1842 / 316 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

arate:

A

Schneidemühl auf Bromberg unter einander no< näher verbin- Antwerpen, 7. Nov. Ziv. —. Neues Aal. L854 önigli iele. den. In diesem System, welches in seiner Gesammtheit gewiß Hamburg, ÍÎ0. Nor. Bank -Acties 1640, Bugl. Russ, 108}. Sonnta ans de menen) Zum erstenmale: einer Erörterung nicht unwerth war, hatte eine Bahn von Stet: | London, d. nor. Cons. 3% 93. - —: Neue Anl. 174. Pas- s } ; ibe. : ive 4. Sch. 10. 24% Holl. 624. 5% 100. 59 Port. 38 Der Herzog von Olonna. Komische Oper in 3 Akten, von Scribe. tin über Konigs allerdings ihre Bedeutung. Nachdem der Staat Aneg, Sch. 10. 2$7 Holl. 627. 55 100. ort. 385. 3% 221. aber, aus weiser Sparsamkeit, die Erbauung von nur einer Haupt- | Es! Russ. —, Beas. 635. Chili —, Columb, 21. Mex. 33. Pera —. Musik von Auber, Linie wis Dirt Weichs el beschlossen bat, dürfte der Her 5 Paris, 7. Okt. 5% Rente fis cour. 119. 30. 3°, Ronte fn cour. 80.55. m Schauspielhause: Die Vertrauten, Lustspiel in 2 Abth, Verfasser der Erwiederung vielleicht später selbs auf die Ansiche l Petorebut F Tw, Wat'élia 37 i B vis 4024 2 Ab h E Mde Es A E E rg, 4. Nov. - 347. G th., von m, dingeft hrt werden, daß die wahre Richtung dieser einen übrig | pow. à Paris 300 Fl. 78. do. 500 F1. 784. do. 200 F1. 26%. Montag, 14. Nov. Jm Schauspielhause: Torquato Tasso, bleibenden Hauptbahn in die Mitte der früher von ihm für den Wien, 7. Nov. 5% Met. 108. 4% 1004. 32 771. 212 L nämlichen Zwe> projektirten zwei Linien fällt I —. Bank-Actien 1619. Anl. de 1834 141k. de 1639" 110 ——— T d O M OEEINA Nr Def Muedler von Wir glauben 6 rigens hiermit unsererseits, die Erörterung is j i E Sevilla. (Perr Pischek : Figaro, als Gastrolle.) Z über den vergleichungsweisen Werth der rankfurt - Bromberger Im Schauspielhause: La première représentation de : Les und Stettin: Konißter Linien schließen zu müssen, und dúrften nur Berliner Börse. mémoires du diable, vaudeville nouveau en 3 actes, imité du Ea den Fall vielleicht die Erörterung wieder aufne. men, wo der Den 12. November 1842. roman de M. Frédéric Soulié par MNM, Arago et Vermond. <éung von Franffurt über Schneidemühl nach romberg von O Stettin ab die Richtung eben dahin, gleichfalls Über Schneide- , \&} Pr. Cour. Pr. Cour. - 4: múhl, entgegengeseßt würde. T L N Brief. | Geld. s T e | Geld. Königsstädtisches Theater. es ioantoge A Beg E a oder: Die neue Fanchon, nit C008 bas E A Ca At [ St. Schuld-Sch. *) 3; 103 7) 1035 Brel. Pots. Eisenb. 