1909 / 35 p. 8 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Grofihaudelspreise vou Getreide an deutscheu und fremdeu Vörseupläten für die Woche vom 1. bis 6, Februar 1909 nebst entspreGenden Angaben für die Vorwo@<e. 1000 kg in Mark.

(Preise für greifbare Ware, soweit nit etwas anderes bemerkt.)

WoFe | Da- 1./6. | gegen Februar| Vor- Berlin, L [ode gen, guter, gesunder, mindestens 712 g das 1 „| 166,67| 167,82 Weizen, , - x 755 g das 1 ,| 215,25 213,75 Hafer, 5 x 450 g das 1 „| 168,08| 168,00 Mannheim. L Roggen, ülzer, rus s er, mittel... .|-172,50| 170,62 Weizen, Pfälzer, russisher, amerik., rumän,, mittel . | 242,65| 240,50 Hafer, ba ser, rusfisder, mittel... | 175,31) 17437 Gerste bad e, élzer, mittel . 6 ¿| 185,62| 185,62 russishe Futter-, mittel 142,50| 142,50 Wien, e Peslex Boden e. o o] 177,72] 176,84 Weinen Fieser 920.240 +0/:0 07.0 0 60 6.0.60 237,52 236,64 JeG ungartWer E 15721 156,34 erie, obald Ee 172,59| 172,57 Aa unge O S «| 131,58] 131,56 Budapest, groggen, ele 169,04] 170,09 Weizen, E ooooooooooo e] 221,89| 222,63 Hafer, Ï eee ooo ao oco o of 151,87| 151/85 erfte, Futter- , ooo o s «o 14418/14301 Mais, E E «a. « «f 120,64] 119,86 Odessa. Roggen, 71 bis 72 kg das W L, 138,39| 138,39 Wekien, Ulka, 75 bis 76 kg das bl, , 167/11] 16668 Riga. Roggen, 71 bis 72 Ed D A ec 128,99| 129,68 S O e G v erem x] 16604] 16362 . Paris. Roggen 135 24| 133,61 Welten | lieferbare Ware des laufenden Monats j 187,30| 18648 Antwerpen,

Ss Millel A E 180,74| 177,87

G s us vis Se Ca S E E Weizen E C E 179,52 176,90

Zta E «f 173,67| 171,62

Ura N * * 167,58] 166,50

Amsterdam.

Asow B e e E e e E T IT I) Et Roggen { S0 clecibuto N S 157,49 Saeiien (esa «s ia es C C L 162,53

amerikanis Wie T i 176,67 Mais ameriläni\her bunt 2 122,96

La Pia as 122,96

London,

engl. wei : 165,13] 165,25

Wehzen { ‘n0l- LHB} (Mark Lane) 1) 16205 159,09

en englis<hes Getreide 157,00| 155,28

Base Mittelpreis aus 196 Marktorten 129,23] 128,50

g (Gazette averages) 155,90| 155,28 Liverpool.

roter Winter- Nr. 2 D. 07 0000 D. S 185,11 180,94

A Ne S1: 186/05 183,05

Ram S Wehen La Plata a E T A605) 186A

Antalier o L E ese é oel |: 418493

U a e n os e T I OR S Hafer, englischer ener E S A mee E N 131,88] 131,75

R A _—— Gerste, Futter- ( amerikanis... .... e E E E S als A ameritan bunt e L O s y {2 Plata, gelber n s e ¿e 1512906!" 12658 Chicago. M E T Ie 10S Ds (A6 2 07A B 1 4 E eeranaare \ Ci T Mais r Mat E S, 105,30} -103,59 Neu York. roter Winter- Nx. 2 d&0 000.00 d 173,43 170,17 Mes «e 21/ 17367 170,94 Weizen | Lieferungsware i S N 163,45| 161,23 Mais L Ma, P ALZI 11686 Buenos Aires. 155,02| 151,45 Ee } Dur<hschniitsware oooooo e { 92,65] 90,8 Á

1) Angaben liegen nit vor.

Bemerkungen.

