1843 / 149 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

Objekten ihre vorzügliche Anwendung, sowohl auf den Wällen als in | es Kasematten. Jhre Vorzüglichkeit zeigte si<h aber besonders in Hinsicht ihrer Beweglichkeit und leichten Handhabung auf dem engen | - 7 4 j | l

Wallgange der Plattformen.

Baden. Karlsruhe, 21. Nov. (K. Z.) Die auf den 91, November d. J. einberufene Stände-Versammlung wird Douner= stag, den 23sten d. M., im Auftrage Sr. Königl. Hoheit des Groß- herzogs durch den Präsidenten des Ministeriums des Jnnuern eröffnet werden. Morgens halb 10 Uhr wird in den beiden Stadtpfarrkirchen Gottesdienst stattfinden. Um halb 11 Uhr versammeln si<h die Mit glieder der ersten und zweiten Kammer in ihren resp. Sißungssälen. Die Mitglieder der zweiten Kammer nehmen in den Bäuken der Ab geordneten dieser Kammer ihre Sibße ein. Die erste Kammer, de! zweiten Herrn Vice-Präsidenten au ihrer Spiße, begeben si<h um - auf 11 Uhr, unter Vortritt eines Ceremonieumeisters, in den Saal der zweiten Kammer und nehmen die für sie bereiteten Sessel vor den Sißen der Abgeordneten der zweiten Kammer ein. Um 11 Uhr werden der Großherzoglihe Commissair und die übrigen Mitglieder des Staats = Ministeriums gus ihrem Versammlungssaal von einem Ceremonienmeister in den Sibungssaal der zweiten Kammer geführt, wo sie die für sie bereiteten Sibe einnehmen. Hierauf wird der Groß herzoglichhe Commissair na< der Eidesleistung die Stände - Versamm lung eröffnen. Nach erfolgter Eröffnung wird si< der Zug in der nämlichen Ordnung, in welcher er eingetreten, zurübegeben.

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Großh. Darmstadt, 22. Nov. (G. H. ZZ Am 419ten d. Herr Mylius, Großherzog!. hessisher Konsul zu Hamburg, di e, Sr. Königl. Hoheit dem Großherzoge im

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Auftrage des Senats der freien Stadt Hamburg cin Davksagungs T( 4

Schreiben für die derselben von Seiten Sr. Königl. Hoheit und aus dem Großherzogthume na<h dem großen Brande zu T dene Beihülfe zu überreichen,

Nassau. Wiesbaden, 19, Nov. (Rh. u. M. Z.) Für die große Stille, welche in diesem Augenblick in unserer Stadt herrscht, wird uns bald hinreicheude Entschädigung werden. Die großartigen Festlichkeiten, welhe den Einzug des regierenden Herzogs von Nassau mit seiner künftigen Gemahlin, der Großfürstin Elisabeth von Ruß land, begleiten sollen, werden hier einen eben sv zahlreichen als glän- zenden Kreis hoher Gäste und schaulustiger Fremden versammeln. Be reits sind vielfache Wohnungs=-Bestellungen für diese Zeit eingetroffen, in welcher unsere Residenzstadt ihrerseits Alles aufbieten wird, um die Gesinnungen ihrer bewährten Anhänglichkeit für das Herzogliche Haus bei diesem freudigen Aulaß aufs neue zu bethätigen. Der Herzog wird bis zum Anfange des nächsten Monats von Wien hier zurücer- wartet, Er wird, dem Vernehmen nach, mit dem Großfürsten Thron folger von Rußland (welcher mit seiner Gemahlin in der ersten Hälfte des Dezembers an dem Großherzoglich hessishen Hofe in Darustadt eintreffen wird) si<h nah St. Petersburg begeben, wo im Januar seine Vermählung mit der Großfürstia Elisabeth gefeiert werden wird,

Freie Städte. Hamburg, 23. Nov. (B. H) Jun dem heutigen Rath= und Bürger-Konvente machte E. E. Rath der erbge sessenen Bürgerschaft mehr.rxe wichtige Auträge :

Zuvörderst trug E. E. Rath auf die Niedersehung einer Depu= tation vou drei Rechtsgelehrten und fünf anderen Bürgern an, von denen die drei Rechtsgelehrten aus und von gesammter Bürgerschaft und die fünf anderen Vürger aus den Kirchspielen Und zwar einer von jedem Kirchspiel zu erwählen, um, in Anleitung des Art. 17 des Haupt-Rezesses, mit drei von E. E. Rathe zu deputirenden Senats- Mitgliedern zu folgenden Zwecken zusammenzutreten:

a. Zur vorbereitenden Verhandlung und Berathung über die de- finitive Organisation der Polizei, über Revision des polizeilichen Kom petenz=Geseßes vom 9, Juni 1826, und über cine Reform unseres Kriminal = Verfahrens und einiger damit konnexer Punkte des Civil- Verfahrens und der Organisation einiger Justiz-Behörden, nah Maß gabe der dieser Deputation von E. E. Rathe vorzulegenden Gesebß Entwürfe, welche Arbeiten, wenn irgend thunlich, in dem Maße zu beschleunigen, daß das Ganze demnächst auf verfassungsmäßigem Wege zu Hümnmelfahrt 1845 Gesehzeskraft erhalten kann ;

h. Zur Entwerfung eines neuen Kriminal -Geseßbuches, welches demnächst E. E. Rathe zur Prüfung vorzulegen und über welches von E, E. Rathe sodann mit derselben Deputation ebenfalls vorbereitend

zu verhandeln ist z welcher Deputation, insofern sie eines eigenen Pro= tofollisten zu bedürfen glauben wird, die Wohl eines Rechtsgelehrten zum Protokollisten zu überlassen.

