1843 / 153 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

die Lese cinige Tage früher vorgenommen ivurde sind, aller Wahrschein- lichkeit nach, dadurch in Nachtheil gekommen. Jn Betreff der Quantität aber ist noch nie ein Jahr vorgekommen, wo der Ertrag geringer ausgefallen wärez einige wenige Ausnahmen einzelner Orte können hierbei gar nicht in Anschlag gebracht werden. Man hat nur ein Fünstheil des gewöhnlichen Ertrags erhalten, in einigen Lokalitäten sogar kaum ein Zehntheil. Doch sind die südlichen Gegenden einem Schlage entgangen, welcher die meisten anderen Wein erzeugenden Departements Frankreichs betroffen hat. Jn der Nacht vom 16. auf den 17. Oktober hatte sih ein so starker Frost ein- gestellt, daß es Eis von einigen Linien Die gab, wodurch die noch am Stocke befindlihhen Trauben, die noch ihre volle Reife nicht erlangt hatten, zu Grunde gingen. Der Norden, Westen und die mittleren Gegenden Frankreichs wurden fast ohne Ausnahme von diesem- Mißgeschick betroffen, und Reisende, welche durch die Departements des Loiret, Jndre und Loire,

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und Loire und Cher gckommen sind, die sonst 6 bedeutende Quanti- täten Weines produziren, sagen einstimmig aus, daß das diesjäh- rige Gewächs dasclbst faum trinkbar sein werde. Schon drei Tage nah dem schlimmen Froste waren dort die noch nicht völlig reifen Trauben vollkommen verfault. Auf die Wein - Course im Süden aber hat das Mißgeschick, welches die anderen Gegenden betroffen hat, natürlich gün- stig rücgewirkt. Die Produzenten stellen die Preise schon jezt weit höher, als bisher, und hoffen, daß sie noch mehr ín die Höhe gehen werden. Ein Jahr (1816) freilih, wo troß der kaum trinkbaren Beschaffenheit des Ge- wächses die Preise bis zu 500 und 600 Fr. stiegen, wird sobald nicht wie der fommen. Allerdings übt der shlimme Einfluß der Douanen-Tarife auf manche Produkte scine Rücwirkung aus, die aber im Süden auf dem Playe selb und namentlich für diese Qualität nicht von Bedeutung sein kann. Es scheint erwiesen, daß die Aerndte dieses Jahres nebst den noch vorhan-

nicht überschreiten, vielleicht niht einmal befriedigen werden. Wenn dessen- ungeachtet die Preise nicht noch höher gehen, als sie bereits sind, so kann | man dies nicht wohl einer anderen Ursache zuschreiben, als der immer kecker werdenden Betrügerei, welche durch künstlihe Fabrication von Weinen aller Art getrieben wird, und gegen welche alle bis jeßt von den Behörden an- gewandten Mittel zu ihrer Unterdrückung bis jeßt nicht ausgereicht haben, Hier und in Rouen sind in der lezten Zeit Hunderte von Fässern mit sol- chem Fabrikat weggenommen und ausgeschüttet worden, dessenungeachtet | dauert das Unwesen wegen des großen Gewinns, der damit verknüpft ist, | noch immer fort. Paris hatte dasselbe von sich ab und auf Rouen wälzen | wollen, Nouen aber behauptet, in der ganzen Sache ganz unschuldig zu scin, und die Weinfälscher hätten ihren Siß in der Hauptstadt allein z die Wahrheit ist, daß sie in beiden Städten gleich stark ihr Wesen treiben.

denen Vorräthen vom vorigen Jahre den Bedarf des inneren Verbrauchs

A Lr ine

Das Abonnement beträgt 2 thlr. für % Iahr. 4 Rthlr. - 5 Iahr. 8 Rihlr. - 1 Iahr. in allen Theiien der Monarchie ohne Preiscrh6öhung. Infertions-Gebühr für den Naum etner Dee des lla. 2 Sgr.

ÄAazeigers 2

eitung.

Bekanntmachungen.

[364 b] R U I U Ae | Auf den Antrag des verordneten Vollstreckers des Testaments des unlängst zu Gr. Zastrow verstorbenen Domainen - Pächters Johann Heinrich Wilken werden, unter Hinweisung auf die den Stralsundischen Zeitun- | gen in extenso inserirten Proklamen vom heutigen Tage, alle und jede, welche an die Verlassenschaft des | genannten Domainen - Pächters Wilken , in specie an | das Pachtreht au der Domaine Gr. Zastrow und an | das dortige Jnventarium, die Saaten und Aker-Ar- | beiten aus irgend einem Rechtsgrunde, namentlich auch | aus Erbrecht, Forderungen und Ansprüche machen zu fönnen vermeinen, zu deren Anmeldung und Beglau-

bigung in einem der folgenden Termine, als am 28, November oder am 19. Dezember d. J-, oder am 9. Januar 1844, Morgens 10 Uhr, vor dem Königl. Hofgericht , bei Strafe der am 30, Januar kft. J. zu erkennen den Präklusion, hiermit aufgefordert. Datum Greifswald, am 28. Oftober 1843, Königl. preuß, Hofgericht von Pommern und Rügen. (L. S.) V, Möller, Praeses,

Nothwendige Subhastation. Land- und Stadtgericht Wittenberg.

