1843 / 146 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

Ueber die Ve

man Folgendes: Auf der Linie der Fortificationen befanden si<

j ¡t 68 Geschüßen von {werem Kaliber im Gan- 14 En e esüde-bionten für die Ausfälle, Die Rat- den-Iusel , jeßt Insel der Freiheit genannt, hat 14 Kanonen, und man fennt sie gar niht wieder gegen früher, so große Verände- rungen sind auf derselben vorgenommen worden. Ein im Dienste Montevideo's stehender Franzose soll sie fast uneinnehmbar gemacht haben; sogar Oefen zum Glühendmachen der Kugeln sind darauf er- baut. Der Cerro, eine Festung auf dem Gipfel eines Berges im Angesicht der Stadt, etwa anderthalb Stunden westli<h von dieser, hat 10 Kanonen und ist ebenfalls uneinnehmbar, Die orientalische Escadrille besteht aus zwei Goeletten, drei Paylag- böten, einem Kutter, fünf Kanonier - Schaluppen und vier an- deren kleinen Schiffen; diese Schiffe führen fünf Vierundzwan- zigpfündner, se<s Achtzehnpfündner , einen Sechzehnpfündner, sechs Zwölfpfündner, einen Achtpfündner, einen Vierpfündner und zwei Zweipfündner. Die Bemannung beläuft si< auf 295 Mann; das Ganze steht unter dem Befehle Garibaldi's. Das nah dem Meere zu gelegene Fort San Jose hat sieben Stücke von {hwerem Kali- ber, zwei grobe Geschüße sind am Ende eines Molo's in der Nähe dieses Forts aufgepflanzt. Dies macht eine Gesammtheit von 137 Geschüßen, und neue waren fast vollendet, so daß man sagen kann, die Stadt wird von 150 Kanonen vertheidigt, beinahe sämmtlich von grobem Kaliber, 6000 Soldaten und mindestens 2000 National-Gar- den, welhe im Falle großer Ausfälle die Stadt vertheidigen müssen. Außerdem hält das aus wohlberittener Reiterei bestehende Corps Ri= vera's das Land im Rüd>en Oribe's beseßt. Unter diesen Umständen erklärt sih wohl, wie die Stadt, troß der Blokade zur See und der Belagerung zu Lande, einen so langen Widerstand den Argentinern entgegenzuscßen vermag.

$andels- und Börsen=-Uachrichten.

Handel der Vereinigten Staaten mit Frankreich im Jahre 1847 #8483.

Das Journal du Havre vom 7. November veröffentlicht folgende Uebersicht des Handels und der Schifffahrt von Frankreich und den Ver- einigten Staaten von Nord-Amerika während des Jahres 1842— 1843,

Im Jahre 1842 1843 betrug der Gesammtwerth des Handels der Vereinigten Staaten 204,853,721 Dollars (1126 Millionen Franken).

Im Jahre 1842 betrug dieser Werth 2079 Millionen Franken, also

rtheidigungs - Anstalten von Montevideo vernimmt |

880

Dieser Unterschied zwischen den beiden Ländern kann, abgesehen von anderen Ursachen, in folgendem Umstande seine Erklärung finden: Die Baumwolle, welche den größeren Theil der Ausfuhr der Vercinigten Staaten bildet, wird dort nah dem Erzeugungspreise an Ort und Stelle geschäßt und danach in die Uebersichten eingetragen, während in Frankreich derselbe Artifel mit einem durch die Transportkosten u. st. w. erhöhten Werthe figuriït. pp Untersuht man die Ausfuhr-Artikel in Bezug auf die Art der Pro- dukte, so ergeben si<h 93 Millionen für die Erzeugnisse des Landes und 12 Millionen für ausländische Produkte.

Vergleicht man die Ergebnisse des Jahres 1843 mit denen der vor- hergehenden Jahre, so erhält man folgende Angaben für den allgemeinen Handel:

239,009,000 Dollars. 1842 . 250,000,000 »

Diese Vergleichung ergiebt, statt der Zunahme in früheren Perioden, eine absolute Verminderung des Verkehrs von 45 Millionen Dollars odcr fast 250 Millionen Fr. Dies Resultat is bedeutungsvoll, und wenn dasselbe eines Theils auch dem finanziellen Zustande der Staaten der Union zu- Ta werden muß, so is es doch größtentheils eine Folge des Schuhz- Tarifs.

Und der Beweis, daß die Erhöhung der Tarife, indem sie dem fremden Handel schadet, auch der Industrie und den Angelegenheiten des Landes nicht weniger nachtheilig is, wird no< s{<lagender, wenn man untersucht, wie diese absolute Verminderung sich auf die Ausfuhr und Einfuhr vertheilt.

Im Jahre 1841, ehe der neue Tarif in Kraft trat, führte die Union für 107 Millionen Waaren ein und für 132 Millionen aus.

