1843 / 131 p. 3 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

- Ei die National-Versammlung si werden geltend zu machen G s wird mit Recht auch ein sehr wesentlicher Unterschied zwischen der gegenwärtig herrschenden Partei und den Königlich Ge sinnten stattfinden, mit wel leßterem Namen man die Erxilirten und ihre Anhänger bezeichnet, Erstere Partei hat die in Curopa gebildete

0 A , 20 : Fo è ap L as Jugend, auswärtige Jutriguanten und vorläufig die Presse für sich

Begünstigteren, j Wer aber iu Griechenland Geld hat, der darf nur den reten Augen bli> abwarten, um zuleßt Alles zu gewinuen. Leider, daß die Re gierung König Otto's nie so mittellos war, als während des jüng

sten Sommers, sonst würde die Garnison von Athen schwerlih Leute für reicher gehalten und deren Versprechungen geglaubt haben, die in der That mit dem Schuldthurme in näherer Berührung standen, als

mit der National - Bank.

Als äußerste Kalamität erscheint auh uach diejen ucuesten Briefen Unfahig, in Griechenland zu bleiben, weil sie ibre leßte Habe aufgezehrt baben, sind sie zugleih auch unfähig, abzureisen, weil die Mittellosen kein Zwischen den König und sie hat der Haß eine unübersteigbare Mauer aufgethürmt. Viele sind zudem krank und entbehren auch iu dieser Bezichung der Unter diesen Umständen halte i< es für Pflicht, eines bier viel verbreiteten Gerüchtes zu gedenken, ohne dasselbe jedoch vertreten zu können. Man sagt si< nämlich, es seien vou hier aus bereits Vorschüsse nah Athen abgegangen, die bald wieder deten zu können, bei dem fortwährend erfreulichen Gang unserer Sammlungen,

D

die Lage der meisten Deutschen, namentlich der Familien. Niemand uimmt sich derselben an.

Capitain gufnimmt.

D x z “6 notdgen HDuifg,

feinem Zweifel unterliegt. Ein über die traurige Lage unserer Lands

leute manches inbaltös{were Wort enthaltender Brief eines deutschen

Arztes zu Athen, welcher vom 21. Oktober datirt und eben falls gejtern hier angekommen it, wird den Eifer unjeres Central Hülss=Comite's gewiß; doppelt beleben; denn daß er demjelben vor

gelegt werden wird, darf faum bezweifelt werden.

Der Handel nah außen ging seinen ununterbrochenen Gang. Der innere Geschäftsäverkebr litt dagegen, nach wie vor, außerordentlich nirgends hat der

dur den fortdauernden Geldmangel. Nie und ( Wucher bessere Geschäfte gemacht, als in diesem Augeubli>ke in Athen, Um mit etwas Erfreulichem zu schließen, bemerke ih noch, allen Briefen übereinstimmend des guten Wohlbefindens beider grie chischen Majestäten gedaht wird. Ju Athen tiug man sich zwar mit dem Gerücht, unser Prinz Luitpold werde einon Theil des Winters bei seinem Königlichen Bruder zubringen, wie es früber allerdings 1m Reiseplan Sr. Königl. Hobeit lagz bier weiß man jedoch aus zuver lässiger Quelle, daß in dieser Beziedung längst eine definitive Abän derung getroffen worden ist.

EifendayuerNn.

A

Frankfurt a. M., 3. Nov. (L . A. Z.) Die bei der Viam Nefar - Bahn betheiligten Regierungen haben sich nunmehr für Frie drichsfelde als den Kuotenpunkt entschieden, von wo gus die Haupt bahn nach Heidelberg, eine Zweigbahn aber ua Mannheim führen soll, Die kürzlich in Heidelberg zusammengetretene Kommission hatte zu dem Behufe Ladenburg vorgeschlagen, weil aber in dem Staats Bertrage Friedrichsfelde genannt worden war, so verblieb man bei dieser Bestimmung, um an derselben keine an sich nicht ganz unum gänglichen Abänderungen zu bewirken, Leipzig, im Okt. (D, A. Z.) Auf sämmtlichen bis Cude Sevtember eröffneten deutschen Dampf-Eisenbahneun mit Ausnahme der braunshweigishen, über welhe es an genaueren Mittheilungen feblt, jedo mit Einrehuung der vor kurzem eröffneten Bres

_

Schweidniß= Freiburger Bahu sind gegenwärtig 3246 Tran wagen im Gang, unter denen sih 1240 Personenwagen bef Die uur zum Transport von Erde dienenden Wagen sind | niht mitgere<net, wohl aber diejenigen Wagen, die na® ten Berichten erst bestellt oder in Arbeit waren. Die mei

sten Wagen besißt die 572 (worunter 121 für Perjonen, Berlin - Anhaltische mit 355 (100

Derunl = 7 Güter- und Eguipagenn im gemeinschaftlichen Besiße diejer und

t vi m

C zige : sind, die rheinishe mit 312 (worunter 52 Personenwagen), die Wien- Glogguißer mit 268 (worunter 115 zig=-Dresdener mit 248 (99 Personenwagen), die Magdeburag-Leipziger mit 239 (101 Personenwagen), die säcjis<- bayerische mit 170 (54 Personenwagen), die Berlin-Stettiner mit 169 (61 Personenwagen), die Taunusbahn mit 128 (99 Personenwagen}, die badische mit 127 (94 Personenwagen), die Berlin-Potsdamer mit 104 (82 Personenwagen), die Berlin-Frauffurter mit 3

cs QA f ¿t Per

anan) bro IBnuenvagen }, Pit

Ober-Schlefishe mit 90 (42 Person ,_ die Magdeburç= Halberstädter mit 85 (31 Perjeonen-W von aber 34 Güter- und Bagage-Wagen dieser un i ¡gis bi meinschaftlich gehören, die Düs rfe ut i Wagen), die Breêlau-Freiburger gleichfalls mit 8

Wagen), die Augeburger mit 77 (42 Personeu-2Wa Hamburg=B U Perfonen=* el Nürnberg=-Fürther sonen-Wagen sind Wagen dritter und welche die erste und Klasse kombinirt enthalten; uihßer und Taunusbahn, deren berüdsihtigt. Ferner sind &2 B 98 gls Vieh = und Pferde =, 1 wagen, die anderen allgemein alz p bezeichnet. Auf der Butweis - Linz = nicht weniger als £31 Wagen im Gange wagen (58 erster, 11 zweiter Klasse.)

