1901 / 117 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

e

Juternationale Aëronautische Kommission.

Straßburg i. Els., den 8. Mai 1901.

Vorläufige Mittheilung über die internationale Ballon- Fahrt am 19. April 1901. S

(A. beißt Aufstieg, t. heißt Temperatur, L. beißt Landung, H. heißt Höhe, SSW. = Süd-Süd-West 2c.)

Châlet-Meudon. Versuchéballon. A. 10,23 Vm., L. 11,15 NVm. bei Allaines nächst Janville 75 km. S8SW. t. beim Aufstieg

+ 14,59, in Höhe von 3378 m 5377 m 7431 m 10 082 m 11186 m 0 O 500

100 / Minimal - Temperatur 52,89 in der

Marximalhöbe 12 448 m. 1) A. 3,01 Morg. bei 3,80 [l.

Höhe von 11 848 m. ; Trappes. Versuchsballons. in Höhe von 8630 m 41°, 10000 m

L. bei St. Denis (Loire), t. 50°, 11 100 m 62 9.

2) A. 8,02 Vi. bei +8,29, L. bei Santeuil (Eure - et - Loire) in der Höhe von 2870 m t. 0°, 5(00 m 10°, 7000 m 25 9, 8400 m 33 9.

Augsburg. 1) Bemannter Ballon Meteor (Insassen: Seine Kaiserliche und Königliche Hoheit der Erzherzog Leopold Salvator und Hauptmann Hintersteißer). A. 7 Vm., t. 0°, L. bei Bludenz in Tirol, 200 km SW. von Augsburg, Maximalhöhe 4700 m, Minimaltemperatur 20 °.

2) Bemannter Ballon Augusta Vindelicorum (Insassen . Herren Riedinger, Dr. Ehrhart, v. Tolnay), A. 6,48 Bi, t 0b. T 3,10 Nachm. ca. 5 km SW. von Mellau im Bregenzer Wald, Maximalhöhe 4393 m, t. in H. von 4287 m 195,409,

Wien. 1) Unbemannter Ballon: A. 7,02 Bm. t. +4 4,80, L 4 Nam. bei Novaglia auf der Insel Pago in Dalmatien Maximalhöhe 9400 m. Minimaltemperatur 47° in Höhe von 8900 m.

9) Bemannter Ballon (Insassen Hauptmann Dr. Kosminski und Dr. Pircher). A. 7,50 Vin. &, + 5/00, L. 122 Em SSSE. 11 Vin. bei Steinamanger in Höhe von

1 km 2 km 3 km 4 km 5 km

L Do O P DOP 1369 22,80 Maximalhöhe 5260 m. Minimaltemperatur in dieser Höhe 25 9°,

Berlin. 1) Am 18. April 8,52 Nahm. Drachenballon Niemchen aufgestiegen. Am 19. April nachgefüllt, 6,15 Vmn. wieder aufgestiegen,

eingeholt 3,49 Nachm. Zeit H. 40 m 4000m 500m 1000m 1200m 1279m

18./4. 8,52 Nachm. t. 4,00 - - —— 10 Nam 6 149 2,70 - -—- 19 Ui G T9 t 1,20 0/4 2 Vin. 089 1,20 4 Vim. t. —0,89 1,20 6 Vim. bi O -

8 Vm. G. Das

10 Vm. 9/09

19: B. ti Ds -

2 Nam. t. 9,709 3,90 -

4 Nachm 10,00 3,80 - -—-

2) Freifahrt. Véreinéballon (Beobachter : Berson und Dr. Süring). A. 7,57 bei t. +5,69, L. 5,20 bei Tannenberg, Bez. Warnedorf Nordböhmen, in 550 m H. (in großen Bogen) 270 km. SSB. von Tegel.

H. 500 m

b. 3,50 Maximalhöbe.

3) Kleiner Versuchsballon A. 9,415 Vin. L. 12,55 Nachm. bei Wülkniß in Sacbsen, 129 km 8. E. von Tegel. Die Registrierung hat bei 590 m Dru> versagt.

4) Ein zweiter kleiner Versuchsballon A. 9,45 Vm. L. 1 Nachm. bei Schilda, 105 km S8. 10 E. von Tegel.

H. 40m 500m 1km 2km 3km 4km 5km 6km 7km 7,5 km t.3) 8,69 6,0° 0,0° 4,00 —7,59 —14,09° —24,09 429 —469 38° 4) 29° 66° 0,39 —4,4°

Mêèarimalhöhbe für 3) 7573 m. 6500 m.

5) Freibollon der Luftschiffer-Abtheilung (Beobachter: Hauptmann von Siegsfeld) A. 11 Vm., t. +4 10,3, L. 6,20 Nachm. bei Neuwedel, 180 km. NE.

L O L I t. 4,8 + 0,5 0 St. Petersburg.

4 km 14,50

Ta km 8X 0,59 69 90

59km 00km 21,59 25,5

gegen

Minimaltemperatur 48,39 bei

Marimalhöhe 1650 m. Minimaltemperatur in gleicher Höhe 4,29. St. Nersuchsballon. A. 7,56 Vm. t. + 1,790. L, 8,40 Vin. 25 km 88E. von Schlüfselburg. Aufstieg H. 750 m 1025 m 1917 m 2 b. 4.20 6,5 95 Abstieg H. 2235 m 1998 m 1120 m 527 m b. 9,9 9 6,2 3 89, Marximalhöbe 2800 m. Moskau. Versuchskallon. A. Erdbödens ging er na<h E und in größerer Höhe direkt ia all

2671 m 11,30

2476 m 10,80

t) "2 m

10 0

840 Vmn. In der Nähe des doch bereits in geringer Höhe nah NE. nah N Nabere Angaben feblen no.

Straßburg. 1) Papierballon. - A. 4(9 Vm. t. 0°, playte in einer Höbe von 1500 n L bei Scbiltigabeim, 2 km nöidlih vom Aufstiegsort Die Regisirierkurve Erscheinung der Temperaturumfkehrung.

