1843 / 92 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

wir analysirt haben, nicht eine tiefe Sensation, und vielleicht auch ernste Ereignisse hervorrufen sollte.“ raft ten.

Paris, 23. Sept. Wir wollen hoffen und wünschen, daß ein an das hiesige Blatt den Globe gerihtetes Schreiben von einem Mitgliede des Handelsstandes von Paris Recht haben möge, wenn es die Bedeutung des Unglücksfalles, welcher die Stadt Bahia in Brasilien dur einen Erdeinsturz am 9, Juli betroffen hat, als weit geringer angiebt, als die ersten über Havre eingetroffenen Berichte sie darstellten. Nicht ein großer Theil der Stadt soll verschüttet, sondern im Ganzen nur 22 Häuser, in der oberen und unteren Stadt zusammengenommen, sollen mehr oder minder beschädigt worden sein, worunter allerdings die Kirche del Pillar und ein Zu>er-=Magazin, das aber fast leer stand, sih befanden. Die Straßen, worin die Läden und Magazine meist si befinden, sollen nit gelitten haben und vermöge ihrer Lage auch keiner Gefahr dur< einen Erdsturz ausgeseßt sein. Allerdings habe der theilweise Erdsturz einige Tage hindurch lebhafte Besorgnisse erregt und eine fast gänzliche Einstellung der Geschäfte zur Folge gehabt; aber na<h Briefen vom 14. Juli wären \{<on da- mals alle Läden wieder ofen gewesen und die Geschäfte hätten ihren Gang wie früher wieder genommen.

Etsenbahnen.

Hannover, 24. Sept, Die förmlihe Eröffnung der hanno- ver-braunschweigischen Eisenbahn is, wie bestimmt versichert wird, am nächsten Sonntag, den 1. Oktober, vor der Hand freili<h nur erst für die etwa eine Stunde weite Stre>e bis na<h dem Dorfe Kirch- rode angeseßt, Vier Lokomotiven zum Gebrauche auf dieser Bahn sind jeßt hier hon in Bereitschaft.

Karlsruhe, 24. Sept. Gestern Nachmittag hat ih auf unserer Eisenbahn ein kleiner Unfall ereignet, der jedo<h glü>licher weise ohne andere üble Folgen geblieben i, als einigen Aufenthalt zweier Bahnzüge. Zwischen Bruchsal und Weingarten is nämlich, wie man hier die Sache erzählen hört, an einer der neueren engli- schen Lokomotiven der untere Wellbaum gebrochen, wodur< der Zug von Heidelberg nah Karlsruhe plötzlich stehen blieb, Dieses wurde augenblilih nah Heidelberg und Karlsruhe signalisirt, damit nament lich der von hier um 2 Uhr gewöhnlih abgehende Zug nicht mit dem stehen gebliebenen zusammentrefe. Es wurde nun unverweilt eine Lokomotive von hier abgesendet und später noh eine zweite, wovon die eine den Zug hierher geleitete, die andere aber die ver- unglü>te Lokomotive auf eine Ausweichbahn bugsirte und gegen 9 Uhr in der Nacht sodann hierher brachte. 5 E

HYandels- und Börsen - Üachrichten. Breslau, 24. Sept, (D. A. Z.) Unser Herbst - Wollmarkt naht heran, und sowohl die fortwährend günstig lautenden Berichte aus den eng- lishen Manufaktur - Distriften, als auch der fast ununterbrochene Besuch fremder Käufer berechtigen uns zu guten Hoffnungen. Jm Laufe dieses Monats sahen wir mehrere angesehene Händler aus England, Sadhsen, Berlin und Polen hierz die meisten hatten freilih ihr Augenmerk auf feine und hochfeine \{<lesishe Cinschur, Lamm- und Sterblings8wolle gerichtet, und die Vorräthe dieser Gattungen wurden dadurch bedeutend reduzirt, \o daß vir von beiden leßteren nur wenig, von Einschur aber faum noch 4000 Ctr. übrig habenz allein auch feine polnische Einshur von 56 62 Rthlr, fand bei guter Behandlung Nachfrage und ersette theilweise die \c{hle- sische Mittelwolle, von der keine großen Vorräthe mehr vorhanden sind. Seit 14 Tagen kommen uns fortwährend bedeutende Zufuhren aus Nuß- | land, Polen und Galizien zu, und wir können in diesem Augenblicke das Quantum schon auf circa 25,0090 Ctr. annehmen. Es hat in den Mittel- sorten no< kein großer Umsaß stattgefunden, und ihr Schiksal hängt sehr von dem Resultate der leipziger Tuchmesse abz nur wenn dieses ein günsti- ges wird, haben wir auf die Konkurrenz inländischer Fabrikanten und aus den Zoll - Vereinsstaaten zu rechnen, die überhaupt im Oktobermarkte den Ausschlag geben, Für England und ín den Rheinprovinzen is die polni sche Mittelwolle weniger geeignet; ersteres findet seit einigen Jahren ein billiges Aequivalent in der Wolle, die ihm von Australien in stets zuneh mender Quantität und theilweise auch in verbesserter Eigenschaft zugeführt und in großen Auctionen zur Auswahl angeboten wirdz leßtere verarbeiten nux wenig geringe Wolle und beziehen solche bequemer aus Oesterreich und Ungarn. Indessen können wir immer bei mäßigen Preisen und über- spannte Forderungen finden nicht statt auch auf einen lebhaften Ver- fehr rechnen.

