1901 / 218 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Niechtamfkliches. Deutsches Reid.

Preußen. Berlin, 13. September.

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M. S. „Jaguar“, Kommandant : Korvetten-Kapitän Berger, am 10. September in Tongku angekommen.

S. M. S. „Habicht“, Kommandant: Korvetten-Kapitän von Koppelow, ist am 11. September in Kamerun ein- getroffen.

S. M. S. „Jrene“, Kommandant: Kapitän zur See Gildemeister, und S. M. S. „Gefion“, stellvertretender Kommandant: Korvetten-Kapitän Weniger, sind am 11. Sep- tember in Cadix angekommen und beabsichtigen, am 18. Sep-

iember nah Dartmouth in See zu gehen.

Der hiesige griehis<he Gesaudte Cléon A. Rangahé hat Berlin mit Urlaub verlassen. Während seine Abwesenheit wirkt der erste Legations-Sekretär Georges Caradja als Geschäftsträger.

Hela, 12. September. Jhre Majestäten der Kaiser Nikolaus und der Kaiser Wilhelm sowie Seine Kaifer- lihe Hoheit der Großfürst Alexis schifften Sih, wie „W. T. B.“ berichtet, heute Morgen 9 Uhr mit dem Reichs- kanzler Grafen von Bülow und dem Staatssekretär des Reichs-Marineamts, Staats-Minister, Vize-Admiral von Tirpip an Bord des Flottenflaggschiffs „Kaiser Wil- helm I1.“ ein. Hierauf begannen die Manöver zwischen einer rothen und einer blauen Partei. Der Führer der blauen Partei, welhe aus dem Westgeshwader und dem Danziger Geschwader zusammengeseßt war 1edes Geschwader bestand aus vier Linienschiffen —, war Scine Königliche Hoheit der Prinz Heinrich, Führer der rothen Partei aus fünf Linienschiffen zusammengeseßt der Vize-Admiral von Arnim.- Die rothe Partei ging um 10 Uhr gegen das Danziger Geschwader vor, welches unter dem Schuß der Küsten- befestigungen das Gefe<ht annahm. Nach zweistündigem Kampfe wurde von der Oberleitung entschieden, daß der An- griff des rothen Geshwaders abgeschlagen und zwei Schiffe desselben für drei Stunden außer Gefecht geseßt seien. Das rothe Geschwader ging na<h Hela, wobei das Linienschiff „Baden“ von dem Linienschiff „Weißenburg“ geschleppt wurde. Von der blauen Partei war das Küsten- panzerschiff „Hagen“ für kampfunfähig erklärt worden. Um 21/2 Uhr sichtete das rothe Geschwader nunmehr wieder gefechtsfähig das in voller Fahrt herankommende blaue Geschwader, welches eine Vereinigung mit dem Danziger Ge- shwader anstrebte. Auf 5000 m entwi>elte sih cin Gefecht zwischen beiden Geshwadern, das sih allmähli<h auf nahe Entfernung hinzog und mit einer Niederlage des blauen Ge- shwaders endete. Das Danziger Geschwader war nicht mehr in der Lage, auf dem Kampfplaß zu erscheinen.

Gegen 1 Uhr fand auf dem Flaggschiff „Kaiser Wil- helm IT.“ ein Frühstü> statt. An der Tafel saß Seiner Majestät dem Kaiser Wilhelm zur Nechten Seine Majestät der Kaiser Nikolaus, zur Linken Seine Kaiserliche Hoheit der Großfürst Aleris, re<ts neben Seiner Majestät dem Kaiser von Rußland der Reichskanzler Graf von Bülow; gegenüber den Majestäten hatten der Admiral von Köster, der Staatssekretär des Neichs- Marineamts, Vize- Admiral von Tirpiß und der russishe Vize-Admiral Lo.nen ihre Pläße. Am Schluß der Manöverübung ersuhte Seine Mazestät der Kaiser Nikolaus Seine Majestät den Kaiser Wilhelm, der deutshen Flotte den Ausdru Seiner hohen Befriedigung über ihre Leistungen zu signalisieren 7 Uhr Abends auf ihren Ankerplaÿ bei Hela Kaiser Wilhelm geleitete Se!