ems Sit aon j E E rienen=-) ZDBAagell, ter den ars ) 2 zte ZUX è

Is e erter Kiajte,

Gmundner

4 runter jein, werunter

Brüssel, 3. Nov. Der Politique hält ez für schr

; K Ï - - V E

d ¡Me SÉwterigleiten, welche der Zolldienst an der preußischen

Lieder oth daecta thr veranlaßt, eniweder bereits erledigt / emnächst ihre Erledigung finden würden, denn man ver

sicherte, es sollten in den ersten ; E E zwischen Aachen und Dammer Gu e E E der zu transportirenden Waaren wirklich betri lh is e ita Thätigkeit nöthig sein werde, um \ie auf elte laden ge j wege zu in Auch dem Blatt Chemie L t Schienen Verviers geschrieben, daß vom 1. November an hebeutenbe T ves porte zwischen Belgien und Preußen organisirt und von e rané

Douanen beider Länder große Erleichterungen für die Commu; an e bewilligt seien. Es würden dann künftig täglih 400 Sinne ae der belgish- rheinischen Eisenbahn transportirt werden ane l einem der lebten Tage waren allein 1100 Kisten Havang-Zuter 9 L Antwerpen na< Köln abgegangen. N

Berlin-Potsdamer Eisenbahn.

In der Wache vom 31, Oktober bis incl. den 6, November c, fuh- ren auf der Berlin-Potsdamer Eisenbahn 6774 Personen.

daß in

28 Sgr, 3 Pf,

Fêquenz

( N s D 5 i 4 ! | z 5128 Pe#soner die Lebteren dagegen sind n Bezug auf Geldmittel die bei weitem ja zähleu die Reichsten des Landes zu den Jhnigen,

1 Nthlr. 2 Sgr

Zu Was Zar. 2 Pf,

Î 13 Sgr. 2 Pf. |

Heu

Stettiu, 6. Nov.

Ber

798

lin-Stelliner in der Woche vom 29. Oktober bis incl. 4. November

Eisenbahn.

Handels- und BLörsen-Uachrichten.

Marktpreise vom Getraide, Berlin, den 6. November 1843,

0D 2 Pf., auch 28 Sgr. 10 Pf.; 1 Rtblr. 20 Sgr. 5 Pf., auch 1 Nthlr. 15 Sgr. auch 2 Rihlr. 7 Sgr. 6 Pf.

jer:

Sonnabend, den

auch 29

große Gerst

Zu Lande: Weizen 2 Nthlr. 8 Sgr. 5 Pf., au<h 1 Nthlr. 24 Sgr. ;

Roggen 1 Riblr. 18 Sgr., auch 1 Rihlr. 13 Sgr. 2 Pf.; e

Sgr, 5 Pf.z kleine Gerste 1 Rihlr. 1 Sgr.

Je he

Hafer 24 Sgr., auch 19 Sgr. 2 Pf. 3

Linsen 2 Nthlr, 10 Sgr.

Eibjen

/

Weizen (weißer) 2 Rthr. 12 Sgr., auh 2 Rihlr, G und 2 Nthlr. 4 Sgr. 10 Pf.; Roggen 1 Nthlr. 18 Sgr, auch 1 Rtblr. 15 Sgr. 7 Pf.; große Gerste 1 Ntblr. 1 Sgr. 2 Pf.z Ha fer 21 Sgr. 11 Pf,, auh 20 Sgr. 9 Pf. z; Erbsen (\hle<te Sorte) 1 Rihlr,

-

i, November Das Scho> Stroh 7 Rihlr. 15 Sgr., auh 7 Rthlr. Der Centner 4 Rihlr. 5 Sgr., au<h 22 Sgr. 6 Pf.

(B Nd D)

1843,

Getraide, Mit Weizen bleib

1

es fest und sind die Fordcruügen: für neuen 131,/1 32pf, vorpom. 56 Nthlr,“ 127 /129pf. neuen u>erm. und mark hen 48 a 50 Rthlr., 129 /130pf. aiten gelben s{les. 51 Rthlr., weißen 56 Rthlr.

| tag hin und wieder für Weizen abermals etwas mehr bezahlt,

Am Landmarkt wurde heit ( zrei

| nichts darin umge}eßt, für 127 /128pf. guten neuen maärlhchen 18 RRtll

geboten, dazu aber noch nicht erlajjen.

| und is augenblicklich kaum verkäuflich. L

| Qualität für 116 bis 120/21pf. Wage 3 im Frübjabr is es ebenfalls stiller mit Roggen (Gerste behält cinige Kauflust,

gelauft,

allen Gattange! | Landmarkt j J

Zufubren

Preije l

33% a 3535 Rihlr.

schlt abe!

Roggen in loco bleibt außer] jla Prev'e slud uach Auf Lieferung und zuleyt zu 33 Nihlr, sür den Augenbl:> in

le grsorderten

1, Hafer und Erbsen wie leutgemeldet,

vom 4,

2 Ho01zen, 20

» A 90

Noggen 1

U O U

Oerljomen wie letkgemeldet,

Spuritus aus erster

Hand

November:

Í (Berit »

S 4 à zur Stelle

si vermchrt und is der Markt abermals el

»

ist noch zu 23 %, heute jedoch zu 234 a

im Frühjahr bleibt fs auf 233

| Danzig,

D 0

»!

% gehalten

Nüböl in loco 104 Nihlr. bezahlt un Lieferung nichts seit Frei zu haben, was heute auc

9, Sept.

qus verschifft worden: nah England S

Gerste und 12 40 L 10 D. d Norwegen Gerile, 9 L.

ORQ (F 40 De

Weizen

O

è 5 L S

Noggen

und 73

0 e 24 S. Erbsen L 19 S, Noggen ; nah Dänemark 63 L,

Stettin

S, Erbsr! 4

R »,50 Weizen,

nad Frankreich 60 L. Leinsaat 1 nd 4 L, 44 S,

S. vei scifft: Geri; 16 L. 4 | 11 Tonnen Me irug die Summ

E1bsen 1

o 1 / 2l6 C /

2515 Le 2

“-

zu S 2 —.

bl, Jn den verflossenen

S. Weizen,

1; nach

126 L. Leinsaat und 7 L, 10 S. 28 Ge

391 L.

md nach RNappsaat.

