1843 / 113 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

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Reissiger ausführte und das mit | Markgraf Marimilian is Divisionair der Infanterie, Oberst von i Gayling Geueral -Major und Brigadier der Reiterei, Oberst-Lieute- naut von Hinkeldey Commandeur des 1. Dragoner =- Regiments ge- worden 2c.

j - Kap eine Messe von i sen Mt Domanen L, E dem Neumarkte war große Parade S allen hier garnisonirenden Truppengattungen, deren Musik=Corps am Vorabende einen _ glänzenden Zapfenstreich gehalten hatten. Mittags waren die Herren Militairs in verschiedenen Gasthöfen zu Festmahlen vereinigt, bei welchen herzliche Toaste auf das Wohl des Königs uud Seines erhabenen Hauses ausgebracht wurden.

Koblenz, 16. Oft. (Rb. u. M. Z.) So wie in srüheren Jahren offfenbarten si hier auch am gestrigen 15. Oktober die Bezeigungen so in niger als ehrerbietiger Erhebung der Gemüther am Geburtsfeste unseres Herrn und Königs, für Dessen gesegnetes Regiment sowohl Gebete in den Kirchen emporstiegen als frohe Wünsche in vielfachen Vereinen und in den Kreisen der Familien laut wurden. Von manchen Vor feiern, die chou am Sounabend stattfanten, beben wir besonders die des Friedri<h Wilhelms-Vereins hervor. Für die frischen, sehr geüb ten Gesänge desselben im öffentlichen Konzerte gab noch die Rede eines wa>deren Mitgliedes die patriotische ausdrückliche Deutung.

Der Sonntag we>te mit dem feierli<h hehren Geläute aller Glo>fen die Stadt; nachdem die firchlichen Klänge shwiegen, donner ten die Geshüße von den Forts und ging die militairische Reveille dur<h die Straßen.

Karlsruhe, 15. Oft. (F. J) Beunruhigende Gerüchte durhkreuzen die Stadt von dem Vorhandensein einer Diebsbande, die cs sich zum Geschäfte mache, in der nächsten Umgebung der Stadt zu rauben und zu plündern. Wie Alles gleich übertrieben wird, o auch hierz richtig ist, daß in den leßten Tagen mehrere frehe Dieb stähle geschehen und insbesondere in mehrere Gartenhäuser reicher Bewohner dicht vor der Stadt eingebrohen worden is. Da man sih jeßt darin gefällt, Alles mit den jüngsten bedauerlichen Vorfällen in Verbindung zu bringen, so will man die Möglichkeit dieser Räube- reien darin finden, daß dur übertriebene Vorsicht die gesammte hier stehende Gendarmerie zum Patrouilliren in der Stadt verwendet werde, wodurch das Gesindel freies Spiel in der Umgegend erhalte.

Braunschweig. Braunschweig, 15. Oft, Gestern Mittag sind die Herzoglichen Truppen, aus dem Lager von Lüneburg zurück fehrend, hier wieder eingetroffen. Heute Mittags 11 Uhr findet große Parade auf dem Schloßplaßze statt, und darauf marschiren die

Ju den Kirchen versammelten si< in gedrängten Schaaren die | Truppen zur feierlichen Einweihung des Denkmals bei Delper hinaus, Gläubigen, Das Hochamt in der Liebfrauen = Kirche ward durch 16 | welches unjer Herzog dem glorreichen Andenken Seines Vaters, des hönen religiösen Gesänge des Jnstituts für Kirchen - Musik feierli<h | Heldenfürsten ¿Friedrich Wilhelm und jeiner Tapferen, Die hier am begleitet. i; 5 August 1809 den ruhmwürdigen Kampf für deutsche Ehre, Vater

Große und fleine Vereine, öffentlich und in Familienkreisen bc land und Freiheit, gegen die feindliche Uebermacht siegreich bestanden, gingen den Rest des Tages in Freude und Festlichkeit. hat errihten lassen. ——————— Uussland und Poien. NuslandD.

Deutsche Bundesstaaten.

