1901 / 108 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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6) Prüfungskommission an der Königlichen Universität in Göttingen: Vorsigender: der Universitäts - Kurator, Geheime Ober- Regierungsrath Dr. LEBMnex i Examinatoren: der ordentliche L EN der Chemie, Geheime Regierungsrath Dr. Walla er außerordentliche

Professor der Agrikulturchemie, Geheime Regierungsrath

r. Tollens, der ordentliche Prof ssor der Botanik Dr. Peter und der ordentliche Professor der Physik, Geheime RNegierungs- rath Dr. Rie>e.

7) Prüfungskommission an der Königlichen Universität in Greifswald: Vorsizender: der Universitäts-Kurator, Geheime Ober- Regierungsrath von Hausen. ; Examinatoren: die ordentlichen Professoren der Chemie Geheimer Regierungsrath Dr. Sh wanert und Dr. Auwers, der ordentlihe Professor der Physik (Ernennun steht bevor) und der ordentliche Professor der Botanik Dr. Schütt.

8) Prüfungskommission an der Königlichen Universität in Halle a. S.:

Vorsißender: der Kreisphysikus, Geheime Sanitätsrath Di, Rifel. i |

Examinatoren: der ordentlihe Professor der Chemie, Geheime Regierungsrath Dr. Volhard, der ordentliche Professor der Chemie Dr. Doebner, der ordentliche Professor der Botanik Dr. Klebs und der ordentlihe Professor der Physik Dr. Dorn.

9) Prüfungskommission an der Königlichen Technischen Hochschule in Hannover: Vorsizender: der Regierungs- und Geheime Medizinalrath Dr. Gürtler. : Examinatoren: die Professoren der Chemie Dr. Seubert und Dr. Behrend, der Professor der Botanik Dr. Heß und der Professor der Physik Dr. Dieterici.

10) Prüfungskommission an e T GeR Universität in Kiel: Vorsitzender: der Konsistorialrath Florshüßg. i Examinatoren: der ordentliche Professor der Chemie, Ge- heime tig dea s ediciw Dr. Claisen, der außerordentliche Professor der Chemie Dr. Rügheimer, der ordentliche Pro- nar der Botanik, Geheime Regierungsrath Dr. Reinke und er ordentliche Professor der Physik Dr. Lenard.

11) Prüfungskommission an der Königlichen Universität in Königsberg i. Pr.:

Vorsitzender: der Regierungs- und Geheime Medizinalrath Dr. Katerbau.

Examinatoren: der ordentlihe Professor der Chemie, Geheime Regierungsrath Dr. Lossen, der ordentliche Professor der Chemie Dr. Klinger, der ordentliche Professor der Botanik Dr. Lürssen und der ordentliche Professor der Physik Dr. Pape.

12) Prüfungskommission an der Königlichen Universität in Marburg:

Vorfißender: der Universitäts - Kurator, Geheime Ober- Regierungsrath Dr. Steinmeg.

Examinatoren: die ordentlihen Professoren der Chemie, Geheimen Regierungsräthe Dr. S<hmidt (in dessen Vertre- tung Privatdozent Dr. Gadamer) und Dr. Zin>e, der n ne Professor der Botanik Dr. A. Meyer und der ordentlihe Professor der Physik Dr. Richarz.

13) Prüfungskommission an der Königlichen Akademie in Münster i. W.:

Vorsißender: der Regierungs- und Medizinalrath Dr. Krummacher. j Ei E __ Examindatoren: der ordentliche Professor der Chemie Dir, Salkowski, der ordentliche Professor der Nclhrungs mittelhemie, Geheime Regierungsrath Dr. König, der ordent- liche Professor der Botanik Dr. Zopf und vertretungsweise der Gymnasial-Oberlehrer, Professor Dr. Pünina.

B. Hauptprüfung. 1) Prüfungskommission in Aachen:

Vorsißender: der Ober Regierungsrath Boehm.

Examinatoren: die Professoren der Chemie Geheimer

Regierungsrath Dr. Classen und Dr. Bredt und der Dozent der Botanik, Professor Dr. Wieler. 2) Prüfungskommission in Berlin:

Vorsißender: der ärztlihe Direktor der Könialichen Charité, General-Arzt und Geheime Ober - Medizinalrath Dr. Schaper.

Examinatoren: der Dozent der Nahrungsmittelhemie an der Königlichen. Technishen Hochschule, Regierungsrath, Professor Dr. von Buchka, der Professor der chemischen Technologie an derselben Ansialt, Geheime Regierungsrath Dr. Witt und der Professor der Botanik an der Königlichen Universitäb, Geheime Regierungsrath Dr. Sc<hwendener

3) Prüfungskommission in Bonn:

Vorsißender: der außerordentliche Profesor, Medizinalrath Dr. Ungar.

Examinatoren : der außerordentliche Professor der Chemie Dr. Partheil, der ordentlihe Professor der Chemie Dr. Ans<hüt und d Dr. Noll.

1) Prüfungskommission in Breslau:

«g ¡5 der Bezirks-Physikus und Sanitätsrath. Professor Dr. Jacobi.