5 125: E au p e mit e ang n  t d : : ; r. Engl. 0b1.30. | 4 10245 | 1013 | ao. do. Prior. Obi. | 4 | 1035 | 102 Montag, 14, Nov. (Jtalienische Opern-Vorstellung.) Zum Die Freg erein. Anhaltistze m enbahn. Ficenbáhn hat S Us der y N Mete ta —| A ema, wiederholt : Beate Opera in 3 Atti. Mücica del E 15 Ger Periin- Anhaltischen Eisenbahn ha Seehandlung. |—| 905 90 | do. do. Prior. ObL. |4| 102% aestro Donizetti. E ais anin: Was: V Farayfak, att i ai 0d, Aub Woerh- T Fs 1045 K Diensta S p e Zum Ce A! N en, 1. Jan. bis ult. Sept. c. 246,7: “3 E -41iDiSpe: ; R YETSCHT. (- 5 ; } $9: do-Frior, Ohl, j¿ i rama în ten, mit freier Benußung des Bulwerschen Ro- ¡ov Maat Old 00, i DLAE: S R S D vetaia ou. 5 Bf 8 [ere on (3/58 | 574 | mans, von Charlotte Birch-Pfeiffer. 278,086 355,114 Kthlr. 18 Sgr. —PT | Westpr. Pfandbr. |33/ 102 |Rheio. Eisenb. |5| 804 | Centner. Ei hme. rrossh. Pos. do. | 4 L o. Prior. _ Frachtgut bis ult. Sept. c... 274,664. 82,847 Riblr, 18 Sgr. 9 Pf. Á pri 7 rit 35 lozz : 4 ie rit e é 99 981 Oeffentliche Aufführun en im Monat Oktober ........ 60,577 417,636 - R. F 2 - Ostpr. Pfandbr. |33 1037 102% } do. do. Prior. Obl. | 4 | 101 1015 g , : 735,201 100,483 Riblr. 26 Sgr. T1 PT | Pomm. do. (35 1034 | 1034 so iu:4 0189/2 | y E _ Sts I ontieGe Abende C8 Me Griestdt Y Y s t j ur- u. Neum. do. (31| 104 s Friedrichsd'or. |—| L: J er Königin, in der Garnisonkir ends 6— r: Geistliche : «Ae s zi 1027 2 T E ER. 7) 19 95 | Musik, ausgeführt von Mietgliedern der Sing: Akademie mi Meteorologishe Beobachtungen. E E #4 | Leitung der Musik: Direktoren Rungenhagen und Grell, mit Be, *) Der Käufer vergütet auf den am 2. Januar 1843 fälligen Coupon { pCt. gleitung L E Sre E ea E Le G ee ge: 1842, Morgens | Nachmittags Abends Nach eiumaliger Äm leitet vom usik: Direktor ieprecht. ie zur Aust rung be: 11. Nov. 6 Ubr. 2 Ubr. 10 Ukr. Beobachtung. Uge L r E stimmten Gesangsstú>e sind : eine Fest-Cantate, von F. Förster und L 35452 Pur (30008 pr [B02 10 r S E S E E E Me t S | C. Rungenhagen, eine Motette von Berner, eine Arie mit Chor aus Inf „1. R? Bi Df ile Dat m E A 1 Brief. | Geld, | Händel's „Samson“, der 111te Psalm von Naumann, der 8te Psalm Thaupunkt .….|— 4,5" R. |— 0,8° R. |— 0/9° R. | Bodeuwärme 6,7° R. ASSTOFTGA > 5 o pcrboooroies e 0E 250 F1 Kurz 1391 von Spohr und ein Schluß- Choral; die Jnstrumental: Stúe: Dunstsättigung | 91 pC«, 78 pci. 93 yc | Ansdünstung 0,013" Rb. do E er, T, B 250 F1 2 Me. 1397 | verschiedene Compositionen für die Orgel, gespielt von den Herren Wetter trübe. beiter. trübe. | Niederschlag O. Hamburg „eee rirr eee 300 Mk. | Kurz 1514 | 1505 | Haupt, Grell und Succo, und eine Phantasie für die Baßposaune, Wil. 2), L SSW. SSW. S8SW. | Würmewechsel 4-3,9® E A SE E E » E TI PEER BT Mk. | 2 Me. ite 1504 | vorgetragen von Herrn Belke, mit Orgel - Begleitung. Einlaß: Wolkenzug - . 4] dw. 2 14° R. ene L LEPREN L[INC R, S MISINAGN 300 Ee L O 6 aus Karten 10 Sgr., Textbücher 25 Sgr. Der Ertrag is ¡um Tagesmittel: 333,21" Par... —0,5° R... 2,1° R... 87 pCt. S8W. 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Bekanntma

