1843 / 78 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

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Ober-Censurgerichts, die mit Genehmigung oder gar auf Veranlassung dieser Behörde selbst veröffentliht werden sollten, die Dru>-Erlaubniß ganz oder theilweise versagen könnten, Kein Ceusor würde Bedenken E r tragen, ein mit Genehmigung oder auf Veranlassung des Ober=Cen- waren, bemerkt der Herr Landtags-Marschall, daß | 2 U aae lag! E E fommen sei, in welchem er von der Versammlung Abschied zu nehmen | surgerichts, dem der Königliche Wille die höchste Entscheidung über habe, und wo ein jedes Mitglied darauf angewiesen sei, die erfreulichen | das Maß der öffentlichen Mittheilung dur< die Presse anvertraute, j |

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dies Elend aufhören werde, si< aller Gewaltthätigfeiten enthalten wird, aber es erscheint doh nach den jebigen Anzeichen wenigstens \o viel als gewiß, daß die Bewegung in Folge s. Politik der Minister ihrer Endschaft nahe ist. Diese Anzeichen sind ein Fallen der Repeal= Rente und eine minder kühne und bestimmte Sprache O'Connell's seitder Thron-Rede der Königin. Die nichtsthuende Politik der Regierung ist dem Agitator gefährlicher geworden, als u hiledilig idt Maßregeln | der stärksten Regierung es gewesen würen, A sieht sih am Ende seiner Wirksamkeit aus friedlichem Wege Zw rreihung seines angeb= lichen Ziels , der Trennung der Union. V Connell is ein zu fluger Mann, um seine Bemühungen, die Trennung der Union herbeizu= | führen, nur einen Augenblick für erfolgreih gehalten zu haben; wäh- | rend er mit den lebhaftesten Farben ixländischer Beredtsamfeit die | fünftigen glorreichen Tage, der Een. Nation ausmalte, er= : fannte er sicherlih in seinem eigene MEE e day Zrland niemals zur E Vermittelst Schreibens vom 30, April 1841 gaben die Reichs- Selbstiständigkeit gelangen fönne, und O EDA wirklich seinen | stände dem Könige ihren Wunsch zu erkennen, daß die Sklaverei auf Verstand, wenn man dies bezweifelt. Weiche Beweggründe er aber | St. Barthelemy abgeschafft werden möge. Dieses Schreiben ließ der auch gehabt haben mag, oh PatriotiSmus oder niedere Selbstsucht | Kong dem Kommandanten der Kolonie, dem Obersten Haasum, mit= ihn zum Handeln bestimmt haben, so hat er de durch sein unauf= | theilen, der hierauf in Folge der dabei an ihn ergangenen Aufforde= h örlihes Deklamiren das Volk und die _fatholische Priesterschaft zu | rung erklärt hat, daß die Sklaven auf jener Jnsel mit Nachsicht und dem Glauben veranlaßt, daß das Heil Irlands auf der Repeal be= | Milde behandelt werden, daß aber nichtsdestoweniger die Abschaffung ruhe. Bis zu einem gewissen Punkte konnte er sich gemächlich von | der Sklaverei in der Kolonie wünschenswerth , die Zahl der Sklaven dem Strome treiben lassen, aber jeßt kommt er dem Strudeln nahe; | 595 sei, und die zur Loskaufung derselben erforderliche Summe 20,275 die Agitation is dem Agitator über den Kopf gewachsen. Das Bolk | Psd. St. sein würde, Se, Majestät haben demnach unterm 30. Zuli verlangt Resultate und ist dieser Declamationen müde, welche no<h | 1842 befohlen, daß diese Erläuterung mit dem Enanesvatiols ias nihts bewirkt, weder Parlament, no< Regierung zum Wanken ge- | schlage den Reichsständen bei ihrer nächsten Zusammerkanft vorgeleät bracht haben. Also O'Connell is gezwungen zum Handeln; und zwar | und einstweilen die Stellung der Sklavei naÿ einigen vom Komman danten vorgeschlagenen Bestimmungen verbessert werden soll.

Vaterlandes und seines der Stadt Dresden vielfach bethätigten Wohl= wollens, das Diylom des ihm am 4. September dieses Jahres ver= liehenen Ehrenbürgerre<ts hiesiger Stadt zu überreichen beauftragt war. Se. Excellenz geruhten, diese Urkunde mit der Versicherung anzunehmen, daß es ihm zur besonderen Freude gereiche, der Stadt Dresden forthin als Bürger anzugehören,

lung am 7ten in Belfast zu halten, haben in Folge der mannigfachen an sie ergangenen Aufforderungen, von ihrem Vorhaben abzustehen, um niht den Repealern neuen Anlaß zur Aufregung zu geben, ihren Plan dahin abgeändert, daß nur eine schriftliche Erklärung unterzeichnet werden solle, wodurch die Theilnehmer sich verbindli<h machten, gemäß der in der Thron-Rede ausgesprohenen Erwartung mit Gut und Blut für die Aufrechthaltung der Union zu wirken, Ein aus den vornehns- sten Pairs und den angesehensten Grundbesibern gebildeter Ausschuß hat die Ausführung dieser Resolution übernommen.

Schweden und Vorwegen. Stockholm , 6. Sept. Jm Jahre 1842 sind in Schweden

76 Preßsreiheitssachen behandelt worden, von welchen 74 beim Schlusse des Jahres entschieden und 2 unentschieden geblieben waren.

ändischen Kommission für den Ausbau des hiesigen Schlosses auf die

Ee ela zu Salm, von Bekerath, Graf Nesselrode, Leven und von der

Heydt gefallen. *) Nachdem nunmehr

Holstein. Kiel, 7. Sept. (N. Fort D) Gestern wurde hier im Ballhause eine Bittschrist an Se. Majestät unterzeichnet, welche bittet, daß feine dänische Töchter-Bank in den Herzogthümern errichtet werden möge, wenigstens nit ehe der Rath der Stände- Versammlungen gehört worden sei. Die Bittschrift wird an Se. Majestät nach Rendsburg eingesandt werden. Aehnliche Bittschriften werden in mehreren Städten Holsteins vorbereitet, Aus dem Amte Tondern sollen 17 Bittschriften gegen die dänische Töchter-Bank an Se. Majestät nah Föhr gelangt sein; auch soll eine

sämmtliche no< zu berathende Gegenstände erledigt nun der Augenbli> ge-

Erinnerungen an diesen Landtag mit sh zurü>zunehmenz er sprehe der | zu veröffentlihendes Erkenntniß mit seinen Gründen ohne Weitères Versammlung seinen Dank aus für das Vertrauen und die Unterstüßung und ohne die mindeste Veränderung zum Dru> zuzulassen. Ganz welche sie ihm während dieses Landtages habe zu Theil werden lassen. anders verhält es si< dagegen mit solhen Erkenntnissen und deren

