1909 / 26 p. 11 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

hineinziehen müssen, und das wäre {hon an dem Finanzpunkt ge- scheiteri. Meine Freunde halten deshalb an diesem Komprom!ß fest. Auch bezüglich der Senatspräsidenten und anderer höherer Beamten hatten wir in der ersten Lesung der Kommission weiterzehende An- träge gestellt, wir haben uns aber dann mit dem begnügt, was zu erreichen war, weil sonst die ganze Vorlage am Ende gescheitert wäre.

Abg. Graf von der Groeben (kons.): Nah den Worten meines Norredners kann ih mich kurz fassen. An dem Kompromiß ist wie an einem Kleive herumgearbeitet worden, bei dem viele Hände tätig waren, und allerdings muß man fagen : \höôn is anders. Aber nur so war eine einheitliche Regelung der Besoldungsfrage ¿U erzielen. Wir verkennen speziell niht die Mängel der Besoldung für bie höheren Beamten ; ein großer Teil hat überhaupt nichts erhalten, aber es freut uns do, daß es wenigstens gelungen ist, den Ministerial- direktoren eine Zulage zu verschaffen. Den Wünschen der Ober- lehrer ist oft entgegengehalten worden, daß die Oberlehrer größere Ferien im Fahre als andere Beamten hätten. Es liegt aber im allgemeinen Staatsinteresse, daß die Lehrer der Jugend selbst jugendfrish bleiben, um den so notwendigen Fdealismus in die Siifend hineinzutragen. Troßdem es uns darum ju tun sein muß, tüchtige Beamte zu erhalten, mußten wir manche geplanten Verbesserungea zurüdstellen. Aber gerade in der heutigen Zeit, wo die Industrie viele tüchtige Beamte herausnimmt, freue i mich jedesmal, wenn ein Staatsbeamter es ablehnt, in die Industrie zu gehen, obglei ihm dort bedeutend bessere Bedingungen geboten werden. I freue mi, wenn ih höre, daß ihm der Dienst im Staate als Höchstes gilt. é :

Abg. Dr.Newoldt (freikons.) empfiehlt die Anträge der Komyromiß- parteien und hofft, daß die erzielten erbesserungen das Interesse am Staatsdienst erhöhen werden. : 4

Abg. Shmidt-Warburg (Zentr.): Bedauerlicherweise hat sich auch die Linke unseren Wünschen nah Gleichstellung der Richter mit den Regierungsräten nicht angeschlossen. (Abg. von Pappenheim:

Ft das etne Kompromißrede?) G# ist ja gestern nur gefagt worden, ä rfen, aber reden dürfen wir. Und daß wir keine Anträge stellen dürf iuverstanden bin, so ist damit

