1844 / 187 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

welche 1831 bei Fermersleben ín der Elbe

Friedrih Alexander Eisolt, welher vor 20 Jahren angen und seit 18 Jahren

rih Eisolt, gebo- f Wanderschaft 1 Nachricht aus Griechen-

3) der Buchbind

) S u 41, März

anderschaft geg

achricht gegeben hat; un eter Johann Fried

14, Juni 1805,

und nur 183

sich gegeben, ingleichen

11, die unbekannten Erben:

5) der Witiwe des Kreuyberg, zulehß fenhause hier, verstorben am

werden hierdurch vorgelade!

in dem peremtori den 15. April 1845,

vor dem Land- und S

lih oder in Person zu me

4) der Satt

Bäcker Bellin, Christiane, geb, t Kranker.wärterin auf dem K 21. Februar 1843, 1, sich binnen 9 Monaten, und schen Termine an Gerichtsstelle Vormitt. 11 Uhr,

tadtgerichtsrath Peguilhen schrift-

lden und weitere

ollenen zu 1. oder deren werden erstere für to gen den bekann

le die obigen Vers Erben sih nicht melden, und es wird ihr Vermö deren Ermangelung aber der siskalischen geantwortet werde!

Gleichermaßen, si< nit melden, der fiskalishen Be werden, Magdeburg, Königl. Lan

ten Erben, in Behörde aus- wenn für die Erblasserin zu 11. Erben wird deren Nachlaßmasse hörde zugesprohen und ausgeliefert 14, Juni 1844.

d- und Stadtgericht,

————

Nothwendiger Stadtgericht zu Berlin Das in der Waßmauns} Particuliers Johann <tli< abgeschäßt zu 6138 am 30. August 1844, an der Grrichtsstelle subhastirt werden. pothekenschein sind i

Januar 1844,

traße Nr, 32 belegene Grund- Carl Friedrih Neu- Thlr. 417 Sgr., soll gs 11 Uhr, Taxe und Hy- n der Registratur einzu

Vormitta

Nothwendiger Verk Berlin, den 27, Januar 1844,

Stadtgericht zu s Nr, 61 belegene Hilde-

Das in der Auguststraße brandtshe Grundstü, gerichtlich abgeschäßt Thlr. 23 Sgr. 9 Pf, soll am 6. September 1844, an der Gerichtsstelle sub pothekenschein sind in der

Vormittags 14 Uhr, hastirt werden, Taxe und Hy-

Registratur einzusehen,

r Verkauf. den 19, April 1844, 29 belegene

Nothwendige Stadtgericht zu Berlin, Das hierselb in der Köpnickerstraße Nr. Grundstü des Katiun-Fabrikanten Pardow, abgeschäßt zu 83,617 Thlr. am 3. Dezember 1844, an der Gerichtsstelle subhastirt werden, pothekenschein sind in der Registratur einzusehen,

23 Sgr. , soll Vormittags 11 Uhr, axe und Hy=-

Rexlin- Frankfurter Eisenbahn. Dampfwagenzüge.

‘sonenzüge. M., Ab, 6 Uhr M.

Mrg. 7 Uhr 9 Uhr 40 M., Ab. 9 Me M. 9

Ankunft in Frankfurt Mrg,

ersonen in der

Mit den Personen - Zügen werden P í agen und Cil-

1sten, 2ten und 3ten Wagenklasse, Equip fracht befördert, D idi 448 B. Extrazüge Mittwoch von Ber Köpeni>, Friedrich von Berlin: N Erkner; Abends Bei diesen Extrazügen, päck befördert wird, chen diese stattfinden, au alle Tage mit den Köpenick und E gte Fahrpreise für die 11, und l] 3 Betriebs-Neglements cin. Erkner sind Käh Kranichberge und hrpreisen anzutreffen, rankfurter

, jeden Sonntag und

lin na< Nummelsburg, 3hagen und Erkner. achmittags 2 Uhr 30 Min,

mit welchen kein Passa so wie an den Tagen, an wel- < mit den Personenzügen und Abendzügen, treten in rfner hin und zurü> ermä- l, Klasse nach $. 3. Friedrichshagen und Besuch der Müg- Nüdersdorfer Kalkberge zu

Messe müssen die ahrten na< Erkner und zu- d 30, Juni, 3., 7., 10., 14, und t werden, und begin- Art mit den ermäßig-

Berlin nach

ne und Gondeln zum

mäßigen Fa

Wegen der f Vergnügungs rücf am 26, un 417, Juli cr. ausgesebß nen in der bisherigen ten Fahrpreisen erst wieder am 21;

(.. Güterzüge. Morgens #1 Uhr Min, n Frankfurt Nachmitt, 2 Uhr 47 Min, [ Dra, werden Personen in der 2ten rachtgüter, Equipagen und Vieh Bestimmungen ergiebt das vom 4, März c, welches zu haben ist,

Mit den Güterzügen und 3ten Wagenklasse, F

Betricbs-Reglement Nr. 3. auf allen Stationen für 41 Sgr. Berlin, den 18, Juni Die Direction der Berlin-Frankfurter Eisenbahn-

Gesellschaft,

O B A al shleppt von einem unserer fr

ampfschiffe, beginnt in d, J, seine regelmäßi-

1066

gen Fahrien nach und von Swine- münde , und zwar:

jeden Dienstag, Donnerstag und Sonn- abend, Mittags 12 Uhr, nah Ankunst des Berliner Eisenbahn-Zuges, von Stettin nah Swinemünde,

jeden Montag, Mitiwoh und Freitag, Morgens 7 Uhr von Swinemünde nah Stettin, jedoch an jedem weiten Mitt- woch vom 19, Juni ab, eri nah Ankunft des St, Petersburger Dampfschiffs in Swinemünde, was übrigens wie bei bisherigem regelmäßigen Eintreffen dieses Schiffs keinen Aufenthalt verursacht,

