1912 / 85 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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E Regierung einzurichten, die auf der Ordnung im Jnnern 6 der allgemeinen Sicherheit beruht und die die Einführung gea Reformen gestattet und die wirtschaftliche Entwicklung des andes sicherstellt, das folgende Abkommen getroffen. Y Artikel 1: Die Regierung der Republik und der Sultan find f arüber A in Marokko ein neues Regime einzuführen, das A ten, Der erwaltung, der Nechtspflege, der Schule sowie der {haftlichen, inanziellen und militärishen Einrichtungen in sih ließt, deren Einführung auf marokkanishem Gebiet die fran- Bee Ns als niüßlih betrachten sollte. Dieses Regime wird editeigid en Verhältnisse, die Achtung vor dem Sultan und sein j tionelles Ansehen, die Ausübung der islamitishen Religion und an religiösen Einrichtungen, insbesondere die der „Habous“, un- sgarialet lassen. Es wird ferner die Organisation eines reformierten wischen Machsen mit sich bringen. ie Regierung der Republik ständi Ÿ mit der spanischen Regierung über die Fnteressen ver- u igen, die diese Regierung infolge threr geographischen Lage und er territorialen Besitzungen an der marokkanischen Küste besißt. lo wird die Stadt Tanger ihren besonderen Charakter be- bestiten der ihr zuerkannt worden ist und ihre städtische Organisation Artikel 2. Der Sultan läßt es von jeßt ab zu, daß die französische Regierung, nachdem aen 2e davon benachrichtigt, enjentgen militärischen Besezungen auf marokkanischem Gebiet

reitet, die sie als notwendig für die Aufrechterhaltung der Orbtnung N ade Sicherheit des Handels hält, und daß sie jede Polizeiaktion oe Und in den marokkanishen Gewässern augübt. i pflicht rtikel 3. Die Regierung der Republik übernimmt die Ver- zu leij 8e dem Sultan jederzeit thre Unterstühung gegen jede Gefahr Ruhe eh die seine Person oder seinen Thron bedrohen oder die dem T einer Staaten gefährden sollte. Dieselbe Unterstüßung wird Xhronerben und seinen Nachfolgern gewährt werden. tektor rtifel 4. Die Maßregeln, die das neue Regime des Pro- Regier 1 nötig maden wird, werden auf Vorschlag der französichen Übert tung bom Sultan oder von den Behörden, denen er seine acht ments 96 verordnet werden. Ebenso soll es mit den .neuen Negle- wetden den Veränderungen der bestehenden Reglements gehalten Ati je französishe Regi ird beim Sult due Tikel 5. Die französishe Regierung wird beim Sutlan der einen B ate e sein, der alle Machtbefugnisse führue LUblik in Marokko in seiner Hand hat und über die Aus- reside. d tes abgeschlossenen Vertrages wachen wird. Der General- P wird der einzige Vermittler des Sultans bei den fremden mar reti und in allen Beziehungen sein, die diese Vertreter mit der T fanischen Regierung unterhalten. Er wird besonders mit allen (epoen beauftragt sein, welche die Fremden im scherifishen Reich an- 2A + Er wird die Macht haben, im Namen der französishen Re- E a durch den Sultan erlassenen Dekrete zu billigen und be- geben.

Die diplomatischen und fonsularishen Agenten

rtikel 6, I res werden mit der Vertretung und dem Schuß der Unter- Und Interessen Marokkos im Ausland beauftragt werden. Der

an verpflichtet sich, keinen Vertrag, der internationalen Charakter

Uushließes die vorherige Zustimmung der französischen Negterung ab- Artikel 7 ie franzöfische und scherifishe Regierung behalten n bor, E lie i für L Finanzreorganisation fest- arer welche die den Inhabern der Staatspaptere und öffentlichen bindli anischen Anleihen übertragenen Rechte respektiert, die E der © gelten des S S garantiert und die Einkünfte erung regelmäßi jeht. ;

oder Irtifel 8. O a verzichtet darauf, in Zukunft direkt G indirekt irgend eine öffentlihe oder private Anleihe aufzunehmen For ne Ermächtigung der französischen Negterung unter irgend etner

fine Konzession zu gewähren. meldet Wie von offizieller Seite, obiger Quelle zufolge, ge- S wird, beträgt die Wasserverdrängung der künftigen 23 50 dnoughts „Bretagne“, „Provence“ und „Lorraine rüstn. t, die Länge 165 m, die Breite 27 m. Die Aus- ase ng besteht in zehn 340 mm-Kanonen, fünf in der Längs- sowi angeordneten Panzertürmen, zweiundzwanzig 14cm-Kanonen in vier Torpedogeshüßzen. Die Geschwindigkeit beträgt noten bei 98 000 Pferdekräften. Die Besaßung wird stark sein. Der höhere Marinerat hat

