1843 / 117 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

Erfolge die s{wierige Bahn | des Staates betreten haben. aat hochverdienten und allge- aths Bitter, welchem dieser Alters zerstörte, war

dem glänzendsten lebens im Dienste um den St Geheimen Ober - Finanzrat der shönsten Freuden jeines

gereiftem E des höheren

Der älteste mein geachteten harte Schlag eime der Verstorbene D : f Jeboren on im 17ten Jahre bezog er, zu Ostern 1826, die Universität Michaelis desselben Jahres zur Fortseßung und kehrte nach Verlauf eines Jahres, zu Berlin zurück, wo er seine Studien

Er trat sofort als Auskultator in

seiner Studien na Michaelis 1827, bis Ostern 1829 vollendete. das hiesige Stadtgericht ein, wo er bis zum Zu gleicher Zeit widmete er Ausbildung literarischen Beschäftigungen Zeit bei der Bearbeitung des die aus aats = Zeitung thätig. arius zu der Regierung

wieder nach

schäftigt war. damals schon seine

Mußestunden zu weiterer und war namentlich einige wärtige Politik betreffenden Theiles der St Noch im Herbst 1830 wurde er als Referend und bereits 1832 mit der Verwaltung des in der Landrath - Amtes in Wolstein beauf- Dezember 1833 sein Examen atte, im August 1835 Jm Dezember

in Posen versebt, damaligen Zeit sehr hwierigen Auch wurde er, nachdem er im zer Auszeichnung bestanden l genannten Kreises ernannt. tath bei der dortigen Regierung nach Jahre 1839 eine Reise nah Jtalien vurde er im Jahre 1841 zum Rath beim Ober Jm Jahre 1842 wurde er mit dem Nach einer im Juli er Mitte August als

als Assessor mit gro} definitio zum Landrath des 1836 kehrte er als Regierungs-9 Posen zurü, unternommen hatte, 1 Präsidium zu Posen bestimmt. Rothen Adler - Orden vierter Klasse begnadigt. 1842 nah Paris unternommenen Reise ward das Ministerium des Jnnern berufen, wo zum Geheimen Regierungs-Rath ernanukt, Censur-Verhältnissen den Bor

Hülfsarbeiter in Anfang dieses Jahres, namentlich auch in den Preß- und trag hatte. mer Regierungs-Rath Bitter wußte mit einer henden Geschäftskenntniß und einer echt vaterländischen jene edle Liberalität und ungesuchte Anspruchslosigkeit zu welche ihm die Herzen Aller gewannen, die mit ih) rührung kamen und allen seinen Freu dankbarer Erinnerung sein werden. Theilnahme bereits dermann fühlt: es is ein Edler, ein V die Hoffnungen dahingegangen, denn er war einer der ergebensten und treueste landes und seines Königs.

Gesinnung

m in: nähere Be- nden cin bleibendes Denkmal Auch hat sih die allgemeine Weise ausgesprochen. Je ortreffliher viel zu früh für Dasein knüpften; n Diener seines Vater

auf die unzweideutigste

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welche sich an sein

Oktober fand die feierliche Ueber-

Berlin, 24. Oft, C eber den für das nächste

gabe des Rektorats der hiesigen Universität an äblten und durch Allerhöchste Kabinets-Ordre vom 19. tätigten neuen Rektor, Professor Professor von Raumer,

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Tat Sn

Dr. Lachmann, statt. trug bei dieser Gelegen- Universitätsgebäudes fast ganz be- s\{chmiickung der Aula,

abgehende Rektor, heit vor, daß der Ausbau des endigt sei und Se. die vom Herrn Prof drich 11. und Friedrich Wilhelm Ul, sind der Universität geschenkt und in d die Büsten des Geheimeraths Rust von raths Reil von sei

Majestät der König zur Au essor Rauch gearbeiteten Büsten der Könige Frie- huldreichs geschenkt habe, Ferner er Aula aufgestellt worden: seinem Sohue, des Geheime- jem Schwiegersohne, dem Geheimerath Krucken aths F. A. Wolf vom Professor F. Tie. hgt die Universität verloren, den | Bellermann und den Lektor der englischen Es gingen ferner ab: der außerordent- Dr, von Woringen nah Freiburg, der Dr. Marchand nah Halle, Dr, Minding nach Dr, Vorländer nach Marburg. Angestellt wurden, der Nath Lehnert, in der philosop oren Herren Huber und Gelber. ernannt in der juristischen Fakultät Herr medizinischen Herr Dr. Mitscherlich; in der p Gerhard und Panoffa. enommen in der theologischen in der juristischen

An Lehrern außerordentlichen Professor der Theologie Pr. Sprache Dr. von Seymour. lihe Professor Privat-Docent

der Rechte

Üniversitätsrihter, Herr Kammergerichts- hischen Fakultät die ordentlichen Pro-= Zu außerordentlichen Professoren

Richthofen; in der n die Herren Pr.

Als Privat - Fakultät die Herren Kahnis, Herr Jheringz in der philoso Märker, Helferihh , Curtius, Dr. von Madai Vorlesungen zu halten. nannt Herr Dr. Solly.

Jm vergangenen Winter Halbja

Docenten wurden aufg Schof und Reuter; hischen die Herren Schmölders, Hirsch, Gumprecht, Ellendorf. Erlaubniß, in der juristischen Fakultät Zum Lektor der englischen Sprache ward er-=

Herr Professor

erhielt die

hre hörten Vorlesungen auf der 2G Perjonen.

Im Sommer-Halbjahre een 4145 Personen, Jm abgelaufenen Jahre wurden immatrikfulirt in der theologischen Fakultät medizinischen

philosophischen

arunter Juländer 603, Ausländer 40

u Doktoren wurden ernannt in der theologischen Fakultät medizinischen philosophischen

ziplin der Studenten nur wenig

Daß in Hinsicht auf die Dis: araus hervor,

und Uuerhebliches zu erinnern gewesen, geht {hon d daß Keiner relegirt und fonsiliirt ward.

Jm nächsten Jahre besteht der Senat aus dem Rektor Lach= den Dekanen Neander, Puchta,

manu, dem Yrorektor von Raumer, n oa e ne L ( Q, ur j & 5 e » *— i R M her urg und dem Universitäts-Richter, Kammer- Durch den Tod Sr, der Prinzliche Freitish eine des Geheimeraths Körner if Thalern zur Gründung eines Stiy

Königl. Hoheit des Prinzen August hat Aus dem Nachlasse versität ein Kapital von 1000 endiums überwiesen worden,

Einnghme verloren.