Im Jahre 1842, wo die Einführung des neuen Tarifs eine Vermeh- rung der Einfuhr hervorrief, indem man noch dic alten Zölle benußen wollte, stieg dieselbe auf 128 Millionen; allein die Ausfuhr sank {on auf 122 Millionen hinab.

Endlich im Jahre 1842 1843, wo {hon die Schußz-Zölle bestanden, ficl die Einfuhr, wie oben angegeben, plöylich auf 100 Millionen und die Ausfuhr auf 104 Millionen.

Die Mächte, deren Handel sich hauptsächlih vermindert hat, sind Eng- land und Frankreih. Für Ersteres beträgt diese Verminderung 30 Millio- nen, für Leßteres 10 Millionen, und zwar 7 Millionen für die von Frank- reih nah den Vereinigten Staaten ausgeführten und nur 3 für die von dort in Frankreich eingeführten Waaren.

Giebt es ctwas Schlagenderes und werden die Vereinigten Staaten, die sih rühmen, an der Spiße der Jdeen des Fortschritts zu stehen und dem alten Europa vorauszueilen, nicht einsehen, daß sie cincn falschen Weg betreten haben, den so schnell wie möglich zu verlassen ihr eigenes Juteresse im höchsten Grade verlangt?

S

fast das Doppelte,

Diese Summe vertheilte sich in den Vereinigten Staaten fast gleich- mäßig auf die Ausfuhr und Einfuhr; es kamen nämlich auf die erstere 404,691,000 Dollars und auf die leßtere 100,162,000 Dollars. :

In Frankreich beirug für den spezicllen Handel die Ausfuhr 646 Mil-

lionen und die Einfuhr 846 Millionen Franken.

seitig von cinander abhängen.

Transport den größten Antheil hat.

Bekanntmachungen.

(11301 Nothwendiger Verkauf.

Von dem Königlichen Land- und Stadtgerichte zu Stettin soll das sub No. 2 auf der Feldmark Zabel3- dor} belegene, den Geschwistern Dittmar zugehörige Ziegelei-Grundstück, welches nach der nebst Hypotheken- schein und Kaufbedingungen in der Registratur einzu- schenden Taxe auf 11,130 Thlr, 13 Sgr. 4 Pf. abge \chäßt ist, am 29. Dezember 1843, Vormit- tags um 11 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle sub- hastírt werden.

Stettin, den 2. Juni 1843.

Königliches Land- und Stadtgericht,

[1980]

Ostrheinische (Köln - Min- dener) Eisen- E bahn - Gesell L schast.

Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 8ten d. M,, betreffend die erste Einzahlung von Zehn Prozent, machen wir sämmtlichen Actionairen die wei- tere Anzeige, daß die Quittungen des Königl, Bauk Comtoirs in Köln, des Bankhauses Wilhelm Cleff in Düsseldorf und der Königl, Haupt-Bank-Kasse in Ber- lin gegen Quittungen der Direction über einzelne oder über je fünf Actien bei leßterer au f Verlangen aus- getauscht werden können, und zwar von Seiten der Aus- wärtigen , welche nicht persönlih erscheinen, durch hie sige Mandatare. Es ist zu diesem Behuf genaue An- gabe des Namens, Standes und Wohnortes, sowohl des ersten Zeichners, als des etwanigen Cessionars, er: forderlich,

Köln, den 17, November 1843,

Die provisorische Direction der ostrheinischen (Köln- Mindener) Eisenbahn - Gesellschaft. 6G. Uenuser. Fischer, M. Hölterho ff. V, Toecst. D. Oppenheim. Philippi. Ph. Rautenatrauch. v. Wittgensteitn,

\19841 $ a j Bredlau-Schweidnihg «Freib urger Eisenbahn,

Jn Gemäßheit $. 26, des Gesellschafts-Statu- tes werden die Herren Actionaire der Breslau- Schweidniy - Freiburger , Eisenbahn - Gesellschaft zu einer auf den

S ezember, N a ch. hiesigen Bör\en ¿ags 2 Uhr im anberaumten au ¡4 Lotale

ßerordentlichen General-Vex-

' gts —AZA 7 D D L A S ARY N,

sam mlung ganz ergeben} ei Gegenstände der Be R va e erathung und Beschlußnahme wer- 1, e und în welchem Betrage die en ursprünglichen Anschlag bi zen sollen? E qu 2. Fesistellung der zur Vollendunc der Zwei nah Schweidniy noch erforderlichen n 1 20,000 Thlr, veranschlagten Summe; : A, die Bestimmun über die Art und Weise der Auf bringung, Si erstellung, Verzinsung und Rü- zablung der für beide Zwede (ad 1 und 2) fest- Í fi Ca En Summenz . für den Fall, daß die Beschaffung der fe den Bedarfs-Summen ad da

Betriebdmittel über 1aus vermehrt wex.

i zuseßzen- 1 und 2 ín Prioritäts-

Actien beschlossen werden sollte, Berathung und Beschließung cines die Modalitäten der Kreirung dieser Prioritäts-Actien betreffenden Nachtrags zum Gesellichafts -Statute ;

5. Beschlußnahme über die Führung einer die Ver- einigung mit der Niederschlesish-Märkischen Eisen- bahn bewirfenden Verbindungsbahn, so wie über die Verlängerung der Zweigbahn nach Schweidnitz von dort bis zur Landesg-ränze.