Stettin , 27. Sept, (B. N. d. O.) Noggen stiller, in loco ganz nominell, pr. Sept. /Okt, 36 Rt. gefordert, zu 355 Nt. eine Partie in den leßten Tagen gemacht, pr, Frühjahr 33 Rk, gefordert, 327 Rt, bezahlt,

Heutiger Landmarkt:

i Weizen. Roggen. Gerste. Hafer. Erbsen. Se 20 S O 1 Wsp. Preise... A A 1 22a 2600

Heu pr. Cir. 15 à 25 Sgr. nah Qual. Stroh pr. Scho> in

Rationsbunden 7 à 8 Rt,

P 372

Kartoffeln 135 à 14 Sgr. pr. Schfl,

Rüböl hat in den leßten Tagen wenig Umgang gchabt, pr. Sept. /Okt. 10% Rt., Nov. /Dez, und Dez. /Jan. 11 Rt., 115 Nt. gefordert,

Aus Riga wird der Preis von Säe-Leinsamen heute SNo, 55 gemeldet,

_ Magdeburg , 26, Sept, Höchster und uiedrigster Getraide - Markt- preis pro Wispel,

in loco und März / April

Weizen: 48 44 Rihlr, Gerste: Nthfr, Roggen: 40—37 » Hafer: 17—16 »

Paris, 23. Sept, Die französishen Renten waren heute am Schlusse der Börse etwas {wächer, In Folge der Vorgänge in Spanien zeigte sich große Ungewißheit in den Operationen. Man hegte Besorgniß, Frankreich und England möchten zuleßt genöthigt sein, zu interveniren. Es verbreitete sich das Gerücht, daß heute auf telegraphischem Wege die Nach- richt von dem Pronunciamiento noch mehrerer anderer Städte, in Folge des von Saragossa gegebenen Beispiels, eingetroffen seien. Auch hicß es, dem Anscheine nah würden die Wahlen zu Gunsten der Opposition aus fallen, Die Börse war überall nur wenig belebt, und von 27 Uhr ab wurde gar kein Geschäft mehr gemacht, Stand der Rente: 5proc, 121 . 45 3proc. 82, 20,

B ae Li wer L e ae.

British Hotel. Geh, Ober-Regierungs-Rath und Ober-Bürgermeister Masche aus Stettin. Hotel de Brandebourg. Köpenik, Gräfin von Schiray aus Mohilew,

wenhjelm aus Dittfurth.

Rheinischer Hof. Baron von Jbell, prakt, Arzt, nebst Gemahlin,

_aus Ems, Professor der Musik Briccialdy, nebst Gemahlin, aus

E Rom. Königl. sächs. Geh. Finanz-Rath vo n Scheu hler aus Dreéden,

König von Preußen. Gutsbesißer vou Dallwiy aus Logau, Kauf mann Humbert aus Magdeburg.

König von Portugal. Se. Exc. von Toll, General-Lieutenant a. D, aus Neu-Bleven bei Küstrin. Gutsbesitzer von Ferber aus Solzow. Ad vokat Pörtner aus Röbel, Kaufleute Spaarmann und Neumann aus Neu - Brandenburg, pfer aus Stettin, Cordes aus Friedland, Kempke aus Neu-Streliß, Heyne aus Magdeburg, Cohn aus Marie werder, Arnold aus Reutlingen, und Fasji aus Mailand. Stud. ju W., Wenzel aus Bonn, Andrae und Engelmann aus Heidelberg, Reich und F. Wenzel aus Kreuznach.

Stadt London. Königl. Kreis-Justizrath Krause nebst Gemahlin, a Glaß. Particuliers Müller aus Paderborn, und von Mellenthin nebst Gemahlin, aus Frankfurt a. d, O. Kaufm, Krüger aus König berg in Pr. :