E E ein n D | Gründen, welhe von Privat-Personen ohne Vorwissen und Geneh- „Dur auchtigster Herr Marschall ! S | migung des Gerichts zum Dru>k bestimmt und deshalb zur Censur Unsere Arbeiten sind beendet, überall nach bestem Wissen und Wollen. Z

Gott wolle unseren Bestrebungen Segen verleihen. | Ug werden. Das Ober-Censurgericht entwi>elt in Fällen die- Die Stände sind von dem Gefühl durchdrungen, daß sie bei diesen | ser Art so wenig als ein anderer Gerichtshof die Gründe Arbeiten durch die milde und sachkundige Leitung Ew, fürstlihen Durch- | seiner Entscheidungen zum Zwe> der Veröffentlichung. Sie laucht wesentlich erleichtert worden sind; Jhnen dafür dur<h meinen Mund | werden den Parteien nur in der Absicht eröffnet, dieselben von der den ticfgesühlten Dank der Stände auszusprechen, is die ehrenvolle Auf- | Rechtmäßigkeit des für oder wider sie gefällten Urtels zu überzeugen. forderung, die mir von mehreren Seiten geworden ist. ; | Jn solche Eutscheidungsgründe können in einzelnen Fällen allerdings C hs A D Ú O N Sa g i ) DI E Lob va E A uster Grie Bm ten | aus E weDe Jen gea der betreffenden Streit- | zu bewahren sei. Herr von Sarachaga war bekanntlih Sekundant “Nachdem der Herr Landtags - Marschall geäußert, daß er diese Aner- | i: e U LE d E 1g FERRCEn E Rvercionmen Werden, die | des Heren Lon Göler bei dem Duell, seßt sich also dur< sein Er kennung um so dankbarer biuehme, ie MEARie ¿x N selber genug gethan | C, em eri jt alé die nicht zum Dru> geeigneten erkannt, | scheinen jedenfalls allen Folgen und Strafen aus, die das Geseß ge- habe, äußert ein anderes Mitglied: er sei überzeugt, ebenfalls einem | und als jolhe den ohnehin schon damit bekannten Parteien aus- | gen ihn verhängen kann. Dieses edelmüthige Benehmen hat hier all

allgemeinen Wunsche der Versammlung zu entsprechen, indem er in deren | drücklich bezeichnet, dessenungeachtet aber ohne Verleßung der Geseße | gemeine Bewunderung erregk. Namen den Dank für den Eifer, die Ausdauer und die Thätigkeit aus- | und des eigenen Ausspruchs des Ober=Censurgerichts nicht zur Die Nachricht von dem unerwartet schnell erfolgten Tode des drücke, womit der Protokollführer sich den von ihm übernommenen schwie- | Veröffentlichung durch den Druck zugelassen werden können. Ganz | greisen General-Ueutenants Sto>horner von Starein hat hier unter it und, mühsamen Geschäften unterzogen habe, und indem cer noch be- ähnliche Fälle werden häufig genug bei richterlihen Erkenutnissen in allen Ständen, besonders unter dem Militair, eine große Theilnahme

A E - s horso A » 5 . Chi Lees d B e , - , _— (r L m 7 Fe sonders die große tworfommenheit anarfenne, womit derselbe bey Zahr, Kriminal. Juinzien ober Ehescheidungssachen einteten: Sollte untar | erregt, Er, arb, drei Tage nas zur N der Dergwasee / ) | g gen 3 I | dergleichen besonderen Vorausseßungen die Dru>-= Erlaubniß versagt | und 5Z5jährigen treu geleisteten rdiensten an der Herzwasser= | /

Baden. Karlsruhe, 11. Sept. (F. J.) Ein vorgestern hier verbreitet gewesenes Gerücht über ein neues, in der Göler-Haberschen Streitsahe stattgefundenes Duell hat keine Bestätigung gefunden. Als Duellanten waren nämlih Herr von Sarachaga und General Rosen genannt worden; nun aber hat sich an demselben Tage Herr von Sarachaga freiwillig vor Gericht gestellt, weil die Untersuchung ohne ihn nah seines Freundes J. von Göler's Tode do< nur unvoll=z ständig geführt werden könne, da Niemand \o vollständige Aufschlüsse | zu geben im Stande und dadur nur das Andenken des Verstorbe= | nen vor jeder Verunglimpfung durch einseitige Darstellungen der Sache

Abordnung aus der Landschaft Eiderstedt den König gebeten haben, eine solche Töch- ter - Bank nicht zu gestatten.

a. M., 12. Sept. Se. Kü=

Freie Städte. Frankfurt D, 2 Î Preußen sind gestern aus Düs=

nigl. Hoheit der Prinz Friedrich von seldorf hier eingetro}sen. Oesterreichische Monarchie.

Prag, 3. Sept. (Wien. Z.) Zu den diesjährigen Waffen- Uebungen in Böhmen sind in 3 Divisionen oder 7 Brigaden 4 Ka vallerie-Regimenter, 3 Bataillons Grenadiere, 13 Bataillons Jufan- terie, 4 Bataillons Jäger und 4 Kavallerie- und 5 Fuß-Batterieen fonzentrirt. .

Heute tressen i Kozomin und Weltrus ein, die Positionen von Klecan,

die sämmtlichen Truppen in den Bivouaks bei marschiren von da am 4. September in Zdibsfo, Wetrusic und Kljcan, und am 5ten na< Prag, woselbst sie theils ihre Kasernen, theils das Lager bei Holesowic, theils ihre sonstigen Kanktonnrungen beziehen, Am 7ten finden theils beim Jnvalidenhause, theils bei Holejowie, theils bei Prosik brigadeweise Feld-Uebungen statt. Der 8. September ist zu einer Kirchen-Parade unter dem Kommando Sr. Kaiserlichen E