wenn ih au ompromiß i do d As e E mih über das Kompromiß freue. Ebenso bedaure ich es, daß auch die Mascinenbauinspektoren bei der Eisenbahn und die Fnspektoren bei der Bauverwaltung keine ünstigeren Bedingungen erreicht haben, troßdem mir bei meinen Feûbeten Bemühungen um diese Beamtenkategorien von allen Seiten des Hauses Sympathie entgrgengebracht worden ift. Ich hoffe, daß die Regierung diesen Beamten aber wenigstens nah der Richtung entgegenkommt, n aae Teil der diätarisch beschäftigten eit auf das Dienstalter anzurechnen. : 9 del, Peltasohn (fr. Vgag.): Die Entstehunasgeschichte des Kompromisfses zeigt, daß uns keine Sguld trifft, wenn für die Richter nit mehr durchgeseßt worden ist. Die gehobenen Stellen für die Regierungsräte hat man nur deshalb geschaffen im Gegensaß zu den ibnen sonst gleihgestellten Richtern, weil bei der geplanten Reorganisation der inneren Verwaltung es doch dahin kommt, daß der Schwerpunkt der Nerwaltung mehr in die Lokalinstanz gelegt wird. Die Kommission wollte nicht erst auf diesen Zeitpunkt warten, weil dann von neuem aus diesem Grunde an der Besoldungsordnung zu rütteln versucht worden wäre; sie hat also Vorsorge für später getroffen. Die Resolution wegen der Kreis- ärzte kann ih nur empfehlen; es ist gerechtfertigt, ihnen einen Teil ihrer praktischen Tätigkeit anzurehnen. ei der Resolution wegen des Beamtenrehts hatten wir in der Kommission einen Zusa beantragt, wonah auch das Vereins- und Versammlungsrecht un die frete Meinungsäußerung der Beamten gesichert wird. Wegen des Kompromisscs haben wir auf diesen Zusay verzichten müssen. Im übrigen empfehlen wir aber au eine Regelung des Beamtenrechts. Abg. Eickhoff (fr. Volksp.): Ih will nur nech einmal kurz auf die Frage des Anfangsgehalts meiner Berufsgenossen, der Oberl?hrer, zurückfommen. Im Namen aller Oberlehrer danke ih der Regierung und dem hohen Hause für die Gleichstellung der Oberlehrer mit den NRichtera und Verwaltungsbeamten, Allerdings hätte ih noch die Erhöhung des Anfangsgehalts gewltilht, aber es war niht mehr zu erreichen. Die Gründe der Oberlehrer dafür sind unwiderlegt ge- blieben. Der Nahwuchs an Philologen ist so ftark geworden, daß immer mehr Seminarien nötig werden. Das ist zwar erfreulid), aber ih befürhte doch, daß das Aa ebor bald die Nachfrage übersleigen wird, und die Verhältnisse aus den 80er und 90er Jahren für die Philologen wiederkehren. Deshalb wird die Gleichstellung der Ober- lehrer auch im Anfangsgehalt nur eine Frage der Zeit sein. Abg. Dr. Keil (nl.) bemerkt, daß es in der Justiz tatsächlih immer shon gehobene Stellen gegeben habe; hier wolle aber die Regierung für die Verwaltung künstlih gehobene Stellen neu schaffen, die noch gar nicht da seien. Die Richter würden #fch zurück- eseut fühlen. Gerade die Scußleute, Gendarmen und die Regierungsbeamten, die der Rechten so nahestehen, würden hier als die Lieblingskinder bevorzugt.

mit schließt die Debatte. E i Ae Rest der Vorlage wird mit der Abänderung

nah dem Antrage der Kompromißparteien, betreffend die

te, angenommen. : L: : N oen o gelangen die Resolutionen der Kompromißparteien

jon zur Annahme. j z 2 u E E die nicht bereits an die Regierung über- wiesen sind, werden S für durch die Beschlu fassung über i i ärt. N ‘Sil i 4 Nächste Sißung: Sonnabend, 11 Uhr. (Anträge Borgmann und Draeger wegen der Haftentlassung des Abg. Liebknecht ; Zustizetat.)

bere des Kaiserlihen Ge- Nr. 4 der „Veröffentlichungen 9“ hat folgenden Inhalt:

sundheits8amts* vom 27, 1909 hat Personalnachrihten. S atcnostand und Sang der Volkskrank- heiten. Zeitweilige Maßregeln geaen ansteckende Krankheiten. LEE Desgl. gegen Pest. Desgl. gegen Cholera. Desgl. gegen Poen. Gesehgebung usw. (Deutshes Reich.) Buchdruckereien X (Preußen, Reg.-Bez. Danzig.) Tterauktionen 2c. (Regt; Wies- baden.) Tollwut. (Bayern.) Werkblatt über gesundes Wohnen. Fleischbeschaustatistik. (Sachsen) Geflügeleinfuhr. Tuberkulose statistik. Häutefleish. (Württemberg.) Schädlihe Tiere. (Mecklenburg - Shwerin.) Fleishbeschaustatistik. (Reuß 7. L.) Keuchhusten. Fleischbeschaustatistik. (Hamburg.) personen. (Oesterreih.) Lebensmittel. (Niederösterreich.) tild- \sammelftellen. (Italien.) Nahtarbeit bei der Bratbereitung. Großbritannien.) Vicheinfuhr. LBritish-Südafrika. Kayfkolonte.) jerseuchen. (Argentinien.) Vieheinfuhr. (Neu-Seeland.) Molkereien. Lierseuhen im Deutschen Reich, 15. Januar. Desgl. im Ausland. Maul- und Klauenseuche in der Schwelz. Zeitweilige Maßregeln gegen Tierseuen. (Großbritannien, Irland, elgien, Argentinien). Verhandlungen von gesetzgebenden Körpet- chasten, Vereinen, Kongressen usw. (Desterreih.) Abwehr von Tier- seuchen. (Frankreich.) Bekämpfung ansteckender Krankheiten. Vermischtes. (Deutsches Reich.) Zur Annabme von Praktikanten €r- _mä@tigte Krankenhäuser, (Preußen.) Sanitätsbericht des Ober- \{lesishen Knappschaftsgvereins, 1905. (Desterreih, Wien.) Be- richt der Impfstoff ewinnungsanstalt, 1893 bis 1906. (Groß- britannien.) CLätigkeit des Staatslaboratoriums, 1907/08. - (Australien.) Sterblichkeit 2c. 1906. _Geschenkliste. Wochen- tabelle über die Sterbefälle in deutshen Orten mit 40 000 und mehr Einwohnern. Desgl. in größeren Städten des Auslandes, Er-- Franfungen in Krankenhäusern deutscher Großstädte. Desgl. in deutshen Stadt- und Landbezirken. Witterung, Beilage: Ge- Mili e Entscheidungen, betr, den Verkehr mit Nahrungsmitteln