Ober - Forstmeister von Schönfeldt aus

Gräfin von -

Hotel de Prusse. Nentier Grothe aus Königsberg 1. d. N. Park Den 28. September 1843. lier Scharon aus Potsdam. Kandidat Jlgenkoff und Kaufm Ra M) 5 ; ta aa (B ad alis D | ä Marn1iyÿ aus Stk. Petersburg. y Pr. Côur. ¿ F >r. d », L v N i E ; Fonds. |<s Aclien. |S| Lr C0DS Kaiser von Rußland. Rittergutsbesißer von file, nebst Gemah N el : N | | U s Brief. | Geld. | | Brief. | Geld. |Gem. | lin, aus Schwedt a. d. O, Particuliers von Harttmann aus | | e und Griebel aus Dresden Fabrikant Schneider aus Vir]chde! j 7 E E öBrl. P zi E E 5 12 | i z y 2 Q C V E e l t $ d R l St. Schuld-Scb. 35| 103% | 1037 H T eo 9 U e 2 Kaufleute Gauguir aus Königsberg, Boas aus Landsberg a Pr. Engl. 061.30. 4 102% | 102; E : i166 4 a Goldberg aus Breslau und Müllers aus Magdeburg Präm Sch. d.Seeh.— 90? —_ S D I E | Hotel de Sg1 2, Baron von Bennings\en, (GButsbelißzer, s n S 1 i do. do. Prior. Obl. 4 103% j R. l n are E aron f Les E es ) L R Uck is Kur- u. Neumärk, B E 139 138 | zig. Land - und Stadtgerichts -Nath Wiebke r aus eetermunde, Schuldverschr. 35 1027| E I L h 1033 | ticulicr Eberhard von Bulmerincq aus Riga. VDeklonom Rich 1 10P, ol d ans Je) | - 2 nichr Nie f gig Berl. Stadt-Obl. 35| 1037 | aa 2h, Ki j B, P | aus Torgau. Kaufleute Klamm aus Königsberg, Pieci aus 5: üs8. Elb, Eisenb.' f i (5 | s R G Ma na O C N ena biE aus Das: do R A E i | Bruhns aus Maim, un achlehuner neL emaynn, ga E i 1 E do. do. Prior. Ob].' 4 94; | o y z E L tan E E i ai G AT Kaufleute Ed. Schul ¿ Westpe, Pfandbr. 35| 10253 _—— Rhein. Btzent f 745 met Rother Adler (Alu lle s 0). nausieuile Cd, Dl 43 ut Grossb, Pos. do. 4 | 1065 | - Ea e | zig, Ditrich nebst Gemahlin aus Wittsto>, Ebert nebst Tochi do ás 32 101% | L do. do. Prior. Obl. | 4 904 | Havelberg : Reißen fels aus Maadeb rg. Torstmann > 0 0 Î “4 S U: S J .. Me oOR f Ee S E « atr S: Co M X R E E Ortpe Bunde S104 104 [1 Pan 1265 i | aus Braunschweig. Kandidat W. Neumann qu it Pomm do 31 1022 | do. do. Prior. Obl. 4 | 1045 1044, | Hotel de l’Europe. Sa E, aier Hu t; ôl . do. 3% L S S E E T \ e I l to | Kur- u, Neuw. do. /35| 102Z _ |0b.-Secbles. Bisb.| 4 | 1117 | 1105 | Berg -Erxpektant Annecke aus Dortmund. Kaufleute Totthoff Schlesizahe do, [32 1012 E Berl. -Stet.E. Lt.A.|— 1 165 1 152 | Lunen, und M eve r aus Bremen. S | H do. do. do. Lt.B.|—| 1165 1153 | In Privathäusern. General a. D. von Forstner aus Neustadt Gold al marco, S E Magdeb, -Halber- 5 | Eberswalde, Jerusalemerstr, 29 bei Doebes. Baron von Tronch e S E O O städter Biseub. 4 1162 | nebst Gemahlin, aus Möckern, Dorotheenstr. 31 h. bei nin ud.Gldm.à 5 Tb,.|—| 2 - tBresÌì- Schweidn.- | x S x é i: Discouto. —— 3 1 Freibg.Eisenb.| 4 s E | Meteor ologische Weova c)Ètung £n. ——- —— Cour. | s : 5 i L 4 | Morgens Nachmittags Alends z c F ech ec-= Cu Thlr. zu 30 Sgr. | fi E I IO Ubr Beoba 5 L De did  10. L Ur. DeConactliun Brief. Geld, | rur Z EIDSEE E i" __- 1 3 L J 9 1 Y N 3 LUNdeutk è¿ s « 6 u. O2 eZ "ar, (Qi 4 (,8 Ante da 250 Fl. | Kurz 1415 4E | as E l 2 j s Bil eo odd oda j N d | Sr 140? j 10! | Luftwärme - « 1 6,7 R. 7 4 N d I,4 R. : : do. E 250 Fl, l S D h I 19 2 Thauvunkt ...|—+ 382 R. t- N inijón A c i T0 A E ais es ats ddie at Pie 300 Ik. | Kurz E 145 L ia. Va GA Le ( 4 «4 b gas « D Q! T 4 ZJunstsaltigungz d pi t Es 1 i k, ( 1 200 L 2E 149 [49 5 j ) T S T S0 D S C E S S 0040000 E e / I 6 553 G 95! Wêllée ire Regen heiter \iedersch London ......... S S S0 A W. WSW. W. Wilna ohuel eee S Se EN r. a Mt, C ; I L i A : | ) V olkei | W S V Sh Cd i N 150 V1 | 2 M, M! z | 1a : Ai i L I S O Ne eas 150 I 2 1047 E | Tagesmittel: 330,02 Par... ++6,8° R... +3,7°R. U S o sa ev i odd e Gb o o ov ovis 150 FI. | a Met, E 1027 | Nachmit ? Uhr H I uud R D 9 c F Aacumitlt « li age Ulli O, U a oes ada b dia d 06 oa 100 Thlr, | A Mt, 99%, 2 | : 1 t : ( 8 Tage 997 | Zzouigitche Schauspiele. T oipziez in Courant im L4 ThI, Fuss 100 Thlr, ? D ; E | S O l gui d) S 414 S (Me 99s 994 | aFreitaa, 492, Qeut Ote jhone Müllerin, Lustspiel! Sa nleR a d 3 ) 2 (E 25 RR A O T S S Os Í à Lade E n R 2 as 2 Tâss A | von Melesville und Duveyrier, überseßt von L. Schneider. Ju S LeTSUUTZ «eo ooo o oa o u o o oe a o uo D El P och. î (7 j Sa x ers Z Ac, E S I Cc E e : S n 8 | ge\eßt vom Regisseur Weiß. Hieraus : Vas RNathjel, Auswärtige Börsen. | 4 Aufzug, von Contessa. Und+ Drei GVenre-Bilder, Scenen in pa Amsterdam, 24. Sept. Niederl. wirkl. Seb. 5346. 5% Span. nischer, französischer und deutscher Sprache, von L. Schneid Antwerpen, 23. Sept. Zinsl. 9. Neue Aul, 175. i spanische Contrebandier und seine Geliebte. 2) Der pyrensif Hamburg, 26. Sept. Bank-Actien 1679. Engl. Russ. 1125. ea n Abo Na anniovin 2 Hans und Greto gusgefühßrt 1 Paris 23 vid B00 Rahte tvon 121. 45. 3% E a 8220 birgssäuger Und Ot S earnern. 9) L ans und ; G Lee E us N n , t S A O E 3 5 | Dialog, Gesang und Tanz von Herrn Schneider und Ble. Pol 5% Neap!l. au compt. 1058. D7/0 Span. Rente 27. Pass. 4 G i Dio I rif , -, fon v0! irt d arra! airt vou dem Ki , Q 511 Wien, 23. Sept. 0% Met. 1107. 4% 1005. 3% 76. Bank E 11t S und arr S A dem Zontgl. Kam » m 118 D qrno0 1 ant Gn! l M +191 019 n Aaito+ Actien 1640. Anl. de 1834 1453. de 1839 1143. (ujifus Darnewi8. Lan N Kömgl. Balletmeister Hoguet, E S i Sonnabend, 30. Sept. Wallenste1n?8s Tod. Angekominene Fremde. | Sonntag, 1. D Die Huguenotten, (Mad. Köster, geboren Hotel de Russie. Kaiserl, russisher Staatsrath von Jasykow, Fra | Schlegel: Valentine, als Gastrolle.) j

