1844 / 222 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

| | /

Auswärtige Börsen.

Niederl. wirkl. Sch. G1. Zinsì. —.

Amsterdam, 5. Aug.

Sch, —. Pol. 170. Oesterr. —. Antwerpen, 4. Aug. Ziusl. —. Neue Aul. 205.

Pass. 57. Ausg. —. ‘4% Russ. Hope 905.

Frankfurt a. M., 6. Aug. 5% Met. 112; G. Bank-Actien p. ult Hope 89%. Stiegl. 895. Int. 6077. Polu.

Bayr. Bauk - Actien 720.

1974 6. do. 500 Fl. 95% G. do. 200 Fl. 283 Br.

300 Fl. 955 G. Hamburg, 7. Aug.

Wien, 5. Aug. 1605. Aul. de 1834 150. Mail. 1083. Liyorn. 1135.

Bauk Actien 1650. Eusgl. Russ. 113.

5% Met. 1103. 4% 1004. 3% 763. de 1839 128. Nordb. 1393.

1224

Jn Charlottenburg:

5% do. 100. | liche Tante.

Preuss. Pr zu gefallen,

Sonnabend, 10. Aug.

Bank-Actien Gloggu. 11273.

Königliche Schauspiele. Sonnabend, 10. Aug.

Dornen und Lorbeer, Drama in 2 Ak- ten. Hierauf: Voltaire's Ferien, Lustspiel in 2 Akten.

Sonntag, 11. Aug. Czaar und Zimmermann, Die Zerstreuten.

Montag, 12, Aug. Vicomte von Létorières, oder : Die Kunst

Königsstädtisches Theater.

Der Zerrissene. 3 Akten, von J. Nestroy, Musik von A. Müller. erster Komiker des Kaiserl. privilegirten Theaters an der Wien zu Wien: den Herrn von Lips, als Gast.)

Sonntag, 11. Aug. Der Zerrissene,

Montag, 12, Aug. Der Zerrissene.

Hierauf: Die gefähr=

Meteorologische Beobachtungen.

1844. 8. Aug.

Luftwärme . Thaupunkt ... + Danstsättigung

Posse mit Gesang in (Herr J. Nestroy,

Wolkenzug. . -

Bekanntmachungen.

[972] Pa m às,

Da folgende beide auf den Namen des Bauer To- bias Völker in Rossow bei Brüssow in der Ukermark ausgestellte Obligationen der Ritterschaftlichen Privat- Bank von Pommern, als:

1) Littr. J. No. 968 vom 22, Juni 1840 über

150 Thlr., 2) Littr. J. No. 2652 vom 28, Oltober 1840 über 1600 Thlr., ? beide auf einjährige Kündigung lautend und zu 35 Pro- zent jährlih verzinslich, angebli in der Nacht vom 15, zum 16. Februar 1841 dem Völker verbrannt sind, sto werden auf den Antrag desselben alle diejenigen, welche an diese Papiere als Eigenthümer, Cessionarien, Pfand- oder Briefs - Jnhaber, oder deren Erben, Ansprüche zu haben behaupten, hierdur< öffentlih vorgeladen, si in dem vor dem Kancert e (StCNelereutneius Hertel hier auf dem Kammergericht auf den 26, November 1844, Vormittags 11 Uhr, anberaumten Termine zu gestellen und ihre Ansprüche zu bescheinigen, widri- Cenfoits sie mit denselben präkludirt, ihnen deshalb ein ewiges Stillschweigen auferlegt, die besagten Papiere für amortisirt erklärt und statt derselben neue ausgefer- tigt werden sollen.

Den Auswärtigen werden die Justiz - Kommissarien Valentin, Wilfe 11, und Becher zu Mandatarien in Vorschlag gebracht.

Berlin, den 22, Juli 4844.

Königl, preuß, Kammergericht.

[978] Bekanntmachung. Der 23 Jahr alte Pächtersoyn Carl Wilhelm Burzlaff aus Vorwerk Splittkathen nah Sydow a, Schlaweschen Kreises, gehörig, wurde von uns wegen eines an seiner hohs<wangeren Braut, der unverehe- lihten Wilhelmine Mundt, aus Vorwerk Eichberg, begangenen Mordes zur Kriminal-Untersuchung gezogen und durch díe zwei gleichlautenden Erkenntnisse des Kö- nigl. Ober - Landesgerichts, Senat für Strafsachen, zu Köslin und Stettin, resp. vom 8, September 1843 und 8. Februar 1844 verurtheilt, mit dem Rade von oben vom Leben zum Tode gebracht zu werden. Durch die Gnade Sr. Majestät des Königs wurde die erkannte Strafe nah der Allerhöchsten Bestätigungs-Ordre vom 28, Mai d. J. in die Todesstrafe des Beils verwandelt und diese Strafe am gestrigen Tage früh um 6 Uhr in der geseh- lich vorgeschriebenen Art an den B urzlaff mit Bewilli- ung Sr. Majestät des Königs und unter Zustimmung des biesigen Magistrats hier in Neustettin öffentlich vollzogen, Der Burzla ff war der That geständig und nach sei- ner wiederholten Angabe zu derselben bestimmt worden, um sih, da seiner Verheirathung Schwierigkeiten ent- egentraten, von den aus der Schwangerschaft der 2c, undt für ihn entspringenden Verpflichtungen zu be- freien. Dies wird hiermit in Gemäßheit des $, 549, der Kriminal-Ordnung bekannt ne Neustettin, den 24. Juli 1844. Das Patrimonialgeriht Sydow a, gez, Zweigert,

[801 b] rlin-Hamburger Eisenbahn.

