1923 / 110 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

llen. Abg. Dr. Helfferich (D. Nat.) {loß sih dem an, jo éhr er den Gedanken an 28 begrüße. Abg. A ner (Zentr.) estriit, daß die technischen wierigkeiten fo E as wären, wie der | Staatssekretär behaupte. Abg. Dr. He r ÿ (Soz.) betonte, daß die : Vorschläge der Regierung in keiner Weise den Verhältnissen voraus- eilten, sondern mindestens {hon im Juni eingeholt sein würden. Die Reichsratsvorlage ginge in der Berücksichtigung der [aaien Ver- hältnisse {hon sehr weit, der E des Feone n Hoóner sei daher abzulehnen. Die Abgg. Dr. Scholz (D. Vp.), Keinath (Dem.) und Hartleib (So Ven der Vorlage zu. Staats- jekretär Zap f stellte auf verschiedene Anfragen aus dem Ausschuß die orlage ciner Novelle zum Einkommensteuergeseß in Aussicht. Abg. Koenen (Komm.) stimmte dem Antra Eee zuz die Lohnsteuer erbringe neunzig Prozent der Ginkommensteuer und dagegen wendeten ich die Arbeiter. Der Antrag e Zentr.) wurde abgelehnt, die orlage der Regierung wurde einstimmig angenommen.

Der NReichstagsaus\<uß für Wohnungs- wesen E < vorgestern mit dem Se einer Er- Guan des Reichssiedlun Zone leves auf und eines

ñitiativantrages Dr. h m e - Magdeburg pas Dr. Gilde - meister (D. Vp.), Stücklen (Soz.). ieser Entwurf beab- sichtigt, auf eine beshleunigte Wiederseßhaftmachung der aus dem Osten vertriebenen deutschen Ansiedler hinzuwirken, er Ausschuß stimmte den Gedanken des Antrages grundsäßlich zu.

Der: Vexrstärkie Yandwäris haf taau F GuA des Preußischen Landtags beriet die Anträge der Doutsch- nationalen, des Zentrums und der Deutschen Volkspartei, die die Aufhebung bzw. E Abänderungen der Verordnung des

taatskommijssars für Volksernährung vom 19. Februar 1923 fordern, in der eine beträchtliche weitere Ab - lieferung von Getreide in denjenigen Bezirken und Kreisen verlangt wird, die ihr Liefersoll bisher nicht erfüllt haben, ie deutschnationalen Redner forderten eine gänzliche Beseitigung des Erlasses, da er juristis< und volkéswirtschaftlich nicht gerechtfertigt sei und zu einer shweren Schädigung der Landwirtschaft und der Tandwirtschaftlichen Erzeugung führen würde. Auch die von Papen -(Zentr.) und Graf Stolberg (D. ) hielten den Erlaß für juristis< unhaltbar; es müsse au<h das Necht der Be- schwerde gegen die Nachveranlagung dem Landwirt gesichert sein. Staatssekretär Ramm erklärte, daß der Staatskommissar vorläufig nicht beabsichtige, den Erlaß zurüctzuziehen, die Rechtsgültigkeit des

Erlasses sei zweifellos. Entstehende Prozesse müßten durchgeführt werden, Eine Ermäßigung sei Er diejenigen Erzeuger no< möglich, die nachweisen, daß das Lieferjoll infolge unabwendbarer, bei der O nicht bereits berücfsichtigter Ereignisse nicht zu er-

en fei.

Der Geschäfbsordnungsaus|[<uß des Preu- ßischen Landtages beriet am Freitag abend über eine Reihe von Anträgen zur Verschärfung der Ordnungsbestim- mungen, Nach den neuen Bestimmungen soll die Dauer der Geschäftsordnungsbemerkungen grundsäßlih auf 5 Minuten be- {ränkt werden. Der Präsident wird befugt, die verschärften Ordnungsbestimmungen besonders auch dann anzuwenden, wenn ih ein Abgeordneter seinen Anordnungen nicht fügt. Während bisher die Ausschließung eines Abgeordneten im strengsten Fall 15 Sißungs- tage betreffen kann, soll in E schweren Fällen oder bei wieder- holtem Ausschluß die Teilnahme an 20 Sihungen untersagt werden Fönnen, Weiter wurde beschlossen, dem Landtag die Annahme einer Bestimmung dahin zu empfehlen, daß der Präsident Abgeordneten, die troß thres Ausschlusses versuchen, in die Sißungen des Landtages oder seiner Ausschüsse einzudringen oder sonst die Ordnung in ven Landtagsräumen stören, bis zum MWlaus des leßten Ausschlußbages den Aufenthalt im Landtagsgecocude untersagen kann.

i

Handel. uud Gewerbe. Berlin, den 14. Mai 1928. Telegraphische Auszahlung.

14. Mai 12, Mai Geld Brief Geld Brief

Amísterd.-Notterd. | 17955,00 18045,00 | 16708,12 16791,88 Buenos Aires

(Papierpeso) . | 16458,75 16541 25 f 15361,50 15438,50 Brüssel u. Antw. 2618,43 2631,57 2451,35 2463,65 Cbristiania Ls 7650,82 7689,18 7022,40 7057,60 Kopenhagen 8608,42 8651,58 7955,06 7994,94 Stockholm und

Gothenburg « « | 12069,75 12130,25 f 11261,77 11318,23 Helfingfors s 1211,96 1218,04 1180,04 1185,96 TEIAULILN +4 a6 00 2254,39 2265,65 2080,78 2091,22 London . . - « « « 1212467,50 213532,50 |196008,75 196991,25 New York . « . . | 45885,00 46115,00 | 42992,259 43207,75

I 6s 3037,38 3052,62 2823,92 2838,08

Wel e ¿s 6s 8079,75 8120,25 7690,72 7729,28 (SDANIEN as os 6683,25 6716,75 6533,62 6566,38 Dau ta se 21446,25 21553,75 | 21047,25 21152,75 Nio de Janeiro . 4389,00 4411,00 4389,00 4411,00 Aen «ce 4 e 63,24 63,96 59,89 60,21 Prag L2G E 1818 00028

ugoslawien j

(Agram u. Bel- )

