1909 / 147 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Durch einen zweiten, aus sehr

dünner Gelaiine bestehenden Ueberzug wird erreiht, daß die festge-

Wats- und Harzüberzug versehen. wordenen Lamellen ihre Gestalt monatelan unverändert bets N alten. Herr von Wilamowiy-Moel endorff legte vor: a roionis he Steine, mit Beiträgen von Or. Paul Jacobsthal. E ne größere Zahl meist unpubltzterter JFnschriften von Chios und M rhra darunter das Bruchstück eines Gesepts solonisher Zeit und e Urkunde über die Einführung des Asklep osfultes in Erythrä etwa um 360 v. Chr. Die Akademie genehmigte die Aufnahme einer von Herrn Brunner in der Sizungder philoso bis-historishen Klasse vom 27, Mai vorgelegten Abhandlung von Professor emer. Max Conrat in Heidelberg: „Arbor iuris des früheren Mittelalters mit eigen- artiger Computation“ in den Anhang zu den Abhandlungen 1909, Die Abhandlung erörtert ein in Cod. vaticanus 1352 überliefertes 8temma cognationum, in dem die Elterngeshwister den zweiten Grad einnehmen. Wahrscheinlich set es bald nach Einführung des aue Alaricianum im Ans4luß an dessen Titel De gradibus anden, Folgende Dr ul schriften wurden vorgelegt: Bd. 2 der Wissen- shaftuichen A lon Q, Boly mann, hrëög. mit Unter- güpung der kartellierten deutshen Akademien von F. Hasen öhrl. eipzig 1999; M. Rubner, Kraft und Stoff im Haushalte der atur, Leipzig 1909; Bd. 3 der Gesammelten mathematischen Werke des verstorbenen ordentlichen Mitgliedes L. Fuchs, brsg, von R. Fuchs. Berlin 1909, und das von dem auswärtigen Mitgliede elisle eingesandte Werk: Roulogu mortuaire du B. Vital,

abbé de Savigni. Tdition phototypiqus. Paris 1909. engt, wissenschaftlichen Unternehmungen hat die Akademie migt:

für die Zwecke der interakademischen Leibniz- Ausgabe

1000 6 S «‘ weiter durch die ph sikalisch-mathematisde Klasse: Herrn Gie Fortführung des Werkes „Das Pflanzenreih 2300 46; demselben zur Fortseßung des Sammelwerkes „Die Vegetation der Erde“ 2000 46; Herrn F. E. Schulze zu Studien über den Bau der Vogellunge 2000 6; dem von dem 11, Deutschen Kalitage für die wissenschaftliche Erforshung der norddeutschen Kalisalzlager eingeseßten Komitee als dritte Rate 1000 46; der Biologischen Station in 2A gegen Einräumung eines von der Akademie ¿u vergebenden Ar 8 Vlaßes für die Dauer eines Jahres 1500 Fre dem Professor Dr. Véax auer in Marburg zur Fortfegung seiner Untersuchung der hessischen Basalt, 1000 46, dem Professor Dr Julius Baus Li in Straß 30 i. E. zur Berehnung einer actstelligen Logarithmenta|el L L e 500 46; dem Professor Dr. s K L ; n hn ¡ur Vollendung des Chinawerkes von Ferdinand chthofen vierte Nate 1500 46; dem Or. Gustav Eberhard n Potsdam zu Unterfuhungen ber das Vorkommen des Scan- M e E em Pros n über de ¿qU Vitneinde 3000 E Varl Escherih in harandt zu etner Reise na Forschungen über de Vtmiten 2000 46; dem Professor Dr. ugo GIüd n Heidelberg zu u Pa Igahe eines dritten Yae S Unter ua e in E fl 500 6; dem Dr. M. K. dur Dl le ns Lerilons der anorganischen Verbindungen 15 / Professor Pr. 28 De 8 E u e Variation der 1er o E Valentin, Direktor bei der

: , Ge B zlglichen 00 attet in Berlin, zur Bearbeitung einer mathematischen ibliographie weiter 15 ; / iy ilosophisch - historische Klasse: Herrn Ko je ur ae fgorifübrung - dex Heraupgare e W A respondenz Friedriis s ¡ur Fortführung der Inscriptiones Graecae