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überreihte dem Minister Allerhöchstsein Bildniß. Seine Majestät der Kaiser Nikolaus blieb bis 11 Uhr an Bord der Yacht „Hohenzollern“ und begab Sich alsdann na<h dem „Standart“ zurü.

Stettin, 12. September. Der Prinz Thun ist, wie „W. T. B.“ berichtet, gestern nah dem Festmahl im Hôtel de Prusse mit seinem Gefolge um 31/4 Uhr Nachmittags nah Berlin zurü>gereist, um morgen Hamburg einen Besuch ab- zustatten. Die Reise na<h Danzig wird der Prinz erst am Sonntag antreten.

Kiel, 12. September. Jhre Majestät die Kaiserin von Rußland und Jhre Königliche Hoheit die Prinzessin Heinrich begaben. si<h heute Mittag, wie „W. T. B.“ meldet, nah Hemmelmark und kehrten von dort am Abend nah Kiel zurü. ,

Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Olden- burg ist heute s eingetroffen. Der Großherzog begab si mit einer Pinasse nah den Howaldtswerken zur Besichtigung seiner neuerbauten Dampfyacht „Lensahn“, mit welcher Höchst- derselbe morgen cine Probefahrt unternehmen wird.

Bonn, 12. September. Seine Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz hat sh, dem „W. T. B.“ zufolge, heute Nachmittag nah Aachen begeben.

Bremen.

Der Lloyddampfer „Dresden“ landete, wie dem „W. T. B.“ berichtet wird, gestern in Bremerhaven den Stab, das erste und zweite Bataillon des 1. Osftasiatishen Jn- fanterie - Regiments und die fünfte Batterie, zusammen 18 Offiziere und 955 Mann.

Oesterreich-Ungarn.

Der Kaiser und König ist, na<h einer Meldung des „W. T. B.“, gestern in Begleitung des Erzherzogs Franz Ferdinand in Noscovce (Ungarn) eingetroffen, wo Aller- höchstderselbe von dem Minifter-Präfidenten von Szell, dem Banus Grafen Khuen Hedervary und den Spißen der Behörden empfangen wurde. Später seßte der Kaiser die Reise nah dem Hauptquartier der Manóöverleitung fort, wo bald darauf auch der Prinz Ferdinand von Rumänien eintraf, Höchstwelcher von dem Kaiser am Bahnhof empfangen und auf das herzlichste begrüßt wurde. :

Bei den gestern in den Landgemeinden Krains vor- genommenen Landtagswahlen wurden 15 Slovenisch-Klerikale und 1 Slovenisch-Liberaler gewählt. Die Klerikalen gewannen ein Mandat.

Der General-Feldmarshall Graf von Waldersee ist gestern Abend von Berchtesgaden nah Stuttgart abgereist.

Frankreich. Der Chef der türkishen Geheimpolizei in Paris Feridun Bey, welcher ausgewiesen worden ist, hat sich, wie „W. T. B.“ erfährt, gestern Vormittag nah London begeben.

Rußland. Wie dem „W. T. B.“ aus St. Petersburg berichtet

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wird, schreibt die „Finlandskaja Gaseta“: Jnfolge eines Vor- trages des finländishen Senats, betreffend das M anifest und neue Statut über die Militärpflicht, befahl der Kaiser, daß cs niht, wie der Senat empfohlen habe, nothwendig sei, fich an das finishe Volk mit neuen Versicherungen, betreffend die weitere Aufrehthaltung seiner örtlihen Ver- l I, zu wenden. Treue Unterthanen zweifelten in dieser insiht niht im Geringsten an den gütigen Absichten des isers, und alarmierende Befürchtungen Uebelgesinnter zeigten ie Unerläßlichkeit eines größeren Schußes der Ordnung

r< administrative Maßregeln.

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Ftalien. Den Mitgliedern der Deputirtenkammer ist, dem î

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Türkei.

An dem Galadiner, welches zur Feier der Vermählun der türkfishen Prinzessinnen im Yildiz-Palais ftattfand, nahmen dem „W. T. B.“ zufolge, das diplomatische Korps unz; (0 terithe türkische Würdenträger theil. Auch der Khedive

bbas-Pascha und der türkishe Botschafter in Paris Munir Bey befanden si< unter den Gästen.

