1843 / 170 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

Bekanntmachungen.

[2190] P Fem A,

Auf den Antrag der Benefizial-Erbinnen werden alle diejenigen, welhe an die Verlassenschaft des kürzlich hierselbst verstorbenen Kaufmanns Ludwig Röhl, ins- besondere an die dazu gehörenden, am Markte sub Litt, A. Nr. 23 und 32 hierselbst belegenen Grund- stü>e, Ansprüche irgend einer Art erheben und ausfüh- ren zu können vermeinen sollten, zu deren Anmeldung und Nachweisung in einem der dazu auf den 23, und U eta er d. 3, Und 14, Jana r k J. je desmal Vormittags 10 Uhr, auf hiesiger Nathsstube anberaumten Liquidations-Termine, bei Strafe der im lezten Termine zu erkennenden Präklusion, geladen, Zugleich soll im dritten Liquidations-Termine zur Ver- hütung des anscheinendli<h drohenden Konkurses mít UAkkords-Vorschlägen vorgeschritten werden, über welche die Röhlschen Benefizial-Erbinnen und Gläubiger sich mit Bestimmiheit zu erklären angewiesen werden, bei Strafe der stillshweigenden Einwilligung in die Be schlüsse der anwesenden Mehrheit.

Datum Bergen, den 8. Dezember 1843,

S) Der Magistrat hierfelbst,

l NRefanntmachung.

Die Zinszahlung sür die Ver- lin- Potsdamer Eisenb. - Actien wird vom 2. Januar bis incl.

ult. März k. J., Vormitt. von

Ÿ bis 1 Uogr, mit Ausschluß der

Aa

Sonntage, im Kassen-Lokale auf dem Berliner

Bahnhofe statthaben und zwar:

1) für die 4prozentigen Prioritäts - Actien die Zinsen für das 2e halbe Jahr 1843 und

2) für die 5prozentigen Stamm-Actien, die ers am 1. März 1844 zahlbaren Zinsen für das ganze Jahr 1843.

Ein jeder Coupon-Besißer hat demzufolge cine Spe- cification, sowohl cine besondere von den Coupons der Prioritäts-Actien, als auch eine von den der Stamm- Actien, nach den laufenden Nummern geord- net, mit seiner Namens-Unterschrift und seiner Wol- nungs-Anzeige versehen, cinzureihen und gegen Abgabe der Coupons die Zahlung in unserer Kasse sofort zu gewärtigen. Wegen der Höhe der Dividende, die für das Jahr 1843 zur Auszahlung kommt, behalten wir uns die weitere Bekanntmachung vor.

Berlin, den 13, Dezember 1843,

Die Dir ection der Berlin-Potsdamer Eisen- bahn-Gesellscha ft,

Dampfschifffahrt wia Magde- 14231] burg Hamburg. Dienst f. d. Monat Dezember c.,

iter idt Der Citi des Winters die Fahrten stört, wöchentlih zweimal mit Passagieren und Gütern, nämlich: _ ! Sonntag Morgens 7 Uhr, Donnerstag / Von Hamburg O Außerdem werden nah Bedürfniß wöchentlich 1 bis 2 Shleppschiffe expedirt. Magdeburg, den 26. November 1843, Die Direction der Vereinigten Hamburg - Magdeburger Dampfschifffahrts - Compagnie. : Holhßapfel,

Von Magdeburg

Morgens 7 Uhr.

[d° 4 A E . Citerarische Anzeigen. Pissendes Weilnachtsgescheank.

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[2114] and Atlas

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und Privatgebrauch in zehn illum. Karten von J, V Kaiseheit. Preio 2 Tir.

DasKultns-Ministerium hat diesenAt- las amtlich zur Einführung empfohlen.

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Die Verlagshandlung darf sich nach solchen Em- psehlungen jeder Anpreisung wohl überhoben glan ben, und sie bemerkt daher nur, dass das 7. Hest (Elementar-Schreibunterricht) sobald als mö„lich nachfolgen wird,

2198]

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Organ für Handel und Gewerbe. Diese seit neun Jahren bestehende Zeitschrift, be-

gründet von C, C. Becher, jeyt fortgeseßt von E, De l- lenbus<, wird auh im Jahre 1844 forterscheinen, und fortfahren, selbstständige Mittheilungen, Berichte und Auszüge über alle Gegenstände des Handels und der Gewerbe im höheren Sinne des Wortes zu liefern und \o cin vollständiges Repertorium der Han- dels - Wissenschaft bilden, Ein wöchentlich er- scheinendes Beiblatt is dem „Transportwesen ewidmet und bringt ausführlihe Nachrichten über isenbahnen, Dampfschifffahrt, Postwesen u. d. g m.