#6; dem ferneren Studien über widcklung 1000 M

mowißz-Moellendorf ] E 5 ir die Bearbeitung des Thesaurus linguas Latinae Fed t Beitrag von 5000 #6 hinaus noch 1000 M;

Über d ) ctatsmäßigen Lur E tung Per hieroglyphischen Inschriften der griehisch-

tômischen Epoche für das Wörterbuch der ägyptishen Sprache 1500 46; für das Kartellunternehmen der Herausgabe ber mittel- alterlichen Bibliolhekökataloge als dritte Rate 500 -#; für das Kartellunternehmen einer Neuausgabe der Septuaginta als Iwveite Rate 2500 #6; Herrn von Wilamowiß-Moellendorff Wr Anfertigung von Photographien Plutarchischer Handschriften als weite Rate 750 f ; dem rofessor Or. Oskar Mann ia Berlin ür Fortsetzung seiner Forshungen über Kaurdistan und seine Bewohner iter 1800 „6; dem Dr. Heinrich Winkler in Breslau als Zu- ¡üuß zu den ODrudckfkoslen seines Werkes „Der uralaltaishe Sprach- n das Finn i d das Japan itglied threr physikalische le Akademie hat da ilhelm E

mathemati lasse Herrn Theodo U La n A Herre pondierende Mitglied d

N Georg von Neu mas n Neustadt a. d. Haa * a od verloren. Die 0 dn h-mathematis he Klasse hielt am 17. Juni Unter dem Vorsiß thres Sekretars Herrn Auwers eine Siyung, in der Herr Munk las über die Fsolierungsveränderungen ne die Einstellung des Cerebrospinalsystems. Die Unter- suhung sucht dite Quellen der Veränderungen auf, denen unter- geordnete Teile des Cerebrospinalfystems nach der Lösung thres Z \ammenhanges mit den übergeordneten Teilen unterliegen, und 2 zu Aufklärungen über die allgemeine Mechanik des Cerebrospinal- \ystems. _Die folgenden Drusen wu Ste O S nzenfam x t e C Pi emie vom Standpunkte der

naler, Berlin 1909; Nernst, „Theoretische Ch mik“. Sechste Auflage, Avogadroshen Regel und der Thermodyna e: F N iooledae,

E , 89. Heft: Stuttgart 1909; «Das Pf cas Tierreih?, 25. Lieferung:

von H. Walter, Leipzig 1909; i Sichel, Berlin 1909. Brassolidae, bearbeitet von H E O in L res Sekcetars

In der an demselben Tage G ißung d ilosophisch-histo- e Dies abe Sr Mever über VN brrates? zweiten

rischen Klasse las Ÿ ) j an Philipp und Demosthene? oe in einem

Somme Aus Didymos erfahren wir, pp îm e j wer verwundet worden ist. Dadurch wir Erlen gegen Iv Een A die Gin in die

“L n zwischen en

damaligen De erschlossen; zuglei n wr tenes di auf die gleichzeitige weite Ph hons Os ee Gs sehr die regenkommenden Ai Philips e hung des Sihreibens des Jlolnnhi bei Pydna vor. Ueber die ehr reiches und anschauliches Material, teils auf die beiden Augenzeugen Scipto

,_ Durch sorgfältige

Interpretation der Quellen ist es m T Sai gavin en den dritten zu gewinnen, Herr alts- Band seines Kommentars zum Codex Borgia, Nathiras vie anver, acteinis enthaltend. Der Band wurde, gleV Sir Koser über- zuf Kosten des Herzogs von Loubat gedruckt. “7, Marz) der von ¡eite den zweiten Band (1740 Junt bis beiteten neuen m und dem Professor Dr, Hans Droysen bear Li Voltaire (Pegabe des Briefwechsels Friedrichs des Großen 5 _mWeiter Publikationen aus den preußischen Staatsarchiven Bd. 9 P l seines gurden noch vorgelegt: von Herrn Harna ck Bd. er # 4 Repro- deurbuchs der Dogmengeshi{te, Tübingen 1909, und 6 Blat Cos tionen aus dem von der Königlichen Bibliothek erworbenen 16" der D, miongis Lotharii Imperatoris, bom Vorsigzenden, d, ä eutschen Texte des Mittelalters, enthaltend die heilige Regel lin 199g fommenes Leben, Lrt ige von R. Prieb\ch, Berlin 9, und Herakleitos von Ephesos, griechisch und deuts von H, Diels,

