1842 / 349 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Brenn- und Bauholz is. Die Berge bestehen aus Glimmerschie- fer und Kalf, und im Bolan-Passe kommen (lehtere Steinkoh- len vor,

Etwa auf dem halben Wege zwischen Kandahar und Quettah führt die Straße durch den Kodschuk - Kotul: Paß, der in der Kette der Khodscheh-Amran-Berge liegt, die sih hier in der Rich: tung von SW. nach NO. hinzießen. Der Paß hat eine ábso- lute Höhe von 7500 Fuß *), die Spißen der Amran-Berge steigen zu beiden Seiten noh einige hundert Fuß auf. Das Klima ist sehr angenehm, und nur zwischen den Felsen wird die Hiße drückend, Auf der NW.-Seite der Berge, nah Kandahar zu, sind schöne grúne Wiesen mit vortrefflichen Quellen súÚßen Wassers. Zwischen dem Fuße der Khodscheh-Amran-Berge und Quettah liegen die Thäler Kodshuk und Pischin, deren Boden von Salz: theilen durchdrungen is; doch ist das Thal von Pischin ziemlih fruchtbar und fönnte leicht ergiebiger gemacht werden, da der Bo- den meist gut und Wasser reichlih vorhanden ist. Bâume fehlen gänzlich, Das Klima is s{chôn. Alle hohen Bergspißen in dieser Gegend sind noch im März und April mit Schnee bedeckt. Das Thal enthält zahlreiche Dörfer, die zwischen Gärten und Obsthali- nen versteckt liegen. Es wird von zahlreichen Kanälen und Was- serleitungen durchschnitten, die mittelst Khariz**) versorgt werden.

Der Bolan-:-Paß.

Die Straße von Quettah nah dem Jndus fährt durch den Bolan-Paß, _ sich auf eine Strecke von 10—11 Meilen zwischen 1200 Fuß hohen Bergen hindurchwindet. Die Straße geht be- ständig im Bett eines Flusses und is in ihrer ganzen Länge mit Kieseln, losgerissenen Schiefern und mächtigen Blôken bedeckt. Bei dem Eingange von Quettah her ist er zwischen senkrechten Felswänden nur 30 Fuß, an seinem Ausgange bei Dadur aber etwas Úúber eine halbe Meile breit ; dazwischen kommen aber noch Verengerungen bis auf 150 Fuß vor. Die ersten 6 Meilen ist das Ansteigen am stärksten, im Durchschnitt beträgt es 583 Fuß auf die Meile. Der höchste Punkt hat eine Höhe von 7090 Fuß über dem Meere. Die Felsen bestehen aus Kalkstein,

Der Bolan durchfließt einen Theil des Passes und is so wasserreih, daß er zuweilen nicht passirt werden kann; nach Quet- tah zu wird jedoch das Wasser sparsam und fehlt zuweilen gäânz- lich. Die Kälte ist in diesem Passe beträchtlich; bei Duscht-i-be- Dowlat, einem dden Orte in 6700 Fuß absoluter Höhe, stand das

*) Der Paß wurde durch die Pioniere der Fndus - Armee geeb- net, und doch mußte eine ganze Brigade aufgeboten werden, um die Geschüße hinüber zu schaffen. :