Der Steckbrief vom 13. September d. J. ist durch die Verhafiung des Handlungs-Lehrlings , des Bedienten Müller und des LaufburshenS tein-

bach erledigt.

Allgemeiner Anzeiger für die Preußischen Staaten.

Bekanntmachungen.

c<ung.

Berlin, den 10. November 1842. Königl. Kammergerichts - Fnquisitoriat.

Literarische Anzeigen.

r Nachricht. imme dex Wahrheit aus

dem göttlichen Worte

Friedrih Wilhelm's I1L, Königs von Preußen. In einer Auswahl von Gedächtniß- Predigten

au des hochseligen Königs Majestät aus verschiedenen Provinzen des Staates von Romberg. Zwei Theile. wird in der nächsten Woche an die gechrten Sub- skribenten expedirt. Berlin, den 11. November 1842.

Zu Die St

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Thomas Thyrnau. Von der Verfasserin von Godwie- Casile und St. Roche. 3 Bände. 8. 1843. 90

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eige ih hierdurch erge Vodeûde der Bereit

ausgestellt si

Anmeldungen neu hinzutretender 1842— wee von jeßt ab angenommen und r.

der rag 5

ropiusshe Buch- und K 7 P Ron Bauschule a Ns Vos

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roße Dichterwerk derVerfas- t odwie-Cafstle und St. Roche erscheint so eben im Verlage der unterzeichneten und is zu haben in Berlin durch

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Ratier, d'A, Deville, de T. Duplessy, de Mon-|und Verwandtes. Die Has Í : das Deutsche Theater. Die Ce de Boistel, de aeaen de L T P, Swergivirtbs n und die Auswanderung. H 2, geb, r.|der F

ü und geschichtliche Grundlagen. Zur Ortentirung Düokie ri K. u. F., Herrmann, Handbuch L Ser secdendeit dee Fnteressen und* Ansich- und Literaco ! ranzösischen Sprache|ten in der Twisifrage. Diè Mathematik in ihrem

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Vierteliahrs-Schrift 1842, 4tes Heft. In Unterzeichnetem is so eben erschienen und an

so wie an dessen

Das 4te Heft der Deutschen ?- Vierteljahrs- Schrift für 1842. :

is des Fabegangs von 4 Heften 12 B. oder rets des Fahrgangs von eften « 0der

Pre Jabeg Dle, 10 Sgr. nhalt:

b ege der Nationalyoesie, Dichtervereine O Ee Nachfolger Schillers und Acterverfassung die

ebung scherei in Deutschland. Geschichtliches Recht

aturwissenschaften. Das Be- L cinige Zweige der otizen.

t d Tübingen, Oktober 1842. SEMR I M "F G. Cottascher Verlag.

Im Verlage von G. “B. Leopold’s Universitdts-

Buchhandlung in Rosto> is so eben erschienen und

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C O Ein geiitliher Roman Ad lf Fuchs 0 i: 2 Bde. 8. geheftet. reis 1 Thlr. 26% Sgr.

Wenn die bisherigen theologishen Romane zum Nachtheile ihrer Verbreitung zu viel Theologie und zu wenig Roman waren, #o ist es in dem gegenwär- tigen versucht worden, beide Elemente auf eine neue, glü>lichere Weise zu verbinden. Der Verfasser hat deshalb die Form einer Biographie gewählt. Auf diese Weise dürfte es ihm gelingen, ernste Wahrheiten unter einer interessanten Form ins große Publikum zu bringen.

Der Gang des Romans i} mit den Worten der Vorrede kürzlich dieser, Ein Knabe widmet sih dem geistlichen Berufe mit dem Feuer kindlicher Begeiste- rung; der Jüngling wird irre an seinem Berufe, und der Mann,

¡weil nicht alle Blüthenträume reiften“-,

steht im Begriffe, ihn gufzugeben und

¡in Wi en zu flichen//;

doch anders hat es der Himmel rtentasen : er kehrt mit Resignation in sich selbs| zurü> und beginnt wieder an seinen Beruf zu glauben. Alles, was außer diesem in dem Buche gegeben ist, gehdrt theils ur Charakteristik des in demselben auftretenden Hel- en, der nicht blos als Geistlicher, sondern als gar: zer Mensch dasteht , theils guy Charakteristik unsere: Zeit überhaupt in Hinsicht der religidsen , der kirch: lichen und besonders der geistlichen Dinge.

Bei Wilhelm Besser (Behrensir. 44) is er- schienen:

Das evangelishe Bisthum in Jerusalem. Geschichtl. Darlegung mit Urkunden. Fnhalt : 1. Des Königs Gedanke. Il. Die Ausfühs rung. 1[ll. Die Stellung der Deutschen im Bis- thum. IV. Urkunden und Beilagen.