D L, 465,83 468,17 | 444,88 447,12

4 Kr.=1Dinar Budapest... 8,10 8,16 7,88 7,92 Ca a 352,11 353,89 347,13 348,87 Konstantinopel. . E

_————

Ausländische Banknotén vom 14. Maf.

f (Beld Brief Amerikanis{e Banknoten 1000—5 Doll. . « .44638,10 44861,90 A i 2 und 1 Doll. . « « 44488,50 44711,50 Belgische 7 C Gai s 1% C ORDUSIDO - COSLAD - Bulgarische ä a r a O E 346,10 347,90 Dänische s Ee Ges i ONOO A Englische V 0E - «eia va e COOIZO 00 2097/80/10 L o bschn. zu 1 £ u.darunter 206482,50 207517,50 innische s A Ee a ea L ALZODAD E A OD ranzösische L 20100. 2002/00 olländische 0 Ds «. 17800/20 1(94470 - Stalienische s L e a E044 LZUOD Sugoslawische (1: Dinar = 4 Kr.)- 460,80 463,20 Norwegische 5 C o 2A) ACOLO O VODE O Oesterreichishe , neue (1000-500 000 Kr.) 61/09 6145 i N = neue (10 ‘u.- 100 Kr.) « Numänische e 7.000 11 1000 Let,» < 20649 207,90 R é unter 500 Lei . . -—— —— Schwedische 4 Ee es LADCOUO 12090,00 Schweizer L ÿ ; 7955,05 7994,95 Spanijche P e a D E O L Tfchecho-\low. Staatsnot., neue (100 Kr. u. darüb.) 1319,65 1326,35 % " unter 100 K... 1017/00 192409 Ungarische Banknoten 6,38 6,42

Die Notiz „TFelegraphishe Auszahlung“ sowie “, Banknoten“ ver- eht si<h für je 1 Gulden, Franken, Krone, Finnländische Mark, Lire, efetas, Lei, Pfund Sterling, Dollar, Peso, Yen und Milreis und r je 100 ôsterreihis<he Kronen.

Wochenübersicht

Nach der der Reichsbank vom 7. Mai 1923 betrugeu (in Klammern + und im Verglei: mit der Vorwoche):

: O 1923 1922 1921 die Aktiva: in 1000 .# | in 1000 4 | in 1000 4 Metallbestand*) . : 14 428 E 1020 L i 1 10027 darunterGold**) i 913 909 i 1001 88s 1091 pr A I E En Dar-|| 1 639 259 112 3358 479 | 22967 097 schein afen» 1((— $011 208)((— %$40221)/((— 1181 962) Noten anderer { 603 122 4 799 1281 Banken . .. U(4+ 252535) (+ 676)|(— 112) As (+ 102 537 580)(+— 180720) isfontierte - Meidaldag- 1 (1° 96 T6 Dao 94835081 Lombardforde- { 9b 124 388 52 159 8 842 XUNgEN., e o (4+ 4657 440)(— 82 155)|(— 396) Effekten . 1 064 157 933 929 223 232 (— 143 038)|(+ 4687) |(— 9 545) sonstige Aktiven . 536 134 143 11 211 974 8773 35L U (— 33586 946)|(— 432 970)|(— 49 153) te Pasllva: : Grundkapital 180 000 180 000 180 000 (unverändert) | (unverändert) | (unverändert) Reservefonds. . . 127 264 121 413 104 258 unverändert) | (unverändert) | (unverändert) umlaufende Noten | 6 723 102 529 142 463 621 71 114 541 f (+4- 177 118 170)|(4+ 282043 564) (+ 274816) fonstige tägli 1: feelzaus 1chTetten : . a) Neichs- und j Staategute (4. ‘38 28 S0 20088 815 481 b) Privatgut- 3 488 933 990 22 810 583 5 aben . A 89 062 276)|(— 1 227 723) 6 464 662 sonstige Passiva . 863 894 969 2 397 759 3 494 413 (— 17 088 080)|((— 216 630)| (+ 272149)

*) Bestand an kursfähigem deutschen Gelde und an Gold in Barcen oder ausländis<ßen Münzen, das Kilogramm Feingold zu 2784 M

bere<hnet,

**) und zwar: Goldkassenbestand 689 877 000 (— 12 750 000), Golddepot (unbelastet) bei den ausländishen Zentralnotenbanken 224 032 000 (4 6 750 000).

%,

Der Börsenvorstand beshloß laut Meldung des

und in der Wo

und Freitag Wertpapierbörse stattfinden zu lassen.

leßte Maiwoche hat vorbehalten.

„W. T. B.“, in dieser Woche am Montag, Mittwoch und Freitag

<he nach Mittwoch Ueber die

der Börsenvorstand si< die Entscheidung no<

Pfingsten am

Nach dem Bericht der Gesells<aft für elektrische

Unternehmung

auf das Aktienkapital, das Ende 1921 auf

Berlin für 1922 s{hlägt der Vorstand 150 000 000 #4 und im

en in

abgelaufenen Jahr auf 300 000 000 4 erhöht wurde, die Aus- \chüttung von 100 vH gegen im Vorjahr 20 vH auf 75 000 000 4

e DOT,

Verrechnet wurden 1922 an Gewinnen aus laufenden

Erträgen 195 563 000 4 (1921 19 406 000 4), an Gewinnen aus

Verkäufen 193 765 000 4 (1921 5 509 000 4).

Der Neingewinn

von 342 076 542 4 verteilt fi< wie folgt: 100 vH Dividende auf 300 000 000 4 300 000 000 #, Gewinnanteil des Aufsichtsrats

25 043 478 M, Einlage in den

Para für Angestellte

10,000 000 6, Vortrag auf neue Nechnung 7 033 064 4. __— Nach dem Bericht der Potsdamer Credit-Bank über das Geschäftsjahr 1922 is Ber Umsaß im Jahre 1922

54 587 Mill. Mark gegen 5086 Mill.

ark im Jahre 1921; Die der

Bank anvertrauten fremden Gelder erreichten am 31. Dezember 1922 den Betrag von 1 356 098 873 46. Zum ersten Male seit einer Neihe von Jahren wurde au<h das Akzept zur Finanzierung von Nohstoff- einkäufen wieder in Anspru genommen. Auch die Hergabe der Bürg- schaft wurde in dem der Geldentwertung entsprehenden höheren

Maße verlangt.

