1844 / 72 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

i anntmachung. ] s Sams zufolge sollen die Vorwerke “Neuvorwerk und Lichne im Bomster Kreise, hie- La, jerungs-Bezirks, 25 Meilen von der Kreisstadt fee B Meilen von Meseriß, 25 Meilen von Zülli- ga Meilen von der Oder belegen, nebst Braue- hau V rennerei, Sommer - und Winter - Fischerei E ese chner und Swicten -See, so wie auf dem Obr vcfo - Flusse, ferner nebst dem Verlagsrechte über ie zubchöríge Krüge und den Hand- und Spann- diensten, so wie Natural - Gefällen der Einsassen aus Karge, Neudorf und Chwalim, auf 18 hinter einander folgende Jahre von Johannis 1844 bis Johannis 1862 im Wege des Submissions-Verfahrens verpachtet werden. Das Areal der oben genannten drei Vorwerke be-

steht aus:

31 CIN. Hof- und Baustellen, Obst- und Dorfgärten, Feldgärten, Weinbergen,

Ader,

zweischnittigen Wiesen, einshnittigen Wiesen, raumen Hütungen, bestandenen Hütungen,

14 Mg. 7719: 007 Se 95 » 13 » 43: » (683 »- 233 » 386 » 93 » 126 » 158 » 104 » 4109 » 0666 » 16 »

4: 444 » Rohrschnitt, 167 » 78 » Gewässern, 33>» 438+ Unland,

Summa in 3281 Mg. 59 (]IR.

Das Minimum des jährlichen Pachtquantums be- trägt 3083 Thlr, 42 Sgr. 1 Pf. incl, 760 Tylr. Gold, die Pachtcaution 1500 Thlr. und die Caution für die vom Pächter als Nendanten cinuziehenden Gefälle 500 Thlr., auh muß circa die Hälfte des Werthes der vom Pächter käuflich zu erwerbenden Jnventarienstücke vor der Ucbergabe baar bezahlt werden,

Die Pachtbedingungen, Register und Charten können täglih in unserer Registratur bei dem Hofrathe Schloe- gel eingesehen werden, auch i cin Exemplar der Be- dingungen der Königlichen Administration zu Karge Be- hufs Vorlegung an die Bietungslustigen zugefertigt worden,

Die Gebote werden bis zum 17, April Mittags um 12 Uhr versiegelt dur<h den Herrn Regierungs - Rath Kreyschmer in den Dienststunden auf der Königlichen Regierung hierselbst angenommen, vor welchem die Be- werber na< Vorlegung der Dokumente über ihre per- sönlichen und Vermögens - Verhältnisse, und Erlegung einer Bietungs- Caution von 2500 Thlrn, , die bei der f Nebergabe der Submission ihnen vorzulegenden Pacht- 1 bedingungen zu unterzeichnen haben,

I Die Auswahl unter den sämmtlichen Pachtbewer- bern bleibt dem Königlichen Mizisterio unbedingt vor- behalten.

Posen, den 5. März 1844.

Königliche Regierung z Abtheilung für direkte Steuern, Domainen und Forsten,

12213] Ediktal-Ladung. Auf Antrag der unten benanntcn Extrahenten wer- den die nachstehend verzeichneten \{<lesishen Pfandbriefe L und bezüglich Pfandbrief - Einziehungs - Recognitionen, | zum Zwe> der gänzlichen Amortisation derselben, nach

Borschrift der Allgemeinen Gerichts - Ordnung Th, 1. Tit. 51. $$. 126. 127, hiermit öffentli aufge- boten und die ctwanigen unbekannten Jnhaber dersel- ben daher aufgefordert, mit ihren Ausprüchen daran bis zum Zins - Termine Johannis 1844, spätestens in dem auf dem 8. August 1844, Vormittags 10 Uhr, anberaumten Präjudizial-Termine in unserem Kassenzimmer hierselbst sih zu melden, widrigenfalls ge- dachte Pfandbriefe und bezüglich Pfandbrief-Einziehungs- Recognitionen dur richterlichen Spruch gänzlich amor- tisirt, in den Landschafts-Negistern und den Hypotheken- büchern gelöscht, und wenn selbige späterhin auch wie- der zum Vorschein kommen sollten , dennoh durch ir- gend einige Zahlung nicht honorirt, vielmchr den Ex- | trahenten des Aufgebots an die Stelle der also amor- tisirten, neue Pfandbriefe werden ausgeferligt und aus- gericht, in Bezug der gekündigten aber die Valuten wer- den ausgezahlt werden. Bezeichnung der Pfandbriefe und der Extrahenten : 1, Wolfshain und Martinwalde S. I, Nr. 36 a 200 Thlr. , gegen Zins - Recognition vom 29, Juni 1791 außer Cours gesezt. Extrahent das fürst bischöfliche General - Vikgriat - Amt für die Kirche zu Wahren, 1, Zeipern G, S. Nr. 35 4 100 Thlr, gegen Zins-

Recognition vom 10, Januar 1817 außer Cours

geseßt. Extrahent der Patron der Kirche zu ssig für diese. /

1. Grödißberg C, VV. Nr, 37 a 500 Thlr., Extra- henten die Erben des verstorbenen Kaufmanns J. A. Fuchs zu Züly,

1V, D, N. Paulsdorf B. B. Nr. 31 z 100 Thlr, Ertrahenten der Baer Pfeiffer zu Paulau und

, der Müller Liebig zu Brieg.

