1901 / 117 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

v As M E n P E i li Data L E s N E s “ui E

E

ori Ui et? v0

E S

Stellvertreter: von Schulzen, Major a. D., Rittergutsbesißer in Gradtken bei Tolla> (O.-Pr.), Holp, Nittergutsbesizer in Parlin, ollmer, Regierungs- und Forstrath in Stettin, von Rohr, Rittmeister a. D., Rittergutsbesizer in Dannenwalde (Prigniß), L Schirmacher, Ober-Forstmeijter in Breslau, von Bernuth, Rittergutsbesißer in Borowo bei Czempin, Himburg, Amtsrath in Fienerode bei Genthin, Quaet-Fasl em, Landes-Forstrath in Hannover, Jgnaz Freiherr von Lan sberg-Velen-S teinfurt, Königlicher Kammerherr in Drensteinfurt, Greter| en, Oekfonomierath in Twedt - Trögelsby bei Flensburg, Joseph Pauli, Gutsbesißer in Cöln a. Rh., Hing, Ober-Forstmeister in Caffel, Dr. Walther, Ober-Forstrath in Darmstadt. Aus den Kreisen der Jndustrie: Mitglieder: van den Wyngaert, Direftor in Berlin, Frenzel, Geheime: Kommerzienrath in Berlin, s Dr. Ritter, Justizrath, General-Direktor in Schloß Waldenburg i. Schl, / / Nazary Kantorowicz, Fabrik-Direktor in Posen, E Voigt, Bergwerks-Direktor in Bitterfeld, A. Haarmann, Kommerzienrath in Osnabrü>, G. Weyland, Kommerzienrath in Siegen, A. Servaes, Kommerzienrath in Ruhrort, Ludwig Roth, Bergwerks-Direktor in Wiesbaden, Michel, Geheimer Kommerz'enrath in Mainz; Stellvertreter: E Schmidt, Amtsrath in Löhme bei Bernau (Mark), Dr. Max Weigert, Fabrikbesißer und Stadtrath in Berlin, : i Bernhardi, Bergrath, General-Direktor in Zalencze (Kr. Kattowiß), A Ernst Schneider, Müßlenbesiger in Lissa 1. Posen, G. Schmidt, Kommerzienrath in Magdeburg, G. von Cölln, Kommerzienrath in Hannover, H. Brauns, Kommerzienrath in Dortmund, È. Krabler, Geheimer Bergrath in Altenessen, Fehr-Flach, Kommerzienrath in Wiesbaden, NReintraud, Geheimer Kommerzienrath in Offen- bach a. M. Aus dem Handelsstande: Mitglieder: Teschendorff, Stadtrath a. D. in Königsberg i. Pr, Berenz, Kaufmann in Danzig, Wächter, Geheimer Kommerzienrath in Stettin, D. Mugdan, Kaufmann und Handelsrichter in Breslau, Otto Pilet, Kaufmann in Magdeburg, C. Bertelsmann, Direktor, Bursthender der Handels- fammer Bielefeld in Gadderbaum bei Bielefeld, Sartori, Geheimer Kommerzienrath in Kiel, C. Lueg, Geheimer Kommerzienrath in Oberhaujen, Haurand, Geheimer Kommerzienrath in Frankfurt a. M. ; Stellvertreter: Louis Müller, Konsul in Memel, Mißtlaff, Konsul in Elbing, F\raël, Konsul in Stralsund, Louis Grünfel d, Kaufmann in Beuthen D.-S., L, Oppé, Fabrikant in Mühlhausen i. Th., Albert Meyer, Kommerzicnrath, Vorsißender der

Handelskammer Minden in Porta i. W.,

Wörnert, Konsul in Altona, | | Wilhelm Böddinghaus, Kommerzienrath in Elberfeld, Henrich, Kommerzienrath in Frankfurt a. M.

Ministerium der öffentlichen Arbeiten.

Dem Großherzoglich hessishen Geheimen Ober - Baurath Gustav Mayer, bisherigem vortragenden Rath im Groß- herzoglih hessishen Minijterum der Finanzen, ijt die Stelle des hessishen vortragenden Raths im Ministerium der öffent- lichen Arbeiten verlichen worden.

Ministerium der geistlihen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten.

Der Gerichtsarzt, außerordentlihe Professor, Direktor |

des Instituts für Staatsarzneikunde Dr. med. Friedri Straßmann und der Obcrarzt der <hirurgishen Abtheilung des Elisabeth-Krankenhauses, Professor Dr. Rinne in Berlin sind zu Medizinal-Assessoren bei dem Königlichen Medizinal- Kollcaium der Provinz Brandenburag,

der Chefarzt der inneren Abtheilung des Diakonissen- Krankenhauses, Professor Dr. Valentini in Danzig ist zum Medizinal-Assessor bei dem Königlichen Medizinal-Kollegium der Provinz Westpreußen,

der dirigierende Arzt der äußeren Station der Diakonissen- Anstalt Dr. med. August Borchardt in Posen zum Médi- zinal-Assessor bei dem Königlichen Medizinal-Kollegium der Provinz Posen,

der Direktor der <hirurgishen Universitäts-Klinik, Geheime Medizinalrath, Professor Dr. med. Schede in Bonn zum Medizinal-Asessor bei dem Medizinal-Kollegium der Rhein- provinz,

der Apotheker Karl Fritsch in Breslau zum pharma- zeutishen Assessor bei dem Königlichen Medizinal-Kollegium der Provinz Schlesien und

der Apothekenbesizer Mertits<h in Vallendar zum pharmazeutishen Assessor bei dem Königlichen Kollegium der Rheinprovinz ernannt worden.