X Greifswald, 16, Oft. seres allyerehrten Monarchen wurde Universität mit um so innigerer The nerung an den hohen Besuch, Jahres die Universität beglückt, und an die B ablassung und wohlwollendem Antheil, dur Herrscher Aller Herzen gewonnen hatte, noh festlich Eule A Aul der zeitige eftor der Universität, Professor Erichson, i s Rede die gemeinsamen Gefühle und Belltiiten At und fnieile daran die Ausführung des für diese Gelegenheit gewählten Thema's :

über die unsere Zeit bezeihnenden Gegensäße des .Universalismus und Nach einer durch Vokal - Musik ausgefüllten Zwi= shenpause wurden dann von demselben die Urtheile der Fakultäten

Die Feier des Geburtsfestes un- in diesem Jahr guf der hiesigen ilnahme begangen, als die Erin- ajestät im Juni dieses eweise von Huld, Her- ch welche der erhabene ch in Allen lebte, a des Universitäts-Gebäudes drüte

womit Se.

Partikularismus.

718

i‘ber die auf die im vorigen Jahre gestellten Preis - Aufgaben einge- gangenen Abhandlungen der Studirenden, so wie die für das nächste Jahr von den Fakultäten gestellten neuen Preis - Aufgaben bekannt gemacht. Den Schluß des Festes bildete ein von der ganzen zahl= reichen Versammlung gesungener Choral.

Preise erhielten: Von der theologischen Fakultät die Studiren-

den der Theologie Schmidt aus Greifswald und Löwe aus Wettin, jeder die Hälfte des ausgeseßten Preises; von der medizinischen Fa- fultät der Studirende Herm. Bücker aus Westphalen den halben Preis; von der philosophischen Fakultät der Studirende der Medizin Karsch aus Münster für die Bearbeitung einer Aufgabe aus der Logik den ganzen Preis, und der Studirende der Mathematik Eulogius Fleischer aus Kolbaß für eine historishe Abhandlung den ganzen Preis, Bei der juridishen Fakultät waren auf die von derselben gestellten Auf gabe feine Arbeiten eingegangen. F Köln, 20. Okt. Se. Königl. Hoheit der Herzog von Cam |Fbridge, Oheim Jhrer Majestät der Königin von England, is gestern |Lzmit hohem Gefolge, von Mainz kommend, mit einem Dampfschiff der #ölnishen Gesellschaft hier eingetroffen.

Ausland. Deutsche Bundesstaaten.

Bayern. Múnchen, 18, Oft, Man liest in der Augsb. Allg. Zeitung: Jn unserer Mittheilung über die Grundsteinlegung zur Ruhmeshalle unterließen wir, zu bemerken, daß der König auch diescs Gebäude, gleichwie die Siegeêpforte, aus Allerhöchsteigenen Mitteln erbaut. Die ihrer Vollendung nahe Bonifacius - Kirche mit

dem Kloster sammt ihren Einrichtungen und Ausshmückungen, die Feldherrnhalle, die beiden Brunnen auf dem Universitäts - Plaße in

der Ludwigsstraße, das pompejanische Haus in Aschaffenburg, die Be:

freiungshalle zu Kelheim 2c., all diese Bauführungen geschehen, wie es bei dem Saal- und Königsbau und bei Erbauung der Walhalla, daun hon früher der Glyptothek und Allerheiligen - Hofkirche statt

hatte, lediglich auf Kosten der Kabinets-Kasse, aus Königlichen Privat

mitteln. Der Munificenz seines Königs allein danukt das Vaterland

all dieses Herrliche, diese bleibenden Denkmale Königlicher Großsinnig

feit und Kunstliebe, wodurch zugleich vielen Hunderten von Arbeitern

Gelegenheit zu Verdienst und Erwerb gegeben ist. : Folgendes i} die in Nr. 113 der Allgem. Preuß. Ztg. er

wähnte, von dem Königl. Staatsrath 2c, Freiherrn von Freyberg als Verweser des Königl. Ministeriums des Innern bei der vorgestern stattgehabten Grundsteinlegung der baverishen Ruhmeshalle an Se. Majestät den König gehaltene Aurede: „Geruhen Ew. Königl. atten, in einigen Worten das anzudeuten, was in diesem feierlichen Moment uns so mächtig ergreift und bewegt.

Majestät mir zu gest Wir sehen Ew. Königl, Majestät an diesen Ort herankommen, um

: zu gebon wie sehr es Jhnen em Bedürfn!ß des Geistes und Herzens ist, die Anerkennung des Talents, des Verdienstes und der Tugend 1n großartigen Werken auszusprechen, und der Mit- und Nachwelt zur Nacheiserung vor Augen zu stellen. Erft jüngst ist an den Ufern der majestätischen dem deutschen Rheine vermählt haben, jener dung gekommen, deu lichen bestimmt is}; | gewidmeten Siegespforte der Anfang gegeben uns berufen, die Zeugen der Grundsteinlegun

,

Threm Volke einen neuen Beweis

sein, das dem Ruhme 1 das tiefgefühlte J em Ja, bald wird man an den Ufern des h

hier die Stufen ZJhres Bavaria sih erheben sehen,

Vaterlandes zu sein verdient haben. Ganz erhabene Zwecke wer den Ew. Majestät dur dieses Monument in Erfüllung brin gen. Einmal wird die Schuld der Anerkennung und des Dan fes, mit durch \cinen König sich

sich entzündet und begeistert f

gegeben,

Königl. Magj

hat. Wie sinnig sagen niht auch Stunde und Ort derj festlichen Handlung zu, welche jeßt hier begangen werden soll! Heute is ja der festlihe Tag, an welchem die Gebete Jhres Volkes für die ge= liebte Landesmutter mit doppelter Jnnigkeit zum Himmel steigen; und

von dieser Stelle aus wird ja unser Blick über die Cbene hingetra gen, auf welcher die treuen Bayern

wollen, der der höchste Belohner alles Verdienstes is.“

Oesterreichische Monarchie.