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geht er entweder vorwärts, und fängt an, Friedensrichter einzuseben oder sein Parlament einzurichten, und verfällt den Geseben für Hoch- verrath, oder er geht. zurü>, denn stillstehen kann er nicht, und heit des General-Majors Erzherzog Karl Ferdinand bestimmt. - sucht die Agitation zu M gs s far , daß er den | ten und am 1lten, zwischen welchen der 10te als Ruhetag, finden | ersten Weg nicht wählen wird ; 0 L a M 1 L R i giÓ | Bayonne, 9, Sept. Der General Narvaez hat bei einer wieder brigadeweise, am 12ten, 13ten, 14ten, lôten, l6ten | wird, steht dahin. Jn A De O ebel Das ein | Musterung der Garnison (oon Madrit) en S E aber Feld - Uebungen in Divisionen statt. Am 417ten _mar- Ende nehmen, denn sie wir A E L R den | macht, daß die zu Straf = Arbeiten verurtheiltèn Solbaten det eto iren die vier Jäger= Bataillone und die Brigade Schli> Agitator selbst beschwichtigt. 5 an ve 9 hierü er zwei verschie- | ments „Principe“ begnadigt worben sten Melcca OMUAIN igte / i i8ten rüden sämmtlihe Truppen | dene Stimmen in England, i ub iner Korrespondent des | ena Erie E L de L E E Bivouaks und Vorposten be- | Standard zweifelt niht an dem Gelingen der Beschwichtigung der g ;

bis Krc und Kundratic, am 1 | 0 D

bis Jessenib, wo sie, so wie bei Giran, E E E O | Aufstande entgegengeseßt hatten, sind Beförderungen und Decoratio= Jessenib, M über Sulic (bei | Bewegung von Seiten O'Connell’s, „Sein Einfluß“ sagt der | nen verliehen worden, Di / | 3

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«ichen, Am 19ten findet ein Feld - Manöver bis E S E aue M a ie Truppen haben viel Enthusiasmus gezeigt. St | Korrespondent, „1st |0 groß, und die Hülfsquellen seines Scharfsinns | inte L E welchen leßteren Orten mit ausgestellten Vorposten bivouafirt wird, Madrid, 2. Sept. Im Castellano vom heutigen Tage

Stjrim) und von dort zurück bis Stirmeric und Radejowic statt, ( U ( E S L S OATIE | so zahlreich, daß ich wenig daran zweifle, es werde ihm diese Beschwich | . : Am sten zieht sich das Feld-Manöver bis Prag zurück, Nach einem tigung, wie s{hwierig und bedenflih Ne auch E aao dn Er muß die | liest man: „Der in Barcelona erscheinende Constitucional ent= Grh. Oldenburg. Oldenburg, 9. Sept. (Brem. Z.) allgemeinen Ruhetag wird am 22sten unter dem Kommando des Feld- | Agitation suspendiren, denn das 1st der Rg eungewtg, der ihm noch | hält in seinem Blatte vom 27. August einen langen Artifel gegen Heute Nachmittag um 1 Uhr starb unfer erster Staats L und Rabi= marschall - Lieutenants Baron Kreß bei Profsik über sämmtliche Trupy= offen steht. 2 DET Erwartung, daß Gt diejen Beg einschlagen werde, | den König der Franzosen, der leicht nachtheilige Folgen für Spanien nets-Minister und Ordens-Kanzler, der Geheime Rath Günther Hein=- pen Revue abgehalten werden, und nach einem abermaligen Ruhetag | hat es mi denn auch nicht Wunder genommen, ihn am vorigen | haben könnte, wie Alles, was dies Blatt schreibt, dessen einziger rih Freiherr von Berg Excellenz (geboren am. November 1765 ließt die Truppen-Konzentrirung am 2ásten mit einer großen Kir= Montage davon reden zu hören, daß man gar nit nöthig habe, | Zwe> ist, die Anarchie hervorzurufen und den Bürgerkrieg zu ent= zu Schreigern bei Heilbronn). Ein seine Gesundheit seit Jahren un= hen - Parade sämmtliher Truppen unter dem Kommando des Feld- | irgend etwas zu übereilen, denn in vier E fünf Monaten trete | zünden, Ohne si< auf irgend eine Thatsache zu stützen, deklamirt tergrabendes und immer Uu geheiltes Halsübel führte, verbun marschall-Lieutenants Baron Sunstenau. ja erst das Parlament wieder zusammen. Am folgenden Tage führte | es gegen den Einfluß, den Frankreich gegenwärtig auf die spanische den mit einer bet 10 hohem Alter nicht auffallenden allgemeinen j O'Connell dieje Demonstration weiter aus, indem ex die Versicherung | Regierung gausgübe, und behandelt den König Ludwig Philipp auf Schwäche, deu shon längere Zeit voraussichtlichen Tod guf eine fün Fran rel <. gab, daß, „so lange er lebe“, der Kamps um die Repeal nur ein | eine Weise, die man sich leiht denken fann. “Wir, die wir keined=- den Hingeschiedenen ruhige und s{merzlose Weise herbei. Der Staat Paris, 10. Sept. Man schreibt aus Eu vom Sten d.: „Um | friedlicher sein werde. Geschift hat er guf diese Weise bereits be- | weges Anhänger des Ausländischen sind, vielmehr unseren Ruÿym verliert viel an ihm. Bekanntlich begann er seine Laufbahn als Prak 5 Uhr früh haben der Herzog und die Herzogin von Sachsen-Koburg | gonnen, das Volk mit dem Gedanken an cine mögliche Verzögerung | darin suchen, reine Spanier zu sein, bedauern dergleichen Unvorsich= tifant bet den vormaligen Reichs- Behörden zu Wien und Weßlar, das Schloß verlassen, um sih nad Brüssel und von dort nach Ko- | vertraut zu machen, erst auf Monate, dann auf Jahre, denn noh | tigkeiten {hon deshalb allein, weil sie Spanien Unheil bereiten ton=- nahm auf Pütter’®s Veranlassung den Lehrstuhl des deutschen Staats burg zu begeben, Mittags ließ der König die Truppen, welche in | vor wenigen Wochen hat er wiederholt die Hoffnung ausgesprochen, | nen, Frankreich brauchte nur dem Don Carlos die Freiheit zu ge= re<ts an der Universität Göttingen im Jahre 1793 ein, wurde der Gegend von Eu und Treport zusammengezogen sind, die Revue daß ihm noch manches Lebensjahr beschieden sein möge.‘ Die Times | hen und ihm einige Unterstühung zu gewähren, um den Bürgerkrieg im Jahre 1800 als Hof = und Kanzlei - Rath und advocatus passiren, und theilte dann eigenhändig den Orden der Ehren -Legion | sieht nicht dieser friedlichen Lösung der irländischen Wirren entgegen, | von neuem zu entzünden, dessen Ausgang zweifelhafter wäre , als patriae (Minister - Konsulent) in Hannover angestellt, trat 1810 Sol! ] / fen i Tag der Entscheidung in Folge der Politik der | Aber vielleicht ist dies eben der Zweck der Provocationen.

