1843 / 148 p. 3 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

Die Verschleuderung der Güter der Geistlichkeit is eines der unvergänglichen Denkmäler, die Mendizabal seiner Verwaltung geseßt hat, Jn weiter Ferne mag dem Jnhaber Paniher Staats-Papiere der Ankauf von Nationalgütern anlo>enud er cheinen, und Theoretiker mögen si< dem Wahne hingeben, daß, vermöge der Theilung der großen Grundstü>e und der erleichterten Zahlungsart, eine nüßliche Klasse Éleinerer Land - Eigenthümer geschaffen werde, Die Erfahrung lehrt den Augenzeugen gerade das Gegentheil. Die Grund= stüde werden auf dem Wege der Versteigerung dur< Speku= lanten ohue Vermögen zu übertriebenen Preisen angekauft, Der erste Zahlungs- Termin wird allenfalls eingehalten. Wenu nun auch das Grundstü, zumal wenn es ein praedium rusticum ist , etwas ab - wirft, so liegen do so bedeutende Abgaben darauf, daß der Käufer sich beim zweiten oder dritten Termin für zahlungsunfähig erklärt, nachdem er vielleiht das Grundstü>k ruinirt hat. Sollten vollends die spanischen Staatspapiere in Folge der theilweisen Tilgung der Schuld oder anderer Umstände ihren früheren Stand wieder erreichen, so würden die unbemittelten Käufer von Nationalgütern diese um jeden Preis loszuschlagen suchen, indem sie die Papiere, die zur Ab- tragung der späteren Termine erforderli sind, ihres hohen Preises wegen, nicht würden ankaufen können. Daher suchen auch alle hiesi= gen Kapitalisten, die auf Ankäufe von Nationalgütern spekuliren, den Stand der Staatspapiere stets herabzudrü>en, so daß gerade ver= möge des den Staats = Gläubigern gestellten Unterpfandes diese zu Schaden gekommen.

Das spanische Landvolk, anstatt Eigenthum zu erwerben, richtet sich zu Grunde, und wird die Beute einiger Spekulanten, die durch den jedesma= ligen Finanz-Minister gerade begünstigt werden, und mit den Stagts= papieren ein Monopol treiben. Die Grundstücke aber werden größ- tentheils auf das Nachlässigste verwaltet, solide Ankäufer dur Asso- ciationen von Schwindlern, die bei der Versteigerung die Preise auf eine übertriebene Höhe treiben, zurü>gedrängt, und die Folge ist, daß die Grundstü>e von einer Hand in die andere gehen, ohne daß man wüßte, wer der rehte Eigenthümer ist.

Die Lage der Staats-Gläubiger dürfte also in Folge des Sa- lamancaschen Kontraktes eben nicht verschlimmert werden, wenn nur auf der anderen Seite das von ihm zu zahlende Geld die Verwen-= dung erhielte, welche festgeseßt is, und aus der sih unermeßliche Vortheile für Ackerbau und Handel ergeben würden. Es entsteht daher die Frage, ob die Verhältnisse und der Charakter des Unter= nehmers hinreichende Bürgschaft für die Ausführung gewähren.

Herr Salamanca kam als junger Mann von natürlichen Anlagen und großem Unternehmungsgeiste vor zehn Jahren nah Madrid, und schlug dem reichen Bankier Remisa, einem Catalonier, vor, Theil an einem Geschäfte zu nehmen, das großen Gewinn abwerfen würde, zu dem aber Remisa 40,000 Piaster vorschießen sollte. Als dieser den Vor- {uß ablehnte, begnügte si<h Salamanca damit, daß Remisa unter der Hand erkläre, er habe jenem in der That die angegebene Summe vorgestre>t, Dies verschaffte Salamanca Kredit, das Unternehmen gelang, er zahlte Remisa einen Theil des Gewinnes, und dieser \hoß Summen zu größeren Geschäften vor. Nach der Revolution von la Granja knüpfte Salamanca Verbindungen mit der Regierung an, und {loß mit ihr für Rechnung seines jetzigen Schwagers, des Herrn Heredig in Malaga, eines der ersten Kapitalisten Spaniens,

den Kontrakt ab, kraft dessen dieser die bewaffnete Bewachung der spanischen Küsten gegen Schleichhaudel übernahm; ein Kontrakt, dessen Aufhebung die englische Diplomatie um jeden Preis herbeizuführen suchte, Unter der Regentschaft Espartero’'s pachtete Salamanca in Verbindung mit Remisa das Salz-Monopol gegen Aufopferung be- deutender Summen, die in die Taschen der damaligen Mi-= nister flossen. Diese schlossen aus Erkenntlihkeit einen Kon= trakt mit ihm ab, kraft dessen er die Zinszahlung eines Semesters der 3proc. Coupons übernahm. Dieser Kontrakt wurde bekanntlich, auf Salamanca?’s Verlangen, vou dem damaligen Regenten selbst unterzeichnet, worauf die Minister eine dem Kontrahenten vorzüglich günstige, den ganzen Kontrakt umgestaltende Klausel zwischen den lebten Artikel desselben und die Unterschrift des Regenten einschal- teten, eine Handlung, die mit ihren Sturz herbeiführte, Mau erinnert sih des Benehmens des Herrn Salamanca bei Gelegen- heit der leßten Versteigerung des Quecksilber - Monopols. Nachdem

er den Preis auf eine unerhörte Höhe getrieben hatte und ihm das | Geschäft zugeschlagen worden war, trat er es dem Rothschildschen È

Agenten gegen eine Entschädigung von 100,000 Piastern ab. Als È nun der Aufstand gegen Espartero ausbrach, wurden überall die Sg- X linen und Salzvorräthe vom Volke in Beschlag genommen, und X dadurh Herr Salamanca außer Stand gesebt, die ihm gegen T dice Regierung obliegenden Verpflihtungen zu erfüllen, Mendi- zabal, der in Salamanca wohl niht mit Unrecht einen Gegner Cspartero’s erbli>te, nahm jene augenbli>liche Verlegenheit zum Vor- wand, um ihn mit Aufhebung des Kontrafktes zu bedrohen, worauf denn Salamanca kein Geld geschont haben soll, um der Contre- Revolution einen günstigen Ausgang zuzusichern. Nach allen diesen Vorfällen behauptet nun Herr Salamanca, daß die Forderungen, welche er an die Regierung hat, bei weitem den Umfang derjenigen übersteige, welche diese an ihn rihtet. So viel scheint gewiß zu fein, daß bei einer eintretenden Liquidation beide Theile auf nicht zu über- wältigende Schwierigkeiten stoßen werden, und als das beste Mittel die Staats-Kasse und die seinige vor Verlusten zu retten, hat Sala- mauca nun den Kontrakt von 400 Millionen aufgestellt. Die Soli- ditt dieses Geschäftes wird sich nach diesen Antecedenzien wohl be- urtheilen lassen, Für die Spanier selbs i übrigens die ganze An-= gelegenheit nichts als Parteisahe. Dies erhellt am deutlichsten aus dem Umstande, daß die Esparteristen diesen Kontrakt als eine Rechts- widrigkeit verdammen, weil er dem Herrn Salamanca zugeschlagen Mete und ihn dagegen für eine dem Lande erwiesene Wohlthat er- ärten, sobald einer der Jhrigen, Cordero, der dem Staate noch Millionen für angekaufte Nationalgüter schuldet, ihn mit höchst M eauden Modificationen für si< in Anspruch nahm.