Land- und Forstwirtschaft.

Saatenstand und Getretidehandel in Rumänien.

Der Kaiserlihe Generalkonsul in Galaß berihtet unterm 15. d. M.: Die anfangs noch milde Witterung nahm gegen Ende des Monats Dezember v. I. einen streng winterlichen Charakter an. Die Temperatur san? an manchen Punkten unter 200° C, und das heftige Frostwetter würde zweifellos den Saaten gefährliß geworden sein, wenn nit alsbald ausgiebiger S(neefall eingetreten wäre.

Die Getreideaus fuhr ruht seit dem Sghluß der Flußschiffahrt fast gänzli, da au die in Sulina vorhandenen Vorräte ein be- sceidenes Maß nicht übersteigen und die ausländischen Märkte keines- wegs günstig liegen. Der einzige ernste Abnehmer blieb auch im De- zember Italien.

Ueber Sulina seewärls wurden vom 6. bis 31 Dezember 1908

verfrachtet: Weizen ._, 89 072 Tonnen, Roggen « « « «« 44A a N E 97382 jy Gerste a a 1119 L Ae s e 40242 Bohnen: 0s ck 8903

Hirse e hein T2 e

Die Preise sind im allgemeinen wentg verändert :

Cif Continent für 1000 kg

Weijen T. - . . 80/81 kg M 181—182 Wetzen 11. L B E TT 178 NoggenL . . « 74/75 149—150 Noggen II. « « -+ + 71/72 140—142

E Gerste fag. - e D8/59 118—119 Haf : 108—109

. 43/44 119 —120

e As f Mais Galfor z Mais Cinquantino. . « 134—135. S R Frachtmarkt war sehr ruhig. - Es wurden notiert 5/9 ulina. : ie

tee

E rnte der Hauptfrüchte in den Vereinigten Staaten 1908 (Schlußbericht).

Na der nahgeprüften S{lußshäßzung des Ernteberihtsaus\chu}ses im statistishen Bureau des Ackerbaudepartements zu Washington, die si auf die Angaben der Berichterstatter und Agenten des Bureaus sowie auf eraänzende Mitteilungen aus anderen Quellen gründet, erreihte die Ernte der Vereinigten Staaten von Amerika 1908 im Vergleiche mit 1907 in B Hauptfrüchten folgende Mengen und Werte:

nbaufläche Ernte j E auf der vom m arm am Frucht Jahr Acre ganzen 1. Dezember 1000 Acres Bushel 1000 Bushel §

Mais 2. 21908101 788 262 2668651 1616145 1907 99931 25,9 2692320 1 336 901

Winterweizen . 1908 30349 14,4 437 908 410 330 1907 28132 14,6 409 442 361 217

Sommerweizen. 1908 17208 13,2 226 694 206 496 1907 17079 13,2 224 645 193 220

Haser- » 1908 32344 25,0 807 156 381 171 1907 31837 23,7 754 443 334 568

Gerste 1908 6646 25,1 166 756 92 442 1907 6448 283,8 153 597 102 290

Noggen . » - 1908 1948 16,4 31 851 23 455 1907 1926 16,4 31 566 23 068

Buchweizen . « 1908 803 19,8 15 874 12 004 1907 800 17,9 14 290 9 975

Leinsaat -. . - 1908 2 679 9,6 25 805 30 577 1907 2864 9,0 25 851 24713

Neis 16% 6 1908 655 383,4 21 890 17771 1907 627 29,9 18 738 16 081

Kartoffeln . - 1908 3257 85,7 278 985 197 039 1907 3124 95,4 297 942 183 880

Het se 1908 46 486 1,52 70 798 635 423 1907 44 028 1,45 63 677 743 507

s Pfund 1000 Pfund

Tabak 1908 875 8202 718061 74130 1907 820 850,5 698 126 71411.