J ‘nals Medizinal

Bekanntmachung.

Auf Grund des $ 16 Abs. 4 der Vorschriften, betreffend die Prüfung der Nahrungsmittel -Chemiker, ist den staatlichen Anstalten zur tehnis<hen Untersu<hung von Nahrungs- und Genußmitteln, an welhen die nah Nr. 4 im ersten Absahe des genannten Paragraphen nachzuweizende praktische Au s- bildung erworben werden kann, das Chemische Institut der Univerjität Greifswald gleichgestellt worden.

Berlin, den 15. Mai 1901.

Der Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten, In Vertretung: Wever

n r iGiidene Cmiaeitr zt B Em Hp Et T

An dem mit der Königlichen Augusta-Schule verbundenen Lehrerinnen-Seminar zu Berlin ‘ist der bisherige Oberlehrer an der“ Augusta-Schule zu Magdeburg Dr. Hüttebräufer als Seminäar-Oberlehrer angestellt rvorden.

Finanz-Ministerium.

Durch die Umgestaltung der früheren mittleren Fahschulen in Elberfeld-Barmen, Breslau und Bogen in höhere Maschinen- bauschulen hat der Lehrplan dieser Anstalten eine derartige Abänderung erfahren, daß die Schüler dieser Anstalten eine geeignete Vorbi:-dung für den Dienst in der Verwaltung der indirekten Steuern niht mehr erlangen können. Das Gleiche gilt nah der in der nächsten Zeit zu erwartenden Umwandlung der mit der Ober-Realshule in Aachen verbundenen Fachklassen in eine höhere Maschinenbauschule au für diese Anstalt.

Es wird daher die Bestimmung unter T Ziffer 3 der allgemeinen Verfügung vom 28. März 1893 III. 1393/92, wanach die für die Annahme als Supernumerar bei der Ver- waltung der indirekten Steuern erforderliche wissenschaftliche Vorbildung au< dann vorhanden it; wen Dex. VE treffende Bewerber das Neifezeugniß einer höheren Lehr- anjtalt mit se<sjährigem E rgant e in Verbindung mit dem Reifezeugnisse einer anerkannten zweijährigen mittleren Fachschule besißt, hierdur<h mit der M«ßgabe auf- eng daß die bisherigen Vorschriften über die Berechtigung er Abiturienten der Fachklassen no< für alle Schüler in Geltung bleiben, die vor dem 1. April 1901 in die Anstalt eingetreten sind.

Berlin, den 11. Mai 1901.

Der Finanz-Minister. Jm Auftrage: Dr. Fehre.

An sämmtliche Herren Provinzial-Steuer-Direktoren.

Abschrift zur Nachricht und Beachtung. Berlin, den 11. Mai 1901. Der Finanz-Minister. Im Austrage: Dr. Fehre. An den Herrn General-Direktor des Thüringischen Zoll- und Steuervereins zu Erfurt und gn die König- lihe Regierung zu Sigmaringen.

Der Kataster-Kontroleur, Steuer-Jnspektor Meysen zu S ist in gleicher Diensteigenshaft nah Brühl verseßt worden.

Dem Kataster-Kontroleur, Rechnungsrath Langneff ist die Verwaltung des Kataster:-Amts Wittenberg unter Ent- bindung von der Verwaltung des Kataster-Amts und der Kreiskasse in Naumburg übertragen, mit welcher der Kataster- Kontroleur Riediger zu Altenkirchen beauftragt worden ist.

Der Kataster&andmesser Wallraf in Stralsund ist zum Kataster-Kontroleur in Altenkirchen bestellt.

Ministerium des Jnnern. Doi Ober-Regierungsrath Dr. von Steinmeister ist die Stelle des Zweiten Öber-Regierungsraths bei der ersten Abtheilung des Polizei-Präsidiums in Berlin übertragen worden.

Nichtamtliczes. Deutsches Reich.

Preuszen. Berlin, 18. Mai.

Die vereinigten Aus\shüsse des Bundesraths für Zoll- und Steuerwesen und für Rechnungswesen sowie die . ver- einigten Ausschüsse für Zoll- und Steuerwesen und für Handel und Verkchr hielten heute Sihungen.

Das Königliche Staats-Ministerium trat heute zu einer Sißung zusammen.