Die Borussia gewährt für die resp. Reisenden die große Annchmlichkeit, von keinen bei den Dampsfschissen unvermeidlihen Unbequemlichkeiten, als der Hiße der Feuerung, des Fettgeruchs u. \. w., belästigt zu wer- denz sie hat bequemen Salon und Damen-Kajüte 2€c., und neben allen Bequemlichkeiten eine allen billigen Anforderungen entsprechende Restauration, #0 daß jeder hier Ankommende direkt nah dem Schiffe sich begeben faun, wo auch Billette zu bekannten Preisen zu haben find, Stettin, den 10, Juni 1844.

Das Comité der Stettiner Danmyfbugsirboot - Nhederei.

_

Vereinigte Hamburg-Magde-

burger Dampsschifffahrls-

693 b B $

avis Compagnie.

E f Dienst für den Monat ult d | N R T

U >> von Magdeburg tägli < Nach- R 5 mittags 3 Uhr na< Ankunft Berlin und

L A der Dampfwagenzüge von Dresden,

von Hamburg tägli < Abends 6 Uhr, Billets zur direkten Einschreibung von Berlin nah Hamburg ertheilt zu ermäßigten Preisen die Pas- sagier - Expedition der Berlin - Anhaltischen Eisenbahn- Gesellschaft. Auskunft über den Passagier- und Güter- Verkchr is zu erhalten von Herrmann & Meyer, Hausvoigteiplaß Nr. 12.

[712 b]

Lustfahrt zwischen Potsdam und Bran- denburg. Sonntag, den 7. Juli c.

Abfahrt vou Potsdam um 74 Uhr Morgens. Rückfahrt von Brandenburg um 55 » Nachmitt, Fahr - Billette sind zum Preise von 15 Sgr. zur Hin- oder Rückfahrt bei dem Unterzeichneten und an der Tageskasse in Potsdam zu haben, A unker, Taubenstr, 10,

m —————_—_—_—_—_——

[657 b] Bekanntmachung

Selo-Eifsenbahn-Actien,

12 Uhr bei mir in Empfang genommen werden, Berlin, den 18, Juni 1844, F. Mart. Magnus, Behren-Straße Nr, 46,

für die Jnhaber von Zarskoe-

Die neuen Couponsbogen können gegen Erlegung der Kosten und bei Einreichung der Actien behufs deren Abstempelung in den Vormittagsstunden von 9 ‘bis

[863] Edt Gl av U gi Erben werden folgende Lebensjahr überschritten haben würden, wenn sie noch am Leben wären, in dem auf

Morgens 10 Uhr,

soll; nämlich :

geboren am 10, Oktober 1773.

jemals Nachricht von sih zu geben, besteht in circa 169 Thlr, und # Morgen Erbland, 2) Der

soll, verschollen ist. 130 Thlr, und 15 Morgen Lehnland.

150 T und 3 Himpten Hafer und 1 Morgen Land. Zugleich werden etwanige unbekannte Erben der ge-

sich gegeben hat, )

mine damit vorgeladen. Steinbrü, den 26, Juni 1844, Königlich hannoversches Amt, Roscher. Vorhanuer,

[862] Bekanntmachun-

den 30,

und endigt mit dem 19, Oftober.

eptember

feil halten und Firmen aushängen.

dischen Fabrifanten und Handelsleute.

* auch aller und jeder sonstiger qußerer,

Auf den Antrag der Kuratoren und muihmaßlichen Personen, welche das 70ste

Sonnabend, den 12, Oktober dieses Jahres,

auf hiesiger Königlicher Amtsstube anstehenden Termine zu erscheinen vorgeladen, widrigenfalls nach vorgängiger Todeserklärung ihr unter Kuratel stehendes Vermögen den sih legitimirenden Erben ausgeantwortet werden

1) Die Tochter des weiland Altvaters Hans Hein- ri Hoelting aus Nettlingen, Marie Elisabeth Hoelting, Dieselbe hat sich vor 50—609 Jahren von ihrem Geburtsorte entfernt, ohne Jhr Vermögen

i Sohn des weiland Kothsassen Barthold Borchers aus Söhlde, Conrad Borchers, welcher im Mai 1772 geboren, und seit dem Jahre 1800, wo er sich in K, K. österreichische Mititairdienste begeben haben Sein Vermögen besteht in etwa

3) Der Sohn des Halbspänners Johann Friedrich Soechtig aus Söhlde, Johann Behrend Soechtig, ge- boren am 24. Avril 1774, welher um das Jahr 1805 aus Herzoglich braunschweigischen Militairdiensten ent- laufen sein soll, und seit der Zeit keine Nachricht von Sein Vermögen besteht in etwa lr, , einer Meierzinse von 3 Himpten Rocken

nannten Personen zur Anmeldung ihrer Ansprüche bei Vermeidung des Ausschlusses, zu dem angeseßten Ter-

41, Die diesjährige E Michaelis-Messe beginnt

2, Während dieser drei Wochen fönnen alle inlän- dischen, so wie die den Zoll-Vereinsstaaten angehören- den Fabrikanten und Handwerker, ohne einige Beschrän- fung von Seiten der hiesigen Jnnungen, öffentlich hier

3, Gleiche Berechtigung haben alle anderen auslän- 4, Außer vorgedachter dreiwöchentlicher Frist bleibt

der Handel, so wie das Aushängen von Handelsfirmen, die Stelle der

Firmen vertretender Merkmale des Verkaufs, allen aus- wärtigen Verkäufern bei einer Geldstrafe bis zu 50 Thlr, verboten.