- Das Dur(hschnittsgewicht eines S heffels stellte ich nach den beim genannten Bureau eingelaufenen Meldungen auf 57,3 Pfund für Sommerweizen, 58,8 Pfund für Winterweizen, 29,8 Pfund für Hafer im Vergleiche mit 56,9 Pfund, 58,9 Pfund und 29,4 Pfund im Vor- jahre. Die Güte des Maises betrug im Durchschnitt 86,9 9/9 der vollen Norm gegenüber 82,8 % im Jahre 1907, (Nah Crop Roporter.)

Gesundheitswesen, Dierkraukheiten und Absperrungs: maßregeln.

Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten.

(Aus den «Veröffentlihungen des Kaiserlihen Gesundheitsamts* Nr. 4 vom 27. Januar 1909.)

Pest. : Deutsh-Ostafrika. In Daressalam ist in der Ein- geborenenstadt am 28. Dezember ein neuer Pestfall gemeldet worden. Von 358 vor dem 3. Dezember bakteriologisch untersuhten Ratten wurden 17 pestkcank befunden.

Türkei. In Bagdad sind vom 4. bis 10. Sanuar 2 Per- sonen an der Pest erkrankt.

Aegypten. Vom 26. Dezember bis 1. Januar sind an der Pest 14 Personen erkrankt (und 8 gestorben), darunter & (3) in Aschmun und 2 (1) in Menuf der Prov. Menufieh, 2 (2) in Kom Hamada der Prov. Behera, je 1 (1) in Assiut und in Mallawi der Prov. Assiut und je 1 in Minieh der Prov. gl. N. und in Tahta der Prov. Girgeh, ferner vom 2, bis 8. Januar 3 (3), darunter 2 (2) in Aschmun, 1 in Tukh und (1) în Tahta, sodann vom 9. bis 15, Januar 3 (1), und zwar 2 (1) in Aschmun, 1 in Tahta.

Die Zahl der vom 1. Januar bis 31. Dezember v. J. in Aegypten festgestellten Pesterkrankungen wird auf 1511, der Todesfälle an Pest

uf 780 E Im Vergleich mit dem Jahre 1907, in welhem 1259 U lle gemeldet maren, ist deren Zahl um 258 oder 20 9/0 gestiege!

British-Ostindien. Vom 6. bis 12. Dezember v. I. sind in ganz Indien 2044 Erkrankungen und 1588 Todesfälle an der Pest zur Anzeige gelangt. Non den Todesfällen kamen 612 auf die Präsidentschaft Bombay (darunter 5 auf die Stadt Bombay und 18 auf Karacht), ferner 313 auf das Punjab- Gebiet, 129 auf die Zentralprovinzen, 116 auf Bengalen, 113 auf den Staat Mysore, 94 auf die Vereinigten Provinzen, 93 auf Burma, 51 auf die Präsidentschaft Madras, 39 auf Zentralindien, 95 auf Rajputana und 12 auf Hyderabad. ;

China, Zufolge einer Mitteilung vom 15, Dezember ist in Schanghai unter den Ratten in der Nähe der Werften Pest fest-

estellt worden. Menscheayest war bisher nur bei einem Chinesen beobachtet, der auf der Fahrt von Schanghai nah Hankau am 30, November in leyterem Orte gestorben war. Maßnahmen zur Rattenvertilgung und zur bakteriologishen Untersuchung der Ratten- fadaver sind alsbald angeordnet.

Cholera,

Rußland, Nach dem amtlichen Ausweise vom 9. Januar sind während der lehten Berichtswoche*®) in ‘der Stadt St, Petersburg

*) Für die] Stadt Sk. Petersburg am 9,, sonst am 7. Januar

endend.