sagi O nun Herr Salamanca dem Kontrakt insofern ent- rung ¿u elten Regierung freistellte, ihn zur öffentlichen Versteige- die G “e und sih uur die Erstattung der von ihm bereits an

je General-Direction des Wegebaue i Borschüss behi Die Reaíe , C9 SDegebaues geleisteten Vorschüsse vorbehielt,

gierung hat in diese Aufkündigung ei illi » : zur Versteigerung zu stellen vol digung eingewilligt, den Kontrakt Cortes vorgelegt. PO)jen und die Sache so eben den

In der heutigen Sipung des Se N ¿ au erfläven; d e rg d eo Senats wurde einstimmig bes<lo}sen L - daß die provisorische Regierung si< um das A

verdient gemacht habe. er Mini i im Namen seiner Kollegen, und ae g us Va S

sih unterworfen hätten und die Truppen e Köni A R S

genbli> bereits in Barcelona eingezogen sein wie in diesem Au=

___ Gestern waren sämmtliche Offiziere der hi

800 an der Zahl, zu einer festlichen Mitlagomahlzese Gt gegen Gegen das Ende derselben erschien der General Narvaez u dei sih zu Fuß mit sämmtlichen Offizieren, unter Vortragung von | deln und von 8 Musik=Corps begleitet, vor den Königlichen Palast a n dem Wege dahin wurde der Ausruf: „Es lebe die Königin, es let. ließ di "fiziere vie der ien Augenbli unterbrochen, Die Königin bewirthet n, aden, in den Palast einzutreten, wo sie glänzend

E vor etwa vier Wochen gemeldet habe, is gestern von dort wieder hier | eingetroffen.

f fommen sind, in keiner Weise gestört worden und die Vorbereitun gen

894

Der von Espartero zum General - Capitain der Philippinen er= nannte General Alcalá kam an Bord der Fregatte „Esperanza““ am 7, Juni im Hafen von Manila, wo er am 12ten ans Land stieg.

Der Espectador erscheint seit gestern wieder, ohne sich wegen

Zandels- und Hörsen-Uachrichten.

erie R En

: pe h Den 24. November 1843. seines mehrtägigen Stillschweigens zu rechtfertigen. |

Für diesen Abend hat die Königin 200 Personen, Minister Generale, Senatoren, Deputirte, zur Tafel einladen lassen. /

7 | » 1 | ». G l

Fonds. |z| Pr. Cour. Actien. |g Pr. Cour. | * | Brief. | Geld.

R E l i] arge Puts Veil) 6] Ma Bot |

Pr. Engl. Obl. 30, y do. do. Prior. Obl. L _ 103X

| Präm Sch. d.Seeh. Mgd. Lpz. Eisenb.

s a E do. do. Prior. ObI.!| Brl, Anb. Eiseub. 141:

XX Paris, 19. Nov. Obgleich der Minister des Jnnern in der Senats=Sißung vom 13ten erklärte, daß er nach den leßten De= peschen des Generals Sanz alle Ursache habe, zu glauben, daß - Bar= ans NY an jenem Tage bereits in der Gewalt der Regierungs- | Schuldverschr. L A P, E Truppen befinde, so ist die Krisis do< no< immer nicht beendigt, ja | Berl. 8tadi-081. ) da. Prior, Ohl. 2 man muß sogar zweifeln, daß sie ihrem Ende uaghe sei. Die Regie- | Danz. do. in Th. : Lag Storr a p rungs - Partei will nämlich den Barcelonesern um keinen Preis eine | Westpr. Pfandbr. “ra e E Í ed Capitulation zugestanden wissen, um so weniger, als die vortheilhaf- G Ta Al: AG Dutor, Ubi 96 ten Bedingungen, welhe der General Prim den Sitgénten in | Ae Brl. Frankf. Eisb. 127; Gerona bewilligt hat, mit den Zeichen des lebhaftesten Mißfallens | 2! Pfandbr. do. do. Prior. Obl. 1034 von der herrschenden Meinung aufgenommen sind, Läßt man sich Ob.-Schles. Eisb. a mit den Barcelonesern auf einen Vergleich ein, heißt es, so is mit do.Lt.B. v. eiugez. der Unterwerfung der Stadt nihts gewonnen, denn es werden in De A us jenem Zalle feine drei Monate vergehen, che fie si< von neuem em- Magdeb. -Halber-| | pört, wie denn die barceloneser Aufrührer schon jetzt durch die Stra Lf ßen singen : :

103% 1407 1037

| Pomm. do. | Kur- u. Neum. do. 33 Sehlesische do.

Gold al marco,

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| Friedrichsd'’or.

| And.Gldm. à 5 Th,. Disconto, |

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BresI- Schweidn.-

110’

Freibg.Eisenb.| 4

: Ara capitularem u : N antes de tres meses hi tornarem! Det fapituliren wir, und binnen drei Monaten fangen wir wieder pa Ueberdies wird im Namen der öffentlichen Gerechtigkeit ver S cin Gaul Da U Haugl Ernen Hamburg, 22. Nov. Bank-Actien 1700 G. Engl. Russ. ä a ilt Ber 0h i S S E "U S an scheint, | Wien, 19. Nov. Bank-Actien 1675. Anl. de 1839 1165. Îfreiwillig o er von dem Strome fortgerissen, auf diese Ansichten ein= | Fgegangen zu jein; wenigstens wird von ihm versichert, daß er erkllrt as Z habe, er Jwerde. sich mit den Dieben und Mördern von Barcelona | Angekommene Fremde. l emei! Vergleich einlassen.“ Man begreift leicht, daß bei solchen | Hotel de Saxe. Kaiserl, rus}. Oberst Ritter von Baggohu fwudt Gesinnungen des Generals Sanz wenig Aussicht vorhanden ist , daß aus St. Petersburg. Mad. Bul>fe und Dlles. Mever und Av>e die vom ersten Alkalden von Barcelona eingeleiteten Unterhandlungen aus Danzig. Kaufleute Fr is< aus Cette und Simmel aus Gera. zu einem Ergebnisse führen, denn die Barceloneser sind noch bei weitem | Particulier Sington aus Breslau. Produltenhändler Eidliy aus niht in der Lage, sih auf Gnade und Ungnade ergeben zu müsseu Prag. Landwirth Meyer aus Danzig, Was die Lebensmittel anbetrifft, so sind Brod und gesalzener Fish | Kaiser von Rußland. Particuliere Mad, Lombart aus Paris, Zu in hinreichender Menge vorhanden z dagegen ist aber das Fleisch | genieur Franzman aus Leipzig, _Kausleute (Grube aus Magdeburg sehr selten geworden, und man hat augefangen , Pferdefleisch | ir A s 0 Daa T Qs L L c E | l

