1923 / 96 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Regierung haben. Minister Severing steht auf einem sehr ver- antwortlihen Posten; er ist die re<hte Hand der Reichsleitung, um alle Verwaltungsmaßnahmen in Kraft zu seßen. Die Richtlinien Severings stehen aber mit denen der Reichsregierung niht im Ein- klang. Wenn er sih auf die Zustimmung des Reichsministers Oeser zu dem Verbot der Fee Daria: beruft, so ist doh damit nicht das Reichskabinett besragt. (Sehr richtig! bei den Deutshnationalen.) Wenn er sagt, er habe daß preußishe Kabinett nicht befragen können, weil am Mittwoch keine Zeit war, dann hatte die Auf- lösung do< wohl no<h bis Donnerstag Zeit. (Sehr wahr! rets.) as die Personalpolitik angeht, so frage ih, ob ein re<tsstehender Oberpräsident heute no< mögli<h wäre, der verbotene Organi- iiouen vor fich aufmarschieren läßt. (Sehr richtig! bei den Ry Gnationa en.) Wo wäre ein rehtsstehender Ren? am Rhein und an der Saale, der für Wein, Weib und Gejang eine so starke Vorliebe zeigt. (Heiterkeit.) Bezeichnend ist die Kritik des demokratishen Redners über Herrn Leidig, der seine Freude aussprach, daß . die Koalitionspolitik tPARe L gewirkt habe: es gibt au eine s{lete S , die die Kinder verdivbt. (Erneute Heiterkeit.) Die Deuts<he Volkspartei sagt: a aber! Wir sagen: Fa deshalb! ' Dem einst geäußerten rie des Ministers Severing, er fithle si< als Staatsminister, nicht als Parteiminister, haben wir seinerzeit geglaubt. Diesen Glauben haben wir verloren. Jh erkläre ohne Untershäßung der Qualitäten, des Willens und der Intelligenz des Ministers, das er eine parteipolitishe Herkunft ni<t abzuleugnen vermag. Eine N US eron kann nur bestehen bei Been Rechten und Pflichten. (Lachen links.) Wenn Sie meinen, daß wir eine Front mitmaden Tönnen, die uns zum Stillstand verpflichtet, dann übershäßen Sie unsere Harmlosigkeit. (Sehr gut! bei den Deutschnationalen.) Wenn wir eine sol<he Politik ablèhnen, dann würden wir von

unseren Wählern abgelehnt. Minister Severing hat das Wort gesprochen: Vas s Sea, E ih gete. tit Mann über

ord. Recht hat er darin. Es i} kein Schade, wenn er einem anderen Play macht, der si<h in seiner Tätigkeit niht dur< den Nebel der Partei leiten läßt. Besser er stirbt, als daß das Reichs- und Staatsschiff auf Klippen und Sand gerät. Dabei bleiben wir, ob denen, die guten oder bösen Willens sind, das gefällt oder nit. (Lebhafter Beifall bei den Deutschnationalen.)

Minister des Innern Severing: Meine Damen und Herren! Der Herr Abg. Wallraf hat \i< in seinen Ausführungen bemüht, Diékrepanzen zwischen der preußishen Regierung und der Reichs- regierung oder, um mi präziser auszudrü>en, Meinungsverscieden- Heiten zwishen mir und dem Reichskabinett darzulegen. Ich habe aufmerksam seinen Worten gelausht, habe aber nit gefunden, daß er diese ganz allgemeine Behauptung mit Irgendeiner Tatsache zu belegen vermocht hätte. Jh habe mich allerdings am 23. März in meiner Rede gegen die Auffassung gewandt, als ob ein Appell an den Herrn Reichskanzler oder an die Neichsregierung meine Stellung hier im Landtage erschüttern könnte. Aber, meine Damen und Herren, wie war es? Hatten ni<t diejenigen Kreise, die- jenigen Herren, mir die Veranlassung zu dieser Abwehr gegeben, die Ste (re<ts) heute so rührend in Shuy nehmen A: Ich habe diese entsprehende Bemerkung gemacht im Anschluß an dîe Be-

Tanntgabe eines Telegramms des Geschäftsführers der Deutschvölki- schen Freiheitspartei Herrn von Weberstedt, in dem alle Ortsgruppen der Deutschvölkishen Freiheitspartei aufgefordert wurden, an den Herrn Reichskanzler zu telegraphieren, mi<h meines Amts zu ent“ heben. Da war es notwendig, die Oeffentlichkeit aufzuklären, daß eine derartige Befugnis verfassungsmäßig die Reichsregierung gegen- über einem preußischen Minister des Innern nicht besitzt.

Ich habe in derselben Landtagsrede darauf aufmerksam gemadht, daß ähnliche Forderungen au von Herrn Wulle in einem von mir erwähnten Briefe an den Herrn Reichskanzler geïtihtet wurden und daß in den „Politischen Briefen" des Herrn Roßbach in einigen Nummern vorher meine Abberufung gefordert wurde. :

Nun sagt Herr Abgeordneter Wallraf in seinen leßten Aus- führungen, daß es besser sei, daß ein Mann politis sterbe, als daß das deutshe Volk politis< zugrunde gehe. Die Erörterungen in diesem hohen Hause drehten sih auch in diesen Tagen hauptsächlih um die Frage, wie wir die Nuhrfront fester und den Abwehrkampf erfolgreicher gestalten könnten. Wenn i< mi< re<t eutsinne, hat auh der Herr Abg. Wallraf seine eben beendete Nede mit diesem Ausbli> eingeleitet. Nun glaube i, daß die Frage, ob mein Wirken im Interesse Deutschlands liegt, betrachtet vom Standpunkt der Ruhr- fämpfer, am zuständigsten nicht von uns bier in den parlamentarischen Teidenschaftlih beeinflußten Erörterungen, sondern von den Nuhrkämpfern. selbst beantwortet werden kann. Da ist mir um das Urteil der Ruhrkömpfer nicht bange. (Sehr richtig !) Wenn im Nuhrgebiet heute eine Abstimmung darüber erfolgen könnte, ob die politishe Auffassung, die ih vertrete und in meiner Amts- führung betätige oder die Auffassung, die dur die Rede des Herrn Abg. Schlange und des Herrn Abg. Baeker zum Ausdru> gekommen ist, eher geeignet sei, uns zum Erfolge zu führen, dann werden sich 9,0 der Ruhrkämpfer für meine Auffassung entscheiden. (Sehr richtig ! bei der Deutschen Volkspartei, in der Mitte, der Ver. sozial- demokratishen Partei. Gegenrufe bei der Deutschnationalen Volks- partei.) Nicht weil i< am Amt klebe, sondern weil das meine politishe Auffassung ist, bleibe i auf meinem Posten, so lange ih vom Vertrauen des Landtags getragen werde.