Die am 28. November 1922 beschlossene Er-

höhung um 20 000 000 4 ist no< im Berichtsjahr dur<geführt und bradhte aus dem Aufgelde eine Verstärkung des Neservefonds auf

14 000 000 4. De

Davon erhält der

r Reingewinn für 1922 beträgt 25 562 602 4. Svezialreservefonds 2660 000 Æ, ein Ueber-

teuerungsfonds 10 000 000 4, 50 vH Dividende auf 20 000 000 4 Kapital 10 000 000.46, Gewinnanteil an den Aufsichtsrat 2 210 260 4.

Als Vortrag verbleiben 692 342 (46. Auf

der Tagesordnung der

Generalversammlung vom 28. Mai d. J. {teht der Antrag auf Er- höhung des Grundkapitals. Die Chemische Fabrik Griesheim-Elektron

\{lägt laut Meldung des „W. T. B.“

yor, 3000 Papiermark für

die Aktie zu verteilen.

_ Die Roheinnahmen der Canada in der ersten Maiwoche betrugen laut 2 976 000 Dollar; Zunahme gegen das Vorjahr

acific-Eisenbahn ees des „W. T. B.“ 34 000 Dollar.

Die Goldausbeute in Transvaal betrug laut Meldung des „W. T. B.“ im April 1923 743 651 Unzen. im Werte

von 3 160527 Pfund Sterling gegen 3236 741

Pfund Sterling im

März 1923 und gegen 2 173 272 Pfund Sterling im April 1922.

London, 11.

Mai. (W. T. B.) Wodchenausweis der Bank

von England vom 10. Mai ‘(in Klammern Zu - und Abnahme im Vergleich zum Stande am s. Mai): Gesamtreserve 23 496 000 (Zun. 417000)-Pfd. Sterl., Notenumlauf 123 776 000 (Abn. 416 000)

Pfd. Sterl,

Wechselbestand 68 614 000 (Abn. 1 516 000) der Privaten 102 003 000 (Abn. 5 633 000) Pfd. Sterl,

des Staates 14 602

21 670 000 (Zun. 418 000) Pfd. Sterl. ,

42 221 000 (Abn. 3

serven zu den Passiven 20,15 gegen 19,01 vH

Barvorrat 127 522 000 (Zun. 2000) Pfd. Sterl.,

Pfd. Sterl, O Guthaben 000 (Zun. 1 367 000) Pfd. Sterl., Notenreserve Negierungssicherheiten Verhältnis der MNe- in der Vorwoche.

138 000) Pfd. Sterl.

Clearinghouseumsagz 746 Millionen, gegen die entspre<hende Woche

des Vorjahrs wenige

r 52 Millionen.

Zürich, 12. Mai. (W.T. B.) Wochenausweis der Schweizer |-

{<en

und Abnahme im Vergleich Metallbestand 638 055 827 (Abn. 621 120), kassensheine 6 370 900 (Zun. 3800),

Franken:

(Abn. 108 298 680),

1515 700), Yombardvorshüsse 48 514 922 (Zun. 4 000 042),

Nationalbank vom 7. Mai (in Klammern Zunahme

zu deut Stande vom 30. April A in

Darlehns- : _ Wechselbestand 333 293 421 Sichtguthaben im Eusland 9 729 800 (Zun. Wert-

\chriften 8 597 091 (Zun. 50 418), Korrespondenten 15 264 530 (Abn.

1535 136), Gelder 30 940 858

fonstige Aktiva 3b 350 241 (Abn. 292 800),

iva Cigene (unverändert), Notenumlauf 888 802 235 (Abn.

26 256 650), Girodepot 153 083 676 (Abn. 74 774 308), sonsti : 22 349 965 (Abn. 4 146 818). ( 4 308), sonstige Passiva

Wagengestellu

7 R

ng für Kohle, Koks und Briketts am 11. Mat 1923:

Gestellt. . Nicht gestellt . Beladen zurüd>- NEICTEIT » + *) Nach Anord Zahlen vom Nuhrge werden.

.

Nuhrrevier | Oberschlesisches Nevier Anzahl der Wagen —*) 2333 % e. ) quan —*) 2333

nung des Herrn Reichsverkehrsministers sollen biet bis auf weiteres ni<ht mehr veröffentlicht

Die Elektrolytkupfernotierung der Vereinj für deutsche Eleftrolvtkupfernotiz stellte sih laut Berliner Mein des „W. T. B.“ am 12. Mai auf 15115 # für 1 kg (am 11. 9

auf 14467 M für 1 kg). Berlin, 12. Mai. (W. T. B.) Großhand ; in Berlin im Verkehr mit Ps Me Lopeti