Auswärtige Börsen. ÁAmsterd um. 20 Nav. Niederl. wirkl, Sch. 537. 5% do. 991 Ó 5% Span. 217. 3% do. 324. Dass. 5E. Ausg. ZinslÌ, 5. OVDesterr. 108% é 1% Russ. Hope 90 6 .

Preuss

Pr. Sch. —., Pol.

2 112 Bi

zu essen, An der Verstärkung der Festungswerke wird ununter- 40 TAELI A N n G Wolcfi, Frau Rittmeister von brochen gearbeitet, obgleich das Schloß Monjuich und die Citadelle E aa A U P O N ea diese Arbeiten von Zeit zu Zeit dur das Feuer ihrer Batterieen zu

stören suchen, Die Artillerie der Barceloneser schweigt seit dem 2ásten v. M. fast gänzlih. Die ursprüngliche Truppenmacht des General =Capitains von Catalonien war bis zum 12ten um 11 Ba in der Ukermark, Frau Riltergutsbesizerin von Arnim auf Klokow in taillone vermehrt worden, Weikere Verstärkungen wurden von dem | der Altmark, Wollfarth, Seconde-Lieutenant im 28sten Jufanteric Corps des Generals Prim und von Saragossa aus erwartet. Die | Regiment, aus Kalbe. D orgn er, Gutsbesize1 auf R, in ausgewanderten Barceloneser finden es unter solhen Umständen, in ea hien E L Familie, und Dlle, Neu ihrer ziemlich natürlichen Ungeduld, unbegreiflich „_ daß der General | Rh einisce r Hof. ) von U th f N s eiae in der Garde-Pionier Sanz noch immer mit einem Sturme auf die Stadt ¿Oger Dik Abtheilung, aus Koblenz. Lon Hiddessem, Lieutenant a. D., aus Lage eines großen Theils jener Ausgewanderten ist höchst beflagens- Warburg. Stiftsrath Schubring aus Deßau. Particulier Püschel werth. Jun den benachbarten Dörfern in Hütten und unter Zelten aus Magdeburg. Förster Oechlmann aus Bresiau. Kaufm, Bur gelagert, fangen sie an, von der rauhen Jahreszeit um \o empfindli- mester aus Stockholm.

cher zu leiden, als es ihnen au der Mehrzahl nah an Mitteln fehlt, | König von Portugal, si eine angemessene und hiurxcichende Nahrung zu verschaffen. Un=

Hotel de Prusse. ) Schul und Fräulein von Carger aus Braunschweig. Rittergutsbesizer Burgsdorff aus Frankfurt a. d. O. Gutsbesißer von Schmeling

_ aus Magdeburg. Ockonom Moll aus Kalbe,

Stadt London. Baron von Boddien, Rittergutsbesißer auf Passo!

Nittergutsbesizer von Rochow aus Golzow und Referendarius von Nochow aus Potsdam, Nittergutsbesiger K.

ter ihnen befindet sich eine bedeutende Anzahl französisher Haudwer- O He UETLE TANS MYWOALRBZOWD, : NRIN IEIIE s 7 fer und Fabrifk=Arbeiter, welche Anfangs freilich eine Zuflucht auf den E E S Se e Ea ras aue Petarooug, ran EGen Schiffen aesitht. R q 20 S | Nathsherr Kul >e aus Foitbus, Apotheker Höpffner aus Danzig. sranzo}t\hen Schiffen gesucht und gefunden haben, die aber durch See= | Particulier Ha usler aus Frankfurt a. M

franfheit oder andere Umstände gezwungen worden sind, sih wieder ans | Nother Adler. (K ¿lader Ho f.) Apotheker und Senator S c ar

Land seben zu lassen. Diese Leute haben ihr Unterkommen zum Theil mit | tow, nebst Gemahlin, aus Kriviß, Kaufleute Mauerhof aus Jserlohn &rau und Kind, in Barceloneta gesucht, wo sie ohne den Beistand der | und Heimbach aus Düren, i

französischen Behörden buch stäbli vor Hunger und Elend umkommen | Hotel de Brandebour g. Kaufleute Langemak, nebst Gemahlin, aus würden. Außer auderen Unterstüßungen erhält ein Jeder von ihnen | Bergen und Fischhofer aus Hamburg. Mad. Krüger aus Neu- täglih eine Ration Lebensmittel. | Streliß. von Forell, Lieutenant im 16ten Jnfanterie-Regiment, aus

i Köln. Ober-Amtmann Fischer aus Badingen. Griechenland.

Hotel de l’'Europe, Gutsbesitzerin Bro wo nsford aus Borzyewo bei © München, 19. Nov. Ober-Lieutenant Baron von Gump=

i Posen. Rittergutsbesißer Slaski aus Masowien in Polen, A S 7 . [ T König von Preußen, Kaufmann Ham her aus Lennep penberg , dessen Abreise als außerordentliher Courier nah Athen ich | i L S A

| British Hotel, NRittergutsbesizer Baron von Kröcher aus Lohme. | _Costenoble, Direktor der leipzig-magdeb. Eisenbahn, aus Magdebu1g. Hotel de Russie. Ober-Amtmann Kram eer, nebst Gemahlin, aus Egeln, Kronprinz, Nittergutsbesizer vou Winterfeld aus Trampe.,

F

doi , C G —- - . 0 Meinhardt'sHotel, Etatsrath Fran >e, nebst Gemahlin, aus Dresden.

| So viel verlautet, sind die von ibm mitgebrachten | Depeschen abermals erfreulihsten Juhalts in Beziehung auf das Be- sindeu Jhrer Majestäten des Königs Otto und seiner Gemahlin, und melden au sonst nichts Außerordentliches, Die Ruhe war in der Hauptstadt, mündlichen Aeußerungen nah, welche in Umlauf ge