Examinatoren: der außerordentliche Professor der land- wirthschaftlichen und te<hnologishen Chemie Dr. Ahrens, der Direktor des städtishen <hemischen Untersuhungsamts Dr Fischer und der Direktor des Ptlanzenphysiologishen Instituts. Be ime Regierungsrath, Professor Dr. Brefeld.

5) Prüfungskommission in Göttingen:

Vorsizender: der Universitäts-Kurator, Geheime Ober Regierungsrath Dr. Höpfner

Examinatoren: der außerordentliche Professor der Chemie Dr. Polstorff, der Dirigent der Kontrolstation des land und forstwirthjschaftlihen Hauptvereins Dr. Kalb und der ordentliche Professor der Botanik Dr. Berthold.

6) Prüfungskommission in Halle a. S

Vorsitzender: der Universitäts- Kurator. Geheime Regierungsrath D. Dr. Schrader.

er außerordentlihe Professor der Botanik |

Examinatoren: der ordentlihe Professor der Chemie, Geheime Regierungsrath Dr. Volhard, der Privatdozent der Chemie, Profeffor r. Baumert und der ordentlihe Pro- fessor der Botanik Dr. Klebs.

7) Prüfungskommission in Hannover: Vorsitzender: der Regierungs- und Geheime Medizinalrath Dr. Gürtler. : , Examinatoren: der Leiter des städtishen Lebensmittel- Untersuhungsamts Dr. Schwarß, der Professor der teh- nishen Chemie an der A Technischen Vi Dr. Oft und der Professor der Botanik an dieser Anstalt Dr. Heß. i 8) Prüfungskommission in Kiel: Vorsizender: der Konsistorialrath Flors<üß. : Examinatoren: der ordentliche Professor der Chemie, Ge- heime Regierungsrath Dr. Claisen, der A rofessor der Chemie Dr. Rügheimer und der ordentliche Professor der Botanik, Geheime Regierungsrath Dr. Reinke. 9) Prüfungskommission in Königsberg i. Pr.: S E der Regierungs- und Geheime Medizinal- rath Dr. Katerbau. - i Examinatoren: der ordentliche eher der Chemie Dr. Klinger, der Vorsteher der Versuchsstation des Ostpreußischen landwirthschaftlihen Zentralvereins, Professor Dr. Klien und der ordentliche Professor der Botanik Dr. Lürssen.

10) Prüfungskommission in Marburg: Vorsißender: der Universitäts - Kurator, Geheime Ober- Regierungsrath Dr. der Vice Examinatoren: der Vorsteher der Untersuchungsstelle für Nahrungs- und Genußmittel, Professor Dr. Dietrich, die ordentlichen Professoren der Chemie, GUERR Regierungs- räthe Dr. Zin>e und Dr. Shmidt abwechselnd (in Ver- tretung des leßteren Privatdozent Dr. Gadamer) und der

crdentli@e Professor der Botanik Dr. A. Meyer.

11) Prüfungskommission in Münster i. W.: Vorsißender: der Ober-Präsidialrath von Viebahn. Examinatoren: der ordentliche Professor der Nahrungs-

mittelhemie, Geheime O Dr. lel der außer-

ordentliche Professor der pharmazeuti hen Chemie Dr. und der ordentliche Professor der Botanik Dr. Zopf. Berlin, den 27. April 1901.

h Der Minister j der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten. Jn Vertretung:

Wever.

Kaßner

_ Dem Gymnasial-Direktor Gl ombik is die Direktion des Gymnasiums in Wongrowiß übertragen worden.

Tagesordnung

für die ordentlihe Sißung des Bezirks-Eisenbahnraths zu Breslau am 22. Juni 1901 und für die vorberathende Sißung seines ständigen Ausschusses am 18. Mai 1901.

l) Geschäftsordnungs- Angelegenheiten.

2) Mittheilungen über die Durhführung der in früberen Sißungen gefaßten Beschlüsse, über Verkehrseinrihtungen und dergl.

3) Güterverkehrs- und Tarif-Angelegenheiten :

a. Antrag der Herren Rittergutsk Zwi>liß und Dekonomierath Dr. Kutlehb:

Der Bezirks-Eisenbahnrath wolle bes{ließen, daß von den Stationen des Direktionsbezirks Posen für die Verfrachtung von Spiritus und Sprit nah den deutshen Seehäfen zur Ausfubr über See nah außerdeutshen Ländern oder na< deutschen Kolonien der Spezialtarif [11 in Anwendung gebracht wird. Die Einführung der Waare in solhe Reinigungsanstalten der deutshen Seehäfen, in denen dur Zolleinrihtungen die Ausfuhr ins Ausland sichergestellt ist und nachge- wiesen wird, foll als Ausfuhr nah außerdeutshen Ländern angesehen werden.

b. Vorlagen der Königlichen Eisenbabn - Direktion Kattowitz, betreffend:

__1) die Tarifierung von Grubenbolz und von zur Denaturierung

bestimmtem Spiritus, 2) die inhaltlihe Erweiterung der Ausnabmetarife für Giekßerei-

i ) Nobeisen

esißger Madelung, Direktor

Nichtamkliches. Deutsches Reich.

Prenßen. Berlin, 7. Mai

Seine Majestät der Kaiser und König sind heute Morgen 81/; Uhr wohlbehalten in Donaueschingen eingetroffen.

