1843 / 166 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

die Stelle eincs Oberst-Burggrafen, welcher Gouver- Regierung und zugleich Präfider nicht wieder beseßt werden, indem den Ständen Präsidenten selbst zu wählen, dessen Bestätigung Majestät erbeten werden muß. erhält einen abgesonderten Pr

währen wird; neur der Landes- wird in dieser Art gestattet wird,

1t der Stände war,

Die Landes-Regierung äsidenten, der ohne Beziehungen unter der oberen Leitung des Erzherzogs Stephan os die Geschäfte der politishen Administration as Gerücht als sei der fürzlih zum Vice=Präsi= Graf Salm hierzu berufen

zu den Ständen, als Gouverneur, bl besorgen wird. denten des hiesigen Guberniums ernannte worden, hat sih, wie vorauszusehen war, nicht bestätigt, und es soll diese Stelle erst später beseßt werden.

Die Hof-Kanzlei hat wegen besserer Erhaltung der Aerarial Straßen dem hiesigen Gubernium neuere Weisungen ertheilt, dabei die Ansicht aussprehend, daß wohl V über diesen Gegenstand zur Genüge erlassen seien, daß dies aber nicht hinreichend, und es vielmehr die ungleih wichtigere, entscheidende Aufgabe bleibe, die genaue Besolgung dieser Vorschriften zu erlangen. Zu diesem Zwecke sci der Provinzial-Bau-Direction die strengste Ueber= wachung des Straßenbau-Personals einzuschärfen, um von jedem Ge- brechen einer Straße sogleih Kenntniß zu erhalten, und zu rechter Zeit, ehe noch das Uebel um sich gegriffen hat, Als verläßliche Kontrolle dieser Verpflichtung des Straßen und der Post-Administration Um den gesteigerten Anforde=-

orschriften und Justructionen

Abhülfe zu schaffen.

Kreis-Aemtern ie nöthigen Weisungen zu er:heilen. rungen des Verkehrs im Spät= und Frühjahre zur Zeit der meisten BVerschlechterung der Wege zu genügen, sei f nah den Witterungs-Verhältnissen besonders zu sorgen, und müssen für diese Zeiten die Straßen-Beamten zur verdoppelte1 angehalten werden,

ür diese bciden Perioden

Fn E L Vorgestern kam der König in Begleitung der von Nemours, seines Secretairs und mehrerer Adjutanten und Ordonnanz =Offiziere von St. Cloud in den albe Stunde später sah man shäftsträger, die Königin Marie Ch Gesandtschaften attachirte Personen im Schlosse ankommen. den Konferenzen zwischen dem Könige und diejen verschiedenen Per= waren die Minister unter dem Vorsiße des Conseil versammelt, welchem der Herzog von Es scheinen wichtige Fragen verhandelt worden zu sein, denn die Mi= nister des Junern und der auswärtigen Angelegenheiten hatten Cou riere in Bereitschaft, welche gleich nah beendigtem Conseil abgefertigt

Paris, 7% De Kömgin, des Herz

den spanischen Ge= istine und verschiedene bet den

Königs in einem Nemours beiwohnte.

Gestern wurden dem Könige von dem Conseils-Präsidenten Mar= {all Soult in dem Tuilericenschlosse die Fahnen überreicht, welche in den legten Gefechten mit den Truppen Abd el Kader's erbeutet worden, namentlich die drei, welche in dem Gefechte, in welchem Sidi Em-Bareck gefallen, weggenommen wurden. General Aymar brachte sodann in einem Hofwagen diese Fahnen auf Befehl des Königs nach dem Hotel der Jnvaliden.

Das Journal La Nation spricht von einem „Comité des ge= meinen Rechts“, das sich vor zwei Jah teaubriand's gebildet habe, und woran die bedeutendsten Männer der Linken und der Rechten Theil nähmen. mité's sei vor geraumer Zeit beschlossen worden, ein den gemeinsamen Grundsäßen entsprechendes Journal zu gründen, und man habe sich den Titel La Nation Journals sei, eine wahre Reyräsentation Frankreichs durch das allge= meine Wahlrecht zu erlangen,

Herr Guizot soll dieser Tage von Lord Cowley die Versicherung erhalten haben, daß, wenn die legitimistischen Umtriebe einen ernstliheren Charakter annähmen, der Herzog von Bordeaux aufgefordert werden würde, England

Das Siècle gesteht zu, daß, wenn es mit der A Débats, daß der Herzog von Bordeaux im Bei genannt worden, ihre Deputirten-CEides vor=

en unter dem Vorsiße Cha=

Jn einer Sihung dieses Co

Der Zweck dieses

zu verlassen.

Journal des sein französisher Deputirten feierlihst König Richtigkeit habe, allerdings eine Verleßung des e. Der Constitutionnel dagegen meint, es handle sich hier und der Eid der Legitimisten sci ihre

nur um eine Gewissensfrage, ihr Interpellation in

Als Gegenwirkung könne nur von einer n, worauf jene Herren antworten könnten, Derselben Meinung is auch der Nation l und darüber Dié France isfussion ihrer Par-=

der Kammer die Rede fei wenn es ihnen beliebte.

welcher behauptet, es liege höchstens ein Verstoß vor, fönne nur von der Tribüne aus entschieden werden.

daß eine solhe parlamentarische T il dieselbe Vieles zur Spra Die Quotidienne geht noch weiter und meint, Lasse sih die Ma- die dret Deputirten haben; weise fie dieselbe

versichert nun, tei höchst wünschenswerth sei, we gen werde. fragliche Diskussion müsse der Regierung schaden. orität der Kammer auf die Beschwerde gege: ein, so könne sie doch denselben nichts an / zurü, so sei dies cine Niederlage für die Regierung. Die Ga zette de France äußert sich erfreut über die Drohungen der mi= legitimistischen dem Herzoge von Bordeaux in London den Hos wünscht, daß sich darüber eine gründliche Diskussion in der tirten - Kammer entspinuen möge, weil sie hofft, es werde bei dieser Gelegenheit auch die Frage über die

Deputirten,

‘ouverainetät ofen zur Die Quotidienne berichtet, daß sich in Paris unter den Arbeitern Deputationen organisiren, und daß sie Reprä= sentanten wählen, um Kollekten zu veranstalten, damit jene nac don reisen und dem Herzog von Bordeaux ihre Huldigung darbringen

Sprache kommen.