AQien, 19. Okt. (Wien. Z,) Gestern, am 18, Oktober, Mittags um 12 Uhr, gerußteu Se. Kaiserl, Majestät im Beisein und unter Mitwirkung Jhrer Majestät der Kaiserin, Jhrer Majestät der Kaiserin - Mutter und Jhrer Kaiserl. Hoheiten der hier anwesenden durchlguchtigsten Familienglieder, dann des Kaiserl. Haus=, Hof und ats = K Metternich und der Kaiserl. Staats und Konferenz - Minister den Grundstein zu dem Monumente Seiner Majestät des Höchstseligen Kaisers Franz 1. auf dem inneren Burg-

Staats = Kanzlers Fürsten von

playe zu legen. Le

Paris , 19. Oft. Herr Olozaga hat dem Könige und dem Herzoge von Nemours zwei Schreiben überreicht, durch welche die Königin von Spanien dem Herzoge von Nemours den Orden vom goldenen Vließ verleiht. Die Jnsignien dieses Ordens sind von dem spanischen Gesandten in die Hände des Königs niedergelegt worden, der damit in eigener Person den Herzog von Nemours bekleidet hat. Der Minister der auswärtigen Angelegenheiten war bei dieser Ceremonie zugegen. Die Ernennung des Herzogs von Nemours zum Ritter des Ordens des goldenen Vließes hatte gleich nah dem Sturze Espar= tero’s und nah dem Eintritt von Narvaez ns Kabinet stattgefunden. YDer Herzog hat sih zu diesem Orden bei einem der hiesigen Juweliere sehr kostbare Jusignien machen lassen, unter denen besonders ein Pblauer Diamant vom reinsten Wasser hervorstrahlt, der auf 25,000 Fr.

,

geschäßt wird.

unangemessen bezeihnet wurde, sprach O'Connell selbst. ersprach er, für die Zukunft das anstößige Wort „Sach- gebrauchen, worauf er die Erklärung folgen ließ, der Repealbewegung als die Herstellung eines Föderal - Parlaments für O'’Connell beabsichtigt, durch ärung der für ihn nachtheiligen Auslegung seiner frühe- die immer wiederholten Worte :

Kabinets vom 29. Oktober wird dicsmal nicht bei dem Marschall Soult, sondern bei dem Minister der öffentlichen Arbeiten, Herrn iert werden.

Herr Lagrenée, der an den Ho ist gestern mit seinem za reist; er hat, wie man hört, den und den Agenten Jancigny, die zu nah Haus zu senden und einen neuen K

Jm Kriegs - Ministerium sind vom Pässe nach Algerien ausgestellt worden, dort niederlassen wollen ; man {l Afrika während der neun Monate lonisten - Familie, die ein baare nachweisen kann, erhält freie Ueberfahrt, terial und 12 Hektaren Land.

Berichten aus Konstantine vom Mann nah der Gränze von Tunis abgegangen , um die Regentschaft und der französischen Provinz

länder, als Zuvörderst v sen‘ nicht mehr zu

Teste, gefe Ç f von Peking bestimmte Gesandte, hlreihen Missions-Personal von Paris abge Austrag, den Konsul Ratti-Menton Macao an einander gerathen sind, onsul einzuseßen. 1. Januar d. J. an 3000 meist für Familien, die sich ( Zahl der Einwanderer nach bis zum 1. Oktober auf 15,000 au. s Vermögen von 1500 Fr. 600 Fr. an Geld, Bauma

(ah dem Beispiele Kanada's.

Reden vorzubeugen, in denen

„JFrland f räther““ wL 6 Parlaments. funden, als eine unabhängige Legis jon der Regierung, die große Militairmacht und die or strengeren Maßregeln den Agitator eingeschüchtert ha- Bildung desselben auch der Beistand von Eng- elbst angeboten wird. Das Chartistenhaupt Joseph Sturge bietet nämlich dem irländischen Agitator seine Armee an, wenn er arlament mit allgemeinem Stimmrecht für Jrland organisi- Schreiben Sturge?s vor

hl einen anderen Sinn zulassen, als die Bildung eines Ein solches Parlament aber wird jeßt vor latur, weil nicht allein

theilhafter ge die Proclan Besorgniß vor : e ben, sondern ihm zur iten d. war eine Kolonne

ein föderales P ren wolle. OD’Connell las der Versammlung das und legte seine Freude über den versöhnlichen Geist beider Länd Zuleßt kfommentirte er noch seine früheren Redeu, ¿um Widerstand gerathen habez seine derselbe erst eintreten sollte, wenn ihnen jedes constitutionelle Recht genommen wärez so lange aber noch ein Stück der Constitution ihnen gelassen würde, sei an keinen Widerstand von ihrer Seite zu denken. fodann mit der Erklärung,

Gränzlinien zwischen dieser : herzustellen. Vor einigen den französishen Gesandten in Athen, ab Nach der letzten Zählung beträgt die Seelen; die vorhergegangene 10,910 Seelen ergeben.

Tagen sind neue Justructionen an Herrn Piscatory,

geschickt worden. Bevölkerung Frankreichs

Zäblung hatte im Jahre

Meinung dabei sei gewesen, daß

34,494,875 1836 stattgefunden und

em Erschlaffen und Zerfallen der leg! E en it Jahren angefangen (

zu einem Punkte gediehen nur ein Schritt zu }e deren endli

A Paris, 19. Oft, timistischen Partei, der leßten Zeit bis zur völligen Auflösung ] diesem Augenblicke eine Reaction, dahingestellt bleiben müssen, unter günstigen Umständen d wir namentlich das monströseu Allianz des eine Allianz, bei welcher zufallen mußte, und welche ohne ) der inneren Zerwürfnisse gewesen ist Ideen 1hre politische 1 Die hiesigen legitimistishen Blätter fül d alle Tage bitterer werdend

hat und das m von welchem bis begegnet in he Ergebnisse vorläufig der man aber sagen kann, daß sie egonnen worden ist. Als solche bezeichnen \ erden und den theilweisen Bruch der mit dem demokratischen Prinzip, natürlih dem leßteren der Antheil des Löwen Zweifel die wirksamste Ursache aller , durch welche die Partei der alten Macht mit eigenen Händen unter= zren seit einigen

die Herstellung eines Föderal - Parlaments stimme, er dennoch nichts in seinem früheren Tone ändere (in der ganzen Rede aber herrscht gegen die früheren eine andere Sprache); „ih gebe kein einziges Recht des irländischen Volks auf“, sagte er, „sondern ih bin bereit, eise zu scinem einstimmig erklärten i Eine wiederholte Ermahnung zur Ruhe beschloß die mit großem Beifall aufgenommene Rede.