2 Aufl, Berlin 1909,

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Sils führt |

Große Berliner Kunstausstellung. V)

die der Karlsruber Künstlerbund (Saal 31, 32) aus estellt hat, überwiegen die Landschaften an Zahl, wie an Qualität alles andere; Liegt doch auch der Schwerpunkt der Karlsruher Shule in der Landschastsmalerei. Gustav Scchönleber hat eine größere Anzahl seiner Werke geshickt, es sind fast S Bilder kleinen und kleinsten Maßstabes in Pastell und Wasserfarben

Unier den Arbeiten,

sowie Zeichnungen in Feder und Bleistift, zum Teil mit dem Pinsel, zum Teil mit dem Farbstist leicht getönt, Landschasten

deren Grundton mit Vorliebe ein neben dem ein mattes H:llblau, Gelb stehen. Die meiften dieser dem westlichen Süddeutshland an, wie dec lieblide „Frühling in Schwaben“ (Nr. 1186), das „Hoh- wasser in Laufenburg" (Nr. Sh und die Blicke ins „Taubertal“ (Nr. 1197) und irs „Jagsttal Nr. 1201). Daneben hängen einige italienisGe Reiseskizzen, eine besonders feine Ansicht des auf hohem Bergesrücken liegenden „Stenas* (Nr. 1181), ein Motiy von der italienischen Riviera, „Villa Spinola“ (Nr. 1205) und ein „Kloster in Genua“ (Nr. 1182). Die drei Bilder, die von Hans von Volkmann ausgestellt sind, zeigen den Künstler vielleicht nicht ganz auf der gewohnten Höhe. Vorzüglich ist allerdings die „Gänse- weide“ (Nr. 1160), ein schattiger Wiesenabhang mit Federvteh; etwas au sind dagegen die große „Deutsche Waldlandschaft“ (Nr. 1153)

(Nr. 1157). Aud Gustav Kampmann ist

s die „Kirshblüte“ nit sehr glänzend vertreten. Das Streben nab Vereinfahung im Sinne einer dekorativen Nebeneinanderstellung größerer Flächen führt

Kampmann beinahe zur Leere. So sicht man auf dem „Abend im

Mai* (Nr. 1155) nichts als eine grüne Masse, die wohl Saatfelder in der Abenddämmerung vorstellen soll, und darüber einen Streifen leu@tenden Oranges am Horizont. Etwas formenreiher sind die „Wolken am Abend“ (Nr. 1151), wo Streifen gelbbrauner und hell- dunkelgrüne Tannen und weiße geballte Wolken an

find, Walter

immel zu angenehmer Wirkung vereinigt fîn E ie è en, hübschen, skizzenhaften „Strandbild“

einen großen, sorgfältig dur{gearbeiteten „Sommertag“ im Vordergtunde Wiesen, durch die eine hellgekleidete im Mittelgrunde die hohen Bäume eines Parkes; Blick auf die blauen Berge der Ferne; über das ahlender Sommerhimmel. Wie dieses Bild auf die sonnenstrahlenden

Von Wilhelm Nr. 1130) zu g schräg durch die ganze Bildfläche itreckt. Als Folie dient dem Baum ein röilich- bräunlich f illecndes Sup e ee 1 a Le O „Rheinaltwasser (Ak. ,_ hohe, loder und breit gematte ume Muen fer C 1 [Wle eine prächtige Winter-

von zarter Färbung, für mildes Graubraun gewählt ist, ein sanftes Grün oder diskretes landschaftlichen Motive gehören

i (Nr. 1187) (Nr. 1145), ae s s rechts 1djwe er G wölbt h ein str ift chenfalls „Am See“ (Nr. 1162) ganz

