1901 / 150 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Die Betriebser tenttte der Privat-Feuerversicherungs- Gesells aften im Jahre 1899. Das 11. „Vierteljahrsheft zur Statistik des Deutschen Reichs“ s die Blirlcböergebnifse der Privat-Fenerverfzerungs S benn 6 abre 1899 zusammen. Bei den behandelten 28 Aktien- gesellschaften Rica die Versicherungsfsumme gegen das Vorjahr von 69,5 auf 73,9, also um 4,4 Milliarden Mark oder 6,4 v. H. Die Prämieneinnahmen betrugen 158,82 Millionen Mark oder 2,21 M. Pes usend Mark der mittleren Versicherungssumme, die Gesammt- eistungen der Versichertenan die Gesellschaften 161,03 Millionen (2,25 4). ür Schäden im Rechnungsjahr erwuchs den Gesellschaften eine Last von 7,48 Millionen = 80 4, für Provisionen von 14,30 = 20 4, Ver- waltungsfosten 10,17 = 14 4A pro 1000 Æ der mittleren Ver- rungésumme. Die Gesammteinnahmen im Jahresbetrieb beliefen ih auf 167,28, die Gefammtausgaben auf 160,55 Millionen Mark, odaß sih ein Vebershuß von 6,73 Millionen Mark ergab. In diesem ÜUeberschusse sind aber die bedeutenden Verluste, welche fünf Gefell- schaften 1899 erlitten haben, in Abrehnung gebracht; der Gesammt- übers<uß der 22 mit Gewinn arbeitenden Gesellshasten eine neu- egründete Gesellschaft hatte weder Gewinn no< Verlust —, ein- Fbließli den aus den fleinen Nebenbetrieben, belief \si< auf 8,12 Millionen Mark. Die Aktionärdividende aus der Feuerver- sicherung allein betrug 7,364 Millionen Mark = 16,56 9/6 des ein- gezahlten Aktienkapitals. : N : Bei den behandelten 18 Gegenseitigkeits-Gesell- schaften stieg die Versiherungssumme um 4,2 v. H., von 10/469 auf 10,906 Milliarden. Die Prämieneinnahmen und repartierten Beiträge betrugen 27,959, die Gesammtleistungen der Versicherten an die Gefell- ften 98 994 Millionen Mark, 2,64 pro 1000 4 mittlerer Ver- icherungssumme. Die Schäden des Rechnungsjahres erforderten 9 02 Millionen Mark oder 85 4, die Provisionen 2,34 oder 22, die Verwaltungskosten 1,27 oder 12 4 pro 1000 A der mittleren Ver- iherungssumme. Den Gesammteinnahmen von 30,44 Millionen Mark tanden 15,76 Millionen Ausgaben gegenüber, was einen Uebershuß von 14,68 Millionen Mark ergab. Da au<h hier drei Gesellschaften mit einem Verlust von 0,13 Millionen Mark absclossen, betrug der Vebershuß der 15 mit Gewinn arbeitenden Gesellschaften 14,81 Mil- lionen. Von demselben wurden 13,77 Millionen Mark oder 1,29 v. T. der mittleren Versicherungssumme an die Versicherten zurü>gezahlt.

Die Sche>vereinigung des Allgemeinen Verbandes deutsher Erwerbs- und Wirthschaftsgenossenschaften.

Zu den ersten, die in Deutschland die Förderung und Ausbreitung des aus England zu uns herübergekommenen Sche>systems sh mit Erfolg angelegen sein ließen, haben die deutshen Kreditgenossen- schaften gehört. Bahnbrehend in dem Bestreben, dem Sche> bei uns in weiteren Kreisen Eingang zu verschaffen, sind vorgegangen die Vorschußvereine zu Wiesbaden, Worms, Rosto>, Stralsund und Le Gewerbekasse ¿u Frankfurt a. M. Die Leitung des Allgemeinen Genossenschaftsverbandes hat ebenfalls der Entwi>telung des Sche>verkehrs in den dem Verbande angeschlossenen Kreditvereinen das Wort geredet. Wenn nun auch deren Anregungen hier und da auf guten Boden fielen und manche Vereine mit Erfolg den Sche>verkehr unter ihre Geschäftszweige aufnahmen, so war es doch erst der neueren Zeit und insbesondere den leßtvergangenen Jahren vorbehalten, einen ungeahnten Aufs{wung in dieser Beziehung unter den deutschen Genossenschaften zu verzeihnen. Deutlich reden folgende

Zahlen: Ein- | zahlungen |

Genossenschaften, E welche Aus-

Anzah zahlungen ahl

der Cs he >-

fonten

hrgang

über den She>- | Sche>- verkehr | verkehr haben |berichten

Cy Ja

auf Sche>-Konto

M M. 63 84 252 355 77 686 462

1896 l 4 110 120 445 941 108 183 411 9 )

1 aBOT E 17 18981 17 1899| -22

4 5 337 8 933 15 626 99 532

55 561 90 723 940 565 305 922

134 995 486 786 | 217 453 020 180 295 635 556 | 284 693 059

Hierbei si< nur auf sol<he Vereine bezieht, die sih an der Statistik des „Jahrbu<s des Allgemeinen Verbandes der auf Selbfthilfe beruhenden deutschen Erwerbs- und Wirtbschaftsgenossenschaften“ betheiligt haben, und daß nit einbegriffen ist eine beträchtliche Anzahl von Vereinen, die den Sche>kverkehr über Kontokorrent: Konto führt. Bei Berü- sichtigung dieser beiden Punkte würden si< die angeführten Ziffern noch beträchtlih erhöhen.

