1842 / 268 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

E —— N afia ch Di ts

Erhaltung des Detaschements des Hauptmann Moehrihe reu Bom 23 Mai bis zum 26. Juni hatte sich der leßtere mit seinem Ls Gaepe Ie D S s in sei n be L

in feinem Lager Be i E Tage endthigt gewesen, seine

war während der le lbe Rationen zu segen und mit ihnen hauptsäch: gy S leich der im Lager befindlichen Pferde zu sub:

Am 26. Juni endlich trafen die Fregatte „Southamp- sislren. dem Schooner „Conch“ ein und landeten 5 bis 600 Mann Truppen unter dem Oberst-Lieutenant Cloete, nach unbedeutendem Widerstande von Seiten der Boers. Nachdem das Detaschement unter dem Hauptmann Smith befreit worden war, rúckte Oberst-Lieutenant Coete nach dem Lager der Boers zu Congella vor, welches dieselben indeß in eiliger Flucht verließen, um ein 12 Englische Meilen weiter entferntes Lager zu beziehen, wo sie sich 400 Mann stark sammelten. Dorthin hatte ihnen Oberst-Lieutenant Cloete bei Abgang seiner leßten Depeschen noch nicht folgen fônnen, da die Vorräthe aus der Fregatte noch nicht gelandet waren. Die Boers hatten auf eine Konferenz mit dem Britischen Befehlshaber angetragen, um zu unterhandeln, die- ser aber jede Unterhandlung vor erfolgter Unterwerfung ab- gelehnt. Andererseits hatten die von den Boers sehr ge- mißhandelten Kaffern und Zulahs dieselben angegriffen und ihnen einige Leute getödtet, auch dem Oberst : Lieutenant Cloete ihren Beistand angeboten, den dieser aber zurückgewiesen hatte. Aus der Gegend von Port Natal, von wo der Oberst-Lieutenant seine Depeschen an den Gouverneur des Cap datirt, waren die Boers nach der Gegend von Pieter Maurigburg zurücfgewichen, wahrscheinlich von dem Zulah-Häuptling Panda gedrängt. Zur Beruhigung der friedlichen Bewohner des Landes hat der Eng- lische Befehlshaber Allen, die sih ruhig verhalten, seinen Schuß zugesagt, außerdem hat er auch noch den bei den Boers befindli: hen Deserteurs Verzeihung verheißen, wenn sie sofort zurückeh- ren, auch eine Proclamation erlassen, in welcher er allen Boers, die der Englischen Regierung Gehorsam \chwdren wollten, gute Auf- nahme verspricht. Aus einem Schreiben des Befehlshabers der Boers, Praetorius, geht Übrigens hervor, daß derselbe noch im: mer auf Schuß von Holland aus rechnet. Er zeigt in demselben dem Oberst-Lieutenant Cloete an, daß er das Land Sr. Majestät dem Könige der Niederlande úbertragen und jene Macht um Schuß angegangen habe, daß sie also nicht mehr unter Englands Botmäßigkeit zurückzukehren im Stande seyen. Cloete entgegnete, sie tâuschten sich sebr, wenn sie glaubten, daß eine Europäische Macht zwischen Großbritanien und dessen Kolonieen am Cap, wo- von Port Natal immer abhängig gewesen sey, intercediren würde. Man zweifelt nicht, daß, wenn die Boers bei ihrem Widerstande beharren, eine blutige Niederlage ihr Loos seyn wird, da die Eng- lischen Truppen jeßt stark genug sind und die Boers sich úber- dies der Kaffern zu erwehren haben. Jn einem Manifest, wel- ches die Boers früher erlassen hatten, machen sie bemerklich, daß die Griguas, ebenfalls ehemalige Auswanderer, niemals als Eng- lische Unterthanen reflamirt worden seyen. Der Englische Be- fehlshaber empfiehlt auch der Regierung in seinen Berichten, lie- ber nachzugeben, als gleichgültig zuzusehen, daß die Boers von den

Kaffern aufgerieben würden, und der Sun hält das Verfahren

der Regierung in dieser Sache für sehr tadelnswerth.

Inland.

Koblenz, 20. Sept. (Rh. u. Mos. Z.) Jhre Majestät die Königin haben vor Zhrer Abreise ein Gnadengeschenk von 200 Thlr. den barmherzigen Schwestern für hiesiges Hospital, und ein zweites von 200 Thlr. für die Armen zu machen geruht. Als Jhre Majestäten gestern am Morgen nach Trier abfuhren, und Seine Excellenz der Herr Gouverneur Allerhöchstdieselben bis zum Glacis auf der Trierer Straße begleitete, Tae Se. Ma- jestät der König dem Herrn Gouverneur auf, der Stadt. Koblenz

noh Seinen Allergnädigsten Scheidegruß zu bringen und die Hoff- nung ihr zu ertheilen, Jhre Majestäten bald wieder zu sehen.

