante Spielart, zeichnen ihn aus.

mit jedem Bogen mehr hervor.

34 Linden. Schlesingersche Buch- u, Musikhdlg.

et de la Juive Die Jüdin den ehrenvollsten Ruf

% î s |

Preußische Staats-Zeitung.

Allgemeine

M 259.

Berlin, Mittwoch den 14e September

Inhalt.

Amtibide Vacgers A E Herzog von Nemours. Berryer und die Legitimisten. Briefe aus Paris. (Differenz mit Belgien. Großartige Speculation guf die Spanischen Waldungen ; diplo matischer Rechtsfall ; Hauvt erung. Die Afrikanische Armee ; Remontewesen und Pferdezucht.

Großbritanien und Jrland. London. Neuer Gouverneur von Gibraltar. Lord Hill's Armee: Verwaltung. Bau der Parla- mentshäuser. Vermischtes.

Niederlande. Haag. Königliche Verfügung in Betreff der Staats- Pensionen und Wartegelder.

Belgixrn. Brüssel. Der Fndépendant und die Oppositions- Presse über die Tarif- Angelegenheit, Lüttich. Rükkehr des

Königs. Deutsche Bundesstaaten. München. Ankunft des Königs und der Königin von Sachsen. Schreiben aus Leipzig. ( Ver- egn Deutscher Architekten.) Karlsruhe. Schließun er Kammern. Schreiben aus Mainz. (Fndustrie-Ausstellung. Schreiben aus Luxemburg. (General du Moulin.) Oesterreih. Wien. Freiherr von Pillersdorf zum Hofkanzler er-

nannt.

Schweiz. Die Gletscher-Untersuchungen des Professors Agassiz.

S Debet Madrid. Schreiben aus Ie (Fürst Lichnowsky ; gurdano's Walten ; angebliche Umtriebe der Spanischen Flücht-

nge.

Inland. Aachen. Ankunft des Königs der Belgier. Besuch des Domes. Festmahl im Kaisersaal. Kdln. Rükehr Fhrer Majestäten nah Brühl. Fhre Majestät die Königin in Köln. E, Se Des zu einer steinernen Elbbrüke. Trier. itterung; die Bauten an der Mosel und Saar.

Amtliche Uachrichten.

Kronik des Tages.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Dem Ober: Forstmeister Fger zu Koblenz den Rothen Ad- ler:Orden zweiter Klasse mit Eichenlaub und dem Justiz-Amtmann Hildebrandt zu Königsberg in Pr. den Rothen Adler: Orden vierter Klasse zu verleihen.

Se. Majestät der Kaiser von Rußland haben dem Königl. Wirklichen Geheimen Rath und Gesandten von Liebermann zu St. Petersburg den Weißen Adler-Orden Allergnädigst zu ver- leihen geruht.

Zeitungs-Uachrichten. Ausland.

Frankreich.

Paris, 8. Sept. Der Herzog von Nemours hat am ten und 5ten in Compiègne Musterungen abgehalten und ist am bten nach Eu abgereist, wo man auch den Hönig der Belgier erwartet, und da auch Herr Guizot sich dorthin begeben wird, so vermuthet man, daß bei dieser Gelegenheit Schritte geschehen dürften, um die Abschließung eines umfassenderen Handels - Vertrages zwischen Frankreich und Belgien herbeizuführen. |

Die Schritte, welche die Legitimisten thun, um sich der gegen- wärtigen Dynastie zu nähern, haben die öffentliche Aufmerksam- keit erregt, und man nennt bereits eine Menge adeliger Familien des Faubourg St. Germain, die im nächsten Winter in den Tuile- rieen erscheinen wollen. Das Journal des Débats hatte bis- her dies Alles scheinbar ignorirt und ein bedeutsames Schweigen ín dieser Beziehung beobachtet, wie es immer zu thun pflegt, wenn eine delifkate Frage in der politischen Welt besprochen wird. Da es nun in seiner heutigen Nummer dies Schweigen bricht und von der gegenwärtigen Stellung der Legitimisten spricht, so glaubt man daraus folgern zu fônnen, daß die Annäherung bereits ansehnliche

rung zwischen den Legitimisten und seiner eigenen Partei, sondern un- tersucht das Benehmen der Royalisten und ihrer Führer, namentlich des Herrn Berryer, seit dem Jahre 1830, Es schont diesen legi- timistischen Deputirten keinesweges und sagt, daß es in dem Leben desselben zwei Epochen gebe, daß er unmittelbar nah der Juli-

