1842 / 295 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

R Allodial-Rittergut , 12 Meile von Magdeburg |nicht minder fo 1n der anerkannt fruchtbarsten Gegend, soll fär den scheides in dem betreffenden Termine Mittags 12 Uhr billigen Preis von 80,000 Thlr. [in contumaciam der Nichterscheinenden erfolgen. haben auswärtige j nahme künftiger Zufertigungen einen Anwa der Gerichtsbarkeit der Stadt Leipzig bei 5 Thlrn.

in der That sehr Gold mit der Hälste À Nähere Auskunst ertheilt

gers und Kaufmanns allhier, unter der

werden alle Gläubiger des en Kreditwesen bei Verlust der Wiedereinsegumn ten Stand, geladen, daß sie

dern mit E L huldner di nden m em Gemeinschuldner die Güte pflegen anla}

und, wo mögli, einen Accord trefen, in „cahen/ vergeblich

Entítehun 4 {reffen, in dessen [niß ü î

forderlichen Beweises, habenden Urkunden in

gen Gesellschaft aus dem jährlichen rae Îebes

sonstigen nicht unter den vorigen Rubriken aufgeführ- ten Eigenthums, Gewerbes, Handels oder Geschäfts, das in Großbritanien besessen oder getrieben wird, gezollt werden. Auch Personen, die in Großbrita- nien nicht ansässig sind und von anderen Orten ihr Einkommen beziehen, haben, wenn sie 6 Monate dort verweilen, schon die Steuer zu entrichten,

Die auf Handel, Manufakturen und Speculationen gelegte Steuer wird nach der durchschnittlichen Einnahme der drei legten Zahre berechnet, von der jedo feine Abzüge nothwendiger und ufälliger Ausgaben zu machen gestattet werden. Die Steuer von

rofessionen und nicht öffentliche Aemter wird nach dem Ein- fommen des verflossenen Jahres bestimme.

Um die Höhe des Einkommens aus dem Handel genau zu bestimmen, wird der daraus fließende Gewinn getrennt von dem der Ländereien und Pachtungen 2c. berechnet und zu dem Ende die jährliche Valuta einer Faktorei, einer Mòóhle oder anderer im Handel und Gewerbe Ertrag Phendex Gebäude davon in Abzug gebracht, auch wenn diese Gebäude demselben Handelsherrn gehö- ren, Dieser hat für die leßteren dann noch die Steuer nach I. zu entrichten.

Unter dieser Rubrik gehört auch die Besteuerung des Einkom- mens, das aus Versicherungs - Gesellschaften in Großbritanien,

es noch Spezial: Kommissarien,

I, und I und die Steuer

fremden Staaten zu bestimmen so wie alle Kontrakts-Verhandlun-

gen aufzunehmen haben. Endlich bestellen die General-Kommissa-

rien noch Steuer: Beleger (Assessors), welche alpZovetishe Listen

von den zu besteuernden Personen und deren Verm

anfertigen und sie den Controlleurs Úberweisen,

(Collectors), welche die festgestellten Beträge eintreiben. Dies is der Jnhalt des neuen Sa,

sumtions-Seeuer, mußte in

dieselbe Wirkung äußern isolirt da, JZhr Einfluß auf

sie das jâhrliche Einkommen

rland, den Britischen Pflanzungen in Amerika und in fremden taaten bezogen wird; eben so alle jährlihen Jnteressen, von denen der Auszahler den Betrag der Steuer dem Empfänger gleich in Abzug zu bringen hat. Alles Uebereinkommen von ZJnteressen- Zahlungen ohne solche Abzüge wird für null und nichtig erklärt. Der Ertrag einer Manufaktur in Großbritanien, gleichviel wo die Güter verkauft werden, wird da besteuert, wo die Manu- faftur liegt; für die Einkünfte aus auswärtigen Besibungen aber werden die Gefälle von den Kommissarien in den Häfen von London, Bristol, Liverpool und Glasgow oder auch, wo der Eigen- thümer ansässig ist, erhoben.

Es steht Personen, welche diese Abgabe zu leisten haben, frei,

mit den Steuer-Belegern einen Kontrakt auf drei Zahre einzu- gehen und den Betrag der Steuer an den General-Einnehmer mit 5 pCe, Aufschlag zu entrichten. Der Kontrakt ist aber nich- tig mit dem 5. April nah dem Tode, dem Bankerott oder der Zahlungs-Unfähigkeit des Kontrahenten. Ein Falsum hierin zieht eine Strafe von 50 Pfd. nach sich. Wird der Betrag im voraus erlegt, so werden 4 pCe. für die jährliche Rate diskontire. i . Fünftens haben alle Beamte, die ein dffent- lihes Amt mit Gehalt befleiden, und alle Pen sio- naire oder die ein Jahrgeld von Jhrer Majestät oder aus Staats-Fonds erhalten, eine Steuer von 7 Pce. fürs Pfund ihres Einkommens zu zollen. Die Kassen, aus denen die Gehalte und Jahrgelder gezahlt wer- dan, haben gleich bei der Auszahlung die Steuer in Abzug zu ringen.

Die allgemeine Ausnahme von der Besteuerung machen alle diejenigen, deren Einkommen unter 150 Pfd. jährlich beträgt. Wer aber hierin falscher Angaben úberwiesen wird, verfällt in eine Strafe von 20 Pfund und des dreifachen Steuer-Betrages.