Preis brosch. 15 Sgr.

Bei Carl Heymann in Berlin ist so eben et- schienen und Pk alle guten Buchhandlungett zu

Die Kriegskun st.

Lehrgedicht in 6 Gesängen aus dem Französischen riedrichs des Großen metrish überseßt von A. Springer, gr. 8. eleg. gedru>t und brosch. £ Thlr. Diese Sr. Königl. Hoheit dem Prinzen von Preu- ßen gewidmete Ueberseßung der trefflichen Lehren des großen Meisters wird für Militairs und Freunde der Poesie gleich interessant und willkommen seyn.

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Berlin und die Berliner.

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G E,

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Allgemeine

Preußis<he Skaats- Zeitung.

M 316.

Berlin, Montag det l4e<e November

1842.

FInhalt.

Amtliche Nachrichten. an Me N m s. Die industrielle Versammlung gegen den Belgischen Zoll-Verein. Die angebliche Verminderung der Flotte. Vermischtes. Briefe aus Paris, (Der Prozeß gegen die des Unterschleifes beschuldigten städtischen Beamten. Zuschlag der ersten Section der Eisenvahn nach der Belgischen Gränze.)

Großbritanien und Jrland. London. Hof - Nachrichten. Erklärung zur Rechtfertigung Louis Napoleons. Rückkehr der Truppen aus den Fabrik - Distrikten. Frlands jehige Ruhe. Vermischtes. Schreiben aus London. (Stand der Dinge in China und Ostindien; Nord-Amerikanische Wehen.)

Niederlande. Haag. Generalstaaten. Der Gesandte in Ber- lin zugleich zum Gesandten in Weimar ernannt.

Belgien. Brüssel. Thronrede bet Eröffnung der Kammern. Die Entweichung des Generals Vandersmissen.

Deutsche Bundesstaaten. München. Schreiben aus Dres- den. (Wissenschaftliche Vorlesungen; neues Maß- System.) Leipzig. Die der Bäcker - Fnnung vom König von Schweden geschenkte neue Fahne. Fena. Der Erbgroßherzog und seine

H in, Gemahlin Wien. Rüdlkkehrx des Oesterreichischen Konsuls in

Dosbeneesch,

erbien. i

Spanien. Schreiben aus Madrid. (Coalition der Presse; der Fn- fant; Verurtheilung des Bischofs der Kanarischen Fnseln wegen Preßvergehen.) / /

Portugal. Schreiben aus Paris. (Die Französischen Prinzen; Subscription für die Statue Dom Pedro’s; Wahlkampf.)

Ostindien. Vorläufige Aussebung größerer Operationspläne.

estimmung der Truppen - Abtheilung des Generals England.

Näheres über die Operationen der Generale Pollod und Sale auf dem Marsch nah Kabul. Spaltungen unter decn Afghanen in Kabul. Nachrichten aus Gisni. Ruhe in Sind. Opecrg- tionen gegen die Fnsurgenten von Bundelkund. :

Inland. Berlin. Feier des Geburtsfestes Jhrer Maiestät der Königin in der Elisabethschule. Cirkular - Verfügung des Fi- nanz-Ministeriums, den Handels-Verkehr mit Rußland betreffend. Allerhöchste Kabinets-Ordres in Bezug auf die Ausführung der die Heeres: Ersaß- und Landwehr: Angelegenheiten betreffenden Be- stimmungen. Militairpflichtigkeit der zum Mennonitischen Glau- ben übertretenden Fndividuen.

Amtliche ÜUachrichten. Kronik des Tages.

Verlin, vom 10, November. Nachdem die Arbeiten der vereinigten ständischen AusschÜsse

. am gestrigen Tage beendigt worden waren, versammelten sich die-

selben heute Vormittags nochmals zur Genehmigung des leßten Protokolls und zu dem von Sr, Majestät befohlenen Schlusse ihrer Sißungen.