Oberstin von Jasvykow, und Kollegienrath von Tjutschen, aus St. Petersburg.

Meinhardt's Hotel. Oberst a. D. von l'Estocq aus Ober-Gieligs dorf. Graf Henkel von Donnersmark, Rittergutsbesißer, aus Schlesien, Rittergutsbesißer von Seydliy aus Stolpe, Geh. Kom- merzienrath Diergardt aus Viersen. Edler von Monte-Neggio, Dr., Präsident der medizinischen Gesellschaft, nebst Gemahlin, aus Wien.

Hotel de Nome. Gräfin von Wielhorsky, Geh, Räthin, Gräfin von Wielhorsky, Hof- Fräulein Jhrer Majestät der Kaiserin von Rußland, und Graf vou Wielhorsky aus St, Petersburg. Kammer herr von Hardorf aus Neu-Streliß. Rittergutsbesißer von Nei- ni>de aus Rostock.

Hotel du Nord. Nittergusbesißerin Frau Baronin von Gerbdorff, nebst Familie, aus Netotw.

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oge des ersten Ranges 1

tit freier Benußung einer Novelle de:

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Lonigsstudtisches

Greitag, 25, Sept.

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Der alte Su

vorber : Vie Veiden DVDrigaDdiers, Cut) piel H 2 Pt U 1

von B, A, Hermann.

di

Allgemeiner Anzeiger. Literarische Anzeigen. |

Sonnabend, 30, Sept, (Jtalienishe Opern-Vorst( Lammermoor, I Tro e Verantwortlicher Redacieur Dr. J. W., -

WGedrucdt in der Deckerschen Geheimen Ober -

Diese unsere Aus3gabe des Preisen res t in eber Veziehung die [Gonste und wur

O 0 (

229,1 Bekanntmachungen.

Auf den Antrag der Geschwister und Benefizial - Er-

ben des am 2ten dieses Monats verstorbenen hiesigen Kaufmanns und Material -Waarenhändlers Carl Wil- helm Rudolphi, Firma: Wilhelm Rudolphi jun., wer- den alle diejenigen, welche aus irgend einem Rechts- grunde an den Nachlaß desselben und namentli<h an das dazu gehörige, in der Franken - Straße hierselbst sub Liu. B, No. 295 belegene Wohnhaus, desgleichen an das vorhandene Waarenlager Ansprüche und For- derungen zu machen berechtigt sind, hierdurh aufgefor- dert, solche in einem der nachstehend vor uns auf hie- siger Weinkammer, Nachmittags 3 Uhr, angeseßten Termine, als; am 28, September, oder am 12, oder endlih am 26, Oktober d. J., gehörig anzu- melden und zu bescheinigen, oder zu erwarten , daß sie durch das am 1, November dieses Jahres in öffentlicher Diät zu yublizirende Präklusiv - Erkenntniß werden präkludirt und für immer abgewiesen werden,

Stralsund, den 15, September 1842

Verordnete zum Stgdttg s a S) E immergericht,

Zrichson,

i _ Berlin-Stettiner p Eisenbahn.

Vom 1, Oktober cr. ab werden die S Güterzüge auf allen Stationen etwgs

früher als bisher, und zwar der Zug von Berlin um

411 Uhr 30 Minuten, der Zug von Stettin aber um

11 Uhr 45 Minuten Vormittags abgefertigt werden. Stettin, den 26, September 1843,

A Mie ttoriu mi

D L G Breslau-Schweidniß- „Freiburger -Eisenbahn.

In unserer Bekauntmachang vom 1. August d. J. haben wir die Herren Actionaire, welche hon vor dem 1sten d. Mts. ihre Actien - Beträge voll eingezahlt hatten, bereits aufgefordert, in der Zeit vom 15ten d. Mts. ab die Original - Actien nebst Coupons und Dividendenscheinen gegen die Juterims - Bescheini- gungen in unserer Hauptkasse umzutaushen. Da dies bis heute noch ni<t vollständig geschehen is, sehen wir uns veranlaßt, die betreffenden Herren Actionaire hier- mit nochmals dringend und ergebenst zu ersuchen, ihre

Juterims- Actien spätestens bis zuni {sten f. M. gegen Original - Actien in

unserem Haupt-Büreau, Antonien-Straße Nr, 10, wäh- rend der täglihen Amtsstunden umzutau schen, Breslau, den 21. September 1843, / Der Verwaltungs-Rath der Breslau-Schweidniß-Frei- burger Eisenbahn-Gesellschaft.