Die am rechten Elbufer bei Prühliß , 1 Meile von Wittenberg entfernt belegene, dem Papiermühlen-Besißer August Heerde zugehörige sogenanute rothe Mühle, welche in einer Papierfabrik nebs! Jnventarium, 1 Wohnhause, 4 Mahlmühlen- Gebäude, verschiedenen Seiten - Gebäuden, 1 Obstdarre, 1 Schuppen, Hof- raum und 2 Gärten, nebs| anderem Zubehör besteht, und auf 27,683 Thlr. 17 Sgr. 6 Pf. abgeschäßt ist, laut der in unserer Registratur oinzuschenden Taxe nebst Hypothekenscheinen, soll

am 13. März 1844, Vormittags 10 Uhr und Nachmittags 3 Uhr,

vor dem Deputirten, Herrn Ober-Landesgerichts-Refe- rendar Scheffler, an Land- und Stadtgerichtsstelle sub- hastirt werden.

[1531]

[1835] Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 14. Oktober 1843.

Das in der Rosengasse Nr. 33a belegene Ockonom Hamannsche Grundstü, gerichtlih abgeschäßt zu 6311 Thlr. 24 Sgr. 45 Pf., soll

am 24. Mai 1844, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden, Taxc und Hy- pothekenschein sind in der Negistratur einzusehen. Die unbekannten Real-Prätendenten, so wie der dem Aufenthalte nach unbekannte Real-Gläubiger, Zimmer- polier Johann Carl Friedrich Schulze, weiden hierdurch, und zwar Erstere unter der Warnung der Präklusion, öffentlich vorgeladen,

[2025] Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 17. November 1843. Das hierselbst in der Jägerstraße Nr. 58 belegene Huotsche Grundstück, gerichtlich abgeschäßt zu 7474 Thlr. 28 Sgr. 1 Pf., soll am 25. Juni 1844, Vormittags 11 nr, au der Gerichtsstelle subhastirt werden. Tare und Hy- pothekenschein sind in der Registratur einzuschen.

[2019] Die Herren Actionairs der neuen Berliner Hagel- A ssckuranz-Gesellschaft werden zu der Mittwoch 13, Dezember c., im Lokale der Anstalt, Behrenstr. 38, stattfindenden diesjährigen Geneceral- Versammlung ergebenst eingeladen, Die Verband- lungen beginnen um 105 Uhr Vormittags. Berlin, den 27. November 1843. Direction der neuen Berliner Hagel-Assekuranz-Gc- sellschaft.

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[2022 Uundieunc Ankündigung. Beiträge zur Pädagogik und Didaktik, mit besonderer Rücksicht auf das Volls- |

Schulwesen unddieSchullehrer-Praxis. | Herausgegeben von Gustav Adolph Noa, ?

Schullchrer zu Erlbach,

Unter diesem Titel wird der Verfasser, der in den beiden vorigen Jahrgängen der Sächsischen Schulzeitung abgedruckten, mit vielem Beifalle aufgenommenen „Bei träge zur Didaktik“ die Resultate seiner im Gebiete des Volks-Schulwesens und der Schullehrer-Praxis gemach- ten Erfahrungen dem pädagogischen Publikum , den wiederholt und zuleßt in Nr. 24 der erwähnten Zeit- {rift vom Jahre 1842 ausgesprochenen Aufforderungen zufolge, in mehreren Heften mittheilen,

Das erste Heft dieses Werkchens hat so eben die Presse verlassen und führt den besonderen Titel : Freimüthige Beleuchtung der Ursachen des unbefriedigenden Zustandes unseres Vol- kes in Ansehung seiner intellektuellen und

religiós-sittlihen Bildung.

Allen Lehrern und Erziehern, überhaupt allen denjeni- gen, die für Volksbildung sich interessiren und zu sorgen haben, zur Prüfung vorgelegt. 337 und X S. Preis geheftet 20 Ngr.

Chemniy und Schneeberg Verlag von B. F. Goed se. Dieses erste Heft enthält die der hohen Stände-Ver- sammlung im Monat März d. J. durch Herrn Ab- geordneten Oberländer überreichte, von derselben mit ungetheiltem Beifalle aufgenommenen und in Folge der gleichlautenden Beschlüsse der hohen Kammern (vergl, Landtags-Mittheilungen 11, Kammer, Nr. 51 und 71: I, Kammer, Nr. 41 und 47) an die hohe Staats- Regierung abgegebene Schrift. Diese Bemerkung wird genügen, um die freundliche Aufmerksamkeit des pâda- gogischen Publikums dieser Schrift zuzuwenden z indessen möge hier noch zu dem Behufe eine Anzeige des In-

halts derselben cinen Plah finden.