Nachdem der Termin zur dritten Einzahlung auf die Actien der Ber- lin - Hamburger Eisen- bahn-Gesellschaft am ge- strigen Tage cibgelaufen

R AA g ist, so werden diejenigen N n Actien - Jnhaber, welche mit der dritten Einzah- ung im Nückstande sind, darauf aufmerksam gemacht, daß in Gemäßheit $. 14. und 15. des Statuts noch bis zum 15ten d, M. eíne Nachzahlung benebs| 10 Thlr. Strafe pro Actie und der vom 1sten d, M. an aufgelaufenen Zinsen ange- nommen wird, nah dieser: Termin aber diejenigen

pf P M LAS I R

Actien, sür welche vorgedachte Zahlungen nicht geleistet

werden möchten, annullirt werden müssen. Berlin und Hamburg, den 2. August 1844, Die Direction der Berlin - Hamburger Eisenbahn-

Gesellschaft. ee von Lehsten, Asher, Dr. Neu- aus.

Wolff. Borger. Conrad. Nieder -Schlesisch - Märkische (044 Eisenbahn. C A A SUL S i Dn ur Anlage der Nie- der - Schlesish - Märli-

schen Eisenbahn zwischen Guben und Halbau soll

die Ausfüh-

Allgemeiner Anzeiger.

der Bau der kleineren Brü>ken und Durchlässe der 2327 Ruthen langen Stre>e zwishen Linderode und Kun- zendorf, auf dem Wege der Submission in Entreprise gegeben werten.

Die Pläne, Berehnungen, Entreprise-Bedingungen und Submtiissions-Formulare zu diesen Bau-Ausführun- en können im technishen Büreau der 2ten Abtheilung in Sommerfeld während der Geschäftsstunden Ese- hen werden, woselbst auch gegen Erlegung von 10 Sgr. Abschriften der Bedingungen, der allgemeinen Nachtvei- sung und des Submissions-Formulars in Empfang ge- nommen werden können.

Submissionen für die Ausführung der betreffenden Arbeiten müssen versiegelt mit der Aufschrift : „Offerte zurUebernahme derPlanirungs- Arbeiten des 7ten Looses in der 2ten Ab- theilung“

vor dem 23. August d. J.

portofrei bei uns (Leipziger-Straße Nr, 61) ein- gereicht werden. Da an diesem Tage, Nachmittags 4 Uhr, die eingegangenen Submissionen eröffnet werden und der Zuschlag eventuell erfolgt, so föónnen später eingehende Submissionen nicht berücsichtigt werden.

Die sih Meldenden bleiben 14 Tage nah dem 23, August an ihre Offerten gebunden,

Salit, den 6. er 1844, Die Direction der Nieder-Schlesish-Märkischen Eisen- bahn-Gesellschaft.

Lust-Dampfschiffahrt zwischen Potsdam und Bran-

denburg. den 11, Augu s c. (Dpfb. „Alexandria‘‘.) Abfahrt von Potsdam um 74 Uhr Morgens. Nüeffahrt von Brandenburg um 457 » Nachmitt. Preis eines Fahrbillets zur Hin- oder Rüdfahrt 15 Sgr., Kinder unter 10 Jahren zahlen die Hälfte,

Zwischen Potsdam und«Baum-

gartenbrück. (Dpfb, „Prinz Carl“) Abfahrt von Potsdam um 3 Uhr Nachmittags. Rückfahrt von Baumgartenbrü>k um 7% Uhr Abends. Preis eines Fahr - Billets zur Hin- oder Rückfahrt 5 Sgr,, Kinder die Hälfte. Anker, Taubenstr, 10.

Sonntag

[813 b]

Berlin- Breslauer Eilfuhre.

Indem wir uns hiermit erlauben , ein geehrtes kauf- männisches Publikum auf unsere Eilfuhren welche regelmäßig jeden Donnerstag und Sonntag sowohl von Berlin nach Breslau, als von Breslau nach Berlin ab- gehen, und stets in 4 Tagen liefecn so wie deren billig D Frachtsäße von

17 Thlr. pro Centner von Berlin nah Breslau und

1% Thlr, » » » Breslau nah Berlin wiederholt ausmerksam zu machen, ersuchen wir höflichst, Anmeldungen dieserhalb bei dem Herrn S. David, Bischofsstraße Nr. 28, oder in unserem Comtoir, Neue Königsstraße Nr. 74, gefälligst abgeben zu lassen.

Berlin, den 8. August 1844,

Jeserih & Schwedler.