E Cn De

Aus dem Haag, 20, Oft. der heutigen Sihung der zweiten Kammer wurde derselben angezeigt, daß Se. Majestät der König aus den drei von der Kammer erwähl Kandidaten Herrn Luÿ9ben ernannt habe.

Das Uebungs-Geshwader, welches unter dem Befehle des Prin- zen Heinrich nah dem mittelländishen Meere abgesandt worden war, heil am 14ten wieder in Vliessingen eingetroffen, S Pie

Telegraphische Depesche aus Spanien. H Uhr hat der Conseil dent (Lopez) vor den vereinigten Cortes das Dekret verlesen, durch Zession für eröffnet exklärt wird. Herr von Oñis ist zum Vice-Präsidenten sind der Herr Carnerero ift

IVeN Vegon demselben auf die förderlichste l Ziele zu verhelfen.“ LegifimtSmug

our de la Baye)

monarchischen graben hat.

Wochen eine heftige und all National, in welhe nah und nach alle übri hineingezogen werden zu sollen se sprünglich nur um die Frage von

Partei zum Wünsche dieser P mentlich auf fremde máälig erweitert, deutlichen Ueberb Stellung der L

e Polemik gegen den E gen Organe der Linken | Scsj Streit drehte sih ur= dem Verhältniß der legitimistischen Zusammenhange artei mit der Hoffnung auf fre Waffenmachtk ; er is jeßt groþp lick über die Ausgangs8pun

Präsidenten

der politischen n Beistand und na- Lampfplayß hat sich all genug geworden, um einen fte und die gegenseitige er Demokraten zu gestatten, und um ihrer Prinzipien und ihrer Zwecke in eise in Zweifel zie artigsten nicht blos das loral fördern, sondern auh dem sich bisher hatte selbst verleugnen smus fämpfen zu helfen! Wenn die ihr Juteresse und ihre Aufgabe rich llen Dingen die Taktik der blos ankreih in ge=

ist zum größten

aber der $ Paris, 18. Oft,

egitimisten und d die unversöhnlichen Gegensäße

volles Licht zu seßen. hen, daß eine solche Souderung des Ungleich Interesse der politischen N) \ zu statten kommen wird, das hne des Radikali

welches die Präsidenten des Senats ernannt worden. Herzog von Rivas und der Graf von Espeleta. telle zum spanischen Gesandten in Lissabon er= Ordnung wurde nicht einen Augenblick zu Mag=

Wer konnte aufrichtiger W

an Herrn Aguilar's nannt worden, drid gestört.

missen, um unter der Fa Legitimisten endlich anfangen, tig zu begreifen, so werden sie vor a ition aufgeben, mit deren Hülfe sie Fr fernen helfen, auf welches sie loszu-= legitimistische

Donau, welche Ew. Majestät hehre Bau zur Vollen= - die Namen aller großen Deutschen zu verherr= aum is} der Errichtung einer un\erer Wasfen-Chre

und schon sehen wix g eines Monuments zu ¡enes deutschen Volk2 geweiht sein soll, welches

Man versichert, daß! der herrschenden Partei in Madrid zum Präsidenten des Kabinets bestimmt is, welches die Majorität des Kongresses dei jungen Königin nach der Erklärung ihrer Volljährigkeit vorschlagen zu müssen glaubt. Es wird indessen bezweifelt, daß Herr C Ï werde, der verantwortliche Chef eines Ministeriums zu sein, bei dessen Zusammenseßung er nicht einmal um seine Meinung gefragt worden ist, geshweige denn, daß er einen entscheidenden Einfluß auf dieselbe gehabt hätte, auf ein Ministerium, d

París, 19, Oft. err Olozaga ou

negativen Oppos radex Richtung von dem Ziel ent steuern glauben. Partei ihren politisc der Zukunft verzichte, behalt zu huldigen, daß sie,

Es steht nicht zu verlangen, daß die hen Glauben gaufgebe, daß sie auf ihren Kultus um der Gegenwart unbedingt und ohne Vor mit einem Worte, aufhöre, Opposition Aber diese Opposition, wenn sie für konsequent, e fann natürlich nur eine vom royalisti= 1 sie muß alle revolutionairen Mittel vershmähen und sie muß ihre Popularität ihrer Ueberzeugung unte Doch die Legitimisten beweisen jene Konsequenz nur guf dem firhlichen Gebiete, wie sie sich denn zum Beispiel der Wiedereinfüh rung des Gesebes über die Ehescheidung mit der größten Hartnäckig feit widersetzt haben und noch widerseßen. Fragen dagegen zeigen sie ei Haß zu befriedigen, als il Genugthuung zu verschaffen. würden lieber heute als morgen a der Ordnung des Staatswesens abgeschafft, mer aufgehoben, das Königliche V Null herabgeseßt, wiewohl alle diese narchie unfehlbar nicht nur für unentbehrlid stärkung bedürftig erachtet werden würden, reih aber is der Geist der Revolution zum guten Theile , legitimistischen Opposition, Gesellschaft gedrungen , als am espotismus.

Wenn die Legitimisten zren, so werden sie w

lozaga sth willig finden lassen

Glü hat, den König Ludwig den Seinigen zu nen= l lauen Jsarstroms, der F Thrones bespült, das mächtige Standbild der den stolzen Löwen an ihrer Seite, den unverwelklichen Ehrenkranz mit freudigem Selbstgesühl hoh in die Lüfte tragend, umbaut von einer Rußmceshalle, welche die Bildnisse jener Bayern überschatten wird, die der Stolz und die Zierde des

as überdies aus verschiedenartigen tehen muß, wenn sowohl die Christinos als die mi: zufrieden sein follen. d E T P (a so viel als

und zweckdienlih gelten will, hen Geiste durhdrungene sein,

Bestandtheilen bej nisteriellen Exaltirten mit demselben zaga, der schon oft einen sehr feinen Takt bewä offenbar darauf ankommt, sich selbst, seine politische Figur, zu schonen, um seiner Zukunft nichts zu vergeben, Herr Olozaga dürfte es wahrscheinli seinem Interesse en den Verlauf der ersten Zeit der Selbstregierung Jsabella's U. auf seinem bequemen Gesandtschafts-Posten in Paris abzuwarten, als sich bei dem neuen parlamentarischen Drama in Madrid unmittelbar felbst und noch dazu in der shwierigsten Rolle zu betheiligen.

