1844 / 200 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

Fuß höheren Sandbergen < zweifelten noh Sah- nn in dreitägiger Arbeit en Damm durchs Thal Festigkeit zu erproben, hinaufwinden und eine de Morgen zcigte keine ages zurückge=

bis zu den no< 20 x erstiegen und do Da ließ Schirrma spannen ein d, um dessen der Kiellänge

Der folgen der Damm im Laufe des T anwärtssteigend , der „Friedrich Wil- Langsam glitt der Koloß dann Wege abgewichen werden, um Hin- Zeise die Breite der Nehrung es Transports währte 6 Wochen, von Bewegung zubrachte. Zu Ende ver= Ufer des frischen Haffs, an einer 100 Fußen nur 4 Fuß beträgt, auf den Stapel ge=

ie Vordüne wa

ne shütten un über die Hälfte ser Lage verh

vou Düne zu

Nacht in die E und ras daß, immer den Culmination8pun s und oft mußte vom dernisse zu vermeiden, t wurde. Vie | r das Schiff nur etwa 3 in Monats erreichte die Brigg das Tiefe in einer Breite von Vollständig ward das Schi egt und Alles zum Ablauf bereitet. Augenbli> war zu

mäßig berga! ft erreichte.

so daß auf diese L ganze Zeit d

Stelle, wo die 4 dann auf 7 steigt. die Bettung gel der Südost trat störend entgegen und kein das Tau ward gekappt und die Brigg glitt majestätisch in fonnte jedoch nicht vollständig den Widerstand überwin- Wellenshlage in Unordnung gebrachte Bettung ihr te, und blieb noch in flahem Wasser stehen. Auker boten keinen Haltpunkt, denn wiewohl das S ewegte, so gaben sie doch nah; vergeben hinzugekommenen Dampfbootes „Delphin““, wel= Da eilte Schirrmaun nach werere Anker und Ketten, von denen er aber achen niht mehr genöthigt ward;

ihr Element, den die vom entgegenstell ander verbundene sich einigermaßen b die Anstrengungen des hes uneigennübig Pillau und erlangte \{{ bei seiner Rückkehr Gebrauch zu m deun no<hmals hatte der Steuermaun alle Kräfte aufgeboten, hcile applizirt, wodurch es ihm S N Ee nußte Material

Drei mit ein- s waren auch

seine Dienste anbot.

ausgebracht und Schrauben am Hintert während der Nacht gelang, das Schiff am Sofort wurde das zum Transporte be seiner Untersegel langte das schöne Holländer Baume an, und bestimmt, einz ein feinem braven

eingeschi}t und nur mit Hülfe Schiff wohlbehalte! nimmt bereits eine Ladung Flachs, nach Dundee sicheres Zeichen, daß das Vertrauen Führer nur gesteigert, niht gewichen ist,

Verleberg, im Juli. ein der Gustay-Adolph-Stiftung gebildet, der Verein anschließen wird. i nahme unter allen Einwohner = Klassen gef ist der Grund do< weniger in einen Sinn, als darin zu suchen, daß die nicht allgemein genug bekanut sind, und Regierung die eigene Anschauung der Gemeinden in der biesigen Gegend fehlt. daher hauptsächlich zur Verbreitung geeigneter S Publikums zu bringen, und hot, haft <ristlihen Angelegenheit nicht hinter anderen Monarchie zurückbleiben wird.

*% Halle, im Juli. befanden ih auf hiesiger Univers davon sind Ostern 1844 abgegangen 152, Vom 23. Dezember 1843 bis 23, Juni 1844 l der immatrifulirien Studirenden

u ihm und

Auch hier hat si< ein Zweig-Ver- sich dem berliner Haupt- bli>lih nicht die Theil- unden, die er verdient, so hlthätigkeits=

Hat derselbe augen

1 Mangel an Wo Zwe>e der Stiftung hier noch Dank der Fürsorge der Bedrängnisse evangelischer Der Verein wird es si Zwed>e, namentlich durch christen, auch zur Kenutniß des größeren daß die Priegniß in dieser wahr= Landestheilen der

Aufgabe machen, diese

Von Michaelis 1843 bis Ostern 1844 ität 645 immatrifulirte Studirende, demnach geblieben 493. famen hinzu 231; die beträgt daher 724. Jnländer 335, Ausländer 101, zu= Jul. 105, Ausl, 2, zusammen 5, Ausl. 33, zusammen 118; 9, zusammen 63. n die hiesige Universität : Direction des Herrn Pro- schen Studiums bei hie-

Gesammtzah Die theologische Fakultät zählt : sammen 436; die juristische Fakultät : 107; die medizinis<he Fakultät: Jul. die philosophische Fakultät: Jul. 54, Ausl. diesen immatrikulirten Studirenden besuche 1) ni<t immatrifulirte Chirurgen unter der fessor Dr. Blasius, als siger Universität, unehmen folgli<h an dei

Direktors des chirurgi 9) niht immatrifulirte Pharmazeuten 06. 1 Vorlesungen im Ganzen 742 Theil.

Ausland.

Deutsche Bundesstaaten.

< Bayern. Die Königl. Regierung von Mittel- olgendes Ausschreiben an sämmtliche Renk-

Königrei franfen hat am 12. Juli f ämter erlassen :

„Da nach erhaltenen Anzeigen die seit einiger Z so erfreulichen Wachsthum der Früchte aber noch keinesweges b

cit eingetretene (den

1126

gende) kühle und regnerishe Witterung, vorzüglich aber der in einigen be- nachbarten Negierungs-Bezirken stattgefundene Hagelschlag von Spekulanten hon hier und da benußt wird, um die Getraidepreise auf eine ungemessene Höhe hinaufzutreiben, so werden hiermit sämmtliche Königliche Rentämter autorisirt, bei dergleichen Wahrnehmungen auf den Schrannen- und Malrkt- plägen alsbald bekannt zu machen, daß an Bäer und andere Getraide=- bedürftige von den ärarialishen Böden die benöthigien Früchte um den aus der jüngst vorhergehenden Schranne bestandenen mittleren Preis abgegeben werden dürfen,“

Königreich Sachsen. Die Stände des leipziger Kreises haben am 15. Juli beschlossen, Se. Majestät den König bei der Rück fehr in das Vaterland, sofern sie in diesem Kreije erfolgt, feierlich zu begrüßen.