**) Die Khariz, welche in Afghanisian von so hoher Wichtig- keit sind, bestehen aus einer Anzahl Brunnen , die im oberen Theil der Ebene, wo sich Wasser findet, eingesenkt werden, bis sic auf Quel- len stoßen. Diese sind an ihrem Grunde durch unterirdishe Gänge verbunden und sämmtlich zu einem Kanale vereinigt, der in die Tiefe des Thales hinabgelcitet wird und zwar nur mit so viel Gefälle, als zum Fließen ndôthig isi. Da nun die Senkung des Landes viel grd- ßer ifi, so kommt der Kanal natürlich nur allmälig an die allgemeine Dberfläche des Thales. Jn der Entfernung von je 15—20 Schritt werden längs der ganzen Linie Brunnen eingesenkt , durch welche die Erde aus dem Kanale Lag ra und Luft für die Arbeiter ein- gelassen wird; sie werden nie geschlossen , sondern bleiben die ganze Linie entlang offen und dienen zur Bezeichnung des Laufes der un- terirdischen Kanäle, die oft eine Länge von mehreren Meilen haben. Nachdem der Kanal an der Oberfläche erschienen und zum offenen Flusse geworden, wird er oft 20—30 Meilen weit zur Bewässerung des Landes fortgeleitet. Mehrere dieser Khariz, die sich an einem Orte Namens Sir-t-äb (Kopf der Quelle), einige Meilen südlich von Quettah vereinigen, bilden die Quelle des beträchtlichen Shadizy- Lora- Flusses, der von großer Wichtigkeit für das Land und auf diese Weise künstlich gebildet worden ist,

2402

Thermometer am 21. März 41839 auf 1,8° R., und es lag noch viel Schnee, Das Corps des Sir Willoughby Cotton brauchte - Zahre 1839 acht Tage, um durch diesen Bas Madras: ommen, —_ ck,

Meteorologische Beobachtungen.

Abends Nach einmaliger 10 Ube. Beobachtung.

1842. M Nachmittags 14. Dez. | 6 Uur, | 2 Ubr.

Luftdruck .…. . [341,01 Par. |340,69"" Par.|340/53" Par.| Quellwärme 7/1° R, Luftwärme .….. |-+ 92,0 R. |+ 2,9 R. + 1,8° R.|Flesswärme 1,0° R. Thaupunkt .…. |+ 0,8" R. |+ 1,4°R.\+ 1,9° R. | Bodenwärme 3/8° R. Dunstsätlüigung | 90 pCi. 88 pet. 89 pCct. Ausdüustung 0/010 Rb. neblig. neblig. Niederschlag 0/008 Rb.

SW. SW. SW. Würmeweehsel -- 3,0" Lal SW. -+ 0,4° R. Tagesmittel: 340,74" Par... +2,3° R... +1,4° R... 89 pci. sw.

Berliner Börse. Den 15. Dezember 1842.

Pr. Cour. Brief. | Geld.

Pr. Cour.

ctien. 4 Brief. | Geld.

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Fonds.

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1025 1243 102%

1037;] BrI. Pots. Eisenb. 1027} do. do. Prior. Obl. Mgd. Lpz. Eisenb. do. do. Prior. Obl. Berl. Anh. Eisenb. do. do. Prior. Obl. Düss.Elb. Eisenb. do. do. Prior. Obl. Rhein. Eisenb.

St. Schuld-Sch. *) 104 Pr. Engl. Ob1.30. 1027 Präm. Sch. der Seebandlung. 93 _ Kur- u. Neumärk. Schuldverschr. 102 101 { Berl.Stadt-Obl. *) |3§| 102 1013 Dauz. do. in Th. 48 Weestpr. Pfandbr. 1025 102 Grossh. Pos. do. 1055 105 } do. do. Prior. Obl. do. do. —_— 1013 } Berl. Frankf. Eis. Ostpr. Pfandbr. 103 } do. do. Prior. Obl. Pomm. do. 102% 103% Kur- u. Neum. do. |ch 10 in And.Gldm. à 5 Th. |— 1015 Disconto.

Schlesische do. *) Der Käufer vergütet auf den am 2. Januar 1843 fälligen Coupon À pCt.

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Pr. Cour. Thlr. zu 30 Sgr.

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do. 50 L | 2M. | 1394

Hamburg è Kurz 151f do. . | 2 Me. 1503 3 Mé. 6 2413

2 Mit. d 2 Mt. 103%

2 Mit.

2 Met. í 17 8 Tage _— 2 Mét. i 3 Woch. ari

6 243 14

797% 99%

Leipzig in Courant im 14 Thl. Fuss. . 160 Thlr. Fraukfurt a. M. WZ.............. 150 FI1. Petersburg

Auswärtige Börsen. Amsterdam, 11. Dez. Niederl, wirkl, Sch. —. 5% Span. 19. Antwerpen, 10. Dez. Zins]. 45. Neue Anl. 191 6. Hamburg, 13. Dez. Bank-Actien 1640. Engl. Russ. 1084.