Es wurde demnach das Königliche Staats-Ministerium durch eine Deputation in die Versammlung eingeführt, und der König- liche Kommissarius für diese Angelegenheit, Minister des Innern, Graf von Arnim, erklärte nach einigen herzlichen Abschieds- worten, welche der Marschall der AusschÚsse, Fürst zu Solms-Lich, erwiederte, die Versammlung im Allerhöchsten Auftrage für ge- schlossen, worauf dieselbe sih mit einem begeisterten Lebehoch für Se. Majestät den König trennte.

Sie begab sich hierauf, von dem Minister des Jnnern 9e: leitet, nah den Gemächern Seiner Majestät, da Allerhö skdieselben die Versammlung vor ihrem Scheiden nochmals empfangen wollten.

Se, Majestät der König erschienen und redeten nah gnädiger Begrüßung der Versammlung dieselbe folgendermaßen an:

Se. Majestät habe, als Sie die Ausschüsse bei ihrer Einbe- rufung empfangen, nicht zu ihnen in der Gesammtheit geredet. Sie hâtten ihnen nur von Jhrem Vertrauen sprechen oder gute Lehren geben können, Beides habe Jhnen nicht angemessen ge- schienen, Mit dem Worte Vertrauen sey heutzutage so voher Mißbrauch getrieben, daß Se. Majestät da am wenigsten davon hâtten reden mögen, wo die Sache, die Anwesenheit der sämmt- lichen Ausschüsse selbst, das beste und größte Zeichen des vollen Königlichen Vertrauens gewesen wäre.

Denselben gute Lehren zu geben, habe Sr. Majestät nun vollends ganz unangemessen B Fecht aber, da ihre Ar- beiten vollendet seyen, hätten Se. Majestät die Verpflichtung, ihnen von Jhrem Dank und von Zhrer Anerkennung zu reden. Hier, wo Se. Majestät Abgeordnete aus allen Provinzen um Sich sähen, sey es Jhrem Herzen Bedürfniß, Sich offen gegen sie aus- zusprechen.- Allerhöchstdieselben hätten mit größter Aufmerksam: keit und Theilnahme, ja, Sie könnten sagen, mit besonderer Vor- liebe seit dem Jahre 1823 die ständischen Angelegenheiten in ihrer Entwickelung beobachtet. Sie hätten die Ausschússe gebildet,

erstlich, um einen Centralpunkt zu schaffen, der nach der bishe: rigen Verfassung nicht möglich gewesen,

zweitens, um das Beste des Landes, dem National: Charakter N ad geräuschlos und nachhaltig zu berathen und zu schaffen. |

Sie e der Ansicht, daß in jeder ständischen Versammlung, es sey ‘ein Kreistag, Kommunal-Landtag oder Provinzial:Landtag, Q CIeIROP oder die vereinigten Ausschüsse, ein doppelter Cha- rakter liege, Uber vor der Versammlung auszusprechen. Die ändischen Versammlungen seyen ersilih die Vertreter eigener wohlerworbe- ner Rechte und der Rechte der Stände, die sie abgeordnet hâtten, Und zweitens Rathgeber der Krone, von einer Unabhängigkeit, wie sie anders nicht gefunden werden könnten, da zu der eigenen Un- p adanglgfele noch das Mandat derer hinzutrete, die sie abgeordnet

Von dieser Wahrheit müsse ein jeder Abgeordneter durchdrun- gen seyn, eben so sehr aber auch von der Wahrheit, daß er kein

Feuer und Flammen.

und es sey Jhnen daher wichtig, Jhre Ansicht hier: |. blik

eprâsentant des Windes der Meinung und der Tages-Lehren mf Bre, großer Genugthuung habe Seine Majestät diesen Sinn in den ständischen Verhandlungen seit deren Beginn erkannt. Ganz vorzüglich habe sich derselbe aber in den zuleßt versammelt gewesenen Landtagen ausgesprochen und Allerhöchstdieselben im hohen Grade erfreut. Seine Majestät beauftragten die Anwesen- den ausdrú>lih, wenn sie heimgekehrt seyn würden und wieder in dem Schoß der Landtage aufträten, die sie entsendet bâtten, ihnen diese Jhre Anerkennung mitzutheilen.

Dies hätte Seine Majeskät ihnen sagen und ihnen zugleich Ihren herzlichen, tiefgefühlten Dank aussprechen wollen, dafür, daß dieser Geisk auch ihre Berathungen geleitet und sie Allerhöchs- ihrem Vertrauen auf so wohlthuende Weise entsprochen hätten.

