1909 / 76 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

SRIaTE 20 vent qute U Bendtigen, die von einem anderen nne deshalb au e benötigen, die von einem an Typ seien als die, die es doi habe. Wenn England 4- B.

2 Drea Und er fände, daß von diesen 13 neuen T

j legenh yp mit A

| M een werden könnten, dann würde England, wie groß au

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v any sein würde, ten der Schiffe des neuen Typs ein Gegengewicht zu der Grund, weshalb man die Sinne ofen halten eit, zu der vier in dem englishen Programm iffe in Auftraa zu geben seten. die deutsche Erklärung noh nämlich bis zu welher Ausdehnun

un sesagt Fehn deutshen Schiffe am Eade des

ienst gestellt sein werden, würden

man an, {loß Grey, der politische H ahren geändert sein, dann

jannten, vermöchten die

und 1914 erscheinen. in der C Hälfte di-ses Ja

E iffe, das mache alles noland diese vier des nâchstjährigen Programms auffasse

völli Sthiffe t voll auenûten. Die Admiralität habe das Erfordern shägt. Grey beklagte dann no

Migtioren Stellung

4 Das Ï 135 Stimmen abgelehnt. j artei stimmten für

hielt auptungen der

Jn der Deput ierungsvorlage, dur die der isenbahnlinie von Dschibuti [

durch eine französische Gesellschaft gesichert werden soll, zur Beratung.

Nah dem Bericht des „W. T. B.“ beantragte der Aba. Janròs

die Vertägun

Abkommen g stimmung der übrigen interessierten Minister Fischen Vertreters in angenommen habe, Einvernehmen mit i

Sodann wurde mit 348 gegen 148 Stimmen beschlossen,

in die Einzelberatung der Vorlage einzutreten.

Jn der Beantwortung der Interpellation des

egierungen es tun könnte.

delifat set. sei jede Erörterung überflüssig, auswärtige Politik

R ) 1 egterung die Absiht habe Marineminister f

borzus tmee

erna ite ötige Entw!cklung gegeb

n h i i niemand. berweifelt Beibrnt, die Regierung neue K iollgen werde, werde sie sie s{lcuntg beantragen bl

A seinem großen Kis ns! verfehlen, Budget wol Der, Marineminle bie Sgiffsneubauten und en d Ktiezgau von Trockendocks zu beschleunigen un „albinen.

4 S Wie das e LV, i ‘nante im Laufe der Debatte der Reglerung den

ommen, bezügli Spanien na&tetlizen Geheimklausel glaubten.

ufolge

Me tun bätte gegenüber 13 deutschen, iffen 3 oder 4 von etnem ganz die nicht cinfah durch die Ueber-

Typs von Dreadnoughts aus- ch immer

eberlegenheit in der Zahl der existierenden Typs boa Dread- noch cinige andere Schiffe mit neuen Eigen-

haben, um diesen besonderen Gige e

schaffe müßte bezüglich der enthaltene ee Grey wies dann darauf hin, a cinen anderen Punkt nicht enthalte, Panzertürme im voraus ohne daß Aufträge für die Schiffe England nehme die deutshe Er- Glauben hin Nichts werde und 1914. Wenn die Jahres 1912 volleadet und vach dem deutschen Flotten-

Schiffe im Bau sein. Nehme wie er es verstehe, zehn er SU werde in ein oder zwei

dnough1s vom Typ des

enschaften wären, eit an Zahl in den bestehenden

u bauen

estellt würden, gegeben würden. im vollkommenen guten über den Stand von 1913

würden natürli die deutschen

die Beschleunigung sch ebenfalls ändern, Ohopbl

E des Jahres 1912 nicht

Sdhiffe vor Se zehn fa Bas beflabligen Sis ; n den Jahren

sehe YNS SrEngland vier eventuelle Dreadnouhts

E Stei in Auftrag geben würde und

g , würde, von seiner Fähigkeit. im folgenden S I E en würde es bis April 1913 zehn weitere in allem 26 Schiffe, besitzen. enn

nicht als eine inschränkung und rasy a En und die uatio

eni es ohne Zwetfel die

llte seine Kräfte England fo i nidt el his

H das Anwachsen der ; klärte, die Autgaben in dem Verhältnis weiter gingen, m sie in bet fengsten Zeit zuzenommen hätten, lr Gaus üher oder später die Zivilisation untergraben. E fen 4

könnte Eurepa reiten. Wenn England als die g

u etner den Großmächten den Wettbewerb aufgäbe ies damit tun?