Das Organ für Handel erscheint wöchentlich

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3mal mit Beil, in klein Folio auf Veliup., und kostet jährlih in Köln 6 Thlr.; durch alle K. preuß. Post- Aemter 63 Thlr.z; im Buchhandel (dur< L, Kohnen in Köln) in Berlin durh C. H, Jonas, Werderstr. 11, der Bauschule gegenüber, 6; Thlr, Jusertionen die Zeile oder Raum 15 Sgr,

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Pränumeration dieser Zeitung beträgt 2 Rthlr. Preuß. Cour. für das Junland.,

Alle Post-Anstalten des In- und Auslandes nehmen Bestellung auf dieses Blatt an, für Berlin die Expedition der Ällg. Preuss. Zeitung: Friedri<sstrasse Ur. 72.

1843,

Bestellungen für Berlin werden in der

Erpedition selbs (Friedrichs-Straße Nr. 72) gemacht, und jeder innerhalb der Ringmauer der Stadt wohnende Pränumcrant erhält das Blatt dur die Stadtpost, {on den Abend vor dem angegebenen Datum, frei ins Haus gesandt. Auswärtige, des In- oder Auslandes , bewirken ihre Bestellungen rechtzeitig bei den resp. Post-Aemtern ; wer dies versäumt,

fann nicht mit Gewißheit die Nummern erwarten, die vor der hier eingegangenen Meldung erschienen find.

Für einzelne Nummern des Blattes ist der Preis 21 Sgr.

Uebrigens is die Einrichtung getroffen, daß Jnserate, deren Aufnahme in den Allgemeinen Nnzeiger dieser Zeitung gewünscht wird, an den Wochentagen von Morgens J Uhr ab bis Nachmittags 4 Uhr in unserem Expeditions - Lokale, Friedrichs - Straße Nr. einer Zeile 2 Sg.

S, in Empfang genommen werden

Der Preis der Junsertion beträgt für den Raum

Inh alf

Amtlicher Theil, S O

Juland. Berlin. Einjähriger Dienst der Freiwilligen im Heere, Personal-Veränderungen in der Armee, Civil Versorgungen von Mi- litair- Personen. Breslau. Feuersbrunst in dem ehemaligen Císter- zienser-Kloster zu Heinrichau, Halle, Jubelfeier des Geheimen Hos- raths Gruber.

Deutsche Bundesstaaten. Theuerung. Kurhessen. Medclenburg. Nofsto c. Freie Stadte Hamburg.

tonvente, Schreiben aus Franksurt a, M, Soden.)

Frankreich. Paris, Die französische Presse in Bezug zu der Korre- spondenz zwischen dem Herzog von Bordeaux und Herrn von Chateau- briand. Beunruhigende Nachricht für die Königin Christine, Brief aus Paris. (Die französische Bevölkerung in den La Plata-Staaten ; Lamartine , die Fourrieristen und die Radikalen.) -

Großbritanien und JFrland. London, Stimmen der Presse uber die jüngsten Ereignisse in Spanien.

Bagyern. Aus Oberfranken. Getraide-

Kassel. Stände - Verhandlungen. Justiz - Kanzlei - Direktor von Gülich 4. Anträge des Senats auf dem Bürger- (Die Spielbank in

Belgien. Brüssel. Annahme der einzelnen Posten des Einnahme Budgets. Expedition nach St. Thomas. i Schweiz. Luzern. Freiburg beschließt, an der von Luzern vorgeschla

genen Konferenz theilzunehmen.

Spanien. Briefe aus Madrid (Olozaga und die angebliche Camarilla ; blutige Händel, Pidal's Erklärung über die Aussage der Königinz das neue Ministerium; Graf Bresson angekommen.) und Paris, (Stimme in Betreff der zwischen Olozaga und der Königin Jfabella schwebenden Frage; Unterhandlungen zwischen Sanz und Amettler zu Figueras.) Í

Portugal. Schreiben aus Lissabon, (Arbeiten der Kammer; Geseh Entwurf über die Jurisdiction bei Preßvergehen ; Finanz-Gesete.)

Griechenland. Schreiben aus Athen, (Kalergis* Abdankung; Stel- lung der Phanarioten; dauernde Gährung.)