Bekanntmachung.

Jn Folge des niedrigen Wasser- S tandes werden vom 8. Oktober c. bis zum Widerruf auf die mit den Dampfböten vou Hamburg nah Berlin verladenen Güter, höherer Be- stimmung gemäß, 167; % Frachtzulage berechnet und eingezogen werden, Bei den Verschiffungen von Ber- lin ab tritt keine Frahterhöhung ein,

Berlin, den 26, September 1843, Anker,

S

L ip 21 Le In der Ha hn schen Verlags - Buch-

handlung sind s9 eben erschienen und an alle Bnch- handlungen Berlin (Stechbahn 3),

Posecn u. Bromberg an Di S. Mutler:

Vier }

versandt, in

Dokumente aus rO- [11657 mISchen Archiven.

Ein Beitrag zur Geschichte des Pröotestantismus vor, und nach der Reformation. O

O och, Velinpap. 1843, Preis 5 Thlr.

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Die Königl. preuß. Armee in ihrer neuen Uniformirung im ( N ) 4 c) ar 1891).

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Fr H alis G + unitleri}che Anc

Lreute des lende

ICIT

und Silber

(

die W Berlin, den 24. September 1843. Die Buch- und Kunstverlagshandlung von Mever & Hofmann, S0 reiheit N13,

[237 b]

Am 26. Oktober d J Morgens 40 l h r, beabsichtigt der Unterzeichnete s8e10n

ganzes Vollblut-Gestül hierselhbst mel1st- bietend 11 cer D1cC PTETde, 80

in Angeolschein zu nehmen, auch er- theilt auf porto lreie Anfragen dieserhalb den vollständigen Nachweis der Aktua- rius Dehnicke häersaelbst. Gadow bei Perle- berg, den 15. September 1843, VV ilamo wit z- Moecllendorfs, Königl

E

Kammer

Das Abonnement bcträgt : 2 thlr. für 7 Iahr. 4 Kthlr. - 5 Iahr. 8 Rihlr. - 1 Iahr. in allen Theilen der Monarchie ohne Preiserhöhung. Insertions-Gebühr für den Raum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.

Allgemeine

Preußische Zeitung.

Alle Post-Anstalten des In- und Auslandes nehmen Sestellung auf dieses Blatt an, für Serlin die Expedition der Ällg. Preufss. Zeitung : Fricdrihsstrasse Ur. 72.

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Die vierteljährliche Pränumeration Expedition selbsi (Friedrihs-Straße Nr. 72) gemacht , dem angegebenen Datum, frei ins Haus gesa! kann ni<ht mit Gewißheit die Nummern crwarten,

Uebrigens is die Einrichtung getroffen,

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Berl;

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die vor der hicr eingegangenen daß Inscrate, deren Aufnahme in den All 9 Uhr ab bis Nachmittags 4 Uhr in unserem Expeditions - Lokale, Friedrichs - Straße Ier.

Sonnabend den 30e Septem

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beträgt 2 Rthlr. Preuß. Cour. für das Juland. Ringmauer der Stadt wohnende Pränumerant erhält das Blatt dur die Stadtpost, {hon den Abend vor idt. Auswártige, des JIn- oder Auslandes , bewirken ihre Bestellungen Meldung erschienen find. Für einzelne Nummern des Blattes is der Preis 22 Sgr.

emeineu Nnzeiger dieser Zeitung gewünscht wird, an den Wohentagen von Morgens S, in Empfang genommen werden, k (

dev

Bestellungen für Berlin werden in der

rechtzeitig bei den resp. Posi-Aemtern; wer dies versäumt

Der Preis der Jusertion beträgt für den Raum

Anh L

Amtlicher Theil. a L aas S Ï L Fulaund. Berlin, Junhalt des Justiz-Ministerial Blattes. Verleihung der Rettungs-Medaille, Koblenz. Neise des Großfürsten

Michael, i a | E Deutsche Bundesftaaten. Nürnberg. Verein gegen die Kleider Sachsen. Dresden, Abreise des Prinzen Karl von Bayern. 2 Ellwangen, Kriegs -Uebungen, Hannover. Lüneburg. Das Lager, Baden, Karlsruhe. Landwirthschaftli- ches Fest, Freiburg. Barmherzige Schwestern, Grh. Hes)en. Worms, Gewerbehalle,. Sachsen-Weimar-Eisenach. Weimar. Nebungen. Staats - Verträge. Sachsen-Altenburg. nburg. Patirimonial - Gerichtsbarkeit. Brodpreise. Anhalt- Cöthen. Vereinigung der protestantischen Freunde, Paris. Ankunft des Präsidenten Boyer, Vermischtes.

pracht.

ürttemberg.

Kriegs Ult Cöthen. Frankreich.

Großbritanien und Jrland. London, Hof-Nachricht. Die Times über die spanische Regierung. i O Spanien. Paris. Telegraphische Depeschen aus Spanien. Brief

aus Paris, (Olozaga in Paris angekommenz das Neueste aus Bar- cclonaz die Revue de Paris über die spanischen Zustände.) Türkei, Konstantinopel. Die Dienstzeit der Soldaten auf 5 Jahre beschränkt, Smyrna, Aufstand auf den Juseln Kasso und Kalymno, Persien. Eriwan. Ueber die Zustände von Herat und Persien, Bercinigte Staaten von Nord-Amerika. Schreiben aus N ew- Y ork, (Die Parteistellung bei den Wahlen und Clay's Kandidatur zur Präsidentschaft; Ueberschwemmungen dur<h Regengüsse.) Eisenbahnen. Berlin. Postkarten-Legitimation. Köln, tungen der Festlichkeiten zur Eröffnung der Eisenbahn, Handels - und Börsen-Nachrichten. Berlin,

Vorberci- Getraidema ft.