Revolution seiner Partei nüblih gewesen sey, später aber derselben F b | Bei der Holzpflasterung wird vor Allem erfordert, daß der Boden

geschadet habe. Diese leßtere Behauptung verspricht das Jour- nal des Débats in einem zweiten Artikel zu besprechen, deutet

jedoch schon an, daß Herr Berryer, statt seine Anhänger isolirt 5

von den übrigen Fractionen der Kammer zu halten, sich von der Linken habe ins Schlepptau nehmen lassen, Dieser Ausfall gegen Herrn Berryer würde \hwer zu begreifen seyn, wenn man nicht wüßte, daß ein großer Theil der Legitimisten sehr unzufrieden mit seinem Führer is, und daß diejenigen, welche sich der Juli-Dyna- stie anzuschließen geneigt sind, keine Gelegenheit, sich über sein ager enehmen zu beklagen, werden vorübergehen assen.

1 Paris, 8. Sept. Der Unwille der Oppositions - Presse hegen die Belgische Regierung sucht neue Nahrung in einem Ge- eß-Entwurfe, der da;y f berechnet is, den ausländischen Hausir- handel in Belgien,” 2 sich großentheils in den Händen von Fran- jon befindet, zu Gunsten des einheimischen und regelmäßigen

erfehrs zu beschränten. Das Verlangen nach raschen und nach: drülichen Repressalien von Seiten Frankreichs wird immer lau- ter und dringender, und die Regierung wird Mühe oben, ihm auf die Dauer zu widerstehen. So leicht ein solches Verfahren dar- auf hinauslaufen könnte, die kommerzielle Spannung zwischen bei- den Ländern zu vermehren , eben o leicht dürfte es das engere

Anschließen Belgiens an das Deuksche Zoll-System herbeiführen. Die ruhig und mit Einsicht urtheilendea Franzbsischen Politiker haben längst begriffen, daß Franfreich diesmal nur durch Nachgie- bigkeit und Zuvorkommenheit seinen Vortheil wahren kann.

O Paris, 8. Sept. Ein Franzdsisches Blatt hat neulich angezeigt, eine Handels-Compagnie habe der Spanischen Regierung den Vorschlag gemacht, auf eigene Kosten sechzig Kriegsschiffe, worunter zwoanzig Dampfbdte aus Eisen, zu erbauen und der Spanischen Kriegs - Marine zu überlassen, unter der Bedingung, die Erlaubniß zu erhalten, in den Waldungen von Liebana (Pro- vinz Alt - Caftilien) die zum Umhauen reifen Baumstämme fällen zu dürfen. Direkten Mittheilungen aus Madrid zufolge, scheint obige Nachricht gegründet, indessen zweifelt man gar sehr, daß die Spanische Regierung einen solchen Kauf eingehen werde, der, so vortheilhaft er für sle dem Scheine nah is, der Handels - Com- pagnie einen ungeheuren Gewinn abwerfen würde, den die Regie- rung lieber sich selbst wird vorbehalten wollen. Nach einer nur oberflächlichen Berechnung kann man die Zahl der schlagbaren Bäume in den Waldungen von Liebana auf wenigstens 30 Millio- nen Scúck anschlagen. Schätt man jedes Stúck zu einem Spani- chen Piaster, so würde die R E inpagnie bei dem Verkaufe die Summe von 150,000 Millionen Fr. einziehen. Dieser Preis ist, wohl gemerkt, der niedrigste, den man für gewöhnliches Schiff- bauholz einlóst, während die Waldungen von Liebana eine ganz vorzügliche Holz-Art für den Schiffbau liefert. Hoch gerechnet, würden die sechzig Kriegsschiffe, die die Handels-Compagnie der Spanischen Regierung als Ersaß dafür anbietet, eins in das andere gerechnet, je eine Million Fr. kosten, folglich wúrde die Handels- Compagnie dabei noch immer an 90 Millionen Fr. reinen Gewinn erúbrigen, Höchstens wären davon eine oder anderthalb Millionen zur Anlegung einer ganz einfachen Eisenbahn, um die gefällten Baumstämme nach der Meeresküste zu transportiren, abzuziehen. Die Kosten des Niederhauens der 30 Millionen Bäume sind bei der Annahme eines Durchschnittspreises von einem Piaster pro Scuck schon deduzirt worden. Sie sehen, daß die Handels-Com- paznie keine Úble Speculation machen würde, wenn die Spanische Regierung den obenerwähnten Anbot annehmen wollte,

