1843 / 148 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

Länder.

Belgien.…-

e Großbritanien. - Englische Kolonieen Frankreich : : Französische Kolonicen

c Spanien f Spanische Kolonieen Cuba j

f ortuga PortuBiesische Kolonieen . Ztalien……………..……....…. Häsen des Mittelmeeres.. E ea aubaptd

Central -Amerika …….…. Columbia

Brasilien. A Cisplatinishe Republik Argentinische Republik S

E 5, Süd-Amerifa im Allgem. Asien E eib oes Südsee L, Sandwich-Jnseln Bersciebellt . .-«-++--

Gesammt-Summe

Länder,

Rußland .

Preußen Schweden Schwedische Antillen Dänemark

Dänische Antillen E Dane ls. ¿ade Holländische Kolonieen . Belgien

Großbritanien

Englische Kolonieen Frankreich

Französische Kolonicen

Spanische Kolonieen... Portugal is Portugiesische Kolonieen . A. lie tial, 224 Í Häfen des Mittelmeeres . Haiti

SUAS ¿ibres

Central-Amerika Columbia

Brasilien

Cisplatinishe Republik

Ei 1840, 274,876 33,737,699 5,393,223 17,572,876 335,251 1,684,665 2,499,505 9,835,477 222,884 377,010 1,157,200 1,696,669 1,252,824 303,847 4,175,001 189,021 1,172,548 1,927,296 494,402 293,562 1,616,859 438,495 6,640,829 28/685 284,452 372,537 30,055

41,925

Â, )

107,141,514

1840, 1,169,481 86,468 550,226 102,320 94,051 1,099,449 3,856,310 4,198,459 689,775 2,320,655 59,317,362 11,056,333 21,841,554 514,351 362,293 6,310,515 944,539 103,065 218,191 1,473,185 2,400,378 1,027,214 1,218,27 2,515,341 217,946 919,123 2,506,574

149,730

nfuhren.

18441, 374,893 46,662,815 4,436,823 23,933,812 253,632 1,310,696 3,438,580 11,567,027 286,586 288,273 4,1512356 1,659,649 1,809,684 395,026 3,284,957 186,911 2190417 6,302,653 315,234 1,612,513 1,230,980 521,376 3,095,388 27,269 167,318 408,955 38,440 47,630 848

17,916,177

Ausfuhren.

S484, 1,025,729 175,926 602,319 168,891 134/788 852,495 2,514,922 4,560,716 773,819 1,823,382 49,552,273 12,824,129 21,766,755 468,820 413,820 5,739,082 1,028,507 121,764 227,349 912,318 2,225,364 1/190,907 808,296 2,036,620 149,913 872,937 3,517,273

156,224

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18427, 619,583 34,206,449 4,408,704 16,974,058 249,382 1,145,375 3,380,784 7,650,429 142,587 205,097 987,528 1,341,950 1,266,997 480,892 2,995,696 124,994 1,720,958 5,948,814 981,918 1,825,623 831,039 204,768 4,934,645 979,689 539,458 41,741

10,144 100,162,087

1842, 836,993 156,683 344,918 33,047 98,585 949,088 3,623,326 4,564,513 64 Ta 144 1,610,084 41,266,920 11/039,716 18,165,850 573,010 572,898 4,770,449 979,948 74,111 227,853 820,517 1,560,607 899/966 406,929 1,534,233 69,466 769,936 2,601,502 269,967

890

Argentinische Republik. 369,275 661,946 Chili. 1,728,829 1,102,988 Peru e -— China 1,009,966 1,200,816 Sd -AMEFA «..+--+-+-- 124,333 78,981 E s - eritai drt 308,826 759,028 Europa 63,976 41,938 Afrika 554,263 636,768 Antillen. 379,229 264,235 Südsee 242,429 494,565 Verschiedene 1,260 S Gesammtsumme .…. 132,085,946 121,851,803

Bei näherer Betrachtung dieser Uebersicht ersieht man zuerst als allge meines Resultat, daß die Ausfuhren an amerikanischen Produkten i Ses 1842 um 27 Millionen geringer gewesen sind, als im Jahre 1840, und um 417 Millionen geringer, als 1841. Die Einfuhren an europäischen Produkten haben ihrerseits von 1841 auf 1842 um 27 Millionen abge- nommenz daraus ergiebt \si<h eine Bilanz von beiläufig 10 Millionen zu Gunsten der Vereinigten Staaten, Erst seit 1840 befindet sich dieselbe auf ihrer Seite, und abermals schritt sie auf Seiten der auswärtigen Länder für nahe an 6 Millionen im Jahre 1841. Dieser enorme Umschwung darf nicht der finanziellen Krise allein beigemessen werden, die bis 1837 zurüd- geht, sondern auch und vor Allem dem neuen Tarif, der mit dem 1. Scp- tember 1841 promulgirt wurde und der den Aufschwung der internationalen Austausche hemmte, indem er das Mittel der Douanenzölle von 20 auf 38 pCt, erhöhte.