Seine Majestät der Kaiser und König haben an den Staats-Minister Dr. von Miguel nachstehendes Allerhöchstes Handschreiben zu rihten geruht:

Mein lieber Staats-Minister Dr. von Miguel! wiederholten Gesuche um Entlaffung aus den Aemtern als fident Meines s-Ministeriums und als Finanz-Minister eutigen Tage Folge gegeben. Mit Be- en bisberigen Stellungen \{eiden, in welcben te um Mih, Mein Haus und das

1 es bisher gelungen ift, den großen ( i Gebieten der valtung gere<t

so ist dies nicht zum geringsten Theile Ihnen u danken, der Sie mit sahkundiger und glü>licher Hand eine neue finanzielle Grundlage für den preußishen Staat geschaffen haben, auf deren Festigkeit au in Zukunft gerechnet und gebaut werden kann. Es ift Mir

| ein herzliches Bedürfniß, Ihnen für Ihre treue und segenöreicbe Arbeit

die aufopfernde Hingebung, mit der Si Ihres verantwortungs- llen Amtes gewaltet haben, Meinen wärmsten Dank auszuspre<en. aber Ihre großen Erfahrungen und Ihre hbervorrageade Kraft Staate au ferner zu erbalten, babe i Sie als Zeichen Meines i Vertrauens auf Lebenszeit in das Herrenbaus berufen. In anfbarkeit verbleibe Ich Slit Ihr allezeit woblgeneigter König 5. Mai 1901 Wilhelm k. en Staats-Minisicr Dr. von Miguel.

Laut Meldung des „W. T. B.“ is S. M. S. „Loreley“, Kommandant: Kapitänleutnant Freiherr von Dalwigk zu S E RTEIE, am 5. Mai in Konstantinopel eingetroffen.

S. M. S. „Kurfürst Friedri<h Wilhelm“, Kom- mandant: Kapitän zur See von Holzendorff, ist am 3. Mai in Tsingtau EPTORNGN und am 4. Mat von dort na< Wusung, S. . S. „Bussard“, Kommandant: Korvetten-Kapitän von Bass ewiß, ist am 5. Mai von Tschinkiang nah Geftns in See gegangen.

S. M. S. „Gefion“, Kommandant: Korvetten-Kapitän Bredow, ist am 4. Mai in Schanghai eingetroffen.

S. M. S. „Geier“, Kommandant: orvetten-Kapitän Bauer, ist an demselben Tage in Futschau angekommen und beabsichtigte, heute nah Amoy in See zu gehen.

n der Ersten Beilage zur heutigen Nummer des „Reichs- und Staats-Anzeigers“ wird eine Zusammenstellung der

Berichte von deutshen Fruchtmärkten für den Monat April 1901 veröffentlicht.

Cronberg, 6. Mai. Zhre Königlihe Hoheit die Prinzessin Victoria zu Schaumburg-Lippe ist gestern zu längerem Aufenthalt ier eingetroffen. Heute vertrat Jhre Königliche Hoheit in Epstein Jhre Majestät die Fa Uguta Friedrich bei der Eröffnung des Frankfurter Krieger eims. Gestern statteten Jhre Königlichen Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Karl von Dänemark Jhrer Majestät der Kaiserin Friedrih einen kurzen Besuch ab. Heute früh sind Jhre Königliche Hoheit die Prinzessin Christian und Jhre Hoheit die Prinzessin Victoria zu Schleswig-Holstein nah dreiwöchigem Aufenthalt wieder na< England abgereist. An der heutigen Frühstü>kstafel nahm der ehemalige Botschafter Fürst Münster von Derneburg theil.

Württemberg. Seine Majestät der König hat sih, wie der „St.-A. f. W.“ meldet, am 5. d. M. nah Carlsruhe in Schlesien begeben.

Baden.

Seine Majestät der Kaiser verließ, wie „W. T. B.“ meldet, gestern Nachmittag um 3 Uhr Karlsruhe und begab Sih nach Hornberg, wo die Ankunft um 51/, Ü r ecfolgte. Seine Mazestät wurde daselbst von Jhren Durch- lauchten dem Fürsten und der Fürstin zu Fürstenberg empfangen. Heute früh um 7 Uhr seßte Seine Majestät die Reise nah Donaueschingen fort. Jhre Majestät die Kaiserin kehrte mit- Seiner Kaiserlihen und Königlichen Hoheit dem Kronprinzen gestern Nachmittag um 3 Uhr 10 Minuten von Karlsruhe na< Baden-Baden zurü>, von wo sih der Kronprinz um 113/, Uhr nah Bonn begab.

Hessen.

Seine Königliche Hoheit der Großherzog hat, wie die „Darmst. Ztg.“ meldet, aus China nachstehendes Telegramm empfangen:

E Schanghai, 4. Mai, 6 Uhr.

Siegreiche Gefehte an Großer Mauer, Hessen sehr brav.

; Hoffmeister, Oberst und Kommandeur des 4. Ostasiatischen Infanterie-Regiments.

Me>lenburg-Schwerin. Seine Königlihe Hoheit der Großherzog ist, den yMedl. Nachr.“ zufolge, am Sonnabend Abend von Kopen- hagen wieder in Schwerin eingetroffen.

Braunschweig. Seine Königlihe Hoheit der Prinz Albrecht von Preußen, Regent des Herzogthums Braunschweig, ist heute von Baden-Baden wieder in Braunschweig eingetroffen.