1000 Mann (9 die Prüfung der Pläne der beiden Dreadnoughts beendet,

a d g , een Vau nah dem Flottenprogramm von 1913 in Angriff

eoteumen w Ueber die Beschlüsse wird Stillschweigen bne, Ga N Merkinale dieser Dreadnoughts möglichst tine guedeim halten will. Die Plane ne 4 bestätigt h

dli z hren, falls es sih be , das Hgalien I L s Ueberdreadnoughts mit

die Kiellegung von noughis 30g fecverbrängung, 95 Knoten Geschwindigkeit und

Um-Geschüßen beabsichtigt.

A Asien. E O

n n Stelle des verstorbenen Barons himoto ist, wil

E R aus Tokio Luder der General Yusaku Uyehara rlegsminister ernannt worden.

Afrika. - A Lie vom „W. T. B.“ aus Fes gemeldet wird, hak die o athricht von der Unterzeichnung des Protektorats- do des bei der Bevölkerung eine fühle Aufnahme ge- Sdo Jm Landesinnern ist die Unterzeichnung noch nicht all nt. Da die Gärung unter den Stämmen' schon “jeßt queemeln ist, so hält man es für möglich, daß die Ankündi- ilt des Protektorats die Lage noch verschlimmert. Die ltärbehörden treffen bereits die erforderlichen Maßnahmen. eneral Dide ist mit einer Kolonne von Suk el Arba nach êmmurgebiet aufgebrochen. h rüdts Nach Mere os „W. T. B.“ aus Benghasi tin am 3. d. M. ein Bataillon Jnfanterie, unterstüßt von Doe weiteren Bataillon und einer Feldbatterie, “auf die Ge Suani Osman vor, in der sich seit eimger eit festen von Beduinen zu verbergen pflegten, um, die 7 teisoungsarbeiten nahe der Oase gu stören. / Eine Ab- M eduinen, die alsbald ein wirkun sloses Feuer S Italiener eröffnete, wurde durch Jnfanterie- beträ Artilleriefeuer zerstreut. Um 6 Uhr Abends rückten My chtliche Streitkräfte des eindes von Coeffia und Sidi chi er, von wo sie durh das Feuer eines italienischen Kriegs- E ae R orten Mah vot der Folhnrileri alieni i unterstüßt von der # Und den Gef de Infanterie, V hielt Vie sofort auf und zwang

ie hüßen der Forts, Hie i l ( h âur Flucht. Jnfolgedessen konnten die Leg e8 Verluste

Wie

ohne 7 A h R Unterbrechung fortgeseßt werden. Die italienischen Verluste

Ugen einen Tot d zwei Verwundete. Der Feind hatte iva hundert Tote d Verwundete.

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Statistik und Volkswirtschaft. Ergebnisse O Reichserbschaftesteuer im Nedcksnungs- Nat la ellen Wirkungen des Reichs-

erbsg/0 der Statistik über die finanzielle Rechnungsjahre 1910 sind hilt teuergeseges vom 3. i 1908 E Es beträgt

-

un auptergebnisse für das Deutsche

der Anfälle

Gesamtreinwert Steuerertrag aus Zahl

M Erwerb von Todeswegen . 105847 788777737 52 794 646 Stenkungen unter Lebenden 6 180 62 616 453 3 991 616 zusammen 4112027 891 394 190 56 786 262.

Außerdem wurden bei 45 Erwerbsfällen aus Erbschaften von zusammen 68 247 M Neinwert 8751 4 uvd bei 23 dergleihen aus Schenkungen unter Lebenden von zusammen 64202 46 NReinwert an Steuer 4836 /6 niedergeschlagen. Im Durchschnitt entfällt auf einen ver- steuerten Anfall ein Reinwertbetrag von rund 7600 4 mit einem Steuerertrag von rund 507 4.