Obgleich es eine der wesentlihsten Aufgaben des Sche>s ist, im lokalen Verkehre als Zahlungsmittel zu dienen, so war es doch den Kreditgenossenschaften alsbald klar, daß eine Ausdehnung des Sche- verkehrs na< auswärts seiner Ausbreitung nur förderlich sein könnte. Jn der richtigen Erkenntniß, daß ein She> um so mehr Werth hat, an je mehr Plätzen er einlösbar ist, trahteten die Ge- nossenschaften bereits seit einigen Jahren danah, dur<h VWVer- einbarung gegenseitiger provisionsfreier Einlösung von Sche>s diesen einen arößeren Wirkungskreis zu geben. Einzelne Unterverbände des Allgemeinen Verbandes erreihten das Ziel, wenn au nur innerhalb ibres engeren Kreises: so die Verbände der norddeutshen Erwerbs und Wirtbschaftägenossenschaften, der Kreditgenossenschaften von West- brandenburg, der pfälzishen Genossenschaften. Das Jahr 1901 hat nun auf Initiative des „Anwalts des Allgemeinen Verbandes Dr. Crüger, der hierbei seitens der Deutschen Genossenschaftsbank von Soergel, Parrisius u. Cie. unterstützt wurde, eine allgemeine Organisation des Sche>verkehrs innerhalb der Ber- bandêsgenossenshaften gebraht. Ein erlassenes Rundschreiben batte den Erfolg, daß sih im Ganzen nunmehr 124 Kreditgenossen- schaften in allen Theilen Deutschlands zur gegenseitig provisionsfreien Einziehung ihrer Sche>s bereit erklärt haben. Die Verrechnung erfolgt bei der Deutschen Genossenschaftsbank von Soergel, Parrisius u. Cie.

Die Kreditgenossenshaîten Schulze-Delißsch'shen Systems haben dur dieses gemeinsame Vorgehen gezeigt, daß sie nicht stillstehen, sondern rüstig vorwärts schreiten, und daß sie ihren Mitgliedern die wirths{aftliben Errungenschaften der Neuzeit stets zugänglih zu maden bestrebt sind. Œs steht wohl außer Zweifel, daß gerade die Jnitiative der Kreditgenossenschaften, die ihre Mitglieder in den breitesten Schichten des Volkes zählen, geeignet ist, die Ausbreitung des Sche>verkehrs in hervorragendem Maße zu fördern.

Zur Arbeiterbewegung. Aus Brüssel meltet „W. T. B." vom gestrigen Tage, daß die belgishen Leinengarnspinner beschlossen haben, nur 5 Tage in der Woche zu arbeiten.

Technik.

Die in Berlin anwesenden englis<hen Elektrotechniker be- subtigten gestern die bedeutendsten Werke der Allgemeinen Elektrizitäts-

ellschaît. Am Vormittag erfolgte von der Jannowiybrü>e aus mittels D die Abfahrt na< deren Kabelwerk an der Oberspree. Fn dieser großartigen, nah den neuesten Errungenschaften der Technik teten Fabrifanlage wurde den engliien Gästen die gesammte ellung eleftrischer Leitu und Kabel, sowie der verschiedensten Jsoliermaterialien in eingehender Weise vorgeführt. pm ante der Funfentelegrapuie, pan Gule und

ntgendemonstrationen {lossen si< hier an. addem noh der Hochspannungszentrale der Berliner Elektri-

ist zu bemerken, daß die vorstehende Zusammenstellung

itätswerke ein Besu<h abgestattet war,

La Arbeiter - Kasino des Kabelwerks eingenommen.

1 Uhr begab si< die Gesellshaft nah Treptow, wo der von der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft in Gemeins mit der Gesellshaft für elektrishe Untergrundbahnen ausgeführte Tunnel unter der Spree in Augenschein genommen wurde. Diefes Meisterwerk moderner Technik erregte besonderes Interesse wegen feiner s{hwierigen Ausführung in dem \{wimmenden Gebirge. Mittels der Stadtbahn erfolgte darauf die Weiterfahrt bis mitten in die Maschinenfabrik der Allgemeinen Elektrizitäts - Gesellschaft in der Brunnenstraße. Bei dem Rundgang durch die Werkstätten der- selben erregte namentlich auch die große Maschinenbauwerkstatt mit ihrer 300 m langen Front Bewunderung. Eine elektrishe Untergrundbahn, welche die Gese schaft für ihren eigenen Betrieb gebaut hat, brachte die Gäste von der Brunnenstraße nah der in der A>kerstraße gelegenen Apparatefabrik, in welcher sämmtliche für elektrishe Beleuch- tung und Kraftübertragung erforderlihen Apparate hergestellt werden. In hohem Grade befriedigt von der Fülle des Gesehenen, verließen gegen 6 Uhr die englischen Elektro- tehnifer die Werke der Allgemeinen Elektrizitäts - Gesellschaft. Um 8 Uhr Abends begann im Zoologischen Garten das von der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellshaft und der Firma Siemens u. Halske gemeinsam gegebene Diner. Ueber 400 Personen hatten fich versammelt. Auch der Minister für Handel und Gewerbe Möller war erschienen. Derselbe brachte den ersten Trinkspru<ß aus auf Seine Majestät den Deutschen Kaiser und König von Preußen und Seine Majestät den König von Großbritannien und Jrland. So- dann begrüßte Herr Wilhelm von Siemens die Anwesenden im Namen der beiden Firmen, welche die Einladung zu der festlicher Veranstaltung hatten ergehen lassen. In warmen Worten dankte darauf der Vorstand der englischen Elektrotehniker, Herr Alexander Siemens, ‘für den liebenswürdigen und aufmerksamen Empfang und sprach gleichzeitig seine hohe Anerkennung über die großartige Entwickelung der durd) die beiden Firmen repräsentierten deutschen Elektrotehnik aus.

wurde das Frühstü> Um

Der Verein für Eisenbahnkunde in Berlin hat dem „Centralbl. der Bauverwaltung“ zufolge zwei Preisaufgaben mit Frist bis zum 1. August 1902 zur Bearbeitung gestellt :

1) Für den Verschiebedienst sind unter Würdigung der bekannten Mittel zur Regelung der Geschwindigkeit ablaufender Wagen Vor- schläge zur Verbesserung der Einrichtungen zu machen. ;

2) Auf Grund der bisberigen Erfahrungen ist eine wissenschaft- liche Darstellung der Grundzüge, sowie der Vor- und Nachtheile für die Anordnung von Bahnen mit gemishtem Betrieb Reibungs8- \tre>en und Zahnstangenftre>n gegenüber reinen Reibungsbahnen zu geben, wobei sowohl die Betriebsweise dur< Dampf wie durch Glektrizität zu erörtern ist.

Für die erste Aufgabe is ein Preis von 500 Æ, für die zweite ein erster Preis von 1500 und ein zweiter von 500 f ausgesekt. Bewerber erhalten die Programme der Aufgaben mit den näheren Bedingungen auf Wuns von der Geschäftsstelle des Vereins, Berlin W. 66, Wilhelmstraße 92/93, kostenfrei zugesandt.

Handel und Gewerbe.

(Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten „Nachrichten für Handel und Industrie“.)

G roßbritannien. _Zollzuschlag für niederländishen Zu>er in Britis<- stindien. Laut Bekanntmachung der indischen Regierung vom . Mai d. I. sind die gemäß der Bekanntmahung vom 20. März iederländishem Prämienzu>er zu erhebenden Zoll- Wirkung vom 1. Juni d. I. ab, wie folgt, abgeändert

», »rhophonSor u erdebender (Beroabrte Pramie L Uzuschlag sur den CcWwi

Ann. | Pies

Gulden für

kg barter Raf-

währten Prämie. n raffiniertem Zu>er aus Rohzu>ker wird b rednet, indem von der Polarisation tes Rohzu>kers zweimal di Glykose, viermal die Asche und 14% für Verlust beim Raffinieren al wird tazette of India vom 11. Mai 190L).

t) Das EŒrael

_—

Zolltarifänderung in Neuseeland. Dur<h Verordnung des Gouverneurs (Nr. 157 von 1901) ift der Zoll auf gebra Getreide (caramel cereal) vom 6. März d. I. ab von 1 Penny auf & Penny für das Pfund herabgeseßt worden; dieser Zollfay hat jt nah dem Grade Anwendung zu finden, in dem der genannte Artikel wegen seiner Beschaffenheit oder Verwendung mit geröstetem Kaffee gleichgestellt werden kann (The Board of Trade JournaL)

Rußland.

Zolltarifierung von natürlichen und künfstlihen Ge- ränken, die in Fässern und Fäßchen eingeführt werden. Gemäß einer vom Finanz-Minister bestätigten Eatscheidung der be- tsonderen Tariffommission vom 3. Mai d. I., Nr. 296, sind die im Generalterte des Artikels 27 des Zolltarifs besonders benannten Ge- tränke, natürliche wie au< künstliche, in Fässern oder in Fäßchen ein- geführte, nah Artikel 27 Punkt 1 zu verzollen; ® Getreidesprit und Kornbranntwoein mit Verschnittzuthaten, die nicht unter die im General- tert des Artikels 27 namhaft gemahten Spezialgetränke gehören, sind nah Artikel 27, Punkt 2 zu verzollen. (Zirkular des Zolldepartements vom 11. Mai 1901, Nr. 10 392.)

Aussichten für den Handel mit den Färoer.

Nach einem Bericht des britischen Konsuls in Thorshavn bietet sich auf den Färoer Gelegenheit zum Absay von Neyen, Tauwerk, Segeltuch, Baumwollwaaren, Eisenkuryuwaaren, Hausgeräthen, Kohlen, Messerwaaren, Spezereiwaaren, Fleishkonserven sowie Gemüse- und Obstkonserven. Landwirthschaftliche Geräthe und Maschinen können dagegen auf den Inseln nicht abgeseßt werden, da nah solchen Artikeln keine Nachfrage besteht.

Der Werth der Ausfuhr der Färoer berechnet sh im Durch- s{nitt auf 60 000 bis 70 000 Pfd. Sterl. jährl: und besteht zum röfiten Theil aus Fischen und sonstigen Fischereierzeugnissen, da der

h aller sonstigen Ausfuhrartikel eizen Jahresbetrag von nur etwa

R Sterl. erreicht. Í le Handel würde sih wahrscheinlih er entwi>eln, wenn

figere und ere Verbindungen mit den Inseln beständen. Es giebt weder ein Kabel nah den Jnseln no<h au eine telegraphische

nntcs

Verbindung auf den Inseln selbst. Während des Sommers trifft die ost alle vierzehn Tage ein, im Winter ver Wachen bis a Postboot ankommt ober avfé “a aber oft mehrere

(The Board of Trade Journal.)

Rü>gang in der Fabrikatausfuhr der Vereinigt Staaten von Amerika. its

Die sinkénde Tendenz in der Cabrgataussuht der Vereinigten Staaten von Amerika, welche seit dem leßten Oktober zu bemerken war, hat sich im April 1901 wiederum dur ein Zurükbleiben dieses Exportzweiges um 5 Millionen Dollars hinter der Werthsumme des vorjährigen April bethätigt. Im März 1901 war die Ausfuhr aller- dings weit bedeutender gewesen und hatte sich gegen den März 1900 beinahe 10 Millionen Dollar höher belaufen. Hie Thatsache, daß im April nur halb so viel Millionen Dollar an der vorjährigen Summe fehlten wie im März, ist für die Amerikaner einigermaßen ermuthigend Zan l au< der Umstand, daß im April d. J. für 1,4 Millionen Dollar mehr Fabrikate als im April 1899 ausgeführt wurden, wäh- rend im März 1901 ein Defizit von 1,2 Millionen Dollar gegen den gleichen Monat des Jahres 1899 bestanden hatte. :

Die Ausfuhr von Fabrikaten der Industrie aus den Vereinigten Staaten batte im April 1900 einen Werth von 39 424 269 Doll. er- reiht und 33,84 9% der Gesammtausfuhr von 116 443 325 Doll. aus- gemacht, im April 1901 \tellte sie sich nur auf 34 416 279 Doll. oder 29,15 9% des Gesammtexportwerthes von 118 070 59k Doll.

Die Summe der Ausfuhr für die zehn ersten Monate des Nechnungsjahres ist 1900/1901 um mehr als 13 Millionen Doll kleiner als 1899/1900; denn während sie für das laufende Nechnungs- jahr nur 339 310 614 Doll. oder 27,40 9/% der Gesammtausfuhr von 1 238 554 264 Doll. betrug, hatte sie 1899/1900 fich auf 352 671 206 Doll. oder 30,600/5 der gesammten Ausfuhr im Werthe von 1. 152 961 812 Doll. belaufen.

Der Rückgang um 13 Millionen Doll. gewinnt dadur an Be- deutung, daß im Jahre 1899/1900 fi<h die Fabrikatausfuhr weit über die Höbe des Vorjahres gehoben hatte. -Nach dem bisherigen Ver- laufe der Ausfuhrhandelsbewegung muß man annehmen, daß im ganzen laufenden Rechnungsjahre sich der Werth der ausgeführten Fabrikate nit böher als auf 410 Millionen Doll. tellen wird. Jm Vor- jahre betrug derselbe 432,3 und für 1898/1899 339,6 Millionen Doll. Der Absc{luß für das laufende Jahr würde demna<h wohl eine Zu- nahme um 70 Millionen Doll. in zwei Jahren, dagegen aber einen A von 22 Millionen Doll. gegenüber dem Vorjahre erkennen a}jen.