herabsinken würde, was e ; Nationen etwas zu den europäischen ae iheit ließ c

in

Schiffe

Vorsprung würde, dann Jahres ersparen.

dadurch einen beherrshen des nächsten

4. Es würde aufhören, unter

gelten, ü man thm dic und Wenn S. tnlßte R E e ac auanbi sel einer stärkeren Ma

das Rekrutierungsanhäng

ie ü Existenz werden würde. ; bereit sein, seine nationale a E H eit zu verteitigen, die ihnen auferlegt w

“a wurde scließlich mit 353 gegen

Tabelsvotun Die Nationalisten und die Arbeiter-

Schluß der Debatte

ie Negierung. Am e f die Be-

in einer leidenschaftlichen Rede Opposition aufrecht.

Frankreich. iertenkammer stand gestern die Re- Bau und der Betrieb der nach Adis Abeba

Balfour

* ob der Negus Menelik das heißen werde, und fragte, ob Frankreich ih der Zu- ächte vergewissert habe. Der Pichon erwiderte, daß nah einem Telegramm des franzö- Adis Abeba der Negus Menelik das Abkommen und daß Frankrei in dieser Angelegenheit im England und Italien gehandelt habe.

da man nit sicher sei,

Ftalien.

estrigen Sizung der Deputie rent amer ( Î: he Universität in

ialti end die italieni Pil s bes Minister des Redern die Frage der nationalen Verteidigung. erörtert

des W. T. B.“ bestätigte der Minister ch dem, BeriG! Ac ‘der italienishen Universität in Triest

über

ee nl seine Mt ecebenen Erklärungen und fügle noch hinzu, wenn die Hoffnung, die Bure E e, weil man eine

ch nee E M E

t versäumt hade, die C R als die Politik der ec werde

man gehegt,

mehr genähert hâtte, T bun Der Minister are E R über die Balkanfrage |prechen, e wie ceignisse geshaffene Lage noch schwierig und die Frage der nationalen Verteidigung anbetreffe, denn keine Regierung könne eine gute starke Armee und Marine treiben. Gr t und wiederhole es auch jet, wo die der Kammer die nôtigen Maßregeln, auélassen würden, daß die italienische die Ehre

n der betden

nit die leyten as

ohne eine das mehrere Male gesag

d » und Me M er Kriegtmin isen E 6 R in einer solhen Ber P é

ahne des Landes hochalten könne. D A

und der bes, Zane en werden müsse,

die

Wenn und. das Parlament

sie zu

werde

triotismus ârte, in dem neuen

würden neue Kredite gefordert, um allen Bedürfnissen der dmarine in befriedigender Weise genügen

Spanien.

Die Deputiertenkammer sehte in ihrer gestrigen Ÿ ] pehung die Erörterung der alles über die Mar okto-

der Negierung fort. Wi T. B. berihtet, machte der Deputierte Vorwurf, daß Entente mit Deutschland vernachlässigt habe. Das Ergebnis Politik sei das für Spanten bedauerliche fran ösish-deuishe Ab- dessen manche Leute an die Existenz einer für

Türkei.

Die Deputiertenkammer seyte gestern, „W. T. B.“ die Beratung des Gesehentwurfs úber die Be- pfung der Arbeitslosigkeit fort. Vorher teilte der sident mit, daß der Bericht der Kommission für aus-

