1844 / 103 p. 3 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

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z rufen sei. Der Argwohn der Valideh und der gegenwärtigen ht Partei braucht übrigens iht durch so heroi- , werden, es ist genug, mo »í de Mitel M feit E Modification in seinen jeßigen Gesin- en besorge, damit Alles versucht werde, diese Reise zu hintertreiben, R Unorduungen, die in Latakiah (Syrien) in der dortigen französischen Konsular-Kapelle stattgefunden, wo der türkische Ds die versammelten Christen insultirt und mit Steiuwürjen zur Räu= mung der Kirche gezwunge1u hat, haben zu Verhandlungen zwischen der Pforte und Herrn Bourqueney Veraulassung gegeben, welche nun zur Zufriedenheit des Lesteren becndigt worden sind. Es hatte näm- lih ein griechischer Geistlicher daselbst einen Griechen, dessen Frau no< lebte, mit einer anderen ¿rau fopulirt. Da das Hinderniß eines bereits bestehenden Ehebandes dem Geistlihen, der die Einsegnung vornahm, \<hon früher bekaunt geworden war, so verfiel der Geistlihe in Excommunication, welhe au<h der ol von Latakiah über ihn verhängte und fundmachte, Der Geist= liche, darüber erbittert, trat zum Jslam „über. Seine Auf nahme in den Jélam fand nun am 27, Februar statt, und die Tür=

Metropolit |

fen feierten dieselbe mit ungewöhnlihem Prunk; sie zogen mit dem |

abtrünnigen Geistlihen in zahlreiher Prozession durch die Straßen |

der Stadt, und als die Menge vor die genannte Kapelle kam, scheinen einige Christen Schimpfreden gegen den Renegaten ausgestoßen und, verfolgt von dem wüthenden Pöbel, in die genaunte Kapelle sih ge- flüchtet zu haben, wo dann allerdiugs mehrere Exzesse verübt wur- den. Essaad Pascha, davon unterrichtet, schi>te einige Truppen in die beunruhigte Stadt und die Ordnung ward bald wieder hergestellt, Herr von Bourqueney hat nun über den Vorfall Klage bei der Pforte geführt, und diese erwies sich bereit, alle dem französischen Gesandten zwe>dienli<h scheinenden Maßregeln zu ergreifen, Das französishe Dampfboot, das eben im Begriff stand, nah Syrien abzusegeln, ward einige Stunden aufgehalten, die Befehle der Pforte an Essaad Pascha wurden ausgefertigt und mit dem Dampf boot vorgestern am 18ten d. nah Syrien gesandt. Essaad erhält den Auftrag, gegen die Schuldigen mit größter Strenge zu versahren und

die Strafe an Ort und Stelle des Vergehens (auf Verlangen des |

Herrn von Bourqueney) vollstre>en zu lassen. Mehemed Ali Pascha, dem Gouverneur von Tophana, i} durch

die Gunst des Sultans die Schwester Sr. Hoheit Adileh Sultana |

i

zur Frau bestimmt worden. Die junge Frau is 15 Jahre alt geboren am 30, Januar 1831.

So eben gehen Nachrichten von Unruhen ein, die in Jerusalem, | in Haleb und in Diarbekir unter den Moslimen ausgebrochen sind. |

Sie sollen gegen die dortigen Christen gerichtet, und ebenfalis durch die Nachrichten liber die Renegaten-Frage veranlaßt sein.

Els Enbday nen.

(] Vom Neckav, 31, März. Wenn man an die Aufregung zurückdenkt, die in den Jahren 1835 und 1836 das sonst so stille Württemberg durchwogte, als hier zuerst die Rede auf auch in diesem Lande zu erbauende Eisenbahnen fam, erinnert mau sh, wie überall Eisenbahu - Gesellschasten zusammentraten, um so ras<h als möglich nur dur Actien, ohne Beistand der Regierung, solch keinesweges sür \chwierig geachtetes Unternehmen auszuführen, faßt man dabei noch außerdem die geographische Lage Württembergs ins Auge, welche be

» dingt, daß die große den Westèn Europa?s mit seinem Osten verbin

dende Haupt = Handels - und Heerstraße von Straßburg na<h Wien

nothwendig auf nächstem Wege dur< Württemberg führen muß, wenn man dies Alles zusammenfaßt, so erscheint es in der That selt sam und räthselhaft, daß nah den seit jener Zeit verflossenen acht Jahren au<h no<h keine Spur von Eisenbahuen zu finden ist, und daß erst jeßt Anfänge zu ernstlihen Vorbereitungen dazu getroffen werden, Einige flühtige Blike auf die in Württemberg in Bezug auf Eisen bahnen obwaltenden Umstäude dürften daher nicht ohne allgemeines