offiziell festgestellt dur<h den Landesverband Berlin und Branden; burg des Reichsverbands des Deutschen Nahrungsmittelgroßhand E. BV., Berlin. Die Preise verstehen ih tür $4 ke ap wel Berlin. Gerstenfto>den, lose —— bis —,— M, erstengrauz lose1250,00—1350,00.4, Gerstengrüge, loje1250,00—1350,00.4 en floden, lote 1375,00—1475,00 4, Hafergrüge, lofe 1400,00—1450 00.4 Hatermehl, lose —,—- 4, Kartoffelstärkemehl 835,00—975,00 A Maisflo>en, lote —,— bis —,— H, Maisgrieß 1400,00—1450,00 Maismehl 1350,00—1400,00 .4, Maispuder, lose 1850,00—1900,00 4 Mattarouni, lose 2450,00—3200,00 4, Schnittnudeln, lose 1765.00 bis 1975,00 4 Neis —,— bis —,— Æ Burmareis 1675,00 {j 1740,00 .#, glaj. Tafelreis 1815,00—2365,00 Æ, grober Bru reis 1475,00 —1530,00 .4, Reismehl, lose 1475,00—1500,00 .4, Reis grieß, lose 1475,00— 1510,00.4, Mingäptel, amerik. 6321,00—6699,00,4 getr. Aprikosen, cal. 11757,00—15110,00.4*, getr. Biruen, cal. 872906 bis 9997,00 Æ, getr. Pfirsiche, cal. 8973,00—10745,00 4, (etr, Pflaumen 2600,00—2947,00 A *, Korinthen 7251,00 bi 7542,00 .4, Rosinen, kiup. carab., 1922 er Ernte 3478,00—5884 00.4, Sultaninen in Kisten, 1922 er Ernte 7358,00—9909,00 „4, Mandeln bittere 6646,00— 6843,00 4, Mandeln, süße 10760,00—13510,00 4 Kaneel 13519,00—16357,00 .4*, Kümmel 17433,00—17532,00 4 \{<warzer Pfeffer 6830,00—6945,00 .4, weißer Pfeffer 9198,00 biz 9374,00 .4*, Kaffee prime roh, je nah Zoll 13900,00—14500,00 4 Kaffee superior 13200,00—13850,00 46. Nöstfaffee, minimal 1480000 bis:22000,00.4, Ersaßmischung 209/6 Kaffee 3900,00— 4300,00 .4, Nöst roggen 1100,00—1200,00 4, Nöstgerste 1030,00—1140,00 4, Bohnen weiße 1650,00—1850,00 4, Weizenmehl 1315,00—1650,00 46, Speise erbfen. 1175,00—1400,00 4, Weizengrieß 1475,00—1650,00 4, Unsen 2000,00—2600,00 4, Purelard 7000,00—7050,00 4, Braten\dmah 6950,00— 7000,00 #4 Sped, getlalzen, fett 6650,00—6700,00 4 Coraed beef 12/6 Ibs per Kiste 305000,00 310000,00 4, Marmelade 835,00—3000,00 4, Kunsthonig 1035,00—1125,00 „4, Auslandszuter, raffiniert —,— bis —,— Æ, Lee in Kisten 23000—33000 Æ. *) Bessere Sorten über Notiz.

Speisefette... (Berihl von Gebr. Gause.) Berlin, den 12. Mai 1923. Butter: Die Zufuhren werden merkli< knapper, da infolge der hohen Preise für Margarine und Schmalz der Eigen verbrau<h auf dem Lande zunimmt. Die Ankünfte konnten daher schlank plaziert werden. Die heutige amtliche Preisfestseßung im Verkehr zwishen Erzeuger und Großhandel, Fraht und Gebinde gehen zu Käufers Lasten, lautet: Ta Qualität 6500 , Ila Quaiilät 5900—-6100 #Æ—M argarin e: Die Nachfrage ist zu den gesteigerten Preisen nur gering. Schmalz: An den amerikani|<en Produkten: märften ist die Tendenz für Schmalz nah zeitweiliger Befestigung wieder abgeshwäht. Durch die Festigkeit der Devisen gingen die Preise hier stark in die Höhe. Während in der - ersten Hälfte der Woche die Kauflust sehr gering war, macht sih zum Schluß der Woche eine bessere. Nachfrage bemerkbar. Die heutigen Notierungen sind: Choice Western Steam 6000 4, Pure Lard 6300 H, Berliner Bratenschmalz 6250 4. S pe>: Mäßige Nachfrage. Amerika nischer gesalzener Nückenspe> notiert 6000—6200 4 je nah Slül,

Berichte von auswärtigan Devisen- und - Wertpapiermärktsn.

Devisen.

Köln, 12. Mai. (W. T. B.) Amtlihe Devisenkurse: Hollaud h

16 498,65 G., 16 581,35 B., Frankreih 2783,02 G., 2796,98 B, Belgien 2413,95 G., 2426,05 B., Amerika 42 822,67 G., 43 037,33 B, England 197 604,75 G., 198 595,25 B,, Schweiz 7725,64G., 7764,36 By Stalien 2064,28 G., 2975,72 B., Dänemark 7980,00 G., 8020,00 B, Norwegen 7067,29 G., 7102,71 B, Schweden 11 386,46 G, 11 443,54 B., Spanien 6483,75 G., 6516,25 B., Prag 1273,80 G, A B,, Budapest 7,99 G., 8,01 B, Wien (neue) 61,48 G,

Danzig, 12, Mai. (W. T. B.) Noten: Amerikanisc|t 42 643,12 G., 42 856,88 B., Polnische 88,894 G., 89,394 V, = Telegraphische Auszahlungen: London 196 507,50 G., 197 492,50 B, Holland 16 708,12 G., 16 791,88 B., Paris —— G, —,— B Bosen 88,52 G., 88,98 B, Warschau 89,27 G., 89,73 B. L

London, 12. Mai. (W. T. B.) Devisenkurje. Paris 69,974 Belgien 81,00, Schweiz 25,70, Holland 11,85, New York 4,618) Spanien 30,36, Italien 95,00, Deutschland 193 500,00, Wien 229 000, Bukarest 960,00.

Amsterdam, 12. Mai. (W. T. B.) Devisenkurse, Londoi 11,812, Berlin 0,00,594, Paris 16,874, Schwetz 45,90, Wien 0,0036 Kopenhagen 47,90, Sto>holm 68,10, Christiania 42,590, New York 255,75, Brüssel 14,574, Madrid 38,95, Italien 12,40, Budapest T Prag Daf Helsingfors O LRS 5

Zürich, 12. Mai. (W. T. B.) Devisenkurse. Berlin 0,01, Wien 0,00,787, Prag 16,54, Holland 217,80, New York 5,564 London 25,71, Paris 36,75, Italien 27,10, Brüssel 31,75, Kopen hagen 104,35, Sto>tholm 148,10, Christiania 92,90, Madrid 84,9, Buenos Aires 201,50, Budapest 0,104, Bukarest —,—, Agraut —— Warschau 0,01,16, Belgrad 445,00. ; y

Kopenhagen, 12. Mai. (W. T. B.) Devisenkurje. London 24,61, New York 5,34,50, Hamburg 0,01,45, Paris 35,39, Antwerpei 30,55, Züri<h 96,00, Rom 26,10, Amsterdam 209,00, Stoholi 142,00, Christiania 88,35, Helsingfors 14,75, Prag 15,59.