Die Abnahme des Exports von zwei verhältnißmäßig rohen Produkten vom Juli bis April 1901 gegen den gleichen Zeitraum im Vorjahre, nämli<h von Kupferingots und raffiniertem Mineralöl, beläuft si< allein {on auf 15,5 Millionen Dollar, also auf 21 Millionen mehr als der Gesammtausfall beträgt. Bedeutungsvoller ist jedo der Rückgang bei einigen wichtigen Waaren der Eisenindustrie. Gewinne bei einigen von Amerika am vortheilhaftesten zu beziehenden Fabrikaten haben jene Verluste bis zu einem gewissen Grade erseßt, aber wenn man den Fabrikat-Ausfuhrhandel der Vereinigten Staaten im allgemeinen betrachtet, dann muß man erkennen, daß das leb- hafte Wachsthum, dessen er sich bis zum Oktober 1900 erfreute, zum Mindesten zu einem Stillstand gebracht is. Würde man Kupfer- ingots und Mineralöl außer Betracht lassen, dann ergäbe \i<h für das Fiskaljahr 1899/1900 bei der Fabrikatausfuhr eine Werthsumme von ungefähr 320 Millionen Dollar und eine fast genau so große für das laufende Rechnungsjahr. Das würde ein Verharren auf der Höbe anzeigen, welche dur< stetiges Steigen seit dem Jahre 1895 erreicht war.

Ein Sinken in dem Absaße ungefärbter Baumwollenzeuge ift bauptsäcbli< dur<h die chinesishen Wirren verursaht worden, denn na< China wurden in den besprochenen zehn Monaten 1899/1900 für 7810 823 Doll., 1900/1901 dagegen nur für 2494 247 Dol. Baumwollenzeuge verkauft. Auch nach den unbedeutenderen Gebieten Asiens und Oceaniens ging der Handel mit Baumwollenzeug von 1 312 504 auf 707 922 Doll. berunter. Dagegen bezogen die kleineren Z Süd-Amerika im laufenden Jahre für 1 587 950 Doll.,

Staaten von

im vorigen nur für 841 654 Doll. dieser Waaren.

Fm Eisenwaarenhandel stellen si<h den gleichen Zeiträumen des Vorjahres gegenüber die Zahlen für den April 1901 in manchen Fällen sogar no< ungünîtiger als für die zehn Monate 1901. Jm April 1901 (und 1900) bewerthete sich die Ausfuhr von Konstruktions- eisen und -Stabl auf 244411 Doll. (347 889), von Stahldraht auf 385 567 Doll. (511 448), von Eisenkurzwaaren für Bauzwe>ke auf 780 801 Doll. (898 049), von Metallbearbeitungsmaschinen auf

Do (612 287), von Pumpen und Pumpmaschinen auf D (263 184), von Nähmaschinen auf 300 097 Doll. nd von verschiedenen Maschinen auf 1580957 Dol. Die entsprechenden Zahlen für die zehn Monate sind

zusammengeltellt.

2 wesentlihe Zunahme im April 1901, nämli< von 430 530 auf 690 646 Doll., war im Werthe der Schubh- und Stiefelausfuhr zu verzeihne1 Ebenfalls gestiegen, und zwar von 167 193 Doll. auf . war in diesem Monat der Auéfuhrwerth von Musik instrumenten, und derjenige von Papier und Waaren daraus hob ih von 597 $03 Doll. auf 682 677 Doll. Der Absay von Wollen- waaren bat si< in den 10 Monaten des laufenden Rechnungsjahres iber dem gleihen Abschnitt von 1898/99, wo sein Werth nur ¡1 Doll. betrug, troy der wenig günstigen Tarifverhältnisse im lande um fast verbessert.

1) Waaren mit verringerter Ausfuhr în den bis April 1901 gegenüber dem Vorjahre

278 866 oll.

m >

Î Aus «A

Ausfuhrwerth für 10 Monate 1899/1900 1900/1901 in Dollars

Fahrräder und Theile davon ; 2 906 381 1 929 556 E i M L NBaumwollenzeug, ungefärbt 11 380 671 4 984/105 Schießpulver und Erxplosivstoffe 1 524 988 1 316 129 E airs r A 3 270 339 Kurzwaaren, eiserne, für Bauzwe>e 7 7 619 109 Metallbearbeitungsmaschinen Pumpen und Pumpmaschinen S a via Verschiedene Maschinen Eisenrohre mit Zubebör MNaffiniertes Mineral sl Tabad>fabrikate . Hausmöbel

I Q Î y J J

888 030 6 001 731 2614 244 4 805 475

17 797 291 5 996 772

56 610 759

3 527 086 1873 513 3 282 753 17 557 669 4 167 539 51 968 025 4 997 408 4 127 952 i T 3 180 766. Nachstehende Waaren sind unter denjenigen mit vermehrtem Aus- fubrwerth in den zehn Monaten bis April 1901 die wichtigsten: Ausfuhrwerth für 10 Monate 1899/1900 1900/1901 in Dollars 12585695 12861811 5 280 894 7 181 479 3955 409 5 079 415 1 902 000 2 543 180 5 316 845 6034 115 6 652 030 8 907 440 2076 516 2721 410 2257 872 2 335 446 3457 970 4 299 825 1 664 864 2 247 892

Aterbaugeräthe ,

Wagen, Kutschen 2c. s Baummwollenzeug, gefärbt

E s a odo 9p Elektrische und wissenschaftliche Apparate E Leon Konstruktion&-ECisen und „Stahl

SE Oma ars A R Sc{<hube und Stiefel

Musikinstrumente . 7 . -

Ge und Waaren daraus 4983264 6248062

E v e ooo 000 L 1 293 974. (Nath The Journal of Commerce and Commercial Bulletin.)