Paris, 10. Dez. 53 Rente fn cour. 119. 80. 32 Rente fn cour. 79. 40. Anl. de 1841 —. 5% Neapl. au compt 107.10. 52 Span. Rente 235. Pass. —.

Petersburg, 6. Dez. Lond. 3 Met. 375. Hamb. 34. Paris 400. Poln. à Paris 300 Fl. —. do. 500 Fl. 78%. do. 200 Fl. —.

Wien, 10. Des. 5% Mei. 1095. 47 1007. 32 77. 212 _ 1% —. Bank-Actien 1615. Anl. de 1834 1424. de 1839 1073.

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Königliche Schauspiele.

Freitag, 16. Dez, m Schauspielhause: Monaldeschi, Trauer- spiel in 5 Aften, von Laube.

Sonnabend, 17, Dez. Jm Schauspielhause: Vor hundere Jahren. (Dlle, Joh. Bauerhorst, Philippine, als erster theatrali- scher Versuch.) Hierauf: Die Wiener in Berlin.

Sonntag, 18. Dez. Jm Opernhause: Zum erstenmale: Linda von Ehlmöuil, Oper in 3 Abth. mit Tanz, aus dem Jta- lienischen des G. Rossi von H. Proch. Musik von Donizetti.

Im Schauspielhause: Der Fremde,

Königsstädtisches Theater.

Freitag, 16, Dez. Vorstellung der Kaiserlich Russischen Pan: tomimisten Herren Gebrüder Lehmann, in 3 Abtheilungen. Erste Abtheilung: Zum erstenmale wiederholt : Die schöne Múllerin, Komische Pantomime in 1 Aft, Zweite Abtheilung: Zum ersten- male: Kain und Abel. Historisch- plastisches Gemälde. Dann: Jntermezzo's, ausgeführt durch die Herren Whittoyne und Maurice, Dritte Abtheilung: Der Riesenhahn, oder: Die Geburt Harle-

uin?’s. Pantomime in 2 Akten, mit Verwandlungen. Vorher: ie Wiener in Berlin. Posse mit Gesang in 1 Akt, von K. v. Holtei,

Sonnabend, 17, Dez, (Italienische Opern - Vorstellung.) Il Barbiere di Seviglia.

Oeffentliche vorlesungen.

Jm Vereine für wissenschaftliche Vorträge sollen während der drei ersten Monate des Jahres 1843 wiederum 12 Vorlesungen und ge vom 7. Januar an, Sonnabends um 5 Uhr im Saale der Sing-Akademie gehalten werden.

Jede der, allen Theilnehmern zu Üübersendenden Eintritts- Karten kostet 2 Rthlr. Die Vertheilung derselben unterlag jedoch großen Schwierigkeiten, weil die Zahl der Bewerber viel größer ist, als die Zahl der Pläse.

Die Behauptung der früheren Jnhaber, daß ihnen das nächste Recht darauf zustehe, durfte s0 wenig allgemein anerkannt werden, als die Behauptung der früher Ausgeschlossenen, daß sie nunmehr an die Reihe kommen müßten. Eben so wenig fonnte Stand und Würde oder Zeit der Meldung einen unbedingken Vorzug begründen, oder denen, welche zum erstenmale unentgeltlich Vorle- sungen. Úbernehmen, der Eintritt verweigert werden. Gewiß ist die Vertheilung nach reiflicher Berathung und bestem Wissen und Gewissen vorgenommen worden.

Um ferner, so viel als möglich, erhobenen Beschwerden zu be- gegnen, sind die hinteren Siße in den Logen und auf dem Bal- fone in allmáliger Abstufung erhöht, so daß der Redner besser denn zuvor gesehen werden kann.