Jn der Gazette des Tribunaux wird berichtet : „Ein AdÆ# vofat am Königl. Gerichtshofe verlangte unlängst, daß ein Prozeß wegen des Aufenthalts einer der beiden Parteien in Algier, um sieben ® Monate hinausgeschoben werden solle.“ hierauf gegen den Staats - Anwalt: „Ju 4 Tagen is man in Algier ® und wieder zurück, und es ist unangenehm, wegen dieses kurzen Ver- zuges eine wichtige Sache um 6 bis 7 Monate zu verzögern (was i der Domizilirung der Parteien in den Kolo= Es wäre gut, we nndie Regierung davon in Kennt- Algerien doch demnächst ein französisches ten deshalb Maßnahmen zu treffen sein,“

Der Präsident bemerkte

das Geseh allerdings bei der nieen gestattet). ( niß geseßt würde Departement wird, \o diif

H Paris, 7. Dez. stadt ein langes Schreib theilt. Mcn kennt die Ansicht des man weiß, daß er ein entschiede genden Ringmauer is , daß er aber die Auß die Vertheidigung und als gefährli / gigkeit der Bewohner von Paris, zu bemerken, daß die zusammenhängende Sni detaschirten D ult rein militair trachtet, zu den entgegengeseßtesten Urtheilen Anlaß gegeben ( die ausgezeihnetsten Generale sich über den e E E Werke nicht haben einigen können. F Punkte nicht aufhalten, sondern nur ein Wort über die detaschirten K Forts sagen , insofern die Gegner derselben sie als ein Mittel, die

Herr Arago hat den Journalen der Haupt= efestigung von Paris mitge- über diesen Punkt; ger der zusammenhän= als unnüß für heit und Unabhän= Es ist überflüssig, hier Ringmauer eben sowohl ischem Gesichtspunkte be=

en über die B

Herrn Arago ner Vertheidi

ch für die Freiheit

Wir wollen uns guch bei diesem

9958

Hauptstadt im Zaume zu halten, betrachten, wie es auch Herr Arago |

in seinem ersten Schreiben gethan,

Um si der detaschirten Forts gegen die pariser Bevölkerung zu bedienen, müßte man ein ernstes Ereigniß vorausseßzen, das unter den gegenwärtigen Umständen nicht vorauszusehen is. Nicht wegen einer Emeute würde man Bomben in die Mitte von Paris \chleudern, denn mit den gegenwärtig in allen Stadttheilen vorhandenen bewaffneten Wachthäusern, mit der Nationalgarde und den Linientruppen sind die Emeuten unmöglich geworden, und die geringste Bewegung in den Straßen kann augenblicklich unterdrückt werden. Man weiß gegen- wärtig, wie man die Errichtung von Barrikaden verhindert und wie man die bereits vorhandenen erobert und zerstört. Mit einem Worte, die Emeuten, wie sie seit 1830 vorgekommen sind, können mit den in der Hauptstadt selbst vorhandenen Mitteln besiegt werden. Wollte man sich der in den detaschirten Forts aufgchäuften Projektilien ge= gen die Insurrection bedienen, so würde man dadurch die Ruhestörer mehr unterstüßen, als sie bekämpfen. Jun der That, die Emeute- macher, welhe wir seit der Juli-Revolution schen, haben nichts zu verlieren, und die Kugeln, welche man guf sie abshösse, würden zu crst die Läden und Wohnungen der National-Gardisten zerstören, also eben derjenigen, die beauftragt sind, die Ordnung aufrecht zu erhal ten, und die bisher immer die Emeute unterdrückt haben. Man würde daher gerade diejenigen, die der gegenwärtigen Dynastie am meisten ergeben sind, in ihrer Person und in ihrem Eigenthum be fämpfenz denn wenn man Bomben auf Paris s{leudert, so wird man doch wahrlih niht Freund von Feind unterscheiden können, und die Kokarde dürfte fchwerlich Jemanden schüßen. Somit vermögen die detaschirten Forts nichts gegen die Emeute. :

Gehen wir jeßt zu einer anderen Hypothse über und nehmen wir eine Revolution an, d. h. eine allgemeine Erhebung, wo der größte Theil der Bevölkerung, und folglich die National-Garde selbst, der gegenwärtigen Regierung in offener Feindseligkeit gegenüber= träte. Um ein solches Ereigniß herbeizuführen, bedürfte es nothwen-= dig ganz außerordentlicher Ursachen, und es is \{chwer anzunehmen, daß nah den Erfahrungen, die wir seit funfzig Jahren gemacht haben, die Regierung, z. B. durch Verleßung der Charte, der Be- völkerung feindlih gegenübertreten werde. Verfolgen wir indeß diese Hyvpotbese und nehmen wir für einen Augenblick an, daß zu Paris cine allgemeine, von der National-Garde unterstüßte Erhebung zum Um sturze der Regierung stattfinde. Jn diesem Falle würde man, nach der Meinung der Gegner der detachirten Forts, die Hauptstadt als eine feindliche Stadt behandeln und sie durch das Feuer der Artillerie

zerstören. Man muß hier bemerken, daß seit dreizehn Jah ren namentlich die National - Garde die Regierung unker: stüßt und befestigt hatz ohne ihren Beistand würde sie nicht sechs Monate bestchen, und von dem Tage an, wo die Gewalt keine anderen Hülfsmittel mehr hätte, als die detaschirten Forts, wäre ihre Existenz höchst problematish. Auf der anderen Seite darf man nicht vergessen, daß die Armee bei den Emeuten nux dann von unbestreitbarem Nutzen gewesen ist, wenn sie mit der Na-= tional-Garde vereinigt war. Js es denn aber gewiß, daß bet einer Revolution die Armee sih gegen die National -= Garde schlagen und daß die in den detaschirten Forts befindlichen Truppen bereit jen würden, die Hauptstadt zu beschießen? Das ist sehr zweifelhast, be fonders wenn man an das denkt, was im Jahre 1830 geschah, und wenn man erwägt, daß in der französischen Armee mehr als in irgen! einer anderen wahr oder falsch politis raisonnirt wird. Nehmen wir aber auch an, daß die Armce unter solchen außerordentlichen Umständen der Regierung treu bleibe und daß es möglich sei, dic empörten Einwohner eine Zeit lang im Zaum zu halten, glaubt man, daß cine Regierung oder Dynastie, der feine anderen Mittel mehr zu Gebote ständen, in Frankreich Aussichten E Daller Mate De Geschichte beweist das Gegentheil. :