Handels - und Börsen - Nachrichten, Berlin, Danzig, Königsberg, Magdeburg, Hamburg. Marktbericht, Paris, Börse,

Bör se, arins

Berliner Sing-Akademie, Konzert von B, Molique.,

Beilage. Die Organisation der Rechts-Verwaltung in England, (Zwei- ter Artikel.)

Amtlicher Theil.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht :

Dem Land -Stallmeister Strubberg auf dem Friedrich = Wil=

helms=-Gestüte bei Neustadt a. d. D. den Rothen Adler-Orden zwei- ter Klasse mit Eichenlaub; dem vormaligen Bauschreiber Sokolowsfki zu Elbing den Rothen Adler-Orden vierter Klasse; dem ehemaligen Krahnen- und Waagemeister Hittorf zu Köln, dem Salzamts- Auf wärter Andree zu Dürrenberge, dem Aufwärter Leibküchler im Kadettenhause zu Berlin, und dem Altsißer Peter Wölk in Wal- tersdorf, Regierungs-Bezirk Königsberg, das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen; und

Den Präsidenten des Haupt-Bank=Direktoriums, von Lamprecht hierselbst, zum Präsidenten des Kuratoriums der Preußischen Ren- ten-Versicherungs-Anstalt für die drei Jahre 1844 bis 1846 zu er nennen,

BVeéetannttmaGuna, die Borloosung oder tir- Und nteumark\<ent schreibungen für den Tilgungs=Fonds betreffend. Die für das erste Semester k. J, Tilgung bestimmten 48,000 Rthlr. in kurmärkshen Schuld-Verschreibungen und 11,700 Rthlr. in neumärkshen Schuld-Verschreibungen sollen am Mittwoch den 2sten d. M. Vormittags 11 Uhr in unserem Sessions- Zimmer, Markgra fenstraße Nr. 46, in Gegenwart eines unserer Mitglieder und eines Königlichen Notars, durch das Loos öffentlich gezogen und demnächst die hierdur<h zur Einlösung gekündigten Kapital-Dokumente, von wel chen die kurmärkfschen Schuld-Verschreibungen am 1. Mai k. J. und die neumärkschen Schuld=Verschreibungen am 1. Juli k, J. zur baa ren Auszahlung kommen, nah Littern, Nummern und Geldbeträgen durch die öffentlichen Blätter bekannt gemacht werden, i Berlin, den 12, Dezember 1843, Haupt=- Verwaltung der Staatsschulden. von Dergêr. Natan. Kohler. Knoblauch.

Schuld=Ver=

411 41

Rother.

_Die Dauer des dem Buchdru>er Fr. W, Röbling in Mühl hausen unterm 15. Dezember 1838 für den Zeitraum von fünf

Jahren ertheilten Patents auf eine durh Zeichnung und Beschreibung nachgewiesene

Anordnung des Rostes und der Vorrichtung zur Regulirung |

des Feuerzugs bei Koch-Apparaten, soweit dieselbe für neu und eigenthümlih erkannt worden if, ist auf anderweite vier Jahre verlängert worden.

Abgereist: Se. Durchlaucht der Prinz Clodwig zu nlohe-Schillingsfürst, nah Breslau, Der Fürst zu Lyn ar, nah Drehna. E ——

H 0

ea

Vichtamtlicher Theil.

%- Inland. _Verlíin, 16. Dez. Se. Majestät der König haben Allergnä= digst geruht, die Annahme: dem General-Major à la Suite, von Below, des Commandeur-Kreuzes vom Königl. s<hwedishen Schwerdt -

D

Orden, und dem Geheimen Regierungs - und Medizinal - Rath, Dr. Stoll in Arnsberg, des Großherzogl. hessishen Verdienst-Ordens

Ï Philipp des Großmüthigen, zu gestatten.

I D.