Doch steht es jedem der bezeichneten Empfänger frei, Karten für Balkon und Logen dem Boten sogleich zurückzugeben, worauf eine Vertheilung der hierdurch erledigten Pläße an andere Perso- nen eintreten wird.

von Raumer. Lichten stein.

Verantwortlicher Nedacteur Dr. F. W. Zinkeisen, Gedruckt in der Decker schen Geheimen Ober-Hofbuchdruderei,

Allgemeiner Anzeiger für die Preußischen Staaten.

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Allgemeine

Preußische Staats-Zeitung.

Berlin, Sonnabend den [7ten Dezember

N 349. Î 1842.

Inhalt, Wissenschaft bei Konjefkturen stehen blieben, - i i

Amtliche Nachrichten. lassen sah, daher feine besttmatin e L Le va Sell de: Bed auf Erreihuno {ensiv * Association eet R üer Nußland und Polen. St. Petersburg. Widerlegung einer | begründet finden konnte, um so weniger, als Jngenieure und Sach: | der aber dann auch im Áligetivetrien daes Be Belgien gehen, Nachricht in ausländischen Zeitungen. verständige einmüthig erklären, daß die gebrochene Achse und Feder | Erlangung neuer Absa6wege der Produkte dial ia Jol. FRE Frankreich. Paris. Vermischtes, Briefe aus Paris. (Das | von gutem Eisen, gut gearbeitet und noch lange dienftfähig waren; | für odification der Geseßgebung, die d h erd A. UnO Urtheil in dem Prozeß der Versailler Ba) aus Bor- | 2) daß die angebliche Unzureichendheit- des Materials der Bahn | derselben beschränkend entge cie ' zu irf L R CEeA deaux. (Vereine für und wider die Zoll-Union mit Belgien.) nicht nur nicht erwiesen, im Gegentheil dur einen gúnstigen Be- | dem Aufrufe zu ents reden s den de C m U "ern An richt des mit der Aufsicht der Eisenbahnen vom Staate beauftrag- Í lion bat “Ale Wcliba L ten Jngenieurs widerlegt wurde; 3) daß egen das System des ¡„Matthieu Murray“, wie es im Augenblicke der Katastrophe an- gewendet wurde, wissenschaftlih sich keine Anklage begründen lasse und dem „Matthieu Murray“ nicht nachgewiesen werden konnte, daß er eine für schleht gehaltene Maschine sey und also Gefahr bot, auch nicht daß dieselbe allzu r von der Bahn-Verwaltung angestrengt worden sey oder die Grânze des gewöhnlichen Dienstes einer Lokomotive am 8. Mai überschritten oder auch nur erreicht hatte, und daß konstatirt sey, daß der Matthieu Murray“ von einem geschickten und erfahrenen Maschinen - Fabrikanten gebaut wurde, der mehrere andere ganz ähnliche fertigte, ohne daß Klagen darüber sih erhoben, und deren Anwendung noch heute in Franfk- reich und im Auslande gestattet ist; 4) daß über die Art der Anspannung der Maschinen vor die Convois die Gelehrten nicht einig, die angewendete aber lange hon im Gebrauche war, also ai den Angeklagten keine Schuld daraus erwachsen fönne; 5) daß die Der Zoll-Vereins- Tarif für die Jahre 1843 45. ga pen agen in Betreff der angewendeten Schnelligkeit zu wenig bereinstimmend find, als daß das Tribunal daraus einen sicheren Beilage. Schluß über den größeren oder geringeren Grad von Gefahr, welcher (Schluß) dadurch entstand, ziehen fönnte, und daß selbst, wenn solche vorhanden war, nicht hergestellt isk, ob dieser Punkt gerade den Angeschuldig- ten zur Last gelegt werden könnte; und endlich, was die Entsch&- digungse Klagen belangt, 6) das Zuchtpolizeigericht über solche nur dann statuiren fônnte, wenn das öffentliche Ministerium solche zugleich, und nicht die Partie civile allein erhoben hat, welches leßtere aber befanntlich der Fall war. Deshalb ließ sich das Zuchtpolizel- gericht auf diesen Punkt gar nicht ein, wies die Reclamationen

ab und verurtheilte sie noch dazu in alle Kosten.

