1901 / 111 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Lónd on, 9. Mai, (W. T. B.) Union'- Castle - Linte. Dawrjer „Dunolly Castle“ gestern auf Heimreise b. d. Canarischen Jnzeln, „Dunottar Castle“ heute auf Ausreise in Madeira angekommen.

Rotterdam, 9. Mai. (W. T. B.) Holland -Amerika- Linie. Dampfer „Amsterdam“ heute v. New York n. Rotterdam abgegangen.

Theater und Mufik,

Berliner Theater.

Gestern wurden die Stoskopf'shen Stüd>ke, wel<he bisher den Spielplan des Elsässishen Theaters beberrs<hten, dur< zwei Neuheiten von Julius Greber, dem Begründer und Leiter es leßteren, abgelsst. Es waren dies ein dramatis<hes Sitten- bild, „Lucie“, und ein satirishes Lustspiel, „Sainte-Cécile* betitelt. Das erstgenannte behandelt die Machenschaften eines gewifsenlosen Agenten, der unter dem Vorgeben der Stellen- vermittelung unerfahrene Mäd<hen dem moralis<en Verderben über- liefert. Die darin vorkommenden Perfonen ähneln ungemein Gerhart Hauptmann’s{en Vorbildern und find in kraftvollen Zügen realistis< el. Auch die Handlung baut si< in folgerichtiger Ent- widelung auf, {lit aber dann so unvermittelt und un- erwartet ab, daß dadurh die verföhnende Moral cs Dramas fait verloren geht. Die Charakteristik der ver- schiedenen elfässishen Typen fowie der Straßburger Verbältnisse ist jedo< eine durbaus gelungene und fand in dem trefflihen Spiel der Darsteller eine verständnißvolle Wiedergabe. Die Herren Adolf Wolff und Günther sowie Fräuleir Heimburger zeihneten fich hierbei besonders aus. Das darauffolgende Lustspiel „Sainte-Cécile®“- führt feine Bezeihnung von der Schußpatronin der Gesang- und Musik- vereine und gipfelt in allerlei s<herzhaften Vorkommnissen während eines Vereins-Stiftungsfestes. . Außer den Figuren eines aufgeregten Fest- redners, defsen beirathslustiger Magd Cécile, eines Kurvpfuschers u. A. wirkt auch die auf die spra<lihen Verhältniffe Straßburgs darin ent- haltene Satire stellenweise re<t belustigend. Im übrigen fehlt diesem Stü>k jedo< Eigenart und Erfindungsgabe, und die einzelnen komishen Epifoden vermögen ni<ht über die vielfah ermüden- den Längen hinwegzuhelfen. Gespielt wurde au< hierin re<i flott, und es verstanden namentli<h Herr Horsh (Apotheker), sowie die Damen Heimburger (feine Frau) und Gutmann (Cécile) aus ihren Rollen zu machen, was mögli< war, während Herr Criguîi (Festredner) für die seinige ni<ht immer zu interessieren vermochte. Der reiche Applaus des gut beseßten Hauses, welher wiederholt ge- spendet wurde, zeigte jedo, daß troß der erwähnten Mängel \ih die Vorstellungen der Elsässer Gäste einer allgemeinen Beliebtheit erfreuen.

Friedrih-Wilhelmstädtishes Theater.

Sn der Vaudeville-Operette „L'A uberge du Tohu-Bohu“ von Maurice Ordonneau, Musik von Viktor Roger, ver- abschiedete s< am Mittwo<h Madame M éaly mit ihrer Gesellschaft. Das Stü> ist in Berlin nicht unbekannt: es wurde bereits im Herbst 1897 im Thalia - Theater unter der Direktion Hastmann ge- geben und {on damals als das Urbild zahlreiher ähnlicher Schwänke erkannt, in denen \i<h aus der beabsichtigten oder zufälligen Verwechselung eines Privathauses mit einem Hotel der tollste Wirrwar und die fkomis<sten Situationen ergeben. In diesem Fall ist es die Direktorin einer Akrobaten-Gesellschaft, die, auf die Intrigue eines jungen Liebhabers und seines Freundes eingehend, mit ihrer Gesellschaft die Führung seines zum Hotel improvifierten Hauses übernimmt, na<hdem dasselbe dur< Anbringung des Schildes von dem benachbarten Gasthause äußerli< als solches gekennzeihnet worden ist. In der Rolle der Direktorin ent- faltete Frau Méaly wieder in Spiel, Gesang und Tanz ibre vielseitige feine, graziôse Kunst, die selbst das Gewagtesiz noch dezent erscheinen läßt. Mit den entzü>end vorgetragenen melodiöfen Kuplets und Tanzliedern erntete sie stürmishen Beifall, dem si< eine Reibe prä&tiger Blumenspenden anschloß. Die Mitglieder ihrer Gesellschaft

