1844 / 166 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

[632b] - Berlin-Frankfurter Eisenbahn.

. Januar v. J. öffnete ein hiesiger Einwohner „ESS Nr. 12 D unserer Eisenbahn, nachdem solche wegen der Nähe des regelmäßigen Dampf-Güter- zuges bereits geschlossen war, wider das ausdrüliche Verbot des Bahnwärters cigenmächtig und insultirte zuglei leßteren, Auf unsere desfallsige Anzeige is der Fontravenient theils ordentlich, theils außerordentlich zu einer 3monatlichen Gefängnißstrafe rechtsf:äftig verur- tbeilt worden. Zur Warnung vor ähnlichen Erzessen halten wir es für unsere Pflicht, diesen Vorfall öffent- li bekannt zu machen.

Berlin, den 10, Juni 1844. Die Direction der Berlin - Frankfurter Eisenbahn- Gesellschaft,

Rheinische Eisenbahn - Gesell- schaft.

Bei der nah Vorschrift des $. 5. des Allerhöch- sten Privilegiums vom 8, September v. J. am 11ten d. M. vorgenom- menen Ausloosung der

q im laufenden Jahre zu

amortisirenden 31 Stück

32 % privilegirter Obli-

gationen sind die nach-

verzeichneten Nummern gezogen worden:

955. 316. 1432. 1485. 1527. 1785.

9058. 2129. 23509, 247/, 2527, 2998. 3020. 3232.

3598. 3626. 4039, 4240, 4469. 4575. 4634. 4690, 4766. 5291. 5340. 5639. 6014. 6052. 6096.

Die Junhaber dieser Obligationen werden demnach hierdurch aufgefordert, dieselben nebst den nach dem 4. Juli d. J. verfallenden Zins - Coupons längstens binnen drei Monaten von heute ab entweder bet uns oder bei den Herren J. D. Herstatt )

S. Oppenheim jun. & Co, \, / A, Sw aafhausén ( in Köln, J. H. Stein Weber S W002 N. Wergifosse ( im Aachen, Mendelssohn & Co, } ; n Gebr, Sch ickler im Detiitt, gegen Empfangnahme des vollen Nennwerths und der verfallenen, noch nicht erhobenen Zinsen, einzuliefern. Vom 12. August d, J. an hört die Verzinsung diescr

Obligationen auf. Der Betrag derjenigen nach dem 4, Juli d. J. versallenden Zins-Coupons, welche mit den obigen zur Einlösung gelangenden Obligationen nicht eingeliefert werden sollten, wird von dem Kapitale gekürzt, um zur späteren Einlösung dieser Coupons ver- wendet zu werden. Köln, den 13, Mai 1844,

Die Direction,

1787. 2057.

[633 b] Passagier - Dampsschifffahrî zwischen Poisdam u. Hamburg.

Montags Dpfb. „Prinz Carl“ Mittwohs » „YAdler““, Freitags » 2 Aale ‘7 „Dauer der Reise 23 à 24 Stunden.“ Nummerirte Siße werden bei dem Unter- zeihneten ausgegeben, inPotsdam am Bord der Schiffe sind nur dann Fahrbillette zu haben, wenn noch Pläye disponible bleiben.

Lusifahrt

Sonntag, den 16ten c, zwischen Potsdam und dem

Templin. Abfahrt von Potsdam: 3 und 4 Uhr Nachmittags,

1

Rückfahrt von dem Templin: 7 » 85 » » Anker,

Taubenstraße Nr. 10.

163%] Lustfahrt nach Paris.

il

A 8555,

‘(Abfahrt 9 Uhr Vorm,

S E ———

Der Anklang, we d führte Lustfahrt nah London gefunden, veranlaßt uns, den von mehreren Seiten an uns gerichteten Ersuchen

zu entsprechen und eine ähnliche eFahrt nach Paris auf Veranlassung der daselbst jeßt stattfindenden Gewerbe- Ausstellung einzurichten,

Die desfallsigen fthanelung n mit den verschiedenen Damypfschifffahrt- und Eisenbahn-Directionen zu Paris und Havre, um einen verhältnißmäßig billi- gen Preis direkt hin und zurück stellen zu fön- nen, sind bereits von uns eingeleitet und behalten wir uns binnen kurzem die nähere Mittheilung darüber vor. Magdeburg, den 11, Juni 1844, Die Direction der Vereinigten Hamburg - Magdeburger Dampsschifffahrts-Compagnie. gez. Holyapfel,

M4. Tägliche Dampf- == schiffahrt zwischen Stettin und

[562%] Swinemünde.

S S e

S e «R

966

Prinz von Preussen mit zwei Maschinen von 70 Pferdekraft und drei be- quemen und elegant eingerichteten Kajüten ausgerüstet, geht vom 1. Juni ab, mit Ausnahme der Soun- tage, täglih von Swinemünde nah Stettin prâcise 7 Uhr Morgens und von Stettin nah Swinemünde

präcife 2 Uhr Mittags.

Die Dauer einer Reise is auf circa 43 Stunden festgeseßt. Die Billets werden am Bord des Dampf- \chiffes gelöst.

Ein Play erster Klasse kostet 1 Thlr. 15 Sgr.

Kinder unter 12 Jahren geben die Hälfte.

Domeftiken 20 Sgr.

Wagen, Waaren und Ueberfracht laut Tarif.

Am Bord des Dampfschiffes befindet sich eine gute vollständige Restauration. J, G. Weidner & Sohn.