Wärtige Angelegenheiten über das österreichisch - ungarisch-

se Protokoll eingegangen sei und in der nächsten

toll e igun ause mitgeteilt werden würde. s

Amerika. Das ecanadishe Unterhaus verhandelte in seiner

gestrigen Sißung über den Antrag der Opposition, unverzüg- lih Schritte zu

einer Verteidigung des Landes zur See zu ergreifen d

Der Führer der Opposition Foster führte, „W. T. B.* zufolge, aus, in iden Tagen, . wo die Gefahr vor der Türe stehe, sci es wichtig, die Lehre des südasrikanischen Krieges von der Reichseinheit zu erneuern. Der Premierminister Laurter betonte, daß die Ne- gierung entschloffen sei, ihre Pflicht als britische Untertanin ju erfüllen, daß sie si aber weigere, sich dur die Erregung treiben und davon abbringen zu laffen eine festgeseßte Bahn inne- zuhalten. Gr sähe in den neuesten Greignissen keinen Grund, von der Politik der Fürsorge für die örtliche Verteidigung zu gunsten einer Beisteuer für das Reich abzuweichen, erkenne aber an, daß die Zeit gekommen sei, zu handeln und den Grund zu einer Flotte zu legen. Deutschland bereite sich durh_ den Bau ciner großen Flotte vielleicht vor, mit Britarnien zur See das u tun, Frankceih zu ane getan pa j Feli Ses vg Sre inem folchen Ausblick gegenüber gleiguttig eiben. enn au e E nit unmittelbar bevorstehe, set doch Wachsamkeit ge-

einne noh 4 Ver Premierminister brachte zum Schluß eine Re- solution ein, welche die Ausgaben E e die Organisation einer canadischen Flotte, die mit der Reichsflotte zusammen- wirken soll, billigte. Al

xa einer Meldung der „Skt. Petersburger Telegraphen- agentur“ haben die cinesishen Minister des Verkehrs, des Kriegs, der Finanzen und der Kolonien die Notwendigkeit des unverzüglihen Baus einer transmongolishen Bahn von Kalgan nah Urga u der mongolischen Fürsten anerkannt. Dieser Min sterbeschluß bildet die Antwort auf ein dringendes Kollektivgesuch der mongolischen Fürsten -und chinesishen Ambans.

Parlamentarische Nachrichten.

Der Bericht über die gestrige Sißung des Reichstags

und der Schlußbericht über die gestrige Sihung des Hauses

i Abgeordneten befinden si in der Ersten und Zweiten eilage.

Der Reichstag seßte in seiner heutigen (237.) Sißung, welcher der Reichskanzler Fürst von Bülow, der Staats- sekretär des Jnnern Dr. von Bethmann Hollweg, der Staatssekretär des Reichsshaÿamts Sydow, der Staats- sekretär des Reichspostamts Kraetke, der Staatssekretär des Reichskolonialamis Dernburg und der Staatssekretär des Auswärtigen Amts Freiherr von Schoen beiwohnten, die Beratung des Etats für den Reichskanzler und die

Neichskanzlei fort. . Abg. Bassermann (nl.): Die Bespreung der inneren Lage, der der zweite Tag der Debatte gewidmet ift, dürfte wohl im Zeichen der Finanzreform stehen, Die Bemerkungen, die ih im Aufträge meiner Fraktion zu machen habe, werden si ausschließlich mit der Frage der Reichsfinanzreform beshäftigen. Man kann wohl den Say aussprehen, daß in Deutschland in allen gas und in allen Schihhten der Bevölkerung über die otwendigkeit und Dringlichkeit der Sanierung der Reichs- finanzen Uebereinstimmung herrscht, und wir können weiter, entgegen den Erfahrungen früherer Jahre, die Tatsache feststellen, daß ch im Volke eine Opferfreudigkeit geltend macht, wie wir fie bet cüheren Finanzreformen E gesehen haben. Das zeigt sich auch bei en Interessenten, die bei dieser Reform die unmittelbaren Leidtragenden find. Jh hebe die Gesichtspunkte hervor, bie für die Notwendigkeit und Dringlichkeit der Reform sprechen. Es ist einmal die dringende Notwendigkeit, mit den Einzelstaaten zu einer reinlichen Aubeinandersebung zu kommen, im Interesse der Herstellung der Ordnung in den Finanzen der Einzelstaaten und im Interesse der Erhaltung der Reichsfreudigkeit. kann den Beweis für diese Behauptung mit dem einzigen Saße antreten, indem ich hinweise auf die Erregung, die in den Bundes- staateu eingetceten ist aus Anlaß des in der erjten Lesung der Neichs- finan¡kommission abgeschlossenen Kompromisses. ese Erregung daß man fürchtete, daß die Sanierung der Finanzen nicht eintreten würde, sondern daß die heutige Verwirrung in“ den eee der Einzelstaaten fort- dauern würde. Der zweite Gesihtopunkt beruht darauf, daß es Lis des Reiches ist, das Gleichgewicht Bkr in den Einnahmen und Ausgaben. In diesen usgaben stehen an erster Stelle die Aufgaben für die Landesvertetdigung in Heer und Flotte, Aufgaben, über die wohl alle Parteien dieses Baues einig find, Auf- aben, die auch in ter Zukunft dem Deutschen Reiche obliegen. Diese Aufgaben der Landesverkeidigung dürfen nit notleiden. Dazu kommen neue Pläne der sozialen Gesebgebung, denn auch dite soziale Gesey- gebung darf nit s\tillstehen; wir dürfen an diesen neuen Plänen, wte beispielsweise der Witwen- und Waisenversicherung, nit vorübergehen, wir müssen sie lösen, und auch dafür ist ein Mehrbedarf vorhanden. Ein dritter Gesichtspunkt ift die Erhaltung unseres Ansehens im Auslande. Wenn wir die Politik der lehten Zeit übersehen, 09 zeigt si, wie ein fester Wille, die Einmütigkeit des starken deutschen Nolkes au den Gegnern Deutschlands imponiert ; ein starkes, auh fiaanztell starkes Deutschland is ein Friedenshort, cin Friedenshort in einer Zeit, in der wir leider angesihts der allgemeinen politischen Lage an eine Abrlisiang nicht denken dürfen. Wir Iönnen auch heute angesihts des Abschlusses der Wirren der lezten Monate es aussprechen, daß der Frieden der Welt auf den deutsen Bajonetten ruht. Es ist die feste Ueberzeugung aller Vater- landsfreunde, daß die Finanzreform zustande kommen muß, weil dic eiserne nationale Notwendigkeit diejes Zustandekommen erzwingen S Es wäre eines Volkes wle des deutschen, das ih einer sol@hen Wohlhabenheit erfreut, unwürdig, wenn dies nicht der Fall wäre. Die Frage, welche Finanzreform man ins Auge zu fassen hat, muß dahin beantwortet werden: Es soll eine Finanzreform sein, die fein Stückwerk ist, zweitens eine feu aufd die einen Teil des Reichsbedarfs dur neue Verbrauchs- t