verstorbene

Leipzig bestimmten

Der ifalienbändler Dr: Mar Abraham, In- baber des Peters’\{en Musikverlages in Leipzig, bat, wie das „Leipziger Tageblatt“ meldet, zur Erhaltung und t ihm begründeten, zur unentgeltlihen Benußung für Musiker in f „Musikbibliothek Peters“

Erweiterung der von

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. Ludwigshafen, 9. Mai. (W. T. B.) Der Abend3 9} Ukr hier eintreffende Straßburg-Berliner Beute mit solcher Wucht hier ein, daß er über den Frellbo> und die Dreß,

scheibe Vuwegsahrentd aus der

Gnellzug fuhr

insteighalle hivaus und über die Strafe er auf dem Industriegleise stehende Güterwagen zur

mä<<tniß von 400 000 Æ ausgeseßzt. Seite {ob und so weit navrang, has - as<ine und Tender in le Der.

Mannigfaltiges.

führer und ein ist groß. Die

den Winterhafen geriethen. Feier sowie eine Frau verleßt. a

autet, find der Lokomotiy, Materialshaden

schine liegt zur Hälfte im Wasser.

waren, jedes an feiner Stelle, na< Kräften bei der Sache und boten ein im böchsten Grade erheiterndes Ensemble. Man darf hoffen, daß auch dieses zweite, ni<ht minder erfolgreih als dasjenige im Theater | des Westens verlaufene Gastspiel no< nit das leßte gewesen ist, sondern daß man Frau Méaly im nächsten Winter wieder in Berlin wird willkommen heißen können.

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Berlin, den 10. Mai 1901.

Die Stadtverordneten beschäftigten si< in ihrer gestrigen Sitzung zunächst mit der Vorlage, betreffend die Aufstellung von Grundsätzen für die Pensionierung und Reliktenversorgung der be- soldeten Magistratsmitglieder. Die Versammlung erklärte sih damit einverstanden, mit dem Magistrat in gemischter Deputation darüber zu berathen, und bes<loß, zehn Mitglieder in die gemishte De- vutation zu entsenden. Der Stadtv. Wallach erstattete sodann Bericht über die Vorlage, betreffend die Einseßung eines Schiedsgerichts zur Ents(ßeidung über die von einem Unter- nehmer beim Neubau des Märkischen Museums gemachten Anfprüche. Es wurde beschlossen, den Antrag des Magistrats auf Einseßung eines Schiedsgerihts abzulehnen und es dem Unternehmer zu überlassen, seinen vermeintlihen Anspruh auf gerihtlihem Wege geltend zu machen. Darauf berichtete der Stadtv. Dinse über die Vorlage, betreffend die Bewilligung von. Nuhegeld und Hinterbliebenen - Ver- sorgung für die obne Pensionsbere{tigung im Dienste der Stadt dauernd beschäftigten Personen. Der Magistrat hatte den von der Versammlung formulierten $ 9a in mebreren Punkten abgeändert und außerdem er- flärt, daß er den $ 8 nicht annehmen fönne. Dieser Paragraph be- stimmt: „Wenn Personen, wel<e zehn Jahre oder länger ununter- brochen im Dienste der Stadt gestanden haben, das Arbeitsverbältniß aus Gründen gekündigt wird, die nit in ihrer Person liegen, fo er- halten fie, solange ihnen eine ihren Kräften entsprechende Beschäftigung in einer anderen städtishen Verwaltung nicht gegeben werden fann, die Hälfte des nah Maßgabe dieses Gemeindebes<hlusses zu gewährenden Ruhegeldes und der Hinterbliebenen - Versorgung, au< wenn fie niht dauernd arbeitsunfähig sind.“ Der Aus|/{<uß hatte bes<lossen, an dem $ 8 festzuhalten, dagegen den $ 9a in der vom Magistrat umgeänderten Form anzunehmen. Die Versammlung stimmte diesem Antrag des Ausschusses ohne Erörterung zu. Zum Schluß wurde eine Vorlage, betreffend die Verpachtung des - Ritterguts Diedersdorf, mit gering- fügigen, vom vorberathenden Auss{huß vorges{<lagenen Abänderungen angenommen. Auf die öffentliche folgte eine geheime Sitzung.