Unter jene fünf Haupt : Abtheilungen lassen sich die Bestim- mungen der Akte bringen, Dieselbe ordnet zum Schluß noch die Vertheilung der Erhebungs- und Rechnungs-Geschäfte, so wie die Salarirung des neu geschaffenen Beamten: Personals, an. An der

Allgemeiner Bekanntmachungen.

gen sub

orität halber

entlich ein Nähere Aus-

Meyer, Werderschen Markt Nr. 4.16

eyn sollen. Magdeburg, den 1. Oftober 1842. dle. Die Direction. Diejenigen, welch

Holtapfel. diren, sollen pro pra zwar erscheinen, jedo

gleih annehmen wo

Verkauf eines Allodial-Ritterguts.

Endlich

nzahlung verkaust werden,

er Sekretair Trenk in Magdeburg,

Poststrasse No, 3, Strafe zu bestellen.

Dr, Wi n demi ju dem Vermdgen Adolph Victors, Bür- T AEP Lebe

dolph Victor, allhier entstanden Edikt

Victor, resp. | Am 24. Juli 1802 eßung in den vorigen |Blasii hicêselbst drei

den 15. März 1843,

binnen 6 Tagen, vom Termine an ge-|nach MeLNen Inha

roduction der auf Bezug minisiration der der

Um nun d

i - Donnerstag und Sonn-|rechtlich ve i j

abend gebt ein Dampfs f mit Passagiercn von hier de “IAMI N, Ie / NOdrgplis VUMIMReNGNE ab, außerdem wird wb S

port von hier nach T expedirt.

kunft und Fahrbillets ertheile Herrmann «

chlepp-Trans-|der Jnrotulation der Akten, so wie j h i den 31. Mai 1843 n in Berlin die Herren der Publication eines Prâklusiv-Bescheides gewärtig

Termine nicht erscheinen oder nicht gehdrig gui nicht erklären , Jra consentientibus geachtet werden,

die Publication des Prâklusiv-Be-

Leipzig, den 1. Oktober 1842, Das Stadtgericht zu Leivzig.

Vormittags 11 Uhr, auf hi PEGune ta erleldit petorbenen Grafen Casimir

ormittag r, auf hiesigem Rat x gliakelit gehörige Kisten mit Dokumen-

Richterstube in Person, oder durch Bevolinigctni Ae Un fee de

welche i gerichtlicher B E jon Auslän- bisherigen Bemühungen - „eyen seyn müs: |nen, welche i /

einen, mit dem Curatore Litis und nach Be- sollen, e cknahme der depoutrrn eig afbalten

ves t derselben auf, enommen , w9- rechnet, ihre Forderungen mit Beibringung des er- schiedensten Act / die esich bauptst ich aue die Ad- den in der Urschrift, auch Deduccion zugehörigen Güter En, Is

der Priorität , liquidiren, mit dem Curatore Litis, |[mont-Pignatelli und eintretenden Falls mit dem Gemeinschuldner, deren halten,

in England thut.

Begriff von

dortigen Privat-Vermögens. Der

Besteuerung von 211 pCt, nahme von 4’ Millionen

unter 150 Pfd. ausnimmet, so die 1842 Klassen schont, welche gegenwärtig am meisten der Unterstüßung 21, OLt. | T E A s ALG, iges bedurfen, und damit den ersken Schritt zur Ausgleichung der enor- : S E R E men Mißverhältnisse in der Besteuerung der Reichen und Armen | Luftdruck. . [334,19 par, 334/74" Par.| 335/56" Par.| Quellwärme 7/6° R. Luftwärme + 3/,4° R. + T7,0°R. —+ 2,0° R.| Flusswärme T R. Uebrigens giebt das Resultat dieser Steuer, die sih úber den | Thaupunkt .…|+ 0,2°R.|— 1/2° R. |— 2/0° R.| Bodenwärme 9/2 R. fleinsten Theil der Bevölkerung des Landes ausdehnt, uns einen | Pwstsätigung| 76 pet. | 50 pee. | 71 pCt. | Ausdünstang 0/016 Rb. den Hülfsquellen Englands und dem Umfan e des E Cap balbhbeiter. beiter. heiter. Niederschlag 0. Minister verspricht sih bei einer na E UE ss Ww. Ww. WNW. Würmewechsel +7,65 ® des Einkommens eine jährliche Ein- Fp it G aris M E Pfund. Wir haben dabei wohl im agesmittel : /83 Par... 4-4/,1° R... 1,0°R... 66 pct. WNwW.

Auge zu behalten, daß. dieser Reichthum nicht aus Gold- und De-

mantgruben geflossen, sondern tigkeit ist,

Interessen, die gegenwärtig so schon gefährdet sind, übel einwirken, und da dieselben von jeher mit dem ganzen Steuer- System innigst amalgamirt sind, so muß auch eine Erlassung von Steuern

fern und ist so shwach, daß er kaum bemerkt wird, namentlich bei dem geringen Betrage von 242 pCt. oder 7 Pce. fúr ein Pfund, Auch darum verdient sie schon vor allen anderen den Vorzug, daß

2152 welche die Steuer- Erlasse unter - Beträge von dem Einkommen aus

Kanz-Bill, —. Preuss. Präm.

gensumständen und Steuerheber

von dem England

l Londo seine Befreiung aus der gegenwärtigen Noth und Verlegenheit | „js c erwartet, Jede andere Auflage, sie sey Productions- oder Con- m S L,

ewissem Grade auf die fommerziellen G Paris,

aber eine Einkommen - Steuer steht den Handel und die Märkte liegt so

Aul. de 1841 —. 52

Wien, 17. ou. Bank-Actien 1618. Anl. de 1834 1392.