Vor einigen Tagen is vor der cour royale von Paris ein merk: würdiger Gerichtsfall entschieden worden. Es handelte sich darum, zu wissen, ob ein von seiner Regierung ernannter Konsul, der aber am Hofe, wo er beglaubigt wurde, das Exequatur noch nicht er- halten hat, als ein diplomatischer Agent in Frankreich betrachtet werden und als solcher die gerichtliche Jmmunität, die den Mit- gliedern des diplomatischen Corps in allen Staaten Europa's zugesichert is, ansprechen könne. Der Betheiligte war ein gewisser Maktquis d’Albuanza, der von der Regierung des Uru- ey zu deren General-Konsul und Geschäftsträger am Hof der

uilerieen ernannt worden ist, der jedoch von leßterer aus besonderen Gründen noch nicht anerkannt wurde, Da er Schul: den halber von einem Gläubiger unlängst arretirt wurde, so verlangte er nun, auf seinen diplomatischen Charafter sich stÚbend, frei gelassen zu werden, da kein Französisches Gericht das Recht habe, über ihn ein Urtheil zu fällen. Aber der Königliche Gerichtshof in Paris, in Erwägung, daß fein diplomatischer Agent die den fremden Gesandten zustehenden Jmmunitäten und Privi- legien in Anspruch nehmen kann, so lange er nicht von der Re- gierung, bei welcher er residiren soll, das erforderliche Exequatur erlangt hat, oder auf irgend eine andere Art von ihr zur Aus- uúbung seiner Functionen ermächtigt worden ist, hat das Urtheil des Handelsgerichts von Paris bestätigt, wodurch der Kläger zum Schulden: Arrest verurtheilt worden war.

Nach einer neuesten Anordnung des Munizipal-Rathes von Paris soll die Holzpflasterung in allen Straßen der Haupfkstadt eingeführt werden, wo es zu wünschen is, daß der Wagen- láârm so wenig als möglich stören möge. Zu diesem Ende werden schon mit Anfang des nächsten Jahres alle Straßen, die an Krankenhäusern, Gerichtshöfen, Minister-Gebäuden und ande- ren Aemtern vorübergehen, mit Holz gepflastert werden. Unter den verschiedenen Holzpflasterungs-Systemen, die bis jet in un-

died i SMenge von jeder Art Fortschritte gemacht habe. Es spricht jedoch nicht von dieser Annähe- | Sbesuchtesten von Paris, passiren, ist das Holzpflaster daselbsk, nach Sacht Monaten, eben so glatt und unversehrt als am ersten Tage. Es besteht aus sechsfantigen, horizontal gesägten Eichen- Wür- S feln, die genau zusammengestellt und zuleßt mit einer Pechcompo- Sfsition úbergossen werden, so daß alle Fugen verschwinden und das

serer Hauptstadt versucht wurden, scheint das der Kue neuve des

P petits champs, welches das einfachste und dabei das wohlfeilste

, den Vorzug zu verdienen. Ungeachtet der unzähligen Wagen, die vom frühesten VMorgen

Pacht in dieser Straße, einer der

bis in die späteste

Ganze eine glatte, in der Mitte etwas gewölbte Fläche darbietet.

* fest geebnet werde, weshalb, bevor die Holzwürfel darauf kommen,

“man aus harten Steinen den Grund, wie dies bei den alten L Römischen Straßen besonders der Fall war, legt. Es scheint aus- gemacht zu seyn, daß mit der Zeit alle Straßen von Paris nach diesem System gepflastert werden sollen.