9) Unbemannter Seidenballon A. 5,11 Vim L 90 Vin. nach Ueberfliegen der Alpen bei Giaveno Stalien. Marximalbhöhe 10500 m bei einer

540,

3) Papierballon. A. Freiburg, Schweiz, Marx temperatur von 47°

4) Vereinéballon Herr Stolberg). A. 9,57 99, Grefiweiler und Girbaden, 30 km WSW. vi bôbe 1500 m, Minimaltemperatur 0,5‘

üncben. Bemannter Ballon Nachtschwalbe (Insassen Hiller, Leutnant d

t Los A v Ï

0, &

zeigt die

ki 0,59, bei Turin îin Yinimaltemperatur 9 Bur, À& 7,09, L

imalböôhe

Lot Eportor dei Kerzers,

i Kanton 11100 m bei einer Minimal

. N N e) j (JInfajjen: 3 Vere! glicde M G6 Ì Ï Bm., | j L. Lei

nêmitali Beobachter : ¡wilchen bura, Marximal-

Ober- d. Res. K. Staub fizier Wietemann). L. 1.30 Nam. (l zu SSW. von München Hökte von 2900 m 13,6 9,

*

ei Obbarenz (?), etwa 100 km SDarimaikähs ; Ta "IaTIimailbt á m in ceumner

Land- und Forftwirthschaft. Saatenstand und Getreidehandel im Königreich Polen.

Der Kaiserliche General-Konsul in Warschau berichtet unter dem 9. d. M :

Fast im ganzen Königreich Polen ist das Wintergetreide entweder infolge der übermäßigen Díure im Herbst v. I. schle<t aufgegangen, oder es hat unter den bereits im Spätberbst v J. eingetretenen schnee losen Frôsten, welche den ganzen Winter über mit geringen Uater- bre<ungen anbielten, s\tark gelitten und ift theilweise ganz aus- gefroren. Wenn auch der volle Umfang des Schadens fich zur Zeit no< nit übersehen läßt, so steht doch fest, taß die Veschätigung der Wintersaaten an vielen Stellen einer vollständigen Vernichtung gleich- kommt

Die aus den verschiedensten Kreisen und Gouvernements Polens einlaufenden Nachrichten über den Stand des Wintergetreides lauten ; überaus ungüntitig.

Der îväât eingesäte Roggen ist vielfah auégefrore

sâte soll ¡war ctwas besser steben, binter ten Normalstandes aber bei wcitem zurü>blciben. Stellenwciie hat det Roggen bis jur Hâlfte der tamit bebauten Flächen umgepflügt" werden müsen. Auch über den Stand des Weizens, besonders spät ein: gesäten, wird vielfa ge Der Raps ift fast überall ausgei roren und hat umgcpflügt werden müssen, das Gleiche gilt von Klee vorjähriger Einsaat, während der ¡weijährige Klee besser sichen soll.

Ore früh cin: (rforternillen eines

der fr é

Die Frühjahrébestellung ist gegen andere Jahre um fast vier Wochen zurü>. Sie hat erst nah den Osterfeiertagen, in manchen Gegenden nit vor. dem 15. April d. J., begonnen und wurde dur< Nässe, die sich infolge des am 21. März d. I. eingetretenen, mehrere Tage andauernden ungeheueren Schneefalles besonders an niedriger ge- legenen Stellen angesammelt hat, sehr ers<hwert, au ist die fühle Witterung für das Aufgehen der Sommereinsaat hinderlich.

Die Besorgniß unter den hiesigen Landwirthen ist angesihts dieser Verhältnisse groß, man kefürhtet besonders Futtermangel und Mangel an Dungstoff, zumal das vergangene Jahr kaum eine Mittel- ernte ergeben hat und die Aussichten für das laufende Jahr sich bei weitem |<limmer gestalten. : i

Die Getrcidepreise sind im allgemeinen niht unbedeutend ge- stiegen. Auf dem Wa! schauer Markte stellen sich dieselben im Ver- gleich zu den im vergangenen Herbst gezahlten, wie folgt :

Es wurden gezahlt für das Pud:

am 2. Mai d. I.

am 9 November v. J. 0,77—0,93 Rbl. 0,96—1,13 Rbl. 0,76—0,81 ,

068—u76 ) 0,65—0,84 , 0,76—0,92

Getreidemarkt Genuas im April 1901. Der Kaiserliche General - Konsul in Genua berichtet unter dem

für Weizen M Roggen ür Hafer .

S: d, M: Der Markt verkehrte in lustloser Haltung bei {wacher Frage für Hartweizen; sofortige und vorräthige Waare vernachlässigt, es zeigte sih nur einiges Interesse für spätere Termine. E Troß der angebli<h schwachen Bestände im Innern Südrußlands gingen die Preise für sofortige Lieferung von Hartweizen um ca. 1 Fr. per 100 kg. jene für Abladung Juni/August um ca. 50 Cts. zurü. Für Weichweizen zeigte sih etwas bessere Nachfrage, und die Preise hielten fih so ziemli<h auf derselben Höhe wie im März. Der Saatenstand in Oberitalien ist infolge der naßkalten Witterung zurüd, im allgemeinen aber befriedigend, im Süden und in Sizilien sollen die Saaten sehr schön stehen. In Südrußland sind die Aus- sichten für die neue Ernte sehr günstig. Die Spekulation bietet bereits Waare neuer Ernte an für August-Sevptember-Lieferung. Bis dabin kann ih zwar no< manches ändern, aber im allgemeinen ist man mebr gencigt, an billigere Preise zu glauben, und dies zeigt sich gus durch die reservierte Haltung der Käufer für Termine über Juli inaus. Die Preise stellen sih heute, wie folgt: Dur Taganrog P. 1006 disponibel per Maiabladung circa 16,50 Fr. Juni/Juli S 126 G L000 » August/September . . . 000. Gbirka (Ulka) Nikolajeff, Shwarzmcer n/OD Azoff P. 930 a E . circa 16,50/75 Fr. Azrjima Schwarzmeer n/O Azoff S 2 P. 10—-P. 100 je nah Qualität Rumänweizen 79/80 . circa 17J—18 Fr. Mall: Ma 5 J Russischer Nübenzu>er : Juni Juli O Cbe Q s A io O: N e O Am 30. Apuil d. I. stellten si< in Genua die Getreidevorräthe und die Preise für den Doppel-Zentner folgendermaßen: unverzollt inländish 17,25 Goldfranken 29,00—29,50 Lire 17,00 L

13,29

Weichweizen 33 000 dz 16,125 Hartweizen . 13000 15,50 M. 8700 L105

19,00—19,25 , Haler . . . 3000. 13,00

19,25

Saatenstand in den Niederlanden.