Auswärtige Börsen.

Amsterdam, 18. Okt. Niederl. wirkl. Sch. 525. S5 do. 10121 Zins.

5% Span. 1557. 32 Jo. . Pass. 355-, p s, B plc- 53 D L a Bs E

Antwerpen, 17. okt. Zins, —. Neue Aul. 15. Hamburg, 20. Okt. Bauk- Actien 1635. Engl. Russ. 1083.

n, 15. Okt. Cons. 32 932 —.

Bras. 63. Chili —. Colomb. 202. Mex. 32. Peru 16.

. Belg. Neue Anl. 16. P - Seh. 94. 24% Holl, 624. 5% 1004. 62% Porc 36%. 3% 21%

17. Okt. 5% Reute’6n cour. 119. 20. Rente fin cour. 80. 30.

5% Met. 109. 42 de 1839 109:.

Neapl. au compt. 107. 95. 5% Span. Rente 217. Pass. 35. 1005. 3% 763. 242 —,

Meteorologische Beobachtungen.

rein das Produkt Geher Thâ-

Die Temperatur um 10 Uhr Abends vom 20. Okt. tigen, und die mittlere Tageswärme auf 6,3°.

ist auf 4/4° zu berich-

B erlin

Den 22, Oktober 1842.

er Börse.

*) Der Küufer vergütet auf den am 2, Januar 1843 fälligen Coupon 4 pCt.

Spibe steht der General-Einnehmer der Stempel und Steuern. W echsel-Cour s. Wle 06: Khtr:

Aus den Land - Steuer - Kommissarien werden fär jeden Distrikt A1) Brief. | Geaa. | Gesang, in 4 höchstens 7 oder mindestens 3 General: Kommissarien nnd eben so 4 j Mo

viel Stellvertreter derselben gewählt. Sie sind nach den E e d O 139% | yorita.

ten von London, Bristol, Exeter, Hull, Newcastle, Norwich, Bir- B E MOdnG: (dfe: D 1502 Dienstag mingham, Liverpool, Leeds, Manchester, Lynn und Yarmouth ver- Aa: 154 Pot E aer EO Mk 2 Me. ck 1497 i theilt und wählen sich zur Aushúlfe „assistirende Komnaissarien ‘“ LODUON 0 6000s e L A Sise Lo A L ih s“ 1 LSt. | 3 me. 6 244

und einen Kommissariats: Schreiber (Clerk to Commissioners). | Paris... eee ereeree 300 Fr. | 2 Mt. 795 795

Alle eingereichten Declarationen des Vermögens, nachdem von den | Wien in WXr..... n 150 FI. | 2 Me 1035 | 1037

Fnspektoren und Controlleurs (Surveyors), die alle unter IV, auf: MUSLDRE R ou dun p oa bac n ea e 150 F 2 Mit. e 102% Gedruckt in geführten Vermóögensstände eróôrtern mújsen, dagegen feine Ein- Drenian e dees C L 100 Thlr. | 2 Mei. 997 99%

wendungen erhoben sind, haben sie zu prüfen und die Steuer A t ee R 180 e: E ¿l 108, danach zu bestimmen, Außer diesen General - Kommissarien giebt: | Potersburg e. I SRu| 3 Woch. | |1 i

unter sich/, von 6 zu 6 Tagen 17. Mai 184

e in dem ersten der genannten eclusis, diejenigen aber, welche

ch, ob sie den Lor tnpen Ver- llen, oder nicht, sih -deutlich

Liquidanten e A t unter

St. R., R. d. K. S. C. V. O.

al-Ladung.

sind im Archive des Stifts St. Ti

zum Nachlasse des am 3. De-

ponirt, welche im Jahre 1830 sind. Da die

übergegangen ie Erben des Verstorbe-

ewesen sind, so is ein Verzeich-

gmontschen Famili nd auf das Geschlecht B Eg-

ih einzulassen auch die produzirten Urkunden nicht minder

Sonntag, 23, Oft, große Oper in 5 Abth., (Mad. Sophia Schoberlechner : Prinzessin JZsabella.) e: Der Bettler, Drama in 1 Aft, von Hierauf: Ein Handbillet Friedrich?s I], Lustspiel in

hauses verkauft, es sind aber daselbst nur terre à 20 Sgr. und zum Amphitheater à 10 Sar. Im Schauspielhause: Auf Allerhöchsten

Anfang der Vorstellung 7 Uhr,

Sonntag, 23. Oft, Apotheker, oder: Der leste Stuart,

Königliche Schauspiele.

mit Ballets.

ogel. Jm Schauspielhause: Der Fremde, An Schauspielhause: Der Liebestrank.

Hierauf: Solotanz. le Cracovienne ausführen.)

zu haben.