/ eußeru Meteorologische Beobachtungen. Morgens | Nachmittags | |

6 Uhr. | 2 Ubr. |

I 23. Nov. |

Abends | 10 Ubr. |

Nach einmaliger

zur Eröffnung der National-Versammlung nehmen ihren ungestörten Fortgang. Dasselbe erhellet aus einem Privatbrief , der gleichzeitig eingetrosfen is, und in welchem diesen Ängaben noch kurz zugefügt wird, daß eine namhafte Anzahl von Gewählten aus allen Theilen des Königreichs bereits in Athen angekommen waren, fast ohne Aus- uahme im Geleite ihrer Familien und nächsten Angehörigen. Vou der Konsequenz der dermaligen Machthaber in der Verfolgung und Unterdrückung ihrer Widersacher würde ein Gerücht zeugen, welches hier allgemein verbreitet ift, vorausgescbt, daß es si<h bestätigte. Nach demsclben wäre nämlich unser unfreiwilliger Gast, General- Major Gaunäos Kolokotronis, bis zu diesem Augenblick ohne alle und jede Nachricht von den Seinigen, obschon ihnen scine Absicht, nicht nah Neapel soudern nah München zu gehen, von ihm selbst noch im Augenblicke des Scheidens mitgetheilt und das Nähere über seine Pläne nach seiner Ankunft in Triest geschrieben worden ist. Demnach schiene cs, als würden die Angehörigen der Verbannteu mit der größten Aufmerksamkeit überwacht, um jede Communication unter denselben unmöglih zu machen, Von derselben Strenge gegen die Emigrirten zeugt als ein weiterer Beweis, daß Kalergis und Metaxas sich no< niht mit der Auswanderung des Ex-Ministers Christides nah Syra begnügt, sondern ihn genöthigt haben, sich ebenfalls ins Ausland zu begeben,

Der erwähnte Brief, dessen Jnhalt aus guter Quelle ges{<öy zu sein scheint, schließt mit ae Hindeutung auf die Möglichfeit, das die neue Constitution der Form und dem Wesen nah der belgischen nachgebildet werde, und daß das Widerstreben gegen das Zwei=Kam- mer-System in der National-Versammlung kaum ein so unbesiegbares sein dürfte, als man annehmen zu müssen geglaubt hat. Ju der er= sten Kammer müßten nur, so liest man, nicht bloß die Mitglieder des gegenwärtigen Staats = Rathes , sonstige hohe Beamte, die Universi= täts-Professoren u. st. w. zu finden sein, sondern vorzugsweise auch die Repräsentanten des Grundbesißes, und zwar alle, oder doch die über= wiegende Mehrzahl, nicht dur< den König gewählt, soudern durch Wähler, die aus der Mitte des Volkes hervorgehen. Ueber den Zu- stand der Provinzen erfährt man nichts, als daß das Ministerium der Gewalts-Anmaßung des Palikaren-Häuptlings Krisiottis auf Negro- ponte einen Anschein von Geseßmäßigkeit zu geben gezwungen war, um ihn der Regierung gegenüber niht gar zu selbstständig erscheinen zu lassen. Ob Krisiottis, indem er bei seiner Selbst= Erhebung das Banner Kolettis vorausgetragen, diesem einen guten Dienst erwiesen, muß freilich sehr dahingestellt bleiben.

—————————

Beobachtung.

| l | | | Luftdruck ...,. 334 02 ‘Par.|333,94 Par, 333,06" Par. | Quellwärme 6,9" H: Luftwärme .. E 6,4° Ri -+- 8s R, -+ 6,8" R.| Flusswärme Li B. Thaupunkt .,.. + 36° E 3 I + 2,62 R.| Bodenwärme 7,0" R.

| Dunstsättiguns 79 pCt, 74 pCt. S pCt. | Ausdünstung 0,01 f Rh | Regen, | trüb. | | Niederschlag 0,049 Rh. | Wind | SW. | P ärmewéchsel + S! | E |

|

|

: | -++ 6,5? R. Tagesmittel: 333,67 Par... 1 608R... 33° R... 76 ppc SW

rezguig, SW.

Wolkenzug...

ÁÜönigliche Schauspiele.

Sonnabend, 25, Nov. Der Sohn der Wildniß, romantisches Drama in 5 Abth.,, von F. Halm. j

Sonutag, 26. Nov. Norma.

ZU dieser Vorstellung werden Billets verkauft, welche mit Don- nerstag bezeichnet sind, __ Wegen Unpäßlichkeit des Herrn Bader kann die Oper: Fernand Cortez, nicht stattfinden, und wird daher ersucht, die dazu bereits ge kauften Villets gegen Billets zu Norma, unter Rückempfang des ge zahlten höheren Betrags umtanschen vder nah Rückgabe jener Billets den gesammten Betrag zurücknehmen zu lassen.

Im Konzertsaale: Torquato Tasso. /

Preise der Plätze: Ein Sperrsibß auf der Tribüne im Saale 1 Rthlr. Parquet 20 Sgr. Balkon 20 Sgr. Steh-Balkon 15 Sgr. Parterre 15 Sgr.

Montag, 27. Nov. Medea,

Anfang der Vorstellung halb 7 Uhr.

KÄonigsstädtisches Theater.

Sonnabend, 25. Nov. (Jtalienishe Opern-Vorstellnug) Zampa, ossía: La Sposa di Marmo. Opera in 3 Atti. Musiíca del Maestro Herold.

Zu dieser Vorstellung Billets gültig

Sonntag, 26. Nov, Muttersegen, oder: Die neue Fanchon. Dazu : Vorstellung der gymnastischen Künstler aus Loudou, in 3 Ab- theilungen.

Verantwortlicher Redacteur Dr. J, W, Zinkeisen,

Gedrucft in der Deer schen Geheimen Ober - Hofbuchdruerci, Beilage

sind die mit „Mittwoh“ bezeichneten

Brief. | Geld. |Gem.

Me 148.

895

Beilage zur Allgemeinen Preußischen Zeitung.

E

men für Gutheißung, 53 dagegen für Mißbilligung der gesandtschaft-

MAuslanD.

