1909 / 49 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Erste Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußishen Staatsanzeiger.

M 49 e Berlin, Freitag, den 26. Februar 190%,

Verichte vou deutschen Fruchtmärkten.

Qualität Am vorigen Außerdem wurden 1909 gering mittel gut Verkaufte | Nerkaufs- tir} M Markttage an E E palte Februar Maiktorte Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner Menge für Dur- na überschläzlicher vert 1 2 ppel- schnitis- Schäßung verkauft Ta niedrigster | höchster | niedrigster | höchster | niedrigster | höster [Doppelzentner SCNENETS preis dem } Doppelzentner q M M M M M (Preis unbekannt) Weizen. 25. L db 0 o R E: LAES En Bz 21,50 21,50 è Z z z D P 4 29 18,10 19,50 19,60 20,50 20,60 21,30 ; : : , « Sirktegau - a 9 oi a0 O 19,80 20,20 20,40 20,80 21,00 21,40 3 Ï z i e Hirschberg |. Sl. « « «ooo 20,10 20,10 e-m 21,10 21,10 s : s E E - 20,80 | 21,00 1840 38 456 20,90 20,90 | 18.2. 40 j « Göttingen e o E =—_ 21,30 21,30 21,70 21,70 s Geldern . 2070 21,90 21,90 22,20 22,20 22,50 80 1770 22,13 21,56 | 18.2. 20 Ns s CEAE 20,70 | 20,70 = = 92,70 | 22,70 210 4 557 21,70 21,70 | 24.2, 5 s Döbeln S ___ 20,00 20,80 21,00 21,30 : Z - ¿ 2 : Í Château-Salins « « « «eo 00° E E 22,00 22,00 = : ; z Z Ï j Nogágen. 9%, 1 Landsberg a. W. «o os 16,50 16,50 s x i i ; ; 0 Kottbus L E Ee E O E 16,25 16,25 16,50 16,50 16,75 16,75 10 165 16,50 16,50 18. 2. , " Wongrowiß «… « «s #0 258 15,10 15,30 15 30 15,49 15,50 15,70 100 1 540 15,40 15,40 18, 2. i a Breslau . E 14 30 15,20 15,30 15,70 15,89 16 40 S i; : ¿ z 2 » Strieaau e o o o A9 15,70 15,90 16,10 16 39 16,50 16,70 z 4 ; ; : : K Hirschberg 1, Sl, S 16,00 16,00 16,40 16,40 : Z Z O. = 15,80 15,80 2 290 36 182 16,80 15,90 | 18,2, 40 Á Boni E _— 17,00 17,00 17.20 17,20 T Sn E 06/50 16,80 1680 | 17,10 17,10 17,40 100 1700 17,00 17,04 | 18,2, F) “O 15,90 | 15,90 | 1690 | 16,90 90 1476 16,40 16/40 | 24,2. / Obel n 15,40 15,80 16,10 16,35 : Z h: i: : e " Château«Salins C0: D 0D « E EA 17,00 Z 17,40 ed: E : # é G é Ï : : Ger ste. 25, | Wongrowt A0 14,60 14,60 14,80 | 14,80 15,00 20 294 14,70 15,70 | 18.2. : é Breslau E L E L E R 14 00 14,30 14,40 14,70 14,80 15,00 i : e u v Cd P10: 0 Q O Braugerste E EEA E 17,00 17,40 17,50 18,00 ¿ S Siri ca p S S 17,00 17,50 18,00 18,50 19,00 20,00 Z Z ; 7 5 L Hirschberg |. S e a A 15 009 15,00 15,50 15,50 16,00 16,00 s : g ¿ E 14,00 15,50 17,50 17,50 1790 28 873 16,13 15,67 18. 2. 39 t Wötiingen „e o 00 oa bar _— 17,20 17,20 18,00 18,00 : ù Ib e Ca O S ei D ISE S 13,30 13,70 13,70 14 00 14,00 14,30 60 840 14,00 14,10 18, 2. 20 ¿ D L = 2 = 20,00 20,50 : 5 : : : ä S Châüteau:-Salins « » «e a ao 00 18,00 19,00 7 g ¿ z 7 / Safer. 9%, ] Landsberg a. W. « « «e oe o _— 16,60 16,60 : s Z : : : s Mob ob h C N s 16.20 16,20 16,50 16,50 17,25 17,25 15 950 16,67 16,67 18,2. : ë Md 14,20 14,60 14,60 14,80 14,80 15,00 20 292 14,60 14,70 18,2. u Beda es o S E eP 14 40 15,20 15,30 15,80 15,90 16,40 : ¿ ; s E F Striegau «e E Sis 15,30 15,50 15,80 16,00 16 30 16,50 Í ; - _| Hirsberg i, Sl. « . «-- —. 16,00 | . 1600 | 1660 | 1660 18 292 16,20 15,73 | 18.2. Z 1 —— 5, iz 7 520 X E R Rel & E E @ PLDELNE E o D P fers R D i , , , 16, s 1 300 S L E E E 15 210 14,00 1400 | 242. S Obe A Ee e 16,00 | 16,60 17,10 17,30 i: a L ' . É Friedland t Mebr a d oro 16,70 16.70 i; 5 7 E f Z Château-Salins . . . « E 16,00 17,00 = es L ; : E ; L