; Pr. Cour. ¿ Pr. Cour. Fonds. |ch Acti ch : N| Brief, | Geld. “n N| Brief. | Geld. dto Schauspielhause: St. Sebuld-Sch.*) |[32| 103Z7 1035 | Brl. Pots. Kisenb. | 5 | 124 _ 9 Ae fon e A Pr. Engl. Obl. 30. | 4 1025 | 102 |ao.ao. Prior, Obl | 4 | 103 ais Eee 02 Nas Präm. Sch. der Mgd. Lpz. Euseub. |—| 120 enstag, d Oft, Seehandlung. |— 90; 89% | do. do. Prior. Obl. | 4 102k g Dienstag, 25, Oft, Kur- u. Neumärk. Bel. Aub. Eisenb. |—| 103% 102% Schröck: Die Jâger. Schuldverschr. 34 1017 1017 do. do. Prior. Obl. | 4 | 1023 meh wird hierin d Berl. Stadt-Obl.) |35| 1022| [Düss Elb. Eisenb. |6| 62 Zu diese Dausz. do. in Th. |—| 489 }do. do. Prior. Obl. | 4 9s S Westp. Pfandbr. |[32| 103 1025 F Rhein. Eisenb. |5 81¿ 802 Grossh. Pos. do. A 106 102% do. do. Prior. Obl. | 4 99 _— Ostpr. Pfandbr. “i 2% | Berl.-Frankf. Eis. | 5 | 101 100 c “va 1034 | 1035| —— : Mittwoch, 26, Oft, Kur- u. Neuw. do. /35| 1044 | 1034 |Friedrichsor |—| 135 | 13 | Befehl: Antigone, Schlesische do. |35| 102% N COTO NFQIUMIUB, zen à 6 Th. |—| 107 9% Disconto. 3 4

Königsstädtisches Theater. Zum erskenmale wiederholt:

Akten, von Friedrih Adami.

ntag, 24, Okt. (Italienische Opern-Vorstellung.) La Fa-

29, Oft, Einen Zux will er sich machen.

Verantwortlicher Redacteur Dr. F. W. Zinkeisen.

der Deckerschen Geheimen Ober - Hofbuchdruckerei.

Anzeiger für die Preußischen Staaten.

jjeder binnen anderweiten 6 Tagen auf ihr Vorbrin- poena consessì et conyicti

Dampfschifffahrt zwischen Magdeburg und und zu antworten,

Hamburg. un Poatta recogniti anzuerkennen hat, Jeden Sonntag, Diensta P

so werden alle diejenigen, welche Ansprüche an solche Dokumente und Schriften zu Váben ver melten, diee mit edictaliter citirt, solche in dem auf

den 21, Februar 1843, Morgens 10 Uhr, vor Herzoglichem Kreisgerichte hierselbsi L elften Termine gehörig „anzumelden, widrigenfalls dieselben mit ihren Ansprüchen werden präkludirt und, falls sih Niemand melden sollte, die Dokumente und Schriften als herrenlose Sachen dem Fiskus werden zugesprochen werden. Decretum Braunschweig, den 6. August 1842,

Herzogliches Kreisgericht. W. Bode.

Literarische Anzeigen.

Stuttgart. Bei Buk & Fraenkel ist erschie- nen und in Berlin bei E. S, - d DAU be ei E. S. Mittler (Stech Der niedere Adel und dessen A M Stellung n

D eutschland. 8. Preis geheftet 48 Kr. oder 12 Gr. Diese Schrift behandelt einen Gegenstand, der in neuester Zeit viele Aufmerksamkeit erregt hat. Der nachstehende Fnhalt zeigt, daß in derselben die Ver- hältnisse des Adels in allen Beziehungen beleuchtet ind, und so wird wohl jeder, der an der allgemei- nen Ausbildung Deutscher Zustände Antheil nimmt, auch diese Abhandlung mit Befriedigung lesen. a

Inh i 4. Kap. Von der Brütiimuña des Deutschen Adels in constitutionellen Staaten. 2. Kay. Von den Hindernissen, welche der Bestim- mung des Adels bisher im Wege standen. 3, Kap. Von den Mitteln, um dem Adel die ihm gebührende Stellung zu geben.

So eben erschienen in meinem Verlage in elegan- ter Ausstattung folgende qute belletristiscche Werke, welche durch jede solide Buchhandlung zu

dessen Geschichte be t- eren Ausliefexung ju Lai,

Die Hussiten der

9 Böhmen von 1414 —1424. Historisch - romantisches Gemälde von L E. Herloßsohn. Zweite verbesserte Auflage. 4 Bde. 8. Velinpap. …__ geh. Preis 5 Thlr. Die Rosenberger. Historishe Novelle. Nebst anderen Novellen und Humoresken

von C. Herloßsohn. 8. Velinpap. geh. Preis 12 Thlr. Leipzig, Oktober 1842, Aug. Taubert’s Buchhandlung.