Berlín, 16. Dez, (Mil. Bl.) An sämmtliche Königl. Provinzial-General-Kommandos, so wie an sämmtliche Königl. Ober= Präsidien, is von Seiten des Kriegs-Ministers und des Ministers des JZnnern eine Verfügung d. d. 19, November erlassen worden, deren wesentlicher Jnhalt folgender ist:

,„, Es haben si< in neuerer Zeit die Fälle sehr vermehrt, daß Militairpflichtige, welche zum einjährigen freiwilligen Dienst berechtigt gewesen sein würden, es auf ihre Aushebung haben ankommen lassen, bevor sie jenen Dienst in Anspruh genommen, und erst demnächst um nachträglihe Zulassung zu demselben gebeten haben. -

Dies veranlaßt uns, hierdur<h wiederholt darauf hinzuweisen, daß künftig in allen solchen Fällen, wo es ein Militairpflichtiger auf seine Aushebung ankommen läßt, er das Recht zum einjährigen \rei= willigen Dienst verliert. 2 i

Ernannt sind: Schmidt, Hauptmann vom Iten Insfanterie= Regiment, zum etatsmäßigen Major; Freiherr von Dankelmann, Rittmeister vom 1sten Garde-Ulanen-Landwehr-Regiment, zum Mili= tair - Gouverneur des Prinzen Albrecht von Preußen Königl. Hoheit, Sohnes Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Albreht von Preußen, und soll der Leßte beim Regiment als aggregirt geführt werden; dem pensionirten Hauptmann Stöben vom 12ten Jnfanterie - Regiment ist der Charakter als Major beigelegt. :

Nach einer vom Militair-Wochenblatte mitgetheilten Ueber- sicht sind im Jahre 1842 50 Offiziere und 1444 Unteroffiziere und Gemeine dur< Anstellung im Civildienste versorgt worden, und zwar

offgiere. Geneh:

1) Jm Ressort des Königl, Ministeriums des

Se a E 566 2) Im Ressort des Königl. Finanz-Ministeriums: a. General-Verwaltung für die Steuern. 414 253 h, Außéb der Sitte Dae e c. Verwaltung für Handel, Fabrik und/ ; 114 Bav H x A ( d. Chaussee-=Berwaltung ee)! 3) Jm Ressort des Königl. Justiz-Ministeriums 1 T7

Berliner Sing-Akademie.

Ein kleineres Werk des größten deutschen Harmonikers, Seb, Bach, seine zweihörige Motette „Jch lasse dich nicht“, leitete die am 13. Dezem- ber stattgehabte zwcite Musik-Aufführung der Sing-Akademie auf eine wür- dige Art cin. Wie alle Werke Bach s, zeichnet sich auch dies durch tiefste Eigenthümlichkeit, durch sinnvollen Ernst und, bei aller darin herrschenden Kunst, durch stets den Worten angemessenen Ausdru vo- allen Productio nen anderer Meister aus. Mit ruhiger, fester Zuversicht werden die Text- worte „Jch lasse dich uicht““, zuerst abwechselnd von beiden Chören in ganz einfacher homophonischer Weise, nah und nach mit immer mehr verstärktem Ausdruck ausgesprochen; dann noch dringender in dem folgenden figurirten Choral, indem bei Vereinigung beider Chöre Alt, Tenor und Baß ein leb haft sprechendes Motiv ergreifen und dasseibe, dem einfachen Choral des Soprans gegenüber, dur<h Engführungen der Stimmen immer mehr und mehr gesteigert, bis zur Erschöpfung durchführen. Den gänzlichen Schluß auf erhebende Art herbciführend, folgt dann der vorher nur vom Sopran gesungene Choral nun noch einmal, aber in einfacher vierstimmiger Har- monie vom ganzen Chor vorgetragen, So übte diese Motette, vom Chor a capella rein und sicher ausgeführt, auf die Zuhörer eine eigene, stärkende, das Gemüth kräftigende Wirkung aus, und so lange der Sinn für wahr- haft religiöse Musik nicht erstorben is, werden auch Ba chs Weike solchen Eindruck hervorzubringen nicht verfehlen. 5 A

Diesem älteren Stücke des unsterblichen Meisters folgten nun drei geist- liche Tonwerke von der Composition neuerer noch lebender Tonkünstler, Der 95}ste Psalm von E. Grell, ein äußerst frisches, Leben und Geist athmen- des Musilstü>k für Solo- und Chorstimmen mit Orchesterbegleitung, machte einen ungemein günstigen Eindru> auf sämmtliche Anwesenden. Jm moder- nen Stol geschrieben, wirkt es mehr durch melodiosen Fluß, vortreffliche Stimmlagen und Stimmenführung und durch reinen Wortausdru>, als dur<h Anwendung besonders künstlicher Formen, obgleich auch der Kompo- nist bei einer im Werke vorkommenden fugirten Stelle den Beweis liefert, daß er dieselben zu behandeln versteht und vollkommen in seiner Gewalt hat, Nach dem einleitenden Choral macht gleich der darauf folgende Chor eine prachtvolle, durch die reiche Jnstrumentation neh gehobene imposante Wirkung; vorzüglich spra<h uns aber der spätere mehrstimmige Solo - Say durch liebliche Auffassung und fließende Melodieen anz der Chor greift dabei mächtig mit seinen, freilich im Verlauf des Werkes etwas oft angebrachten Uanisono-Stellen ein. Der das Ganze beschließende einfache Choral brachte auf dic durh das s{<öne Werk wirkli<h angenehm berührten und erfreuten Zuhörer eine beruhigende Wirkung hervor. Die Ausführung war sowohl von Seiten des Chors und der Solostimmen, als auch von Seiten des Orchesters befriedigend.

