1901 / 147 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

F.

teten bei T Il des Inhabers des usses,

gung des Sltizes A R Geschäfts an einen

ret bei Aufgabe chäfts oder aus anderen er-

Dliche keitsgründen auf Antrag schon vor Ablauf der

| \sungsdauer unter für den Einzelfall festzuseßenden Be- dingungen aus ihrer Verbindlichkeit zu entlassen.

4) Ne<hte des Bezirks-Theilnehmers.

_ Durch die Zahlung der unter Punkt 2 angegebenen Ge- bühren erlangt der FPetanes i A. die Rechte eines die Orts: Bauschgebühr entrihtenden L Feuers am Orts-Fernsprehneß und h. das Recht, von seiner Sprechstelle aus mit allen Theil- ‘nehmern, welche an eine innerhalb des Di aube gelegene Vermittelungsanstalt angeschlossen sind, ohne Zahlung einer besonderen Gebühr Gespräche zu führen.

5) Nebenans<hlüsse.

Für Nebenanschlüsse kommt die unter 11 C der Be- ge über Fernspreh-Nebenanshlüsse vom 31. Januar 1900 (Centralblatt f. d. D. N. S, 23) festgeseßte Zuschlags- gebühr von 100 M ni<ht in Ansaß.

_ Bei der na< Punkt 2 allmonatlih vorzunehmenden Ge- prächszählung werden die von den Nebenstellen aus ge- ührten Gespräche mitgezählt.

6) Dringende Gespräche. Die Gebühren für dringende Gespräche auf den Leitungen des Be A werden na<h den Säßen für dringende Gespräche im

ernverkehr berechnet.

7) Schlußbemerkungen. Die Neichs - Tele ie 1906 ab die 8 behält si<h vor, mit

Geltung vom 1. Oktober 1906 ab die Zuschlaggebühr für das

Bezirksneß (Punkt 2b) anderweit festzuseßen. Für diesen Fall findet die Bestimmung im $8 3, leßten A der P Oas sinngemäß Anwendung. ie bisherigen Bedingungen für den Anschluß an das niederrheinish-westfälishe Bezirks-Fernsprehneß treten mit dem 1. Oktober 1901 außer Krast. Die vorhandenen Theilnehmer am Bezirks - Fernsprehneß sind berechtigt, zum 1. Oktober 1901 ibe Anschlüsse zu kündigen oder deren Umwandlung in Stadt - Fernsprechanschlüsse nah den für solhe geltenden allgemeinen Bestimmungen zu verlangen. Die Kündigung oder der Antrag auf Umwandlung des Bezirksanschlusses ist bis um 15, August 1901 dem Post- oder Telegraphenamt, an as der Theilnehmer angeschlossen ist, zu übermitteln. Soweit die Theilnehmer von DoL L eReNteZ Befugniß niht Gebrauch machen, finden auf ihre Anschlüsse vom 1. Oktober 1901 ab die neuen Bestimmungen für den Bezirksverkehr Anwendung.

Berlin, den 20. Zuni 1901. Der Staatssekretär des Reichs-Postamts. Kraetké,

BekanuntmacGung.

Erweiterung des Fernsprechverkehrs.

Der Fernspre{<hverkehr zwishen Berlin und now (Se) ), Pausin, Ziltendorf is eröffnet worden. ie Gebühr für ein gewöhnliches Gespräch bis zur Dauer von drei Minuten beträgt :

im Verkehr mit Jannowiß (Schles.) 1 M, im aiv mit Fou 20 „S, im Verkehr mit Ziltendorf 50 Ä. Berlin C., den 22. Juni 1901. Kaiserliche Eon, C M «-

Wabner.

Landespolizeilihe Anordnung,

In Paris der Deklaration vom 9. April 1896 (Außer- ordentliche Beilage zu Nr. 16 des Amtsblatts [r 1896) zur landespolizeilihen Anordnung vom 6. Dezember 1895, be- treffend die bwehr gegen die Einschleppung der Maul- und Klauenseuche in den diesseitigen Regierungs- bezirk dur<h das aus anderen Neichstheilen stammende Vieh (Außerordentliche Beilage zu Nr. 49 des Amtsblatts für 1895), bestimme ih, daß die Vorschriften der vorbezeichneten per Gen [nordnung sih auf das aus nahbenannten Réichstheilen :

aus den preußishen Regierungsbezirken ag prery, M i

‘aus bayerischen Regierungsbezirken Oberbayern, Ober- pfalz, Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken, Schwaben,

aus den sähsishen Kreishauptmannschaften Dresden, Leipzig, Zwickau,

aus den württembergischen Kreisen Ne>arkreis, Schwarz- waldkrceis, Jagstkreis, Donaukreis,

aus den badishen Landeskommissariaten Konstanz, Frei-

Magdeburg,

burg, aus den hessishen Provinzen Oberhessen, Rheinhessen, aus dem Großherzogthum Sachsen-Weimar, aus dem S Braunschweig, aus dem Herzogthum Sachsen-Coburg-Gotha, aus dem Herzogthum Anhalt, aus dem Lite S&hwarzburg-Nudolstadt, aus dem Fürstenthum us t D. aus den Neichslanden Elsaß-Lothringen im F TRAGAS egr Bromberg zur Entladung mit der Eisenbahn gelangende Rindvieh bis auf weiteres beschränken. Bromberg, den 11. Juni 1901, Der Pgerigo-Yeäsident.