Am Dienstag, den 14. Mai, in den Morgenstunden, findet eine internationale wissens<haftlihe Ballonfahrt statt. Es steigen bemannte und unbemannte Ballons auf in Trappes, Paris, Straßburg, Wien, Krakau, Berlin, St. Petersburg, Moskau. Der Finder eines jeden unbemannten Ballons erhält eine Be- lohnung, wenn er der jedem Ballon beigegebenen Instruktion gemäß den Ballon und die Instrumente sorgfältig birgt und an die angegebene Adresse sofort telegrapbis<h Nachricht sendet. Auf eine vo r- sihtige Behandlung der Ballons und der Instrumente wird besonders aufmerksam gemacht.

In der Internationalen Ausstellung für Feuers<uß und Feuer-Nettungswesen, in welher gegenwärtig nahezu 2000 Personen mit den vorbereitenden Arbeiten thätig find, bat das Kuratorium der Berliner Unfallstationen vom Rothen Kreuz {on jeßt eine Unfallstation mit ununterbrochenem Aerztedienst eingerihtet und wird für dieselbe eine direkte telephonishe Verbindung mit seiner Zentrale berftellen lassen.

Mai. (W. T. B.) Nah bei der Rhederei ieterihsen in Kiel eingelaufenen Meldungen erscheint es ziemlih daß der bei Galina-Point (Jamaica) gestrandete fer „E eswig“" (vgl. Nr. 110 d. Bl.) total verloren geht. Z 1g berrshenden, verbältnißmäßig guten

den leßten Nachrihten mehr und

1s besagen nihts über die Mannschaft, sammte Besatzung des Schiffs gerettet

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Wetterbericht vom 10. Mai 1901, 8 Ubr Vormittags.

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Neufabrrwafser Memel Münster (Westf). . Hannover . . Vetlin. . . Chemniy Breélau . . . Mey Frankfurt (Main) . . Karlörube . . München …. . Holpbead t.»

Anfang 74 Uhr.

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| Toledo.

| von Orleans. | Ferdinand Bonn.

Königliche Schauspiele. Sonn Vorstellung. Große e n 5 Akten von | thümliche Meyerbeer.

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Anfang 7# Ubr | Sonntag: Opernhaus. 124. Vorstellung. Die | Fp

verkaufte Braut.

Fricdrih Smetana

| von Max Kalbe>

; 1 3 Aufzügen (nah einem Vorwurf des A. Kollmann)

im Feuer. Lustsp Friedri Tk pn

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thérine Hübschér : Frau Paula Conrad, als Gast.)

Deutsches Theater. Sonnabend: Zum erften Ein Volksfeind. Henrik Ibsen. ; Nachmittags | Abends 7} Ubr: Ein Volksfcind. Rosenmontag.

Berliner Theater. Gastspiel des Elsässischen Theaters. Sonnabend: D' Pariser Ncif”. D’ Pariser Neif. Dienstag: D'r Herr Maire.

Schiller-Theater. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Gastspiel von Ferdinand Bonn. d Historisches Trauerspiel in | von Franz Grillparzer.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die

Theater. Montag, Abends 8 Ubr: : Opern- Neu einstudiert: Die iz s Vorstellung dem Französischen | Zigeunerbaron. Ignaz Castelli. | Sonntag, Nachmittags: Zu Teßlaff. | Undine. Abends: 3. Fin- | Franceé<hina Fes

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im Feuer.

Zum erften | der Musik. Lustspiel in Dienéêtag : on, von Friedrich Adler. | Prevosti.

T O Dato S p R e bus er-Regisseur Max Grube.

La Traviata.