Königreich Hannover. Unter den an die Stände-Versammlung gerichteten Petitionen befand sich auch eine aus dem osnab:ücshen Kirch- spiel Essen, welche die Hebung der Linnen- und Garn-Fabrication betraf. Wegen der auénechmenden Wichtigkeit diejes Gegenstandes fanden sich die Kammern zur Anorduung einer gemeinschaftlichen Prüfungs-Kommi|sion veranlaßt. Diese Kommission hat jryt ausführlichen Bericht über ihre Auf gabe erstattet, Sie is der Meinung, daß der Zustand unseres Garn- und Leinen-Gewerbes dem Welthandel gegenüber zu den ernstesten Befürchtun- gen für das fernere Bestehen dieses nächst dem Aerbau wichtigsten Ge- werbes unseres Landes Anlaß gebe, und findet dic Gründe davon theils in der zu einer bedeutenden mechanischen Ausbildung erhobenen Maschinen Spinnerei und Weberei, theils in der Erschwerung des Exports unseres Fabrikats durch neuerliche Erhöhung der Eingangszölle, namentlich in Frank reich , Holland und den meisten amerifanishen Staaten. Die Kommission ist der Meinung, daß troß der verzugsweise in England im größten Maß- stabe betriebenen Maschinen-Spinnerci das hiesige Fabrikat sehr wohl beste hen fönne, wenn Maßregeln zur Hebung de: Fabrication und zur Erleich- terung der Produzenten getroffen würden. Dazu empfiehlt sie die Anord nung einer Prüfungs - Ansialt , Erthcilung von Prämien an vorzüglich geschikte Spinner, Einrichtung von Spinnschulen, Einsammlung von Nach1ichten dur<h Sachverständige aus anderen in dicser Jndustrie besonders fortgeschrittenen Ländern, Förderung der Legge-Anstalten im All- gemeinen und im Besonderen, persönliche Vorsorge und Einwirkung sach- fundiger Männer aus Lofal- und höheren Behörden, endlih Abschließung von Handels - Verträgen mit auswärtigen Staaten zur Eileichterung des Exports, Zur Erreichung dieser Zwecke soll die Landeskassc, nach dem Vorschlage der Kommission, jähr:ich 10,000 Rthlr, vorläufig zvr Disposi- ticn stellen, welcher Betrag bei günstigem Erfolge nach Erfordern später no< erhöht werden könne.

Königreich Württemberg, Ihre Majestät die Königin it mit Jhren Königlichen Hoheiten den Prinzessinnen Katharine und Auguste am 14. Juli von Stuttgark nah dem Bade Kissingen ab- gereist, um daselbst die Brunnenkur zu gebrauchen,

Großherzogthum Baden. Hinsichtlich der Fortdauer des badischen Landtages bemerkt der Schwäbische Merkur, daß höchst wahrscheiulih cine förmliche Vertagung nicht eintreten, aber die Re gierung nichts dagegen erinnern werde, wenn nah Vollendung der Budget - Arbeiten der Präsident der zweiten Kammer, dem Beispiel der ersten folgend, die Sißungen auf unbestimmte Zeit ausseßt und die Abgeordneten nah Hause gehen, um daselbs die Ansagung der nächsten Sißung abzuwarten. Vermuthlich werde diese Abwesenheit so lange dauern, bis die Kommission der ersten Kammer sür Skras- gese und Strafprozeß mit ihren Berichten zu Stande gekommen, wohl auch noch etwas länger, wenn der Präsident \si< entshlösse, die Mitglieder der Kommission der zweiten Kammer sür diese Gesehe vor= erst allein um sich zu versammeln und mit ihnen die endliche Aus= gleichung der Meinungs = Verschiedenheiten unter beiden Kammern zu besprechen. Die Wahl des Hofgerichts - Präsidenten Obkircher in die erste Kammer durch die Universität Heidelberg dürfte wesentlich dazu beitragen, diese Vermittelung herbeizuführen, Die obige Aussicht hat eine große Nührigkeit in die Budget-Kommission gebracht, welche ihre Arbeiten wohl in den nächsten aht Tagen vollenden dürfte.

Kurfürstenthum &Sessen. Zu Kassel versammelten sich am 10, Juli ungefähr 90 Freunde der Sache des Gustav = Adolph= Vereins, genehmigten den Entwurf der Statuten eines kurhessischen Haupt- Vereins der Gustav-Adolph-Stiftung und schritten dann zur Wahl eines Vorstandes.

Frankre. Pairs-Kammer. Sibßung vom 13. Juli, Der Geseb=

Entwurf über die Cisenbahn von Paris nach Lyon wurde am Schluß der heutigen Sißung mit 96 gegen 21 Stimmen angenommen,

Die Kommission hat, ungeachtet ihrer angestrengten Bemühungen,

den Widerwillen der Kammer gegen ein System, welhes eines der gewerbfleißigsten französischen Departements auf unabsehbare Zeit der Eiseubahn-Communication beraubt hätte, nicht besiegen können. Der als Unter-Amendement zu dem auf ihr Gutachten basirten Amende- ment gestellte Vorschlag des Herrn Rossi, daß der Staat die Zweigbahn von Montereau na< Troyes auf seine Kosten ausführen könne, wenn bis zu Ende des Jahres 1845 keine Compagnie dazu sih ge= meldet hätte, wurde unter Beipflichtung des Ministeriums mit 74 gegen 58 Stimmen angenommen. Dagegen is der Ate Artikel des Entwurfs, der dur< ein Amendement der Deputirten-Kammer hin-

eingekommen war, und wona 62 Millionen zur Schienenlegung auf

der ganzen Bahn auf Staatskosten bewilligt werden sollten, eine Bestimmung, die das ganze System der Regierung freuzte, von den Pairs verworfen worden,