Die erste Pflasterung fommt zwar etwas höher zu stehen, als die mit Steinen, aber im Fauf der Zeit ergiebt sie sich dennoch als die wohlfeilere, weil sie die kostspieligen Ausbesserungen der Straßen, wie heutzutage mit dem Steinpflaster- System, bei weitem nicht so oft nothwendig macht und zugleich durch das schnelle Einsaugen der Flüssigkeiten die Straßen reiner und trockener erhâlt, ein Vortheil, der bei dem allgemeinen Klagen über die Unreinlichkeit und den Koth der Straßen von Paris eine vorzügliche Beachtung verdient. Man wendet zwar gegen die Holzpflaskerung ein, dag die Unglücksfälle des Niederfahrens dadurch vermehrt werden, weil das Heranfah- ren der Wagen dabei nicht so leicht vernommen wird. Allein durch skrenge Maßregeln gegen das zu schnelle Fahren in der Stadt kann jenen Unglücksfällen leicht vorgebeugt werden.

X Paris, 8. Sept. Aus Algier gehen von Seiten des Ge- neral Bugeaud fortwährend Klagen beim hiesigen Kriegs-Ministe- rium ein, indem er sih über die zu geringe numevilthe Stärke

der Afrikanischen Occupations- Armee beschwert, die in Folge der vielen Märsche, der Strapazen, der Fieberkranken und der abbe- rufenen Regimenter kaum 66,000 Mann Effektivstärke betragen, also naer eben so viel wie die einzige Pariser Garnison inira und extra muros.

Auch die Französische Kavallerie hat in Algier bedeutend ge- litten, und die einheimischen Pferde sind allein für die Dauer gut zum dortigen Dienst und Klima. Man wird sich erin- nern, daß beim Russischen Feldzuge 100,000 Pferde Úber den Nie- men zogen und faum 5000 davon zurückehrten. Die Franzósi- hen Pferde dauern eben so wenig in Algier, nur aus anderen flimatishen Gründen, wogegen die Sterblichkeit der Arabischen und Berber-Pferde selbst bei den größten Märschen und Entbeh- rungen nur unbedeutend ist, Auch hat der General Bugeaud zu den Transporten die Pferde fast gänzlih bei Seite gelassen und bedient sich größtentheils der Maulesel, und namentlich einer klei- nen Race von einheimischen Eseln, die am besten in der Hiße und dem Regen ausdauern und mit Wenigem zu ernähren sind.

Vor wenig Tagen hat auch die im Jahre 1840 unter dem Ministerium Thiers eingeseßte Remonte-Kommission dem Kriegs- Minister, Marschall Soult, einen ausführlichen Bericht vorgelegt, in welchem sie alle diejenigen Punkte berührt, durch welche, ihrer Ansicht zufolge, dem Remontewesen in Frankreich und dessen schwa- cher Seite, so wie der vernachlässigten Pferdezucht, allmälig abge- holfea werden fönnte. Seit der Regierung Ludwigs XII1, nahm die Pferdezucht in Franfkfreih ab. Mehrere der großen Grund- besißer waren damals eifrige Pferdezüchter und verwandten große Summen auf Gestúte, Dle langen Kriege Ludwigs X1V. erheisch- ten eine bedeutende Menge von Pferden. Sie fehlten im Lande, es wurden also bereits damals úber 100 Millionen Fr. zum Ankauf von 500,000 fremden Pferden gebraucht. Schon Colbert grün- dete im Jahre 1683 wieder mehrere Gestútez der Kriegs- Minister Louvois suchte sie im Jahre 1690 besonders zu heben, \spâter widmete der Herzog von Choiseul unter Ludwig XV. diesem Zweige der Verwaltung einige Aufmerksamkeit. Dokumente aus den Jahren 1770 und 1778 aber beweisen, daß die Pferde-Racen in Frankreich sich verschlechterten und namentlich der Mangel an Pferden zum Kriegsdienst so bedeutend war, daß man jährlich im Auslande úber 13,000 Pferde faufen mußte, Jm Zahre 1790 rourden die Gestúte ganz abgeschafft. Zur Zeit der Kriege von 1792 und 1793 mußte man eine Menge Deukscher Pferde aufkaufen. Die fortdauernde innere Anarchie zur Zeit der ersten Französischen Revolution verseßte die Französische Pferdezucht in die traurigste Lage. Jm Jahre 1806 gab Napo- leon endlih den Befehl, die Gestüte wieder einzurichten, Das Dekret ist vom 4. Juli 1806. Es fehlte aber an Männern von Erfahrung und Kenntniß, um diese prakftisch zu leiten und gute Früchte tragen zu lassen. Es blieben namentlich anfangs nur unvollfommene Bemühungen. Seit dem Frieden von 1815 sind seltsamerweise sehr wenig gründliche Verbesserungen und Fort- schritte in der Französischen Pferdezucht zu erkennen, und so traf es sih denn, daß bei den Kriegsgerúchten von 1840 der Zustand der Pferde in der Französischen Kavallerie ein höchst mangelhafter war. Mehr als 20 Millionen wurden seitdem zum Ankauf von Pferden in der Fremde gebraucht, und es ergiebt sich, daß, nach- dem seit 35 Jahren, von der neuen Gründung der Gestúte an ge- rechnet, gegen 80 Millionen Fr. zum Budget der Gestüte verwen- det E sind, dennoch fein ernstes Resultat erreiht wor- den ist,