Dr. Albre<t.

, Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 26 des „Nei peSefe ats ane y s h as Unfallfürsorg ür Beamte und für Personen des Soldatenstandes, Se 1B Zuni 1901. Berlin W., den 24. Juni 1901. Kaiserliches Post-Zeitungsamt. Weberstedt.

S Königreih Preufien Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

den Maschinenbauschul - Oberlehrer Max Barthel in Einbe> zum Königlichen Maschinenbauschul-Direktor zu ernennen.

Ministerium der geistlihen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten.

Bekanntmachung.

Für die Turnlehrerinnen-Prüfung, welhe im Herbst 1901 in Berlin abzuhalten ist, habe ih Termin auf Montag, den 25. November d. J., und die fol- genden Tage anberaumt. i

Meldungen der in einem Lehramt stehenden Bewerbe- rinnen sind bei der vorgeseßten Dienstbehörde späteftens bis

um 1. Oktober d. J., Meldungen anderer Bewerberinnen bei erjenigen- Königlichen Regierung, in deren Bezirk die" Be- Os wohnt, ebenfalls bis zum 1. Oktober d. J. anzu- ringen.

Die in Berlin wohnenden Bewerberinnen, welche in keinem Lehramt fee: haben ihre Meldungen bei dem Königlichen Polizei-Präsidium in Berlin bis zum 1. Oktober d. J. ein- zureichen. Jst der augenbli>lihe Aufenthaltsort einer Bewerberin Me ihr eigentliher Wohnsiß, so is] auch der leßtere an- zugeben.

Die Meldungen können nur dann Berü>sichtigung finden, wenn sie genau der Prüfungsordnung vom 15. Mai 1894 entsprehen und mit den nah $ 4 derselben vorgeschriebenen Schriftstücken ordnungsmäßig versehen sind.

Die über Gesundheit, Führung und Lehrthätigkeit bei- Lee Zeugnisse müssen in neuerer Zeit ausgestellt sein.

uf eine zuverlässige Fesistelung der Gesundheit ist besonderes Gewicht zu legen.

Die Anlagen jedes Gesuchs sind zu einem Heft vereinigt einzureichen.

Berlin, den 14. Juni 1901.

| Der Minister der geisilihen, Unterrihts- und Medizinal-Angelegenheiten. Im Austrage: Kügler.

Ministerium für Handel und Gewerbe.

___ Dem Königlichen D D itettov Barthel ist die Stelle des Direktors der Königlichen Maschinenbauschule in Einbe> übertragen worden.

Der Lehrer an der Königlichen höheren Maschinenbauschule

in Stettin Wohl ist zum Königlichew Oberlehrer ernannt worden. E

Bekanntmachung.

Nach einer uns foecben zugegangenen Mittheilung ist das Mitglied des Bezirks-Eisenbahnraths, Herr Direktor Conrad Berlélamaicin, Vorsißender der Handelskammer Bielefeld, am .20. d. M. gestorben.

Infolgedessen ist, abgesehen von der Neuwahl für den Bezirks- Eisenbahnrath und dessen Aus\{uß, eine Neuwahl für den Landes- Eifenbahnrath erforderlih geworden.

Um eine zur Vornahme der leßteren Wahl eventuell erforderli werdende besondere Todes des Bezirks-Eisenbahnraths zu vermeiden, seßen wir no< na<hträgli<h die Wahl eines Mitgliedes des Landes-Eisenbahnraths aus den Kreisen des Handels als Zahl 1b auf die Tagesordnung der am 27. d. M. stattfindenden Sthung.

Hannover, den 22. Juni 1901.

Königliche Eisenbahn-Direktion. Herwig.

Nichtamtliches.

Deutsches Neich.

Preußen. Berlin, 24, Juni.

Seine Majestät der Kaiser und König hörten heute von 9 Uhr an die Vorträge des Chefs des Militär- kabinets, Generalmajors Grafen von Hülsên- Haeseler und des Staatssekretärs des Reichs-Marincamts7 Staats-Ministers, Vize-Admirals von Tirpiß.

Jn der Zeit vom 1. April 1901 bis Monats Mai “sind im Deutschen Reich folgende Einnahmen (einshließli<h der fkreditierten Beträge) an Zöllen und gemeinschaft[ihen Verbrauchssteuern sowie andere Einnahmen zur Anschreibung gelangt :

Zölle 76 303 968 M (gegen das Vorjahr 4+ 2532651 M), Tabafsteuer 1 624 359 M (+ 31 838 4), Zuersteuer und Zuschlag zu derselben 11381415 M (— 12388658 M), Salzsteuer 6 735522 M (— 171 053 #4), Maischbottih- und Branntwein-Materialsteuer 3071 730 M (—+ 316 276 A), Verbrauchsabgabe von Branntwein und Zuschlag zu derselben 19 955 209 M (— 215748 M), Brennsteuer 79 367 M (— 188 265 A6), Brausteuer 5 708 208 M (4- 139 846 M), Uebergangsabgabe von Bier 648520 A (— 29798 M), Summe 125908358 M (— 10605463 6). Stempelsteuer per: a. Werthpapiere 2533731 M (— 689545 M), ». Kauf- und sonstige Anschaffungsgeschäfte 2595 445 (4+ 243 M), c. Loose zu: Privatlotterien 1074162 (+ 306 772M), Staatslotterien 2585 345 M (+1 306 487 M), d. Schiffsfrachturkunden 128188 M (4+ 128188 M); Spiel- kartenstempel 227 694 M (— 4447 M), Wechselstempelsteuer 2307632 M (+ 189997 G), Post-s und Telegraphen- Verwaltung 68764633 M (4 4113764 A), Reichs- Eisenbahn-Yerwaltun 15 010 000 S (+ 237 000 M).