Der Kaiserliche General-Konsul in Amsterdam berichtet unter dem 10. d. M: Folgendes:

Der Weizen bat da, wo die inländishen Sorten ausgesät wurden, wie in Seeland und Nordbrabant, durch die Kälte nicht gelitten. Wo dagegen der feinere, ursprünglih englishe Esser-Weizen verwendet wurde, wie im Haazrlemermeer und im YVpolder, ist alles er- froren, weshalb die Felder dort umgepflügt und mit Zu>errüben besät wurden. In Groningen ist gleihfalls viel erfroren und um- aevflügt worden, wenn auch prozentualiter bei weitem ni<ht in dem Umfang wie im Haarlemermeer. Roggen hat überall den Winter gut überstanden, desgleichen die Wintergerste. Auch Nübsfamen hat gut überwintert i

Die Frübjahrs Aussaat steht gut; während im Anfang die Saat zurüd>geblieben war, ist dies jeyt niht mehr der Fall. Vielfach sind jedo die Frühjahrs Feldarbeiten infolge des anhaltenden ungünstigen Wetters nicht so weit gefördert wie in früheren Jahren, insbesondere binsihtlih des Anbaus von Bohnen, Erbsen, Kartoffeln und Lein- samen. Auch der Graswuchs ist no<h nicht so weit gediehen wie sonst.

Rotterdamer Getreidemarkt im April 1901.

Das Kaiserliche Konsulat in Rotterdam berihtet unter 7. d. M. Folgendes:

Auch der biesige Getreidemarkt stand im Berichtsmonat unter dem Einfluk der auf die wenig günstigen amtlihen Saatenstands- \<häußungen von Deutschland ausgehenden Haussebewegung für Weizen, welde außer auf den europäischen Pläten au<h in Nord-Amerika kräftigen Witerhall

MWeizen. Die i

dem

T

halts des Vormonats-Berichts (,! vom 20 April 1901) befürhteten B

Froít baben einen beträchtlihen Umfang. Namentlich in vielen Theilen Norddeutschlando ist der Frostshaden ein bedeutender. Die Folge war nachdem die geschäftsstillen Ostertage vorüber waren ein rashes Steig-cn der Preise.

Bezahlt wurdcn am Ende des cif Rotterdam

Amerika Kansas [11 . per April/Mai

Donau/ Bulgarien 166

La Plata swewionco russ 196

Ne. a o Zuni/Juli 178

Malta Malta loko 207

D Polnischer loko 219—220 De pekulationepreis für die erstgenannte amerikanische war in der dritten April-Woche über 1 Fl. gestiegen.

Angebliche Vorratbe in Latten zu

am 1. April: 1200, am

Roggen. Während des ganzen Monats waren die auf Grund der ‘rüberen Kaufabschlüsse sich abwi>elnden Umsäye regelmäßig.

Bezablt wurden am Ende des Monats für die Last zu 2100 kg cil Rotterdam V

Helena 140 FL., Helena 142 Ä eis. S e o Set A s 130—134 , St Peterêburg T7117 ü Ü e Í Ÿ 131 132 Angeblihe Vorrätbe in Lasten zu 2100 kg am 1. April: 2000, am 1. Mai: 1800.

Hafer Das Gesc(äft war zunächst ruhig, sodann aber nebmeader Nachfrage belebt. Die Preise zogen an. Bezahlt am Ende des Monats für 1000 kg eif Rotterdam:

Amerik. White stipped 38 -Z engl. April 63—66 Fi.

e ° 9 38, Mal 63-6 ,

St. Peteréburger 46/47 kg per h. Juni 62—63 ,

g 16/17 Auguîit 60—61

_ Gerste, s{wimmend, wurde zu wenig veränderten Preisen um-

gesezt. Die Leeiverkäufer auf spätere Lieferungstermine gewannen in

der zweiten Mona'ebälfte die Oberhand. Bis na<h Monatsmitte

verhielte: e Veik ier in Odessa abwartend ; seit dem 20. zahbltè

ibnen die Nachfrage ihre geforderten Preise, Bezahlt wurden am Ende des Monats für die Last zu 2000 kg cif Rotterdam :

Reichs-Anzeiger“ <ädigungen der Saaten dur

Monats

T

für die Last zu 2400 kg 185— 190 173 193 180

F,

. , . . T

orte

Lange! t T -

- - Ä

6 kg ver Hektol. per April/Mai 136

5 TITS 4

bei zu- wurden

. - *

nd d

|

Südrussischer 60/61 kg per Hekt. {wimmend

Südrussischer oder Donau 60/61 kg per Hekt. August/Septembr . -„ .-« -- 112—114

Südrussischer oder Donau 60/61 kg per Hekt. Septembexr/Oltober A O-A

Angebliche Vorräthe am 1. Mai: 700 t zu 1000 kg.

Mais. Die infolge des amerikanishen Korners fprungweise er höhten Forderungen wurden nur in vereinzelten Se von in Vex, legenheit gerathenen Leerverkäufern bewilligt. u Käufen zu der fünstlih erhöhten Preisen zeigte sih wenig Neigung, da der Bedarf bei der vorgerü>ten Jahreszeit erhebli< nachgelassen hat.

Bezahlt wurden am Ende des Monats für 1000 kg cir Rotterdam : “s

Aterican mel

oksani (Galat-Foksani, Gal.-For) Lo Daa E U S R E Mai 60 :

Futterartikel waren infolge des späteren Eintritts des Frük: jahres gefragt.

Mehl. Die in der leßten Monatswoche in täglichen Tele- grammen gemeldete Haussebewegung in Berlin fand am hiesigen Markt nur eine langsame und unvollkommene Gefolgschaft; die Preis- besserung betrug im offenen Markt nicht mehr als 25, an der Börse nicht mehr als 50 Cents für den Doppel-Zentner. Die nachstehende Tis zeigt die Menge des Umsaßtes und die Preise der hier gängigen

ehlsorten.

116—118 Fi.

per April

54—56 F1. per Mai s

O, 52— 93

Verkauft wurden Dn den - entner cif Sa> zu 50 kg otte rdam

Deut A Holländishes Superior E Qualitat Belgisches Superior . . 1. Qualität . Französisches Superior 1. Qualität . Ungarisches Superior . 1. Qualität . Nade Amerikanisches: Patent . Straight Bafkers

11,25— 11,75 10,25—10,75 11,25—12 00 10,25—10,75 10,50—11,00

9,50— 10/00 12,50— 13,00 12,00—12,25

11,00—12,00 9,75—10,75 8,590— 9,50

Nussisches

Saatenstand und Getreidehandel in Rumänien.