[624 b]

j nenschiff n A Us. A

geschleppt von einem unserer kräftigen und schnellen Dampfschiffe, beginnt in d. J. scine regelmäßi-

gen Fahrten Nach und von Swinc- münde, den 18. Juni C. und zwar:

jeden Dienstag, Donnerstag und Sonn- abend, Mittags 12 Uhr, nach Ankunft des Berliner Eisenbahn-Zuges, von Stettin nah Swinemünde, jeden Montag, Mittwo ch und Freitag, Morgens 7 Uhr von Swinemünde nach Stettin, jedoch an jedem zweiten Mitt- woch vom 19. Juni ab, erst nach Ankunft des St., Petersburger Dampfschiffs in Swinemünde, was übrigens wie bei bisherigem regelmäßigen Eintreffen dieses Schiffs keinen Aufenthalt verursacht, L : Die Borussia gewährt für die resp, Reisenden die große Annehmlichkeit, von feinen bei den Dampfschiffen unvermeidlihen Unbequemlichkeiten, als der Hibe der Feuerung, des Fettgeruchs u. st. w., belästigt zu wer- denz sie hat bequemen Salon und Damen-Kajüte 2e., und neben allen Bcquemlichkeiten eine allen billigen Anforderungen entsprechende Restauration, so daß jeder bier Ankommende direkt nah dem Schifse sich begeben fann, wo auch Billette zu bekannten Preisen zu haben sind, Stettin, den 10. Juni 1844, Das Comité der Stettiner Dampfsbugsirboot - Rhederei,

Vereinigte Hamburg-Magde- burger Dampsschisffahrts-

igte Compagnie. Dienst für den Monat Juni c, Nb fait

Ls 90N Magdeburg läg-

lich Nachmittags 3 Uhr na ch Ankunst der Dampfwagenzüge von Berlin und Dresden,

von $zamburg täglich Abends 6 Uhr. Billets zur direkten Einschreibung von Ber- lin na Hamburg ertheilt zu ermäßigten Preisen die Pas- sagier - Expedition der Berlin - Anhaltischen Eisenbahn- Gesellschaft, Auskunft über den Passagier- und Güter- Verkehr is} zu erhalten von

Herrmann & Meyer, Hausvoigteiplahß Nr, 12,

x

[767] Vorladung.

Naqchverzeichnete, in dem Jahre 1822 im Bezirke der Königl. Kreis-Direction Dresden geborene militairpflich- tige Mannschaften, welche sih weder bei der Rekrutirung im Jahre 1842, noch son| zur Eifüllung ihrer Mili- tairpslicht nach den diesfalls stattgefundenen Erörte- rungen gestellt haben, werden in Gemäßheit $. 66, des Geseßes über Erfüllung der Militairpflicht vom 96. Oktober 1834 hiermit peremtorish vorgeladen, bin- nen einer doppelten sächsishen Frist und längstens

den 16. September dieses Jahres

si bei der Obrigkeit des bei cinem jeden Namen an- gegebenen Geburtsortes persönlich zu gestellen und Be- hufs der Erfüllung ihrer Militairpflicht anzumelden, un- ter der Verwarnung, daß sie im Falle des Außenblei- bens der bei freiwilliger Nachgestellung ihnen etwa zu Statten kommenden Milderungsgründe verlustig, als Ausgetretene angesehen und nach $. 74, des obgedach- ten Gesehes hinsichtlich ihres Vermögens nach Verfluß eines Jahres von obigem Anmeldungstage an gerech- net den Deserteurs werden gleih geachtet werden.

Uebrigens aber werden alle Ob1igfkeiten, welchen die namhaft gemachten Jndividuen vorkommen oder sonst bekannt werden sollten, angewiesen und beziehendlich er- sucht, dieselben von dieser Ladung in Kenntniß zu seßen und selbige nah Befinden mittelst Zwangspasses oder nöthigen Falls auf dem Schube an ihre Heimaths-Be- hörde zu verweisen oder einzuliefern, ein etwa diesen Maßregeln entgegen stehendes Bedenken aber anher mit- zutheilen und resp. anzuzeigén,

Dresden, am 10, Juni 1844.

Königl, sächs. Kreis-Direction, Dr. Merbach,

O Verzeichniß derjenigen Mannschaften aus dem Geburtsjahre 1822, we'e sih weder bei der Rekrutirung im Jahre 1842, noch sonst zur Erfüllung ihrer Militairpflicht gestellt haben. Nr. | Vor- und Zunahme des Absenten. | Geburtsort.

1|Anders oder Gläser, Karl Wilhelm,| Dresden, 2[Angermann oder Jacob, Johann d ottlieb,

f desgl, Biber oder Jenbsch, Johann August, b

Radeberg.

Das kürzlich von England hier ei Dampfschiff gland hier eingetroffene gekupferte

| [Bee oder Kreß, Karl Friedrich

Traugott, Dresden,

Nr.