wüde gew sei s ; N : t Militai ( A Drototonführes spricht seinen Dank aus für diesen Beweis des O 0 Haun GREOE Beschwerde geführt werden, das Ober-Censur= sucht. Jm Jahre 1788 war er in badische Dienste getreten und hatte Wohlwollens, dessen Ausdru ihn nur beschämen könne, da er sh bewußt gericht aber dadurch niemals indie Lage fommen „über sich selbst Recht zu | jeit 1792 alle Feldzüge mitgemacht. Er war bei Bürgerschaft und sei, in der Nachsicht und Güte der Versammlung, welche ihm bei Ausübung | sprechen.“ Denn es handelt sich bei einer solchen Entscheidung nicht darum : Militair glei sehr beliebt und hatte von der Stadt Mannheim, de= seiner Functionen im reichsten Maße zu Theil geworden sei, die lräftigste | ob die vom Gericht angeführten Gründe in die für die Parteien be- | ren Kommandant er war, cinen silbernen Eichenlaub=Kranz als ehrende Unterstüßung gefunden zu haben, Bürgerkrone erhalten.

ti | stimmten Ausfertigungen übernommen werden durften, das aber _ Eingeführt von einer Deputation aus der Mitte der Versammlung, | wax es, was das Gericht that; sondern lediglih darum: ob jene erscheint hierauf der Königliche Landtags-Kommissarius, Herr Ober -Präsi- | 1

e ) Gründe ohne Genehmigung des Ober =Censurgerichts in ihre - dent von Schaper, und bemerkt: Obwohl durch die Gnade Sr. Majestät | zen Umfange auch Ui eian Publikum ey bon Ba il | des Königs die Dauer des siebenten rheinischen Landtags bis zum 23sten | getheilt werden können ? “Die gänzliche Verschiedenh ‘it iee beide | d. M. prorogirt worden, um demselben Zeit zu gewähren, die ihm vorlie- | Fragen wird Niemand ; Abr N ller O E genden Arbeiten mit Gründlichkeit und ohne Uebereilung zu erledigen, so sei | vrag E | es doch der Thätigkeit und den unausgeseßten Anstrengungen der Versammlung | Machen, 11. Sept gelungen, dieses Ziel schon heute zu erreichen, indem niht nur alle König- | n ln i liche Propositionen , sondern auch alle anderen, dem Landtage zugegangeie Gegenstände vollständig erledigt seien, Jm Namen Sr, Majestät des Königs und kraft der ihm ertheilten Vollmacht erkläre er demnach den siebenten rheini- chen Provinzial - Landtag hierdurch für geschlossen, und benube die Ge- legenheit, denjenigen Mitgliedern, welche er vor ihrer Abreise zu sehen nicht mehr die Ehre haben möchte, ein herzliches Lebewohl zuzurufen, der ganzen Versammlung aber für das Vertrauen, welches sie ihm während des jeut geschlossenen Landtags bewiesen, zu danken und sie zu bitten, ihm die- ses Vertrauen, auf welches er so großen Werth lege, auch für die Zukunft in gleichem Maße erhalten zu wollen, indem er dann um so freudiger dem Ruf Sr. Majestät des Königs, der die Versammlung in zwei Jahren hier wieder vereinen werde, folgen würde. i i Unter dem dreimaligen Rufe: Es lebe Se, Majestät der König! ging die Versammlung auseinander, e A Berlin, 15. Sept. Heute findet ein Familien-Diner bei den Großherzogl. Sachsen = Weimarschen Herrschaften in den von Höchst denselben bewohnten Appartements im Königl. Schlosse statt, weldhem

S amit Paris, 10. Sept, Telegraphische Depesche aus Spanien.

Grlh. Hessen. Mainz, 9. Sept. (Schw. M.) An einem der nächsten Montage wird die bekannt gewordene Sache des Schnei ders Peter Fuhrmann von Büdesheim in Rheinhessen, der wegen Muttermordes zum Tode verurtheilt is, vor dem hiesigen Cassations Heut Morgen i Se, | e e fommen, Die tre N die La a “e - z G Ve | p orlwrottote . P a) » d, Excellenz der Geheime Stagats- und Minister für die geistlichen, Un= | g be A d E f L I SISE 1 E terrihts= und Medizinal - Angelegenheiten, Herr De. Eichhorn, hier | t u t angekommen und im Hotel Nuellens abgestiegen. Noch am Vormittag | empfing Se. Excellenz die Herren Geistlichen, die Vorsteher der Lehr= | Anstalten, und wohnten sodam einer mehrstündigen Sißung des Re= gierungs-Kollegiums bei. e

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(Aach: 3.)

Koblenz, 11. Sept. (Rh. u. M. Z.) Gestern raf Jhre Königl. Hoheit die Prinzessin Alexandra von Bayern nebst hohem Gefolge, auf der Durchreise von Aachen und Köln nach Schlaugenbad, hier ein. Ihre Kong Hoheit besuchte gestern Stolzeufels und dürfte heut vielleicht einen Ausflug nah Rheinfels unternehmen.

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j (K. Z.) Die diesjährige Bern | steingräberei bei Lappöhnen hat den dortigen Pächtern (Fischern und | Bauern) einen bedeutenden Ertrag gewährt. Die Pächter erhielten | für ihr Meergold für das Pfund nach Beschaffenheit der Stücke 3 bis | 4 Rthlr. Einzelne Sortimentstü>ke von 20 Sgr. bis 6 und 8 Rthlr,

Königsberg, 12. Sept.

an verdiente Offiziere und Soldaten aus. Die Truppen riefen in | obschon auch sie den

die Allerhöchsten und alle anwesenden Höchsten Herrschaften beiwoh- nen werden.

Morgen soll ein großes Diner von 400 Gede>en im weißen Saale des Königlichen Schlosses und in den Zimmern neben der Bilder=Gallerie stattfinden, woran sämmtliche Allerhöchste und Höchste Herrschaften Theil nehmen werden; auch wird die gesammte Generalität nebst allen in Berlin anwesenden Stabs- Offizieren und fremdherrlichen Offizieren eingeladen werden. Abends werden die Allerhöchsten und Höchsten anwesenden Herrschaften Sih nach dem Theater der Köntgs= stadt begeben, wo die Eröffnung der italienishen Oper mit „Beatrice di Tenda” ftattfinden wird.

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Bei der diesjährigen Gräberei in Lappöhnen follen 9 Scheffel Bern= stein erbeutet worden jen.

Danzig, 13. Sept. Dem Gedeihen der Feld = und Garten

| früchte, besonders ihrer Reife, war die Witterung in den beiden leßten Monaten günstig. Die Aerndte verspricht von den Wintersaaten einen mittelmäßigen, von den Sommersagten einen guten Ertrag. Am 26. August Nachmittags nahm man vom Seestrande bei Zoppot aus eine fata Morgana wahr, welche über eine Stunde lang in den wechselndsten Gestaltungen die nördlich gegenüberliegenden Hügelreihen

und Waldungen der entfernten Halbinsel Hela hoch in den Lüften

Sonntags begeben die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften | erscheinen ließ.