Deutsche Bundesstaaten. M

Bayern. Negensburg, 17. Nov. (R. Z.) Die Gruntbauten zu der Befreiungshalle auf dem Michelsberge bei Kelheim sind im Laufe dieses Jahres rasch vorgeschritten, obwohl man wegen der mit verwit tertem Gestein bede>ten Oberfläche des Berges den Grund stellen

| ift Das Gebäude wird eine Rotunde, von |

weise schr tief legen mußte. L | ge

einer Kuppel überwölbt. Leßtere wird sih_ nahe zu der Höhe unserer Dom- Thürme emporshwingen und ihre Sprengweite wird 100 Fuß betragen. Die Angabe dieser folossalen Verhältnisse reicht hin, um si< den dereinstigen großartigen Anbli> des Baues vergegenwärtigen zu fönnen. Den Plan zu der Befreiungshalle entwarf befanntlich | is der Direktor der Akademie der bildenden Künste, Herr von Gärtner, | fe die technische Leitung besorgt der Architekt Herr A. Mühe. |

Württemberg. Stuttgart, 18. Nov. (S. M.) Lißt ift fortwährend hier der Gegenstand allgemeiner Aufmerfsamkeit, Neben | den Konzerten, die er hier gab, hat er auch bereits die Wünsche der | Musikfreunde in Tübingen, Heilbronn und Ludwigsburg erfüllt, und diesen Städten Gelegenheit gegeben, seiner Kunst sich zu freuen, Heute spielt er in Hechingen. Wie wir erfahren, wird Herr Lißt Den vielen an ihn ergangenen Wünschen willfahren und auch in Stuttgart no< ein Konzert geben, und zwar zu wohlthätigen Zwecen,

| | | | | |

| 9 Holstein. Altona, 21. Nov. (A, M.) Mit Bezug auf | mehrere Schreiben im Rendsburger Wochenbl., worin Aus= | stellungen an einer Ansprache der Prediger Reudsburgs zu Gunsten l d des Oustav-Adolph-Vereins gemacht worden, haben die gedachten Prediger, um Mißverständnissen vorzubeugen, eine kurze Nachricht über die Richtung und den Zweck dieses Vereins mitgetheilt, an deren

Schluß hinsichtlich der Aeußerung in einem dieser Schreiben, „daß

(2 A

D

der neue russis<he Konsul täglich erwartet.

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ziehende

lichen Amtsführung und Stimmgebung, als einer instructionswidrigen,

aus,

Sodanz votirten 68 Stimmen no< Dank und Anerkenuung, Dies das längst vorgesehene Ergebniß eines wieder in

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) dagegen,

mancher Hinsicht belehrenden Tages. Die Diskussion ist ruhig ver=

)

laufen; nur einmal störte die zahlreihe Zuhörerschaft dur<h Zwischen ) rufe; der unterbrochene Reduer war eben einer derjenigen, der gewohnt

, der Wahrheit ohue Unmschweif und Menschenfurht Zeugniß zu

-, v E Î

ben: Präsident Rickenmann. |

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Von der türkischen Gränze, 8. Nov. Jn Belgrad wird

Einige glauben, jedoch

ie es scheint ohne Grund, daß Herr von Lieven nach dessen Ankunft | ine Rückreise nah St. Petersburg antreten würde. E 7 Der Präsident des serbis<hen Minister - Conseils, Herr S1imitsch

soll, seit der Ernennung seines Bruders zum Minister des Aeußern,

gesonnen sein, se i 7 l ( s | gewinne, daß die Simitsch eine zu große Macht 1n ihrer Familie zu

erlangen streben.

C oi > | s 11: Saa Nnisoliot seine Stelle niederzulegen, damit es nicht das Ansehen

a Ul Dau

New-York, 25, Okt. Jn der kanadischen Politik ist ein

anz unerwartetes Ereigniß eingetreten, welches die ganze Frucht der ersöhnenden Politik zu gefährden droht, welche die beiden leßten

Agenten der englischen Regierung eingeschlagen hatten, und wodur Cal ( d O c 3 tit ? ac Cith è e E E | vielleicht die Ruhe und die Prosperität dieses Landes selbst 1n ¿Frage

estellt werden fönnte. Jch habe schon neulich bemerkt, daß der voll die Wünsche der Majorität des

Rath, in diesem Punkte è SLT, e Glu sltakäs ivo andes theilend, mit Ausnahme eines einzigen seiner Mitglieder, wel-

<es darauf zurütrat, einmüthig sih dahin ausgesprochen hatte, daß

er Siß der Regierung von Kingston nach Montreal übertragen werde, Fch hatte damals au<h bemerkt, daß in Folge diejer ministeriellen

den Gemeinde : Geld haben, sie weiter aber ja nicht | F 9a l 3 ge Mee ma o A 1a l 4 | Entscheidung der Gouverneur dem geseßgebenden Rathe eine Depesche

an dem Verein Theil nehmen lassen will“, bemerït wird: „Wir be- dauern, daß der verehrliche Herr Korrespondent nicht etwas Ge duld gehabt hat. Denn gerade das, was er vorschlägt, liegt 11 unserem Plan. Wir haben gleich von vorn herein es im Sinne gehabt, erst Beiträge zu sammeln, und dann, zufolge des in diejer Hinsicht erlassenen Circulairs, einen Verein zu stiften, an welchem Alle, nicht bloß Geistliche, sondern au<h Andere, je mehr je lieber, Theil nehmen fönnten, damit diese Sache recht cie Volkss\ache werde. Auf unsere Ansprache sind bereits ansehnliche Beiträge bei uns eine b gegangen, wofür wir den edlen Gebern hierdurch den vervinolichsten Dank abstatten, und wir hmeicheln uns E Dar ossnung, daß auf dem Circulair, wel<hes in diesen Tagen in Umlauf geseßt wird, noch eine beträchtliche Anzahl von christlich gesinnten Bew9obnern unserer Stadt und Umgegend sich zu Beiträgen zeihnen werden, um für den s{önen Zweek mitzuwirken,“ Oesterreichische Monarchie.

O Wien, 17. Nov. Von den Hof-Behörden ist eine Vor- fehrung als nothwendig erfannt worde, um endlich auch in unserem Staate eine zwe>mäßige Herstellung der Verbindungswege zu be wirken. Den Provinzial - Regierungen is daher der Austrag er- theilt worden, nachzuweisen, welche geseßliche Vorschriften dermal über die Erhaltung, Verbesserung und den Neubau wirkliWer - nicht ärari her Straßen bestehen und dabet gleichzeitig das E utachten abzu- geben, ob diese Vorschristen dem Zwee entsprechen, oder ob und welche Vorkehrungen noch für nothwendig gehalten en, M die nicht ärarischen Verbindungswege fortan in gutem Stande zu erhalten, Bei den Anträgen auf neue geseßliche Borschristen, sollen diese jedoch so gestellt werden, daß es den Beitragspslichtigen N Sehen muß, ihre Leistung zur Herstellung und Erhaltung der Bizinalstraßen auch in natura zu erfüllen, weil besonders die durch Steuern und andere zahlreiche obrigkeitliche Abgaben ohnehin so sehr gedriüdte Lage des Landmannes es kaum mehr möglich macht, denselben mit Geld Beiträgen in Anspruch zu nehmen. E

