1842 / 270 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

SÉRBGAS nit S NERE O E Az few iane E

Serbien.

Von der Serbischen Gränze,

ichten aus Belgrad vom E fes R f Umfange die bereits mitgetheilten Berichte

É ÉEntseßung der unter si entzweiten Familie Obrenovich bom E Ptliensis und die Wahl eines neuen Fürsten in der Person des 40 Jahre alten Sohnes des berühmten Czerny Georg, welcher unter dem Familiennamen Alexander Petrovich zue Für- sten erwählt und unter unbeschreiblichem Jubel des olfes in Belgrad installirt wurde. Der Senat hatte zuerst in geheimer Sißung den Fürsken Michael des Thrones verlustig erklärt, und hierauf der of: genannte Wucsîcs als gerechte Dankbarkeit des Volks fúr die unsterblichen Verdienste des unglúcklichen Czerny Georg den tugendhaften Sohn desselben, welcher unter dem Fürsten Michael Adjutantenstelle bekleidete, sih aber aller politischen Umtriebe ent: hielt und eines makellosen Rufes genießt, zum Fürsten vorgeschla: en. Dieser Antrag wurde der Landes-Deputation mitgetheilt, und ein einstimmiger Ruf der Anerkennung ertónte hierauf von allen Seiten. Am Schlusse der Siztung erschienen der Kaiserliche Kommissar Schekib Efendi und Kiamil Pascha und ertheilten ihre Einstimmung zu Allem, was geschehen. Der neue Fürst legte hierauf den Eid der Treue zur Aufrechthalturig des Usted (Landes : Verfassung und Privilegien der Serbier) ab und hielt seinen feierlichen Einzug in Belgrad, wo der Pascha zum Zeichen seiner vollkommenen Austimmung 50 Kanonenschüsse abfeuern ließ. Sämmtliche notorisch befannte Anhänger der Familie Obre- novich, deren Anzahl sehr gering is, mußten in Belgrad Bürg: chaft leisten, daß sie sich in feine politischen Umtriebe einlassen wür- den. Unter diesen Bedingnissen ist ihnen gestattet, in Belgrad zu bleiben. Jm ganzen Land is die Freude über die plößliche Er- hebung des jeßigen Fürsten gleich groß, das Volk erkennt eine Nemesis und die Hand Gottes bei diesem Wechselfall. Als der un- glúckliche Czerny Georg im Juli 1817, von seinen Freunden zu Hülfe gerufen, sich heimlih zu seinem vermeintlichen treuesten Waffengefährten Vuißa nahe bei Belgrad begab, verrieth ihn die: ser dem Fürsten Milosch. Leßterer erwirkte sogleich vom Pascha von Belgrad den Todesbefehl und schrieb an Vuißa lakonisch: „Dein Kopf wird geholt, wenn Du den des Czerny Georg nicht selbst bringst. Buiga überfiel hierauf seinen schlafenden Waffenge- fährten mit einem Handbeil, hieb ihm den Kopf ab und brachte ihn nach Belgrad. So endete der große Held Serbiens, der dem Milosch den Weg gebahnt und vier Jahre früher die Macht des Groß-Wesirs, die mit 110,000 Mann gegen die Oesterreichische Gränze anrücken wollte, aufgehalten hatte, Die Serbier behaup- ten, auf Napoleon's Einwirken habe die Pforte damals eine Di- version in dem von Truppen ganz entblößten Ungarn machen wol: len. Die Nachricht von der Schlacht bei Leipdig soll erst die Türken veranlaßt haben, sich zurückzuziehen. Die nhânglichkeit des Serbischen Volks an Czerny Georg war und blieb aber stets \so groß und lebhaft, daß alljährlich an seinem Todestage, selbst un- ter der Regierung des Fürsten Milosch, Tausende von Serbiern

18, Sept. (L. A. Z.) Die 16ten und 17. Septem-

2048 gebenen, wohl im ersten recken abgefaßten Mittheilung fürch: ten ließ, doch immer noch s d stehenden Zeilen eines Schreibens Wohnhäuser und 90 Scheunen, Remisen und Stallungen nd

r bedeutend, wie man aus den nach: ersehen wird: „Vierunddrei

Aul. de 1841 —.