Und ersuht E. E, Rath Erbges. Bürgerschaft sofort zur Wahl ihrseitiger Mitglieder dieser Deputation zu s{reiten, worauf Er so-= dann seine Deputirten namhaft machen wird,

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auf der gebahnuleren Straße, über Baiburt nach Erzerum, zu nehmen, wurde eine viel weiter gegeu den Osten ziehende Direction genommen, um auf noch unbekannten Zickza>kwegen wo möglich eben dahin vorzudringen, Am 27. Juli, sagt Koch, \chifften wir auf einem Küstenfahrer uns nach dem benachbarten Hafenstädichen Niza ein, das an cinem kleinen Bache liegt, ziemliche Bazare hat und einigen Handel, zumal mit Leinwand, treibt, aber nur Moslemen zu Bewohnern hat, bei denen wir jedo<h eine gute Auf- nahme fanden, Von hier aus hofften wir einen Weg über die Gebirgs- feite, landein, einen Weg nach Jsvir zu findenz allein der Mussellim (Gou- verneur ) verweigerte uus das Eindringen in das Junere seines Gaues, Er {lug es rund ab, unter dem Vorwande, daß für Pfcrde dahin gar kein Weg gehe und das Land viel zu gefährlich sei, Wie ih {on früher e ähnlichen Hindernissen im Kaukasus gethan, besuchte ih nun die Kran- eie fe Janvelle sie unentgeldlich, theilte Arzneien aus , und es ver- v nad Mie ARE euge Volks um mich, Hierauf erkundigte ich Aa Rad L L Ae um daselbst Arzneien zu suchen, und uo einmal mein M je Hebirge, Hierauf trug ich dem Gouverneur fonnte. Zum Glü nigen e da er Hur Qutes von mir gehört haben ausgefertigten Passe) daß N R Burultuh (deu in Trebisond sei, und auf dén untae f Hekim Bashi, d. i. Oberarzt, des Pascha Nun wurde mir die Eflaubnls, U des Gebirges Arznei suchen wolle, So gelang es, und freudigen Abl und Alles gegeben, was nöthig war, des Asforos aufwärts, der Ma ei eit wir am nächsten Morgen das Thal emporsteigenden Gebirgen herabtoset x Küstenstrom von den im Süden hoch

. Son am nächsten Tage kamen wir in

N elden und N Es am Abend eine menschliche Woh- beristhen Ueberfälle und Empörungen igen As , Aibver seiner râu- un se f Jahre im Kerker zu Konstantinopel gesessen, von O EO Preisge ung eines großen Theiles seines Vermögens die Freiheit erl r hatte, Bei diesem im Lande berühmten Näuberfürsten fanden wir die fra en halte, Aufnahme; da einige seiner Frauen frank waren, lernte ih fein Meines Barer

kennen, Somit war unsere Laufbahn eröffnet i ; folgten wir sie weiter, Höchst wichtig E des Las tnuthig bra Zeit unserer Reise zwei andere Derebei's, wegen Näubercien Man E nommen wurden: denn eín panischer Schre>en hatte {uell vie brigen N griffen; man wagte nun nicht, dem Hekim Bashi des Pascha eiwas zu Leide zu thun, Ein ernstes Gericht, das im vorhergehenden Jahre über N Sre A L rag n 0 aufgegriffen und von i ern der alten Burg ín Artwin herabgestü Volke auch seine Wirkung zélban, N Se M4 BNANE De

Die Leute unterstüßten mich daher wohl, do< das Mißtrauen, das hiex

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Nächstdem wurden verschiedene Anträge gestellt, wel<e Abände rungen in den bisherigen Verhältnissen des Sekretariats E. E. Raths und in der mit demselben in Verbindung stehenden Hypotheken - Ver- waltung bezwe>ten.

Sodaun theilte ein E. E. Rath der crbgesessenen Bürgerschaft eine Uebersicht über die Resultate des Staats - Haushalts für die Jahre 1841 und 1842, so wie über den Budget -= Entwurf für das laufende Jahr mit, und ersuchte er die erbgesessene Bürgerschaft, fol gende De>ungsmittel mit zu genehmigen: |

1) Die De>ung des Ausfalles der Finauz=Jahre 1841 und 1842 durh die, im Kassen-Saldo liegenden Uebershüsse früherer Jahre; unter gleichzeitiger Potestivirung Verordueter löblicher Kammer, bis zu dem, vielleiht im nächsten Jahre zu beschaffenden Verkaufe der Grundstü>e bei Johanuis Bollwerk und in der Admiralitäts= straße, und in Berücisihtigung des vermiuderten Roulauce-Fonds, Bco, Mark 200,000 falls erforderlich, bestmöglichst aufzunehmen z die Deckung des diesjährigen, wegen der Verhältnisse der

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fünftigen Jahre um so mehr zu beachtenden Defizits durch einige einer Anlage näher angegebene) Ansätße in indirekten Abgaben.

Ferner legte E. E. Rath der Erbges. Bürgerschaft den Bericht der Rath- und Bürger=Deputation in Bezug auf die Feuer-Kassen- Staats = Auleihe und den Bauplan vor, rug in völliger Ueber einstimmung mit der Rath= uud Bürger tation auf die Mitge nehmigung Erbges. Vürgerschaft dahin, daf

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und 1 N ' L i

ey z 1) der niht anderweitig gede>te Theil der Schuttwegräumungs Kosten zum Belaufe von etwa 240,000 Mark Cour. auf die entbehr lichen Mittel der Feuer-Kassen-Staats=-Anleißhe übernommen werde ; 2) daß die Feuer=Kassen-Gelder der abgebrannten, nicht wieder herzustellenden, größtentheils frü ]

«045 41 i ks 511 » i DVCTeEN , deim Tage Zquitc henden GOebgude innerhaib der 2 itatte, zum Bela on 200 bis

230,000 Mark Cour., als Beitrag verwenden.

Endlich ersuchte die Erbg. es mitzugenehmigen : daß die 7 sogenanuten kombinirten Abgaben, nämlich: die Abgabe von den Eigenthums=Veränderungen der Jmmobilien, die Kollateral= Steuer mit dem Zehnten, die Auctions-Abgabe, die Abgabe von den öffentlichen Vergnügungen, das Auctionariat, die Thorsperre und die Stempel = Abgabe, und zwar im Uebrigen unverändert, die letzteren drei jedoch mit den in einer Aulcge näher

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und zwar für die drci Jahre 1844, 18

5:

zUUriaden zu

Bürger|\chaft,

bezeihneten Modificationen, und 1846 bewilligt würden. Bremen, 22. Nov. (Br. Z) Am 2Wsten d. M. verstarb der erste Syndikus unserer Stadt, Dre. Albert Benjamin Gröuing, im 59sten Lebensjahre, nah einem fast halbjährigen Krankenlager. Bewährt, wie er war, durch aufopfernde Treue und großmüthige Gesinnung, verliert an ihm der Staat, wie seine Familie und die große Zahl seiner Freunde und Verehrer den echten Biedermann, des sen Beispiel einst den Freiwilligen vorleuchtete, als sie sich zur Ver theidigung de i nen, und unîi den sich dem Trauergefolge bei der Beerdigung an denken aber wird von allen Mitbürgern in waru bleiben.