Das Schreiben des Herrn Arago sucht indeß zu beweisen, daß die detaschirten Forts einzig zu dem Zwecke angelegt worden seien, um die pariser Bevölkerung im Zaume zu halten, und um seinen Behauptungen mehr Nachdruck zu geben, sucht er darzuthun, daß diese Forts durchaus zu {wach seien, um das Eindringen fremder Truppen in die Hauptstadt zu verhindern. Das ist eine andere Frage, und gerade über diesen Punkt sind die ausgezeichnetsten Männer, #0 wohl die jeßt lebenden, als die früherer Zeiten, verschiedener Mei nung. Die Anhänger wie die Gegner der detaschirten Forts haben Argumente zur Unterstüßung ihrer Ansicht in den Schristen von Na- voleon, Vauban und anderer ausgezeichneter Personen gefunden, so daß dieser Theil des Problems noch nicht gelöst is und nur durch eine Er fahrung gelöst werden kann, die Niemand in Europa wünscht. Es ift indeß billig, hier Eines zu bemerken, nämlich, daß die Militair Personen im Allgemeinen behaupten, der bessere Theil des zur Vertheidigung von Paris angenommenen Systems bestehe in den detaschirten Forts; die zusammenhängende Ringmauer habe nux einen sehr zweifelhaften Nußen und man habe sie mehr als cin, der öffentlichen Meinung ge- machtes Zugeständniß, denn als ein militairisches Werk von großem Wertbe zu betrachten. Herr Arago bekennt sich zu einer gerade ent- gegengeseßten Meinung, aber obgleich Herr Arago ein gelehrter Jn genieur ist, so hat er do niemals weder eine Stadt erobert noch vertheidigt, er hat niemals einen Feldzug mitgemacht oder ein Pelo ton kommandirt. Bei einem \o speziellen Gegenstande, wie die Krieg- führung is, sollte doh wohl die Ersahrung, wie es uns scheint, mit in Rechnung genommen werden.

A Paris, 7. Dez. Die legitimistischen Pilgerfahrten nah London fönnen für das Kabinet der Tuilerieen freilih kein gleihgültiges Schau- spiel sein, allein es scheint doch fast, als ob man denselben mit einem allzu ängstlichen Juteresse folge und als ob man vor allen Dingen feine Unruhe und seine Unzufriedenheit darüber allzu deutlich merken lasse. Die ministe riellen Blätter fallen bei dieser Gelegenheit in denselben Fehler, wel- hen wir den Organen der legitimistishen Partei zuweilen in ihrer Polemik gegen die bestehende Ordnung der Dinge und die herrschende Dynastie vorgeworfen haben; sie verlassen den monarchischen Stand- punkt, der ihnen dur Ueberzeugung und Interesse angewiesen ist, blos um dem Gegner von einer anderen Stellung aus eine Wunde beibringen zu können. Eine solche Jnkonsequenz von Seiten der ministeriellen Blätter is in dem gegenwärtigen Falle doppelt auffal= lend, da doch zuleßt alle jene frommen Wanderungen über den Kanal feine politische Bedeutung haben, da sie durch eine leidenschaftliche Polemik glauben können, ein Gegengewicht geben zu müssen. Der einzige Nachtheil, den dieselben hervorbringen dürften, besteht darin, daß sie eine Anzahl von schwankenden Ueberzeugungen noch auf einige Zeit hindern können, sih, wie der Kunst-Ausdruk heißt, zu ralliiren. Die Gazette de France denkt gleihwohl schon an die Zusammen- seßung des künftigen Kabinets Heinrich?s V., und sie verspricht Frankreich unter dem Ministerium Chateaubriand die Reduction des Budgets um 300 Millionen, 10 Millionen Wähler und die Rheingränze, die bei solhen Programmen nie fehlt.

Grossbritanien und Iriand.

London , 6. Dez. Ein Abendblatt schreibt : Die belgische Regierung führt im Verein mit der preußischen Behörde zu Köln lebhafte Unterhandlungen mit der englischen Post-VBerwaltung, um einen regelmäßigen Dienst zwischen England, Belgien und Rheinpreu-

ßen herzustellen. Zu diesem Ende sollen nämlich täglich Paketböte von Dover nah Ostende fahren und eben sowohl Waaren als Brief- schaften und Personen transportiren. Die belgische Regierung bietet eine jährlihe Subvention von 3000 Pfd., um die betreffende Post= Finrihtung zu erleichtern,

Aus einem Artikel des heutigen Standard über die Politik der britishen Regierung in Jndien kann man entnehmen, von wel chem Gesichtspunkte aus die leßten Ereignisse im Pendschab vom Ministerium angesehen wurden und welche Maßregeln man zuu Herstellung einer siheren Gränze des Reichs, den beunruhigten Distriften gegenüber, zu treffen geneigt ist. „Wir wissen

nicht“, sagt der Standard, „was der General -= Gouver= neur in der gegenwärtigen schwierigen Lage thun wird, aber cs muß Jedem einleuhten, daß die shrecklihen Ereignisse im Pendschab von dem Vertreter der britischen Macht in Judien nicht mit Gleichgültigkeit angeschen werden kann. Daß früher oder später das Pendschab unter unmittelbarer Kontrolle des britischen Neichs kommen muß, erscheint als eine jener moralischen Nothwen digkeiten, gegen die man vergeblich anfämpfen würde, Dieselben Ursachen, welche das übrige Judien uns gleichsam aufgedrungen baben, werden uns zwingen, auch von diesem ausgedehnten Lande Besiß zu nehmen. Ein Vertheidigungskrieg, wird man zugeben, ist immer gerecht; aber unsere Eroberungen in Judien sind nothwendige Folgen cines Vertheidigungskrieges, da wir mer mit unversöhuli hen und unverbesserlichen Feinden zu thun haven. Werner musse! benachbarte Nationen noth wendigerweise aufrichtige und enge ¿zreund- schaftsbande mit einander verbinden; wenn nun aber eine dieser Nationen durch innere Parteien zerrissen und die der Zahl nach grö ßere Partei, vielleicht gerade diejenige, welche die freundschaftlichen Beziehungen zum Nachbarn unterhält, durch eine kyranm|che Minori- tät unterdrückt wird, so hat dieselbe cherliÞ Ain Ner, die Hülfe der Nachbarn in Anspruch zu nelmen und dauernden