Berlin, 25. Sept. Hier eingetroffenen Nachrichten zufolge, langte Se. Königl. Hoheit der Prinz Adalbert von Preußen nebst Gefolge auf der Reise nah Brasilien am 1. August auf Madeira an, wurde hier von den Behörden mit den seinem Range gebÜh- renden Ehrenbezeugungen empfangen , verweilte daselbst, um das Innere der Jnsel zu besuchen, bis zum Aten und seßte dann die Fahrt, in Begleitung einer eben angekommenen Englischen Kor- vette, weiter nach Teneriffa fort.

Köln, 21. Sept. (K. Z.) Die Kreisstadt Rheinbach im hiesigen Regierungs - Bezirke is vorgestern von einer furchtbaren Feuersbrunst heimgesucht woorden. Wir entlehnen Nachstehendes dem schnell hingeworfenen Schreiben eines hiesigen Einwohners, der gerade dort zur Feier der Kirchweihe anwesend war: „Gestern (Montag, den 19ten) früh brach hier Feuer aus, das bei dem Mangel an Wasser und der vielen Nahrung, die es namentlich erhielt, als die Apotheke mit ihren Vorräthen in Brand gerieth, dergestalt bis 4 Uhr Nachmittags wüthete, daß fast der halbe Ort eingeäschert is. Ueber hundert Familien werden obdachlos gewor- den seyn und lagern großentheils im freien Felde; faum die Klei- dungsstücke sind gerettet; Vieh, Möbel und Früchte gingen in kur-

2040

zer Zeit zu Grunde. Einem plößlich bei gänzlicher Windstille ein- gefallenen starken Regen und dem Einreißen mehrerer äuser ist es zu danken, daß dem gewaltigen Elemente noch so Einhalt ge: than werden konnte.“

Noch ein Wort über die Schrift des Generals Bu- geaud úüber Algier.

T4 Paris, 20. Sept. General Bugeaud hat die Ergeb- nisse seiner Erfahrungen und Beobachtungen während seiner bis- herigen Verwaltung in Algerien in einer Broschüre zusammen- gefaßt, welche eben die Presse verlassen hat, und deren Jnhalt zweifelsohne lebhafte Erörterungen in den öffentlichen Blättern und in der Kammer hervorrufen wird. General Bugeaud war bekanntlich früher der entschiedene Gegner der Ausbreitung der Französischen Herrschaft in Afrika, und er betrachtete die Ko- lonie, an deren Spike er gegenwärtig steht, als eine Last für Franfreich, e als ein bfentiches Unglúdck. Seine neueste Schrift zeigt, daß er dieser früheren Ansicht im Grunde genom: men durchaus treu geblieben ist. Er gesteht "T daß er seinen anfänglichen Widerstand gegen die Zdee der Französischen Herr- schaft in Afrifa auch jeßt noch für sehr rechemäßig âlt, und daß er auh jeßt entschieden von der Eroberung Alge- riens abrathen würde, wenn dieselbe erst noch zu unter- nehmen wäre. Aber, sagt er, diese Eroberung is jeßt eine vollendete Thatsache, welche sich nicht mehr rückgängig machen läßt; es handele sih nur noch darum, dieselbe so zu befestigen, wie es die Ehre Frankreichs verlangt, und den grdßtmöglichen Nußen aus ihr zu ziehen. Frankreich hat die Eroberung gewollt, und es muß jeßt auch die Konsequenzen derselben wollen, wie unbequem dieselben ihm auch vielleicht \heinen mögen, Die Auseinander- seßung des Systems, dessen Anwendung General Bugeaud in Algerien für nothwendig hält, um Frankreich seine Eroberung zu sichern und es für die derselben gebrachten Opfer einigermaßen zu entschädigen, bildet den wesentlichsten und wichtigsten Jnhalt des Buchs. Der Verfasser besteht vor allen Dingen auf die Noth- wendigkeit, die Französische Herrschaft Über das ganze ehemalige Deylik zu erstrecken, und ihr eine solide militairische Grundlage u geben, Mur einen Theil des Atlas, welcher von den unzähm- arsten Kabylen bewohnt wird, und dessen Unterwerfung unver- hâltnißmäßige Opfer kosten würde, will er vorläufig sich selbsk überlassen wissen, in der Hoffnung, daß die strenge Absperrung desselben seine Bevölkerung endlich zu einer freiwilligen Capitula- tion bringen werde. Um aber ganz Algerien im Zaume zu halten und jeden Auflehnungs : Gedanken der unterjochten Stämme im Entstehen zu ersticken, erklärt General Bugeaud die Beibehaltun der jeßigen Armee auch in Friedenszeiten für unentbehrlich. Fünf, undsiebzig oder eigentlich Achtzigtausend Mann Truppen sind we- nigstens nöthig, um dem Französischen Colonisationswerke die nöthige Sicherheit zu geben; und auch noch bei einer solchen Truppen- macht hängt Alles von deren zweckmäßiger Vertheilung Úber das zu beherrschende Land ab. Der Verfasser will, daß man die Zahl der beseßten Punkte auf etwa vierzehn beschränke, aber er sieht voraus, daß das óffentliche Vorurtheil in Frankreich, welches die Räumung eines einmal ofkupirten Plaßes für eine Schwäche, wo nicht gar fúr eine Feigheit, hält, sich dieser heilsamen Maßregel widerseßen werde. Namentlich sind es Bugia und Gigelli, deren Besiß er für völlig nublos erklärt, zumal so lange die hart an diese beiden Städte stoßenden Gebirge im Dn des Feindes sind, der nicht so bald aus diesen natürlichen Berg-Festungen vertrieben werden zu sollen scheint.