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St. Petersburg, 14. Oft. Ueber die Reise des Kaisers sind folgende weitere Nachrichten hier eingegangen: Se. Majestät besuchte in Kiew am 1. Oktober die Sophten = Kathedrale und das Michgels Bayern. München, 15. Oft. (A. Z.) Das Namensfest | Kloster und besichtigte dann das adelige Fräulein - Justitut und die unserer allverehrten Königin wurde heute in hiesiger Residenz-Stadt | St. Wladimir-Universität. Am Lten d. hielt Se. Majestät eine Re eben so herzlih als feierlih begangen. Möge fürder kein verhängniß vue über die bei Kiew zusammengezogenen Truppen des 1sten Jnfan volles Ereigniß mehr den Frieden der edlen Fürstin trüben, deren | terie-Corps nebst deren Artillerie, den beiden Compagnieen des Gen Mutterherz in den jüngsten Tagen so s{<merzlih berührt wurde! Was | darmen-Regimcnts, der Sappeur - Brigade und der auf unbestimmten diesen Tag auch der Folgezeit deufwürdig macht, ist die Grundstein Urlaub entlassenen Gemeinen aus den Gouvernements Ts\chernigow, legung zur „bayerischen Ruhmeshalle‘“ auf der Theresien-Wiese, wel Poltawa und Kiew ab und bezeigte si< mit dem Zustande dieser hes Denfmal der Monarch der Anerkennung der Verdienste widmet, | Truppen zufrieden, Darauf empfing Se. Majestät die Militair Jhre Majestäten, begleitet von den Prinzen des Hauses, begaben si< | und Civil-Beamten, den Adel und die Kaufmannschaft. Später be um 12 Uhr nach dem Bauplatz, den die Landwehr Münchens in Pa sichtigte Se. Majestät das Bataillon der Militair=-Kantonisten und rade umgab und wo si<, nach Juhalt des Programms, bereits der | stellte ein Erercitium mit denselben an. Alsdann besichtigte Se. Ma Rektor, die Dekane und Professoren der Universität, die Mitglieder jestät im größten Detail die Festungs- Arbeiten, die Bauten und das des Magistrats 2c. versammelt hatten. Nach einer kurzen Rede des | Militair-Hospital und äußerte seine vollkommene Zufriedenheit übe Verwesers des Ministeriums des Jnnuern (Staatsraths Freiherrn von | den Zustand derselben. Am Zten stellte der Kaiser mit den bei Kiew Freiberg) sprah Se. Majestät der König selbst mit lauter, klarer | fonzentrirten Truppen des ersten Corps ein Erxcrcitium an und reiste Stimme : nach Besichtigung des Arsenals nah Orel ab, wo Se, Majestät am „Was Walhalla für Teutschland, unser gemeinsames Vaterland, | 5ten um 4 Uhr Morgens anfam, Au demselben Tage nahm Se, ist, das soll Bayerns Ruhmeshalle sein den im Königreich Gebornen | Majestät die bei Orel versammelten auf unbestimmten Urlaub entlasse oder Wohnenden. Die Vorzüglichsten der in sie Kommenden hat au<h | nen Unteroffiziere und Gemeinen in Augenschein und war sowohl mit jene zu enthalten. Aneifernd zu allem Trefflichen und Edlen, wirke, | der ausgezeichneten Haltung als dem Frontedienst derselben vollkom nach Jahrhunderten noch, die Ruhmeshalle Bayerns.“ men zufrieden. Nach beendigter Revue seßte der Monarch die Reise Hierauf legte der Monarch drei Steinplatten mit dem Grund= | über Tula fort und kam am 6ten um 117 Uhr Abends in vollkom und Aufriß des Gebäudes und der bezüglichen Inschrift, eine Stein menem Wohlsein in Moskgu an, platte mit den Jusignien der beiden Verdienst-Orden der Krone und N H vom heiligen Michael, das in Porzellan ausgeführte Modell des gan- | Sr aunreiqM. zen Baues, das Bilduiß Sr. Majestät, dann die Sammlung der Paris, 15. Oktober. Der Herzog von Aumale is gestern jeßt geprägten Geschichtsthaler auf den Grundstein, welchen darauf | nah Jtalien abgereist. Er begiebt sich zuerst nah Turin, wird dann das anwesende tehnishe Personal s{<loß. Der König empfing nun | Genua, Livorno, Florenz, Civitavecchia, Rom und Neapel besuchen aus den Händen des bauführenden Architekten (Geheimenraths von | und von da aber über Malta nach Afrika gehen, um das Kommando Klenze) den Hammer und die Kelle und führte die herkömmlichen drei | in der Provinz Konstantine zu übernehmen. S 5 Schläge auf den Grundstein, ebenso wiederholten Fhre Majestät die Die Regierung soll, wie es heißt, gestern sehr beunruhigende Königin und die anwesenden höchsten Personen jeues Zeichen der | Nachrichten aus Griechenland erhalten haben, Die ersten Tage, Weihe. Bei der Ankunft und Abfahrt FJhrer Majestäten erscholl ein | welche der Revolution vom 15, Septbr. folgten, waren zwar rubig tausendstimmiger Jubelruf. vorüber gegangen, aber in den leßten Tagen _des Monats sollen sich zahlreihe Banden gebildet, und König Otto sich geweigert haben, mehrere Aktenstücke zu unterzeichnen, die ihm von seinem Hoheit der Großherzog hat dem Großherzogl. Truppen Corps Scine neuen Ministerium vorgelegt wurden. Als diese Nachrichten in Höchste Zufriedenheit ausgesprochen über die, troß des sehr ungünstigen Paris eintrafen, wurden die Botschaften von England und L esterreich Wetters , treffliche Ausführung der ¿Feld Manöver, auch der Manu- | sogleich aufgefordert , sich in das Hotel des aguswartigen Ministeriums hast vom Ober - Feldwebel abwärts eine dreitagige vobhnung als | zu begeben, wo sie eine lange Konferenz _mit Herrn Guizot hatten. Gratification verwilligt. Verschiedene Beförderungen und Ordens Oas Journal des Débats gaußert sich sehr tadelnd Uber

Ertheilungen haben im Offizier-Corps stattgefunden, Se. Hoheit | das Betragen des Grafen Ratti=Menton, französischen Konsuls, und

Baden. Karlsruhe, 14. Oft. (Grh. H. Z.) Se. Königl.

Solo und Chor in abwechselnden kontrapunktischen Verschlingungen, ein ab Konzert von Karl Eckert. gerundetes Ganzes bildend, wiederholt wird; der einfache Choral und das : : j | i ; : : im unisono beginnende, später harmonisch fanonisch behandelte Vivace Karl Eclert, ein geborner Potsdamer, zeigte schon im zartesten Kin ließt sh, „dem Höchsten freudig Dank singend““, befriedigend an, Das | des Alter große Anlagen zur Musik. Seine Studien auf dem Piano und Alt-Solo wurde von Fräulein A. Löwe gut gesungenz sie hat eine, wenn | der Violine machte er, unter Leitung geschickter Lehrer, zu Berlin, wo er auch nicht sehr umfangreiche, doch recht flangvolle Stimme; nur die Aus- auch, als Eleve der Akademie der Künste, sein Compostitions-Talent, welches sprache war nicht immer deutlich. sich ebenfalls sehr früh entwi>elte, durch gründliche Studien auszubilden Ein, sowobl was die Gesangsvartie, als was die Begleitung betrifft, | Gelegenheit hatte, Nach Beendigung seines akademischen Kursus machte sehr bewegt gehaltenes Baß-Solo : Gebet des Trappisten, von Meverbeer, | cr cine Kunstreise ins Ausland, um durch eigene Anschauung das Kunst: wurde von Hrn. Kotzolt mit ciner ziemlich kräftigen, angenchmen und edel | leben in anderen großen Städten kennen zu lernen, und um sich durcl flingenden Barvtonstimme recht gut vorgetragen. j i Benußung guter Vorbilder immer mehr in seiner eben so schwierigen als Die Ausführung der folgenden , cht kirchlichen, choraliter beginnenden, | s{hönen Kunst zu vervollkommnen. : : i herna<h mehr figurirt gehaltenen Motette für weibliche Stimmen von Men- | Bon Rom ( wohin er nin auch wieder zurückkehrt ) nach Berlin ge- delsso hu war jedoch für musikalische Ohren etwas ungenicßbarz die Kna- | kommen, legte Eckeit, jeßt im kräftigen Jünglings Alter stehend, in einem ben seßten gleich , statt mit der kleinen, mit der großen Terz ein und de- | am 19, Oktober im Jagor'schen, von der Feier der Leipziger Schlacht her, tonirten auf ohrenzerreißende Weise beharrlich da» ganze Stück hindurch, | no< geschmackvoll dekorirten Saale gegebenen Konzerte Zeugniß von den Veberhaupt sind Knabenstimmen, ihrer spröderen und härteren Ausprache | Fortschritten ab, die er, während seiner Abwesenheit von hier, in der Com- wegen, nicht geeignet, sanfte Sätue, wie diese, auszuführen; mit weiblichen position und als Virtuos auf Piano und Violine gemacht e Stimmen vermischt, macht sih's {hon cher, Bloße Knabenstimmen aber Von seinen Compositionen, die übrigens jet schon eine gewisse Eigen maßen im Chor, sclbsst im Verein mit Männerstimmen, selten eine harmo- | thümlichkeit beurkunden, hörten wir zwei Säte aus einem Trio für Piano, nische Wirkung, indem sie sich, ihrer Natux nach, den leßteren nie so an- Violine und Violoncell. Der erste Saß (Allegro U-moll) is ein sehr lei- s<hmiegen, wie die Frauenstimmen. denschastlich-bewegt gchaltenes, gut gearbeitetes Musikstükz besonders ge- H ayd ag taus wohlihneude Wirkung brachten die folgenden Stücke aus | lungen ist das Thema im Zweiten n R a6 S R Ed 1, Jahreszeiten“ hervor, Den Lukas sang Herr | gefiel uns die geschickte Einlenkung desselben A E E Vortrage ; vot die d ee VDrgan besißt, mit inmigem, zartem das Cello auf der L ominante auen, was 3 l Del N n, Lei c vie U wam Bee, aller Gesangsbildung, das Tragen des Tones, wesentlich beitrug und von schöner Dg E en S iegt eer Die liebliche Arie in C Lie enug gab, scheint ihm noch zu fehlen. | ein etwas verbrauchtes, sehr kurzes (nur aus hn E Dominante, To von Borke mit reiner S ie aaitag ür eiden Recitativ wurde von Frln. | nica bestehendes) Motiv zum Grunde, E E A so interessant flangvolle Stimme füllte die M Rg oon vorgetragen ; ihre frische, behandelt, daß dennoch ein sehr originelles ZHNIIUE Daraus emtltanden ist, Aussprache betrifst, so tönen tis au Me vortrefflich aus. Was die | Das sogenannte Lo (d. h, der dritte Theil), A A Violine unt r eiwas natürlicher pronunzirt werben on\onanten etwas schärfer und das im Cello sehr gesangreich gehalten, bildei cinen au Hegensaß zum Haupk- Die Hymne für Mäunerchox von E : i f Thema des sich (viederholenden Scherzo’s, Das Trio wurde vom Kompo- Schlußchor „Lobet den Herrn“ wurde Zat Klein mit dem fugirten nisten auf dem Piano fertig vorgetragen, und von den (Hebrüdern G anz Tenor-Solo von Herrn Braun, gelun A s die Soli, besonders das | auf Violine und Cello brav begleitet, Auch ein, ebenfalls sehr leidenschaft- Variationen über ein Original - Thema fie ade. S lih gehaltenes Lied „Auf ewig dein“, von der Composition des Konzert- irren von Herrn Thiele, Organisten bei E ie Orgel (wenn wir nicht gebers, so wie zwei Charakterstüke, auf dem Piano allein, von demselben r Parochial - Kirche , komponirt