Bemerkungen. Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und dec Nerkaufswert auf volle Mark abgerundet mitgeteilt. i Via liegender Strich (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß dex betreffende Preis nicht orgen ist, is Puult T5 e L Ti E A A “at a gen nerenet.

Berlin, den 26, Februar 1909. Kaiserliches StatistisGes Amt. i: J. A.: Fuhry. Deutscher Reichstag. verfassung mit der preußischen. Der Justizminister hat in | werden und t, d * tsch g | Preußen aber auch noch nachgewiesen, daß das Enteignungs- | bitte Ste, D A ver Belee M ref rig E S0 913. Siyung vom %. Februar 1909, Nahmittags 2 Uhr. Pes ee rif bie E A a gi i ats: E He inte (nl.) : Der Zustand, den der polnische Antrag j j iese Seite der | anjstrebt, t t (Bericht von Wolffs Telegraphi)hez Bureau.) S E E A E e nabme wolite Geseße, welge bie Raliaiondfreibelt, die Freiüaigteit gavmtieren, : : E n Antrag; seine An ü 5 Nachdem eine große Anzahl von Petitionen, die die | aber ein verfassungswtdriger Eingriff in die preußische Verfassung feinen Manie Der Antrag ber Polen ficht aber eiferlbae af Las Petitionskommission für ungeeignet zur Erörterung im Plenum | sein, und dem widerstreben wir aufs allerentihtedenste. Polen | Standpunkt, daß der Rechtszustand nicht ganz klar sei und èreplifi iert erachtet hat, für erledigt erklärt sind, seßt das Haus die erste | und Soziatdemokraten möchten vielleicht ein Gese durWhbringen, | dabei auf die bekannten preußishen Geseße über die Ansiedlun “Vie Lesung des von den Polen eingebrahten Gesehentwurfs, be- angs im Deutschen Reichstage von Preußen nur noch mit dem Aus- | Enteignung und ein zu erwartendes Parzellierungsgesey, Nah f g ruck höchster Mißachtung gesprochen werden darf, und die Leitung | Ansicht stehen diese Gesege mit dem Reichsgese nicht in Widero