Königl. Oper. (Zur Charakteristik der Sängerin Schlegel - Köster.) Berlin, Aufführung der Oper „Jessonda““. Theater in Potsdam. Ueber die Manuskripte in einigen Departements -Bibliotheken in Frank- reich, (Erster Artikel.)

Beilage. JFuland, Posen, Aerndte, Lauban, Gewerbe-Aus- stellung. Aachen. Konzession für die metallurgishe Gesellschaft. Deutsche Bundesstaaten. Baden. Heidelberg. Dr, Höfer. Konstanz. Getraide- und Brodpreise. Kurhessen. Kassel. Kriegs-

n, Dampfschifffahrt. Nassau. Wiesbaden. Landtags-

\dlungen, Schweiz. Vom Genfer See, Zustand von

is. Lausanne. Der deutsche Bildüngs-Verein in Lausanne.

alis, Beschluß des Staats-Raths gegen Monthey. Hanudels- nd Börsen-Nachrichten, Königsberg, Danzig, Breslau

Magdeburg. Getraidemarkt. St, Petersburg. Handels-

bericht, Einige Worte über das Getraide-Lieferungs-Geschäft,

Amtlicher Thei i d Lol 39 t Hs 4 - >e. Majestät der König haben Allergnädigst geruht : Dem Bäckermeister Heinrich Schramm zu Duisburg und dem

of besiber Karl Panfkrath zu Biesterfelde , Kreises Marienburg,

» Rettungs - Medaille am Bande zu verleihen; so wie

Dem Ober-Wegebau-Jnspektor Neuhaus zu Stettin den Titel

eines Baguraths beizulegen.

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E

Se. Königl. Hoheit der Prinz Karl i aus der Provinz Sachsen, und Ihre Königl. Hoheit die Prinzessin Charlotte, Tochter >r, Königl. Hoheit des Prinzen Albrecht, von Dobberan hier wie

der eingetroffen. A Die Reitpost na< Wittenberg, welche bisher täglih Abends

8 Uhr zum Anschluß an die ersten Dampfwagenfahrten nach Magde-

|

burg und Leipzig von hier abgefertigt wurde, hört mit dem 29sten d. M. auf. Es is} dafür vom 30sten d. N. ab eine tägliche Cou rierpost zwischen hier und Magdeburg eingerihtet, welche folgenden Gang erhält :

Abgang aus Berlin tägli<h 7 Uhr Abends, Ankunst in Magdeburg » 04 » früh, Abgaug aus Magdeburg S Mbenvs; Ankunft in Berlin O b,

Von dieser Veränderung wird das korrespondirende Publikum mit dem Bemerken in Kenntniß gesebt, daß die mit gedachter Courierpost abzusendende Korrespondenz nah Magdeburg, Leipzig, Westphalen, der Rheinprovinz, Frankrei, Belgien, den Niederlanden 2c. täglich bis 6 Uhr Abends zur Post geliefert sein muß. | Berlin, den 28. Séptember 1843. | Kong Hof =-Post=- Amt. | Die von dem unterzeichneten Rektor und Richter hiesiger Frie drih-Wilhelms-Universität vorschriftsmäßig zu prüfenden Gesuche der | Studirenden : | um Stundung und resp, Erlaß der Honorare für die Vorlesungen missen nicht nur dur< genügende Maturitäts - Zeugnisse und resp, durch günstige Abgangs=-Zeugnisse von den früher besuchten Univer-= sitäten, sondern insbesondere auch dur< Zeugnisse der Bedürstigkeit gehörig begründet werden. a6 E Jn Ansehung dieser Bedürftigkeits=Atteste is festgeseßt, daß sie bei Waisen nur von der betreffenden Vormund schaf}ts= Bere e E Ce iren Nee o an E bén find, Lot den Magistrats des Wohnortes vber: von den Amts-Vorgesebßten des Vaters qgusgestellt werden kön= nen, und daß in diesen Zeugnissen folgende Punkte ausdrüdc>lich enthalten sein müssen: l) Angabe des Vor = renden ; c i 2) Amt, Stand und Wohnort der Aeltern, und bei Waisen der Vormünder z i 3) Zahl der etwanigen übrigen versorgten oder unversorgten Kim=

und Zunamen und des Alters der Studi=

4) Angabe der Lehr-Anstalt, auf welcher der Bittsteller seine Vor= bildung erhalten hat;

95) Die von den Aeltern oder Vormündern zu machende bestimmte | Angabe der Unterstüßung, welhe dem Studirenden jährlich | zugesichert worden, aus welcher Quelle sie au<h komme und | von welcher Art sie au sein mögez ;

6) Die bestimmte Versicherung, daß die Aeltern oder Vormün- | der nach ihren, der attestirenden resp. Behörde genau bekann- ten, Vermögens =- Verhältnissen dem studirenden Sohne oder Mündel nicht mehr, als die unter Nr. 5 anzugebende Unterstüßung, gewähren können.

Indem wir diese hohen Anordnungen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringen, damit dieselben bei Ausstellung der bezeichneten Dürsftigkeits-Zeugnisse von den resp. Behörden in der vorgeschriebe- nen Art berücksichtigt werden, sind wir zu der Bemerkung verpflich= tet, daß bei mangelhaften Attesten die von uns vorschriftsmäßig zu prüfenden Gesuche um Stundung der Honorare für die Vorlesungen uicht bewilligt werden können,

Berlin, den 1. Oktober 1843.