1% —, Bank-Actien

Paris, 22. Sept. 57 Rente fin cour. 118, 90. 37 Rente fin cour. 80, 15. Wien T zj E O O S in. Pia 1629. Aul. de ¡ada Lt de 1630 00A 97ck

mit ihrem Jnhalte theils ganz vernichtet, theils beschädigt. Der wenigste Theil ist versichert und daher der Verlust, besonders an cingcticerten Früchten, hôchst bedeutend. Zwanzig Familien be- finden sich theils ohne Obdach, theils ohne Subsistenzmittel für jeßt und den fommenden Winter, wofür also die öffentliche und Privat-Wohlthätigkeit in Anspruch genommen wird,“

Münster, 24. Sept. Se. Majestät der König haben durch

Ordre aus Brühl vom A2ten d. M. Allerhöchstihre Zufriedenheit über die fortdauernde Theilnahme der Einwohner unserer Provinz an der Erhaltung und Fortbildung des Landwehr-Jnstituts zu er: fennen gegeben.

Lerlin - Potsdamer Eisenbahn. In der Woche vom 20. bis incl. den 26. September c. sind auf der Berlin- Potsdamer Eisenbahn gefahren

1) zwischen Berlin und Potsdam 8235 Personen 2) - - - Steglitz 641 -

Zusammen 8876 Personen.

Meteorologische Beobachtungen.

Abends 10 Ube.

6 "t 338,48 Par.

Naeh einmaliger

Nacbmittags Beobachtung.

Morgens 2 Ube.

1842. 6 Ubr.

26, Sept.

Lustdruck .…. « 336,94" Par. [337/73 Par, Luftwärme ... | + S, R.| + 12/,6°R.| + 8,3° R. Thaupunkt fi .|+ 6,3°Rn.| + 5/6 R. Duuslsältigung 61 pet. 80 pi. Welter bezogen. beiter. ONO. ONO. Würmewechsel-{- 13,4 Wolkenzug « « OoNO. 5,3° R.

Tagesmittel: 337,72 Par... +9/,9° R... +6,4° R... 77 pC1, ONO,

Quellwärme 9,0° n, Flasswärme 12,0" R. Bodenwärme 12/1° R. Ausdünstung0/046 Rh.

halbheiter, Niederschlag 0 Rh. 5

Belle r B 6r se Den 27. September 1842.

Pr. Cour. Brief. | Geld.

Pr. Cour.

Aclien. |5 Brief. | Geld.

Fonds.

126%

103 En 121% | 1204 | 102% 104% | 103% 103 | 102} 76 E

Berl. Pots. Kisenb. do. do. Prior. Obl. Md. Lpz. Eisenb. do. do. Prior. Obl. Bel. Anb. Bisenb. do. do. Prior. Obl. Düss Klb. Eisenb.

103% | 102% 102 an

85!

St. Scbuld-Scb.*) |2 Pr. Eogl. Obl. 30. Präw. Sch. der Sechandlung. Kur- u. Neumärk, Schuldverschr. 102% Berl. Stadt-Obl.*) |35| 1014

jus Si av

zu seinem Grabe wallfahrteten, um sein Andenken zu feiern.

Inland.