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Schuß und Frieden zu verlangen. Ju solcher Weise ent weder durch Vertheidigungskriege gegen unversdhnliche ¿Feinde oder durch Unterstützung vou Alürten, hat Großbritanien die in den

leßten 50 Jahren seinem ostindischen Reiche zugefallenen Besißungen erlangt, und in derselben Weise muß es im Laufe der Zeit seine Schubherrschaft über die ganze südlihe Hälfte Asiens ausdehnen. Eine solche ungeheure Ausdehnung des Reiches mag dem Patrioten zwar nicht wünschenswerth erscheinen, aber wer kann bestimmen, wo die Gränze sicher und mit Ehre festgestellt werden soll, ohne die Ju teressen einer Gränz-Provinz zu verrathen oder einen treuen Allurten zu opfern?‘ :

Dieser gewiß richtigen Beurtheilung der britischen Eroberungs Politik in Jndien, deren retlihe Grundlage der Standard zugleich durch eine Lobpreifung Macchigavell?s iu demselben Artikel zu erweijen versucht, aber in der nothwendigen Ermangelung haltbarer (ründe unwillkürlih auf die Anpreisung des väterlichen und milden Regic rungs-Systems Englands kommt (die Sprache jeder erobernden Macht), {ließt sich auch die Times an, obschon mit mehr Zurückhaltung und Achtung vor dem Recht. „Es is nicht \chwer zu errathen““, jagt die Times, „welhes Scbicksal das Pendschab nach dem sehr wahrscheinlich bald eintretenden Ereigniß dem gewaltsa nen Tode des (E E ven Dhrone sivenden Kughen haben wird, Eine durch Eroberung \chlecht befestigte Herrschaft, welche nur durch die phvsishe Gewalt einer mächtigen, übermüthigen

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und schwierigen Armee erhalten wird, kann nicht von Bestand na

der Vernichtung der Familie des Eroberers sein. Auch is es nmcht unwahrscheinlih, daß die unter unserem Schuße stehenden Seits Gefahren ausgeseßt sind oder vielleicht gar in Versuchung gerathen,

fich den Aufrührern anzuschließen. Das Eine wie das Andere muß von der einen oder anderen Seite Hülferuf zur Folge haben, damit der Friede des Landes hergestellt werdez eine Einmischung muß darum gerechtfertigt sein. Jndeß die Politik wie die Gerechtigkeit fordert 8, daß wir so lange Zuschauer bleiben, bis die Handlungen dei Auf ührer unsere Vermittelung erzwingen und dadurch rechtfertigen.““ Aus einem dem Parlamente vorliegenden Berichte ergiebt jch folgende Statistik der Kriminal-Verbrehen in Großbritamen: Jun England und Wples wurden im Jahr 1841 27,760 Personen zum Verhör gezogen“ und 20,250 verurtheilt; 1842 wurden von 31,309 ) j

733 verurtheilt. Jn Schottland stellte dies Verhältniß

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Personen 22,73 sich 1841: 3,500 zu 2,688 und 1842: 4,886 zu 3,176z_1n JFrland 1841: 20794 zu 9,286 und 1842: 21,184 zu 9/874 Diese auffallend geringe Anzahl der Verurtheilten in Jrland wird dem Wesen der dortigen Jury und der gefahrvollen Stellung der irlän dischen Geschworenen, sobald dieselben gegen den Angeklagten 1

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fennen, zugeschrieben, Bear

Brúf}sel, 8. Dez. Schon bei den Adreß = Debatten war von Seiten der flandrishen Deputirten über die Gestattung des Transits von holländischem Vieh durch Belgien nach Frankreich geklagt worden, weil man darin eine \{chwere Beeinträchtigung der Viehzucht in Flan dern erblicken wollte, die unter den jeßigen Umständen, wo die Leinen Industrie daselbst in \o gedrückten Verhältnissen sich vefinde und der Biehhandel noh die einzige Nahrungsquelle jenes Landestheils sci, um so bitterer empfunden werde. Der Finanz-Minister hatte darauf erwiedert, daß dieser Transit nur deshalb gestattet worden sei, um Belgien den Gewinn des Transports des fon von Rotterdam nach Diiukirchen gebrachten holländischen Viehs zu verschaffen, und daß cine Vermehrung der Ausfuhr von solchem Vieh nach Fraul rei, den eingezogenen Nachrichten zufolge, dadurch nicht ent ande f O E O E flandrischen Viehzüchter durch jene Maßregel nicht benachtheiligt finden könnten, Jn der gestrigen Sibung der Repräsentanten - Kammer wurde nin dieser Gegenstand auf Anlaß einer eingegangenen Petition abermals zur Sprache ge bracht, und der Finanz=Miuister versicherte, es kämen ihm alle acht Tage Berichte über den Transit durch den Hafen von Antwerpen zu, aus welchen hervorgehe, daß die Durchfuhr von holländischem Vieh bis jeßt sehr unbedeutend gewesen z dessenungeachtet habe er in Frankreich Erkundigungen einziehen lassen, um zu erfahren, auf wie viel sich im vorigen Jahre diese Einfuhr in L ünkirchen belaufen habe; sei dieselbe unverändert geblieben, so würde die Gestattung des Transts für Belgien nicht nachtheilig, sondern im Gegeutheil vortheilhaft ge wesen sein. Die betreffende Bittschrift wurde hierauf an die Kom- missionen zur Berichterstattung verwiesen. : L F