In der Zeit vom 1. April 1901 bis zum Schlusse des Monats sind im Deutschen Reich folgende Ein- nahmen (einschließlih der kreditierten Beträge) an Zöllen und gemeinshastlihen Verbrauchssteuern sowie andere Einnahmen nah dem „Centralblatt für das Deutsche Neich“ zur Anschreibung gelangt :

Zölle 37 744 633 M (gegen das Vorjahr + 5 219 827 M), Tabacksteuer 699299 M (— 20168 M), Zu>ersteuer und Zuschlag zu derselben 7164222 M ( 1143177 M), Salzsteuer 3 244 595 A (4- 86797 A), Maischbottih- und Branntwein - Materialsteuer 502915 H (— 246 699 F), Verbrauchsabgabe von Branntwein und Zuschlag zu derselben 10 557 861 M6 (4- 286 444 M), Brennsteuer 198 574 H (— 99046 M), Brausteuer 2980 337 4 (4 141 407 M), Ucbergangsabgabe von Bier 304258 M (— 28112 A), Summe 4- 63396694 M (4+ 4197273 M). Stempelsteuer für: a. Werthpapiere 1389097 Æ (+ 246720 M), h. Kauf- und sonstige Anschaffungsgeschäfte 1 422507 F

| (4- 135025 M), c. Loose zu: Privatlotterien 309 042 H

(— 125576 M), Staatslotterien 1 500 626 M (4 790 825M), d. Schiffsfrachturkunden 63619 F (4+ 63619 6); Spiel- kfartenstempel 124946 M (4 6211 F). Wechselstempelsteuer 1216714 M (4 172021 M)

: Die zur Reichskasse gelangte Jst - Einnahme, ab üglich der Ausfuhrvergütungen und Verwaltungskosten, beträgt bei den nachbezeihneten Einnahmen: Zölle 32913 084 M (— 927 349 M), Tabasteuer 894 243 M (4- 29 972 M), Zu>ersteuer und Zuschlag zu derselben 9782924 F (— 2618 399 M), Salzsteuer 4 260 837 M (+4 18619 M),

Maischbottih- und Branntwein - Materialsteuer 946 793 A |

(— 370515 M), Verbrauchsabgabe von Branntwein und Zu- schlag zu derselben 10030 873 Æ (4+ 378741 M), Brenn- steuer 198 572 M (— 99049 M), Brausteuer und Uebergangsabagabe von Bier 2791 86 M (4+ 96334 #6), Summe 61 819222 M (— 3491 646 M). Spielkarten- stempel 157 276 M (4 1546 M).

| Wartenburg gewesen ist, zugegen waren. | bestand aus dem 2. Bataillon des

Der Regierungsrath Lin dig in Wiesbaden ist dem Köniz. J

lihen Polizei-Präsidium zu Berlin zur weiteren dienstli Berra überwiesen worden. ‘hen

Der Regierungsrath Windmüller in Posen ist zun 1. Juli d. J. an das Königliche Polizei-Präsidium zu Hannover een worden.

er Landrath Heinichen is aus dem Kreise Soli Regierungsbezirk Lüneburg, in gleicher Amiseigenschaft in den Ds Göttingen, Regierungsbezirk Hildesheim, verseßt worden.

¿De Regierungs-Assessor Dr. jur. Jlsemann in Sthlez. wig ist vom 1. Juni d. J. ab die fommifssaris<he Verwaltun des Landrathsamts im Kreise Segeberg, Regierungsbezirf Schleswig, übertragen. :

_ Der Regierungs-Assessor von Trebra in Quedlinburg ist der Königlichen Regierung A Potsdam, der Regierung Assessor von Hedemann in arburg der Königlichen Pe- gierung zu Danzig und der Regierungs-Assessor Peer von Schroeder in Hannover vom 1. Juli d. J. ab der König: lichen Regierung zu Posen zur weiteren dienstlihen Verwendung überwiesen. -

Der Regierungs-Assessor Dr. Kreuzberg in Aurich is dem Landrath des Kreises Wittmund, Regierungsbezirk Auri, der Regierungs-Assessor Dr. Burchard in Königsberg dem Landrath des Kreises Thorn, Regierungsbezirk Marien- werder, der Regierung B elor von Heyer in Bieden- TPE von. Lu D S. dem Landrath des Kreises Meseriß, Regierungsbezirk Posen, der Regierungs-Afsessor

Dr. Pachler in Ruhrort dem Landrath des Kreises Labiau,

Regierungsbezirk Königsberg, der Regierungs-Assessor Freiherr

von Patow in Rinteln dem Landrath des Kreises Prenzlau, *

Regierungsbezirk Potsdam, und der Regierungs - Assessor von Uklansfi in Stolzenau, Regierungsbezirk Hannover vom 1. Juni d. J. ab dem Landrath des Kreises Saarbrüten im Megerinugepnt Trier zur Hilfeleistung in den landrätl- lihen Geschäften zugetheilt.

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M. S. „Vineta* Kommandant: Kapitän zur See da Fonseca-Wollheim, am 14. d. M. in Desterro angekommen und gestern nah Rio de Janeiro in See gegangen. :

S. M. S. „Hansa“, Kommandant: Kapitän zur Se gal hen, mit dem Zweiten Admiral des Kreuzer-Geshwaders,

ontre-Admiral Kirch hoff an Bord, ist heute von Melbourne na<h Sydney und S. M. S. „Cormoran“, Kommandatt: Korvetten-Kapitän Grapow, von Melbourne nah Adelaide in See gegangen.

S. M. S. „Iltis“, Kommandant: Korvetten - Kapitän Sthamer, ist am 15. d. M. in Taku eingetroffen.

S. M. S. „Hela“, Kommandant: Korvetten-Kapitän Nampold, ist am. 15. Mai von Tsingtau nah Schanghai und S. M. S. „Geier“, Kommandant: Korvetten-Kapitän Bauer, gestern von Hongkong nah Swatau in See gegangen.