Nun die Diskrepanz. Jch habe gestern in meinen Ausführungen festgestellt, daß ih mih über das Verbot der Deutschvülkischen Freiheitspartei vorher mit meinem Kollegen Oeser als dem zuständigen Reichsminister des Innern verständigt hätte. Ich habe in den bisherigen Debatten das enge Einvernehmen der Staatsregierung mit der Neichs- regierung niht hervorgehoben und niemanden im preußischen Kabinett, weder den Herrn Ministerpräsidenten no< einen anderen Kollegen, an meine Seite gezogen. Jh brauchte keinen Sekundanten. Wenn ih aber jeßt dur die Ausführungen des Herrn Abg. Wallraf provoziert werde, und wenn, wie i< Grund habe, anzunehmen, diese Ausführungen des Herrn Abg. Wallraf zu einer neuen Legende. aus- gemünzt werden sollen, dann möchte ih doi sagen: ih habe un- mittelbar nah dem Amtéantritt des Herrn Reichskanzler Cuno den Herrn Reichékanzler von dem ganzen Fragenkomplex unterrichtet, der uns in den leßten Tagen hier beschäftigt hat, und ih habe den Herrn Neichékanzler gebeten, in einer Sißung des Reichskabinetts mit dem preußischen Kabinett diese Frage zu besprechen. (Hört, hört!) Wenn es zu dieser Aussprache nit gekommen ist, dann stelle ih vor dem Lande fest, daß das niht meine Schuld war. (Sehr rihtig! bei der Ver. Sozialdemokratischen Partei. Zuruf bei der D. Vp.) Nein, diese Aussprache hat noch nicht stattgefunden, Herr Kollege Dr. Leidig. (Hört, hört! bei den Komm.) Das ist aber kein großes Unglück. Ich führe das lediglich an, um der Lüge den Kopf zu zertreten, als ob ih ganz eigenmächtig vorgegangen wäre. Wäre es zu einer ge- meinsamen Sigung über diese Fragen gekommen, so hätte vollständige Vevbereinstimmung zwischen der Auffassung des Neichs- Tabinetts und der Auffassung des preußischen Kabinetts über meine Amtéführung bestanden. Was ist den geschehen? Der

mögli

es si

Herr Abg. von Kardorff hat ganz ri<tig festgestellt: als ih in meiner Nede vom 23. März ausführte, daß die Deutschvölki\he Freiheits- partei aufgelöst sei, hat Herr von der Osten, der nah mir sp1ach, das hingenommen und nihts dagegen gesagt. Ueber Nacht erst ist der Deutschnationalen Volkspartei oder einigen ihrer Herren der Ge- danke gekommen, daß das ein famoser Anlaß sei, jeßt die Hetze gegen den preußi\<hen Innenminister ganz energis< zu betreiben (Sehr richtig!) Was besteht denn für ein Unterschied zwilchen der Autlösung der Deutschvölkijchen Freiheitépartei und der Auflösung der National- sozialistischen Partei, der Großdeutschen Arbeiterpartei, die vorher erfolgt waren, ohne daß Sie ein Wort dazu gesagt haben ? Sie 'agen : die Organi- sation der Deutschvölkischen sei eine Partei. E kennen doch die Naturgeschichte dieser Partei, Sie wissen do<, daß die Deutsch- völfische Freiheitspartei ledigli<h ein Schußschild für lle die ver- botenen Vereinigungen war. Es lag gar feine neue Situation vor. So wenig ih daran gedaht habe, die Auflösung der National- sozialistishen Arbeiterpartei, die meines Amtes war, mit meinen Kollegen zu besprehen, weil das eine ganz selbstverständlihe An- gelegenheit war, die mir auf Grund des Geseßes zum Schutze der Republik übertragen war, fo wenig habe i< es für absolut erforder- lih gehalten, au diese E in z el maßnahme zu bespuehen. Aber den Anlaut dazu habe ih genommen; das habe i< wiederholt von der Tribüne des Landtags bekanntgegeben.

Meine Damen und Herren! J< habe die Auffassung, daß es heute mehr denn je darauf ankommt, unbeirrt von Tagesstimmungen die Politik des Reichskabinetts und des preußischen Kabinetts durch- zuführen, die uns an Rhein und Ruhr zum Erfolg führen kann. (Sehr richtig! bei der Ver. Sozialdemokratishen Partei.) Jh bin überzeugt, daß die Zukunft mir ret geben wird. Ih erinnere mi dabei an das Wort des großen nordischen Dichters, der meinte, daß diejenigen Recht haben, die im Bunde mit der Zukunft sind. (Leb- hajter Beifall bei der Ver. Sozialdemokratischen Partei.)

Damit s{hließt die Aussprache.

Das Ministergehalt wird hierauf gegen die Deutsch- nationalen und Kommunisten bewilligt. Die Anträge der Kommunisten aus 1921 auf Entschädigung der verbotenen fommunistishen Zeitungen und as bernahme der Be- stattungskosten für den Kommunisten Sült auf die Staats- lasse und Entschädigung der Hinterbliebenen werden abgelehnt.

Jn der Einzelbesprehung kommt zu den Ausgaben für landgräfliche Behörden und Aemter dex

Abg. von Plehwe (D. Nat.) auf die Entfernung der Land- räte von Auwers und Graf Baudissin zurü. Man habe Spitel in ihre Kreise geshi>t, um Material gegen sie zu sammeln.

Abg. Ro 989 (Komm.): Jm Kreise Wittenberg hat der deutsh- nationale Landrat, der 1920 es heimli<h mit den appisten hielt, bis heute nos keinen Kreistag-inberufen. Dieser Landrat gehört au zu den Rittern des Fohanniterordens. (Lachen re<ts.) Der Herr ist nur auf seinen persönlichen Vorteil bedaht. J< habe ihn, nahdem er si, troßdem er über ein Automobil a widerrehtli< weitere Pferdegelder hatte zahlen lassen, in unserem Blatte sharf angegriffen und O beleidigt; er hat alles auf sih sigen lassen, und au dem Minister ist es bisher nicht gelungen, einen solhen Beamten von seinem Posten zu entfernen.

Abg. M ilberg (D. Nat.) erwähnt die Maßregelung eines Gemeindevorstehers wegen Zugehörigkeit zur Deutshnationalen Volkspartei. Würde die Maßregelung au< erfolgt sein, wenn um ein Mitglied der Deutshen Volkspartei handelt, die do<h au die Staatsform auf geseßlihem Wege ändern will?

Ein Schlußantrag wird angenommen. Zum Worte waren noch 8 Redner, meist Deutschnationale, gemeldet.