P A

Erbsen, 186 L, Leinsc

e der Verschiffungen 46,797

S, Noggen, 609 L, 28S. G

Erbsen, 1374 L, 25 S. Leinsaat,

| nen und Sä>e

Danzig, 4. Nov. Meizen 115—130pf. 40

Et Âze

Iul: Lr a 19

Mehl,

M art

erste, 428 L

Bd i 204 L LDs

tbericht.

Holland 296 L. 22 S.

zehn Monaten

d Hafer. Erbsen,

5 g 3 Wp. 06 18Aa20 32 à S4 M 93—232 %, Die Zufuhr hal

vas gedrückt. Am Sonnabend

"0% verkauft worden. L eferung

d dazu noch anzubringen, auf tag gemacht, März /April unte1 114 Rihlr. nicht h noch bewilligt werden durfte.

(D. Z) Jm vergangenen Monat sind von hier

(00 S. 13 S. Weizen, Nappsaat; nach 10 S.

Weizen, 6 L

Roggen , t | L,

und 11 Tonnen Mehl; nach Bremen 69 L,

Noggen ; 14 L, 13 S. Noggen, Jm Ganzen sind im Ofitober 435 S. Roggen, 30 L, 23 S, at, 8 L. 24 S. Nappsaat und

dieses Jahres be 312 S, Weizen, 16,844 L, 19 S. Hafer, 1323 L. 554 S.

S, Raypsaat und 8334 Ton-

4 Le

An der Bahn zahlte man für

a 62 Sgr., Roggen 1121220034 a 40 Sgr., bien w. 34 a 38 Sgr., gr. 36 a 42 Sgr., Gerste Beil, 27 a 32 Sgr, eil. 24 a 30 Sgr., Hafer 17 a 20 Sgr. pr. Schfl, Spiritus wenig Kaus

Nthlr. pr. 120 Quart 80 % Tr.

Magdeburg, 4, Nov. Höchster und niedrigster Getraide - Markt-

preis pro Wispel Weizen : Noggen :

Niga, 2. 1 3

J

A 44 L > UNd U D a F

49 44 Nthlr, Ge

40

Nov.

i Waare amzutommen,

Jdaris, 2. die Operationen

Nov. auf P

+4

8 »

(Be Nd,

Hafer:

A Das Geschast an de

4

waren dic Umsäße bedeutend. Es

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in Uebereinstimmung

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rämien gingen eder neue Posten abschlo

so vort wurde beh

abinets soll

ite: 29 272 Nibir, 19— 165 »

O.) Mit Säe- Leinsamen ist es stiller to. nah Qual., auch vielleicht zu 5 Ro, für gewöhnliche

r Börse war heute sehr belebt; heilhaft aus, daß die kühnen en auch in Eisenbahn-Actien auvtet, die Minister scien no<

hinsichtlich der Frage wegen der nordischen

en gegen den Plan sein , daß

er Eisenbahnlinie übernähme,

E e Eer B Or s e. Den 7. November 1843. . j E a R . S r, C . Fans < Pr ( zur Actten. s Pr. Cour * | Brief. | Geld. Brief. | Geld. | Gem, 4 - Berl. Pots. Eiseub. 5 156 155 t. Sehuld-Sch. 35 31 10355 1 e me E, 5 tfg 10324) do. Prior ObLI d 108% E B E T E 83 Med. Lpz. Eisenb. —— 178 E P: 9% Tao. do. Prior. Obl 4! 103% 4s Lee 3: 101! 100? Berl, Anb. Eiseub. 148 147 g T O 34 102f N Tao. do Prior ObLI4| |-103% R Lm 02 Pee Reb. 9 73 L A wer. (32) 1014 | 101 do. do. Prior. 0bI. 4 9417 | L ar ar T 106E | 1062 Rbein. Biseob. b Tes | 2 A i L Es 35 1012 1002 do. do. Prior. Obl. 4 _— 96 0. 140. e. ú“ I 4 Ls . T R Vstpr. Pfandbr. 35 104 1037 Brel. Frankf. isb. 5 g 126% abl L 3! L 1012 do. do. Prior. Obl. 4 1047 103% Ee E L % 10b.-Schles. Eisb.! 4 | LIL | 110 Kur- a. 2 E Oje ¿ 161É 100? do.Lt.B. v. cingez. 1052 1047 Rene E 1D i Va In.SLE.Lt. Au.B —| 118 Sn Gold al marco. —- Magdeb. - Halber- Friedrichsd'or. 13%, 13% städter Eisenb. 4 114 113 Aad.Gldm.a5Tb. Li% L [Bresl- Schweidu.- Discouts. 3 1 Freibeæe.Eiseub. 1 115% 114% Pr. Cour. W echeei- Cour e Thir. zu 30 Sgr. | Brief. | Geld, Améierdam .. eco 0.000000... 250 FI1 Kurz | 1414 | dss L Us eet lier Li CILE 250 Fl 2 Mi. t Pes Hamburg --------c cor avec 300 Mk Kurz Ü YZ | d L E R I CHNES …... 300 Mx. | 2 Mé, 1495 | 1495 Lenden - oco cor e000 1 LSt 3 Mt, 6 25! f Paris «eo ce L S OSNPA O Fr 2 Mi, $0 79% Wis O Le ooo 0000000000 150 V1. Z Mi. ——— | 103% Augsburg „eee eere 0001 150 V1. 2 Mt. 1025 102% Breâlau „ooooooooo 00 100 Thlr. 2 Mt. ca 997 z S T | 1005 99; Leipzig in Courant im 14 Thl, Fuas- - 100 Thle. } 2 E j S | 99! . f 3 Fraukfurt a, M. WZ.......- 100 F, 2 Mi. 57 - Petersburg... ........... L00400 F I) SRUL| 3 Woch, | 1075 |

jonst abe!

| l

Im Monat Oktober c. sind aus der Bcurlin - Potsdamer Eisenbahn 38,797 Personen gefahren und betrug die Einnahme 195,676 Rihlr.

Auswärtige Börsen. Amsterdam, 3. Nov. Niederl. wirkl. Sch. 63. Kauz-Bill. —. 50% Span. 2077. 3% do. 30. Pass, 5. Ausg. Zinal. Preuss. Pràâm. Sch. —. Pol. —. Oex«terer, 109. 4% Russ. Hope 90%. Antwer pen, 2. Nov. Ziusl. Neue Aul, 207. P aris. 2. Nov. 5% Reute fiu cour. 121. 15. 5% Neap!t. au compt. 108. 5), 5% Span. Kenute 291. Wien, 2. Nov. 6% Met. 1105. 4%. Actien 1662. Anl. de 1834 1464. de 1839 1157.