und vorgetragen) erfrenten sich, der wirtli 2 01 vorgetragen, erhielten reichlichen Beifall. E s meisltrhasten S) 0 LEA, allgemeiner Vollen Composition und tacvem sich Herr Ecfert als geschiter Componist und fertiger Pianist stimmige Chor von Meyerbeer schien uns jevo< ver tende vier- | gezeigt hatte, gab er uns auch Gelegenheit, seine Vir:uosität auf der Violine ctwas zu entbehren. j / irchlichen Würde | zu bewundern. Auf diesem Jnstrumente, welches er, wie es scheint, wohl Von den vier im Programm noch versprochenen Stüccn mit großer Vorliebe behandelt, hat er denn auch augenscheinlih die meisten wei: das liebliche „Benedictus“ aus dem Requiem von E E nur | Fortschritte gemacht. Mit ungemeiner Sicherheit bezwingt er die mannich- „Miserere“ für Altstimme von F. Berton, ausgeführt ; cine „Motette““ Ls sacsten Schwierigkeiten, cinen schönen, mazfigen Ton ans demselben zie- Mendelssohn und eiu „Männer-Chor“ von Kücen mußten, h jend. Dabei is der Vortrag seines Adagio innig und scelenvoll, nur in E Dunkelheit halber, auëfallen. aa hulvig L starkem Maße der italienishen Sängermanier des Tremolirens ie Kirch iemli ‘tige - ait end, Sowohl die P i 9 Schluß vorge- Kirche war ziemli gefüllt und der wohlthätige Zwe> also erreicht, | getragene berühmte ia Via 4 ‘Vet fut A H e L N Ausdruck in den cantabilen Stellen, mit größter Bravour in den Passagen gusgeführt, Das Publikum erkannte seine

des Herrn Dubois de Jancigny, der mit einem Auftrage der Regie rung im Jahre 1841 na<h China gesandt wurde. Herr Ratti-Men- ton war nämlih kaum in Macao angekommen, als er Herrn Jan cigny seiner Stelle als öffentlichen Agenten entseßte und ibn sogar mit Anwendung der Artifel des Straf=Kodex drohte, die ih auf Usurpation öffentlicher Aemter beziehen. Herr von Jancigny bedrohte seinerseits den Grafen mit einem Diffamations-Prozeß. Diese Lage der Dinge hat cine Reihe von Briefen und Antworten hervorgeru- fen, die in den Journalen von Macao erschienen und dazu geeiguet sind, in jenen entfernten Gewässern den französishen Namen nicht wenig zu fompromittiren. Man is hier in Paris überzeugt, daß Herr Guizot die beiden Gegner zurü>rufen wird, und daß ihre Nach folger mit Herrn Lagrenée abreisen werden, der wahrscheinli mit deren Jnstallation in China beauftragt werden dürfte. *

A Paris, 12. Oft. Die Angelegenheit der Herren Jancigny und Ratti-Menton hat in allen Theilen des Publikums einen gleich- mäßig peinlichen Eindruck hervorgebracht, und sie bildet seit gestern den Gegenstand der verschiedenartigsten Kommeuntare. Obgleich man alauben follte, daß über das Verfahren des Herrn Ratti-Menton nur Eine Stimme der entsch:edensten Mißbilligung herrschen könne, so fin det dasselbe doch auh manche warme Vertheidigung, in dem Sinne, daß man annimmt oder behauptet, der französishe Konsul in Macao fönne möglicher Weise die vollwichtigsten Gründe zu der öffentlichen Desavouirung des Herrn Jancigny und seiner amtlichen Rolle gehabt haben, Ein hiesiges Blatt, welches mit schr hohen Staats-Beamten regelmäßige Verbindungen unterhält, der Globe, geht sogar so weit, zu versichern, daß Herr Jaucigny allerdings durchaus kemen offiziel len Charakter in China habe, daß er allerdings dort kein Agent der französis<hen Regierung sei, weil als solcher nur derjenige gelten könne, welher mit Vollmachten und Aufträgen des Ministers der aus wärtigen Angelegenheiten versehen sei, die Herr Fancigny nicht be siße. Der Globe fügt hinzu, daß der genannte Mann nur von dem Minister des Handels einige Instructionen „erlangt“ habe, wie ein jeder französische Reisende, der einige gute Verbindungen besie, deren leiht erlangen fönnez Justructionen, die als Empfehlungen die= nen mögen, die aber keinesweges den Anspruch auf den Namen cines Agenten der Regierung geben.