Ueber die Zustände im Saargebiet verbreitet si<h der

Abg. Ba hem (D. Nat.): Die Ug im Völkerbundsrat habe nit zur Befriedigung der Bevölkerung Etagen, sie stelle vielmehr einen Hohn auf deren Klagen und Beschwerden dar. Noch immer bestehe das Las und der von dem unmög- lih gewordenen Herrn Dr. Hektor als Vertreter bestellte Herr Land sei als Kommissar bestätigt worden.

…_ Abg. Dr. Preyer (D. Nat.) e sih über die unge- bührlih lange Verzögerung und die Fnhaltlosigkeit einer Antwort auf eine Anfrage, die einen Eingriff der Regierung in die Selbst- verwaltung zum Gegenstand hatte. Er geht dabei gegen den Mi- nister in Ausdrü>en zum Angriff vor, die von der Linken mit Entrüstung und Pfuirufen aufgenommen werden.

A Frau Wolfstein (Komm.) erhebt Protest gegen den Geheimfonds der politischen Polizei. Für dessen Bewilligung oe heute sogar die Sozialdemokraten und machten sih mit N E es Spigeltums ganz offen zu Verrätern an der Arbeiterklasse. as habe nit dieser Weißmann ags alles an- gerihtei!! Und diesem Oberspißelkommissar habe der Abg. Heil- mann seine Verdienste um die demokratishe Republik noch be- sonders attestiert!

Abg. Kilian (Komm.): Als die Weißgardisten vor einiger Zeit unbehelligt in hellen Haufen nah München strömten, da hätte sih do< gerade der Herr Dr. Weißmann bewähren können. Er aber, der Staatskommissar für die öffentliche Ordnung, hat samt seinem Stabe von allen diesen Fascistentransporten nihts gewußt; er nimmt wohl das Geld der Republik, kümmert si< aber um die Republik nicht weiter.

__ Die Ausgaben für diesen Staatskommissar werden be- ine der Antrag der Kommunisten auf Streichung abge- ehnt.

Abg. S<netter (Komm.): Mülheim hat die untex einem stehende Pau gel auch noch die gegen wehrlose Arbeitex aufgeboten. die werktätige Arbeiterschaft ist es, shüßt wird, sondern die leßtere läßt sih den und Fndustriebarone angelegen sein.

__ Abg. Friseurinnungsobermeister Köl ge s (Zentr.) stellt als Mülheimer richtig, daß die Rädelsführer dort sih ausdrülich als Anarchisten und Syndikalisten bekannt haben und zum blutigen Angriff auf ihre deutschen Brüder zu schreiten vor hatten.

Abg. Dr. Ritter (D. Nat.) führt Beshwerde über unberech- tigtes Einschreiten der Polizei gegen Studenten, die als „Hafken- kreuzler“ und somit als staatsgesährlih beargwöhnt worden seien. Zur sozialen Versöhnung trage solches provozierende Verhalten der Polizei nicht bei.

Den Fonds von 4 Millionen Mark im Ordinarium der Ausgaben „Zur Bekämpfung des Verbrechertums“ hat der Ausschuß auf 40 Millionen Mark zu erhöhen vorgeschlagen.

Von deutschnationaler Seite „werden bei diesem Titel Anklagen gegen kommunistishe Störung von rechisgerichteten Versammlungen usw. erhoben.

Abg. Kilian (Komm.) protestiert gegen diese unerhörte íIden-

tifizierung von Kommunisten mit V&brechern. Die Polizei gehe

bei ihren Maßnahmen gegen die Kommunisten, zumal wenn sie

Ausländer seien, mit anz unglaubliher Willkür vor.

use Haus beschließt na< dem Antrage des Hauptaus- es.

__ Abg. Knoth - Frankfurt (Komm.): Jm Extraordinarium wird wieder eine Riefensumme für neue Nahkamp waffenlieferun- gen für die Polizei verlangt. Wir lehnen es ab, Mittel des steuer-

Fn Suhl und jezt auch în ozialdemokratishen Minister

ndjägerei zum Einschreiten Das ist eine Schande! Nicht die von dieser Regierung ge- <uß der. Funker

T l - Ks h N

Damit ist der HaNsbalt des Ministeciums des mit Ausnalme der Ausgabetitel Schugpolizei und Staat; Polizeiverwaltung erledigt. UUliche Der Haushalt des Staatsrats wird gleichfalls nommen, nachdem der Abg. Hoffmann - Münster (D erflärt hat, seine Partei werde bei einem späteren Haushal grundsäßlichen Standpunkt darlegen. Der Antrag

Staatsrat wieder zusammen mit dem Jnnenminister; zu etatisieren, wird im Hammelsprung mit 122 gegen e Stimmen bei 11 Enthaltungen angenommen. (Lebh. Bej D bei der Mehrheit.) fall

Eine große Reihe von Entschließungsanträgen wird ;

Ausshußfassung angenommen, Die Eingabe des Magistet Halle beireffend Einspruch gegen das Vorgehen bei der Ver Piat iiung der Polizei n Halle, wrd unter Ablehnung eines ntrags Schreiber (Dem.) auf Aus\chußberatu zurü, gewiesen. Angenommen werden demokratis<e An träge auf baldige Borlegung ebzies Geseßentwurfes, der daz Unfallfürsorgegeseß auf die Landjägerei und Polizeibeamten ausdehnt, und auf i von Mitteln, um mit mög: planmäßigen Landjägerei,

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Innern

Ange : Nat.) t ihren

lihster Beschleunigung für die beamten Dienstwohnungen herzustellen.

Die namentliche Abstimmung über das Mißtrauensvotum der Deutschnationalen wird exst nah der Pause zur Abstim mung kommen, da erst nach der s eine Abstimmung frühestens am zweiten Tage nah der Besprechung zulä ig ist

as Haus vertagt sih auf den 3, Mai, 1 Ubr: ittel- deutshe Unruhen, Haushalt.

Schluß 4 Uhr.

Parlamentarische Nachrichten.