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s Vaterlandes unter die Fahne stellten. Diese Vetera er ihnen au< Kameraden aus dem Preußenheere, wer

reihen. Sein An i

i er Brust bewahrt

F Frankfurt a. M., 22. Nov. Der neuernannte Groß herzogl. badische Bundestags-Gesandte, Freißerr von Blittersdorf, traf vorgestern von Karsruhße hier ein, an welchem Tage Herr von Dusch dorthin abgereist ist, um seinen Posten als Minister des Auswärtigen zu übernehmen. Wenn ein Stgatsmaun, wie Herr vou Dusch, uicht allein dur<h Scharfbli> und eine hervorragende Geschäfts - Bildung, sondern auh<h dur< leutselige Zugänglichkeit sh allgemeines Wohlwol len erworben hat, sieht man ihn immer ungern von einen Orte schei den, wo er eine Reihe von Jahren gewirkt, Man hofft aufrichtig, daß das Wirken des Herrn von Dusch in seiner neuen wihtigen Stellung für Baden, und dadurch auch fürs große Vaterland, ein segensrei <es werde.

Jmmer von neuem taucht das Märchen auf, unser J. P. Wagner sei bedenklih erkrankt, und es findet, obgleich total ersounen, d Gläubige, weil man in der leßteren Zeit von den elektro-maguetischen Arbeiten Wagner's nichts vernommen. Wäre aber die von der Bundes-Versammlung ernannte Kommission vollzählig, so würde die Prüfung des elektro = magnetischen Wagens Waguer's längst haben stattfinden können,

Während die würzburger Gesellschaft den Dienst der Main- Dampfschifffahrt für dieses Jahr eingestellt hat, geht die Lokal-Dampf \chifffahrt zwischen hier und Mainz, durch die beiden guten Böte der Gebrüder Ohbleuschlager, ununterbrochen fort und gewährt den Rei senden, wenigstens für die Thalfahrt, und für den raschen Güter Transport große Annehmlichkeit. Dil

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| Die Gebrüder Ohlenschlager finden bei dem Unternehmen auch vollkommen ihre Rechnung.

u: A0: D ania a L E M Li: Da L V I CIMCZET U Wi vi E I

so allgemein gegen den Europäer verbreitet ist, mußte immer wieder von neuem besiegt werden, Sie waren beim Einsammeln der Pflanzen behülf lichz um sie aber wegen des ihnen fremdartigen Barometers zu beruhigen, sagte ih ihnen, daß es nöthig sei, zu wissen, wie hoch eine Pflanze lvachse denn, je höher gesammelt, um so wirksamer sei sie, Das Tagebuch müsse geschrieben werden, damit ih wisse, wo ich die Pflanze gefunden ; auch die Zeit des Tages und Mondes zu wissen, sei nothwendig. Mit dem Sam- meln der Steine war es schlimmer, weil der Asiate nur Pflanzen und Fette als Arzeneien kennt; im Gebirge durfte ih es daher nur verstohlen thun. Der Wahn, der so allgemein im Orient, als suche man Gold und Schätze in den alten Mauern, Denkinälern, Grabstätten und Steinklippen, die man anutiquarisch oter geognostisch untersucht, ist auch hier verbreitet; auch mein ten sie, man wolle Anderen die Wege bahnen, das Land dereinst in Besiy zu nehmen, deshalb ist jede Zeichnung, Schrift, Sammlung, ja Erkundigung ihneu zuwider, Den echten Muselmann verdricßt cs schon, daß ein Europäer sein Land nux kennen lernen will, weil er für die Zukunft nichts Gutes von ihnen erwartet. Die Aufnahme mehrerer dieser Gegenden Klein - Asiens, durch preußische, russische und englische Offiziere, in der neuesten Zeit, hat die Asiaten gar schr geängstigt, und die erste Frage an uns war immer, ob wir Jngenieure wären und Justrumente bei uus hätten. Nicht erleich- tert, sondern gestiegen sind die Schwierigkeiten der Bereisung dieser Gegen- den, doch den Einfluß fremder Mächte, wie Nußland und England, die man fürchtet, und da die Europäisirung der Beamten dem echten Musel- mann ein Gräuel is, der seinen Turban trägt nah wie vor, Die unge- heure Besteurung , die ihn von seinem eigenen Gouvernement drückt, giebt der Asiate dem Europäer s{uld; er wähnt sehr oft, daß dieser nur umher- reise, um den Zustand des Landes und der Bewohner zum Vortheile des Großsultans kennen zu lernen, Dies zumal in dem Paschalik von Trebi- sond, in dem der jeßige Abd-ullah Pascha, obwohl der Hauptstadt des Rei- ches so nahe, alle Neuerungen hassend, festgehalten hat an den alten Ge- bräuchen. Niemand erlaubt er, sein Haus an die Straße zu bauen, und den türkishen Frauen is jedes Ausgehen ohne die s{<warze Maske und ohne die Einhüllung der ganzen Figur in das de>ende Tuch verpönt, Selbst in mehrfach besuchten Gegenden, z. B. im Gau von Astahan am Kur, wurde es vom Landes - Gouverneur den Leuten verboten, den Fränki über irgend etwas Bericht zugebenz die Führer im Gau Pertakreg leiteten sie absichtlich auf Jrrwege und scheuten die größten Mühen des Ab- und Auf- steigens s\teiler Berge nicht, um die Kenntniß des Landes unmöglich zu machen. Auch dem angegebenen Vorwande über den nothwendigen Barometer-Gebrauch traute man leider nicht langez meine Höhenmesser, sagt Herr Koch, wurden mir heimlich zerbrochen, und das Quefsilber in ein Loch gegossen, um dessen fernere Benußung unmöglich zu machen, Den Kompaß durfte

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Frankrei >

Paris, 20. Nov. Der Herzog und die Herzogin von Ne mours solleu der Köuigin Victoria und dem Priuzen Albreht von Seiten des Königs Ludwig Philipp die Einladung überbracht haben, im nächsten Jahre die Königliche Residenz von St. Cloud mit ihrer Anwesenheit zu beehren. :

Heute soll ein Minister-Rath i den Tuilerieen gehalten werden, um die Frage wegen der Dotation für deu Herzog von Nemours zur Erörterung zu bringen. i

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Ver Herzog von > ?jjuna, spanischer Grand erster Klasse, ist von der Königin Jsabella dazu ausersehen worden, dem Könige der Fran zojen das 1hre Volljährigkeits = Erklärung anzeigende eigenhändige

<reiben derselben zu überbringen. Der Minister des Junern und der Kriegs = Minister sind jebt,

wie verlautet, über die vorspringenden Pavillons des Instituts -= Pa lastes mit einander im Streitez reißen lassen, um den Bestreichung desselben zu sichern.