Der General Sanz wagt keinen entscheidenden Angriff auf Barce lona zu unternehmen, ehe er nicht Verstärkungen erhalten hat, die er wohl nur von der Vereinigung des Primschen Corps mit dem Bela Aber die lange gehegte Hoffnung , die Truppen Prim's endlich disponibel werden zu sehen, cheint noch ziem- li weit von ihrer Erfüllung entfernt zu sein, da Gerona noch feine Miene macht, dem Sieger von Reus seine {hon dreimal vergebens Prim \chickte sich an, am 11lten einen in dieser Ab= unfähige Bevölkerung

In allen rein politischen t\prechender finden, nen weit größeren Cifer, ihren politischen : zren politischen Sympathieen und Ansichten Hinge es von den Legitimisten ab, so lle Garantieen der Stabilität und würde die Pairs-Kam ahl-Census auf

welcher das Vaterland jene: Männern verpflichtet O E E Geschichte als die hellsten Sterne glänzen, abgetragen snden;z und dann wird das lebende Geschlecht, wenn es seinen Blick zu diesem Denkmale erhebt, inden, es denjenigen nah- und gleichzu= thun, die würdig befunden sind, an der Ehre des Kranzes Theil zu nehmen, welchen Ew. Majestät der stolzen Jungfrau in die Hand deren Standbild sich hier erheben wird als eine neue präch= tige Zierde der Königlichen Hauptstadt, welche der Munificenz Ew. jestät schon so viele herrliche Monumente zu verdanken

eto beseitigt, der W Dinge in einer restaurirten Mo », sondern auch der Vcer- Jn dem heutigen Frank

gerungsheere erwarten darf.

das innerste Leben dexr

l Schlusse der Epoche des Kaiserlichen

beschossenen Thore zu öffnen. vierten Angriff zur Führung gefordert, die Stadt zu verlassen. (dessen Mißlingen er auch in seinem amtlichen Berichte an den General- Capitain dem Umstande zuschreibt, daß die Belagerten im entscheiden- den Augenblicke eine weiße Fahne aufgesteckt, während es doch gewiß ist, daß Prim selbst durch die Absendung eines Trompeters ih eine äußerst blutige Niederlage erspart hat) is es den Belagerern von Gerona übrigens gelungen, sich einiger festen Punkte, die zu den S „BUN gehören, zu bemächtigen. D Bi anueva und Geton, die ¡lebten in ganz Catalonien, in denen, außer Barcelona und Gerona, die Fahne des Aufstandes noch wehte, stud von den Truppen der Regierung beseßt worden. Í

L: Der General Prim hat einen kurzen Waffenstillstand mit der Junta von Gerona geschlossen, und derselben erlaubt, zwei Abgeord- nete nach Barcelona zu schicken, um sich von der dortigen Lage der Dinge mit eigenen Augen zu überzeugen, und eine dem Resultate die- ser Sendung entsprehende Beschlußnahme fassen zu können Abgeordneten der Junta sind wirklih vor Barcelona angekommen aber der General Sanz hat ihnen den Eintritt in die belagerte Stadt versagt, und sie haben unverrihteter Sache nach Gerona zurückkehren müssen. Das den Jusurgenten in Gerona von Prim gemachte An= erbicten des freien Abzuges nach Frankreich, ist zurückgewiesen Vor beit Eine Deputation von angesehenen Einwohnern der benachbarten Städte, welche sich am 10ten von dem Hauptquartiere des Gene- rals Prim aus nach Gerona begab, um der Junta zum Kapituliren und zur Vermeidung ferneren Blutvergießens zuzureden, scheint durch ihre Vorstellungen gleichfalls keinen große ; Jn dem Lager vor : große Bewegung, die ai Der Gene

unternehmen , jetzt endlich auf dem eingeschlagenen fal der Waffen enigstens einen gewissen Vor= en, ihre historishe Rolle zu rehabilitiren.

hen Wege umkel theil davon haben, d Grossbritanien und Irland. Der gestern veröffentlichte Status der as mit dem 10. Oktober beendete Finanzjahr 908,541 Pfd. der Einnahme über gemeldet ist, 51,920,958 Es ist dies seit 1837 das erste

ihre Liebe zu dem Hause Wit telsbach mit ihrem Herzblute besiegelt haben. Und so stimmt denn Alles zur Erhöhung der Feier des Aktes zujammen, den Ew. Königl. Majestät unter dem Segen desjenigen beginnen zu la}sen geruhen

Londou, Staats- Ausgaben für d i 1843 ergiebt einen Uebershuß von Die erstere betrug, wie bereits 51,012,417 Pfd,

einen Uebershuß ergiebt.

(l’'s Verhalten gegenüber der Regierung, neuen Stellung zu dem Repeal - An- welche die Presse rage, daß die Pro- tellung O'Connell's spricht, steht in direkten Widerspruch Versammlungen er=

die Ausgabe. Außenwerken der Die kleinen Orte I, E G D Jahr, welches so wie die Begründung seiner verdienen mit Recht die Bewunderung, Talente als Agitator zollt. clamation der Regierung eine denn was er jeßt 5 er dem Volke auf den großen neue Stellung hat ihm bis jeßt noch nichts und das durch scine Declamationen zu pannte Volk begrüßt seine klo mit demselben Enthusiasmus, Ausfälle gegen Alles, was ihm gierung“ sagt die Times, zu Grunde gerichtet wie ein Taschenspieler auf dem waghälsiger Geschicklich= Seine Begleiter sehen ihn an, Was kann der geschickteste er dubliner Kornbörse al - Vereins, welcher der 1sgezeichnet. der die Stelle John s mäßige Rede einge= der gewöhnlichen Lieblings= ng Sachsen sür Eng-