An der Tages-Ordnung war nun die allgemeine Disfussion über das Budget der Mittel und Wege. Bei Eröffnung derselben machte Herr Lys dem Kabinet darüber Vorstellungen, daß es so bedeutende Summen in den Händen der Direction der belgischen Bank gelassen habe. „Herr Smits“/, sagte der Redner, „verleitete die Kammer im vorigen Jahre (wo derselbe uo Finanz-Minister war) zu einem Jrr= thum, indem er sagte, daß die der belgischen Bank geliehenen 4 Mil- lionen stets disponibel seien, während er doch das Gegentheil wußte; auh lich er dieser Bank eine fünfte Million ohne Genehmi- gung der Kammern, obgleich dieselben noch versammelt waren.“ Der Redner suchte dann die Nothwendigkeit eines allgemeinen Gesehes über das Staats - Rechnungswejen inv ber die Ober - Rechnungs -= Kammer nachzuweisen. „Aus dem gegen- wärtigen Stand der Dinge ““, sagte er, „ergiebt sich, daß die Chefs

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der verschiedenen Departemeuts in einzelnen Fällen ohne alle Kon= nzielle Mandate ausfertigen

trolle der Ober -=Rechnungskammer finan

fönnen. So geschah es in der Sache der „British Queen“. Eben so war der Redner der Meinung, daß die Regierung nicht das Recht in dem für das Ministerium der öffentlichen Arbeiten bestimmten Palast ohne vorherige Genehmi gung der Kammern vornehmen zu lassen. Das Gleiche behauptete er in Bezug auf den Palast des Prinzen von Oranien, der in einen Basar zum Besten der nothleidenden Klassen von Brüssel umgeschaffen werden soll;

gchabt habe, Bauten und Ausbesserungen

die Regierung, meinte er, sei nicht berechtigt, auf solhe Weise über ein National-Gebäude zu Gunsten eines Lokal-Jnteresses zu verfügen. Hier auf ging der Redner auf eine Untersuchung der Hülfsquellen des Staates in und bezeichnete als Mittel zur Vermehrung derselben eine Abgabe von den Naturalisationen und von den fremden Ordens-Verleihungen, eine Gebühr für die Ernennungen zu Advokaten, Gerichtsboten, No= taren, den Abzug des ersten Monats-Betrages vom Gehalt aller Be amten, den Verkauf der Staats=-Forsten, die jeßt nur 1 pCt. trügen, und eine von den Geschäften, welche die ausländischen Versicherungs

GBesellschasten in Belgien machen, zu erhebende Summe.

Herr Smits wies den Vorwurf zurück, den ihm Herr Lys gemacht. Er wiederholte, daß die der belgishen Bank geliehenen i Millionen allerdings jeden Augenblick disponibel seien, und Herr Zoude fügte hinzu, er sei von der Bank zu der Erklärung berech tigt, daß das Gesammt-Kapital, welches die Regierung an die Bank zu fordern habe, von diesem Tage an zur Disposition des Finanz-Ministers gestellt sci. Hierauf griff Herr D elfosse das Verfahren der verschiedenen Finanz-Minister, welche bis jeßt einander gefolgt, lebhaft an. Sie

ten alle die Zahlen geschickt zu gruppiren gewußt, um die Lage unter glä1 zenden Farben darzustellen, während das Defizit immer mehr zuge= nommen habe und jeßt 37 Millionen betrage. Er beklagte die Sucht

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áu: ais i E Sa Sus 5 Í S e xSS , der Regierung, es den großen Nationen Europa's gleich thun

wollen, und die Sorglosigkeit, mit welcher die Minister reactionaire aßten, statt daß sie lieber die Unordnung in den Finanzen heben sollten. Dieser Redner gehört bekanntlich der radikalsten Op position an, die nur aus wenigen Mitgliedern besteht, unter denen, außer Herrn Delfosse, besonders die Herren Verhaegen und Castigu j

Geselze vfnN

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1s Nedner in den Kammer=-=Debatten hervortreten.

Nachdem einige der früheren Minister ihre Verwaltung gegen die Angrisse der Opposition gerechtfertigt hatten, nahm auch der

jeßige Finanz-Minister, Herr Ÿ C

I ercier, das Wort Und ertiarte

vörderst, daß unverzüglich ein Geseß über das Staats-Rechnungswe jen den Kammern vorgelegt werden solle. Er rechtfertigte dann alle Beranschlagungen des Einnahme - Budgets und sagte, guf die politi [he Frage fommend: „Man hat mir vorgeworfen, daß ich bei der

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vot HnrloA 11 LEO DOTIFGOCT

kenne und die Vi

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Einschränkungen möglich sein würden und man nicht mehr als Bay

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ern, welches eben so viel Einwohner wie Belgien, ungefähr 4 Mil

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lionen, zähle, für den Kriegsdienst brauchen werde, nämli 7,300,000

(Buldort Ca a E 5 S - ad

Wuiden, Det U _(1n1jtel machte am Schluß diejer allge nzeige, daß er der Kammer nächstens einen

{ C Aa v A Fac (T hasten vorlegen werde, um fals{che Er

meinen Debatte noch die Ÿ

4 klärungen, welche dabei oft rfämen, zu verhindern. Es ist von Unterhandlungen mit der euglischen Postverwaltung ia Es R L E N C (A) 2 i: die Rede, welche zum 2Zweck hatten, dite Einrichtung eines regel

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Täglich sollten dann Paketboote von Dover nach Ostende abgelen und neben den Briecfschaften auch Reisende und Waaren befördern Die belgische Regierung erbietet sich dem Vernehmen nach ihrerseits

zut Erleichterung dieses Uebereinlommens zu enem J1ahrliden Zu \husse von 75,000 Franken. Bereits soll der Loudon-TL vahngejeljchat angetragen Woo E, O e Ee De Di gung jenes Zuschusses de ' }

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i und Ostende auf ihre Rechnung übernehmen möge.