65% do.

n Pass. 9

S

Angekommene Fremde.

Hotel de Russie. Se. Durchlaucht der Prinz vou Hohenlohe Jungelfingen aus Potsdam.

Hotel de Nome. von Sherebzow, Kaiserl, russ. General Major, aus St. Petersburg. Nittergutsbesißer von Koszictski, nebst Ge- mahlin, aus Dziadkavo, Frau von Mtöcka, Nittergutsbesißerm, aus (ZHairisdo1f,

British Hotel. Hoheit der Frau Gioßsürstin Helene, aus St, Petersburg. Baronin von Wachtmeister aus Below,

Hotel du Nord. Nittergutsbesizer Zittelmann aus Zateuih,

König vou Portugal. von Pawels, Ober Landesgerichts Nath, nebst Gemahlin, aus Stettin. Kaufleute Heymann aus Hamburg, Major aus Memel, Grabau aus Lübe>, Maron aus Pyou, Bozi aus Bielefeld und Nein hard aus Stettin, Particuliers Stein aus Breslau, Baucfkmann aus Magdeburg und Bierth aler aus Cötben. Student Stein aus Breslau, Amtörath Nie) ch, nebsi Gemahlin, aus Langhermsdorf. Brauerei - Besiße Dambacher gus Hesgau, Ober - Berg - Amts - Neferendar Mever aus Boun, Fabrikant h > aus Potsdam. Nentier Nauberg aus Hannover, Ronjul och aus Stettin,

Nheinischer Hof.

Baron von Grünberg, Hosmarschall Jhrer Kaiserl. Baron unt

Particuliers Graf vou Einsiedel aus Potsdam Weber aus Torgau, Spiegelberg aus Neustadt und von Below aus Nazen. Prediger Barez aus London, Gutsöbesiger A, und E. Hennig aus Stcttin. Paur, Sud, jur,, aus Breslau, Papier- Fabrikant Fu es aus Hanau, Fabuik-Julaber Hossmann aus Nupyin, in Böhmen.

Kaiser vonNußland, Particuliers vou Kihling und vou Schmidt aus Wien, Negierungs-Nath Wilke aus Potsdam. Kauslente „Franlkel qus Hamburg, Cohn aus Mainz und Ollinelz aus Breslau, Pserdehäudler Natan aus Guoyen, Stud, jur. Buße aus Sandau,

Hotel de Pru se. Frau Obeist ($)rastn zu Dohna und 2 Comltessen zu Dohna aus Vresden,

Graf Zedlig-Trügschler, Königl, Landrath, aus Freienwalde, von Jena, Rittmeister a. D. und Nittai qutöbesiyer, aus Cöthen bei Freienwalde, (aufmann Glaenznuer aus Mannheim.

Stadt London, Gutsbesizer vou Poleny und Sludent vonPoleny aus Königsberg in Pr. Particulier von Webern aus Breslau, Kausmann Schütt, Particuliere Schütt und Student Schütt aus Hamburg.

Hotel de Saxe. von Zülow, Hauptmann in (Zroßherzogl, meckleub, Diensten, nebst Familie, aus Nea -Streliy, Kausmann L iedmann aus Magdeburg. Particulier von Zülow aus Neu - Sireliß.

Hotel de Brandebourg. Oekonom Giesecke, nebst Gemahlin, aus Wettin. Pr. Lieutenant g, D. Steffen aus Aachen, Hoffmüller aus Stettin, Kausleute Ranuinger aus Allenburg, Saalfeld aus Hamburg und Bongé, nebst Gemahlin, aus Potsdam, Particulier Baron Maucler aus Stuttaart, Siterat Do g Stettin, Hauptmann im Jugenieur-Corps Rathmann au Frankfu!

Hotel de l’Europe. Kaufmann Elsen aus Stettin, Künstler Stk « panoff aus St. Petersburg.

Stud. cat

Meteorologische Beobachtungen.

18-413, | Morgens | Nachmittays | Ahbeuds | Näch einmaliger 0: ILOV. | 6 Uber. | 2 Uber. 10 Ubr. | Beobachtung.

Luftdeuck .... [338,19 Par. 338,27" Par. 338, E Par. Quellwärme (0 R, Luítwärme ...|-+ 9,9" R. -+ 8,2° R.+ 8,0) R. |Flusswärme 8,0" R. Thaupunkt .. .|+ a R. -+ 0,4" R, -j- 55° R. | Bodeuwärme 06 R Dunstsättiguug | 91 pCt, 80) pCt. 92 pCt. Ausdüustung 0,012 Rh Wetter soo. | neblig. trüb. trüb, Niederschlagz 0,007 Rh Wind .....| S0. N | W. | Wärmewechsel -+ 8,6" Wolkenzug. . -| —— | d | -—- | -+ O R.

Tagesmittel : G8 Pur. R Fo R O Ce W.

üönigliche Schauspiele. Medea, Tragödie von Euripides. Ueber- Musik vom Königl, Musik-Direktor

Mittwoch, 8. Nov. sebung von Donner und Bothe. Taubert.

Anfang der Vorstellung halb 7 Uhr,

Donnerstag, 9. Nov. Zum erstenmale wiederholt : Die Fräu lein von St. Cyr, Lustspiel in 5 Abth., nah A, Dumas, v H. Börnstein.

Freitag, 10. Nov. Norma.

Im Konzertsaale: Pour la clôture des débuts de Mr. Mon- taland. 1) Les circonstances atténuanles, vaudeville en 1 acte, 2) La premitre représentation de: La courte paille, dram vaudeville nouveau en 3 actes, par MM, Cogniard et Valorz.

önigsstädtisches Theater. Mittwoch, 8. Nov, biere di Seviglia. Opera buffa in 2 Atti. RossinI. Donnerstag, 9. Nov. Muttersegen, oder: Die neue Fanchon. Dazu : Vorstellung der gymnastischen Künstler aus London.

(Jtalienische Opern-Vorstellung.) il Bar Musica del Maestro

Oecffentliche Aufführungen.