5[Bar oder Noack, Karl Gottlieb,

“i 9 Brief, Karl August,

10/Büttner, Friedrich Julius, 11|Bauder, Heinrich Moriß,

12/Barch oder Heinze, Friedrich August, 43\Basil od, Köttig, Johann Maximilian,

14\Bittner, Karl Gottlieb,

15|[Diez, Christian Gustav,

16/Engelhardt, Karl Herrmann,

17\Eichelkraut oder Schaller, Ludwig,

18/Franke, Johann Moriy Ferdinand,

19/Frißsche oder Nein, Heinrich Eduard,

Î 20/Fehrmann, Friedrich Gustav, |

2r|Geßner od. Hoffmann, Karl Gottfricd, 22'Gröschner, Karl Friedrih Wilhelm,

23\Geißler, Karl Louis,

24\von Heldreih, Theodor Heinrich

| Herrmann,

25\Herrmann oder Colditz, Gustav Ernst,| 26 Herrmann oder Coldis, Otto Andreas,| 27\Haupt oder Büncwerg, Karl Friedrich, |

28|Horn, Johann Fricdrih Auguist,

29/Hänig, Johann Traugott Leberecht,

30/Helmer oder Hegewald, Karl Robert,

31\Humann, Karl Ludwig Eduard,

32/Hummißsch od. Weinert, KarlLeberecht,

33|Jäger, Johann Gottlob,

34\Junghanns oder Richter, Gottlieb

_|_ Alexander,

35|Kuntßsch, Karl Heinrich, 36\Kreyschmar, Gottlieb Günther, 37\Kubisch, Christian Julius, 38|Kepke, Constantin Moriy,

39 \Klepsch oder Kliemann, Anton Fer-

dinand,

40\Klengel, Johann Julius August, 41|Krumbiegel, Johann Gottlob, 42\KFüchler, Johann Friedrich,

43 Kunze, Valentin Nobert,

44\Lockerer oder Dreßler, Karl August,

45 Lehmann, Johann Wilhelm, 46 Liebig, Wilhelm Robert,

47 Lattermann oder Bergauer, Heinrich

Eduaid, 48 Legscheidt, Karl August, 49\Made, Fricdrich Louis. 50|Mehlhose, Karl August,

51\Müller oder Förster, Johann Gottlob,

52\Marcus, Johann Friedrich, 93|Müller, Karl Oskar, 54|Mittag, Friedri August, 99|Müller, Julius Eduard,

6'Brauer oder Just, Friedrih August, [Böhme oder Fabian, Karl Friedrich, S'Budinius od, Kühn, Johann Friedrich,

Franz|

|

Vor- und Zuname des Absenten. | Geburtsort.

Dresden, desgl, desgl. desgl. desgl, desgl, deûgl, Friedrichstadt- Dresden. Dresden, Polenz, Dresden, desgl,

desgl.

desgl, Neustadt- Dresden.

Friedrichstadt-

Dresden. Dresden.

desgl. Neustadt- Dresden,

Dresden. desgl. desgl. desgl.

Neustadt-

Dresden,

Fricdrichstadt-

Dresden, desgl,

Dresden.

Scheerau.

Zipschewig.

Dresden. Oberlößniß. Dresden. desgl, desgl,

desgl, Meißen. Freibergsdorf, Freiberg. desgl. Dresden, desgl. desgl. Neustadt- Dresden, Koebiß, Eisenberg. Altfranken, Dresden, desgl. desgl.

56|Müller od. Schlette, Johann Gotthelf,

57\Micol, Johann Ludwig, 58\Misfulnig oder Laue, __1 Wilhelm,

59 Mühlstädt, Karl Heinrich Ernst, 60|Mehner, August Friedrich, 61|Müller, August Franz Eduard, 62\Neuhauser, Johann Anton,

63|Oehmig, Christian Fürchtegott, 64/Otto, August Robert,

Friedrich

69\Paul od. Kopb\ch, Julius Ferdinand,

66 Pester, Johann Friedrih Wilhelm,

67 Pfeiffer oder Franke, Friedrich, 68 pool, Karl Gottlob Ernst, 698

70 Richter, Karl Gustav,

71\Ruprecht oder Zimmermann, August

| Ludwig, 72 Riemer, Friedrich Gustav, 73 Rimpf, Joseph, 74 Rauch, Karl Gottlob,

75\Roc{stroh od. Reichelt, Julius August,

76|Stelzer, Gottlieb, 77\Schulze, Friedrih Eduard, 78/Schwäbe, Johann Emil,

ichter od. Lorenz, Johann Christian,

79|Schnuter oder Lindner, Heinrich Ru-

dolph,

80|/Schmidt, Heinrich, Wilhelm August,

81|Stange, Johann Friedrich August,

82/Schwarz, Karl Wilhelm, 83|Schaarschmidt, Karl Wilhelm, 8á\Thomas oder Kron, Karl Eduard,

85|Vettcr, Johann Heinrich Wilhelm,

86|Vetter oder Stade, Karl August,

87\Vallant oder Schulze, Johann Franz,

88|Werner, Johann Gottlob,

89|[Wenzel od. Angermann, Karl Gottlieb,

90[Wustlich, Karl Heiurich, 91[Wittig oder Neif, Karl August, 92Weinert, Friedrih August,

93|Wenzel oder Wahl, Johann Karl Friedrich

94 Friedrich, i 95[Walther oder Reiwein, Herrmann, / Wovzeck, Johann Fricdrich Louis, 96|Weise, Karl Gustav Ernst, 97|Winkler, Karl August, 98\Walther, Karl Gottlob, 99[Wipsand, Heinrih Moriß, 100|Winkler, Karl Heinrich,

101|von Wilke oder Markgraf, Karl

August Heinrich, 4102| Zimmermann, Johann Gottlob, 403|Ziller, Traugott Leberecht,

Dresden, am 10, Juni 1844,

[772]

desgl. desgl. desgl, desgl.

desgl. ¡Sct.Michaelis, Freiberg. desgl. Neumarkt- Meißen. Samenstcin, Freiberg. Dresden, desgl, desgl. Köttewiß. Dresden, desgl.

desgl, desgl, Voigtsdorf, Freiberg. Naundorf. Boxdorf. Dresden, desgl.

desgl. desgl. Eckhardtsberg bei Zehren. Freiberg. desgl. Dresden. desgl, desgl, desgl. Löbtau. Dreöden. desgl, desgl, deëgl,

desgl.

desgl, desgl. desgl. desgl, desgl, desgl. Friedrichstadt Dresden,

Dresden,

Neustruppen, [Sonnenstein,

Bekanntmachung,

Von dem Hieronymus Schmidtschen Familien-Stipen- dium sind zwei Antheile erledigt. Geschlechts-Verwandte, welche si als solche legitimiren können, und welche in

Leipzig, Perception nahsuchen wollen, dazu anzumelden.