Das Kaiserliche Konsulat in Gala berichtet unter dem 7. d. M. Die Witterung im verflossenen Monat war vorwiegend kühl und feuht. Für die Felder, welhe im allgemeinen befriedigen, ift jeßt warmes Wetter und Sonnenschein erwünsht. Die Schäßungen der Rapsernte übersteigen ni<ht 20 9/9 des Durchschnitts, wobei der ganz außergewöhnli<h hohe Ertrag des vorigen Jahres nicht mitgerechnet is.

Ám internationalen Getreidemarkt machte sich eine etwas günstigere Stimmung für Weizen geltend. Eine weitere Besserung der Getreide preise ist als wahrscheinlih anzunehmen. An der Donau bewegte \ih das Getreideges(äft in bescheidenen Grenzen, obwohl die auf 8/- gewichenen Dampferfrahten eher als eine Erleichterung des Erxporté erscheinen.

Aus den Sciffslisten des vorigen Jahres ist eine starke Abnahme der Zahl der englishen Dampfer in der Donau und eine Zunahme der griechischen und österreichischen Fahrzeuge zu konstatieren, was vor- nehmlih in dem großen Getreide-Crport nah dem Mittelmeer seinen Grund baben dürfte, wobei die griehiswen Dampfer eine größere Zahl von Reisen machen können als nah dem Norden Europas. Die Preise um die Monatêwende waren etwa die folgenden:

Weizen Aas 125—130 M Mais, neu . 92—I4 Cinguantino 109—111 Gerste (60/61 kg) 101—103 Die Vorräthe in Gala werden, wie folgt, angegeben Weizen L 2509 t Noggen 3000 t Mais . 4500 t, Gerste 500 t.

Gesundheitswesen, Thierkrankheiteu und Absperrungs-

Maßregeln.

Spanien. über die äußere Gesundheitspolizei vom Oktober 1899 (vergl. „N.-Anz,“ Nr. 297 vom 16. Dezember 1899 und Nr. 23 vom 25. Ianuar v. J.) ist durh einen in der „Gaceta de Madrid“ vom 28. April d J. veröffentlichten Ru nd- erlaß des General-Gesundheits-Direktors vom 25. April binsichtlich der Ausfertigung und Visierung der Gesund heits- vâs se sowie bezüglih der bierfür zu erhebenden Gebühren erläutert worden.

Der Runderlaß vom 25. v. M. lautet in Uebersetzung, wie folg!

Mit Bezug auf die Artikel 91, 92, 93 und den Tarif de> Reglements über die äußere Gesundbeitépolizei vom 27. Oktober 1899 und in Gemäßheit dieser Artikel bestimmt die General-Direktion

1) Ein Gesundheitépaß wird nur ausgefertigt, wenn das S die Reise im Sinne der bierüber in Nr. 8 des Ministerial -Eclese> vom 31. März 1888 getroffenen näheren Bestimmung antritt. Dad& wird für die Än der internationalen Küstenschiffahrt oder in grŒ! Fahrt verwandten Schiffe, au< wenn sie in Ballast auslaufen, Gesundbeitäpak:- ertbeilt, der in dem inländishen (spanischen) Hale wo sie zu laden anfangen, unentgeltli<h gegen cinen anderen umg tausht wird.

2) Der Gesundheitépaß der aus dem Auslande kommenden Zdiff wird in allen inländischen Häfen, wo diese die Reise nicht beendige® gegengeieihnet (rofrandato).

3) Der in Artikel 92 des Reglements vom 27 braucdte Ausdru> „Visa* (visado) gilt im Sinne dieses als Gegen ¿cinung (refrendo), da Visa eigentli<h der Vermerk ist, den dic Konsuln in ausländische Gesundheitspässe seßen, um die Unterschri! der Bebörden, die sie ausgestellt haben, zu beglaubigen und die ge!unt” beitlihen Verhältnisse des Ausgangshafens zu bekunden. f

4) Wenn die Schifféführer einen in einem fremden Haken aut gestellten Gesundheitêpaß vorlegen, weil der iu dem Herkunftsbafet ausgefertigte, obwobl sie die Reise niht beendigt haben, ihnen a genommen worden ist, so entnehmen die Vorsteher der Gesundhbeits- stationen aus dem Schiffstagebuch die nöthigen Angaben, um sich ciu Urtbeil über die Gesundheitêverbältnisse zu bilden, gleichwie sie sol auch bezügli<h der von dem Gesundheitspaß befreiten Schiffe vor- nebmen, wovon Artikel 90 des erwähnten Reglements händelt.

5) Die Gebühren für die Ausfertigung von Gefundheitäpa}er werden nur bei der spanischen Gesundheitsstation des Hafens erhoben in dem das Schiff die Reise antritt oder von dem es in dem in D" stimmung 1 erwähnten Fall in Ballast ausliuft, und nit für dic anderen im Auélande ausgestellten Gesundheitépässe. Vie Segen, zeichnunasgebühren werden in dem ersten inländischen Vasen, den M0 âus dem Auslande kommende Schiff anläuft, erhoben, 1e! deun, daß: es die Reise beendet oder einen Nothhafen anläust ;

Jn des übrigen spanischen Anlaufhäfen erfolgt dic Gegenzeichnuns unentgeltlich."

Nat der in vorstehendem Rundschreiben angeführten Verordnun vom 31. März 1888 gilt als Herkunftshafen derjenige Vasen, pon der das Schiff in Ladung oder Ballaît entweder zum ersten Male S nah Beendigung sciner Reise und Löschung seiner ganzen Ladung a

Das Neaglement 97 wt.

, Oktober 1899 6

Konstantinopel, 17. Mai. (W. T. B.) Die bafkterio- Togische Untersuhung der erkranften Person - auf dem in Es yrna eingetroffenen italienishen Schiffe ergab, daß- kein Pestfall vorliege. (vgl. Nr. 116 d. Bl.

„Kapstadt, 17. Mai. (W. T. B) Es wurden 5 neue Pest- fälle unter den Europäern und 5 unter der farbigen Be- völkerung festgestellt. (Vgl. Nr. 114 d. Bl.)

Handel und Getoerbe. Spanien.