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V2 fie S v5 Thor (G - Y { Basel, 5. Dez. Der Große Rath hat so eben mit 80 gegen

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9 Stimmen beschlossen, es sei gegenwärtig auf eine Revision der Vei fassung micht einzugehen. Pam V PTP4 A Madrid, 1. Déez

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\inzufügen,

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hei der Königin seibst auzukündigen. Diese empfing ihn, und es er

eignete si, was ich Jhnen gestern meldete, Nachdem Olozaga sich

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entfernt hatte, zog sich Jhre Majestät, der Aussage der die Königin

eutkleidenden Kammerfrgu gemäß, in ihr Schlafgemach zurü, und las längere Zeit mit sihtbarer Aufregung in einem Gebetbuche. Am folgenden Morgen erschien zuerst die Gräfin von Torrejon. Dieser erzählte die Königin das Vorgefallene, indem sie ihr zugleich bemerkbar machte, daß sie die Riegel ihrer Thüren so “ein gerichtet hätte, daß der Minister sie fernerhin niht vorschieben könne, Während die Königin dieses erzählte, stellte sich der General Nar= vaez ein, um als General-Capitain von Madrid, wie alltäglich, die Parole einzuholen, Endlich erschien auch die Marquisin von Sauta Cruz, Narva 2A {lug der Königin vor, sich mit dem Präsidenten des Rongresses zu besprechen, fuhr zu diesem und veraulaßte ihn, sich sogleich in den Palast zu begeben, wo dann das vorfiel, was ich chnen gestern meldete. /

Gestern Abend übertrug die Königin, dem Rathe der Präsidenten und Vice-Präsidenten des Senats und des Kongresses zufolge, den Herren Pidal und Gonzalez Bravo das Geschäft der Bildung eines neuen Ministeriums. Ersterer lehnte ab, in das Kabinet selbst ein- zutreten, da er als Präsident des Kongresses dem Throne nüblicher sein zu fönnen glaubt, Beide Herren boten darauf dem General Serrano das Kriegs - Miuisteriuum und den Vorsiß des Kabinets an. Ha aber der General gewichtige Grüude anführte, um Beides aus- zuschlagen, o ernannte die Königin den Herrn Gonzalez Bravo

zum Minister-Präsidenten mit dem Portefeuille gelegenheiten, Í

“Herr Gonzalez Bravo is ein junger, sehr lebh vor etwa zwei Jahren eine bedeutende , niht immer sehr chrenvolle Rolle unter der revolutionairen Partei Diese Jugendsünden bereuend, jpriht er sich jeßt : monarchishe Grundsäße aus. Zil mentarishen Coalition, welche den Sturz der herbeiführte, überaus thätig, Rathgeber nah Barcelona. nisterium als Progressist ein. Die jebigen Progressist gen, den sie mehr has

auswärtigen An

after und talent

voller Advokat,

und begleitete

e al Serrano al

in ihm einen Ubtrü quent gebliebenen Moderirten.

Das Organ der Esparteristen, der Espectador, und der endlosen Revolution , ome

verunreinige. in der Thc la's I. entweiht hat, reichen sie 1hm die rihtigste Bündniß an

verleumderischen ß unter allen geleistet habe, sich feiner mit dem jo eben

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und zugleich

iesen Mittag w dem Palaste des Kongresses versammelt, war eine Compagnie Soldaten aufgestellt, Neugierige, die nicht mit Einlaßkarten versehen Deputirte Madoz, bei dem sich gestern die Progressift n einen s{mußigen Mantel gehüllt, te der wachhabende Offizier,

sammelten, in

wollte, verla

Müßiggängern zu, die Freiheit wäre

wahrnahm, befindlichen Deputirten.

Fra zem Jubel, während Adreß Debatte auf die Juterpellationen nicht geantwortet, welche in f politischer Hinsicht an mich gerichtet worden. Wenn ich dies nicht gethan, so geschah es deshalb, weil der Minister der auswärt gen Angelegenheiten beauftragt war, bei jener Gelegenheit das Wort zu nehmen; er sprah im Namen des ganzen Kabinets.

(Seine Erin a0! naro A 7 ( , (Seine Crflarungen waren ganz übereinstimmend mit der von uns

; der Präsident sich

Handgemenge. Tische wurden 1 lebe die Freiheit Schuß der unverzagten

leichenblaß,

ih die anwesend | Zeit mitgetheilten Rede des Ministers Nothomb im Senat.) Herren in Anspruch. Man sagk, es seien dies leere Worte; darauf habe ih nichts zu ant |

worten; nur so viel kann ih sagen, daß die Worte des Ministers der auswärtigen Angelegenheiten, so lange ich auf dieser Bank zu sißen die Chre haben werde, zu gewissenhafter Ausführung kommen werden,“ Hierguf sprah noch Herr Donny die Hoffnung aus, daß man künftig im Laufe der Session die Budgets des folgenden Jah

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werde, damit die Kammer die Ausgaben im vLorgus

7 Lie Ernennung Gonzalez Bravo zum Minister der auswärtigen Angelegenheiten und Protonotar des Reiches (notario mayor), so wie die die Entlc

S antero, Ier

sungen der Minister Olozaga, und Frias verfügendeu Defrete Der Präsident legte dann dem Kongresse , den er nicht als Deputirte

wurden verlesen. betrachten fönne, der Olozaga widerseute sich der Zulassung die eputirte Posada Herrera folgenden Antrag

ertlaren, dal; dite

Sihung beiwohnen ser Frage, worauf deun der

rx Rongress moge

E 1e Botirung der Emnuahme= Quellen danach einzurichten Stande jet, jo wie, daß in der Organisation der Armee neue Herren Olo en dürfen.“ Dieser Antrag angefochten, zur Niederseßung einer Kom Minister Gon

eputirte im Kongresse #6 vou Herrn L lozaga 759 an die Sectionen Daraguf erschien der neue Staats lez Bravo und verlas folgendes denkwürdige Aktenstü: s Gonzalez Bravo, wirklicher Staats-Minister, bescheinigt, daß, auf Befehl Jhre1 mich hente halb 2 Uhr Nachmittags in Allerhöchst en, sich mit mir die Herren Präsidenten, Vice ire beider geseßgebender Kam s des höchsten Gerichtsho Präsident des Kriegs von Frias, Präsident der berathenden Staats= Herzog von Castroterreño, Präsident der Deputation der Sranden ; Don Francisco Serrano, General-Lieutenant von Ramon Maria Narvaez,

J 0 s M al ic

und nicht als

Stimmen gegen

mission überwiesen. als Protonotar stät eingeladen,

ißrem Kabinet V LiC abo A Prandenten uni

mäßigen Paketbootdienstes zwischen England und Belgien zu erlaugen : g | augen.