Greiz, den 11, Juni 1844,

Jena oder Halle studiren, habe binnen aht Wochen sich

Dr. Sch

n, wenn sie die

midt,

Fürstl. reußischer Kirchen - Rath und Superintendent,

Literarische Anzeigen.

So eben is bei uns erschienen : [763] Die deutsche Bewegung in Schleswig-Holstein.

8. brosch. Preis 2 Thlr. Leipzig, April 1844, Weidmannsche Buchhdlg,

-—

Vorräthig in Berlin bei (, H. Schroeder,

+—

Linden 23, Jagorsches Haus.

[747] F Jn allen Buchhandlungen des Jn- und Auslandes ist zu haben;

Í L E 2 @ Allgemeines deutsches Kochbuch für bürgerlihe Haushaltungen; oder gründliche Anweisung, wie man ohne Vorkenntnisse alle Arten Speisen und Backwerk auf die wohlfeilste und \{machafteste Art zubereiten kann. L Ein unentbehrliches Handbuch für angehende Hausmüt- ter, Haushälterinnen und Köchinnen. Herausgegeben von Sophie Wilh. Scheibler, geb. Koblan ck. Elste sorgfältig revidirte Auflage. Mit einem Stahlstich. 30 Bogen Oktav auf Maschi- nen-Velinpapier. Jn farbigem Umschlage sauber geheftet 4 Thlr. Desselben Werkes Zweiter Theil. Dritte, mit 58 neuen Rezepten vermehrte Auflage. Mit einem Stahlstih und zwei erläuternden Kupfertafeln. Jn farbigem Umschlage geheftet 20 Sgr. (Berlin, 1844, Verlag von C. F. Amelang.)

Handbuch für Protestanten.

Bei K. F. Köhler in Leipzig ist erschienen und in allen Buchhandlungen, für Berlin in A. Wohlge- muth’s Buchhandlung, Scharrnstr, 4, und W, Logier in Berlin, zu haben :

[631 b] G: e-0:4 0:6 des

Evangelischen Protestantismus

Deutschland

für denkende und prüfende Christen von De, Ch G Neudeder, 1. Band. 18s Hest, 40 Bogen, Thlr.

Bis jetzt fehlte uns ein Werk, das auf die Quellen der Geschichte basirt, übersichtlih und in gedrängter kla- rer Darstellung die Geschichte der Entwickelung und Ausbildung des evangelischen Protestantismus giebt, worin wir uns bei jedem Zweifel, bei jedem Angriffe Rath und Bclehrung holen lönnen, das uns ferner mit historischer Treue das höchst interessante Gemälde, des mit Beharrlichkeit geführten Kampfes unserer Vorfahren, gegen die Uebergriffe und Anmaßungen Roms giebt,

Das vorstehend angezeigte Werk wird diese Lücke aus- füllen und für jeden gebildeten Protestanten ein sehr schäßbares, unentbehrliches Handbuch sein.

Das Werk erscheint in 2 Bänden jede zu 4 Lieferun- gen zu # Thlr. , alle 14—2 Monat wird eine Lieferung erscheinen.

Die Ausstattung is schön, der Preis billig,

TTDI

Bei G. D. Bädecker in Essen is so eben er-

schienen und in allen Buchhandlungen zu haben: in

Berlin vonähis n Oehmigke's Buchhandlung ( Jul. Bülow),

Burgstraße Nr. 8. W., Nehm's methodisches Handbuch für den Unterricht

in den deutschen Stylübungen.

Ein Leitfaden für Lehrer an Elementar- und Bürger- Schulen. Zweite, verbesserte Auflage, besorgt durch Heinr, Aug. Neinbott, Lehrer am Seminar für Stadtschulen zu Berlin, Preis 1 Thlr. 75 Sgr.

Allen Architekten, Bau-Beamten, Bau-Handwer- kern, Hausbesißern empfehlen wir die vor kurzem er- schienenen Bau - Anschläge von Sachs als das neueste, praltishste und billigste derartige Werk, über welches die Kritik \sih einstimmig höchst günstig aus- gesprochen hat:

Anweisung zur Berechnungund Anfertigung [768] der

% .. Bau- Anschläge. Enthaltend die Berehnung des Arbeitslohns und der Materialien bei den in der Baukunst vorkommenden Arbeiten. Ar Band, gr. 8., nebst Atlas von 44 Fig.- Taf. in Folio. Kompl. 6 Thlr. Daraus einzeln:

1. Der Maurer. Mit 8 Tafeln. 1 Thlr.

9. Der Steinmeter, Bildhauer, Stuccateur, Bronceur, Vergolder, Mit 12 Tafeln. 1 Thlr.

3. Der Zimmermann, Mit 13 Tafeln. 15 Thlr. Der Tischler, Schlosser, Schmidt, Nagelschmidt, Drathflehter, Glaser , Anstreicher, Lackirer , Tape- zierer. Mit 2 Tafeln. 5 Thlr.