Anhalt, Da die Krankheit Seiner Hoheit des Herzogs weiter einen befriedigenden Verlauf nimmt, so werden, wie der „Anh. St.-A.“ meldet, regelmäßige Berichte niht mehr aus- gegeben.

Oesterrei<h-Ungarn.

Das ungarische Unterhaus nahm gestern, wie „W, D V. meldet, dén Vertrag, betreffend die Subventionierung der Seeschiffsahrtsgesellshaft „Adria“, mit großer Majorität an i

Großbritannien und JFrland.

In der gestrigen Sißung des Unterhauses führte, wie „W. T. B.“ berichtet, der Unter-Staatssekretär des Aeußern Lord Cranbourne in Erwiderung auf verschiedene Anfragen aus : der Weg, auf wel<hem das zur Bezahlung der Ent- ]hädigungsforderungen nöthige Geld am besten erhoben werden könne ohne Lahmlegung der Einna mequellen Chinas, sei gegenwärtig der Gegenstand von Berathungen; eine Entscheidung sei indessen noch niht getroffen worden. Soweit die Regierung unterriHtet sei, trete keine Macht für die Besteuerung von Reis oder anderen Lebensmitteln ein. Wie die Regierung erfahren habe, sei die russische Ne- gierung niht von ihrer Absicht, die Mandschurei zu räumen, zurücgekommen, aber bei dem Aufgeben der Unterhandlungen mit China, betreffend eine allmählihe Näumung der Mand- \hurei habe die russische Regierung erklärt, die zeitweise Besezung der Mandschurei müsse für jeßt aufre<t erhalten werden. Die vollständige Nü>gabe der Mandschurei an China könne nur erfolgen, wenn in China wieder normale Zustände eingetreten seien und eine Regierung vorhanden sei, welche Rußland Garantien dafür geben könne, daß eine Wiederholung der Unruhen nit eintreten werde. Lord Cranbourne erklärte ferner auf eine Anfrage, daß das british-deutshe Abkommen sich niht auf Korea beziehe. Dillon fragte an, ob in den von den Verbündeten besetzten Bezirken der Provinz Tschili die U ròdnung eine so voll- ständige sei, daß sogar die Nachbarschaft von Peking un- sicherer sei als zu irgend ciner Zeit seit der Beseßung durch die Mächte. Lord Cranbourne erwiderte, daß diese Be- hauptung dur die der Regierung vorliegenden Nachrichten feine Bestätigung finde. Die Zurüdckzichung eines Theiles der Truppen werde jeßt erwogen. Der Staatssekretär für die

i amberlain erklärte, seit dem 1. Januar sei in

E ein Gold produziert worden. Am 4. Mai hätten ) und jeßt no< 100 Pochstempel den Betrieb begonnen. Der - igatssekretär des Kriegsamts Bro dri > theilte mit, die Zahl der Sud-Afrika gefangen genommenen Ausländer, welhe be- E daß sie N Dutaee seien, sei folgende : 40 Franzosen, eutshe, 29 Russen, 23 Amerikaner. Hingegen behaupteten

5 Franzosen, 123 Deutsche, 13 Russen und 13 Amérikaner Burgher zu sein. Es bestehe nicht die Absicht, vor Beendigung N s Krieges irgend welche Gefangene freizulassen. Der Unter- Staatssekretär des Aeußern Lord Cranbourne erklärte veiterhin, nah den Berichten der A Konsuln seien bestimmte Gerüchte über die Möglichkeit von Unruhen den Yangitseprovinzen in Umlauß, do<h werde nichts Bestimmtes erwähnt. Der Befehlshaber der britischen Streit- äfte werde volllommen auf dem Laufenden erhalten. Auf eine weitere Anfrage Dillon's erwiderte der Unter-Staatssekretär des Aeußern Lord Cranbourne, der Prinz Tuan sei zu ebenslänglicher Einkerkerung in Turkestan verurtheilt worden. as Urtheil sei vollstre>t, und es sei das Versprechen gegeben worden, daß niemals eine Umwandlung des Urtheils erfolgen jerde. DieseEntscheidung stche im Einklang mit den Anschauungen der Mehrheit der in A vertretenen Mächte. Tungfuhsiang ei nah Kansu in die Verbannung geshi>t worden, woselbst feiner weiteren Bestrafung entgegensehe. Sodann wurde ach langer, lebhafter Debatte der Bericht über den Aus fuhr- oll auf Kohlen mit 333 gegen 227 Stimmen angenommen. ir Edward Grey, Asquith und andere Liberale sowie ver- iedene Konservative sprachen gegen den Zoll. Der Erste dord des ge ares Balfour bestritt, daß dur<h den Zoll die englischen Kohlenproduzenten ihren Markt in den skandi- avischen Häfen, in Deutschland oder sonst irgendwo auf dem Rontinent verlieren würden; die dur den Zoll hervorgerufenen Befürchtungen seien grundlos. Sodann wurde die erste Lesung der Finanz-Bill vorgenommen. E, TA Jn der Prüf ungskommission für die Entschäd i- ung der aus Süd-Afrika ausgewiesenen Personen rflärte der niederländische Vertreter Bisschop, er sei von seiner Regierung angewiesen, eine vierzehntägige Vertagung der Ver- andiungen zu beantragen, damit das Erscheinen der Zeugen or der Kommission ermögliht werden könne. Der Vor- hende erwiderte, die Kommission bestehe ni<ht darauf,