insbesondere Golderzeu d E Gebietes im Jahre Eng es Pacific

Nach den Angaben, welche als die zuverlässigsten angesehen werden, belief si< der Slitenäting der amerikanischen cifie Staaten im Jahre 1900 dem Werthe na< auf 199 017 617 Doll., also auf 19 338 651 Doll. mehr als im Vorjahre. Jn den nord- westlichen britishen Besißungen, British-Kolumbien und Yukon- Territorium, war das t 30 297 810 Doll. Der Gesammt- ertrag des nördlih von Meriko liegenden Pacific - Gebietes beläuft ih demnah auf 229 315 427 Doll. (gegen 203 541 907 Doll. im Pa iabre), In den einzelnen Unions-Staaten stellte sih die Ausbeute,

wie folgt: 1900 1899 Doll. Doll. 18 390 754 18 953 117 3 703 937 2 909 415 2 436 034 1 859 893 676 150 609 165 7 085 310 4740 846 11 646 800 12736 860 57 908 150 50 695 000 17 619 378 13 654 682 47 916 230 43 180 913 3349-545 2317 958 21 206 029 20 363 421 6 365 000 7 046 720 Eva 198 300 293 300 Wyoming . 516 000 317 676 zusammen . . 199 017 617 179 678 966. Von dem Gesammtertrage der Küste entfielen auf: Jahr Blei Kupfer Silber Doll. Doll. Doll. 1900 18 059 908 69752 284 42402502 99100733 1899 . 15 302248 59244994 838804498 90190167.

Der letzjährige Goldertrag der Küste hat den des Vorjahres fonah um 9 Millionen Doll. R Ri und ist der größte bis jeßt erreichte. Die Gruben der nordwestlichen britischen Besißungen haben etwa 6 Millionen Doll., die der Vereinigten Staaten von Amerika 3 Millionen Doll. mehr ergeben. Dagegen ift nach amerikanischen Be- re<nungen die Goldausbeute der ganzen Erde im Jahre 1900 (un- gefahr 236 Millionen Doll.) um etwa 68 Millionen Doll. hinter der- jenigen des Vorjahres (ungefähr 304 Millionen Doll.) zurü>geblieben, weil die Produktion Süd-Afrikas wegfiel und auch Australien um 6 Millionen Doll. weniger geliefert hat. Im Jahre 1899 hatten die Transvaal-Gruben bis Ende September angeblich 68 Millionen Doll. ergeben; der Ertrag des ganzen Jahres würde, wenn der Krieg nicht ‘dazwischen getreten wäre, ih danach auf etwa 80 Millionen Doll. belaufen haben. Für das leßte Jahr ist die Ausbeute dieser Gruben faum in Betracht zu ziehen. Wenn Süd-Afrika bei unbehindvertem Betrieb etwa 80 Millionen Doll. und Australien den Vorjahren ent- sprechend Gold geliefert hätte, würde sih mit dem um 9 Millionen Doll. erhöhten Ertrage der Pacificküste die Gesammtproduktion im leßten Jahre sonah auf etwa 325 bis 330 Millionen Doll. gestellt haben

Der großen Goldausbeute der letzten Jahre gegenüber ist vielfach die Befürchtung geäußert worden, daß eine Ueberproduktion und Ent- werthung des Goldes eintreten werde. Nach amerikanis<hen Auf- stellungen haben die Goldgruben der Erde während der Zeit von 1851 bis 1899 einen Ertrag im Werthe von 6 665 631 000 Doll. geliefert ; während der vorhergehendéèn 34 Jahrhunderte, 1501 bis Ende 1850, hat \ih der Goldertrag der Erde angeblich auf nur 3 129 720 000 Doll., also faum die Hälfte des in den jüngst verflossenen 50 Jahren zu Tage geförderten Goldes, belaufen; von diesem leßteren Ertrage ist wiederum der Betrag von 1 043 491 000 Doll., alfo etwa der se<ste Theil, allein in den 4 Jahren von 1896 bis 1899 gewonnen worden. Man glaubt hieraus folgern zu dürfen, daß die Goldausbeute in dem nächsten halben Jahrhundert no< viel größer sein werde als in dem jeßt abgeshlossenen, weil der Umfang der in Angriff genommenen Gold liefernden Gebiete \si< so stark erweitert hat und der Prozeß der Goldgewinnung dermaßen vervollkommnet ift, daß von einem Verlust selbst der kleinsten Goldtheile kaum mehr die Nede sein kann. Man hält es deshalb für wahrscheinlih, daß der jährliche Produktionswerth bald 400 Millionen Doll. erreichen werde.

So erstaunlih nun au die Zunahme der Goldausbeute in den letzteren Jahren gewesen ist, so möchte do der bisherige Gang der Goldgewinnung eine fo gewaltige, das Gleichgewicht der Währungs- verhältnisse vernihtende Steigerung niht wahrscheinli<h machen, es müßten denn, was bisher, soweit bekannt, nie dagewesen ift, fo massenhafte Goldlager auf cinmal bloßgelegt werden, daß ihr Werth alle bisberigen Berechnungen sofort über den Haufen wirft. Wenn die Goldproduktion der Vereinigten Staaten, also namentlih der Pacific füste, in dieser Beziehung als ein maßgebendes Beispiel betrachtet werden kann, so dürfte die Gefahr der Goldentwerthung noch fern liegen.

Im Jahre 1848 hatte die Goldausbeute der Vereinigten Staaten etwa 10 Millionen Doll. betragen; im Jahre 1849 belief sie sih schon auf 40 Millionen Doll., 1852 war sie auf 60 Millionen Doll. ge- stiegen. Im Jahre 1853 erreihte sie ihren Höhepunkt mit 65 Millionexs Doll. es war dies die Zeit der großen californischen Goldfunde. Zehn Jahre später war sie wieder auf 40 Millionen Doll. herabgegangen. Später stieg sie, als Nevada einige Jahre hindur etwa 30 bis 40 Millionen jährli lieferte, auf 53 Millionen Doll. Dann verringerte sie sih zusehends und betrug zwischen 1880 und 1893 nur selten über 30 Millionen Doll. Seitdem ift sie, namentlih dur die wabsende Ausbeute Colorados wieder von Jahr zu Jahr ge- stiegen, während die Silbererträge abnahmen.

Das Ergebniß seit dem Jahre 1870 war Folgendes:

Silber Gold

Doll. Doll.

. 17 320 000 33 750 000

. 38 033 055 32 559 067

. 62930 831 31 795 361

. 35 274 T77 48 399 729

. 33 684 963 53 015 242

. 34 034 034 63 655 597

. 35 081 365 66 486 202

. 34 594 498 72 567 226

1900 .- . „… . 38 652 502 75 756 173.

hatte na< amerifanisWen Berechnungen die Gold- produktion der Erde zwishen 1840 und 1850 dur<s{nittli< nur etwa 36 Millionen Doll. betragen. Im Jahre 1853 ergab sie 153- Millionen Doll. Dieser Ertrag ist erst 40 Jahre später wieder erreiht worden und steigerte sih dann dur< den großen Goldgewinn Transvaals, Britis{h-Columbiens und dur die erhöhte Ergiebigkeit der Pacificstaaten, bis er im Jahre 1899 si<h auf mehr als 300 Millionen Doll. belief.