Sich nah der großen Parade, die in der Gegend von Friedrichsfelde und Lichtenberg abgehalten wird; demnächst ist großes Diner bei Sr. Königl. Hoheit dem Prinzen von Preußen.

Berlin, 15. Sept, Das heute ausgegebene Justiz - Mini= sterialblatt enthält 1) eine allgemeine Verfügung vom 4. September, worin sämmtliche Gerichts - Behörden auf die in die Bestätigung des Statuts des \<lesis<hen Vereins der Freiwilligen aus den Jahren 1813 1815 aufgenommene Allerhöchste Ordre vom 2. Mai d. J. aufmerksam gemacht werden, dur< welche genehmigt worden is : daß die von dem Verein verliehenen Unterstützungen von keinem Gläubiger mit Beschlag belegt werden fönnenz 2) eine Verfügung vom 4, Sep- tember, betreffend die Gebühren der Justiz-Kommissgrien in Bagatell= sachen; 3) einen Plenar - Beschluß des Königlichen Geheimen Ober- Tribunals, vom 12. Juni d. J., wodur< mit Bezugnahme auf das Allgemeine Landrecht Theil 1. Titel 16 $. 154 festgestellt wird, daß der Schürfschein für die Dauer seiner Gültigkeit das Feld dergestalt de>t, daß dadurch die Muthung eines zufällig Findenden ausgeschlossen werde; 4) einen Bericht und Plenar - Beschluß des Königlichen Ge- heimen Ober - Tribunals, betreffend die Frage: ob in revisorio materiell zu erkennen, wenn in zweiter Jnstanz nur auf den Grund Einer von mehreren Einreden die Abweisung des Klägers erfolgt ist und diese Einrede vom Revisions-Richter verworfen wird,

_Verlin, 15. Sept. nasium zu Königsberg in der Neumark, fessors beigelegt worden.

Dem Oberlehrer Dr. Haupt, am Gym ist das Prädikat eines Pro=

t Berlin, 14. Sept. Ein Artikel aus Berlin 5. September in Nr. 250 der Barmer Zeitung theilt die Nachricht mit: „Die Veröffentlichung des Urtheils des Ober-Censurgerichts in der Bendaschen Angelegerheit \ei die Veranlassung geworden, daß der Minister des D a0 „Gensdren die Anweisung ertheilt habe, daß sie künftig ase über die Zulässigkeit dieser Urtheile wachen und in den be- tressenden Fällen streichen sollten, was sich nicht für die Oeffentlichkeit S N können wir hiermit aus bester Quelle für A E egründet erklären, Der Minister des Junern hat von dem E aschen Fall überhaupt keinen Anlas zu einer Anweisung an die Censoren genommen und dieselben au< sonst keineswegs dahin in- struirt, „über die Zulässigkeit der ober=censurgerichtlihen Erkenntnisse strenger zu wachen und darin zu streichen, was sich für die Oeffentlichkeit nicht zieme.“ Eben so unrichtig wie diese Prämissen is die in jenem Artikel daraus gezogene Folgerung : „Bei Beschwerden über derartige Entschei- dungen der Censoren würde das Ober=Censurgericht fünftig über sid selbstt Recht zu sprechen haben, ein Fall, der in der bisherigen Praxis der preußischen Gerichte no<h nicht vorgekommen sei,“ Es is gar nicht davon die Rede gewesen, daß die Cénsoren fol<hen Erkenntuissen ble

*) Wir haben den hier folgenden Theil des Berichtes über die Schluß- Sihung des rheinischen Landtages zwar bereits in Nr, 25 der Allg. Preuß, Zeitung vom 25, Juli mitgetheilt, halten es jedoch der leichteren Uebersicht wegen für geeignet, den Abdruck desselben hier zu wiederholen,

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Ausland. Deutsche Bundesstaaten.

Bayern. Vamberg, 9. Sept. (Fr. M.) Die Versammlung deutscher Architekten und Jugenieure, welche heute in ihrer zweiten Siz- zung 92 Theilnehmer zählte, bestieg nach 2 Uhr ein großes und zwei fleine Kanalschiffe, um nach der hierzu ergangenen Einladung des Ausschus- ses der Actien - Gesellschaft eine Fahrt auf dem Ludwigs -Kanale zu machen. Die Schiffe waren mit bayerischen Flaggen und der Stadt= fahne geshmü>t, und die Gesellschast der Harmonie, von welcher die Versammlung zu einer Landpartie nah Bug an diesem Nachmittag eingeladen war, hatte die Aufmerksamkeit, ein Musik= Corps zu \chik- fen, welches vorausfuhr. Man lief in die große Schleuse bei Bug- hof ein und fuhr dann noch eine Stre>e auf dem Kanal gegen Strul= lendorf. Jn der Schleuse selbst brachte Professor Stier dem Könige Ludwig von Bayern, dem Vollführer des großen Gedankens, den selbst Karl der Große nicht ins Leben zu rufen vermochte, dem Verbinder des deutschen und des {hwarzen Meeres, dem Vereiniger deutscher Stämme, ein Lebehoch. Auch des ersten Baumeisters des Kanals, des Freiherrn von Pechmann, wurde freundlich erwähnt und bei der Herausfahrt aus der Schleuse die Kanal- Actiengesellschaft mit einem Hoch begrüßt. Die Schiffe landeten nun bei Bug, woselbst die Gesellschaft der Harmonie der Architekten wartete. Diese riefen ihr vom Flusse ein jubelndes Hoch zu, wurden am Ufer von den Vorständen, dann von der Gesellschaft mit einem herzlichen Hoch empfangen, wofür Pro: fessor Stier in feurigen Worten daukte, besonders hervorhebend die über alle Erwartung freundliche, herzliche Aufnahme des Vereins in der {önen anmuthigen Stadt Bamberg, und zumal in dieser lie= benswürdigen Gesellschaft, wodurch gewiß ein Band mehr der herz- lihen Vereinigung zwischen Süd =- und Nord -= Deutschland geknüpft werde. Bei ihrer Rückfahrt wurden die Architekten oberhalb der Stadt von dem Liederkranz und der Landwehrmusik mit einer Sere nade überrascht, während aus dem Garten der Concordia bengalische Feuer die ganze Gegend in glühende Erleuchtung verfebten, und der Vollmond seine Strahlen herabwarf, um den Reiz der nächtlichen Landschaft zu erhöhen.

Nürnberg, 11. Sept. Se. Kaiserl. Hoheit der Erzherzog Albreht von Oesterreich langte gestern Nachmittag, von Aschaffenburg fommend, in Begleitung des Generals und Oberst-Hofmeisters Barons von Birret und des Majors und Kammerherrn Grafen von Braita hier an, und seßte heute die Reise nach Wien fort.