1 erial Quarter ist für die Weizennotiz an der Londoner Pro- dutienfde 50á Pfund engl. gere<hnet; für die aus den lmiéger an 196 rktorten des Königreichs ermittelten Durhschnittspreife für einheimishes Getreide (Gazette averages) ift 1 Imperial Quarter

= 480, Hafer = 312, Gerste = Pfund engl. angeseßt;

1 Bushel Weizen = 60, 1 Bushel Mais = 56 Pfund engli <,

e englis = 453,6 g; 1 Last Roggen = 2100, Weizen = Mais = 2000 kg.

Bet der Umre nung der Preise in Reichswährung sind die aus den einzelnen Tagesangaben im „Reichsanzeiger“ ermittelten wöchentlichen Durdschnittsweth]elkurse an der Berliner Börse zu Grunde gelegt, und zwar für Wien und Budapest die Kurse auf Wien, ür London und Liverpool die Kurse auf London, für Chicago und

en York die Kurse auf Neu York, für Odessa und Riga die Kurfe

St. Petersburg, für Paris, Antwerpen und Amsterdam die Kurse E diese Pxo, reise E Buenos Aires untex Berücksichtigung der Goldprämie.

Berlin, den 10. Februar 1909.

Kaiserliches Siatistishes Amt. van der Borght.

Deutscher Reichstag. 202. Sißung vom 9. Februar 1909, Nahmittags 2 Uhr. (Bericht von Wolffs Telegraphi)<em Bureau.)

Auf der Tagec ordnung steht die Fortseßung der zweiten Beratung des Entwurfs eines Gesezes, betreffend die Fest- stellung des Neichsha ushaltsetats für das Rech- S E 1909, und zwar: „Etat für das Reichsamt des

nnern“.

Die allgemeine sozialpolitishe Debatte zum ersten Aus- gabetitel „Staatssekretär“ wird wieder aufgenommen.

Eingegangen sind : “Dein Abänderungsantrag von Brockhausen ( kons.), die Resolution Müller-Meiningen auf Erlaß eines Reichstheatergeseßés abzulehnen und statt dessen den Reichskanzler zu ersuchen, Erhebungen anzustellen, welche Mißstände im Theaterwesen auf privatrehtlihem Gebiet bestehen, und geeignetenfalls eine Denkschrift vorzulegen;

2) eine Resolution Behrens-Kölle (Wirtsch. Vag.):

„Den Reichskanzler zu ersuchen, mögli<st no<h in diejer Session eine Denkschrift über die Lage des Eczbergbaues, unter besonderer Berücksichtigung des Eisenerzbergbaues in Siegen - Nassau, und ferner über die Möglichkeit ftaatliher Maßnahmen zum Zwe>ke Liner gedethlieren Entwi>klung der notleidenden Erzbergbaubezirke vorzulegen.“

Abg. Hug (Zentr.) verbreitet s{ ausführlih über die Schiffbar- machung des Oberrheins; seine Ausführungen sind im einzelnen auf der Berichterstattertribüne ni<t zu verstehen. :