Nächst der fortwährenden Unterhaltung einer zahlreichen Ar- mee in Afrika verlangt General Bugeaud die Aufrechterhal- tung der militairischen Verwaltung der Kolonie. Diese Forderung, sagt er, wird für jeßt schon dadurch gerechtfertigt , daß die mili- tairische Bevölkerung in Afrika die bürgerliche (es is natürlich bloß von Europäern die Rede) noch immer um das Doppelte übersteige. Außerdem aber liegt es in der Natur der Verhält- nisse eines eben eroberten Landes, dessen Bevölkerung mit ihrer Besiegung ihren kühnen kriegerischen Geist keinesweges verloren hat, daß das Regiment mit militairischer Energie und Strenge gehandhabt werde. Ein Civil-Gouverneur in Algerien würde ent- weder für seine Person eine militairische Rolle annehmen und sei- ner Verwaltung einen militairischen Charakter geben müssen, oder er würde bald, troß aller amtlichen Attribute, in Ohnmacht ver- fallen und die wirkliche Gewalt auf die ihm untergeordneten Trup- pen-Chefs übergehen sehen. 7

Auch die jeßt endlich zu gründenden Ackerbau- Niederlassungen sollen nach der Ansicht des Generals Bugeaud eine Art militairi- scher Verfassung erhalten, die ihnen besonders regelmäßige und ernstliche Uebungen in den Waffen zur Pflicht macht. Neben die- sen friegerischen Einrichtungen will der Verfasser indessen gern eine der Französischen analoge bürgerlihe Organisation bestehen lassen, so jedoch, daß dieselbe der militairischen Verwaltung untergeordnet ist, und daß diese in streitigen Fällen das entscheidende Wort führt.

Diese verschiedenen Vorschläge werden hier in Paris schwer- lich vielen Beifall finden. an zus hier immer fest geglaubt, daß die Afrikanische Armee nah der Beendigung des Krieges bedeu- tend herabgeseßt werden könne, und man wird sich durch die Be- weisgrúnde des Generals Bugeaud schwerlich von der Abneigung gegen die Jdee der ferneren Fortdauer der militairischen Verwal: tung in Algerien zurückbringen lassen. Um indessen seinen Ansichten

Eingang zu verschaffen, versichert der General Bugeaud, daß die gen schweren Kosken, welche erien dem Franzdsitte Schaßtze verursacht, bei der Befolgung seinés Systems bald eine bedeutende Verminderung werden, und daß der Zeitpunkt nicht fern Us wo Algerien sein onies Budget selbs bestreiten fônne. Er sieht eine reiche Quelle dffentlicher Einkünfte in der Handels-Bewegung , my die Unterhaltung einer großen Armee in Afrifa hervorgerufen hat, er rechnet darauf, daß die strenge Beitreibung der Steuern von den unterworfenen Stämmen be- trächtliche Resultate geben werde, und er hofft, in der Ausbeutung der Domanialgüter, der Wälder und der Mineralschäße des Landes roße Vortheile fár den Fiskus zu finden. r jeßt indessen berskeigen die Ausgaben in Algier die Einnahmen noch immer um das Achtfache, indem sich die ersteren während des vorigen Jahres auf 8 Millionen, die leßteren aber, ohne die lange Reihe der noch zu regulirenden Zuschuß-Kredite, auf einige sechzig Millio- nen belaufen haben.

Was die Eingeborenen betrifft, so ist Herr Bugeaud aufrich- tig genug, zu geste en, daß er nicht darauf rechnet, daß sich diesel: ben vor dem Ablauf einiger Jahrhunderte mit der Französischen Herrschaft versöhnen werden. Selbst diejenigen, sagt er, welche uns am meisten zugethan scheinen, sie würden ihre Waffen au- genblicklih gegen uns kehren, wenn wir das Prästizium der Ge- walt verldren. Das einzige Mittel, sie zu gewinnen, besteht darin, daß man sie an die Bedúrfnisse des Europäischen Luxus gewöhnt und daß man sie in den Stand seßt, dieselben zu befriedigen Daher râth denn der Verfasser au dringend, daß die Franzè sische Regierung in den amtlichen Verhältnissen zu den Araber vor allen Dingen das Geld nicht spare.

n E R m ats

Meteorologische Seobachtungen.