In meinem Verlage sind so eben erschienen und due e Rg A E rtaLdibIgeR - }

ropiusshe Buch- und Kunsthandlun nigl. Bauschule Laden Nr. 12, zu haben : e Dee erste und zweite Lieferung von

Fules Hailhabaud?s

Denkmäler der Baukunst aller Zeiten und Länder. Nach Zeichnun en der vorzüglichsten Künstler, gesto- chen von Lemaitre, Bury, Olivier und Anderen, mit erlduterndem Text von de Gaumont , Champollion Sigeac/ L. Dupeux, Jomard , Kugler, Langlois, A,

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. Vaudayer 2c.

für Deutschland beransgegeben unter der Leitung

Dr. D lanz Kugler,

Professor der Königl. Akademie der Künste in Berlin, 200 Lieferungen in Gr. Quarto. 400 Stahlstiche. Mindestens 100 Bogen Tert.

Preis einer Lieferung , deren monatli zwei erschei- nen, bei U Abnahme des ganzen Werkes

r

Der darüber ausgegebene Prospekt besagt das Hamburg, 15. Septembre 1842, sagt das Nähere.

beziehen sind, zunächst durch die Stuhrsche, Ber- lin, Schloßplay 2, Potödam, am Kanal neben der Post :

J. August Meißner.

Jm Opernhause: Robert der Teufel, Musik von Meyerbeer.

m Opernhause: Zum Benefiz der Mad. (Dlle. Fanny Elfler

r Vorstellung werden die bestellten Billets, so weit solche ausreichen, von heute an im Billet-Büreau des Schauspiel- noch Billets zum Par-

Prinz und Historisches Luskspiel mit

Allgemeine

Preußische Staats-Zeitung.

N 295.

Berlin, Montag den Mo HOftober

1842.

Inhalt.

Amtliche Nachrichten. Hglae rg Pr P Warschau. Parade vor dem Großfürsten Michael. Ernennungen. : Frankreich. Paris. Der Constitutionnel über die Verhand- lungen mit Belgien. Angebliche Wiederaufnahme der kommer- iellen Verhandlungen mit England. Beschluß der Kommission ber den Gummi-Handel. Vermischtes. Briefe aus Paris. (Lamartine und die Opposition. Stand der Emancipations-Frage der Neger-Sklaven.) ?

Großbritanien und Irland. London. Gerücht von Unterhand- lungen mit Akbar Chan zur Beendigung des Krieges in Afghani- stan. Die Times úber die beabsichtigte Handels- Verbindung zwischen Frankreich und Belgien. Prorogation der Kanadischen Legislatur. Vermischtes, Schreiben aus London. (Die ver- urtheilten Ruhestdrer und die Kirchenzucht ; angebliche Uebereinkunft mit Akbar Chan.)

Niederlande. Haag. Generalstaaten. ;

Velgien. Antwerpen. Erhdöhte Schiffs- Abgaben in den Verei- nigten Staaten.

Deutsche Bundesstaaten. Regensburg. Eintrefsen der hohen Herrschaften zum Walhalla - Feste, Schreiben aus Dresden. (Wagner's „Rienzi//.) Frankfurt a. M. Gelder zum Deut- aa Festungsbau, Altona. Neue Dänische Militair-Einrich-

c .

Desterreich. Wien. Die Serbische Deputation. Ankunft des Fürsten Sturdza. Lemberg. Der Kaiser von Rußland an der Gallizischen Le

Italien. Rom. ODiplomatische Verhandlungen mit Rußland.

Spanien. Schreiben aus Santander, (Zur Charakteristik der dortigen Zustände.)

Portugal, Mißlingen der Anleihe. Falschmünzer.

Serbien. Fürst Michael und die Lane Metlécuntá. Der Sie Konsul in Serbien, Der Vetgiftungs - Versuch in

Türkei. Konstantinopel. Rückkehr Sami Pascha?s aus Alexandrien.

Vereinigte Staaten von Nord - Amerika. Webster gegen die Schulden-Repudiation der Staaten. Differenzen mit erxifo. Neu-Granada. Auslieferung der Leiche Bolivar’s. Zurücknahme des JFsthmus - Privilegiums. Präsidentenwahl in Venezuela, Friedens-Unterhandlung zwishen Aequator und Peru.

Peru. Friedens - Traktat mit Bolivien. Ratification desselben von Seiten Boliviens. Parteiungen in Peru,

Eröffnung der Berlin-Frankfurter Eisenbahn.

n

- Amtliche Uachrichten. Kronik des Tages.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Dem Uialitet Justiz Kommissarius, Gutsbesißer Justiz- rath von Hennig auf Demberwolonko in Westpreußen, den Charafter als Geheimen Justizrath f verleihen;

Den bisherigen Hof-Baurath Stúler zum Ober- Baurathe und den bisherigen Hof-Bau- Jnspektor Persius zum Bau- rath, so wie Beide zu Mitgliedern der Ober-Bau-Deputation, zu ernennen; und :

Dem pensionirten Kreis: Steuer - Einnehmer Lahmund zu Namslau den Charakter als Rechnungs-Rath zu verleihen,

Der bei den Gerichts - Aemtern Belgern, Mühlberg und Schildau angestellte Justiz-Kommissarius Warneyer is zugleich zum Notar in dem Bezirke des Königlichen Ober- Landesgerichts zu Naumburg bestellt worden.