[729 b]

Auf Befehl Seiner Kaiserlihen Majestät des Selbst- herrschers aller Reußen 2c. füget das livländische Hof- gericht hiermit zu wissen: Demnach hierselbst von dem Herrn Etatsrath und Ritter Dr. Herrmann von Köh- ler und dem Kommerzienrath und Ehrenbürger Carl Eduard Tunder als Bevollmächtigte der Erben des an- pereermaven am 417, April 1843 neuen Styls in

resden verstorbenen Herrn Professoris emeriti Etats- raths und Ritters Dris. Christian Friedrih von Deutsch, nämlich der Fräulein Henriette und Julie von Deutsch, der verwittweten Doktorin Sophie Sellheim, geb. von Deutsch, der Frau Etatsräthin Auguste von Köhler, geborenen von Deutsch, des Herrn Hofrath Friedrich von Deutsch, des Fräuleins Louise von Deutsch, der Kommerzien - Räthin Caroline Tunder, geborenen von Deutsch, der Ober-Pastorin Therese Bienemann, gebo- renen von Deutsch, und des Königlich preußischen Lieu- tenants Carl von Deutsch, angesucht worden is, daß ein proclama ad convocandos creditores et heredes defuncti erlassen werden mögez als hat das livländische Hof- gericht, dem Ansuchen willfahrend, kraft dieses öffentli- chen P Alle und Jede, welche als Gläubiger oder Erben aus irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche und Forderungen an das sämmtliche binterlassene Ver- mögen des [weiland Herrn Professoris emeriti Etats-Raths und Ritters Dris. Christian Friedrich von Deutsch formiren zu können vermeinen, oberrichterlich

genen wollen, 19 a dato dieses Proklams inner- halb der Frist von einem Jahre und se<s Wochen all-

hier beim Hofgericht mit solcen ihren Ansprüchen und Forderungen gehörig anzugeben und selbige zu doku- mentiren und ausführig zu machen, bei der ausdrüctli- chen Verwarnung, daß nach Ablauf der vorgeschriebenen Frist Niemand weiter gehört, sondern jeder Ausbleibende für immer präkludirt und der Nachlaß des weiland

Herrn Professoris emeriti, Etats-Naths und Ritters |

Dis. Christian Friedrich von Deutsch, seinen hinterblie- benen Erben zum Eigenthum adjudizirt werden soll. Wo- nach ein Jeder, den solches angeht, sich zu achten hat. Signatum im livländishen Hofgerichte zu Riga, den 21. März 1844, j Im Namen und von wegen des livländischen Hofgerichts, (L. S.) Fr, v. Bruiningfk, Präsident,

Bekanntmachung. Zehn Thaler Belohnung.

Nach einer neuerlich bei uns gemachten Anzeige ist in der Zeit vom 8, bis zum 10, Mai dieses Jahres aus einem am Markte allhier gelegenen Handlungs- Lokale eine Kiste mit 2 vershlungenen Dreie>ken und einem

zweimal durchstrihenen © 251, gezeichnet, und 21 Dutend RNasirmesser, 3 Duyend Taschenmesser, 4 Dußend kleine Gartenmesser, so wie 80 Gros Hornknöpfe_ enthaltend, abgeholt worden, jedo<h an ihrem Bestimmungsorte nicht angekommen, auch sonst nicht zu ermitteln gewe- sen, weshalb die Vermuthung entsteht, daß die Kiste

nebst Jnhalt entwendet worden sei.

Indem wir daher vor dem Erwerbe odex der Ver- heimlihung jener Gegenstände warnen, fordern wir Je- dermann , der über das Verbleiben der gedachten Kiste nebst Jnhalt einige Auskunft “zu geben vermag, hier- durch auf, sih deshalb schleunigst bei uns zu melden, und sichern demjenigen, welcher zuerst solhe Mitthei- lungen machen“ wird, în deren Folge die Wiedererlan- gung der Kiste nebst Jnhalt gelingt, eine Belohmung von l Sn Thalern hieïmit zu. Leipzig, den 5. August 1844,

Das Polizei - Amt der Stadt Leipzig, Stengel, Heinze,

[975]

Citerarishe Anzeigen.

_JIm Verlage von G. P. Aderholz in Breslau ist so eben erschienen und in allen Buchhandlungen zu

haben, in Berlin vei C. H. Jonas, Werderstraße 141 :

Ueber dorsfgerichtliche Zähl- l gelder in Schlefien

und die Unzulässigkeit ihrer Erhebung. Vom Justizrath Robe in Hirschberg, gr. 8, geh. 15 Sgr.

Der Herr Verfasser führt in vorstehender Schrist den Beweis, daß die Zählgelder jemals weder ein Domíi- nial- noch eíne Kommunal - Abgabe gewesen, sondern unbedenklich in ganz Schlesien nur ihren Grund in dem gerichtlichen Sportelwesen haben,

Schlesisches Archiv für die praktische Rechtswis- fenschaft

herausgegeben von C, F. Koch. 5r Band. 28 Heft, gr. 8, geh. 225 Sgr. Unter dem vielen Juteressanten, was dieses Heft bie- tet, wird besonders auf Nr. 23 aufmerksam gemacht, wo díe fortdauernde Nechtmäßigkeit des bestrittenen Zin- ses für das Brau- und Brennurbar der \<lesishen Rittergüter aus einem neuen Gesichtêpunkte gezeigt wird.

Ueber die singulairen Erb- rechte: an schlesischen Ritlergütern Di Ke Tri éin val BiekthGfel,

Professor der Rechte zu Berlin. gr. 8. geh. 20 Sgr.

Ee Musikalien-Leih-Institul

der Buch-, Kunst- und Musikalien-Handlung von

Ed. Bote & (G. Bock,

in Berlin, Jägerstrasse 42, Ecke der Oberwallstr,

Morgens 6 Ukr.

75 pCt.

Abends 10 Ubr.

Nach einmaliger Beobachtung.

Nachmittags 2 Ube.

Luftdruck .... [335,28 Par./1333 96" Par.|1333,43"” Par. | Quellwärme 8,1° R. [4+ 11,2° R.|4+ 17,3° R.|+ 14,0° R.| Flusswüärwe 14,8° R.