Nach $. 29. des Gesellschafts - Statuts können nur diejenigen Herren Actionaire der Versammlung beiwoh-= nen, welche spätestens am 9, Dezember in dem Büreau der Gesellschaft (Antonien-Straße Nr. 10) ihre Actien produziren oder auf eíne genügende Weise die am drit ten Orte erfolgte Niederlegung nachweisen und zugleich ein doppeltes Verzeichnis der Nummern der Actien über geben, von denen das eine, mit dem Siegel der Gesell schaft und dem Vermerke der Stimmenzahl verschen, als Einlaßkarte dient,

Die Nichterscheinenden werden als den dur< Stim- menmehrheit der Erschienenen gefaßten Beschlüssen bei- tretend erachtet werden.

Breslau, den 18, November 1843,

Der Verwaltungs-Rath der Breslau-Schweidnißz-Frei burger Eisenbahn-Gesellschast.

[1737] E

Die Juhaber der unter der Firma: F. G. Trinks & Sohn in Waldenburg bestehenden Handlung haben, wie von ihnen bei dem unterzeichneten Justiz-Amte ange- zeigt worden, zu Abwendung eines förmlichen Concu jes mit ihren Gläubigern ein außergerichtliches Arran gement getroffen, auch bereits den größeren Theil der- selben nah gewissen Prozenten befriedigt.

Die Befriedigung einer anderen Klasse der Gläubi ger soll durch den Erlös der dem einen Associé, Herrn Christian Gottlob Friedrich Trinks, sen, zugehörig ge wesenen und von ihm zu obigem Behufe abgetretenen Grundstücke herbeigeführt werden; diese Klasse der Gläubiger aber hat in dem am 25sten gegenwärtigen Monats abgehaltenen Verhörs-Termine, unter Zusiche rung ihres Beitritts zu dem proponirten Afkforde, zu ihrer Sicherheit und zur Befestigung des getroffenen Uebereinkommens auf Erlassung der Edifktalien ange tragen,

Zur Erledigung dieses Antrages werden daher Amts wegen alle diejenigen, welche bei dem Schulden-Arran gement der Jnhaber der Handlung F. G, Trinks & Sohn nicht berücksichtigt worden sind, und an dieselben anno<h Ansprüche zu haben vermeinen, andurch vor geladen,

den 27. Februar 1844, welcher zum Liguidations-Termine anberaumt worden ist, an hiesiger Amtsstelle zu rechter früher Gerichts- Zeit entweder in Person, oder durch gehörig legitimirte und instruirte Bevollmächtigte zu erscheinen, bee An- sprüche, bei Strafe des Ausschlusses von der Masse und bei Verlust der ihnen etwa zustehenden Nechts- wohlthat der Wiedereinseßung in den vorigen Stand, anzumelden und zu bescheinigen, so wie, da nöthig, darüber mit dem, nah Befinden zu bestellenden Concurs Vertreter und, so weit es erforderlich, wegen der Prio- ritat unter einander rechili<h zu verfahren, binnen ge\ehlicher Frist zu beschließen, bierauf aber

der Bublicati den 16. April 1844

bulta, ation Bus Prätlusiv-Bescheids, welche rüc-

Wi da Es leibenden für geschehen erachtet wer-

» N zu sein, endlich atl 30. April 1844

a rei an Amtsstelle zu erscheinen und, wo möglich,

gutliches Abkommen zu treffe i diej

welch $t ersdéne zu trefen, wobei diejenigen,

h G Me n oder über den Vergleich sich

Mehrzahl geachtet norden D E De) Uy dés

n jollen, für den Fall aber,

daß ein Vergleich gar ni : V ) nicht zu St s weiterer Vorschreitung in der Sache sich A T n

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Die Abnahme, welche sich in dem Handel der Union bemerkbar gemacht, mufte natürlih ihre Wirkungen auch auf die Schifffahrt erstre>en, da diese beiden Elemente des kommerziellen Verkehrs der scefahrenden Nationen gegen In Bezug auf Frankreich findct jedoch der Untexschied statt, daß die amerikanische Marine noch immer an dem Waaren-

Allgemeiner Anzeiger.

Uebrigens haben auswärtige Gläubiger zur Annahme fünftiger Ladungen und Verfügungen Bevollmächtigte

an hiesigem Orte zu bestellen.