Deputirten-Kammer. Sibßung vom 2 Dil. Die Verlesung des von Herrn T hiers im Namen der Kommission er- statteten Berichts über das Unterrichts-Geseß dauerte fast drei Stun- den, obgleich nur zwei Drittel davon, mit Weglassung der Mitte, vorgelesen wurden. Der Juhalt stimmt mit dem überein, was über die wesentlichsten Abänderungen, welche die Kommission in dem Geseb, wie es aus der Pairs-Kammer hervorgegangen ist, vorschlägt, {on seit einiger Zeit dur die öffentlichen Blätter verlautet war. Cr wurde von der Kammer mit dem lebhaftesten Beifall aufgenommen. Vom allgemeinsten Jnuteresse is der vom Stoff und Umfang des Sekun- där - Unterrichts handelnde Theil des Berichts. (Wir werden einen Auszug daraus morgen mittheilen.) Hierauf wurde die Diskussion über den aus der Pairs-Kammer zuri>gelangten, die Eisenbahn von Orleans na< Bordeaux betreffenden Gescß Entwurf eröffnet. Es handelt si< blos darum, ob die Deputirten - Kammer den Arti= O E Vorschlag des Herrn Cremieux angenommen hatte, und wodurch die Betheiligung von Mitgliedern der Legislatur bei Eisenbahn Unternehmungen untersagt sein sollte, den aber die Pairs verworfen hakken, 1n dem Geseß-Entwurf wieder= herstellen solle oder niht. _ Die Debatte nahm eine sehr persönliche Wendung, veranlaßt dnr< Herrn Girardin, der sur Wiederherstellung jenes Artikels sprach, und dur Herrn Vatout, der demselben Vor= würfe wegen früherer Privathandlungen machte, die der Angegriffene aber, unterstüßt von Herrn Thiers, mit Erfolg zurückw1es. Ver Schluß der allgemeinen Diskussion wurde noch vertagt.

París , 14. Juli. Die Advokaten des Königl. Gerichtshofes haben gestern ihren bisherigen Disziplinar = Rath, der befanntlih we= gen seines Konsfliktes mit dem Präsidenten diejes Tribunals und we gen der in Folge dessen gegen ihn erkannten disziplinarischen Rüge seine Entlassung genommen hatte, ganz 11 derselben Zusammenjeßung wiedergewählt. S : s

Das Journal des Débats äußert sich folgendermaßen über den Thiersschen Kommissions - Bericht, das Unterrichts-Geseß betref- fend: „Zu Anfang des Jahres verklündete die Thron-Rede, daß der Geseß- Entwurf über die Unterrichtsfreiheit die Autorität und Ein- wirkung des Staats in Bezug auf den Unterricht der Jugend auf- recht erhalten werde. Der Gesel - Entwurf, welchen Herr Villemain der Pairs-Kammer vorlegte, hatte auch diesen Charafterz wir glau ben, daß die Diskussion der Pairs-Kammer, weit entfernt davon, die fen Charakter zu befestigen, ihn vielmehr auffallend ges{hwächt hatte, und wir schen mit Vergnügen, daß die Kommi}|ton der Deputirten- Kammer si< bemüht hat, dem Geseß- Entwurf den Charafter wie derzugeben , den derselbe verloren zu haben schien, Sie wollte zu dem in der Thron-Rede proklamirten Prinzip zurüdfehren, und des halb hat sie an mehreren Stellen den ursprünglichen Entwurf der Regierung wieder aufgenommen. Wir hoffen, dab die Kammer die sen Vorschlägen der Kommission beitreten wi En

Es bestätigt si<, daß Herr Casteillon als außerordentlicher Oe- sandter des Staats Nicaragua nach Frankreich geschi>t ist, um dessen Vermittelung in einem Geldstreit zwij<en jener Regierung und Cng- land, welcher die Ursache der Blokade von San Juan de Nicaragua ist, nachzusuchen. Er wurde gestern von Herrn Guizot empfangen. Dem Journal des Débats zufolge, ersucht der Abgesandte vúüllig um das französische Protektorat uind bietet Frankreich dafür alle mög= liche Erleichterungen bei der Durchstehung der Landenge von Panama an.

Nedim Efendi, osmanischer Botschafts-Rath, ist im Alter von

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jahren gestern hier gestorben, Großbritanien und Irland. Loudon, 13. Juli. Eine der bedeutungsvollsten Adressen, die

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seit laugem von den geachtetsten Bewohnern Jrlands gusgegangen

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Indianern dieser Station stattgefunden,

anhänglihen und wohlwollenden Macusi angetreten

die Rückreise über einige verlassene Niederlassungen der und bis zur Einmündung des Rupununi in den schönen Essequebo

große und kleine Katarakten bedrohten

Aber dessen zahlreiche st die aller-

Gefahren, deren weiß leßten derselben, die Ariataka-Katarakten, diese im Rücken lagen, preßte sich aus Aller und aus den Herzen stieg inuiger Dank empor zum Bald hatte nun die kleine

<äumende Weogcnmassen jedoch alle, felb glücklich passirt wurden. Als auch Brust cin lauter Freudenschrei, Beschüßer und Eirretter Flottille die ersten An- erreiht, die in großer Zahl am Gegen Abend wurde zu Bartika- Reisenden mit of-

as so vielen Gefahren. siedelungen der Farbigen am Esscquebo User den freudigen Willkommen zuriefen. wo der brave Missionair Bernauer die Ein Schooner, der von hier so cben nah George- nahm die beiden Reisenden sogleich am 29, Juni 1843

Grave gelandet, fenen Armen empfing. town zurückzusegeln im Begriff war, mit und brachte sie, na< 19 Monaten Abwesenhcit, glüdlih wieder in die Keloniestadt zurück, Doch au hier war feine lange Ruhe vergönnt,

den, schreibt Herr O. A. Schomburgk, ward er von dort herrschenden Fieber befallen ,

Schon nach 24 Stun- einem der heftigsten und die augenbliklihe Abreise aus der Stadt erklärten die Aerzte als die cinzige Bedingung der Rettung. Begleitung eines Farbigen und cines ner nah der nördlich liegenden Argbisi - Regina, deren Juspektor iha sehr wohlwollend aufnahm. Verweilen gab Gelegenheit, über Betrieb und Kultur des Zuckerrohrs ge- naere Erfahrungen zu sammeln, die in cinem ausführlichen Berichte, nebst einer statistischen Uebersicht des Ertrages und der Einkünfte sämmtlicher Plantagen während der Jahre 1831 bis 1841, bei dem Ministerium nie- dergelegt werden konnten, __ Nah einer Woche Aufenthalt daselbst wurde die Reise weiter durch die Bewässerungs - Kanäle der Plantagen in den Tapacuma-Sre, ein Ric- senwerk, fortgeseyt, das zur Bewässerung einer großen Anzahl von Plan- tagen längs der Arabisi - Küste eingerichtet ward. j E. zumal der große Pomaroon , stchen mit demselben in Verbin- ung, dar deren Verzweigung die Flußschifffahrt zwischen den Küsten- araiben - Ansiedelungen und Missions- ca V , stattlihen Urwäldern im Westen im- gegen Norden fortgeseyt ward. Die nüylichsten Palmen - Arten die ungeheuersten Bambusstauden erreichten hier die Die Plagen der Jnsckten werden hier verviclfacht, an der Gränze des Urwaldes, schiffte man an n Villa eines Europäers vorüber, zu der cine ver war längst verschollen, n den Ameisen völlig zer- npflanzung, mit Obst überladen, Gegend, von vielen Flüssen durchschnitten, deren Seiten-