Jn Beziehung auf das Recht des Fiskus, erblose Berlassenschaf ten sogleich einzuziehen, wenn die Vorladungsfrist der Erbeu ver tri chen, is von der obersten Finanz-Behörde die genaueste und |<neUlhie Geltendmachung bieses Rechtes mit großem Nachdru>ke gusgetragen worden, unter Hindeutung auf den Umstand, dasz die fortwahrend steigenden Staatsbedürfnisse eine sorgfältige Benußung auch aller Nebenzuflüsse dringend nothwendig machen, Zusbesondere wurden die Kreis - Aemter angewiesen, bei Untersuchung der Dominien und da Behörden zur Ordnung der Erb =- Angelegenheiten guf diesen Gegen- stand mit vorzüglicher Wachsamkeit aufmerksam zu sein. e

Eine unserer wichtigsten Wohlthätigkeits-Austalten, das im Zahre 1745 gegründete Kranken=Justitut für die hiesigen Handlungs-Com- mis, im Jahre 1795 durch eine Penjions-Anstait erweitert, hat eine neue Reorganisation erhalten, welche hoffen läßt, daß die Wirksamkeit des Instituts mehr als bisher dem Zwecke entsprechen und dadurch auch größere Theilnahme erlangen werde.

Dänemark.

Kopenhagen, 18. Nov. (A. M.) Vermittelst einer zwi-= schen dem dänischen und s{hwedis<hen Postwesen, nach Allerhöchster Ermächtigung, abgeschlossenen Convention, welche vom 1, Zannar 1844 an in Kraft tritt, ist es bestimmt, daß es den betressenden Kor respondirenden, sowohl in Dänemark und den Herzogthümern, als in Schweden, freistehen soll, von der gedachten Zeit an Briefe von dem einen zum anderen dieser Reiche, entweder durchaus unfrankirt, oder ganz bis zu den Bestimmungsorten frankirt, abzusenden, oder auch, wie bisher, nur bis zu den respektiven Gränz =- Post -Comtoiren Hel= singborg und Helsingör zu bezahlen. Ï e

Ein Mitglied der \kandinavischen Naturforscher - Gesellschaft hat im vorigen Jahre eine Summe von 100 Dukaten als Preis für die beste und vollständigste „Darstellung der allgemeinen Therapie“ aus geseßt, „die mit Rücksicht auf die Methoden, die in den leßten 50 Jahren mit einander abgewechselt haben, in einer lurzen Zusammen- stellung auch die Ansichten aufnehmen soll, welhe si, begründet auf die Theorieen der leßten Zeit, bei der Behandlung jeder Krankheits= klasse Geltung verschafft haben, i

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_St. Gallen, 17. Nov. Das Hauptgeschäft der Großraths Sihung vom 16. November war die- Abnahme des Gesandtschafts- Berichtes. Ueblichermaßen verlas ihn der erste Gesandte, Regierungs rath Fels. Der Bericht verbreitete sich vornehmlih über das in der aargauer Kloster = Angelegenheit eingehaltene Verfahren. Eine Dis= kussion, die von halb ein Uhr bis halb aht Uhr Abends dauerte, zeigt zur Genüge, daß niht Jedermann mit der desfallsigen Amts- führung einverstanden gewesen sei. Dieselbe wurde bei der Abstim- mung zwar einhellig genehmigt hinsichtlich aller übrigen Traktandenz

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nötbigen Summen begleitet wären. C das Problem zu Gunsten von Montreal gelöst, denn der vol

Angelegenheiten / iltigkte Nachlässigkeit, die gleich wenig zu entschuldigen sind; da sah si< denn die Partei der Oher-Kanadier in überwiegender Stärke, und beschloß die Anregung dieser schwierigen Frage des Regierungssibes , welche die Kapital-Angelegenheit der Session geworden ijt. : hoben die Mitglieder des Kabinets und die Repräsentanten von Nie-= der-Kanada ihre Stimme gegen die Verhandlung dieser Frage gerade

s Lords Stanley vorgelegt hatte, wodur< die definitive Lösung des i V S g \ / l

ieser Frage dem fanadishen Parlamente überlassen wurde, dessen

Wünsche von der Regierung des Mutterlaudes in Betracht genommen Ï L A Si. Ta Tin A s werden follten, sofern sie von dem Votum der zu ihrem Vollzuge

Man glaubte bereits allgemein vollziehende

bare Majorität in dem kana=

Rath von Kanada besaß eine unbestreitbare dischen Parlamente. Diese Hoffnung is nun durch ganz unvorherge-

ebene Umstände vereitelt worden.

“Am 13. Oktober hatte ein Theil der Repräsentanten von Nie er-Kanada ihre Posten verlassen , sci es um Besorgung persönlicher willen, oder in Folge einer Gleichgültigkeit oder

Vergeblich er

in dem Augenblicke der Abwesenheit so vieler Mitgliever, vergeblich ereiferten sie sih gegen ein solhes System des Weghaschens einer Abstimmung, jeder Aufschub wurde verweigert, und eme Majorität von 11 Stimmen gegen 6 votirte Resolutionen, in welchen Jhrer britischen Majestät vorgestellt wurde: 1) daß bei der Zustimmung zu der Vereinigung von Ober = und Nieder =- Kanada die erstere dieser Provinzen mächtig dur<h die zuversichtlich gehegte Hossnung geleitet wurde, daß die in dieser wichtigen Frage entscheidenden po- litishen Gründe einen entscheidenden Einfluß auf die Wahl des Re= gierungssißes gehabt hatten; 2) daß obgleih von Zeit zu Zeit viele Einwürfe gegen die Lokalität von Kingston vorgebracht worden seien, doch noch kein öffentliches oder Privat-Juteresse hinreichend sar? für irgend einen anderen Plaß gesprochen habe, um zu Ounjten desselben die Majorität des Volkes der Provinz zu vereinigen; 3) daß keine Entscheidung in dieser Beziehung eben \o viel Achtung gebiete und Bürgschaften der Unparteilichkeit biete, als diejenige, welche von der Krone selbst ausfließen würde; 4) daß demzufolge der geseßgebende Rath Fhre Majestät bitte, selbst ihre Prärogative für die Wahl eines in den alten Gränzen der Provinz Ober-Kanada gelegenen Plaßes auszuüben.