Der Gelb- und Glokengießer, Sprißen- und s cent Böttcher. Mit 5 Tafeln, 5 r, Der Töpfer, Lehmer, Staker und Decker flacher Dächer in Lehm, Mit 1 Tafel, # Thlr. Der Brunnenmacher, Dammseper, Drechsler, Sei- ler, Mit 2 Tafeln. # Thlr. Der Klempner, Kupfershmidt, Schieferdecker, Stroh- und Rohrdecker, Spließ -, Schindel - und Spohn- deer. it 2 Tafeln. 174 Sgr.

Vom Königl. Bau-Jnspektor Sa ch8, Durch alle Buchhandlungen zu beziehen.

Berlin, Shlesingersche Buch - u, Musifhdlg.

[634hb] Ulmen- oder Rüster-Saamen jept geärndtet, offerirt H. G. Trumpf in Blankenburg am Harze,

Das Abonnement beträgt : 2 Rfhlr. für 2 Jahr 4 Kthlr. - 2 Jahr. 10000 E Jébe. in allen Theilen der Monarchie H 1a Preiserhöhung. erktions-Gebühr Raum ciner Seite C eis Anzeigers 2 Sgr. E

Amtlicher Theil.

Inuland, Provinz Preußen, Landwirthschastlihes Fes zu Gum- binnen. Provinz Posen. Wirksamkeit der barmherzigen Schwestern zu Posen. Provinz Pommern. —ProvinzSchlesien. Feuers- bruns zu Breslau. Rhein - Provinz. Landwirthschaftlihes aus Kleve. Briefe aus Breslau. vifts für fatholishe Theologie-Studirende.) und Düsseldorf. (Fah- nentwcihe.)

Deutsche Bundesftaaten. handlungen, von Stuttgart, Grh, Baden. verbot sür die Studenten. Grh. Hessen. wig I. Herzogth. Nassau.

Königr. Hannover, Kammer - Ver

Der nassauishe Gewerbe - Verein.

burg. Freie Stadt Lübeck. Dampfschifffahrt. Travemündung. Freie Stadt Frankfurt. ter. Ausstellung von Lehrlings-Arbeiten. (Ankunft Nesselrode's.) / Freie Stadt Krakau,

Bercht, —— Coursbläât=

Denkmal für Kochanowsfki.

g - a , 2 % Se Nußland und Polen, Schreiben aus Warschau. (Branntweinsteuer.) | Der Handels - Verkehr zwischen Nord- und Cen- |

Frankreich, Paris. tral-Afrika, Danksagungs-Schreiben des israelitischen Central-Konsisto-

i â o 1 H 1947 E , Coiti ck riums an den Kultus-Minister. Die beiderseitigen Streitkräfte an der |

Gränze von Marokko, Einnahme der Propaganda zu Lyon, Briefe aus Paris, (Kammer-Arbeiten: Rekrutirungs- und Hafen-Geseßz Vor-

legung des Unterricht8-Gesezcs in der Deputiten-Kammer, Beschädi-

L

gung der Jndustrie-Ausstellung dur Ungewitter.)

Großbritanien und Jrland, London. Oecsterreichisher Botschafts- |

Bla in S D Abreise des Kaísers von Rußland,

gien, Neprajentanten-Ka mmer, Annahme verschiedener Artikel

ch des Visserenzial-Zollgeseß-Entwu fs, i

talien, Brief aus Sicilien. (Lustfahrt; neue Journale; ein Noman.)

Spanien, Schreiben aus Paris, (Sinken des französischen und Stei- „gen des englischen Einflusses.) E L

e aus M ünchen. (Truppensendung gegen

risiottis, Die Maßregeln gegen die Tagespresse. Die Seuatoren-

Wahl, Der chemalige Oberst-Lieutenant Heinz, Verminderung der Räubereien.) :

Eisenbahnen. Bricfe aus Westphalen. (Motivirter Wunsch einer Cisenbahn von Elberfeld nach der Ems.) und aus Sach sen, (Ein- druck des preußishen Gesezes gegen den Actienschwindel.) Deuts - land, Eisenbahn-Frequenz. Neapel, Eröffnung der Bahn von Ca- serta nah Capua, e

r E ger Börfeu-Nachrichten, Berlin, Börse, Weimar. Wollmarkt,

Berlin, Aufruf des Kirchen-Kollegiums von St, Hedwig zu wohlthätigen

Zweken,

42;8 . 2 i G g . Amtlicher Theil. Berlin, den 15, Juni. Se, Majestät der nig sind nach Stettin gereist,

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Den Wirklichen Geheimen Ober-Regierungs-Rath, Dr. Beuth, zum Wirklichen Geheimen Rath mit dem Prädikat „Excellenz““ zu ernennenz und

Dem Ober - Forstmeister August Heinrich von Pachelbl- Gehag zu Potsdam die Charge eines Hof = Jägermeisters beizulegen,

Se, Majestät der Kaiser von Rußland siud über Stettin nah St, Petersburg von hier abgerei|t.

Se. Köbuigl, Hoheit der Prinz von Preußen ist nah Stet- tin abgereist. C

Jhre Königl. Hoheit die verwittwete Frau Großherz ogin von Mecklenburg-Schwerin und Höchstderen Tochter, die Her- zogin Louise, Hoheit, sind nah St, Petersburg gereist.

Der bisherige Privat -Docent Dr. Budde in Bonn ist zum außerordentlichen Professor in der juristischen Fakultät der dortigen Universität ernannt worden,

Abgereist: Jhre Excellenzen die General - Adjutanten Sr. Majestät des Kaisers von Rußland, General der Kavallerie, Graf Orloff, und General-Lieutenant von Adlerberg über Stettin nah St, Petersburg.

llichtamilicher Theil. Zuland.