Die zur ‘Reichskasse’ gelangte I » M, abzüglich der Ausfuhrvergütungen und Verwaltungskosten, beträgt bei den nahbezeihneten Einnahmen: Zölle 65354 811 3730794 M), Tabadsteuer 1717 128 M (+ 12555 M, Zuckersteuer und Zuschlag zu derselben 16343 (—- 7.058 670 M), Salzsteuer 7 916 425 M (—128 952 M),

aishbottihsteuer 3460 371 M ‘08 650 706 M), Verbrauchs: abgabe von Branntwein und Zuschlag zu derselben 18 728 254 M (4+ 1498919 M), Brennsteuer 479 364 M (— 188 270 AM Brausteuer und Uebergangsabgabe von Bier 5 402923 (+ 93542 A6), Summe 119 402670 M (— 10 147 376 A).

um Schluß des

/

. Juni in Rio de Janeiro angekommen.

S. M. S. „Cormoran“ “Kommandant: Korvetten- Kapitän Grapow, ist am 22. Juni von Sydney in “e EME. „gaiserin A

M. S. „Kaiserin Augusta“, ¿ itä

gur See Stein, ist am 22. a in O: Tapitän

S. M. S. „Gefion“, Kommandant: Fregatten-Kapitän Bredo E an demselben Tage von Tsingtau nah Wusung und S. M. S. „Zltis“, Kommandant: Korvetten-Kapitän Sthamex, von Tongku nah T\singtau in See gegangen.

Der Dampfer „Gera“ mit 12Öffizieren, 304 Un ter- N EREO und Gemeinen des peditions-Korps an Bord ist am 19. Juni von Tientsin nah Japan abge gangen und am 22. d. M. in Nagasaki angekommen.

n der Ersten Beilage der heutigen Nummer ReiXs- und Staats-Anzeigers“ werden Na hrihten übe, en Saatenstand im Deutschen Neiche Mitte des Monats Juni 1901, Kaiserlichen Statistishen Amt, veröffentli

um die 0 ammengestellt im

, Kiel, 23. Juni. Seine Majestät der Kaiser und König besuchte am Sonnabend Vormittag, wie „W. T. Y,“ meldet, die amerikanishe Dampfyacht Na a“. Gestern Vor- mittag fand an Bord der „Hohenzollern“ Gottesdienst statt, Später begaben W Jhre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin an Bord der „Jduna“ zur Theilnahme an der Negatta.

Cassel, 24. Juni. Der frühere Botschafter in St. Peters: burg, GeneralMb}ulant weiland Kaiser Will elm’s I, Saa der Znfanterie von Schweiniß ist, wie "V T. B.“ meldet heute hier gestorben. L:

Sachsen.

Wie das „Dresdener Journal“ amtlih meldet, hat Seine Majestät der König dem Minister des Junnern und der aus: wärtigen Angelegenheiten von Meßsch den Vorsiß im Gesammt-Ministerium, sowie bei den in Evangelicis beauftragten Ministern übertragen.

Elsaß-Lothringen.

Der Kaiserliche Statthalter Fürst zu Hohenlohe-Langene burg ist, wie die „Straßb. Korresp.“ meldet, vorgestern von Straßburg nah Berlin abgereist. Von dort gedenkt derselbe sih zu längerem Aufenthalt nä<h Langenburg zu begeben.

Oesterreich-Ungarn.

Der Kaiser besichtigte, dem ,„W. T. B.“ zufolge, am Sonnabend Mittag die aus 244 Wohnungen e Bs Zubiläumsstiftung für Volkswohnungen und Wohlfahrts- E Ee uf eine Ansprache des Kurators Fürsten Carlos Auersperg spra der Kaiser allen denen, die für die minder bemittelte Bevölkerung so Großes gethan, C Dank und Anerkennung aus, da mit der Errichtung dieser Wohn- stätten für die arme Bevölkerung einer seiner Herzenswünsche in Erfüllung gegangen sei. :

Jn Enns wurde vorgestern das zweihundertjährige Bestehen des Dragoner-Regiments Prinz Albrecht von Fe Ben Nr. 6 feierli<h begangen. Nach einer Feldmesse hielt der Kommandeur des Regiments, Erz- herzog Franz Salvator, eine déutsbé und eine czechishe Ansprahe an das Regiment und {loß mit einem Hoch auf den Kaiser Franz Joscph. Es folgte eine Parade und dann ein historischer L estzu DÉA Abib bildete ein Festbankett, bei welhem der ÉtebeLAs Otto einén Trinkspruch auf den Kaiser und der Erzherzog Franz Salvator einen solhen auf den Jnhaber des Regiments, den Prinzen Albreht von Vreuses, ausbrachte.