N die Bearbeitung der Transvaal-Gruben dur< Krieg gehemmt wurde, ist eine Zufälligfelt; dieselben mögen in den nächsten Jahren dafür desto höhere Erträge abwerfen. Davon abgesehen, erweist sich aber aus dem Vorhergéhenden do< wohl, daß die Dauer der außer- gewöhnli<h boben Golderträge in den vershiedenen vorzugsweise oldhaltigen Staaten immer nux eine kurze gewesen ist und die éhteren, naddem man das leiht zu erreihende anges{hwemmte Gold oberflächlih in Massen gesammelt hatte, ras in die Reihe der nur mäßige Ausbeute liefernden Gebiete zurü>getreten und zum eregelten Bergbau übergegangen sind. Den großen Goldfunden find immer längere Zwishenräume gefolgt, in denen ein erheblicher

iedergang eintrat ‘und die bes<leunigte Produktion sich wieder aus- gleichen konnte. Oies. ist in Kalifornien der Fall und wird vör- auisubtlich au ‘in Colorado, Alaska und den anderen Gebieten der all sein. Névada, das seine reichen Stollenbergwerke erschöpft hat, als Gold produzierender Staat jeyt von sehr geringer Bedeutung. ganz unerforshte Gebiete, in denen Goldschäye entde>t werden,

n innerhalb der Vereinigten Staaten kaum mehr vorhanden

Grubenertrag,

Californien Nevada . Oregon . Washington Alaska SFdaho Montana Utah Colorado New Meriko . Arizona . Dakota

(Gold Doll.

1870 . 1880 . 1890 1895 . 1896 . 1897 1898 , 1899

Ebenso

sein, nachdem man bis in die Eisregionen vorgedrungen ift, deren

SEONGE, En auch bedeutend, do< kaum fo gs sind wie diejenigen,

welche Kalifornien und Nevada zur Zeit der liefert haben. :

Wie von Washington mitgetheilt wird, ist na< Annahme des Müinzdirektors in früheren Berechnungen der in den Vereinigten Staaten vorhandene Goldvorrath zu ho< veranschlagt worden, sodaß bei Auf- stellung des Vorraths im leßten Jahre etwa 100 Millionen Doll. in Abzug gebra<ht werden sollten. Am 1. Mai 1900 belief \si<h der Goldvorrath in dem Schaßamt der Vereinigten Staaten der Angabe nah auf 426 989 371 Doll., in den Nationalbanken auf 195 769 872 Doll., zusammen M 622 759 243 Doll. Der Gesammtvorrath im Lande war zu derselben Zeit auf 1043 525 117 Doll. geschäßt, so daß 420 Millionen Doll. auf die nur ungenau festzustellenden Gold- beträge in sonstigen Banken und im Privatbefiß entfallen würden. Man hat nun ermittelt, daß diese leßteren Vorräthe zu he< gestellt worden sind, weil die großen Beträge, welche dur<h Touristen nah dem Ausland gebraht, dur<h amerikanishe Juweliere, Zahnärzte u. \. w. verarbeitet werden, und die Summen, welche verloren gehen, nicht genügend in Anrechnung gebracht wurden.

"Die Pacificstaaten zeigten im leßten Jahre eine mäßige Zunahme ihrer Grubenerträge.

Montana steht mit einer Gesammterzeugung von 57 908 150 Doll. (5064 150 Doll. in Gold, 10370 000 Doll. in Silber und 42 474000 Doll. in sonstigem Metall, namentli<h Kupfer 39471000 Doll. —) obenan, während Colorado bei einem Gesammtertrage von 47916230 Doll. die zweite Stelle einnimmt, aber, soweit es fich um die Gewinnung von Edelmetall handelt, dur< seinen Ertrag von 27 175 000 Doll. in Gold und 14 960 500 Doll. in Silber alle anderen Gebiete der Ver- einigten Staaten überragt. Arizona hat Kupfer im Werthe von 17 819 029 Doll. geliefert, an Gold etwa für 2600 000 Doll. Das Bergwerk Commonwealth, das der Angabe na<h im vorhergehenden Monate Gold im Werthe von 140 000 Doll. abgeworfen hatte, wurde im Juni dur<h Feuer zerstört, sollte aber sofort wieder hergestellt werden. Arizona éntfaltet si< ras<. Seine Kupferlager sind, un- geachtet des gegenwärtigen bedeutenden Ertrags, allerdings noch nicht so entwickelt wie diejenigen Montanas und Michigans; man glaubt aber, daß die Kupferausbeute Arizonas si<h von Jahr zu Jahr er- heblich steigern wird. Die Ausbeute in Uta h ist im leßten Jahre um 4 Millionen Doll. gestiegen ; es lieferte Gold und Silber im Werthe von nahezu 3 Millionen Doll.; der Ertrag minderwerthiger Metalle, hauptsähli< Blei und Kuvfer, belief sih auf über 13 Millionen Doll. Ala ska hat um 24 Millionen Doll. mehr geliefert als im Vorjahre. Jdaho ist, wohl infolge der dort stattgehabten Arbeiterunruhen, um etwa 1 Million Doll. zurückgeblieben. Dafkota hat 6 150 000 Doll. in Gold geliefert. Die Erträge in Nevada und Oregon sind mäßig gestiegen. Die Gruben in Washington, New Meriko, Texas und Wyoming sind bis jeßt von geringer Bedeutung.