jeder einzelne Entshädigungsanspru<h persönli<h ver-

reten werde, sie werde aber die Bercchtigung der An- prüche besser beurtheilen können, wenn lésélben persön- < vertreten würden. Bisshop war damit einverstanden, daß ie bereits anwesenden Zeugen gehört würden. Der Vor- zende sagte, andere Geschäfte könnten nachher erledigt werden, ährend der Zeit der Vertagung, welche verlangt worden sei. Bisshop bemerkte, seine Regierung wolle die Kommission öglichst anen in der Hoffnung, daß die Freundschaft r beiderseitigen Regierungen niht durch unverantwortliche eitungsartikel beeinflußt werde. Der Vorsißende sagte, solchen titungsartifeln werdekeine Beachtung geschenkt. Bis\chop erklärte, beabsichtige, seinen Ansprüchen die Kosten beizufügen, welche Reise der Zeugen nah England verursacht habe. Hierauf rde die Vernehmung des Zeugen Boonstraa fortgeseßt und gab die Thatsache, daß er ein voller Burgher und fein An- origer eines befreundeten Staates sei. Bis\chop entgegnete, diesem Falle liege, wie in vielen anderen Fällen, ein Jrrthum or. Der Vorsigende sagte, er wolle überlegen, ob er den all entscheiden fönne, und werde heute jeinen Entschluß fannt geben.

Frankreich.

Aus Toulon wird dem „W. T. B.“ gemeldet, daß die uszahlung der Beträge von Schi>s aus dem Erlös von riegsbeute wieder aufgenommen worden sei. 90 Sol- aten und Unteroffiziere des 8. Kolonial - Negiments seien uppenweise nah den betreffenden Banken geführt worden und itten dort die auf je 400 bis 1000 Francs sich belaufenden eträge ausgezahlt erhalten. .

Der „Patrie“ wird aus Algier gemeldet, in Muzaï-

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lle seien drei Marokkaner verhaftet worden, welche |

den Plünderungen des Dorfes Marguéritte theil- nommen haben. Ebenso seien in Mi lianah zwei Mara: is festgenommen worden, von welchen der eine aus arokfo, der andere aus Bagdad stamme. Beide seien } Feldarbeiter verfleidet nah Algerien gekommen, um die ohamedaner gegen Frankreich aufzuwiegeln.

_Zn der Nacht zum Montag ist in Paris der chemalige ühtdent der Republik Peru, General Mariano Prado

Mtorben

Belgien. , Das „Journal de- Brurelles“ stellt gegenüber im Aus- ide verbreiteten anders lautenden Angaben fest, daß die

thädigungsforderung Belgiens an China sich im |

nzen auf 30 Millionen Francs belaufe; hierin scien die der ¡ingen wegen Zerstörung des Gesandtschaftsgebäudes und rap vaulen jowie der den Missions-Stationen zugefügten 1Qadigungen inbeariffen

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Serbien.

Wie das Wiener »Telegr.-Korresp.-Bureau“ aus Belgrad

gestrigen Tage erfährt, sind bei der serbischen Regierung Udungen eingegangen, welche besagen, daß Arnauten das S ERDEN von der Grenze gelegene serbishe Dorf Peruni>a ‘jalen und einen der Bewohner Namens Krismano- 11 getödtet sowie eine Menge Vieh geraubt hätten. genüber einem von Konstantinopel ausgehenden Dementi, essend die Tödtung des serbischen Grenzforporals Nafk a Sicreitungen von seiten der Albanesen Alt- biens, stellen die serbishen Regierungskreise fest, daß; beide rsâlle kommissarish festgestellt und der Pforte amtlich mit eilt worden seien.

e Schweden und Norwegen.

Vie Kommission des \{<wedis<hen Reichstages zur berathung der Regierungsvorlage, betreffend die Ein- Tung der allgemeinen Wehrpflicht und eine durh- fende gehorganisation des Heeres und der Flotte, Gitete gestern, wie dem „W. T. B.“ aus Stockholm be- x wird, ihren Bericht. Die Mehrheit der Kommissions- leder befürwortet den Anschluß an die Negierun: vorlage, e eine Vermehrung des Budgets für die Veriheidigune wedens um 221/, Millionen Kronen bedeutet, womit das

ige Zahresbudget für die Vertheidigung zu Lande as

illionen und das für die Vertheidigung zur See au illionen Kronen steigt. gung d

N F Ä n M *. ä row V »trotto j Je dr a J ¿n m V its< durh türkische Nizams, und betreffend | Entwürfe sind bis zum 31. Mai d. I. einzuliefern

Amerika.

Dem „Reutershen Bureau“ wird aus Washington emeldet, es bestätige sich, daß die Vereinigten Staaten darauf Mincbeitcien. ganz China dem Handel der gesammten Welt zu öffnen, und daß sie hierbei Unterstüßung fänden.

Die Regierung der Vereinigten Staaten hat beschlossen, die Armee auf den Philippinen auf 40 000 Mann zu reduzieren.