Jn den Artikeln 12 und 13 des zu dem spanishen Gescßz vom 20. März v. J. betrcffend d'e Einführung einer Trans- ortst-uer, erlassenen Reglements war zwe>s Erhebung der für die Beförderung von Schiffspassagieren zu entrichtenden Ab aben vorgest rieben, daß der Führer oder Konsignatär der qus nicht spanischen Häfen kommenden Schiffe der Zollbehörde eine von dem spanischen Konsul des Abgangshafens visierte Passagierliste einzureichen habe, selbst wenn sich feine Passagiere an Bord befinden sollten.

Nunmehr ist dur eine in der „Gaceta de Madrid“ vom 93. d. M. veröffentlichte Königliche Verordnung bestimmt worden, daß die fonsularishe Visierung niht mehr für Vakatlisten, sondern nur dann erforderlich sein soll, wenn das BGU! wirkli<h Passagiere, gleichgültig in welcher Anzahl, führt. M

Nach der Wochenübersicht der Reichsbank vom 19. Mai 1901 betrug der gesammte Kassenbestand 991 664 000 (1900: 877 168 000, 1899: 941 187 000) M, d. i. der Vorwoche gegenüber mehr 33 442 000 (1900: + 30 977 000, 1899: +- 23 373 000) A Der

- Metallbestand von 949 979 000 (1900: 834788 000, 1899: 899 713 000) Æ allein hat zugenommen um 30 572 000, (1900: + 27 798 000, 1899: -—+ 18 280 000) M Der Bestand an Wechseln von 729 569 000 (1900: 754 719 000, 1899: 793 928 000) 6 zeigt eine Verminderung um 7 959 000 (1900: _— 90595 000, 1899: 14280 000) Æ und der Bestand an Lombardforderungen mit 58831 000 (1900: 72 803 000, 1899 : 77 343 000) Æ eine solde um 3016000 (1900: ++- 1 503 000, 1899: 1 376 000) A Auf diesen beiden Anlagekonten zus1mmen ist also ein Rückgang um 10 975 000 (1900: 19 022 000, 1899: 15656 000) M erfolgt. Die Position „Sonstige Aktiva“ weist eine Abnahme von 7 331 000 (A nah. Auf paisiver Seite ist der Betrag der umlaufenden Noten mit 1 109 413 000 (1900: 1 098 876 000, 1899: 1 104 470 000) A der Vorwoche gegenüber zurückgegangen um 39 449 000 (1900 : 34 613 000, 1899 : 38 293 000) e und die sonstigen täglih fälligen Verbindlichkeiten (Giroguthaben) erscheinen mit 617 190 000 (1900: 500 545 000, 1899: 536 347 000) M höher um 33 426 000 (1900: + 24 513 000, 1899: + 42 179 000) A

(Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten

„Nachrichten für Handel und Industrie“.) GLößbritannien.

Anwendung des Waarenzeichengeseßes in Britisch- Ostindien. Nachdem die Regierung von Britisch - Ostindien hut Zollzirkulars Nr. V1 vom Jahre 1900 (Gazette of India tom 24. März 1900) gestattet hatte, daß indische Erzeugnisse und Waaren, die zur See aus fremden indischen Häfen nah Britisch- Indien eingeführt werden, niht mit einer Ursprungsangabe ge- mäß Sektion 10 Ziffer le, 1 und 2 des indishen Waarenzeichen- gesezes 1IV von 1889 versehen zu fein brauchen, hat sie, laut Zollzirkfulars Nr. V vom Jahre 1991 (Gazette of India vom d. März 1901) nunmehr angeordnet, daß diese Vergünstigung auch auf Arabien und die asiati‘he Türkei ausgedehnt wird und alle in dem nachstehenden Verzeichniß aufgeführten Waaren umfaßt, die an- erfannt oder nadweisli< Erzeugniß von Afrika, Arabien, Persien und der asiatishen Türkei sind. Die Lokalregierungen können das Ver- ¡eichniß ergänzen, do<h sind die etwa gemachten Zusäte der indischen Regierung mitzutheilen. i

Waaren, die aus Afrika, Persishen Meerbusen und der asiatischen Türkei acführt werden. Mandeln, Aloe (Sokotra), Bernstein, Anis- samen, Arsenik, Asafoetida, Asafoetida roh (Hingra), persische Essenz (att«rv), Bienenwachs, Betelnüsse, Knochen, Kleie, Schwefel (Amaljara), Buzgand (Gulpista), Pfefferschoten, getro>net, Gewürznelken, Gewürz itengel, Gewürznelken (Narlavang), Kokosnüsse, Kokosnüsse Kaffee (Mocca), Calumbawurzel, Kopra, Korallen, Baumwolle, roh, Kaurimuscheln, Cowras, Korinthen, Datteln, getro>net und fris Dawna, Dhuppanadi, Drachenblut, Drogen, persishe, und Medizinen, Gnnüsse (mit und obne Schale), Ebenhbolz, Elephantenzähne, Feigen, geiro>dnet, Fische, getro>nete (gesalzen oder nit), Fischblasen, Obst, ird und getro>net, Galläpfel (persische), Knoblauh, Gendahörner, ¡erlassene Butter, Gowla, Getreide und Hülsenfrüchte Ammoniafkharz, Eummi arabicum, Bdelliumharz, Bysabolharz (rohe Myrrhe), Kopal gummi, gefälshter Gummi, Hirabolharz (Myrrhe), Weihrauchbarz, Harzarten, Haar, Beutel aus Ziegenhaar, Hajrate-Vow, Haselnüsse, Felle (gegerbt oder nit), Honig,

Arabien, Persien, dem

ein -

—— Ctr,

Indors s fi

vaiwa Hâute und Hörner, Kischmisch, Lavaholz, Lavendelblüthen, . Limonen, getro>net Süßbolzwurzel, Pfeffer, langer, Krapp oder Manjit, Matten, Cuppa ind Saffy-Matten, Glimmer, Perlmutterschalen, Moye-ZZahne, Nakh (Scildfrot). Nakbla, Oder, rother, Orangenschale, Orseille, Veilchen wurz (Kewda), Perlen, Mauerkrautwurzeln, Pistaziennüsse, Pflaumen Alu Bokhara), Bihidana Quitte, Rosinen, rothe und \{<warze, Robr, s<warzes, Rosenblüthen, getro>net, Rosenwasfer RNRumi

Safran, Salep, Sajjikhar, Samooderfal, Samoodrafen, i, Sämereien aller Art, Sennesblätter, Haifischflossen, Schild- alen, Seide, rob, Storax (Harz), Talkum, Gerberrinden, nit verarbeitet, Gemüse, fris< und tro>en, Walnüsse, Wolle,

N (L

-_ L Zu

2 P (E n S Cs

andel mit Oelen, Farben und La>en in Schweden und Norwegen.