Dem englischen Handel hat der neue Tarif sich am härtesten fühlbar gemacht, Wir sehen in der That, daß die britischen Einfuhren von 1841 auf 1842 eine Verminderung von nahe an 12 Millionen Dollars erfahren haben, und daß die amerikanischen Ausfuhren ‘nah England blos um 8 Millionen abgenommen haben ; was immer noch eine Bilanz von 4 Mil- lionen auf Seiten der Vereinigten Staaten läßt. Nach England is Frank- reih am s<limmsten weggekommen, Die Einfuhren Frankreichs nach den Vereinigten Staaten haben um 7 Millionen Dollars sich vermindert, und die amerikanischen Ausfuhren nah Frankreich um nahe an 3 Millionen abgenommen, was den Vereinigten Staaten noch immer eine Bilanz von mehr als 24 Millionen Dollars gegen Frankreich läßt. Diese Thatsache ist um \o bemerkenswerther, als es, wenn ih ret unterrichtet bin, das erste Mal is, daß sie in der fommerziellen Geschichte der beiden Länder vorkommt. Bis jeyt waren die Vereinigten Staaten am Ende die Schuldner Frankreichs gewejen; im Jahre 1842 ist dieses ihnen zinsbar geworden, Die Abnahme in den französischen Einfuhren trifft besonders auf die Seidenwaaren, Wol- lenstoffe, Weine u. \. w. Jn den amerikanischen Ausfuhren trifft die Ver- minderung hauptsächlich den Taback, die Wallfischbärte und die animalischen Produkte,

Eine bemerkenswerthe Thatsache is auch, daß, während der Handel der Vereinigten Staaten mit Europa im Allgemeinen und England insbeson- dere ein so bedeutendes Sinken erlitten hat, er dagegen mit den englischen Kolonieen in steter Zunahme gewesen is. Und diese Zunahme is um so sonderbarer, als sie fast ganz auf die amerikanischen Ausfuhren trifft, die in fünf Jahren sich mehr als verdoppelt haben, während die Einfuhren der britischen Kolonieen in derselben Zeit -Periode um 40 pCt, abgenommen haben. So haben im Jahre 1837 die Einfuhren der englischen Kolonieen mehr als 7 Millionen Dollars betragen und die Ausfuhren Amerika's nach diesen Kolonieen 67 Millionen, während 1841 und 1842 die Einfuhren auf 4 Millionen gefallen, die Ausfuhren der Vereinigten Staaten dagegen auf 11 und 12 Millionen gestiegen sind. Diese Thatsachen zeigen, daß, sei es nun durch ihre Nähe oder durch ihre Industrie, die Vereinigten Staaten ein fast unumgänglich nothwendiger Markt für diese Kolonieen geworden sind, da sie nicht einmal nöthig haben, ihnen das Lockmittel der Austausche anzubieten, So dehnt sich unverkennbar das Souverainctätsrecht des gro ßen amerikanischen Körpers auf Alles aus, was ihn umgiebt: die Planeten

111,261 1,639,676

1,444,397 148,422 578,281

19,290 523,976 207,703 146,380

2,370 104,691,534

werden unwiderstehlich in die Kreislaufbahn des Gestirnes gezogen, von dem sie nur die Trabanten sind.