Obgleich der Globe bei manchen Gelegenheiten eine ziemli qute Bekanntschaft mit den im Ministerium vorherrschenden Ansichten bewährt hat, so läßt sih doch nicht annehmen, daß der von ihm in der fraglichen Sache aufgestellte Gesichtspunkt derjenige sei, von wel chem aus die Regierung jenen unglückli<hen Handel auffassen wird. Die Sprache, in welcher si<h das Journal des Débats gestern darüber geäußert hat, kann, abgesehen von allen anderen Rücksichten, beinahe als ein positiver Beweis dafür gelten, daß das Ministerium

Herrn Jancigny nicht fallen lassen wird. Böse Zungen behaupten freilich,

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daß cs dem Journal des Débats in dieser Sache weit wenige1 auf die Wahrung der nationalen Juteressen und auf eine Genug thuung für Herrn Jancigny ankomme, als darguf, daß Herr Ratti Menton gestürzt, und daß sein Plaß für einen Günstling des ein flußreihsten der hiesigen Blätter frei werdez allein man würde un re<ht thun, solchen zur alltäglihen Gewohnheit gewordenen Verdäch= igungen, so lange sie si<h nicht auf Thatsachen stüßen, irgend ein Gewicht beizulegen. Es is übrigens allen Umständen nach nicht zwei- felhaft, daß Herr Jaucigny, dessen Sendung sih auf die aus\hließ= liche Rolle des Beobachters und Berichterstatters beschränkte, über den ihm von der Regierung vorgeschriebenen Berufskreis hingusgegangen ist, daß er si<h Befuguisse angemaßt hat, die ihm nicht zufommon. Daß aber ein solches Ueberschreiten der vorgezeichneten Gränzen von Seiten des Herrn Jancigny den Zeitungs -=Skandal motiviren und rechtfertigen könne, den Herr Ratti-Menton darüber herbeigeführt hat, das wird bis auf Weiteres für jeden Unbefangenen höchst un wahrscheinlich sein. Das diplomatische Ansehen Frankreichs is durch jene unglü>lihe Reibung zwischen zwei Agenten des Kabinets der Tui lerieen ohne Zweifel schr {wer und für lange Zeit in den Augen der Chinesen bloßgestellt, und wenn die französische Gesandtschaft, welche demnächst nach Peking abgehen soll, nicht die Ergebnisse hat, die man sich von derselben versprechen durfte, \o is der öffentliche Zank zwischen den Herren Jancigny und Ratti-Menton vielleicht als

t die Haupt= Ursache des Mißlingens anzusehen.

Grossbritanicn und Irland. London, 14 Okt. Außer den mannigfachen Gerüchten über die weiteren Maßregeln der Regierung gegen die Repeal-Bewegung in Jrland

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Leistungen ( und ermunterte ihn durch ofimaligen lauten Beifall, in seinen, eine gute Nichlung verfolgenden Kunstbestrebungen auf der so glü- lich betretenen Bahn cifiig foitzufaghren.

Das bereits erwähnte Lied „Auf ewig Dein“ und den beliebten „Klei nen Hans“ von Curschmaun trug Herr Mantius beifällig vor. Das Konzert wurde fernex Lon den Damen lcl, Ooffiung Und Lon Borke unterstützt, Erstere 1rug cine hübsche italienische Canzonctte, „La Fioraja“, von O. Thiesen und im zweiten Theil cin deutsches Lied, eine französische Nomanze und eine italienische Barkarole mit großem Bei- fall vor. Ein sehr meclodisches, im Anfange kanonisch gehaltenes Terzett für drei Sopranstimmen von Curshmann wurde von den genannten Sängerinnen, im Ganzen mit reiner Jutonation, gelungen ausgeführt.

Der Saal war gut besetzt, und die Musik klang in dem hübschen, nicht

zu großen Raum vortheilhaft,

= Dresden, 18. Oft, Die Reihe von wissenschaftlichen Vorlesungen, zu welchen sich für den bevorstehenden Winter eine Anzahl hier lebender Gelebrter vereinigt hat, hat mit den Voilesungen des Dr. Vehse über deutsche Geschichte, mit vonzüglichem Hinblick auf die Entwickelung der deutscen Nationalität und mit denen des Mathcmatilers Dr. Snell über populaire Astronomie, in dieser Woche begonnen, in welcher auch D). Brendel den Anfang seines Kursus der Geschichte der D mit Aufführung vou Proben folgen lassen wird. Den drei genannten Gelehiten, welche durch Subscription einen festen zahlreichen Kreis von Zuhörern, theil- weise den höchsten Ständen angehörend um si< versammelt haben, ist auch noch von mehreren anderen namhaften Gelehrten unsere? Stadk, U den Professoren Reichenbach und Choulant, dem Advokat Dr. Julius Mosen und Anderen ihre Mitwirkung durch einzelne BDortrage über angen L essante wissenschaftliche Themata zugesichert worden, und so a es L aich in diesem Winter an ernster Unterhaliung nicht mangeln, O sehr erfreulich i bie E:scheinung, daß der Geschma Jui diese “lrt der r haltung immer mehr zuzunehmen scheint, daß dieselbe sich namen cim weiblichen Geschlehte der regsten Theilnahme zu erfreuen hat. Es wird uns dadurch die erfreuliche Aussicht erössnet, daß die Bildung des weiblichen Geschlechts auch in Deutschland von der formalen Leistenbildung des Schul- Unterrichts sich mehr und mehr zu freier, wahrer Theilnahme gli den allge- meinen geistigen Jnkeresjen erheben und dadurch die wahre Emancipation der Frauen E werde, deren sih die Frauen Englands und Amerikas

) ängst rühmen konnen, E

P A Soearer brachte im Fache der Oper in ncuester Zeit nur ne Neuigkeit: Rossini's Ge L deuts<er SpraGe, Sa gnügen geben wir übrigens dem Gerüchte Gebör, daß Madame _ A Devrient von Ostern k, J. an wieder auf eine längere Zeit für unjere Bühne gewonnen sei, Denn ihr Plahz wird nun einmal so leicht nicht erseßt werden,

ist seit Erlaß der Proclamation nichts Wesentliches bekannt geworden. Es heißt jeßt ziemli bestimmt, daß die Regierung gegen L Connell nicht ge- rihtlih einschreiten werde, was unker dem minisieriellen Anhange cine Mißstimmung verursacht hat. Man ist der Ansicht , daß, wenn die Minister die Früchte ihres ersten Sieges über die Agitation ärndten wollen, sie durhaus weiter gehen müssen, bis auch der leßte Schein des Verraths unterdrü>t je. Vas deutet natürli< auf eine Unter= drückung des Repeal - Vereins und feiner Sibungen selbs hin, welche indeß außer dem Bereiche der ministerielle Machtvollkommenheit lie