96 Erkrankungen (und 40 Todesfälle), im Gouvernement Toms? 12

6) und im Dongebiet 3 (1), zusammen 111 Erkrankungen (und 47 Todesfälle) an der Cholera angezeigt worden. Für die Vorwo e stellte sich die Gesamtzahl nach amtlichen Ergänzungen auf 218 (94), wovon u, a. 59 (40) auf das Gouvernement Tomsfk, 9 (5) auf das Gouvernement St. Petersburg entfielen.

Seitungsnacriten zufolge find am 9. Januar im Gouvernement Moskau 3 choleraverdätige Eikrankungen mit 1 Todesfall beobachtet- worden, jedoch nit im Kreise We reja, sondern in einem Dorfe des Kreises Swenigorod.

Stratits Settlements. In Singapore sind vom 11. bis 17. Dezember an der Cholera 16 Personen erkrankt und 13 gestorben.

Gelbfieber. Es gelangten zur Anzeige in Bridget own (auf Barbados) am 99. Dezember 2 Erkrankungen (und 2 Todesfälle), in Para vom 22. November bis 12. Dezember 5 (5), ferner vom 6. bis 12. De- zember in den mexikanishen Orten Merida 3 (1), Ivincal 2 (2), Marxcanu 2 (1) und Veracruz 3 (—).

Pocken,. Deutsches Reih. In der Woche vom 17. bis 23, Januar kamen 2 Erkrankungsfälle bei russishen Auswanderern in Bremen

zur Anzeige. Für die Vorwoche ist nahträglich 1 Fall aus Myslowiß (Lands kreis Kattowiß, Reg.-Bez. Oppeln) mitgeteilt worden.

Fleckfieber. Oesterreich. Vom 10. bis 16. Januar in Galizien 51 Er- krankungen. Genicksiarre.

Preußen. In der Woche vom 10. bis 16. Januar sind 16 Er- krankungen (und 7 Todesfälle) angeleig worden in folgenden Regie- rungsbezirken {und Kreisen]: eg.-Bez. Arnsberg 4 (2 {Dort- mund Stadt 1 (1), Herne 1, Hörde 2 (1)]. Auri 1 [Weener], Cöln 1 [Cöln Stadt), Düsseldorf 4 (1), [Düsseldorf Stadt 2 (1), Efsen Stadt, Mülheim a. d. N. Stadt je 1 (1)], Oppeln 4 El P Land 2 (1), Ratibor Stadt 1 (1), s 1; S@leswig 1 (1) [Neumünster], Stettin 1 (1) [Stettin]. #

E —- Verschiedene Krankheiten.

Pocken: Konstantinopel (28. Dezember bis 10. Fanuar) 8, Moskau 5, Odessa 2, St. Petersburg 3 Todesfälle; Odefsa 5, Pa 2, St. Peterzburg, Rotterdam (13. bis 19. Januar) je 1 Gr- rankungen; Varizellen: Budapest 48, New York 204, Wien 153 Erkrankungen; Fleckfieber: Moskau 9 Todesfälle; Odessa 9, St. Petersburg 4 Erkrankungen; Rückfallfieber: St. Petersburg 9 Todesfälle, 83 Erkrankungen; Genickstarre: Edinburg, Glasgow je 1, New York 4, Wien 3 Todesfälle; Nürnberg 1, Gdinburg 2,

ew York 5, Wien 1 Erkrankungen; Milzbrand: Re "Berke Koblenz 1, Düsseldorf 2, Münster 1 Erkrankungen; Influenza: Berlin 8, Braunschweig, Hale je 2, Amsterdam 1, Budapest 3, Kopenhagen 1, London 20, Moskau 15, New York 2, Paris 5, Sk. s 9, Prag 2 Todesfälle; Kopenhagen 118 Erkrankungen.