Dem Wiener „Telegr.-Korresp.-Bureau“ wird aus K oy- stantinopel gemeldet, daß die aus türfishen Quellen in Erzerum undKharput stammenden Berichte über angebliche revolution&ä re Unternehmungen der Armenier in Musch und den gn- geblih von Armeniern gemachten Versuch, die Kaserne in Sassun in die Luft zu sprengen, in armenischen Kreis:n auf das entshiedenste mit der Behauptung bestritten würden, daß weder in Musch no< in Safjun si eine reoolutionäre Be- wegung bemerkbar gemacht habe. Die angeführten Vge hauptungen seien wahrscheinlih von den lokalen Behörden er- funden, umihre Haltung gegenüber den kurdishen Ausschreitungen in Mush und Sassun, die durh diese türkishen Be- rihte an Wahrscheinlichkeit gewönnen, zu entshuldigen. Eine zuverlässige, diese Ausschreitungen bestätigende Meldung liege allerdings bisher ni<t vor. Jm Yildiz-Palais werde ver sichert, der Kriegs-Minister habe Befchl ertheilt, einige Ba- taillone des TY. Armee-Korps in Erzinghien nah Musch und Sasfsun zu entsenden.

Jn Belgrad eingetroffene Nachrichten berichten über drei neue Morde in Altserbien. Jn Plewlje (Sandscak Novibazar) ermordeten Türken den Sohn des dortigen serbishen Geistlihen Tane Schiljak, in Kits<hewo erschoß der Arnautenführer Saidullah den dortigen serbischen Ka.f- mann Nastas Bunguritsh, und in Gostivar tödtete der Albanese Male Barjamowski die Gattin des Serben Spasen Bozsinowitsch.

Die Gültigkeit des mit Tubini getroffenen Ueberein- kommens ist an die Zustimmung der französischen Regie- Es. Lorando hat es seinerseits abgelehnt, in eine Verhandlung mit der Pforte einzutreten. Sein Bevoll mächtigter befindet sih in Paris.

Griechenland.

In Athen trafen gestern, wie ¿„W. T. B.“ meldet 310 rumänische Studenten ein. Der Empfang derselben im Piräus war überaus herzlih. Die Bürgermeister von Piräus und Athen begrüßten sie im Namen der Städte. Die Straßen, durch welche die Studenten zogen, waren festlih geshmüdt.

Amerika,

Ueber das Befinden des Präsidenten McKinley liegen folgende Berichte des „W. T. B.“ vor:

Das gestern früh um 6 Uhr ausgegebene Bulletin lautete: Der Präsident hatte eine gute Nacht. Puls 122, Temperatur 100/29.

Nach dem RKrankheitsberiht von gestern früh 91/5 Uhr hatte dcr Präsident reihli<h Nahrung zu si<h genommen, auch etwas feste Nahrung bei gutem Appetit. Der Patient befand sih gestern früh besser als jemals seit dem Mordanschlag. Puls 120, Temperatur 100/20.

Ein gestern Nachmittag 31/5 Uhr ausgegebenes Bulletin besagt: Der Zustand ist ganz derselbe wie am Morgen. Der Präsident klagt nur über Müdigkeit. Er nimmt weiter nügend Nahrung zu si<h. Puls 126, Temperatur 1002 0,

Ein Abends 81/2 Uhr veröffentlichter Krankheitsbericht lautet: Der Zustand des Präsidenten Mc Kinley am Abend war nicht durchaus gut. Die Nahrung, welche der Präsident zu fich nahm, wurde nicht gut verdaut, eine Entleerung konnte

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nicht stattfinden. Dcr Puls war nicht befriedigend; indessen hat sih der Zustand seit zwei Stunden gebessert. ( hat ein gutes Aussehen; der Präsident |<läft ruhig. Temr ratur 100/29, Puls 128.