gen und von der Regierung darum auch nicht versucht werden dürfte. O'Connell ist zu lau und ein zu geschi>ter Advokat, als daß c1 dur irgend Etwas 1in jemen Reden und Handlungen den feindlichen Spruch der Jury gegen ihn rechtfertigte, und ist es auch anerkannt und erwiesen, daß er alle Schrauken der Mäßigung überschritten und revolutionaire Reden gesührt hat, 10 sind diejelben doch durcl so viele Klauseln und vorbereitete Einwendungen modifizirt und halb wider

rufen, daß darauf niemals ein Geschwornengericht ein Schuldig begrün-= den wird. Gegenwärtig ift er, wie es augenscheinlih is, noch dazu bemüht, auch die geringste Verleßung des Geseßes von seiner Seite zu desavouiren, und er läßt die früher gemachten, wie man glauben faun, von ihm ausgegangenen Vorschläge, welche guf eine solche Verleßung irgend hindeuten könnten, als von Anderen gestellt erscheinen nnd sie von diesen widerrufen, S0 gab die Regierung als den nächsten Anlaß zu ihrer Proclamation die drohende Gestalt an, welhe die Versammlung zu Clontarf dur< die orgaun!sirte „R

peal =- Reiterei‘ annehmen wollte, und da die Bildung der

selben allerdings auf eine Verlebung des Geseßes schließen ließ, so mußte in der leßten Versammlung des Repeal-Vereins vorgestern ein gewisser Morgan sich als den Urheber des öffentlich bekannt gemach

ten Vorschlags dazu selbst augeben, und für seine unüberlegte Hand- [ungsweise um Verzeihung bitten. Jhm ward denn auch großmüthig verziehen. Auf solche Weise und durch scine unausgeseßten Ermah)

nungen zum Frieden und zum Gehorsam gegen die Geseße, s{üßt sich der Agitator gegen jeden Angriff, gewinnt wiederum Zeit, die Berwirklichung seines ungusführbaren Planes aufzuschieben, „weil er erst jede Aufregung ans der Stimmung des Volks entfernen müsse“ und beginnt dann von neuem sein altes Spiel.

Jn der Versammlung vom 1lten bereitete er auch hierauf schon seine Anhänger vor. Er theilte ihnen nämlich, nahdem er zum Zeit vertreib noch einige Schmähungen gegen Ludwig Philipp wiederholt und sich zu Gunsten der älteren bourbonischen Linie in Frankreich ausgespro chen hatte, mit, daß er nah Beschwichtigung der gegenwärtig aufge- regten Stimmung des Volkes, gleichzeitig in allen Kirchspielen Jrlands Versammlungen halten lassen werde, auf welchen Petitionen an die Königin, mit dem Gesuche, 1hr Ministerium zu entlassen, entworfen und unterzeichnet werden sollten. Zu dem Zweck beantragte er, daß das Comité des Vercins eine Adresse an das irländische Volk erlassen solle, mit der Aufforderung , bei den Repeal-Bestrepungen sich durch aus tin den Schranken der Geseblichkeit zu halten, und feine Repeal Petition der Ordnung halber mit mehr als 109,000 Unterschriften zu versehen. Zugleich sollen alle katholischen Geistlichen, welche dem Repealbunde anhängen, aufgefordert werden, ihren ganzen Einfluß bei dem Volke zur Beschwichtigung der Aufregung zu verwenden. So weit O’'Connell. Die Regierung dagegen scheint indeß nicht ohne Besorguisse vor möglichen Exzessen zu sein, oder sie beabsichtigt wirk lich weitere Schritte gegen die Bewegung, denn die Truppen in Du blin erhalten no< immer Verstärkungen und die Befestigungen dauern fort, Die gauze Militgirmacht iîn Jrland, mit Einschluß der militagi ris< organijirten Polizei von 9000 Mann beträgt 30 bis 32,000 Mann, eine Macht, welhe die doppelte Zahl der 1840 im Lande befindlihen Truppen übersteigt.

Nee lan de

Aus dem Haag, 16, Oft. Heute ist die ordentliche Siz zung der General-Staaten dur<h Se. Majestät den König mit stehender Rede eröffnet worden :

„Es gereicht Mir zum Vergnügen, bei Eröffnung der gegenwärtigen Zession Ew. Edelmögenden anzeigen zu können, daß die freundschaftlichen Beziehungen der Niederlande zu den anderen Mächten keine Aenderung c1 fahren haben.

„Die gemischte niederländisch - belgische Kommission hat ihre Arbeiten vollendet, so daß wir uns nunmehr zu der Regulirung der Angelegenheiten zwischen beiden Staaten Glück wünschen können.

„Der Zustand der Seemacht des Königreichs i den darauf verwen deten Mitteln angemessen. Die übcrall eingeführten Vereinfacungen und Verbesserungen werden unser Seewesen dem anderer Nationen nicht nach stehen lassen.

„Der Landmacht werde Jch diejenige Organisation geben, die sich mit den bewilligten Mitteln verträgt.

„Eben sv wird es Meine stete Sorge sein, unsere Vertheidigungsmittel in so gutem Zustande wie möglich zu erhalten.

„Die überseeischen Besißungen genicßen eincr volllommenen Ruhe; doch empfinden sie den Einfluß der niedrigen Preise ihrer Produkte.

„Die innere Verwaltung geht ihren regelmäßigen Gang.

„Wenngleich in einigen Zweigen des Handels und der Gewerbe eben so wie im vorigen Jahre ein geringerer Aufschwung stattgefunden hat, so lauten dagegen die Berichte über die Aerndte und den Zustand des Land baues befriedigend.

„Ueber den Zustand des Unterrichts und die Ausübung der Wisseuschaf- ten und Künste lassen sich die günstigsten Zeugnisse ablegen.

„An der Austrocknung des Haarlemmer Meeres wird thätig gearbeitet.

„Die Berathungen über neue geseßliche Bestimmungen in Betreff des Armenwesens weiden mit dem Eifer fortgeseßt, wie es die Wichtigkeit des Gegenstandes erfordert.

Die Bearbeitung verschiedener anderer wichtiger Gesetz - Entwürfe ift

bereits vorgeschritten. Unter Anderem ist dies der Fall mit den Geien-Ent würfen übe! die Ausübung des Stimmrechts in den Städten und auf dem Lande, und die Befugniß zur Theilnahme an der Provinzial- und Lokal- Verwaltung ; über die Schuttereien; über die Ausübung der verschiedenen Zweige der Arzneikunde. _ ¡Behufs der zwei Kapitel, welche in dem Tarif für Gerichtsfosten in Civilsachen noch fehl:n, sollen Ew. Edelmögenden im Laufe dieser Session einige Gesetz -Entwürfe über Veränderungen im ersten Buche des Straf- geseubuchs, deren Feststellung den beiden anderen Theilen desselben Buches vorangehen müssen, zur Berathung vorgelegt werden.