V. Groß u. Klein 9 oft S. J. Nr, 108 a 300 Thlr, Ertrahent Bauer Hielscher zu Warmbrunn.

l, Einziehungs-Recognition der $, J. Fürstenthums- Landschaft vom 27, Dezbr. 1839 über den zum Umtausch gekündigten Pfandbrief Gimmel C. VV. Ar, 15 a 200 Thlr, Extrahenten Kaufmann Schliebner zu Schweidniß und Häusler Fiedler zu

Vi N Caaerzbörs,

* Sinzieyungs-Recognition der B, B, Fürstenthums- candschast vom 6, Januar 1840 ‘iris qu zum

BUUE gekündigten Pfandbrief Petschkendorf

G. Nr, 50 a 900 Thl Gs 1 Klein Mochbern, r. Extrahent Bauer

VUHI. Steinbah G, 8 Nï, 24 a öppli I, S, 22 100 . -

ry ge Gl. Nr. 107 4 100 Thl O. N ‘Ge

he es Nr. 102 a 80 Thlr, Mahtvitz N. Gr.

De 400 Thlr, O. N, Gersdor Goerl.

) a 200 Thlr, Erxtrahent Müller Liebig

s, E: r, 00 _, Län Michel zu Neuham our Thlr, Extrahent

F ‘29 Thlr, ‘_?irshberger Kreis, 5. 7 : Thie S À Blastorf D fe. W203 : 50 y —O. M ‘gPaméêtorf S. J, Nr. 67 a

z Guhlau & Mddorf S. I, Nr. 75 : n, Sbollwig S e I. Nr. 50 a 80 Thlr, s 13

np ocene et A He E inz an:

B. B. Nr. 24 a 100 Thlr, Sißmannsdorf B, B. Nr. 3 a 40 Thlr, Albendorf M. Gl, Nr.118 a2 500 Thlr. M. N. Steine M. 61. Nr. 87 a 150 Thlr, Wallisfurth M, G1 Nr. 74 a 100 Thlr. Giesmannsdorf N. Gr. Nr. 89 a 200 Thlr. Wisllhelminenort O. M. Nr. 59 a 100 Thlr. Musfau Goerl. Nr. 1037 a 50 Thlr. Musfau Goerl. Nr. 1038 a 50 Thlr, Schönberg Goerl. Nr. 38 a 400 Thlr, N. Radlin O. S. Nr, 14 a 60 Thlr., welcher in zwi- {hen zur Baarzahlung gekündigt worden Til- lowiy O, S. Nr. 217 a 100 Thlr., ebenfalls zur Baarzahlung gekündigt Schnallenstein M. G1. Nr. 93 a 100 Thlr. gleichfalls zur Baar- zahlung gekündigt endlih die Einziehungs- Recognition der General - Landschafts - Direction vom 14, Juli 1840 über den zum Umtausch ge- kündigten Pfandbrief Polnisch Neukirch O. S. Nr. 141 a 600 Thlr,; Extrahent Pfarrer Dr. Hoff- mann für die Kirhe ad St, Mauritium hier Breslau, am 11. Dezember 1843. Schlesische General - Landschafts - Direction.

[304] Procrtamà

Da folgende Bank - Obligationen abhänden ge- fommen sind :

1, Die Bankf-Obligation vom 19, April 1790, Lit. F, Nr. 66,420, auf den Namen des Stadtgerichts zu Calcar über eine bei dem vormaligen Königl, Bank-Comtoir zu Cleve aus der Kreditmasse des Schiffers He>ermann belegte Summe von 100 Thlr, nebst Zinsen seit dem 19, April 1790.

Die Bank - Obligation vom 2. September 1814, Litt, C. Nr, 137,819, auf den Namen des Königl, Ober-Landesgerichts von Westpreußen zu Maricn- werder über eine Summe von 80 Thlr. Courant nebst Zinsen vom 1, Januar 1815, welche dem chemaligen Lieutenant Martin Nepomufk von Oborsfi, gegenwärtig zu Warschau wohnhaft, eigenthümlich überwiesen und eingehändigt ist,

so werden auf den Antrag der beirefenden Jnteressen- ten alle diejenigen, welche an diese Bank-Obligationen als Eigenthümer, Cessionarien, Pfand - oder sonstige Briefs- Jnhaber oder deren Erben Ansprüche zu haben vermeinen, hierdurh öffentlich vorgeladen, si in dem vor dem Kammergerichts- Referendarius Hauptner hier auf dem Kammergericht auf den 19, Juli 1844, Vormittags 11 Uhr, anberaumten Termine zu gestellen und ihre Ansprüche zu bescheinigen, widrigenfalls sie damit präkludirt, ihnen deshalb ein ewiges Stillschwei- gen auferlegt und die Bankf-Obligationen für amortisirt erflärt werden sollen.

Den Auswärtigen werden die Justiz - Kommissarien, Justizräthe Hülsen, Kahle und Jung zu Mandatarien

N

in Vorschlag gebracht. Berlin, am 22, Februar 1844, Königl, preuß, Kammergericht.

[300] A

Alle diejenigen, welche an die Verlasscuschast des ver- storbenen Pächters Johann Christian Meyer zu Mid- delhagen rehtsbegründete Forderungen und Ansprüche haben, werden , mit Hinweisung auf die den Stralsun- dischen Zeitungen in extenso inserirten Ladungen vom heutigen Tage, zu deren Anmeldung und Beglaubigung in einem der folgenden Termine, als am 12, u. 29, März, so wie den 19, April d. J, Morgens 10 Uhr, vor dem Königl, Hofgericht, bei Ver- meidung der am 10. Mai d. J. zu erkennenden Prä- flusion, hiermit aufgefordert.

Datum Greifswald, den 17, Februar 1844. Königl, preuß, Hofgericht von Pommern und Rügen,

v. Möller, Praeses.

[81 b] A U L 4 1 g.