Mittwoch, 8. Nov., Abends 7 Uhr, im Saale des Hotel be Russie : Konzert des Flötisten Briccialdi, worin derselbe ein Solo von Tulou, mit Begleitung des Pianoforte, die Elegie von Erust, für die Flöte gesebt, ein Scherzo und eine Fantaisie brillante über Themata aus der „Nachtwandlerin, die beiden leßteren Stücke von seiner eige- nen Composition, vortragen wird. Außerdem werden zwei Säbe aus Beethoven's (-moll Trio ausgeführt und von den Damen Tuczek und Marx ein Duett von Rossini: Mira la bianca luna, eine Ro manze von Dessauer und zwei Lieder von Gumbert gesungen. Billets à 20 Sgr. sind in der Schlesingerschen Buch - und Musikhandlung und im Hotel de Russie zu haben, Abends an der Kasse ist der Ein trittspreis 1 Rthlr.

E D —— Verantwortlider Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen,

Gediudt in der Deer schen Geheimen Ober Hofbuchdrukerei.

Beilage

100. ,

3% do. Gn cour. 81. 80,

1002. 3% 75%. Bauk.

o 131.

Ausland.

T E at 1:7-8.

Vou der italienischen Gránze, 15. D (1 L): Ju mehreren italienischen Provinzen gährt es noch immer und mehr und mehr organisirt die herrschende Unzufriedenheit 1 den römischen Le gationen sowohl, als im Piemontesi\che:, einen Guerillasfrieg gegen die Regierung, dessen Beendigung, wie die Vorkehrungen dazu der- nalen vorzugsweise 1m Römischen getroffen werden, unabsehbar ist. Man weis wirklich nicht, soll man mehr skaunen über die Verwegen- heit der Malcontenten oder über die Lässigkeit der Behörden, die sich darauf beschränken, gegen die Guerillas fleine Abtheilungen auszu schi>en, die häusig den Kürzeren ziehen. Die Ursache dieses nachthei- ligen Verfahrens der päpstlichen Regierung ist zunächst in deren ängst lichem Bemühen zu suchen, den fatalen Zustand dem Auslande, be sonders Oesterreich, gegenüber zu vertuschen, um dessen Einschreiten zu verhindern, woran diese Macht übrigens nicht denkt, so lange die betreffende italienische Regierung nicht \elbs| darum ansuht, Jm Piemontesischen scheint man zwar mit größerer Energie verfahren zu wollen, doch hat man uicht verhindern können, daß die Rebellen bis jeßt gegen 30 Landhäuser ausgeraubt und durch Flammen und Schwert zerstört haben, wobei ihr Anhang eher zu- als abzunehmen scheint.

La Plata - Staaten.

x Paris, 31, Okt, Ein Journal von Buenos - Ayres vom 12, August bringt eine Nachricht, daß der Präsident der orientalischen Republik des Uruguay, Don Fructuosa Rivera , gefährlich crfranft sei, und seine Gemahlin habe sich von Montevideo eilig]t nach Mal donagdo auf dem Dampsschisse Ardent eingeshi}ff}t und die geschick testen Aerzte mit sich genommen, Diese Nachricht, aus fol&er Quelle fommend, klingt jedenfalls sehr verdächtig; wäre sie aber gegründet, so wäre sie niht ohne Wichtigkeit für die Verhältnisse von Mon tevideo, da dur den allenfallsigen Tod des Generals Fructuosa Ri vera ein Hauptstein des Anstoßes zwischen den beiden jet sich be friegenden Republiken weggeräumt würde, eine Vermittelung zur Her stellung des Friedens daher leichter möglih wäre, Denn befanntlid) hat die Rivalität zwischen Oribe und Rivera vorzugsweise Anlaß zu dem Kriege zwischen Buenos-Ayres und Montevideo gegeben.

Nach demselben Blatte von Buenos =- Ayres soll die französische Freiwilligen-Legion von Montevideo sich fast gänzlich aufgelöst haben, nachdem der General der Belagerungs-Armee, Oribe, eine Proclama tion erlassen hätte, worin Allen, welche die Waffen sofort niederlegen würden , eine vollkommene und unbedingte Amnestie zugesagt war. Auch sollen viele Franzosen in der erlgngten Ueberzeugung, daß die Vorspiegelungen, die man ihnen anfangs gemacht hatte, als ob die französische Regierung ihrem Verhalten Beifall und nöthigenfalls so gar Unterstüßung gewähren werde, durchaus falsch seien, von freien Stücken {hon vorher aus dem Dienste sich zurückgezogen haben. Der leßtere Grund klingt wahrscheinlicher als der erstangeführte. Jeden falls wird man gut thun, vorerst auch die Angaben von der anderen Seite abzuwarten, ehe man ein Urtheil fällt,

Englands Haudels - Politik uud die neuen euro- páischeu und amerikanischen Tarife.

X New-York, im August, Die auswärtigen Konsumenten englischer Güter in allen Welttheilen haben bisher einen großen Theil der englischen Steuern bezahlt, ehe die neuen Tarife Europa's und Nord-Amerika's England genöthigt, nun seinerseits einen Theil der von denselben auferlegten Steuern zu tragen. Zur Erörterung des Gesagten wird die folgende kurze Darstellung dienen.

England verdankt die Blüthe seiner Gewerbe und Fabriken nicht seinem Prohibitivsysteme, sondern seiner für die ungestörte Entfaltung aller Judustriezweige günstigen Lage und seiner fleißigen, mit mehr mechanischen als künstlerischen Talenten begabten Bevölkerung. Die Juteressen der arbeitenden Klassen Englands sind nicht in ihrem ganzen Umfange, sondern nur in soweit vertreten, als sie mit den Interessen der Reichen und Monopolisten zusammenfallen. Jm Par= lamente war bis zur Reformakte von 1832 und ist auch gegenwärtig noh das Vermögen an Grund und Boden überwiegend repräsentirt. Jn den Händen der Reichen Englands liegt die Regierungsgewalt, Diese sicherten sich selbst, den gesebgebenden Grundherren, Kapitalisten und Monopolisten, die möglichsten Vortheile durch das Verbot fremder Nahrungsmittel, dur< Monopole im Jnlande und den Prohibitiv= Tarif gegen das Ausland, Während sie zum Besten englischer Kaufleute fremde Schiffe ausschlossen, shufen sie eine einhei- mische Pflanzschule von Matrosen für die Handels - und Kriegs- Flotte. Als zur Ausführung ihrer Regierungs - Maßregeln ‘die Anleihen der Staatsschuld gemacht wurden, und die Reichen der Re= gierung Gelder vorstre>ten, liehen sie in Wirklichkeit sich selbst, oder der Ausführung ihrer eigenen Juteressen, mit bester Sicherheit. Denn um die Zinsen dieser Staatsschuld zum Besten der Kapitalisten auf= zubringen, besteuerten sie Alles, nur niht das Einkommen aus diesen Kapitalen selbst, Erst Sir Robert Peel hat dies, durch die bedenk- liche Lage der ärmeren Klassen veranlaßt, und durch die einsichtsvol- lon Männer aller Parteien unterstübt, zu thun gewagt. /