Berlin, 15. Mai. Se. Majestät der Kaiser vou Rußland haben dem Ober = Bergrath und Professor Pr. Noeggerath in Bonn den St, Stanislaus-Orden zweiter Klasse z so wie dem Berg= meister von Carnall und dem Hütten =- Juspektor Mentel zu Tarnowiß die dritte Klasse dieses Ordens zu verleihen geruht,

Provinz Preußen. Am 5, Juni versammelten \sich in Gumbinnen die Landwirthe zu einer General - Versammlung des landwirthschaftlichen Vereins für Litthauen, und die öffentlich gehal= tene Thierschau war für die Bewohner der Stadt und Umgegend ein frohes Volksfest. Besondere Aufmerksamkeit und Theilnahme erregte der Anblick der anwesenden Bauern. „Hier“, heißt es im Lycer Jntelligenzblatt, „erkannten wir die Frucht der landesväterlichen Huld und Weisheit, deren Saat in der Zeit des tiefsten Unglücks des Staats gestreut wurde, und die der Stolz und der feste Schuß des Vaterlandes sein und bleiben wird. Freiheit des Eigenthums und freie Benußung desselben is dem Bauer gegeben, sein Stand is ein Ehrenstand geworden, und in dem Bewußtsein des eigenen Werthes, in der richtigen Würdigung seines Besißes \ließt er sich mit Freu- den den größeren Besißern in dem Streben nach Veredlung an, Hier= von lieferte auh die diesmalige Schau den deutlichsten Beweis, und laut sprach sih der Beifall und die Achtung für das rühmliche Stre-

ben aus,“

(Verein zur Begründung eines Kon- |

Königr, Württemberg. Abreise des Kronprinzen | Reise des Großherzogs. Spicl- | Das Denkmal für Lud- | A NErI0 gi, L ui 1 j | das Gymnafium Landgrafschaft Hessen-Homburg. Aufblühen des Badeorts Hom- | det Austiefung der |

Schreiben aus Weimar. |

All gOM eine

Preußische Zeitung.

Alle Post-Anstalten des In- und Auslandes yehmen Sestellung auf dieses Slatt an, sür Serlin die Expedition der Allg. Preuss. Zeitung: Friedrihchsstrasse Ur. 72.

Berl n

%VProvinz Posen. Nach Ablauf des zwanzigjährigen Be-

stehens der von des Hochseligen Königs Majestät gegründeten Kran- | fen- Anstalt der barmherzigen Schwestern zu Posen hat die Vor= |

\teherin derselben dem Königl, Ober - Präsidium eine Uebersicht der Zahlen-Ergebnisse ihrer bisherigen Wirksamkeit vorgelegt und lebteres

E unter Averkennung der segensreichèn Leistungen dieser Anstalt, | durch das Amtsblatt zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Dieser | Haupt =-Uebersicht zufolge, siud vou 1823 1843 durch die grauen | Sin oFtor » NValon t (i 9 Ge - 2 y

Schwestern zu Posen im Ganzen 22,150 Kranke behandelt worden ; |

davon starben 2222, hergestelit. Provinz

919 wurden als ungeheilt entlassen und 17,343

Qr x , , Pommern. Am 9., 10. und 14. Juni beging zu Stettin seine dreihundertjährige Jubelfeier.

G - A A C a Ey , 1 Provinz Schlesien. In der Nacht vom 11. zum 12. Juni ist zu Bresla u die vor dem Oderthor gelegene, der städtischen Kommune gehörende Papiermühle niedergebrannt. Nichts konnte ge-

| rettet werden; die angränzenden Mühlen s{chwebten in großer Ge-=

fahr, blieben aber verschont.

Nhein-Provinuz, Am 8, Juni fand zu Kleve eine außer- ordentliche Bersammlung der Lokal = Abtheilung des landwirthschaftli= chen Vereins statt, in welcher die fürzlih von Seiten des Gouverne-

| ) j E E G 4 eer C , | ments entworfenen Pläne zur Förderung des landwirthschaftlichen

Guteresses, namentlih durch theoretische und praftishe Unterweisung der Jugend in diesem wichtigen Fache, zur Sprache kamen. Vor= züglich war das Augenmerk auf eine sür die Rhein = Provinz beson= ders zu gründende landwirth shaftliche Lehr-Anstalt gerihtet. Kleve macht si, wie ein Privatschreiben von dort in der Düsseldorfer Zettung besagt, große Hoffnung auf den Besi dieses Justituts. „Bereits auf dem leßten rheinischen Landtage““, heißt es in dem ge= nannten Blatte, „wurde des Sachverhältnisses in fürsorglicher Weise gedacht, und die dort gemachten Vorschläge scheinen nun in nachhal- tiger Wirkung begriffen zu sein. Kleve vereinigt in der diesen Ort umgebenden sehr produktiven Bodenfläche gewiß beinahe alle Kultur=- Gegenstände, deren Auschauung der künftige Oekonom zu seiner Aus= bildung nothwendig bedarf.“ i i