Auf den Antrag des Pächters A. Peters, bisher zu Redebac, werden Alle und Jede, welche an das ihm ex contractu vom 29, Januar 1833 zuständige, bis Trinitatis 1857 annoch laufende, gegenwärtig an den Oekonomen Holy von Sagatel abgestandene Pachtrecht an der Domaine Redebac nebst Vorschuß, an das dor- tige lebende und todte Guts-Jnventarium, die Saaten und Aer-Arbeiten, so wie an die dem Cessionar mit- überlassenen, dem Cedenten eigenthümlichen dortigen Bauwerke aus irgend einem erdenklichen dinglichen Rechtsgrunde Forderungen und Ansprüche haben und geltend machen zu können vermeinen, zu deren An- meldung und Beglaubigung in einem der folgenden Termíne:

am 8, Februar, 1, und 21, März cr,, Morgens 10 Uhr, vor dem Königl. Hofgericht, bei Ver- meidung der am 15. April cr. zu erkennenden Präklu- sion, hiermit aufgefordert, Die vollständigen Ladungen sind den Stralsundischen Zeitungen inserirt, auf welche hier des Weiteren Bezug genommen wird.

Datum Greifswald, den 13. Januar 1844,

Königl. preuß. Hofgericht von Pommern und Rügen,

(L. S. v, Möller, Praeses.

[62] Edifkftal-Citation, Der Papiermachexr - Geselle George Gottholdt Zieche wird ad terminum D den 20. April c., V. M. 10 Uhr, zur Beaniwortung der von seiner Ehefrau Caroline, geborenen Siegert, wegen böslicher Verlassung wider ihn angestellten Ehescheidungsklage mit der Warnung Mérburd vorgeladen, daß bei seinem Ausbleiben er der Klage für geständi erachtet und demnach i ciam wider ihn erfannt werden wird. Hirschberg, den 12, Januar 1844, Königliches Land- und Stadtgericht,

In contuma-

[160] Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 419. Januar 1844 Gras der Mid Det Nr. 3 belegene Blumesche rundstud, gerichtlich abgeschäßt zu 18,342 .8S 3 Pf., soll Schulden halber Thlr, 8 Sgr, am 13, September 1844, Vormitt, 11 Uhr an der Gerichtsstelle subhastirt werden, Taxe und Hy-

pothekenschein sind in der Registratur einzusehen,

le dem Aufenthalte nah unbekannte Real-Gläubi- gerin, die Wittwe des Kaufmanns Lany, Emilie gebo- rene Tempelhagen, wird hierdurch öffentlich vorgeladen,

Allgemeiner Anzeiger.

[161] Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 1. Februar 1844.

Grundstü, gerichtlih abgeschäßt zu 9004 Thlr. 20 Sgr,, soll am 17. September 1844, Vorm. 11 Ubr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden, Taxe und Hy- pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.

Die Wittwe Köhler, Johanne Margarethe geborene Bethge, wird zu diesem Termin hierdurch mit vorgeladen.

[189 b] Berlin-FFrankfurter oe.

Eisenbahn.

Die Actionairs der Berlin-FrauffurterEisen- bahn-Gesellschaft werden hierdur< unter Hinwei- sung auf die $$. 25, 33 L, und 67 des Gesellschafts- [0 Statuts zu einer ordent- lichen Generalversamm- L Zas lung am 15. April d. J. Nachmittags 4 Uhr im Haupt- Verwaltungs - Gebäude auf dem hiesigen Bahnhofe, Koppenstr. Nr. 7 und 8, cingeladen, Zur Theilnahme an dieser General-Versammlung sind nach $. 28 des Statuts nur diejenigen berechtigt, welche

spätestens 8 Tage vor der Versammlung die ihnen ei- genthümlich gehörenden Actien in der Hauptkasse der Gesellschaft auf dem Bahnhofe, welche, mit Ausnahme der Sonn- und Festtage, Morgens von 9 bis 1 Uhr und Nachmittags von 4 bis 6 Uhr geöffnet is , oder sonst auf eine der Direction genügende Weise nicder- gelegt und dadurch die Zahl der Stimmen, zu welchen sie berechtigt sind, nachgewiesen haben, Die hierüber zu eitheilende Bescheinigung dient zuglei als Einlaß- karte für die Versammlung.

Dic Rückgabe der deponirten Actien erfolgt am näch- sten Tage nah dem Schlusse der General - Versamm- lung gegen Aushändigung der darüber ertheilten Be- s{hcinigung.

Abwesende Actionairs können sh nur durch andere mit beglaubigter Vollmacht versehene Actionairs ver- treten lassen, und müssen die Vollmachten nach $. 29 des Statuts gleichzeitig mit den Actien selbst in der Hauptkasse der Gesellschaft nicdergelegt wérden,

Berlin, den 2, März 1844. i Der Verwaltungs-Rath der Berlin-Frankfurter Eisen-

bahn-Gesellschaft. von Buddenbro>, als Vorsitzender.

g F d Dampfschifffahrt a zwischen Magdeburg [208 b

und Hamburg.

Dem gechrten Publiko die ergcbene Anzeige, daß wir fortan zwei Schlepp - Dampfschiffe wöchentlich, von hier

am Sonntag und Donnerstag, von Hamburg am Sonntag und Mittwoch, expediren.

Der Passagier-Verkehr beginnt ebenfalls mit zwei Dampfschiffen von hier und von Hamburg, und zwar werden mit Passagieren und Gütern vom 17ten bis zum Schluß dieses Monats w öch ent -

lich vier Fahrten ausgeführt,

Abgangzstage : Abgangstage :

von hier von Hamburg Sonntag ) Sonntag Dienstag (Nachmitt, Dienstag Nachmitt. Donnerstag ( 3 Uhr, Mitt wo h ( 6 Uhr. Freitag / Freitag

Güter zum Versand p. Dampf- u. Schlepp- \<iff können bereits jeßt bei uns cingelie- fert werden, Magdeburg, den 5, März 1844, Die Direction der vereinigten Hamburg - Magdeburger

Dampfschifffahrts - Compagnie.

(gez.) Holhapfel.