Der Ablösungstransport für die Schiffe des Kreuzer-Geschwaders, Transportführer: Kapitänleutnant Schur, is mit dem Dampfer „Rhein“ am 16. Mai in Port Said angekommen und hat gestern die Reise nach Ost-Asien fortgeseßt.

Der Ablösungstransport für S. M. S. „Vineta“, Transportführer: Kapitänleutnant Brüll, is mit dem Dampfer „Coblenz“ am 16. Mai im Ablösungshafen Rio de Janeiro eingetroffen.

Cronberg, 17. Mai. Jhre Majestät die Kaiserin Friedri < machte, wie „W. T. B.“ meldet, heute, wie auÿ in den leßten Tagen, Spazierfahrten in die nächste Umgebung, Jhre Königliche Hoheit die Prinzessin Adolf zu Schaum? burg-Lippe ist nah Bonn zurü>gekehrt.

Wiesbaden, 17. Mai. Heute Nachmittag um 4 lhr fand hier, wie „W. T. B.“ berichtet, ein Trauergotltt® dienst für Jhre Königliche Hoheit die Prinzessin Luise von Preußen statt. An demjelben nahmen theil: Seine Kaiserlihe und Königlihe Hoheit der Kronprinz, Höchstwelcher kurz nah 3 Uhr aus Bonn eingetroffen war und ein reihes Palmenarrangement am Sarge nieder- legte, Ihre Königlichen Hoheiten die Großherzogin von Baden und die Erbprinzessin von Sachsen-M«iningen, Seine Hoheit der Prinz FriedrichCarl von Hessen jowie andere Fürstlichkeiten, ferner die Spißen der Behörden und der Hofstaat der Prinzessin. Nach einer liturgischen Andacht hielt der Divisionspfarrer Runge die Gedächtnißrede, worauf die Feier mit Gebet und Segen {loß. Um 51/4 Uhr fkehrie Seine Kaiserlihe und Königliche Hoheit der Kronprinz na Bonn zurü>.

Bayern. Die Begnadigungen aus Anlaß des 80. Geburts?

festes Seiner Königlihen Hoheit des Prinz-Regente? haben, der „Ullg. Ztg.“ zufolge, nahdem gm 16. d. M. aber mals weiteren 396 Personen die - zuerkannte Strafe erlas worden ist, nunmehr ihren Abschluß gefunden. Jm Ganzen sind aus dem genannten Anlasse 1384 Peisonen begnadis worden, von denen 210 aus Gefängnissen und Strafanstau

entlassen wurden.

Sachsen-Altenburg. Seine Hoheit der Herzog ist gestern von Baden-BaeÆ wieder in Altenburg eingetrof. n und wird sih in den na

Tagen zum Gebrauch einer vierwöchigen Kur na< Karls begeben.

Hamburg. : / des Der Lloyddampfer „Stuttgart“ mit den Leichen is Obersten Grafen Yor> von Wartenburg und des 4 manns Freiherrn von Rheinbaben traf in der Nacht pu Freitag in Hamburg ein. Gestern Vormittag fand auf Anor aus Seiner Majestät des Kaisers eine große militärische P parade statt, bei welcher als Vertreter des Senats deo De les Dr. Burchard und Schemmann, ferner der fommandiere G den neral des IX. Armee-Korps von Massow mit allen abon Ane Offizieren von Hamburg, Altona und Wandsbek, E, rien Deputation der Offiziere des in Saarburg statio

H : or> von 15. Ulanen-Regiments, dessen Kommandeur Grof parade

Regiments und einer Batterie

. nierten Artillerie - Regiments Nr. 45. Der Militär- e rpfarrer Zierah hielt an Bord die Trauerréde. Hierauf trugen, während das Bataillon präsentierte, Unteroffiziere die Sáârge in zwei Eisenbahnwaggons. Als dieselben dort nieder- gestellt waren, gaben die Geschüße der Batterie je drei Schüsse

, und die Zn nterie drei Salven ab, worauf si< der Zug

sam in Bewegung seßte. Ein Parademarsh der Jnfanterie ay wes General von Massow bildete den Schluß Pa Feier. Elsaß-Lothringen.

Seine Majestät der Kaiser traf, wie „W. T. B.“ meldet, gestern Mitiag, furz nah 1 Uhr, in Meß ein und begab Sich nach der Kathedrale, um d'selbst die R.ftaurierungsarbeiten am Portal und das Innere zu besichtigen. Später nahm Seine Majestät das Frühstück bei dem Kommandeur der 34. Division PrinzenHeinrih XTX. Reuß ein, besuchte sodann den früheren Kom- mandeur des Leibgarde-Husaren-Re.-iments, zeßigen Komman- deur der 33. Kavallerie-Brigade, Obersten von Wallenberg und begab Sich darauf nah dem Bahnhofe, wo der Reichskanzler Graf von Bülow eingetroffen war. Mit dem Reichskanzler fuhr Seine Majestät der Kaiser zm 4 Uyr 25 Min. nach Schloß Urville. i; “i :

* Der russische Botschafter in Berlin Graf von der Osten- Sa>en traf in der Veran Een Nacht mit den Mitgliedern der russishen Botschaft 1n Vet ein, um an dem Galadiner theilzunchmen, welches heute aus Anlaß des Geburtstages des Kaisers von Nußland im allgemeinen Militärkajino daselbst stattfindet.