Schweden und Norwegen wurden in Oelen, Farben und Lacken in früheren Jahren zum größten Theil von Großbritannien verforät, das jedo von tem dortigen Markt jevt immer mebr von Deutsch- land und Rußland verdrängt wird. Die britishe Eiafuhr von Velen, namentli<h Leinölfirniß, nah Schweden und 38% Tons im Jahre 1897 auf 2225 Tons im 2000 Tons im Jahre 1899 zurü>gegangen.

Die deutsche Industrie hat es verstanden, ibren Erzeugnissen dur< Entsendung von zahlreichen Reisenden auf dem dortigen Markt ein gutes Abjaygebiet zu schaffen.

Bergen ist wegen sciner zahlreichen Schiffsbauanstalten ein nicht u untershäzendes Absayfeld für Farben und La>e _ Ferner bedürfen die norwegischen Woll- und Baumwollspinnereien einer bedeutenden Menge von gemischten Schmierölen und Fetten.

iese Artifel werden indessen meistens von Importhäusern in dristiania bezogen. (Informations et Renseignements de l’Osice ational du Commerce extérieur.)

Norwegen ift von Jahre 1898 und auf

Lahsfisherei und Austernzucht an der pacifishen Küste |

von Amerika. Im Jahre 1900 wurden aus British Columbia und i Figeilco im Ganzen 870 368 Kisten eingemahtér Lachs nah Groß ercannien versandt. Vom Fraser River und aus Viktoria kamen 11 S iffen 308 943 Kisten gegen 515 821 im Jahre 1899. Aus

L Rees gingen im Jahre 1900 13 Schiffe mit solchem ab,

-_ an

e 14

Die Erfolge, welche bei dem Versuche der Anlegung von Austern- bânken in Puget Sund erzielt wurden, lassen erhoffen, daß die Austernzucht an der cifishen Küste eine große Ausdehnung gewinnen wird. Der erste Schritt zur weiteren Entwi>elung derselben war der Zusammenschluß aller Züchter im Staate Washington zur Washington Oyster Company. Zwei Wagenladungen Zuchtaustern sind erworben und werden im April ausgeseßt. (Nah The Journal of Commerce and Commercial Bulletin.)

Außenhandel Mexikos in den Monaten Juli 1900 bis Januar 1901.

__ Die Einfuhr na< Mexiko erreichte in den Monaten Juli 1900 bis Januar 1901 einen Werth von 38 118 842 Gold - Peîos gegen 33422414 Gold-Pesos im gleihen Abschnitt “des Fiskaljahres 1899/1900. Nach der amtlichen Umrechnung entsprechen diese Zahlen einem Silberwertbe von 77 158 040 und 70341 958 Pesos. Die Ausfuhr bezifferte sih in den Monaten Juli 1900 bis Januar 1901 auf 88 926.841 Silber-Pesos gegen 81415 918 Silber Pesos im gleichen Abschnitt des vergangenen O Auf die einzelnen Waarengruppen vertheilte Rd der Werth der Ein- und Ausfuhr,

wie folgt: Einfuhr. Juli bis Januar

1900/1901 1899/1900 Fakturenwerth in Gold-Pesos 3.077522 2 478 256 6 045 395 4 485 092 ITO2 TIE 8 465 567 6 069 752 5 783 943 1 534 600 1 302 909 1 637 930 1530 051 1 361 200 1 234 563 5 873 7381 S DAICALZ 1 002 634 803 371 810 791 844 894 912 523 956 355 38TIS 38422414

Thierishe Stoffe . Pflanzenstoffe . . . ira E E Gewebe und Waaren daraus . . .…. Chemische Erzeugnisse und Arzneimittel Ce E dirs ie Papier und Papierwaaren

Maschinen und Apparate

S a ees

Waffen und Sprengstoffe . . Verschiedenes E Zusammen .

Ausfuhr: Mineralische Erzeugnisse E Erzeugnisse des Pflanzenreichs . Thierische Erzeugnisse Se Verschiedenes

63 777 183 17 341 364 6 249 079 1111706

48 146 484 25 382 364 6533316 969 779 S es 447 509 383 975 Zusammen . . 88926 841 81 415 918. Die Betheiligung der wichtigsten Länder an der Einfuhr der Monate Juli bis Januar 1900/ 901 (und 1899/1900) gestaltete si nach dem Fakturenwerthe in Gold-Pesos, wie folgt: Vereinigte Staaten von Amerika 20014 363 (16 674 111) Großbritannien 5718 188 (5 677 351) Deuts<hland 4452378 (3655 780) Frankreich 4 029 427 (3 787 758) Spanien 1 744 164 (1 702 404). Die Ver- theilung der Ausfuhr auf die wichtigsten Länder wird nah dem deflarierten Werthe in Silber-Pesos, wie folgt, angegeben : Vereinigte Staaten von Amerika 68008019 (63 830 840) Großbritannien 9 409 887 (5 243 673) Cuba 3348562 (4318 096) Belgien 2 643 102 (1 125 368) Deutschland 2 323358 {1793 470) Frankreich 1 997 836 (4 107 392). (El Economista Mexicano.)

Canadas Außenhandel im Jahre 1899/1900.

Ueber Canadas Außenhandel im Fiskaljahre vom 1. Juli 1899 bis 30. Juni 1900 sind nunmehr endgültige Zahlen veröffentlicht worden. Aus diesen geht hervor, daß sh Einfuhr wie Ausfuhr in diesem gegenüber dem vorigen Jahre bedeutend zehoben haben. Denn die Werthe der Einfuhr zum inländischen Verbramb und der Aus fubr einbeimisher und fremder Waaren erreichten einschließlich des Edelmetall- und Münzverkehrs in den leßten Jahren folgende Höhe :

1896/97 1897/98 1898/99 1899/1900 in 1000 Doll. Einfubr zum Verbrau . 111 294 130698 154051 Ausfubr inländischer und ausländischer Waaren . 137 950 Summe 249 244

Die entsprehenden Summen des ge])ammten Handels betrugen im Jahre 1890 nur 209514 000 Doll, 1880 nur 159 693 000 Doll und 1870 nur 144811 000 Doll., so daß alfo der Außenhandel d leßten Fiskaljahres mehr als zwei und ein halb mal so große Werthe aufzuweisen batte, wie sie 1870 und 1880 erreiht worden ind

Auf die Hauptländer vertheilte sih der canadische Handelsverkehr 1899/1900 folgendermaßen :

180 804

164 152

994 850

L - 158 S

312 948

191 895

ö(2 099

T Tf Da O.