Interesse sein. i Es ist nicht zu leugnen, daß Württemberg in seinen Terrain=- Verhältnissen dur<hgehends größere Schwierigkeiten darbietet, als irgend ein anderes deutsches Land, in dem bis jeßt Eisenbahnen aus- geführt worden sind, Es geschah daher uur in ganz natürlicher Reaction, wenn das nähere Bekanntwerden mit diesen Schwierigkeiten die anfänglich so sanguinisheu Hoffnungen und Bestrebungen allmälig in solhem Grade herabstimmte, daß die Ausführung von Eisenbahnen in Württemberg fast zu den unmöglichen Dingen zu gehören schien, als man namentlih nah und nah erfuhr, wel<he Summen die von Stuttgart auslaufenden Hauptbahnen, einestheils nah Heilbronn und gegen Karlsruhe zu, anderentheils über Ulm nah dem Bodensee, in Anspruch nehmen würden, Man erkannte alsbald, daß die in der ersten Aufregung von Privaten gezeichneten Summen bei weitem un- zureihend seien, und daß nur der Staat eine solhe Unternehmung wagen und ausführen könne. Allein nun trat ein anderer Umstand schr hemmend ein. Die den Württembergern eigenthümliche Bedäch- tigkeit und Sparsamkeit gewann die Oberhand. Man erschrak vor dem Gedanken, dreißig und wahrscheinlih no<h mehr Millionen Gul= den in ein Unternehmen zu ste>en, ohne dafür gehörige Sicherheit in der Hand oder die Aussicht auf wenigstens landesüblihe Zinsen und ohne ähnliche im eigenen Lande vorgekommene Vorgänge vor Augen zu haben; denn man erinnert si< niht mehr, daß Württemberg seit 1772 bis auf die neueste Zeit für Straßenbau gewiß 40 Mill. Fl. ausgegeben hatte, ohne direkte Zinsen daraus zu ziehen. Auch wirkte es in dieser Beziehung sehr nachtheilig, daß wohl nur wenige hierbei eine entsheidende Stimme habende Männer je eine Eisenbahn gesehen und ebensowenig klare Begriffe von der unabweislihen und von der Zeit gebotenen Nothwendigkeit der Eisenbahnen hatten, denn der in Amt und Würde stehende Württemberger reist ni<ht gern, weil er außerhalb des Landes selten etwas Besseres zu finden glaubt, Nur der entschieden ausgesprochene Wille des Königs, der in seiner hohen Regentenweisheit die unvermeidlihen Nachtheile erkannte, die sein Laud leiden müsse, wenn es si< der Gefahr aussebße, dur andere in den Nachbarstaaten geführten Eisenbahnen si<h die oben erwähnte europäishe Hauptbahn entrückt zu sehen, machte es möglich, daß den Forderungen der Zeit und den umfassenderen, helleren Ansichten einer allmälig sich neu gebildeten, wenn auch niht großen Majorität nach- efommen und dem lebten Landtag, am 7, März 1842, ein Geseh her den Bau von Eisenbahnen vorgelegt werden konnte, Nach lange dauernden Debatten, deren Schwierigkeiten die Abneigung des Finanz- Ministers Beer Eisenbahnen ni<ht wenig beförderte, ward es endlich, kräftigst vertheidigt, vom Minister des Junern am 20, März 1843 mit 57 bejahenden gegen 29 verneinende Stimmen angenommen und am t April 1843 promulgirt, Ju diesem Geseß is ausgesprochen, u Ulm Witgart und Kaunstatt aus einerseits dur<h das Filsthal deren Seite era und Ravensbur an den Bodensee, auf der an- in nördli er Ri Westlichen Landesgränze (gegen Karlsruhe zu), so wie von 80 bia 8g Sg nah Heilbronn, Eisenbahnen in einer Länge tunden mit Lokomotiven zu befahren, aus Staatê-

bu Eûe n S sollten, Nähere Bestimmungen wurden für

P „nur dahin gegeben, daß in der ersten dreijährigen, mit dem 30, Juni Gro gehenden Periode nur 3,200,000 Fl,

1845 zu

624

und zwar zu Eisenbahnen von Ludwigsburg nah Stuttgart und Kann- statt und von da bis Plochingen, verwendet werden sollten. Außer- dem hatten die Landstände an die Regierung die Bitte gestellt, eine eigene Eisenbahn-Kommission als Central-Behörde des zu unterneh= menden Baues anzuordnen, einen bewährten fremden Techniker zu Entwerfung neuer oder Prüfung der vorgelegten Pläne zu berufen und einen solhen Jugenieur auch die Oberleitung des Baues zu übertragen.

Es hatte sich nämli bei den Verhandlungen in den Kammern deutlih gezeigt, daß die vorgelegten Pläne keinesweges ausführbar seien, und eben so wenig wollte das furze und oberflächliche Gutachten genügen, das der österreichishe Ober-Jngenieur Negrelli, der zu Rath gezogen worden war, als man die Unfehlbarkeit der ersten Entwürfe anfing, stark zu bezweifeln, nah kaum monatliher Anwesenheit, dem Minister des Junern am 29, August 1842 übergeben hatte. Cs ge= hörten überdies auch gar feine bedeutenden te<nis{<en Kenntnisse dazu, um das Abenteuerliche, z. B. folgender Vorschläge, zu erkennen. Um das nicht zu umgehende Plateau-Gebirge, der Alb, zwischen Ulm und Geislingen, zu übersteigen auf dem seitherigen Wege 6 Landstun den war eine 15 Stunden lange Eisenbahnlinie vorgeschlagen, die 23,800 Fuß Tunnels, 79 Einschnitte von 6 bis 176 Fuß Tiefe, 68 Aufdämmungen von 6 bis 176 Fuß Höhe euthielt. Auf der Bo denseelinie fam sogar ein Einschnitt von 212 Fuß Tiefe, Viadukte von 102 Fuß Höhe, auf der nah der badischen Gränze führenden Linie eine 2700 Fuß lange und 158 Fuß hohe Brücke vor, Troh dieser Riesen = Arbeitcn waren aber doch die Kosten der gesammten Bahnen mit Doppelgeleisen uur zu 31; Mill, Fl. bere<hnet, wobei freili<h der laufende Fuß der Tunnels auf wun derbare Art nur mit 15 Fl. in Anschlag kam, währeud er bei der Leipzig-Dresdener Bahn 341 Fl., bei den belgischen 202 Fl. gekostet hatte. Die Kosten jener 23,800 Fuß Tunnels sollen sih, wenn man den laufenden Fuß nur zu 300 Fl, berechnet, folglih von 354,000 Fl. auf 7,140,000 Fl, erhöht, ganz abgesehen von den ungeheuren 190 bis 212 Fuß tiefen Einschuitten und den gigantischen 176 Fuß hohen Dämmen, Viadukten und Brücken. Um den Wünschen der Land= stände zu entsprechen, wurde am 15, Zuni 1843 eine besondere (isen bahn-Kommisjion angeordnet und der seit vier, fünf Jahren in Eng land und Amerika als eine der höchsten Autoritäten in Eisenbahn Angelegenheiten anerkannte englische Jugenieur Vignoles nah Würt temberg berufen, welcher im November v. J. ankam und erst in die sen Tagen wieder abreisen wird, Sein hiesiges Auftreten hat jedoch von gewissen Seiten große Hindernisse gefunden und wird daher auch {<werlih die erwarteten Resultate liefern, So sind ihm z. B. die vorhandenen, obgleih theilweise ziemli<h unbrauchbaren Aufnahmen, Nivellements u. dgl. nur sehr ungern und spät mitgetheilt, so ist er bei den meisten seiner Reisen entweder dur<h gar fein Mitglied der obenerwähnten Eisenbahn - Kommission oder do<h nur durch cin auch eben erst von Wien berufenes und im Lande unbekanntes Mitglied, am wenigsten aber von dem Techuiker begleitet worden, welcher die den Kammern vorgelegten Pläne ausgearbeitet hatte. Als bis jeßt bekannt gewordene Resultate seiner ihm so sehr ershwerten Forschun- gen dürften sich bezeichnen lassen: „Der Uebergang über die Alh be dingt weder einen $—Vstündigen Umweg, noch jene fabelhaften Ar beiten; die Eisenbahn vou Ludwigsburg nah Stuttgart braucht statt 5 nur 3 Stunden lang zu werden; die gesammten vorgeschlagenen Bahnen sind mit 24 Milliouen auszuführen.“ Seine anderen wihti- gen Vorschläge, über die Lage des Bahnhofs in Stuttgart, über die \chwierige Führung der Bahn von da bis Kannstatt, sind {hon in einem Aufsaß der Allg. Preuß. Z. Nr, 85 hinreichend besprochen worden ; es geht aus demselben hervor, daß seine Vorschläge in die- ser Bezichung gänzlich verworfen und andere an ihre Stelle gesetzt worden sind, Ob diése Abänderungen aber glü>liche Verbes- serungen genannt werden fönnen, dürfte zu bezweifeln sein, denn schon in diesem Augenbli> erheben si<h sehr gewichtige Stim=- men, dabin sich aussprechend, daß die 2 Mill, Fl., welche die Anle- gung des Bahnhofs in Stuttgart zwischen der Königs=, Schloß- und ‘Friedrichsstraße und die Bahn vou da bis über die neue Reiter - Ka serne kosten würden, viel zu viel für die hiesigen Verhältuisse seien, Wird jedoch der neue Plan ausgeführt, so erhält Stuttgart unmit telbar vor seinen Thoren den großartigen Anbli>k eines unter dem Königl. Lustshloß Rosenstein durhlaufenden Tunnels, eine Scencerie, deren sih bis jeßt keine Hauptstadt rühmen kaun, Es würde. si hierbei die hon öfter gemachte Erfahrung bestätigen, daß nämlich troß aller früheren Sparsamkeit die größten Summen als unbedeu tend erscheinen, wenn der Eisenbahnbau irgendwo einmal begonnen hat oder ernstlih begonnen werden soll. Wahrscheinlih wird dem nächst Herr Vignoles in einem besonderen Memoire seine hier ge- machten Vorschläge, so wie Bericht über seinen Aufenthalt in Würt= temberg veröffentlichen,