j *& Vreslau, 7. Juni. Nach einem Artikel (Nr. 116) der Breslauer Zeitung betreibt der Verein, der sih zur Begründung eines Konvifts für Studirende ver katholishen Theologie an der breslauer Universität gebildet hat, die Ausführnng seines Planes mit lebhaftem Eifer. Er is bereits mit der Einrichtung eines Hauses für die Konviktoristen beshäftigt und beabsichtigt, die Anstalt für welche der Kapellan Gustas Maliske als Vorsteher designirt sein soll, zu Johannis d. J. zu eröffnen, Wem die hülfsbedürftige Lage befannt ist, in welcher die meistens der unbemittelten Klasse angehörigen Adspi= ranten des fatholisch=geistlichen Standes während ihres Universitäts= Studiums sih befinden, der wird dem wohlthätigen Zweke des Ver= eins an und für si seine Anerkennung nicht versagen wollen. Man wird vielmehr von der beabsihtigten Anstalt, wenn sie ihre Bestim= mung richtig auffaßt und sich bei der Wahl der Mittel, solche zu erreihen, von jeder einseitigen und zeitwidrigen Richtung fern hält, Erfreuliches erwarten dürfen, Mit Sicherheit wird man derselben aber nur dann Gedeihen versprechen mögen, wenn sie sih ihrer noth= wendigen Verbindung mit der Universität, und zunächst mit der kg= tholisch = theologischen Fakultät, dauernd bewußt bleibt. Ob dies bis jebt, und namentlih auch bei den sür die Anstalt projektirten Sta- tuten, geschehen, is uns nah dem, was uns von dem Juhalte der leßteren bisher bekannt geworden is, nicht zweifellos geblieben. So viel wir wissen, unterliegen gegenwärtig die Statuten der näheren Prüfung seitens der höchsten Staats - Behörden. Zu diesen dürfen wir das Vertrauen hegen, daß sie bei der Festseßung derselben zu- gleich die Interessen der Universität, und mit solchen auch die einer gediegenen, den Anforderungen der Gegenwart entsprehenden kleri= falischen Bildung zu vertreten und jede Richtung von der jungen Anstalt zu entfernen wissen werden, welche die dereinstige gedeihliche Amtsführung der Konviktoristen beeinträchtigen könnte. Bevor aber die Behörde über das Statut entschieden hat, wird der Verein unse- res Erachtens wohl thun, sich jeder voreiligen Ausführung seines Unternehmens, welches ohne höhere Genehmigung nicht ius Leben treten fann, zu enthalten. E /

: A Düsseldorf, 10, Juni. Heute Morgen um 7 Uhr fand in Gegenwart Sr. Königl, Hoheit des Prinzen Friedrich, Sr, Ex= cellenz des kommandirenden Generals des 7ten Armee-Corps, Herrn von Pfuel, und sämmtlicher hohen Militair-= und Civil-Behörden die feierliche Weihe und Uebergabe der Fahnen an das düsseldorfer Garde= Landwehr-Bataillon, an das 2te Bataillon des 17ten Landwehr-Re= giments und an die 2te Schwadron desselben Regiments auf dem hie- sigen Exerzierplaß unter angemessenen religiösen und militairischen Feierlichkeiten statt. Nachdem die Truppentheile die ihnen von des Königs Majestät verliehenen Fahnen in Empfang genommen hatten geruhten Se. Königl. Hoheit der Prinz Friedrich dieselben defiliren zu

taillone vor Sr. Excellenz dem kommandirenden General statt,

Nuslaud. Deutsche Bundesstaaten.

_ Königreich Hannover. Jn der Sizung der ersten Kammer vom 6. Juni wurde der Antrag der Eisenbahn-Kommisston eine Unterstüßungsfasse zu begründen, angenommen, Es sollen aus derselben den Bahnbeamten oder deren Angehörigen Unterstübungen zufließen und Erstere in der Aussicht auf Remuneration den Antrieb zu um so größerer Thätigkeit und Aufmerksamkeit bei der mühevollen und nicht gefahrlosen Wahrnehmung ihrer Berufspflichten finden Vorläufig ist auf zwei Jahre die Summe von jährli 41590 Riblr: zu diesem Zwecke ausgeworfen, . Königreich Württemberg. Se, Königl, , Kronprinz if am 10. Juni von Stuttgart nach Gai Aogtrei, um daselbst die Molkenkur zu gebrauchen. ,

Sonntag den 16om Juni

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1844.

Großherzogthum Baden. Se. Königl. Hoh. der Groß- herzog hat am 10. Juni eine Schweizerreise angetreten und begiebt | si vorerst, zum Gebrauch der Molken, nach Interlaken. Wie das | Frankfurter Journal berichtet, ist an die Universitäten und son=- | stigen höheren Lehr-Anstalten des Landes die Weisung ergangen, daß | es Studirenden nicht gestattet sei, in Baden zu spielen.

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Großherzogthum Sessen. Se. Königl. Hoheit der Groß- | herzog und sämmtliche Mitglieder der Großherzoglichen Familie nah- | men am 11, Juni die am Fuß der Ludwigssäule zum Verseßen auf dieselbe aufgestellte kolossale Bronze -Statue des hochseligen Groß- | herzogs Ludwig's I, in Augenschein. Sämmtliche Herrschaften sprachen | sich auf das günstigste und zufriedenste über das gelungene Kunstwerk

aus, Es war ein rührender Aublick, das gesammte geliebte Fürsten- | haus, von den Söhnen bis zu den Urenfeln, um das sprechend ähn=- | lihe Bild eines unvergeßlichen Fürsten versammelt zu sehen, welches die Dankbarkeit eines treuen Volkes den nahkommenden Geschlechtern zu ewigem Andenken errichten läßt, Diese Statue stellt den Groß- herzog Ludwig I. aufrecht stehend dar in Generals-Uniform, mit um- geworfenem Mantel, in der rechten Hand die Verfassungs - Urkunde, die der weise Fürst seinem Volke verlieh, die Unke an den Grisf des Degens gelehnt, ganz in der Stellung, wie man Se. Königl. Hoheit so oft im Leben s\ah, :