5. Jedoch is zu Auspa>ung und Einpa>ung der Waaren die Eröffnung der in den Häusern befindlichen Meßlokalien in der Woche vor der Bötitcherwoche und ín der Woche nach der Zahlwoche gestattet.

6. Jede frühere Eröffnung, #o wie spätere Schlie- ßung eines solchen Verkaufs-Lokals, wird, aufer der so- fortigen Schließung desselben, mit einer Geldstrafe nach Bcfinden bis zu 25 Thalern belegt,

7, Allen ausländischen, den Zoll-Vereinsstaaten nicht angehörigen Professionisten und Handwerkern is nur während der eigentlichen Meßwoche, aiso vom Einlau- ten bis zum Auslauten der Messe, mit ihren Artikeln feil zu halten gestattet,

8, Eben so bleibt das Hausiren jeder Art und das Feilhalten der jüdischen Kleinhändler auf die Meßwoche beschränkt, Die jüdischen Feiertage, welche in die Meß- woche fallen, werden dur< Verlängerung der Verkausfs- zeit bis in die Zahlwoche erseßt.

9. Was endlich den au<h auswärtigen Spediteurs unter gewissen Bedingungen allbier nachgelassenen Be- trieb vou Meß-Speditions-Geschäften betrifft, \so ver- weisen wir deshalb auf das von uns unter dem 20. Of- tober 1837 erlassene Regulativ, dic Betreibung des Spe- ditionshandels allhier betreffend.

Leipzig, den 25, Juni 1844.

Der Nath der Stadt Leipzig. Dr. Grof.

Literarische Anzeigen.

Jn der Arnold schen Buchhandlung in Dresden und Leipzig is erschienen und in allen Buchhandlungen zu erhalten, in Berlin (Stechbahn Nr, 3), Posen und

Bromberg bei E. S. Mittler : 18751 M. Chr. A. Pesche>,

Ges <4 tee der

C E . . H.“ Gegenreformation in Böhmen. Nach Urkunden und anderen seltenen gleichzeitigen

Quellen bearbeitet, Zwei Bände, Mit Budowa?s und Slawata's Bildniß. Gr. 8. broch. 5 Thlr. 15 Sgr.

Dieses Werk isst die erste, nach den besten Quellen unparteilich bearbeitete Darstellung eines ho < wichti- gen Ereignisses, das seither in den allgemeinen historischen Werken durchaus ungenügend und ein- seitig erzählt wurde. In einem Augenbli>e, wo der Jesuiten-Orden im Sinne seiner Stistung überall gegen den Protestantismus ankämpfst , muß diese urkundliche Darstellung eines erfolgreichen Jesuitensieges doppelt anziehen,

[867]

Son Voyage. e Politique Se But secret du voyage. Escorte. L’Incognito. Entrevue de PEmpereur et du Comte de Meyendorlf en bonnet L’Empe! enr Ni-

LEMHETEYr Nicolas

de: nuit cten robe de chambre,. colas, Sou cabactóre M. de Custine. Le

Soldat et la discipline. Le Supplice, Le Grand- Duc Michel, L’Actrice et l'Empereur. Le Bal iñnasqué. Le Domino rose. Nicolas, Arrivée en Angleterre, Costume étrange du Czar. Le Prince Albert. La Reine Victoria. Grande en- trevue. Aventures à Londres. Départ etc. eta Par un Député. 1 Volume broché 15 Sgr.

2 Berlin chez Schroeder. libraire et march. des gravures

(Unter den Linden 23). à Leipzic chez L. Michelsen, librairie franga1se.

W, Besser

Literarishe Anzeige von [868] (Behrenstr, 44),

So eben erschien :

L En Jesniten und die Universität, Aus dem Französischen überseßt

ven

M, Friedrich Fran cke.

4s 28 Hest à 10 Sgr.

Geuin's Buch giebt eine eben so instrultive als inte- ressante Schilderung der jesuitischen Umtriebe, deren Schauplay Frankreich gegenwärtig is, und dient ins- besondere zum Verständniß des obs<hwebenden Streites über den Sekundär-Unterricht. Zudem hat es in öffent- lien Blättern bereits so viel Anerkennung gefunden, daß seine Verpflanzung auf deutschen Boden gewiß willfommen sein wird,

Ns V i

Die

Grundtvig VOIm aan Ton Als Gegengist gegen Yr. C. G, Bretschneider's „reli- giöse Glaubenslehre nach dec Vernunst u, Offenbarung““. Preis 17% Sgr. Gebauershe Buchhandlung,

[871] Bei Unterzeichnetem is so eben erschienen und durch alle Buchhandlungen, in Berlin durch Oehmig-

fe’s Buchhandlg. (I. Bülow)

Burgstraße Nr, 8, wie auh in Graudenz, zu be-

ziehen: Neues vollständiges Schul-

Gebetbuch in 471 Nummern,

zum Gebrauche für Bürger- und Landschulen, mit Beziehung auf_ alle vorkommenden Fälle in der Jugend- und Schuleit, alle christlichen Feste und sonstige feierliche Ercignisse und mit Rücksicht auf den sämmtlichen erweiterten Jnhalt des lutherischen Katechismus , nebst einem Anhange von zwanzig metrischen Umschreibungen des Vaterunsers für die Schule. Herausgegeben und dem gesammten deut- hen Schulstande gewidmet von einem prafkti- [ge Schulmanne Sachsens, 8, 16 Bgn, 20 r. Gewiß sehr fühlbar war bisher in vielen Schulen der Mangel eines Gebetbuches, welches durch innige erzlichkeit und Wärme die Gemüther der Jugend fes- seln und dem Lehrer bei jedem Ereignisse des Schul- ébens Stoff geben könnte, auf eine höhere Macht hin- zudeuten,