Deutschen schiffie er in einem S - Küste, zur Zucker -Plantage Anna Das längere

Viele Seitenarme , meist

Plantagen im Osten , einzelnen K Stationen in der Mitte und dichten

a saniser

tolossalsien Größen, X Jn der größten Einsa einer verlasenen ng \{<öne Allee von Kokospal das Jnuere des Hauscs 1 stört; nur die Fruchtbäu reichlihe Erqui>ung. Die Ein aus dem Urwald seitwär

ind das Mobiliar vo

samkeit jener is zur Meeresfüste

Verzweigungen die weitere Nordfahrt der Ruderböte gestatteten, ward am 9, September, einem Sonnabend, dur<h das Lärmen einer ganzen Flottille Kanocs mit Judianern unterbrochen, die nach ciner Missions - Station schiffen, um dort am folgenden Sonntag dem Gottesdienst beizuwohnen. Die letzte Karaiben - Niederlassung am Pomaroon, Arraia genannt, ward nach einer langen Reihe von Tagen erreicht und daselbst manches Neue, zumal über dasiges Bolksleben, eingesammelt. Hier traf man aber Ficber- franfe, die giftigsten Schlangen, üppigste Tropen-Vegetation und den s{öôn- sten und lieblichsten Sänger unter den Vögeln Guiana's, the singins F’renchman der Kolonisten, dessen bezaubernden Gesang Schomburgk den lieblichsten Melodieen cines Flageolets vergleicht, ein Vogel, dessen von Martius und Póppig zwar erwähnten, ohne ihn jedo beschreiben zu können, also eine ganz neue Entde>ung. Aber jeder Ruderschlag auf den Armen des Pomaroon - Systems konnte nur noh mit Art und Beil er- zwungen werden; das Vordringen ward immer schwieriger, An der Ein- mündung des kleinen Flüßchens Arunamay von Nordwest her zu ihm, wo übernachtct ward, hatten sich Brüllaffen in solchen zahlreichen Schaaren vercinigt, wie sie der Reisende nie zuvor gesehen, Je weiter man schifte, desto wilder , undurchdringlicher, imposanter wurde der Urwald. Große Heerden Buschschweine dirchjagten unter wildem Gestöhn den Usfersaumz zahllose Affen schwangen sich von Zweig zu Zweig, indeß der Wassersaum von den Agntis oder Cavin pacas be!ebt war. Bon jcht ab mußten wir, sagt Sch,, die Kanoes öfter mehrmals am Tage entladen und über, die von wild durch einander gestürzten Bäumen gebildeten natürlichen Brücken ziehen, wobei die Jndianer große Gewandtheit zeigten, Nachdem wir aber- mals mehrere Tage in dem düsteren Urwald eingedrungen waren, bffnete sich dieser plöglih, und vor mir echob si<h auf dem östlichen Ufer eine der licblichsten Bergkeiten, die ih no< in Guinea gesehen. Jhre Höhe über dem Ufer betrug 200 bis 500 Fuß. Keine meiner Karten hatte sie verzcihnet, und da auch der alte Häuptling daselbst keinen Namen dafür besaß, #0 belegte ich sie mit dem Namen Friedrich Wilhelm 1V., und verzeichnete sie unter diesem in meiner Karte, Leider mußte ih meinen Vorsay, bis zu den Quellen des Pomaroon vorzudringen, der zahllosen und im Frühling fast unüber- windlihen Hindernisse wegen, aufgeben, die unsere wenigen Hände nicht zu beseitigen vermochten; eben so wenig gelang es mir, von den Judianern über dieselben Auskunft zu erhalten, da keiner derselben jemals bis zu un- serem gegenwärtigen Standpunkte vorgedrungen war. :

Bald waren nun die Mündungen des Flusscs Pomaroon wieder er- reiht, aber Fiecberanfälle nöthigten zuvor noch zu Nasttagen in einer der nächsten Karaiben - Stationen, Cuamuta, bis die gastlihe Wohnung des dortigen Posthalters, des Herrn M'Clindak, an dem Pomaroon erreicht ward, Nach wieder gewonnenen Kräften wurden diese auf die weitere Durchfor- schung des nächsten nördlicheren Fluß-Systems des Marokko und seiner Na- turmeifwürdigkeitcn, bis zu einer Kolonic spanischer Indianer , verwendet, der Herr Collins, ein früherer Bekannter vom Jahre J841, vorstand. Bon as aus wurde nah mehrtägigem Aufenthalt und weiterer Schifffahrt, den