__ Das „Fremdenblatt“ erfährt aus zuständiger Quelle, daß die in einer der leßten Delegationssizungen erwähnte Zeitungs- nachriht, wonah fkürzli<h im Herzogthum Anhalt öster- reihis<he Arbeiter slavisher Nationalität ausge- wiesen worden seien, völlig aus der Luft gegriffen sei.

Großbritannien und Jrland,

__ Lord Milner qa sid, wie „W. T. B.“ erfährt, vor- gestern zu einem Besuche bei dem Marquis of Salisbury nah Hatfield begeben.

Die Afrikander-Delegirten Sauer und Merriman haben am Sonnabend von Southampton die Nü>reise nah dem Kap angetreten.

Frankreich.

Der Präsident Loubet empfing, wie „W. T. B.“ meldet, am Sonnabend in feierliher Audienz die Mitglieder der marokkanischen ( plan dsGaft in Gegenwart des Ministers des Auswärtigen Delcasss und des Marine-Ministers Lanessan. Die Gesandtschaft überreichte ihr Beglaubigungs schreiben. Sodann begab sich Abd el Kerim ben Sliman zu der Gemahlin des Präsidenten, um dieselbe zu begrüßen. __ Der Senat lehnte in seiner Sißung vom Sonnabend Vor mittag mit 165 gegen 107 Stimmen den Abänderungsantrag des Senators Rambaud, Artikel 14 des Vereinsgeseh- entwurfs dur<h ein besonderes Unterrichtsgcseh zu erseyen, ab und nahm den Artikel selbst mit 179 gegen 93 Stimmen an. Jn der Nachmittagssißung nahm der Senat die Artikel 15 bis 17 an, “nahdem voer- schiedene Abänderungsanträge abgelehnt waren. Sodann wurde die Berathung des Artikels 18, betreffend die Vertheilung des Vermögens der ausgelMen Kongregationen, begonnen und später beschlossen, die Sißung in der Nacht bis zur Erledigung des pa eit fort usehen. Ju der Naht- sißung wurden dannzahlreiche Abänderungsanträge zu Artikel 18 berathen und der Abänderungsantrag des Senators Trarieux angenommen, wonach sämmtlichen Mitgliedern der aufgelösten Kongregationen, welhe keine EÉxistenz- mittel haben, eine L Den längieHe Rente bewilligt werden soll; hierauf wurden Artikel 18 sowie die Iren Artikel und schließli< das ganze Gesch mit 173 gegen 99 Skimmen an-

Spielkartenstempel 290 258 M (— 05063 46).

genommen und die Sizung gegen 1% Uhr Morgens auf- gchoben. Ì

Laut Meldung des „W. T. B.“.ist S. M. S. „Vinetoo E ‘zur See da Fonseca- Wollheim-

Kriegs-Minister, General André und der Unter- Stagissekretär Mougeot trafen vorgestern zur Einweihung des Lyceums für junge Mädchen E zur Theilnahme an dem Feuerwehr-Kongreß in Clermont-Ferrand cin. Bei dem Empfange in der Präfektur beglü>wünschte der Kriegs-Minister, General André den Bischof, welcher eine Ansprache gehalten hatte, zu seiner aufopfernden Liebe für die Republik und zu seiner Maxime, Gott zu geben, was Gottes, und dem Kaiser zu- geben, was des Kaisers E Bei dem Empfange der Offiziere sagte der Minister, sie müßten die Armee so gestalten, daß sie siher an dem Tage zum Siege. gehen könne, welchem das Volk ihre K ft benöthige.

Jn der zweiten, am Sonnabend abgel tenen R des Kongresses der radikalen Partei führte Brisson den Vorstß, der in scharfen Worten die Nationalisten - angriff, indem er ausführte, daß dieselben die Bevölkerung bald mit dem Gespenst eines auswärtigen Krieges, bald mit dem eines Bürgerkrieges shre>en wollten. Brisfon sprach sich sodann sehr entschieden gegen die HaltungMél ine’ s aus, der ein Verbündeter der Monarchisten und Klerikalen geworden sei, und {loß unter Hin- weis auf die nächsten Wahlen zur Deputirtenkammer mit den Worten: Frankreich wird zwischen den Kandidaten der Nepublik und denjenigen der Jesuiten zu wählen haben. Die Rede Brisson's_ wurde wit oben Beifall auf- genommen. Sodann wurden Berichte über Fragen der Dezentralisation, des internationalen Schiedägerichts, die Re- form der Gerichtskosten und die auss le Heran- ziehung von N und republikanish gesinnten Leuten ur Ertheilung des Unterrichts erstattet und eine Reihe von Gesolutionei zu diesen Vorträgen angenommen. Jn der gestrigen Schlußsißung hielt Bourgeois eine Rede, in welcher er sih namentlich gegen den Klerikalismus wandte. Ferner betonte er die Nothwendigkeit sozialer Reformen ‘auf der Grundlage der Achtung des Privateigenthums, Der Kongreß nahm hierauf. Resolutionen an, dui<h welhe die Regierung auf- gefordert “wird, vor den im nächsten Jahre stattfin enden Wahlen die der Republik s gesinnten sowie die kleri- falen Beamten aus ihren Aemtern zu entfernen. Der Kongreß wurde dann unter Absingen der Marseillaise und“ Hochrufen auf die Republik geschlossen. /