Richter , der Verf. obiger Gebete, dur zahlreihe mit allgemeinem Interesse aufgenom- mene Schriften erhärtet is, im vollen Maße und mit seltener Gemüthsfülle gelöst,

Diese Aufgabe hat, nah dem Zeugnisse kömpetenter dessen Befähigung

Neustadt an der Orla, im Juni 1844, J. K. G, Wagner.

[711 b]

Vom Monat Juli d. J. ab erscheinen im Verlág

des Unterzeichneten (Landsberger - Straße Nr, 43) fol gende neue Monatsschriften :

1, Norddeutsche Blätter. Eine Monatsschrift für Kritif, Literatur und Unterhaltung.

9, Norddeutsche Literatur - Zeitung. Eine Monatsschrift für Kritik, Literatur und Unterhaltung.

3, Norddeutsche fritish - belletristische Zeitschrift. Eine Monatss\christ für Kritik, Li- teratux und Unterhaltung.

4, Norddeutsche literaris<heMittheilungen, Eine Monatsschrift für Kritik , Literatur und Un- terhaltung. | z

Von diesen vier Monatsschristen soll jedesmal die erste am ersten, die zweite am achten, die dritte aut funszehnten, die vierte am zweiundzwanzigsken eines je- den Monats ausgegeben werden. Hinsichtlich der Stärke und ter Preise der einzelnen Hefte wird bei allen Zeit- schriften kein Unterschied statifinden. Die Stärke wird viht über zwei Bogen, der Preis des einzelnen Heftes & Thlr, betragei,

Indem ich dieses neue Unternehmen dem Publikum empfehle, erlaube ich mir noch ganz besonders darauf aufmerksam zu machen, daß zum Vortheil derjenigen, welche sich

zur regelmäßigen Abnahme aller vier Monatsschriften

verpflichten, ein Abonnementspreis von drei Thalern für das Halbjahr festgeseßt ist. :

Die neuen Monatsschristen erscheinen unter meiner Beranttworilichkcit.

Ueber die Tendenz und den Juhalt der neuen Zeit- schriften, welce im engsten Zusammenhange miteinander stehen und sich gegenseitig ergänzen, kann ich für's Erste nur so viel jagen, daß sie unablässig dasselbe Ziel verfolgen werden, welches einzig und allein darin besteht, die neue Literatur von ihren alten Voraus- segungen abzulösen und ihre wahrhaft menschliche Ge- staltung auf allen ihren Gebieten herbeizuführen.

Das erste Heft der Norddeutschen Blätter,

welches heute erschienen und versandt is, enthält: 1) Neue kritische Zeitschriften: Ruge's deutsch - franzü- sische Jahrbücher, Wigand's Viertelzahrs schrift, 2) Deut- he Skizzen, 3) Vermischtes, Korrespondenzen, No- tizen. Bas erste Hest der Norddeutschen Literatur- Zeitung, welches Montag den 8ten ausgegeben wird, enthält 4) Zwei Apostel des neuesten und leyten Evan- geliums der Menschheit: Theod. Mundt, Geschichte der Gesellschaft. Karl Grün, über wahre Bildung. 2) Ber- liner Nov., Geheimnisse und Romane, Erster Artikel, 3) Vermischtes. l

Berlin, den 1, Juli 1844, Ad, Rieß.

[739] z E \ s ¿ Musikalien-Leih-Institut der Buch-, Kunst- und Musikalien-MHandlung von

Ed. Bote & G. Bock,

in Berlin Jägerstrasse 42, Ecke der Oberwallstr,, und in Bresláu, Schweidnitzerstr, S. Abonúéniént fär 3 Monat 1 Thir. 45 Sgr, Mit der Berechtigung, für den ganzen geZa hlten B etrag Musikalien als Eigenthum zu entnehmen, 3 Thlr. Aussührlicher Prospekt gratis. Vür Auswärtige die vortheilhaftesten Bedingungen,

[577] Do Ld N Die etwa noch vorhandenen unbekannten Jntestat- Erben meines verstorbenen Onkels, des Herrn Forst- Secretairs Samuel Konicyka hierselbst, fordere ich hier- durch auf, innerhalb dreier Monate, und spätestens bis zum 14, August 1844, mit der gehörigen Legitimation sich bei mix zu melden, weil ih alödann den Nachlaß vertheilen werde und jeder spätere Prätendent mit seincn Ansprüchen präkludirt werten wird, Gözendorff bei Koniß, den 25. April 1844, Schulz, Nittergutsbesiger, als Testaments-Exekutor,

[713 b]

Um falschen Gerüchten und ferneren unrichligen Auf- säßen in öffentlichen Blättern (s. Schaluppe T boot Nr. 71) vorzubeugen, bringe ih hierm .. j fentlichen Kenntniß , daß ich nicht die Weber bei dem Aufstande in Peterswalvau am ten d. M. durch Geld beshwichtigt, auch selbige von mir feines ver- langt haben, sondern der Zweck ihres Kommens zu mir war nur allein der, mir mitzutheilen, daß mir und meinem Eigenthum nicht der geringste Scha- den zugefügt werden soll, indem sie zu jeder Zeit mit dem von mir für ihre Arbeit erhaltenen Lohne, \0 wie au mit der Behandlung, zufrieden gewesen wären,