Hohbeglú>t, im innersten Herzen erwärmt, hatte sich der Kreis der Anwesenden dichter und inniger um Se. Majestät ge- {hlossen. Allerhöchstdieselben geruhten noch, Sich mit den ein- zelnen Mitgliedern huldreichst zu unterhalten, und entließen dem- nächst die Versammlung, welche, durchdrungen von den heißesten SegenswÜünschen für den geliebtesten der Könige, die Räume des Schlosses verließ.

Se, Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Dem ausgeschiedenen Bergrichter , Berggerichts - Rath von Póppinghauß zu Essen, und dem Prediger Ewald zu For- don, im Regierungs-Bezirk Bromberg, den Rothen Adler- Orden vierter Klasse; den evangelischen Schullehrern: JakobSchmidt in Jankendorf, Kreises Chodziesen, und Bruder zu Neuwedel, Kreises Oppeln; so wie dem Feldwebel Jhm des 7ten Jnfan- terie-Regiments, das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen.

Dem Kaufmann Augus Dumont zu Köln ist unter dem 11, November 1842 ein Einführungs-Patent auf einen durch Zeichnung, Modell und Beschreibung nachgewiesenen Sicherheits-Apparat gegen Diebe

ahre, von jenem Tage an gerechnet, und für den Um- onarchie ertheilt worden.

auf vler fang der

Abgereist: Der Fürst von Haßbfeldt, nah Lüben. Der General : Major und 2te Kommandant von Stettin, von der Schleuse, nach Stettin.

Zeitungs-Uachrichten. Ausland.

Frankreich.

Paris, 8. Nov. Die industrielle Versammlung oder, wie sie nach dem Lokale, wo ihre Sizungen stattfinden, genannt wird, die Versammlung Lemardelay, is gestern zum zweitenmale zusam- mengetreten, um úber das von ihrem Büreau entworfene Kollektiv: Schreiben an die Minister zu berathen, Nach einer kurzen Er- drte-ung ward das Schreiben mit einigen Veränderungen ange- nommen und von sämmtlichen Mitgliedern unterzeichnet. Mor- gen wird es den Ministern überreicht werden. Bevor die Ver: sammlung sich trennte, gab sich noch ziemlich allgemein der Wunsch zu erkennen, daß die Kommission am Schlusse ihrer Arbeit die Aufmerksamkeit der Regierung ausdrú>lich auf die Unvollkommen- heit und Koskspieligkeit der inneren Transportwege, so wie auf die speziellen Bedürfnisse jeder einzelnen Sasirie, lenfen möge, damit allmälig die Preise der für die Consumtion bestimmten Produkte herabgeseßt werden könnten.

Die Presse äußert sich úber die legten Maßregeln des See- Ministers in folgender Weise: „Der See-Minisker hat die Zahl der armirten Linienschiffe von 20 auf 8 herabgeseßt. Die ande- ren 12 Linienschiffe sollen in den Kommissions - Zustand verseßt werden. Darüber erheben die Oppositions - Journale großes Ge- schrei, Der Courrier français, der immer vorne an is, wenn es sich darum handelt, eine grobe Albernheit zn begehen, speit Kommissions - Zustand! Welche Schänd- lichkeit! Welche Verachtung des Votums der Kammer, die sich dem Amendement Lacrosse zugesellt hat! Wenn noch von Disponibilität die Rede wäre, aber Kommissions - Zu- stand! Nun muß man aber wissen, daß Kommissions- Zustand und Disponibilitäts - Zustand ganz genau das: selbe zu bedeuten haben. Es sind synonyme Ausdrü>e für eine durchaus identische Lage. Von dem ersten, dem besten Schiffs- jungen würde er das haben erfahren föônnen. Das Votum der Kammer is daher durch die ministerielle Maßregel nicht verleßt worden, denn es war eben der Zwe> des Lacro eschen Amende: ments, das Ministerium zu zwingen, die Schiffe, welche in den Französischen Häfen bleiben würden, nur in den Komniissions-

ustand zu verseßen.“

Gestern begann vor dem hiesigen Assisenhofe der Prozeß der Herren Hourdequin und Konsorten, vormaliger Beamten der Seine- Präfektur, die vor einigen Monaten wegen langjähriger und be- deutender Unterschleife verhaftet worden waren. Dieser Prozeß wird mehrere Sißungen hinwegnehmen, da nicht weniger als 134 Zeugen vorgeladen worden sind. Die Stellung, welche die Ange- flagten früher einnahmen, so wie die Nawen der Personen, welche Bestechungs-Versuche gemacht haben, regt die Neugierde des Pu-

lifums sehr an und veranlaßt einen großen Andrang zu den Sißungen. (Vergl. unten Brief aus Paris.)