„Man ist übrigens sowohl mit den Vorbereitungen zu cinigen noth- wendigen Modifizirungen in dem bürgerlichen und dem Straf-Geseß, als mit der Regulirung einiger anderen damit in Verbindung stehenden Gegenstände eschâfstigt. Î : ; -

G „R noch festgestellten Kapitel des Budgets der Staats - Ausgaben verden Tw. Edelmögenden in Kurzem vorgelegt werden.

derbe feln ttommene Regulirung der eFinanzen des Reichs und die Wie- Gegonstaub U gestörten _Bleichgewichts derselben is fortwährend der feiten ate ernsten Sorgsait, Niederland wird seinen Verbindlich lig als politisch n und seine Verpflichtungen, deren Erfüllung eben sv hei- [D U N nicht verkennen, E j i: auf bie Mitwißue loten Berathungen hat Mich mit Veirirauen erfüllt die gefordert werder Cw. CEdelmögenden „unt B ungewöhnlichen PLaslen,

Meinen Unter e auf zwe>mäßige Weise zu vertheilen. die nit sowobl N fann keine ungewöhnliche Last auferlegt werden, reit wren. E nein geliebter ältester Sohn, stets zu theilen be-

; z j ; us Wobei bes E Umstünde a, weniger günstigen Einfluß auf die Hulfsquéllen. Weng wle eue aben , wil besißen noch immer wichtige aufsuchen, um dieselben mit ruhiger Ucberlegung die geeignetsten Mittel

/ zum Besten des Staats zu verwenden, so können

E 695 wir bei Ordnung und Sparsamkeit in der Vecwaltung der Geldmittel und | Regierung zu Gebote stehenden materiellen Kräfte scheinen hinzureichen, unter der Voraussczung, daß die Negierung dur die Eintracht des Volkes | um die Bewegung in ihrer Geburt zu unterdrüden. unterstüßt wird, der Zukunft ohne ängstliche Besorgniß entgegensehen, ja, | : ) e D > òÔ D Ç 5 c t 0 T » q N 5 / Et dem NoBn des Allerhöchsten, sogar noch glü>lihe Tage mit Ver | X París, 13. Oft. (Verspätet.) Jn den spanischen Nord-Pro= : | vinzen beobachtet zwar die Bevölkerung, in Erwartung der Ergebnisse Se M | threr geseßlihen Schritte zur Wiederherstellung der Fueros, eine durch= Turín, 5. Okt, (A. Z.) Es ereignete si<h vor wenigen Ta- us ruhige Haltung, aber unter den Truppen zeigen sih fortwährend gen zwischen dem Marquis von Dalmatien, Botschafter Frankreichs A dochst bedenklihen Stimmung. Als am 3ten eins der an unserem Hofe, und der österreichischen Legation eine sonderbare den in Pampelona liegenden Bataillone des Regiments vou Spa= Differenz, welche unser ganzes diplomatisches Corps nicht wenig be- | en zum Exerziren ausrückte, kommandirte der Sergeant - Major der schäftigt. Der Marquis von Dalmatien, welcher einen Ausflug nah | Skenadier-Compagnie plößlich Halt und ließ die Ceatral-Junta ho<h= Venedig zu machen wünschte, schi>te gewohnterweise seinen Paß nah | En. Lie Soldaten stimmten in den Ruf des Sergeant Majors der österreichischen Gesandtschaft, um denselben visiren zu lassen. Er | £n, und das militairische Pronunciamiento war auf dem Punkte, voll= erhielt zur Antwort, daß, da der Kaiser von Oesterreih zugleich | \ndig zu gelingen, als die Offiziere des Bataillons durch ihre ver= König von Dalmatien sei, die üsterreichische Regierung keinen Titel | f1ngken Anstrengungen es endlich dahin brachten, den Sturm zu be= eines Herzogs oder Marquis von Dalmatien anerkenne. Man fügte [wi<Ugen und den Anstifter des ganzen Lärms verhaften zu lassen. hinzu, daß der Hof von Wien in Betreff der fremden Titel den | ver, im die Rajerne zurückgekehrt, fingen die Soldaten von neuem Grundsaß befolge, nur solche Titel anzuerkennen, welche die Erinne- | M, Plenterei zu machen. Ein Theil von ihnen zog unter Geschret rung an Schlachten zurükrufen, nicht aber solhe, welche die Ein S oie K e Des heiligen Nartin, in welcher ein Bataillon des nalzme und den Besitz einer zum jeßigen Kaiserstaat Oesterreich g : Bourbon lag, um guch diejes sür den Aufruhr zu gewin- hörenden Provinz oder Stadt bezeihuen. So z. B. würde man i i die Aufforderungen zur Empö den Titel eines Herzogs von Montebello in Oesterreich zulassen, nicht | ei <tH aber die Titel eines Herzogs von Dalmatien, Treviso, Padua 2c. Die zu besreien ; aber auch ies Unternehmen scheiterte österreichische Gesandtschaft ersuchte daher den Marquis, einen andt E eit in jenem Gebäude befindlihen Wachtpostens. ren Titel während seiner Reise durch die österreichischen Länder anzu “ta ‘el weiten Mißlingen entflohen die Aufrührer aus dem nehmen, widrigenfalls sie si<h außer Stand sehen würde, ihm d vlicolaus, Ju der Kaserne des Regiments von Spanten langte Visirung scines Passes zu bewilligen, Der Marquis stellte | hen ie Cnergie der Vssiztere die Ruhe gleichfalls i j : lombardish=- | WViederhergestellt. Der Sergeant-Major ist am Aten nach kriegsreht= lichem Spruche auf dem öffentlichen Spaziergange de la Taconera

dagegen vor, daß, da er während seiner Reise durch das 0 venetianmische Königreich keinen diplomatischen Charakter annehmeu wolle, E / d 4 é |

erscWossen worden. Un den drei folgenden Tagen wurde die Ruhe in Pampelona nicht mehr gestört.

die vsterreichishe Regierung ihm nicht das Tragen eines Titels verweh f elchen er als Privatmann von Geburt aus zu tragen gewohn Qs

i Vie Nachrichten, welche wir beute dur< die Blätter von der

Gränze aus Barcelona erhalten, reihen bis zum ten.