Es betragen :

bei den die Gesamt-

die Gesamtverbind-

rohwerte lichkeiten Mh Mh 33 071 überhaupt ver- fteuerten Nachlässen 907 041 178 118 263 441 4 665 Schenkungen unter Lebenden . 2 67 956 434 5 339981 zusammen 974 997 612 123 603 422.

Bei dem Erwerbe von Todes wegen weisen die Abkömmlinge 1. Grades von Geschwistern mit 37 103 (= 35,05 v. H. der Gesamt- zahl) die Höchstzahl aller versteuerten Erwerbsanfälle, dagegen Ge- schwister init 293 000 023 4 (= 37,15 v. H. des Gesamtreinwertes) den höchsten Gesamtwertbetrag auf, während den größten Steuer- betrag die auch mit dem höchsten Steuersaße belegten „übrigen Er» werber“ mit 17541852 Æ& (= 33,23 v. H. der ganzen Steuer- summe) oder auf éinen Anfall von dursnittlich 6617 #4 rund 850 6 zahlen.

Bei den Schenkungen unter Lebenden entfallen von dem Gesamt- wertbetrage von 62 616 453 4 allein 25 815 650 e =— 41923 9 O; an mildtätige oder gemeinnüßige inländische Stiftungen usw. Dagegen wird au hier der Hauptsteuerbetrag mit 1470011 4 = 36,83 v. H. von den „übrigen Erwerbern“ aufge racht.

SS E a Berichtsjahr

an Erbschaftssteuer « « «-._- Schenkungssteuer . Ee A DEOOSIS zusammen 3 120 798 6.

Von der Erbschaftssteuer allgemein befreit und daher in der Statistik unberücksichtigt geblieben sind die Anfälle an Ehegatten sowie Kinder und deren Abkömmlinge, ferner solhe unter 500 #, da dieser Betrag als untere Grenze der Steuerpflichtigkeit durch S 11 Ziffer 1 des Gesetzes festgelegt ist. E sind statistisch nicht dehandelt die steuerfreien Anfälle aller Art aus Schenkungen unter Lebenden. Nach den besonderen Bestimmungen des Gesetzes sind, ab- gesehen von den Fällen, in denen der Wertbetrag von den Steuer- behörden nicht bejonders ermittelt wurde, 23 776 897 4 Erwerb von Todes wegen von der Steuer befreit geblieben. Außerdem wurden emäß § 15 (ganze oder teilweise Steuerbefreiung der land- oder Prstwirtichaftlichen Grundstücke) in 13 369 Anfällen 871 388 M Steuer unerhoben gelassen.

2 799 967 M

Zur Arbeiterbewegung. n der Leipziger Snellpressenfabr ik, vormals Schmiers, E und Stein, am Dösener Weg, haben der „Lpz. Ztg.“ zufolge am 4. d. M. 250 Metallarbeiter infolge Lohn|\treits die Arbeit

E dem „W. T. B." gemeldet: Der

Aus Essen (Ruhr) wird : Gèwerkverein christliher Bergarbeiter hat unter dem henverband gerichtet, in dem

95. März ein Schreiben an den Ze t i er ihn et allen, au den freiwillig Streikenden, die Kontrakt- bruchsstrafen zurückzuerstatten, da die unschuldigen Familien und auch die Geschäftswelt und die beteiligten Gemeinden unter dem Lohnausfall am schwersten zu leiden hätten.

Zum Ausstand der sächsischen Bergarbeiter (vgl. Nr. 75 d. Bl.) wird dem „W. T. B.“ aus Zwickau gemeldet : Nachdem die Vertreter fast sämtlicher Belegschaften der beiden großen fähsishen Steinkohlen reviere abermals das Königliche Berg- amt als Einigungsamt gngerufen hatten, wurde am Donnerstag von dem Vorsitzenden des Einigungs8amts zunächst mit den Ver- tretern fast sämtliher Zwickauer Werke über diesen Antrag ver- handelt. Die Werke lehnten es auch diesmal ab, sich dem Antrag anzuschließen. Sodann wurde von den Vertretern des Bergamts angeregt, die Besprehung zwischen den Arbeitgebern und den Arbeitnehmern unter dem Vorsiße der Bergbehörde über Beit- legung des Ausstands außerhalb des Rahmens des Einigungsamts abzuhalten. Die Vertreter der Zwickauer Werke lehnten auch dies ab, weil sie den jegigen Ausstand nit als dur die wirtschaftliche Lage der Arbeitnehmer veranlaßt ansähen, sondern lediglich als eine Madchtprobe des sozialdemokratishen Bergarbeiterverbandes.