Aus allem diesem dürfte si< ergeben, daß an rashe Förderung des Cisenbahnbaues in Württemberg vor der Hand uicht zu denken ist, es möchte sogar zu fürchten sein, daß die beabsichtigte große Bahn von der badischen Gränze bis Uln gar nicht zu Stande käme, wenn die an den beiden Endpunkten dieser Bahn liegenden Bundes Festungen Ulm und Rastatt uicht eine unmittelbare Cisenbahn - Ver- bindung unumgänglich nothwendig machten. Dieser wichtige Unstand möchte später noch die weitere Folge haben, daß auch Bayern zuleßt doch von Augsburg entweder über Donauwörth oder direkt nach Ulm eine Eisenbahn führen wird, so ungern es auch, seiner vermeintlichen merfantilishen Vortheile wegen, in einen solhen Plan willigen dürfte, der die vom Donau - Main - Kanal und von der von Nürnberg nach Frankfurt zu erbauenden Eisenbahn erwarketen Vortheile sehr beein trächtigen und die Handelsstraße vom Rhein zur Donau dur<h Würt temberg in ihre alten Rechte einseßen würde.

Karlsruhe, #8. April. (F. J) Heute Vormittag um halh 11 Uhr fand die erste feierlihe Probefahrt auf der Eisenbahn von hier nach Oos statt. Wie man hört, wird der Zug in Rastatt einige Zeit verweilen und heute Nachmittag wieder hierher zurücfommen, Wird, wie nicht zu zweifeln is, die ganze Strecke der Bahn befriedi gend gefunden, so soll die Eröffnung, wenn irgend möglich, shou am 15, April, sedenfalls aber am 1. Mai erfolgen, während an der Stre>ke zwishen Oos und Offenburg no<h Veränderungen und Aus- besserungen, veranlaßt, dem Vernehmen nach, dur< Verwendung nicht ganz tauglichen Holzes zu den Langschwellen, vorgenommen werden müssen, welche deren Eröffnung nicht vor dem 15, Mai oder 1, Juni möglich machen werden,

Berlin-Sltelliner Eisenbahn,

Im Monat März c, sind besördert: i 16,331 Personen, wosür eingenommen wurden 14,735 Rtlilr, 21 Sgr, Pf. 58,172 Ctr. 64 Psd. Frachtgut (excl. Equipagen L

und Vieh), wofür eingenommen R ..10,454 - 21 A M Summa 25,190 Rihlr. 16 Sgr. 7 PHE.

——————

Handels- und_ Börsen -Uachrichten.

Berlin, 12. April. ¡Bei schr ausgedehntem Geschäft erfuhren sämmt- lihe Quittungsbogen der bereits konzessionirten Eisenbahnen einen beträcht- lihen Aufshwung, und ganz besonders stiegen Köln-Mindener. Jn den übrigen Actien waren die Umsäße nicht so bedeutend und Frankfurter wie Stcttiner etwas matter als gestern, Der Handel in Oesterreichischen Effekten äußerst geringfügig und deren Course unverändert,

Marktyrelse vom Getraide. Berlin, den 11. April 1844,

Zu Lande: Weizen 2 Rthlr. 3 Sgr. 7 Pf., au<h 2 Rihlr, 2 Sgr. 5 Pf. 3 Noggen 1 Rthlr. 9 Sgr. 7 Pf., auh 1 Rthlr. 9 Sgr.z; große Gerste 1 Rthlr, 2 Sgr. 5 Pf., auch 1 Nthlr. ; Hafer 25 Sgr. 2 Pf., auch 21 Sgr. 7 Pf. Eingegangen sind 46 Wispel,

Zu Wasser: Weizen (weißer) 2 Nthlr, 8 Sgr. 5 Pf., au<h 2 Nthlr. 3 Sgr. 7 Pf. und 1 Nthlr. 27 Sgr. 7 Pf.; Roggen 1 Rihlr. 12 Sgr. 7 Pf., auch 1 Rthlr. 9 Sgr, 7 Pf.z Hafer 23 Sgr. 1 Pf.; Erbsen 1 Rthlr, 9 Sgr. 7 Pf. (\<l, Sorte). Eingegangen sind 1257 Wispel 3 Scheffel,

Mittwoch, den 10, April 1844. Das Scho> Stroh 7 Rthlr. 15 Sgr., auch 6 Nthlr, Heu 1 Rihlr. 5 Sgr., auch 22 Sgr. 6 Pf. Kartoffseli=. Preise Der Scheffel 17 Sgr. 6 Pf., auh 13 Sgr. 9 Pf. Branntwein - Preise.