In Bezug auf vorstehende Bekanntma- <ung übernchmen wir von heut ab den prompten Versand der Güter nach Hamburg p. Dampfwagen und Dampfschiff. Berlin, den 6, März 1844, Herrmann & Meyer, Hausvoigtei - Plaß Nr. 12,

[215 b] Verkaufs-Bekanntmachung,

Das im Königreiche Polen, eine Meile von der

Gränze des Großherzogthums Posen, in der Gouver-

nements-Stadt Kalisch und dortigen Vorstadt Piskorzew

unter Nr. 403 an dem Ufer des Prosna - Flusses bele- gene große Fabrik - Gebäude, zur Konkurs - Masse des fraft Tribunal - Dekrets des Kalischer Gouvernements de dato 18/30. Oft. 1843 als betrüglicher Banquerotteur erflärten, in Breslau etablirt Sewufetinn Benjamin Pohl gehörig, das insbesondere folgende Gebäude umfaßt, als:

1) Ein großes Fabrik-Gebäude, aus ansehnlichen amor- tiísationsweise zurückzuzahlenden Regierungs - Vor- schüssen erbaut, massiv gemauert, unter Dachziegeln, 2 Stockwerke außer Parterre- und Souterrain-Lo- falen enthaltend, 955 Ellen lang, 23; E. breit, vom Parterre bis zum Gesimse 175 E. hoch, nebst cinem massiven mit Dachziegeln gede>ten, 27 E, langen und 16% E, breiten Seiten-Pavillon.

2) Ein massiv gemauertes, mit Dachziegeln gede>tes, ein Parterre und ein oberes Stockwerk enthalten- des Haus, 48 E. lang, 173 E. breit und 12 E. hoch.

3) Eine Färberei, gemauert, nebst einem mit Dachzie- geln gede>ten Pultdache, 24 E. lang, 6 E, breit, 64 E. hoch.

4) Stallung nebst Hol;kammern, massiv gemauert un- ter Dachziegeln, 78 E. im Umfange lang, 52 E, hoch,

9) Kloaken von Holz gebaut,

6) Holzkammern von Holz gebaut, ein Garten mit gehöriger Umzäunung und cin gepflastertes Trottoir,

s Sa in laut am 27, September 1843

eeidiglen Sachkennern stattgehabter Schäßun

19,961 Silber-Rubel 165 op e 22,106 Thlr,

8 Sgr, 10 Pf, beträgt, wird am 47, April 1844

auf dem Wege der öffentlichen Licitation verkauft werden.

Dieses Gebäude, das ursprünglih zur Fabrik erbaut wurde, enthält geräumige Säle, (o wie alle zu diesem

Das in der Schiefgasse Nr. 16 belegene Schumannsche.

Behuf erforderlihen Kommoditäten, so wie au wirk- lich dort früher eine Tuchfabrif bestand und noch jegt eine Bandfabrik unterhalten wird, Der zur öffentli- chen Versteigerung oben bezeichneter Jmmobilien anbe- raumte Termin ist, wie erwähnt, auf den 17. Apiil c. festgesegzt, und wird dieselbe um 4 Uhr Nachmittags im Sizungssaale des Civil-Tribunals 1. Instanz Kalischer Gouvernements, vor dem hierzu delegirten Tribunals- Assessor, Herrn Joseph Tymienie>i, stattfinden,

Das zur Licitation niederzulegende Vadium ist auf 1000 SRubel oder 1111 Thlr, 3 Sgr. 4 Pf. bestimmt.

Von dem Kaufpreise werden circa 16000 Thlr, an diese Jmmobilien hypothekarisch lastende Amortisations- Vorschüsse abgezogen, hinsichtlih deren Käufer in die Rechte des fruheren Eigenthümers tritt und davon blos jährliche Amortisations-Prozente abzutragen hat. An- dere Kaufbedingungen sind jederzeit bei unterzeichneten Tribunals-Advokaten als definitiven Syndiken der Masse Pohl & Co., eben so wie im Büreau des Herrn Tri- bunal - Schreibers, beliebig durhzuschen, wozu hiermit die Herrn Kauflustigen ergebenst eingeladen werden,

Kalisch, den 20, Februar 1844. |

Zagurowsfi, Walentowicz.

[305] Befanntmachung, die Erledigung einer Präbende in dem ade- ligen Stifte Birken bei Baireuth betreffend, Baireuth, den 2, März 1844. Im Namen Sr. Majestät des Königs,

Durch die Verehelihung einer Stiftsdame is eine Präbende in dem adeligen Damen - Stifte Birken bei Baireuth ia Erledigung gekommen.

Auf dieses Stift haben vermögenslose adelige Wittwen oder Fräulein aus den Familien von Stein und von Erffa, und zwar auf ge- genwärtige Präbende zunächst die aus der Familie von Erffa, statutenmäßig Anspruch, Die Verleihung der Präbende steht Sr, Majestät dem Kö- nige zu, ;

Dies wird mit dem Anhange zur öffentlihen Kennt- niß gebracht, daß Bewerbungen um die Präbende nebst den erforderlihen amtlihen Zeugnissen über die Verwandtschaft mit der Stifterin Christiane Charlotte Freifrau von Stein, geb, von Erffa, und über die Vermögensverhältnisse bis zum lezten April d, J. bei Vermeidung der Nichtberü>- sichtigung dahier einkommen müssen.

Königlich bayerische Regierung von Oberfranken,

Kammer des Junnern,

Citerarische Anzeigen. Béi D, Wigand iR Leipzig erschien und is in Berlin bei E, H. Schroeder, inden 23, vorräthig :

[302] Karl Nauwerk.

über die Theilnahme am Staate, (Einleitung zu den Vorlesungen ; über Geschichte der

wichtigsten Systeme der philosophischen Staatslehre.) Preis 6 Sgr.

[216 b] Güter-Verkauf.,

Ein herrschaftliches Rittergut, 4232 Morgen Areal, lauter Weizenboden, 40 Pferde, 40 Kühe, 50 Ochsen, 10 Stück junges Hornvieh, 2000 Schafe, große, kleine Jagd, Fischerei, herrschaftliches Wohnhaus mit Park und sehr shöner Brennerei, Preis ohne Handel 200,000 Thlr., Anzahlung 70- bis 80,000 Thlr.