__ Während die Mächte des Kontinents von Europa bis 1815 fast stets in Kriege mit einander verwidelt waren, weshalb dort die Ge= werbe und Fabriken nicht blühen konnten, fanden die englischen Fa-= briken um so reichere Beschäftigung. Judem die Preise aller Güter in England durch das Verbot fremder Lebensmittel und dur den L Papier - Geldes sehr ho< gestiegen waren, konnte in Gemigheit essen der Landbauer dem Land= Eigenthümer eine hohe Pacht bezahlen, weil er seine Erzeugnisse der Landwirthschaft verhält= nißmäßig theuer an Fabrikherren und Arbeiter abzuseßen im Stande an und die Fabrikanten vermochten den Arbeitern hohen Lohn zu Faust E ge Mggten, demgemäß theuer an die ganze Welt ver- lid. in Letter S vie U bekannt, daß der Konsument gemeinig- der: Saiten, L {lls lichen Kosten der Production und auch den Ba A ce Q ie Steuern nicht etwa ausnahmsweise zwi=

m Produzenten getheilt werden. Da die englischen

S hoy ge Produzenten überall wegen der Güte ihrer Waaren und wegen der

Kindheit der Fabriken in anderen Ländern einen V )

S konnten, so vermochten sie den Werth “idre -Diovatéé so hoch zu steigern, daß sie die sämmtlichen angedeuteten Auslagen nebst den Steuern mit bedeutendem Vortheil zurückerstattet erhielten und den auswärtigen Konsumenten aufbürdeten, Diese bezahlten in der That in den Waaren die hohe Pacht der Ländereien, den hohen Lohn der Arbeiter und die hohen englischen Grund - und sonstigen Steuern, welche die Produzenten an den Staat hatten entrichten müssen, England besteuerte auf diese Weise die ganze Welt, und

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Beilage zur Allgemeinen Preußischen Zeitung.

M E S I A "T- O “S CAE R D Nr MA E P

wälzte die Erstattung eines großen Theils der Zinsen seiner Staats huld den fremden Konsumenten zu. :

Da jedo seit 1816 in Europa allgemeiner Friede herrschte, so fonnten unter dessen Schuß überall A>erbau, Gewerbe und Handel aufblühen, Die Fabriken hatten indeß eine {were Konkurrenz mit England zu bestehen ; sle waren im ersten Entstehen, während die englischen Fabriken in voller Entwikelunç dastanden. England war begünstigt durh eine in Gewerben und Fabriken weit vorgeschrittene Bevölkerung, durch reiche Erfahrungen in allen Zweigen der Jndu strie, dur< aufgehäufte Kapitale und trefflihe Maschinen, durch er- giebige Kohlengruben, dur seine der Schifffahrt günstige Lage, durch Handelsflotten, gebahnte ÄAbsaßwege, Kolonieen u. \. w. Die ande=- ren Völker, welche aufs neue den Anfang in manchen Jndustriezwei gen machten, vermochten nicht so rasch und so gut die Bedürfnisse der Konsumenten zu befriedigen, als England. Dieses Verhältniß drohte noch bedenklicher zu werden, als vermittelst der Dampfschifffahrt Be stellungen für England leihter wie bisher mitgetheilt, und demnach \hneller ausgeführt werden fonnten, Dampfschisse und Eisenbahnen, welche den Handel aller Oerter und Länder verändern und nach hie sigen Erfahrungen in den Hafenpläßen und in den großen Fabrik und Handelsorten des Julandes konzentriren, würden England ein entschiedenes Uebergewicht im Welthandel gegeben haben, wenn nicht inzwischen auf den Kontinenten von Europa und Nord - Amerika klar erfannt worden wäre, daß man, durch den wohlfeileren Arbeitslohn und durch die Nähe der rohen Stoffe begünstigt, viele Produkte wohlfeiler und eben so gut werde liefern können, als England, sobald man durch einen mäßigen Tarif die Gewerbtreibenden und Fabrikanten zu Unter nehmungen ermuthigen wolle, und daß man hierdurh einen Markt für die inländischen Rehstoffe bilden könne, welcher nicht von dem unge= wissen Oeffnen oder Sthließen der englischen Häfen abhängig sein würde, Seitdem Preußen, welches in so vielen Punkten leitend vorangeschritten is, und andere Staaten Deutschlands, Frankreich, Portugal und Nord =- Amerika 2c. neue Tarife aufgestellt haben, sieht England sein eigenes Verfahren gegen sich angewandt und muß suchen, in China den Markt wieder zu gewinnen, welchen es in Europa und Nord- Amerika theilweise verloren hat. Jrrig behauptet man oft, England kranke an seiner Kolonial Größe, seinem Jndien 2c., während es die für die Eroberung und Erhaltung derselben aufge= wandten Summen als Auslagen betrachten darf, wodurh_es sichere auswärtige Märkte für seine Erzeugnisse, Häfen für seine Schiffe und einen steten Stimulus für seine Jndustrie gewonnen hat, Bon die- sem Stimulus aber, dem freiwilligen Antriebe zu gewinnbringender Arbeit, hängt die Blüthe der Judustrie vorzugsweise ab. Der neue Markt von China wird indeß s{<werli< sür England die verlorenen Märkte völlig erseßen. Denn es is mit ziemliher Gewißheit anzu= nehmen, daß eine größere Masse von englishen Produkten au die stammyerwandten Deutschen und Amerikaner, als an das ganze cine= sische Reich abgesetzt werden kann.