D) ie osterreichische Legation bedauerte, von fenem Grundsaße il icht abweichen zu fönnen, und der französische Botschafter sah sich S Ut r -

nere Lage, schreibt an diejem Tage ein Korresvondent des Ph@re

E Pan did A Titel einea Marga Sault anzutnelnmeoe1

zuleßt gezwungen, den LUttel eines Marquis Souit anzunezmen. L d A L G : A 3

D D O 9 des Pyrenées von dorther, wird mit jedem Tage bedenklicher. Die Stadt is b)

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rung fanden hier taube

s ich auf nah dem Zuchthauje, D

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ter diejem Namen, ozue ein anderes Prad 0! auf seinem Pass völlig in der Gewalt von Leuten, welche die Hefe des Volles bilden, Sie sind g avgerti]t Herren unseres Lebens und unseres Vermögens, und Gott weiß was ohne die Anwesenheit des konsularischen Körpers, und vor allen Dingen des

I, Herrin Lesseps, welcher sich durch sein früheres Auftreten und dur< die un=-

d ; L , i A ermeß:lichen Dienste, weiche ex der Einwohnerschaft geleistet, in eine hohe Madrid, /. Oft. Der Tag der Eroffnung der Cortes Abtung gescit hat, aus uns werden würde. Indessen die Umstände wer=- naht sich. Das Resultat der Wahlen, mit Ausnahme de: Provinzen den immer verwickelter, und die Lage der Jusurgenten kann sich so gestal=- Barcelona, Coruña, Gerona, Huelva, Tarragona, der baglearishen | ten, daß ihre Missethaten keine Schranke mehr anerkennen. Es befindet und der fanarischen Juseln, ist bekannt. Die Deputirten eilen der | sh unter ihnen cine großc Zösewichtern, welche nur einen Hauptstadt zu, und binnen kurzem wird auch der Senat vollständig | Vo: wand verlangen, um die schlimmsten Ausschweifungen zu begehen. Die sein. Unter den bereits ernannten Senatoren befinden sih der Hei S tel eian schre>lichen AndUG ee T O allen Ge-

i i, 4 A - sihtern gemalt, und das Elend l'at den höchste ‘ad erreicht!

zog A Rivas, erzog E, (Braf L Mlange, Graf Ezpe- R N O i Citabelle, das Schloÿ Meouhtieh und das leta, Marquis N OMEES/ Ms As S, je O A Fort Pio von neuem ihr Feuer auf die von den Jusurgenten beseßten rete (Geschicht|hreiber Colon's), Sampuzano, ala DIglt ( „SUsiz Punkte der Stadt; sie warfen indessen keine Bomben, sondern nur Kugeln Minister unter Ofalia), Barzanallang (General=Zoll-Direktor), Vn1s und Granate Im Laufe jenes Tagcs wurden die meisten Stücke der (Ex-=-Minister), Tarancon (Bischof), Garelly (Justiz = Minister unter | Aufrührer kampfunfähig gemac(t, und am 2en antworteten sie kaum noch. Martinez de la Rosa), die Generale Lopez Baños, Sanz, Figuc Gestern feuerte nur Menjuich von Zeit zu Zeit. Wir erwarteten, daß, ras 1. |. wW. nachdem die Batterieen der Jusurgenten zum Schweigen gebracht wären,

Die Cortes sind zusammenberufen, um der aus einer Contre L A0 e A E ie Unte veN N s (4 n n » a0 D 2 g DNinao hurds E 112 ut n1icyhis EL SUTS Vorge ammen, wag ns 1 DICE Gro e agcd V 199 O N Crt e G, e ln Pr Eis ai „Um die Zahl der Streiter zu vermehren, hat die Junta cine Anzähl l É 2 L LIEE S E Ot D O E von Kettengefangenen und Züchtlingen bewaffnen lassen. Sie matt ihre sten treten nun mit der Erklärung hervor, daß die einberufenen Cortes | Anhänger glauben, daß cine Menge von Städten das Beispiel Barcelona*s und alle von ihnen vorzunehmenden Handlungen und Beschlühje un nachgcahmt haben und Amettler ihnen mit 16,600 Mann zu Hülfe zieht.“ gejeblih, null und nichtig wären. Es dürfte nicht überslühzig jem, Nach einer anderen Korrespondenz aus dem Haupt-Quartier des lafei, Ditses Bar es A R A G zu Beneral Capitains ist das Feuer der Belagerer bis jeßt aus\hließlich

„Nichtig und tige Ab bie Mahlen u A so sehr werden E MIOgIeO e E gerichtet E) H GI E es die angeblichen Cortes sein, falls sie zusammenkommen , und alle ihre es E aid Att der Kron = Vomaine gehöriges Wohngebäude unter Akte, denn nah Vernichtung der Constitution und Zertrümmerung allez E E S D ; 2 Institutionen sind keine Cortes möglich, ohne daß die souveraine Nation | N SAgONIE [agt em am ¿ten nah Perpignan gelangtes hre Einberufung, ihre Formen, ihren Gegenstand erkläre und dekretire. | GVerlcht, daß daselbst etn drettägiger Kampf stattgefunden habe, in Denn die Nation hat auf eine imponirende furchtbare Weise die Central- dessen Verlaufe ein Theil der Stadt in die Hände der Belagerer ge=- Funta ausgecrvfen, damit sie die Befugnisse ihrer Souveraineiat ausübe, fallen ei, wahrend dite Jusurgenten ith fortwährend in dem anderert heile behaupten.

Ueber die Operationen Prim's und Amettler's erfahren wir heute nichts neues. Die Behörden von Figueras haben sih dazu verstehen müjsen, eine Contribution von 12,000 Piastern auszuschreiben.

Die französische Polizei scheint seit einiger Zeit mit verdoppelter Strenge über den Regungen der karlistischen Partei zu wachen. Meh=

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er vorgestern über Mailand nah Venedi

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damit sie alle Gewalten des Staates in ihren Händen vereinige. Denn T diese souveraine Junta muß die ausschließliche Befugniß haben, die Cortes, | ordentliche oder fonstituirende, cinzuberufen u. s w. Denn die öffentliche Meinung spricht sich auf feierliche und furchtbare Weise für die Centra Junta aus, und die öffentliche Meinung wird und muß triumvphiren. Ja, die offentliche Meinung wird triumphiren, Wir werden die Central - Junta installirt sehen, weil die Nation es will, und mit der erforderlichen Willens- h ¡ A ; ; kraft vc:langt. Wir (die Esparteristen) rufea sie mit aller Ergicßung unsc- erc Agenken des Von Carlos, welche hier in Paris eine große Thä

res Herzens, mit allem Nachdru>k unserer Ueberzeugung an, und indem wir igteit zu Gunsten der Sache des Prätendenten entfalteten, haben dies thun, protestiren wir gegen Alles, was durch irgend eine andere Ge- die strenge Weisung bekommen, sih bei unverzüglicher Verbannung alt beschlossen oder vorgenommen werden sollte Wir berufcn uns | gus Stadt und Land aller ferneren politischen Jutriguen zu enthal= aut Ta 4 A L T é C Q, i = Gd as C - N - V e d d

A eee Age Q Ale LeScnoigitE 5 O 2 Q CS ten. Auch \foll der im Namen des Von Carlos geauyerte Wunsch, des Dotles, damit [ie die Zmmoralität und die Berrätheret vou diejem hel- | daß mehreren Notabilitäten seines Anhanges die Reise nah Bourges denmüthigen Bvden vertreibe. Möge diese so laut angerufene und so Y b h

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ehnte Körperschaft sich bald darstellen, um unsere Leiden abzuhelfen, | erlaubt werde, von der Regierung zurückgewiejen worden sein, die revolutionaire Energie zu erwe>en gegen die Mißbräuche, | R A die sich der Entwickelung der Freiheit entgegeunstellen, und gegen deren ofene Elen h I E oder vLerdecite einhcinusche oder austvärtige Feinde ; um das Gebäude der 4 A! c e! - Constitution auf festen und bleibenden Grudlaten A furidilen: 1m M Antwerpen, 14, T it, le erte Rede bei dei gestrigen VFIET Geschicklichkeit des Henkers gegen dic Meineidigen und Verräther in zul Sinweihung A Rhein t Belgischen Eisenbahn hielt, wie schon Bewegung zu seßen.“ erwähnt, der Bürgermeister von Antwerpen, Herr Legrelle.