Ein zweites Rittergut:

2000 Morgen lauter Gerstenboden, davon 400 Mor- gen schöne Heide, 200 Morgen Wiesenz an Viehstand 40 Kühe, 30 Pferde, 1100 Schafez baare Gefälle 1000 Thlr,, 80 Klafter Klobenholz aus Königlicher Haide, frei Bau- und Reparatur-Holzz 11,000 Morin Jagd, cin schöner Park mit herrschafilihem Garten. Die Ge- bäude sehr s{<ón. Preis 150,000 Thlr. , Anzahlung 80- bis 100,000 Thlr.

Zwei an cinander gränzende Rittergüter, circa 4000 Morgen, über ein Drittheil Weizenboden, große, kleine Jagd, sehr schöne Fischerei, Holz zum Bedarf nebst Torf im Uebeiflußz an Viehstand beide Güter: 36 ferde, 70 Kühe, 2000 Schafe. Preis 140,000 Thlr., Anzah- lung 40,000 Thlr.

Ein Rittergut zum Verpachten:

2000 Morgen Areal, davon 121 Morgen Wiesen, schr shöne Fischerei, 150 Morgen Holz, Torf im Ueber- fluß, große, fleine Jagd z der Bodcn Weizen-, Noggen-, gutes Haferland ; an Viehstand sind 16 Pferde, 30 Kühe, 800 Schafe und Lämmer. Zur Uebernahme und Caution gehören 6- bis 7000 Thlr., und is die Verpachtung auf zwölf Jahre festgeseßtz die jährliche Pacht ist 2500 Thlr, festgesest, Sämmtliche Güter sind von Berlin 8 bis 10 Meilen. Näheres beim Güter-Agent Karl Ludwig Abel in Zehdenik.

[204 b]

Familien - Verhältnisse wegen soll ein Gut in West- preußen , das alle Qualitäten eines Rittergutes besißt, verkauft werden; es gehören dazu 4500 Morgen Wald mit den schönsten Beständen und 4500 Morgen land- wirthschaftliches Areal mit reichen Heuärndten, Wohn- haus und Garten von seliener Annehmlichkeit. Kauf- preis 150,000 Thlr, mit 70- bis 80,000 Thlr, Anzah- lung. Das Königl. Jutelligenz-Comtoir zu Berlin nimmt Adresscn sub Z, 186 an.

[217 b] ; »

Diejenigen Herren Landwirthe, die an der in No. 5. der diesjährigen Oekonomischen Neuig- keiten und Verhandlungen von Emil An-

“" lleingehenden Pflug

Theil zu nehmen wünschen , werden hiermit höf- lichst ersucht, sich vor Johanni d. J. zu melden, da Meldungen nach jener Zeit nicht berücksichtigt werden könnten.

Liszkowo bei Inowraclaw. Grossherzogthum Posen.

Nordmann.

R

dré enthaltenen Subscription auf den von nir kon- -

JIARE

_Das Abonnement beträgt: 2 Rthlr. für 4 Iahr. 4 Kthlr. - 2 Iahr. 8 Rthlr. - 1 Iahr. in allen Theilen der Monarchie ohne Preiserhöhung. In sertions-Gebühr für den Raum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.

Allgemeine

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Expedition selbs (Friedrihs-Straße Nr. 72) gemacht ,

9 Uhr ab bis Nachmittags 4 Uhr in unserem Erpeditions - Lokale, einer Zeile 2 Sgr. Um wiederholten Anfragen zu begegnen, wird machungen der Königl. Behörden, literarischen und Kunst - Anzeigen ,

finden.

Inhalt.

Anitlicher Theil.

Inland. Stettin, Empfehlung eines Lehrbuches für Volks\{hulen, Breslau. Verein zur Abhülfe der Noth unter den Webern und Spin- nern im Gebirge, Swinemünde. Fortwährende Unterbrehung der Verbindungen. Köln. Gewerbesteuer der Kohlenfuhrleute.

Deutsche Bundesstaaten. Bayern. München. Königliche Un- terstüßung zur Herstellung des speyerer Doms, Näherer Bericht über den Guß des Göthe- Denkmals und Stiglmayer's Tod, Sachsen. Leipzig. Gesey über den Schuß des literarischen Eigenthums, Württemberg. Stuttgart, Befinden des Königs,

Frankreich. Paris, Entscheidung des Büreau's über die Wahl Charles Laffitte’'s, Petition gegen den belgischen Zinsreductions-Plan. Er- klärung über das angeblihe Militair - Komplott. Briefe aus Paris. (Kammer - Arbeiten; das Patentgescß; die otaheitischen Angelegenheiten in der Pairs-Kammer, Das angebliche Militair-Komplott; neue Pro- testation der Geistlichkeit gegen das Unterrichtsgeseg; Lamartinez der Fürst von Oettingen-Wallerstein ; der Graf von Eu. Herr von Laroche- Jacquelinz der Fürst von der Moskwa und der Marquis von Boissy z Admiral Dupetit-Thouars.)

Großbritanien und Jrlaud. Oberhaus, Jrländishe Schul- sachen, Lord Brougham über Todesstrafen in Louisiana, Unter- haus, Budget-Verhandlungen, Eisenbahnbill-Comite. London, Kommission zur Untersuchung der englischen Ansprüche in Portendic. Absendung von Jugenieuren na< dem Oregon - Gebiet, Ankunst

aga's. 2 L

Niedèr ande, Aus dem Haag. Annahme der Geseßz-Entwürfe über die Vermögenssteuer und die freiwillige Anleihe durch die erste Kammer, Schreiben aus Venloo, (Militairisches.) 5 x

Spanien, Briefe aus Madrid, (Einige Aufklärungen über die Ereig- nisse von La Granja; der Jufant Don Henriquez Alicante und Carta- gena; Karlisten-Bewegung im Nordenz Vermischtes.) und Paris, (Näheres über die Verhaftungen in Bilbao z der Einzug der Königin Marie Christine auf spanisches Gebiet.) /

Griechenland. Schreiben aus M ünchen. (Die Autochthonen-Frage.)