Die Preise von Kartoffel-Spiritus waren am 6ten 15% 15; Nthlr, am 9ten 15% Nthlr. und am 11. April d. J. 15—154 Nthlr. (frei in s H aus geliefert) pro 200 Quart à 54 pCt, oder 10,800 pCt. nach Tralles, Korn-Spiritus: ohne Geschäft.

Berlin, den 11. April 1844.

Die Aeltesten der Kaufmannschaft

Der Centner

von Berlin.

B ern Er D 0 r n E

Den 12. April 1844. | ( E Cu 4, | <| ir. ( our. Aclien. |s | | x r. G our. i | | Brief. | Geld. | | Brief. | Geld. | Gem, | | y "ots, Eisenb, 5 ) L | efnnw | Si. Sehwld-Seb, 32 TOT | 109% C 7 U z 103% | Pr. Engl. 0bl.39.4| L os Mya. Lpz. Eiscnb.|—| 1934 | 1927 | E LAM MON- G MaAs n 554 | 88 + Ido. do. Prior. Obl. 4 a | 103%; | B U Mae . z 1 Bel, Anb. Eisenb.|— 1567 1557 | Schuldverschber. 35 99%; | 997 do, do. Prior. Obl.| 4 E 103% | Berl, Stadt-Obl. |35| 1005| 100 |püss.BIb. Kisenb. 56 | 95 | 94 | Danz. do. in Th. N 48 xa 4 a la OLL d 99% s | Westpr. Pfandbr./35 1007 Ps koi Bizéóébi 5 90 | 89 j Grossb. Pos. do. A E | 104 Jo Ae Putori Ou A 99% | de H 4 A0: 32 99 9 9A do, v. Staat garant, 37 98 k | as | Ostpr. Pfandbr. 35 1007 Berl. Frankf. Eisb.| 5 15:3 | | Póiin, do, O LOE S Io do Prior Ob d) -| 1085 Kur-u. Neum, do. 35 i 1007 Ob.-Schles. Eisb.| 4 1255 | 124 | Seblosiohe do, (35 1002 LE do.Lt.B. v. eingez. 117 | 116 | Gold al marco. . —- B.-St.E.Lt. A u.B/ l 325 | Friedrichsd'or. |—| 1374| 13!/|Magd.-Halbst. E. 4| | Ii! Aud.Gldm,. à 5 Th.| 12 1 IBresI- Schweidn.-| | Discouto, | 3 | Freibg.Eiseub,| 4 | —_

Auswärtige Börsen. Frankfurt a. M., 9, April. 5% Met. 1135 G. p. ult. 2013. Bayr. Bank-Actien T0 G. MWope 90%. Stiegl. 904. Poln. 300 Fl. 94% 6. do. 300 FL 997. do. 200 Fl. 326. : Hambu rze, 10. April, Bank-Actien 1680) Br. Engl. Russ. I 135 G, W ie n, 8. A pril. 5% Met. 112. 4% 101 b, 3% T4. 25% R Anl. de 1834 151 de 1939 1325. Bank-Actien 1640, Nordb, 1441, Gloggn.

Bank - A clien 2616. Iot. 5912.

111%. Mail. 109%. Livorn. 105 7, Pesth, 105, Meteorologische Beobachtungen. 144 1, Morgens | Nachmittags | Abends Nach einmaliger B A pril. 6 Uber. | 2 Ubr. | 10 Uhr. Beobachtung. Luftdruck .... [339 1 e Par. 337,36" Par, 335,59" Pari Quellwärme 6,0" R.

6,5" R.+ 14,8" R.+ 9,2" R.| Flusswärwme 4,9° R.

Luftwärme .

I 4

Thaupunkt 9, ¿2 N, -+ 2,5 o R 5,5 ° R.| Bodenwärme 3, L R, Duustsättigung 92 pet. 38 pCt. | 74 pCt. Ausdünstung 0,013 Rh, Waller oo4 44 trüb. beiter. heiter. Niederschblag (0).

Wind « o. S0, S0. | S0 Würmewechsel -+ 15,0" Wolkenzug. . - —— S0, _— -{- 6,5° R.

Tagesmittel: 337,36" Par... +10,2°R... +4,86" R... 68 pct 0.

üönigliche Schauspiele. :

Sonnabend, 13. April, Mademoisclle de Belle =Jsle, oder: Die verhängnißvolle Wette, Drama in 5 Abth., nach A, Dumas, von F. von Holbein. (Dlle, Stich wird nah ihrer Urlaubsreise hierin wieder auftreten.)

Jm Konzertsaale : i l acle. 2) La première représentation de: ( ou: Le Mentor, vaudeyville nouvean en 1 acle, par Mr. Four- nier, 3) Quinze jours de sagesse, vaudeville en 1 acle, par Mr. Mélesville. L i

Sonntag, 14, April, Der Wildschülß, oder: Die Stimme det Natur, (Leßte Vorstellung dieser Oper vor der Urlaubsreise des Herrn Mantius, Hierauf: Zum Wiederauftreten der Dlle. Polin nah ihrer Urlaubsreise: Zwischen dem 2ten und 3ten Akte der Der: Pas de deux, ausgeführt von Dlle, Polin und Herrn MAEEt O Da dem Schlusse der Oper: La Lituana, ausgeführt von Dlle, F Mari lli

Fm Konzertsaale: Emilia Galotti, (Herr Döring: Marinelli, als Gastrolle.)

Montag, nach Mercier, von H. von Kleist, (Neu einstudirt.) minique, im zweiten : Genre=-Bilder,

l) Un péché de jeunesse, vaudeville en Les deux socurs,

15. Avril, Der Essic händler, Drama m 2 Abth, Hlérsuf: Der lachen Krug, Lustspiel in 1 Akt, Für die Darstellung bearbeitet von F, L, Schmidt, (Herr Döring, im ersten Stück: den alten Do- : Adam, als Gastrollen.) Zum Schluß: Zwei

Iönigssftädtisches Theater.

Sonnabend, D aen Mialertshe Opern-Vorstellung.) Don Giovanni, Opera in 2 A ili. Musica del Maestro Mozart, i

Sonntag, den 14. Apil. Der Verschwender, (Mad, Hellwig, Königlich sächsishe Hof Schauspielerin : Rosa z Herr Reinhold Grimm, vom Hof-Theater zu Weimar : Flottwill; Herr Diegelmann, vom Theater zu Prag: Valentin, als Gastrollen.)