1842. Morgens | Nachmittags Abenda Naeh eivmaliger

24, Sept. 6 Ube. 2 Ube. 10 Ube. Beobachtung. Luftdruck . . « « | 332,75 " Par. |332/50 " Par. |332/96" Por.| Quellwärme 9,0° R, Luftwärme ... | + G6,0° R.| + 12,9°R.| + 9,5 R.| Flusswärme 12,8° R, Thaupunkt .…. | + 4,7° R.| + 5,s° R. | + 5/,8® R.| Bodeuwärme 12/,1° R. Dunstsättigung | 90 pet. 57 pct. 74 ppc: | Ausdünstung 0/034 Rh. Wetter...» « heiter, bezogen, trübe, Niederschlag 0/032 Rh. Wind......- Ww. Ww. W. Würmewechsel-+15,3® Wolkenzug. « - —- WwW 7T,5° R.

Tagesmittel: 332,74” Par... + 9/5" R... + 5/5" B... 74 pCi, W.

Nachts etwas Regen.

Auswärtige Börsen. Amsterdam, 2l. Sept. Niederl. wirkl. Sch. 51!};. Kanz-Bill. —, 5 Span, 1677. 3% do. —. Pass. —. Ausg. —. Preuss. Präm, Sch. —. Pol. —. Oesterr. 1075. L Antwerpen, 20, Sept. Zinsl. —. Neue Anl. 165. : Hamburg, 23. Sept. Bank- Actien 1645. Engl. Russ. 109. Paris, 20. Sept. 5% Rente fin cour, 119. 5. 3°, Rente fin cour. 80. 25. Anl. de 1841 —. 5 Neapl. fin cour, 107.50. 5% Span. Rente 22 Pans. 4. Wien, 20. Sept. 5% Met. 109#. A 1004. 32 1T%. 2545 12 —. Bank-Actien 1628. Anl. de 1834 1394. de 1839 1094. Königliche Schauspiele. Montag, 26. Sept. Jm Schauspielhause: Doktor Wespe. Lustspiel in 5 Akten, von K. Benedix. : Dienstag, 27. Sept. Jm Opernhause: Die Krondiamanten.

Mittwoch, 28. Sept: Jm Schauspielhause: Der Hirsch. Hierauf : De Sohn auf Reisen. Und: Die Schwäbin.

Königsstädtisches Theater. Montag, 26. Sept. Zum erstenmale: Ruy Blas. Drama in 5 Handlungen, nah dem Französischen des Victor Hugo, von

Drâxler-Manfred. Dienstag, 27. Sept. Steffen Langer aus Glogau, oder: Der

Holländische Kamin. An die Leser.

Die vierteljährlihe Pränumeration der Staats-Zeitung beträgt 2 Rthlr. Preuß. Cour. für das Jnland. Bestellungen für Berlin werden in der Erpedition selbst (Friedrichs - Straße Nr. 72) gemacht, und jeder innerhalb der Ringmauer der Stadt wohnende Pränumerant erhält das Blatt durch die Stadtpost, schon den Abend vor dem ange- gebenen Datum, frei ins Haus gesandt. Aus- wärtige, des JIn- oder Auslandes, bewirken ihre Be- stellungen rechtzeitig bei den resp. Post - Aemtern; wer dies versäumt, kann uicht mit Gewißheit die Num- mern erwarten, die vor der hier eingegangenen Anmel- dung erschienen sind. :

Für einzelne Nummern des Blattes ist der Preis p Sgr.

Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen. Gedruckt in der Decker schen Geheimen Ober - Hofbuchdruckerei.

5% do. 10017,

Zinsì. —,

Allgemeiner Anzeiger für die Preußischen Staaten.

Bekanntmachungen. Berlin - Anhaltische Eisenbahn. gemacht.

Die während der 2 : Berl an en Bestrberung mit tem um $ uhe Mac: Gros eau nach hier gehenden Güt (L, S.) Zuge wird mit dem 25sien d. M. er- Biciat e SEWI ies Eentehn. ectio er BVerlin-Anhalti n : * Gesellschaft, Etsenbahn

Wann auf Antra Kaphengst, dessen

nes und Bruders, des weiland Lieutenants a. D.

Massow , publica proclamata praeclusiva erfannt und wiesen durch pour A Tari vor biesiger Großherzoglicher anr Handels

Fustiz - Kanzlei auf den 26. November dieses asse Nr. 22. Fahres anberaumt, auch die desfallsige Ladung in

extenso den Schwerinschen Anzeigen inserirt worden ; so wird solches fernerweitig hierdurh gemeinkundig

en Güstrow, den 9, Septembre 1842.