Vereinigte Staaten von Nord-Amerika. Schreiben aus New - Y ork, (Tarif- und Oregon-Frage z Ankunft des Herrn Pa>kenham; an- gebliche Pestfälle) i

Ostindien und China. Paris,

Handels- und Börsen-Nachrichten, und Paris, Börse,

ónigl, Schauspielhaus, (Gastspiel des Herrn Döring.) Wissenschast- N icler S cel f Akademie für Männergesang. Paris, Gutachten Spontini's über ein theoretishes Werk von H, Berlioz,

Beilage.

Wegnahme Gwaliors, Berlin, Frankfurt a, M.

Amtlicher Theil. Berlín, den 10, März. Jhre Königl. Hoheiten die Frau Großherzogin, der Erh = roßherzog und die Erbgroßherzogin von Medlenburg- Gtreliß sind aus Streliß hier eingetroffen und in den für Höchst= dieselben im Königlichen Schlosse bereit gehaltenen Appartements ah- getreten.

Ausstellung von Werken lebender Künstler in den Sälen des Königlichen Akfademie-Gebäudes, vom 15, Sey- E fe er bis zum 17, November d, J, h Die diesjährige große Ausstellung von Werken lebender Künstler, die 34ste der seit 1786 von der Königlichen Akademie der Künste

Berlin, Dienstag den l2wo März

Ann die Lesser.

ser Zeitung beträgt 2 Rthlr. Preuß. Cour. für das Auland. und jeder innerhalb der Ringmauer der Stadt wohnende Pränumerant erhält das dem angegebenen Datum, frei ins Haus gesandt. Nuswártige, des Ju- oder Auslandes , bewirken ihre kann nicht mit Gewißheit die Nummern erwarten, die vor der hier eingegangenen Meldung erschienen sind.

Uebrigens is die Einrichtung getroffen, daß Inserate, deren Aufnahme in den Allgemeinen Anzeiger dieser Zeitung gewünscht Friedrichs - Straße Ir. 27S, in Empfang genommen werden.

zugleich bemerkt, daß in dem Anzeiger der Allg. Preuß. Zeitung, außer gerihtlihen und anderen öffentlihen Bekannt- „Nl i l ‘A auh Familien-Nachrichten jeder Art, so wie Industrie und Handel betreffende Anzeigen, stets Aufnahme Auswärtige haben ihre Inserate unter der Adresse der Expedition in frankirten Briefen einzusenden. :

veranstalteten, wird am 15. September eröffnet werden. Die Aka- demie ladet einheimische und auswärtige geehrte Künstler ergebenst ein, dieselbe mit ihren Kunstwerken zu bereichern, bei deren Üeber= sendung, die spätestens bis zum 7. September d. J. erfolgt sein muß, sie um gefällige Beachtung der bestehendeu Vorschriften ersucht, welche sie hierdur<, wie dies bisher immer geschehen, zur öffentlichen Kenntniß bringt :

1) Nur von Künstlern oder auf deren spezielle Veranlassung an-= gemelvete Werke werden ausgestellt, was auch dann gilt, wenn die- selben niht mehr im Besiße ihrer Urheber sind, indem weder die Echtheit der Arbeiten, noch die Bestimmung derselben für die Aus= stellung zweifelhaft sein darf.

2) Um ín das zu drud>ende Verzeichniß aufgenommen zu wer- den, müssen die Anzeigen vor dem 20, August d. J. eingegangen sein und außer den Namen und dem Wohnort des Künstlers die Anzahl und den Jnhalt der einzusendenden Kunstwerke nebst der Be- merkung enthalten, ob dieselben fäufli<h sind oder nicht. Mehrere Gegenstände, Bildnisse, Landschasten, Zeichnungen 2c. können nur dann unter einer Nummer zusammengefaßt werden, wenn sie in einem gemeinschaftlihen Rahmen befindlih \siud, indem sonst die richtige Zurücklieferung si< uiht verbürgen läßt. Die vorläufige Annahme dieser Auzeigen berechtigt übrigens niht zu dem Anspruch, daß die angemeldeten Gegenstände au< wirkli<h ausgestellt werden.

3) Zur Bequemlichkeit des Publikums und zur Erleichterung der Geschäftsführung werden die Einsender ersucht, jedes Werk an einer sichtbaren Stelle mit dem Namen des Künstlers durch Anheftung einer Karte zu bezeihnen und bei Gegenständen, wo eine Verwech= selung möglich is, als Prospekten, Landschasten u. dgl. , den Jnhalt der Darstellung auf der Rüseite der Bilder kurz zu benennen.

4) Kunstwerke, welche. in Berlin bereits öffentlich ausgestellt waren, anonyme Arbeiten, Kopieen aller Art (mit Ausnahme der Zeichnungen für den Kupferstich), Quodlibets, in Papier geschnibte Sachen, Sti>ereien nah Sti>kmustern, Arbeiten von Haaren, Leder, Papiermahé und dergleihen, so wie aus der Ferne kommende Malereien und Zeichnungen unter Glas, werden niht zur Aus= stellung angenommen.

9) Vor Beendigung der Ausstellung kann Niemand einen aus- gestellten Gegenstand zurü>erhalten.

6) Eine für diese Ausstellung vom Senat zu ernennende Kom- mission, aus vier ordentlichen Mitgliedern der Akademie und vier Senats - Mitgliedern bestehend, is für die genaue Beobachtung dieser Vorschristen und die Ausschließung der für öffentlihe Ausstellung in der Akademie nicht geeigneten Kunstwerke verantwortlih. Gegen die Entscheidungen dieser Ausstellungs - Kommission läßt sich nur an den akademischen Senat rekurriren.