Im aushaltsauss<huß des Reichstags w wpgt bei Behandlung des 12. Nachtrags für 1922 auf D rage des Abg. Dr. Her y (Soz.) die wirtshattlihe Lage behandelt in die das Rheinland und das Ruhrgebiet dur< den Einbuh der Franzosen und Belgier verseßt worden sei. Laut Bericht des Nah rihtenbüros des Vereins deutscher Zeitungéverleger referierte ‘Staatssekretär Dr. Schr ö der (Neichéfinanzmin.) zunächst über die Markstützungsaktion. Die Mittel des Neichs wurden tolange geschont, wie noch andere Mittel irgendwelcher Art zur Verfügung \tanden. Bes triebe, die in finanzielle Schwierigkeiten gerieten, mußten deshalb in erster Linie daraut verwiesen werden, sih auf dem privatwirtschait]idhen Wege, d. h. dur ihre Privatbankverbindungen, die nötigen Mittel zu vershaffen. Soweit man damit rechnen konnte, daß Betriebe noh im Besitz von Devisen waren, mußte verlangt werden, daß sie diesen Devisenbesiß flüssig machten. Nah Erschöpfung des Privatkredits hatten die Betriebe die weitere Möglichkeit, si< von der Neichèbank dur Diskontierung und Lombardie1ung weitere Kredite zu verschaffen. Erst na< Erschöpfung dieser Kreditquellen seßte die Kredithilte der seit der Demobilmachungszeit bestehenden gewerblichen Hilt'sfasse ein, Die Hilfskasse soll grundsäßlih nur . für kleinere und mittlere Bes triebe Kredite gewähren, da angenommen werden darf, daß die Große betriebe in weitem Umfange die Möglichkeit der Beschaffung von Betriebs, mitteln auf dem Wege dur Privatbanken und die Reichsbank besißen, Eine produktive Erwerbslosenfür}orge wurde teilweije derart ausgebaut, daß den Betrieben zur Abde>ung erhöhter Produktionskosten (3. B. kost spielige E1saßtransportmittel) unter erleichternde Bedin ungen Dar- lehen gegeben werden. Soweit den Arbeitern reine Arbeitslojen- fürforge zuteil werden muß, werden sie in möglihst weitem Umtange zu Notstandsarbeiten herangezogen. Zu diejen Ausführungen maten ergänzende Mitteilungen die Negierungévertreter Ministerialrat Wessig (Neichewirtschaftsmin.) über die Beteiligung der parie tâtishen Ausschüsse bei der Prüfung der Kreditanträge und die Bedingungen der Krediterteilung; Ministerialrat Jaffs (Reichéfinanzministeriuum) über den erteichterten Lombardkredit der Reichsbank, über die besonderen Kreditaktionen an großindustriele Organisationen und über die Mitwirkung des privaten Bankkredits. Obeniegierungérat Dr. Berger (Reicbsarbeitsmin.) berichtete über die Erwerbsloenfürsorge im beseßten und Cinbruchsgebiet. Ex verwies insbesondere auf Schwierigkeiten, die si< in manchen Orten daraus ergeben haben, daß die Bejazungstruppen die Unterstüßungs gelder, die für den notwendigsten Lebensvedarf der Bevölkerun bestimmt sind, beshlagnahmt haben. Direktor Brey s e (Reichsbaut) füh1te aus, daß alle Wechseldiskontierungen der Reichsbank na wie vor nah den üblichen auf Bankgesey oder Vernwaltungsbestimmungen berubenden Gtuundsäßen vorgenommen würden. Der Unter)<ied in der Behandlung des beseßten und des unbeseßten Gebiets bestünde ledigl< darin, daß die Kreditinstruktionen, die aus Währungs- rü>sichten notwendig geworden seten, im beseßten Gebiet unter weit- gehender Nücksihtnahme auf die dortigen Verhältnisse entsprechend nasihtig zur Anwendung gebra<ht würden, aber auch in diesen Ves zirken würden von der Reichsbank nur Kredite gewährt, die auh unter Berüdsichtigung des Umstandes, daß dajelbst notwendigerweise auf Lager gearbeitet werden müsse, nad kaufmännischen Grundsäßen vertretbar seien. Alle Kredit anträge . von Firmen des beseyten Gebiets würden eiw g na< Grund und Zwe> geprüft. Der leitende Qe- ihtspunkt bei ibrer Beurteilung sei die Inganghaltung der Be- triebe. Mit Bestimmtkeit aber könne gesaat werden, daß der Gesamt betrag der gewährten Reichsbankkredite niht annähernd so hoh sei, wie vielfa angenommen werde, und zu irgendwelchen Bedenkeu keinen Anlaß gebe. Hierauf wurde der 12. Nachtrag zum Re1chd- haushaltsplan 1922 angenommen. Damit wurde u. a. der Reidhs- minister der Finanzen ermächtigt, zur Befriedigung unab- weisbarer, infolge des Einbruhs in das Rhein- und Ruhr- gebiet hervorgerutene rBedürfnisse nötigenfals Garautien zu über nehmen. Hierzu wurde ein Antrag des Abg. Dr. Her (Soz) angenommen, wonach Garantien des. Neichs jedo< nit übernommen werden dürfen, a) soweit ni<ht alle sonstigen Besiß- und Garantie unterlagen der Garantiesuchenden bereits voll auégenußt worden sind, b) soweit sie sih mittelbar oder unmittelbar auf Schutz vor Preis senkungen beziehen. Ueber Höhe und Art solcher etwa bereits ge währten Garantien ist einem Aus1huß des Reichstags von fieben Mitgliedern bis spätestens 1. Mai 1923 über künftig zu gewährende Ln jeweils spätestens monatli eingehend MRechen]cha!t zl geben. Alsdann wandte si< der Ausshuß der Beratung des Etats zur Ausführung des Friedensvertrags zu, und ¿war wurde die Frage der Flüchtlingslä ger behandelt. Aba Dr, Moses (Soz ) gab eine Schilderung seiner Ertahrung beim Besuche des Flüchtlingslagers in Frankfurt a. O, den er mit Kücksicht auf die Interpellation Hergt und Gen. im Dezember vorigen Jahre3 unternommen hatte. Diese Interpellation hatte die Zustände im &lüchtlingélager Frankfurt a O., namentli die Verpflegungs- und Unterkunstsverk- hältnisse sowie die sanitäre Veriorgung, als äußerst traurig bezeichnet. Dr. Moses bezeichnete die Unterkun'tsverhältnisse denez eines Fluct- lingslagers entsprehend, wenn au< manches zu wünschea übrig bliebe. Namentlih sei im Winter did Versorgung mit Kohlen dürch den Kohlenkommissar re<ht mangelhaft gewesen. Die Verpfleoung®- verbältnisse sind nah dem Urteil des Hygieni\chen Instituts in Berlin durchaus einwandétrei, die ärztlichen Einrihtungen ausgezeichnet. A dings sei einmal von Wolgadeutichen A einge|hlepp! i: Flüchtlingen bestehe eine Art Flüchtlingep)y oje, aber allgemeinen arbeite der Direktor mit dem Betriebsrat E in Hand. Ahg. Dr. Schreiber Bente) verlangte / Sachen der Flücht!inasläger erhöhte Anfmerk)amkeit für die A sorge und tür die Schule. Abg. Dr. Mumm (D. Nat.) hielt tür eine dringende Aufgabe des Reichs, die berehtigten Aniprüche

zahlenden Volkes zu bewilligen, um eine Polizei auszurüsten, die immer nur gegen die Arbeiter eingeseßt wird.