Einleitung: Beurtheilung bei gewöhnlichen Mei- nungen von dem Zustande unseres Volkes in Ansehung seiner intellektuellen und religiös-sittlihen Bildung. S. 3 bis 26.) 1. Abschnitt: Allgemeine Be- merkungen über die Ursachen des unbefriedigenden Zu- standes der intelleftuellen und religiös-sittlichen Bildung unseres Volkes, mit besonderer Nüfsicht auf die dar- über obwaltenden Meinungen. (S. 27 bis 97.) 2. Abschnitt: Spezielle Bemerkungen über die außer- halb der Schule liegenden Ursachen 2c. 1, (S. 98 bis 151.) 3. Abschnitt: Spezielle Bemerkungen über die im Bereiche der Elementar-Volksschule liegen den Ursachen 2c. 1c. (S. 152 bis 306.) A. Darstellung der Mängel und Uebelstände, welche sich in der Wirk- samkeit der Schule hinsichtlich der religiös-sittlichen Bil- dung der Jugend vorfinden, (S. 152 bis 228.) B. Darstellung der Mängel und Uebelstände, welche sich in der gegenwärtigen Unterrichtsweise in Elementar-Bolks- hulen vorfinden, insofern die intellekte Bildung der Jugend darunter leidet. (S. 228 bis 206. Allgemeine Bemerkungen: S. 228 bis 245. Spezielle, über die Behandlungsweise der einzelnen Gegenstände des Schul- unterrichts sich verbreitende Bemerkungen : S. 246 bis 306.) Beilage zum 3, Abschnitt: Einige Be- merkungen über die Ursachen der im Allgemeinen noch

unbefriedigenden Wirksamkeit der Elementar-Volks\schulen. (S. 308 bis 337.) In Berlin is das vorstehend genannte Werk vorräthig

zu finden in der Enslinschen Buch- handlung «6. wies Breite Str. Mr. 29.

2023 E 6 G r der Oropiusschen Buch- und

Kunsthandlung, Königl. Bauschule Nr. 12, is \o eben erschienen : Bx Ed über die politische Stellung der Stände, ihr Verhält- niß zu den Kreistags - Versammlungen, und dieser zu den Provinzial-Landtagen, gehalten auf dem Kreistage zu Templin am 8, Zuli 1843 von v, Holtendorff-Vietmannsdorf. 8 Pro, D Gar.

[2021] l a - Prachtwerke zu sehr herabgeschteun Preisen. Folgende Werke sollen, so weit der geringe Borrath reiht, zu folgenden ungewöhnlich billigen Preisen abgegeben werden, und würden sich dieselben vorzüglich als werthvolle Weihnachtsgeschenke eignen : O . T . x a N L Die römischen Katser

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E Geschichte des preulsS1- schen Staates und Volkes.

[2020] Stände bearbeitet, Fortgesehzt von Franz Kugler. Band 1V. Bom Frieden von Oliva bis zum Tode Fricdrich's U, (1660 1786.) ar, 8. Gt Ban) 25 Thlr.

Jn diesem vierten Bande der Heinelschen Geschichte legen wir dem Publikum zugleich den ersten der neucn Folge, der Neueren Geschichte des preußen Staates und Volkes von Franz Kugler, vor, Das Interesse, welches der Jnhalt dieses Bandes, nam lich die Darstellung Preußens in sciner Entwickelung als europäischer Staat von seinem ersten kräfti gen Austreten als solcher unter dem großen Kurfür- sten bis zu seiner Ehrfurcht gebietenden Stellung in den leßten Negierungsjahren des gr oßen Königs, an sich erregen muß, macht bei dem Rufe, welchen sich der Herr Professor Kugler als vaterländischer Geschichts- chreiber bereits erworben hat, eigenilih jede weitere Empfehlung überflüssig. Die Aufgabe aber, welche der Titel stellt, für alle Stände zu schreiben, hat de1 Herr Verfasser gewiß glücklich gelöst. Und wer, welches Standes er auch sei, wünscht nicht heute bei der allge- meiner gewordenen Theilnahme am Staatsleben, eine mit Vaterlandsliebe, Kenntniß und Urtheil geschriebene Darstellung unserer Geschichte zu besißen, damit cr 1 kenne, auf welche Weise das heutige Preußen sich all- máâlig entwickelt,

Da sh dieser erste Band der Kuglerschen Ge- schichte namentlich zu Weihnachts - Geschenken eignen dürfte, so haben wir eine Anzahl Exemplare in engli- sche Leinwand elegant kartonnircn lassen, und sind solche zu dem Preise von 25 Thlr, in allen Buchhandlungen zu haben.

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Duncker und Humblot.

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Publikum die Eröffnung seines neu ezbauten Gasthof?

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Schwerin, November 1843, C, Neudedcker.