Die in der Ziffer dex europäischen Einfuhren in die Vereinigten Staaten eingetretene Verminderung hat um eben so viel die kommerzielle Thätigkeit des Landes und die Quellen seiner Einkünfte reduzirt. Man hatte gehofft, diese Quellen zu erweitern, wenn man die Grundlage des Tarifs breiter machte; aber die Tarife und die Speculation befolgen zwei entgegengescßtc Progressionen: je mehr der Tarif fordert, desto verzagter wird die Specu- lation. Außerdem wurde dadurch, daß der jeßige Tarif die baare Bezah- lung der Zölle verlangte, in demselben Augenbli>e, wo er sie erhöhte, eine doppelte Schranke zwishen ihm und dem kleinen Einfuhrhandel errichtet, dessen Kapitale sie eben so- sehr in Kosten als in Käufen verschlungen sehen. Schlägt man die jährlihen Bedürfnisse der amerikanischen Regierung auf nur 20,000,000 Dollars an, s\o “bedürfte es jeßt einer Einfuhr von unge fähr 100,000,000 Dollars in Waaren, um diese Summe zu ertragen, und die Einfuhr wird dieses Jahr wahrscheinli<h 40 Millionen nicht überschreiten. In der That is in den Douanen - Einkünften der vorzüglichsten Seestädte der Union ein enormes Sinken eingetreten. Jch habe die Uebersicht der Einfünsfte des Hafens von Boston vom 30. September 1842 bis 30. Sep tember 1843 vor Augen, Während der neun ersten Monate dieses fiskali- schen Jahres, mit denen die Anwendung des gegenwärtigen Tarifs begann, ergab si in den Einkünften ein vergleichsweises Defizit von 218,219 Dollars oder 17 pCt. Jun den drei lezten Monaten hat cine Reaction im umge fehrten Sinne sih kundgegeben; aber die Gesammtsumme der Cinkünste von 1843 war darum doch niht minder um mehr als 2 Millionen geringer gewesen, als die von 1842, H /

Die Abnahme, die in den Ausfuhren amerikanischer Produkte stattge habt hat, war im Grunde ein nicht minder harter Schlag für die innere Prosperität des Landes, denn es is eine falsche ökonomische Theorie, welche dic Prosperität eines Volkes ausschließlih jn der relativen Supertorität dessen erbli>t, was man ihm abnimmt, über das, was es den anderen ab- nimmt. Aber diese numerische Superiorität, die sich auf Seiten der ameri- fanischen Bilanz gefunden hat, hatte wenigstens die Wirkung, hier Kapita lien aufzuhäufen, die früher auswärts verbreitet waren. Diese Kapitalien sind bald ertraglos geworden eben durch die in der kommerziellen Bewegung eingetretene Ershlaffung. Sie suchten Unterkunst, und haben nothgedrun- gen Vertrguen zu den früber beargwohnten ZFnstitutionen gefaßt. Die Ge wölbe der Banken haben sich wieder gefüllt; die Sto>s, oder Actien der Staaten und der verschicdencn industriellen Gesellschaften ha ben auf den Märkten der Agiotage neue Gunst gewonnen und diese hat bis jeßt nur zugenommen. Der aus dem Herzen des in seinen Wurzeln angegriffenen Baumes zurückgetretene Lcbenssaft des Handels, hat so sich den Schmarozerzweigen zugewendet, die um so üppiger aufschossen, als der Stamm selbst verkümmert war. Dann, als die Quellen der Agio tage dur<h den Zufluß der unverwendeten Kapitalien allzu stark gesättigt waren, gab si cine leichte Reaction kund, die noch durh die während zweier Jahre des Mißgeschiks ertragenen Entbehrungen unterstüßt wurde, Die Kapitalien nahmen wieder einigermaßen - den Weg des normalen Ver- kehrs, des regelmäßigen Handels, welcher das wahre Lebens-Element dieser Gegenden is. So erklärt sich diese Genesung, die zu einer vollkommenen MRiederherstellung führen kann, wenn man keinen Misibrauch damit treibt, unt wenn der Kongreß ihr durch eine umsichtige und weise berechnete Modification des gegenwärtigen Tarifs zu Hülfe kommt, Dieser Tarif wird das Schlachtfeld der Parteien in der nächsten Session des Kongresses seinz seine Gegner argumentiren gegen ihn mit Aufzählung der Uebel, die er verursacht habe, und seine Freunde führen für ihn das Gute an, das er zu wirken begonnen habe. Es fragt sh nun, ob dieses Gute durch ihn oder ungeachtet sciner stattgefunden hat? Ob weil oder obgleich er bestcht? Die ganze Debatte wird si<h wahrscheinlich um diese beiden Punkte drehen ; der Ausspruch aber, der erfolgen wird, is \{<wer vorauszusehen, denn wenn das Repräsentanten haus demokratisch ist, so wird dagegen der Senat in seiner Mehrheit whig gistisch sein, und es is daher wahrscheinlich, daß der eine der beiden Richter alles weiß schen wird, was dem anderen schwarz erscheint, und umgekehrt,

Allgemeiner Nuzeiger.

zum erstenmal vollständig die j) Der zweite Theil, das Wertheimische Urkundenbuch, Sammlung ausgewählter Urkunden nicht allein von Wertheimer Grafen, sondern auch von fast sämmtlichen geistlihen und weltlichen Herrschaften des Frankenlandes und seiner Nachbarschaft.