| Dieser parlamentarische Sieg der Partei der Tories is nicht blos von Bedeutung wegen der Resultate, die er herbeiführen kann, son dern au< durch die Jucidenzfälle, welche ihn veranlaßt haben, _Als ein Mitglied von Nieder - Kanada, Herr Taché, verlangte, daß die vorgeschlagenen Resolutionen ins Französische überseßt werden sollten, um von den Mitgliedern, welche der englischen Sprache niht mächtig seien, verstanden werden zu können, da wurde dieses Verlaugen, welches für sich no< ganz neue frühere Vorgänge hatte, durch die Majorität zurückgewiesen , welche erklärte, daß, wenn der Nath diese Uebersetzung gestattet habe, dies keinesweges eine Pflicht, sondern eine bloße Gefälligkeit gewesen sei. Die Sprache von drei Viertheilen der Bevölkerung von Kanada fand sich so gewissermaßen denationalisirt und mit einem Federzuge re<htlos erklärt. Herr Sullivan, der Prä sident des Kabinets, Engländer von Geburt, konnte eine Cut- rüstung über ein solches Verfahren nicht zurüchalten, jon dern machte derselben in einigen derben Worten Lust, welche in den Reihen der Tories große Aufregung verursachte; der Minister wurde mit einer Fluth vou Schmähungen überhäuft, und das zu Kingston erscheinende Blatt the British Whig scheute sich sogar nicht, geradezu zu sagen, der ehrenwerthe Herr Sullivan habe in dieser Sißung unauslöschliche Schmach auf sich geladen, Endlich lzielten die siegreichen Tories unverzüglich eine Versammlung zu Kingston, worin man zu dem Beschlusse kam, die Auflösung des Parlaments in einer Adresse zu verlangen, welche dem General Gouverneur mit jener des vollziehenden Rathes überreicht werden sollte. Der Gou- verneur wird ohne Zweifel auf dieses Verlangen nicht eingehen, denn die Partie ist für Nieder-Kanada noch nicht verloren, Vas Kabinet hat beschlossen, seine Revange zu nehmen, und an das vollzählige Parlament zu appelliren. Herr Baldevin, eines seiner Mitglieder, hat dem Hause angekündigt, daß die Frage am -. November ihm von Neuem werde vorgelegt werden, und daß bei ein Namens-Aufruf aller Repräsentanten statthaben werde.

Bei dem Votum, das gegen die Minister des General-Gouver neurs ausfiel, votirte auh der Sprecher de Herr Jamieson, gegen di erachtete, scine Stelle niederzulegen. | L angeboten , der eben so gestimmt hatte, aber von ihm ausgeschlagen gliedern, dere! Namen einen Sprecher daraus zu wählen. / ; befindet sih au< Herr S. Bidwell von hier, den der frühere Gou verneur von Ober-Kanada, Sir Francis Head, aus dem Lande ver

was hingegen die aargauer Klöster betraf, sprachen sih nur 78 Stim-

trieben gehabt hatte, Herr Draper war es auch gewesen, von wel

dieser Gelegenheit

s geseßgebenden Rathes, eselben, worguf er jedoch es sür angeme|jen Dieselbe wurde Herrn Draper

Nun schritt der geseßgebende Rath zu Ernennung von sieben Mit= i ( dann dem Gouverneur zugestellt wurden, um Unter diesen sieben Kandidaten

Sonnabend den 25%" Nov.

<em der Antrag zu den Eingangs näher erwähnten Resolutionen des Hauses ausgegangen war. j 4

Unter anderen Anträgen, die dem Provinzial-Parlamente vorge= legt worden sind, befindet si< au einer behufs einer Verminderung von 15,000 Pfd. St. in den Ausgaben der Provinzial- Civilliste. Der General-Juspektor der Finanzen der Provinz hat die allgemeinen Anschläge der Einnahmen und Ausgaben derselben entworfen. Die Baar=-Einnahmen sind von ibm auf 396,847 Pfd. St., die Ausgaben dagegen auf 393,022 Pfd. Stk. angeschlagen, so daß si< cine Bilanz von 3824 Pfd. zu Gunsten der ersteren ergiebt.

Die schon neuli<h erwähnte Bill, welhe Sicherung der Unab= hängigkeit des fanadishen Parlaments dur<h Auss{luß aller Beamten und Angestellten aus demselben bezwe>t, ist durchgegangen. Dagegen wurde bei der Abstimmung ein Amendement verworfen, welches auch den Ausschluß der Solizitors-General des Ostens und des Westens, so wie aller Räthe der Königin, bezielte.

Handels - und Börsen -Uachrichten.

Marktivyrtise vom Beilratde Berlin, den 23. November 1843. / 1de: Weizen (weißer) 2 Rthlr. 9 Sgr. 7 Pf., au<h 2 Rthlr. 7 Sgr. 2 Ph. und 2 Rthlr 1 Sgr. 2 Pf.z Roggen 1 Rihlr, 19 Sgr. 10 Pf., au<h 41 Rthlr. 13 Sgr. 10 Pf.; große Gerste 1 Rthlr. 1 Sgr. auch 1 Nthlr.z kleine Gerste 4 Rthlr. 1 Sgr. 6 Pf., au<h 27 Sgr. Ofer.:24 Sagr., auth 20 Sj, 3. Pl. Erplelt 1 Rthlr, 21 Sgr. Ps, au<h: 4 Rihlr. 13 Sar. 2 Pf, Linñset 2 Nl, 2 Sn, 5 P); Eingegangen sind 142 Wispel. A 7 bit asser: Weizen (weißer) 2 Rthlr. 12 Sgr., auc 2 Rthlr. 7 Sgr. 2 Pf, und 2 Rihlr. 4 Sgr, 10 Pf. 3 Roggen 1_Rthlr, 18 Sgr.,

1 Rihir. 14 Sgr. 5 Pf. große Gerste 1 Rthlr. 2 Sgr. 5 Ps.z Ha-

) Sgr. 9 Pf., au<h 19 Sgr. 7 Pf.z Erbsen (\{hle<te Sorte) 1 Rthlr. 1 Eingegangen sind 273 Wispel 14 Scheffel,

Mittwoch, den 18. November 1843,

Das Scho>k Stroh 7 Nihlr. 5 Sgr., au< 6 Rthlr. 10 Sgr. Der

Centner Heu 1 Rihlr. 5 Sgr., auch 22 Sgr. 6 Pf. Käartofsel- Pre

Der Scheffel 17 Sgr. 6 Pf., auch 11 Sgr. 3 Pf. Branutweéin.=- P rale.

Die Preise von Kartoffel-Spiritus waren am 18ten 167 —167 Rthlr., am 2lten 16{—164 Rihlr, und am 23. November d. J. 167 Rihlr. (frei ins Haus geliefert) pro 200 Quart à 54 pCt, oder 10,800 pCt, nach Tralles. Korn-Spiritus: ohne Geschäft.