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werden Demjenigen zugesichert, welcher mir zur Ent- deckung eines am 11ten d. M. beim Ausfladen gestohl nen Ballots, sig, L. L. No, 648., gewogen 40 P netto, mit eht mailänder glanzschwarzer _Fabrications- Organzin-Seide, Werth 355 Thlr., verhilst, daß ih wic- der zu dessen Besiß gelange.

Leipzig, den 21, November 1843. i O M Nen Neuer Kirchhof Nr, 9 im goldenen Weinfaß,

[407 b]

© eo

ZUYya t.

Amtlicher Theil.

Julaud. Berlin. Berichtigung in Betreff der poitsdamer Windmühle, Köln. Rundschreiben des Erzbischofs von Geissel. Kettig. Unglücks fall, Merseburg. Vereinigung mit Sachsen über Stempel- und Ge bühren-Pflichtigkeit kirchlicher Atteste.

Deutsche Bundesstaaten. Baden. Karlsruhe. Erste Sißung der | Î

Ber Q fj

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Grh. Hessen, Alzey. Verurtheilung eines Hamburg. Vürgermeister-Wahl. -

ch

zweiten Kammer. brechers. Freie Stadte, beck. Oesterreichische Note.

Hesterreichische Monarchie. Schwestern des deutschen Ordens.)

Frankreich, Paris. Bevorstehende Munizipalwahlen in Paris, in Algier. Frankreichs Handels - Verkehr im vorigen Jahre. mischtes. Schreiben aus Paris. (Sparkassen.)

Großbritauien und ÎJrland. London, Politische B Besuchs der Königin bei Sir Nobert Peel. Foitschritt nellschen Prozesses. Verwerfung des Antrages auf Ni desselben, Ungew!jjer Ausgang.

Belgien. Brüssel. Aufschub des Kriegs8-Budgets, eine Arbeiter-Petition, Protestation gegen den Kredit für Queen“.

Jtalien. Rom. Das Gerücht von dem Ausschciden des Staats-Sc- cretairs Lambruschini is ungegründet, Ankunft des preußischen Minister- Residenten, Neapel. |

Schreiben aus Wien,

ie( Del

J

ede des O’Con CDE

D cbatte

DIE

Kolonie Lampeduja. Spantieu. Par1s,

Einwohner werden cntwasffnet, Perpignan. Barcelona von Jnsurgenten geplündert. Bricfe aus Madrid. Corps vor der Königinz Minister - Krisis.) und Paris, bringt kein Ministerium zu Stande; Namenstag der Königin, Nähea res über die Capitulation von Barcelona z Figueras.) |

Negypten. Schreibeu aus Alexandrien. (Empfang des französischen General-Konsuls; Achmed Pascha +4.) : /

Gifsenbahuen. Schreiben aus Hannover, (Eröffnung der Bahn bis Jelgte.) Brüssel. Privat-Anerbieten zur Ubernahme des Waaren

_transports auf den Eisenbahnen,

Handels- und Börsen-Nachrichten. Berlin, Breslau, Magde burg, Koln, Sf, Petersbur MarliveriGt Paris, Börse, London, Getraidemarkt, Amsterdam. Börsen- und Marktbericht,

(Geppert: „Ueber die Aufführung der Medea des

Königl, Schauspielhaus. Schwerin. Kücken's Ernennung zum Hof

Furipides zu Athen.) Komponisten,

Beilage, Deutsche

Bundes8ftaatem. Bayern.

Corbinians-Fest, Walzmühle, Brod-Untersuchung. S Einführung der barmherzigen Brüder. Baden. Baden, bau in Rastatt. Frankreich. Briefe aus Paris.

und Englands Juteresse auf Tahiti. Díe Handels-Kammer von Bor- deaur und die Zucker -Frage.) Türkei. Konstantinopel. Die Anklagen wegen Apostasie, Gotteslästcrung u. s. w. sollen künftig vor dem Tribunal des Musfti verhandelt werden. Ernennungen, Dofktor- Promvotionen. La Plata - Staaten. Schreiben aus Paris, (Neueste Nachrichten von dem Stande der Belagerung von Montcvideo.)

Festungs

Antonio Lopez de Santana. Handels- und Börsen - Nachrichten. Schreiben aus Triest. (Zur Ch fieristif des gegenwärtigen Standes des dortigen Handels ;

ara (it Ostindien z Monte civicoz L ampfschifffahrt; Lloyd.)

Amtlicher Theil.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht :

Dem evangelischen Pfarrer Schreiner in Wischwill, Regie rungs-Bezirk Gumbinnen, und dem Kanal=Juspektor Veltmann zu Münster den Rothen Adler-Orden vierter Klassez dem Gerichts- und Polizei-Schulzen Otte zu Groß-=Waldihß, im Kreise Löwenberg, das Allgemeine Ehrenzeichen; so wie dem Schäferkneht Kiefel aus Groß- Wandriß die Rettungs-Medaille mit dem Bande zu verleihen ;

Den Intendantur - Assessor von Kem pski bei der Jnteudantur bten Armee= Corps zum Militair = Jntendantur - Rath zu ernen und Dem Ne h ba ch

Des

nen; Montirungs-Depot-Rendanten, Premier-Lieutenant a. D. zu Graudenz, den Charakter als Kriegsrath zu verleihen.