Afrika.

Lord Kitchener telegraphiert aus Pretoria vom 5. d. M., nach den zuleßt eingegangenen Meldungen seien von den einzelnen britishen Streifforps vier Buren getödtet und fünf verwundet worden, 118 seien gefangen genommen worden, 30 hätten fih ergeben. Große Mengen von Munition und 120 Wagen seien erbeutet worden.

Aus Klerksdorp vom gestrigen Tage meldet das „Reuter'she Bureau“, die Buren, welche einige Zeit lang Hartebeestfontein beseßt gehalten, hätten diese Stellung verlassen und si< nah verschiedenen Richtungen gewendet. Ein großer Theil unter dem Kommando Delarey'’s sei nah Süden abgezogen, andere in nördlicher Richtung.

Nach einer Meldung desselben Bureaus aus Kapstadt

vom 6. d. M. hätten die Buren bei Detuin, westlich von Kenhardt und am Swartkoop, 15 Meilen südlich von Brandvlei, Lager aufgeshlagen und legten Ver- shanzungen in den mittleren Gebieten der Kapkolonie an. Die Abtheilungen Scheeper's, Malan's und Hugo’s seien heftig bedrängt und scließli< gezwungen worden, fh in westlicher Richtung zurüzuziehen. Der Major Crewe, welcher Kruigzinger verfolge, sei mit demselben bei Driefontein zum Gefecht gekommen. Der Feind habe 5 Verwundete und 23 Pferde verloren. Eine Abtheilung von Kruitßinger's Kom- mando habe bei Royner einen Zug mit Lcbensmitteln ver- brannt. Aus Rosmead vom gestrigen Tage wird berihtet, daß die Buren in der Naht zum Montag bei Peraibos< von neuem die Schienen aufgerissen hätten, wodur< der regel- mäßige Postzug eine 12stündige Verspätung erlitten habe.

Amtlichem Bericht zufolge haben die britischen Ver- luste in Süd-Afrika während des Monats April betragen : 8 Offiziere und 122 Mann todt, 20 Offiziere und 206 Mann verwundet, 3 Offiziere und 93 Mann gefangen genommen.

Auftralien.

Der Perzog und die Herzogin von Cornwall und Yorfk sind, dem „W. T. B.“ zufolge, gestern Nachmittag 2 Uhr in Melbourne gelandet und von dem General- Gouverneur und den Bundes- und Staats-Ministern

empfangen worden.

Parlamentarische Nachrichten.

Der Bericht über die gestrige Sißung des Reichs- tages befindet si< in der Ersten Beilage.

Statiftik und Volkswirthschaft,

Zur Arbeiterbewegung.

Gegen se<êtausend, infolge der Feier des 1. Mai. ausgesperrt gewesene Bau- und Holzarbeiter Berlins und der Vor- orte (vergl. Nr. 105 d. BU.) sind, wie die „Dt. Warte“ mittheilt, gestern wieder eingestellt worden. Im Laufe dieser Woche follen au die meisten der nas nicht Eingestellten wieder beschäftigt werden, sodaß nur no< weñige dauernd ausgesperrt bleiben.

Aus Barmen betihtet die „Köln. Ztg.” vom gestrigen Tage, daß der dort und in Elberfeld Mitte vorigen Monats entstandene Ausftand der Militäreffekten-Sattler (vergl. Nr. 82 d. L dur Vermittelung des Gewerbegerihts als Einigungs8amt nunmehr im Wege der Vereinbarung beendet worden ist. Hierna< soll vom 1. Inli bis Ende 1901 der Berliner Tarif Geltung baben und bis dahin nur für die Ausrüstung (95 4) zu Grunde gelegt werden, wahrend die Löhne für das neue Gevä> big zu dem genannten An- fangstermin na einem revidierten Tarif gezahlt werden sollen.

Tis F owi is Us s . hs G

Be Kupferschmiede - Gesellen Hamburgs haben, den „Hamb. Korresp.“ zufolge, an ihre Arbeitgeber Forderungen geritet, deren wesentlidhste Punkte folgende sind: Alleinige Benußung des Arbeitsnachweises der Kupferschmiede-Gesellen, anstatt desjenigen der Eisenindustriellen; Mindestlohn von 50 A für die Stunde: Lobn- erhöhung von 10 9/9; Vergütung von Stadt-Montagen mit 10 A4 für die Stunde, von solchen außerhalb der Stadt, wenn die Wobnuna nicht erreiht werden fann, na< Vereinbarung, jedo< nit unter 3 4 für den Tag. Falls diese Forderungen abgelehnt werden sollten, ist für morgen die Arbeitseinstellung in Aussicht genommen.

In Montceau-les-Mines ist, wie ,W. T. B.“ vom zestrigen Tage meldet, seitens der Bergleute (vergl. Nr. 107 d. Bl.) die Arbeit nunmehr dur<weg wieder aufgenommen worden, während in Genua zu den bisherigen Ausständigen (vergl. Nr. 104 d. BL) no< die zum Beladen und Ausladen von Nahrungsmitteln und Waaren aller Art bestimmten, infolge verspäteten Ärbeitsbeginns ausgesverrten Vafenarbeiter hinzugekommen sind.

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Kunst und Wissenschaft.