Bekanntmachung,

Jn unserer Bekanntmachung vom 10. April d. J., betreffend die Kündigung, Auszahlung und Umschreibung der noch unver- loosten Staats-Schuldscheine zum Belaufe von 98,982,900 Rthlr. Kapital, hatten wir unter Nr. 3 die Bestimmung des Zeitpunkts vorbehalten, mit welchem der Umtausch der konvertirten und resp. mit dem Reductions- Stempel bedruckten Staats-Schuldscheine gegen neue, zu 35 pCt. verzinsliche Verbriefungen beginnen solle, Die Ausfertigung dieser neuen Dokumente ist nunmehr so weit vorgeschritten, daß mit der Ausreichung derselben gegen Zurück- gabe der alten fonvertirten Obligationen vorgegangen werden kann. Demnach werden :

I. Die Jnhaber derjenigen Staats-Schuldscheine, welche die |:

durch unsere gedachte Bekanntmachung geschehene Kündi- gung angenommen haben, deren Betrag sich nur auf

- 6825 Rthlr. beläuft, hiermit aufgefordert, das Kapitäl und

die Zinsen bis zum 1. Januar 1843 \ofort bei S Regierungs - Haupt - Kasse zu erheben, bei welcher sie ihre Erklärung wegen Annahme der Kündigung abgegeben haben.

Il, Der Umtausch sämmtlicher Übrigen noch unverloosten Staats - Schuldscheine, welche nunmehr sie mdgen mit dem Reductions- Stempel versehen seyn oder niht als kfonvertirt anzusehen sind, gegen neue, zu drei und ein halb Prozent verzinsliche Obligationen soll vom 1. November d. F. ab beginnen. /

Die Jnhaber solcher Staats-Schuldscheine werden daher hier- mit aufgefordert, leßtere in einer mit Angabe ihres Standes, Ge- werbes, Wohnortes 1c. von ihnen ju vollziehenden Liske dergestalt zu verzeichnen, daß alle auf den nämlichen Kapital - Betrag lau- tende Apoints unter Einer Abtheilung, einzeln und nach der Zah- len-Ordnung, mit ihren Nummern und Buchstaben auf einander olgen.

E Mit dieser Liste, welche doppelt anzufertigen, und zu welcher gedruckte Formulare sowohl hier in Berlin bei der Kontrolle der Staats-Papiere, wie auch bei jeder Regierunge-Haupt- Kasse, unent- geltlih zu haben sind, sind die Staats- Schuldscheine selbsk, in

derselben Ordnung, in welcher ihre Nummern in der Liste aufein- ander folgen, nah Absonderung der zu denselben gehörenden Zins-

Coupons, von hiesigen Einwohnern an die Kontrolle der Staats- Papiere, von außerhalb Berlin Wohnenden an die nächste Regie- rungs-Haupt- Kasse abzuliefern, worauf so schnell, als der Andrang es gestattet, die Ausreichung der neuen Staats-Schuldscheine mit den Zins-Coupons Ser. IX. erfolgen wird. Um der fúr die Versendung solcher Staats-Schuldscheine an die Regierungs - Haupt - Kassen und zurúck zugestandenen Porto- Freiheit Es zu werden, muß auf der Adresse bei der Ein- sendung die S chnung Ae Ls haler Staats-Schuldscheine zur Um- wandlung bestimmt“,

bei der Rüfsendung die Bezeichnung : i 72, Thaler umgewandelte Staats- Schuld- scheine“

hinzugefügt werden.

Sollten Staats-Schuldscheine, welche in einer der slattgehab- ten 19 Verloosungen gezogen worden, aus Versehen mit dem Re- ductions-Stempel bedruckt worden seyn, so sind die Jnhaber der- selben gehalten, die zu Unrecht bezogene Konvertirungs-Prämie zu- rückzuerstatten. :

Wegen der außer Cours geseßten Staats-Schuldscheine wird auf die Bestimmungen der Allerhöchsten Kabinets-Ordre vom 27. März d. J. (Gesez-Sammlung Nr. 2255) unter Nr. 5 und auf die FF. 1 und 2 des Geseßes vom 16. Juni 1835 (Geses-Samm- lung Nr. 1620) verwiesen.

TIIL, Zur Erleichterung der Staats-Schuldschein-Besiger soll mit dem Umtausche der Obligationen zugleich die Reali- sirung der zu denselben gehdrigen Zins-Coupons, obgleich der leßfe erst am 2, Januar 1843 fällig ist, verbunden werden, ;

Es fönnen zu dem Ende die Coupons den Staats- Schuldschein-Sendungen, mit Angabe ihres summarischen Betrages, jedoch in besondere Umschläge verpackt, beigelegt werden.

TIV, Auch auf diejenigen Staats-Schuldscheine, welche mit dem Reductions:Stempel nicht bedruckt seyn und zum Umtausch nicht eingereicht werden sollten, werden vom 1. Januar k. J. ab, in Gemäßheit der Bestimmung unter Nr. 2 der Aller- höchsten Kabinets-Ordre vom 27, März d. J., nur die auf drei und ein halb Prozent reduzirten Zinsen gezahlt werden.

V, Schließlich bemerken wir, daß weder wir, noch die Kontrolle der Staats-Papiere uns auf schriftliche Korrespondenz in dieser Angelegenheit einlassen können, und daß, wenn, wider Vermuthen, Auswärtige den Umtausch ihrer Staats- Schuldscheine bei der Kontrolle der Staats-Papiere unmit- telbar sollten bewirken wöllen, sie sich bei dem zu erwar-

tenden großen Andrange einen mehrtägigen Aufenthalt würden gefallen lassen müssen. Berlin, den 4. Oktober 1842, Haupt-Verwaltung der Staats-Schulden, Rother. von Berger, Natan.