Kölu, 24. Sept. Die Rheinischen und We phâlischen Blât: ter publiziren nachstehende Allerhöchste Kabinets- rdre:

„Jn dem Augenblick, in welchem Jch Meine Reise durch die westlichen Provinzen vollende, fühle Jch das Bedürfniß, Meine Dankbarkeit über die liebevolle Aufnahme auszusprechen, welche die Königin und Jch an allen Orten derselben, von den größten Städ- ten bis zu dem fleinsten Dorfe hinab, gefunden haben, und welche Mir eine erneuerte Búrgschaft is von der Anhänglichkeit und Treue, mit welcher y Pans und Westphalen Mir und Meinem Hause zugethan sind. 4 as

n bee hat Mich die Ordnung und Púnktlichkeit be- friedigt, welche Jch in allen Theilen der Verwaltung gefunden habe, und beauftrage Jh Sie, in beiden Beziehungen den Be- hörden und sämmtlichen Bewohnern der Jhrer Verwaltung an: vertrauten Provinzen Meine besondere Zufriedenheit zu erkennen zu geben und sie der Fortdauer Meiner Huld und Gnade zu ver- sichern.

Saarbrúcken, den 20, September 1842.

A (gez) Friedrich Wilhelm. n

den Wirklichen Geheimen Rath und Ober - Präsidenten Freiherrn von Vincke, und an den Ober-Präsidenten von Schaper.“

Köln, 23. Sept. (K. Z.) Neueren zuverlässigen Nach- richten aus Rheinbach zufolge, ist das Unglück, welches diese Stadt betroffen, zwar nicht ganz \0 groß, als es sich nach der früher ge:

Allgemeiner

Bekanntmachungen. Aua:

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Donnerstag, 29. Sept. Jm Schauspiel :

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Die Französischen Theater- ia e a Ms

.

dem Anfange des nächsten Monats und werden bis Ende Juni k. J. fortdauern. Da die früheren Abonnements-Bedingungen wiederum eintreten, so werden die resp. Abonnenten ersucht, Über die Beibe- haltung der Plâge bis spätestens den 1, Oktober sich zu erklären, widrigenfalls Über dieselben anderweitig disponirt werden musb. Ds um Abonnements werden im Billet:Berkaufs:Büreau abgegeben.

Königsstädtisches Theater. Mittwoch, 28. Sept. Zum erstenmale wiederholt : Ruy Blas.

Victor

Donnerstag, 29. Sept. Einen Jux will er sich machen. Sonnabend, 1 Oft. (Erste Jtalienische Opern : Vorstellung.)

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Der Anfang der Ztalienischen Opern : Vorstellungen ist um halb 7 Uhr. Die Kasse wird um halb 6 Uhr geöffnet.

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An die Leser.

Die vierteljährlihe Pränumeration der Staats-Zeitung beträgt 2 Rthlr. Preuß. Cour. für das Juland. Bestellungen für Berlin werden in der Expedition selbst (Friedrichs - Straße Nr. 72) gemacht, und jeder innerhalb der Ringmauer der Stadt wohnende Pränumerant erhält das Blatt durch die Stadtpost, schon den Abend vor dem ange- gebenen Datum, frei ins Haus gesandt. Aus- wärtige, des In- oder Auslandes, bewirken ihre Be- stellungen rechtzeitig bei den resp. Post -Aemtern; wer dies versäumt, kann nicht mit Gewißheit die Num- mern erwarten, die vor der hier eingegangenen Anmel-

dung erschienen sind. : i Für einzelne Nummern des Blattes ist der Preis

27 Sgr. een M Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkcisen. Gedrudckt in der Decker schen Geheimen Ober - Hofbuchdruckerci.

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|

Allgemeine

Preußische Staats-Zeitung.

Berlin, Donnerstag den 29 September

en. , Der Höf. Wein - Ausfuhr. Vermisch- en aus Parés. (Zucker aus Cactus Feigen.)

Großbritau ud Irland. London. Mission nach Brasilien. Nichtanerkennung der vou Texas gegen Mexiko erklärten Blo- Klagen über dic den Vereinigten Staaten gemachten Zuge-

ic und Entgegnung darauf. Elektro - magnetische Loko-

- Probe. Belgien. Brüù ‘el. S 7 Deutsche d EGaateti: Freiburg. Reise Jhrer Majestäten

des Königs und der Königin von Preußen. Stuttgart. Be- richtigung. Versammlung der Land- und Forfiwirthe. Han- nover. Finanz-Minister von Schulte.