Um Mitternacht wurde folgendes Bulletin ausgegeben: Alle ungünstigen Symptome im Befinden des Präsidenten McKinley haben si<h seit der Ausgabe des leßten Bulletins zum Besseren gewandt. Puls 120, Temperatur 100,20, Ueber die Herkunft des Anarchisten Czolgosz wird „Dit f Poznanski“ aus Znin gemeldet, daß die Fami Czolgosz aus Cer>wice bei Lnin stamme. Von dort j drei Brüder, Josef, Leon und }

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Franz, vor einigen 20 Jah: nah Amerifa ausgewandert. Ein vierter Bruder befinde ü noh 1in Znin

P Lino . v ) Ti Die Mitglieder des Vorstand 1

der „Union Leagu Maryland hielten, wie „W. T. B.“ berichtet cine Versammlung ab, in welcher sie beschlosse enator Wellington aus der League auszustoßen, derholt öffentlich die That des Czoigosz gutgeheißzen | aus Veranlassung persönlicher Parteil G h gennnt jein ie Polizei von Montreal (Canada) hat mit Nü>! ie bevorstchende Ankunft des Herzoas und Herzogin von Cornwall und York eine Reihe von um- fassenden Sicherheitsmaßregeln getroffen. Binnen 24 Stunden jollen etwa 100 verdächtige Pers verhaftet worden sein Y A ien p » F 9 9 das Dampfer Arbeiter worden inzutreten. Anzahl von Damz1 ndelsmarine für den dienst mit Beschlag belegt worden, ebenso alle Pferde u f sse seien voll besezt. Selbst ein als cin Vergehen, das mit G Anzahl Venezolaner, welche sich b uf den na< Norden fahrenden Dampfern gend iei die Abfahrt nicht gestattet worden er Meldung der „Times“ aus Perüù vom 12. d. M. ¡e Kabinet nunmehr gebildet und, wie folgt Cesareo Chacaltana Vorsiy und Aus eonidas Cardenas Inneres, Kapitän Meliton Marine, Adrian Ward Finanzen, Lizard0 Justiz, Eugenio Larrabure y Unanuce iche Arbeiten Afrika. y N M Mie Lord Kitchener aus Pretoria vom 11. d. M learaphiert, haben s\ih C. Krüger, der Sohn des Prä nten Krüger, und Hauptmann Feneira am Mittwoch er ven Das „Neuter'she Bureau“ berichtet aus Mafeking vom aestriazen Tage, daß der General Lord Methuen am | 5. d. M. ein ernstes Gefeht mit der Streitmacht Delarey s

in der Nähe von Zeerust gehabt s O mehrstündigem Kampfe hätten sich die Buren mit einem Verlust von 20 Todten, 17 Verwundeten und 44 Gefangenen zurückgezogen. Unter den Gefallenen befänden sich der General Lemmer und der Feldkornet Joubert. 300 Wagen, 1500 Stü Vich und 6000 Schafe seien erbeutet worden. Die Engländer hätten 15 Todte und 30 Verwundete verloren.

Demselben Bureau wird aus Lourenço Marques mitgetheilt, daß der portugiesische Küstendampfer „Limpopo“, welcher den Limpopofluß befahre, unterdem Verdacht, daß er Kriegs- fontrebande mit sih führe, angehalten worden sei, doch sei ihm nah einer Durchsuchung seitens der portugiesishen Behörden gestattet worden, die Fahrt fortzuseßen. A Der „Times“ wird aus Pretoria, den 12. September, gemeldet: Bei einer Zusammenkunft, welhe am 25. August ¿wischen dem General Blood und dem Burenführer Niljoen in Lydenburg fslattgefunden, habe der General Blood dem Buren - General vorgeschlagen, eines der Konzentrationslager zu besuchen, damit jeder Zweifel der Buren über die Verwaltung der Konzentrations- lager und die Po der Engländer bei der Kriegführung beseitigt werde. Viljoen habe für seine Person diese Ein- ladung abgelehnt, aber seinen Adjutanten Leutnant Malan von der Staats-Artillerie mit der Besichtigung beauftragt. Malan sei am Mittwoch im Lager von Middelburg, wo 7000 Personen, Männer, Frauen und Kinder, konzentriert seien, erschienen. Er habe die Besichtigung ohne Begleitung ausge- führt, so viele Flüchtlinge, als er nur konnte, befragt, und dann erklärt, cr habe Alle zufrieden gefunden, und nichts Besonderes habe den Flüchtlingen gefehlt. Die einzige Klage habe das Fleish betroffen; es sei aber dasselbe wie dasjenige, welches die britishe Garnison und die Bewohner von Middel- burg erhielten; freilih sei es minderwerthig, da für das Vieh jet kaum Weide vorhanden sei. Malan habe e: klärt, er sei angenehm überrasht gewesen, und dann am Nachmittag nah Belfast zurückgekehrt, um sih zu Viljoen zurü>zubegeben.