Haus- und Garten- Verkauf. In der schr bevdlkerten und belebten Stadt Gro- des Oekonomen Friedrich n an W ear, m Veit's | rie vo ohnhaus, circa 8000 Thlr. an rth,|— Veit’ SULIE und D pee Taue Carl e ag ae s. Handelsgarten ZL de ui Dianies n F t N / .— :

von Kaphengst, sämmtlich zu Recitwein, zur Ne versehen is und s due (ues Gewächshäusern|Steinbr Zweites Heft : Mädchen au dung cines etwanigen näheren oder gleih nahen|?er als auch für Li Erbrechts, oder überhaupt etwaniger Ansprüche und |voréüglich eignet , Familien - Forderungen an den Nachlaß ihres respektive Soh- Eri Vei ew

Ludwig Ern Heinrich Albert von Kaphengst zu|beantwortet un

E. S. Mittler (Stechbahn 3): iniatur-

G. Brandt.

achsen sicht ein shdner Gar-

ebhaber {dner Gewä erhâltnisse ha s e Romano, von Le}

Der

näheren Bedingungen nachge- s errn Traugott Jacob s r rtner in Dresd usere Kail e

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Kosegarten, Dr. W./ Betrachtungen über die ufer fel an Kgr auf cinige Pro- esißes, mit besonderer R )- Vikten dar Preußischen Monarchie. 8. Preis

uch- Bonn, bél 4. September 1842. H. B. König.

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i Großbritanien und

Allgemeine

Preußische Staats-Zeitung.

Ne 268.

Inhalt.

Mate Neg ‘St. Petersburg. Reise des Kaisers und

Frankreich. Ee Hof- Nachrichten. Der Operationsplan âchsten

zum n Feldzug in Afrika und die Broschüre des Generals

Vermischtes. Bugeaud. B rland. London. Residenz des Hofes,

Ueber den neuen Zoll - Tarif der Vereinigten Staaten. Ver= Ó

mischtes. “i undesftaaten. Karlsruhe. Der Kdnig und die Deni _ R auf der Reise durch Baden. Stutt - " Versammlung der Deutschen Land- und Forstwirthe. Kassel. Bestätigung des Ober-Bürgermeisters Arnold. Kiel, Die Holsteinischen Provinzial - Stände tragen auf Aufhebung der Kopfcuer an. Hamburg. Näheres Uber den Untergang des Russischen Linienschiffes an der Norwegischen Küste. Mainz.

i d aturforscher. ) : E URE Gl aus B 1s s. (Calatrava’s neuer Finanz-Plan.)

: ten von Nord-Amerika. Konsul für Bremen. R rien She Majestäten in Trier, Saarburg und auf der Klause Kastel. Düsseldorf. Das 5le Ulanen-Regiment.

Einfuhr und Verbrauch des Schlachtviehes in Frankreich. Das Mozartfest in Salzburg.

Amtliche Uachrichten.

Kronik des Tages.

Se, Majestät der König haben Allergnädigst geruht, folgenden fremdherrlichen Offizieren Orden zu verleihen:

Den Rothen Adler-Orden erster Klasse: Dem Königl. Wörttembergischen General : Lieutenant von Spibemberg.

Den Rothen Adler-Orden zweiter Klasse mit dem Stern:

Dem Königl. Niederländischen General Neveu;z Dem Großherzogl. Badischen General - Major von Freystedt.

Den Rothen Adler- Orden dritter Klasse:

Dem Königlich Württembergischen Oberst-Lieutenant und Flügel: Adjutanten von Rüpplin;z

Dem Königlich Niederländischen Major Cohern;

Dem Königlich Niederländischen Capitain Hemskerken;

Dem Königlich Niederländischen Capitain von Linden;

Dem Königlich Hannoverschen Rittmeister und Flügel-Adjutanten von Ompteda;

Dem Kaiserlich Oesterreichischen Major Grafen von Morzin;

Dem Kaiserlich Oesterreichischen Hauptmann von Fro ssard;

Dem Großherzoglih Badischen Major von Hinkeldei;

Dem Großherzoglich Badischen Rittmeister von Freystedt;

Dem Großherzoglih Badischen Rittmeister von Schuler;

Dem Großherzoglih Badischen Hauptmann von Kunze;

Dem Großherzoglich Schwerinschen Hauptmann und Flügel: Adjutanten von Zülow;

Dem Herzoglich Nassguischen Oberst - Lieutenant und Flügel: Adjutanten von Rettberg;

Dem real Nassauischen Major Grafen von Boos-

a e .

Den Rothen Adler- Orden vierter Klasse:

Dem Herzogl. Nassauischen Lieutenant und Flügel - Adjutanten Grafen von Bismarck.

Ferner: / Den seitherigen Advokat: Anwalt Schraut g Koblenz zum N des Kreises Ahrweiler, im Regierungs : Bezirk Koblenz, rnennen.

_ Die Ziehung der 3ten Klasse 86ster Königl. Klassen: Lotterie wird den 4. Oktober d. J., Morgens 8 Uhr, im Ziehungs-Saale des Lotteriehauses ihren Anfang nehmen.

Berlin, den 27. September 1842,

Königl, Preußische General-Lotterie-Direction.

Angekommen: Se. Excellenz der Ober: Hofmeister ZJhrer

Majestät der Königin, Freiherr von Sch ilden, von Warnow.

Der Bischof der evangelischen Kirche und General - Superin- tendent der Provinz Brandenburg, Dr. Neander, von An- germünde.