_ Herzogthum Nassau. Der „Nassauische Gewerbeverein““ ist nunmehr, da die Statuten von der Landes-Regierung genehmigt worden sind, ins Leben getreten. Am 15. Juni wird zu Wies =- baden eine General-Versammlung zur Wahl des Vorstandes und Ausschusses stattfinden. ;

Laudgrafschaft Hesseu-Somburg. Wer seit 3 Jah= ren die Stadt Homburg nicht gesehen, erkennt sie kaum wieder: wo früher Strohhütten und ärmliche Ziegelbauten, da erheben si jeßt von allen Seiten prunkende Gasthäuser und Villen. Wäre nur das leidige Spiel nicht die Sirene, welche die Masse verlodt, so fönnte man freudiger das Aufblühen eines Badeorts begrüßen, der durch die trefflichen Wirkungen seiner reichhaltigen verschiedenartigen Quellen eine Zukunft für sich hat. i

L Freie Stadt Lübeck. Die lübecker Dampfschifffahrt nach St. Petersburg ist durch die stettiner Eisenbahn ernstlih bedroht. Das erste von jener Hauptstadt zurückgekehrte Dampfboot führte 54, das zweite 47 Passagiere herüber, während in früheren Jahren die Boote auf ihren ersten Herfahrten uoch einmal so viel Fremde an Bord hatten. Die in diesem Jahr nah der Newa abgegangenen Dampfschiffe waren noch bei weitem weniger frequentirt, Es ist mehr als wahrscheinlich, daß die eingetretene Konkurrenz eine Ermäßigung der bisherigen ungewöhnlih hohen Fahrpreise der lübeck-petersburger Dampfboote zur Folge haben wird. ODer russishe Staatsrath von Gretsch ist mit einem der leßten Dampfschiffe nah Petersburg zurückgekehrt, Die für den Handel Lübecks jo überaus wichtige Austiefung der Travemündung nimmt den besten Fortgang.

__ Freie Stadt Frankfurt. Dr. Bert ist nah Bonn ge= reist, um die Vorbereitungen zu seiner dortigen Ansiedelung zu treffen Bei den vielfältigen Differenzen in der Notirung der verschiedenen frankfurter Coursblätter, wodur sogar schon Prozesse veranlaßt wur= den, hält man die Herausgabe eines offiziellen frankfurter Coursblat= tes für nothwendig. Die im Dezember v. J. von der Verwaltung des frankfurter Gewerb-Vereins erlassene Aufforderung, eine alle dor= tigen Gewerbe umfassende öffentlihe Ausstellung von Lehrlingsstücken verbunden mit Preisertheilung, zu veranstalten, hat \sich für den An- fang ganz günstigen Erfolgs zu erfreuen. Diese Ausstellung gab den Beleg, wie durch solhe Maßregeln die Fähigkeiten junger Hand= werker angeregt werden, : G

_*X Weimar, 13, Juni. Heute Morgen is Se, Excellenz der Kaiserl. russische Minister, Graf von Nesselrode, hier angekommen im „Fürstenhause““ abgestiegen und sogleich nach der Sommer-Residenz Belvedere gefahren, wo unsere Höchsten Herrschaften jeßt weilen. Dem Vernehmen nah, begiebt sich der Herr Graf morgen nah Kissingen.

Freie Stadt Krakau. = Krafau, im Juni. Nachdem man gesehen, mi Verehrung und welchem Enthusiasmus die A fti Molites ein Standbild gesebt haben, sind auch wir, obgleich \o oft als Feinde der Monumentomanie aufgetreten, versucht worden, bem Andenken un= seres gefeierten Johann Kochanowski einen Stein zu widmen. Es werden zu diesem Behufe sih alle polnischen Schriftsteller zusammen= thun, um ein Album herauszugeben, aus dessen Erlös die ersten Kosten des Monuments bestritten werden sollen. Was uns anlangt, so hal=-

- | z | ten wir dafür, daß die berühmte Eiche Kochanowski's im lassen; später fand noch eine spezielle Jnspection der genannten Ba- | i s shwarzen

LZäldchen ein sinnigeres Zeichen seines Andenkens is, als eine Statue,

9 | und daß man den Dichter mehr ehren würde, wenn man die zur Er= h

altung seines Andenkens zusammengebrahte Geldsumme zu einem wissenschaftlihen Zwecke verwenden wollte. N

Russland und Polen.

A Warschau, im Juni, Durch das Gerücht von einer be= vorstehenden Erhöhung der Branntweinsteuer is der alte Streit wie= der erwacht, welcher in Betreff der Fabrication von Spirituosen schon vor einem halben Jahre in der Warschauer Zeitung geführt wurde, Die Gutsbesißer sind bei dieser Branutweinfrage sehr be- theiligt, weil die Fabrication von Getränken bisher ihre Haupt- Revenue, der Ackerbau mehr als Nebensache angesehen war. Sollte die Erhöhung der Branntweinsteuer eintreten, so würde sie unfehlbar mehrere wünshenswerthe Erfolge zuglei herbeiführen: sie würde hauptsächlich der Jmmoralität des Volkes steuern uud den Güterbesizer nöthigen, sih mehr mit der Boden =- Kultur zu beschäftigen, um dle ihm duïch die höhere Besteuerung entgangenen Revenuen auf einer anderen Seite zu erseßen, Eine große Zahl von Gutsbesißern is edeldenkend genug, sich, ohne Rücksicht auf ihre materiellen Vortheile, für die Maßregel zu erklären. :