Ein weiteres Telegramm der „Times“ aus Pretoria besagt, daß die Buren in der vergangenen Woche in Ost- transvaal sehr thätig gewesen seien. Sie konzentrierten sich am Chrissiesee und um Amsterdam, offenbar um in Natal einzufallen.

Einer Meldung des „W. T. B.“ aus Kapstadt vom gestrigen Tage zufolge, äußern sich die „Southafrican News“, ein Organ der Afrikanderpartei, in einer Besprehung der Proklamation Lord Kithener's vom 7. August dahin: Die Bürger der beiden Republiken kämpften noch heute um ihre Unab- hängigkeit, wie ste dies 23 Monate hindur gethan hätten : der Kampf sei indessen, soweit das Auge in die Zukunft dringen könne, hoffnungslos; ein Erfolg ihrer Waffen sei un- nöglih und eine Intervention des Auslands ausgeschlossen.

Australien.

Aus Melbourne berichtet das „Reutershe Bureau“, daß gestern im Bundesparlament ein Gesetzentwurf berathen worden sei, nah welhem die Einwanderung ein- geshränkt werden solle, und zwar besonders dadurch, daß die Einwandernden ciner Prüfung auf ihren Bildungsstand unterworfen würden. Mehrere Parlaments-Mitalieder hätten

ein Amendement beantragt, nah welchem bei dieser Prüfung an die Stelle der englishen Sprache eine beliebige andere europäische Sprache treten könne. abe ih mit dieser Abänderung einverstanden erklärt, nahdem

Der Premier-Minister ï bereits Regierung beabsichtige in keiner Weise, Deutsche, Skandinavier und andere Weiße von gleih hohem Bildungsstande wie diese

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m der Einwanderung auszuschließen.

ereits vorher der Justiz-Minister bemerkt gehabt habe, die

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Statiftik und Volkswirthschaft.

Zur Arbeiterbewegung. : Berlins fi Deuts

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Ges E 9 s g undheitêwesen, Thierkrankheiten und Abjperrungs- Maßregeln. idheitsstand und Gang der Volkskrankheiten. n e Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gesundheitsamts*“, Nr. 37 vom 11. September 1901.)

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festgestellt. In der Stadt Bombay waren während der am 10. August endenden Woche im Ganzen 854 Personen gestorben, da- von 168 erweisli< an Pest und 191 unter Pestverdaht, also 32 bezw. 19 mehr als in der Vorwoche; die Zahl der Neuerkrankungen in der Stadt wird auf 157 für die Berichtswoche beziffert und war darnah höher als in jeder der drei Vorwochen.

__ Kapland. Während der Woche vom 4. bis 10. August wurden in Port Elizabeth 4 Pestkranke, darunter 1 Europäer und 2 Ein- geborene, in das Hospital aufgenommen, eine Person wurde als pest- verdähtig unter Beobachtung gestellt; auf der Kaphalbinsel

kamen 1 Pestkranker verdächtig unter Beobachtung. folge einer Mittheilung vom

ins Hospital und

2 Perfonen als pest-

In Kapstadt hielt man zu-

14. August die Seuche nun-

mebr für erlos<en, da innerhalb Monatsfrist seit dem 14. Juli

fanden si<h no< 15 Pestkranke im Hospital.

nur 5 neue Fälle in der Stadt beobachtet worden waren; do< be-

In den contact camps

wurden am 10. August no< 58 Personen _ beobachtet, davon 23 in Port Elizabeth und 35 auf die Kaphalbinsel.

Queensland.

Während der am 27.

--

Juli abgelaufenen Woche

ist in Brisbane eine Neuerkrankung an der: Pest zur Anzeige ge-

Pest und Cholera.

fommen.

British- Ostindien.

In Kalkutta sind in der Zeit vom

28. Juli bis 3. August 17 Personen an der Cholera gestorben; an

Pest erkrankten und starben 11.

Gelbfieber.