Qasterreied. Wien. Die Staats-Eisenbahnen.

Jtalien. Rom. panien. Schreiben aus Paris. (Die Weber und das Baum E eresif in Catalonien ; die Händel der Amerikaner mit

aroffo.

Er al. Jnhalt des Traktats mit England gegen den Sklaven

andel.

Aegypten. Alexandrien.

Vereinigte Staaten von Nord-Amerika. Handels-Zustände. -— Schreiben aus Paris. (Protest des Präsidenten gegen das Verfahren des Kongresses; Muthmaßung abermaliger Vetos; Wirkung der Seidenzölle des neuen Tarifs; Bacourt's erfolgreiche Bemühungen zu Gunsten der Tou dfsischen Weine und Seiden- waaren; wahrscheinliche Segen es Tarifs; Zustand des Französi- schen Weinhandels nah Amerika und im Allgemeinen.)

La Plata-Staaten. Flotten-Operation. Handel mit Paraguay.

Inland. Berlin. Reise Sr. Majestät des Königs. Schreiben aus Saarbrücken. Anwesenheit Fhrer Königlichen Majestäten. Magnus, Ankunst des Prinzen Karl. Königsberg. Ma-

Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Alcxander von Hum- boldt: Versuch, die mittlere Hdhe der Kontinente zu erticias

Amtliche Uachrichten. Kronik des Tages. Se. Majestät der Kdnig haben Allergnädigst geruht :

Dem Geheimen Staats - und Kabinets: Minister Freiherrn von Bülow die Annahme des demselben von Sr. Majestät dem Könige der Niederlande verliehenen Großkreuzes des Nieder: ländischen Lödwen:Ordens zu gestatten; und

4 Dem katholischen Pfarrer Moriß zu Krzizanowiß, Kreises Ratibor, den Rothen Adler: Orden vierter Klasse; so wie dem

Küster und Schullehrer Daniel Köhler zu Schdnfeld, das All: gemeine Ehrenzeichen zu verleihen.

Se. Königl. Hoheit der Prin Ka l ist aus der Provi Sachsen hier wieder ügrteufon, y t

K Der bisherige Privat-Docent an der Universität zu Kiel, Dr. Otto Jahn, is zum außerordentlichen Professor in der philoso: phischen Fakultät der Universität zu Greifswald ernannt worden.

Abgereist: Se. Durchl e ; ; zu Reuß-:Schleiz, chlaucht der Fürst Heinrich LXVU.

nah Dresden.

Zeitungs-Uachrichten. Ausland.

Frankreich. Die Rückkehr der Königlichen Familie

Fs, 23. Sept. von Eu ist jeßt bestimmt auf den 26sten d. M. festge vernimmt mit Bedauern, daß die Gesundheit E Bi), Mon Orleans fortwährend zu Besorgnissen Anlaß giebt. Die Aerzte ha ben ihr die größte Ruhe empfohlen. Der Erzherzog Ferdinand von Oeskerreih wird am 1, Okto ber in Bars erwartet, wo er etwa 14 Tage zu verweilen gedenkt, Se P “00 ag LIRRNE Med sich dann mit Sr. Kaiserlichen rg begeben, Poule“ feld T bewi A es um ihn am Bord der „Belle as General:Conseil des Gironde-:Departeme [ eine ganz spezielle Weise mit den Interessen en (d Eo... Aus dem in dieser Hinsicht abgestatteten Berichte geht Hectolltres Wein produzirt, Troboimn digt i? 40 Millionen s : j roßdem, daß im 1841 et- was A fonsumirt und exportirt worden ist, L ge Pat so sind doch noch 2 bis 3 Aerndten in dem Augenblicke vorräthig,

wo man mit einer neu 1790 batte der Hanguen Aerndte beschäftigt ist. Vor dem Jahre