Ausfuhr nach 107 736 G8 G19

1 716

375

in 1000 Einfubr aus t e a vie STTDD Nereinigte Staaten von Amerika 109 844 Deutschland 8 383 Frankreich 4 368 Belgien E ¿D 198 o oed c TL0O 470 Sid Amerika 993 2 148 Neufoundland . . 661 2 144 China und Japan 9 381 369 Añdere Länder M 5 054 3 720 Summe . , 180 804 191 595. Hauptsächlich infolge des Umstandes, d ß da die für seine Industrien (Wolle, Baumwolle, Taba>, Gur und au Koble) zum großen Theil aus- den Vereinigten beziebt, steben diese in der Einfuhr allen anderen Landern wel! Aus Großbritannien und seinen übrigen Kolonien werden nach ( nit balb so viel Waaren eingeführt wie aus der Union stebt unter den Einfuhrländern an dritter Frankreih an vi Belgien an fünfter Stelle Die Auéfuhr richtete sih vor allem nach dem Mutterlande Großz- britannien. das der beste Abnehmer für canadische Waaren geblieben ift und im letzten Fiskaljahre mehr als jemals davon bezogen hat. An mveiter tehen für Canadas Exvort die Vereinigten Staaten. Nächstdtem kommen die übrigen zmerifanishen Länder ein {ließlich We 1indien und Neufundland. Viel geringer ist der Aus fubrba: del mit dem europäischen Festlande BVerglcibt man den verhälitnißmäßigen Antbeil der Hauptgebiete am canadischen Außenhandel im besprochenen Jahre, so erhält man nachstehendes Bild:

Nobstoffe

imi

Stelle

Einfubr aus Ausfuhr nac 9/6 %6 24 T7 56,14 60.75 35.73

Großbritannien . - Vereinig!'e Staaten von Europäi'ches Festland . 9.87 2 57 Andere Länder . s t O 5 56.

Also nur 1449/6 der Einfuhr kommen ous und nur 8/6 der Ausfubr geben nah anderen Gebieten als Großbritannien und den Vereinigten Staaten

An canadischen Erzeugnissen betrug die Ausfuhr 1899/1900 im Ganzen 143 511 000 Doll., davon entfielen auf

Amerika

1000 Doll 94 580 11 169 99 664 27 517

56 149

Bergweikêbrodukte

(irzeugnisse der Fischerei. . .

Forsiwirtbschaft

L Landwirthschaft

s Viehzucht Industrie 14 224

Waaren C e «l 208K

Anthbeiläzablen der Hauptwaarengruppen am

Jahrzehnte

Andere

Stellt man die

ganzen Auéfuhrhandel in den Endjahren der leyten drei zusammen, fo ergiebt sich folgende Tabelle:

1890

in Prozenten 5,60 9,32 29,86 18,87 29,14

1880 1900 15,03 6,83 18,14 16,82 34,33

Erzeugnisse

des Bergbaues. der Fischerei . . . der Forstwirtbschaft . der Landwirthschaft i; der Viehzucht . der Industrie . 4,63 6,82 8,70 E E ets 080 0,39 0,15. Demnach ist gegenwärtig die Viehzucht mit ihren lebenden und verarbeiteten Erzeugnissen für die Ausfuhr Canadas am wichtigsten und hat die Landwirthschaft vom ersten Platze‘ verdrängt. Auch die Forstwirthschaft steht troy ihrer geringer gewordenen Ausfuhren im leßten Jahre noh der Landwirthschaft voran, während die Mineral- produktion infolge der Entde>kung der Schäße im Yukongebiet, auch der Entwi>kelung des Bergbaues in British-Columbien derselben ziemli<h nahe gekommen ist.“ Der Antheil der Industrie ist stetig gewachsen und im leßten Jahre schon fast doppelt so groß gewesen wie 1880. Der Antheil der Fischerei am Export hat vienis nach- gelassen. (Nach The Monetary Times, Toronto.)

4,11 9,39 24,08 31,84 29,15

Japan.

Inspizierung vonSchiffen Durch eine unter dem 12. März 1900 erlassene Novelle zum japanischen Schiffsinspizierungsgeseß vom April 1896 ift bestimmt worden, daß unter gewissen Voraussetzungen auch auéländishe Schiffe beim Anlaufen japanischer Häfen sih einer bisber nur für japanishe Schiffe vorgeschriebenen Inspizierung zu unterziehen haben. Der Artikel 17 des dur<h die Novelle ver- änderten Gesetzes schreibt nämlich vor:

„Bezüglih der nachstehend angeführten Schiffe erfolgt die In- spizierung auf Grund einer no< zu erlassenden Berordnung:

1) Ausländishe Schiffe, die dur<h japanishe Staatsangehörige gechartert und zur Fahrt zwischen japanishen Häfen unter einander oder zwischen Japan und dem Auslande verroendet werden,

2) ausländishe Schiffe, die nur zur Fahrt an der japanischen Küste, in Binnengewässern oder innerhalb eines Hafens dienen,

3) ausländische Schiffe, die in einem japanischen Hafen Passagiere oder Auswanderer an Bord nehmen.“

Die Bestimmung unter Ziffer 3 des vorstehendrn Artikels 17 ist dur<h den Artifel 1 der zum Schiffsinspizierung8geseß unter dem 27. Dezember 1900 erlassenen Kaiserlichen Verordnung näher er- läutert worden. Nah Artikel 1 dieser Verordnung soll eine Jn- spizierung der oben unter Nr. 3 erwähnten ausländischen Schiffe nur stattfinden, soweit dieselben in einem japanischen Hafen an Auê- wanderern oder Passagieren 111. Klasse mehr als 100 Perfonen an Bord nehmen und diese nah einem außerhalb -der nahen Schiffahrts- linie befindlichen Hafen transportieren. Nach Artikel 50 der Aus- führungsbestimmungen zum Schiffsinspizierungsgeseß vom 28. De zember 1900 umfaßt diese Linie das Gebiet zwischen 113° bis 160 óô. L. und 219 bis 550° n. B. »

Benzinverbrauch in Egypten.