Stockholm, 12. Mai. (W. T. B.) Devisenkurse. on 17,38, Berlin 0,00,95, Paris 24,90, Brüssel 21,65, {weiz A 67,70, Amsterdam 147,20, Kopenhagen 70,75, Christiania 08 | Washington 3,764, Helsingfors 10,36, Rom —,—, Prag 1

Christiania, 12. Mai. (W. T. B.) Depvisenkur|e, G 27,95, Hamburg 0,01,50, Paris 40,00, New York 6,06, Amsterd 937,00, Sitrih 109,00, Helsingfors 16,70, Antwerpen 34,90. Sto holm 161,00, Kopenhagen 113,50, Nom —,—, Prag 18,10.

e me

London, 12. Mai. (W. T. B.) Silber 32/g, Silber al | Lieferung 32°/16- E : Wertpapiere.

London, 12. Mai. - (W. T. B.) Privatdiskont 2/2, s; Amsterdam, 12. Mai. (W. T. B.) 9% Niederländisch

‘Staatsanleihe von 1918 9311/4, - 3 9% Niederländische Coni

änleihe 66,00, 3 9% Deutsche Meichéänleihe Ganuar - Juli - B08 —, Königlich Niederländ. Petroleum 358,79, Holiand-Ume Linie —,—, Atchison, Topeka & Santa 104/s, Rod Uniot! —,—, Southern Pacific 93,00, Southern Railway 32! 100 4 ns S Anaconda 97,75, United States Steel Corp. 10 Schwach.

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.) ;

Verantwortlicher Schriftleiter: Direktor Dr. Tyr ol, Charlottentln f

Verantwortlich für den Anzeigenteil: Der Vorsteher der Geschäft echnungsrat Mengering in Berlin.

Verlag der Geschäftsstelle (Mengering) in De |

Dru>k der Norddeutschen Buchdruderei und Nerlagsanst 16 Berlin, Wilhelmstr. 32. "0 Vier Beilagen

und Erste, Zweite, Dritte, Vierte und Fünfte 4 Zentral-Handelsregister-Beilage. 4

' T ergt kl haf

zum Deutschen RNeichSanzeiger und Preußi

inzelhande] M

Nr. 110.

Erste Beílage

Berlin, Montag, den 14. Mai

schen StaatSanzeïger

1923

Nichtamtliches.

(Fortseßung aus dem Hauptblatt.) Deutscher Reichstag. 352. Sizung vom 12. Mai 1923, Nachmittags 2 Uhr. [Bericht des Nachrihtenbüros des Vereins deutscher Zeitungsverleger ®) Präsident L ö b e eröffnet die Sißung um 2 Uhr 10 Mi-

nuten, Der Gefe zoutwuri zu einem deuts<h- polnischen bkommen, betreffend Ueber- {eitung der Verwaltungsstreit-,Steuerver-

¿eilungs- und Verwaltungsbeschlußsachen fowie d Rechtsmittelverfahren in gla S- Staatssteuerangelegenheiten und in

und / : Kirhensteuersachen im oberschlesischen Ab- stim mungsgebiet wird in allen drei Lesungen und in der Gesamtabstimmung debattelos erledigt.

Es folgt der Antrag Beuermann und Genossen D. Vp.), die Reichsregierung zu ersuchen, den die Lehrer- bildungsfrage zurückstellenden Kabinettsbeschluß einer Nach- prüfung zu unterziehen und die Neuordnung der Lehrerbildung nah den Forderungen der Verfassung dur<h Reichsgeseß schleunigst zu vegeln. Der Ausschuß, dem der Antrag über- wiesen war, hat beschlossen, den Antrag unverändert anzu=- nehmen.

"alb, Beuermann (D. Vp.) gibt namens der Deutschen Volkspartei, der Deutschnationalen, des Zentrums, der Demo- fraten, der Bayerischen Volkspartei und dex Sozialdemokraten folgende Erklärung ab: Œs ist der Wunsch der se<s Parteien, in deren Namen ich die Erklärung abgebe, daß die Reichsregierung ihren Beschluß niht nur überprüft, ern sih dahin entschließt, in kurzer Zeit ein Geseß über Lehrerbildun voxzulegen. Die Par- teien werden dazu bestimmt 1. dux< die Verpflichtung des Ver- fossungsartikels 143, der besagt, die Lehrerbildung ist nah den Grundsäßen, die für die höhere Bildung allgemein gelten, für das Reich einheitlih zu regeln. Sie werden 2. dazu be timmt durch den Umstand, daß beim weiteren Fehlen eines Reichsgeseßes der Einheitlicheit der Lehrerbildung Gefahren drohen, welche sih unbeschadet der Wahrung der berechtigten Eigenart der Länder ver- meiden lassen, wenn alsbald in einem Reichsrahmengeseß diese Kulturaufgabe gelöst wird.

Staatssekretär Schulz: Der Reichsminister des JFunern wird dem Wunsch des Reichstags entsprechend dem Reichskabinett erneut Vortrag Uber die Sache halten.

Der Antvag wird einstimmig angenontmeun.

Abg. D. Schreiber (Zentr.) beantragt, in den Etat des Reichsministeriums des Junnern zur Behebung kultureller Not- stände cine E Summe von 12 Milliarden Mark einzu- seßen. Von diesen Mitteln sollen drei Viertel an die Neligions- &lellidasten fallen, aus der Restsumme sollen kultuvelle und ge- meinnüßige Vereinigungen, an deren Erhaltung das Reich Anteil N und die \tudentische wirtschaftliche Selbsthilfe Unterstüßung erfahren.

Abg. Frau Wurm (Soz.) beantragt, statt 12 Milliarden nur 9 Milliarden für die studentische wirtschaftliche Selbsthilfe zu be-

willigen.

Der Antrag D, Schreibev wird von dem Abgeordneten Mum m unterstüßt.

Der Antrag der Abg. Frau Wurm wird abgelehnt.

Der Antvoag des Abg. D. Schreiber wird gegen die Stimmen der Sozialdemokratie Eo

Der Ergänzungsetat wird bewilligt, ebeuso der Er- gänzungsetat des Wirtschaftsministeriums und des Finanz- ministeriums, und das Etatsgesey in zweiter Lesung.