aroffo stromaufwärts, dessen Bette mit einem jener merfwürdigen na -

türlihen Kanäle vertauscht, die dieser Gegend so eigenthümlich sind, und von den Eingeborenen Jtabo genannt werden. Dieser Jtabo oder Zwitterstrom *) führte in den Fluß Kamwatta, dieser in den Barrabarru, von welchem man in den Beara und Barrimana einschiffte, der wieder in den Waini endete, Dieser sicht durch den Mara-creek mit dem Barima in Verbindung, der endlich in den Orinoco endet, An der Einfahrt zum Waini schie man durch die dichtesten Umsäumungen der Manicol-Palmen, die dur< unzählige Schaaren Papageien , Perroquiten und Penelopes be- lebt waren, Obwohl no<h hundert Meilen von seiner Mündung, war hier sein Wasscr doch no<h salzig und ungenießbar, weil Ebbe und Fluth bis hierher reichten, daher auch hier die Palmen am Ufer-Saume der Zone der Mangroves-Wälder hatten weichen mussen. Nur selten gelang es noch, in dieser Wasserwelt ein trockenes Pläzchen zur Lagerstätte aufzufinden, und war es gefunden, so fielen Schaaren von Musquitos auf die Gelagerten nieder, die dann gezwungen waren, die ganzen Nächte hindurch in Bewe- gaug zu bleiben, Ohne Schlaf, ohne gehörige Speise, denn schon längst fehlie au<h das tro>ene Cassave-Brod, da man seit langem keinem mensch- lien Wesen mchr begegnet war, wurde immer weiter geschift, bis man aus der horizontalen, wassergleichen Fläche wieder die Region ansteigender, lieblich bewaldeter Hügel am südlichen Ufer des Waini erreichte, wo man zur größten Freude die Accawai-Nicderlassung Pirifora entdete, der schräg gegenüber dic Karagiben- Niederlassung Cariaco lag. Kurz vorher, am 15. Oktober, hatten die Deutschen den Geburtstag ihres Königs in der tiefsten Wildniß mit Salz, Schildkröten-Speise und einem erheiternden Trunk, Pai- wari, ihrer lezten noch übrigen Kalebassen , mit freudigen Erinnerungen an ihre liebe Heimat, gefeiert, Das flache Uferland des Orinoco an der LWaini- Mündung, und somit das Hauptziel dieser Reise, war nun erteiht, von dem auf der kürzesten Wasserstraße des Flußnegyes zu der Mission des Herrn Collins zurückzukehren die wiederholten Fieber - Anfälle ernstlih mahnten, Nach einer Abwesenheit von 4 Monaten lehrte unjer Reisende wieder nah Georgetown zurü>, wo er mit seinem Bruder, der indeß ebenfalls dasclbst von seiner Neise am Corentyn cingetroffen war, sich zusammenfand, Möge er eben so glülih wie sein ihm vorangegangener Bruder, mit seinen zoo- logischen und botanischen Sammlungen für die Heimat, die Fluthen des Oceans durchschissen und zu uns wohlbehalten zurücskehren,

Mitte Juli 1844. K, Nitter.

*) Alexander von Humboldt war es, der zuerst diese eigen- thümliche Form der Zwitterströôme in der natürlihen Verbindung des Ama- zouenstroms mit dem Orinoco, im folossalen Maßstabe, dur den Cassi- quiare und Rionegro nachwies und darum sagen konnte, daß Guíana die größte Fluß-Jusel der bekannten Welt sei, K. R.

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ist, wird gegenw Grafen de Grey übergeben werden. Unterschriften des Lord-Primas, mehrerer Bischöfe, fast aller fonser- Parlaments, zahlreicher Edelleute, obrigkeit- und spricht si<h über die Amts-

ärtig unterzeihnet und soll nähsten Sonnabend dem Dieselbe is bereits mit den

vativen Mitglieder des licher Personen u. \. w. versehen, führung des scheidenden Statthalters sehr anerkennend aus, Jrländer, besagt die Adresse, wenn auch in politischen Ansichten denen des Lord=-Lieutenants entgegen, müssen nah unserer Ueberzeugung zu- geben, daß derselbe sih bei allen Gelegenheiten als zugänglich i sen und sih stets bestrebt hat, die Pflege der nüglichen und s{önen Künste und die allgemeinen Juteressen Jrlands zu fördern.

Auf Antrieb des Parlaments-Mitgliedes Joseph Hume ist kürz- lih eine statistische Uebersicht der gegenwärtig Schulden halber in Haft befindlichen Judividuen im vereinigten Königreiche angefertigt Fs ergiebt si<h daraus, daß die Zahl der Schuldgefangenen ist, wovon 2154 auf England, nur 85 auf Schottland und 1113 auf Jrland kommen.

Schweden und Uorwegen. Heut früh wurde von Winga mit-

Gothenburg, 13. Juli. rufsishe Kriegs

Telegraphen hierher gemeldet, daß eine mit Sr. Kaiserl. Hoheit dem Großfürsten Konstantin am Bord daselbst vor Anker gegangen je1,

Dänemäàr k. Helsingör, 14. Juli. Gestern is zu den hier anwejenden russischen Kriegsschiffen no< eine Korvette gestoßen, so daß gegen chiffe dieser Nation hier vor hrer Majestät der Kaiserin wurden gestern Vormittag von der ganzen Flotte Salven gegeben. Kronborg und das Wachtschisf salutirten ebenfalls u! die russische Flagge vom Hauptmaste, so wie die dänische vom der- und Besanmaste wehen z außerdem war das Schiff von der Spiße bis zum De> mit einer Menge Flaggen aller Art beded>t, Fal ffizieren und Mannschaft landeten, um sih mit Er= frishungen zu versehen u, #. w., au<h machten mehrere Offiziere und Kadetten Ausflüge in die Umgegend.

Statt des an der norwegischen Küste untergegangenen russischen Linienschiffes „Jngermannland““ ist in Archangel ein neues Linienschiff gebaut worden, welches den Namen „Neu -JFngermannland““ erhalten hat und sih, nebst der nah London gesegelten Fregatte „Aurora““, ebenfalls mit den hier befindlichen Schiffen vereinigen soll, Außerdem erwartet man noch ein Linienschiff. so wird der Großfürst Konstantin als Groß Admiral das Kommando derselben übernehmen.

wärtig dreizehn Kri Wegen des Geburtsfestes Die Festung leßteres ließ

Fahrzeuge mit

Jt die ganze Flotte beisammen,

L i Aus dem katholischen Jura i} eine Bitt- rift um Abschaffung der vielen, seit der Vereinigung des Bisthums mit dem Kantou Bern wiedereingeführten Feiertage an den Großen So lange dieser Theil zu Frankreich gehörte, wurden nah dem Dekrete vom 29, Germinal, Jahr X., und dem c 1802 nur vier Feiertage : Himmelfahrt, Mariä -Himmelfahrt und Allerheiligen gefeiert; seit aber der Jura bernerish geworden, sind wieder eingeführt worden, gegen das Geseb, welches durch die erste Vereinigungs-Urkunde seine erste Krast nicht verlore drücklih der status quo inm Bezug auf die katholische Religion ga= rantirt wurde.

Kanton Beru.