Der Rektor und der Richter hiesiger Friedrich - Wilhelms = Universität. von Raumer. C

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der, oder Bemerkung, daß keine vorhanden seten z | |

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Angekommen: Se. Excellenz der General-Licutenant und Di-= rettor der Allgemeinen Kriegsschule, Rühle von Lilienstern, aus dem Bade Gastein.

Se. Excellenz der General-Lieutenant und Commandeur des Ka-= detten-Corps, von Below, von Bensberg.

Uichtamtlicher Theil. Inland.

Berlin, 29. Sept. Das heute ausgegebene Justiz-Mini sterialblatt enthält eine durh Bericht des Ober-Landesgerichts zu Posen vom 6. September d. J. hervorgerufene allgemeine Verfügung vom 23. September 1843, betreffend die Einziehung und Verrehnung der Kosten in der Rekurs -Justanzz ferner eine Verfügung vom 16. September 1843, betreffend die Publication der Erkenntnisse in siska- lishen Untersuchungen wegen Jnjurien; und endlich eine Verfügung vom 15, September 1843, betreffend die Frage, wie es nah dem Gesetze vom 21. Juli d. J. mit der Einlegung der Rechtsmittel und der Attestirung der Rechtskraft zu halten sei, wenn in erster Justanz vermöge genereller oder spezieller Substitution statt des instruirenden ein anderes Gericht erkannt hat ?

Berlin, 29. Sept. Das Königl, Polizei-Präsidium macht in dem heutigen Amts=Blatte bekannt, daß das Ministerrum des Jnnern mittelst Erlasses vom 10ten v. M. dem Schifss-Eigner Gott- lieb Hoffmann zu Posen für die Rettung der zehnjährigen Tochter des Feldwebels Koch hierselbst, Vornamens Hildegard, vom Ertrinken in der Spree, die zur Aufbewahrung bestimmte Erinnerungs -Me= daille für Lebensrettung verliehen hat.

Koblenz, 25. Sept. (Rh. u. M. Z.) Der Großfürst Michael ist heute Mittag auf einem düsseldorfer Dampfer hier vorbei nah Rotterdam gereist, um si< dort nah England einzuschiffen,

AuslanD.

Deutsche Bundesstaaten.

Bayern. Nürnberg, 25. Sept. (N. K) Gestern Vor= mittag um 11 Uhr fand, der unterm 20sten v. M. erlassenen Auf forderung des hiesigen Stadt - Magistrats gemäß, die erste öffentliche Versammlung zur Bildung eines Vereins wider übertriebene Kleider= pracht statt. Es waren zu derselben ungefähr 200 Jndividuen zu= sammengekommen, unter welhen man, außer den Mitgliedern des Magistrats, namentli<h viele Vertreter des Gewerbstandes bemerkte. Den Vorsitz führte der erste Bürgermeister, Herr Dr. Binder, welcher in einem ausführlihen Vortrag den Zwe>k und die Nothwendigkeit des Vereins auseinanderseßte. Nürnberg, bemerkte derselbe, habe wohl vor Allen den Beruf, sih in dieser Reformsache an die Spibe zu stellen, da die hier vorherrschende Liebe zur Kleiderpracht sogar die Aufmerksamkeit der Regierung erregt habe. Anlangend die Aus= sichten und Hoffnungen des Vereins äußerte er, daß bereits ähnliche in Frankreich und England mit gutem Erfolge beständen; übrigens sei demselben nicht nur der Schuß der Regierung, sondern auch die

E E N E N S E A P O REEI S

Königliche Over.

Zur Charakteristik der Sängerin Schlegel=Köster.

Schon dur<h die Wahl der Partieen, worin sie bisher aufgetreten, hat Mad, sex gezeigt, daß ihr Kunststreben ein edles, ein dem Höheren zugewendetes sei, und daß sie es als ihre Aufgabe erachte, klassische Ton- werfe zu reproduziren. Dies hat sie als Fidelio, als Donna Anna, als Tessouda bewahrheitet. Jn leßterer Nolle ist sie zum zweiten Mal am 28. September unter dem Beifallruf der zahlreihen Versammlung aufgetreten. Nachdem wir ihre betreffende Leistung in No, 85 d. Bl, im Allgemeinen beurtheilt, bliebe uns für heute no< übrig, auf die Eigenthümlichkeiten ihrer Stimme und ihres Vorirags spezieller einzugehen. Jene if klar, melodisch und von ziemlich bedeutendem Umfang z Brust- und Mitteltöne sind runder und voller als die Kopftöne, die manchmal, und besonders bei den gehal- ienen anwachscnden, etwas schneidend und gedrückt klingen. Manchen will s überhaupt scheinen, als habe ihre Stimme, seii ihrer leßten Anwesen- heit in Berlin (no< als Fräulein Schlegel), an Klangfülle etwas eingebüßt, Jhr Vortrag isi edel, sowohl in der Cantilene als in den Koloraturen, die sie mit Anmuth und Leichtigkeit wiedergiebtz nur die <romatishen Läufe sind nicht reht deutlih. So z. B. gelang ihr das Larghettio in As-dur ihrer großen Arie im ersten Akt, die sie mit großem Beifall vortrug, ganz vortrefflich, bis auf den <romatischen Lait äs; E, ges) f, fes, es, d, des, c 2c., der etivas verwischt tlang, Das Portamento (Herüberziehen von einem Ton zum anderen) wäre, da Spohr's Musik ohnehin hon weich und süß genug klingt, nicht zu oft anzuwenden, Jhre Jntonation is rein, ihre Aussprache gut, bis auf die der Konsonanten welche besonders am Aufang der Wörter nicht scharf genug bezeichnet wer- den, Vorzüglich schön trug- sie vor, “gleich zu Ansang ihrer ersten Scene im Recitativ die Worte: „Nie wieder! nie wieder“, welche sie das erstemal leidenschaftlich, das zweitemal schmerzersüllt, mit verhallendem, verschmelzen- dem Tone, ganz im Geiste des Komponisten, sangz ferner; die hon er- wähnte Arie, bis auf den viermaligen Ausruf „Zu ihm!“ der sich in den beiden leßten Malen ein wenig zu schnell steigertez dann: das Duett im zweiten Akt mit Amazili, und vornämlich im dritten Akt: die große Arie mit Recitativ, worin sie die Worte „Schauer des Todes, und Feuerflammen !““