Déroulède und Habert haben an den Vorsißenden des Staatsgerichtshofs, der den Grafen de Lur-Saluces abzuurtheilen haben wird, Fallières, ein Schreiben gerichtet, in welhem ‘es u. a. heißt: „Wir haben am 23. Februar 1899 versucht, die parlamentarishe Regierung - zu stürzen und durch eine plebiscitäre Republik zu erseßen, aber wir be- kräftigen bei unserer Ehre, daß weder Buffet noh der Graf de Lur-Saluces, noh irgend cin anderer Royalist jemals an dem Versuche betheiligt war.“ i

Jn Algier kam es gestern Abend bei der Ankunft von Max Régis zu einem Zusammenstoß zwischen dessen An- hängern und Gegnern. Die Polizei [ritt ein und nahm sieben Verhaftungen vor.

Rußlaud.

Die Kaiserin hat, wie dem „W. T. B.“ aus St. Peters- burg berichtet wird, in der Naht zum Sonntag mit Unter- brehungen geschlafen. Temperatur und Puls (4 wankten in normalen Grenzen. Der Appetit ist gut. Das Befinden der neugeborenen Großfürstin ist unverändert. h

Der neue Metropolit aller röômisch-katholishen Kirchen Rußlands Klopotowski ist gestern in der Katharinenkirche zu De Petersburg mit dem Pallium bekleidet und installiert worden.

Jtalien,

Die Deputirtenkammer sehte am Sonnabend, wie „W. T. B.“ berichtet, die Berathung des Budgets des Junnern fort. Nachdem no<h mehrere Tagesordnungen ein- gebracht waren, nahm der Berichterstatter das Wort und trat ür die von dem Deputirten Giolitti dargelegte Politik ein. Sodann wurden von neuem Tagesordnungen eingebraht. Jm weiteren Verlaufe der Sißung erklärte der Minister-Prä- sident Zanardelli sih bereit, eine von dem Deputirten Guido Baccelli eingebrahte Tagesordnung anzunchmen, welche besagt, die Kammer billige “die liberale Richtung der Regierung und gehe zur Berathung der einzelnen Kapitel über. Die von dem Deputirten Riccio beantragte einfache Tagesordnung müsse er entschieden ablehnen. Der Minister- Prôäsident führte, dem „W. T. B." jufolge, sodann aus:

Alle Redner hätten die S esepces der Ausstände und der Arbeitervereinigungen und fast alle ihre Nüßlichkeit anerkannt. That- \ählih sei in dem heutigen Wirthschaftssystem, welches von dem Geseß des Angebots und der Nachfrage beherrs<ht werde, das Recht des Ausstandes und der PErFUnigung das äußerste Vertheidigungsmittel der Arbeiter oder der Arbeitgeber, weil die Heiligkeit des Vertrages geradezu der Angelpunkt der Gesellschaft sei. Er glaube indessen nicht, daß Vertrags- verlezungen \trafre<tli< verfolgt werden könnten. Die Arbeitsfreiheit müßse energis<h ges{hüßt werden. Dieses Necht sei vom Ministerium des Innern in wirksamer Weise gewahrt worden. Er glaube nicht, daß in dieser Hinsicht eine Spezialgeseßzgebung nöthig sei. Er habe bei dem Ausstande in Genua das Schiedêrichteramt übernommen, ohne 1h die Schwierigkeiten in diesem Falle zu verhehlen, mit Rü>- sit auf die Dringlichkeit, einem \o ernsten Ausstande in einem der Haupthäfen Italiens cin Ende zu machen. Niemand habe \i< dahin geäußert, daß die Regierung die Arbeitervereine zum Zwe>ke der Verbesserung der Lage der Arbeiter oder zum Zwe>ke des Widerstandes hätte auflösen sollen. Er für seine Person habe immer die Ansicht vertreten, daß man nur dann das Keht habe, Vereine aufzulösen, wenn Pieje verbre<erishe Ziele verfolgten. Das sei aber niht der Fall gewesen. Die Vereine hätten n immer innerhalb der Grenzen des Geseyes gehalten, und die Aus- lande hâtten keine Unruhen zur Folge gehabt. Das liberale Regime babe seine Nachtheile, die Freiheit lasse fich nur um den Preis heftiger ampfe erobern, aber sein alter Wahlspruch sei: Malo pariculosam Wertatom. Seine Loyalität dén bestehenden Staatseiprichtungen gegenüber sei über jeden Verdacht erhaben, und er danke dem U tirten Fabri, der darauf hingewiesen häbe, daß seine (Zanardelli's) Plaubensartikel immer gewesen scien: Königthum und Freiheit. (Alle Deputirten, mit Ausnahme der Mitglieder der äußersten Unken, erhoben si von ihten Sihen . und „Es lebé der König!*) Aber der Glaube an das Königthum und die Loyalität diesem gegenüber bestebe darin, cine Politik anzu- treben, dahin wirke, daß die Monarchie, ihren ruhmreichen liberalen Traditionen treu bleibe. (Die Deputirten: erhoben sich aber- mals von ihren Siten unter den Rufen: „Es lebe der König!“) Wie er dies bereits in den Jahren 1878 und 1882 erklärt habe, finde er es ganz natürlich, daß die extremen Parteien eine liberale Regierung einer reationkren vorzögen. Uebrigens habe sih au< das Ministerium Nudini verschiedene Male auf die äußerste Linke gestügt. Er (Zanardelli) ionne nicht genen Grundsäyen untreu werden, nur um sich von der Außersten Linken zu trennen. Man leiste den Staatseinrichtungen nen Dienst, wenn man die extremen Parteien für diese Staats- einrihtungen zu ‘gewinnen suche, und er wünsche, daß die extremen Parteien fi<h loyal um das liberale Königthum s{harten, Der

tiefen :