Montag, 15. April, (Italienische Opern-Vorstellung.) U Ma- lrimonio segreto.

* Diekîtac! 16. April. Zum erstenmale: Der erste Waffengang. Lustspiel in 2 Akten, Frei na<h dem Französischen, von F, Heine, Königl. sächsischer Hof-Schauspieler, (Mad, Hellwig, Königl. sächsische Hof-Schauspielerin: Den Herzog von Richelieu, als Gastrolle.) Dazu: Gast - Vorstellung des Kinder Ballets des Herrn Price.

Verantwortlicher Redacteur De, J, W, Zinkeisen, Gedrucft in der Deckerschen Geheimen Ober - Hofbuchdruerei,

Beilage

M 103.

Inhalt.

Niederlande. Schreiben aus dem Haag. (D über die Haltung der limburger Separagtisten.)

Portugal. Stqreiben aus Lissabon, (Fremden nomen; die Adresse der Septembristen.)

La Plata - Staaten. Schreiben aus Paris, ( Montevideo.)

Eisenbahnen.

schaften der Versailler Bahnen.)

AuslaudD. Uiederlande.

Aus dem Haag, 4. April. Die Anleihe von 127 Mil

lionen is zu Stande gelommen! Dieser Ausru Mund. Wer nicht hat dazu beitragen wollen, \{ verborgen, | viel Lärm in der Kammer gemaht, stritt, ist dur< das Gelingen der Anleihe von 12

und die Wiederherstellung der Finanzen, zum Ve sition, die bereits für das nächste halbe Jahrhundert neue Defizits Die Regierung befindet sih gegenwärtig in

vorhersieht, gesichert. einer vortheilhaften, ja selbst glänzenden Lage, so vertirung der 5proc. und der | Millionen sind von Belgien zu erwarten, 127 Millionen, die Fouds stehen hoch

der U

Alles

das so sehnlichst gewünschte Gleichgewicht herzustellen, Die freiwillige

Konvertirung wird einen vollständigen Erfolg ha Vperationen können so fombinirt werden, daß sie

terlandes sichern, indem sie es vor den Defizits und einem s{<impf

lichen Bankerott hüten,

Das antwerpener Journal du Commerce unsere Auleihe: „Man kann sih bei dem Schauspie

uns in diesem Augenbli da bietet, eines Gefühls von Sympathie und Diff S Es finden dort nicht jene betrübenden 2418tu]sionen statt, wo Jeder, zum Nachtheil für die Moral und das

$2 5 » Ç Bewunderung nicht erwehren. allgemeine Beste, nur die Interessen seiner Partei

sucht; nicht jene gouvernementalen Ränke, die den und das Herz verderben.

alle Herzen, die Liebe und die Ehre des Vat

es is ein erhebendes Schauspiel, und die Geschihte wird das edle

und großherzige Benehmen dieses batavischen Volkes die es beherrschen, die Beide {hon so reich sind an Erinnerungen, aufbewahren,“ |

E „Die limburger Separatisten wollten bekanntlih nicht glauben, daß die Proclamation des Gouverneurs (\. Nr. 87 d. A. Pr. Z.) im Na= n Ne gs c ‘1 ) Einer dieser Herren hatte ein mehr als unziemlihes Schreiben an den Gouverneur gerichtet, der

men des Königs erlassen worden sei,

es dem Minister des Junern übersandte, von dem wort erhielt :

¿Im Daa, 27. März 4844.

„Derr Gouverneur! Jhr Schreiben vom 24sten d.,

sächlich auf eine Jhnen zugegangene Mittheilung des Baron von Scher-

penzeel Heusch bezog, habe ih heute empfangen.

„Z< muß Zhnen gestehen, daß das Schreiben des genannten Barons, sowohl wegen seiner Unhöflichkeit, als auch wegen der

irrthümlichen Ansichten über die Stellung Limburgs mich „Was in Jhrer Proclamation vom 19, März, den

nige ertheilten Befehlen gemäß, über diese Stellung gesagt war, scheint

mir so klar, daß ich mir schmeichelte, es würde dadurch ziehung etwa bestehende Zweifel völlig gehoben sein, un

fanntmachung des Königlichen Kommissars dieser Provinz gegebene Ver- | versühren, sicherung von dem Juteresse, welches die Regierung an dem Schicksal Lin

Sekanntmachungen. [456]

Die zur von Schöningschen Stiftung gehörigen, im kottbusser Kreise belegenen Güter Kathlow, Sergen und Gablenz sollen von Johannis d. J. ab, auf 24 Jahre, also bis Johannis 1868, im Wege der Submission öffentlich verpachtet werden,

Die nuuybare Borweiköfläche enthält;

A. an Acker bei Kathlow 350Mg. 1 CIN. » Sergen 698 » 25 » » Gablenz454 » 73 » Eumma 1502Mg, 99 IN, B, an Gärten bei Kathlow 8Mg.605(1IN. » Sergen 8 » 41 » » Gablenz 3 » 14 » Summa C, an Wies, b, Kathlow 94Mg.129 N, » Sergen 159 » 133 » » Gablenz 131 » 30 » Cumma D. an Hütg, b.Kathlow 138Mg.1609(IN, » Sergen 176 » 161 » » Gablenz 81 » 33 » Summa 397 » 3 » L, anKarpfent,b,Kathlow292Mg.29C1N, » Sergen 135 » 18 » » Gablenz 4 » 65 » Cumma 431 » 112 »

Summa totalis 2736 Mg.86 N.