Die durch die neuen Tarife herbeigeführte theilweise Handels= sperre gegen englishe Waaren in Europa und Nord-Amerika is} für England nachtheiliger, als alle früheren Kriege. Um zu zeigen, wie diese Tarife auf England wirken, wähle ih als erläuterndes Beispiel den vor meinen Augen geführten Handel zwischen England und Nord= Amerika,

Bekanntlich empfehlen die meisten National-Oekonomen, wie z. B. Adam Smith, J. B. Say 2c. für den Fall, daß ein Volk, wie bis= her die Engländer, si<h gegen fremde Einfuhr absperrt, denno dem= selben völlige Handels- und Zollfreiheit zu gestatten, um dessen Güter so wohlfeil als möglich für die Consumtion zu erhalten, Allein sie verkennen bei der Entscheidung dieser Frage die Stellung Englands, und übersehen die Thatsache , daß dasselbe in Fabriken und Handel im Verhältniß zu den übrigen Ländern so riesenhaft dasteht , daß es vermöge seiner Maschinen und erfahrenen Arbeiter und durch die Combinationen seiner Fabrik - Besitzer die einzelnen Fabrikanten ande= rer Länder durch lange fortgeseßten wohlfeilen Verkauf feiner Waa= ren vernichten kann , falls die Lebteren niht dur< einen mäßigen Tarif einigermaßen geschüßt werden, Wie weit England hierin zu gehen vermag, zeigt auffallend sein jeßiger Handel mit Nord - Ame= rifa unter den Hemmungen des hiesigen neuen Tarifs.

Es zeigt sih hier, daß selbs der hohe einseitig nah dem In= teresse der hiesigen Fabrikanten festgestellte Tarif die Preise vieler englischer Waaren für den Konsumenten nicht erhöht hat , sondern daß die englischen Fabrikanten die Preise ihrer Waaren eben so weit herabgeseßt haben, als der Zoll erhöht ist, oder mit anderen Wor- ten , daß dieser erhöhte Zoll theilweise oder aus\chließli<h von den englischen Fabrikanten, um den Markt zu sichern, bezahlt wird, und nicht von den amerikanishen Konsumenten.

Die hiesigen Erfahrungen haben das Jrrthümliche der Annahme vieler Theoretiker gezeigt, wonach Zölle nothwendig den Preis der Waaren für den Konsumenten erhöhen sollen, während es sich oft ereignet hat, daß Zölle auf fremde Güter den Preis der Waaren für den inländischen Konsumenten sogar verringert haben. Nach Auf= lage von Zöllen wird der Wetteifer zwischen den englischen und hie= sigen Fabrikanten aufs höchste getrieben, und hat die Wirkung, den Preis in England im Verhältnisse zu den hiesigen Zöllen herabzu- drücken; werden dagegen die hiesigen Zölle herabgeseßt, so steigt in England der Preis der Waaren ungefähr um eben so viel, als der Zoll gefallen is. Die englischen Fabrikanten kennen dieses Verhältniß sehr gengu und bewachen deshalb mit gespannter Aufmerksamkeit jede Veränderung im Tarif dieses Landes.

England vermag, vermöge seines großen Kapitals und seiner Maschinen, wenn es Absaßwege findet, die doppelte Masse von Gütern anzufertigen, welche es jeßt fabrizirt, und mehr als die übrigen Län=- der abnehmen können, so lange als England deren Natur = Produkte nicht im Tausch annehmen will, Verliert England Kunden für einen einzigen Artikel, so muß ein Theil seiner Maschinen stillstehen und ein Theil Arbeiter leiden. Dehnt sich dieses Verhältniß über mehrere Judustriezweige aus, wie es namentlih nah dem hiesigen erhöhten Tarife der Fall zu sein drohte, so werden viele Arbeiter genöthigt, für verringerten Lohn zu arbeiten oder die Zahl der Armen zu ver= mehren,

Die Wirkung des hiesigen Tarifs im Verhältniß zu Englaad ist die, den Zoll ausshließli<h oder zum größ-= ten Theil auf die englishen Produzenten zu wälzen und diese einen großen Theil des Unterhalts der hiesigen Regierung tragen zu lassen. Das früher geschilderte Verhältniß, wonach England seine auswärtigen Konsu- menten besteuerte, is demnach \o gänzlich aufgehoben und gegen dasselbe gewandt, daß seine Produzenten von hier aus besteuert werden. Was in dieser Beziehung von dem hiesigen Tarife gilt, gilt mit einigen Modifi= cationen auch von den neuen Tarifen Europa's im Ver= hältniß zu England.

Zur Erläuterung des Gesagten diene folgendes Beispiel: Der Preis einer Quantität von Waaren betrug während des Jahres

Mittwoch den S!" Nov.

1832 in England 0:05: Pfd, Sk. 100. 00 Sh. Der hiesige Zoll betrug 25 pCt. und der eng-

lishe Fabrikant gab 25 pCt. Diskonto...» 25.00 » Der Preis in England war hiernah.…..... Psd. Skt. 75. 00 Sÿ. Der amerikanische Zoll von 25 pCt. ad va- lorem betrug für diese Pfd. St. 75... » »_ 418.15 » Der Preis in England mit Hinzure<hnung des hiesigen Zolles war daher für den hiesigen R aas ion y S A ufi Wis Pfd. St. 93. 15 Sh.

Als nun im Sommer 1842 der hiesige Zoll um 15 pCt., er= höht wurde (von 20 zu 35 pCt.), welches, wie man annahm, den hiesigen Fabrikanten einen Vortheil von 15 pCt, gewähren sollte, so sagten und schrieben die englischen Fabrikanten ihren hiesigen Kunden: „Hebt uns Eure Aufträge und wir wollen Euch Diskonto von 35 pCt,, statt des bisherigen von 20 bis 25 pCt,, geben. Eure Aufträge müssen wir haben, denn ohne dieselben müssen wir unsere Maschinen stillstehen lassen und unsere Arbeiter entfernen.“

__ Fälle dieser Art haben si bei den hiesigen Zollerhöhungen int fast allen Geschäftshäusern, welche englische Waaren einführen, ereig- net, sobald dieselben angestanden haben, wegen der Zollerhöhung neue Bestellungen zu machen. Es fragt si<, wie der englische Fabrikant im Stande is , diese Opfer zu bringen? Die Antwort is: er sagt seinen Arbeitern, daß wegen der erhöhten Zölle in Amerika es nöthig gewesen i}, den Preis der Waaren herabzuseßen, um den Absaß nicht gänzlich zu verlieren, und daß deshalb ein verhältnißmäßiger ‘Abzug am Lohn nothwendig is. Den Arbeitern bleibt nichts weiter übrig, als si< den Abzug gefallen zu lassen, und den Ausfall dadurch zu deden, daß sie als Arme auf die üblichen Unterstüßungen Anspruch machen. s :