9,1° R.!| Bodenwärme 14,9% R,

Ausdünstung 0,01 1 Rh,

Niederschlag 0,020 Rh.

Wüärmewechsel -+18,4° —+ 10,1° R.

7,5° R.!|4 11,0° R.+ 62 pet | 68 pat trüb. bedeckt. bezogen. SO. SW. my S0.

Tagesmittel: 334,22" Par... + 142° R... +9,2° R... 68 pct. SW.

Abends Wetterleuchten.

Verantwortlicher Redacteur Dr. F. W. Zinkeisen.

Gedruckt in der Deer schen Geheimen Ober- Hofbuchdruckerei,

Abonnement für 3 Monat 1 Thlr. 15 Sgr. Mit der Berechtigung, für den ganzen gezahlten Betrag Musikalien als Eigenthum zu entnehmen, 3 Thlr. Ausführlicher Prospekt gratis.

Für Auswärtige die vortheilhastesten Bedingungen,

[974]

4 N J 79 .

ïs lebe der KÖnIig! Prava Märsche sür Piano von Conradi u.Daase 9 Sgr.

f. Orch,, f. Militairmusik à 20 Sgr., erschienen so eben,

34 Linden. Schlesinger sche Buch- u. Musikhdlg.

[817 b] Bei G. Reimer in Berlin is erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben:

Eiselen, E. W. B,, über An- legung von Turnpläßen und Leitung von Turnübungen.

Als Vorläufer einer neuen Auflage der“ ,dentschen Turnkunst““, Mit 2 Steindrucktafeln. geheftet, 15 Sgr. : j: S L Bahr. Dr. Karte der Heil-

quellen Deutschlands und der SchwweIz, übersich-

lich und topographisch nach den neuesten Bearbeitungen, namentlich Osann's, mit Rück- auf die hanuptsächlichsten 'Temperatur-

sicht Roy.-F olio in karton.

Verhältnisse dargestellt. 25 Sgr.

Für Architekten, Maurer, Zimmerleute 2c,

Jn unserem Verlage erscheint nächstens folgendes wichtige Werk :

86] Nachträge z dn Borlegeblättern für Mau- rer und Zimmerleute in 37 tithographir-

ten Tafeln mit Erläuterungen, entworfen von

Gustav Stier.

Nach der Original-Ausgabe der Königl. te<hnis<en Deputation für Gewerbe mit deren Bewilligung herausgegeben,

Auch mít dem Nebentitel :

Grundlage der praktischen Bau-

« O) (“Au . unft L Theil. gr. Fol. gebd, 4 Thlr. 45 Sgr, Inhalt: T. 1 bis 14, Gesimse, Fenster- und Thür- einfassungen 2c. für Façaden - Ordnungen in Puß. T. 15 bis 21. Gesimse, Fenster, Thüren, Thorwege, Brü- stungen, Fußböden, Schornsteinköpfe 2c. für den Façaden- bau in Ziegeln, den sogenannten Rohbau. T. 22 bis 37, Hölzerne Hauptgesimse z. Bau d. Dornschen Lehmdächer 2c. An uns direkt eingehende Bestellungen werden auf das Schnellste besorgt. Sammler von Unterzeichnungen er- halten einen angemessenen Rabatt,

Schenk U. Gerstäcker, Leipzigerstr, 46,

[816 b]

Heute Nachmittag um se<s Uhr entschlief plößlich am Schlagfluß unser innigst geliebter Vater, Schwiegerva- ter und Großvater, der Kaufmann

Hirsch Moses Herrmann, im 78sten Jahre seines frommen und rechtschaffenen Le- bens, Tief betrübt bitten um stille Theilnahme die Hinterbliebenen. Danzig, den 3. August 1844.

- © 5 [815%] MBeachtenswerth.

Ein höchst rentirendes Geschäft für einen Guts- besißer oder Banquier, in der Mark belegen, welches/| eine Reihe von Jahren sih auf 300,000 Thlr. zu| 5 pCt, verzinst, und noch bis jebt, zu deren käusfli-| <er Uebernahme 100,000 Thlr. bis 120,000 Thlr. gehören, unter schr vortheilhaften Bedingungen ver- kauft werden,

Diejenigen Herren Gutsbesißer in Vor- und Hin-| terpommern, Neumark, Schlesien und diesseits Po- sen, die ihre Güter zu verkaufen beabsichtigen, ich zu solhen Ankäufen von den ansehnlichsten Käufern be- auftragt worden z dessen Guts - Anschlägen an mich einzusenden. Kosten werden nicht verursacht,

Der Güter-Agent Abel in Zehdenick,

812 b] y Ein Lehrling, wird für die Gsellius sche Buch- und Antiquarhandlung, Kurstraße 51, gesucht,

Das Abonnement beträgt: 2 Kthlr. sür £ Iahr. 4 Kthlr. - # Iahr. 8 Kthlr. - 1 Iahr. in allen Theilen der Monarchie ohne Preiscrhöhung. Insertions-Gebühr sür den Raum ciner Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.

Allgemeine

Preußische Zeitung.

Alle Post-Anstallen des In- und

Auslandes uchmen Heste

auf dieses Blatt an, sür Berlig

die Expedition der Ällg. Preuss Zeitung:

Friedrihsstrasse Ür. 72.

N 222.

Inhalt.