Das kurze Oratorium: die Enthauptung Johannes von E. Sobo- lewsfi (wie wir hören, cin in Königsberg lebender Musik - Direktor), ist aus Worten der heiligen Schrift zusammengestellt. Die Musik dazu is im Styl fast dur<hweg edel gehalten, in Behandlung der Formen, besonders der Chöre, an Händel und Bach erinnernd, theilweise auch von reger Phan- tasie zeugend, obgleich auch des Verfehlten und Gewöhnlichen darin zu finden

ist, Die Singstimmen sind meistentheils dankbar behandelt, nicht so das Orchester, das sehr oft nur in gewöhnlichen Begleitungen verharrt, Der Wort - Ausdruck is meistentheils sprechend, aber auch häufig nicht getroffen oder wenigstens nicht charakteristisch genug, Der erste Chor der Fohannes- Jünger i gut gearbeitet und macht eine vortreffliche Wirkung, eben so die folgende Baß-Arie des Johannes, die sich hernah mit dem Chor verwebt ; jedoch sind die Worte dcs PLetteren „Laßt uns zerreißen ihre Bande‘““ wohl nicht so kräftig in der Musik wiedergegeben, als es der Sinn derselben er heisht, Die dem folgenden Chor und Sopran - Nezitativ sich anschließende Tenor - Arie mit der obligaten (ziemlih unbequem zu spielenden ) Violin- begleitung is wohl eines der s{wächsten Stücke dcs Werkes. Von den noch übrigen Musi!stü>en wäre dann noch des Duetts für zwei Baßstimmen, der ausdru>svollen Arie des Johannes und des pompöósen Schluß - Chors zu gedenken, welcher leiztere besonders effekivoll behandelt ist, Die Partie des „Johannes“ wurde von Hrn. Bötticher trefflich ausgeführtz bei dem Duett für zwei Baßstimmen wirkte Herr Koßolt (dessen Stimme, wenn auch nicht von solcher intensiven Fülle, doch an edlem Klange der des Hrn, Bötticher nicht nachsteht) kräftig unterstüßend mit, Jn Hrn. Früh, der die Tenor-Partie ausführte, lernten wir ebenfalls einen braven Sänger kennen, der jedoch noch auf ein freieres Aus=-= und Angeben des Tones zu achten hâtte. Chor und Orchester ließen, unter des Komponisten Leitung, nichts zu wünschen übrig.

Den Beschluß der interessanten Aufführung machte der 42e Psalm von Felix Mendelssohn-Bartholdy, ein höchst geistreiches, gedie- genes Musikstük, rein und tief, dem heiligsten Jnnern des Gemüths ent sprossen. Nr. 1, Chor (F- dur 5 - Takt) i tief empfundenz die Sehnsucht nach dem Ewigen spricht sich meisterlih in den ausdru>svollen Melodieen und dissonirenden Jutervallen aus, Nr. 2, Sopran - Arie mit obligater Oboe (Z-Takt D-moll), ebenfalls tiefes Gefühl athmend. Nr. 3. RNezita- tiv und Sopran-Solo mit Frauen-Chorz die von den Violinen pianissimo auLgeführte lebendige Sechzehntheil - Figur is meisterhaft in dem Allegro assa1 (47-Taft A-moll) durchgeführt. Nach dem Chor Nr. 4 und dem dar- auf folgenden Sopran - Rezitativ Nr. 5 ist vorzüglich das Quintett Nr. 6 (B-dur Alla breve) von schöner nachhaltiger Wirkung, Vier Männerstim- men bilden dabei, einen anderen Text als der Sopran s\ingend, einen tref- lichen Gegensaß zu lehterer Stimme. Jm Schluß - Chor Nr. 7 i} beson- ders der kräftige fugirte Saß von imposanter Wirkung. Auch dieses Werk wurde in jeder Beziehung recht gelungen (die Sopran-Partie von Fräulein von Bor>ke nur nicht immer ganz rein) unter Leitung des Herrn Pro- fessor Rungenhagen ausgeführt.