ehr als ein Zehntel aller Gestorbenen ftarb an Scharlach Q aller deutschen Berichtsorte 1895/1904: 1,04 9/0): in Dortmund, Gelsenkirchen, Hagen, Recklinghausen, Zabrze E wurden gemeldet im Landespoltzeibezirk Berlin 186 SRN Berlin 125), in den Regierungsbezirken Arnsberg 330,

fel 110, Danzig 112, Düsseldorf 138, Magdeburg 102, Oppeln 109, in Hamburg 148, Budapest 104, Edinburg 20, Kopenhagen 60, London (Krankenhäuser) 358, New York 281, Paris 139, St. Petersburg 55, Prag 42, Stotholm 44, Wien 196; desgl. an Masern und Röteln (1895/1904: 1,10 9%): in Buer Ér- krankungen kamen zur Anzeige im Reg-Bez. Posen 258, in Nürnberg 119, Hambura 78, Budapest 47, Kopenhagen 80, New York 369, gat 76, St. Petersburg 41, Wien 441; desgl. an Keuh-

usten in Boxhagen-Rummelsburg, Stegliß, Zabrze Er- krankungen wurden angezeigt in Hamburg 32, Kopenhggen 41, New York 28, ien 23; ferner gelangten Erkrankungen jur Anzeige an Diphtherie und Krupp im Landespolizeibezirk Berlin 156 (Stadt Berlin 97), in den Reg.-Bezirken Arnsberg 142, Düssel- dorf 159, Magdeburg 153, Merseburg 154, in Hamburg 38, Buda- pest 26, Chri|tiania 57, Kopenhagen 24, London (Krankenhäuser) 136, New York 393, Paris 69, Skt. Petersburg 56, Stockholm 44, Wien 106; desgl. an Typhus in London (Krankenhäuser) 21, New York 41, Paris 48, St. Petersburg 41.

China.

Der Kaiserliche Konsul in Tschifu- hat die angeordnete sanitäts- polizeiliche Kontrolle der aus watau, Tientsin und Chingwantao kommenden und den Hafen von Tschifu an- laufenden deutschen Seeschiffe wieder aufgehoben. e A vom 25. Juli und vom 11. Dezember v. I., Nr. 174 un ,

Hamburg, 29. Januar, (W. T. B.) Dem Polizeiberiht zu- folge find an Bord des von Südamerika eingetroffenen Dampfers „Tucuman“* pestverdächtige Ratten gefunden worden; Menschen

nd nicht erkrankt. Das Schiff wurde der Aus3gasung mit dem attentötungsapparat unterworfen und die Weiterlöshung unter den üblichen Vorsichtsmaßregeln gestattet.

Kairo, 29. Januar. (W. T. B.) Eine {were Pockens- epidemie hat mehrere Stadtteile ergriffen. Es find Abwehrmaß- regeln getroffen worden.

Verdingungen im Auslande.

Cie näheren Angaben über Verdingungen, die beim „Reihs- und

taatsanzeiger“ ausliegen, können in den Wothentagen in dessen

Expedition während der Dienststunden von 9 bis 3 Uhr eingesehen werden,

Aegypten.

Die Generakïdirektion der ägyptishen Eisenbahnverwaltung wird demnächst die Lieferung von 300 & Baumwollabfällen für das Jahr 1909 zur öôffentlihen Aues@reibnas bringen. Muster befinden sich beim „Reichsanzeiger“. Näheres wird noch bekannt gegeben werden.

Haudel und Gewerbe,

(Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten"

e„Nathrichten für Handel und Industrie“)

Deutschels Reich.

Zollbehandlung der vor oder bei der Verwiegu ( von Getreide ausgesonderten Unreinigkeiten. Nah & 99, Abs. 5, des Vereinszollgesezes sind Unreinigkeiten und fremde Be- standteile, die der Ware beigemischt sind, bei Ermittlung des Reino gewihts der Regel nah niht in Abzug zu bringen. In einer all- gemeinen Verfügung vom 23. Dezember y. J, hat der preußische Finanzminister hierzu bestimmt, daß bei der EGrmitilung des zoll- pflichtigen Gewichts von Getreide zwar der vor oder bei der Ver- wiegung wegfliegende, an den Wänden und Fußböden haftenbleibende und nicht S Staub aus praktishen Gründen unberücksihtigt zu lassen ist, dagegen der gesammelte Staub sowie alle sonstigen vor oder bei der Vecwiegung ausgesonderten Fremdkörper und Unreinig- keiten, gleihgültig aus welchen Gründen ihre Ausfonderung erfolgt ist, mitverzollt werden müssen. (Zentralblatt der Abgaben-Geseß- gebung und Verwaltung in den Königlich Preußischen Staaten.)

zu A

s