Abgereist: Der Pair von Frankreih, Besson, Halle,

nach

Zeitungs -Uachrichten.

Ausland.

Rußland und Polen.

Warschau, 19, Okt. Der Großfürst Michael hielt gestern eine Musterung úber die jeßt in Warschau stehenden Truppen aller Waffengattungen ab. Jm Gefolge Sr. Kaiserl. Hoheit be- finden sih der General-Major Tolskoi Rostowzow, die Obersten Swietlowo, Politkowski, Balß und Ogaren, der Garde - Capitain Katenin, der Garde-Stabs:Capitain Siemionow, der Doktor Wil- lie und vom Feldjäger-Corps der Major Jwanow und der Lieu- tenant Popow. i Auf Vorstellung des Fürsten Statthalters is der Wirkliche Geheime Rath, Senator Graf Alexander Walewski, zum Mitglied des Administrations-Raths des Königreichs ernannt tvorden. Auch hat Se. Majestät den Staats -Secretair beim Administrations- Rath, Staatsrath Tymowski, zum Geheimen Rath ernannt,

Frankreich.

Paris, 18. Oft. Der Constitutionnel äußert sich heute über den Belgischen Traktat in folgender Weise: „Die Unter- handlungen über den Entwurf zu einem Zoll-Verein mit Belgien haben das Kabinet in einen wahrhaften Zustand der Krisis ver- seßt. Dieser Entwurf stieß hon, mancherlei Vorurtheile und manches verleßten Jnteresses halber, auf sehr große Hindernisse. Von Seiten Frankreihs mußte man mae und achtungswer- then Jndusftrieen ernste Opfer auferlegen. on Seiten Belgiens mußte man die Nation veranlassen, sich einem Theil unse- res Steuer-Syskems zu unterwerfen, und manche National- und Partei- Abneigung überwinden. Von Seiten Europas mußte man erlangen, daß es die Besiknahme der äußer: sen Belgischen Gränze durch unsere Douaniers gestattete. Auch waren finanzielle und juridische Schwierigkeiten zu besiegen : wie sollte die an der Belgischen Gränze erhobene Zoll - Einnahme vertheilt werden ? Welchem Finanz-Minister sollten dié vereinigten Douaniers gehorchen? Wie sollte in leßter Jnstanz über die spe- ziellen Vergehen abgeurtelt werden? Der politische Vortheil, der aus der Handels-Union der beiden Länder zu erwarten war, ver- diente indeß, daß man jener Hindernisse und jener Schwierigkeiten Herr wurde. Es is unbestreitbar, daß die vollständige Abschaf- fung jeder Zoll - Linie Belgien und Frankreich auf eine unauflds- liche Weise mit einander verbunden haben würde. Jn Friedens- zeiten wären die auswärtigen Jnteressen der beiden Länder identisch ge-

wesen; dieselben Handels-Verträge, dieselben Beziehungen zu den

fremden Regierungen. Jn Kriegszeiten würde Alles, was Frank- reich verleßt hâtte, auch Belgien verleßt haben. Belgien wäre zwar neutral geblieben, aber die Zoll-Linie würde in gewisser Hinsicht eine politische Linie geworden seyn. Unser Ministerium hat in sich selbs nicht die nothwendige Stärke, um die Schwierigkeiten , die in der Sache selbst liegen, zu beseitigen; aber seine Verlegenheiten haben sich durch die Spaltung unter den Personen noch vermehrt. Man weiß, daß mehrere Minister sih entschieden gegen den Ent- wurf erhoben haben, Herr Cunin- Gridaine soll von Entlassung gesprochen haben. Herr Martin du Nord soll ausgerufen haben, daß ein solcher Zoll-Verein unmöglich sey. Herr Duchatel soll sih hinter Europa verschanzt haben, furz, es war eine ministerielle Krisis. Dies Alles hat sich gegenwärtig beruhigt, weil der Plan zu einer unumschränktenUnionaufgegeben worden is. Herr Teske hat seine ebenfalls angebotene Entlassung M Ea: wogegen ihm versprochen worden is, daß der abzuschließende Trak- tat einen Vorbehalt zu Gunsten der Eisen-Jndustrie enthalten solle. Herr Cunin:Gridaine spricht nicht mehr von seiner Entlassung, da er ein Zugeständniß fúr die wollenen Zeuge erhalten hat. Per Martin du Nord glaubt eine besondere E R der Koh- len erlangen zu fönnen. Der Marschall Soult freut sich im Jn- nern, und Herr Duchatel beruhigt sich. Diese ganze ministerielle Krisis hat, wie gewöhnlich, zu tausend grundlosen Vermuthungen, zu tausend Erfindungen Anlaß gegeben. Herr Thiers wird nahParis kommen, Herr Thiers is in Paris eingetroffen, Herr Thiers konspirirt mit diesem oder jenem Staatsmann, Herr Thiers seßt ein Ministerium zusammen u, s. w. Es if an allen diesen Nachrichten kein wah- res Wort, Wir wiederholen es, Herr Thiers lebt ruhig in Lille, ohne den geringsten Antheil an jener Bewegung zu nehmen. Was uns betrifft, so wünschen wir die kommerzielle Union zwischen Frankreich und Belgien, aber wir glauben nicht , daß sie ins Le- ben tritt. Einen dloßen Handels-Traktat, der verderblich für uns ist, ohne uns irgend eine Entschädigung zu liefern, werden wir nicht aufhören zu bekämpfen.“ i