dehnung, Die Bücher der ältesten

Vater auf den Sohn ‘Japren vor âuser, die treulich von dem

t ind, so wie die -Regi stellen fest, daß in den Jahren vor 1787 bie Ausfubr auf 1G Tonnen Wein, 10,000 Faß Branntwein und 5000 Faß E g e- stiegen war, Sie stellen ebenfalls fest, daß 12 bis 1400 Gd die aus dem Norden gekommen waren, Wein einnahmen und da- L ihre Produkte leichter bei uns abseßen konnten. Es ent- Dan VaMupeh ein hbchst lebhafter Verkehr, denn wir verluden Nach 15,000 Tonnen. ngland und Jrland .… 418,000 D ARA S a is bd f dio oi6:6s e d!e 6,000 den Hansestädten olland

weden... 7,000 Dânemark u. Norwegen 5,000 Rußland... 12,000

L)

«U Ga U Va Bana

Mnenstrahlen hinreicht,

mit Bordeauxwein eine ungeheuere Aus: |

Damals hatten wir freilich unsere Gränzen den Produkten jener Völker noch nicht verschlossen; wir empfingen gegen mäßige Zölle ihre Wolle, ihr Leinen, ihren Hanf, ihr Eisen, ihr Holz, ihr Vieh u. s. w., die weniger kostspielig und von besserer Qualität waren, als die gleichen einheimischen Produkte, die uns durch die Zollgeseße gewaltsam aufgedrungen werden. Troß des größeren Umfanges der Geschäfte, troß der neuen Bevölkerungen în Ame- rifa, troß der Vortheile ciner wohlfetteren, sichereren und weniger

fostspieligen Schifffahrt und der allgemeinen Zunahme der Bevöl:

ferung, nimmt doch gegenwärtig die Bewegung unseres Handels auf die beunruhigendste Weise ab, Die offiziellen Ausfuhrlisten fúr 1839 zeigen, daß wir in jenem Zahre nur exportirt haben : Nach England 1,339 Tonnen. - Rußland... elde. 2,499 : Schweden u. Norwegen 489 Preußen 2,961 Dänemark 612 ; den Hansestädten 8,188 - s Hollands, ves dai 7,62 -

Unsere Ausfuhr is also seik etwa 50 Jahren von über 100,000 Tonnen auf faum 25,000 Tonnen gesunken. Die Ur- sache dieser Verminderung ist das beshüßende System. Wenn man die Veränderungen in der Aussuhr, ihr jährliches Abnehmen seit 1822, wo das beschüßende System seine größte Entwickelung erlangte, aufmerfsam ven so mus es auffallen, wie sehr jene Veränderungen mit dem Systeme. selbst in Verbindung stehen. Die Kommission des General-Conseils hat daher darauf angetra- gen: eine einsichtige und allmälige Reform in den Zoll-Tarifen zu verlangen, welche Reform am besten durch Handels - Vertiäge mit den bedeutendsten Europäischen- Staaten zu bewerkstelligen seyn worde. Außerdem trägt die Kommission auf eine bessere Verthei: lung der indirekten Steuern und auf die Befreiung von den Octroi- Zöllen an.

