1901 / 104 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

M 104. Berlin, Freitag, den 3. Mai

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gering Î mittel Gezablter Preis für 1 Doppelzentner

Verkaufte Menge

Verkaufs-

werth

niedrigster | höchster ¿ niedrigster | böôßster niedrigster | bêbster [Doppelzentner E E «a

Durbs Énitts- preis

für 1 Dovppel- zentner

m vorigen Maríttage

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Außerdem wurder am Markttage (Spalte 1) nah übers<lägliherr Schätzung verkauf: Dovvelzentn*r

(Preis unbekannt’

Verichte von deutschen Fruchtmärkten. | Qualität N [ f : Fa Ta E

/ Weizen. Wongrowiß a e : f ——- 1 ‘16,00 per L E E S 17,20 17,20

atibor . E s En T 1660 t A A 16,60 1660 17,00 S 1690 | 1720 | 1720 Döbeln E a A : L700 f 17,70 f 17,80 Langenau i. Wtibg. . a / 18,40 18,80 19,00 Colmar i. E. . S 19,18 Château-Salins . E j 17,80 Hef

Roggen. Wongrowiß .… A a 14,40 14,50 Hirschberg . h, è L A E 16,50 a : E E f 15.00 S e | 15,00 15,30 Geldern . . ; ; E E 2 14,90 14,90

O 14,80 14,90 Châtean-Salins . . . j | 14,40 e

G erfte. Landsberg a. W. . E 15,60 16,00 Wongrowitz s á : Er j - 16,00 Hirschberg E 3, 3,20 | A 15,80 L Es : 280 } 1D 13,00 15,00 Göttingen . . , N 4 S j 14,00 16,00 E A E : 3,30 | 13,70 13,70 a ; E A3 | : 16,00 16,50 Langenau i. Wttbg. . E res 2% | 2 17,20 17,40 Château-Salins E S i

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A Landsberg a. W. . E A A 15,60 6 16,00 16,00 i S 17,20 17,60 17,60 174 Wongrowiß . S E N - 16,00 16,00 10 160 Dir\Gberg e e a a S P 14,40 1460 j 14,60 14,80 885 atibor a A A - 14,40 14,80 200 2 920 A A 14,50 14,50 14,80 14,80 S i n 14,50 15,00 15,00 15,50 900 E aaa an S 16,00 16,00 ] 96 E er e - 14,50 14,90 15,00 15,20 ¿ A S 3,40 13,50 13,70 13,80 14,00 E 005 E S ,30 J 14,40 14,40 14,60 14,60 694 b E A 14,00 14,60 Bemerkungen. Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verfaufswerth auf volle Ein liegender Stri (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreFfzade Pceis

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| ausführli< dargethan ist. | "4

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Deutscher Reichstag. 86. Sißung vom 2. Mai 1901. 1 Uhr.

Am Bundesrathstishe: Staatssekretär des Innern, Staats-Minister Dr. Graf von Vosado wsfky- Wehner, Staatssekretär des Reichs-Justizamts Dr. Nieberdin g.

Zur dritten Berathung steht zunächst der Entwurf eines Geseßes über die privaten V ersiherungsunter- nehmungen.

Eine Generaldiskussion wird nicht beliebt. Auf Antr aq des Abg. Büsing (nl.) wird die Vorlage in der Spezial diskussion en bloc ohne Debatte und {ließli das Geseß im Ganzen definitiv angenommen. Die eingegangenen Petitionen werden dur dieje Beschlußfassung für erledigt erklärt

Darauf wird die dritte Lesung des Gesehentwurfs, betreffend das Urheberreht an Werken der Lite- ratur und Tonkun st, fortgeseßt.

Der S 33 hatte für die ausschließliche Befugniß zux öffent- lichen Aufführung eines Bühnenwerkes oder eines Werkes der Tonkunst die bisherige dreißzigjährige Frist auf 50 Jahre zu verlängern vorgeschlagen: das Haus lehnte im Gegensaß zu dem Kommissionsbeschluß den 8 33 in zweiter Lesung ab. Von den Abgg. Dr. Esche (nl.), Traeger (fr Volfksp.), Dr. Oertel (d. kons.), Dr. Müller-Meiningen (fr. Volksp.) und Genossen ist die Wiederherstellung der Regierungsvorlage beantragt.