Soll ich Jhnen nun sagen, wie das Urtheil von der bffent- lichen Meinung im Allgemeinen aufgenommen wurde, so muß ich freilih erflären, nicht günstig. Der Eindruck der furchtbaren Katastrophe ist noch zu lebendig, als daß man nicht erflärlich finden sollte, daß Viele ein etwas strengeres Urtheil als das aus- gesprochene, wenn auch nur als warnendes Beispiel für die Zu- funft, um der Wiederkehr solcher traurigen Fälle vorzubeugen,

bert, und dem maîtrechbóô is de Valangîi ünscht hätten. Inzwischen scheine geor Le vaangin, Gretillae, Richter, die so gut Ius e I nes Deer

den Rothen Adler-Orden vierter i

h N Klasse zu verleihen, vorherrschende Stimmung kannten; ja, zum Theil wahrscheinlich selbsk A theilten, deßungeachtet ihr Urtheil nicht dadurch influenziren ließen Angekommen: Se. Excellenz der General-Lieutenant und | ein für ihren persönlichen Charakter nicht nur, sondern auch für 1e Kommandant von Stettin, von P fuel Il., von Seettin, die Justizpflege Frankreichs Überhaupt eben so ehrenvolles als anerfennenswerthes Zeugniß ihrer vollen Unabhängigkeit zu liegen, Wie der Vertheidiger der Angeklagten, Herr Bethmont in seinem Plaidoyer selbst tief ergriffen und seinen Zu- hôrern ergreifend gesagt hatte, die Katastrophe von 8. Mai scheint einer jener furchtbaren Schläge gewesen zu seyn, die dur ein unglüdck- liches Zusammentreffen ungünstiger Umstände, troß aller menschlichen Vorsicht, manchmal nicht vermieden werden fönnen, und der schwache Mensch, als von höherer Hand geführt, in demüthiger Unterwerfung unter die Rathschlüsse der Vorsehung hinnehmen muß, Auch die Richter scheinen dieser Ueberzeugung beigepflichtet zu haben, um so mehr, als, wenn auch ein gegründeter Vorwurf gegen die Bahn-Verwaltung im Allgemeinen, als Gesammtkörper genommen, als moralische Person, sich geltend machen ließ, es dech immerhin eine mißliche Sache, wo nicht eine schreiende Ungerech- tigkeit, gewesen wäre, einigen Jndividuen, gegen welche keine spezielle Schuld erwiesen werden konnte, die & trafe dafúr aufbürden zu wollen, Man darf auch der Ueberzeugung seyn, daß gewiß feine Bahnverwaltung weder in Frankreich noch auswärts sih finden wird, die gewissenlos genug wäre, aus dem vorliegenden Frei- sprehungs-Urtheile einen Grund oder auch nur einen Schein von Vorwand ableiten zu wollen, um in Besorgung des Bahndienstes Aufmeresaniteis ad a n fes der ¿e nóthigen Vorsicht und

L ehlen zu lassen, und so, wo e i valnebiat geri un ms morgen fn Paris qurlewateete | Wag nf erleben fiG bandelh muullg gewissermaßen mie der

4 , è erske Bür i i

edit, E E a Madrid, Herzog von | der Fall seyn wird, liegt in dem ‘ian, lehtere ls Bibnen Pak 1 efi O Don eboten: selbs, die nur dur erhbhte Ordnung und Aufsicht im Dienste iren Hlear ate L E B i üver Darcelona publi- | das einen Augenblick erschüttert gewesene Vertrauen auf die Eisen- De A LT On U F en, daß sie auf telegraphischem bahnen überhaupt wieder zu gewinnen vermögen, Das Unglück B D bei r An Man M Der General | yom 8. Mai wird aber immerhin als furchtbare und bleibende pra ee Ag A Wg “7 S sich die Ct e Lehre stehen bleiben, und aus der damals so reichlichen Saat des ihre Spiße gestellt hatte, verhaften lassen, und beabsichtige, die- ALSLNE die. ganze: Mesellfhafe doch elne gute Frucht erwachsen, A Bordeaux, 9. Dez. Die Industriellen der sogenannten