auf Zuteiiung von Siedlungs!and mit größerer L eihleunigung Ln befriedigen. -Inobesondere müsse die Entschädigung der vertrie

in den Flüchtlingslägern untergebrahten ostmärfishen Flüchtlinge

mänenpähter und Ansiedler bes<leunigt und das Entschädigungs-

rahren von allen verme1dbaren Er|<wernissen befreit werden und im iaatseigentum befindliher Grundbesiy, insbesondere fulturfähiges 2 or- und Oedland, für Siedlungszwe>e bereitgestelt werden. ‘erauf vertagte sih der A 18shuß. ; vers” Her volkswirtschaftliheAus\<Guß des Neichs-

gs erledigte gestern den Gesegentwurf über den Verkehr mit lpelmetallen, Edelsteinen und Perlen in erster fesung. Aenderungen wurden nur in geringem Umfange vor- ommen. Im $ 1, der von dem Vorteil des Erlaubniszwanges fi der Weiterveräußerung von Fertigerzeugnissen |priht, wurden von der

o

Crlaubniépfliht au< diejenigen Betriebe betreit, die neue rtigwaren nur von Gewerbetreibenden erwerben, die selbst. eine f aubnis nit bedürfen; ebenso wurde die Befreiung im Interesse ter Kreise erweitert, die folhe Waren im Großhandel vertreiben der im Wege der Einfuhr erwerben. Sodann wurde gegen die Auf- gung von Auflggen na< den Vorschriften der $8 2 undz 3 beim Ketriebe des Gewerbes Beschwerde erhoben. Schließlich f erhielt 7, der die Vornähme von Veränderungen während einer Sherrfrist jerbietet, insofern cine Einschränkung als die Prüfung des Fein- chalrs au< s{<on während der Sperrtrist zugelassen wurde, l, wenn Mur niht die Wiederer?ennbarkeit des Gegenstands vermindert vird. Auch bei diesem Geieye wurde dem Reichswirtshaftomihister n Verbindung mit dem R und dem zuständigen Aus\{uß.des Reichstags das Recht Jum Erlaß von Ausführungsbestimmungen gegeben.

Der Beamtenaus\<uß des Neihstags bè- iftigte sich gestern mit der, weiteren geshäftlißen Behandlung des. eyentwurfs über Beamtenvertretungen Der Auéshuß be)<loß.,

nit der dritten Lesung am / Mai zu beginnen und erst nah deren z

Beendigung eine Stellungnahme der Regierung herbeizuführen. i

‘Sandel und Gewerbe. | Berlin, den 25. April 1923.

Telegraphische Auszahlung, as

42. April 24. Apkil

«Geld Brief Geld Brief 11670,75 11729,25 | 11770,50 f 11829,50

10862,77 10917,23 | 10922,62 * 10977,38 1745,62 1754,38 | 1740,63 *, 1749,37 531168 338,32 | 6311,68 * 5338,32 5635,87 5664,13 | 5635,87 5664,13

5 4 7955,06 7994,94 7980,00 8020,00 825,93 830,07 853,86 858,14 1466,32 1473,68 1496,25 1503,75

138652,50. 139347,50 |139650,00 140350.00 29825,25 729974,75 | 30174,37 0020 n 2029,91 2040,09 2019,93 30,07 5441,36 5468,64 5496 22 9923,78 4598,57 4581,43 4638,37 4661,63 - 13965,00 14035,90 | 13940,06 14009,94 } 3192,00 3208,00 3266,81 3283,19

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dwedische weizer Epanische E Wheho-slow. Staatsnot., neue (100 Kr. u. darüb. ú v unter 100 Kr. . 881,75 \ngarishe Banknoten . . N 4,53 *) Am 23. April: 1914,80B. a ; Die Notiz „Telegraphische Auszahlung* sowie „Banknoten“ ver- fi sih für je 1 Gulden, Franken, Krone, Finnländishe Mark, Lire,

vom 25. Ap Geld 30174,35 30124,50 1735,65 214,45 5610,90 138652,50 138403,10 818,90 2029,90 1164580 1466,30 294,25 5276,75 40,35

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325,65 75,50 1744,35 215,55 5639,10 139347550 139096,90 823,1 *2040,1 11704/90. 1473,70 295,75 , 5303,25 40,65

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esetas, Lei, Pfund Sterling, Dollar, Peso, Yen und Milreis und ir je 100 öôsterrei<his<e Kronen.

Der Geschäftsberiht der Hirs<, Kupfer- und Nessingwerfe Aktiengesellschaft in Berlin für 1922 weist darauf hin, daß ihre Industrie dur<h Auébau des An- sblungssystems und durch die Gewährleistung des Festpreises für den letallinhalt des Fertigfabrikats in der Lage war, die Unbestimmtheit ter Kalkulationsfaftoren aut ein Mindestmaß des Möglichen herab- Wegen. Während des Geschäftsjahrs schied das Meisingwe:k Reinicken- dort, und zwar sowohl jeine in der Bilanz zum 31. Dezember 1921 borhanden gewesenen Aktiven und Passiven als au die Messingwerk Yinidendort Betriebs.G. m. ‘b. H. aus der Gesellschaft aus und ng in das Eigentum der Metaliwarenfabrik Baer u. Stein Aktien- b'ellschaît, Berlin, über, die darau}hin ihr Aktienkapital von drei q, neun Millionen Mark erhöhte und die neuen te<s Millioaen Naik Aktien als Gegenwert für das Messingwerk Meini>kendorf der Vinlch, Kupter und Mes)singwerke A. G. überließ, die nunmehr über 7 90 vH des Kapitals der Baer u. Stein Gejell- „verfügt. Der Besip an Aktien der Hüttenweite

Vilh Kayser u. Co. Aktiengesellschaft, Berlin, wurde n Berichtsjahr etwas verstärkt, fo daß die Gesellschaft jeßt fast das sinje Kapital kontrolliert. Die Metallvearbeitungs-Gesell)|haft Fri llnann & Co. G. m. b. H., Berlin, deren sämtliche Stammanteile ¿e Geellschaft besigt, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 1922 in ge Aftiengesellichait unter dem Namen Altmann Aktiengesell\chaft etallbearbeitung umgewandelt. Die Donau-Tiegelwerks-Aktien- bedlchart in Nürnberg war im abgelaufenen Geschäftsjahre in acn, Betrieb. Die Erste Bayerische Graphitbcrgbau Aktiengetell- Untergriesbah hat ihre Produktion an Graphit laufend und Preisen abgelegt und ihren Grubenbejip dur< Hinzu- benachbarter Grubenfelder wesentli erweitert. In Gemein-

uro O der Firma Gebr. Arndt G. m. b. H., Berlin, iat uri vor Schluß des Jahres die Arndt Aktiengesell- Lebe für Cisengießerei in Me1singwerk bei Eberswalde ins n gerufen, un in einem Teil des von dem bisherigen