ist dadurch zu erklären,

- eine Reform, die den Rest durch Matrikular- A EA G muß abgelehnt werden. Eine ungenügende Reichsfinanzreform würde die Fol e haben, daß wir in kürzester Zeit zu einer zweiten Reform vermieden werden im Snteresse unserer die auf \tabile Verhältnisse rehnen müssen. Eine fernere, unerläß- lihe Vorausfeßzun der Finanzreform ist eine genügende Her-

tragfähigen Schultern. Wenn die anzichung es E E ias A sfteuern belastet werden

Massen des Volkes E er solchen Reform der Besiß nicht frei

müssen, dann bart Le S erechtigkeit und der taatsklugheit, bleiben. G8 ist R aas! erfüllt, dann führt der

fordern. ishe Mühle. Auch der er auf die soztaldemokratisce :

krafseste Gaeist witd cle e Wn e Slanresorm die Unzu:

wenn er dur eine einseit f ß steigert.

friedenheit und Begehrlichkeit der Mafsen (Schluß des Blattes.)

ommen. Das muß Erwerbs\tände ,

Kunst und Wissenschaft.

Die Ausstellung alter Porträts aus Mitglieder des Kaiser Friedri S I T in der Akademie der Künste (Pariser Plaß 4) jeyt so weit fertig gestellt, daß morgen von 12 bis 4 Uhr eire Vorbesihtigung durch eine geladene Gesellschaft und am Donnerstag, 10 Uhr, die Er- öffnung für4das Publikum erfolgen wird. Ausgestellt sind ungefähr 130 Bildnisse, darunter 8 von Rembrandt, 7 von Frans Hals 4 yon A. van Dyck, ebensoviele von P. P. Rubens sowie je cin bis drei Bildnisse von Tizian, Raphael, Bronzino, Veronese Tintoretio, Paris Bordone, Botticelli, Sebastiano del Piombo und anderen Italienern, von Mierevelt, B. von der Helst, Meoreelse, Terborch, Verspronck, von B. Bruyn, A. Moro, Stephan von Calcar, von Goya, Nattier, Toqus us. Zur dekorativen Be- lebung der Ausstellung sind etwa 20 meist größere Stilleben, Meister- werke von Snyders, Tyt, Beyeren, Heda u. a. hinzugezogen. Das Verzeichnis der auëgestellten Bilder (Preis 1 #4) enthält au 25 Ab- bildungen der hervorragendften Bildnisse, namentlich folcher, die bisher nit vervtelfältigt worden sind. Die Ausstellung wird bis zum A he Monats April tägli von 10 bis 6 Uhr dem Publikum

et sein.