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Frankreich. Paris. Nachrichten aus London über den Herzog von Nemours, Lagrence’s Abreise nah China. Vermischtes, Brief aus Paris, (Prinz Luitpold von Bavern;, Marquis von Dalmatien; (Hraf Molé; Thiers; Odilon Barrot; Billault.)

Großbritanien uud Jrland. London. Die Times über Spanien,

Spauien. Bricfe aus Madrid, (Der Kontrakt mit dem Banquier Salamanca Vermischtes.) und Paris,

Anwesenheit Des

Sr. Majestät des Königs. ¿Frauen - Vercins, Ly d.

und die Nationalgüter ; (Barcelona soll die gewünschte Capitulation noch nicht erhalten.)

Griechenland. Schreiben aus München. (Neueste Nachrichten aus Athen; Form der Constitution ; Krisiottis.)

O O

Zur Geognofie.

Geogno voltêthümlichen Literatur. Versammlung des wissenschaftlichen l i

Zur Kunst-Vereins,

Dc ilage, Deutsche Bundesstaaten. Bau der Befreiungshalle. Württemberg. Konzerte. Holstein, Altona. Gustav-Adolphs Stiftung. Dester- reichische Monarchie. Schreiben aus Wien. (Vüzinalstraßen;z erbiose Berlassenschaften ; Kranken - Justitut für Handlungsdiener.) Banemark, Kopenha gen, Post-Convention zwischen Dänemark und Z chweden, R Medizinische Preis Aufgabe. Schweiz. St. Gallen.

© 1Sfusjion des Gesandtschafts-Berichts und Annahme desselben, Ser- bien, Bon der türkischen Gränze. Der Präsident des \erbi- \chen Minister-Conscils legt seine Stelle nieder. Kanada. Schrei ben aus New-York, (Fortdauernder Zwiespalt über die Verlegung des iges der Negierung z Finanzen; Ausschließung der Beamten aud in je u D Haudels- und Börsen-Nachrichten. Ber

¿E C 25 M: S J y y C g f+ N d1g, Dreslau, Magdeburg, Köln und Hull. Markt <as zehnte Zahresfest des berliner Frauen-Krauken-Vercins.

Bavern, Negensburgs, STIUTFAAIL LiRLS

*

Dem

Amilicher Theil.

oe. Majestät der König haben Allergnädigst geruht : i Dem Konsistorial = und Schul-Rathe Besserer zu Aachen den Rothen Adler-Orden dritter Klasse mit der Schleife zu verleihen ; und Ven Vber = Landesgerichts = Rath Tüshaus zu Paderborn in gleicher Eigenschaft an das Ober = Laudesgericht zu Münster zu ver eßen, Die diesjährige Preisbewerbung der 5vglinge des Königlichen

Gewerbe - Justituts hat die Vertheilung folgender Preise zur Folge gehabt. :

Die Denkmünze in Silber empfing : Karl Theodor Pinqwart gus Berlin für Physik, Chemie und sur freies Handzeichnen z

T6 7% A I:

Zur Geoguosie.

Erläuterungen zur geognostishen Karte der Umge gend von Berlin von Nudolf von Beunningfen Förder. Berlin. Verlag von G. Reimer. 1843,

Es is einc längst als wahr anerkannte Thatsache, daß man übe

. E s O a i S l 1 (15 er raumliche Verhältnisse dur< Zeichnungen die deutlichste Kenntniß erhalten kann. Die Geographie und no< mehr die Geognosie hat also von jeher den bildlichen Darstellungen ihre sichersten und bedeutendsten Fortschritte zu danken, Bon sat allen Ländern der gebildeten Welt erhielten wix daher geognoniide Karten, nux von unserer uächsten Umgegend, vom Flachlaude N eutshlands und Preußens fehlten dieselben fast gänzlich. Man wußte un m, daß viel Sand, weniger Lehm, selten Thon, noch seltener Braunkohlenschichten und festes Gestein die Oberfläche der heimat- lichen Marken bildet; aber cine Karte, welche die Vertheilung der Gebirgs 0A mit Sicherheit angäbe, war beinahe noch nie versucht worden, Eine 2 B der Gottholdschen Karte von Deutschland scheidet das san - (9 a E von dem mehr lehmigten, und giebt die Haupt-Ablagerun- fn-Gebilde des Nasen - Eisenstein, des Gyps, der Kalke und Braunkoh- N is f zu erfennen, aber es fehlt die ins Einzelne gehende Sonderung der Mer T Ai den Sandschellen, Es nahm diese Karte nicht Nückfsicht auf die ci ere, 10 Q K'es-, Geschiebe-Lager der Mark. Nach dieser Karte war dp e Agen des flachen Berlin nichts als trauriger Sand, und Deren fa ari Brandenburg würde danach ein höchst einförmiges, unfrucht- auf A ü scin. Ganz anders zeigt es die vorliegende geognostische bild Gebe A O Der Herr Verfasser hat fun fzehn ver-