Es ist keine F Aenderung in der S bewirkt hat,

zählt hat, aber diese von seinem Einflusse geraubt, den höchsten Erwartungen g um Frieden bittende Rede früheren trobigen D nicht anstand. „Die „würde jeden aber nicht ihn. Jahrmarkte b ren mit zu fe

rohungen und Proclamation der Re Demagogen Er verschlingt sie : Solche Streiche j n Eindruck hervorgebracht

x vor Gerona herrshte am 10ten eine

L Gitn ero aen allgemeinen Angriff Y o D DOU ) S . seinen Befehlen, unter denen 4 bis 500 Main Relterei, Bn T L pen erhalten zwar ziemlich regelmäßige Aen über allen Ausdruck zerlumpt und ab hat die Uniformen der Der General Prim

seiner Versuche, sich Gerong's

lanke Messer. inem Gewerbe. flatshen Beifall und bezahlen. zuberer mehr verlangen?“ Die vorge abgehaltene Wochen - Agitator beiwohnte, 1 dem dieselbe von dem Vo O'’Connell's leitet war, worin sogar Worte des Agitators, namen

Versammlung des Repe var durch solche j rsibenden O'Neill

Soldzahlungen , aber sie sind l gerissen. Eins seiner Bataillone entwaffneten National-Garde von Mataró soll durch das wiederholte Scheitern zu bemächtigen, in eine große Er-

Manöver al

der Gebrauch tlih die Benennu

Der Conseils-Präsident, Marschall Soult, ist von seinen Gütern ' zurück hier angekommen. Der dritte Jahrestag des Bestehens des

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(19 bitterung verseßt worden sein. Er hat jeßt das ihm anfangs feh lende Belagerungs-Geschüß erhalten, und mehrere Mörser-Batterieen vor der Stadt aufgepflanzt.

Die Junta von Gerona hat auf Verwendung des französischen Konsuls in _Palomar den in der vom General Prim belagerten Stadt ansässigen Franzosen die Erlaubniß zur Auêwanderung gegeben.

Aus Pamplona erfahren wir, daß die dortige National - Garde, aus vier Compagnieen Jufanterie und einer Schwadron Reiterei be= stehend, am 13ten entwaffnet worden ist. Diese Entwaffnung is durch eine Verschwörung nothwendig gemacht worden, deren Zweck es war, sich der Citadelle zu bemächtigen und die Central - Junta auszurufen. Mehrere bei diesem Komplott betheiligte Militairs sind verhaftet, Andere sind flüchtig in Bayonne angekommen. Jm Allgemeinen herrscht übrigens in den Nord - Provinzen fortwährend Ruhe und Stille, die nur hier und da durch einen vereinzelten und erfolglosen militairischen Meuterei-Versuch unterbrochen wird. i

Der General Conha hat am 12en einen heftigen Angriff auf Saragossa gemacht und si der Vorstadt San Jose bemächtigt. Die Stadt selbst fuhr am 13ten fort, sih zu vertheidigen.

Man erwartet in Bayonne die Ankunft des General - Direktors des spanischen Postwesens, welcher mit den französischen Post-Behör= den die Maßregeln zur Organisation eines neuen täglichen Postdien stes zwischen Madrid und der französischen Gränze verabreden will, Die Vorbereitungen zu dieser Einrichtung sind in Spanien so weit gediehen, daß der neue Dienst noch im Laufe dieses Monats begin ien fann. Die Post wird künftig den Weg von Madrid nach Bayonne, etwa 220 französische Lieues, in 60 Stunden zurücklegen.

Griechenland.

Ein zweiter Artikel der Deutschen Allgemeinen Zeitung über die griechischen Angelegenheiten lautet wie folgt:

„Das Geschick des griechischen Staates beruhte seit dessen Ent stehung vorzugsweise in den Händen der drei Schubmächte; Griechen land fann also auch zunächst von ihnen cine angemessene Gestaltung seiner Zukunft erwarten. Frankreich und England waren in neuerer Zeit sehr geneigt, faftishe Zustände anzuerkennen, obne auf die Ur-= sachen oder die Art ihrer Entstehung besondere Rücksicht zu nehmen. Bon diesen Mächten könnte man also vielleicht voraussezen, daß sie auch diesen Aufstand als eine vollendete Thatsache betrachten, ohne für jeßt der Folgen zu gedenken. Diese Ansicht dürfte eine Stüße in dem Umstande finden, daß sie ihren Einfluß in einem Staate mit constitutionellen Formen für gesicherter halten werden, weil der selbe ihnen dadurch ähnlicher wird, und weil getheilte Staatsge walt fremder Einwirkung eine ungleich freiere Bewegung verstattet, Daß der faum beruhigte innere Parteigeist, der ungezügelte Chr- geiz, der natürliche Hang zur Jutrigue, dann gleichfalls freies Spiel haben werden, möchte jener höheren Rücksichten wegen nicht in Betracht kommen. Scheint cs doch fast, als ob die Repräsentanten jener beiden Shulzmächte im Juteresse derselben zn handeln geglaubt haben, als sie dur die eigenthümlihe Art ihrer Thätigkeit und Un thätigkeit versuchten, dem Aufstande den Schein der Billigung threr Machtgeber zu verleihen. Das Benehmen des Gesandten Rußlands ist nicht so leicht zu erklären. Auf den ersten Blick nämlich hat Ruß land ein dem Obigen durchaus entgegengeseßtes Jnteressez denn wenn der 15. September constitutionelle Formen in Griechenland begründen sollte, so tritt der Einfluß Rußlands vielleicht für lange Zeit in den Hintergrund. Unter den vielen Vermuthungen, welche in öffentlichen Blättern laut geworden sind, begegnet man zwar guch solchen, die Rußland verdecktere, weiter gehende Absichten zuschreiben. Das nicht leiht zu erflärende Benehmen des russishen Gesandten hat sie her= vorgerufen ; allein man war bisher fo sehr daran gewöhnt, die Be strebungen der russishen Regierung unter allen Umständen guf Er- haltung des streng monarchischen Prinzips gerichtet zu sehen, daß es voreilig sein würde, im vorliegenden Fall eine so bedeutende Abwei chung von diesem Systeme zu vermuthen.