Einen Wettbewerb {reibt der Verein für deutsches Kunstgewerbe auf Veranlassung des Verbandes Berliner Svezial geschäfte für seine Mitglieder, deren Mitarbeiter und alle in Berlin und seinen Vororten wobnenden Künstler, Kunsthand- werker und sonstigen Fachleute aus. Es handelt ih um Entwürfe ¡u einem Verbandszeihen für den genannten Verband. Die i Ausgesetzt sind drei Preise im Betrage von 300, 200 und 100 4 Die nâberen Be- dingungen des Preisausschreibens stehen in der Geschäftsstelle des Vereins für deutshes Kunstgewerbe, Berlin W., Bellevuestraße 3 (Künstlerhaus, Quergebäude 11), zur Verfügung.

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln.

Italien.

Durch seesanitätspolizeilihe Verordnung vom 30. v. M. hat die Königlich italienishe Regierung die für Herkünfte aus dem Hafen von Rio Janeiro unter dem 20. Juni v. J. verfügten Schußy- maßregeln gegen die Einshleppung der Beulenvest auf- gehoben. (Vergl. „R -Anz.* Nr. 150 vom 26. Juni v J.)

Kapstadt, 7. Mai. (Meldung des „Reuter'shen Bureaus“.) Hier find fünf neue Pestfälle vorgekommen, in Port Elizabeth

| einer. (Vgl. Nr. 104 d. Bl.)

Verdingungen im Auslaude.

Spanien.

1. Juni, 11 Uhr. General-Post- und Telegraphen-Direktion in Madrid: Lieferung von 30 000 Zylindern aus 5 bis 54 mm ftarfem Zinkble<, 50 bis 51 mm ho<, mit äußerem Umfange von 325 bis 327 mm, höôdhster Preis 1890 Peseten für 1000 Stü>. Sicherheits- [eistung vorläufig 59% des Sefammtwertbes, endgültig 10% der Pageiumime „Angebote auf Stempelpapier Klasse 11. Näheres eim „Nei<8-Anzeiger“.

Verkehrs-Anstalten.

Bremen, 6. Mai. (W. T. B.) Norddeuts<er Lloyd. Dampfer „Aller*, v. New York- 3. Mai die Azoren passiert. „Weimar“ 4. Mai v. Sydney n. Bremen abgeg. „Prinzeß Irene“, v. Ost-Asien, 5. Mai in Singapore und „König Albert“, v. ebendaher, in Aden, (f Auoland“, 4. Mat b. Bremen, in Galveston, „Darm- stadt“, n. Australien, 5. Mai in Genua und „Prinz Heinrich“, v. Ost-Asien, in Hiogo angek. „Wittekind“, v. Ost-Asien, 5. Mai in Schanghai, . „Mark“ v. d. La Plata in Bremerhaven, „Roland“, n. Brafilien, in Antwerven, und „Werra“ v. Genua in New York, „Sachsen“, n. Ost-Asien, 6. Mai in Suez angek. „Barba- rossa“, v. New York, 5. Mai Dover und „Coblenz“, n. Brasilien, St. Vincent passiert. „Hohenzollern" 5. Mai v. Gibraltar n. New York abgeg. „Kaiser Wilhelm der Große“, v. New York, 6. Mai Scilly passiert.

7. Mai. (W. T. B.) Dampfer „Norderney“ 4. Ma: v. Galveston n. d. Weser und „Stuttgart“ v. Genua n. Southampton, „Prinzregent Luitpold“ 5. Mai v. Fremantle n. Colombo und „Wille- had“ v. Villa Garcia n. d. La Plata abgeg. „Heidelberg“, v. Brasilien kommend, 6. Mai Ouessant passiert. „Crefeld“ 6. Mai v. Tsingtau n. Taku, „Preußen“ 5. Mai v. Schanghai n. Nagasaki abgeg. „Ne>kar“, n. New York best., 6. Mai Lizard und „Hannover“, v. Baltimore kommend, 6. Mai Scilly pafsiert.

Hamburg, 6. Mai. (W. T. B.) Hamburg - A merika- Linie. Dampfer „Graf Waldersee“ 4. Mai v. New York über Plymouth u. Cherbourg n. Hamburg abgeg. „Batavia“ 4. Mai in New York, „Prinzessin Victoria Luise“ 6. Mai. in Hamburg angek. „Pretoria“, v. Hamburg über Boulogne sur mer u. Plymouth n. New Bork, 5. Mai Curhaven und „Allemannia“ Dover passiert. „Marko- mannia* 4. Mai und „Polaria“ 5. Mai in Havre angek. „Syria® 5. Mai ‘Dover passiert. „Constantia“ 5. Mai v. St. Thomas - abgeg. „Polynesia® 3. Mai dort und «Nubia* 5. Mai in „Hamburg angek. „Bengalia“ 4. Mat v. Baltimore abgeg. Callisto* 4. Mai in Boston angek. „Athen“ 3. Mai v. Cardiff, »Dacia“ 5. Mai v. Bahia und „Granada* v. Buenos Aires abgeg. „Troja“ 5. Mai in Lissabon angek. „Asturia“ 4. Mai v. Schanghai und „Arcadia" v. Manila abgeg. „Alesia“ 4. Mai in Schanghai angek. „Adria“ 5. Mai v. Saigon, „Saronia“ 4. Mai von Kobe abgeg. „Holsatia" und „Savoia* 5. Mai in Suez angek. „Kiautschou“ 5. Mai y. Antwerpen n. Southampton abgegangen.