Sachsen. Dresden, 13. Sept. (E, Z) Von Sr. Excel- dem Königl. Sächsischen Staats=Minister von Lindenau, wurde in Altenburg eine vereinigte Deputation des Stadt-Rathes und der Stadtverordneten hiesiger Residenz empsan= gen, welche ihm, dem treuen Hort der sächsischen Verfassung, dem aufrichtigen Freunde des Bürgerthums, in dankbarer Anerkennung

lenz, gestern des Vormittags

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seiner Verdienste um die größere Selbstständigkeit der Städte des

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| als Regierungs-Präsident in \{haumburg-lippesche Dienste, besuchte | als bevollmächtigter Gesandter für Schaumburg-Lippe und Walde> | den Wiener Kongreß von 1815, an dessen Verhandlungen er lebhaf- | ten Antheil nahm und blieb nicht ohne Einfluß auf die Abfassung derx | deutschen Bundes-Akte, Von dem hochseligen Herzog Peter Friedrich | Ludwig, dem er bei dieser Gelegenheit befannt wurde, nah Beendi= | gung des Kongresses als Präsident des Ober Appellationsgerichts zu | Oldenburg und zugleich als Gesandter am deutschen Bundestage für die zur Führung der l7tenStimme berechtigten Staaten (Oldenburg, | die anhaltshen und die s{hwarzburgschen Fürstenthümer) angestellt, bekleidete er diesen Posten bis zum Jahre 1821, in welchem er als Mitglied des Stagts= und Kabinets-Ministeriums mit dem Titel | Geheimer Rath in die Verwaltung übertrat, wobei er jedoch feine Stelle | als Präsident des Ober-Appellationsgerichtes heibehielt, die er erst nah | dem Regierungsantritte des jeßigen Großherzogs (Mai 1829) aufgab. | Jebt widmete er sich ausschließli<h den dur eine neue Organisatio1 | Ober - Behörden | nahm 1m l

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jüngeren

der sehr vermehrten Kabinets = Geschäften Fahre 1834 in Begleituug Söhne, des jeßigen Amtmanns zu Hooksiel, als Gesandter an den damaligen wiener Mt?- nisterial-Konferenzen Theil. Seine ausgezeichneten Dienste fanden theils in dem unbedingten Zutrauen seines Landesherrn, welches ihm

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eines seiner und Kammerjunkers von Berg

bis ans Lebensende bei fast ununterbrohener Geschäftsthätigfeit in vollem Maße verblieb und sich in Ehrenbezeigungen, wie die Verleihung des Titels eines Staats- und Kabinets-Ministers mit dem Prädikate Excellenz und die Ernennung zum Kanzler des im Jahre 1838 er richteten oldenburgischen Haus=- und Verdienstordens, kundgab, theils in der Erhebung in den österreichischen Freiherrnstand von Seiten Sr. Majestät des Kaisers von Oesterreich und in mehreren Orden Verleihungen auswärtiger Fürsten ihren äußeren Lohn. M Oer biete der Literatur, der ex nur in jüngeren Jahren seine Kräste wid- mete, zeichnete er sich als Publizist hauptsächlich durch das deutsche

Polizeireht und die Abhandlungen über die rheinische Bundesakte aus.

Schwarzb. Sondershausen. Sondershausen, 7. Sept (D. 3.) Heute erfolgte die Eröffnung unferes ersten Laudtages. Ihr ging eine gottesdienstliche Feier in der Hauptkirche unserer Stadt voraus, und nachdem darauf die sämmtlichen Abgeordneten dem Jür- sten vorgestellt worden, wurde der Landtag um halb 12 Uhr Mittags dur<h den Geh, Rath von Kauffberg, als Chef des Geheimeraths- Kollegiums, eröffnet. Mit schlichten, herzlihen Worten machte der Nestor unserer Beamten (er feierte bereits voriges Jahr sein Dienst Jubiläum) die Abgeordneten der Stände auf ihren hohen Beru) aufmerksam, und sprach die Versicherung aus, daß der Fürst allen gutgemeinten, billigen Vorschlägen derselben gern sein Ohr neigen werde, Zum Beweise, wie sehr es dem Landesherrn am Herzen liege, die Lasten seiner Unterthanen zu vermindern, wurde ei höchstes Reskript vom heutigen Tage befannt gemacht, nah welchem dem Lande diejenigen 100,000 Rthlr., welhe cs, nach dem der Verfassung beigefügten Patente, als Vergütigung für die bereits von der fürstlichen Kammer gebauten und jeßt von ihm über- nommenen Kunststraßen an erstere zu bezahlen hätte, gänzlich er- lassen sind; eben so beansprucht der Fürst als Entschädigung sür die dem Lande abgegebenen Einnahmen von den Konzessionen zu Gewer- ben und dergleichen statt der früheren 19,000, jeßt nur 11,000 Rthlr. Namens des Präsidenten der Stände-Versammlung drückte der Ab- geordnete von Greußen, Bürgermeister Huschke, zuvörderst das Be- dauern der Stände darüber aus, daß der Landesherr nicht persön- lih der Eröffnung habe beiwohnen fönnen, und sprach dann mit furzen und kräftigen Worten den Dank der Stände für das fürstliche Geschenk und den Wunsch aus, daß die Staats-Regierung mit ihnen Hand in Hand gehen möge, um dadurch das gewünschte, glüdliche Ziel zu erreichen,

voller Begeisterung: „Es lebe der König!“ und defilirten mit klin=

gendem Spiele. Sie werden sih morgen in ihre respektiven Stand= quartiere zurüdbegeben.

Heute früh um 10 Uhr erschien Herr von Salvandy im Schlosse, und ward sogleich von dem Könige empfangen. Um 8 Uhr Abends langte ein von der Königin von England abgesandtes Dampfboot an, welches die Nachricht von der glücklichen Landung Jhrer Majestät auf britischem Boden brachte. Der Capitain des Dampfschiffes überreichte dem Könige ein an Se, Majestät gerihtetes Schreiben seiner Souverainin,

Auf telegraphischem Wege is nach Toulon der Befehl gesandt worden, ein Schiff nah Tunis abzusenden, welches dem Befehlshaber der vor Tunis stationirten französischen Division die Ordre überbrin= gen soll, sich sogleich nach der Küste von Catalonien zu begeben, um die dortigen Franzosen zu beschüßen. Zugleich is das Dampfboot „le Grondeur“, in Folge der dem französischen Konsul zu Jerusalem widerfahrenen Beleidigung, nach der Levante abgegangen.