Fürstlich Schönburgsches Justiz-Amt Waldenburg, den

29. September 1843,

Von der ganzen Ausfuhr haben die amerikanischen Schiffe für 80 Mil- lionen und die fremden Schiffe nur für 24 Millionen transportirt; es ist dies ein Verhältniß wie 77 : 23. :

Dies Verhältniß is no< größer für die Einfuhr z diese beträgt für die amerifanishen Schiffe 89 pCt. und für die fremden Schiffe nur 11 pCt.

Es ergiebt si< mithin im Mittel bei dem Waaren - Trausport ein Ge- sammtwerth für die National-Schifffahrt von 83 pCt. und für die fremden Schiffe nur von 17 pCt,

In Frankreich beträgt dicser nämliche Antheil der National-Schifffahrt an dem Transport, dem Werthe na <, 42 pCt, und der Rest fällt auf die Schiffe fremder Flagge. Allein man weiß, daß dies Verhältniß, wenn man es in Rücfsicht auf den verwendeten Tonnen-Gehalt, das wahre Element des maritimen Verkehrs , betrachtet, no< mehr vermindert wird und im Jahre 1842 auf die geringe Zahl von 36 pCt, für die Na- tional - Schifffahrt herabgesunken is, während auf die fremden Schiffe 64 pCt. des allgemeinen Tonnen-Gehalts des französischen Handels kommen.

Der gesammte Tonnen - Gehalt der amerikanischen Schiffe , ein- und ausgelaufene zusammengenommen, stieg im Jahre 1842 1843 auf 3,046,562 Tonnen, die si<h gleihmäßig unter die Ein- und Ausfuhr ver- theilen. : Der gesammte Tonnen-Gehalt der ein- und ausgelaufenen französischen Schiffe, wobei alle Zweige unserer Schifffahrt mitgerechnet sind, überstieg im Jahre 1842 nicht 1,138,000 Tonnen. / |

Am 1. September 1843 hatte die amerikanische Handels - Marine, mit Einschluß der zur kleinen Fischerei dienenden Fahrzeuge, einen Tonnen Gehalt von 2,092,391 Tonnen, wovon auf den Wallfischfang 156,612 Tonnen kommen. / e

Jn Frankreih hat die Handels - Marine, ebenfalls mit Einschluß der zur kleinen Fischerei dienenden Fahrzeuge, im Jahre 1841 (für 1842 if die Uebersicht noch nicht bekannt gemacht worden) cinen Tonnen - Gehalt von

629,685 Tonnen. h Z A i i Dies sind die Haupt - Resultate der Handels - Schifffahrt eines Landes,

das um die Hälfte weniger Einwohner zählt als Frankreich und eine Küsten länge hat, deren bevölferter Theil keine größere Entwickelung darbietet, als die unsrige. Vergleicht man diese Resultate mit unseren eigenen Dokumen- ten, so kann man sich einer großen Entmuthigung und zugleich eines ge- wisscn Unwillens gegen die Blindheit derjenigen Männer nicht erwehren, die unablässig an dem Verfalle unserer Schifffahrt arbeiten, indem sie theils die Noth derselben verheimlichen, theils die Jnteressen derselben den secundairen Nücksichten des Privat - Juteresses aufopfern, theils die wenigen Maßregeln hartnä>ig zurückweisen, welche allein uns die geringen Hülfsquellen, wenn auch nicht vermehren, so doch erhalten könnten, deren unmerklichen Verfall man erst dann empfinden wird, wenn Frankreich derselben bedarf, um scinen Rang als Scemacht zu bchaupten, i

Was dic Betrachtungen betrifft, welche der Zustand des amerikanischen Handels an die Hand giebt, so gehen dieselben klar aus den oben mitge- theilten Vergleichungen und Zahlen-Angaben hervor, Wir fügen hier nur die cinzige Bemerkung noch hinzu, daß unter allen Staaten von politischer Wichtigkeit, die das gefährlihe Experiment der Umänderung der Tarife un- ternehmen, die amerikanische Union zuverlässig diejenige ist, deren Zukunft die wenigsten Besorgnisse einflößen dürfte.

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Me 146.

R L

Anmitlicher Theil.

Itlaud. Erfurt. Elisabeth-Stiftung. M agdeburg. Einladung zu einer Versammlung îm Juteresse der Gustav - Adolph - Stiftung. 8 Münster. Bekanntmachung über die Ablieferung der Pflicht-Exemvlare von Druckschriften. Ratibor, Verleihung des Ehren - Bürgerrechts an den Fürsten Lichnowsky, : j

Deutsche Bundesstaaten. Badeu. Baden, Namenstag des Groß herzogs. Karlsruhe, Amtliche Erklärung über die Unruhen vont 5.

September. i i

Frankreich. Paris. Geseh - Entwürfe und Vorschläge für die nächste Session der Kammern, Untersuchung der algerischen Küste. Briefe aus Paris, (Das Antwortsschreiben des Bischofs von Chalons, Die Sendung des Herrn Rossi nach der Schweiz. Blick nach Afrika.)