Ramon Maria Lleopart; Don Francisco Ferraz, over=-Cisel- der Derzod täglichen Dampfschiffdienst zwischen Dover General-Capitain dieser | j der Provinzial l Larrain, erster conftitutioneller ì Ober-Kammerherr; der Graf von Hofmeister Jhrer Majestät; der der Marquis von

Der Dea

Deputation ; Der Derzoa v0 Dia is vou Malpica, San Adrian, dienstthuender

der Hellebar

Ober-Stallmeister z Kammerherr; n Saragossa, Hauptm diere; der Marquis von Palacios, dienstthueuder Kammerjunker; : dienstthuender erste Ehrendame

e 4 l «Zu meiner gestrigen Darstellung des Benehmens des Herrn Olozaga kann ih noch folgende Einzelheiten

die ih aus ganz unverwerflicher Quelle erhalten habe. lozaga stelite sich mit dem die Auflösung der Cortes betreffenden Dekrete am 28sten Abends eilf Uhr im Palast ein, als die Königin boreits Den ganzen Hofstaat entlassen hatte, und im Begriffe stand, sich in ihr Schlafgemach zurückzuziehen. Die dienstthuenden Trabau- ten erklärten dem Herrn Olozaga, daß kein Kammerherr vorhanden wäre, um ihn anzumelden. Er aber behauptete, sein Geschäft wäre so dringend, daß der Offizier der Hellebardiere es auf sich nahm, ihn

Kammerherr; Jhrer Majestät ; Zndien, einjtellten. Reiches b Ihre Maiestät folaende HMeiceS gav hre PVigjestat folaende

l n Juan Jöüsé onell y Vrbe, In Gegenwart

es unterzeihuneten Notars

Am Abende des 28sten des vorigen Mon bei mir und legte mir ein, die Auflösung der Cortes verfügendes ur Unterzeichnung vor. Jch wollte dasselbe nicht unterzeichnen, erem aus dem Grunde, weil diese Cortes mich für voll Olozaga bestand darauf. kret zu unterzeichnen.

erschien Olozaga

Jch weigerte mich Fch erhob mich und

eilte mir vor und riegelte diese Thür zu, chür rechts, allein E stellte sich abermals dazwischen uud {ob den Riegel vor. Er ergrisf mih am Kleide und zwang mich, mich nieder= zusebenz er ergriff meine Hand und zwang mich, zu unterzeichnen. Olozaga ging darguf weg und ich zog mich in mein Gemach zurü. Dlozaga fragte mich, bevor er wegging, ob ih ihm mein Wort da auf geben wollte, Niemanden von dem, nw vefa D antwortete ihm, daß ich dies nicht

_¿(¿Varaus traten wir, von Königliche Gemach ein, damit sie uns Ort und gang stattgefunden hatte, bezeihne, womit der Flärt wurde,

Ich wandte mihch nach der

s vorgefallen war, etwas zu verspräche.“‘“ ] aufgefordert, in das Stelle, wo der Vor=- | iden hatte, b ( l der Akt für beendigt er=- | U . Ihre Majestät hat ihn eigenhändig unterzeichnet, und verfügt, daß ihre Allerh chste Crklärung in der Staats Kanzelei hin= terlegt werde. Und damit cs für alle Zeiten erhelle, fertige ih ge- genwärtiges Zeugniß aus, den 4. Dezember 1843. : j Louis Gonzalez Bravo.“

n Schrei des Entsebens und der | es leb : Der Minister erklärte, die Wahr= heit der Königlichen Worte, die nur ein Ehrloser in Zweifel stellen könne, gegen Jedermann und um jeden Preis verfehten zu wollen Herr Olozaga verlangte darauf, die Regierung möge erklären f welche Weise das vorige Kabinet aufgelöst und das i worden wäre, Allein die Sißung wurde aufgehoben.

rer Majestät

Von allen Seiten erscholl ein Schrei Ausruf „„es lebe die Königin!

neue gebildet

n

Im Senate verlas der Minister Gonzalez Bravo dasselbe Akten- stück. Die Bestürzung und der Ausdruck des Abscheues, den es ver- ursachte, läßt sich niht wohl schildern.

Madrid is vollkommen ruhig. Da heute der erste zur Feier des Regierungs-Antrittes der Königin festgeseßte Festtag is}, so sind die Häuser mit niegeschener Pracht verziert, und auf das glänzendste

M A t dea, ¿ M 4 ata gde oda f E É No jeßt, furz vor Viitternaht, wimmein alle Strapen

anugten Burger. beit, der Veneral Figueras, welcher Sevilla gegen Ejpar- veidigte, würde Kriegs-Minister werden

ris, 7. Dez. Die heutigen Nachrichten aus Madrid einem sehr wi{htigen Punkte die Angaben des Tele=

ra doch die Deutung, welche man jenen Angaben hier geg __ Wir sehen gus den Berichten über die Kongreß=- Sibung vom 1sten, daß weder die Regierung auf eine Unwürdigfkeits= Erklarung des Herrn Olozaga und auf seine Ausstoßung aus dem Kongresse angetragen, noch der Kongreß überhaupt über cinen in diejem Sinne gejtelten Antrag verhandelt und abaestimmt hat. Es

den Minister igfeit verloren haben, den Sißungen bis zur förmlichen Erflärung des sie sich einer neuen Wahl unter=

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H rad Es versteht sih von selbst, daß

drese 1 unc Person des Herrn Olozaga ihre t e vai in war wenigstens der Form ih eine rein regl , und sie begriff die ül 1 Ex=Minister