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Letterer will diese nämlich nieder mai bloßzustellen und dem Geschüß die freie Der Minister des Jnnernu, als Konser vator der geschichtli<en Denkmäler, und das Justitut wollen die Nieder reißung der Pavillous nicht zugeben; man glaubt jedoch, daß ihr Eiuspruch ohne Erfolg scin wird.

Herr Thiers sammelt, dem Vernehmen na<, an Materialien zu einer Geschichte der Bildhauerkunst in Europa. Dieses Werk soll aus mehreren Bänden bestehen, und die französische Bildhauerkunst, welche im Mittelalter während der sogenannten gothishen Periode herrschte, wird darin einen bedeutenden Plaß einnehmen. Jn den Mußestun

: die ibm die Bearbeitung seiner Geschichte des Konsulats und

aiserreihs übrig läßt, arbeitet Herr Thiers an diesem anderen ehmen. :

ampfs<hifff 5 Lavoisier an dessen Bord die Flagge Des

rals Leray weht, is am 15. November von Toulon nach

der Juschristen und \{<bönen Wissenschaften hat

3 verstorbenen Marquis de Sortia d'Urban den

une zu threm Mitgliede dur<h Stimmenmehrheit erngunt,

Paris, 20. Nov. Herr von Chateaubriand i nach Lon abgereist. Nur mit Mühe hat man ihn bewegen können, diese ise zu unternehmen. Herr von Chateaubriand, obwohl seiner Partei 1 und der gestürzten Dyuastie ergeben, nimmt denno<h nicht an allen Jnkonsequenzen der Legitimisten Theil. Seit langer Zeit hat er si<h zurü>gezogen und will mit den kuabenhaften Umtrieben seiner Partei nichts zu thun haben. Man sagt sogar, er habe die Reise ach London unternommen, um dem Herzoge von Bordeaux nüßliche Wahrheiten zu sagen, und ihn von gewissen, für seine Lage nachthei-

Einflüssen zu befreien. Herr von Chateaubriand is der einzige legitimistischen Partei, der sih stets von den kleinlichen freigehalten und si< die Achtung derjenigen Blätter zu

bewahren gewußt hat, welche die Sache, zu deren ausgezeichnet- sten Repräsentanten er gehört, auf eine sehr verschiedene Weise ver theidigen. Die Gazette de France, welhe weder Herrn Berryer, no< Herrn von Dreux - Brézé, noch Herrn von Pastoret respektirt, hat es niemals gewagt, auch nur den kleinsten Angriff gegen Herrn von Chateaubriand zu rihten, obgleich derselbe bei mehr als einer Ge legenheit die heuchlerishe und gewundene Politik des Herrn von Genoude offen getadelt hat. Herr von Chateaubriand lebt seit lan ger Zeit nicht nur sehr zurückgezogen, sondern auch auf eine höchst einfahe Weise, Er hat seit mehreren Jahren sein kleines Haus in der Rue d’'Enfer verlassen und wohnt jeßt în der Rue du Bac, als ob er stets nur der Gelehrten -=Republik augehört hätte. In dieser bescheidenen Wohnung findet man den Mann, der Pair, Müuister, Botschafter gewesen, uud dem von allen seinen Titeln, von allen sei nen Aemtern nur sein Siß in der Académie srancaise übrig geblie ben ist. Er is jedenfalls die merkwürdigste und auffallendste Per sönlichkeit, die dem Herzoge von Bordeaux während seines Aufenthalts in England begegnen wird. Möge er aus den Lehren des edlen Greises, der gleih ihm in der Schule des Unglücks erzogen worden ist, Nuten ziehen!

Herr Charles Dupin, Pair von Frankreich, hat gestern seine Vorlesungen über Geometrie in dem KonservLatorium der Künste und Handwerke eröffnet. Ehe er auf seinen Gegenstand einging, sprach er zu seinen zahlreichen Zuhörern über die Fortschritte der Sparkasse in Paris seit ihrer Gründung im Jahre 1818, Er bekämpfte die während der leßten Session in beiden Kammern laut gewordene Be sorgniß, wegen einer zu \{uellen Anhäufung der Ersparnisse des Bolkes in den Kassen des Schaßes und wegen der Störung, die der Kredit des Staates dadurch erleiden könnte, wenn plößlich eine Zu rü>zahlung gefordert werde. Er sagte etwa Folgendes, Die Bauk vou Frankreich, welche die Kasse der Reichen is, wie die Sparkasse

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man uur unbemerkt, am besten auf dem Pferde während des Rei

obachten, wie dies auch schon früher dem großen Neisenden J.

hardt durh< den ganzen Orient so hinderlich gewesen war. CSVIUS folgt)

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Franzésische Bilder zu Berlin.

Berlin, 25, Nov. Den Kunstfreunden Berlins und unseren Lesern glauben wir einen großen Dienst zu erzeigen, indem wir sie auf einige Bilder der französischen Schule aufmerksam machen, welche sih gegenwärtig in dem Lokale des Herrn Kunsthändler L Sach se und Comp., Jägeistraße Nr. 39, ausgestellt befinden, Es sind darunter mehrere shöne Seestücke con Gudin, eine herrliche niederländische Landschast (wenn wir nicht irren eine Ansicht von Rotterdam) von RNoqueplan, vor Allem aber eur Bild von Horace Vernet, welches troy des etwas schauerlihen Gegen- standes eine seiner schönsten und anzichendsten Leistungen genannt zu werden verdient. Vor ciner unter einem Orangenbaum leicht aufgeschlagenen HUtte sizt auf geraubten Gegenständen eine Näubers[rau, ihrer linfen Hand noch die des neben ihr mit seinem Mautel bedeckt liegenden todten Räubers haltend. Jhre Bekleidung, ein leichtes weißes Gewand, gleicht cinem Sterbehemd, mit welchem sie selbst sich hon angethan zu haben scheint, Auf ihrem Schoße liegt ein goldenes Kruzifix, welches früher einem Altar angehört haben mag. Cin Bettelmönch, das Allerheiligste tragend, dem ein Meßner mit brennender Kerze vorangehi, verläßt die Sterbende, welcher e augenscheinlich die leßten Sakramente gereicht hat. Unten auf dem Bilde befindet sich die Juschrift: H, Vernet 1822, Diese flüchtige Schilderung wird den Kunstfreunden genügen, um sie auf das aufmerksam zu machen, was Vernet's reiches Talent und wahre Meisterschaft in jeder Bezie- hung hier geleistet haben, und können wir uns um so mehr jedes ferneren Wortes darüber enthalten; Alle, die das Bild schen, werden gewiß in den Wunsch mit einstimmen, daß dieses höne Kunstwerk für Berlin erhalten bleiben möchte, Herrn Sachse dürfen wir den Dank nicht auszusprechen versäu- men, auf den er si< sowohl durch den regen Eifer, mit welchem er Kunst- zwecke überhaupt fördert, als für die Liberalität, mit welcher er dem funst- liebenden Publikum entgegenkommt, hierdurh von neuem gerechte Ansprüche erworben hat.