7) Auswärtige Künstler, welche nicht Mitglieder der unterzeih- neten Königlihen Akademie, oder Professoren an einer Kunstschule, oder besonders aufgefordert sind, haben die Kosten des Transports ihrer Arbeiten selbs| zu tragen uud zur Ablieferung und Empfang- nahme derselben der Akademie einen Beauftragten namhaft zu machen, welchem jede diesfällige Besorgung und Korrespondenz, so wie die Vermittelung des Verkaufs der Kunstwerke, wenn dieser beabsichtigt wird, überlassen bleiben muß. Für Gegenstände, welche dur<h Schuld der Absender, selbst wenn diese sich in den Eingangs dieses Para- Font ausgenommenen Fällen befinden, erst nah dem 7. Septem- ver d, J. bei der Akademie eintreffen, werden keine Transport-= fosten vergütigt.

8) Endlich wird wegen häufig vorkommender JZrrungen darauf aufmerksam gemacht, daß die ebenfalls in Berlin befindliche Central-

Bestellungen rechtzeitig bei den resp. Post-Aemternu ; wer dies versäumt, L E zettlgy be p ) Für einzelne Nummern des Blattes ist der Preis 2% Sgr.

1844.

Bestellungen für Berlin werden in der Blatt durch die Stadtpost, schon den Abend vor

wird, an den Wochentagen von Morgens Der Preis der Jusertion beträgt für den Raum

Verwaltung des allgemeinen preußischen Kunst=- Vereins mit der Aka- demie in Betreff dieser Ausstellung in keiner Verbindung steht, wes= halb die Adressen der für die Kunst - Ausstellung bestimmten Gegen= stände nur an die Königliche Akademie der Künste gerichtet werden müssen. Berlin, den 6. Januar 1844. Direktorium und Senat der Königlichen Akademie der Künste, Dr. G, Schadow, Direktor.

Augekommen: Se. Durthlaucht der Landgraf Wilhelm zu Hessen, von Deßau, l Der General-Major und Commandeur der 4ten Kavallerie-Bri- gade, von Hirschfeld, von Landsberg a. d. W.

Abgereist: Se. Durchlauht der Königl. dänische General Major, Prinz Ludwig zuBentheim=Stein furt, nach Leipzig.

Uichtamtlicher Theil.

Inlaud.

Stettiu, 8. März. Ju dem heutigen Amtsblatte empsiehlt das Königl. Konsistorium den „Preußischen Kinderfreund““ von Preuß und Vetter, wovon vor kurzem der 2te Theil erschienen i , als ein geeignetes Lesebuch für Volks\schulen,

Breslau, 8. März. (Sl. Z.) Ju der gestrigen General= Versammlung des „Vereins zur Abhülfe der Noth unter den Webern und Spinnern in der Provinz Schlesien“ wurde der in Nummer 56 dieser Zeitung mitgetheilte Entwurf der Statuten berathen. Herr Ober-Bürgermeister Pinder eröffnete und leitete die Debatte über die einzelnen Paragraphen; über mehrere derselben erhob sih lebhafte Diskussion, jedo<h wurden sie fast ohne Veränderung angenommen. Mehrere Mitglieder wünschten, daß der Verein als Ceutral =- Verein sich fonstituiren möge ein Wunsch, der au< von Theilnehmern des hirshberger und shweidniber Vereins brieflih auêgesprochen war, dessenungeachktet beschloß die Majorität der Versammlung, den einfachen Namen „Verein“ beizubehalten und mit den übrigen Vereinen nach g. 10 der Statuten Behufs gemeinsamer Wirksamkeit in Verbindung zu treten. Nach Annahme der Statuten wurde zur Wahl der 21 Mitglieder des nach $. 4 bis zum Jahres\hluß fungirenden Comités geschritten. Es wurden gewählt: Se. Excellenz Graf von Brand enburg, Se. Excellenz Ober= Präsident von Mer>el, Redacteur Barth, Dr, Freitag, Dr, Geiger, Kommerzien-Rath Kraker, Bischof Latussek, Regierungs-Assessor von Mer>el, Kaufmann Milde, Kaufmann M olinarî, Ober - Bürgermeister Pin der, Regierungs= Rath von Reibniß, Kaufmann Scharff, Regierungs = Asse| or Schneer, Referendar Shweibßer, Dr. Stein, Prof, Su>ow, Stadtverordneter Tscho>e, Graf York von Wartenburg, Ge= neral von Willisen, Graf von Zieten,

Swinemünde, 9. März. (B. N. d, O.) Ju vergangener Nacht hat si< wieder Frost eingestellt. Bei dem periodishen Winter

dürfte die Wasser-Verbindung zwischen hier und Stettin in drei bis vier Wochen kaum hergestellt sein, denn obgleih das Eis vom Strom und der Rhede, bei dem Thauwetter, vershwunden war, so hat der Nachtfrost wieder viel junges Treibeis herbeigeführt. | Köln, 5. März. Durch eiu Ministerial - Reskript vom 34. Januar d, J., welches das heutige Amtsblatt mittheilt, wird die hiesige Königl. Regierung autorisirt, denjenigen Landleuten, welche

Ia

Königliches Schauspielhaus.

Gastspiel des Herrn Döring,

Emilia Galotti, eines der Meisterwerke Lessing's, ging am 9ten d. M- über die Bühne. Die Aufführung dieses in ästhetischer Beziehung so hoch stehenden dramatischen Werkes hatte seit Grunert's Gastspiel im verwichenen Jahre nicht stattgefunden, weil es zur Zeit an einem geeigneten Darsteller des Marinelli bei unserer Hof bühne fehlt. Die Anwesenheit Döring's, des geschäßten Gastes, verschaffte uns den Genuß, dies klassische Werk zu schen. Er gab zum erstenmale bei unserer Bühne den Marinelli, denn bei seinem vorjährigen Gastspiel trat er nicht in dieser Rolle auf.