Rath gerichtet worden. Weihnachten, willkürlih eine Menge Feiertage

n hat, indem aus=

Die Allgemeine Zeitung enthält in einem Schreiben aus Rom vom 6. Juli nachstehende Berichtigung : gut unterrichteten Personen bin ih ersucht, tigen, der Jhnen von der italienis<hen Gränze unterm 18ten v. h die päpstliche Regierung ein Memorandum an 1d London erlassen und worin sie Weise gegen den Vorwurf vertheidigt habe, als es Kirchenstaats die Gährun= (S. die Allg. Preuß. Ztg, Nr. 181 Dieses seßte wohl Schritte von genannten Höfen voraus, Vertheidigung der päpstlichen

Fm Auftrag von einen Jrrthum zu berih-

mitgetheilt is, wona die Kabinette von Wien, Paris u! si<h in umständlicher hätte eine mangelhafte Administration gen in demselben herbeigeführt,

die eben so wenig erfolgt sind, als eine Regierung wegen ihrer Verwaltung für nöthig befunden worden.“

Mailand, 10. Juli. Nach einer glü>lichen Fahrt über den Splügen kamen gestern Nachmittags um vier Uhr Ihre Königl. Hoheiten der Prinz und di erwünshtem Wohlsein hier an und seßten heut Nachmittag ihre Reise über Genua nah Neapel fort,

e Prinzessin Karl von Preußen in

Ancona, 9. Juli. Briefe aus Neapel bestätigen es, daß die beiden Bandiera und der Schiffs - Lieutenant Moro sich unter den in Calabrien gefangenen Rebellen befinden. nit stattgefunden; mau wollte vielmehr wissen, daß die neapolita nische Regierung uicht abgeneigt sei, Nachsicht an die Stelle strenger Einem Schreiben aus Triest zufolge, würde die üsterreichishe Regierung die Auslieferung der in die Unterneh= mung verwickelten österreichishen Unterthanen nicht verlangen,

Eine Execution hatte

Gerechtigkeit zu üben.

Erlang

Man wird si< erinnern, daß die vom Herrn Dr. Wöniger in Berlin redigirte, „der Staat“ betitelte Zeitschrift in ihrem zweiten mit der Ueberschrift : : Schmuggelei“ veröffentlichte, welchem die im Besiß fortlaufender Zollkonti sih befindenden Han= delshäuser Leipzigs der Defraudationen beschuldigt wurden. i Königl. preußischen Finanz=Ministerium über den Grund oder Ungrund dieser argen Beschuldigung angestellten Erörterungen und deren Er= gebnuisse sind von genannter Behörde in Nr. 156 der Allg. Preu- ßishen Zeitung von t n Daraus ging hervor, daß ein gewisser Herr Killisch, angeblich Privat= Secretair bei dem Gutsbesißer Herrn von Bülow - Cummerow , der Verfasser jenes Aussaßes i} , daß ferner Ersterem die Materialien zu demselben durch Leßteren und diesem wiederum durch einen Kaufmann, Herrn Ries, mitgetheilt worden sein sollten, daß demnächst der 2c. Killisch bei Gelegenheit einer Unterredung mit Ries die nochmalige Bestätigung von der Wahrheit jener Anschuldigungen erhalten haben wollte, und daß endlih der Dr. Wöniger auf diese Autoritäten hin und ohne die Regeln der gewöhnlichsten Vorsicht zu beobachten, jener {weren und denno<h unter obigen Umständen dur<h nichts unter= stüßten Anklage die Spalten seiner Zeitschrift geöffnet hatte. erwähnter offizieller Bekanntmachung der durch die amtlihen Erörte- rungen erlangten Ergebnisse is weiter zu ersehen, daß sih die oben- genannten Gewährsmänner gegenseitig völlig verleugnen. Nur Herr Ries, dessen Aufenthaltsort dem Königl. preußischen Finanz-Ministe- rium unbekannt und dessen Abhörung deshalb nicht zu bewirken war, stand bisher mit seiner Erklärung noch zurü>, Leßtere wo möglich zu erlangen, war von Wichtigkeit, ;

des Jahrgangs

: einen Aufsaß Lil ger Bollvereius s

diesem Jahre bekannt gemacht worden,

Denn obschon der Sachlage zu=

1127

folge die Glaubwürdigkeit der Anschuldigung bereits eine starke Er= \chütterung erlitten hatte, so blieb do< immer die Möglichkeit noch

niht ausgeschlossen, daß Herr Ries Belege zu derselben in den Händen

haben fonute. e

Das Königl, sächsische Finanz - Ministerium, dur cine Anzeige des leipziger Handelsstandes in Kenntniß ge]eßt, dap Herr Ries in Leipzig dermalen anwesend sei, ordnete daher unverzüglich desséèn amt- liche Befragung an. Hierbei gab derselbe Folgendes zu Protokoll :

„Er müsse durchaus in Abrede stellen, daß er Herrn von Bülow- Cummerow Mittheilungen über Schmuggelei gemaht habe, welche bei dem leipziger Konto- Verfahren stattfände. Er habe dies um so weniger thun können, da er feine Ueberzeugung davon habe, daß dergleichen Geschwidrigkeiten mit Hülfe der Kontirung unter= nommen würden. Dagegen habe er m:t Herrn von Bülow=Cums-= merow über dergleichen Fragen und besonders über die jeßige ame rifanishe Zollregie, und namentli< darüber, inwiefern die Formen der leßteren au< vielleicht auf die Vereins - Zollregie nüßlich zu übertragen sein möchten, mehrfach gesprochen. Dies erkläre sich leicht aus dem Umstande, daß er, Komparent, sich öfters hon mit nationalökonomishen Schriften beschäftigt und hierdur< Gelegen heit gefunden habe, mit Herrn von Bülow=-Cummerow über die Zollregie - Verhältnisse in Vernehmung zu treten,

„Dem Herrmann Killisch, mit welchem er feines Wissens über die Sache gar niht gesprochen habe, den er uberhaupt niht zu fennen glaube, sei von seiner Seite durchaus feine Mittheilung über den fraglichen Gegenstand zugegangen.“

Nachdem Herr Ries hierbei no< darauf aufmerksam gemacht hatte, daß aus des 2c. Killish eigener Aussage hervorgehe, daß er mit demselben nicht gesprochen habe, fährt Ersterer folgendermaßen fort :

„Dies ergebe si< unter Anderem auch daraus, daß nah Jnhalt des amtlichen Aufsaßtes Killisch der Redaction des „Staats“ mit- getheilt habe, die Daten zu dem Thema scien von Herrn vo! Biilow - Cummerow persönlich in Leipzig gesammelt worden, Er, Komparent, kenne den mehrberegten Aufsaß: „D. Zollvereins- Schmuggelei 2c.‘“ so wenig, daß er denselben bis au diesen Augen bli> no< nicht gelesen habe.““