Der Wirkliche Geheime Ober-Finanzrath Thoma, Direktor

der zweiten Abtheilung im Ministeri Ly, von D rindaa, s sterium des Königlichen Hauses,

Zeitungs-UÜachrichten. Ausland.

Rußland und Polen.

St. Petersburg, 20, Sept. Der Kaiser ist am 14ten

d. M., nachdem er an demselben Tage die Truppen in Twer ge- mustert hatte, in Moskau eingetroffen.

N Der Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Graf von

Melrode, hat eine Reise nach Deutschland angetreten. Jn seiner

wesenheit ist der Ober- Ceremonienmeister, Graf Woronzow-

Daschkow, mit der Leitung der auswärtigen Angelegenheiten beauftragt.

Ueber den großen Brand in Kasan enthalten unsere Zeitun- gen noch nichts Näheres.

Frankreich.

Paris, 21. Sept, Die“ verwittwete Großherzogin von Mecklenburg- Schwerin wird den Winter über in Paris bleiben, und im Flora - Pavillon die Zimmer dicht neben der Herzogin von Orleans bewohnen.

Der Herzog von Aumale wird am 1. Oktober die Reise nach Algier antreten.

Man schreibt aus Toulon vom 17ten d.: „Es geht aus den neuesten Afrikanischen Korrespondenzen hervor, daß eine ge- wisse Anzahl von Stämmen sich nur anscheinend, und um ail Aerndten zu retten, unter unseren Schuß begeben haben. YJekt, da die Aerndtezeit vorüber ist, werfen jene S tkaume die Maske ab; aber sie werden später ihre Verrätherei bereuen, denn der General-Gouverneur schickt sich bereits an, sie zu züchtigen. Die Ereignisse im Westen und im Mittelpunkte der Kolonie werden vielleicht den Expeditionsplan nah dem Osten bis auf einen ge- wissen Punkt modifiziren, Der von mehr als 5000 Kabylen un- ternommene Angriff auf Bugia, den der Marabout Zid- Zerdud leitete, fann unter den gegenwärtigen Umständen als ein

Ereigniß betrachtet werden, da er von Seiten Abd el Kader’s und der Kalifats, die ihm treu geblieben sind,

einen bestimmten Plan andeutet. Man sieht in der That, daß sich die feindlichen Stämme des Westens und des Ostens gleichzeitig in Bewegung seßen, und selbst im Mittelpunkte unse- rer Besißung, nicht weit von Milianah, zeigen die Araber cine

feindselige Stimmung, Bei dieser Lage der Dinge wird es der | | so daß der neue Zoll-Tarif 13 Millionen Dollars mehr erheben soll.

General-Gouverneur wahrscheinlich für passend erachten, die beab- sichtigte Expedition nah der Provinz Konstantine aufzuschieben, denn die Ereignisse erheischen die Anwesenheit des größten Theiles unserer Streitkräfte auf anderen Punkten. Es is gegenwärtig augenscheinlich, daß mehrere Stämme, die man in ihren Beziehun: gen mit uns für aufrichtig hielt, unsere Fahne verlassen und frei- willig oder gezwungen dem Adb el Kader gefolgt sind, Wir er- warten mit lebhafter Ungeduld die nächsten Nachrichten aus dem Norden Afrika?s, dieselben werden wahrscheinlich sehr wichtig seyn,“

Das Commerce äußert sih Úber die Broschúre des Gene- ral Bugeaud in folgender Weise: „Der Verfasser sagt nicht ein Wort von dem verderblichen Traktat an der Taffna, aber in sei- ner Broschüre finden wir alle Elemente einer zermalmenden An- klage:Akte gegen jenen Traktat, der die Quelle aller unserer Ver- legenheiten, aller unserer Ausgaben, alles seit fünf Jahren ver- gossenen Blutes isk, Der offizielle Schriftsteller räumt jebt ein, daß die beschränkte Besebung, die er früher so warm vertheidigte, nur zum gänzlichen Aufgeben unserer Kolonie führen Fönne, Dies ist offen und ehrenwerth; man kann einen Jrrthum nicht unumwundener eingestehen. Allerdings war dieser Jrrthum grau- sam fúr das Land, für die Armee, für die Kolonie, und es ist niht der einzige, den der General Ben zu bekennen har. Man erinnert sich der abschreckenden Schilderungen, die er in der Kammer von der Unfruchtbarkeit und der Armuth Afrikas

| entwarf. Es sey eine Wüste, sagte er, bewohnt von unbezähm-

baren Wilden, unzugänglih den Streichen unserer Waffen, wie | er h | angefommen, um für die Sißungen der Gerichts -