Oesterreich-Ungarn.

Wie dem „W. T. B.‘“/ aus Abbazia berichtet wird, war der griehishe Kreuzer „Psara“ gestern Abend prächtig illuminiert und beleuchtete die Küste durh Scheinwerfer. Der Kónig von Rumänien und der König der Hellenen sahen von der Villa Angiolina aus, wo Allerhöchstdieselben das Diner einnahmen, dem Schauspiel zu. Abends 11 Uhr kehrte der König Geor auf die „Psara“ zurü>. Heute früh traten der König und die Königin von Rumänien die Rü>reise nah Bukarest an. Zur Verabschiedung waren der Großherzog von Luxemburg sowie Vertreter von Be- hörden am Bahnhofe erschienen ; die Verabschiedung von dem König Georg hatte bereits gejtern Abend stattgefunden. Die „Psara“ wird heute Abend in See gehen.

Der Budgetaus\huß des österreihishen Ab- P pn e era utes nahm gestern na<h furzer Debatte, an welcher die Redner der meijten Parteien theilnahmen, das Budgetprovisorium für se<s Monate an. Im Laufe der Debatte hob der Minister-Präsident Dr. von Koerber hervor, die Regierung werde die politishen Fragen unächst in den Hintergrund stellen und die Votierung des Budget- provisoriums diesmal vornehmlih als eine Angelegenheit der Staatswirthschaft betraäten. Uebrigens erachte die Regierung gerade die legige Periode als die beste Vorbereitung und unerläßlihe Vorstufe für eine gerehte Lösung der vielen hwebenden nationalen und politishen Fragen. Der Aus- \huß für die Wasserstraßen-Vorlage berieth gestern den $ 1 in der Spezialdebatte. Der Finanz - Minister Böhm von Bawerk wies auf die für den Staat aus den Jnoestitionen für Wasserstraßen erwachsende Belastung hin und erklärte, die Regierung werde, sobald die natürliche Steigerung der Einnahmen z1r De>ung der ! Anforderungen nicht ausreiche, zur Eröffnung neuer Einnahmequellen \hreiten müssen. Ob dieser Zeitpunkt shon in naher Zukunft kommen werde, könne augenbli>lih niht gesagt werden.

Dem „Neuen Wiener Tagblatt“ wird aus Preßburg gemeldet, daß der Ober-Zeremonienmeister des Kaisers Graf Hunyady gestern früh in Jvanfka gestorben sei.

Die Úntersu<hung wegen der am 29. April gegen den Professor Pi>kler in der Budapester Universität veranstalteten Kundgebung, bei welcher die Hörer desselben aus dem Hör- saale vertrieben wurden, ist beendet worden. Der Universitäts- jenat beschloß, den Führer bei der Kundgebung für immer von der dortigen Universität auszuschließen. Für heute nd aht Studenten vorgeladen, gegen welche, wie verlautet, gleich- falls ein strenges Urtheil gefällt werden wird.

Großbritannien und Frlayd.

Der König hat, dem „W. T. B.“ zufolge, die Absicht kundgegeben, den Gouverneur Sir Alfred Milner un- mittelbar nah seiner Ankunft in London zu empfangen.

Jn der gestrigen Sißung des Unterhauses richtete

Herdert Roberts (liberal) die Anfrage an die Regierung, |

ob dieselbe irgend eine Erklärung abgeben fönne über die Regelung des Besißrehts auf das Stück Land in Tientsin, welhes vor kurzem , zu Streitigkeiten Anlaß egeben, und ob die Russen Wege in dem Landstrih an- egten, welher von der Eisenbahnverwaltung als Eigen- thum beanspru<ht werde. Der Unter-Staatssekretär des Ncußern Lord Cranbourne - entgegnete, man sei bisher no< nit zu einer Regelung der Frage gelangt, wer Eigen- thümer des strittigen Gebietes ei. Nach einem mit der russischen Regierung geschlossenen Uebereinkommen seien alle Fragen, welche die Besißtitel oder sonstige Rehte an dem Landstü> betreffen, der direkten Er örterung zwischen den beiden Regierungen überlassen L OTvER, Jedenfalls könne aber den Ansprüchen der Eisen- vahnverwaltung nicht dur< etwaige von den russischen Dehörden ausgeführte Arbeiten präjudiziert werden. Ver Unter-Staatsse retär ging sodann auf andere Angelegenheiten über und führte aus, die Verträge über die Errichtung fremder Postanstalten in der Türkei seien hon seit langer Zeit in Kraft, Nöthig seien sie geworden, weil jede Sicherheit dafür gefehlt habe, daß die türkische. Regierung sie in entsprechender Leise ersezen könne. Zweifellos litten darunter die Staats- einkünfte etwas, aber es sci ja abgemacht worden, daß Gegen- stände, wel<he Zollabgaben unterlägen, niht dur<h das britische Postamt befördert werden dürften. Versuche, solche egenstände do< abzusenden, würde die britische Negierung niemals zulassen, namentli<h schon aus dem Grunde, weil E ein Theil der Sicherheiten geshädigt werden dürfe, welche seien ngabern der türkischen Staatsschuld-Papiere ver fändet Setretg weiteren Laufe der Becathung erklärte der Finanz- deuts des Schaßamts Austen Chamberlain, daß das Valent e Kabel von Emden nah West-Jrland zur Zeit in e ia lande, daß aber jeyt Verhandlungen darüber im

nge jeien, den Landungsplaz nah Waterville zu verlegen.