Der jährliche Verbrau von Benzin in Egypten foll si< nach Angabe der Handelskammer in Alexandria auf 40 000 1 belaufen, wovon 12—15 000 1 auf den Bedarf der Generalgesellshaft für Zukererzeugung und Raffinerie entfallen. Das Benzin wird haupt tahli< aus Belgien und Deutschland eingeführt, kleinere Mengeu ommen auch aus Rußland und Frankreih. (Nah The Petroleum Industrial and Technical Review.)

Konkurse im Auslande. ; i Rumänien. Jsmailer u. Horoviy und Garabet Vasilichian in Berlad.

Aufgehobene Zwangsversteigerungen.

Beim Königlihen Amtsgerichts 1. Berlin wurde das Verfabren, betreffend die Zwangsversteigerung der nachbezeichneten Grundstü>e aufgehoben: Weidenweg 37, der Frau L. Kitt, geb. Lutsche, gehörig. Nüdersdorferstr. 45, dem General - Sekretär Dr. Ph. Hille gehörig.

Tägliche Wagengestellung für Koblen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien. An der Ruhr am 17. d. M. gestellt re<tzeitig gestellt keine Wagen. In Oberschlesien sind re<tzeitig gestellt keine Wagen.

sind 15 872

nicht nicht

am 17. d. M. gestellt 5255,

Die nächste Versammlung der Börse für die Stadt Essen findet am 20. d. M. im „Berliner Hof“ statt.

Breslau, 17. Mai. (W.T. B.) Schluß-Kurse. : L.-Pfdbr. Litt. A. 97,00, Breslauer Diskontobank 94,00, Breslauer Wechslerbank 106,10, Kreditaktien —,—, Schlesischer Bankv. 144,00, Breslauer Spritfabrik 174,50, Donnersmark 197,09, Katto- viter 191,00, Oberschles. Eis. 122,00, Caro Hegenscheidt Aft. 120 29, Obers<les. Koks 141,75, Oberschles. P.-Z. 108,00, Opp. Zement 108,C0, Giesel Zem. 108,00, L-Ind. Kramsta 157,50, Schles. Zement 148,00, Schl. Zinkb.-A. —,—, Laurahütte 212,10, Bresl fabr. 77,00, Koks-Obligat. 96,10, Niederschles. elektr. und Kleinbahngesell- <afît 61,25, Cellulose Feldmüble Koiel 154,00, bert len e Bank-Aktien 118,00, Emaillierwerke „Silesia® 130,00, Schlesische Sleftrizitäts- und Gasgesellshaft Litt. A. —,—, do. do. Litt. B 117,00 Gd

Magdeburg, 17. Mai (W. T. B.)

Kornzuder 88 9% ohne Sa> 10,25—10,424. Nachprod 9% Stimmung: Fest. Krystallzu>ker mit

38 95. Brotraffinade l. ohne Faß 29,20. Gem. Raffinade mit Sa 3895. Gem. Melis mit Sa> 28,45. Stimmung: —. MNohzu> l. Produkt Transito f. a. B. Hamburg pr. Mai 9,55 I 60 Br., pr. Juni 9,524 9,55 Br., pr. Juli 9,524 Gd., )'574 Br., pvr. August 9,574 Gd.. 9,60 Br., pr. Oktober-Dezember 8.85 Gd., 8,90 Br. Ruhig. Der Wochenumsay im es<âft betrug 136 000 Ztr.

Hannover, 17. Mai. (W. T. B.) 349% Hannov. Pro- vinzial - Anleibe 96,10, 4 9% Hannov. Provinzial - Anleibe 101,90, 3¿ 9/9 Hannov. Stadtanleihe 95,25 4 9/5 Hannov. Stadtanleihe 101,50, 4%/, unkündb. Hannov. Landes - Kredit -Dblig. 101,80, 49/9 fündb.

S<hles. 3#° 0

J ul

L Terdberi te T: f

Ì

9 "” nt 1,30— (99.

(A8

(Sd d.,

Nobzud>er-

| Celler Kredit-Oblig. 102.40, 49/9 Hannov. Straßenbahn-Oblig. 96,40,

| | |

Î

44 9/6 Hannov. Straßenbahn-Oblig. 98,40, Continental Caouthouc- KFomv.-Aktien 498,00, Hannov. Gummi-Kamm-Komwv.-Aktien 202,00, Hannov. Baumwollspinnerei-Vorzugs-Aktien 37,00, Döhrener Woll- wäscherei- und Kämmerei - Aktien 145,00, Hannov. Zementfabrik- Aftien 139,00, Hôörtershe (Eichwald) Zementfabrik-Aktien 88,00, Wneburger Zementfabrik-Aktien 134,75, Flseder Hütte-Aktien 720,00, pannov. Straßenbahn - Aktien 83,00, Zu>erfabrik Bennigsen-Aktien 122,00, Zuderfabrik Neuwerk-Aktien 80,00, Zu>erraffinerie Brunonia- Aktien 108,50. :

Frankfurt a. M., 17. Mai. (W. T. B.) Schluß - Kurse. Lond. Wechsel 20,462, Pariser do. $1,333, Wiener do. 85.025, 3 9% Reichs-A. 87,80, 3% Hessen v. 96 85,00, Italiener 96.20, 3 9/4 bort. Anl. 25,60, 59/% amort. Rum. —,—, 4% ruf. Konf. 100,40, 4/9 Russ. 1894 96,10, 4°/) Spanier 71,90, Konv. Cúürk. 25,00 Unif. Gavpter 108,00, 59% Mexikaner v. 1599 y Reichsbank 154 90. Darmstädter 132,50, Diskonto-Komm. 189,80, Dresdner Bank 148 60 Mitteld. Kredit 112,30, Nationalb. f. D. 127,00, Defl.- na. Bank 120,40, Ocst. Kreditakt. 218,70, - Adler Fahrrad 1057.00, Alla. Elektrizität 206,00, SchuEert 158,00, Höchst. Farbw. 342.09, Bochum Gußst. 195,00, Westeregeln 208,50, Laurahütte 212,00,