Die Wirkung des erhöhten Zolles von 35 pCt. ist die folgende: Preis in England eee eere ooo - « « Psd. St, 100 ‘VO SV Diskonto von 35 pCkt.,... 0000000000000 E E Nach Abzug des Diskonto-Preises in England Pfd. St. 65. 00 Sh. Der Zoll von 35 pCt, ad valorem beträat er v. v 46,402 Der Preis in England nebst dem amerikfani=

hen Zoll beträgt ............-- ¿ce ée Psd. Sé. 87.49.09,

Eine Vergleichung der beiden obigen Beispiele ergiebt, daß bei dem von 25 zu 35 pCt. erhöhten Zolle die hiesigen Konsumenten 6 Pfd. im Verhältnisse zum Preise vom Jahre 1832 und 12 Pfd. und 5 Sh. zum ursprünglichen Preise von 100 Pfd. gewinnen, Der erhöhte Zoll veranlaßt zugleich hiesige Kapitalisten zur Anlage neuer und zur Ausdehnung der bestehenden Fabriken; die neueren traten mit den älteren inländischen Fabriken in Wetteifer, wodur die Preise allmälig herabgedrüt werdenz zuglei finden die englis<hen Waaren auf die oben angedeutete Weise den Weg zu ihren bisherigen Kunden, und im Angebote des auf diese Weise überfüllten Marktes sinkt der Preis mancher Waaren zum Besten der Konsumenten tiefer, als er | vor der Zoll-Erhöhung stand.

Offenbar kann ein solcher Handel niht lange geführt werden, ohue daß das Elend der englischen Fabrik-Arbeiter unendli<h vermehrt und selbst die Ruhe des Staates gefährdet wird,

England if daher genöthigt, den Zoll von fremden Nahrungsmitteln bedeutend herab= zuseßen, um seine Armenlasten zu erleihtern und um wohlfeil produziren zu können, zumal da es si<h durch die wohlfeileren IBaaren des europäishen Kontinents sogar auf manchen fremden Märkten, z. B. in Cuba, in Nord- und Süd - Amerika und im Osten 2c. verdrängt sieht, Einstweilen wird deshalb von Kanada aus auf englishen Schiffen, unter dem Namen fanadishen Getraides, der Weizen der westlihen Staaten Nord-Amerifa's gegen Erstattung des niedrigen und festen Zolles von 3 Sh. pr. Quarter in England einge= führt. Von diesem Schritte wird England zu einem niedrigen und festen Getraide-Zolle übergehen, und das nur für die Korn =- Speku= lanten günstige, jebige Verhältniß der sogenannten gleitenden Skala (sliding scala) aufgeben müssen,

Das gegenwärtige Verhältniß Englands zu den übrigen Staaten der civilisirten Welt liefert das merkwürdige Schauspiel, daß in dem reichen England tausende von Fabrik-Arbeitern Noth leiden, weil die inländischen Nahrungsmittel unverhältnißmäßig theuer sind und die Nahrungsstoffe fremder Länder no< zu sehr ausgeschlossen werden, währenv die aderbautreibenden Staaten Europa's und Nord-Amerika's über zu große Wohlfeilheit und über Mangel an Absatz des Ueber= flusses an Nahrungsmitteln klagen.

Preußen und die den deutschen Zoll - Verein bildenden Staaten haben in ihrem Tarif ein Beispiel großer Mäßigung und richtiger Handels-Politik gegeben, indem sie die fremden Robjtoffe im Allge= meinen nicht besteuern, als Basis nur einen Zoll von 10 pCt. ad valorem feststellen und nur ungefähr 43 Artikel besteuern, während | England 1150 Artikel theils ausgeschlossen, theils sehr hoch besteuert hat.

Da die hiesigen Erfahrungen nah dem oben Gesagten bewiesen haben, daß ein sogenannter Schuß - Tarif die inländischen Fabriken feinesweges auf die Weise sicher stellt, wie es die hiesigen Geseßgeber erwartet hatten, und da auch die Erfahrungen an= derer Staaten, wie zum Beispiel Sachsens und der Schweiz, zeigen, daß Fabriken ohne hobe Schußzölle da gedeihen können, wo der Arbeitslohn niedrig, und die zu verarbeitenden Robstoffe, \o wie das Brennmaterial für die Dampfmaschinen oder Wasser zum Treiben der Räder nahe zur Hand sind, und daß die deutschen Waaren wegen größerer IJoblfeilheit bei gleicher Güte die englischen verdrängen ; so ergiebt si< schon biergus und aus vielen anderen Gründen, daß nur ein so mäßiger Tarif, wie ihn der deutsche Zoll - Verband aufgestellt hat, si< re<tfertigen läßt. Nur ein solcher Tarif liefert der Regie= rung eine bedeutende Einnahme und den Fabrikanten wegen seiner anerkannten Gerechtigkeit die Aussicht auf sicheres Bestehen. Hobe Zollsäße schließen manche fremde Waaren und mithin auch den Zoll für dieselben ausz des Verlustes dur< den Schmuaggelhandel nicht einmal zu gedenken.

England und die übrigen Staaten werden nun allmälig dur Handels=Verträge einem friedlicheren Zustande, d. h. dem freieren Hc del, si< nähern müssen. Seit der Reform=-Akte von 1832 kann Eng= land, vermöge seiner gereinigten Verfassungs - Organe, dieses leicht durseßen, als früher, jedoch schwerer, als irgend ein anderer Staat, da es auf dem Wege der Einfubr-Verbote und der indirekten Steuern zu weit gegangen ift.

Hier erlaube ih mir, auf den Vortheil aufmerksam zu maten, welchen die deutschen Staaten im Handel mit England aus dem Grunde baben würden, weil sie, im Ganzen genommen, Metallgeld, England dagegen viel Papiergeld, im Handel benußen. Es stehen nämlich Papiergeld und Tarif in einem engeren Verhältniß zu cinander, als gemeiniglih vermuthet wird. Jn Ländern, wie England and Nord- Amerika, wo in der Hand von Privat - Personen befindliche Banken zufolge der Freibricfe des Staats Papiergeld auêgeben, ¡áßt sid cinc Zuviel-Ausgabe (Orerissue) nit vormeidett. Mit der în Umlauf geseßten Masse des Papiergeldes steïgen die Preise aller Dinge ver« bältnisimäßig im Werthe, und zwar oft so ho, da Aan mag ger Tarif gänzlich aufhört, als Schuß gegen das usland zu wirken. So 3, B, sind

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