„Jst denn aber jemals die Würde des Königthums mehr gefähr det worden, als durch die Vorgänge in Atben? Wir erinnern uns feiner früheren Begebenheit, welche damit zu vergleichen wäre. Man hat größere Reiche erschüttert gesehen; der Aufruhr cines zügellosen Heeres hat mehr als einmal den russishen Thron wanken gemacht; die Erhebung der Mehrzahl eines ganzen Volks hat das Julikönig- thum geschaffen. Allein so vornehm ist der Aufstand in Athen nicht, obgleich man ihm eine Wichtigkeit hat beilegen wollen, welche er in dieser Hinsicht keinesweges hat. Zergliedert man die dortigen Vorgänge, so erblickt man nur zwei untergeordnete rebellische Militgir-Anführer, welche, durch die Umstände begünstigt, mit einigen hundert Genossen ihren König in seinem Schlosse belagern und dem von fast allen fFei- nen Räthen und Dienern im Augenblicke der Gefahr verlassenen Monarchen Versprechungen abtroben, die derselbe vielleicht gar nicht im Stande is, zu erfüllen. Auch Das is} schon vorgekommen; aber ein Ereigniß ohne Beispiel dürfte sein, dag Lie Betten ver ve freundeten und Schußmächte, anstatt der Gefahr sich entgegen zu stemmen, anstatt mit dem Mantel ihrer Unverleblichkeit den gefähr= deten Thron zu umgeben: durch ihr unerklärlihes Benehmen dessen Fall beschleunigen. Kounten sie denn vergessen, wie {wer es ist, dem auf solhe Weise gemißhandelten Königthume den früheren Zauber und Glanz wiederzugeben ! Die Krone kann Nach giebigkeit zeigen, sie kann den Ereignissen sich fügen, wenn die Ehre gerettet und die Majestät gewahrt wird; allein sie darf nimmer in den Fall kommen, der rohen Gewalt zu unterliegen. Hat der Aufstand der jeßigen Palikaren-Führer den Schein des Rechts erlangt, so kann mit gleichem Rechte jeder folgende Haufen ein Anderes und ein Mehreres verlangen. Wer wird den zweiten Parteiführer verurtheilen dürfen, wenn er das ver- sucht, was dem ersten gelungen is; und gelingt es ihm, die jeßt siegreichen Aufrührer zu stürzen, würde er nicht mit gleichem Rechte die Lobsprüche und Ehrenzeichen in Anspruch nehmen fönnen, welche jene erzwangen? Ju dieses Labyrinth haben die Gesandten der be freundeten und Schußmächte den König Otto durch thren Rath ge worfen, Sie waren vielleicht in dem Wahne, seine Person ciner augenblicklihen Gefahr zu entzichen, allein sie haben ihu und seinen Thron einer dauernden Gefahr bloßgestellt ; sie haben das Ansehen ihrer Machtgeber auf die empsfindlihste Weise verleßt; sie haben der Éhre der Diplomatie eine {were Kränkung zugefügt, Glaubten sie, daß ein nacktes Schwert über dem Haupte des jungen Königs \chwebte, so haben sie es wahrlich uicht entfernt, indem sie das König- thum seines besten Schußes, seiner Würde, der Achtung des Volkes entfleiden halfen. Ein griechisches Parlament verdeckt den durchlöcher- ten Königsmantel nicht; eine griechische Pairs-Kammer wird die auf dem Haupte des Königs wankend gemachte Krone nicht wieder befesti= gen, Wie aber is dem Königthum in Griechenland die Würde, das Ansehen wieder zu verleihen, welche der Aufstand am 15, September ihm genommen hat? Anscheinend nur dadurch, daß man den früheren Stand der Dinge wieder herstellt, daß man die ungeseßliche Herrschaft einer kleinen Schagr von Soldaten-Anführern beseitigt, der Lerch des Rechts wieder Geltung verschafft. Vder will man warten, bis die Leiter des Aufstandes, die iwaden Bande der Eintracht zerrei= ßend, sih unter einander bekriegen? Will man zugeben, daß der Bürgerkampf die jungen Schöpfungen des Friedens wieder vernichtet? Man wähne nicht, daß das Ereigniß vollendet, daß die Revolution

gemacht is. Jn einem alten, großen Staate zwar sind sast immer die Ordnung und Ruhe liebenden Bürger in so bedeutender Ueberzahl vorhanden, daß cine gewaltsame Veränderung bestehender Zustände in ih= ren blutigen Spuren bald verwischt ist, “Nicht so in einem jungen, fleinen Staate, dessen Bewohner noch vor 15 Jahren in Anarchie lebten, dessen Bewohuer damals zum größten Theile die Zügellosigkeit mit der Freiheit für gleihbedeutend hielten, dessen Bewohner, ihren bürgerlichen Verhältnissen und ihrer Lebensweise nah, noch keinesweges Gewähr für die ungestörte Herrschaft des Gesetzes darbieten, sei dieses Geseß mit oder ohne Reichsstände erlassen, \ Staate muß die Krone unverleßlih sein, muß das Staats-Oberhaupt von dem Zauber der Majestät umgeben bleiben, muß das Königthum unberührt bleiben von der Demüthigung des Zwangs. is auch der Herrscher untergeben, und indem er dem Geseße den Plaß über sich anerkennt, erhöht er sich selbst in den Augen der Menge. Eine andere Gewalt aber, größer und mächtiger als das Oberhaupt des Staats, darf es im Staate uicht geben. Den Bannern des Mäch- tigsten strömt unaufhaltsam die Menge zu, und der König steht von der Mehrzahl verlassen, sobald sich fundgiebt , daß eine Macht vor= handen ist, die besseren Schuß oder größeren Vortheil erwarten läßt als der gesebßlihe Herrscher.