Hérr Villemain hat sich an den Ufern der Loire eine Be-

e für 500,000 Fr. gefauft. In der Gazette des Tribunaux liest man: „Der be- rüchtigte Deuß, der bekanntlih im November 1832 die Herzogin von Berry verrieth und ihre Verhaftung veranlaßte, scheint in einen solchen Zustand dcs Elends und der moralischen Erniedri- gung versunken zu seyn, daß er kürzlih beinahe wegen Bettelei und Vagabundirens verhaftet worden wäre. Nachdem er die Summe von 500,000 Fr., die ihm als Lohn für seine Verrätherei ausgezahlt wurde, durchgebracht hat , scheint er sih mit einer Art von ) dem Trunke ergeben zu haben, und der úbermäßige Genuß geistiger Getränke soll seine Gesundheit zerrüttet, seinen Geist zerstört und scinem Körper ein anhaltendes nervóses Zittern zugezogen haben. Deuß, der den jüdischen Glauben abge- \chworen hatte, um sih unter den Auspizien der Herzogin von Berry taufen zu lassen, hatte sih im Laufe des Zahres 1833 wieder befehren lassen und war in die ÖZsraelitische Gemeinschaft zurückgetreten. Bis zum Tode seines Vaters erhielt er von diesem einige Unterstüßungen, mittelst deren er seine jäm-: werliche Existenz fristete. Seitdem nahm er zur Wohlthätigkeit seiner Glaubensgenossen Zuflucht ; als ihm auch diese leßte Quelle versiegte und er sh ganz ohne Existenzmittel befand, blieb ihm nichts anderes úÚbrig, als sih den Eintritt in eine der Pariser Wohlthätigkeits-Anstalten zu erbetteln. Es liegt sicherlich eine große Lehre in dem Schicksale eines Menschen, von dem die Herzogin von Berry am Tage nach ihrer Verhaftung sagte: „Jch bin von einem Manne verrathen und verkauft worden, den ich mit Wohl: thaten überhäuft hatte, der mir mehr als sein Leben dankt und zu dem ich volles Vertrauen hatte. Es ist ein Elender! Aber we- nigstens ist es fein Franzose, und das freut mich!“

Börse vom 23. September, Die Course der Renten zeigten sich heute etwas fester. Es hieß, daß ein bedeutender Kapitalist seit einigen Tagen Französische Renten verkauft hätte, um sih Geld für die Holländische Anleihe, die negoziirt werden soll, zu verschasfen. Diese Operation sey jeßt beendigt, und die Stockung in den Geschäften würde aufhören.

París, 23. Sept. Der langjährige Kampf des Rohr:

j H und des Rübenzuckers scheint durch die plößliche Dazwischenkunft

eines dritten Mitbewerbers noch verwickelter und schwieriger wer: iden zu sollen, Möglich aber auch, daß der neue Ankómmiing seine beiden Gegner zugleich aus dem Felde schlägt und auf diese Weise ihrem Streite ein unerwartetes Ende mache. Es handelt sich mämlich um die in Algerien gemachte Entdeckung, daß die Frucht

Wdes dort sehr verbreiteten Cactus-Feigenstrauchs eine so große Masse

bon Zuckerstoff enthält, daß schon die bloße Wirkung der Son- : um ihn zu destilliren und zu fkrystalli: iren. Man verdankt diese, wenn sie sich bewährt, unermeßlich ichtige Entdeckung dem Zufalle. Jn den Sommer - Monaten, po die Cactus : Feigen reifen, werden dieselben in großen duantitäten von den Soldaten der Besaßungen der ver- hiedenen von den Franzosen beseßten Städte im Jnneren des andes gegessen. Die Verzehrung dieser Frucht war diesen Som- er besonders groß in Maskara, so daß man für nöthig fand,

‘die weggeworfenen Schalen derselben, welche die Straßen bedeckten,

aus Reinlichkeits- und Gesundheits-Rüsichten auf einen bestimmten Plaß außerhalb der Stadt zu asen. Die hier angehäuften Fei- genschalen überzogen sich, unter dem Einflusse einer außerordent- lichen Hiße, binnen wenigen Tagen mit einer, dem Ansehen nach, salpeterartigen Kruste, welche dem Kommandanten von Maskara, General Lamoricière, auffiel. Der General ließ einen Theil die- ser frystallförmigen Masse einsammeln, und es fand sich bei der A derselben, daß sie aus dem reinsten und vortrefflich- sten Zucker bestand. Nach dem Verdunsten der Wassertheile und dem Zusammenschrumpfen der Feigenschalen hatte der darin ent- haltene Zuckerstof den Weg nach außen gefunden und si unter dem dörrenden Einflusse der Sonnenhiße, der in dieser Jahreszeit beinahe ar nicht durch nächtlichen Thau neutralisirt - wird, zu weißen Krystallen E Aus diesem bei den bloßen Schalen vorkommenden Phâänomene kann man auf den Zucker: Reichthum der Frucht selbst {ließen. Der Bericht des Algierer Natur-