1 e erfannt, di i i Haupt-Peri i

geschlagen Un , die derselbe als in zwei Haupt-Perioden nieder- G n J g 1 , .. .- —_ desen” Bibel een bede>te ein salziges Meer die märkischen Ebenen , auf Verfasser nennt an gs Sand und in demselben einzelne Geschiebe (der Verleitet) abdeiat m während er den Sand von südlichen Gegenden ren norbliden Hesag auf Irat plöglich ein Lehm - Niederschlag ein, Fuß mittlerer Mächtigkeit bebécie. vegleitet, welcher den Sand in dreißig Q a & Nori f E Material dieses trocengeag D närtigen, “Vg, sich auf und aus S eere l j Anschwemmungen, als Schichten.von Sand Kk, Eisenstein, Torf Husten boden, Zufusorien-Lager. E / Tee MBMUEe Die Karte zeigt also im Grundri ie i i Berlin selbst allerdings auf Sand e L Ars, H u Windes die Bewohner o oft "iz üllt, daß aber dicht vor den Thoren, auf den W e R Ae egen na H - brunnen und nach Tivoli sogleich die Geschiebe -Lehmmassen gar deutli g a Me ean d Meg neen sich angesiedelt haben , die ren Voden ihre Existenz verdanken. Eíne te{uís ichti F; M . é Ä G ec n d t i Eigenthümlichkeit dieser Geschiebe - Lehmschicht hat der Verfasser dis Det

daß das flache der unter der willkürlichen 1 dichte Staubwolfken ver

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Sonnabend den 25fen

Wilhelm Wilkens aus Potsdam für beshreibende Geometrie; Herrma nn Sternberg aus Aachen für beshreibende Geometrie und sür Maschinen-Zeichnen ; S Robert Rein aus Elberfeld für angewandte Mathematik ; Ludwig Alexander Veit-Meyer aus Berlin für den Entwurf einer Zuckersiederei. Die Denkmünze in Erz empfing : Otto Pottien aus Gumbinnen für Physik und Chemie; Karl Neubauer aus Berlín für Modellixen und Bossiren, Berlin, dei 23. November 1843, Dent

der General Yieutenant und Com=

Abgereist: Se. Excellenz U1iviston, von Rohr, nah Breslau.

mandeur der 11teu

Uichtamtlicher Theil.

Inland.

Quedlinburg, 18. Nov. (M. Z.) Am 15ten und 16ten d, M. waren, wie bereits in diesen Blättern gemeldet worden, Se. Majestät, unser inuigst verehrter König, Jhre Majestäten die Könige vou Sachsen und Hannover, Jhre Königl. Hoheiten der Prinz von Preußen, der Prinz Karl von Preußen und der Prinz August von Württemberg, mit Jhren Durchl. dem Fürsten Radziwill, dem Köü- niglichen Ober-Jägermeister, Fürsten von Carolath-Beuthen und anderen hochgestellten HPerren guf dem Falkenstein und in Meisdorf anwesend um Sich in den weitläufigen Forsten der dem Grafen von der Asse burg zugehörigen Mindergrafschaft Falkenstein mit der agd zu be lustigen. Nach beeudigter Jagd fand an beiden Tagen in dem Rit= tersagle der auf cinem mindestens #00 Fuß hohen Berge gelegenen Burg Falkenstein ein festlihes Mahl statt. Am leßten Tage brah= ten die Cinwohner der zu der Grafschaft Falkenstein gehörigen Ort= schaften Meisdorf, Pansfelde, Molmerswende, Wiesenrode und Dan- kerode, Sr. Majestät unserem Könige einen Fa>elzug. Die feurigen Schlangenlinien, welche durh die dunkle Nacht sih den Berg hín= aufwanden, gewährten einen malerishen Anbli>. Als der Zug die Burg erreihte und Se. Majestät dur< Gesang und JTubelruf begrüßt wurde, begaben Sich Allerhöchstdieselben mit Sr. Majestät dem Könige von Sachsen und den Königl. Prinzen vor den Schloß- hof, wo sich der Ug aufgestellt hatte, und gerußeten, mehrere Land- leute auf das Huldreichste und Leutseligste anzureden. Hierauf be- 40 1 Cs In der ersten Frühe des folgende Morgens reisten Se. Majestät der König 0a S Staaten zurü>; Se. Majestät der König von Hannover blieben nod bis gegen Mittag und reisten dann mit Jhrem Gefolge über R linburg bis Halberstadt, um am folgenden Tage noch einer Feldjagd auf dem eine Meile von Halberstadt belegenen, von Allerh öchst- denselben etwa vor Jahresfrist erkguften Gute Adersleben beizu Se. Majestät unser König und die Königlichen Prinzen