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die des Volkes ist, hat allen Forderungen Genüge geleistet, ohne da dur in Verlegenheit zu fommen, Im Jahre 1840, _als die Be- sorgnisse vor einem Kriege herrschten, sind die Sparkassen in Pa 18 und den Departements dem Schaß jo wenig lästig gewejen, daß sie ibm mehr Geld übersandten, als zurückforderten. Die Rückzahlungen betrugen 78 Millionen Fr. und die Einzahlungen 99 Millionen; 790090 alte Sparkassen-Bücher wurden abgeschlossen und 113,000 neue ausgegeben. Ju Paris, wo gewöhnlich in einem Jahre 16,000 Sparkassen - Bücher eingezogen werden, geschah dies im Jahre 1840 uur mit 22,000, so daß also nur 6000 auf Rechuung der Krisis fommen z dagegen wurden aber 38,000 neue Bücher ausgegeben, so daß also der Schaß no<h mehr einzukfassiren, als auszuzahlen Jun den Gränz=Departements, die im Falle des Krieges mehr be sind, als Paris, wo aber auh die politischen Leidenschaften die shimpflihe Krankheit der Furht weniger Eingang finden, ver halten si<h die Rückzahlungen zu den neuen Einzahlungen wie 1000 zu 1300—-2300; in den großen Militair-Städten Brest und Meh sind die neuen Einzahlungen, dies Zeichen von dem zunehmenden Vertrauen des Volkes zu dem Glücke Frankreichs, am bedeutendsten. Herr Dupin berührte sodann no<h einige besondere Ereiguisse, die no< Rückzahlungen veranlassen könnten, z. B. eine Hungersnoth. Er glaubt, daß in diesem Falle die pariser Bevölkerung, wie im Jahre 1817, lieber ihre Bedürfnisse vermindern, als ihre Ersparnisse aus den Sparkassen zurückfordern werde. Dieser Schluß scheint uns ein wenig zu absolut und der Staat dürfte in einem solchen Falle wohl zahlreihen Forderungen ausgeseßt sein,

m París, 20. Nov. Die vom Courrier gebene Nachricht, daß Herr Thiers si<h vornehme, Session die Ausdehnung der Festungswerke von Paris cheint niht ohne Grund zu fein. Herr Thiers mag de1 scin, daß die passive Rolle, die er seit drei Jahren in der Kammer spielt, ihm ni<ht mehr zukomme, und daß er Gefahr laufe, seinen ganzen Einfluß auf das linke Centrum zu verlieren, wenn er nicht eutschiedener auftrete. ‘Er theilt, so scheint es, die ziemlih verbreitete Ueberzeugung, daß die Regierung nicht hoffen dürfe, für die Bewafff nung der Festungswerke von Paris die nöthigen Kredite zu verlangen, möge man noch so oft versprehen, daß nicht die cigentlice Bewaff nung, f}onderu nur die Anschaffung der Materialien zur eventuellen Bewaffnung dabei bezwe>t würde, Gewohnt, nah dem Winde, wel cher im Palais Bourbon weht, seine eigenen Ansichten zu richten, findet Herr Thiers eine vortrefflihe Gelegenheit, si<h durch die Be fämpfung einer unpopulgiren Maßregel sowohl bei der Ka

2 d mmer, als bei der öffentli<hen Meinung wieder in Gunst zu seßen, um dadurch sih den Weg zu dem Wiedereintritt in das Ministerium zu ebnen. Herr Thiers wird mit der ihm angeborenen Geschicklichkeit eine Gränz scheide zwischen den Festungswerken von Paris, wie er sie zur Wehre de Hauptstadt projektirte, und zwischen der Art und Weise, in welcher das ge

genwärtige Ministerium, wie man meint, aus der Befestigung von Paris eine Waffe gegen die innere Freiheit des Landes machen möchte, zu ziehen wissen. Die nächste Session dürfte einen hartnäcfigen Kampf zwischen Herrn Thiers und Herrn Guizot darbieten, zumal da Graf Molé die Bemühungen des Herrn Thiers offen fördern zu wollen cheint. Die Reise des Grafen Molé nach London wird in unseren politischen Kreisen mit der verglichen, wel<he Herr Guizot im August 1840 qus London nah Eu unternahm, und deren Resultat die Eut

lassung des Herrn Thiers war. So glaubt man begiebt si<h Graf Molé nach London, um mit den Häuptern des britischen Kabinets sih zu verständigen und zu gleicher Zeit die Aufregung der britischen Aristokratie, welche durch die gleichzeitige Gegenwart des Herzogs von Bordeaux und Nemours in England hervorgebracht wurde, zu mildern und zu heben. Da man hier dur<h das Benehmen der Tories zu Gunsten des französis<hen Prätendenten ziemli<h unangenehm be

rührt wurde, so würde Graf Molé sih ein wesentliches Verdienst ei

werben, wenn es ihm gelänge, die zwischen den Tuilerieen und einem Theil der mächtigen britischen Aristokratie eingetretene Spannung vez

\chwinden zu machen,

Grossbritanien und Irland.

London, 18. Nov. „Die Erfahrung der Zeiten hat keinen politishen Grundsaß mehr bestätigt, als denjenigen, welcher erheischt, bei Zeiten den vernünftigen Wünschen einsihtsvoller und gemäßigter Männer Zugeständnisse zu machen.“ Mit dieser Behauptung leitet die Times heute einen Artikel gegen die Politik d