Zu den Gütern gehört die privative Aufhütung auf ciner Forstslähe von 2768 Morgen, ferner eine Mahl- und Schncide-Mühle, Ziegelei, Brennerei, die wilde Fischerei in den die Feldmarken durchströmenden Fließen und die Nußung von den aus den Dörfern Sergen, Roggasen, Gablenz, Kathlow und Haasow zu leistenden Aerndtehand-, Spinn- und Schaafscheer-Diensten,

Mit der Uebernahme der Güter wird zugleich die Verwaltung des in Kathlow befindlichen Nent- und Polizei-Amts übertragen,

Das Minimum des festgeseßten jährlichen Pacht Zinses beträgt

,, 2537 Ihlr, 26 Sgr. 7 Pf, incl, ÿ Gold,“

Die sonstigen Pachtbedingungen, so wie der Anschlag, die Guts - Karten und die zu demselben gehörige Re- visions-Verhandlung sind in unserer Negistratur einzu- sehen, wo auch eine Bekanntmachung über das Ver- fahren bei dergleihen Submissionen und über die all-

19 » 120 »

385 » 112 »

Ir 32>

Schreiben aus Paris, (Vereinigung der beiden Gesell-

Das berüchtigte Defizit von 35 Millionen, welches so und dessen Gültigkeit man be- 7 Millionen gede>t

l;proc. Schuld vornehmen kann, Vier

1d das Große und Kleine, das Volk wie der L, Jedermann erfennt scine Pflicht und erfüllt sie ruhig und ohne eräush; ein einziges Gefühl vereinigt alle Meinungen, beherrscht

burgs nehme, würde die angeschensten und aufgeklärtesten Einwohner ver- anlaßt haben, die Nuhe auf edt zu erbalten und die wu nderliche Jdee daß die Trennung Limburgs, in der Art wie Luxemburg, mit den Wünschen des Königs übereinstimmen, aufzugeben. „Es hat mich daher schr betrübt, als ih sah, daß stattgesunden hat; aber das ändert uicht den sesten Entschluß der Regicrung, ihre Autorität in Limburg mit Nachdru> aufrecht z:1 erhalten, die Geseze, welche für das ganze Königreih und folglich auch für das ganze Her- zogthum gültig sind, zur Ausführung zu bringen und ihnen Achtung zu verschaffen, zu welchem Zwecke ih auf Jhre energische Mitwirkung rechne. „Es wird viclleicht nicht überflüssig scin, die Aufmerksamkeit auf das

u richten, was der Miníster der auswärtigen A genheite i Gelegen- , h e124 beit der Debatten aber die: Anfélté uad die eral Sa E e Ls a E eegie mt ber ORe Eab Ne N ut

( aid darauf eine Konferenz mit Herrn Costa Cabral, Als die= bec alaste f / Mann mit einem gezü>ten Dolche in der Hand in dem Augenbli>e, wo der Wagen in einer engen Straße angekommen war, Allein die beiden Couriere

ie Anleihe; Weiteres -Polizei ; Natur-Phä-

Bedrängte Lage von

worden.)

f ist jeßt in Aller weigt und hält sich

rdrusse der Oppo

daß sie eine Kon

ebershuß von den vereinigt sh, um / sie Schwierigkeiten veranlassen, ben; die Fiuanz- | s{lagen.“ das Heil des Va

sagt in Bezug auf

l, welhes Holland y L afl hate fönnen,

geltend zu machen

Geist erniedrigen | Diario do Governo

erlandes! Ja, Lande zu erlangen. und der Fürsten, {<önen und edlen Ä Wassers erfolgt.

e

er folgende Ant=

welches sih haupt

darin enthaltenen sehr überrascht hat. Ra U 4 Jhnen vom Kö- | liche Fälle vor, jeder in dieser Be-

d die in ciner Be-

l

; eben nicht sehr lebhaft,

M 7

Allgemeiner Anzeiger.

Anschlags und der Karten, bei dem Testaments - Exe- kutor der von Schöningschen Stiftung, Herrn Justitia rius Jahr in Kottbus, eingesehen werden,

Die Submissions - Anträge werden nur bis zum 10, Mai d. J, einschließlih angenommen und missen un- serem Zustitiarius, dem Herrn Negierungs-Rath Wengel, von den Pachtbewerbern unter Abgabe der vorgeschrie- benen protofollarishen Erklärung persönlich zugestellt werden, Hierbei ist zugleih die vollständige Qualifi- cation als Landwirth und der Besitz eines disponiblen Vermögens von mindestens 12,000 Thlr, durh glauh- hafte Bescheinigungen nachzuweisen. 7

Der Termin zur Eröffnung der versiegelt eínzurei- chenden Submissionen i auf den 11, Mai d, L UN 11 Uhr, in dem Sessions - Zimmer der unterzeichneten Negierungs-Abtheilung angesezt und können die Pacht- bewerber demselben entweder selbst, oder dur<h Abge oidnete beiwohnen, i

Der Zuschlag, bei dessen Ertheilung übrigens vor- zugsweise mit auf die Befähigung zur Verwaltung des Rent- und Polizei - Amts Nücksicht genommen werden wirb, erfolgt sogleih im Termine.

Frankfurt a, O., den 2, April 1844, Königliche Negierung. Abtheilung des Junern, Naumann,

[432]

Defanntma<un g. : Das im Karthäuser Kreise gelegene ehemalige Kloster- Vorwerk Zuckau incl, des sogenannten Mahlkauer Fel- des, welches nah der neuesten Vermessung i 1 M. 79 (1N, Hof- und Baustellen, _8 » 176 » Gärten, 900 » 141 » YAer, hierunter 97M, 155 [1N,. Aer 11, Klasse, 154 » 108 » S Uh » 128 » 128 » u. 185 » 110 » at Clsihriges Rogge 171 M, 178 (1R, Wiesen, s0tnland, 283 » 67 » Weide, und 29 » 168 » Unland,

überhaupt 1062 M. 89 N, enthält, soll zufol e hö- herer Anordnung mit den dazu Nebra E ziemlich baulihem Zustande befindlichen Gebäuden und Bewährungen, so weit solche Königliches Eigenthum sind, und mit dem Königlichen Juventarío an Aussaat und Bestellung, anden Meistbietenden - mit oder ohne Vor- behalt eines Domainen-Zinses verkauft werden, Das

gemeinen Bedingungen dabei vorgelegt wird. Auch können diese Schriftstücke, mit Ausnahme des

geringe Kaufgeld ist I. für den Fall des reinen Verkaufes ohne Vorbehalt

hat, (Diese Rede ist in Nr. 82 der Allg, Preuß, Zeitu ng mitgetheilt

„Was Sie in Bezug auf einige widerspenstige Bürgermeister gethan haben (sie wurden vom Amte suspendirt), is von mir zur Kenntniß des Königs gebracht worden, und Se. ligt und mir aufgetragen, Sie davon in Kenntniß zu seben.

„Sie, Herr Gouverneur, fahren fort, darüber zu wachen, daß kein Be- amter sich erlaubt, aus eigener Machtvollkommenheit und im Widerspruch mit seinen Amtspflichten zu handeln, 3 vergessen, daß er absichtlich gegen die Vorschristen des Gesetzes handelte, so mußte man unverzüglich seine Entlassung verlangen.