5 Millionen Mark, wovon die Gesells{Gaft 74 9/9 besitzt. Einscließli{< des Vortrages von 3547 062 Æ, bleibt ein Ueberihuß von 826 075 225 M. Die Geschästsunkosten ein\{ließli< Zinsen urd Steuern erforderten 991 679 460 4. Die ordentlichen und außerordentlichen Abschreibungen auf Gebäude und Maschinen und Grundstücke betrugen 45 636 689 4, so daß ein Reingewinn von 188 759 076 4 verbleibt, der \i< wie folgt verteilt: 200% auf 4 80 000 000 Aktienkapital = 160 Mill. 4, saßung8mäßige Vergütungen 17422222 4, Vortrag auf neue Rech- nung 11 336 854 M.

mit : 24. d. M. infolge Anwendung der Kursflausel eine Erhöhung um

„6 44 200 tür die Tonne. Die ? neuen Höchsipreise stellen si< nun- mehr wie folgt: Hämatitroheisen 690500 4, Gießereiroheisen L 660 500 M, Gießereiroheifen 1iT 657 300 4, Cu-armes Stahleisen 690 500 M für die i Sor

Siegerländer Stahleisen und Spiegeleisen bleiben in der bisherigen A bestehen.

erhöht, und zwar um 166 000 4 ) dieses Eisens stellen si< wie folgt: Hämatit-Nobeifen 936 000 4, Erei I 906 000 4, Gießereiroheisen 111 903 000 4 für die

stoff erblasen für die Zeit am 24. d. len

die erneute Devisensteigerung erst in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden.

Karlsruhe, die dem „Jnag-Konzern“ angehört, hat laut Meldung

des zweite Geschäftsjahr (Kalenderjahr 1922) 60% Dividende zu ver-

teilen.

Vom Nohetisenmarktteilt ,W. T. B.“ ausHannover Die festgeseßten Höchstpreise erfahren mit Wirkung vom

Tonne ab Werk. Die Preise . für die Sorten

Die Preise für Noheilen mit engli)ihem Brennstoff er-

asen wurden infolge des gestiegenen Ptundkurses bereits ab 16. d. M. tür die Tonne. Die neuen Preise

onne ab Werk. Die Preise für Noheisen mit englishem Brenn- M. können mit Rücksicht auf Die Dr. Mayer&Noßler, Aktien gesell\<aft,

W. T. B.“ in ihrer Generalversammlung beschlossen, für das

Dem Reservefonds werden überwiejen 3 225 000 4. Auf neue Rechnung werden vorgetragen 250 364 4.

Wagengestellung für Koble, Koks und Briketts

am 23. April 1923:

T

Rubrrevier Oberschlcsisches Revier Anzahl der Wagen

. e 2196

Gestellt. .. Nicht gestellt. . Beladen zurü>- geliefert —*) 2196

*) Nah Anordnung des Herrn Reichsverkehrsministers sollen Zahlen vom Ruhrgebiet bis ‘auf weiteres ni<t mehr veröffentlicht werden. ;

Die Elektrolytkupfernotierung der Vereinigung für deutsche Elektrolytkupfernotiz stellte si< laut Berliner d des „W. T. B.“ am 24. April auf 11440 .4 für 1 kg (am 21. April au

10080 .4 fâr 1 kg).

*

Kartoffelpreise der Notierungskommissionen des Deutshen Landwirtschaftsrats. Erzeugerpreise für Speisekartoffeln in Mark je Zentner ab Verladestation: weiße gelbfleish. 2400

2100 2100 2300

2000 2000 2200-—2500 2200—2500 2200—2500

2000—1800 2200—2400

rote Kartoffeln Berlin, 24. April : Stettin, 24. April: Dresden, 23. Aprúil: Schwerin, Med>l., 23. April:

2000 annover, 20. April: 1900 1800 2500 ranffurt-a. M.,

23. April: 3000 3000 3000 Köln, NRh., 20. April: Rheinische weiße 2200. München, 16.—21. April: Aus Oberbayern 2000—2650, aus

Niederbayern 2100—2400, aus Oberpfalz 2100—2400, aus Schwaben 2200——2600, aus Unterfranfen 2000—2200. Für Kartoffeln ab bayerischer größerer Städte nahe gelegenen Stationen wegen billigerer Fracht und Fuhrlöhne entspre<hend höhere Preise.

Eer 0 T E

Kurse der Federal Neservebank, New York,

Wochenduräschnittskurse für die Woche vom 9. April bis 14. April 1923: „M. = $ 0,238 216 293 815 1 $ = P.-M. 21 276,596 „M. = Fr. Fr. 3,563 1 £ = P.-M. 99 100,709 M. = Belg. Fr. 4,126 . Fr. = P.-M. 1422,695 M. = Port. Cscudos —,— elg. Fr. = P.-M. 1228,369 M. = P.-M. 5068, 432 1 Lira, it. = P.-M. 1059,220

vom 16. April 1923: .= $ 0,238 216 293 815 P-M 21 276,996 .= Fr. Fr. 3,577 M, 98 997,872 = Belg. Fr. 4,136 r. Fr. = P..M. 1417,021 . = Port. Cscudos 5,201 lg. Fr. = P.-M. 1225,5932 = P.eM. 5068,432 , it. = P.-M. 1057,447

F vom 17. Ayril 1923: M. =$ 0,238 216 293 815 1 $ = P.-M. 22 727,273 „M. = Fr. Fr. 3,620 1 £= P.-M. 105 818,182 .= Belg. Fr. 4,187 1 Fr. Fr. = P.-M. 1495,455 z ort. Cscudos 9,247 i 1 Belg. Fr. = P.-M. 1293,182 „M. 5414,007 | 1 Lira, it. = P.-M. 1118,182

vom 18. Apyxil 1923:

M. = $ 0,238 216 293815 1 $ = P.-M. 31 250,000

-M. = fr. Fr. 3,631 4 £ = P.-M. 145 487,500

.-M. = Belg. Fr. 4,209 . Fr. = P.-M. 2050,000 -M. = Port. Cécudos 5,2599 L$Belg. Fr. = P.-M. 1768,750 .= P.-M. 7444,259 1 Wira, it. = P.-M. 1537,600