Frankrei. n n gen gestern im Elysée abgehaltenen Ministerrath rde, wie „W. T. B,“ meldet, das Entlassungsgesuh des

"”

General-Gouverneurs von Algerien Jonnart genehmigt. Jonnart haite das Gesu<h mit dem schlehten Zustande feiner Gesundheit begründet.

Der Deputirte Cuneo d’Ornano brachte in der estrigen Sizung der Deputirtenkammer die von verschiedenen Blättern gegen den Justiz-Minister Monis erhobene Be- \huldigung zur Sprache, daß diefer sein Amt dazu benuße, um einem von ihm begründeten Alkoholhandel mit Hilfe seiner Geschäftsfreunde eine größere Ausdehnung zu geben. Der Justiz-Minister Monis verlanate die sofortige Berathung. Der Deputirte Cuneo d’Ornano hielt seine Beschuldigung aufrecht und wünschte zu wissen, wer fälshliher Weise in dem „Journal Officiel“ die Verleihung einer goldenen Medaille an den in Frage stehenden Buchholz habe veröffentlichen lassen. Der Justiz- Minister Monis erwiderte, die Veröffentlihung sei dur einen Sekretär der Jury veranlaßt worden, der übrigens des3- wegen später zur Verantwortung gezogen worden sei. Der Handels-Minister Millerand bestätigte diese Thatsache. Der Justiz-Minister Monis fügte hinzu, daß er das Haus Buchholz garniht kenne, dessen angeblicher Korrespondent ér Jen solle, und g sodann Aufklärungen über sein A dessen Leitung er seinem Mitinhaber übergeben habe und mit dem er si< ni<ht mehr beschäftige ; der Minister verlas \{hließli< Zeugnisse der Steuerbehörde, aus denen sih ergab, daß er niemals derartige Geschäfte mit ausländischen-Häusern gemacht habe, wie man sie ihm vorwerfe. Der Deputirte Cuneo d’Ornano zog hierauf seinen Antrag auf d einer Untersuhungs-Kommission zurü.

Der? G TEAIE! von Paris Lépine sandte gestern früh einen Polizeikommissar zu dem Grafen de Lur-Saluces und nahm ein Protokoll über die Jdentität des Grafen und über seine Rü>kehr nah Frankreih zum Zwe> seiner Ab- urtheilung dur ein ordentliches Gerichtsverfahren auf. Das Protokoll wird dem Präsidenten des Senats Fallières übersandt werden, worauf dieser einen Ausschuß des Staats: gerichtshofes einberufen wird.

Rußland.

Das hundertjährige Bestehen des Reichsrathes wird, wie dem „W. T. B.“ aus St. Petersburg gemeldet wird, am 20. d. M. auf Befehl des Kaisers durh eine außerordentliche allgemeine Versammlung dieser Körperschaft unter dem Vorsiß des Kaisers begangen werden. Vorher findet im Marienpalais ein Gottesdienst statt.

Ftalien.

Bei der Berathung des Landwirthschafts-Budgets in der gestrigen Sißung der Deputirtenfammer erklärte, wie „W. T. B.“ berichtet, der Unter-Staatssekretär im Aer- bau-Ministerium Baccelli, die Interessen der Landwirth- schaft Jtaliens würden bei den Verhandlungen über die neuen Handelsverträge fest gewahrt werden. Der Minister-Präsident Janarde lli entwi>elte die sozialen Pläne des Ministeriums, deren einer dahin gehe, ein zentrales Arbeitsbureau fowie cinen oberen Arbeitsrath einzurihten. Er beabsichtige auc, Gesezentwürfe einzubringen, welhe bezwe>en, in den Provinzen Arbeitervertretungen und berufsmäßige Syndikate zu organisieren; des weiteren werde er einen Geseßentwurf einbringen, wona<h ein obligatorisches Schiedsgericht für Streitigkeiten, welche die Landwirthschaft betreffen, eingeführt werden solle.