Töne von leuchtendem Blau ins Grüne aufgebaut. Na, T ist zunächst ein großer, kahler Weidenbaum“ erwähnen, der anz im Vordergrunde stehend,

vor dunstigem, blau-violettem Himme landschaft „Reif und Schnee“ (Nr. 5 Den drei Münchener Künstlervereinigungen, _eLuitpold- Gruppe*, „Münchener Künstlergenofsenshaft“ und „Künstlerbund Bayern“, sind wie den Karlsruhern besondere Säle eingeräumt worden (Saal 18, 19, 99, 33). Hier hat die Landschaftsmalerei wie bei den Karlsruhern; neben

nat ‘die Vorherrschaft nit so unbedingt die Vorher (rächilihe Zahl tüchtiger Bildnisse

mehreren Genreszenen fällt eine

auf. Hervorgehoben seten Friy Augu fessor Soahim- (Nr. 822), Alexander Fuks Bildnis des Prinzen Ludwig von Bayern (Nr. 867), ein recht gutes

Damenporträt von Georg Pappertb (Nr. 832) und zwei Arbeiten nd zu nennen ein im

Walter Firles (Nrn. 895 und 831). Ferner Stile der A eClischen Meister des 18. L Prbunderts aehaltenes Bildnis der Gräfin Maria von Grneisenau (Nr. 1230), von Raffael Schuster -Woldan, ein allerliebstes „Kinderbildnis“ (Nr. 1237) von Georg Schuster -Woldan ein kleines aschblondes Mädchen in braunem Kleide mit einer roten Mappe unter dem Arm im Freien stehend. Der Hintergrund, Landschaft und ein bewölkter immel, sind nur ganz vage angegeben, wodur die Figur selbst Vürkeres Relief bekommi, ylastish hervortritt. Kunz-Meyer zeigt ein sorgsam gearbeitetes Porträt Paul Heyses (Nr. 1239), Alois Erdelt einen hübschen, tonigen „Kinderkopf“ (Nr. 838) und den prächtig modellierten und außerordentli lebendigen Kopf seines Vaters (Nr. 840), Malter Thor das Bildnis seines kleinen Jungen, der im Ätelier des Si mit Ie E auf dem Boden . 1064). eahtung verdienen hot Ne tantin Korzendörfers (Nr. 1073), das Porträt einer grüngekleideten Blondine vor dunkel grünem Grunde von Theodor Bohnenbrecher (Nr. 1075) und Heinrich Brünes keck modellierter „Pfarrer von Weßling“ (Nr. 10 9).

Von Münchener Landschaftsmalern set zunähst Hermann Urban genannt, der eine große Arbeit „Kühle Stunde“ (Nr. 1238) ausgestellt hat : eine felsige veresbucht mit tief schwarzgtün \chillerndem Wasserspiegel, dort, wo das steil aufragende Felsgestade breiten Schatten über die See wirft, hellblau im Sonnenlicht leuchtend. Urban zeigt ferner einen Blick „Aus den Albaner Bergen“ (Nr, 1234) auf die ernste, weit gedehnte römische. Kampagna und die Bucht eines Sees

Nach dem Regen“ (Nr. 1243), wo die Feuchtigkeit, die die Luft rah dem Niederschlag erfüllt, allen Tönen eigentümlihe Tiefe und Weichheit gibt. Ernst Liebermann ist dur eine angenehm tonige

Burg im Morgennebel“ (Nr. 1242) und dur eine „Alte Stadt an der Donau“ (Nr. 1236) vertreten, deren hochgiebelige, altertümlihe Häuser ih am jenseitigen Ufer des grünen Stromes vor blauen Bergen erheben. Recht. ansprehend nd die {lichten Mbeiten Rudolf Siaks, wie die „Oberbayetrische Landschaft" Bli 1224) mit wogenden Kornfeldern, dahinter ein buschbeseßztes Tal, \ließlich im Hintergrunde die Berg- fette der Voralpen, e E I ( f 1E ; E