gann ein glänzendes Feuerwerk,

wohnen. verweilten ebenfalls no< bis gegen Mittag auf dem Falkenstein und

mäßig erkannt: dieselbe ist nämlih in den tieferen Lagen stark kalfhaltig und wird daher Geschiebe - Mergel genannt und häufig zur Verbesserung der nächst umliegenden, sandigen Ae>ker verwandt, während der reinere obere Lehm von zahllofen Ziegelleien im nördlichen Deutschland zu Bau steinen verarbeitet wird. i N ; Auf den ersten Blick sicht man es einer blosgelegten Geschiebe- Lehmwand nicht leiht an, daß man zwei verschiedene Gebilde vor Augen hat, da Zwischenlager fehlen. Der Verfasser trennt aber bestimmt eine Geschicbe - Mergel - von der Geschiebe - Lehm - Formation, wir werden hier der Kürze wegen beide unter dem Namen der Geschiebe - Lehmschicht ver einigen, i Diese Geschiebe - Lehmschicht is die leßte Meeres - Ablagerung in unse rer Umgegend, so zeigen es dic Profile, und die Erläuterungen geben über die vollgültigen Gründe Auskunft, welche gebicterisch dazu nöthigen, die Wahrheit dieses in wissenschaftlicher Hinsicht höchst wichtigen Sahzes anzu- ertennen, Es is die Geschiebe- Lehmschicht die oberste, leute allgemein verbreitete und weithin unter denselben Umständen auftretende Bildung un seres Bodens, nie findet man sie mächtig bede>t, meist liegt sie na>t da, bereit, die Saaten aufzunehmen, Die schwachen Saudde>en, die man bis weilen auf furzen Stre>en über dem Lehm findet, beurkunden sich ganz deut- lich als lokale Ablagerung in Landgewässern, entstanden gewiß durch Ver waschung des sandigen Lehmes selbst oder herbeigeführt durch die reißenden Fluthen der Ströme, Negengüsse und Wind. Wenn dies Beispiel erlaubt ilt, wie der Zu>er-, Nosinen- und Mandelnguß über einen fertigen Kuchen, so is der Geschiebelchm über den älteren Gebirgen hingeworfen, die Ge- schiebeblö>ke, fkrystallinishe und Trilobiten - Kalkbro>ken repräsentiren das Studentenfutter, Die Geschiebelchm - Ablagerung war der sechste Schö- pfungstag des Schwemmlandes in der norddeutschen Abdachung. Der Verfasser beweist dies nur für die nächste Umgegend , aber ist es nicht eben so wahr an jeder Stelle, wo man treuen Geschiebelehm findet, bei Zülpich, bei Gladbach, bei Andernach, bei Minden vor den Thoren Westohaleus ? bei Arneburg und Havelberg, an der Trave und bei ZJüterbogk auf dem Schlachtfelde von Dennewiz, Steht derselbe Lehm nicht an auf den Plateaus von Wahlstadt und Leuthen? sind darauf nicht erbaut die Citadellen von Stettin und Posen, wo der Lehm bis guf den darunterliegenden Sand durchstochen i? Sind die Werke von Graudenz, Danzig, Thorn und Königsberg nicht darauf errichtet ? wo am ersteren Orte schwierige Festungsarbeiten der schlüpfrigen Masse noth- wendig werden, Wo findet man an einem dieser Orte über dem Lehm mächtige neuere Gebilde? Den Dillurialsand erklärt der Verfasser also ganz richtig für eine Fabel, Man findet ihn weder bei Oderberg, noch an der Steilküste von Usedom, weder bei Krossen, no< bei Wolgast oder in der alleenreïchen Markgrafschaft Schwedt, wo der Lehm überall mächtig als oberstes Glied zu Tage tritt. Derselbe würde in ganz ununterbrochenem Zusammenhange stehen von der Memel bis zur Roer und Maas, wenn nicht oft die 30 Fuß mächtige Schicht so häufig ganz fortgewaschen wäre,

Zeitung.