Man versichert, daß heute im Marme- Ministerium Depeschen aus Algier eingegangen wären, wonach si<h wieder einige Stämme im Osten empört hätten , und daß der Marschall Bugeaud genöthigt sein werde, eine neue Expedition nach dieser Seite hin auszusenden. Es hieß, daß Abd el Kader selbst sich in jenen Gegenden befände, und ansehnliche Streitkräfte um sih gesammelt hätte.

Der König hat ih während der Anwesenheit des englischen Ho- fes in Eu vielfah mit dem Capitain Hall, Befehlshaber der Königl. Yacht „Victoria und Albrecht unterhalten. Dieser Offizier ist erst fürzli<h aus Ching zurückgekehrt und hat den ganzen dort geführten Krieg mitgemacht. Der König achtete mit besonderem Interesse auf die Versicherungen des Capitains, daß eine vortheilhafte Handels= Verbindung der europäischen Staaten mit dem himmlischen Reiche sehr leicht herzustellen sein dürfte.

Der Dienst der transatlantischen Dampfschiffe soll binnen ein paar Monaten ins Leben treten. Es werden vier Haupt= und vier Nebenlinien eingerichtet, Die erste Hauptlinie geht von Havre nach New - York, die zweite von Bordeaux nach Martinique; die Schiffe werden zu Coruña und bei den Azoren anlaufen ; den Rückweg zwischen Martinique und Bordeaux legen sie ohne Aufenthalt zurü>. Die dritte Hauptlinie geht von Marseille nah Martinique z die Schiffe berühren Barcelona, Cadix und Madeiraz die Rückfahrt geschieht di= rekt. Die vierte Hauptlinie geht von St. Nazaire nah Brasilien. Stationsorte sind Lissabon, Gorée, Fernambuco, Bahia und Rio Ja- neiroz die Rückfahrt geschieht direkt. Die erste Nebenlinie is von Martinique nah der Havanna, mit den Zwischen-Stationen St. Tho= mas, Portorico , Cap Haitien und Sk. Yago de Cuba. Die Rück- fahrt geschieht in derselben Weise, Die zweite Nebenlinie is von der Havanna nah Mexiko, mit den Stationsorten Veracruz, Tampico, Galveston und Neu - Orleans. Die Rückfahrt geschieht in derselben Weise. Die dritte Nebenlinie ist zwischen Martinique und der Terra= firmaz die Stationsorte sind Chagrès, Carthagena, Santa Martha und Laguayraz sie kehren über Laguayra nah Martinique zurü>. Die vierte Nebenlinie is auf Brasilien eingerichtet und geht zwischen den Häfen von La Plata, Montevideo und Buenos-Ayres,

Grossbritanien und Irland.

London, 9. Sept, Die Politik der Regierung in Jrland welche dem gefährlihen Treiben des Agitators bis jet a s ge ringste Hinderniß in den Weg legte, scheint doh am Ende unter den dortigen Verhältnissen die einzig anwendbare gewesen zu sein, welche man wählen fonnte. Sie beginnt jeßt ihre Folgen zu äußern, die auf ein niht mehr fern liegendes Aufhören der Repeal - Bewegung hindeuten. Es ist zwar \<wer zu bestimmen, ob dies Aufhören nach dem Wunsche der Regierung in friedlicher Art stattfinden wird, und ob die aufgeregte Volksmasse von hundert Tausenden, welche wirklich unter unnatürlichen Verhältnissen im größten Elende und in der zuversichtlihen Hoffnung lebt, daß in Folge der Repegl

Minister für herbeigekommen wähnt. Aber sie bezweifelt die Macht O'Connell’s über den Sturm, den er heraufbes<woren, Meister zu bleiben, und erwartet darum traurige Erzesse. „Es i} gefährlich“, sagt dies Blatt, „mit der Geduld irgend eines Volkes zu spielen; es is am allergefährlihsten, mit der Geduld des irländischen Bollkes zu spaßen. Das Volk mag wohl organisirt sein; aber keine Orga nisation kann das Aufbrausen des heißen Blutes sänftigen oder den Stürmen angeborener Leidenschaft Einhalt thun. Die haben sih es einmal in den Kopf geseßt, den Schlag für die Unabhängigkeit zu thun und sie werden ihn schlagen. Früher oder später werden sie die Zeit für herbeigekommen erklären, daß man handeln müsse, und “wer wird sie zurückhalten? Die Repeal - Vorsteher? Was können solche Vorsteher mit einem Volke anfangen, das seine Priester bereits in Angst geseßt hat?“ Dem Agitator pro- phezeit dann die Times ein schlimmes Ende: Reisende im WVsken beschreiben als ein erschütterndes Schauspiel den Kampf zwischen dem indischen Schlangenbeshwörer und seinem erzielten Opfer, Ein Mo- ment des Stillstandes, ein Blinken des Auges und alles ist verloren, Mit dem Verlust der Macht kommt mit cinem Male die Vernich- tungz aber no< ein fürchterlicherer Kampf als diejer 16 Der, welchen die Kunst des Demagogen und die Leidenschaften eines guf- geregten Volkshaufens hervorrufen. Wie bald verwandelt eine Revolution das Idol und in Opfer der Volkswuth! Welche Erniedrigung geht so tief, als jene, die den erwartet, welcher einen Volkshaufen nicht mehr zu bändigen vermag?“ Mit Besorgniß sieht jo die L1mes der Zukunft entgegen, und kann sich darum nicht enthalten, der Re=

gierung ihrer grausamen Politik wegen einen Vorwurf zu machen. ¡iste Cs politish oder förderlich , Menschen so weit zu trei ven S S wee qur einen Staatsmann, is es rect, einen Bürgerkrieg zur Bestrafung eines Demagogen hervorzu=- rufen? ein Volk zur Rebellion zu zwingen, damit der eime Mann durch dieselbe vernichtet werde? dies gleichgültige Zusehen fann eben so viel Unheil anstiften als die grausame Verfolgung, Die Times hat nämlich eine Unterdrückung der Repeal - Bewegung gleich zu Anfange derselben im Januar angerathen, und darum mit der zögernden Politik der Regierung sich niemals zufrieden gezeigt.