Berlin, den 23, November 1843. Aeltesten der Kaufmannschaft Marktbericht. An der Börse sind verkauft Weizen -poln. 424: L: 1300 a Q. (7): beutes D607 a Cf; 300/18 L 13898 pf. a Cf. 3675, 39 L, (48340. a: Cf: 380) inl: 122. 345, 18 L, 127—28pf Cf, 3504 Roggen, pöln. 30 L. 12 f. (7), 20 L, 120pf. u. 39 L. 122vf. a Cf. 197253 Erbsen, w. : 853 Rübsen, poln, 2 L. a Cf. 360 y. Last. Breslau, 21. Nov. Höchster : Weizen 2Rthl, Sgr. J 1 Nen 40 » ) L N | Geiste » 29 » S Hafer m; 49 » D » 49 S

Magdeburg, 22. preis pro Wispel: Weizen : Roggen : Köln, 20. Nov, Rüböl, Effeïtiv faßweise 303, bei Par- ticen 30, pro Laufe d. M. 29k à #, pro Mai 293, pro Oktober 305 Rthlr. Effcktiv ist anhaltend stark begehrt, dagegen auf Lieferung ganz ohne Leben,

Hull, 14. Nov. Getraide-Markt. (B. H.) Am heutigen Markt- tage wurde ziemlich viel englischer Weizen offerirt, wovon indessen Manches in s{<le<ter Beschaffenheit und daher s{hwer zu begeben war, die besten tro>enen Sorten gingen aber schlank zu den heute vor acht Tagen bezahl- ten Preisen ab, Ju scemder Waare wurde wenig umgeseyt, der Werth der- selben ist aber unverändert. Frische neue Gerste behauptet sich im “ris wogegen alte fremde Waare nur zum Mahlen genommen wird, Jn Erbsen und Bohnen haben wir keine Veränderung zu berichten, Hafer behauptet sich. Leinsamen von wirklich schöner Qualität is gefragt und fest im Preise, die geringen Sorten sind aber {wer anz:briugen. Ueber Rappsaamen läßt sich nichts Neues sagen. Leinkuchen gehen gut zu unseren Notirungen ab, Navykuchen sind aber flau. Knochen sind sehr sest.

Bom 18. Nov. Seit Abfassung des Obigen is nur sehr wenig in Weizen umgegangen und dieses Wenige wurde nur von unseren Müllern geiommen. Alte fremde Gerste is vernachlässigt, neue behauptet sich “‘dage- gen im Preise und dürfte im Frühjahre in die Höhe gehen z der Zoll auf diesen Artikel wird in nächster Woche 1 Sh. nachgeben Erbsen sind zu unseren Notirungen in besserer Nachfrage. Leinsamen, welcher in Folge der Zufuhren zu sehr niedrigen Preisen begeben witrde, hat sich ctwas | vährend des Winters wohl anziehen, wenn nicht mehr )ufuhren davon eintreffen; von Rayppsamen haben wir d'eselbe Meinung. Leinkuchen von schöner Qualität würden gut vom Bord zu begeben sein. Napykuchen sind zu 90 bis 92 Sh. 6 Pee. pr. Ton be- ben. Knochen sind etwas flauer.

Ie Pr eise. Weizen, danz. u. königsb. hochbunter 56 a 57, do. bunter u. rother 53 a 53, pomm., me>>lenb, u. märk. rother 92 a 99, anhalter u. {les weißer 55 a 57, dän., holst. u. fries. do. 92 a 94, do, rother 48 a 54, russ. u. ode}. harter 38 a 42 und do. weicher 45 a 90 Sh. Gerste, Mahl- 28 a 30 und Malz- 30 a 32 Sh. Hafer, dân. u. pomm. 17 a 19, do. Futter-/ 48 a 20 u. russ. 4.47 Sh, 27 a 29 und kleine 29 a 32 Sh. Erbsen, Mahl- 30 a 32 und Koch- 32 Wien, große u. kleine 32 a 35 Sh.

Saamen, Oelkuchen 2c. Leinsaamen, Schlag- pro Qr. 33, 36 a 38 Sh., cxtra 42 Sh. Rappsaamen pro 40 Qrs. 24 a 24 Pfd. 10 Sh. Leinkuchen, holländ., fries. u. franz. pro Ton 5 Pfd. 15 Sh. a 7 Psd. flensburger u. deutsche pro Ton 5 Pfd. 5 Sh. a_7 Pfd. Rappkuchen pro Ton 4 Pfd. 10 Sh. Leinöl pro Ton 29 Pfd, 10 Sh, Rüböl pro Ton 35 a 36 Pfd. Knochen pro Ton 84 Sh. i Huller Durhschnitts-Preise vom 15. November. Weizen 942 Qr. 51 Sh. 3 Pce. Roggen Qr, Sh, Pee, Gerste. 148 » 3! » T Da 27 Hafers 246 » Erbsen. G E »

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P {a1

2 Pf, 7 Pf. 7 Pf Cc Bi i t aich fer A 413 Sgr: 2 Pf,

Die vot Bexrli p: Danzig, 20. Nov. nachträglich am 18ten :

Getraide-Preise. Mittler : Niedrigster : Rthl. 21 Sgr. 6 Pf. 1 Rthl.12Sgr. Pf. 6 » 3 » 1 » G0 » G » 20 » O » Go » 28 » >18: »

Getraide - Markt-

3)

Höchster und niedrigster

30 28 Rthlr. 19—418 »

Nov,

Gerste: Hafer:

50 44 Rthlr.

39 35 »

(Q DI

großen 1 erlolt und dursle unerwartet große

13 a 16, fries., Brau Bohnen, große u. Mittel

& 5 Sh.

» 3 »

Das zehute Jahresfest des Berliner Frauen- Kranken - Vereins.

Den 21, November feierte der Frauen - Kranken -Vereïn in Berlin sein zehntes Jahresfest in der Bethlehems - Kirche , dem auch Jhre Majestät die Königin beizuwohnen geruhte. Aus dem Berichte, der dabei vorgetragen wurde, geht hervor, daß Goit den Verein diese 10 Jahre seines Bestehens hindurch sehr gesegnet hat. Es sind seit 10 Jahren Hunderte a weiblichen Kranken gepflegt, unterstüßt, geheilt und auf den Leg a f dens und besseren Lebens geleitet worden, Une E in ae rort thaten und Segnungen , die dem Verein und durch R e eiden elenden Kranken von edlen Menschenfreunden, Hohen E e, q e -= | und selbst Armen oder wenig Bemittelten ugeflossen, sind in diesen

ren ärmlichen Wäsche 21 vom

a ) ren 7979 Kranke in der Stadt in ihren - Beet besucht und mit 87,069 Suppen- Portionen, mit Wäsche, Kleidern