„Sollten Sic es für angemessen halten, so können Sie dies Schrei- ben dem Baron Scherpenzeel Heusch als Antwort mittheilen, um ihn zu überzeugen, daß Sie nicht blos aus cigenem Antriebe gehandelt haben.

„Dieser Herr, so wie die übrigen Bewohner Limburgs, die sich zu einem Zrrthume verführen ließen, werden es sich selbs zuzuschreiben haben, wenn die zu ihren

Jndem der Gouverneur von Limburg diese fathegorishe Aut- wort des Ministers des Junern zur öffentlichen Kenntniß bringt, fordert er alle Bürgermeister des Herzogthums auf, ihren Pflichten ¡ treu zu bleiben und uiht guf Einflüsterungen zu hören, i selbst, wie für die ganze Provinz nur |

PArtugal, A Lissabon, 27. März. D l v eine Verordnung Direftors, Herrn Silva Cabral, worin den in Portugal befindlichen Ausländern die Formalitäten vorgeschrieben werden, die sie zu beob- achten haben, um eine Erlaubniß Karte zum Aufenthalte in diesem Diejenigen, welche die bezeichnete Karte nicht haben, sollen verhaftet und in eine Geldstrafe genommen oder je uach Umständen auch ganz aus dem Königreiche verwiesen werden. Jm Distrikte von Vizeu ist neuli<h ein Ausbruch unterirdischen e Der Boden erhielt einen Riß, und Erde, Steine und Wasser flogen mit außerordentliher Gewalt und auf weite Ent-= fernung hin durch die Luft. Das Natur-Phänomen hat weithin große Verheerungen an den Feldern angerichtet. l ter eine ganze Familie, wurden die Opfer. der anwohnenden Landleute auf nicht weniger als 60 Contos de Reis. An dem nämlichen Tage erfolgte cin ganz gleicher Ausbruch am Berge | dem Marcelim in demselben Distrikte. 3 nungen kommen sonst in der Regel nur unter den Tropen und in den den E U Me S wi F wenn in der Regen= zeit dur<h das in Masse fallende Regenwasser ein allzu großer Dru> / auf das in der Erde eingeshlossene Wasser Laub wn L r Hi V a rigen Jahre und vor zwei Jahren kamen hier und auf Madeira ähn-=

Man bemerkt seit einer Wöche die Ankunft einer ungewöhnlich großen Anzahl französischer Handelsschiffe mit Balast, sämmtlich vom Hafen vou Dieppe, wohin sie die fköstlichen Südfrüchte Portugals Sonst is der Handel wil ] i und Frankreich hat bis jet vergeblich auf

eines Domainen-Zinses auf

625 Beilage zur Allgemeinen Preußfischeu Zeitung.

das Gegentheil

reihung der

ser von zwei fuhr, soll ein

Majestät hat dasselbe vollkommen gebil-

Sollte ciner derselben si<h so weit

eigenen Nachtheile aus

lassen, schiffte

die für sle unglückliche Folgen haben

Gestern erschien hier im offiziellen des General - Polizei=

eine Erwiederung seiner Herabse tugiesishen Salzes in Frankreih gewartet. i Bei den Schritten und Manifestationen hier gegen den Minister Herrn Costa Cabral soll vorzüglich der frühere Minister Herr Fonseca Magalhaes mit dem gleichfal nister Herrn Albuquerque,

Nachschrift.

bald Herr Costa Cabral

gegen den Wagenschlag losgestürzt sein. sollen dem Minister schnell zu Hülfe gekommen, und der Mörder dann entflohen sein, ohne sein Verbrechen vollbringen zu können.

Paris, 6. April. nach den neuesten Berichten vom 23, Januar höchst traurig zu sein. Ein großer Mangel an Lebensmitteln, ! vereint mit der herrschenden großen Hige, schlimme Krankheiten unter der Bevölkerung Skorbut richteten große Verheerungen an, è dentlih {nell dahin, »

Geschäfte waren unter den obwaltenden Umständen Auch die Truppen sogar litten Mangel; die Regierung hatte mit einem Kaufmann einen Kontrakt für L | dieselben bis zum 31, März ge sollten, war nicht abzusehen, so wenig, der Lage der Dinge, Die Nachricht von dem Ausstande der Corrien-= tiner hatte die Hoffnungen der Einwohner wieder etwas belebt. Rosas? Generale, Perez und Moreno, der That geschlagen worden sein, immer nichts Bestimmtes. Hauptstadt Montevideo , die aber dessenungeachtet entschlossen scheint, ihre Vertheidigung gegen Oribe fortzusetzen. in Folge der Niederlagen der Generale Perez und Moreno nur no<h erbitterter geworden sein, und Rosas schien auf der anderen Seite fest entschlossen, nicht nahzugeben, sondern mit Aufbietung der äußer sten Kräfte den Krieg gegen die orientalische Republik bis zur voll- ständigen Unterwersung derselben fortzuseben. seine Hände fallen, wenn er wirkli obsiegen sollte!

Sonnabend den 13!" April.

Courieren begleitet in seinem Wagen nah dem

Ka Plata - Staaten. Die Lage der Stadt Montevideo scheint

besonders an frishem Fleisch, hatten zusammengewirkt, zu erzeugen, Ruhr und die Leute starben außeror= dahin, und wer die Mittel hatte, die Stadt zu ver= sih ein, Handel und Verkehr lagen gänzli danieder, gar nicht denkbar.

ieferung von Lebensmitteln für

schlossen, aber wo dieselben herkommen als eine baldige Aenderuug

sollen vom General Paz in aber von Rivera wußte man noch Eine düstere Stimmung herrschte in der

Dessen Anhänger sollen

Wehe denen, die in

Auch 9 Menschen, worun= Man s\chäyt den Verlust

Punkte

Diese merkwürdigen Natur=-Erschei= | Der Minister

Jm vo=- | zu

überreicht. chen Frankreih und Portugal

; 13,404 Thlr. 24 Sgr, 4 Pf.