1 £V( 10 ) [en Q On) ¡il P1 Aside Ten. Herr Olozaga

s d Mitglied des vorigen Kabinets, das sich

E em RKongre}? ndeu Hatte. Cr machte es in einem be-

redeten Bortrage zu einer Ebrensache sür den gescßgebenden Körper, ! em so schwe! Berdächtigten , nicht durch eine übereilte Ent-= scheidung die Gelegenheit zur öffentlichen Rechtfertigung im Ange= sicht ber ganzen Nation abzuschneiden. Die Villigkeit eines solchen Berlangens wurde von Denjenigen, welche die sofortige Ausschließung des Herrn Vlozaga aus dem Kongresse verlangten, nicht bestritten. Die n l drücklich, daß sie persönlich nichts Herrn Olozaga das Wort zu seiner nd daß es sich für sie nur um die A ischen Grundsaßes handle. D

ufred ie darauf erfolgende Abstimmung zeigt indessen deutlih genug, daß diese Angelegenheit von beiden Seiten als eine Parteisache angesehen und behandelt wurde. Die ] stimmte wie Ein Mann zu Gun- sten der E) C Hofpartei eben so gegen dieselben. Indessen durch dies bstimmung is der Antrag auf Entfer= nung der C t 1 Kongresse erst „in Betracht gezogen““ und Herr Olozaç t ch hinreichend Zeit haben, seine Sache Angesichts der National sentation zu führen. Die Gelegenheit dazu

ittl s Protokolls über die am 29sten zwischen der Königin und ihrem ersten Minister vorgefallene Scene gegeben. Nachdem er auf diese Weise im Namen der Regierung vor dem Kongresse angeklagt worden ist, kann sein unbeschränktes Recht der Vertzeidigung vor demselben Tribunale von Niemandem ernstlich und aufrichtig be= zweifelt werden, obgleich das heutige Journal des Déb ats sich die Miene giebt, als habe es von Herrn Olozaga erwartet und halte

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es für dessen Pflicht, daß er sich resigmre, die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen in einem ehrfurcht Schweigen über sich ergehen zu lassen. Bequemer wäre ein solches Schweigen allerdings für die triumphirende Partei, zumal Herr Olozaga seine Vertherdigung, wie es scheint, niht blos mit Gründen führen, sondern auch dur Ur funden unterstüßen kann, welhe er sich sch{chon in einem au dei Heêraldo gertbtet Schreiben vorläufi

¿ a bezogen Val ens nah den verständlihsten Andeutun= gen des Herrn Gonzalez Bravo einer positiveren Anklage von Sei- ten der Regierung gewärtigen, Als nämlich der neue Minister der auswärtigen Angelegenheiten im Begriff war, das von ihm als pro- visorischen Groß=-Notar des Königreichs aufgenommene Protokoll der Aussagen der Königl im Senate vorzulesen, bevorwortete er diese Mittheilung durch eine Einleitung, in welcher die folgenden Worte vorkamen : Fch muß wünschen, daß die Erklärung, welche ih die Ehre haben werde, vorzulesen, die Gemüther der Herren Senatoren in feiner Weise in Aufregung bringen möge, denn der Senat wird vielleiht in Bezug auf jenes schwierige und höchst bedenkliche Ereig= niß ein feierlihes Richter = Amt zu üben haben“, Worte, welche sich 3 inlicher Weise nur auf einen Staats - Prozeß gegen Herrn Olozaga vor dem Senate beziehen können. A __ Aus Barcelona erfahren wir heute wenig Neues von Belang. Der General= Capitain hat durch Bando verboten, Uniformen, Ah= zeichen und Decorationen zu tragen, welhe von der revolutionairen Junta verliehen worden sind. Wer diesem Verbot zuwiderhandelt soll vor das permanente Kriegsgericht gestellt und summarisch ver urtheilt werden. Man bereitet Adressen vor, in welcher die Regierung gebeten werden joll, die Reorganisirung der National - Garde von Barcelona für jeßt nicht stattfinden zu lasen $8 beißt, daß diese Bittschriften mit tausenden von r ie L E : M l DLIE DY1] e! ect wer-= dein, Das plößliche Zurückströmen den ausgewanderten Bevölke= rung hat eine Theuerung der Lebensmittel herbeigeführt, an wel=

cher die große Menge empfindlich leidet. Man bemerkt, daß , , i ;

Herr Olozaga muß sich

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«on d augen}cu

eine «nzahl der Haupter des leßten Aufstandes sich Pässe nach Yiadrid hat geben lassen, und man \chließt daraus auf Pläne der revolutionairen Partei gegen die Ruhe der Hauptstadt. Us ter Anderem soll der Präsident der leßten Junta von Barcelona Herr Degollada, über Perpignan und Toulouse nah Madrid gereist sein, wohin sich auch, wie cs heißt, der bekannte Don Abdoun Terradas begeben will. Der Bischof von Barcelona hat zur Feier des Huldi gungs - Festes eine reichliche Geldvertheilung an die Besatzung von Barcelona vorgenommen. Die Soldaten haben 2, die Korporale 3 und die Sergeanten 4 Realen von ihm erhalten. Der Prälat hat zugleich die Gefangenen und die Kranken bedacht. Z |

Aus Figueras uichts Neues. Amettler behauptet fortwährend

seine Ueberlegenheit über Prim. Griechenland. J) I) i , ck Qa Das bt Ç : „E, 7. Dez. Daß die Reise Kolokotronis' von Triest lerher von seinen Gegnern in Athen zu neuen feindseligen Maßregeln gegen ihn benußt werden würde, war unter den obwal- A Umständen leiht vorauszusehen, und es hat daher die Neuig= » Y s Pyr G Ì c Ÿ i : eit von sciner Entlassung als Adjutant König Otto's hier weder

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p p J A M. c L LILVEN, Pa A nur einiges Aufsehen machen können. Nur on dem Gesichtspunkte aus legen seine hiesigen Freunde auf diese Ae M einiges Gewicht, als in ibr ein neues: Öindeená egen E E doch baldige Zurückberufung desselben nah Grie=

nand gegeven zu Jein \cheint, welche Zurückberufung man aus mehr denn einem Grund noch immer hoffen zu dürfen glaubt. Hat General =Major Kolokotronis auf seiner Reise nach Neapel si nir= gends länger aufgehalten, als er bei seinem Abschied von hier ent- \{lossen zu sein versicherte, so muß er bereits dort eingetroffen sein, und im Verlauf der nächsten Woche können wir allenfalls schon er= fahren, ob ihn der Gang der Dinge in seinem Vaterlande vielleicht