Gestern fand die Versteigerung der Arbeiten für die erste Section der Eisenbahn von Paris nach der Belgischen Gränze statt, Es waren sieben Gebote eingegangen, unter denen das Englische Haus Sherwood und Comp. sich als das mindestfor- dernde herausstellte und also die Arbeiten zugeschlagen erhielt. (Vergl. unten Brief aus Paris.)

Der Gesundheitszustand des Herrn Royer Collard soll seinen zahlreichen Freunden zu großer Besorgniß Anlaß geben,

Börse vom 8, November. Zu Anfang der heutigen Börse suchte man die Course zu halten, aber es fanden sich so zahlreiche Verkäufer ein, daß die Französischen Renten um 20 bis 25 Centimes zurü>gingen. Man sprach von einem Unwohlseyn des Königs, welches sich aber als grundlos erwies, da Se. Ma- jestät heute in den Tuilerieen in einem dreistündigen Minister-Conseil prâsidirt hat. :

T7 Paris, 8. Nov. Die gestern begonnenen Verhandlun- gen des Prozesses gegen eine Anzahl von Beamten des Seine- Departements, haben berelés eine Menge höchst sfandalóser That- sachen ans Licht gefördert. Die Verwaltung der Stadt Paris ist, wie es scheint, eine lange Reihe von Jahren hindurch theil: weise in den unredlichsten Händen gewesen, in den Händen von Leuten, denen jedes Mittel zur Ausbeutung ihrer amtlichen Stel: lung gut war, die ihre Macht oder ihren Einfluß auf die empd- rendste Weise zur Befriedigung ihrer Habsucht mißbrauchten. Die Verbrechen, welche jeßt endlich gerichtlih zur Sprache gekommen sind, gehören Úbrigens fast ausschließlich einem einzelnen Zweige der sÄdtischen Verwaltung, dem Weg- und Bau- Amte, an; allein man fann mit großer Wahrscheinlichkeit aus ihrer Natur und aus den Umständen, unter denen sie vorgenommen sind, die Folgerung herleiten, daß die Justiz nicht alle huldigen unter dem Personal der Präfektur - Beamten kennt. Die den Angeklagten zur Last gelegten Vergehungen erschöpfen einen gan- zen Abschnitt des Code penal; sie reichen von der unerlaubten Annahme von Geschenken bis zur Fälschung, von dem Mißbrauche mit Amts-Geheimnissen bis zum Diebstahl. Ein oberer Beamter der Präfektur läßt sih fünf, zehn, ja zwanzig und fünfundzwanzig tausend Franfen für einen einzelnen guten Diensk zahlen, den er in seiner Stellung leisten kann, in den meisten Fäl- len freilich nur mit Aufopferung seiner Amtspflicht, Ein Anderer entwendet die Risse der einzelnen Straßen von Paris, um sie zum zweiten- und drittenmale ausarbeiten und bezahlen zu lassen. Ein dritter vernichtet gegen gute Bezahlung die amtlichen Aktenstücke, bei deren Verschwinden dieser oder jener Privatmann interessirt ist. Eine ganz besondere Art der Operationen bestand darin, daß man Grundstücke, welche in Folge irgend einer neuen Unternehmung der Stadt Paris der Expropriation anheimfallen sollten, vor dem Bekanntwerden des fraglichen Planes wohlfeil auffaufen ließ, um sie mit wucherlichem Gewinn wieder an die Stadt zu verkaufen. Oft wußte man auch den Inhabern von Forderungen an die städtische Kasse durch allerlei künstliche Ver- zögerungen und dur ®unartige Behandlung ihre Ansprüche so zu verleiden, daß sie sih willig finden ließen, dieselben um die Hälfte ihres Werthes an einen Mitschuldigen des prävarizirenden Be- amten zu verkaufen. Der Präsident des Gerichtshofes hob mit gerechter Entrústung aus der- Reihe dieser schäândlichen Handlun- gen einen Fall hervor, in welchem ein unglü>liher Pariser Bür- ger dur das bezeichnete Manöver aus einer leidlichen Lage in tiefes Elend gebracht isl. Die Verschleuderung der städtischen Gelder, die dur jene Kunstgriffe veranlaßt is, mag sich nicht mit völliger Sicherheit auf Zahlen zurú>führen lassen, allein es ist gewiß, daß die Stadt Paris in den leßten fünf Jahren durch ihre pflichtvergessenen Beamten um mehrere Hunderttausende von Franfen geradezu betrogen worden is. Aus der Planfkfammer der Stadt sind binnen dieser Zeit nicht weniger als fünfhundert Risse ver- s{wunden, welche die Stadt, meistens ohne alle Kontrolle ihrer Brauchbarkeit, bezahlt hatte. Ueberhaupt ist das große Unterneh- men eines detaillirten Planes von Paris während dieser Jahre, troß der 900,000 Fr., die es gekostet, so sorglos betrieben worden, daß der größte Theil der zu seinem Behufe gemachten Arbeiten geradezu wieder von vorn angefangen werden muß. Die Justiz selbst giebt sih augenscheinliche Mühe, alle diese Thatsachen der offentlichen Meinung von der Seite zu zelgen, welche geeignet ist, den größten Eindru> zu machen, Bei der eben so gro: ben “als lobenswerthen Rüsichtslosigkeit, mit welcher sie die schimpflichen Geheimnisse der städtischen Verwaltung vor den Augen des Publikums enthüllt, und bei der gerechten Strenge, mit welcher sie gegen die ihr gegenüberstehenden Angeklagten ver- fährt, is es doppelt auffallend, daß feine der Personen, welche sich der Bestechung gegen die Präfektur - Beamten schuldig gemacht haben, in den s{webenden Prozeß mit verwi>elt ist. ie Beste: chung is hier wie in anderen Ländern ein Verbrechen, und wenn dasselbe auch gewöhnlich dem strafenden Arme des Gesetzes leicht entschlüpft, so sollte es doch füglich in einem Falle, wie der gegen: wärtige, wo man seiner wirklich habhaft geworden ist, mit zur Rechenschaft und zur Sühne herbeigezogen werden.