Die meisten hiesigen Blätter besprechen heute ein in der Pa- riser Korrespondenz des Londoner Globe erwähntes Gerücht, nach welchem die Unterhandlungen wegen eines Handels - Vertrages zwischen England und Frankreich nächstens neu angeknüpft wer- den sollen. Sie scheinen zwar jenem Gerüchte nicht viel Glaub- würdigfeit beizulegen, sind aber im Allgemeinen mehr für, als ge- gen die Wiederaufnahme der Unterhandlungen. ie Noth der Weinbauer is \o groß geworden, daß sie bei der öffentlichen Presse die wärmste Theilnahme erweckt; und da das leichteske und sicherste Mittel, ihnen zu helfen, ein Vertrag mit England wäre, der von einer bedeutenden Zoll-Herabsezung auf die Französischen Weine und Branntweine begleitet seyn würde, so scheinen selbst diejenigen Pariser Blätter, welche sich seither am feindseligskten gegen Eng- land zeigten, zur Unterstüßung eines auf ein Zugeskänd- niß für ihre weinbauenden Landsleute begründeten WVertra- es geneigt zu seyn, Natürlich verlangen sle aber, daß dies ugeständniß ein erhebliches und umfassendes sey, damit die Masse der Engländer in den Stand geseßzt würde, Französische Weine und Branntweine zu kaufen und zu verbrauchen. Bewillige die Englische Regierung eine solche bedeutende Herabseßung ihrer Ein- fuhr-Zölle auf gedachte Artikel nicht, so sey ein Handels - Vertrag unmöglich ; genehmige sie dieselbe aber, so werde sie dafür von der Französischen Regierung wichtige Zugeständnisse für den Handel und die Fabriken Englands erlangen können. Der Constitu- tionnel seßt hinzu, ein Handels-Vertrag mit England könne nur dann in Frankreich gute Aufnahme finden, wenn bewiesen werde, daß die bedeutendsten inländischen Fabriken dadurch nicht beein- A würden, und daß der Ackerbau erhebliche Vortheile dar- aus ziehe.

Die Senegal-Kommission, die seit dem 22sken v. M. fast tâg- lich im Marine-Ministerium ihre Sibungen hielt, ist endli mit ihren Arbeiten zum Schluß gekommen, Nach langen Debatten hat sich die Kommission mit Stimmen-Einhelligkeit für freie Kon- furrenz im Gummihandel ausgesprochen und ein Reglement für diesen Handel, durch welches allen Mißbräuchen vorgebeugt wer- den soll, entworfen. :

Die Zahl der Angeklagten, welche wegen des Unglücks auf der Paris-Versailler Eisenbahn vor Gericht erscheinen werden, beläuft sich auf 6. Darunter befinden sich von der Dienst-:Verwaltung : der provisorische Direktor, der Chef der unmittelbaren Verwal- tung, der Direktor des Materials, der Ober-Aufseher des Bahn- hofes von Versailles und der dienstthuende Jnspektor, der sich am 8. Mai auf einer der Lokomotiven befand. Die Haupt-Verwal- tung der Eisenbahn ist in der Person ihres provisorischen Direk- tors, als verantwortlih für ihre Untergebenen, vorgeladen worden. Die öffentlichen Verhandlungen werden am 22. November begin- nen. Von Seiten des öffentlichen Ministeriums sind 54 Zeugen und 3 Sachverständige citirt worden.

Die Oberfläche von Paris, wie sie durch die jeßige Zollmauer umschrieben is, beträgt 34,396,800 Quadrat -Metres. Wenn die Hauptskadt die bastionirte Ringmauer zur Gränze haben wird, dann würde, sagt ein hiesiges Blatt, die Oberfläche derselben 267,958,000 Quadrat-Metres (?) betragen.

Die Gazette des Tribunaux zeigt an, daß die Todes- strafe in Algier, zu deren Vollstreckung man sich bisher des Ya- tagans bedient hatte, fortan ebenfalls durch die Guillotine voll- zogen werden solle.

Herr Pageot is vorgestern nah Washington abgegangen, um daselbst Herrn von Bacourt, der durch Krankheit in Europa zu- rückgehalten wird, zu erseßen. :

Herr Scribe is vor einigen Tagen nach Paris zurückgekehrt, und man hat nun die Rollen in der neuesten Oper Meyerbeer's vertheilt. Die Proben werden im künftigen Frühjahr beginnen.

Der Prinz Ludwig Bonaparte hat an die hiesigen Blätter ein Schreiben gerichtet, worin er erklärt, daß er den Verfasser einer in London erschienenen Broschüre über die Ausgabe falscher Eng- lischer Bankbillets gerichtlih belangen werde, da sein Name ver- leumderischer Weise in jene Sache gemischt worden sey-

Börse vom 18, Oktober. Das Geschäft war an der

heutigen Börse etwas lebhafter als seit einigen Tagen, Es wur-