Amtlicher Theil. ;

Fnuland. Provinz Brandenburg. Verordnungen für die Armee. Begräbniß - Verein ehemaliger Krieger, Verordnung zur Beförderung der Sicherheit der Rhein- und Mosel-Dampfschifffahrt. Cirkular-Ver- fügung des Ministeriums des Jnnern. Provinz Preußen. Wasser- stand des Pregels, Provinz Sachsen, Ober-Präsident von We- dell. Rhein-Provinz. Bilder-Frevel zu Düsseldorf,

Deutsche Bundesstaaten. Königreih Bayern. Der Erbgroß- herzog von Hessen. Herr von Hormayr. Die protestantische Gene- ral-Synode. Königreih Sachsen. Empfang Sr. Majestät des Königs von Sachsen zu Leipzig. Aus Burgstädt (Gustav - Adolph- Stiftung). Königreich Hannover, Denkmal für den Grafen Alten. Gewerbe - Ausstellung zu Hannover, Kurfürstenthum Hessen. Ernennung, Herzogthum Holstein, Neise des Kö- nigs. Der Sprachkampf, Freíe Stadt Hamburg. Ein Dampf- {i} verbrannt,

N Monarchie. Brief aus Wien. (Das Attentat vom

. Juli.

Frankreich. Paris, Beglü>kwünschungs - Schreiben Ludwig Philipp's an Se. Majestät den König von Preußen, Die Reise des Grafen Nesselrode nah London, Junstructionen des Prinzen von Joinville hinsichtlih der Feindseligkeiten gegen Marokko, Beruhigende ministe- rielle Erklärungen über das Vernehmen mit England wegen der otaheiti- schen Grage. Die britischen Jnstructionen an die Kreuzer. Briefe aus París, (Kammer-Arbeiten: Jnterpellation wegen der Vorfälle auf Tahitiz Schluß der Sizung. Neuestes aus Afrika.)

Großbritanien und Jrland. London. Entbindung Jhrer Majestät von einem Prinzen, Die dem Parlamente vorgelegten Papiere in Be- tref des Sklavenhandels und der Kreuzer - Jnstructionen,

Schweden und Norwegen. Stoc>holm. Reichstags-Verhandlun- gen: Die Wahl der Mitglieder des Staats-Ausschusses. Petition in du Sell e QUUBA und der Ausfuhr von Roheisen. Antrag

einer Ce - Ö für die Geistlichfei -

Dferrichidwesen. ntral- Behörde für die Geistlichkeit und das Un anemark. Wiborg. Stände-Verhandlungenz Verb H mit Zahlen - Lotterie - Loosen, Séevabsedunt des Sas V fentlichkeit der Stände - Versammlungen. Ueber die Verhältnisse Schleswigs zum Königreiche Dänemark. Schleswig. Stände-Ver- ad Gali Allgemeine Gerichts- und Prozeß - Ordnung für Schleswig und Holstein.

Schweiz. Kanton Zürich, Verordnung wegen Rckurs- und Appella- tions-Fristen, Kanton Graubündten, Der Bergsturz bei Felsberg.

Italien. Rom. Erdbeben. Die kirchlichen Differenzen mit Portugal und Spanien und die Missions - Angelegenheiten in Nord - Amerika. Dom Miguel. Die Nomagna.

Spanien. Schreiben aus Madrid, jüngsten Verhaftungen.)

Aegypten. Alexandrien,

Vereinigte Staaten von Nord-Amerika. Yorfk. (Lage der Dinge zu Philadelphia.)

Handels- und Börfen-Nachrichten. Berlin. Börse.

Königsstädtisches Theater, (,„Der Zerrissene‘“ von Nestcoyz Gastspiel desscl- ben.) Ueber den Wirkungskreis und die Stellung cines Dramaturgen,

Beilage. j . (ov . E Amtlicher Theil. Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht : Dem evangelischen Pfarrer Merker zu Dansdorf, Regierungs- Bezirk Potsdam, den Rothen Adler-Orden 3ter Klasse mit der Schleife zu verleihen.

Abgereist: Der Präsident des Handels-Amts, von Roenne, nach Köln,

Der Kaiserl, russishe Geheime Rath und Kammerherr, außer- ordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister am hiesigen Hofe Freiherr von Meyend orff, nah Dobberan. | /

Der außerordentlihe Gesandte und bevollmächtigte Minister der Vereinigten Staaten von Nord-Amerika am hiesigen Hofe, H Wheaton, nah Paris. E

(Verschiedenes aus Marokko z dic

Transít-Compagnie, Vermischtes, Schreiben aus New -

Uichtamtlicher Theil. Inland.

Provinz Brandenburg. Das Militair-Wochenblatt vom 10. August enthält die mit besonderer Rücksicht auf die Vor=

Berlin, Sonntag den Uo August

{läge der Kommission zur Revision der Militair - Geseße ausgear- beiteten und von des Königs Majestät vollzogeuen Kriegs- Artikel für das preußische Heer nebst der Verordnung über die Anwendung der= selben und insbesondere der darin vorgeschriebenen Militairstrafen.