ü es efengelände M eUbe em me blühendcs, hügelig Jngen chlinglandscaft“ Nr 1241)

ü kleine, D n pte tellt einen \{chönen dekorativen, auf Blau, Weiß

Carl Küstner und Braun au ebauten „Wintertag“ (Nr. 1065) aus, Hans Heider B T l Eebirgslandshaft gegen MWintersende, „Im Februar“ (Nr. 10863) und einen „Neubau“ (Nr. 1099), der ih an der Peripherie einer Großstadt inmitten vershneiter Felder erhebt; sehr fein find die Töne des graublauen Himmels, das Wetßgrau des Schnecs und das a Rot de D Bners gegeneinander W S@ließlih mag noch aus §r aers „Herbstaben a Aa einrich Brünes „W nterland[@af

alde* . 1074), au t“ (Ne 1081), O Lon 0 uels „Blumige Wiese“ (Nr. 1085

im Riesenfeld“ (Nr. 1096) und auf Ernst Geb- Ae L der E (Nr. 1092) hingewiesen werden. i Holz genannt,

ü n seien Johann Daniel Bon Müncheoe Kienzle Bio ha an der Tränke zeigt, wie

Rinder auf der R Br. 17 , „Sonniger Tag" (Nr. 1221) und „Im Statten" (Nr. 1239), Willy Tiedius, der „Enten am Lümpel (Nr. 1101), Paul Ehrenberg, der „Ziegen“ (Nr. 1093) und ein Arbeitspferd am Karren, „Im Ho! (Nr. 1094) ausstellt, endlizh Eugen Oßwald, dessen flott gemalte „Zirkus- pferde“ (Nr. 1091) und „Elefanten im Zirkus“ (Nr. 1103) Beachtung verdienen. Unter den Stilleben fallen besonders auf Anna Schubert s „Herbstblumen" bor hellblauem Grunde (Nr. 1102), Walter Geffckens farbenprätige „Frühlingsblumen E

rockhusens „Urgroßmu (Ne 1218 e Marie nberbeseßte Hüte, goldene Nadeln und eine

(Nr. 102 a M h Biedermeterzett.

große Mose rol S el 0) ist “ine Reihe von Arbeiten Wiener

Künstler vereinigt. Untér ihnen zeihnen sih einige als Porträtisten

Leere Giegeny ank È, Wn des jungen Dame n Me mutige nis ein

und Gelb i anem großen s von Chr e nis ines : , ferner

bin Spiegel n dad orgfältig gearbeitete Porträt des N

prásidenten Freiherrn von Bienerth (Nr, 1696), Wilhelm Dic

115, 129 und 138 d. Bl.