E vor u Bie Bgericht zu stellen. err Suizot soll dem Französischen Konsul in Barcelona, XRe union Lemardelay zu Paris, die ei Herrn Lesseps, ein Schreiben zugesandt haben, worin er ihm seine Vertheidiger des Protibitiv-Spsaees S d wva tei t Gegz ner des projektirten Zoll-Vereins mit Belgien, haben sich nun als

vollstke Zufriedenheit mit dem bei den Ereignissen in Barcelona be- förmlicher Verein konstituirt, und diese ihre Konstituirung als

odamteten Wenehmen ausdrüt, tady Cunley gegebenen Reue begonnen, De Englische Gesure-Y Luder (llen Haydels-Kommern Frank eie, auch denen vonden See aft wird außerdem in dieser Saiso Ah neeresse ein dem ihrigen geradezu entgegengeseßtes uns Aterte. G Bei der Gr fin E R VersiatGang rén Oa O Ma cen gur welche LordAlhburton unerledige hre Eranifrage besprachen, n auc) în diesem Jahre wied ttfi x s orderung zahlreiche Bei- ‘li ichti ; ; s eh Is ter, Strie le mad ErbiiLten Ho a Verte e O a Dv A qu bezweifeln getviß aber ist, E R io sey f ip Aufofea Wp Franzd lbe rten-Kammer beginnen, b nstoß nun im den, in den Wein- | Flagge auf den M In ehe di 2 ; au treibenden Departements welche aufs neue die Hoffnun 1agg arquesas-Jnseln erhöht die Verwicklung und Wich- , n g aufEr- | tigkeit dieser Frage. 6 S ; in Sndben der Anficge nen de Brcdtcudes uebt-PollteigerictA | entscpwinden schen, einen Gehenssef herneetner h.n Prund wehr | Zeie die Bewohner der Sandwiths - Inseln 38 gerltner versu, nflage gegen die Verwaltungs-Beamten der Eisen: j N . er Ber- re Frankreichs Zweck wirklih und allein die Koloni \ bahn nah Versailles Üünkes Ufer) wegen d b einigung der Industriellen des Nordens tritt nun eine solche der | hâtt Und allein die Kolonisirung, so srophe vom 8. Mai lautet Co un Horde hren Nata: Weinbauer und Grundbesißer des Südens gegenüber, um das mehre a ae das bessere Klima und den fruchtbaren Boden 2 , legenen Jnseln vorgezogen und nicht so hastig reisprehung aller Beschuldigten Qs Men G I auf 9 nzliche | Gleichgewicht im moralischen Einflusse auf die Entscheidung d rer nördlich gers iz gezog | | . ls lassen | Regi ied g der | Befestigungen aufgeführt. Die Presse erklárt jedoch, daß die ih furz dahin zusamm rthe egierung wieder herzustellen. Die Nothwendigkeit einer - j Zeugen guf eine bestimmte Welse vorges e Pnaenleure, no V samen ae Bu Ns bot f den von einer festgesclossenen Masse Éireen berde Ee ‘vén Dia M A R Ae der A erde pen Mueroy. vor oder nah dem Bruche EDRAT ungrf e Ab Me E E E S lien führenden Straße liegen, Wenn dies wahr ist, so gleicht die i n ch ; A N gte, das Tribunal also, wo selbst die Männer der | meinden des Departements der Gironde eine erelnigung Allee Tas Seis uns E Ae f gat geh avi das A

Großbritanien und Jrland. London. Adresse des Londoner Gemeinde - Raths an Peel. Erfolge der Agitation gegen die Korngeseße. Ueber die Bedeutung der Französischen Occupation der Marquesas-Fnseln. Vermischtes.