Abg. von Brockhausen (dkons.): Der Abg. Pachni>ke sprach gestern den Wunsch aus, es möchte kürzer geredet werden. Ich kann diesem Wunsche mih namens meiner Fraktion nur voll und ganz ans{ließen ; die bisherigen Resultate haben allerdings demfelben nur wenig entspro@en. Im vorigen Jahre haben gerate diejenigen Parteien, welche die geringste Mitgliederzahl Haben, am meisten geredet; wenn das enten, die größte Partei, 45 Spalten geredet hat und die deuts<h- onfervative Partei 28, die Nationalliberalen 32, die Reichspartei 25, so entfallen auf die beiden freisinnigen Parteien zusammen 25, die wirtschaftlihe. Vereinigung 25, die Reformypartei 22, die Polen 10 und die Sozialdemokraten 44x Spalten. Wenn es so weiter geht, werden wir auß diesmal wohl mit der Erledigung des Gehalts des Staats\fekretärs re<t lange zu tun haben. In diejem Jahre haben wir unserseits gar keine Resolution ein- gebraht. Im vorigen Zahre haiten wir die Angelegenheit wegen des Shwiergelderunwefens dur< eine Nesolution vor das Forum des Hauses gezogen; wir halten die Sache für spru$- reif und wünschen dringend, daß etwas geschieht, entweder auf dem Wege eines Spezialgeseßes oder gelegentliß des Gesetzes, betreffend dea unlauteren Wettbewerb. Bezüglich der Gewerbeunfallversicherung bestehen no< Zweifel hinsichtlich der Ver sicherungspflicht gewisser land- wirtshaftliher Genofsenschaftsbetriebe, soweit es ih darum handelt, ob sie hinsihtli< der Fuhrwerke der Speditionsberufsg-nossensaft zuzuzählen sind oder niht. Für tie Arbeiter ist alles mögliche getan, was von Reichs wegen gesehen konnte, ohne daß man si den Dank der Sozialdemokratie verdient hat. Für die Wohnungsfrage ist in den deutschen Großstädten no< sehr wenig geschehen; es herrscht da no< zum Teil geradezu ein Wohnungselend, dem nur abzuhelfen ist dur Eingriffe der Städte und der Privaten. (Der Redner bezieht fi hierbei ausführli<h auf eine fürzlih erschienene Broschüre.) Es würde wohl zwe>mäßiger sein, wenn die Sozialdemokraten fih bemühten, diesem Wohnungselend ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden und hier auf Abhilfe hinzuarbeiten, Hört man vielleiht, daß von dieser Seite auf den Sparsinn der Jugend, der Famikie eingewirkt wird? Nein, das tun die bürgerlichen Klassen. Insbesondere wird durch die Heimsparkassen auf dem Lande durch die Großgrundbesitzer und ihre Frauen die ländliche Jugend zur Sparsamkeit erzogen. Die Heimsparkassen kamen eiwa vor 5 Jahren von Amerika na< Deutschland und haben in allerletzter Zeit große Ausbreitung ge- funden, S au< in dem Wahlkreise, den bier der Abg. Got- hein vertritt. Auf dem Lande herrs<t keine Wohnungsnot; dort sind biele Wohnungen frei, und auf die Wohnung*verhältnisse wird dort die größte Aufmerksamkeit verwendet. Es sind dort Gesellschaften zum Bau von Arbeiterwohnungen im Entstehen begriffen. Mögen doch dafür, daß das auch in den Städten ge\hieht, die Führer der Liberalen und der Sozialdemokraten in den Stadiparlamenten ihre Kräfte ein- seßen. Auch unter den Besißern auf dem Lande überwiegt no< immer der Wunsch, etwas zu sparen. Unser Genossenschaftsleben hat sh immer mehr entwi>elt. Wir lassen es uns angelegen sein, auf dem Lande immer mehr den genossenschaftlihen Gedanken zu vertiefen. Es find Schulen eingerihtet worden zur Ausbildung der Beamten, die die Revisionen vorzunehmen haben. Die bisherigen Bücherrevisoren haben nicht überall gleihmäßiges geleistet, es befinden h hier und da Elemente darunter, die si vielleiht ni<t ganz für diese Tätigkeit eignen. Wie mit der Gründung dieser Schulen hat si< der Reichs- verband der deutschen landwirtschaftlihen Genossenschaften au< mit seinen Statistiken cin großes Verdienst erworben. Sehr erwüns<t wäre es, wenn dieser Zweig der Tätigkeit des Ver- bandes dur eine Reichssubvention no< mehr gefördert würde. Die Genossenschaften haben eine große Bedeutung insofern, als sie eine Personengemetns<aft, die Aktiengesellshaften aber Kapitalsgesell- schaften darfteüen. Jene verdienen deshalb jede Erleichterung, die ibren Bestand gewährleisten. Jh wende mih zu der Resolution Müller - Meiningen, die fih auf das Theaterwesen oder rihtigèr Theaterunwesen bezieht. Daß st< im Konzessions8wesen beim Theater in der leßten Zeit Mißstände gezeigt haben, kann nit geleugnet werden. Vas Berliner Polízeipräsidium hat in dieser Beziehung das Richtige getzoffen. Ueber die Zensur des Berliner Polizeipräsidiums wird nit mehr geklagt, im Gegenteil. Jn Berlin kann man ja manches no< hingehen lassen, was man an einer anderen Bühne scheußlih findet. Ich per)önlih stehe auf dem Standhunkt, daß man ja nicht jedes Theaterstü> zu sehen braucht ; aber es ist auf diesem Gebiete do< Vorsicht geboten. Was die privatre<tlih: Seite betrifft, so sind auh auf dem Gebiete des Konzertwesens Mißstände hervorgetreten, wie sie eigentli< nur in Deutschland mögli sind. Geseßgeberishe Maßnahmen lassen si hier aber no< nicht treffen. Die Sache ist no< nicht reif, so daß es sih empfiehlt, zunä@st Grhebungen zu ver- anstalten, wie es unsere Resolution wünscht. Sollten si wirklich die Mißstände herausstellen, wie man sie beklagt, dann würde aller- dings der Weg der Gesetzgebung zu bereiten sein. C3 müßte fest-