Das Amtsblatt der Königl. Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin vom 9. August veröffentliht nachstehende Allerhöchste Kabinets = Ordre :

Jh will im Verfolg Meiner, die Begräbniß-Vereine ehemaliger Krieger betreffenden Bestimmung vom 22, Februar 1842 gestatten, daß mit. den genehmigten Feierlichkeiten auch diejenigen niht im Kriege gedienten Vereins-Mitglieder beerdigt werden dürfen, welche entweder : a. aus dem stehenden Heere als versorgungsberehtigte Jnvaliden oder nah Vollendung einer zwölfsährigen Dienstzeit ausgeschieden sind, oder þ. in dêr Landwehr die Auszeichnung für pflichttreue Dienste er= worben haben. Die Beschießung über das Grab wenn die Trauer- Parade mit Gewehren versehen is muß aber jedenfalls bei Vereins- Mitgliedern, welche keinen Krieg mitgemacht haben, unterbleiben,

Den Ministerien des Krieges und des Jnnern gebe Jh hiernach die weitere Veranlassung anheim, i

Sanssouci, den 6. Juni 1844,

(gez) Friedrich Wilhelnr. An die Ministerien des Krieges und des Junern.

Die dur Nr. 28 der Geseß-Sammlung publizirte Verordnung zur Beförderung der Sicherheit der Dampfschifffahrt auf dem Rheine und der Mosel enthält detaillirte Bestimmungen über die Prüfung der Dampfschiffsführer und Maschinenwärter, die Pflichten der Eigen- thümer eines preußischen Rhein- oder Mosel-Dampfschiffes, über die Untersuchung derselben und die Strafen, in welhe die Schiffsführer L s 4 verfallen, wenn sie den angeordneten Maßregeln zuwider handeln,

Das Ministerialblatt für die gesammte innere Ver- waltung enthält in Nr. 8 die nachfolgende Cirkular-Verfügung des Ministeriums des Junern an sämmtliche Königliche Regierungen vom 20, Juni 1844: | :

„Nach ciner Mittheilung des Königl. Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten if russischer Seits, als eine Modification des Grundsaßes, wonach jedem Fremden, sobald er das russische Gebiet betritt, sein heimat- licher Paß abgenommen wird, jet die Anordnung getroffen, daß den in Rußland ankommenden Ausländern zwar, wie :bisher, auch ferner in der ersten Gouvernementsstadi, welche sie in Nußland:bérühren, neue Pässe oder Aufenthaltskarten ertheilt, dagegeu,?zihnenzdie heimatlichen Legitimations-Pa- piere (Pässe oder Wanderbücher) nicht abgenommen, sondern leßtere nur durh einen mit dem amtilihen Siegel zu verschenden Vermerk: daß der Paß für Nußland nicht mehr gelte, da dem Junhaber ein russisher Paß ertheilt sei“ für Ungültig erklärt werden sollen. Díe Rönigliche Regierung wird von dieser Anordnung, welche hiernach nicht blos auf diesseitige Unterthanen , sondern auf Ausländer überhaupt Anwen- dung findet, mit dem Auftrage in Kenntniß geseßt, solche den betreffenden Polizeibehörden bckaunt zu machen, damit dieselben unterrichtet werden, daf die von den russishen Behörden mit Pässen in das Ausland versehenen Persouen, welche nicht Russen sind, mögen sie nun dem preußischen Unter- thanen-Verbande oder einem dritten Staate angehören, künftig in den Stand geseßt sein werden, sich durch die ihnen ertheilten heimatlichen Legitimations- Urkunden, in deren Besiß sie verbleiben sollen, auszuweisen. Um übrigens zu vermeiden, daß diese Personen, falls sie bei ihrer über die diesseitige Gränze erfolgenden Rückkehr aus Rußland mit russishen Pässen noch ver- sehen sind, sich doppelter Legitimations-Dokumente bedienen können, hat die Königl. Regierung Anordnung zu treffen, daß ihnen an der Gränze der russische Paß abgenommen oder für ungültig erklärt und mit der Bemer- kung, daß dies geschehen, der heimatlihe Paß wieder in Kraft geseßt oder wenn die Jnhaber dem diesseitigen Unterthanen-Verbande angehören nach Befinden cin neuer Paß ertheilt werde,“

Provinz Preußen. Der Pregel ist bei Königsberg am T A $ Guß gefallen und hatte Abends eine Höhe von 13 Fuß 4 Zoll,

__ Provinz Sachsen. Aus Magdeburg schreibt die dor- tige Zeitung unterm 8, August: „Vor einigen Tagen is der neue Ober = Präsident unserer Provinz, der seitherige Wirkl. Geh. Ober= Regierungs - Rath und Direktor im Ministerium des Junern, Herr von Wedell, hier eingetroffen, um seine hohe Function anzutreten. Wir heißen ihn freudig willkommen und begrüßen ihn mit der innig- sten Verehrung, die schon in der Zeit seiner früheren amtlihen Thä-

1844.

tigkeit, als Präsident der hiesigen Königl. Regierung, bei Allen, die mit ihm in geschäftlicher oder geselliger Berührung standen, si< ihm zuwendete und jeßt dur<h das Vertrauen erhöht wird, aus dem Se. Majestät der König ihm die Sorge für das Wohl unserer Provinz zu übertragen geruht haben. Er wird, zum Glü> ihrer Bewohner, dies Vertrauen rechtfertigen.“

_Nhein-Provinz. Dem Frankfurter Journal wird aus Düsseldorf (4. August) berihtet: Der Künstlerneid hat zu einer verruchten That Anlaß gegeben, indem mehrere Bilder hiesiger Ma= ler auf der Ausstellung sih gestern verstümmelt und ganz verdorben vorfanden; das Verbrechen is um so auffallender, da die Säle sel= ten ohne Wache sind und Nachts gut verschlossen werden.

Ausland.