st von Kaul bas «Pro-

e E *) Val. Nr. 111,

Krauß ein lebensvolles Bildnis des Grafen Montecucoli (Nr. 1 ¿10 und eine anmutig bewegte junge Dame in leuhtend flavem leite mit großem, schwarzem Pelzmuff (Nr. 1711), Nikolaus Schatten- stein ein eindruckévolles Herrenporträt (Nr. 1694). Jehudold Epstein zeigt neben dem interessant beleuhteten Bildnis einer blonden Dame in braunem Kleide (Nr. 1688) eine vlelfigurige Komposition „Lagunenlieder“ (Nr. 1707), eine gut beobahtete Gruppe von ge- bräuntea Fishern und Musikanten bei Wein und Gefang in offener Laube, aus der man auf die Lagune blickt. Albin Egger- Lienz zeigt si mit einem „Totentanz von Anno Neun“ (Nr. 1700) einem von dem Tod «angeführten Haufen Tiroler Bauern, die in den au gegen die Franzosen ziehen, in Hodlers Gefolgshast, Ganz im Sinne Hodlers sind die Massen dekoratiy angeordnet, die Be- wegungen der einzelnen Figuren ins Wuchtige ftilifiert und auf eine Vielfarbigkeit zugunsten einer monohromen Monumentalität ver- zihtei. Die Formenauffassung einiger Köpfe erinnert lebhaft an Meunier. Egger-Lienz hat ferner einen kraftvollen, eben- falls monochrom braun in braun gehaltenen Sämann (Nr. 1708) ausgestellt. Von Landschaften Wiener Künstler seien hervorgehoben Max von Pooschs „Winterabend“ an den beschneiten Wällen einer von hoher gotisher Kathedrale beherrschten Stadt (Nr. 1706) und eine zartgefärbte Frühlingslandschaft, der „Ackersmann“ (Nr. 1710), Rudolf Quittuers ftiumumgbolle anne Blätter“, eine Allee herbsilid brauner Bäume am Wasser (Nr. 1692) und „Am Ufer des Flusses“ (Nr. 1705), wo si über dem Wasser ein anmutiges Land- städten mit weißen, rotgedeckten Häusern und blühenden Obstgärten O D U N S L „Mondnacht im Winter“ s un an anzonis „Her a G bbnbr un! (r 1697 und 1608) stsonne“ und „Herbstabend e Künstler des weikeren uslandes sind zwa rei, aber dafür durch Arbeiten recht bahen Wertes Ne Amsterdamer M Monnickendam durh ein höchst eigenartig gesehenes Motiv aus der Vorstadt, „Wo die Stadt aufhört“ (Nr. 122), die in Brüssel lebende Künstlerin Angelina Drumaurx dur wundervolle „Chrysanthemen in Töpfen“ E 268 und 272), der Pariser Henry Caro-Delyaille durch ein merkwürdig auf- gefaßtes Damenbildnis „Erid* (Nr. 9262), Gaston La Touche dur zwei lihtumflofsene weiblihe Akte im Freien „Der Sommer* Nr. 1325) und dur ein farbenprähtiges „Spanisches Fest“ Nr. 1329), Maurice Cliot dur eine „Sonnige Landschaft“ Nr. 1336). Etwas umfangrelher ist die Sammlung englischer Bilder. Eine kleine, ganz \fizzenhaft behandelte Gartenszene Whistlers (f) „Cremorne Gardens“ (Nr. 143) läßt wenig von der großen Bedeutung des Künsilers ahnen, dagegen sind vier große und äußerst carakteristishe Bilder von Whisilers geshicktem Schüler Fohn S. Sargent zu sehen, ein ungemein elegant gemaltes Bildnis der drei „Misses Hunter® (Nr. 270), das rassige Porträt der „Mrs. Elsie Swinton* (Nr. 113), das ganz hell gehaltene äußerst frishe Bildnis einer Dame in weißer Toilette (Nr. 190) und der ausgezeihnete Akt eines „Fellahmädhens“ (Nr. 1545). F, Austen Brown hat eine tonige Landschaft „Feldarbeit am Flusse“ (Nr. 125) ausgestellt, J. I. Shannon die Haltfigur einer in köstlihe Stoffe von Karmoisin und Schwarz gek eideten Blondine, die ein kleines „Silbernes Schiff“- in den Händen hält (Nr. 123), Charles Shannon wundervolle Akte am Meeresufer „Die blaue Bucht“ (Nr. 379) und „Die Perle“ (Nr. 383), Charles Conder zwei bemalte Fächer, „Phantastische Landschaft“ und „Das Stiergefecht“ (Nr. 391 und 393), Charles Ricketts mehrere böhst eigenartige Bilder, „Don Juan und die Statue“ (Nr. 384) von packender Groß: artigkeit bet beinahe winzigen Dimensionen, „Messalina“ (Nr. 387) und „Der Mann mit der Maske“ (Nr. 139).

Zum Schlusse sei auf die Sammlung von Schwarz-Weiß-Arbeiten hingewiesen, die der «Verband der Sllustratoren“ ausgeftellt hat (Saal 44). Unsere bekanntesten Zeichner, Hermann S(littgen, Franz Jüttner, Renó Reinicke, Cugen Kirchner, Ferdi- nand von Reznicek (f), Eduard Thomy, Heinrich Zille und andere haben ihr Bestes aus den Mappen hervorgebLr ä

V

W. T. B.“ aus London meldet, wurden der Theaterdirektor

Wie und S{auspieler Beerbohm Tree und der Dramatiker Pinero aus Anlaß der gestrigen offiziellen Feter des Geburtstages des Königs

Eduard ¡u Baronets ernannt.