Kalifornien hat im leßten Jahre dem Werthe nah 14421635 Doll. in Gold, 202 948 Doll. in Silber und 3766 171 Doll. in minder- werthigem Metall, hauptsächlih Kupfer, ergeben. Die Goldproduktion dieses Staates ist im Vergleih mit dem Vorjahre zurückgeblieben. Es wird das dadur<h erklärt, daß in manchen Grubendistrikten, in denen man für den Betrieb noch, aus\ließli< auf Wasserkraft an- gewiesen ist, der Regenfall nicht hinreihend gewesen sei. Derartige Schwankungen werden fortbestehen, solange man nicht durch Neservoirs ‘und Verwendung der Elektrizität Hilfe schafft. Die größeren, von dem Regenfall unabhängigen Gruben haben ohne Frage ungefähr dieselbe Ausbeute erzielt wie früher. Für die Gold- gewinnung in den Flußbetten dur< Baggermaschinen und Elevatoren sind tro>nere Jahre günstiger. Die Mehrausbeute scheint jedoch nit groß genug zu sein, um den dur< Regenmangel in fonstigen Bergwerken verursachten Ausfall zu de>en. Ein weiterer Grund für den etwas geringeren fkalifornis<hen Goldertrag mag darin zu finden sein, daß man sih neuerdings in erhöhtem Grade der Ge- winnung von Kupfer zugewandt hat und au<h das Interesse für

sten Ergiebigfeit ge-

dieses wiederum momentan dur<h die Entwickelung der in Kalifornien |

in großer Menge aufgefundenen Erdölquellen zurü>gedrängt wird. Es ist daraus feineswegs zu \{ließen, daß die Goldproduktion Kaliforniens, die bis jeßt im Ganzen nngefähr 1 400 000 000 Doll. ergeben hat, eine Erschöpfung zeigt. Die zum größten Theil intensiv betriebenen Goldbergwerke des Staats liefern eine jährlihe Ausbeute von 13 bis 15 Millionen Doll. ; dies wird auch voraussichtlich für lange Dauer der stetige Durchschnittsertrag bleiben. Außerdem wird fort geseßt von neuen Funden berihtet. Während bis vor kurzem Nord- falifornien als das alleinige Gold liefernde Gebiet des Staats angesehen wurde, ergiebt Südkalifornien jeßt jährli<h an Gold etwa 2x Millionen Doll. ie mannigfahen Mineralshäte Kaliforniens haben aber naturgemäß zur Folge, daß, sobald die Aufmerksamkeit auf einen bis dahin -verna<hläfsigten Theil des Bergbaues gelenkt wird, Arbeit, Kapital und Spekulation si< für einige Zeit vorzugs weise nah dieser Richtung wenden. [ Mountain Copper Mine in Shasta County gezeigt hatte, daß ein Kupferbergwerk wegen des viel größeren Vorraths und einfacheren Betriebs meistens mehr abwirft als ein Goldbergwerk, hat man ni<ht nur in dem Shasta-Distrikt und dem benachbarten County Sisfiyou, sondern auch in den südlichen Counties San Bernardino, Fresno und Calaveras Forschungen angestellt und weitere, angeblich gute Kupferlager gefunden. Im Hinbli>k auf die sich fortwährend steigernde Kupferausbeute in den Vereinigten Staaten man s\i<h viel mit der Frage andauernder Rentabilität. Die Ansicht hervorragender Interessenten in diesen Unternehmungen \{heint aber die zu sein, daß, wenn au< die Preise auf den früberen niedrigeren Stand zurüd>fallen sollten, bei der gegenwärtigen Vollkommenheit der Schmelzvorrichtungen selbst Kupfer geringeren Grades no<h immer mit Vortheil würde bearbeitet werden können. (Aus einem Bericht des Katserlichen Konsulats in San Francisco.)

Costa Rica. Zollerhöhung. Durh Dekret vom 27. April d. - Einfuhrzölle auf alle Waaren um 50 9%/9 erhöht worden. of Trade Journal.)

find die ("The Board

Australiens Wollen- und Fleishgeschäft.

Australien ist der Hauptversorger des Weltmarkts mit Wolle und übertrifft in der Erzeugung derselben bedeutend die südamerifanischen Gebiete, wel<he mit 500 Millionen engl. Pfund an zweiter Stelle steben, sowie die dann folgenden europäischen Festlandstaaten mit einer Wollenproduktion von 450 Millionen Pfund. An vierter Stelle kommt der Beitrag der Vereinigten Staaten von Amerika einschließlih Canadas zu der auf über 2000 Millionen Pfund veranschlagten jähr- lichen Gefammterzeugung von Wolle in der Welt, denn diese Staaten liefern eine Menge von 272 Millionen Pfund. Mit dem Wachs- thum seiner Wollenerzeugung steht Australien an erster Stelle, und man kann unter günstigen Umständen damit rechnen, daß dieser Erd- theil eine Produktion von 1000 Millionen Pfund Wolle, also von der Hälfte des Weltbedarfs, erreichen wird.

Auch im Handel mit gefrorenem fle hat Australien si eine hervorragende Stellung gewonnen. Nicht e als 30 Schiffe mit Gefriereinrihtung und Räumen für die Ladung von nahezu 2 Millionen Thierkörpern fahren regelmäßig zwischen Neuseeland und London, außerdem aber ungefähr 70 Fahrzeuge von ähnlicher Größe zwischen Australien und britishen Häfen. Von 1882 an, wo die Verschiffung gefrorenen FletiGes begann, bis 1896/97 war die aus Neuseeland ausgeführte Menge dieser Waare von 1,5 auf 150 Mil- tiguen Pfund im Werthe von 1,5 Million Pfd. Sterl. gestiegen,

brend Oueentland für 660 000 Pfd. Sterl. und Neusüdwales für liber 250 000 Pfd. Sterl. lieferten.

(Nah Tis Monetary Times, Toronto.)

Nachdem der große Erfolg der |

| erbeblih überstiegen und au< einen beschäftigt | | 6308 M zu

urfel (Akt

| 20 %

| Oberschles. Koks 131,00,

‘Konkurxke im Auslande. Rumänien.

Anmeldung Schluß der

Verifizierung

Handelsgericht Falllit

der Forderungen bis

C. Cäpitanescu / i T: (Manufaktur- i waaren)

G. J. Mladeno- viciu. Co. (Manu- fafkturwaaren) 1901

Bukarest

Craiova 14./27. Juli

190L

Zwangsversteigerungen.

Beim Königlichen Amtsgericht T1 Berlin gelangte das Grundftü> Kraut\traße 35a, dem Mittergutsbesiver Hans von Westernhagen gehörig, zur s Nußzungswerth 8420 4. Mit dem Baargebot von 110 500 (6. blieb die Act.-Ges. Neue Boden- Gesellschaft, Dorotheenstraße 94/95, Meistbietende.