Die neuernannte Kommission kann diese Thatsachen und Zah- len nicht verleugnen, es steht nun zu erwarten, ob man jeßt wirk- e eis an die Reform dieser mangelhaften Zustände denken wird.

Großbritanien und JArland.

London, 7. Sept. Die Königin hat den General R. T. Wilson an die Stelle Sir ee De Woodford’s, wat Dienstzeit abgelaufen is, zum Gouverneur und General-Major des Stabes von Gibraltar ernannt.

_ Die Naval and Military Gazette sagt über die Admi- nistration des Lord Hill, der kürzlich den Ober-Befehl über die Armee niedergelegt hat: „Große und auffallende Verbesserungen hat Se. Herrlichkeit, so lange er der Generalität vorstand, in un- serem Armeedienst nicht eingeführt ; aber er hat ein gerechtes und gleichmäßiges Beförderungs - System durchgeführt, von welchem fortan nicht mehr abgewichen werden fann, ohne daß sich ein all- gemeiner Aufschrei dagegen erheben würde. Es is notorisch, daß Lord Hill fast sein ganzes Patronat zu Gunsten der Söhne und Waisen alter Offiziere verwandte. Zahllose Beispiele sind uns be- kannt, wo die Ansprüche des Sohnes eines armen, aber verdien- ten Veteranen bei Sr. Herrlichkeit mehr galten als die Empfeh- lung anderer Bewerber durch die einflußreichsten Personen im

“Reich. Diese schwache Anerkennung sind wir dem edlen Charakter,

dem hohen militairischen Rechtsgefühle Lord Hill’s schuldig. Au seine Waffenthaten brauchen wir nicht erst E ria Sd: sie sind mit denen seines Nachfolgers Wellington verschwistert, und wo die Geschichte diesen Namen nennt, wird sie auch den Lord Hill’s beifügen.“

Wie man jeßt erfährt, schreiten die Arbeiten an dem 300 Fuß hohen Victoria-Thurme, welcher sich über der mittleren Halle ge- rade zwischen dem Ober- und Unterhause erheben wird, so rasch vorwärts, daß die Grundsteinlegung zu den neuen Parlaments- häusern, welche entweder von der Königin oder ihrem Gemahl vollzogen werden wird, in sehs Wochen bis zwei Monaten vor sich gehen kann.

Die Morning Chronicle spricht die Ansicht aus, daß sich in den Vereinigten Staaten einige Aussicht zeige, man werde den von den Englischen Staaten-Gläubigern ausgegangenen Vor- flag, die noch unverkauften Staats-Ländereien zur Bezahlung der Staaten: Schulden zu bestimmen, in ernstliche Erwägung zie- hen. Als ein Beispiel, daß man der jeßt vorwaltenden Schwinde- lei doch auch schon in Amerika entgegenzutreten beginne, führt das genannte Blatt einen Artikel des Morning Courier an, M

welchem Mississippi ein Staat genannt wird, „dessen Verfahren

dr: indi P Fes