= Paris, 8. Nov. Der Zuschlag der Arbeiten an der im Departement der Seine gelegenen, allerdings nur kurzen Stre>e der Eisenbahn von Paris nach der Belgischen Gränze is gestern erfolgt, Die Unternehmer sind Engländer, die Herren Sherwood und Comp., und haben sich 7 pCt. Rabatt gefallen lassen. Dieses Resultat is insofern von Wichtigkeit, als dadurch die bisher von mancher Seite noch gehegten Zweifel an dem ernstlichen Willen des Ministeriums, zur Ausführung der Eisenbahnen nah dem von den Kammern votirten Plane zu schreiten, beseitigt werden. Auf der anderen Seite darf man, da si sieben ernstliche Angebote bei dem gestrigen Termine vorfanden, nun auch mit Sicherheit hoffen, daß auch für die übrigen Stre>en, nicht blos der Bahn nach der Belgischen Gränze zu, sondern auch für die anderen verschiedenen Bahnlinien, sich Unternehmer finden werden. Es is wahrlich hohe Zeit, daß Frankreich endlih einmal mit dem Baue dieser groß: artigen Communicationslinien ernstlih ans Werk schreite, nachdem man sih Jahre lang in der Presse und in den Kammerp darüber P hat, während in Wirklichkeit nichts geschehen ist. Aueh in dieser Beziehung wirken die traurigen Folgen des Jahres 1840 in finanzieller Beziehung no< nah, Die Regierung sucht allerdings wieder gut zu machen, was versäumt worden is, allein dle vielfachen Hemmnisse, die sie in Ausführung ihrer Absichten findet, und die tausenderlei Rüksichten, welche sie überall zu neh: men hat, machen es erflärlih, wenn sie nur langsam zum Ziele

fortschreiten fann.

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