Literatur. «Nord und

Fm Junihefst der illustrierten Monats\{rift Süd“ (Verlag „Nord und Süd“, G. m. b. H. Berlin W. 35) be- rüßt Professor Dr. Alfred Klaar Paul Lindau, der am 3. Junk. einen 70. Geburtstag feierte. Einen interessanten Einblick in die englische Zeitungékritik gewähren Oscar Wildes Briese an die Presse, die hier zum ersten Male veröffentliht werden. Sodann folgt Kurt Arams Roman „Die Hagestolze“, der in nächster Nummer A eschlofsen werden: soll. Professor Dr. Fr. Nieber all bringt einen eitraag zur Beurteilung der sozialen Frage in einer ausführlichen - Abhandlung über das geistige und seelishe Leben des Fabrikarbeiters, Lovis Corinth {reibt über „Die Religionen und die Kunst“, Albrecht Wirth über „Die Serbenfrage“. Non August Strindbergs Lustspiel „Mittsommer“ folgt das dritte und vierte Bild. Karl Bleibtreu behandelt „Napoleon in dichterisher Gestaltung“. Besonders JFnteressantes enthält Ernst Friedeags Artikel „Künstlerbriefe“,. în dem eine Anzahl bisher unveröffen!lihter Briefe von F. Uszt,, Mori Moszkowski, Rob. Hamerling, Hans von Bülow u. a. m. an- den Komponisten Adalbert von Goldshmidt zum ersten Male der Oeffentlichkeit dargeboten werden. Rogalla von Bieberstein beurteilt: die Stärke und Tüchtigkeit des englischen Heeres. Dann folgt eine- Novelle des nordishen Dichters Wilhelm Krag. In der „NRundz schau* finden wir Beiträge von Wilhelm Schäfer, Wilhelm Herzog, Stefan Wronski. Alfred Gold bespricht die Berliner Kunstaus- stellungen, Eugen Kalkshmidt widmet Ferdinand von Neznicek einen Nachruf. Auch in diesem Heft. find die zahlreihen Kunst- beigaben wieder besonders wertvoll. Die Musikbeigabe bringt das Led „Frühgang“ von Detlev von Liliencron in einer Komposition von Hermann Zilcher. Professor Wilhelm Altmann \s{rieb dazu: eine: O des E L Carnegies Teslamen nnte man den Au j den der amerikanishe Stahlkönig soeben in der Unsdau (Feants furt a. M.) erscheinen läßt. Der Artikel trägt die Ueberschrift „Kapital und Arbeil“ und E dar, wie sh nach Ansicht des Vere: fassers das Verhältnis von Arbeitgeber zum Arbeitnehmer dereinst ge- stalten müsse. Carnegie schreibt zum L „Nicht Staatsbetriebe werden der Idealzuftand der Zukunft sein, niht gleiche Löhne für alle Arbeiter, nit Abschaffung des Privatkapitals, wie die Sozialisten fordern, sondern die Vereinigung von Arbeit und Kapital in einer

und derselben Person“.

Kurze Anzeigen

neu erschienener Schriften, deren Besprechung b Einsendungen sind nux an die Rebellion Wilbelmfeabe M zu rihten Rücksendung findet in keinem Falle statt. 7

Juristisch - psychiatrishe Gren S Ns L (frpertiten) Zwitter- 8 e 8 ege Ieren a 1,50 is 4 S. E Marhold. dn De Sg E: h onkursordnung ne st A t von Willenbücher. 3. Aufl, neubearb. el e ie L 10 4. Berlin W. 35, Potsdamerstr. 121k, H. W. Müller. ;

22. Juni 189 Börsengesey, Vom N 19e erläutert von Dr. Julius

bub, Dftar Be Gebdn, 5 4. München, C. H. Becksche Verlags- rziehung und Unterriht \{chwachbefä Hilfsshullehrplan von Brie nielyorn. E P L E:

Carl Marhold.