treffend die Freiheit des Grundeigentumserwerbs, t i f - j fo f Der Géfehentwurf lautet: Ds Pre E vom 1. März ab auf den Reichstag übergeht. | spruch. Jch verweise auf die Verhandlungen des Vbacorbucientaua j iht auf das ie tatsählichen, wirtshaftspolitishen Verhältnisse in den polnischen | von 1904 und auf die Verhandlungen des Reichstages 1904 Keinem Reichsangehörigen dürfen mit pA s ritt Landesteilen erfordern anderseits unsere volle Aufmerksamkeit. Die | 1905, wo die Rechtsfrage aufs eingehendste ge ert O A und Glaubensbekenntnis, die politische Gesinnung oder die a e E Tätigkeit der polnischen Parzellierungsbanken und Ansiedlungs- | preußishe Regierung und das Reihbjustizamt h b S be E Die Beschränkungen irgend welher Art bei dem Grwerbe 0 f ger gesellschaften soll man nicht kritiklos übersehen. Der preußische Staat | Rechtsfrage genau abgewogen und dargelegt, daß ia Q 8 die Veräußerung von Grundeigentum oder der Errichtung von lic n- | ist dur die großpolnishe Agitation zu dieser Gesepgebung gezwungen | Reichsgeseß niht widersprehen Weiter chend Wi E E stätten auferlegt werden. Alle entgegenstehenden landesgeseßlihen | worden. (Zwischenrufe im Zentrum und bei den Polen.) Durch un- Kreise haben fie aus Rechtsgründen ab Heknt E Si e fuger Bestimmungen werden aufgehoben. i artikulierte Laute widerlegen Sie mich niht. Die großpolnishe | Rehtsgründe sehr wohl. Artikel 3 Bee Reichöver fai eaten also Abg. Graf bon Westarp (dkons.): Der Entwurf spricht nah meiner Agitation hat stets Haß und Abneigung gegen die Deutshen | §§ 903 und 905 B.GB. treffen hier niht zu. Le fe ung und die Ansicht niczt aus, was er eigentlich aussprechen will. Der Zweck des | und gegen ihre Sprache gepredigt. Das geshieht zu dem | betreffen ledigli das Privateigentum. Solche E f agreplen Antrags geht dahin, daß die grundlegenden Bestimmungen der Zwecke, die Gründung eines eigenen, selbständigen polnischen | zutreffende Geseße verwirren nur die Grundlage der D, f auf A preußischen Geseße von 1904 und 1908 aufgehoben werden sollen, | Reiches vorzubereiten. Jh weiß ja, daß die betreffenden Ab- | \pringende Punkt ist Z 1 des Freizügigkeitögesezes Ab E le nah der Meinung der Antragsteller speziell gegen die Polen geordneten hier diesen Gedanken |\tets in Abrede stellen; aber die | wird durch die preußischen Geseße ni A ate er auh er werihtet sind. Jch halte diesen Standpunkt für durchaus unrichtig Verantwortung für diesen Gedanken werden sie damit nit los, sie | 10. August 1904 bezieht sich auf die Mbit it Ag Geseg vom And unzutresfend. Der erste Sal des Antrags enthält die Be- | find auf diesen Gedanken gewählt und {ließen si auf dieser Grund- | lungen. Diese an gewisse Bedingungen L eit von Ansied- Ündung für den zweiten Saß. as die Behauptung betrifft, daß | lage hie zur polnischen Fraktion zusammen. Als der Abg. Switala | zulässig. Eine der verschiedenen Bedin Ungs nüpfen, ist unbedingt b uben mit Rücksiht auf das Glaubensbekenntnis Beschränkungen | im preußischen Abgeordnetenhause in dieser Rihtung eine keterishe | wonah die Ansiedlung zu versagen ist “ena: e die 10 u s Len, dlüglich des Grundeigentums auferlegt werd:n, so denkt in Preußen Bemerkung machte, isl ihm das in der Presse ‘der Polen sehr | siedlungsgeseßes von 1886 zu gefährden Brat Di Zwecke des An- stän Mens daran. Das hat Graf von Prashma ausdrücktlich be- | verdaht und er arf zurechtgewiesen worden. Die Maßregeln, gegen | richtet ih nit nur gegen Polen, sondern au ( ieje Bestimmung Ul tigt, Die Polen wollen ja stets bei threr Agitation die Bevölkerung | die hier angekämpst wird, bedauern wir ficher; einzelne Härten und | die Gefahr besteht, daß dur ihre Anfiedlur gegen Deutsche, wenu dezben maden polnish und katholis sei dasselbe; das führt aber nur | geradezu Grausamkeiten mögen vorgekommen sein. Aber die Ver- | Ansiedlungsgesetzes "vurk iat tbei, U A B estrebungen des wi, falsche Auffassungen in der Bevölkerung zu verbreiten. Gewiß haben | antwortung tragen die Polen; mögen sie sih losfagen von dieser | Parzellierungsgeseßes in Preußen wiffs \ « Dee s Roi polnische, evagactisde und katholische Deutsche dort, aber die | Agitation hier und draußen in den Wahlversammlungen und in ihrer | können also darüber nit urteilen Beschw: En noch gar nihts, wir E tation ist sländig darauf gerichtet, diese Tatsachen zu verwischen. | Presse, dann haben sie ein Recht zu ihren Klagen, vorher aber nicht. | bei Anwendung der preußischen Gese e 5 en über etwaige Härten Natio nah deutschem Staatsrecht nicht den Begriff der polnischen | Schr bedauerlich tit die s der drei freisinnigen Parteien, | sondern ins preußische Abgeordnet p S a Der ae iu dex Veichóks dene onalitäf, von dem hier ausgegangen wird; die Polen {ind | daß sie für den Antrag sind. Ih hatte geglaubt, daß der veredelnde | aber polit geordnetenhaus. Der Kern des Antrages i eut h r politisher Natur. Seine Tend t hahe Be Reichsangehörige und gehören hun dent etionalität sie Verkehr im Block L pre zur Is Erkenntnis der nationalen | Polenpolitik. Gr will die Geseve L Eee gegen ie preuyisGe ni4t das Necht, von einer poluisn alität zu | Bedürfnisse geführt haben würde. Was das Auéland über unsere | ihre Kusführung beseitigen. Das wollen wir aber nit, dén Ba Lalten