Großbritanien und Frland. London. Hofnachrichten. Auf- lösung der Legitimisten - Versammlung in Alton Towers. Unerwartete Wendung des O'Connellschen Prozesses.

Belgien, Brüssel. Antworts - Adresse des Wahlen der Nepräsentanten-Kammer.

Spauien. Paris. Telegraphische Nachrichten aus Spauien : Die Köni- g! behält das Kabinet und der Kongreß erklärt, es besißze das Vertrauen der Kammer, Barcelona unterhandelt wegen der Uebergabe. Brief aus Madrid, (Cidesleistung der Königin Jsabella 11, z Erklärung der Minister, welche sämmtlich beibehalten werdenz der Kongreß erklärt, daß

die provisorische Negierung sich um die Nation verdient gemacht hat;

* Najor Baseti +} Vermischtes.) /

Griechenland,

„volution,

Unis, Schreiben aus Paris, tal-Konsul.)

Vereinigte Staaten von Nord-Amerika. Shrciben aus New-

ork, (Weiteres über den Fortgang des Wahlfampfes; Webster als Kandidat zur Präsidentschaft.) :

Mexiko, Schreiben aus Paris.

Peru. Schreiben aus Paris, _mit Bolivia.)

Etfenbahnen. Breslau. Oberschlesische Bahn.

Handels- und Börsen-Nachrichten. Berlin, Breslau, Mag deb urg und Köln, Marktberiht, Mainz. Wein - Aerndte. örantsurt a. M. und Paris. Börse, Amsterdam. Bötse; veiratldemarfkt.

Senats, Beamten

Die Haltung der Diplomaten bci der jüngsten Re

(Differenz mit dem französischen Gene

(Mit Aukatan noch kein Friede.) D, O C : 2 M „C (C (Neuer Nevolutions - Versuch; Handel

Amtlicher Theil.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht : _, Dem Vbersten von Sh meling, Brigadier der 1sten, dem Vbersten von Na ßmer, Brigadier der 5ten, dem Oberst-Lieutenant von Kopp, Brigadier der 4ten und dem Oberst = Lieutenant von Werder, Brigadier der 2ten Gendarmerie = Brigade, den Rothen Adler - Orden 3ter Klasse mit der Schleife; so wie dem Hauptmann und Adjutanten Apel vom Stabe der Gendarmerie, den Rothen Adler-Orden ter Klasse; desgl. dem Wachtmeister Barthel und dem Büchsenmacher Eichmann, Beide vom Z3ten Kürassier = Regi- ment, das Allgemeine Edrenzeichen zu verleihen.

Die Königliche Akademie der Künste hat die Blumen- und Arg= besfen -Malerin Alwina Frommann hierselbst nah vorgelegten gelungenen Proben ihrer Arbeiten zu ihrer akademischen Künstlerin ernannt und das Patent für dieselbe unter heutigem Datum ausfer tigen lassen.

Berlin, den Direftorium

11. November 1843. uud Senat der Königl. Akademie der Künste. G D O Sao:

Das 30ste Stück der Geseß = Sammlung, welches heute ausge

geben wird, enthält : Die Allerhöchsten Kabinets = Ordres unter Nr, 2386. vom 13. Oktober d. J. in Betreff der den Bürger meistern in der Rheinprovinz zu bewilligenden Gebühren, für Auszüge aus dem Feuer=Sozietäts-Kataster ; 7. vom {lten ejd., dur< welche des Königs Majestät der Stadt Sulmierzyce, im Großherzogthum Posen, die re- vidirte Städte - Ordnung vom 17, März 1831 zu ver leihen geruht haben; und . vom 5ten l. M,, betreffend die Bestimmung, daß gegen Beamte, welche zur Zuchthausstrafe oder Festungs-Ärbeit verurtheilt werden, ohne Unterschied der Fälle, die Strafe mag als die ordentliche oder als eine außerordentliche ausgesprochen werden, zugleih auf Cassation erkannt werden joll; ferner ‘laration von demselben Tage, betreffend die Noth wendigfe:t des Konsenses der Agnaten zur Verpfändung der Substanz eines Lebngutes in der Altmark, Priegnib, Mittel- und U>ermark, so wie in den Kreisen Beeskow und Storkow; und die Verordnung, betreffend die Sicherung der Eröffnung der bei den Notarien in dem Bezirke des Appellgtions- gerichtshoses zu Köln niedergelegten mystischen Testa=- mente; von demselben Datum, Berlin, den 23. November 1843. Debits=Comtoir der Geseß-Sammlung,

Angekomm en: Se. Excellenz der Wirkliche Geheime Rath Dn der Provinz Sachsen, Flottwell, von Mag- eburg. y ; Se O der Wirkliche Geheime Rath und Ober - Appella- val Pol )ef = Präsident vou Frankenber g-Ludwigsdorf,

von * :

Dor Ohor- Nr2r 7

ca Ober-Präsident der Provinz Pommern, von Bonin, von

Fe N -Nr fi ä ,

M f er Ober=Präsident der Rhein = Provinz, von Schaper, von

Le e) Y+ E o N

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A Tage meine

eußische Zeitung.