des Ministeriums in Bezug auf die Kornfrage ein, indem das Festhalten an dem jeßi gen Korngeseß die stets größere Ausdehnung der Anti=cern=law-lea que, und diese wiederum die Erweiterung der ursprünglichen Grund säße derselben zur Folge haben müßte, so daß am Ende bei fortgeseßten Widerstande gegen die Forderungen der League die Lei schaften einst ungemäßigt hervorbrechen, anarchische Pläne aus derU friedenheit hervorwachsen und die dann abgezwungenen Bewilligungen zu spät erscheinen würden, um den englishen Grundbesißer vordem Schicksale des französischen Adels zu bewahren. Die Times vertritt in der Korn frage, wie in vielen anderen Fragen, unabhängig vou jedem Partei=Einfluß, die Wünsche und Juteressen der Grundmasse des englischen Volks; sie will keinen {wankenden Zoll, wie er jeßt besteht, aber fie will auch nicht, wonach die League strebt, die Aufhebung aller Zöllez fie will Schuß für die Agrikultur und Schuß für die armen Klassen, und inu- dem sie gleich weit von dem Wunsche entfernt is, das landwirthschaft liche oder industrielle Juteresse aus\chließli<h herrshen zu schen, erhebt sie sich zum Organ desjenigen Theils der Nation, welcher außer den gemäßigten Anhängern der League die Geld=-Aristokratie der Städte umsaßt, Das Blatt unterscheidet sich durch diese Richtung wesentlich von den übrigen Tory-Organen, obgleich es, wie diese, immer noch dem Tory = Prinzipe als der eigentlihsten Grundlage des englischen Volkes dient, und während die Morning Post und früher der Standard, denn jeßt folgt dieser fast sklavish den Schritten der Regierung, ausschließlih die Laud = Aristokratie vertreten, so daß das leßtere Blatt einmal auszuspre<hen wagte, daß, wenn auch alle Ma nufaktur=Städte Großbritaniens auf einmal völlig verschlungen wür= den (one ruin should inguis all) England voh so groß und mächtig dastehen würde als jeßt, während, sagen wir, auf solche wahrhaft unsinmge Weise von manchen Tory-Organen das landwirthschaftliche zZnteresse vertheidigt wird, wendet sih die Times dem gesunden Qin und Gefühl der Mittelklasse, als der Grundmasse des Volkes, ‘elden Mie freili<h, vermöge ihrer Unabhängigkeit und ihrer dieisibär Sind MELOE ihr_ die ausgezeinetsten Talente des Landes aus fordert sie A den Stand gejeßt ist. Bon diesem Standpunkte den Bolled: d g Abschaffung der Korn-Skala, des shwanken- seben Li bie Thätigkes festen Zoll an die Stelle desselben geseßt Lande umherzieht, um bei E agde, welche nah threm Plane im ¡enb zu nad / d nas Parlaments-=Wahl ihren Einfluß gel Mittelklasse aefühlte Bedürfaig, nhang, welchen das allerseits in der derselbe auwénbet, Wie M ß einer Aenderung des Zoll - Gesebes ; O , wie sich dies bei der Wahl des Herrn Pattisou in der City von London am deutlich igt ie Verschmel= Ñ 6 R i Vsten gezeigt hat, die Verschmel zung der Geld-Aristokratie mit den Interessen des Handelsstandes, das sind die Elemente, welche auf das unabhängige Tory-Blatt der= ea fie ib E “eor M O sich entäußernd, eine

( ( if meigennüßigste, das Gesammt-

dei S 1ZU

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wohl des Landes im Auge haltende Partei zu bilden anfängt. Und in der That, man kann wohl erwarten, daß das mächtige Wort der Times hierin nicht ohne Folge bleiben wird. Das System des {wan kenden Zolles is in seiner Basis ein falsches, denn nicht allein führt es die Speculation in den Handel der ersten Lebensbedürfnisse, \on- dern es hindert zugleih auch die Herstellung eines regelmäßigen inter nationalen Handels-Verkehrs, wie dies schon seit vielen Jahren durch Zahlen und Argumente vielfach erwiesen is. Der Schuß, welchen dies System gewährt, if ein nothwendiges Uebel; kaun aber dies Uebel in

wärtig gemacht werden ,

der Meinung des Volfs minder drückend als so wird eine Aenderung in den beste

benden Geseßen eintreten müsen. Die Gefahr, wel<he man bet Herstellung eines festen für die Agrikultur fürchtet, [eint dazu nur eine eingebildete, oder sie geht aus einem einseitigen Gesichtöspunkte hervor, denn der Vortheil eines solchen 5oilles würde sicherlih nicht darin bestehen, daß der Preis des Brodes jh bedeutend niedriger stellte, als vielmehr darin, daß es der arbei tenden Bevölkerung dann leichter wäre, diesen Preis zu bezahlen, ü ß ornhandel den Erzeugnissen der Jndustr

gegen

) » 2 Zolles

i l dem bet regelmäßigem Kor! ie mehr Ausgangswege sih eröffneten. Die Produzenten der Kornlän der 1n Europa und Amerika könnten ihr Korn gegen Artikel englischer Manufakturen austauschen, was natürlich \o lange unterbleiben als die Basis alles regulairen Handels, der Aus durch die Schwankungen der Jahreszeiten in England gestört Hat deshalb Sir Robert Peel 1842 einen Fehler begangen, er die schwankende Zollrolle beibehielt, so wird er wohl durch die öffentliche Meinung in einiger Zeit gezwungen werden, denselben vieder gut zu machen oder abzudanken. Einige Jahre fönnen darüber noch raechen, da man es in England nicht liebt, oft roiederholte Aenderungen x daß diese Zeit eintreten wird, kann nicht mehr zweifel te man nach dem heutigen Arti er Times urthet

die Zeit {hon bald eintreten, dc

4 gerem Aufsschube liegt. „Die League“, sagt di mes, „is eine

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große Thatsahe. Es würde thöriht, fa, es würde esfounen fei! ihre Wichtigkeit zu leugnen. Es i} eine große Thatsache, da in unseren Manufaktur =- Distrikten \si< ein Bund gebildet ha zur Agitation einer politishen Frage, der dabei Jahre lang beharrt, feine Gefahr gesheut und alle Hindernisse über wunden hat. Das beweist die moralis<he Kraft, den Vorsaßz durchzuseßen, den unbezwinglichen Willen, mit welchem Engländer, die insgesammt auf ein großes Ziel hinarbeiten, gewaffnet und be jeelt sind.“ (Es muß hier auffallen, wie die Times die Agitation der League billigen kanu, während sie die O'Connellsche Agitation mit Schi berhäuft; es zeigen si<h aber hierin die Vorzüge und Fehler John Bull’s, dessen treuer Ausdru> die Times is.) „Es ist ein großes Faktum“, fährt sie weiter fort, „daß in einer Versammlung zu Manchester mehr als 40 Fabrikherren auf der Stelle 100, einige 300, ja, sogar 400 und 500 Pfund zur Förderung eines Werkes zeichneten, das recht oder unre<ht, vortheilhaft oder {hädli<, sie wenigstens zu fördern für ihre Pflicht oder ihren Nuben erachte ten. Das sind sehr wichtige Thatsachen, die kein Moralist verachten, fein Politiker belächeln, kein Staatsmann unterschäßen darf.“ Die Gefahren aber, welche aus der League für den Staat hervorgehen, wenn ihr nicht gewillfahrt wird, was vielleiht auch {on zu \pät ift, glaubt die Times aus einer Vergleichung derselben mit dem trojanischen Pferd zu deduziren, diesem „„inlandum monstrum““, das bewaffnete Männer in feinem Bauche trägt, und des sen gefäßrlihe Gegenwart innerhalb der Mauern der Consti tution sih bald gelten machen wird. „Wer aber \{ha}te dies Unge- heuer? wer füllte feinen Leib? Wir antworten : die für Nichts geachtete Erfahrung die verachteten Rathschläge die vernach lässigten Warnungen d/ese gaben der League das Daseinz diese gaben ihr Macht und Bewegung und Energie; diese verschafften ihr leichten und widerstandslofen Eintritt in das tiefste Heiligthum unse res häuslichen Lebens „Scandit fatalis machina muros Foeta