. vom 19, April T1923: - M. =$ 0,238 216 293815 1 Ÿ$= P.-M. 28 571,429 .-M. = Fr. Fr. 3,582 1] £4 P.-M. 133 131,429 „M. = Belg. Fr. 4,143 1 r. Fr. = P.-M. 1900u,000 „M. = Port. Cscudos 5,213 elg. Fr. = P.-M. 1642,857 .-M. = ÞP.-M. 6806,180 1 Lira, it. = P.-M. 1414,286

T. B.) Großhandelspreise in Berlin im Verk mit dem Einzelhandel, offiziell festgestellt dur<h def Landezverband Berlin und Branden- burg des MReichsverbands des Deutschen Nahrungsmittelgroßhandels, E. B., Berlin. Die Preise verstehen sih tür $4 kg ab Lager Berlin. Gerstenflo>ten, lo —— bis —,— H, Gerstengraupen, lose 985,00—1100,00 4, Gerslengrüge lote 985,00—1025,00 ., Hafer- floden, lote 1080,00—1150,00 6, Hatjergrüge, lose 1100,00—1150,00 .46, Hatermeh!1, lose —,— H, FKartoffelstärkemeh1 771,00—850,00 4, Maisflo>ken, 1oje —,— bis —,— 4, Maisgrieß 950,00—975,00 4, Maismehl 845,00— 875,00 4, O M lose 1275,00—1325,00 4, i

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Berlin, 24. April. (

Matfaroni, lose 2200,00—2900/00 4, Schnittnudein, lose 1500,00 bis 1750,00 #/ Neis —,— bis —,— M, Burmareis 1255,00 bis 1300,00 Æ, gla}. Taftelreis 1350,00—1700,00 A, grober Bruch- reis 1050,00 1100,00 4, Reismehßl, lose 1100,00—1 120,00 M, Reis- grieß, loje 1100,00— 1130,00.4, Ningäptel. ameritk. 4576,00—4757,00.4, getr. Aprikojen, cal. -8461,00—12197,C0 Æ*, getr. Birnen, cal 5371,00 bis 7577,00 4, getr. Pfirsiche, cal. 5842,00— 6990,00 4, getr. Pflaumen 2105,00—2345,00 Af, Korinthen 5524,00 bis 0733,00 .46, Rosinen, fiup. carab., 1922 er Ernte 2618,00—4625,00 4, Sultaninen in Kisten 1922 ex Ernte 5453,00—7383,00 .4, Mandeln, bittere 4884,00— 4973 00 .#, Mandeln, süße 7763,00—9949,00 4, Kaneel 10271,00—11693,00 .4#, Kümmel 12431,00—12914,00 A, \shwarzer Pfeffer 5652,00—5734,00 4 weißer Pfeffer 7267,00 bis

Vetrieb ver] j assenen Altwerks in Messingwerk die vorhandenen Anlagen bi jwedentsprehender Weise auszunuyzen. Das Aktienkapital beträgt

n

Kaffee superior 10700,00—11100,00 A. Nösifaffee, minimal 1080000 bis 16000,00 4, Erfatßzmishung 20% Kaffee 2900,00 —3200 A. Röst- roggen 1090,00—11{ 00 4, Nöstgerste 1000,00—1050,00 4, Bohnen, weiße 1085,00—1250,00 4 Weizeninehl 1925,00—1125,00 4. Gpreises erbjen 10395,00—1200,00 Æ Weizengrieß 1140,00—1225,00 4. Linien 1400,00—1650,00 A, Purelard 5150,00—5200.00 4, Braten]<malz 9150,00— 5200,00 A Sped, getalzen, ret! 5050,00—5100.00 H, Coraed bee! 12/6 1bs per Kiste 235000,00 —- 240000,00 4, Ma1melade 850,00—2650,00 4, Kunsthonig 985,00—1190,00 .4, Auslandszuder, raffiniert —,— bis —,— H, Tee in Kisten 17000—26000 4. *) Bessere Sorten über Notiz.

q - {Berichte von auswärtigen Devisen- und 4 Wertpapiermärkten.

Devisen.

Kdn, 24. April. (W. T. B.) Amtliche Devisenkurse: Holland 11 720,62 G., 11 779,38 B., Frankrei 1993,00 G., 2003,00 B, Belgien 1%28,16 G. 1736,84 B., Amerika 30 074,62 G., 30 225,38 B,, England 139 575,19 G., 140274,81 B.. Schweiz 5481,26 G,, 5508,74 B, Jtalien 1486 28 G., 1492,72 B., Dänemark 5685,75 G., 5714,29 B, Norwegen 9336,32 G., 5363,38 B, Schweden 8029,88 G, 8070,12 B, Spanien 4593,49 G., 4616,51 B., Prag 896,75 G, E Budapest 5,94 G., 5,96 B, Wien (neue) 41,98 G,,

Danzig, 24. April. (W. T. B.) Noten: Amerikanische 96,96*) G., 30453,44*) B., Polnische 63,84 G,, 64,16 B. elegraphische Auszahlungen: London 140 647,50 G., 141 352,50 B,, olland 11 970,00 G., 12 030,00 B., Paris 2056,34 G., 2067,66 B., olen 65,48*) G., 64,22 B., Warschau 64,83*) G, 65,17 B. *) rep. Prag, 24. April. (W. T. B. Notierungen der _Devt1en- zentrale (Durchschnittskurse): Amsterdam 1347,00, Berlin 11,75, Christiania 615,50, Kopenhagen 649,50, Stoctholm 915,00, Zürich 610,00, London 159,12, New York 34,40, Wien 4,77, Marknoten 11,50, >Polnis<he Noten —,—, Paris 229,50. Bei den Kurfen handelt es si jeweilig um 100 Cinheiten der betreffenden Währung. Eine Ausnahme bilden Berlin, Wien und Polnis@he Noten, die in 10 000 Einheiten, und New York und London, die in einer Einheit der betreffenden Währung notiert werden. . London, 24. Apul. (W. T. B.) Devisenkurje. Paris 68,95, elgien 79,95, Schweiz 25,564, Holland 11,884, New York 4,65,12, panien 30,33, Italien 93,70, Deutschland 138 500,00, Wien 327 500,