Die Maht des Königs Otto is gebrochen, sie is in die Hände einiger Ehrgeizigen, die ihre Eide gebrochen haben, übergegangen, de- nen sie durch Reichsstände vielleicht wieder entwunden werden könnte. Jn des Königs Hände aber würde mit einem Parlament auch nicht ; der König is in einem erblickt, als daß selbst der Schein hätte geret= t j Wir haben als erste Bedingung der neuen Ge= staltung der Dinge in Griechenland die Wiederherstellung des geseß= lichen Zustandes bezeichnet. Jst dieser besser gesichert als bisher, dann mögen die Shußmächte und auh die übrigen befreundeten Mächte C denn der vorliegende Fall berührt sie alle gleichmäßig —- erwägen, was die griechischen Zustände erfordern. Durchgreifende Refor= men sind allerdings vielleicht nöthig. Die Ansprüche, welhe man an Griechenland macht, und als deren Folge die neuesten Ereignisse, haben überzeugend dargethan, daß in der Geschichte des jungen Staats ein Zeitpunkt eingetreten ist, der zu ernster Erwägung seiner in hält abei wird auh ohne Zweifel die Frage zur Entscheidung kommen, ob das griechische Voik durch seine innig n zu der Stufe politischer Reife gelangt ist, welche eine höhere Theilnahme an der Leitung der Staats-Angelegenheiten rechtfertigt, indem sie Bürgschaft dafür ist, daß der Parteigeist dem Geseß unterthan bleiben werde.

In jedem monarchischen

Dem Geseb

einmal der Schein der Macht zurückkehren ; zu machtlosen Zustande

tet werden können.

inneren Verhältnisse auffordert.

freisinnige Gemeinde - Verfassung bereits

i: ' Die Gährung dauert in Athen fort; die Gemäßigten hoffen auf die baldige Ankunft Koletti’s und irofo Der englische Gesandte hat ein Dampfboot nach Konstantinopel gesendet, um Leßteren abzuholen, der, nah aller Wahr= scheinlichkeit , die Leitung der Geschäfte übernehmen wird , denn der Minister-Präsident Metaxas is bereits mit seinen Kollegen zerfallen und wird sich nicht lange halten fönnen. sind, richtet sich der Haß der Griechen gegen die Fanarioten , die sämmtlich abgeseßt oder exilirt sind. E :

Inzwischen haben die Wahlen für die bevorstehende National= Versammlung begonnen, und zwar nicht nach der jeßigen, sondern der früher | des. Damals waren 80 Eparchieen oder Provinzen, deren jede wenigstens zwei Bevollmächtigte, und wenn deren Bevölkerung 25,000 Seelen übersteigt, vier zum Kongreß sen= Die Versammlung wird also über 160 Mitglieder zählen. {hon bekannt. f i

Patras,

Maurokordatos”.

Jett, da die Bayern fort

früheren Eintheilung des Landes.

Die Epiroten ; Bojtizza wird von dem neuen Kriegs- Oberst Gen=

nige Wahlen sind nasiarch Sceunubivs gewählt, Minister Londos repräsentirt sein; für Kar9tena ist der najos Kolokotroni, für Hydra Konduriotti gewählt worden.

Die meisten Gesandten der fremden Mächte in Athen haben auf die Notification, betreffend die veränderte Negierungsform, geantwortet ; der holländische hat keine Notiz davon genommen, sie folglich, wie es Der britishe Repräsentant erließ eine Art Proclamation an das griechishe Volk, worin er ihm zur Constitution Glück wünscht und hon im voraus die Anerkennung von Seiten seiner | jz Im nämlichen Sinne handelten oder sprachen die anderen englischen Beamten, so wie die englishe Partei überhaupt. So wurden gestern Abend von dem Kommandanten der vor Patras stationirenden Fregatte „Eagle‘““ der Verfassung zu Ehren ein Ball an Bord gegeben, zu welchem alle Liberalen sammt Frauen und Töch- gelade 1 In den öffentlihen Kassen sieht es traurig Eine Handelsstockung hatte zur Folge, daß weder beim Zoll= Amt noch sonst bei einer Behörde Gelder eingingen. : Minister haben auf ein Drittel ihres Gehalts freiwillig verzichtet, in der Erwartung, die ihnen Untergeordneten werden ein verhältniß= mäßiges Opfer bringen. :

scheint, niht anerkannt.

Regierung zusichert.

tern eingeladen waren.

Die jeßigen

Die Post aus Athen vom 5ten d. bringt zwei (bereits mitgetheilte) Proclamationen des Ober= Kale Kalergis meint unter Anderem, daß er die Scheidewand, die den König von seinem Volke trennte, nieder=- 1e. So viel wir wissen, konnte diese vorgebliche Scheide= wand nur in der Einbildung des griechishen Obersten existiren; das leutselige und huldvolle Wesen des Monarchen ist hinlänglich bekannt.

_ Die Machthaber in Athen scheinen allmälig gewahr zu werden, daß sie eine mächtige Partei im Lande, d gegen sich habenz Sie werden bereits in der Presse einige Symptome on 9 n. Zwar sind mehrere der Gutgesinnten auf Befehl des Metaxas schon am 15ten verhaftet und seitdem nicht frei= gelassen wordenz es giebt inzwischen noch immer in der Nation eine bedeutende Zahl energischer Männer, die irgend eines Zeichens gewär= tig sind, um sih des verhaßten Joches dieser sih so nennenden con= stitutionellen Partei zu entledigen. ;

Maurokordatos war, von Konstantinopel kommend, in Athen be=- ( | l Seine Verwandten und Anhänger, welche sämmt=- lih bei dem Aufstand mitgewirkt hatten, holten ihn im Piräeus ein und führten ihn gleihsam im Triumph nach der Stadt.

Von den diplomatischen Agenten in Athen heißt es, daß der österreichische und der preußische mit großer Entschiedenheit die Sache des Königs ergriffen haben, daß der englische der neuen Ordnung der Dinge huldigt, der französische die lebtere als ein fait accompli an= nimmt, daß aber Niemand reht weiß, was man aus Herrn K machen soll. | : 5 ;

Ancona, sten Kalergis an die Griechen,

gerissen habe.

artei aller Redlichen,

davon verspürt haben.

reits eingetroffen.

Von der italienischen Gränze, 12. Okt. der Veränderungen in Griechenland soll die Kaiserl, österreichische Regierung sih veranlaßt gefunden haben, im Piräeus ein Kriegê= Dampfboot zu stationiren, welches auch bereits von Triest nach dieser Bestimmung abgegangen ist.

O Athen, 6. Okt. Jhnen mit dem heute abgehenden Dampfschiff Hier in Athen isst es voll ergis Alles a Nacht durchzie Straßen der Stadk.

In Folge

Augenblick, - unt t über unser

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eiter-Abtheilungen Die ansässigen Fremden

Jch benute den lebten

Befinden zu geben. In dieser Beziehung bietet Kal fen sicher zu stellen. die Umgegend und die