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1843.

in Meisdorf , begaben Sich dann nah Ballenstedt , Durchlauchten dem Herzog und der Herzogin einen Besuch abzustatten, und geruhten auch, das Diner auf dem Schlosse einzunehmen. Ungefähr gegen 4 Uhr bestiegen die Höchsten Herrschaften Jhre Reisewagen, welche mit Pferden aus dem Herzog lihen Marstall bespannt waren, und von dem vorreitenden Herzog- lichen Hof-Stallmeister, Kammerherrn Major von Alvensleben, ge- suhrt wurden, und gelangten nun bald in das {öne Thal, in welchem das alterthümlihe, thurmreiche Quedlinburg mit seinem auf einem geljen thronenden Schlosse, welches eins der Sih König Heinrichs 1. und der Vttonen war, liegt. An der preußischen Gränze erwarteten -95 junge Bürger aus Quedlinburg, gleihmäßig gekleidet, Se. Maje- stät, und ihr Führer bat um die Erlaubniß, dem Königlichen Wagen vorreiten und mit Fa>eln vorleuhten zu dürfen. So näherte sih nun der Königliche Zug der von freudigem Jubel belebten und bereits von vielen tausend Lampen und Lichtern erleuchteten Stadt, während das Ge- lâute der Glocken von den sieben Pfarr -= und Hospital - Kirchen der Stadt den ankommenden Landesherrn feierlih begrüßte. Se. Maje- stät kamen mit den Königlichen Prinzen unter dem Hurrah der Ein- wohner etwa gegen 5 Uhr in Quedlinburg an und befahleu, sogleich auf das Schloß zu fahren, wel<es Allerhöchstdieselben no< an die- sem Abend besichtigen wollten. Se. Excellenz der Wirkliche Geheime Rath und Ober=Präsident der Provinz Sachsen, Herr Flottwell, be- gab sih nun von dem Absteigequartier des Königs, welhes Se. Ma- jestat in dem Hause des Landraths Weyhe anzunehmen geruht hat= ten, mit dem Landrathe und den Vorgeseßten der hiesigen Militair= und Civil-Behörden nah dem Slosse, wo bald darauf Se. Maje- stät der König und die Königlichen Prinzen unter dem Schein vie= ler hundert Pechfa>eln, welche von hiesigen Bürgern getragen wur= den, begrüßt von tausendstimmigem Jubelruf, anlangten. “Friedrich Wilhelm IV. war der erste preußishe Monarch, der die hiesige Stadt, welche nebst dem Stifte Quedlinburg seit 1697 unter Schußherrlichkeit und seit 1803 unter völliger Souverainetät des Hauses Brandenburg sich befindet, dur seine Gegenwart beglükte. Allerhöchstdieselben begaben sich in die erleuchtete Schloß = Kirche, wo bei Jhrem Eintritt Orgelklang ertönte, und besichtigten zunächst die im sogenannten Cythergewölbe verwahrten Alterthümer, welche, zum Theil noch aus der Zeit der sächsischen-Kaiser herrührend, von erheb. lichem historischen Jnteresse sind. Se. Majestät stiegen nun in das Gruftgewölbe der vormaligen Fürstinnen, Aebtissinuen und der meistens dem höchsten Reichsadel angehörig gewesenen Stiftsdamen des vor= mals Kaiserl, freien Reichsstiftes Quedlinburg hinab. Dieses Ge= wölbe hat in Folge der Exhalation des Sandsteines, aus wel<em dasselbe erbaut ist, die merkwürdige Eigenschaft, die darin beigeseßten Leichen ohne Einbalsamirung unverweslih zu erhalten, und es ruht in demselben au< der no< wohlerhaltene Leichnam der bekannten Gräfin Aurora von Königsmark, der Mutter des Marschalls vou Sachsen. Nachdem Se, Majestät Sich wieder in die Kirche hinguf begeben hatten, traten Allerhöchstdieselben in die unter dem hohen Chor befindliche, durch Fackeln erleuhtete Unterkirche oder Crypta, welche noch aus der Zeit Heinrichs L. herrührt und in byzantinishem Styl erbaut is. Hier sind vor dem gegen Osten stehenden Altare des Apo- stels Petrus nach unzweifelhaften historischen Zeugnissen die Ueberreste Heinrich?s 1, welcher im Jahre 936 zu Memleben an der Unstrut starb, ihm zur Seite seine Gemahlin Mathilde und zu ihren Füßen ihre gleichnamige Enkelin, die Tochter Otto's des Großen, die erste M des hiesigen Stifts, zur Erde bestattet worden, Als Se. ‘lajejtat aus dieser Grabfirche wieder ins Freie heraustraten, näher- ten sih Allerhöchstdieselben dem vormaligen f\tiftischen Probstei -= Ge=