Eine Entschließung des Haus8haltsaus- \<usses über die Verteilung ‘der zur Unterstühung notleidender Anstalten- der freiwilligen Wohlfahrtspslege bewilligten Mittel waren dem Aus\chuß zurü>verwiesen ivorden, der na< nochmaliger Beratung erneut die unver- änderte Annahme empfiehlt. Das Haus beschließt demgemäß.

Zum Etatsgeseß werden ferner Entschließungen des Ausschu | ses angenommen, wonach für die Be- soldungen an Stelle der Ortsklassenverteilung ein Wohnungs- es treten soll, in der Zeitschrift „Wirtschaft und Statistik“ lebersichten über die Einkommen der Beamten neben der Dar- stellung dec Bezüge der Arbeiter und Angestellten veröf entlicht werden sollen und die Bezüge der Beamten in den eseßten Gebieten nachgeprüft und jo festgeseßt werden sollen, daß namentlich für die unteren shiebung gegenüber den Arbeitslöhnen Rechnung ge- tragen wivd. i

Darauf beginnt die dritte Beratung des R e R haus - haltsplans für 1923 mit dem Haushalt des Reihsministeriums des Funern in Verbindun mit den beiden Jnterpellationen Hergt (D. Nat. und Genossen wegen der Auflösung der Deutschvölkischen Freiheitspartei durch den preußischen Minister des Junern und des Vorgehens desselben Ministers gegen alle Selbstshuß- organisationen. :

Abg. Graf Westarp (D. Nat.): Nicht parteipolitische Gründe haben uns ia Juterpellationen veranlaßt, sondern FRibli e Erwägungen, denn es bestehen gewichtige Unter- hicde zwischen uns und der deutschvölkishen Partei. Das Vor- fen des Ministers gegen die deuts<hvölkishe Partei greift in ein <webendes Verfahren vor dem Staatsgerichtshof ein. Wir haben gu diesem Gerichtshof kein Vertrauen. Der Sa tage Stol hat ein vorläufiges Urteil gefällt und das Material des Ministers Gevering gegen die deuts{völkische Partei als Anlaß genug zum Entiheett angesehen, er hat aber das Verfahren ausgeseßt bis zur

ntscheidung über Roßbah. Da verkennt der Gerichtshof das verwaltungsre<tlihe Verfahren. Wenn das Material nicht aus- zeihte, mußte er das Verbot des Ministers aufheben, und wenn Ne Prozeß Roßbach weiteres Material ergeben hätte, hätte das

l ot erneuert werden müssen. Es bestehen juristische und

f itishe Bedenken gegen das Verbot, das die Partei mit allen ren Organisationen, also zweierlei, verbietet. Neben dem Republit e teht allerdings au<h das Geseg zum Schuße der (publit, ‘Die Partei hat Vereinigungen gebildet aber die Partei z li solche ist do<h ehwas anderes als eine bloße Vereinigun ._ Die Bi itishe Partei hat besondere Rechte, zu ihr gehören nit nur Î ersonen, sondern au< Korporationen. Eine Partei ist eine Ge- Oeuungsgemeinschaft, keine Vereinsversammlung. Auch für die —_tganisationen der deutschvölkischen Freiheitspartei scheint der *) Mit Ausnahme der dur Sperrdru> hervorgehobenen Weden

der Herren Minister, die im Wortiinte wiedergegeben sind,

esoldungsgruppen der Vec- -

Erlaß des Ministers Severing unhaltbar, und zwar, weil er alle Organisationen nur deshalb verbietet, weil sie zur Partei ge- d Bei der Sozialdemokratie war seinerzeit als E etiides Tat- estandsmerkmal anerkannt, daß sie auf den Umsturz der Staats- und Gesellschaftsordnung hingiele. enn Minister Severing die Organi- (En verbietet, verbietet er auch die deutschvölkische Fraktion. in Verwaltungsgericht8hof n nicht eine Ministerialverfügung so biegen, daß sie allenfalls no< haltbar ist, sondern hat nur zu prüfen, ob M Recht besteht. Fede Wahlarbeit für die Partei macht der ‘Minister unmöglich, wenn er die Partei als gee verbietet. Man ist auf dem Holzwege, wenn man den Erlaß des Ministers umbiegt und sagt, das sei nicht beabsichtigt: es komme darauf an, was in dem Erlasse stehe. Das Verbot widerspricht der Reichsverfassung. Nach dieser geht die Staatsgewalt vom Volke aus, also vom Reichstag, tatsächli<h von der Mehrheit des Reich3tags, die von Parteien gebildet wird. Es ist eine innere Unwahrheit, es so darzustellen, als finoe das Ganze wirklih vom Volke aus. Zur Bildung einer Mehrheit gehört es nah par- lamentarisher Uebung, daß eine Minderheit da ist. Es kommt vor, daß Minderheit und Mehrheit si< in der Bildung einer Regierung abwechseln. Eine Regierung sägt den Ast ab, auf dem sie sit, vernichtet das ganze parlamentarische System, wenn sie cine Minderheit verbietet. Wir müssen also gegen das Verbot aufs schärfste grundsäßli<h Einspruh erheben. Dann möchte ih den Jnnenminister fragen: Jst denn die kommunistische Partei keine Partei? Jch kann mir eine scharfe Kritik am Staatsgerichts- hof nicht versagen, der die sozialdemokratische Verwaltungspraxis gebilligt hat. Der Staatsgerichtshof faßt es als Beschimpfung auf, wenn von „Judenrepublik“ gesprochen wurde. Das erinnert an den Staatsanwalt, der meinte» bei antisemitisher Gesinnung müsse Anklage erhoben werden. Der Staatsgerichtshof soll eben nihts weiter sein als ein politisches Machtinstrument. Den Saal- {uß will man in jeder Form verbieten, ruhige Bürger sollen wehrlos sein E dem Terror der kommunistishen Banden. Das Recht der Notwehr und seine gemeinsame S werden sih aber die Kreise nicht nehmen lassen, die sich zum Saalshuß vereinigt haben. Gegenüber den Kommunistew versagt die preußische Regierung überall. J< erinnere nur an’ die Vorgänge in Mülheim, und wie sieht es erst in Sachsen aus! Auf der Linken nimmt man dort ohne weiteres ein Reht an, Schußorgani- sationen zu gründen, das man der Rechten versagk. Wir fordern von der Reichsregierung bei aller Anerkennung der Selbständig- keit der Einzelstaaten, daß sie von ihrem Aussichtsrecht energisch Gebrau<h macht. Auch darf sie auf Grund des Schußgeseßes ein Einschreiten verlangen. Auf dem Gebiete der Geseßgebung haben wir schon vor geraumer Zeit beantragt, gewisse Bestimmungen des Schußgesehßes aufzuheben. Am rnrichtigsten wäre es gewesen, das politische Ünrecht dieses Geseßes beim Einmarsch der Fran- osen ins Ruhrgebiet zu beseitigen. (Sehr wahr! rechts.) Jn Bretten ist uns das Verhalten der Deutschen Volkspartei un- begreiflich. Herr von Kardorff hat das Verfahren Severings scharf kritisiert, aber keine Folgerungen daraus gezogen. Wir halten es für unsere Pflicht, die Deutshe Volkspartei, die do< mit Severings Vorgehen nicht einverstanden e arau aufmerksam zu e welche shwere Verantwortung sie auf sih geladen hat. Sehr wahr! re<ts.) Die Art, wie in E und hüringen regiert wird, s{<ädigt die l a rN Das Gewähren- lassen der Kommunisten gesährdet die NReichseinheit, gefährde den E Abwehrkampf gegen Frankreih. Der MNeichskangler Cuno fordert zum gemeinsamen Abwehrkampf gegen den äußeren Feind auf, und in Preußen, Sachsen und Thüringen entrechtet man Leute, die vorn im Kampf gegen den äußeren Feind stehen. Me liegt eine shwere Verantwortung der sozialdemokratischen