Dem Orgelbauer Konrad Nießen zu Köln i unter dem 27, November 1843 ein Patent

ai d

(Jnfstitut der

utung des rschlagung

über „Britisl

Geheime Sendung des Fürsten di Carini, Palermo, Ungewitter, Die Klasse der Schisser und Fischer. Dis

Telegraphische Nachrichten aus Spanien: Barceä lona kapitulirt und wird von den Truppen der Königin beseßt; dis deit (Das diplomatischê (Olozagd

München. iraubing.

(Frankreichs

Berlin,

D

Donnersfsiag den S(fu

auf eine durch Zeichnung und Beschreibung für neu und eigenthümlih erachtete me

| zur Bewegung der Registerzüge an Orgeln,

| auf aht Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und

| der Monarchie ertheilt worden.

ichtun

A v gereist: Der Ober

N. No

Präsident

F Vi

Stettin.

Uichtamtlicher Theil. ZJulauD.

| 32 (72 c) N Dre Gn Ee 6 , Í Í | Berlin, 29. Nov. Se. Majestät der König haben Allergnä

| Kriegs=Denkmünze zu gestatten.

_ Verlín, 29. Nov. Die aus einem Berliner Urtikel in der diesjährigen Breslauer Zeitung Nr. 253 mitge

O) ai A S . 3 . S 44 7 «lbleistung desselben auf den Kurhut vorgeschrieben sei, um dessen Be

P I Í te Y‘

A

Könige eingelöst worden ist. D 3 Lohn a 2 In L s f G; : A E der gewöhnliche Lehns-Eid abgenommen, worin von einer Heerecéfolge mcht die Rede gewesen und zu dessen Leistung es keines Kurhuts bedurfte. ,

Köln, 26. Nov. Das heutige D

ODechauten, Pfarrer und sämmtliche Geistliche der Erzdiözese Köln mit:

Ein Jahr ist jeßt verslossen, sciidem ih dem ersten Steine zum Vol- | lendungsbaue unserer Metropolitan-Domkirche, in Gegenwart unseres Königs | Majestät und vieler höchsten und hohen Personen und im Beisein ansehn- eile

licher Depuiationen aus allen Gegenden Deutschlands, die kirchliche

DD

Korre)pondenz-

[chassung das Kammergericht sih gegenwärtig in Verlegenheit befinde, gehört zu den gehaltlosen Erfindungen eines müßigen Korrespondenten. __Die Wahrheit ist, daß die Windmühle auf den Antrag der Gläubiger zum öffentlichen Verkauf gebracht, von der Seehandlung erstanden und zu deren Erhaltung demnächst von Sr. Majestät dem ¡je Mühle is zu Lehn verlichen und

a O l as heuti omblatt theilt folgendes Rundschreiben des Herrn Erzbischofs Johannes von Geissel an die

ta nt ofort nagetmwielene,

4

| digst geruht: dem Schneidermeister Meyer in Garz guf Rügen die | Anlegung der ihm verliehenen Großherzoglih mecklenburg=\{chwerin\che!

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theilte Nachricht, daß dem Besißer der berühmten Windmühle bei Sans}oucti ein jeine Heerfolge genau bezeihnender Lehus=-Cid und die

erthcilie und den göttlichen Beisiand für das großartige Unternehmen anu-

flehte.

\

I

| A T 1

Der Herr aber hat das zu sciner Ehre begonnene Werk gesegnet;

denn was seitdem für den Weiterbau geschehen ist, hat die durch jene Fest-

feier hervorgerufenen kühnsten Hoffnungen erfüllt. 1: Tel DET | des hehren Tempels sind entfernt; auf den fast überall vollendeten Funda | menten erheben sih die aufsteigeuden Mauern in den reichsten Stein- Ver j

| reiliher Menge vorhandenen Baumaterialien zu dem Weiterbaue vorzuberei | ten, Und alles das, was bisher ausgeführt worden, verdanken wir, nädi Gott der landesväterlichen großmüthigen Huld unseres Königs Majestät und jener Vereinigung edler Männer, welche der Herr begeisterte für die Aus- führung eines Werkes, an dessen mögliche Vollendung auch nur zu denken | ein halbes Jahrtausend nicht gewagt hatte. Dieser Verein hat in kurzer | Zeit seine Wirksamkeit fast auf ganz Deutschland ausgedehnt ‘und thätige Theilnahme an dem Niesen - Unternehmen bei Allen, welche die deutsche Zunge sprechen, auch in den entferntesten Ländern hervorgerufen. Als Er- der Filial Vereine segensvollen Wirksamkeit im ersten Summe von 56,000 Thalern zur Ausführung zur Mithülfe am Fortbaue des nördlichen Solche Erfolge, so wie die erfreulihe Weise,

| gebniß seiner und

Jahre is mir bereits eine nördlichen Portals und Thurmes übergeben worden.