„H. für den Fall des Verkaufs mit Vorbehalt eines jährlichen Domaínen-Zinses von 344 Thlr, auf > 9664 Thlr. 24 Sgr. 4 Pf, festgeseßt und. soll die Uebergabe zu Johannís dieses ahres erfolgen. Die speziellen Veräußerungs-Bedin- gungen so wie der Veräußerungsplan können von den Bewerbern sowohl in unserer Negistcatur, als bei dem Vomainen-Nent-Amte in Karthaus eingeschen werden,

Zum Veikauf dieses Vorwerks is ein Licitations-Termin auf den 29, Maí c, Vormittags 10 Uhx, in unjerem Negierungs-Konferenzgebäude vor dem De- partements - Nath, Herrn Regierungs - Assessor Oelrichs, anberaumt, zu welchem Kauflustige mit dem Beme1ken eingeladen werden, daß in diesem Termin auf Verlan- gen mindestens der vierte Theil des Gebots in baarem Gelde oder ín Staats - Papieren als Caution nuiederge- legt werden muß,

Danzig, den 28, März 1844,

| _ Königl, Negierung. Abtheilung für direkte Steuern, Domainen und Forsten,

[469]

Auf nachbenannten Grundstücken :

l) dem Holländergute des Wilhelm Hoffmann zu Bren- lenhoff Nr, 8 Fol, 119 des Hypothekenbuchs sind für die 4 Geschwister Hoffmann

a) Carolíne Sophie Dorothee,

b) Friedrich Wilhelm,

c) Charlotte Elisabeth,

d) Johann Friedrich, aus dem Theilungs - Rezesse vom 23, Mai 1806 an Mittergut 550 Thlr, Cour,

2) dem Hopfengärtnergute der verchelichten Fischer, Gottliebe Sophie, geborenen Hartwig, zu Frie- drichsdorff Nr, 10 Fol. 10 Hypothekenbuchs, sind

a) für die Schwestern des Vorbesißers Johann Joachim ech und Anne Sophie Künnen aus dem Testamente des Johann Joachim Koehne vom 15, Dezember 1785 ein Legat von zusammen 30 Thlr. Cour,,

b) für Johann Christoph Hartwig aus den Thei- lungs - Rezessen vom 20, Äpril 1801 und 9, Mai 1802 an Muttergut und resp, Bru-

f dererbe 98 Thir. 16 Sgr, 2 Pr Cour.,

3) dem Hopfengärtnergute des Friedri Naunau zu Giesenhorst Nr. 17 Fol. 219 des Hypothekenbuchs sind für den Holländer Kose aus der Obligation vom 11, Januar 1833 Darlehn 100 Thlr, Cour.

__m Paris, 6. April. Eisenbahnen von Paris nah Versailles (rechtes und linkes Ufer) auf

eingetragen,

Eisenbahnen. Es is} ausgemacht, daß die beiden

stehen , nur eine einzige Compagnie zu bilden. der öffentlichen Bauten hat unter dieser Bedingung

versprochen, daß die Eisenbahn von Versailles nah Chartres mit Be- nußung der bestehenden Eisenbahnen G "ad raa

? n von Paris nah Versailles an- Um die Vereinigung der beiden Gesellschaften

ördern, hat der Minister eine besondere Kommission ernannt welche zum Zwe>k hatte, den betreffenden finanziellen Zustand jeder E E um danach die Bedingungen der wedhselseiti= gen Ders<melzung zu begründen, Die erwähnte Kommi

ein paar Tagen ihren Bericht dem 2 ien Het

Minister der öffentlichen Arbeiten

Jede Compagnie hat ihrem Géranten vollständige Voll= machten ertheilt, um nah den Wünschen der Regierung die fraglichen Unterhandlungen rasch zu betreiben. : i:

Die Forderungen ad 1, 2 und 3 sind nach der Be- hauptung des Besizer berichtigt, die Dokumente über dieselben aber verloren gegangen.

Auf den Antrag der betreffenden Interessenten laden wir daher zur Nachweisung ihrer Ansprüche

l) die obengenannten Gläubiger, deren Érben, Cessio- narien, oder die sonst in ihre Rechte getreten sind 2) alle diejenigen, welche an díe erwähnten Forderungen a 990 Thlr, , 30 Thlr. , 98 Thlr, 16 Sgr, 2 Pf und 100 Thlr. Courant und die darüber ausge- stellten Schuld-Dokumente als Ei enthümer, Ces- sionarien, Pfand- oder sonstige Briefinhabe: An- sprüche zu haben vermeinen, zu dem auf den 16, August d. J., Vormittags 11 Uhr an ordentlicher Gerichtsstelle allhier i anberaumten Termine, unter der Warnung vor, daß die Ausbleibenden mit ihren Real - Ansprüchen auf die verpfändeten Grundstücke werden präkludirt und ihnen deshalb ein ewiges Stillschweigen aufer- legt, auch mít Löschung dieser eingetragenen Forde- rungen und Amortisation der Schuld-Dokumente ver- fahren werden wird, Neustadt a. d. Dosse, den 5. April 1844, Königl, Land- und Stadtgericht,

[468] Ediftal-Citation.

Jn dem Hypothekenbuche des zu Kuhnau unter Nr. 1, 37, und 66, belegenen Freischulzenguts der Christoph Beyerschen Erben steht Rubrica Ul. Nr, 1, aus der gerichtlihen Schuldverschreibung der Peter und Appo- lonía Hinzshen Eheleute vom 11. März 1801 ein zu 6 Prozent verzinslihes Darlehn von 3000 Thlr, nebst den Kosten der Beitreibung sür den Salz - Juspektor Krause zu Motilewo, jeyt dessen Erben, ein etragen. Unterm 3, Dezember 1821 hat der Justiz - Kammer Direftor Krause zu Schwedt, sowohl im eigenen Na- men als, als angebliher Spezial - Bevollmächtigter der Postmeister Neußschen Eheleute zu Spremberg, über die gedachte Mir ia gerichtlih quittirt. a nun weder der Justiz-Kammer-Direktor Krause zu Schwedt, noch der Postmeister Johann S hrBoph Reuß und des- sen Ehefrau Dorothea Wilhelmine geborene Bitte sich als alleinige Erben des Salz - Juspektors Krause zu Motilewo legitimirt un so’ wird die mehrerwähnte Forderung hierdurch aufgeboten, und der Salz-Juspektor Krause und dessen Erben, Cessionarien oder die sonst p lane ne . por Pa A aufgefordert, re Anspruche auf die erwähnte Forderung von 3000 Thlr, bel uns spätestens in dem s g am 31, Juli 41844,

bung des Zolls auf die Einfuhr por=

s früheren Mi- | und dem Obersten Bousein nebst dem Grafen Labradio an der Spige stehen, Dieselben sollen bei Ueber- erwähnten Adresse an die Königin sogar die Zusicherung gegeben haben, daß Almeida si ungesäumt unterwerfen werde, so= aus dem Kabinete entfernt wäre. Die