E [prechen 1 i regen, ebensowenig steht etwas davon in den betreffenden | Politik denkt, darf für uns niht bestimmend sein, sondern nur | die ü :

] wit den Gesehen ° Daß diese leyteren dem deutschen Reichsreht | unser eigenes nationales Interesse; das Ausland geht uns ab ien, baß ‘die ‘Preußtsche BRegie preußishe Ostmarkenpolitik einctMpreen, ist elne völlig haltlose Behavptung, für de | da mit beste Beispiel voran, Die konserbativen Fraktionen | deutschen Nation tüelbewußt fortsühre. Deskald bitten Ln ele gder dafür “eweis erbracht ist. Der Artikel 3 der Reichsverfassung, der | in den beiden Häusern des Landtags haben ihre {weren | trag abzulehnen lhre. Deshalb bitten wir, den An-

angeführt wird, sagt nur folgendes : Der preußishe Staats- | Bedenken im nationalen Interesse zurückgestellt; sie erklärten, der Aba. De, Bobue (wirt. Vag.):

Angehöri g.

dex p 0e soll in Bayern - nicht anders behandelt werden als | preußishe Staat lasse si nicht nehmea, was er in s{w Ih glaube, daß dieser ‘ebenso Petilche in Preußen; M e ift geltendes Ret, das | Kämpfen erworben hat; au die Deutschen in der Dftmark Krehjen Pei S Polnischen Den Teil at Ua Sée weten gilt. Gr die preußischen - Staatsangehörigen polnischer Zunge | sollten wissen, daß die Konservätiven hinter ihnen tehen. | vorhanden ist ¡u beseitigen, Es e eibe 20 ersi Sbgconesen ä verfassung d Prashma meinte am vorigen Freitag, daß e E Die deutsche Bevölkerung im Often steht auf einem vorgeschobenen | Abg. Switala geridtet Werben \ L niht nur Angriffe gegen den i Îpree, ra Grundsaß der Unverleylichkeit des Gigentum aus- | Posten. Sie kann ihrer cfessione nur gerecht werden, wenn sie einig | der polnishen Fraktion im dgen R h den Vorfißenden

as stimmt nit; er verwecselt dabei die Reichs- * ist, wenn vor allem konfessionelle Gegensäße nit hineingetragen | Altenteil versegen wollte. Die Polen haben ie E r auf das j s r allo diligentiam