E8 gelangten zur Anzeige: 15. Juli 8 Todesfallé An bis 15. Juli 10 Todesfälle 9 U - bis 3 August

i

5 Erkrankungen und (1

tit der Zeit vom 1, Juni bis

Pernambuco, vom 16. Juni

Janeiro, vom Todesfall in

n Mto de

Port Limon, vom 28. Juli bis 3. August 3 Erkrankungen und 1 Todesfall in Havanna, sowie 1 Erkrankung und 1 Todesfall in Marianao (Cuba), vom 21. bis 27. Juli 1 Todesfall in Matanzas, vom 28. Juli bis 3 August 1 Erkrankung in Pinar del Rio

(Cuba), sowie 1 Erkrankung und 1

2

Todesfall in Negla (Cuba), vom

28. Juni bis 28. Juli 6 Todesfälle in Mexrida, voti 22. bis 28. Juli 1 Erkrankung in Progreso (Meriko), vom 28. Juli bis 3. August 1 Todesfall in Vera Cruz.

Costa Rica. Vom 28. Juli bis 8 Todesfälle an Gelbfieber verzeichnet ;

Limon

11. August wurden in 6 Kranke be-

fanden si< am 11. August no< in ärztliher Behandlung. Vor-

wiegend sollen die aus

Di dem Innern des zugewanderten Arbeiter von der Krankheit

Landes

kürzlich befallen

worden fein,

während die bereits längere Zeit ansässigen Personen verschont blieben. Den zugezogenen Arbeitern wurde von der Regierung in Limon freie Nücckreise ins Innere des Landes gewährt.

Pod>en.

Großbritannien.

In der Stadt London, woselbst während

beiden leßten Wochen des August 82 Po>enkranke den Kranken-

äufern überwiesen und 7 waren hauptsähli< die

Jahren, sind

früberen

5 Dr »+ . 9 Ta A fen eingeri<tet: von 300 verfügbaren

“i ai ) nar ; 211€; ren, einer Zeitungénachriht zufo

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Personen an den Pocken verstorben

im Norden belegenen Stadt-

: St. Pancras und Marylebone von der Seuche betroffen.

Hospitalshiffe für die Po>en-

Betten auf diesen Schiffen

en ze, am 28. August 54 belegt.

Verschiedene Krankheiten. Po>en: London 7, New York 13, Paris 4, Kalkutta 5 Todesfälle: London (Krankenhäuser) 52, New York 36, Paris25, St. Petersburg 4Er-

kungen; Fle>typhus: Roß (Wurm): Mosfau 27,

I A 5 T Neg.-Bez

Düsseldorf 78,

Brechdurchfall: München 29,

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Warschau (Krankenhäuser) 2 Erkrankur Arnsberg 2 New York 31 Todesfälle; M artenwerde 0 ACLarlenwerder d

Erkrankungen; Nuhr:

Neg.-Bezirke Arnsberg 74, Münster 94 Erkrankungen ; Nürnberg 73

“Ry e i franfungen: Jn fluenza: London, Moskau, St. P fälle: Keuchhusten: London 20 Todesfälle; Ne

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ferner in Davanna

Non L. verhältnii und aufs Jaht 405 (1899 beim

Kopenhagen 91

anon ior (Krankenhau!er) ( + "n Von gemecidel L484 den eg tesbaden 94, in Hamburg ersburg 74, Wien 31

SLÌ T 44 l Breslau J

Weißensee 742 (48,2), Posen 743 (44,1), Eberswalde 902 (37,11 Neuruppin 923 (46,4), Frankfurt a. O. 968 (41,1), Burg 1088 (55,8), Stettin 1205 (52,8).

_Die Gesammtsterblihkeit war während des Berichtsmonats geringer als 15,0 (auf je 1000 Einwohner und aufs Jahr berechnet) in 10 Orten: Neunkirchen 14,8 (1889/98: 19,3), Lüdenscheid, Solingen je 14,8 (1886/95: 21,9 und 22,3), Grünberg 14,7 (1888/97 : 22,8), Charlottenburg 14,5 (1886/95: 20,0), Wittenberg 14,2 (1896/98: 18,3), Jena 14,1 (14,7), Gmünd 14,0 (1886/95 23,1), Hameln 13,1 (1895/99: 16,4), Rheydt 10,8 (1886/95: 20,2). Gs

Die Säuglingssterblichkeit betrug in 6 Orten weniger als ein Zehntel der Lebendgeborenen. Unter einem Siebentel derselben blieb nie außerdem in 6, unter einem Fünftel in 20 Orten.