Nur Einige waren Branntwein ansprachen z

darunter, welche mí< um da ih aber mit diesem nicht genügen fonute und mochte, suchte ih selbige durch cine geringe Kleinigkeit an Gelde zu befric- digen, wofür sie sich ein Glas Branntwein kau- fen fonnten, um nicht unter ihnen dur<h eine gänzliche Verweigerung eine Mißstimmung hervorzu- bringen. Peterswa!dau, den 27, Juni 1844,

44 Friedrich Wagenknechl. [715b] Permanente Kunst -Aus- Stellun. Linden 26, Bel-Etage. Div 3 Gemälde des Herrn Ph. Tanneur wa

den nur noch bis Sonntag den Tien d. aufgestell!

eiben, Jullus Kuhr'S mounahdls,

710 b] | Ein Lehrling wird für die Gselliussche Buch- und An- tiquarhandlung in Berlin, Kurstraße Nr, 51, gesucht,

Das Abonnement beträgt:

2 Rfhlr. für { Iahr.

4 Üthlr. - 5 Iahr.

i 8 Rthlr. - 1 Iahr. in allen Theilen der Monarchie

ohne Preiserhöhung. Aufertions-Gebühr für den taum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr. 2

Ne 1587.

J nh. @>l 1 Amtlicher Theil.

Jnlaud. Provinz Branden burg. Personal-Veränderungen in der Armee. Provinz Preußen. Plan zur Bebauung des fönigsber- ger Königsgartens. Provinz Sa < sen. Unterstüßung ausländischer evangelischer Gemeinden, Rhein-Provinz. Nachrichten aus Trier Neuwied und Koblenz. j S

Deutsche Bundesstaaten. Königreich Bayern. Königliche Ver ordnung. Herzogthum Braunschweig. Die Landes- Lotterie soll aufgehoben werden, Schreiben aus Hamburg. (Der gegen- wärtige Stand des Staats-Haushalts ; Bauten.) ; E

Desterreichische Monarchie, Schreiben aus Prag. reichische juridische Literatur.) j A

Frankreich. Paris, Urtheile ber Oppositions-Presse über die offizielle Ertlärung in Betrc} der Dotations - Frage. Liste der wegen legitimi stischer Aufreizungen verhafteten Personen, Taufe einer indischen Für e ls v A aus Paris, (Die Dotationsfrage und der Artikel

Großbritanien und Irland. London. Hof - Nachricht, Bei seßung des Dichters Campbell in der Westminster - Abtei, 2

Schweden und Norwegen. Stockholm. Der bevorstchende Reichsta

Italien. Rom. Erdbeben in Palestrina, Abreise des Dr Hurter E Eröffnung des Museums im Palaste Papst Sixtus V. O

Spanien. Bruiefe aus Madríd, (General Narvaez und der Zwiespalt im Ministerium; Blicke nah Barcelonaz Vermischtes ) und París (Brandstiftungen in Barcelonaz die englische Vermittelung iîn de1 Sin deln mit Marolko angenommen.) a : E

Griechenland, Athen, Grivas soll vor ein Kriegsgeric s den. Schreiben aus M ü a x LiNaurola e Sg ÉAR der Morea.) Jen, Yiaurotordatos und die Opposition

Vereinigte Staaten von Nord-Amerifa, London, Verwersun des Antrags wegen des Anschlusses von Teras im Senat. Neue Bots schast des Präsidenten an den Kongreß in der Texazfrage

Handels- und Börsen-Nachrichten. Berlin, Börse.

(Die öster-

Neue Bot-

Pariser Gewerbe-Ausftellung.

Amtlicher Theil.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht : Den Geheimen Kabinets-Rath Pr. Müller zum Wirklichen Geheimen Rath mit dem Prädikat „Excellenz“/ zu ernenuen; und : Dem Regierungs - uud Baurath Münnich zu Magdeburg den Charakter als Geheimer Regierungs-Rath zu ertheilen.

Se. Hoheit der Herzog Georg von Mecklenburg-Stre- lib is nah Neu-Streliß abgereist,

Ban nade die Kündigung der in der sechsten Verloosung gezoge- nen fur- und neumärkshen Schuld-Verschreibungen betreffend,

Ju Folge unserer Bekanntmachung vom 20sten d. M. sind die für das zweite Semester d. J. zur Tilgung bestimmten 49,100 Rtblr. furmärkshen Schuld - Verschreibungen und 12,000 Rthlr. neumärksche Schuld = Verschreibungen in der am heutigen Tage stattgefundenen se<sten Verloosung zur Ziehung ekommen, und werden, nah ihren Littern, Nummern und Geldbeträgen, in dem als Anlage hier beige- fügten Verzeichnisse geordnet, den Besißern hierdur<h mit der Auf- forderung gekündigt, den Nominalwerth derselben, und zwar der kur- märkshen Schuld - Verschreibungen am l November d D und Der neumärkshen Schuld - Verschreibungen am 2 San E S. i. Dei Vormittagsstunden von 9 bis 1 Uhr, bei der Kontrole der Staats- papiere, hier in Berlin, Taubenstraße Nr. 30., baar abzuheben.