Deutsche Bundesstaaten.

Königreich Bayern. Se. Hoheit der Erbgroßherzog von Hessen is am 5, August in München eingetroffen; er begiebt si< nah Berchtesgaden, um seine Durchlauchtigste Gemahlin zur Rü>reise nah Darmstadt abzuholen. Die Deutsche Allgemeine Zei- tung läßt si<h von ihrem münchener Korrespondenten berichten : „Viel Aufsehen erregt hier die kleine Broshüre des Dr. Faber gegen die „,, Lebensbilder aus dem Befreiungskriege‘/‘/ und der am Schlusse derselben geführte Beweis, Herr von Hormayr könne nicht der Verfasser der leßteren sein, da die darin mitgetheilten Dokumente (wie nahgewiesen wird) verfälscht sind und außerdem der Genannte scin Ehrenwort schriftli<h bei dem Grafen Münster niedergelegt hat, feinen öffentlihen Gebrauh von den ihm mitgetheilten Äftenstüd>en zu machen. Es scheint niht möglih, daß Herr von Hormayr nah diesem Buche ferneres Schweigen beobachten kann. ‘/ Die dies= jährige General-Synode der protestantischen Kirche Bayerns diesseits des Rheins wird in Baireuth am 18, August und in Ansbach am 22. September beginnen.

Königreich Sachsen. Man meldet aus Leipzig vom 9, August: Heute Nachmittag um 3 Uhr traf der König von Sachsen, der bereits dur eine Deputation aus Leipzig in Hamburg begrüßt worden war, von seiner Reise nah Schottland hier ein. Als er bei Wahren den Dampfwagen verlassen , seßte er im Wagen, von einem Festzuge von Landwirthen zu Pferde umgeben, die Reise fort, bis wo die Chausseen nah Halle und Delißsh si< scheiden. Von dort aus bildete die Kommunalgarde Leipzigs Spalier, während die Esca- dron derselben ihm als Ehrenwache vorritt. Am Eingange des äußeren Halleschen Thores, vor der dort erbauten Ehrenpforte, hatten sich der Stadtrath, die Stadtverordneten, der Handelsvorstand, die Buch- händler- Deputation und die Obermeister der Jnnungen versammelt, um den König zu empfangen. Nachdem er ihren Gruß huldvoll ange- nommen, fuhr er weiter dur< die lange, mit Kränzen und Guír=- landen festlih geshmüd>te Gerbergasse. Auf der Mitte des Wage= plabes war eine zweite Ehrenpforte aufgerichtet, bei welcher ihn die Jnnungen und ein Musikchor erwarteten. Von hier begab si< der König nah dem Bahnhofe, wo er die Deputationen der Stände des leipziger Kreises, der Universität, der Behörden,“ die Konsuln em fing und dann seine Reise nah Dresden fortseßte. Zu Burch ädt ist ein Zweig = Verein der Gustav - Adolph - Stiftung mit 387 wirk= lihen Mitgliedern aus der Stadt und Parochie ins Leben getreten.

Königreich Hannover. Die Hannoversche Zeitung vom 8. August zeigt an, daß die Aufforderung zu Beiträgen für ein dem General von Alten zu errichtendes Denkmal lebhaften Anklang gefunden habe, und daß bis Ende Juli bei dem betreffenden Comité be= reits 690 Rthlr. Gold und 826 Rthlr. Courant für den bezeichneten Zwe> eingegangen seien, Die vierte allgemeine Gewerbe-Ausstel= lung des Königreichs ist am 5. August zu Hannover in dem Ge-= bäude der höheren Gewerbeschule eröffnet worden; das bis dahin aus= gegebene Verzeichniß der ausgestellten Jndustrie-Produkte zählt bereits 2621 Gegenstände auf.

Kurfürstenthum Hessen. Se. Hoheit der Kurprinz und Mitregent haben Höchstihreu außerordentlichen Gesandten und bevoll= mächtigten Minister am Königl. preußischen Hofe, Kammerherrn und Legations-Rath, Freiherrn Alexander von Dörnberg in Berlin, zum Geheimen Legations-Rath ernannt.

Königsstädtisches Theater. 2A E von Nestroy, Gastspiel desselben. estroy hat die Grundzüge seiner meisten Possen zwar einem Vorbi

ge und die Andeutungen der Charaktere beibehalten. im Detail A lles so umgeformt und dem Dialog eine so eigene Fassung gegeben, daß er jedesmal eine selbstständige Neuigkeit lieferte. Schon in Matt renom- R Farce Lumpacivagabundus““, die er nah einer Novelle von U IeE og bearbeitete, machte er diese künstlerishe Aneignungsgabe auf moge Lte Weise geltend. Seine jüngste Nachbildung dieser Art is die teen Posse „Der Zerrissene“, welche hier am 8. August zum er- dés! Ba Ösischen ganz ungemeinem Beifall aufgeführt wurde, Verfasser hat sink die D Originals, an das Nestroy seine Gestaltungen angelehnt ha Atte, führt N Duvert und Lauzannez ihr Vaudeville hat nur ea t Ven B E »L’homme blasé“ und fam am 18, November Sauvliblle, Le N eville- Theater zu Paris zur ersten Aufführung. Die Analogon ‘zu fei N (ein Wort, für das „der Zerrissene““ kein rechtes für. eiten tor treff spielte dort der berühmtc Komiker Ar nal, der Stü erlangte sow ntr Darsteller komischer Rollen gilt, die es giebt, Das als ma ihm R weil es durch seine Handlung spannt und fesselt, e tiefe Sittlichkeits - Idee zum Grunde liegt,

ras< bedeutenden Ruf, : aufmerksam. W. F rievrid in ivurde au<h in Deutschland darauf