Nach der Morning Chronicle steht Lord Stuart de Rothesay im Begriff, geschwächter Gesundheit wegen feinen Botschafter posten in St. Petersburg zu verlassen , und das Whigblatt ermahnt die Regierung, diesen Posten, den wichtigsten von allen des Kontinents, mit einem fähigen Diplomaten zu beseßen, um so einigermaßen ihre Vernachlässigung der auswärtigen Politik von dieser Seite wenigstens gut zu machen. . S

Jn Bezug auf den fürzlih in den Gewässern von New=Found= land stattgefundenen verdrießlichen Vorfall (mit dem Worte untoward bezeichnen denselben die Blätter), von der Tödtung eines französischen Fischers, giebt der Morning Herald folgende Nachricht : Der Besiß der Jnsel New-Foundland gehört durh den Frieden von Utrecht (1713), welcher dur die Traktate von 1763 und durch den Vertrag von Amiens 1802 bestätigt wurde, aussließli< den Engländern. Dagegen steht den Franzosen wieder ausschließlih das Recht zu, an den Küsten dieser Jnsel zu fischen, und zwar vom, Kap St. John im Osten der Küste bis zum Kap Ray im Südwesten derselben, Die Franzosen haben das Recht, Zelte zu ‘errichten, um ihre Fische zu tro>nen, aber ihnen steht nicht zu, bleibende Niederlassungen zu gründen. Als Stationen, wo |le sich erfrischen und ausruhen kön= nen, sind ihnen die fleinen Jnseln, gegenüber der Südküste New= Foundlands, Langley, Miquelon und Skt. Pierre, angewiesen worden, Da sie aber nur das Recht haben, bis zur Mitte des zwischen diesen Juseln in New-Foundland belegenen Kanals zu fischen, so werden sehr leiht und häufig dur eine Ueberschreitung dieses Rechts Kollisionen herbeigeführt. | l Protestanten in Jrland, welche den Plan gefaßt hatten, einen

Anti-Repeal-Verein zu bilden und zu diesem Zwe> ihre erste Versamm=

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| jemals.

Wer kann das wissen? ‘“

Paris, 10. Sept. Man erfährt nun, daß Prim, als das dritte Freiwilligen- Bataillon in Barcelona eingezogen war und auf dem Plaße San Jaime sih zu verschanzen begonnen hatte, vor dem= selben erscheinen wollte, um es von seinem Vorhaben abzubringen. Allein die Freiwilligen ließen ihn nicht einmal in ihre Nähe kommen. Von da begab er sich nun nah dem Fort Atarazanas, wo er gleih- falls das Freiwilligen - Bataillon der Junta, das dort in Garnison liegt, haranguiren wellte. Dieses aber erwiederte mit dem Rufe : Es lebe die Central=Junta, stellte si< unter Anführung seiner Offi= ziere in Schlacht-Ordnung auf und marschirte nah dem Plate, wo das dritte Frei=Bataillon si< verbarrikadirt hatte. Dort angekommen, wurde es mit Jubel empfangen, und bald eilten noch andere zahlreiche junge Leute bewaffnet herbei, sih ihnen anzuschließen. Zu gleicher Zeit erließen die Jnsurgenten die folgende Proclamation, welche von Herrn Castells unterzeichnet is, und der Bataillons-Chef in der Na= tional - Miliz von Barcelona, Mitglied der obersten Junta, und als solches zum Abgeordneten der barceloneser Junta zu der zu Madrid zusammenzuberufenden Central-Junta bestimmt war.

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„Catalonier !

Als man nach der Konstituirung des Ministeriums Lopez den wohlbe- gründeten Verdacht zu fassen begann, daß einige Undankbare sih aus\chließ- lich der neuen Situation zu bemächtigen suchtenz da erkannte ih selbst diese Jnfamie, als ich die geringe Erwiederung sah, mit welcher diese Leute der liberalen Partei die Edelherzigkcit bezahlten, womit sie ihnen in der Pro- \cription die Hand gereicht und sie im Schatten der Fahne der Einigung und der Freiheit in ihre Arme gedrückt hatte.

„Um mir in diesem Betreff eine tiefe Ueberzeugung zu begründen, habe ih verschiedene Gegenden Spaniens durchzogen , und überall hat sich der Wiederhall des Mißvergnügens vernehmen lassen, überall hat man begriffen, daß eine furchtbare Reaction das Leben des constitutionellen Svstems be- droht. Jn der Hauptstadt habe ih nichts anderes entde>t, als Beste- hung, Intrigue, Verführung und eine unaufhaltsame Tendenz nach dem Despotismus, Also darum ist das Blut so vieler Spanier , geliebter Söhne der Freiheit, geflossen, darum wären so viele Vermögen zu Grunde gegangen, darum hätten wir so viele Opfer dargebracht? Nein, die Frei- heit wird in diesem klassischen und civilisirten Lande nicht zu Grunde gehen, wie schr dies auch den Tyrannen mißfallen möge.

„Catalonier! Jhr Alle, die ihr die Freiheit und den Fortschritt wollt, ihr Alle, die ihr ohne Hintergedanken und mit dem Hasse gegen jede Reac=- tion die Tyrannei Espartero's niedergeschlagen habt, eilt zu den Waffen, und mit einer wahren Aufrichtigkeit vercinigt, rüstet euch, um zu verhindern, daß die Finsterniß des Despotismus nicht den Glanz eurer Lorbeeren zu trüben vermöge. Bei einem so großen Ziele und für eine so erhabene Sache werdet ihr mich stets an eurer Seite finden, als Soldat, Freund und Gefährten.

„Die Regierung, verführt durh einige Servile, beherrsht durch die Anforderungen einiger Agenten von auswärtigen Kabinetten, welche die Uni- form spanischer Generale tragen, scheut sich nicht, die Mehrzahl der National=- Milizen shmachvoll zu entwaffnen , verleßt die Constitution und die heilig- sten Geseße, indem sie willkürlich die Volks - Autoritäten , die wahrhafte Repräsentation des Volkes, absett, und sie will, ohne die unheilvollen Folgen zu erwägen, welche daraus hervorgehen können, die verhängnißvolle Lehre von der parlamentarischen Allmacht aufstellen, indem sie als zulässig annimmt, daß die gewöhnlichen Cortes das Grundgesey des Staates abändern kön- nen, Durch diese Maßregel würden der Thron und selbst die Grundlagen der Gesellschaft erschüttert werden ; mit dieser Maßregel, die nur eine Nach- ahmung dessen ist, was nah der Revolution von 1830 vor ing, -will man die Zukunft der Nation in ein beständiges Schwanken derten, ohne in Erwägung zu ziehen, daß es in Frankreich sich um Freiheit oder Stlaverci handelte, und daß es in Spanien sih nur darum handelt, aus der Consti-

n Ee Mängel zu entfernen, welche die Erfahrung darin hat wahrneh- men lassen. ls „Die Regierung hat die Nothwendigkeit einer Central-Junta aner e und ungeachtet dessen hat sie sich geweigert, sie zu versammel!, q. Wunsches des Volkes und einer feierlich übernommenen B

Regierung hat ihre Pflicht verleßt z sie hat vergessett, Da

diesem Lande ein Hemmniß sein fann, einen