des in der sie erzielt worden, berechtigen zu den s{önsten Hoffnungen, Unser Ver- trauen auf die Zukunft steht daher auch fes, Wir bauen unter dem sicht baren Segen Gottes. ; E Es den Bestrebungen sür die große Sache habe ich seither mit Wohlgefallen auch jene des hochwürdigen Diözesan - Klerus des Erzstifts wahrgenommen und mit lebhafter Freude bemerkt, mit wel reger Theil nahme der größte Theil desselben bereits unaufgefordert und aus persönli- chem Antriebe die Verbreitung des Dombau-Vereins sich angelegen sein ließ und mit thätigem Eifer zu dem glänzenden Erfolge seines Wirkens beitrug. Zn vielen Dekanaten hat die hochwürdige Diözesan - Geistlichkeit besondere | Dekanats-Filial-Vereine unter sih gebildet oder sich doch mit an die Spite | der entstandenen Vereine gestellt. Auch in den meisten anderen Dekanaten war sie die kräftigste Stüße dieser Vereine, selbst wenn sie von der Leitung derselben sich zurückzuhalten und noch warten zu müssen glaubte, bis | oberhirtliche Stelle über das Beginnen in amtlicher Weise sich ausspreche. Dazu ist nun der Zeitpunkt gekommen, und ich finde mich jetzt gedrungen,

die

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zierungen, und eine große Anzahl kunstfertiger Arbeiter ist beschäftigt, die in g stigt, die it

T ühn fnu: i Ueber Erwarten is be- Bau vorangeschritten: die Nothdächer und fremdartigen Anbauten

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Alle Post-Anstalten des In- und Auslandes nehmen Sestellung auf dieses Slatt an, für Serlin die Expedition der Allg. Preufss. : Zeitung : Fricdrichsstrasse Ur. 72.

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it fic bisher aus Antrieb des eigenen Herzens sich aufgefordert fühlte, m Aufruse dringend zu empfehlen, Jch ermahne daher nicht allei yocywuüdigen Psarr-Klerus, die untergebenen Gläubigen in jeder geeigneten Weise, durch Belehren und Zureden in Kirhe, Schule und Haus, zu immer zahlreicherem Anschlusse an die Dombau-Vereine zu gewinnen und namentlich die Vereins - Vorstände bei dem Einsammeln der Beiträge auf desfallsiges Ersuchen bereitwillig zu begleiten, sondern ih ermuntere auch gesammte Geistlichkeit der verschiedenen Dekanate, sich da, wo noch keine , in Filial-Vereine unter sih zu verbinden und das heilige

men nach Kräften zu fördern. Das große Werk verlangt große die nur in dex gemeinsamen Beisteuer Aller möglich werden. Es sind “auch Alle zu ciner solchen Beisteuer berufen. Was das älterliche Haus sur die Familie, was die Pfarrkirche für die Pfarrgenossen , das ift die Kirche, deren Bau wir vollenden wollen, für alle Gläubigen der kölnischen »1zdiozese, Sie is unseres ganzen Sprengels gemeinsame Mutterkirche.

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16 Jeder Viozesan betrachte daher die Angelegenheit des Dombau-Vereins als seine eigene, und es sei fortan kein Geistlicher im Umkreise der Erzdiözese,

nicht Mitglied des Dombau-Vereins wäre. Auch hat ganz Deutsch-

| uns helfend zur Seite steht, seine Augen auf uns gerichtet. gilt jebt der Ehre der fölnischen Diözese, es gilt der Ehre des fölnischen 1 hege die eben so feste als freudige Zuversicht, daß dieser in sicht ausgezeichnete Diözesan-Klerus auch hierin sich seiner selbst

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werde,

L A N r C B L, c: Pf Nov. Die 3 Verschütteten sind glücklich aus dem ein Vbersteiger aus Mayen dirigirte die

Borsichtige ärztliche Berathung ordnete

Stollen hervorgezogen ; wohl gelungene Rettung.

sogleich ihre Diät.

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__ Merseburg, 25. Nov. (Am tsbl.) Um die Zweifel zu be- seitigen, wie es in Ansehung derjenigen Parochieen, welche durch den Gränzzug zwischen dem Königl, preußischen und dem Königl. sächsi= schen Gebiete getheilt worden sind, und in denen das durch diese Theilung herbeigeführte gemischte kirchliche Verhältniß zur Zeit noch fortbesteht, hinsichtlich solcher Kirchen = Atteste, die von dem Pfarrer des cinen Staats für die bei ihm eingepfarrten Parochianen des anderen Staates zu deren Privatgebrauche ausgestellt werden, 1) mit der Verwendung des Stempels und 2) mit den Ausfertigungs - Ge= bühren zu halten sei, haben sich die beiderseitigen Regierungen dahin geeinigt, daß ad 1 hinsichtlih der Stempelpflichtigkeit solcher Kirchen- Atteste die Gesetze des Staates, welchem derjenige, welcher ein Zeugniß verlangt, als Unterthan angehört, zur Norm dienen sollen und ad 2 hinsichtlich der von den kirchlichen Zeugnissen zu erhebenden Gebühren es bei den in den beiderseitigen Staaten diesfalls bestehenden Obser= vanzen lediglich sein Bewenden haben foll. Jn Folge dieser Vereini- gung sind die Geistlichen im Königreich Sachsen, welche dur dieselbe berührt werden, durch das Königl. sächsishe Ministerium des Kultus und des öffentlichen Unterrichts mit einer Anweisung versehen worden, dic das heutige Amtsblatt mittheilt. ;

Ausland. Deutsche Bundesstaaten.