ukarest 985,00. : / Par1s, 24. April. (W. T. B.) Devisenkurse. Deutschland 007, Bukarest 7,05 Prag 44,40, Wien 22,00, merika 14,924, elgien 86,40, England 69,288 Holland 583,50, Jtalien 74,00, weiz 271,00, Spanien 228,00, Sto>holm —,—. Amsterdam, 24. April. (W. T. B.) Devijenkurje. London 158857. Berlin 0,00,843, Paris 17,20, Schweiz 46,472, Wien 0,0036, KoPbenhagen 48,20, Stockholm 68,35, Christiania 45,35, New Bork 2900, Brüssel 14.85, Madrid 39,15, Italien 12,65, Budapest , Prag 7,974--7,62}, Helsingfors 7,00—#,15. uürich. 24. April. (W. T. B.) Devisenkur}e. Berlin 0,01,85, 0,00,774, Prag 16,39, Holland 215,50, New York 95,904, 25,984, Paris 36,75, Italien 27,274, Brüssel 31,75, Kopen- 04,00, Sto>holm 147,40, Christiania 97,60, Madrid 84,50, Aires 201,50, Budapest 0,102, Bukarest, Agram —,—, u 0,01,17, Belgrad 525,00. i penhagen 24. April. (W. T. Devijenkurse. London 24,68, New York 5,32,50, Hamburg 0,01,95, Paris 35,60, Antwerpên 30,70, Züri 96,75, Rom 25,45, Amsterdam 208,15, Sto>tholm 142,10, Christiania 94,35, Helsingfors 14,80 Prag 15,90. StoFholm, 24. April. (W. T. B.» Devisenkurse. London 17,40, Beïlin 0,01,30, Paris 25,05, Brüssel 21,70, shweiz. Pläve 68,80, Aniîsterdam 146,50, Kopenhagen 70,65, Christiania 66,90, Washbingto Ï 3,74,25, Helsingtors 10,45, Nom —,—, Prag 11,25. C hrissüantia, 24. April. (W. T. B.) Devisenfur}e. London 26,25, Hamburg 0,02,00, Paris 38,90, New York ——, Amsterdam 221,50, Zürlth 102,50, Helsingfors 15,75, Antwerpen 32,75, Sto>- holm 151,258 Kopenhagen 106,75, Rom —,—, Prag 17,00.

Londo nl 24. April. (W. T. B.) Silber 32%, Silber auf Ueferung 327/44. Ÿ i Wertpapiere.

Hambu g, 24. April. (W. T. B.) (Schlüßkurse.) Brasilbank 180 000, Commerz- u. Privatbank 15 000, Vereinsbank 9000, Lübe>— Büchen 41 290,Schantungbahn 9000, Deutsch-Austïal. 103 000, Hams- burg-Amerika -Paketfahrt 71 000, Hambur - Südamerika 167 000, Norddeut|her Boyd 37 500, Vereinigte Elbschiffahrt) 39 259, Calmon Njbest 20 350, Ÿ Harburg - Wiener Gummi 35 100, Ottensen Eisen 29 500, Alfen Fement 83 000, Anglo Guano 124 000) Mer> Guano 72 000, Dynanft Nobel 36 250, Holstenbrauerei. 35 500, Neu Guinea ——, A m O Freiverkeh r. F Kaoko\11 000, Sloman Salp#&er i‘ E

Frantktiffrt a. M., 24. Aprik. . T. B.) - Oesterr. Kredit 25 000,00, B@ische Anilin 36 250,00, Chem. Griesheim 30 600,00,

öchster "F e'fe 30 000,00, Holzverkohlung8# Industrie Konstanz 1 750, Deutsche Gold- u. Silberscheideanstalt 34 000,00, Adlerwerke Kleyer 11 500,00, Hilpert Armaturen 14 500,00, Pokorny u. Witte- kind 9500,00, Aschaffenburg ZeUstoff 70 000,00, 4, Phil. Holzmann 10 000.00, Wayß u. Freytag 16 500,00, Lothringex Zement 18 750, Z erra Waghäujel 17 900,00, 3 9% Mextikanishe Silber- anlkibe —,—.

‘Wien, 24. April. (W. T. B.) Türkische, Lose 460 500, Mais rentê, 830, Februarrente 1430, Oesterreih#<e Kronenrente 630, Destetx. Goldrente 14 590, Ungarishe Goldr@ite 69 000, Ungarische Kroneßrente —,—, Anglobank 247 000, Wienkr Bankverein 141 000, Oestertpichishe Kreditanstalt 166 000, Ungarische Kreditbank 535 000, Länderbank, junge 362 000, Oesterreichish - Ungarische Nationalbank —,—, Wiener Ünionbank 194 000, Ferdinand Ai 13 500 000, Uoyd Triestina —,—, Oesterreichishe Staatsbahn 1 225 000, Süd- bahn 190 000, Südbahnprioritäten 583 000, iemens Schu>ert 64 010. Alpine Montan 632 000, Poldihütte 905 000, Prager Eisen 2 0gV 000, Rima Murany 320 000, Waffenfabrik 66 000 Brüxer Kohlen 2270 000, Salgo-Kohlen 1 920000, Veitscher 23 100 000,

aimler —,—, Skoda-Werke 920 000, Leykgm-Josefsthal 262 000,

alizia 12 500 000. i : i

London, 23. April. (W. T. B.) 4 °%/Yundierte Kriegsanleibe

,00, 5 9% Kriegsanleihe 1025/16, 4 9% Siegeßanleihe 94,50.

? London, 24. April. (W. T. B.) Privätdiskont 19/2. \ Amsterdam, 24. April. (W. T. B.} % 9/0 Niederländische aatsanleihe von 1918 91,75, 3 % Niederländishe Staats anleihe 65/16, 3 9% Deutsche Reichsanleihe „Januar - Juli - Coupon —,—, Kömglih Niederländ. . Petroleum 398,25, Holland-Amerika Linie 113,50, Atchison, Topeka & Santa F —,—, Nock Island —, Southern Pacific 93,00, Southern ilway 33,75, Union Pacific 144,00, Anaconda 104,50, United State L Corp. 1073/s

Ruhig. _A \ arenmärkten.

ie Menge der für die ftion (April-Maiserie)

VeLichte von auswärtigen London, 23. April. (W. T. B.) am Dienètag, den 24. April, beginnenden ) il-Maise zur Bekfügung stehenden Wolle dürfts sich auf insgesamt 187 700 Ballen belaujen, unter denen fi 62 Ballen Kreuzzuchten

befinden. »

y London, 24. April. (W. T. B.) Die heute beginnende Woll - auktion erfreute sih lebhaften Zuspruhs. Das Angebot betrug 12,094 Ballen, die lebhaft von inländischen, kontinentalen und amerifanischen Kau|lustigen begehrt wurden. Im Vergleich zu den im “März bezahlten Preisen erfuhren Merînos eine Steigerung von 5 bis 72 9%, feine Kreuzzuhten d 9/0, mittlere und grobe 109%

Kapwolle 10 bis 15 0%. ( T a Ade Da April. (W. T. B.) Der heutige T u<h«

7480,00 .4, Kaffee prime roh, je nah Zoll 11150,00—11600,00 4,

und Garnmarkt verlief ruhig. - 4 E