Deputirte Ferri habe s< im Namen der sozialistis<en See jede Anwendung von Gewalt erklärt. Wenn man S viialisten zu Gewaltthätigkeiten {reiten follte, so werde die Regierung uver verfehlen, mit der äußersten Strenge vorzugehen. „Wenn es ein Fehler ift, daß wir eine Politik der Unterdrü>ung nicht einges{<lagen und inmitten des öffentlichen Friedens die freie Ausübung der bürger- aen Rechte gewahrt haben, fo mögen Sie uns verurtheilen. habe aber das volle Vertrauen, daß alle liberal und unpartetis denkenden Mitglieder des Hauses der Regierung ihre ofene Zu- stimmung geben werden.“ j

Hierauf lehnte die Kammer in namentliher Abstimmung die cane, von der Regierung niht angenommene Tages- ordnung Riccio mit 264 gegen 184 Stimmen unter lebhaften

Beifallskundgebungen der Linken ab und vertagte sih sodann.

Spanien.

Gestern Abend fanden, dem „W. T. B.“ zufolge, in Madrid nah Schluß einer Freidenkerversammlung stürmische Kundgebungen gegen die Klerikalen statt.

Jn Barcelona herrsht Erregung darüber, daß die Re-- gierung die für katalanishe Abgeordnete ahb- gegebenen Stimmen für ungültig erklärt hat. Die fatalanishe Partei plant Kundgebungen, wel<he der Re- gierung die Macht der Partei beweisen sollen. Die Depu- tirten für Barcelona, deren Mandate . für ungültig erklärt worden sind, reisten nah Veröffentlichung einer in ru < 8- erklärung von Madrid nach Barcelona ab. f

Belgien.

Der König empfing am Sonnabend, nah einer dem „W. T. B.“ zugegangenen Mittheilung aus Brüssel, den Jngenieur Empain, mit welhem Allerhöchstderselbe über ein Abkommen zwischen der Regierung des Congostaats einerseits und Empain im Namen einer französisch - belgishen Gruppe andererseits über den Bau einer Eisenbahn von Stanley- Pool zum Tanganyka-See mit Abzweigung nah Lado verhandelte.

Türkei.

Nach einer Meldung des Wiener „Telegr.-Korresp.- Bureaus” aus Konstantinopel wird in amtlichen türkischen Kreisen erklärt, die Behauptung, daß sih die Lage im Vilajet Kossowo und insbesondere in Novitbazar infolge der albanesi- e Angriffe auf die ristlihe N ONANag täglih ver- \<hlimmere, entspreche nicht den Thatsachen, beruhe vielmehr auf starker Uebertreibung. Ein Bericht des Vali stelle fest, daß die Lage der Dinge die von seiten Serbiens erhobenen Re- klamationen nicht rehtfertige. Die Forte beklage sih überdies, daß die serbische Negierung der Verfügung der. Protokolle von Vranja und Belgrad, betreffend die Grenzüberwachung, wonach leßtere dur<h gemischte Patrouillen zu geshehen habe, nicht ‘nachgekommen sei. Die vorgekommenen Zwischenfälle seien diesem Umstande sowie der ungeeigneten serbischen Grenz- wache zuzuschreiben.

Amerika.

Der Sre Ga ge an, nah einer dem „W. T. B.“ zugegangenen . eldung, aus Washington, eine lange Er- lärung bezüglih der Belegung gewisser russisher Produkte mit Ausgleichszöllen seitens des Schaßamtes der Vereinigten Staaten veröffentliht. Diese Erklärung bezwe>t, etwaige Miß- verständnisse aufzuklären. Der Schaßsekretär a hierin aus, die Dingley-Akte bestimme, daß importiertes Nohpetroleum (oder aus Rohpetroleum gewonnene Produkte), welches in irgend einem Lande produziert werde, in dem man aus den Vereinigten Staaten kommendes Petroleum (oder Roh- petroleum-Produkte) mit einem Zoll belege, einem Zoll unterliegen solle, welher dem von solhen Ländern auf- erlegten Zoll glei<hkomme. Gegen diesen Beschluß sei, so- weit das Schaßamt wisse, kein Protest irgend eines Landes erfolgt. Er erklärt ferner, falls eingeführtes Petroleum niht von einem Konsularnahweis über dessen Ursprung be- gleitet sei, müsse der Zoll nah dem höchsten Saße berechnet werden, welchen irgend ein Land auf Petroleum erhebe. Nach dieser Erklärung könnten die Behörden der Vereinigten Staaten nicht begreifen, wie Rußland si<h benachtheiligt fühlen oder ein Differéential - Zollsystem für Produkte der Vereinigten Staaten einführen könne. Es sei daher zu hoffen, der Staatssekretär Hay werde die Sache so darstellen können, daß Rußland seine Handlungsweise rückgängig mache und zeige, daß es nicht beabsichtige, die Vereinigten Staaten in Zollangelegenheiten ungereht zu behandeln. Das Kabinet sei überzeugt, daß das Recht in diefer Sache auf seiten der Regierung der Vereinigten Staaten stehe, und glaube, daß, wenn Nußland den Vereinigten Staaten freund- lich gesinnt sei, es zur Einsicht gelangen werde, daß seinc Handlun sweise in dieser Angelegenheit nicht geartet gewesen sei, eine besonders freundliheStimmung für Rußland derporguruten. Der Staatssekretär Hay werde demnächst Rußland Vor- stellungen machen, die Haltung der Vereinigten Staaten ein- gehend erklären und zugleih hervorheben, Nußland bei der Einführung der etorstenozóle übereilt gehandelt, nach: dem es gewisse Vorgänge S ausgelegt habe.