__ Baden. Karlsruhe, 24. Nov. Die hiesige Zeitung er- stattet folgenden Bericht über die erste öffentlihe Sißung der zwei= ten Kammer der Stände = Versammlung. Vorsiß des Alters-Präsi- denten von Jbstein. Auf der Bank der Regierung befindet sich der Präsident ‘des Ministeriums des Jnnern, Freiherr von Rüdt. Der Alters-Präsident von Jbstein nahm Wort und äußerte sich folgendermaßen : ;

,, Als Alters-“

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: l rS-Prajident der Kammer erkläre ich die erste Sißung der- selben für eröffnet. Sie aber, verehrte Kollegen , versammelt in diesem Saale durch den gleichen Auftrag, durch die gleichen Pflichten für das all- gemeine Wohl, heiße ih alle, alle willkommen zu den gemeinschaftlichen Arbeiten, Das erste Geschäft, das uns vorliegt , besteht in der Prüfung der Wahlen, Jch bitte Sie, dieselbe mit Eifer, aber auch mit Umsicht und Ernst und ohne Rüsicht auf die betreffenden Personen, vorzunehmen. Daß die Kammer dabei jene würdevolle Haltung , die die badische Kammer noch nie vergessen hat, abermals bewähren wird, dessen darf ich gewiß sein Lassen Sie sich, verehrte Herren, nicht abschrecken von der sorgfältigen Prü- fung der Wahlen durch eine früher oft vernommene, oft gelesene und auch in neuerer Zeit in öffentlichen Blättern aufgetauhte Sprache daß die vorige Kammer zu viele Zeit auf die Prüfung der Wahlen verwendet und dadurch das Volk bis zur Ungeduld “ermüdet habe ist diese Sprache entweder aus einer irrigen Ansicht entstanden

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Königliches Schauspielhaus. Geppert: „Ueber die Aufführung der Medea des Euripides zu Athen.“ S _ Während Cunipides mit der „Medea“ zu Athen durchgefallen uud diejes Stück daselbst bei seinen Lebzeiten schwerlich zum zweitenmal gegeben worden 1 (er bat ein gleiches Schicksal öfter gehabt und während ciner funfzigjährigen dramatischen Laufbahn bei einer Anzahl von 120 Stücken nux viermal gesiegt oder vielmehr über die ihm bereiteten Kabalen und seine poli tischen und literarischen Gegner die Oberhand behalten), feiert dicse Tragödie, welche nunmehr netto 2274 Jahre alt ist, indem sie 431 v, Chr. zum ersten-

“male über die Bretter schritt, zu Berlin 1843 noch immer Triumphe, macht

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fortwährend volle Häuser (auch am 27. November wohnte ein zahlreiches Publikum ihrer Wiederholung mit kunstreligiöser Erbauung bei) und wird sowohl von Laien gern gesehen, als von Gelehrten mit kritischem Forscher auge beobachtet und besprochen, Jn leyterer Beziehung wollen wir bei dieser Gelegenheit auf eine von Dr. C, E. Geppert, Privatdocenten an der berliner Universität, zu Leipzig bei Weigel unter dem Titel: „Ueber die Auf- führung der Medea des Euripides zu Athen im ersten Jahre der 87sten Olympiade‘“ eben erschienene Abhandlung (25 Seiten) aufmerksam machen, welche zuerst im wissenschaftlichen Kunst - Verein zu Berlin vorgetragen und seitdem, bei dem Junteresse, das sie erregte, auh dem größeren Publifum durch den Druck zugänglich gemacht wurde. Vom Standpunkt des Alter thumsforschers aus giebt der Verf, dieser Broschüre manche interessante und einige ncue Aufschlüsse über die in Rede stehende Tragödie und über grie- chisches Theaterwesen überhaupt, unter dem Versprechen, die nux als Nesul- late mitgetheilten Ansichten in einem eigenen, demnächst erscheinenden Buche: „Ueber die altgriechische Bühne“ eines Näheren und unter Angabe der Quellen erörtern zu wollen.