Deutsche Bundesstaaten. Stuttgart. Bevdlkerung Württem- bergs. Braunschweig. Stände. Altenburg. Feterliche Verlobung der Prinzessin Marie mit dem Kronprinzen von Han- nover. Büdleburg. Feuersbrunst. Hamburg. Unter- stüßungs-Summe. Schreiben aus Frankfurt a. M. (Die Kassel-Frankfurter Eisenbahn; Kunst-Notiz.)

Schweiz. Luzern. Neue Wahl des Vororts - Präsidirenden. Die Handels-Kommission.

Spanien. Barcelona. Uebergabe von Barcelona und darauf

ezügliche Proclamation des Generals van Halen. Brief aus Paris. TORNI Ar e O L a fänf antinopel. nergishe Vorstellung der fün Mâchte hinsichtlich der Syrischen Frage, 2 Inland. Berlin. Blücher's einhundertjähriger Geburtstag.

der Deputirten- Kammer erlassen hat. Alle Weinbau treibenden Gemeinden sind eingeladen worden, zwei Delegirte aus ihrer Mitte zu wählen und diese zu einer am 22sten d, hier abzuhaltenden Versammlung Aller abzusenden. Jn dieser soll die förmliche Kon- stituirung der Gesellschaft erfolgen. An die sämmtlichen Eigen- thümer von Weinbergen in den südlichen Departements is zugleich die Einladung ergangen, ebenfalls sih dur Delegirte bei dieser allgemeinen Versammlung vertreten zu lassen, so daß zu hoffen steht, daß ein ansehnlicher Theil des Landes seine Jnteressen dabei möglichst vollständig vertreten sehen wird.