Da, die weitere Verzinsung dieser Schuld - Verschreibungen, und zwar: r furmärfishen vom 1, November d. J. und der neumär= fische 27m 2, Januar k, J. ab aufhört, indem die von diesen Ter- minen an laufenden ferneren Zinsen, der Bestimmung des $. V. im Geseß vom 17. Januar 1820 (Geseb „Sammlung Nr. 577) gemäß, dem Tilgungs-Fonds zufallen; so müssen mit den ersteren zugleich die zu denselben gehörigen 6 Zins-Coupons Ser. IL Nr. 3 bis 8, welche die Zinsen vom 1. November d. J. bis 1. November 1847 umfassen, und mit den leßteren die zu denselben gehörigen 5 Zins =- Coupons

reusisdhe

A-T1 E MFt ine

Alle Post-Anstalten des In- und Auslandes nehmen Sestellung auf dieses Blatt an, für Berlin die Expedition der Allg. Preufs. Zeitung: Friedrihsstrasse Ur. 72.

Bexlin;: Soma täg den é

Ser. H. Nr, 4 bis 8, über die Zinsen vom 2. l. Juli 1847 abgeliefert werden, widrigenfalls sür jeden fehlenden Coupon der Betrag desselben von der Kapital-Valuta abgezogen wer- den wird, um für die später si< meldenden Jnhaber der Coupons re servirt zu werden. i E über den Kapitalwerth der kur - und neumärlschen Schuld Berschreibungen auszustellenden Quittungen müssen für jede dieser bei- den Schulden-Gattungen auf einem besonderen Blatte ausgestellt und in denselben die Schuld Verschreibungeu einzeln mit Littern, Nummern und Geldbeträgen verzeichnet, so wie die einzuliefernden Zins-Cou pons mit ihrer Stückzahl angegeben werden. Z j, Zugleich wiederholen wir unsere frühere Bemerkung, daß wir so wenig, wie die Kontrole der Staatspapiere, uns mit den außer halb Berlin wohnenden Besißern der vorbezeichneten gekündigten fur- und neumärfschen Schuld-Berschreibungen, wegen Realisirung dersel- ben in Korrespondenz einlassen fönnen, denselben vielmehr überlassen apo i Je 4 rfte af e die nächste Regierungs - Hauptkasse, ees g an die Koutrole der Staats-Papiere, ein=- Berlin, den 27. Juni 1844. E Haupt Verwaltung der Staatsschulden. Rother. von Berger. Natan. Koehler. Knoblau-h.

2 j E Dem Faktor der berliner Patent=Papier-Fabrik, George Pe- E haas hier, is unter dem 30, Juni 1844 ein Einführungs- auf eine dur< Zeichnung und Beschreibung nachgewiesene Satinir-Vorrichtung für Papier in ihrer ganzen Zusammen- seßung und ohne die Benußung bekannter Theile derselben U beschränken i i auf fünf Jahre, von jenem Tage ab gerechnet, und für den Umfan der Monarchie ertheilt worden, S L D O >{ p 1- 3-Stud - E Sammlungs=Stück, welches heute ausgegeben Nr. 2457. Die Verordnung vom d. Juni d. J., einige Modisica- tionen der Geseße vom V März 1824 und: 2. Juni 1827 wegen Anordnung von Provinzialständen im Her- zogthum Schlesien, der Grasschaft Glaß und dem Mark: Grafthum Ober-Lausiß betreffend; und die Allerhöchsten Kabinets-Ordres 58, vom 10, Juni d, J., betreffend ergänzende Bestimmun- genu S486 dep Kreis- Ordnung für das (Großher= zogthum Posen vom 20. Dezember 1828, in Ansehung der Vertretung derjenigen bei Abwikelung von Kom- munal=Gegenständen früherer Kreis - Verbände betheilig- ten Ortschaften, welche nah der jeßigen Kreis = Verfas= 8 sung von Jenen früheren Verbänden getrenut sind. » 2459, vom 14, Juni d, J., einige Modificationen der bishe- | rigen Besteuerung des fremden Eisens betreffend. j » 2460, vom 1. Juli d, I., die Eingangs-Zollsäße vom auslän- dischen Zucker und Syrop und die Steuer vom auslän- dischen Rübenzud>er betreffend, Berlin, den 7. Juli 1844, Debits=Comtoir der Geseß-Sammlung,

Angekommen: Der General-Major und Commandeur der

2ten Garde - Kavallerie = Brigade, Graf von Waldersee, von Karlsbad,

Abgereist: Se. Excellenz der General-Lieutenant und (om

mandeur des Kadetten -Corps, vou Below, nah Schlesien.

O

Der General-Major und Juspecteur der ten Artillerie-Juspec-

tion, von Scharnhorst, nah Koblenz.

llichtamtlicher Theil.

Inland. Provinz Brandenburg. Laut dem Militair -=Wochen-

blatt vom 6. Juli ist Se. Köuigl. Hoheit Prinz Alexander von Preußen, Premier =Lieutenant à la suile des Zten Bataillons | -ten Garde - Landwehr =-= Regiments, zum Hauptmann besördert, der

Jutendantur-Rath Schröder zum Militair-Juntendanten des dritten |

Fauuar k. J. bis

Armee-Corps ernannt und den Majoren von Geusau und Stein-=- weg, jenem vom Kaiser Franz Grenadier-Regiment und diesem als bisherigem Commandeur des 3ten Bataillons Z31sten Landwehr-Regi= ments, der Abschied als Oberst-Lieutenant mit der Regiments-Uniform mit den vorschr, Abz. f. V, und Pension bewilligt worden.