Wer mit diesem Henker gemeint is, wird man leicht errathen. „„Bom heutigen Tage an“, sagte derselbe unter Anderem, „ist dic große

Das Eco del Comercio, welches im Juni und Juli zuerst eite En Nhein bis zur Maas, von der Schelde zur Nordsee vollendet, den Wahlspruch: Ministerium Lopez und Volljährigkeit der Königin | 10 A IYNAYGUDE TanR Un ere L VELCYENEN Vasen, unjere [lol als Zweck der Bewegung aufstellte, erklärt nun ebenfalls die von den R A a E Ha Marc N Ta a Cortes zu tressfenden Beschlüsse, und die Volljährigkeits-Crklärung der | Fabritanten, Jhren Konsumenten überlic fert werden. Das Bedürfniß ent- ieje wird indessen vou den | fernier Absappunkte für die Produkte Deutschlands i mit dem unseren identisch; wie wir ohne Kolonicen, wie wir von anderen Centren der Con- sumtion, als den ameunfanische?, zurügestoßen, hat Deutschland ein Lebens= 1 Interesse an der En!wickelung unserer transatlantischen Verbindungen , sein

zu fäm-= | Handel, seine Industrie werden, wie die unserigen, ihre Blüthe dem Wachs=

pfen haben, dagegen aber auch überwiegende Bedingungen der Be-= thum A A Die Veigi ege TYEN ge Sie wird nicht nur ständigkeit in dem erhabenen Gegenstande, welhen sie vertritt, Woblfabrt sichern zwischen benachbarten Völkern bilden, sondern auch beider sinten wird. | De ntwort weldie ver Miner ber A A A,

Jch wiederl'ole, der jebige Zustand Spaniens, \o wie die provi= | Ded A Me e m Miuistex dex. HEonYes Bauten, Ee L R A ; | VDechamps, auf die Änrede des Bürgermeijters von Antwerpen gab sorische Regierung, ist das Ergebniß ciner Contre-Revolution, zu welcher : N

.

1

Königin selbst im Voraus für ungültig. L

Cortes ausgesprochen, und dadurch eine Lage herbeigeführt werden,

die allerdings mit den von einer gegen „die revolutiongire Energie“

und „die in Bewegung zu seßende Geschicklichkeit des Heunkers“ ge= l

4 }

richteten Contre - Revolution unzertrennlichen Schwierigkeiten

z E A M , lautete:

eben fo mAQHge Gründe Veranlassung gaben, als zu der in dem be= Mein Herr Bürgermeister! Jch danke Ihnen für das Verbindliche

M Ad Ç : pn es Ta Au 4 S wn A s E T G D fl E E “E f L E oa durch einen Minisier M Krone unternommenen. was Sie mir so eben gesagt haben; aber ich begrcife, daß diese Dank/a- Die höchste J sl!<t der auf ungeseßlichem Wege errihteten Regierung gungen vorzüglich im Namen mciner Vorgänger und der Jngeniecure, welche besteht nun in der \chleunigsten Herbeisührung einer möglichst gesetz dem Werke unserer Cisenbahnen ihre einsichtêvolle Sorgfalt geschenkt haben, lichen Lage der Dinge, durch welche allen Usurpationen der Weg ab- an Sie gerichtet werden müssen. Dieser Tag is keine gewöhnliche Feier z geschnitten werde. Der gesunde Theil der Nation erbli>t das Heil- | er bildet eines jener Datcn, die in der Geschichte der Nationen ausgezeich- mittel in der Volljährigkeits-Erklärung der Königin. Was die An net bleiben. Dieses belgisch - deutsche Fest, an welchem wir zwei Völker hänger Espartero's wollen, erhellt aus den obigen Worten des O genen E L, Nee Antwerpen , Lüt- Cc n : : R L G L ly 1 4 r (> D an ' Espectador, das, was stets ihr Wahlspru<h war: Energie der Re i und Koln an der Schelde, der Maas und dem Rhein begehen , hat Solutio b ba L S Colito Got hi! On j cine Große, welche ergreift und die ganze Geltung cines Ereignisses erlangt, ooumrion und die in Dowegung geseßte Geschidlichkeit des Henkers. | Ja, und Sie haben es eben gesagt, Jeder hat begriffen, daß wir, den er- lp ber hg K pds aus allen Kräften R den jeßt von ihnen | sen Grundstein zum NRhcinthor legend, biermit zugleich den Hafen von Antwerpen fün ungültig erklärten Wahlen theilnahmen, mit Znbrunst die Central- | als Hafen des Zoll-Vereins und des Centrums von Europa einweihen. Die- «“zunta, ohne anzugebeu, in welchem Artikel der Constitution von einer | ser Tag ist für den belgischen Handel das, was die Ereignisse von 1830 solchen Junta die Rede ist, Hätte die provisorische Regierung die für unscre Nationalität waren : unsere politishe Unabhängigkeit ging vor Central „untka einberufen, so würden dieselben Esparteristen über Hoch= 13 Jahren aus ciner Unterwü! figkeit von mehreren Jahrhunderten Es verrath {reien und nur die Cortes als re<htmäßige Gewalt anerkennen. hervorz und in diesem Augenbli begründen wir unjere Parts Für

Zum Glück zeigt die Haltung der Nation, daß sie sih keines- L. wo seit dem Vertrage von Münster so oft nao E aud dis

weges nach einem Zustande zurü>sehnt, wie ihn die Esparteristen zu M ian Nerven C nterpens Debeers. 04 B V N spanischen Herr- »inschen schei Der centralistis{<=esparterisi , d leichten Zugangs zum deutschen Markte. Es gelang der pa, ische wünschen C Der centralistish-esparteristische Aufstand blieb auf | {aft nicht, die Freiheit der Schelde aufrecht zu halten; die österreichi he Barcelona, Gerona und Saragossa beschränkt, und die geringen , der | Verwaltung opferte sie auf z das Kaiserreich machte sie nichtig, und Hollar