London, 6. Mai. (W. T. B.) "Union - Castle - Linie. Dampfer „Carisbrook Castle“ heute auf Heimreise in Madeira an- gekommen.

Rotterdam, 6. Mai. (W. T. B.) Holland- Amerik a- Linie. Dampfer „Maasdam“, v. Rotterdam, beute in New York angek. „Potsdam“, v. New York n. Rotterdam, Sonnabend v. dort abgeg., sowie „Statendam* auf derselben Reise beute Scilly passiert.

Theater und Musik, Neues Theater.

Die „Schlierseeer* führten gestern als zweites Werk A nzen - gruber’s die Bauernkomödie „Der G’wissenswurm“ auf und errangen damit, da das Stü>k an die Darsteller ni<t so schwierige Aufgaben stellt wie „Der Meineidbauer“, einen ret freundlihen Erfolg, zumal die tragenden Rollen des Grillhofer und des Dusterer mit den Herren Terofal bezw. QDengg - vortrefli< besetzt waren. Ersterer gab den von Gewissensbi}sen geplagten reien Bauer mit wirksamster Charakteristik, wobei am reten Play auch der erforderlihe Humor nicht feblte. Für die Heucbelei des erb- schleichenden Dusterer fand Herr Dengg ebe tigen, ni übertriebenen Ausdru>. Flotte ferner Anna Dengg als Rolle des brave

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Im Schiller-Theater spielt Herr Ferdinand Bonn morgen als Gast die Rolle des Königs Alfons in dem in diesem Theater zum ersten Mal zur Aufführung kommenden bistoriscen Trauerspiel „Die Jüdin von Toledo“ von Grillparzer.

Im Theater des Westens tritt Fräulein Prevosti am Donnerstag zum ersten Male seit ibrer Nü>kebr wieder als Julia in Gounod's Oper „Romeo und Julia*® auf.

Im Friedrich - Wilhelmstädtishen Theater soll im Laufe dieses Monats eine Neuaufführung der Operette . Miß Helvett“ von Edouard Audran stattfinden.

Im Thalia-Theater findet morgen das leßte Auftreten des Herrn Emil Thomas statt. Der Künstler verabschiedet h in der Rolle des Gefängnißdieners Frosch in der Operette „Die Fledermaus“. Am Freitag beginnt alsdann ein Ensemble-Gastsviel des Central- Theaters. Zur Aufführung gelangt die Operette „Die \{öne Helena“ mit Fräulein Marie Ottmann aus Wien als Gaît in der Titelvartie.

Bei dem morgen, Mittwc<, Mittags 12 Ubr, in der Marien- kirche stattfindenden Orgelvortrag des Musik-Direktors Otto Dienel werden mitwirken die Herren Direktor Otto Hutschenreuter und Bruno Geisler sowie ein au <ülerinnen der Frau Dr. Paula

Gierke bestehender Frauen<hor li: Fräulein Marie Erdmann, Frau Jenny Raudies). r Ei t

Mannigfaltiges,

Berlin, den 7. Mai 1901.

Der Berliner Verein für Volkserziebung, der im Pestalozzi-Fröbelbhause in der Barbarossastraße seine viel- gestaltige Thätigkeit entfaltet, hielt am Sonntag Mittag in der Aula des Hauses die diesjährige General versammlung ab. Den vorae- legten Berichten war Folgendes zu entnehmen. Im Kindergarten sind nah dem im Vorjahre erweiterten Grupvensystem nahezu 200 Kinder verpflegt worden. Die Vermittelungsklaÿse, die vom Kindergarten zum s{hulmäßigen Lernen überleitet, ist von 26 Kindern besucht worden : die beiden Elementarklassen ählten je 30 Kinder beiderlei Geschlechts ; das Nachmittagsbeim bot 60 Schulkindern, deren Eltern taasüber auf Arbeit find, Aufficht und Pflege; die drei außerhalb des Hauses, in der Teltower-, in der Steinmetz- und in der Bülowstraße belegenen Kindergärten wurden von je 60 bis 70 Kindern besucht, die theilweise dort au<h verpflegt wurden. Das Seminar ir Ausbildung junger Mädchen für den erzicherishen und bäuélichen Beruf hatte in jedem Semester 80 Schülerinnen. Das Viktoria-Mädchenbeim war von 40 jungen Mädchen vollbeseyt. Die Haushaltung wurde mit Hilfe von 17 Haushaltungs\s{ülerinnen unterhalten. Die Seminar-. Koch- und Haushaltungsshule „Hedwig Hevl“ konnte im leßten Jahre in 59 verschiedenen Kursen 501 Plätze besetzen. In diesen Kursen, die das gesammte Hauswesen umfassen, wurten u. a. au< 20 Lebrerinnen für

o<- und Haushbaltungëshulen und 9 Volksschullebrerinnen unter- richtet und außerdem 16 Aerzte im Kochen ausgebildet. In der Abtheilung der Dienstmädchen wurden 22 Schülerinnen, in der Klasse der Volköschulkinder 50 Kinde unterrichte