Uichtamtlicher Theil.

Inland,

Erfurt, 19, Nov. (Erf. Z.) Dur folgende Allerhöchste Kabinets - Ordre : i E „Zh genehmige auf Jhren Beriht vom 18ten v. M., daß das bishöfliche geistlihe Gericht in Erfurt das von zwei ungenann ten katholishen Frauen angebotene Geschenk von 1000 Rthirn. be hufs Gründung einer Stiftung zur Unterhaltung einiger barmber= zigen Schwestern für die Krankenpflege im dortigen katholischen Kran fenhause, annehmen darf. E j Sanssouci, den 14, Oktober 1843, Friedrich Wilhelm. An den Staats-Minister Eichhorn,“ haben Se. Majestät uuser Allergnädigster König eine Stiftung ins Dasein zu befördern geruht, dur< welche den Kranken in dem hie sigen katholischen Krankenhause die so allgemein bewährte Pflege der barmherzigen Schwestern zugewendet werden soll. Die Stiftung is benaunt Elisabeth-Stiftung, trägt somit den Namen der heiligen „Elisabeth“, der ihrer Barmherzigkeit wegen berühmten Landgräfin von Thüringen, deren Andenken heute die katholische Kirche feiert, und zugleih den Namen Jhrer Majestät unserer allverehrten Lan- desmutter, „Elisabeth“/, Königin von Preußen und als Solche gleichfalls Landgräfin von Thüringen, Höchstwelche allen Wohlthätigkeits-Anstalten besondere Theilnahme zuwendet. Das Stiftungs -= Kapital beträgt 1000 Rthlr., die Jnteressen dieses Fonds werden fapitalisirt, und sobald die jährlichen Einkünfte zur Unterhaltung von wenigstens zwei barmherzigen Schwestern hinreichen, werden diese zur Uebernahme der Krankenpflege und der inneren Verwaltung des Hauses hier ein tressen. Mit dem Wachsthum des Fonds wird si< dann auch die Zahl der Schwestern vermehren. Je mehr durch Zuschüsse auch an- derer mildthätigen Herzen das Stiftungs -Kapital an Bestand ge winnt, um so eher wird der {óöne Zwe> dieser Elisabeth - Stiftung in Erfüllung gehen,

__ Magdeburg, 21. Nov. Die hiesige Zeitung enthält eine Einladung zu einer allgemeinen Versammlung, die zu Halle, Mittwoch den 29. November, gehalten werden \oll und auf welcher Abgeord- nete aus allen Theilen der Provinz Sachsen über ein gemeinschaft liches und geregeltes Zusammenwirken zu dem Zwe>ke der Gustav Adolphs = Stiftung innerhalb der Provinz mit einander bera then und sih gegenseitig beleben wollen. Die Versammlung wird in dem Saale des Bahnhofes bei Halle von Morgens 95 Uhr bis Nachmittags 3 Uhr stattfinden. :

Das heutige Amtsblatt enthält fol- gende Bekanntmachung des Königl. Ober-Präsidenten: „Nach einer Benachrichtigung des Königl. Ministeriums des Junern werden dent Königl. Ober=-Censurgerichte aus verschiedenen Theilen der Monarchie Zeitungen, Zeitschriften und Broschüren zugesendet. Da den Her- ausgebern 2c. keine gesecbliche Verpflichtung zur Uebersendung solcher Exemplare obliegt, so werden selbige nah höherer Anordnung ver- anlaßt, diese Uebersendungen an das Königl, Ober-Censurgericht ein= zustellen. Dagegen verbleibt die Verpflichtung zur Ablieferung eines Exemplars an die hiesige akademische Bibliothek und eines anderen an die große Königl. Bibliothek zu Berlin nah der Allerhöchsten Kabinets - Ordre vom 28. Dezember 1824 (Geseh - Samml. 1825, S. 2) unverändert.“

Münster, 18. Nov.

Natibor, 13. Nov. (Oberschl. Anz.) Gestern begab sich eine Deputation des Magistrats und der Stadt-Verordneten unserer Stadt nah dem zwei Meilen von hier gelegenen Schloß Krzizano- wiß, um Sr. Durchlaucht dem Fürsten Felix von Lichnowsky das Di plom des ihm von den Vertretern der Bürgerschaft einmüthig vo- tirten Ehrenbürger-Rechts zu überbringen. Dieses Diplom, auf Per gament kunstvoll ausgefertigt, in einem Umschlage von rothem Sammt mit daran hängender goldener Kapsel, drückt die dankbare Anerkennung des warmen und thätigen Antheils des Fürsten an dem Wohle der Stadt aus. Der Bürgermeister, als Führer der Deputation, überreichte dasselbe unter ausführlicher Wiederholung des in jenem nur Angedeuteten und mit besonderer Bezugnahme auf die Verdienste, die sich der Fürst, der sih erst seit 10 Monaten auf sei- nen großen Besißungen aufhält, in Angelegenheiten der hiesigen Eisenbahn um die Stadt Ratibor erworben. Bei dem darauf ge- folgten Diner wurde das Wohl Sr. Majestät des Königs und Sr. Königl. Hoheit des Prinzen von Preußen, des Protektors unserer Cisenbahn, mit stürmischem Jubel ausgebracht.