um Jhren zu Anhalt - Bernburg

wvodurch der daruntergelagerte Sand bloßgelegt wurde. Der Geschiebe-Lehm 1jt die große Mine, aus der die Bewohner der Heimat ihren Wohlstand erringen, der wahre Ernährer der Menschen und Thicre. Aber nicht allein Noggen zur Nahrung _giebt er uns: Seine Geshiebe geben das Pflaster unjerer Straßen, die Schüttung der Chausscen, die Platten der Trottoirs die Zundamente der Gebäude, die aus Ziegeln erbaut werden, die aus ibm gebrannt sind, Ohne diesen Geschiebe - Lehm wäre al’o Norddeutschland eine traurige Wüste; würde er durch irgend ein Natur - Ereigniß plöglich ganz fortgeshwemmt , so wäre das Fruchtland äußerst selten, denn bis in unergründlichen Tiefen liegt Sand und abermals Dreffsand (19 nennt ihn der Landmann) an einigen Stellen nur Thon. Der Sand ist blosgelegt in allen größeren Thälern der Mark, an den Abhängen der Höhen, in mederen Stellen des Lehmplateau oder an den dasselbe durch- ragenden Gipfeln, Der Verfasser nennt ihn Meeressand, kleine einzelne Geschiebelager, und cinige Kies- und Thonschichten (geschiebe rein und geschiebefül ) Knochen des Mammuth zeigen sich am Kreuzberge in diejem Sande, Der leßtere Hügel wird vou dem Verfasser genau be- {chrieben.

So zeigt die vorliegende Karte und so belehrt uns die Begleitschrift demnach in möglichst vollständiger, wissenschaftlicher Weise über die Natur des Theiles des Erdbodens, den wir bewohnen; es wird uns angegeben dort liegen die Gründe und Gipfel eurer Fichtwaldungen, eurer Weiden und Wiesen; dort die Materialien zur Erbauung eurer Häuser, zur Er- tvärmung eurer Zimmer; dort das sparsam vertheilte Metall, worgus ibr A>er-Geräthschaften fertigt; dort findet ihr die festen Massen, um eure Sandwege zu bessern; dort breiten sich die Weizen-, Reggen- und Hasfer=- felder aus, in jenen Tiefen liegt der beste Dünger, um das zehnjährige Brach-Land urbar zu machen, endli<h werden die Erhebungen des Bandes deutlich erfannt, denn auch sehr genaue hypsometrische Bestimmungen theilt r D mit, Die Erklärung der meisten Arbeiten und wirthschaftlichen Æl| )einungen unjerer Gegend findet man in solcher Karte, ja, der fleißige Charakter der Bewohner erklärt sich daraus, doch davon nachher. Der Mi- lítair sindet von einem Offizier hier die Wegbarkeit des Bodens durch diese Farben angedeutet , die festen Lehmflächen für Roll - und Niko schettschüsse wenn, durch den Regen erweicht, unpassirbar für den schweren Zwölfpfün- der, den losen Sandboden, der in der Hiße nur langsam durchschnitten wer- den kann. Man sieht die Lehm - Landschaft erfüllt von reichen Quartieren, in der Sandgegend nur einige Fischerdörfer, Der Verfasser hat dies in einer früheren Schrift „über das Zahlengesey in den verschiedenen Gebirgs=- Formationen“ näher erwiesen. Kurz, eine solche Karte, wie die vorliegende, ist gleich belchrend für den Geognosten von Fah, den Geographen, den Terrainzeichuer, den Landwirth, den gebildeten Gewerbtreibenden, den Sol- daten; sie is ein gutes Verzeichniß der Hülfsquellen des Landes z sie giebt einen sicheren Schlüssel zur Erklärung sehr vieler Erscheinungen in unserem vaterländischen Leben. Die Karte beweist solchergestalt unwidersprechlich, uns die Natur nicht überreichlih gesegnet hat, aber sie lehrt auch, das