._ Abg. Dr. Esche: Es ist eine Ehrenpflicht de rutschen Ge überzeugend d Verr G

leugebung, den Autoren und Komvonisten un thren Hinte hat aber seinen zu 8 27

bliebenen einen rößeren Ertrag von ibren ôpfu ntc

werden zu lafsen, als es bisher der Fall war Fs handelt f ie ie Auswanderung

au um eine Art Wittwen- und Waisfenversorgung | baconnedih Thatsächlich

on 50 Jahren besteht bereits in einer Reibe europäischer Staaten in Brüssel

Vie viel erwähnte Tantièmeanstalt würde fau ns Leben gerufe: ommt. man, wie tdén können, wenn die Verlängerung der Schußfrist ni Beset fi ie starke Verkürzung

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ie Deutschen haben oft den Vorwurf |

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| geseßt haben, ibren Leibzeiten sie v nich bier also um r G Abg: Richte

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ird. , Die Angriffe, welde der Aba. Richter gegen die ußfrist entshädigen

Socfêté des auteurs“ gerichtet hat, entbehren jeder Beweiskraft. es ift nihts Erbebliches gekürit x

perr Nichter gegen sie angeführt hat, spricht nicht gegen die deutsche allgemeinen davon, daß von

Penoflenshaft, sondern- nur dagegen, die französisde Genossenschaft J ? y

a Deutschland bineinkommen zu lassen; diese bat in der Tbat C

ne Anzabl von Statutenbestimmungen re<t bedenklicer Natur, | führunc ie wodlhabenden, sondgen die minder Pvelondere solche, welhe die Vereine in unbere<tigter Weise be t ten Klassen. die mannigfachen Politeibeschränkunaen stigen. Die von den deutshen Komponisten geplante Genossen- | die Lustbarkeitösteuer der Kommunen belasten die minder begüterten aft hat aber ganz andere Ziele. Herr Richter zitierte aus diesem | Klassen außerordentlich vor den besißenden iese Ausdebuung ogramm Einzelheiten, welche ecignet wären, dem Fluche der Licberlich- | des Sévtes muß die Verkümmerung des Musiklebens den t zu-—verfallen; aber diese Cinzelbeiten entstammen garnicht dem | breiten Volksshichten zur Folge baben. Der Hinweis, daß es bier | ogramm der Genossenschaft, sondern demjenigen der Anstalt des gelte, die wirthshaftli< Shwachen zu s<hüyen, ist kaum mebr als | tn von Hase, des eifrigsten Gegners der Genossenschaft. Die | Hase'sche Anfîtalt ist ja au< nur ein Jahr alt geworden. Der Komponisten gesprohen wird, ungebeuer übertrieben. Die ersten Kom orwurf der LäHerlichkeit richtet si also jet gegen eine ganz andere | elle. Woher weiß; der Abg Richter außerdem, daß die Verwaltungs- en der deutshen Genossenschaft au< nur annähernd fo boch sein

ponisten, meint Herr Esche, hätten keinen auskömmlichen Lobn. Nun zu der verstorbene Brahms hat große Einnahmen gehabt, und Herr Richard Strauß, der cigentliche Leiter dieser Bewegung binter

Schutreht gemein mit dem Schupreht für Komponisten wie Mozart, Händel, Bach, die dem 19. und 18. Jahrhundert an- gehören? Es wurde auf Göß, den Komponisten vo spenstigen Zähmung* hingewiesen; die Schußfrist dafür läuft bis 1906. Ebenso haben die Balladen von Karl Loewe in den leiten Jahren einen sehr bedeutenden Absahÿ gehabt. So steht es au mit

rungen ein ganz falshes Jnstrument gespielt, als er bätte spielen n. Die Verlängerung der Schußfrist hat Herr Richter auf mögliche Weise in Mißkredit zu bringen versut. Warum sollen n die Erben eines Komponisten nicht auch in dieser Weise geschützt den? Die Verlängerung der S ußfrist fügt zudem der Ali, nheit keine Nachtheile zu, wie ja in der zweiten Lesung {on

S F F 9 4% 19/9 E Da eine Nedensart; jedenfalls ift die Art, wie bier jeyt von nothleidenden | gangpunit des möchte mir do er criunnegrn die Ansialt Iden wie die der Société? Herr Richter hat mit diesen Aus- | der Kulisse, bat anscheinend no< größere. Was bat das deutsche | indem er | zugestehen will, unter einander iu „Der Wi | v L Q En Wider- | er hat diese Anstalt damit angegriffen, daß hie ein Musikring ausarten werde in Verleger auf der cinen und

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