Belgie1ts

In der gestrigen Sihung der Nepräsentantenkammer riefen, wie „W. T. B.“ meldet, die Sozialisten einen Hwischenja! hervor. Als der Deputirte Dohet von der Rechten im Laufe der Erörterung über die aus- wärtigen Angelegenheiten gegen die Unterdrü>ung der weltlihen Herrschaft des Papstes Einspru<h erhob, rief der Deputirte Furnemont (Sozialist): „Der mit der Calotte! Das fommt von dem Possenspiel her! Vorwärts, singen wir die Marseillaise!“ Die Sozialisten stimmten darauf diese an. Die Rechte und die gemäßigte Linke riefen zur Ordnung; das Absingen der Marseillaise dauerte fort. Die

| Rechte rief: Es lebe der König! Der Prâsidcnt bede>te ih und

¿0a i zurü>. Der Deputirte Furnemont schrie: „So wird man mit der Welt nicht fertig!“ Die Deputirten blieben noh

eine Zeit lang in lebhaftem Meinungsaustaush im Saale

urü>. Nach halbstündiger Unterbrehung wurde die Sißung wieder aufgenommen; der Präsident rihtete an alle Par teien die Mahnung, die Verhandlungen in Ruhe weiterzu- führen. Der Deputirte Neujeau (liberal) {loß ih der Aufforderung des Präsidenten an, erklärte jedoch, gegen die Gesandtschaft beim Vatikan stimmen zu wollen Der Minister des Auswärtigen de Favereau bemerkte, die Negierung unter halte die besten Beziehungen zur Regierung des Konigs von

Jtalien; Belgien habe jedoh, wie er meine, Gründe, in An- |

betraht der hohen moraliswen Autorität, welche der Papst darstelle, bei demselben vertreten zu sein. Er empfehle der Kammer dringend, die Kredite für die Gesandtschaften bei dem DQuirinal und dem Vatikan zu bèwilligen. Der Deputirte Denis (Sozial st) stellte fest, daß der Vatikan zur Haager Konferenz, auf welcher alle Staaten vertreten gewesen, keine Einladung erhalten habe. Schließli<h nahm das Haus den

Kredit für dic Gesandtschaft bei dem Vatikan mit 65 gegen 55 Türkei.

Stimmen an.

Aus Konstantinopel vom heutigen Tage berichtet das Wiener „Telegr.-Korresp -Bureau“, in der Angelegenheit der jüngsten Zwischenfälle an der türkisch -jerbischen Grenze werde der serbishe Gesandte morgen der Nforte eine neuerlihe Note überreihen, welche energis< darauf bestehe, daß die Pforte die nothwendigen Maßnahmen zur Sicherstellung der Ruhe an der Grenze er greife. Der Jnspektor der serbischen Grenze, General Ahmed <a ist in Konstantinopel eingetroffen

Hamdi Pas Schweden und Norwegen.

Aus Gothenburg wird dem „W. T. B.“, berichtet, daß der deutshe Kreuzer „Niobe“ und die 1. Torpedoboots Flottille unter dem Kommando des Korvetten-Kapitäns S <eer dort gestern Mittag um 1 Uhr vor Anker gegangen jeien. Die Flottille, welhe am Mittwoch Abend in Marstrand einges troffen und gestern von dort in See gegangen sei, habe in

den leßten Tagen an der shwedischen Küste manövriert. Amerika.

Wie „W. T. B.“ aus San Francisco erfährt, hat ih das Befinden der Gemahlin des Präsidenten Mc Kinley geftern sehr gebessert.

Nach einer Meldung aus Havanna hat die Mehrheit des Ausschusses des cubanishen Konvents, welher

über die auswärtigen Angelegenheiten beräth, einem Berichk zugestimmt, welcher die Ann ahme der Bestimmungen des in Washington angenommenen Platt'schen Antrages, betreffend die Aufre<hterhaltung der amerikanischen Kontrole in Cuba, empfiehlt,

Asien,

Die „Kölnische “ipers meldet aus Peking vom 16. d. M.- im Süden von Paoting-fu und in Tschengting-fu seien Ruhestörungen ausgebrohen. Das betreffende Gebiet sei bisher französisher Ueberwachung unterstellt gewesen und nah dem Abzuge der Franzosen den Chinesen übergeben worden. Das 1. Bataillon des 1. Ostasiatishen Jnfanterie-Regiments unter dem Major Graham werde für etwaige Ereignisse bereitgehalten.

Dem „Standard“ wird aus Schanghai vom gestrigeu Tage berichtet, ein Beamter, welcher am 1. Mai von Singanfn abgereist sei, habe mitgetheilt, daß er den Großsefretär Kangyi am Kaiserhofe daselbst gejehen, und hinzugefügt, die Kansutruppen, welche dem Hofe zum Schuße dienten, wegen rü{ständigen Soldes gemeutert hätten. Eine Kaiserliche Ver- ordnung sei erlassen worden, welche die Hilfstruppen auflöse, die Ende vorigen Jahres zum Schuße des Hofes nah Norden gekommen seien. 5 ;

Das „Reuter he Bureau“ berichtet, es verlaute in Por a, daß entweder der Graf Jnouye oder der Marquis Saigo die Bildung des Kabinets übernehmen werde. Wer von den beiden das Präsidium übernehme, rene darauf, daß der andere in das Kabinet eintreten werde. Die Regierung kündigt die Ausgabe von fe<s Millionen Yen 71/5 prozentiger Schaßbonds an, deren Zinsen zum ersten Mal se<s Monate nah der Ausgabe zu zahlen seien. Die Emission soll zur De>ung der Kosten des chinesischen Feldzuges dienen.

Afrika.

Durch eine am Donnerstag in Pretoria veröffentlichte Proklamation ist, wie „W. T. B.“ berichtet, eine vorläufige städtishe Gemeindeverwaltung in Johannesburg in Gestalt eines dur<h den Gouverneur ernannten Stadtraths errichtet worden. Dieser Stadtrath wird seine Thätigkeit sofort beginnen.