inister, und no< größer ist die Verantwortung derer, die diesem Treiben Einhalt tun konnten, es aber niht tun. (Sehr wahr! rechts.) Leider gefällt \si<h der furor teutonicus in inneren Kämpfen, statt daß wir uns alle zum Kampf gegen den äußeren Feind vereinigen sollten. (Lebhafter Beifall rechts.)

Zur Beantwortung der FJuterpellationen nimmt das Wort der

Reichsminister des Junnern Oeser: Meine Damen und Herren! Die Fnterpellation Hergt und Genossen, Dru>sache 5713, beantworte ih, soweit zurzeit bereits eine Beantwortung möglich ist, folgendermaßen:

Die Gründe und die tatsächlihen Unterlagen, mit denen die preußische Regierung das gegen die Deutschvölkische Freiheitspartei gerichtete Verbot gerechtfertigt hat, sind in der öffentlichen Ver- handlung vor dem Staatsgerichis8hof am 26. April vorgetragen und gewürdigt worden. Jh darf anehmen, daß damit die Jnuter- pellation ihre Erledigung- gefunden hat. (Lebhafte Zurufe von den Deutschnationalen und der Deutschvölkischen Freiheitspartei: Hört! Hört! Verhöhnung!) Das ist eine einfache Feststellung! (Er- neute Zurufe re<t: Sehr einfa<h!) Ebenso ist bekannt, daß das gegen die Verbote und Auflösungsverfügungen gerichtete Be- shwerdeverfahren zu einem abschließenden Ergebnis no< nicht geführt hat. Vielmehr hat der Staatsgerichtshof beschlossen, dieses Verfahren bis zur Erledigung der Untersuchung gegen Roßbach und Genossen, die in tatsählihem Zusammenhange mit dem Ver- bote der Deutschvölkishen Freiheitspartei steht, auszuseßen. Dieser Beschluß, meine Damen und Herren, ift mir in einer amtlichen Begründung zugegangen, von der ih annehme, daß ih sie wörtlich verlesen darf. Sie lautet:

„Der Staatsgerichtshof hatte sih< zunächst mit dew beiden Fragen zu befassen, ob die Deutschvölkische Freiheitspartei eine politische Partei ist, und ob politishe Parteien unter die Schußgesetz- gebung fallen. Beide Fragen müssen bejaht werden. Mag au die Deutschvölkische Freiheitspartei grundsäßlih den heutigen Parlamentarismus als unfcuchtbar bekämpfen, so hört sie do hierdurch allein noh nicht auf, eine politische Partei zu sein, Die Ver- tretung einer Partei im Parlament dur< Abgeordnete gehört nit zu dem Wesen einer Partei. Jm übrigen hat die Deutsch- völkische Freiheitspartei nah der in der mündlichen Verhandlung vor dem Staatsgerichtshof dur< den Abgeordneten v. Graefe abgegebenen Erklärung Wert darauf gelegt, im Parlament für ihre Zwe>ke zu kämpfen, gemäß dem in den Saßungen auf- geführten Grundsaß: „Die Deutschvölkische Freiheitspartei kämpft für ihre Ziele im Rahmen der Reichsverfassung.“ Daß mit der Parteigründung au<h der Zwe>k verfolgt worden ist, vor einer etwaigen Auflösung dur< die Verwaltungsbehörden, wie dies im Republikschußgeseß vorgesehen ist, gesichert zu sein, vermag an ihrem Charakter als politische Partei nichts zu ändern.

Nah Ansicht des Staatsgericht8hofs sind auch politishe Par- teien von den Bestimmungen der. Republikshußgeseßgebung über Vereine und Vereinigungen —' $ 14 Abs. 2 nit aus3-

genommen. Ob eine politishe Partei als Verein oder Ver- einigung anzusehen ist, ist im wesentli<hen Tatfrage. Der Be- griff des Vereins ist gegenüber der Vereinigung der engere und seßt eine Verbindung für längere Dauer jowie eine Organi- sation voraus, vermöge deren der einzelne si< dem Gesamtwillen unterzuordunen hat. Vergleiche Reich8gerichtsentscheidungen in Strafsachen Band 24 Seite 245, 247! Wie dieser Gesamttwille gebildet wird, darauf kommt es entscheidend ni<ht an, ebenso- wenig darauf, ob die Organisation eine mehr oder weniger lose ist, und ob sie eine größere oder geringere Zahl von Mitgliedern umfaßt. Von diesen Gesichtspunkten aus betrachtet, ist die Deutschvölkische Freiheitspartei unbedenkli< als Verein im Sinne des $ 14 Abs. 2 des Republikshußgeseßes anzusehen; dies um so mehr, als in ihren Saßungen die Eintragung der Partei in das Vereinsregister des Amtsgerichts Berlin-Mitte vorgesehen ist.