Im ganzen nordwestböhmischen Braunkohlenrevier war, W. T. B. zufolge, am 4. d. M. die Einfahrt in die Schächte gemäß dem am Tage vorher fast einstimmig gefaßten Beschluß nahezu normal. Der am 24. März ausgebrochene Ausstand kann als beendigt angesehen werden (vgl. Nr. 84 d. Bl.).

Nach den Feststellungen des ausführenden Aus\husses des eng-

i beiterverbandes sind, laut eldung des E Dr 001 013 Stimmen für Wiederaufnahme der. Arbeit und 244011 Stimmen dagegen abgegeben

Í a eine Zweidrittelmehrheit ih nicht ergeben hat, woehlt S Ae Ausschuß die Wiederaufnahme der Arbeit, die au die zum heutigen Sonnabend einberufene nationale Konferenz noch bestätigen soll. (Vgl. Nr. 84 d. Bl.) Ernste Unr uh en ereigneten si gestern nahmittag auf einem Bergwerk bet Dunfermline (Schottland). Auf das Gerücht hin, daß dort einige Leute Kohlen Cefórdert hätten, versammelten sich etwa 10 000 Personen beim Ein-

beschädigten die Masjinenanlagen und warfen gegen

be, y ( Lang d enstdricheiben der Werkgebäude ein. ehrere Polizei-

beamte wurden verleßt. (Weitere „Statistische Nachrichten“ \. i. d. Ersten Beilage.)

Kunst und Wissenschaft.

B er XX1IV. Ausstellung der Berliner S s E batte su E Donnerstag ein außerordentli zahlreiches Publikum tn dem Ausstellun sgebäude am Kurfürstendamm ein- efunden. An Stelle des Präsidenten Lovis Corinth, der zur Er- Palika von s{chwerer Krankheit im Süden weilt, begrüßte der zwette Vorsitzende, Professor Augu s Kraus die Anwesenden mit einer kurzen Ansprache. Er betonte, daß die Ausstellung, die dies- mal fast nur Werke der Baer enthalte, mehr als sonst einen örtlichen Charakter trage. Bei den Werken von Nicht- mitgliedern habe die Leitung an ihrem Grundsay festgehalten, jedem gerecht zu werden, und jungen Talenten den Weg in die Oeffentlichkeit zu erschließen. Besonderen Dank zollte der Redner den Darleihern von Kunstwerken, vor allem dem Direktor Lichtwark von der Hamburger Kunsthalle, und dem Sammler Bernt Grönvold; weiterhin den Stadtverwaltungen von Berlin und L die auch diesmal die Sezession dur Ankäufe zu unterstüßen beab- sichtigen. An die Eröffnungsansprache {loß si ein Rundgang durch die Räume. Man hat diesmal die Bildhauerwerke wteder dur die anze Ausstellung verteilt und von den Bildern die der zu Gast geladenen Nertreter der jüngsten Malerei, die sih {hon äußerlih stark“ heraus- heben, im Cingangssaal vereinigt. Wir werden auf die ela

Gruppen demnächst zurückommen.

Die Gesellschaft für Erdkunde in Berlin hält eine

allgemeine Sihung am 13. d. M, Abends 7 Uhr, im aroßen Saal

Der Oberleutnant

des Architektenhauses (Wilhelmstraße 92).

von Wiese und Kaiferswaldau wird über Bangassu und Semio, die drei grcßen Sultanate Zentralafrikas E bildern) sprechen.