mit dem tiefen Fall nach dem kleinen a herunter sowohl sehr klangvoll als sehr beifällig sang.

Die Chöre waren bravz wir wollen die Mitglieder desselben aber dar- auf aufmerksam machen, daß man nie die leichte Silbe eines Wortes be- tonen darf, wie es z. B. in dem Chor der Braminen und Bajaderen des Zten Aktes geschah, wo bei den Worten „Soll sogleich Jessonda sterben“ der Accent immer auf die leichte Silbe ben gelegt wurde. Das Orchester begleitete präcis und diskret, doch fielen einige Fehler vor, die nicht unbe- merkt blieben. u,

Berlin, 29. Sept. Bei der gestrigen Aufführung der „Jessonda“ ist mehreren Musiffreunden die große Langsamkeit und Einförmigkeit der Tempi, und zwar nicht nur bei den Recitativen, sondern auch bei Arien und Ensemblestücen, schr störend aufgefallen. Dasselbe hat sich seit einiger Zeit auch bei anderen Opern - Vorstellungen auf dem Königlichen Theater bemerklich gemacht. Dic \{<önste Musik verliert dadurch an Schwung und Energiez die Mannigfaltigkeit, welche dur die Verschiedenheit und Nüan- cirung der Zeitmaße entsteht, geht großentheils verloren, und die Wirkung ist eine fast einshläfernde für das Publikum, für die Sänger, für das Orchester selbs, Den Herren Dirigenten des leßteren möge daher dieser Punkt zur Beachtung empfohlen seinz denn von ihnen hängt es vorzüglich mit ab, dem angedeuteten Ucbelstand für die Zukunft abzuhelfen,

Theater in Potsdam.

Auf Allerhöchsten Befehl gab die italienische Gesellschaft des Königs- städtishen Theaters am 27. September Donizetti's melodiöse Oper „Lucia di Lammermoor” im Theater zut Potsdam. Die Vorstellung fand außerordentlichen Beifall. Die Sänger übertrafen sich selbs, und das En- semble ging so vortrefflich, wie Ref. lange kein ähnliches gehört hat. Der Hof gab seinen Beifall wiederholt auf die unzweideutigste Weise zu erken- nen, Se, Majestät der König geruhten, nach der Vorstellung den Kom-

missions - Rath C er f aus Berlin vor Sich bescheiden zu lassen und dem- selben Jhre volle Zufriedenheit mit den Leistungen des Personals der ita- lienischen Opern-Gesellschaft in den huldvollsten Worten auszudrücken,

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Ueber die Manuskripte in einigen Departements- Vibliotheken in Fraukreich. Erster Artikel.

Unter den Titel: „Notice des manuscrits de quelques bibliothè- ques des départements de la France“ hat Herr Libri, Mitglied des Jn- stituts, eine sehr interessante Arbeit über die Manuskripte, die sih in 18 Departements - Bibliotheken befinden, bekannt gemacht. Von dem Minister des öffentlichen Unterrichts beauftragt, das Verzeichniß der Reichthümer die= ser Art, die in den Provinzen vorhanden sind, anzufertigen , hat er nah gewiesen, daß die Verpflanzung der Manuskripte aus den Klöstern in die Kommunal-Bibliotheken während der Revolution keine so bedeutende Ver= luste zur Folge gehabt hat, wie man bis jeßt glaubte. Bei der Verthei=- lung der Manuskripte, die heutzutage jeder Ort in Frankreich besißt, hat der Zufall gewaltet, und da die Kommunal-Bibliotheken unter der Aufsicht der Munizipal - Conseils stehen, die nicht immer die Wichtigkeit dieser Ma- nuskripte zu beurtheilen verstehen, so sind nur sehr wenige Personen im Stande, sie zu würdigen und einen richtigen Begriff davon zu geben. Herr Professor Hänel in Leipzig hat zwar in scinem „Catalogus manuscripto- rum etc.“ die Beschreibung einiger Manuskripte unserer Departementê- Bibliotheken gegeben, allein es sind dies im Allgemeinen sehr unvollstät- dige und zuweilen sogar falshe Angaben, Wir wollen die scharfe Kritit, welcher Herr Libri die Arbeit des Herrn Hänel unterwirft, hier nit wie- derholen, sondern unmittelbar zu der eigentlichen Arbeit des Ersteren Le

Die Nachforschungen des Herrn Libri beziehen s{< pa die Bibliotheken von Troyes und Montpellier, wo Œ

Manuskripte von Pithou und Bouhier befinden. H nequín 1, Dofte F der von Troyes wurde im Jahre 1651 von Jacques den Franzisfanern von

Sorbonne, gegründet, welcher alle seine B