Auf Grund dieser Aeußerung wurde dem Herrn Ries der frag= liche, von Killish verfaßte, im 2ten Hefte der Zeitschrift „der Staat“ vom Jahre 1843 mit der Bezeichnung „Leipziger Zollvereinë-S<hmug gelei“ enthaltene Aufsaß zur Kenntnißnahme vorgelegt und sodann von ihm bemerîft :

„Er vermöge von den in leßterem enthaltenen Angaben nihts wei=- ter für richtig anzuerkennen, als dasjenige, was S. 17 offenbar seinem Werke: „Schilderungen des Treibens im Leben und Handel in den Vereinigten Staaten und Havanna, Berlin 1840, S. 32, oder au seinem zweiten Schristhen : „Vieles über Karlsbad und Einiges über Oesterreich, Leipzig 1843, bei Hartknoh““, S, 77 ent lEGN E Mere

Schließli<h erwähnte Herr Ries noch, daß er sich sofort nach Erscheinen der amtlichen Bekanntmachung in der Allgemeinen Preußischen Zeitung an das Königlich preußische Finauz=-Mini= sterium \riftli< gewendet, im Materiellen die nämliche Erklärung, wie seine heutige, abgegeben und auch bereits eine ihm vollkommen genügende Bescheidung erhalten habe, ein Anführen, welches von dem Königlich preußischen dem diesseitigen Finanz - Ministerium bestätigt worden ijt.

Mit obiger Erklärung des Herrn Ries, welcher versichert, bei deren Abgabe der strengsten Wahrheit gefolgt zu sein, fällt vollends der Schleier, welcher über den Charakter der in Rede stehenden An- klage verbreitet war. Leßtere ist, wo niht aus anderen Absichten erfunden und völlig aus der Luft gegriffen, doh mindestens mit nicht zu entshuldigendem Leichtsinn abgefaßt und der Oeffentlichkeit preis- gegeben worden.

Gegen diese Verschuldung sucht si< zwar Herr Dr. Wöniger im IV. Hefte U. Jahrganges seiner bereits genannten Zeitschrift zu rechtfertigen. Ob und wie weit ihm dies aber gelungen sci, kann füglih dem eigenen Ermessen der Leser jener Zeitschrift überlassen werden. Nur \o viel möge hier niht unberührt bleiben, daß laut dieser Rechtfertigung der Verfasser des Aufsaßes, Herr Killisch, als der 2c. Wöniger auf Beibringuug von Beweisen (nachdem nämlich die Verunglimpfung bereits aufgenommen und dur<h den Dru ver- breitet war!) in denselben drang, si< in einem Briefe an Leßteren dahin ausgesprochen haben soll : :

er fönne diese Beweise nicht liefern, überhaupt sei sein Aufsaß nur darauf berehnet gewesen, auf die Möglichkeit des angedeuteten Mißbrauchs aufmerksam zu machen.

Dieser von dem 2c. Killisch gelieferten authentischen Juterpreta tion seines eigenen Werkes fügt sodann Herr Dr. Wöniger noch fol gende Bemerkung bei:

„Wie es mit der objektiven Wahrheit dex in dieser Monatsfchrift erhobenen Anklage steht, liegt zur Zeit völlig im Dunkeln und wird es bleiben, bis man nicht vor Allem des Kaufmanns Ries, als des angeblih wichtigsten Gewährsmannes, habhaft werden kann, Aber auch daun wird nicht Alles ermittelt werden; sehr kom- petente Stimmen vertreten zur Zeit völlig entgegengeseßte Mei nungen 2œ“

Des Herrn Ries is man nunmehr, wie aus Obigem erhellt,

allerdings habhaft und dur dessen Erklärung ein unzweideutiges Licht über die Sache verbreitet worden. Wenn aber der 2c. Wönis= ger lebteres durch seine Glosse wieder zu trüben versucht, fo muß ihm darauf zu erkennen gegeben werden, daß hier, wo es sich um that- sächlihe Beweise für eine shwere, gegen die achtbarsten Han- delshäuser der Stadt Leipzig öffentlih ausgesprochene Beschul digung der Unredlichkeit handelt, auf vorgefaßte, aus dem unermeß lihen Reiche der Möglichkeiten ges<öpfte Meinungen uicht das min deste Gewicht gelegt werden darf. Zudem kann es den Behörden niht verargt werden, wenn dieselben nah sol<en Vorgäugen, wie die in Rede stehenden, niht nur gegen die Kompetenz jener angeblichen Stimmen, auf welhe si< Herr Pr. Wöniger beruft, sondern auch gegen diese seine Berufung selbst gerehtes Mißtrauen hegen und solche auf sih beruhen lassen. :

Die betheiligten obersten Finanz- Behörden, in deren Interesse

es zunächst lag, der Sache auf den Grund zu kommen, haben thren Zweck zur Genüge erreicht und sind weiterer administrativer Erörte rungen nah Lage der Sache überhoben; ob die Zell-Konto- Fnhaber Leipzigs diese Angelegenheit nunmehr ebenfalls ruhen lassen ‘oder im gerihtlihen Wege weiter verfolgen wollen, muß denselben anu- heimgestellt bleiben.

Dresden, am 10, Juli 1844.

Königlich sächsisches Finanz-Ministerium. 1. Abtheilung. Wehner.

Yandels- und Börsen - Uachrichten.

Berlin, 19, Juli, Obschon die Course der meisten Eisenbahn-Effelten

und namenilich deren Quittungsbogen neuerdings etwas gestiegen sind, so war der Umsay an heutiger Börse im Allgemeinen doch nur sehr beschränkt,

Marktpreise vom

Berlin,

Zu Lande: Roggen 1 Nthlr. gl

6 Pf. z große Gerste 1 Rihlr. ; Hafer 29 Sgr. 9 gegangen sind 44 Wispel 12 Scheffel, Zu Wasser: Weizen (weißer)

7 . 7 Pf. und 1 Rthlr. 24 Sgr. ; j Sgr.z große Gerste 1 Rthlr.