Am 17. d. M. tritt eine ringförmige Sonnenfinsternis ein, die auch bei uns, etnen möglichst wolkenlosen Himmel voraus- gefeßt, zu beobachten sein wird. Um Mittag des genannten Tages nehmen Sonne und Mond zu einander eiye solhe Stellung ein, daß sich die Durhmesser betder Himmelskörper von der Erde aus gesehen nahezu zu decken seinen. In Deutschland wird während des ganzen Verlaufs der bevorstehenden Finsternis ein beträchtliher Ring der Sonnenscheibe sihtbar bleiben, die Verfinsterung der Sonne also nicht total sein; nah der Berechnung des astronomischen Bureaus in Paris würde dagegen in Spanien für kurze Zeit eine totale Sonnenfinsternis ein- treten Die Finsternis beginnt für die Erde Vormittags 9 Uhr 54 Minuten (mitteleuropäisher Zeit) in Ofstbrasilien, bewegt i über Venezuela und den Atlantishen Ozean nah Pu

geht dann über Spanien, Frankreih, Deutschland und das nördliche Rußland, um in Zentralasien at 3 Ubr 15 Minuten ihr Ende zu finden. In Deutschland wird man

die Sonnenfinsternis gegen Mittag beobahten können. In Aachen wird sie z. B. um 11 Uhr 57 Minuten, in Berlin um 12 Uhr 8 Minuten, in Danzig um 12 Uhr 17 Minuten beginnen. Die Zone, auf der bet uns die Sonne auf wenige Sekunden ringförmig ver- finstert wird, ist übrigens nur sehr \{chmal; je weiter ein Ort von dieser schmalen Zone entfernt liegt, desto geringer is an ihm die Verfinsterung. Sn Nordwestdeutshland wird die größte Verfinsterung immerhin noch mehr als 0,95 vom scheinbaren Durchmesser der Sonne betragen. Zur Beobachtung blendet man das Fernrohr oder das sonst benußte Vergrößerungsglas mit ciner farbigen oder angerußten Glasplatte ab.

Theater und Musik.

Im Köntiglihen Overnhause findet morgen eine Auf- führung von Richard Strauß? „NRosenkavalier“ in der bekannten Be- seßung und unter der Leitung von Generalmusikdirektor Dr. Muck statt. Am Montag (2. Osterfeiertag) wird Nachmittags 2X Uhr eine Aufführung von „Hänsel und Gretel“, in der in den Hauptrollen die Damen Dietrich, Rothauser, von Scheele-Müller und Ober sowie Herx Bachmann beschäftigt sind, in Szene gehen. Hierauf folgt das Ballett „Die Puppenfee“. Die musikalische Leitung hat der Kapellmeister Dr. Beél. Hieran {ließt sich um 75 Uhr Abends eine Aufführung von „Carmen“, in der die Damen Nose, Böhm-van Endert, Dietrich und Parbs sowie die Herren Kirchhoff, Bronsgeest, Bachmann, Lieban, Habich und Krasa beschäftigt find. Dirigent ist der Kapell- meister Ble. Am Dienstag, den 9. April, wird die Oper „Der Traum“ wiederholt. Der von der Generalintendantur der Königlichen Schau- spiele bereits angekündigte- Zyklus heiterer Opern wird am 30. d. M. seinen Anfang nehmen und, fortlaufend, am Dienstag jeder Wodhe bis zum 18. Junt wettergeführt werden. Neben dem gewöhn- lihen Abonnement, das bestehen bleibt, wird ein Sonderabonnement für 8 Spielabende ausgegeben, dessen nähere Bestimmungen nah dem Feste bekannt gemaht werden sollen. Vorausbestellungen für einzelne Vorstellungen können nicht berüdcksihtiat werden.

Der Zyklus umfaßt elf Werke vershiedener Meister, die in nachstehender RNReihenfolae, chronologisch geordnet, auf- geführt werden sollen: Gluck: „Die Maienkönigin" (zum ersten

Male); Dittersdorf: „Doktor und Apotheker“ (neu einstudiert); Mozart: „Figaros Hochzeit“ ; Nicolai: „Die lustigen Weiber von Windsor“; Lorßing: „Der Wildshüß“ (neu einstudiert); Weber: „Abu Hassan“ (neu einstudiert); Cornelius: „Der Barbier von Bagdad"; Wagner: „Die Meistersinger von Nürnberg“; Humper- dinck: „Hänsel und Gretel“; Blech: „Versiegelt“; Strauß: „Der Rosenkavalier“.