Theater. Herr Wilke (früher bei ber arg übersepte es für das Thalia-

spielte dort den Blasirten. Eben so ersch igsstädtischen Bühne engagirt) 1.6 ten in Wi i - schung des „L'homme blasé“, von einem fabrifmäßig übersetenden eum

Kupelwieser, Secretair beim T eat

sich diese Arbeit neben der meistelichen Umbilduen, Dosephsta rod Adi Va

ae A Bend A gu vom Josephstädter Repertoir Pábrend , er“ s<n i j ißi ibi

Tue den ner 2 s einander über dreißig Aufführungen im

——— E L

Der Held dieser Posse, Herr von Lips, is ein Millionair, den die Welt anekelt, weil er in ihr für sein Geld Alles haben konnte und stündlich haben kann ; er ist in der Stimmung eines vom Spleen geplagten Eng- länders, der sich heute erschießen möchte, weil die Sonne zu hell scheint, und sich O den Tod wünscht, weil es regnet; angewidert von dem Einerlei in der Natur und im Menschenleben, sehnt er sich, um seine Hypochondrie los zu werden, nah ungewöhnlichen Pifanterieen, und in der Absicht, leßtere herbeizuführen, verfällt er auf den Gedanken, mit dem ersten besten unver- heiratheten Frauenzimmer, das ihm, nachdem er diesen Entschluß gefaßt, be- gegnen würde, sih zu vermählen. Das Schifsal führt ihm die Wittwe Schleier entgegen, eine ci-devant Modistin, die ihr Herz lange Zeit als einen Modeartikel ausgeboten und damit starken Absay erzielt hat. Diese Liaison bringt ihn allerdings sogleich in neue und pikante, aber auch höchst fatale Verhältnisse, denn er wird zum Mörder, muß von Haus und Hof flüchten, seine Güter werden eingezogen, und er is ge- nöthigt, sich insgeheim bei einem seiner Pächter als Knecht zu verdingen, um nur seinen Hunger stillen zu können. Das Ende ist versöhnend und durchaus befriedigend : derjenige, den Herr von Lips durch ihn getöd- tet wähnte, lebt noch, ihm hat die Arbeit die Blasirtheit aus den Glie- báie A S ist a E Glied der Gesellschaft geworden, er-

en zurü>, und der Besitz ei l

vollendet sein E 3 20A eiß eines unverdorbenen Naturkindes , Herr Nestroy hat in der Darstellung des Herrn von Lips die Kränze die ihm zugeworfen wurden, als braver Kün: reichlich S nt, Wir rathen Jedem, der sih von Herzen freuen und im Geiste erheben will (was gewiß bei einer Pos se viel zu bedeuten hat), die Wiederholungen dieses allerlicbsten Drama's nicht zu versäumen, Auch hier singt Herr Nestroy die Couplets, Variationen über Sprüchwörter, mit der nüancirtesten Jovialität. Er mußte sie sämmtlich, mit Beifall überschüttct, noch um einige Strophen bereichern und wurde zum Dank zweimal gerufen. Neben ihm hob si< die Leistung des Herrn Grobe>er (Schlosser Gluth-

T

hammer) als eine sehr anerkennenswerthe hervor; die Maske

eine ganz Be>manusche. Die Darstellung der oresteischen Angst e von Schre>ensbildern Verfolgten fand allgemeinen Anklang. Auch er wurde gerufen, Frl. von Tenne>er gab uns als Kathi das Bild eines innigen, anhängliden Landmädchens mit einem Gemisch von Naivität, die ihr bei der anmuthigen Betonung der Worte: „Der Herr Gevatter scheint überhaupt nicht stark im Bemerken zu sein“ rauschende Acclamation zu Wege brachte. Von den Uebrigen wären no< Mad. Urbane > als Wittwe Schleier, Herr Eichenwald als Justitiar Staubmann ( originelle Masfe!) und Herr Gerber als Krautkopf lobend zu erwähnen, u.

Ueber den Wirkungskreis und die Stellung eines Dramaturgen.

Da die Bühne die herrlichsten Schäße aller Zeiten un ö zu verwalten und dieselben zum Genuß und a Sve a Klasen der Nation darzubieten hat, so bedarf sie zur Ausübung ihrer weitverzweig- ten Thätigkeit vor Allem auch der geistigen Leitung und der vollen Erkenntniß der dramatischen Kunst und ihrer Darstellung. n diesem Be- dürfniß is die Stellung eines Dramaturgen bei der M ph ee Die Kunst der dramatischen Darstellung beruht auf der angemessenen Verwendung einer Summe von Kräften zur Hervorbringung einer künstleri- schen Einheit, Sie fordert also vor Allem Beschränkung und Maß im Jn- teresse eee ues en pte va res ist das Kunstwerk, das durch eine enge verschiedenartiger Persönlichkeiten im t geboten werden gol 5 N < Sinne des Dichters wieder- : el<he Aufgabe hat nun dabei de liegt es zunächst ob, die Vielheit von Kräften led E gleichsam auf einen Schwerpunkt zu konzentriren, um mit der ganzen Macht, deren sie fähig sind, wirken maturg hat also das Uebermaß der Krast eben so