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mediacque ninans illabitur urbi.“

Bergen

Brüssel, 21. Nov. Vorgestern war bei Hofe großes Diner u Chren der hier anwesenden Verwandten des Königs, des Fürsten

der Fürstin von Hohenlohe. Die Fürstin, eine geborene Prinzes=

von Leiningen, i} eine Nichte König Leopolds. Mehrere fremde Viplomaten, die Minister und Hofchargeu, Mitglieder beider Kammern und verschiedene Beamte waren zur Königlichen Tafel geladen. Abends kehrten Jhre Majestäten mit ihren Gästen nach Laeken zurü, Da die Versammlung in der Repräsentanten - Kammer gestern nicht zahlreih genug war, um eine Sißung zu halten, \o zeigte Präsident an, daß, in Folge des in der leßten Sißung von Kammer gefaßten Beschlusses, der Adreß -Entwurf gedru>t und Abend unter die Mitglieder vertheilt werden solle, damit beute Oisfussion über die Adresse beginnen könne.

Die Mitglieder der Adreß-Kommission hatten sih vorgestern ver sammelt, um den Entwurf zu redigiren, und es foll < über die we sentlichen Punkte keine Meinungs = Verschiedenheit kundgegeben haben, Man versichert, daß die Kommission sich in ihrem Entwurf mit eini ger Zurückhaltung über das Gutachten der parlamentarishen Unter suchungs-Kommission äußere; weder das Wort Differenzial - System, noch das Wort Handels =Compaguie sind darin ausgesprochen; mit Hinsicht auf die Eisenbahnen wird die Zwe>mäßigkeit eines allgemei nen Berichts über die Verwendung der verschiedenen für diese Unter nehmungen kontrahirten Anleihen hervorgehoben; bei aller Guthei ßung der auf die Eröffnung no< neuer Verkehrswege gerichte ten Absichten, empfiehlt man do<h der Regierung dringend, die nothwendige Bedachtnahme auf Erhaltung des Gleichgewichts zwischen den Ausgaben und Einnahmen nicht aus den Augen zu verlieren ; man will hiermit, wie es scheint, jeder neuen Anleihe entgegentreten. Mit Bezug auf eine Revision der Gehalte werden die Beamten der Verwaltung mit den Mitgliedern des Richterstandes in dem Adreß CEutwurf auf ganz gleiche Linie gestellt. Endlich wird die baldige Vorlegung eines Geseß= Entwurfes über die Rechnungslegung von Seiten des Staats als sehr wichtig bezeihnet. Dies ungefähr soll der Jnhalt des Entwurfs sein, über den wahrscheinli einige Tage lang lebhaft debattirt werden dürfte,

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Nonmrt, 11, Nov. (A. Z) Das römische Publikum verfolgte mit gespanntester Aufmerksamkeit den endlichen Verlauf eines seit län gerer Zeit gegen einen Militair = Beamten von Rang wegen Geld BVeruntreuung anhängig gemachten Kriminal -Prozesses; denn außer dem Angeschuldigten waren viele andere Personen von Bedeutung indirekterweise in dieser verwi>elten Rechtssache kompromittirt, Nach= dem der Papst selbst dur< eigene genaue Einsicht und Revision der Prozeß-Akften Kenntniß von den Verhandlungen genommen, hat er gestern zu großer Genugthuung der Römer ein strenges Urtheil ge= sprochen, welches die der Anklage Ueberwiesenen ohne die mindesten persöulichen Rücksichten und Aufschub mit vieljährigem Festungs = Ar- rest, Aemter-Verlust und Exil bestraft. :

Begen das nach den verschiedensten Seiten hin ausgelaufene

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Gerücht von einem wahrscheinlihen Unterbleiben des weiteren Ver- faufs der Gallerie Fes< haben dessen Testaments-Vollstre>er gestern öffentli<h protestirt. Jhrer Erklärung nah sollen die no< übrigen Kunstschäbße, unter ihnen die werthvollsten Meisterwerke der Samm- lung, jedenfalls diesen Winter versteigert werden und der Gesammt- Berfauf vor Ende März k. J. beendigt sein.

Das diplomatische Corps wird sehr bald wieder vollzählig sein. Gestern fam au< der Königlich preußische Minister-Resident beim päpstlihen Stuhle, Freiherr von Buch, von einer längeren Urlaubs- reije hierher zurüd.

Serie s Paris, 20. Nov. Telegraphische Depesche aus Spanien. Bayonne, 18. Nov. Der französishe Konsul zu Coruña ibt unterm 12, November, daß die Jusurgenten zu Vigo sih am zuvor ohne Capitulotions - Bedingungen unterworfen haben. richt, daß si< Vigo ergeben hat, und die Majorenuitäts ig der Königin haben zu Coruña die lebhafteste Freude erregt,