1842.

fundigen, dem ih diese Angaben e

die große Menge und der niébrige Bais Ls rae Bli g Algerien es möglich mache, das Pfund des aus ihnen inn Zuers für 4 Sous zu liefern. Der Anbau der Cactus-Feigen fann aber ins Unermeßliche vermehrt werden, denn diese Pflan e gedeiht selbst auf dem undankbarsten Boden, und es bedarf S ihrer Fortpflanzung nichts als eines Stücchens von einem ihrer Blätter. Der General - Gouverneur von Algier hat auf die ihm gemachte Mittheilung von dieser Entdeckung, die zugleich durch die Vorweisung einer gewissen Quantität des Feigenzuckers unter- stUßt werden fonnte, sogleih Maßregeln getroffen, um jene fost- bare Frucht in Algerien, so weit als möglich, zu vermehren. Er beabsichtigt Uberdies, die einflußreichsten Ansiedler in Afrika dem- nächst zu einem Gastmahle bei sich zu versammeln, bei welchem der Feigenzucker, den er selbst von seiner leßten Reise aus Oran mitgebracht hat, auf der Tafel erscheinen soll, um damit seinen Gâaften einen handgreiflihen Beweis von der Wirklichkeit der Ent-

deckung des Generals Lamoricière zu geben, und sie zur eifrigen Ausbeutung und Vervollkommnung derselben anzuspornen.

Großbritanien uud Frlaud.

London, 23. Sept. (B. H.) Herr Ellis is, nach Anzeige der heutigen Hof-Zeitung, mit einer außerordentlichen Mission an den Brasilianischen Hof beauftragt worden.

Die Hof-Zeitung vom heutigen Tage enthält auch die amtliche Anzeige, daß die Britische Regierung die von dem Pràä- sidenten von Texas unterm 26. März d. J. proklamirte Blokade der Mexikanischen Häfen als null und nichtig betrachte, indem nach den Berichten des Britischen Gesandten in Mexiko bis zum 21. Juli weder vor Tampiko noch vor Veracruz ein Texianisches Schif zur Ausführung der Blokade erschienen sey.

Die Oppositions-Bläâtter fahren in ihren Angrisfen auf den mit den Vereinigten Staaten abgeschlossenen Traktat fort, an ihrer Spike die Morning Chronicle, welche einzig und allein der Furcht der Tories vor einem Kriege die Konzessionen zuschreibt, die sie den Vereinigten Staaten gemacht hâtten, und ihnen vor- rúdt, daß der auf solche Weise, mit Gefährdung der- National- Ehre, erkaufte Friede, feine wahrhafte Vortheile bringen könne.

7/Seht nur, sagt dieses Blatt unter Anderem, „welche Wirkung die Konzesskonen Lord Ashburton's in Frankreich geäußert haben, wie sie in den verschiedenen Pariser Blättern sich zeigt. Die erste Frucht Eurer Schwäche gegen Amerika is, daß Jhr Frankreich dieselbe de müthigende Reverenz machen müßt. Jhr habt Frankreich einen plausibeln Grund gegeben, dem Traktate wegen des Durchsuchungs- Rechtes, welcher die beiden Länder beinahe in einen Krieg verwickelt hâtte, die Ratification zu verweigern.// /