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1. Vorstellung:

als Erzicher. Montag: Die Ehre. Ueues Theater.

Sonnabend: Gastspiel des Theaters“. (Direktion:

Komische Oper in 3 Akten von Text vo1 Sabina, deuts Aschenbrödel.

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Almenraus< und Edelweiß. 5 Akten von Dr. Hermann v. Schmid

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er. Madame Sans-Gêne.

Aufzügen von Victorien Sardou. Refsidenz-Theater.(Direktion : | burg.) Sonnabend: Leoutinens Ehemänner. (Los El | maris de Léontine.) Schwank in 3 Akten von stein b. r: Teremtete. 1 Aft von Otto Berti. Anfang 7{ Uhr.

Billetreservesa Nr. 28.

Alfred Capus. Vorher:

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d. Schauspiel in 5 Akten | folgende Tage : Anfang 74 Ubr. |

24 Uhr; Faust. Nachmittags 3 Uhr:

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Anfang 8 Uhr. D’ Pariser Reif”.

S R (Direktion: Julius Fritsche.) Millô>ker.

Die Jüdin von | , „Sonntag:

5 Aufzügen

Der Bettelstudent.

ungfrau Abends s Uhr: C FunA von Der Kaufmaun vou Venedig.

Theater des Westens. Sonnabend: Volks- zu halben Preisen : _ halben Preisen: Gastspiel von Sign. Romeo und Julia. y rfie dramatische Aufführung der | Opernschule des Stern’schen Konservatoriums 4. Gastspiel von Si Mittwoch: Das Glöckchen des Eremiten.

Lessing-Theater. Sonnaber

: Flachsêmanu

Sonntag: Die Zwillingsschwester.

(Direktion: Nusha Bugze.) eSchlierseeer Dreher - Brafkl.)

Sonntag: Almenraus< und Edelweiß. | Montag: Jägerblut. Vorverkauf ohne Aufgeld. |

Sigmund Lautens- |

G i ntc Bei bis über die Hälfte ermäßigten Preisen: Jugend.

Sec essionsbühne. (Alexanderstr. 40.) Sonn- abend: Gasispiel E. von Wolzogen's Buntes Theater

und folgende Tage:

Thalia-Theater. Sonnabend: Ensemble-Gast- spiel des Zentral-Theaters. Die schöne Helena.

Kapstadt, 9. Mai. (W. T. B.) Nach einer Meldung dez „Reuter!<en Bureaus“ hat man .jeßt nahezu alle Hoffnung auf. E R BIEs „Tantallon Castle“ zu retten. (Val. Nr. L

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

Donaueschingen, 10. Mai. (W. T. B) Seine Majestät der Kaiser ift heute früh 8 Uhr 50 Minuten von hier abgereist. Auf dem Wege zum Bahnhof und auf dem Bahnsteig wurde Seine Majestät von den Vereinen und Schulen enthufiastis<h begrüßt. Im Schlosse hatte vor der Abfahrt Seiner Majestät eine aus Knaben gebildete Kapelle gejpielt; auf dem Bahnsteig trug die Feuerwehrkapelle die Kaiserhymne vor. Zur Verabschiedung waren der Fürst und die Fürstin zu Fürstenberg sowie der Kommandeur der 29. Diviston, Generalleutnant Freiherr von Bissing und die Spitzen der Behörden erschienen.

Straßburg i. E., 10. Mai. (W. T. B.) Seine Majestät der Kaiser ist heute Mittag 12 Uhr hier ein- getroffen und am A von dem Statthalter Fürsten zu Hohenlohe- Langenburg und dem kommandierenden General Freiherrn von Meerscheidt-Hüllessem empfangen worden. Nath dem Abschreiten der auf dem Bahnhof aufgestellten Ehren- Kompagnie. fuhr Seine Majestät in Begleitung des Statt- gaters nah dem Kaiserlichen Palast, wo das Frühstück statt- iindet.

Paris, 10. Mai. (W. T. B.) Der päpstlihe Nuntius Lorenzelli, dessen Nü>iriti von nationalistisher Seite ari angekündigt wurde, ist auf seinen Posten zurü- gekehrt.