i Großbritanien und Arland. ondon, 10, Dez, Vorgestern wurde in der Versammlun des Gemeinde- Raths gehalten, in Aer OUREE schloß, Sir R. Peel in einer Adresse um Entfernung aller Be- shränfkungen des Handels und der Gewerbe und namentlich der- jenigen, welche auf der Einfuhr des Getraides lasten, zu ersuchen. Nach der Morning Chronicle wäre es unzweifelhaft, daß der Verein gegen die Korngeseße den zur nöthigen Steigerung ihrer Wirksamkeit begehrten Fonds von 50,000 Pfd. St. noch bedeutend vor der anberaumten Zeit durch die von allen Seiten einlaufenden Unterzeichnungen zusammenbringen und daß alsdann die Einwirkung seiner Thätigkeit auf das Parlament sich bald fühlbar machen würde, „Der Zweck der Ligue““, sagt das genannte Blatt, „wird erreicht werden, und nach der Art und Weise zu schließen, wie die Pächter diese Frage zu betrachten anfangen, wird die Erledigung derselben dur gänzliche Aufhebung der Gedtraide- Zölle so vollständig stattfinden, daß fúr weitere Bekämpfung und Agitation gar fein Anlaß úbrig bleibt. Wenn aber die Agitation auf diese Art ihr Werk vollbracht und die Aufhebung der Be- s{ränkungen, welche auf der Lebensmittel-Einfuhr lasten, erzwun- gen hat, so dürfte damit das Gute, welches ihr Zweck war, noch keinesweges crs{höôpft seyr, Die ärmeren Klassen werden ihr noch für einen anderen Vortheil auf lange hin dankbar seyn müssen. Wir glauben nämlich, daß die Agitation gegen die Korngeseße sich als die indirekte Quelle vieler wohlthätigen Veränderungen und eines bedeutend besseren Geistes in der Geseßgebung erweisen wird. Diese Agitation ist Feine blos leidenschaftliche Aufregung; sie ist stets, neben ihrer fräftigen Berufung auf die ersken Grundsäße der Gerechtigkeit und Menschlichkeit, in die Einzelnheiten der Frage eingegangen und hat die Bedeutung derselben für verschie- dene und handgreifliche Jnteressen dargethan. Sie war mindestens eben so sehr Belehrung als Aufregung; sie hat durch die dffent- liche Jntelligenz und auf diese gewirkt, Massen von durchaus unwi- derlegbaren Thatsachen sind ans Licht gebracht worden, und die wich- tigsten darunter sind gewiß jene, welche die Lage der gewerbtrei- benden Klassen durch authentische Berichte, durch statistische Ta- bellen flar und wahrhaft herausstellen. Fortan werden daher die Lage der Armen, ihre Arbeit, ihr Lohn, ihre Nahrung und Klei- dung, ihre Wohnungen, ihre Bedúrfnisse und ihre Rechte ein Ge- genstand für die Legislatur seyn, und zwar in weit höherem Mafe, als dies je war und je hâtte werden fönnen, wenn nicht die Agi- tatien gegen die Lan in der Art und Weise, wie sie betric- ben worden, stattgehabt hätte. Ein wichtiger Punkt ist somit für die Humanität gewonnen, und eine indirekte Wohlthat wird er- rungen werden, welche dauernd und unberechenbar ist,“ O Bezug auf die Französische Occupation der Marquesas- Inseln sagt die Morning Chronicle: „Die Presse, ein Französisches ministerielles Blatt, erklärt, daß diese Besißkergreifung im Stillen Ocean der verborgene Zweck der Expedition unter Admiral Dupetit Thouars war, welcher jene Gegenden besuchte und auf dessen Bericht die Beseßung der Inseln beschlossen wurde. Die Gruppe der Marquesas - Eilande bildet das östliche Ende der Polynefischen Cykladien, und sollte der Isthmus von Panama durch stochen werden, so werden sie das erste Land und den ersten Hafen abgeben, den Schiffe im Stillen Meere besuchen werden. Zhr Besiß ist also, zumal fúr eine Nation, welche starken Handel mit den Küsten und Ländern Asiens treibt, von großer Wichtigkeit. Frankreich ist aber das Land, welches den wenigsten Handel dieser Art hat, und der Besiß jener Jnseln is somit für dasselbe min- der vortheilhaft, als für die meisten anderen Länder. Hat Frankreich blos den fommerziellen und menschenfreundlichen Zwoeck der Kolo- nisirung und vielleicht ist dies sein Zweck —, so werden wir uns freuen, seinen Reichthum und Handel dem Stillen Meere zu- fließen zu sehen. Die Zeit aber, wo die Expedition beschlossen wurde, und die Bemerkungen des ministeriellen Blattes lassen uns besorgen, daß diese Niederlassung aus der damals in Paris vor- herrschenden Jdee hervorging, ein Krieg zwischen England und Nord-Amerika sey unvermeidlich, und die Marquesas-Jnseln wür- den eine höchst gelegene Station für Frankreich seyn, wenn es in diesem Kriege als Verbündeter Nord - Amerika?s auftrâte. Wir

Der Zoll - Vereins - Tarif für die Jahre 1843 45,

Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages.

Se. Majestät der Kdnig haben Allergnädigst geruht:

Dem Staats- und Finanz-Minister von Bodelschwingh den Rothen Adler-Orden erster Klasse mit Eichenlaub; dem Prà- sidenten des Staats - Raths in Neuchatel, von Chambrier, den Rothen Adler-Orden erster Klasse mit Eichenland; dem maître- bourgeois en chef de la ville de Neucháâtel, Alphonse Ro-

Zeitungs-Uachrichten. Ausland.

Nußland und Polen.

St. Petersburg, 9. Dez. Die St, Pet. Zeitung ent- hâle einen Artikel zur Widerlegung der E e von Zeit zu Zeit in auswärtigen Blättern wieder auftauchenden Nachrichten von Leuten, die nah ihrer Heimat zurückfkehren und sich bisher als Kriegs-Gefangene in Sibirien befanden, Namenelich bezieht sich dies auch auf einen gewissen Jakob Meyer aus dem Mosel- Departement, von welchem fürzlih die Französischen Zeitungen erzählten, (Wir werden morgen auf diesen Artikel zurúckommen.)

Frankreich.