Wie das „Neuter'she Bureau“ aus Washington be- richtet, hat der Staatssekretär Ha y an den russishen Botschafter Grafen Cassini ein Schreiben bezüglich des N, über Zu>er und Petroleum gerichtet, in welchem er der Standpunkt der Vereinigten Staaten gegenüber dem Vorgehen Rußlands darlegt. Das Schreiben bezwe>t, die entstandene e na<h Möglichkeit zu mildern und darzuthun, daß das Verhalten der Vereinigten Staaten gewissermaßen auf die automatishe Durchführung der Dinglen-Atte zurü>zuführen ei, Beh eingehend wird in dem Schreiben die Zucer- rage behandelt, und es werden Gründe beigebra<ht, um Ruß- and zu veranlassen, die Zollerhöhungen auf amerikanische Waaren wieder aufzuheben.

Der General Chaffee ist zum Militär-Gouverneur der Philippinen ernannt worden.

Asien.

Aus Schanghaï vom gestrigen Tage meldet das Neuter"she Bureau“, die von der Türkei na< China ge- sandte tission sei am Sonnabend nah Japan abgereist.

an glaube, daß die Mission über die transsibirishe Bahn nah der Türkei zurü>kehren werde.

Afrika. Die „Times“ meldet aus Gerloguby vom 12. d. M,, die abessynische Armce, 15000 Mann stark, sei am 11. d. M. dort eingetroffen, nahdem sie 350 Meilen in 18 Tagen urü>gelegt habe. Fünf fliegende Kolonnen sollten in der Nacht wieder abgehen und Eilmärshe machen, um den Mullah zu umzingeln.

Lager des Kapitäns Mac Ne il ebile

auf die Hauptmacht der Engländer. Diese verf ängern des Mullah und 2 Engländer fielen und 5 Engländer“ verwundet wurden. Der -Mullah Aa mit ufe Noth der Gefangennahme. t s

Dem „Reuter'shen Bureau“ wird aus Crado> vom Freitag gemeldet, daß am Donnerstag früh eine Ab- theilung der Midland Mounted R unter Kapitän Spandan gegen den Burenführer álan ausgésandt worden sei, welcher auf dem Marsh na< Westen die Bahn bei Roodehoogte überschritten habe. Bei dem Zusammen- stoß sei der Kapitän Spandan tödtli<h verwundet worden. Außerdem hätten die Engländer 10 Todte, 4 Verwundete und 66 Gefangene verloren.

Die neuen Berliner Wetterkarten.

Vor kurzem *) wurde auf das Erscheinen von Wetter- karten aufmerksam gemacht, wel<he auf Veranlassung und mit Unterstüßung der Behörden vom Berliner Wetterbureau her- gestellt werden und nah Art der Zeitungen zum Abonnements- preise von 150 #4 monatlih dur< die Postanstalten zu be- ziehen sind. Da 0 bezüglich dieser Karten Pa das Miß- verständniß eingeschlichen hat, als seien fie ähnlih wie die telegraphish in der Provinz Brandenburg verbreiteten Pro- gnosen nur für diese Provinz von Bedeutung, so scheint es nothwendig, noh einmal auf den Gegenstand zurü>zukommen. Dies giebt zugleich Gelegenheit, die Bedeutung dieser Karten, die in einer sehr hübschen, auch zum öffentlihen Anschlag ge- eigneten Form seit 1. Juni regelmäßig erscheinen, no< einmal zu beleuchten.