estellt werden, wie es mit der Vorbildung, der Nationalität und der

eligion der Theaterdirektoren steht. Ich glaube, daß der größte Teil der Theaterdirektoren jüdischen Glaubens ist. Ich hatte gehofft, daß ein Mitglied der freisinnigen Partei hierüber gesprochen hätte, ‘z. B. der Abg. Neumann-Hofer, der auf dem Theatergebiet, dem [rift stellerihen Gebiet und auf dem Gebiet der kommunalen Doppelbesteuerung cine Autorität ist. (Zwischenruf.) Ih ver- we<sle den Abg. Neumann-Hofer niht; Dr. Adolf Neumann- ofer ift Abgeordneter und versteht viel von der Kunst.

r hat vor den Wahlen erklärt, daß er, sobald er Reichstagsabgeord- neter werden würde, diese Dovpelbesteuerung werde beseitigen können. Am 23. Januar hat er nun beim Geseß über die Doppelbesteuerung ausgeführt, er hätte gewünsht, daß bet dieser Gelegenheit aug die kommunale Doppelbesteuerung beseitigt würde, was ja an ih nicht {wer sein würde, indessen wolle er hierauf verzichten. Ih hatte er- wartet, daß er beim Etat des Reichéamts des Janern auf die Sache zurüd>fommen und sie weiter vertreten würde, denn ih nehme nicht an, daß er wieder, wie die „Lippishe Landeszeitung“ es aus\prah, keinen Play auf der Rednerliste bekommen hat. Meine Freunde wollten das Gesetz wegen der Doppelbesteuerung bis zum 1. April erledigen, und das wäre au< mögli< gewesen, wenn die Vorlage in eine Kommission verwiesen worden wäre. In der „Lippischen Landeszeitung“ wird uns nun vorgeworfen, daß ih die Absicht gehabt hätte, die Vor- lage in der Kommission zu begraben. Woher wissen S Neumann-Hofer, daß ih eine solche Absicht was in jenem Artikel direkt und zwischen den

ie, Hz ehabt habe ? Sire eilen zu lesen ist, habe

id keinen yarlamentarishen Ausdru>. Wenn wir das Geseh bis“ zum 1. April verabschieden wollten, so könnten wir das mit der

Kommissionsberatung

mindestens ebenso gut tun als ohne Kommission.

möchte wünschen, daß die Parteigegensäße zwischen Stadt und

Land immer mehr zurü>treten mögen,

gefaßt werden im Kampf ge jammens{hluß aller Berufs Vaterlandes ab. Deutschland überall Abg. Dr. Aerzte eingehen. hon gesagt.

voran!

Arning (nl.):

und daß alle Kräfte zusammen- gen die Sozialdemokratie. Von dem Zu- stände hängt das Wohl und Wehe des

Dann wird das Wort zur Wahrheit werden ©

Ih möchte nur auf die Frage der

Der Abg. Bassermann hat das Wesentliche hierüber Ich glaube mit

dem Staatssekretär, daß ein Aerzte-

en für Deutsland nicht dur(führbar ist. Aber ein Gedanke ist

o< nit von der Hand Volkes steht heute unter

immer teurer; Neih und wendungen machen für die & Necht des Staates, von de

zu weisen. Rund die Hälfte des deutschen

p 0e b dem Versicherungszwang; der Kreis wird künftig no< erweitert werden.