Beim Königlichen Amtsgericht Il Berlin gelangten die nachbezeichneten Grundstü>ke zur Versteigerung : Eichhornstraße 13/14 zu Reinickendorf, dem Bauunternehmer Daniel Auras zu Schône- berg gehörig. Mit dem Baargebot von 15000 Æ blieb Kunstmaler Georg Nowag hier, Meyerstraße 27, Meist- bieteider. Uhlandstraße in Deutsch - Wilmersdorf, dem Maurermeister Bruno Theinert hier gehörig. Mit dem Baargebot von 3846 A und 123000 # Hypotheken blieb die Akt. - Ges. Neue Boden - Gesellschaft , Dorotheenstraße 94/95, Meistbietende. Aufgehoben wurde das Verfahren, be- treffend die Zwangsversteigerung der nachbenannten Grundstüe : Fasanenstraße in Deutsch -Wilmersdorf, dem Zimmermeister Richard Klakow gehörig. Berlinerstraße in Wilmersdorf, dem Kaufmann Georg Schulß gehörig.

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Nuhr und in Oberschlesien. An der Ruhr sind am 26. d. M. gestellt 16555, rechtzeitig gestellt keine Wagen. In Oberschlesien sind am 26. d. M. gestellt 5943, nicht re<tzeitig gestellt feine Wagen.

nicht

Berlin, 26. Juni. Bericht über Speisefette hon Gebr. Gause. Butter: Die Käufer verhalten si<h abwartend, da vielfa<h angenommen wird, daß bei dem {wachen Verbrauch“ die Preise weihen müssen. Die Produktion hat jedo< ihren Höhepunkt schon überschritten, und feinste Qualitäten räumen si ohne Schwierigkeit, daher dürfte eine Preisherabseßung faum nothwendig werden. . Die heutigen Notierungen fiad: Hof- und Meno e ga E [ a. Qualität 102,00—104,00 4, Hof- unh Genofsenschaftsbutter [l a. Qualität 100,00—102,90 A4 Schmalz: Die Berichtswoche hat mit einer weiteren Aufwärtsbewegung der Preise begonnen. Auch die Schweinepreise in Amerika sind weiter gestiegen. Größere Zufuhren, welche den Markt für lebendes Vieh wesentlich beeinflussen könnten, werdenjedoch vor der Hand nicht erwartet. Die heutigen Notierungen sind: Choice Western Steam 51,00 4, amerikanisches Tafelshmalz (Borussia) 51,50 #4, Berliner Stadtshmalz (Krone) 52,00 4, Berliner Bratenshmalz (Kornblume) 54,00—55,00 4 So: Die Nachfrage ift gut, doch find die Forderungen Amerikas zu boch.

Berlin, 27. Juni. dem „W. T. B,“

(W. T. B.) Die Berliner Bank erklärt, zufolge, daß fie mit der Leipziger Bank nur insofern in Verbindung gestanden habe, als fie einen Betrag von 500 000 Accepte derselben im Portefeuille hätte. Für letztere fet sie, außer durch die Verpflihtung des igc als Vorgiranten haftenden Bankhauses, dur<h ein Depot guter kurshabender Werthpapiere gede>t, welches einen Verlust für fie ausf<{ließe.

In der gestrigen Sißung des Aufsichtsraths der Deutschen Bank wurde, wie „W. T. B.“ meldet, die Errichtung einer Filiale in Leipzig unter der Firma „Leipziger Filiale der Deutschen Bank“ beschlossen (vergl. Nr. 149 d. Bl.

Zank ] n (t : Erste Beilage), deren Geschäftslokal sich daselbst, Burgstraße 33, befindet. Der Betrieb foll lofort eroffnet werden.

Se - Nah dem Geschäftsbericht der Ostpreußischen lañd- Königs8berg !. dietentgen des

\<aftlihen Darlehns -Kasse zu Pr. für 1900/1901 haben die Gefammtumsäße Vorjahres höheren &Sewinn gebraht. Sie betrugen je in Debet und Credit 257 388 078 (gegen 179 112 630) M Das zweite Geschäft hatte davon in beiden Positionen cinen Umsäßz von je 9952 535 (gegen 8 921 291) «4 Der Reingewinn wird mit 317 625 f angegeben, wovon 184 046 G zum Fonds der Ostpreußischen Landschaft abgeführt, 127269 Æ zur Ergänzung des MReferve- und derjenigen des neuen NReservefon>2 Verwendung finden sollen.

Die Generalversammlung der Motorenfabrik Ober- Ges.) genehmigte für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 10 9%

Der Eschweiler Bergwerks-Verein schäßt, na Mits seines Vorstaudes, die Dividende für 1900/1901 auf wie im Borjahré.

Breslau, 26. Juni. (W. T. B.) Schluß-Kurse. Schles. 34%

theilung

| L.-Pfdbr. Litt. A. 97,90, Breslauer Diskontobank 86,00, Breslauer

Wechslerbank 103,75, Kreditaktien —,—, Schlefisher Bankv. 143,50, Breskauer Spritfabrik 171,00, Donnersmark 181,75, Katto- wiger 178,00, Oberschles. Eif. 108,25, Caro Hegenscheidt Akt. 10625 Oberschles. P.-Z. 107,00, Opp. Zement 111,C0, Giesel Zem. 107,00, L.-Jnd. Kramsta 152,00, Schles. Zement 148,00, Schl. Zinkh.-A. —,—, Laurahütte 197,75, Bresl. Oelfabr. 73 25, Koks-Obligat. 96,00, Niederschles. elektr. und Kleinbahngesell- schaft 54,50, Gellulose Feldmühle Kosel 146,00, OberfSlefische Bank-Aktien 115,00, Emaillierwerke „Silesia® 126,50, Schlefif

Elektrizitäts- und Gasgesellschaft Läitt. A. —,—, do. do. Litt. B.

112,00 Br. Magdeburg, 6. Juni. (W. T. B) C pg 75 % o. S.

Kornzu>ker 88 %% ohne Sa> 10,40—10,70. Nachprodu ——,. Stimmung: Ruhig. Ae L Ql 28,99. Brotraffinade l. ohne n k L j Ks R L T R L du ran Wi L pr. h 9,40 Br., pr. Juli 9,30 Gd.. 9,35 Br. 9,40 Br., pr. Dezbr. 8,80 Gd., 8,95 Gd., 9,00 Br. Muh

annover, 26. Jun

- Anleibe 96,50, 4 au Stad 96 4 °%o DHonnan. tanleibe

L