Auch der Globe tritt nun enftschiedencr auf, indem er den auf die Gräánz-Regulirung bezüglichen Theil des Traktats in allen seinen Theilen verwirft, weil den Vereinigten Staaten durch denselben Vor- theile ohne alles Aequivalent bewilligc worden seyen, weil die Gränz- linie und die Straße, durch welche, dem Traktate gemäß, Kanada mit Neu-Braunschweig in Verbindung geseßt wird, die allerunvortheilhaf- teste, am leichtesten zu behindernde und wei sie für den Fall von Feindseligkeiten zwischen England und den Vereinigten Staaten den größten Unbequemlichkeiten ausgeseßt scy, weil, abgesehen von anderen Einzelnheiten, Amerika durch den Traktat mehr Land er- halte, als es selbst seine ausgedehntesten Wünsche erzielt hätten, und weil endlich noch der sogenannte Fonds des ftreitigen Territo- riums den Vereinigten Staaten ausgekehrt werden solle, gleich als sollte dadurch die Ungerechtigkeit des bisherigen Landbesibes, aus welchem England jenen Fonds gezogen, noch ausdrücklich anerfannt werden. Daß die genauere Prúfung des Traktats übrigens auch selbst den Tory- Blättern die Ueberzeugung auf- dringt, es sey bei den an die Vereinigten Staaten gemachten Konzessionen mit allzugroßer Liberalität zu Werke gegangen, geht aus den Aeußerungen, insbesondere des Morning Herald und der Times, welche beide bei Beurtheilung des Traktats den rein politischen Gesichtspunkt ausschließlih geltend machen, zur Genüge hervor. Der Herald spricht sich ohne Um- schweife bei Veranlassung der von Lord Ashburton in Boston ge- haltenen Rede in folgenden kräftigen Worten aus: „Es muß für das Gewissen der Amerikaner ein sehr wohlthuender Balsam ge- wesen seyn, aus Lord Ashburton’s Munde die wiederholte Versiche- rung“zu vernehmen , daß die Englische Nation nicht ein blödsinni- ger Tropf sey, der sich habe hinters Licht führen lassen, sondern ein zurehnungsfähiges Wesen, das mit vollem Berwoußtseyn gehan- delt und mit Absicht aufgeopfert habe, was nur der bitterste Hohn einem Verräther auszuliefern oder einem Blödsinnigen freiwillig aufzugeben hätte vorschlagen können.“ Jn gleichem Sinne spricht jeßt-auch die Times. Sie giebt zu, daß der Traktat England weniger gewähre, als wozu es berechtigt gewesen; sie ist Überdies der Meinung, daß die gemachten Konzessionen fúr England um so Unangenehmer seyn müßten, weil die Vereinigten Staaten den Stkeit mit wenig Offenheit und Hochherzigkeit geführt hätten ; dessenungeachtet aber glaubt sie dem Traktate im Ganzen das Wort reden zu müssen, weil er den Streit zu Ende gebracht. Sie resumirt ihre Ansicht in Folgendem:

Eine schleunige Regulirung war nothwendig. Sie war noth- wendiger für uns als für die Amerikaner und Leßtere wußten, daß dies der Fall sey. Durch Krieg also oder durch Aufopferungen mußte die Regulirung erkauft werden. Das erste Mittel war weder durch die Politik geboten, noch durch die Ehre gerechtfertigt. Nach- giebigkeit blieb daher allein noch übrig. Daß es Nachgiebigkeit ift,/ was der Traktat bietet, das wissen wir sehr wohl. Ob irgend ein Theil der Konzessionen hätte vermieden werden können, läßt sth ohne genaue Kenntniß der Amerikanischen Politik s{hwer bestimmen. Aber daß die Konzessionen geringer von Werth sind, als die hoffentlich dauernde Ruhe, das ziehen wir auf keine Weise in Zweifell//

Das einzige Blatt, welches den Traktat unbedingt vertheidigt, scheint der Standard zu seyn, der die Sache aus dem Gesichts: punkte eines durch gütlichen Vergleich beendigten Prozesses be- trachtet wissen will und alle Analogieen verwirft, welche die Mor

ning Chronicle aus der neuesten Geschichte der Franzo ee

und Russischen Diplomatie geschöpft hat, da es sich i zwischen England und Amerika weder um eine Beleidiguny "der um eine absichtliche Uebervortheilung gehandelt habe.