Zuvörderst is die Nachweisung von Interesse, wie und wodurch Euripides dazu gekommen, daß er eine ältere, von ihm verfaßte „Medea“ umgearxbeitet und sie in diejenige Gestalt gebracht hat, worin wix diese Tra-

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gödie noch heute besißen. Hiermit hat es, nah den Angaben Geppert's folgende eigene Bewandtniß: - j / ¡Zu Korinth“ (erzählt er) „wo der Schauplahß der Handlung is, gab es cine alte Sage, welche von dem Streit zweier Götter um den Besitz des Isthmus erzählte. Helios, der Sonnengott, und Poseidon, der Beherrscher des Meeres, machten beide Anspruch darauf. Man kam, da man sich nicht vereinigen konnte, überein, sich dem Ausspruch des hundertarmigen Briareus zu unterwerfen, und dieser gab dem Poseidon dic Landeage , dem Helios jenen Felsen, auf dem späterhin die Burg von Korinth erbaut wurde. Helios erzeugte hier mit Antiope zwei Söhne, den Acctes und Bunos, von denen der erstere durch das Orafel den Auftrag erhielt, im fernen Kolchi eine Stadt zu gründen, doch follte deshalb seinen Nachkommen der Besitz ihres väterlichen Crbes in Griechenland erhalten bleiben , denn Bunos der jüngere Bruder des Acetes, blieb zurück, um es im Namen seiner Familie zu behaupten. Um diese Zeit unternahmen die Argonauten ihre berühmte Fahrt nach Kolchi, Jason brachte von dem Könige Acctes nicht nur das gol- dene Vlicß zurü, sondern an sciner Seite erschien auß Medea, die Toch- ter des Acetes, in Griechenland und nahm für ihre Kinder, die Nachkom- men des Sonnengottes, die Herrschaft von Korinth in Anspruch. Hier hat ten sih die Dinge freilich geändert. Bunos war gestorben, und Kreon befand sih im Besiße der Macht. Medea versuchte es vergeblich, ihm die- selbe zu entreißen, da die einzige Stüße, die sie bis dahin durch alle Jrr- sale ihres stürmischen Lebens getragen hatte, das Herz ihres Gatten, ihr entfremdet wurde. Jason bewarb sich nämlich um die Hand der Glauka der Tochter des Usurpators, und Medea, gleih s{chmerzlich um ihr Recht wie um ihre Liebe betrogen, faßte cinen verzweifelten Entschluß. Sie brach bei Nacht in die Wohnung der Neuvermählten, zündete diese mit einer Wurzel an, deren magische Kraft darin bestand, daß Niemand den Brand löschen konnte, den sie hervorgebracht hatte, und floh dann auf immer aus dem angestammten Reich ihrer Väter. Kreon und seine Tochter witrden das Opfer dieses Beginnens, Sie starben den Flammentod , doch auch

M ah s li ol A f F io 5 os Jy 2 e , E e Der al L Lt E 1 ipel der L Lx (2 ° DeschuBerin, geborgen, weil sie diesel ben an dieser heiligen Stelle sicher glaubte. Die Korinther rissen die Un mundigen vom Altar der GBöttin und steinigten fie. Als aber der Zorn der Götter das Land für diesen Frevel traf, stifieten die Korintber auf den Befehl des Orakels ein Trauerfest, an dem sie ihren Kindern die Haare verkürzten, ihnen Trauerkleider anlegten und die Himmlischen durch jährliche wiederholte Sühnopfer zu besänftigen suchten eine Feier , die sich bis zur Zerstörung Korinths durch die Römer in ungekräuktem Ansehen Y bal Ie D ; 5 i __ Dies war der Jnhalt jener Sage und war auch vermuthlich der einer früheren Medea unseres Dichters. Daher stammen, wie es scheint selbst noch die Schlußworte in unserem Drama, in denen Medea den Korinihern die Slislung jenes Trauerfestes zur Sühne für den ruclosen Mord der Kinder anbefiehlt, daher auch wahrscheinlich jene Weissagung in Bezu df das unglückliche Ende des Jason, Worte, die sich, wie schon MuC a Tan bemerkte, sehr viel besser im Munde eine beleidigten Göttin audtébinin würden, ivie in dem einer flüchtigen Zauberin, mancher anderer Andeutun- A ellel Sa die eine völlige Umarbeitung unseres Stückes außer On man sich nun dies Drama, wie es so eben ín seinen Grund zügen entworfen ist, mit der lebendigen Charakteristik, der \{önen und ge- dankenvollen Sprache und anderen Vorzügen ausgestaitet, die Alles aus- zeichnen, was aus der Hand unseres Dichters bervorgegangen if, so läßt sich leicht erachten, welhen Eindruck es auf Athen, ja auf ganz Griechen- land, gemacht haben muß. Wenn cs schon nicht den Sieg errang denn sonst würde es der Dichter nicht umgearbeitet haben so gefiel es doch schon durch den gefeierten Namen des Euripides ohne Zweifel überall, ausgenommen da, wo die Handlung war, in Korinth. Den Korinthern war es gar nicht angenehm, daß man ihnen diese alte, halbvergessene Mord- geschichte ins Gedächtniß zurückriefz daß sie nun auch noch überall in Ver-