Im Ganzen scheint sih der Gesundheitszustand gegenüber dem Vormonat we!entlih vers{le<tert zu haben. Eine höhere Sterblich- keit als 35,0 9% batten 27 Orte gegen 2 im Juni, eine geringere als 15,0 °/%0 10 gegen 57. Mehr Säuglinge als 333,3 auf je 1000 Lebend- geborene starben in 120 Orten gegen 21, weniger als 200,0 in 32

gegen 149 im Vormonat.

Hinterindien.

_ Die Regierung in Singdäpore hat zu den Ausführungs- bestimmungen vom 30. Mai v. F. zur Quarantäne- Ordnung vom 14. Juli 1894 folgende Nachträge in Kraft gesetzt:

i 1. Nachtrag.

Durh Verordnung vom 12. Dezember 1900 ist bes{losen worden, in Artikel 20 hinzuzufügen: Die Frist von 10 Tagen wird, falls die Krankheit während der Beobachtungszeit ausbriht, von dem Tage des letzten Falles an gerechnet.

i 2. Nachtrag.

Verordnung vom 19. Dezember 1900 ift worden, dem Artikel 3 folgende Fassung zu geben:

l. Wenn bekannt wird, daß Pest, Cholera, Blattern, Fieber oder eine andere anste>ende Krankheit von gefährlicher Natur in einem Hafen oder einem anderen Plate außerhalb der Kolonie aus- gebrochen ist oder berrs{t, so ist der Gouverneur gesekli< verpflichtet, dur<h Bekanntmachung im Amtsblatt mitzutheilen, daß der Platz verseucht ist. Daraufhin sollen alle Fahrzeuge, die von dem Platze einlaufen, sofort nach der Ankunft von dem Gesundheitsbeamten unter- fut werden. Dieser hat darauf anzuordnen, wel<he der na<hfolgend aufgeführten Maßnahmen in Anwendung gebracht werden soll.

IT. Wenn bekannt wird, daß Pest, Cholera, Blattern, Fieber oder eine andere anste>ende Kranfheit von gefährliher Natur in einem Hafen oder an einem anderen Plate innerbalb der Kolonie ausgebrochen ist oder berrsht, so ist der Gouverneur geseßlih verpflichtet, auch wenn er eine Bekanntmachung, daß der Platz verseucht sei, nicht erläßt, anzuordnen, daß die von dem Plaße kommenden Fahrzeuge fofort na< dem Einlaufen dur< den Gesundheitsbeamten untersuht werden. Dieser hat darauf anzuordnen, welhe der nachstehend aufgeführten Maßnahmen in Anwendung kommen soll.

: 3. Nachtrag. ur< Perordnung vom 830. Januar 1901 sind folgende Ab- n getroffen worden: n Artikel 3 wird „Pest“ eingefügt. Die in Art. 4, 5 e Frist von 12 und 10 Tagen wird für Cholerc festgesetzt.

Art. 6 V. erhält folgende Fassung:

__ Pasfagiere, die dem Gesundheitsbeamten der Anste>ung verdächtig erscheinen, können entweder auf der Sanitätsstation unter Beobachtung gehalten werden oder Erlaubniß erhalten, an Land zu gehen und in ihrer Wohnung na< Befinden des Gesundheitsbeamten überwacht werden mit der Maßgabe, daß die Beobachtungs- oder Ueberwachungs- frist keinesfalls länger als 10 Tage, im Falle der Befürchtung von Cholera niht länger als 5 Tage oll. Die Frist wird vom Tage der Ankunft des Fahrzeugs in den Gewässern der Kolonie, oder wenn die Krankheit während der Beobachtungszeit auftritt, von dem Tage des letzten Falles an gere<n

Artikel 18 erhält folgende Fassung:

Mit Ausnahme von Packeten soll auf Grund dieser Bestimmungen kein Theil einer Post, die unter der Posthoheit einer Regierung be- fördert wird, der Zurü>khaltung, Desinfektion oder Zcrstörung unter-

Ueberlieferung der Post an das

Durch

beschlossen

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Postam rt, daß wegen jedes, während der n Krankheit dem

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