ärztliche Praxis bes<ränkt. Dabei werden die Kosten der Vorbildung

Aber gerade deshalb wird - die privat-

Einzelstaaten müssen immer mehr Auf- rztlihen Institute. Daraus erwächst das m Arzt zu verlangen, daß er, der der

staatlichen Beihilfe teilhaftig geworden it, die Pflicht hat, seine

Kraft in den Dienst der All die Zulassung der Aerzte zu in das Geseß aufgenommen

unbedingt den Aerzten gelassen werden.

erl ist teilweise mit eine

gemeinheit zu stellen. Es müßten über der Krankenfürsorge bestimmte Normen

werden. Die Unabhängigkeit muß aber Die jevige Not de Folge des jetzigen Gesetzes. Der Arz

heute auf ein außerordentli niedriges Niveau herabgedrüdt

worden. Bei Erlaß des Gesetzes sind die Aerzte ait genügend be-

rü>sihtigt worden. Zum

dieser Notlage. Jedenfalls werden die K bezahlt. Dabei: ift die Lebenshaltung aud Hannover dauert es ungefähr hundert F höhere Taxe erhält. Vor hundert Jahren

heute 2 hat es zu ermannen und

Á, das ist ungefähr

verweigerung in sich. gegriffene.

hinzugekommen wäre.

der ärztliche Stand lange nit ü : ¡ur Selbsthilfe zu greift Leipziger Verbandes, gedenke ihm au nig ih um so objektiver über ihn und kann Interessen des Aerztestandes hervorragen Das Recht der Koalition {ließt notw& Im Cölner Fall Das Geld, das die

aufbringen, hätte in der Sozialpolitik F die subjektiv arbeitende Kraft der Aer ® und thr soziales

Teil haben die Aerzte selber {huld an jenictte geute e A er Aerzte gestiegen.

hre, Ph L Arzt eine

Whielt der Arzt 24 Gron i dasselbe. A i r S

# N gewinnen Tonnen,

bin nicht Mitglied deb izutreten, aber darum S : r fagen, daß er {ih u ie de Verdienste erworben s dig dasjenige der Arbe cs var der Aerztestand der s Aeitgeber und Arbeitneb ‘ein nicht geholfen, Ga pfinden

Staatssekretär des Jnnern Dr. oon Bethmann Hollwes: Meine Herren! Herr Dr. Arning ist soeben demselben Jrréunt

unterlegen, ‘dem gestern au

< der Herr Abg. D. Naumann verfalles

war. Beide Herren haben gemeint, daß ih meine Aeußerungen eie den Gebrau und Mißbrauch des Koalitionsrets seitens der N

mit Bezug auf die Cölner Verhältnisse getan hätte.

drüd>lih feststellen: I< hab hältnisse sind mir in den De

auf- PVer- sh

F möte e damals ausdrü>lih gesagt: dle tails unbekannt, und daraus ergab

daß die Bemerkungen, die ih gemacht habe, ganz allgemeiner e gewesen sind. (Sehr rihtig! in der Mitte.) Ih haite mi & dings für verpflichtet gehalten, von der Tribüne des Neichstags A eine Warnunz dahin auszusprechen, daß die Koalitionen der Aerzte 1 dem Gebravch der Kampfmittel der gewerbli<en Koalitionen vorsihtis sein möchten. Ich habe hier eine Menge von Material, das i sehr

gern dem Herrn Dr. Arning

zur Verfügung stellen werde, aus dem

fi ergibt, daß ärztlihe Standetvereine ihren -Kollegen ehrengericht-

liche UntersuWung angedroht

in kontraktlihen Verhältnissen den

nit entspre<en würden, bedenklihes Vorgehen.

haben, falls fie in einem einzelnen Fall

Vors&riften der Standesvereine

und das halte ih sür ein außerordentli

Für bedenkli< erachte ih aber au die Aeußerung, die Herr Dr. Arning soeben getan hat, indem er fagte: die Aerzte haben das

Koalitionsrecht, infolgedessen Gebrau maten, wel<e Ko ¿u kommen, also sie Eönn Gebrau magen.