G 5, 20, Nov. Der Waffenstillstand, welchen der Ge- neral Sanz qu Bitte des ersten Alkalden den Barcelonesern zu- lten auf 48 Stunden, die am folgenden Tage ufen, abgeschlossen worden. Der General- ewilligung dieser Waffenruhe zugleich erklärt, 1 elbe zu Ende gehen lasse, ohne zu einer Ueber einfunft gelang t se von feiner Wiederanknüpfung von Unter- yandlungen die Rede sein könne, und daß er in jenem Falle die Feind= jeligkeiten nur guf die Anzeige der unbedingten Unterwerfung einstellen werde. leßten Nachrichten aus Barcelona reichen bis zum 14ten und slnd durch das von Cadix kommende Dampfschiff „Villa de Ma- drid“ nah Marseille gebraht. Au diesem Tage war die Uebergabe von Barcelona nicht allein niht erfolgt, sondern der General Sanz

sfenstillstand abgelaufen, zu einem allge-

Capitain

il ito id a li b . O rujtete \< auc, da der Wa

meinen Angrisse gegen die Stadt, mit deren stärkerer Befestigung an taujend Arbeiter ununterbrochen beschäftigt waren. Die vorüberge- hende Bereitwilligkeit zum Kapituliren is dur< das Eintreffen der Nachricht von der Uebergabe von Gerona hervorgerufen worden. Iichtsdestoweniger wurden die vom Obersten Amettler mit dieser Nachricht nach Barcelona abgeschi>ten Boten in der Hauptstadt von Catalonien so übel aufgenommen, daß sogar ihr Leben durch die er- bitterten Jusurgenten bedroht gewesen zu sein sheint. Tausend Stim- men erklärten, daß es die Pflicht der Geronesen gewesen , lieber bis auf den leßten Mann umzukommen, als si< zu ergeben. Die Be- hörden von Barcelona waren indessen nicht derselben Meinung, wie die von thnen angefnüpften Unterhandlungen beweisen, deren Erfolg vermuthlich dur<h die Opposition des fangtisirteu großen Haufens vereitelt 1j.

u der Citadelle vou Figueras befinden sich gegenwärtig, unter dem Ober=Befehle des Obersten Amettler, 4000 Maun, welche ent-= shlossen stud, die Fahne der Central-Junta no< länger zu vertheidi- gen. Am 12ten stieß zu dem Obersten Amettler die Besaßung des Schlosses von Hostalrich, welche in der Capitulation von Gerona mit- begriffen ist, der man gleichfalls den freien Abzug nah Figueras ge- stattet hat. An demselben Tage wurde alles Zugvieh in Figueras und der Umgegend in Requisition geseßt, um Mundvorrath auf die Citadelle der genannten Stadt zu führen. Außer großen Vorräthen von Getraide, Reis u, st. w. sind auh 300 Stück Rindvieh auf die Citadelle gebracht, von welcher anerfannt wird, daß sie bei ihrer \tar- fen Vesabung nur durch Aushungerung erobert werden kann, Am l3ten erließ der Oberst Amettler eine Proclamation, in welcher er dem General Prim den Bruch der Capitulation vorwirft, weil er vor Ablauf der ausbedungeuen fünftägigen Frist über die Fluvia gegangen. „So wird denn“, fährt die Proclamation fort, „das Geschüß der Centralisten (Anhänger der Ceutral-Junta) von neuem donnern, so werden denn die Waffen der Centralisten von ueuem gegen diese undantbaren Söhne des Vaterlandes, gegen diese Feinde der Frei= heit geehrt werden, welche die geseßwidrige und usurpatorishe Re- gierung unterstüßen. National - Gardisten und Freiwillige, ihr habt mir bis jeßt m<ts zu wünschen übrig gelassen. Jhr habt eure edle Laufbahn in Gerona angefangen, und jeder Tag hat euch einen neuen Lorbeerzweig eingetragen. Jhr verlangtet nah uihts Anderem, als nah dem Kampfe, und das Feuer war euer Element. Wohlan denn, neues ¿Feuer und neue Kämpfe stehen eu<h bevor, und der Rubm wartet mit Ungeduld auf neue Helden, um ihre Stirnen zu bekränzen.“ Der Oberst Amettler fügt hinzu, daß Galicien in Flammen stehe, daß Saragossa sich vou neuem rege, und daß die centralistische Partei auch in Madrid eine drohende Haltung gegen die Regierung ange- nommen habe. An demselben Tage, wo diese Proclamation erlassen ivurde, zog sich Amettler mit allen seinen in Figueras und den benah= barten Dörfern liegenden Truppen in die Citadelle zurü>, Am fol=

Ta lten, rüd>te der General Prim mit 4000 Mann

rie Pferden in Figueras ein, das jeßt vermuthlich

] das Opfer eines neuen hartnä>igen Kampfes

werden wird. Cine von Figueras aus abgeschi>kte Abtheilung der Jusurgenten hat la Junquera beseßt und sucht sich daselbst zu befestigen.

Die telegraphische Depesche, welche die Unterwerfung von Vigo meldet, beweist die Grundlofigkeit einer vom Indicateur de Bor- deaux mitgetheilten Nachricht, der zufolge es dem General Jriarte gelungen sein sollte, sih wieder nach der genannten Stadt zu werfen.

Griechenland.

Athen, 6. Nov. (A. Z.) Der seitherige Königl, Gesandte in Pa- ris, Herr Kolettis, hatte am Tage nach seiner Ankunft die Ehre, dem König und der Königin sih vorzustellen, die, soviel wir erfahren ha= ben, ihn auf das freundlihste empfingen. Was bis jeßt über seine Gesinnungen verlautet, ist völlig beruhigend, Er scheint im Einklang mit Herrn Maurokordatos handeln zu wollen, und Beide sind sonach als dem König treu ergebene Männer zu betrachten, die ihren Ein- fluß dahin anwenden werden, dem constitutionellen Throne alle nöthi= gen Garantieen zu sichern, i

Die Mehrzahl der Deputirten is bereits hier angekommen, Das Vertrauen des Landes in König Otto und der Wunsch für eine mög- lichst monarchische Verfassung haben si< dur< die Wahlen bethätigt. König und Königin befinden sich wohl, zeigen sih oft und werden stets mit ungeheuchelter Achtung begrüßt. Sowohl in der Haupt-= stadt, als in den Provinzen, herrschte Orduung und Ruhe. Die öffentliche Meinung hat die Umtriebe einiger weniger Schwindler so entschieden niedergeschlagen, daß denselben feine Hoffnung mehr bleibt, den ruhigen Gang der National - Versammlung durch absurde Vor= schläge oder Gewaltmittel zu ören. Der Militair-Gouverneur, Oberst Kalergis, zeigt lobenswerthe Thätigkeit in Aufrechterhaltung der Ord= nung und wird darin von allen Offizieren der Garnison auf das be= reitwilligste unterstüßt, Jedes Ereigniß macht si< seine Geschichte selbt, und die Thatsachen allein haben Auspruh auf Glauben, Ju diesem richtigen Gefühl sheint heute die gesammte Garnisou die Verpflichtung zu begreifen, die während der Dauer der National= Versammlung auf ihr liegt, nämlich den König und die Abgeordneten des Volks während des gemeinschaftlichen, die höchsten Juteressen des Thrones und Landes betreffenden Werkes mit dem Schuße zu um= geben, den die Ruhe und Würde der Berathung verlangen.

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