_ Provinz Preußen. Aus Königsberg berichtet ein dor= tiges Blatt, daß nah dem Plane über die künftige Bebauung des Königsgartens auf die Stelle des Exerzierhauses das neue Univer= sitäts-(Hebäude zu stehen kommen werde. Dem Casé national ge- genüber wird der neue Justiz - Palast erbaut, wodur eine neue Straße entsteht. Der zwischen dem Fließe, dem Universitäts-Ge= bäude und Justiz - Palaste übrig bleibende Plaß wird im Quadrat durch offene Arfaden auf Säulen eingeschlossen, und als Garten an= gelegt. Jumitten derselben findet die Reiterstatue Sr. Majestät des Königs Friedri<h Wilhelm Ul. ihren Plaß, und es werden ringsum vier Springbrunneu angebracht.

Provinz Sachsen. Die in der Provinz Sa<hsen mit Al- lerhöchster Genehmigung stattgehabte Haus = und Kirchenkollekte zum Aufbau eines Schulgebäudes in der evangelischen Gemeinde zu Let- {<üß in Böhmen, so wie zur Herstellung des Prediger- und Schul- gebäudes in der evangelishen Gemeinde zu Brünn hat einen Ertrag von 621 Rthlr. geliefert,

__ Nhein-Provinz. Nachdem Seitens der Königl. Regierung

die Genehmigung erfolgt if, daß der zu Trier befindliche heilige Ro> in diesem Jahr öffentlich gezeigt werde, is diese Reliquie am 18. Juni, im Beisein des Bischofs Arnoldi, der gesammten Geistlich= feit und der höchsten Civil--Behörden, vou seinem bisherigen Aufbe= wahrungsorte im Hochaltar der Domkirche feierlich erhoben und in der Schaßkammer des Doms hinterlegt worden. Vom 18, August ab wird derselbe sechs Wochen lang ausgestellt sein. Am 2. Juli wird durh<h den Bischof von Trier der Grundstein zu einer neuen fatholishen Kirche in Neuwied feierlih gelegt. Die Sammlun- gen zur Gründung eines evangelischen Krankenhauses in Koblenz haben erfreulihen Erfolg, und die Stiftung wird wohl bald ins Le- ben treten. Der seit einer Reihe von Jahren in leßtgenannter Stadt bestandene Gewerbe-Verein hat sich wegen Mangels an Theil= nahme aufgelöst. :

Ausland.

Deutsche Bundesstaaten.

Köónigrei<b Bayern. Das am 1, Juli j

{it c B run. D . Juli erschienene R e- gierungsblatt enthält eine Königliche Ger aa UR Nichtig- R 2 Und Val na< dem Königl. preußischen Landrecht nichtigen resp. mit Umgehung des landesherrlihen Dispensations = M \{lo}enen Ehen betreffend.“ 9 dd

Herzogthum Braunschweig. Die schon lange

2 5 N E wan- fende Frage über das Aufhören oder Bestehen ter C U ist endlich (nah einer Mittheilung aus Braunschweig) dahin ent= schieden worden, daß die laufende 17te Lotterie die leßte sein soll.

{S Hamburg, im Juli. Die beiden leßten - Bürger -Konvente, vom 0. und 26, Juni, haben inte de Aufschlüsse über unseren Staatshaushalt seit der großen Feuersbrunst gegeben. Das eigentlich Finanzielle erscheint für das vorige Jahr äußerst günstig, indem die Einnahme die Ausgabe um ungefähr eine halbe Million Mk, Cour. übersteigt, nämlih 5,074,500 Mk, Cour oder 2,269,800 Rthlr., gegen 5,160,000 Mk. Cour, oder 2,064 000 Rthlr.; übrigens für eine Volkszahl, die aufs höchste angeshlagen in Stadt und Vorstädten (denn das läudliche Gebiet hat nur geringfügige Abgaben) 180,000 Seelen betragen mag, gewiß eine sehr hohe Steuer last. Und hierin liegt noch nicht die Grundsteuer, auf deren Ertrag die Verzinsung und Tilgung der dur die Brand=-Katastrophe nöthig gewordenen Anleihe von 16,000,000 Rthlrn. (Bk, 32,000,000) fun= dirt ist, und die in dem Budget für die laufenden Bedürfnisse si nicht aufgeführt findet.

Unter diesen Umständen war der vou der Bürgerschaft geneh=

| migte Vorschlag des Senats gewiß sehr angemessen, der so hart ge-

drüten Gegenwart auch die augenbli>liche Gunst der Verhältnisse ge=

Paríser Gewerbe - Ausf\tellung. C e P Tun f Waffen. Gold- und Silber - Arbeiten, Schmucksachen.

2 Paris, im Juni. Die Ciselirlunst in Frankreich zeigt seit einiger Zeit einen außerordentlichen Aufsihwung und ungemein rüstigen Betrieb, Einige neuere pariser Gold- und Büchsenschmiede, deren Arbeiten in Hinsicht auf Feinheit der Kunst und des Geschmacks wirklich alles, was von der Art im Auslande gefertigt wird, weit übertreffen, gewinnen ein ansehnliches Gelb von den hiesigen Neureichen und den 50,000 Fremden, die aus allen Ländern entweder in Geschäften oder zum Vergnügen hier zu leben pflegen, Es wird so leicht Keiner, der sein Geld zu verzehren und sich zu zeistreuen hierhertömmt, Paris verlassen, ohne dem pariser Kunsifleiße seinen Tribut zu zollen und Luxuswaaren, vorzüglich Waffen und Goldsachen, einzukaufen z und hier sieht man vie Zimmer, besonders die Schlafzimmer der reihen und ga’ zuten Herren, mit Trophäen von den schönsten, theuersten Waffen behängen, wovon manche Stücke mit vier- bis fünfhundert Louis- or bezahlt worden, Ju der Gewerbe - Ausstellung befindet si aue beträchtliche Anzahl“ dergleichen Prachtwassen vom höchsten Werthe and \hönsten Machwerk,, Das Vorzüglichste darunter is, meinem Geschma> nah, eín Paar Pistolen von dem Büchsenschmied Gauvain,. Diese Pistolen sind ein Wunder der vollendetesten und gelungensten Arbeit, ein Meisterstü> der feinsten Kunst und des reinsten Geschmacks, und unbe- dingt den kunstreichen Waffenschmiedswerken des 15ten und 16ten Jahr- hunderts gleichzustellen, die wir in Privat-Kabinectten und ¿ffentlichen Riüist- fammern bewundern. Es giebt nicht leiht etwas Gewählteres und Ge- \{mad>volleres, als die im scönsten gothishen Styl streng durchgeführte