è Sgr. 1 Pf. CEingeganger Mittwoch, den 17. ><o> Stroh 6 Rthlr, 10 Sgr.,

Heu 1 Rihlr. 2 Sgr. 6 Pf., auch 20 Sgr.

gr

9 1 8

Branntwein - Preise. Die Preise von Kartoffel - Spiritus waren am 43; am 16, Juli 165 Rthlr. und am 158. ins Haus geliefert) pr. 200 2 Tralles. Korn-Spiritus: ohne Geschäft.

Berlin , den 18. Juli 1844.

Die Aeltesten der Kaufmann

B er 14

Den 19.

ü Pr. Cour. Fonds. | Brief. Geld.

St. Schuld-Sch. |- à i001 L IGI A Prämien - Scheine

d. Seeh. a 50 T.|—| 887 S7 Kur- u, Neumärk

Schbuldverscbr. |< ¿ -—- 99H Berliner Stadt

Obligationen Ê 5 101 100 Danz. do. in Th.|— 18 A Westpr. Pfandbr. |: 2 101 L Grossh Pos. do. 1042 104

do. do. |35 995 | Ostpr. Pfandbr. |d | 102 Pomm. do, 37 1015 | Kur- u, Neum. do. |3 101% | 161 i Schlesiscbhe do. |: 100% | I 07 Gold al marco. Friedricbsd’or. And.Gldm, à 5 Th.|- Disconto,

Auswärtige

Amsterdam, 15. Juli. 5% Span, 2025. 3% do. 343.

Scb. —. Pol. —. VUVesterr. 109.

Ántwerpen, 14 Juli. ZivsL Frankfurt a. M., 16. Juli. 2004. Bay r, Bank-Actien 717 Br. Uope 89% Br, Stiegl, 89Z Br. Int. 60 e, 300 Fi 942, do. 500 Fi, 945, do. 200 Pl, 295. Hamburg, 17. Juli. Bank-Actien 1660. London, 13. Juli. Cons. 3% 99.

Sch, 12%, Im. 613. 5% 1004.

Wien. 15. Juli. 5% Met. 1105.

1610. Anl. de 1834 150. de Mail. 110%. Livorn. 115%.

Meteorologische Beobachtungen.

Getraide.

1 Rihlr. 4 Sgr. Pf., auch 24 Sgr.

Pf., au 1 Rthlr. . 5 Pf., auc 5 Pf. z Hafer 27 Sgr. 1 sind 514 Wispel 6 Scheffel.

5 Sar. 8 Pf., auch

Rthlr. 4 Sgr. 2 Noggen 1 Nt

au< 5 Rthlr, Der Centner

Juli 165 Rthlr., J. 464 Nihlr. (fre1 eder 10,800 % nah

\hafi von Berlin.

Zf.

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Brl. Pots. Eisenb. do. do. Prior. Obl. Mgd. Lpz. Eisenb. do. do. Prior. ObL| Brl. Anb. Eisenb. do. do. Prior. Obl. Düss. Elb, Eiseub. do. do. Prior. Obl. Rhein. Eisenb.

do. do. Prior. Obl. do. v.Staat garant. Brl. Frankf. Eisnb. do. do. Prior. ObL| Ob.-Sehles, Eisnub. do. Lt.B. v. eingez. B.-St.E. Lt. A.u.B.| Magd.-Halbst. Eb.| Brl.-Schw.-Frb.E.| do. do. Prior. Obl. Bonn-Kölner Esb.|

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Are |

BOrsen. Niederl. wirkl. Sch. 615. 5% do. 100 57. 1% Russ. Hope 905. Neue Anl, 205.

5% Met. 112%. Bank-Actien

4% 100%. 3% 77. Nordb. 1405.

1844. | Morgens | Nachmittags S T 1 O VEE | 2 Ubr.

Luftdruck . ..« 1333,61" Par. ':3:3:3 S

Luftwärme .. + 10,8" Bi —- ] B./+

( Thaupunkt ... -+ 2e R.

Dunstsättigang 72 pCt. 51 pCt.

bezogen. heiter.

T es | W. Wolkenzug. . - YY

Tagesmittel: 333,

Königliche Schauspiele.

Sonnabend, 20. Juli. Dornen und Lorbeer.

hungs-Resultate. Sonntag, 21. Juli. D der Liebe.

In Charlottenburg: Der Verräther.

händler. M, 22 Ju Os yerwunschene Prinz.

Dienstag, 23. Juli. Zum erstenmale:

Akten, von O. Prechtler. von Hoguet.

«üönigsstädtisches Theater.

Sonnabend, 20, Juli, Steffen Langer aus Glogau, oder : Der holländishe Kamin. Original-Lustspiel in 4 Aften und einem Vor= spiel: Der Kaiser und der Seiler, in 1 Aft, von Charl. Birch- Pfeiffer. (Herr Wieting, vom Stadt-Theater zu Bremen : Steffen Gast-Vorstellung der Mad, Weiß, mit ihrem aus 36 Kindern bestehenden Ballet-Personal, in 3 Abthei= lungen. Erste Abtheilung (nah dem Vorspiel) : 4 Schnitter, mit Verwandlungen dur<h Maschinerie, aus dem Zauber= spiel: „Der Todtentanz““, ausgeführt von 36 Kindern. Abtheilung (nah dem zweiten Aft des Stücks): Polka, böhmischer Nationaltanz, ausgeführt von 16 Kindern. Schluß): Großes Tanz-Potpourri, bestehend aus 10 National= und

Langer, als Gastrolle.) Dazu:

Charafter=Tänzen.

Sonntag, 21. Juli. Emiliens Herzklopfen. Hierauf: Der Prinz fommt! Dann: Kö> und Guste. (Dlle. Julie Herrmann, im ersten Stüd: Emilie, im dritten: Guste, als Gastrollen.) Vorstellung der Mad. Weiß, mit ihrem aus 36 Kindern bestehenden Ballet-Personal, in 3 Abtheilungen.

Montag, 22. Juli, Mariette und Jeanneton, oder : rath vor der Trommel. (Dlle. Julie Herrmann: Louise: als Gastrolle.)

mit ihrem aus 36

Dazu: Gast - Vorstellung der

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er Weiberfeind. Die Shleich- Goldshmieds Töchterlein.

ten! Mara, romantishe Oper Musik vom Kapellmeister J. Nezer.

Garben-Tanz der

Dritte Abtheilung (zum Dazu: Gast=

l Mad. Weiß, Kindern bestehenden Ballet-Personal, in 3 Abtheilungen.

J. We Sintra