A. F. Die Deutsche Gesellshaft für Vor hat das erste Vierteljahr ihres Beltehens A hinter a Nas mancherlei Vorverhandlungen fand am 3. Januar l. I. die gründende Versammlung statt, in der Professor Dr. Kossinna, der erste Inhaber eines deutschen Lehrstuhles für Vorgeschichte, eine Ansprache hielt und, nach Genehmigung einer von Professor Dr. Lehmann-Haupt vors geschlagenen Tagesordnung durch Dr. Hahne ein Aufruf verlesen wurde. Die zu einer selbständigen Wissenschaft erwachsene Vor- eshihtsforshung, so hieß es in ihm, müsse eine selbständige Organi- ation empfangen; es sei Pflicht, neben den idealen auch die praktischen Ziele dieser Wissenschaft zu verfolgen. Die Vereinigung der Kräfte als Gegengewicht gegen die alte Zersplitterung sei das Ziel. Die neue Gesellshaft, die ein selbständiges Fahorgan heraus- zugeben beabsichtige, biete die Hand jeder Craanfiation jedem Institut, allen Persönlichkeiten und allen Wissenschaften, die in ernster Arbeit dazu mithelsen wollen, daß sich die Vorgeshihte einen Play an der Sonne erobere. Der Aufruf wurde mit lebhaftem Beifall Men Die von Herrn Mielke wverlesenen vorläufigen Satzungen wurden endgültig angenommen und die „Deutsche Geseli]hast für Vorgeschichte" mit dem Siy „Berlin“ als gegründet erklärt. (Die zu diesem Zeitpurkt 200 - betragende Mit- gliederanzahl verteilt fich über ganz Deutschland. Die stärkste Gruppe ¿ählt Berlin mit 55 Mitgliedern, auch das Auceland ist mit 16 Mit- gliedern bereits beteiligt.) In den Vorstand der Gesellshaft wurden gean Professor Dr. Kossinna-Berlin als Erster, Geheimrat Pro- essor Dr. Bezzenberger-Königsberg i. P. als Zweiter, Museums- Direktor Dr. Reimers-Hannover als Dritter Vorsigender, als Schrift- führer Dr. Kiekebush-Berlin, Generaloberarzt Dr. Wilke-Chemn y Privatdozent Dr. Wüst-Halle a. S, als Schapmeister Obersokeetée Maurer-Berlin. Von der erfolgten Gründung der Gesellschaft „mit dem Ziel, die Anfänge europäischer Kultur aufzuhellen", wurde ira A s LLIE in inem Huldigungstclegranim

eilung gemacht, worauf am Tage nachher ein telegraphischer Seiner Majestät beim Vorsitzenden eiulief. E

Die erite Sitzung des Berliner Zweiges der Gesellschaft ver- cinigie am 13. Februar im Vortragssaale des Märkischen Museums eine große Zahl Vertreter und Freunde der Vorgeshihte unter dem Vorsitz von Professor Dr. Kossinna, der zunächst die inzwischen er- folgte Konstituierung des Vorstands der Berliner Gruppe mitteilte. Ihr gehören außer den Berliner Mitgliedern des Hauptvorstands noch an die Herren: Archivrat Dr. S@huster, Dr. Albrecht und

Dr. Koch. Den Vortrag des Abends hielt Professor Dr. Kossinna über das Thema „Germanen-Darstellungen in der antiken