Wollte man auf die drei zuleßt erwähnten Werke ein poetisches Bild anwenden, so könnte mana vielleicht das erste mit einem fortwährend frisches Wassser, klar und durchsichtig wie Krystall, spendenden, das zweite mit einem von Zeit zu Zeit versiegenden, aber immer von neuem wieder hervorbre- chenden, und das dritte mit einem statt Wasser edlen duftenden Wein her- vorsprudelnden, lebendigen Quell vergleichen, 2

Konzert von B. Molique.

In einem eigenen, von dem Königl. württembergischen Hof-Musik- Direktor B, Molique am 14. Dezember im Saale der Sing-Akademie ver= anstalteten , fast dur<hweg mit flassishen Compositionen ausgestatteten Kon- zert bestätigte derselbe vollkommen unser über sein Spiel in dem Berichte über die zweite Svmphonie- Soirée bereits ausgesprochenes Urtheil. Herr Molique entsprach seinem Rufe als einer der ersten lebenden deutschen Violin- Virtuosen durch den gediegenen, soliden Vortrag seines dritten Konzerts auf glänzende Weise, indem er dabei neben ausgezeichneter technischer Fertigkeit, Reinheit und schönem Ton besonders eine ihm eigene, großartige, man fönnte sagen klassische Ruhe entwickelte, Der älteren Schule angchörend, erseßt er durch gründlichen und naturgetreuen, unmanierirten Vortrag in seinem Spiel Alles, was uns die neuere, mehr einer gewissen romantischen Rich= tung nachgehend, an elegantem und pikant gewürztem, aber häufig manierir- tem Vortrage mitbringt. Die Composition, meistentheils und besonders was die lebhaften, sehr schwierigen Passagen betrifft, in Spohr's Weise gehalten, ist ebenfalls vortrefflich, von gediegenem Werthe z die Orchester - Begleitung, keinestveges nur untergeordnet behandelt, greift häufig selbstständig, selbst während der Solostellen mit ein, und im Rondo z. B. wurde die Wieder- kehr des Thema's immer auf überraschende, höchst originelle Weise jedesmal mit neuer harmonischer Behandlung bewerkstelligt. Jm zweiten Theile wurde den Verehrern klassischer Musik der sclten gebotene Hochgenuß zu Theil, die berühmte A-moll-Sonate von Beethoven (aus welcher Beriot das Thema zu den beliebten Tremolo - Variationen entnommen) für Pianoforte und Violine von den Herren Dr. Felix Mendelsf\ohn- Bartholdv und Molique in hoher geistiger Vollendung vortragen zu hören. Jm möglich rapidesten Zeitmaß wurden die drei Säge derselben mit einem Feuer, mit einer solchen Begeisterung, vorzüglich von Seiten des Herrn Mendelssohn ausgeführt, daß alle anwesenden Kenner davon enthu- siasmirt wurden! Zum Schluß des Konzerts, das ziemlich lange (bis 92 Uhr) währte, trug der Konzertgeber cine sogenannte Phantasie über Schweizer- Lieder eigener Composition, von leichterem, jedo ansprehendem Charakter, gleichsam zur Erholung von den vielen vorher gehabten , geistig anstren- genden Kunstgenüssen, mit enormer Kunstfertigkeit unter dem allgemeinen Beifall der Zuhörer, vor, Unterstüßt wurde der Konzertgeber dur< Frl. Charlotte von Hagn, die ein Gedicht „Das rothe Käpplein““ von Vo- L theilweise ziemlih gemüthlos sprach, und durch die Damen: Frau von Faßmann und Dlle. Tuczek, von welchen erstere die großartige C-dur- Arie aus Alceste“ von Glu> und mit leßterer zusammen das bekannte Duett aus „Jessonda‘“ beifällig vortrug. Auch eine Arie aus dem Orato- rium „Paulus“ von Mendelssohn wurde von Dlle. Tuczek mit hön getragener Stimme äußerst gelungen ausgeführt. Das Königliche Orchester bewährte seinen alten Ruhm durch meisterhafte präzise Ausführung der Ouvertüren zu „Fidelio ‘“’ und „Oberon “‘‘, die, wie alle übrigen Musik- stücke, von Herrn Konzertmeister L, Ganz gut geleitet wurden,

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