Aus Durban vom gestrigen Tage meldet das „Reuter'sche Bureau“, das Mitglied der geseßgebenden Körperschaft von Natal für den Distrikt Eshowe Brunner habe an den „Natal Mercury“ ein Schreiben gerichtet, in welchem er mittheile, daß unter Mit- wissen der höchsten militärishen Behörden des Landes Schritte unternommen seien, um die Eingeborenen auf den s<hon demo- ralisierten Feind loszulassen und ihnen zu gestatten, zu rauben und zu plündern. Die Zul us seien von Offizieren des bri- tischen Heeres angewiesen worden, in den Distrikt V ryheid einzudringen. Tausend Stü> Vieh seien von ihnen den Buren geraubt und dem Obersten Bottomley ausgeliefert worden, welcher den Zulus gestattet habe, 10 Proz. aller ihrer Beute zu behalten. Ein Bur sei von den Zulus mit Assa- gaien schwer verleßt worden. Infolge aller dieser Vorkomm- nisse seien die Stämme der Dinizulus und Usipubus wieder auf dem Kriegspfad. Brunner habe fecner ein von ihm an den Premier-Minister gerichtetes Protesttelegramm und die Antwort des leßteren, daß er bei den Militär- behörden sofort gegen ihr Verhalten protestiert habe und glaube, der Oberst Bottomley habe die ihm ursprünglich ertheilten Instruktionen überschritten, veröffentlicht.

Die französishen Kreuzer „Pothuau“ und „Du Chay la“ sind, wie das „Reuter'she Bureau“ erfährt, gestern in Tanger zur Unterstüßung der Entshädigungsforderungen Frankreihs wegen Ermordung eines Franzosen in Kebdana eingetroffen. Dieselben werden nah Mazagan gehen, wo sie bis zur Regelung der Forderungen bleiben sollen.

Statistik und Volkswirthschaft.

Zur Arbeiterbewegung. Zur Lohnbewegung der Berliner Barbier-Gehbilfen (vergl. Nr. 98 d. Bl.) tbeilt die „Voss. Ztg. ß die beiden biesigen Barbier-Innungen abgelehnt haben, über die Forderungen der Arbeitnebmer vor dem Gewerbegeriht als Einigungsamt zu unter- handeln, da derartige Differenzen bisher durh Vereinbarung \ mit den Gesellenauss{üfen ges<lihtet zu werden pflegten.

D

Theater und Musik.

Theater des Westens

Am aestrigen fünften Gastspielabend t Prevosti wurde Meyerbeer's kon d der Künstlerin in der Titelpartie aufgefüh Geleaenbeit, in ibrem großen ge?anglt zu glänzen. Der wohlverdien feinen Höhepunkt nah dem dem die feinfinnige Auffaffung und italienischen Gaîtes zur \{<önsten Hauptrecllen waren mit den Herren (Corentin) treffli<h beseßt m re<ht amüs bren werther gelang Gesammtaufführun “o 4 “V4

« Lay

4 7 L H p y4 C DCT rt

t L 1

T L, A Di(4/ 4 L

r m 5 S S 2 a Me 2 Wia 4%

925252 “. C s Bm

A Éo i e a C

9 a * 6 , Ls # 9 1 n s llendet wiedergegeben. Die sichere Leitung d f. D M . aAahThoro tos M 4 Ls

tte ibren woblbere<htigten Anthetl a

>

Lessing-Thea Am Mittwoch und Donnerstag 4 Sudermaun“ spiel „Johannisfeuer“ und Vtto Ernit's Komödie „Flachs mann als Erzieher“, welhe den Spielplan dieser Bühne bereit seit Anfang Oktober bezw. Ende Bezember v. J. ersoigreu kebauptet haben, abermals mit je einer neubesegten Rolle in Scene. In dem erstgenannten ü ab Frau Lina Weltvy- Voll, die sich in einem Engagements-( jastiviel am 12. d. M. in desselben Dichters Bübnenwerk „Die Ebre“ als alte Frau Heinecke dem hiesigen Publikum bereits vorgeitelit die Weßkalnene. Die ¡war nur kleine, aber äußerst <harafteriti in welcher die littbauische Landstreicherin vorkommt, wurde von iht nut etner Natur- wabrbeit gespielt, welde die Gestalt völ alaubbaft erscheinen ließ und der Künstlerin lebhaften Beifall bei offener Sceae eintrug. (Gleibfalls auf Engagement gastierte in der EGrnitshen Komödie Frau Anna Müller - Linke als Betty Sturhahn, welche erst unlängst Ä

V 7 A

von Frau Margarethe Albre<t treflih vertreten worden war. Zn ¿bnlicher Weise wie diese trabicte au der neue Gast, nit dur< auf den Effekt berechnetes Spiel si<h besonders bemerkbar zu machen, sondern pvafite sih, die herbe recthaberishe Art der alten Lebrerin treffend <arakterisierend, dem usammen acschidt cin. Die anderen Rollen waren in beiden Stü>len wie bisher beseßt und wurden in der bereits wiederholt gewürdigten Weise cinwandfrei

durchgeführt.