Sm Königlihen Schauspielhause wird morgen und am Dienstag das Festspiel von I. Lauff „Der große König“, am Oster- montag das vaterländishe Schauspiel „1812“ von Otto von der Pfordten in der bekannten Besezung wiederholt. Außerdem findet am Dienstag, Nachmittags 3 Uhr, eine Vorstellung zu volkstümlihen Preisen des Festspieles „Der große König“ statt. Die Abendvorstellung an diesem Tage („Der große König“) beginnt um 8 Uhr. Erckmann-Chatrians ländliches Sitten- gemälde „Freund Fritz“ hat bei seiner Aufnahme in den Splelplan des Königlichen Schauspielhauses eine so warme und sympathische Aufnahme gefunden, daß sih die Generalintendantur, um vielfah aus den Kreisen des Publikums E Wünschen zu entsprechen, veranlaßt gesehen hat, das liebenswürdige Stück, auch nach dem Ehrengastspiel des Herrn von Possart, in der ursprünglichen N mit Herrn Pohl als Nabbi Sichel, den Damen Thimig und Buße sowie den Herren Clewing, Vollmer und Stange in den anderen großen Nollen, auf dem Spielplan zu erhalten. Die nächste Vorstellung ist auf Donnerêtag, den 11. April, angeseßt.

Im Deutschen Theater wird morgen und am Montag, den 15. April „Viel Lärm um Nichts“, am Ostermontag „Romeo und Julia* (mit Alexander Moissi, Gina Mayer und Paul Wegener) aufgeführt. Am Dienstag geht „Turandot“, Mittwoch „Ein Sommernachtstraum“, Donnerstag „Penthesilea“ in Szene. Am Freitag wird zum ersten Male Molières „George Dandin“ guf-

eführt, das am Sonnabend und nächsten Sonntag wieder- holt wird. In den Kammerspielen wird morgen wie am Montag und" Donnerstag das Nansenshe Lustspiel „Eine glücklihe Che“ gegeben. Dienstag wird nach längerer Pause wieder Stuckens „Lanväl“, mit Friedrih Kayßler, Ua Rosen und Eduard von Winterstein in den Hauptrollen, in den Spielplan aufgenommen. Am Mittwoch und nächsten Sonntag geht „Der Arzt am Scheideweg“ in Szene. Am Freitag findet eine Aufsührung von „Gyges und sein Ning“, mit Friedri Kayßler als Gyges, Mary Dietrich als Nhodope, Paul Wegener als Kandaules, statt.

Das Lessingtheater hat für nächste Woche folgenden Spiel- plan aufgestellt: morgen abend, Mittwoch, Donnerstag und nächst- folgenden Sonntagabend: „Das Friedensfest“; Montag und Freitag: „Gudrun“; Dienstag: „Der Biberpelz“ ; Sonnabend (Ibsenzyklus, 11. Vorstellung): „John Gabriel Borkman“.

Im Berliner Theater wird allabendlich die Gesangsposse „Große Rosinen“ wiederholt. Die A n (3 Uhr) bringen morgen eine“ Aufführung der Posse „Bummelstudenten“, am zweiten Feiertage des Schwanks „Die Logenbrüder“; am nächsten Sonntag geht Nachmittags „Einer von unsere Leut“ in Szene.

Im Theater in der Königgräßerstraße bleiben „Die fünf rankfurter“ in der kommenden Woche tägli auf dem Spielplan. m ag findet die 100. Aufführung des Lustspiels statt.

Sn der Kurfürstenoper werden an den Feiertagen, Abents, folgende Opern E: Ostersonntag : „Tiefland“, Ostermontag: „Der Schmuck der Madonna“, Dienstag: „Die verkaufte Braut“. Die Proben zu dem Musikdrama „Oberst Chabert* sind in vollem Gange, es dürfte am 18. d. M. zum ersten Male in Szene gehen. Emmy Destinn wird, wie bereits gemeldet, thr Gastspiel am 27. April mit „Tosca* beginnen. Der Vorverkauf für sämtliche Gastvorstellungen ist bereits eröffnet.

Im Lustspielbauf e finden in nähster Woche allabendlich Aufs- führungen des Schwankes „Das lauschige Nest“ statt. An beiden Feiertagen geht Nachmittags bei ermäßigten Preisen der Schwank „Die Damen des Regiments“ in Szene.

Manuigfaltiges. Berlin, 6. April 1912

A. F. „Weltbäder an europäischen Küsten (v - burg nah Lissabon)" ist der neue Vortrag betitelt, 2 am Mitter abend die „Urania " einer eingeladenen Gesellshaft darbot. Wenn