Skulptur“: Wir besizen, so führte der Redner aus, eine ziemlih beträchtliche - Zahl bildliher Darstellungen von Germanen aus der Zeit der erften Berührungen unserer Vorfahren mit den Römern. Die vornehmsten unter diesen Skulpturen, nämli die Reliefs der CTrajanssäule in Rom und diejenigen der Mark Aurel- oder Antonius\äule ebenda sind uns fo lange bekannt, als Volksgenofsen nah Rom kamen, cs ift deshalb befremdlih, daß es no gar nit lange her ist, daß man in deutschen Büchern noch Abbildungen von Germanen begegnete, nach denen fie - etwa den wilden Männern im preußischen Wappen geglichen haben müßten. Nichts ist icrtümliher! Bis vor einiger Zeit galten als älteste Darstellungen die Bilder von Germanen auf einer silbernen Reliestafel, die den Triumph des Tiberius verherr- licht, der nah Drusus? Tode, 8 vor Chr, bis zur Elbe vorgedrungen war. Die Tafel gehört dem großen Silberfunde von Boscoreale bei Neapel an, der sich gegenwärtig im Louvre be- findet. D Germanen hter dargestellt sind, ist unzweifelhaft na der Uebereinstimmung dieser Typen mit nahezu gleichaltrigen, m Lie Gewißheit als Germanen anzusyrechenden sowie nach Berichten römischer Schriftsteller, die sich zu dieser Zeit viel mit den als tapfere Krieger und gefährliche anerkannten nordischen Barbaren p eri P wir Gs is nun merkwürdig daß in dem Urteil der rômishen Schriftsteller die Germanen fteis als eine besondere Rasse, s{harf unterschieden von den Galliern und Skythen, erscheinen, daß aber in den Schilderungen von ihnen immer nur von dem norddeutschen Typus die Rede ist, gekennzeichnet dur hohe, s{lanke Gestalten, helle Komplexion, blonde oder rotbraune Haare, blaue Augen, obwohl der \üddeutshe Typus (dieselbe Kom- ia vor allem dieselben Langshädel, aber von dunkler Haar- arbe) und der alpine Typus (Rundschädel und dunkle Kom- ge wahrsheinlich auch s{chon gegeben waren. WVermutlih hat diese Identifizierung des norddeulshen Typus mit dem Germanen- tum schlechtweg ihren Grund darin, daß dieser den shärfsten Gegen- saß zu den Romanen bildete und die Kriegführung in Germantien wesentlich mit ihm zu tun hatte. Es herrschte um diese Zeit in Rom sogar eine gewisse Vorliebe für die blonden Barbaren. Um ihren Frauen ähnli zu sehen, färbten die Römerinnen ihre Haare rot oder trugen vollständige, blonde Perücken, die allgemein „ger- manishes Haar" hieß-n. Jene mit Botcoreale un chr p aua Darstellung von Germanen ist die anfangs der 90er Jahre ci Adam Klissi in der Dobrudscha aufgefundene, tn Trümmern liegende Trophäe des römischen Feldherrn Crafsus, die errihtet worden war zur Grinnerung an den 28 und 29 vor Chr. errungenen t über

einde

die Bastarner, ein von Plintus und Tacitus als Germanen bezei

Volk, das ursprünglih am linken Ufer der unteren Dotau s Ls

seinem Vordringen auf das rechte Donauufer jedoch die Abwehr der

Römer hervorgerufen hatte. Es ift gelungen, die einen großen, mit

Statuen, Inschristen und NReltefs gezierten Rundbau darstellende

Trophäe, von der nur wanige Stücke fehlen, zu rekonstruteren ;

25 unter 28 Reliefdarstellungen sind wohlerhalten. Ses darunter stellen die besiegten Bastarner dar, unter ihnen werden 47 troßige Krieger in Ketten gezählt, alle s{chlanke, breitshultrige Ge- stalten, bekleidet mit engen Hosen, Gürteln und mit nacktem Oberkörper. ur ein kleiner Kragen pflegt einen Teil der Brust und des Rückens zu bedecken. Mit Ausnahme von einem einzigen rasierten Gesicht tragen alle spiß zulaufende Vollbärte. Cin paar Male erscheint/eine Aermeljacke, eine Art kurzer Mantel kommt vereinzelt vor, vertnutlih bei den Vornehmeren unter den Kriegern. Ga e für die germanishe Abstammung dieser Gestalten ist die Haartraht. Häufig erscheint das Haar kurz aeiliorei oder von einer anliegenden Kappe bedeckt, zumeist is es lang, frei herabhängend

aber auf der rechten Seite an der Schläfe stets zu einem Knoten vers{chlungen. Dies ist nah dem Zeugnis des Tacitus eine von den Sueven auf die anderen germanishen Stämme übergegangene Sitte, sie liebten nah diesem Zeugnis obliquare crinom nodoque aub- stringere. Die enge lange Hose ist außerdem so sehr germanische Kleidertraht, daß fe noh in allen um 100 und 200 Jahre jüngere

Darftellungen si wiederholt. Jneiner der Darstellungen von Adam RlR