Ausland.

Deutsche Bundesstaaten.

Baden. Baden, 15. Nov. (A. B.Z.) Sr. Königl. Hoheit dem Großherzoge bei Höchstseiner Anwesenheit in hiesiger Stadt auch ein sichtbares Zeichen ehrfur<tsvoller Liebe und Verehrung zu Höchst- dessen heutigem Namenstage darzubringen, hatten die Einwohner Ba dens gestern Abend einen Fa>elzug veranstaltet. Gleich nah der um 8 Uhr erfolgten Ankunft Jhrer Königl. Hoheit der Großherzogin seßte sih der Zug, geleitet von den beiden bürgerlihen Militair= Corps und mit deren Musik an der Spiße, nah dem Großherzogl. Schlosse in Bewegung. So wie der Zug in dem Schloßgarten un- ter den Fenstern des Großherzogs angekommen war, wurde Se. Kü-= nigl. Hoheit, Höchstwelcher in Begleitung der Großherzogin und der durchlauchtigsten Prinzen am Fenster zu erscheinen geruhten, ein drei= maliges weithin schallendes Lebeho<h von der zahlreih versammelten Menge dargebraht. Jn diesem Augenbli>e stieg dem Schlosse ge= genüber ein Raketen -Feuerwerk empor, um auh den fernen Thalbe- wohnern Kunde zu geben von dem feierlichen Akte. Es wurde nun das zu solch festlihen Anlässen gedihtete Volkslied gesungen. Wäh- rend noch mehrere Musikstü>ke ausgeführt wurden, hatten sämmtliche

onnerstag den 23> November

Alle Post-Anstalten des In- und Auslandes nehmen Sestellung auf dieses Blatt an, für Berlin die Expedition der Âllg. Preuss, j Zeitung : Friecdri<sstrasse Ur. 72.

1843.

Offiziere mit den Vorständen der beiden Corps die Ehre, im Schlosse persönli<h aus dem Munde des Großherzogs den Dank für diese Höchstdemselben dargebrachte Huldigung zu empfangen. Zum Schlusse wurde von einem Männer =- Chore noch das Walhallalied und das \höne Arndtsche Lied : „Was is des Deutschen Vaterland? gesungen und der Zug trat in derselben Ordnung, unter wiederholtem Lebe hoh dem Großherzoge und seinem durchlauchtigsten Hause, seinen Rückweg in die Stadt anz; unter fortgeseßtem lauten Jubel wurden üblicherweise die Fakeln verbrannt. 7

Karlsruhe, 18. Nov. Die hiesige Zeitung enthält jebt, nah dem Schlusse der desfalls angeordneten Untersuchung, einen ausführlichen Aufsaß über die am 5. September hier vorgefallenen unruhigen Auftritte und deren mittelbare Veranlassung, der dur folgende allgemeine Bemerkungen eingeleitet wird : „Schon seit ge- raumer Zeit mußte das vaterländishe Publikum das Bedürfniß sühlen, über die in der Ueberschrift dieses Aufsabes bezeichneten Vor-= gänge nähere und umfassendere Aufklärungen zu erhalten, welche geeignet wären, die durch einseitige Berichte hervorgebrachten pein= lichen Eindrücke gänzlich zu vertilgen. : i :

_ Waren die Gefühle, welche der tragische Ausgang des vielbe- \prochenen Duells in jedem mensli< fühlenden Herzen, wie die tumul- tuarischen Auftritte in Karlsruhe in der Brust jedes badischen Pa- trioten erregten, wahrlih s{merzli< genug, so gesellte sih ihnen bald noch das bittere Gefühl der Entrüstung bei, über die Art und Weise, wie ausländische Blätter von jenen Vorfällen Recheuschaft gaben, Manches übertrieben, Anderes entstellten oder auf die gehässigste Weise deuteten, und dur eine Reihe perfider Jnsinuationen oder ofen aus- gesprochener wahrheitêwidriger Beschuldigungen der Ehre des Landes und seiner Regierung (in ihren Behörden) zu nahe traten.