(Zurufe re<hts: Lächerlich!)

Vergleihe Reichsgerichtsentsheidungen in Strafsachen Band 13 Seite 273, 278 bis 280, Band Seite 161, 162.

Daß die politische Partei nah dem Schußgesey eine Sonder4 stellung genießen sollte, ist im Gesey selbst mit keinem Wort zum Ausdru> gebra<ht worden. Das aber hätte bei der Bedeutung, die das Parteiwesen im heutigen öffentlichen Leben einnimmt, unbedingt geschehen müssen. Hierzu lag zweifellos um so mehre Veranlassung vor, als das Schußgeseyß im $ 15 den Wahlversamm- lungen gegenüber sonstigen Versammlungen eine privilegierte Stellung einräumt und dadur eine für das gesamte politische Leben ungemein wichtige Angelegenheit zum Gegenstand einer Sonderregelung gemacht hat. Gerade aus dieser Vorschrift muß im Wege des Beweises aus dem Gegenteil geschlossen werden, daß nah dem Republikshußgeseß politis<he Parteien als solche mangels einer für sie geltenden Ausnahmevorschrift den all- gemeinen Bestimmungen des $ 14 Abs. 2 unterworfen sind. Hierbei soll ausdrü>lih hervorgehoben werden, daß die innerhalb des Parlaments bestehenden Fraktionen, wie au<h von dem Ver» treter der preußishen Regierung in der mündlihen Verhandlung mit Recht betont worden ist, von dem Vereinsverbot nicht bes griffen werden. Das folgt mit Notwendigkeit aus dem in Art. 21 der Reichsverfassung niedergelegten Grundsaß, daß die Aba geordneten des Reichstags das ganze Volk vertreten. Siehe au< Art. 37 und 38 daselbst. Die Fraktionen sind trov ihres inneren Zusammenhangs mit der Partei, vom rechtlihen Stands punkt aus betrachtet, ein Gebilde für si< und insofern auch einer Sonderbeurteilung ebenso fähig wie bedürftig.

(Lachen bei der Deutschvölkischen Freiheitspartei.)

Aus dem Gesagten folgt, daß dur< die hier in Frage

fommenden Vereinsverbote, die jeweilig nur für das Gebiet des betreffenden Landes Geltung besigen, der unmittelbare Vers fehr der zur Deutschvölkischen Freiheitspartei gehörigen Reichs tagsabgeordneten mit ihren Wählern nicht irgendwie berührt wird. |

(Höri! Hört! bei der Deutschvölkischen Freiheitspartei.)

Beschränkt wird dagegen der mittelbare Verkehr der Reichstags abgeordneten mit ihren Wählern, soweit hierbei die zu diesen Zwe> geschaffenen Parteieinrihtungen in Anspru< genommen werden sollen.

(Abg. Schulß (Bromberg): Sie dürfen si< nur dur< Zeichen vers

ständlih machen! Große Heiterkeit.)

Das ist die begriff8notwendige Folge des Verbots der Partei. Welche weiteren politischen Folgen sih hieraus ergeben, darüber zu entscheiden ist ni<t Aufgabe des Staatsgerichtshofs.

Jn saclicher Hinsicht ist der Staatsgerichtshof zu der Anu sicht gelangt, daß die mündlihe Verhandlung zahlreiches und zum Teil re<ht s{<werwiegendes Material gegen die Deutschz völkishe Freiheitspartei zutage gefördert hat. j

(Zuruf von der Deutschvölkischen Freiheitspartei: Wo?)

Der preußische Minister des Jnnern mußte daher sehr wohl der Meinung sein,

(Zuruf von der Deutschvölkischen Freiheitspartei: Prima facie!) daß die Voraussezungen für ein Verbot der Deutschvölkischen Freiheitspartei gegeben seien.

(Ecneute Zurufe von der Deutschvölkischen Freiheitspartei: Prima

facie!)

Jnsbesondere isst die Auffassung zurü>zuweisen, daß der Ministeë einseitig und mit unnötiger Schärfe bei Erlaß des Verbots vora gegangen fei. Andererseits bestehen jedo<h nicht unerheblich Bedenken,

(hört! hört! bet der Deutschvölkischen Freiheitspartei) ob das Verbot einer strengen rihterliGen Nachprüfung, wie sié vom Staat3gerichtshof anzustellen sei, standhält.

(Lebhafte Rufe bei der Deutschvölkishen Freiheit8partei: Hörtk

Hört!)

Völlige Klarheit können in dieser Beziehung erst die im Zus sammenhang mit den Vereinsverboten stehenden, gegenwärtig _s{hwebenden Strafverfahren, insbesondere das Verfahren gegen Roßbach und Genossen, bringen. :

(Zuruf von der Deutschvölkishen Freiheitspartei: Deshalb muß

die Partei so lange verboten sein?!)

Hierbei wird es vor allem darauf ankommen festzustellen, ob uns

inwieweit das Vorgehen einzelner Parteimitglieder, p O v

Roßbachs, mit Wissen und Willen der Parteiführer, also dex Partei als solcher, erfolgt und daher dieser zuzure<hnen isk: Unter diesen Umständen erschien es geboten, das Verfähren in dieser Sache bis zum Abschluß der {<webenden Strafverfahren auszuseßen.“ Soweit, meine Damen und Herren, die Begründung, die dex Staatsgerihtshof seiner Entscheidung gegeben hat. ) Die rechtliche Entscheidung darüber, wieweit nah den zurzeit geltenden Recht au< eine im Parlament vertretene Partei vers boten werden kann, steht dem Gericht zu. Jn diese Entscheidung kann und will i< ni<ht eingreifen. (Zuruf von der Deutsch

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