dem Einflusse unserer Civilisation. Der General Bugeaud denkt heute ganz anders, und die Gründe, die er für seinen früheren Jrrthum angiebt, sind eben so seltsam als naiv. Er hatte von Algier nur einige Strecken der unfruchtbarsten Provinz gesehen, und jeßt, da er das ganze Land durchzogen hat, ist er von dem Reichthum der Kultur und des Bodens überrascht. Wie konnten aber diese materiellen Thatsachen, die der ganzen Armee bekannt, in allen Büchern verzeichnet waren, dem Verfasser des Traktats ander Taffna entgehen? Fehlte es in seiner Umgebung an Offizieren, die Algier, Milianah, Tremezen, Maskara und alle jene Gegenden besucht hatten, von denen er jeßt so shóne Beschreibungen liefert? Wenn der General Bugeaud im Jahre 1837 nichts gesehen hat, lag die Schuld nicht vielleicht daran, daß er den Auftrag hatte, nichts zu sehen? Oder soll man lieber glauben, daß er Afrika nah einem Winkel der Wüste beurtheilt hat, wie jener Engländer, der, als er beim Landen bei einer rothhaarigen Wirthin abtrat, seinen Freun: den schrieb, daß in Frankreich alle Frauen rothe Haare hätten ? Der eigentliche Zweck der Broschüre ist nicht zu verkennen ; die Kammer und das Land sollen durch dieselbe bestimmt werden, eine bedeutende Armee in Afrika beizubehalten. Es if nicht das erste Mal, daß der General Bugeaud unter der harten Rinde des Ackerbau treibenden Soldaten die Feinheit des Hbflings zu ver: bergen weiß.“

Man liest im Messager: „Seit einigen Tagen hat sich in den Journalen eine ziemlich lebhafte Erdrterung über den Gummi- Handel im Senegal, und Über die von den Lokal-Behörden ange- ordneten Maßregeln zur Regulirung jenes Handels erhoben. Die Frage verdient durchaus die Wichtigkeit, die man ihr beilegt, und sie wird bald gelóst werden. Die Kommission, welche der See- Minister ernannt hat, wird sich am künftigen Freitag versam: meln, und ihre Arbeiten wahrscheinlih in den ersten Tagen des Oktober vollendet haben.“ M

Es zirfuliren hier seit einigen Tagen falsche Bank - Billets von 500 Fr., und sind deren bereits 6 oder 7 bei der Bank prâ- sentirt worden. Man hat mehrere Personen, die im Besiß sol: cher falschen Bank-Billets waren, gefänglich eingezogen. :

Der Baron von Rothschild wird im Laufe dieser Woche eine große Jagd auf seinem Landsiße Ferrières anstellen, zu welcher alle Minister und alle Mitglieder des diplomatischen Corps einge- laden worden sind.

Der Mangel an politischen Stoff is so groß, daß das Jour- nal des Tes heute ganz ohne leitenden Artikel erschienen ist, ein Umstand, der sich in vielen Jahren kaum einmal ereignet,

Großbritanien und Jrland. London, 21. Sept. Die Königin, welche sich seit Sonn- abend mit ihrem Gemahl und dem Hofe wieder in Windsor be-

Berlin, Dienstag den 27a September

|

1842.

findet, wird angeblich erst im Januar ihre Residenz im Buking: ham: Palaste aufschlagen. Dem Vernehmen nach, beabsichtigt Jhre Majestät künftig alljährlih einige Monate mit ihrem Gemahl und ihren Kindern, des gesunden Klimas halber, in Schottland zuzubringen und zu diesem Ende das der Krone angehbrige Schloß von Craiguiellar neu herstellen und einrichten zu lassen.

Der bekannte Genfer Reisende bemerkt in seiner Amerika- nischen Korrespondenz an die Times úber den neuen in den Ver- einigten Staaten in Kraft geseßten Tarif: „Er ist den Manu- faftur- Jnteressen des Landes sehr günstig, und sein protektives Ansehen hat bei den sÚdlichen Mitgliedern des Kongresses starke Gegen - Erklärungen zur Folge gehabt. Sie betrachten ihn auch nur als temporair und seine Annahme als nur durch die dringen: den Bedürfnisse der Regierung herbeigeführt. Die große Frage: soll ein bleibender proteftiver Tarif bestehen? bleibt noch unent- schieden, Einige wenige Punkte werden einen Begrisf von den Hauptzugen der Tarif-Bill geben: Gefärbte Baumwollenzeuge von geringer Qualität sind eigentlich verboten, da keine, die weniger als 8 Pce. fúr die Elle zu stehen kommen, Rech: nung geben. Tuche und Kasimire zahlen 40 pCt. Seiden- zeuge zahlen nah Gewicht, welches 20 bis 40 pCt. auf den Preis ausmacht, Nadeln 50 bis 60 pCt. Eisen 55 bis 65 pCt. Geistige Getränfe 65 Cents für die Gallone, Branntewein 1 Dollar für die Gallone. Alle Zblle mússen künftig sofort bei

Einfuhr der Waaren in baarem Gelde bezahlt werden.“ Die Morning Chronicle sagt in Bezug auf die Wirkungen dieses Tarifs: „Der neue Zoll-Tarif der Vereinigten Staaten wird auf

durchschnittlich ungefähr 35 pCt. der ganzen Einfuhr berechnet, so daß er einen Keinertrag von 28 Millionen Dollars liefern wúrde, wenn diese Einfuhr eben so groß wäre wie im Jahr 1840. Die im Jahr 1840 erhobenen Zolle betrugen 15 Millionen Dollars,