_Hörte man die Erzählung einiger rheinisher und sächsischer Blätter, so wäre an einem von vornherein angelegten Plane, Moriz von Haber aus dem Lande zu vertreiben, kaum zu zweifeln; man durfte die Behörden nicht nur der Sorglosigkeit und Schlaffheit, \onu= dern eines höchst zweideutigen Benehmens bei dem ganzen Verlaufe der Sache, ja selbst wie es in der That mit klaren Worten geschehen, der inneren Zustimmung zu der in der Naht vom 5. September verübten Gewaltthat bezüchtigen, das einheimische Publikum aber der tiefsten Versunkenheit und Rohheit anklagen, die si< in der Badestadt durch den lauten Beifall für Herrn von Göler's glü>klihen Schuß, in der Residenz durch eine brutale Stimmung kundgethan habe, welche Keinem gestattete, ohne Gefahr für seine Person, seine Entrüstung über die dort vorgefallenen Exzesse auszufprechen. Sleichzeitig hat si< zwar in der Augsburger Allgemeinen Zeitung, die auh bei dieser Gelegenheit ihre unpartelische Stellung behauptete, cine Stimme erhoben, welche das Verhalten der Behörden bei dem Straßen = Tumult im Allgemeinen gewürdigt und die hierauf bezüglichen Beschuldigungen gebührend zurü>gewiesen hat; auch fehlte es ni<ht an einzelnen, furzen Erwiederungen in einigen inländischen Blättern: aber das ganze Gewebe jener ausgestreuten Jnsinuationen und die fortdauernden Versuche, die berührten beflagens= werthen Vorfälle zu benußen, um die öffentliche Meinung des ge- sammten deutschen Vaterlandes, wie des Auslandes, zu dem gehässigen Urtheile über unsere Zustände aufzureizen , verlangten eine umfassen- dere Beleuchtung und die Berichtigung einer Reihe von Thatsachen, die erst durch die eingeleiteten dienstpolizeilichen und gerichtlihen Un- tersuchungen ins Klare gestellt werden konnten.“

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Paris, 17. Nov. Beim Schluß der leßien Session blieben noch folgende Geseh = Entwürfe, über welche s{hon Bericht erstattet war, unerledigt: 1) über die definitive Regulirung des Budgets von 1841; 2) über die Patente; 3) über die Pensionen im Retraite- Zustand; 4) über die Staatsminister; 5) über die nördlihe Eisen- bahn; 6) über die Gefängnisse; 7) über die Kanal-Actien; 8) über die Armee-Rekrutirungz 9) über die Jagd - Polizei; 10) über das Zollwesen der Antillen; 11) über den Staatsrath; 12) über die heaterz ferner ein Vorschlag der Herren Mauguin, von’ Lasalle und cêmeres zur Unterdrü>kung der Weinverfälshungz ein Vorschlag

Herrn von Angeville über die Berieselungen, und ein Vorschlag des Herrn St. Priest über die Bildung von Brigaden aus den Feld- wachen. Vor den Kommissionen bleiben zur Berichterstattung die Geseß Entwürfe über den Kanal Beaucaire, über die Gemeinde-Forstwachen und über die Douanen. Mit diesen verschiedenen Maßregeln wird also die nächste Session sih zu beschäftigen haben. Außerdem will das Mini sterium, wie man vernimmt, den Kammern folgende Vorlagen machen: 1) mehrere Handels -=Verträgez 2) die Forderung einer provisorischen Dotation von 2 Millionen für den Herzog von Nemours; 3) das früher shon vorgelegte Münzgeseß mit einigen Abänderungen z 4) ver= schiedene Eisenbahn = Konzessionen; 5) einen Geseß= Entwurf über die freien Weiden; 6) mehrere Gescß=Entwürfe über öffentliche Arbeiten; 7) einen Geseß= Entwurf über die Friedensrihter. Endlich erwartet man von Mitgliedern der Deputirten-Kammer zahlreiche Anträge in Bezug auf Erweiterung des Wahlrechts, Freiheit des Unterrichts, gegen die Befestigungen von Paris und andere mehr.

Die französische Regierung läßt die ganze Küste von Algerien untersuchen, um die Hülfsquellen, welche dieselbe dem Handel und der Fischerei bietet, in ihrer ganzen Ausdehnung kennen zu lernen. Sie geht au< damit um, einen Theil der Eingeborenen zu Seeleuten heranbilden zu lassen. i

Graf Mortier, der französische Botschafter in der Schweiz, ist in Paris eingetroffen und heute von Herrn Guizot empfangen worden.

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m Paris, 17. Nov. Der Bischof von Chalons hat unter dem 12ten l. M. einen neuen Hirtenbrief erlassen, worin er die Nich- tigkeit des vom Staats=-Rathe gegen ihn kürzlichst gefällten Urtheiles zu beweisen trachtet. (Vergl. unser gestriges Blatt: Paris.) Die Natur dieses neuen Schreibens erregte die Aufmerksam- keit der Regierung so, daß gestern ein besonderes Minister- Conseil in St. Cloud zusammenberufen wurde, um unter dem Vorsiß des Königs zu erörtern, auf welche Art man dem traurigen Streite zwischen der Universität und dem Klerus ein Ende machen Fönnte. Man versicherte gestern Abends, daß in dieser Sißung des Conseils