blankem Gußstahl mit vertieft cis Hinter jedem Hahn erscheint ein zwischen seinen halb um si geschlagenen Flügeln hocendes Teufelchen, vermu:hli<h Mordgedanken und Nachepläne ausbrütend zum Nußen und Frommen derer, welche seinen heimlichen Ein slüsterungen Gehör geben. Die beiden Außenseiten zeigen kleine Männchen in der Narrentracht des funfzehnten Jahrhunderts, einer bis auf die Knöchel herab- reichenden Kutte mit weiten Aermeln und einer Kapuße, an welcher sih, als wesentliches Abzeichen der Narrheit, zwei Eselsohren bemerklich machen. Diese Männchen (vermuthlich eine satyriscbe Anspielung auf die Narren, die mit dem bösen Feinde gebuhlt und nun von ihm si guter Hoffnung fühlen oder edler Thaten schon genesen) stüßen als befahnte Lanzenträger ein zierliches, durch- brochenes Spißthürmchen, in welches nach oben zu die Garnirung des Kolbens ausgeht, dessen dies, gekrümmtes Griffende mit einem ähnlichen spigthurm- | artigen Ansay gleich zierlih abschließt, Eine treufleißige, bis ins Kleinste genaue Ausführung erstre>t si<h über alle s{mü>enden Theile j BOE un Mo von Kunstfertigkeit, Geschmak, Geduld Mühe und Sorg- alt, der nöthig war, um jene Zierrathe i ä 3 us M, E Eisenmasse FIO A eas zuciseliren, so kann man billig über den i : für | diese Pistolen gefordert wird, vid cl O AAE MANO ly yer 0E

Ausschmückung dieser Pistolen, Die Kolben von s{warzem Ebenholz sind mit mannigfaltigem, delikat geschnißtem Blätterwerk, und die Läufe von

elirten shlanken Spißbogen rundum geziert.

Bedenlkt

erauszufeilen und heraus

Zwei andere Paar Pistolen, in demselben Styl und Geschma, von

den Büchsenshmieden Houiller-Blanchard u i

n ; L nd -

E N A A Sich und eben so o u *Meflido | e iselirungen in Stahl verziert, im i : ) 6000 Fr., sind gleichsalls wahre Prachtstüke. E a 1E E an einem dieser Paare zwei reliefartig aus der Stahlmasse

efielen mir an erausgearbeitete

| mist, vortresslih zusammenstimmen und eine sehr gefällige W

Ritter auf jedem Lauf und die Hähne in Form eines Herkules Nücken ein Unthier trägt, dessen geöffneter Rachen auf das ed einhaut, Alle zu diesen Pistolen gehörigen Nebendinge sind in demselben Style durchgeführt, und zwar eben so fleißig und vortrefflich, als die Haupt- stücke. Dies is auch der Fall mit den Pistolenkästen, welche sich dur ihre schöne Verzierung mit feinem Schnißwerk von meisterhafter Vollendung aus- zeichnen, Ein prächtiges Doppelgewehr hat der Büchsenshmied Caron ausgestellt, Der Kolben von Nußbaum zeigt vielfach verschlungenes , in Stahl! gearbeitetes Zweigwerk, worin niedli<h aus Gold ciselirte Thiergruppen eine Wolfs- und Fuchsjagd darstellen, Die Hähne werden von zwei stehen- den kleinen Genien gebildet, die mit Fangmessern bewaffnet sind und Stüde getödteten Hochwilds vor sich liegen haben, der cine einen Hirsch, der Andere einen Eber. Diese kleinen Figuren sind künstlih und sauber aus Stahl gearbeitet, Die ganze Ausführung und Ausschmü>ung im Stol des vorigen Jahrhunderts is von anziehender Eleganz und nettem Emsemble der stählernen und goldenen Ornamente, die gesmatoll ge- r hervorbringen. Dieses Prachtgewehr soll 8000 Fr. kosten. L größeren und fleineren Waffenstü>en, welche die Bühsenschmiede Devisme

| und Lepage in eigenen Schaukästen ausgestellt, is mir bei ersterem ein

Paar Sa>pistolen mit reich damaszirten Läufen und zierlich in

ausgelegten Kolben, bei lepterem biaieC ein Bes, ‘Aigentbümlich ges sormtes Schwert aufgefallen wegen der {hön in Stahl ausgeführten Cise- lirungen des mit Cdelsteinen ausgeseÿten elfenbeinernen Grifses, und wegen der je<szehn in Silber eingelegten Figuren , welhe auf der Scheide zu schen und aus der Geschlehtsfolge der Judith hergenommen ¿A Styl dieser kleinen Figuren ist höchst vortrefflich. Viel besi d. le dem Fabrikanten Granger eine kleine stählerne Rüstung,