Die Meldung, daß zwishen Frankrei<h und dem Vatikan Verhandlungen stattgefunden hätten über einen vermittelnden Zusaßantrag zu dem Vereinsgeseß, welches jeßt im Senat zur Erörterung gelangt, wird von offiziöóser Seite für durhaus unrichtig erklärt.

Madrid, 10. Mai. (W. T. B.) Jn dem gestern ab- gehaltenen Ministerrath äußerte sih der Minister-Präsident Sagasta dahin, daß die Ruhestörungen in Barcelona dem Einfluß der Anarchisten zuzuschreiben seien. Er erkannte an, daß einige Forderungen der Sozialisten, betreffend die Ver- besserung ihrer Lage, begründet seien; andere dagegen seien unerfüllbar. Jn seiner leßten Depeshe an den Kriegs- Minister berichtet der General-Kapitän von Barcelona, daß die Straßen und Pläße von Gendarmerie und Polizei bewacht blieben und daß er hoffe, es werde ihm bald gelingen, die crregten Gemüther ju beruhigen.

Belgrad, 10. Mai. (V. T _B) Dex Külius Minister Marinkowits<h und der Kriegs - Minister, Oberst Milos<h Wassitsh haben ihre Entlassung

egeben. Die Ursache der Demission is in Privatstreitie eiten zwishen den beiden Ministern zu suhen. Der Könit ernannte den Universitäts-Professor und ehemaligen Ministe Lyubomir Kovatschewitsh zum Kultus-Minijter und den Obersten im Generalstab Bozsidar Jankowitsch zum Kriegs Minister.

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

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g: Dieselbe Vorstellung. Der Ee E O Bentral-Theater. Sonnabend : Mit vollständiz neuer Ausstattung an Dekorationen, Kostümen urd Die Geisha. Operette in 3 Ala

von Sidney Jones. Sonntag und Die Geishs

| Anfang 8 Uhr.

Reguisiten : O Anfang $ Ubr. folgende Tage: n. Frances{ina i A Belle-Alliance-Theater. (Gastspiel-Theatez) Gesammt-Gastspiel der „Schwarzwälder“ (Sw bishes Bauern-Theater) unter Leitung des König lihen Hof-Schauspielers Emil Richard nat Dorf und Stadt. Schwarzwälder Lebensbild 1 4 Akten von Charlotte Birh-Pfeiffer. Anfang 8 Udr- Sonntag: Dieselbe Vorstellung.

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Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Emmy von Sto>bhausen mit Hr Leutnant Otto von Weiß (Königsberg i. Pr.). Frl. Else Giese mit Hrn. Gymnasial-Oberledrer Hermann Engel (Berlin)

Nerebelicht: Hr. Landrath a. D. Ma famer-Kl. Machmin mit Frl. Nosine (Wien). Adolf Frhr. von Gruneliu Elisabeth Freiin von Mevsenbug (

Gera). Hr. Leutnant

Scheibler mit Frl. Bertha von Grand R

Thal bei Eupen). y

Vor- | Geboren: Zwei Töchter: Hrn. Oberförîter von Hubn (Pür>eln i. Livland). Gin Sohn Srafen von Shwerin-Bohrau (Bohrau) Tochter: Hrn. Regierungs-Afsefsor Dr (Langfuhr-Danzig).

Gestorben: Hr. Generalleutnant 4. D. T von Dorndorf (Hannover). Hr. Oberst a. © Carl Frhr. von Esebe> (Grla< b. Goldberg, Schles.) Hr. Hugo von Löbbe>e-Eiserédor! (Breslau). Verw. Fr. Major Mathilde von Windheim (Freystadt).

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Friedrich - Wilhelmstädtishes Theater. D Sonnabend : Damenschneider. Operette in 3 Akten von Carl

üm 100. Male: schneider. Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen :

Der Verantwortliher Redakteur :

Direktor Siemenroth in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

Drud> der Nortdeuts<hen Bucbdru>kerei und Verlagk- Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32

Acht Beilagen (eins<ließli< Börsen-Beilage)-

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Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

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Bemerkungen.

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Zahr ermäßigt werden: |hehtern zustehen und 21. Lebensjahres gegeben sein; «iten aufgestellt werden gerichts soll eingeschränkt, die gungsämter erweitert werden Die Kommission hat,

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