Gerade aber als Marinelli ihn zu sehen, mußte von höchstem Juteresse sein, da nicht allein die Rolle an und für sich eine der schwierigsten Dar- stellungen q sondern au< weil unser verewigte Seydelmann so unúüber- trefflich groß in ihr dastand. Er hatte es uns erst gezeigt, wie der Mari- nelli aufgefaßt werden mußte, um das vom Dichter gezeichnete Charakter- Gebilde zu verkörpern, Marinelli, dieser gewandte Vol ling, dem kein Mit- tel zu \hle<t is, um sich in der Gunst seines Herrn und Gebieters immer mehr zu befestigen, und sich ihm unentbehrlich zu machen, verlangt einen Darsteller, der tief in die Geheimnisse der dramatischen Kunst einge rungen ist, Jener ist ein vollendeter Bösewicht, nicht jener shmußzige, gemeine, son- dern der in einer polirten Hülle, von höchst beschränktem erstande, der nur in der Auffindung schlechter Handlungen nicht Geistesshäfe, sondern tü>is<he Raffinirtheit zeigt, Ein -vollklommen ,¿ hämischer Affe wie ihn

Appiani nennt, ist er, der nur auf Aeußerliches hält und deshalb in seiner

Tes eine Geschmeidigkeit beobachtet, die in heuchlerishe Kriecherei aus-

artet, : Und st gab íhn uns Döring, ganz ss in Sprache, Mienen und Wesen,

Nur um ein Geringes verschieden war

mann's, der die

eine Darstellung von der Seydel- olle im Ganzen ruhiger , obglei eben so höfisch, hielt.

Durch seine Ruhe und Kälte bei manchen Scenen deutete er den, fast möchte man sagen, rutinirten Bösewicht an. Döring war geschmeidiger, bieg- samer, und repráäsentirte mehr den Höfling, der jeden Blick seines Gebieters erhascht, um ihm entgegenzukommen, dem es zur Befriedigung der Wünsche seines Herrn und der Erreichung soines Zweckes nicht darau ankommt, ge- legentlih einen Mord zu begehen, als den eingewiegten Sünder, Jndeß wollen wir damit keinesweges andeuten , daß Döring bei Auffassung dieser Rolle au nur um ein Kleines gefehlt habe, er war vielmehr in seiner Art eben so vorzüglich als Seydelmann,

Die Darstellung des Marinelli von dem talentvollen Gaste is unstrei- tig eine der vorzüglichsten Leistungen, die wir bisher von ihm geschen haben, Leicht möchte sich kein zweiter \ol<er Darsteller der Rolle finden, und von Neuem bethätigte Döring es, daß er mit Recht einer der ersten jeyt leben- den Heroen der deutschen Schauspielkunst is.

_ Mad. Crelínger betrat an diesem Abend, von ihrer Urlaubsreise zu- rückgekehrt , Jun nen Mal wieder als Gräfin Orsina die Bühne, hre vortreffliche Leistung in dieser Rolle is so bekannt, daß wir es für über- flüssig halten, nur no< ein Wort darüber zu sagen. Frl. Ch. von Hagn löste als Emilia in künstlerischer Beziehung ihre Ausgabe vollkommen, nur wünschten wir ihr gerade in dieser Nolle mehr Kindlichkeit, wie sie diesem einfachen und natürlichen Mädchen so eigen ist, Herr von Lavallade war als Prinz recht brav und Herr Devrient ein würdiger Darsteller des Grafen Appiani, Eben \o verdient die Leistung der Mad. Werner als Claudía alles Lob. Besonders aber müssen wir noch des Herrn Franz lobend erwähnen, der ein trefflicher Darsteller des Odoardo is und immer mehr es zeigt, wel ein braver Künstler er is. Das Publikum, das sich es, Ag L cane, Hel Mad, greian und Herrn Döring nach

j e , nachdem dem Leßteren ín der Hauptscene schon stürmischer Beifall gespendet war, und am Schluß Alle. d En D

Ds:

I Ra A R A R T O

Wissenschaftlicher Verein.

Die Vorlesung im wíssenschaftlihen Verein hielt am 9, März Herx Dr. W. Häring (Wilibald Alexis). Gegenstand des Vortrags war da Hr, H,, als Mitherausgeber des Neuen Pitaval, in neuerer Zeit rühm- lichen Eifer gezeigt hat, merkwürdige Rechtsfälle zu ergründen ein poli- tischer Proze , und zwar der angege und weltberühmte, der gegen den ehemaligen General-Gouverneur von Östindien, Marquis W. Hastin s, zu Ende des vorigen Jahrhunderts geführt, und von dem die öffentliche Aufmerksamkeit erst abgelenkt wurde, als die frauzösische Revolution mit ihreu Gräueln hereingebrochen war und ihre weltershütternden Folgen sich allenthalben bemerkbar zu machen anfingen. Das Jugendleben des nenen

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wurde anziehend erzählt, seiner dänischen Abstammung gedacht und Thun und Treiben bis zu der Epoche beschrieben, wo er als fonsul in Judien auftrat und dort gegen die eingeborenen Fir wie gegen die Bewohner des Landes das On Auspressungs-Svstem aus- übte, wodurch sein Name als der eines englischen Verres mit Schande auf die Nachwelt überging, Der Redner ließ nichts unerwähnt, was dazu bei- tragen kann, das Bild des Hastings in ein minder gehässiges L stel- len und das vom Parlament über ihn ausgesprochene „Nicht zu motiviren. Die As vorgebrachte Angabe , ngs habe mit Schäpen, die er si in Judien zu verschaffen wußte, das G sein R, E "4 T it seg iden rten vine r erun daun in die tte des Parlaments u f j ti Lier Borna Vere C

ein Resumé der Hauptpunkte der Ankl

dauerte vier Tage), und eine r - der in diesem politischen Drama eine Rolle spielten: von f und Burke, Bei Edmund Burke, dem Haupt-Auk demjenigen, der diesen dur seine furchtbare und-

so zu Boden schmetterte, daß er ihr nur eine mens di