Die Amerikanischen Journale äußern jedoch großen Zweifel, ob die er- höhten Zölle auch wirklich eine entsprechende Vermehrung der Zoll-Ein- nahme zur Folge haben werden. Die Zoll-Sätße sind weit höher, als es auf den ersten Anblick scheinen möchte, denn die Erhöhung findet unter einem verminderten Geldumlauf und bei sehr gesuï:1en Preisen statt. Die Säße sind fast dieselben wie im „Jahre 28, allein die Preise sind O in einzelnen Fällen über 50 p-t, gefallen. So war der Zoll auf Roheisen im Jahre 1828 wie jest 41 pCt,, damals aber galt die Tonne 10 Pfd. St., jeßt 27 Pfd, St., so daß derselbe Zoll-Saßz jeßt 100 pCt. gleich kommt. Jn manchen Fällen sind die Zoll-S äße sogar noch erhöht worden, was denn natürlih um so härter wirken muß.“ Der Globe spricht dagegen die Ansicht aus, daß sih an der ausgedehnten Kanadischen Gränze ein Schmuggler - System bilden werde, wel:

ches alle Waaren auf diesem Wege einführen dürfte, so daß die Vereinigten Staaten, statt ihre Einnahmen zu verdoppeln, vielleicht noch weniger erhalten möchten.

Nach der Berechnung des Secretairs der in Manchester ver: sammelten Abgeordneten der Fabrik - Distrikte hat das seit mehre- ren Jahren versuchte System, durch Niederlegung der Arbeit höô- heren Lohn zu erzwingen, noch nie die bezweckte Wirkung gehabt, vielmehr in funfzehn Jahren an 3 Millionen Pfd. Skt. gekostet, die Armuth vermehrt und die leßten Nothpfennige und Erspar- nisse der Fleißigeren weggerafft.

Der Sachwalter des Schabes, Herr Maule, ist zu Stafford ommission, welche Über die verhafteten Chartisten, Arbeiter und sonstigen Ruhe- stdrer entscheiden und am 1. Oktober ihre Thätigkeit beginnen soll, die ndthigen Vorkehrungen zu treffen. Bei der Menge der Ge- fangenen sollen zur Beschleunigung des Verfahrens drei verschie: dene Gerichtshöfe niedergeseßt werden. Unter den Kron-Anwalten für die Verfolgung werden sich der General-Prokurator und der General-Fisfal befinden.

Sir R. Peel ist am 15ten zu Newcastle, wo er aus Schott- land in Begleitung Lord Aberdeen’s auf der Reise nach seinem Landsibe eintraf, von der Bevölkerung mit großem Jubel begrüßt worden. Die Times legt auf diesen Empfang großes Gewicht. Der Chartist Vincent hielt dieser Tage in Newcastle zwei Vorle-

| sungen, um seiner Sache Anhänger zu gewinnen, fand aber we-

nig Zuhörer und noch weniger Erfolg. Er reiste hierauf nach Glasgow ab, um dort den Chartismus zu predigen.

Nach dem neuesten amtlichen Monats-Bericht über den Durch- schnitts-Betrag der Aktiva und Passiva der Bank von England während des am 10, September abgelaufenen Vierteljahrs ergiebt sich, mit dem vorigen Monats-Bericht verglichen, in allen Rubri- fen eine ansehnliche Zunahme, die beim Dioten- Umlauf 762,000, bei den Depositen 503,000, den Sicherheiten 634,000 und dem Baarvorrathe 681,000 Pfd. St. beträgt. Der Durchschnitts- Betrag des leßteren während des leßten Monats belief sih auf etwa. 10 Millionen Pfd. St. Allem Anscheine nach, wird der

toten-Umlauf der Bank in den nächsten Monaten noch ansehn- lich zunehmen.

In Folge bedeutender Zufuhren von Englischem Weizen, die theilweise aus alter Waare bestanden, waren die Preise vorgestern wieder 3 bis 4 Sh, niedriger und auch zu diesen Preisen der Ab- saß nur gering. Fremder war ebenfalls 2 Sh. wohlfeiler bei be: hränftem Absak.

Deutsche Bundesstaaten.

Karlsruhe, 22. Sept. Die hiesige Zeitung berichtet aus Knielingen vom 21. September: „Jhre Majestäten der König und die Königin von Preußen haben, von Saarbrücken kommend, diesen Abend kurz vor 8 Uhr die hiesige Rheinschiffbrücke passirt. Allerhöchsidieselben wurden am diesseitigen Ufer von dem General: Lieutenant und General-Adjutanten von Freyskedt, in höchstem Auf- trage Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs, bekomplimen- tirt, und seßten hierauf unverweilt die Reise nah Rastatt auf der direkten Route fort.“

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Stuttgart, 21. Sept. Die heutige erste Sigun t

Deutschen Tad: und Forstwirthe wurde durch dee ersten Beyer Geheime Rath von Gärttner von Scuctgart, erdffnet,

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