Die Prognosen, welche im fertigen Wortlaut dem Publi- kum geboten werden, können nämli ihrer Natur nah nur für bestimmt begrenzte Gebiete aufge tellt werden, die Wetter- karten aber geben ein Bild der Wetterlage von ganz Mittel- und Nord-Europa. Sie gestatten daher überall Verwerthung, wo sie zeitig genug hinkommen, d. h. überall, wo sie noh am Abend des Berichtstages oder spätestens mit der I des zugestellt werden. Dies gilt aber im vorliegenden Fall für den größten Theil von entsprechend ist auch die den Wetterkarten beigefügte Witterungs- aussiht etwas anders gehalten als die telegraphish ver- breitete Prognose. Während nämlih die leßtere nur für die Mark Brandenburg und auch hier nur bis zum Nachmittag des folgenden Tages aufgestellt ist, ent- hält die Wetterkarte eine allgemeinere SOOEUNS der zu erwartenden Wetterlage überhaupt und kann deshal von einem einigermaßen geshulten Empfänger jedem Orte an- gepaßt werden. Ueberdies kann man aus dem Bilde auch für etwas längere Zeit hinaus Schlüsse ziehen, was man bei der telegraphish zu verbreitenden Prognose niht wagen wird.

Diese Vorzüge sind dokt, wo Wetterkarten son seit längerer Zeit ins Publikum gedrungen find, auch bereits all- gemein anerkannt, und fo Valin sie, insbesondere in den Alpenländern, von Jahr zu Jahr mehr Verbreitung gefunden und zu einem sehr erfreulichen volksthümlichen Verständniß ge- führt. Um so mehr ist es zu wünschen, daß auch bei uns in Norddeuschland dies Unternehmen kräftige Förderung er- fahre. Namentlih könnten die landwirthschaftlihen An- stalten und Vereine, die Gemeindeverwaltungen, die höheren Schulen, ferner die Bade- und Kurverwaltungen, die Sport- gesellshaften u. \. w. die Wetterkarten durh Anschlag an leicht zugänglichen Stellen dem öffentlichen Jnteresse dienstbar machen.

Daß der Ueberbli> über die Wetterlage, wie ihn die Karte und die beigefügte Uebersicht gewährt, au< für die Beurthei- lung der Preisgestaltung von hohem Werthe scin kann, mag nur nebenher erwähnt werden. von Bezold.

Kunft und Wiffenschaft.

Die Verktinigung für die Erhaltung deutscher Burgen hielt geftern, wie dem „W. T. B.“ aus Braubach a. Rh. gemeldet wird, unter dem Vorsiß des Architekten Bodo Ebhbardt auf der Marksburg eine Festsizung ab. Nach derselben besichtigten die Tbhbeilnehmer die urs An der Besichtigung nabmen die namhaftesten Fachmänner der Denkmalpflege aus ganz Deutschland theil.

Theater und Musik. Lessing-Theater.

Die dreiaktige Posse „Die Kindsfrau*, nah Alfred Henne- quin frei bearbeitet von F. Zell, welche bereits im vergangenen Jahre dur< das Wiener Gastspieb-Ensemble der Frau Hansi Niese bier zur Aufführung gebraht wurde, ging am Sonnabend, in den Hauptrollen ebenso beseßt wie damals, zum ersten Mal in dieser Saison in Scene. Den Mittelpunkt der derbkomishen Handlun; bildet die Bonne des jüngsten Sprosses ciner Familie, dessen Woh und Webe die Eltern und alle Verwandten in Aufregung hält, ein Umstand, den sich die s<hlaue Wärterin zu Nuye macht, um das ganze Haus zu beherrschen. Sie wird dabei von ihrem Gatten Peter, welchen wiederum Herr Jarno in übermüthiger Laune spielte, nahdrü>lih und erfolgreih unterstüßt. Das Publikum belachte die lustigen, wenn au unwahrscheinlihen Verwi>kelungen der Handlung berzlih und spendete den Darstellern, unter denen no< Herr Maran in der Rolle eines der jungen, hübschen -Kindöfrau den Hof. machenden alten Ge>kén hervorzuheben ist, lebhaften und wohblverdienten Beifall.

Nesidenz-Theater.

Der am Sonnabend zum ersten Mal aufgeführte Schwank „Das blaue Cabinet* von Georges Duval und Maurice Hennequin (deuts< von Paul Blo>) erinnert lebhaft an das seit Ende Februar d. J. längere Zeit bindur< an diéser Bühne ge Capus'she Stü>k „Leontinens E ner*. Hier wie dort steht cine geschiedene Gattin im Vordergrunde; während gers in dent érstge- nannten Schwank der Mann die Jnitiative zur R2>fehr zu seiner ursprüng- lichen Liebe ergreift, thut dies in dem anderen die Frau. Ju beiden haben die cetrennt Gewesènen edoch eine ganze Reibe von Wirrnissen du men A E n igsten C P u Es A arn

Naa ut angen. e o n dem vorg en Stü in dem nämlichen, das „blaue Cabinet genannten Naume des astlihen Hauses einer alten Tante, welcher die dort in der ersten Zeit ibres früheren kurzen Ebeglüks aufgenommen 3 und hierauf ist au< der Titel des Bübnénwerks zurückzuführen. dessen stellenweise etwas ermüdéüde

®) S. Nr. 122 des „N.- u. St.-A.* vom 24. Mal i J

und ci P an Wortwiy auch bisweilen den Erselg zu geisibrden arer so L

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Nath einer Meldung des „W. T. B.“ aus Aden vom 22. d. M stieß der Mulla 7 r au o befestigte g folglose S R DE hatte, auf seinem Rücfzuge am 4. Juni s

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i gten ihn die ganze Nacht hindur<h, wobei etwa 100 Mann von den An-

darauffolgenden Tages ittel- und Norddeutshland. Dems- .

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