Beruf und er hat

können sie auÿ von all den Mitteln alitionen anwenden, um zu ihrem Ziele“ en au<h von dem Mittel des Streiks

Meine Herren, der ärztliche Beruf ist ein liberaler sehr viel höhere Güter zu wahren, als es bet

denjenigen Berufskreisen der gewerblichen Arbeiter und Angestellten

der Fall ist, welhe Darum sollten si

unter Titel VIT der Gewerbeordnung flehen. die Herren überlegen, von denjenigen Mitteln keinen Gebrau zu

ob es nit besser ‘wäre, machen, welde von den

gewerblihen Koalitionen gebraucht werden. ;

Im übrigen, meine Her Verhältnisse des ärztlichen gesezgebung in \hwieriger dur< die Ausdehnung der werden die Verhältnisse nit

ren, erkenne ih vollkommen an, daß dic Standes dur< unsere Versicheruns2- Weise beeinflußt worden sind; un? Versicherungspflit, die wir vorhaben- leiter werden. Ich habe deshalb, w!€

der Herr Vorredner au angeführt hat, gerade die betreffenden Ab- schnitte der Versiherungsordnung in gemeins{haftliGen Verhandlunge?! mit Aerztevertretern und Kassenbeamten erörtert und freue mi, da es bei diesen Verhandlungen geglüd>t ist, Formen bezüglich der Ein-

ri<tung von Einigungsbehörd

en, von Schiedstehörden zu finden, welche

den Beifall der damals gehörten Aerzte und au hier den Beifall namentlih des Herrn Dr. Muadan neulih gefunden haben.

Meine Herren, da ih g einige Dinge eingehen,

erade das Wort habe, möhte ih auf

welhe uns in den leßten Tagen beschäftigt

haben. Wenn ih da zunächst von den Verhältnissen der reinen und

gemishten Walzwerke

die reinen Walzwerke zur hebung , unserer s{heint mir der W Herrn Abg. Be>er vorges{la; sollte, er in einem Umfange

Eisenzölle eg gangbar zu sein, der in der Resolution des

kurz fpre<he, so ift es selbfiverständlich, tab die sehr beklagenswerten finanziellen Zustände ,

in denen s Zeit befinden, ni<t zu einer Auf- führen können; und ebensowenis

gen wird, weil, wenn er zum Ziele führen angewandt werden müßte, der einer Auf-

hebung der Eisenzölle ziemli nahe käme. Eine gewisse Abhilfe kann ja son gegenwärtig darauf ist zutreffend hingewiesen worden, | glaube, es war der Herr Abg. Graf Kani, der das tat, aus dem

¿ollfreien Veredelungsverkehr vom 5. April 1906 gefunden

na< Maßgabe der Veredelungsordn 0s werden. S verkenne allerdings nit,

daß die praktischen Verhältnisse die Anwendung dieses Veredelungê-

verkehrs in dem erwünschten ri<tig! links und in der Mi

Meine Herren, wenn bedrängten Indufirie nit dies bei ibrer Bedeutung an

Umfang nicht gerade leiht machen. (Schr ite.)

uf dem Wege der Reichsgesezgebung E Z

zu Hilfe gekommen werden kann, fo ml

si< und namentlih bei der Bedeutuns

für die Eigenart der Arbeiterschaft, die dort besäftigt wird, auf jede

sonstige mögliche Weise ges

ehen. Jh bin darüber mit dzm Herr?

preußischen Handelsminister in Verbindung getreten. Wie Ste wv sind wir beide au in Düsseldorf gewesen und haben mit den s teiligten unmittelbar über ihre Verhältnisse gespro<hen und na

Wegen zur Abhilfe gesucht.

(S@luß in der Zweiten Beilage.)